{"id":94571,"date":"2023-03-03T10:12:58","date_gmt":"2023-03-03T09:12:58","guid":{"rendered":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=94571"},"modified":"2026-01-27T11:43:24","modified_gmt":"2026-01-27T10:43:24","slug":"michael-klundt-wie-viel-mehr-kriegspartei-wollen-deutschland-und-die-nato-noch-werden","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=94571","title":{"rendered":"Michael Klundt: \u201eWie viel mehr Kriegspartei wollen Deutschland und die NATO noch werden?\u201c"},"content":{"rendered":"<p>&bdquo;Wenn sie alle Kritiker von Waffenlieferungen und Nuklearkriegs-Gefahren als Anh&auml;nger von &sbquo;Radio Moskau&lsquo; diffamiert, kann man ihr nur entgegnen, dass &sbquo;Radio Rheinmetall&lsquo; auch nicht besser ist&ldquo; &ndash; das sagt der Politikwissenschaftler <strong>Michael Klundt<\/strong> im Interview mit den NachDenkSeiten im Hinblick auf das Verhalten von Marie-Agnes Strack-Zimmermann. Im Interview beleuchtet der Professor f&uuml;r Kinderpolitik an der Hochschule Magdeburg-Stendal das Spannungsverh&auml;ltnis zwischen der Kindergrundsicherung und der R&uuml;stungspolitik und analysiert kritisch den Krieg in der Ukraine. Scharfe Kritik &uuml;bt er an den Medien. Er spricht von einem katastrophalen Journalismus, der &bdquo;in seiner plumpen Einseitigkeit&ldquo; den Rundfunkstaatsvertrag verletze. Dies ist der zweite Teil des Gespr&auml;chs, den ersten Teil finden Sie <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=93663\">unter diesem Link<\/a>. <strong>Von Marcus Kl&ouml;ckner. <\/strong><br>\n<!--more--><br>\n<strong>Sehen Sie ein Spannungsverh&auml;ltnis zwischen der Kindergrundsicherung und der aktuellen Kriegs- und R&uuml;stungspolitik? <\/strong><\/p><p>Auf den ersten Blick k&ouml;nnte man ja denken, dass diese beiden Themen eigentlich nichts miteinander zu tun haben. In der Regel gilt, dass das Geld f&uuml;r R&uuml;stung und Krieg nicht nur Menschen und Umwelt zerst&ouml;rt, sondern auch f&uuml;r sinnvolle Investitionen wie die Kindergrundsicherung fehlt. Doch eine besondere Verbindung wurde zuletzt explizit von der deutschen Au&szlig;enministerin Annalena Baerbock hergestellt. Sie hatte allen Ernstes europ&auml;ische R&uuml;stungsgesch&auml;fte mit Saudi-Arabien damit legitimiert, dass anderenfalls noch mehr als 100 Milliarden Euro zus&auml;tzlich f&uuml;r Aufr&uuml;stung ausgegeben werden &bdquo;m&uuml;ssten&ldquo; und f&uuml;r Soziales und Kinder noch mehr gespart werden &bdquo;m&uuml;sste&ldquo;. Wenn der R&uuml;stungs-Deal mit Saudi-Arabien zur Beihilfe beim Vernichtungskrieg gegen die Zivilbev&ouml;lkerung Jemens platzen w&uuml;rde, h&auml;tte &bdquo;man&ldquo; kein Geld mehr f&uuml;r die Kindergrundsicherung.<\/p><p><strong>Was hei&szlig;t das denn in Zahlen ausgedr&uuml;ckt? <\/strong><\/p><p>Aus meiner Sicht bedeuten 100 Milliarden Euro mehr f&uuml;rs Milit&auml;r zun&auml;chst einmal, dass dieses Geld in Bildung und Jugendhilfe fehlt.<\/p><p>Aus Sicht der Bundesau&szlig;enministerin l&auml;sst sich die Kindergrundsicherung aber offenbar nur finanzieren, wenn Saudi-Arabien mit Mordwerkzeug ausger&uuml;stet wird, um den Jemen zu bombardieren. Die zynische Logik darin bedeutet, dass wir f&uuml;r arme Kinder in Deutschland nur etwas tun k&ouml;nnen, wenn wir dabei mithelfen, arme Kinder im Jemen zu t&ouml;ten. Vor &uuml;ber hundert Jahren nannte man sowas noch &bdquo;Sozial-Imperialismus&ldquo; &ndash; und manche sch&auml;mten sich sogar daf&uuml;r. Bis vor kurzem h&auml;tte man in der De-facto-Gegen&uuml;berstellung von &bdquo;jemenitischem Lebensrecht&ldquo; und &bdquo;deutscher Kindergrundsicherung&ldquo; auch noch den darin enthaltenen brutalen Rassismus kritisiert. Aber heute hei&szlig;t das &bdquo;wertebasierte, feministische Au&szlig;enpolitik&ldquo; &ndash; und bekommt statt fliegender Tomaten Standing Ovations. Dieser Abgrund an Scheinheiligkeit ist vielleicht wirklich Teil einer &bdquo;Zeitenwende&ldquo;.