{"id":94619,"date":"2023-03-05T09:00:05","date_gmt":"2023-03-05T08:00:05","guid":{"rendered":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=94619"},"modified":"2023-03-03T13:53:32","modified_gmt":"2023-03-03T12:53:32","slug":"hinweise-der-woche-297","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=94619","title":{"rendered":"Hinweise der Woche"},"content":{"rendered":"<p>Am Wochenende pr&auml;sentieren wir Ihnen einen &Uuml;berblick &uuml;ber die lesenswertesten Beitr&auml;ge, die wir im Laufe der vergangenen Woche in unseren Hinweisen des Tages f&uuml;r Sie gesammelt haben. Nehmen Sie sich ruhig auch die Zeit, unsere werkt&auml;gliche Auswahl der Hinweise des Tages anzuschauen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (AT)<br>\n<!--more--><br>\nWir weisen darauf hin, dass die jeweiligen Anbieter f&uuml;r die Barrierefreiheit ihrer Angebote selbst verantwortlich sind und es durchaus sein kann, dass der Zugang von zun&auml;chst freien Inhalten nach einer Zeit beschr&auml;nkt wird.<\/p><p>Hier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=94619#h01\">Sehnsucht nach Stahlgewittern<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=94619#h02\">Der Frieden muss vernichtet werden<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=94619#h03\">Peking ergreift die Initiative im Ukraine-Konflikt<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=94619#h04\">For years, Putin didn&rsquo;t invade Ukraine. What made him finally snap in 2022?<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=94619#h05\">Die USA wollen Asien in Zukunft priorisieren<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=94619#h06\">EU-finanzierte Studie: Der Westen hat politisch den Anschluss an den Rest der Welt verloren<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=94619#h07\">&Ouml;l-Preisdeckel: Russland verkauft erheblich teurer, Reeder umgehen Sanktionen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=94619#h08\">Das Versagen von Wissenschaft und Ethik<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=94619#h09\">Wie der ARD-Faktenfinder Realit&auml;t im Nachrichtentext bewertet<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=94619#h10\">Der Journalismus verleugnet sich selbst<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Urspr&uuml;nglich hatten wir geplant, in unserer Wochen&uuml;bersicht auch auf die lohnenswertesten redaktionellen Beitr&auml;ge der NachDenkSeiten zu verweisen. Wir haben jedoch schnell festgestellt, dass eine daf&uuml;r n&ouml;tige Vorauswahl immer damit verbunden ist, Ihnen wichtige Beitr&auml;ge vorzuenthalten. Daher m&ouml;chten wir Ihnen raten, am Wochenende doch einfach die Zeit zu nutzen, um sich unsere Beitr&auml;ge der letzten Wochen (noch einmal) anzuschauen. Vielleicht finden Sie dabei ja noch den einen oder anderen Artikel, den es sich zu lesen lohnt. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>Sehnsucht nach Stahlgewittern<\/strong><br>\nBei Sascha Lobo liest sich diese Sehnsucht nach Frieden so, das ist nur die Einstimmung f&uuml;r seine l&auml;ngliche Tirade: &bdquo;Eine deutsche Querfront verlangt von der Ukraine, sich mit ihren M&ouml;rdern und Vergewaltigern zu arrangieren. Dahinter stecken Selbstbesoffenheit und Egoismus.&ldquo;<br>\nMenschen kann man ermorden und vergewaltigen &ndash; aber ein Land? Egal. Wenn der Eifer zum Geifer wird, verrutscht schon mal was. Dass in diesem Manifest mit keinem Wort verlangt wird, sich mit dem Aggressor zu arrangieren, sondern gefordert wird (was sinnvoll ist, um weiteres Leid zu verhindern), zu verhandeln, nach Kompromissen zu suchen &ndash; ganz egal.<br>\nIch schreibe diese S&auml;tze und frage mich, ob es einen Wert hat, sich ernsthaft mit jemandem zu besch&auml;ftigen, der es schafft, in einem einzigen Satz diese Stigmatisierungs-Worte aneinanderzureihen: &bdquo;Vulg&auml;rpazifisten, Rechts- oder Linksnationalisten, Putin-Fans, Russland-Romantiker, Illiberale, Propagandaopfer, Verschw&ouml;rungstheoretiker oder schlicht Realit&auml;tsaverse.