<\/p><p><strong>Wie erkl&auml;ren Sie sich, dass auf der einen Seite Kinder bei uns materielle Not leiden, dass aber auf der anderen Seite so viel Geld in die Kriegs- und R&uuml;stungspolitik flie&szlig;t? <\/strong><\/p><p>Es bedeutet wohl schlicht, dass das eine in der herrschenden Politik eben als wichtiger angesehen wird als das andere. Kinderarmut zu bek&auml;mpfen oder wenigstens bis 2025 eine armutsfeste Kindergrundsicherung umzusetzen, m&uuml;sste st&auml;rker unterst&uuml;tzt werden. Doch ausgerechnet diese Pl&auml;ne wurden zuletzt in ein seltsames Kausalverh&auml;ltnis zu einem europ&auml;ischen R&uuml;stungsexportprojekt zugunsten Saudi-Arabiens gesetzt und damit infrage gestellt.<\/p><p><strong>Kinder haben keine Lobby, hei&szlig;t es bisweilen. Die R&uuml;stungsindustrie aber schon. <\/strong><\/p><p>In der Tat. Vergleichen Sie nur das mediale Vorkommen der Bundesfamilienministerin Paus mit der Medienpr&auml;senz der R&uuml;stungslobbyistin und <a href=\"https:\/\/www.youtube.com\/watch?v=y2UpOZJ_8xk\">&bdquo;Volkssturm&ldquo;-Agnes Strack-Zimmermann<\/a> . Wenn sie alle Kritiker von Waffenlieferungen und Nuklearkriegs-Gefahren als Anh&auml;nger von &bdquo;Radio Moskau&ldquo; diffamiert, kann man ihr nur entgegnen, dass &bdquo;Radio Rheinmetall&ldquo; auch nicht besser ist. Und dies beweist ausgerechnet eine Partei, die bis zum 26. September 2021 <a href=\"https:\/\/twitter.com\/Die_Gruenen\/status\/1440316635126980623\">auf ihre Wahlplakate schrieb<\/a>: &bdquo;Wir setzen uns f&uuml;r ein Exportverbot von Waffen und R&uuml;stungsg&uuml;tern an Diktaturen, menschenrechtsverachtende Regime und in Kriegsgebiete ein&ldquo;. <\/p><p><strong>Die Au&szlig;enministerin rechtfertigt das Handeln ihrer Partei.<\/strong><\/p><p>Ja, Baerbock hat auf dem gr&uuml;nen Bundesparteitag im Oktober 2022 die R&uuml;stungs-Kooperationen zugunsten Saudi-Arabiens damit gerechtfertigt, dass man ja nicht direkt liefere (nur mit europ&auml;ischen Partnern zusammen) und dass man nur &auml;ltere Vertr&auml;ge noch umsetzen m&uuml;sse; w&uuml;rde man das nicht tun, m&uuml;sse das 100-Milliarden-Euro-Aufr&uuml;stungspaket der Bundesregierung vom &bdquo;Zeitenwende&ldquo;-Februar 2022 nochmals erweitert werden zuungunsten der &Auml;rmsten der Armen. Herz- und hirnerweichend appellierte sie an die kinderfreundlichen Instinkte ihrer Parteitagsdelegierten: &bdquo;Und ich will nicht, dass wir noch mehr im sozialen Bereich sparen und Lisa dann keine Mittel mehr hat f&uuml;r die Kinder, die sie dringend brauchen.&ldquo; <\/p><p><strong>Mit &bdquo;Lisa&ldquo; ist die Bundesfamilienministerin Lisa Paus und ihr Projekt einer Kindergrundsicherung gegen Kinderarmut gemeint?<\/strong><\/p><p>Ja, Baerbock meinte Paus. Und wer will schon, dass wir noch mehr im sozialen Bereich sparen! Die armen Kinder! Da m&uuml;ssen wir einfach mit den europ&auml;ischen Partnern Saudi-Arabien mit Waffen beliefern. &bdquo;R&uuml;stungsexporte f&uuml;r den Sozialstaat&ldquo;, lautete daher auch eine Zwischen&uuml;berschrift in einem kritischen Artikel der <em>taz<\/em> vom 15.10.2022. &bdquo;Wir&ldquo; k&ouml;nnen schlie&szlig;lich nichts daf&uuml;r, dass Saudi-Arabien seit mehreren Jahren einen buchst&auml;blichen Vernichtungskrieg gegen den Jemen f&uuml;hrt, mit hunderttausenden Toten. Da