&ldquo;<br>\nIn diesem Stil geht es nonstop weiter, unaufhaltsam, bis zu einem Satz, der sehr kurz ist: &bdquo;Putin ist nicht Hitler.&ldquo; Richtig.<br>\nAber irgendwie ist Putin doch Hitler, denn, und nun kommt wieder eine Wortkanonade: &bdquo;Denn dadurch wird auch die Kommunikation der deutschen Querfront f&uuml;r Putin entlarvt als das, was sie ist: Faschismus-Verharmlosung, Faschismus-Veregalung, Faschismus-Appeasement, reitend auf einer Welle aus Propagandal&uuml;gen, Selbstbetroffen- und -besoffenheit sowie T&auml;ter-Opfer-Umkehr.&ldquo;<br>\n&Uuml;ber viele, viele Zeilen zieht sich dieser Hassausbruch auf Menschen, die Frieden f&uuml;r die von Russland angegriffene und maltr&auml;tierte Ukraine m&ouml;chten.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/overton-magazin.de\/top-story\/sehnsucht-nach-stahlgewittern\/\">Arno Luik auf Overton Magazin<\/a>\n<p>dazu auch: <strong>Chomsky: &ldquo;Viel Schlimmeres&rdquo; droht angesichts Ukraine-Eskalation<\/strong><br>\nZiel ist weiter, Russland zu schw&auml;chen. Ein Wahnsinns-Kurs, sagt Noam Chomsky. Warum liberale Intellektuelle die offizielle Politik st&uuml;tzen, egal, was daraus folgt. (Interview Teil 1)<br>\nDer Krieg in der Ukraine l&auml;uft seit einem Jahr, und ein Ende der K&auml;mpfe, des Leids und der Zerst&ouml;rung ist nicht in Sicht. Tats&auml;chlich k&ouml;nnte die n&auml;chste Phase des Krieges zu einem Blutbad werden und Jahre dauern, da sich die USA und Deutschland bereit erkl&auml;rt haben, die Ukraine mit Kampfpanzern zu versorgen, und Wolodymyr Selenskyj den Westen nun auffordert, Langstreckenraketen und Kampfjets zu schicken.<br>\nNoam Chomsky ist Professor f&uuml;r Linguist, US-Kritiker und Aktivist. Er hat rund 150 B&uuml;cher geschrieben.<br>\nEs wird immer offensichtlicher, dass es sich hier um einen Krieg zwischen den USA und der Nato auf der einen Seite und Russland auf der anderen handelt, argumentiert Noam Chomsky im folgenden Interview, in dem er die Idee entschieden zur&uuml;ckweist, dass es angesichts des russischen Einmarsches in der Ukraine keine Verhandlungsl&ouml;sung f&uuml;r den Konflikt geben k&ouml;nne.<br>\nDas Interview mit Noam Chomsky f&uuml;hrt der Politikwissenschaftler C.J. Polychroniou. Es erscheint in Kooperation mit dem US-Magazin Truthout, wo Sie die englische Version finden<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.telepolis.de\/features\/Chomsky-Viel-Schlimmeres-droht-angesichts-Ukraine-Eskalation-7528132.html?seite=all\">Telepolis<\/a><\/p>\n<p>und: <strong>&bdquo;Untragbare Opfer&rdquo;<\/strong><br>\nVor dem heutigen Gespr&auml;ch zwischen US-Pr&auml;sident Joe Biden und Kanzler Olaf Scholz deuten Berichte einen m&ouml;glichen Kurswechsel des Westens im Ukraine-Krieg an. Hintergrund sind unter anderem die Erkenntnis, dass die Zahl der Kriegstoten f&uuml;r die ukrainische Gesellschaft &bdquo;untragbar&ldquo; werden k&ouml;nne, und die kontinuierlich schrumpfende Zustimmung in der US-amerikanischen Bev&ouml;lkerung zur Kriegspolitik der Biden-Administration; letztere k&ouml;nnte m&ouml;glicherweise Bidens Wiederwahl gef&auml;hrden. Berichten zufolge hat Biden den ukrainischen Pr&auml;sidenten Wolodymyr Selenskyj k&uuml;rzlich bei seinem Besuch in Kiew darauf hingewiesen, die Mittel, die Washington bereitstellen k&ouml;nne, seien begrenzt. Wie es hei&szlig;t, haben Scholz und Frankreichs Pr&auml;sident Emmanuel Macron es Selenskyj bei dessen Besuch in Paris nahegelegt, zu &bdquo;beginnen, Friedensgespr&auml;che mit Moskau in Betracht zu ziehen&ldquo;. Die Ukraine soll nicht in die NATO aufgenommen, aber mit westlichen Waffen aufger&uuml;stet werden. Ein &auml;hnliches Resultat stand bereits Ende M&auml;rz 2022 zur Debatte, wurde aber vom Westen sabotiert. Freilich k&ouml;nnten ukrainische Erfolge auf dem Schlachtfeld die Stimmung im Westen erneut wenden.