m&uuml;ssen &bdquo;wir&ldquo; einfach dr&uuml;ber hinwegsehen. So, genug der Ironie. <\/p><p><strong>Vor kurzem sorgte ein kriegskritischer Kommentar der MDR-Journalistin Rommy Arndt in einigen Medien f&uuml;r Emp&ouml;rung. Arndt warf Strack-Zimmermann vor, <a href=\"https:\/\/www.mdr.de\/mdr-aktuell-nachrichtenradio\/audio\/audio-2235940.html\">&bdquo;viel Kontakt zur R&uuml;stungsindustrie&ldquo; zu haben<\/a>. Haben Sie den Kommentar geh&ouml;rt? <\/strong><\/p><p>Nach zehn Monaten &ouml;ffentlich-rechtlicher Kriegsberichterstattung, die zu &ndash; gef&uuml;hlt &ndash; 99 Prozent f&uuml;r Waffenexporte eingestellt war, und einer Bev&ouml;lkerung, die mindestens zur H&auml;lfte gegen Waffenlieferungen eingestellt ist, aber zu 100 Prozent durch GEZ diese Berichterstattung finanzieren muss, durfte nun zum &ndash; gef&uuml;hlt &ndash; ersten Mal eine Radio-Kommentatorin des MDR die Ansichten von &uuml;ber 50 Prozent der Bev&ouml;lkerung und von &uuml;ber 70 Prozent der Ostdeutschen zu dieser lebenswichtigen Frage vertreten. <\/p><p><strong>Das war wohl schon zu viel an Meinungsvielfalt, oder?<\/strong><\/p><p>Die MDR-Redaktion meinte, sich sofort daf&uuml;r rechtfertigen zu m&uuml;ssen. Die einschl&auml;gigen R&uuml;stungslobbyist(inn)en, Kriegshetzer und Waffenexport-Fanatiker h&auml;tten die Journalistin am liebsten gevierteilt, die ostdeutsche Zuh&ouml;rerschaft war dagegen &uuml;berwiegend der Ansicht von Frau Arndt. Das ist erfreulich und zeigt den Unterschied zwischen &ouml;ffentlicher Meinung und ver&ouml;ffentlichter Meinung.<\/p><p><strong>Sie sind nicht nur Kindheitsforscher, sondern auch Politikwissenschaftler. Wie geht die Politik in Deutschland, wie gehen Medien und Experten mit dem Krieg in der Ukraine um? <\/strong><\/p><p>Es ist aus meiner beschr&auml;nkten Sicht heraus katastrophal und verantwortungslos, wie ein Gro&szlig;teil der deutschen Medien, Wissenschaft und Politik hier vorgehen. Ein kurzer Blick nach Mexiko, Brasilien, S&uuml;dafrika, Indien, Indonesien, China usw. reicht aus, um zu sehen, wie einseitig in Deutschland das NATO-Narrativ zu 100 Prozent nachgebetet wird. <\/p><p>W&auml;hrend die US-Unterstaatssekret&auml;rin Nuland (&bdquo;Fuck the EU!&ldquo;) k&uuml;rzlich in einer parlamentarischen Anh&ouml;rung <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=93089\">sich erfreut gezeigt hat<\/a>, dass die europ&auml;ische Gasversorgung aus Russland &uuml;ber Nord Stream nur noch ein Haufen Metallschrott auf dem Boden der Ostsee sei, sinnt die politische F&uuml;hrung Deutschlands weiterhin schweigend dar&uuml;ber nach, wie viele &bdquo;befreundete&ldquo; Staaten bzw. Geheimdienste wohl nicht am Nord-Stream-Anschlag beteiligt waren. <\/p><p>Und zugleich pfeifen die Berliner und Br&uuml;sseler Spatzen noch eine weitere Problemdimension von den D&auml;chern. Sollte sich der deutsche Bundeskanzler doch noch an seinen Amtseid erinnern und ein wenig Souver&auml;nit&auml;t gegen&uuml;ber den USA einfordern, ist es nicht unwahrscheinlich, dass relativ umgehend NSA-&Uuml;berwachungsprotokolle seiner Cum-Ex-Gespr&auml;che &bdquo;zuf&auml;llig&ldquo; auftauchen, die ihn politisch zu Fall bringen d&uuml;rften. &Auml;hnlich w&uuml;rde es der Pr&auml;sidentin der EU-Kommission ergehen, deren gel&ouml;schte Dateien, Mails und sonstige Nachrichten &uuml;ber millionen- bzw. milliardenschwere Gesch&auml;fte mit dubiosen Beraterfirmen des Bundesverteidigungsministeriums oder zu EU-Geheimvertr&auml;gen mit dem Pfizer-Chef und anderen sich sicherlich noch in NSA-Besitz befinden und &bdquo;pl&ouml;tzlich&ldquo; auftauchen w&uuml;rden. Doch letztere Gefahr ist recht unwahrscheinlich, da sich von der Leyen noch wesentlich atlantiktreuer gibt als der ein wenig weltkriegs-skeptische Bundeskanzler. <\/p><p>F&uuml;r mich bleibt das verlegene und pikierte L&auml;cheln der damaligen Bundesverteidigungsministerin Ursula von der Leyen von 2016 bezeichnend, als sie mehr Soldaten fordert, <a href=\"https:\/\/www.youtube.com\/watch?v=peAnEH4-T38\">aber zugibt<\/a>, dass keines ihrer sieben Kinder beim Milit&auml;r war, ist und sein wird. T&ouml;ten und Sterben, das sollen gef&auml;lligst die kleinen Leute tun. <\/p><p><strong>DIE GR&Uuml;NEN haben f&uuml;r die Wahl am 26. September 2021 mit Wahlplakaten geworben: &bdquo;Keine Waffen und R&uuml;stungsg&uuml;ter in Kriegsgebiete&ldquo;. Und jetzt: Deutsche Panzer in die Ukraine. Wie erkl&auml;ren Sie sich dieses Verhalten der Gr&uuml;nen? <\/strong><\/p><p>Wir hatten so eine Entwicklung bereits Ende der 1990er Jahre, als Regierungsgr&uuml;ne f&uuml;r die Bombardierung Belgrads und Jugoslawiens eintraten und dabei vorgaben, ein imaginiertes &bdquo;Auschwitz im Kosovo&ldquo; verhindern zu m&uuml;ssen. Die damals wirksame psychologische Kriegsf&uuml;hrung mit allen nur vorstellbaren Kriegsl&uuml;gen und Feindbildern ist von den Protagonist(inn)en seitdem nie selbstkritisch aufgearbeitet worden. In der Zeit der darauf folgenden Afghanistan-, Irak-, Libyen- und Syrienkriege waren gr&uuml;ne und andere Kriegshetzer auch keine Seltenheit, aber insgesamt etwas leiser und latenter. Hier und da kritisierten auch heute noch f&uuml;hrende Gr&uuml;ne zum Beispiel die deutsche Enthaltung Guido Westerwelles im UN-Sicherheitsrat zum v&ouml;lkerrechtswidrigen Regime-Change-Krieg gegen Libyen 2011. Allerdings nicht etwa, weil sie gegen diesen Krieg waren, sondern, weil sie forderten, dass Deutschland f&uuml;r diesen Krieg eintreten solle und auch mit bombardieren sollte (circa 40.000 Tote).<\/p><p>Das von Sahra Wagenknecht pr&auml;zise beschriebene Milieu der Selbstgerechten mit dem extra-guten Gewissen &ndash; &uuml;ber Freund und Feind erhaben &ndash; der moralischen Reinheit und dem enormen Bekehrerzwang scheint sich auch hier Bahn zu brechen. <\/p><p><strong>Vielen Journalisten scheint diese T&auml;uschung der W&auml;hler v&ouml;llig egal. Was sind die Gr&uuml;nde daf&uuml;r? <\/strong><\/p><p>Oft gleiches Milieu &ndash; meist gleicher Habitus, gleiche Verweigerung von Selbstkritik. Diese Mischung aus moralinsaurem Eifer und evangelikalem Bekehrungszwang provoziert mitunter Verh&auml;ltnisse, die bisweilen an Goethes &bdquo;Zauberlehrling&ldquo; erinnern. Ich hoffe wirklich sehr, dass ich mich irre, aber &bdquo;Volkssturm&ldquo;-Agnes und ihre Verst&auml;rker-Freunde von &bdquo;Radio Rheinmetall&ldquo; funktionieren beinahe perfekt im Sinne psychologischer Kriegsf&uuml;hrung. Zum Schaden der deutschen Bev&ouml;lkerung, Europas und weltweit. Gegen den Strom zu schwimmen, war dagegen schon immer schwer und kann in manchen Krisenzeiten buchst&auml;blich lebensgef&auml;hrlich sein. Umso gr&ouml;&szlig;ere Hochachtung geb&uuml;hrt Ihnen von den NachDenkSeiten, Arno Luik, Daniela Dahn, Heribert Prantl, Albrecht M&uuml;ller und den immer noch vielen Aufrechten eines demokratischen Journalismus.<\/p><p><strong>An der Berichterstattung deutscher Medien zum Ukraine-Krieg scheinen Sie kein gutes Haar zu lassen. <\/strong><\/p><p>Die Berichterstattung, die ich beobachte, ist nicht nur einseitig, sondern inzwischen ist sie auch regelrecht gef&auml;hrlich, lebensgef&auml;hrlich f&uuml;r die Interessen der hiesigen Bev&ouml;lkerung, f&uuml;r deren legitimes Menschenrecht auf Leben.