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.german-foreign-policy.com\/news\/detail\/9182\">German Foreign Policy <\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>Der Frieden muss vernichtet werden<\/strong><br>\nDie Reaktionen auf das Friedensmanifest sollten selbst jene beunruhigen, die es nicht teilen. Wer andere abwertet, will Debatte durch Meinungsmacht ersetzen. (&hellip;)<br>\n&Auml;hnliche Debatten gab es w&auml;hrend der Proteste gegen den Irak-Krieg sowie bei den Montagsdemonstrationen gegen Hartz IV in Ostdeutschland, die zur Entstehung der Partei Die Linke f&uuml;hrte, da Gewerkschaften und linke Pers&ouml;nlichkeiten diesen Kr&auml;ften nicht das Feld &uuml;berlie&szlig;en. Sahra Wagenknecht f&uuml;hrte dazu aus: &bdquo;Dass Rechtsextremisten, die in der Tradition eines Regimes stehen, das den schlimmsten Weltkrieg seit Menschheitsgedenken vom Zaun gebrochen hat, auf einer Friedensdemo nichts zu suchen haben, versteht sich von selbst.&ldquo;<br>\nEs d&uuml;rfe nicht vergessen werden, &bdquo;dass nicht der Ruf nach Frieden, sondern die Unterst&uuml;tzung von Militarismus und Krieg seit ewigen Zeiten Kennzeichen rechter Politik ist.&ldquo; Es ist zu hoffen, dass jene, die eine mangelnde Abgrenzung nach rechts beklagen, nicht durch die Tabuisierung der Initiative selbst das Gesch&auml;ft der rechten Demagogen besorgen, weil anst&auml;ndige Zeitgenossen sich nicht mehr zur Demonstration trauen. (&hellip;)<br>\nDie &ouml;ffentlichen Reaktionen auf das Manifest in Politik und Medien haben mir erneut verdeutlicht, wie wenig die Aufkl&auml;rung doch in Deutschland bewirkt hat. Es graust mir, wie leicht es in einer demokratisch verfassten Gesellschaft f&auml;llt, in Zeiten des Krieges in der &ouml;ffentlichen Debatte einen hysterischen Meinungskorridor zu etablieren, der keinen Widerspruch duldet und tats&auml;chlich an die Kriegsbesoffenheit des Ersten Weltkrieges erinnert.<br>\nDabei unterscheiden sich &ouml;ffentliche und ver&ouml;ffentlichte Meinung jedoch zuweilen erheblich. Es dr&auml;ngt sich dabei der Eindruck auf, es gehe dabei nicht mehr um das Leid der Menschen in der Ukraine, sondern um einen geopolitischen Konflikt und die innenpolitische Vernichtung des politischen Gegners.<br>\nLeitartikler bem&uuml;hten sich etwa in einem Wettbewerb um die martialischste Sprache in einer Art Sonderberichterstattung &uuml;ber das Manifest den Unterzeichnern die moralische Integrit&auml;t abzusprechen. Der konservative Politikwissenschaftler Hefried M&uuml;nkler beschied etwa, das Manifest sei &bdquo;gewissenlos&ldquo;. Als sei schon der Wunsch nach Frieden, egal ob in lauterer Absicht oder mit ungeeigneten Mitteln, eine Straftat.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.berliner-zeitung.de\/politik-gesellschaft\/der-frieden-muss-vernichtet-werden-li.320792%20\">Fabio De Masi in Berliner Zeitung<\/a>\n<p>dazu auch: <strong>Gute Kriege, schlechte Kriege?<\/strong><br>\nV&ouml;lker- und menschenrechtliche Bilanz des Westens ist global betrachtet verheerend. Dennoch sieht man sich dort als Wahrer von Recht und Moral. Ein Pl&auml;doyer f&uuml;r das V&ouml;lkerrecht und kritische Medien.<br>\nWie der sich verfestigende Krieg in der Ukraine, hat sich auch in der Berichterstattung und Kommentierung rund um diesen Krieg ein Narrativ verfestigt, das als Teil einer Regierungssprachregelung erkannt werden muss: Es weist die Begriffe &ldquo;Zeitenwende&rdquo; (Jugoslawienkrieg 1999 unter deutscher Beteiligung) und &ldquo;Zivilisationsbruch&rdquo; (Holocaust) nun dem russischen Angriff auf die Ukraine zu, so als h&auml;tte Wladimir Putin den v&ouml;lkerrechtswidrigen Angriffskrieg erfunden.