<strong> <\/strong>In anderen L&auml;ndern brauchen Pentagon und NATO noch Pressesprecher und Presseerkl&auml;rungen &ndash; in Deutschland ist das nicht n&ouml;tig. Der &Ouml;RR von ARD und ZDF, Tagesschau, Tagesthemen, Heute-Journal sowie die meinungsbildenden Medien &uuml;bernehmen diese Aufgabe gratis. Wenn man seit fast einem Jahr t&auml;glich mehr Nachrichten von ukrainischen Offiziellen zu h&ouml;ren bekommt als von allen Mitgliedern der eigenen deutschen Regierung zusammen, stimmt irgendetwas nicht. Und das ist nur die quantitative Seite. Auf qualitativer Seite ist dieser Journalismus eine Katastrophe und in seiner plumpen Einseitigkeit auch eine Verletzung des Rundfunkstaatsvertrags.<\/p><p><strong>Der Spiegel hat seinen Lesern die Tage <a href=\"https:\/\/www.spiegel.de\/wissenschaft\/technik\/leopard-2-panzer-fuer-die-ukraine-wer-zuerst-den-gegner-sieht-zielt-schiesst-und-trifft-toetet-auch-a-f53a5d05-61c5-4f1d-a719-46c18f9685fa\">erkl&auml;rt<\/a>, &bdquo;Was den Leopard 2 so besonders macht&ldquo;. Was bewirken Beitr&auml;ge dieser Art? <\/strong><\/p><p>Ich halte die in einem Gro&szlig;teil der deutschen Medien, Politik und Wissenschaft (aber nicht in der Mehrheit der Bev&ouml;lkerung!) vorherrschende Verniedlichung von Mordwerkzeugen (&agrave; la &bdquo;unser Leo&ldquo;, &bdquo;lasst die Leoparden frei&ldquo;, &bdquo;freetheleopards&ldquo; usw.) f&uuml;r pervers. Es ekelt mich an.<\/p><p>Sie werden eigentlich nur noch getoppt vom Laptop-Leutnant Sascha Lobo, der Friedensbewegte als &bdquo;Lumpen-Pazifisten&ldquo; bezeichnet. Und wenn der seit 1991 beinahe jeden v&ouml;lkerrechtswidrigen US-Angriffskrieg mit hunderttausenden Toten verteidigende S&auml;nger Wolf Biermann die beiden Kritiker von Waffenlieferungen in Kriegsgebiete, Richard David Precht und Harald Welzer, als &bdquo;Secondhand-Kriegsverbrecher&ldquo; bezeichnet; oder wenn der ukrainische Bandera-Botschafter und inzwischen Vize-Au&szlig;enminister Melnyk Mitglieder des Bundestages und der Regierung mit Tiernamen und analen K&ouml;rper&ouml;ffnungen ohne Konsequenzen beschimpft, zeigt sich die Gef&auml;hrlichkeit der Faschisierung bei selbst ernannten Demokraten.<\/p><p><strong>Handelt es sich bei dem Krieg in der Ukraine auch um einen Stellvertreterkrieg? <\/strong><\/p><p>Es ist ja leider nicht irgendein durchgeknallter &bdquo;Dr. Strangelove&ldquo;, der st&auml;ndig fordert, &bdquo;Russland zu ruinieren&ldquo;, &bdquo;Krieg gegen Russland&ldquo; zu f&uuml;hren und&nbsp;Waffen zu liefern, &bdquo;egal was meine W&auml;hler sagen&ldquo;. Das sagt die oberste Diplomatin Deutschlands. Insofern ist die Frage bereits beantwortet.<\/p><p>In den USA ist der Proxy War (also Stellvertreterkrieg) ein selbstverst&auml;ndlicher Ansatz und die Dokumente der RAND Corporation und anderer Think Tanks f&uuml;r den milit&auml;risch-industriellen Komplex der USA beweisen das immer wieder. <\/p><p><strong>RAND Corporation ist also eine Denkfabrik?<\/strong><\/p><p>Genau, und ihre Papiere fungieren bisweilen als direkte Vorlagen f&uuml;r die US-Au&szlig;enpolitik. So lieferte ihre Studie mit dem Titel &bdquo;Overextending Russia&ldquo; zur Destabilisierung der Russischen F&ouml;deration, die 2019 ver&ouml;ffentlicht wurde, buchst&auml;blich das Drehbuch f&uuml;r die folgenden Jahre (inklusive durchkalkulierte Kriegseskalationen in der Ukraine und andernorts &ndash; auch wenn sie das <a href=\"https:\/\/www.rand.org\/pubs\/research_briefs\/RB10014.html\">in ihrem aktualisierten Vorwort bescheiden dementieren<\/a>).<\/p><p>Die Sinn- und Zweckbestimmungen der Minsker Vertr&auml;ge aus Sicht des damaligen franz&ouml;sischen Pr&auml;sidenten Hollande und der Ex-Bundeskanzlerin Merkel haben dies zuletzt nochmal unterstrichen. Statt einen Friedens- und Vers&ouml;hnungsprozess von allen Seiten anzusto&szlig;en, dienten die immerhin vom UN-Sicherheitsrat beschlossenen Vertr&auml;ge den westlichen Regierungen anscheinend ausschlie&szlig;lich zur systematischen Aufr&uuml;stung der Kiewer Truppen, um die Bev&ouml;lkerung im Donbas und auf der Krim zu &bdquo;befreien&ldquo; resp. anzugreifen (diese &bdquo;Befreiungsversuche&ldquo; der Kiewer &bdquo;Antiterroroperation&ldquo; kosteten bekanntlich bereits vor dem 24. Februar 2022 laut UN-Angaben &uuml;ber 14.000 Menschen das Leben).<\/p><p>Erstaunlich finde ich im Moment, dass &ndash; z.B. im Unterschied zur Kuba-Krise 1962 &ndash; sehr viele ehemalige hochrangige NATO-Milit&auml;rs f&uuml;r De-Eskalation werben und sehr viele nicht-milit&auml;risch (Aus-)Gebildete Eskalationen vorantreiben, deren Auswirkungen sie offensichtlich nicht &uuml;berschauen (k&ouml;nnen).<\/p><p><strong>Wie tief steckt Deutschland bzw. die NATO im Krieg? <\/strong><\/p><p>Sagen wir mal so: Waffen liefern,&nbsp; tausende Soldaten ausbilden (nat&uuml;rlich auch an diesen Waffen), einen der historisch brutalsten Wirtschaftskriege f&uuml;hren und davon plappern, dass man sich im &bdquo;Krieg gegen Russland&ldquo; befindet. Wie viel mehr Kriegspartei wollen Deutschland und die NATO noch werden und f&uuml;r wie bl&ouml;d halten die eigentlich Russland? F&uuml;r mich noch bedenklicher sind die Ansichten des franz&ouml;sischen Sozialwissenschaftlers Emmanuel Todd. Demnach geht dieser Krieg gar nicht nur gegen Russland, sondern explizit gegen Europa und besonders gegen die BRD (Nord-Stream-Anschlag, US-Einladungen nach Ramstein, protektionistisches US-Konjunkturprogramm etc.: Honi soit qui mal y pense).&nbsp;<\/p><p>Wir m&uuml;ssen beim Ukrainekrieg wie ein durchschnittlicher TATORT-Kommissar vorgehen. Wem n&uuml;tzt es? Cui bono? Die USA sind 8.000 km entfernt vom Schauplatz, sie k&ouml;nnen endlich ihr umweltzerst&ouml;rendes und &uuml;berteuertes Frackinggas verkaufen, ihre Waffen sowieso, die Unternehmensabwanderungen von Europa nach Amerika werden systematisch vorangetrieben, Europa zerst&ouml;rt sich gerade selbst, sodass ein weiterer Konkurrent aus dem Spiel genommen werden kann f&uuml;r den Endkampf gegen China.<\/p><p><strong>Nochmal zur RAND Corporation. Diese Denkfabrik hat ein Papier ver&ouml;ffentlicht, worin &uuml;ber die Beendigung des Krieges nachgedacht wird. Unter anderem hei&szlig;t es:<\/strong><\/p><blockquote><p>&bdquo;Ein anhaltender Konflikt l&auml;sst auch die M&ouml;glichkeit offen, dass Russland die im Herbst 2022 auf dem ukrainischen Schlachtfeld erzielten Erfolge wieder zunichte macht. (&hellip;) Kurz gesagt, die Folgen eines langen Krieges &ndash; von anhaltend erh&ouml;hten Eskalationsrisiken bis hin zu wirtschaftlichen Sch&auml;den &ndash; &uuml;berwiegen bei weitem die m&ouml;glichen Vorteile. (&hellip;) Wir kommen zu dem Schluss, dass neben der Abwendung einer m&ouml;glichen Eskalation zu einem Russland-NATO-Krieg oder einem russischen Nukleareinsatz auch die Vermeidung eines langen Krieges f&uuml;r die Vereinigten Staaten eine h&ouml;here Priorit&auml;t hat als die Erm&ouml;glichung von deutlich mehr ukrainischer Territorialkontrolle.&ldquo; <\/p><\/blockquote><p><strong>Was bedeuten diese Zeilen? <\/strong><\/p><p>Aus meiner Sicht ist das bemerkenswert. Im Unterschied zu den fr&uuml;heren Eskalationspl&auml;nen von 2019 hat nun eine neue Studie mit dem Titel &bdquo;Avoiding a Long War&ldquo;, einen langen Krieg in der Ukraine vermeiden, gezeigt, dass zumindest in Teilen der Washingtoner Eliten &Uuml;berlegungen anfangen, dass man aus dem Stellvertreterkrieg in der Ukraine allm&auml;hlich aussteigen sollte. Nat&uuml;rlich nur im US-Interesse. Auch das US-Ziel, die europ&auml;ischen L&auml;nder von der russischen Energieversorgung abgeschnitten zu halten, ben&ouml;tige keine weitere Verl&auml;ngerung des Krieges: &bdquo;Es ist wahrscheinlich, dass die europ&auml;ischen L&auml;nder diese Politik beibehalten, gleich, wie lange dieser Krieg dauert.&ldquo; <a href=\"https:\/\/www.rand.org\/pubs\/perspectives\/PEA2510-1.html\">(auf S. 9)<\/a><\/p><p><strong>Interessant ist doch auch der n&uuml;chterne, technokratische Umgang mit einem Krieg, in dem vermutlich 200.000 und vielleicht mehr Soldaten verwundet oder ums Leben gekommen sind. Wir sehen eine ganz kaltbl&uuml;tige Abw&auml;gung. Bringt der Krieg Vorteile? Oder sind die Risiken f&uuml;r die USA gr&ouml;&szlig;er? Das Leben der Soldaten (oder gar der Zivilisten) scheint dabei keine Rolle zu spielen, oder? <\/strong><\/p><p>Selbstverst&auml;ndlich spielt das Leben der Soldaten und der Zivilisten keine Rolle, sonst w&uuml;rden die USA ja nicht <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=92915\">offenbar schon wieder Uran-Munition liefern<\/a> &ndash; zum Schaden der ukrainischen Umwelt, der Zivilbev&ouml;lkerung, der Soldaten aller Seiten &ndash; auch der eigenen S&ouml;ldner. Es wird halt gegengerechnet. Cui bono? USA (8.000 km entfernt vom Schauplatz, Frackinggas, Waffen, Unternehmensabwanderung, Europa zerst&ouml;rt sich gerade selbst) gegen Eskalationsgefahren, die auch US-Interessen betreffen k&ouml;nnten.<\/p><p>Ansonsten ist es in der Tat beeindruckend, wie pr&auml;zise auch zum Beispiel die Kriegs- und Sanktionspolitik bilanziert wird: &bdquo;Allein die Erh&ouml;hung der Energiekosten wird wahrscheinlich zu 150.000 zus&auml;tzlichen Todesf&auml;llen (4,8 Prozent &uuml;ber dem Durchschnitt) in Europa im Winter 2022\/23 f&uuml;hren&ldquo; (RAND Corporation 2023, S. 10). Wenn es stimmt, was der ehemalige israelische Premierminister Bennett und andere Zeugen berichten, wurde dieser Krieg im M&auml;rz\/April 2022 <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=91561\">trotz bereits ausgearbeiteten Friedensplans auf westlichen Druck hin absichtlich nicht beendet<\/a>. Demnach ist das Leben aller Zivilisten und Soldaten eigentlich egal.<\/p><p>Wenn nun die neuen RAND-Forderungen im Wei&szlig;en Haus und im Pentagon &uuml;berdacht werden, gibt es noch Hoffnung auf ein Ende des t&auml;glichen Massakers; vielleicht eine koreanische, zypriotische, kosovarische, israelisch-pal&auml;stinensische, armenisch-aserbaidschanische, t&uuml;rkisch-syrische oder west-saharische Zwischenl&ouml;sung k&ouml;nnte zumindest die Atomkriegs- und Weltkriegsgefahren reduzieren bzw. &bdquo;einfrieren&ldquo;.<\/p><p>Wir werden sehen. Vielleicht werden die mexikanischen, italienischen, brasilianischen, indischen, chinesischen, indonesischen oder s&uuml;dafrikanischen Friedensvorschl&auml;ge wirksam (Die deutsche Diplomatie f&auml;llt ja bekanntlich aus &ndash; und das w&auml;re f&uuml;r das &Uuml;berleben der Menschheit wohl auch nicht die schlechteste Nachricht. Derweil k&ouml;nnte die Bundesau&szlig;enministerin beim Aachener Karneval mit ihrem Wunschkost&uuml;m &bdquo;Leopard&ldquo; verkleidet dem vorherrschenden Mords-Humor fr&ouml;nen).<\/p><p><strong>Wie sehen Sie das Verhalten der Gesellschaft? M&uuml;sste es nicht viel mehr Demonstrationen f&uuml;r eine Politik des Friedens geben? <\/strong><\/p><p>Das w&auml;re sehr w&uuml;nschenswert. Aus meiner Sicht w&auml;ren bei uns mindestens drei Dinge dringend geboten:<\/p><ol>\n<li>Weiterhin milit&auml;runabh&auml;ngige Friedens- und Konfliktforschung. Geduldige Aufkl&auml;rung.<\/li>\n<li>Friedensdemonstrationen, die klar machen: NOT in our NAME! Die Au&szlig;enministerin verletzt das Grundgesetz und ihren Amtseid. Die Bundesregierung bringt die deutsche Bev&ouml;lkerung in Gefahr. Das ist nicht nur unangenehm, sondern verboten &ndash; unabh&auml;ngig davon, ob die Nato- oder die russische Propaganda stimmt! Niemand hat etwas davon, wenn auf seinem\/ihrem Grabstein steht: Er\/Sie war im Recht. &bdquo;Radio Rheinmetall&ldquo; ist nicht besser als &bdquo;Radio Moskau&ldquo;! R&uuml;stungslobbyisten k&ouml;nnen keinen Frieden wollen.<\/li>\n<li>Juristische Klagen gegen Verletzungen des Rechtsstaates: Auch wenn bei ARD\/ZDF-Nachrichten oder in &Ouml;RR-Talk-Runden das Meinungsspektrum sich nur noch darin unterscheidet, ob die einen Panzer, die anderen Kampfschiffe, die n&auml;chsten Kampf-Bomber und die letzten auch einen Nato-Einmarsch mit deutschen Soldaten fordern, so ist dies nicht nur hinsichtlich des grundgesetzlichen Verbotes der Vorbereitung eines Angriffskrieges problematisch, sondern bereits viel fr&uuml;her eine Verletzung des Rundfunkstaatsvertrages, der zur Meinungsvielfalt und Pluralit&auml;t verpflichtet (&sect; 25).<\/li>\n<\/ol><p>Titelbild: Mo Photography Berlin \/ Shutterstock<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>&bdquo;Wenn sie alle Kritiker von Waffenlieferungen und Nuklearkriegs-Gefahren als Anh&auml;nger von &sbquo;Radio Moskau&lsquo; diffamiert, kann man ihr nur entgegnen, dass &sbquo;Radio Rheinmetall&lsquo; auch nicht besser ist&ldquo; &ndash; das sagt der Politikwissenschaftler <strong>Michael Klundt<\/strong> im Interview mit den NachDenkSeiten im Hinblick auf das Verhalten von Marie-Agnes Strack-Zimmermann. Im Interview beleuchtet der Professor f&uuml;r Kinderpolitik an der<\/p>\n<div class=\"readMore\"><a class=\"moretag\" href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=94571\">Weiterlesen<\/a><\/div>\n","protected":false},"author":13,"featured_media":82641,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[172,135,209,183,171],"tags":[2665,3293,1959,2702,3002,3344,1367,259,2794,3163,260,1556,1122],"class_list":["post-94571","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-aufruestung","category-finanzpolitik","category-interviews","category-medienkritik","category-militaereinsaetzekriege","tag-baerbock-annalena","tag-bellizismus","tag-hate-speech","tag-kindergrundsicherung","tag-klundt-michael","tag-rand-corporation","tag-ruestungsausgaben","tag-russland","tag-stellvertreterkrieg","tag-strack-zimmermann-marie-agnes","tag-ukraine","tag-usa","tag-waffenexporte"],"jetpack_featured_media_url":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/wp-content\/uploads\/2022\/04\/shutterstock_2128269956.jpg","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/94571","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/13"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=94571"}],"version-history":[{"count":9,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/94571\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":94590,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/94571\/revisions\/94590"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/media\/82641"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=94571"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=94571"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=94571"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}