<br>\nDas ist Relativierung. Das Wording blendet nicht nur die Vorgeschichte des aktuellen Kriegsgeschehens in der Ukraine aus, sondern auch die gesamte Geschichte v&ouml;lkerrechtswidriger Kriege seit dem Ende des Zweiten Weltkriegs inklusive des illegalen Sturzes gew&auml;hlter Regierungen, wovon sich der Putsch gegen Irans demokratisch gew&auml;hlten Premier Mohammad Mossadegh in diesem Jahr zum 70. Mal j&auml;hrt. [&hellip;]<br>\nGanz offiziell erkl&auml;rt die deutsche Bundesregierung auf Anfrage, dass sie nur den aktuellen Krieg gegen die Ukraine als v&ouml;lkerrechtswidrig einstufe, die Bewertung fr&uuml;herer Kriege jedoch ablehne. Dies weist darauf hin, dass die Bundesregierung nicht an sachlicher Bewertung interessiert ist, sondern von Interessen geleitet zu sein scheint. Da es offensichtlich um Gemeinwohl und Erf&uuml;llung des Amtseids nicht mehr geht, braucht es strategische Sprache, um die Einhaltung der gerne hochgehalten &ldquo;regelbasierten Ordnung&rdquo; eines &ldquo;Wertewestens&rdquo; dennoch zu suggerieren.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.telepolis.de\/features\/Gute-Kriege-schlechte-Kriege-7527975.html\">Sabine Schiffer auf Telepolis<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>Peking ergreift die Initiative im Ukraine-Konflikt<\/strong><br>\nP&uuml;nktlich zum Jahrestag des russischen Angriffs auf die Ukraine lancierte das chinesische Au&szlig;enministerium seine Initiative zu einer politischen L&ouml;sung des Konflikts. Peking hat mit seinem geschickt formulierten und lancierten Friedensvorschlag seinen Anspruch auf Mitsprache in wichtigen Fragen der Weltpolitik angemeldet und f&ouml;rdert weiter seine Vision von einer multipolaren Welt, in welcher auch Russland seinen eigenen Platz finden m&uuml;sse. Fern davon, sich von seinem russischen Partner zu einem ung&uuml;nstigen Zeitpunkt in einen Konflikt hineinziehen zu lassen, ist China aber auch nicht bereit, diesen fallenzulassen.<br>\nIn den ersten beiden Abs&auml;tzen erstellt Peking eine Auslegeordnung des Konflikts, indem es auf die im Widerspruch stehenden Normen hinweist, die von den Konfliktparteien angerufen werden. Die Ukraine beklagt seit Jahren die Verletzung ihrer territorialen Integrit&auml;t durch die Annexion der Krim und der vier Oblaste Donetsk, Lugansk, Zaporozhie und Kherson durch die Russische F&ouml;deration. Wenn die Volksrepublik China aber von territorialer Integrit&auml;t spricht, dann hat sie in der Regel ihre eigene im Blick, das hei&szlig;t ihren Anspruch auf die Insel Taiwan und auf Territorialgew&auml;sser im Ost- und im S&uuml;dchinesischen Meer.<br>\nUm den Eindruck zu vermeiden, China lasse sich vom Westen vereinnahmen, verpackte das chinesische Au&szlig;enministerium in den ersten Absatz auch den Hinweis auf die souver&auml;ne Gleichheit der Staaten sowie seine Kritik an den Doppelstandards.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/globalbridge.ch\/peking-ergreift-die-initiative-im-ukraine-konflikt\/%20\">Globalbridge<\/a>\n<p>dazu: <strong>Chinas &bdquo;Friedensplan&ldquo; und was der Westen daran nicht versteht oder verstehen will<\/strong><br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=94432\">NachDenkSeiten<\/a><\/p>\n<p>dazu auch: <strong>Der chinesische &laquo;Friedensplan&raquo; f&uuml;r die Ukraine im Wortlaut<\/strong><br>\nDie meisten Medien kritisierten Chinas &laquo;Friedensplan&raquo; &ndash; vielleicht zu Recht. Aber sie informierten nicht, was &uuml;berhaupt drinsteht.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.infosperber.ch\/medien\/medienkritik\/der-chinesische-friedensplan-fuer-die-ukraine-im-wortlaut\/\">Infosperber<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>For years, Putin didn&rsquo;t invade Ukraine. What made him finally snap in 2022?<\/strong><br>\nWhy did Vladimir Putin invade Ukraine and try to capture Kyiv in February 2022, and not years earlier? Moscow has always wanted to dominate Ukraine, and Putin has given the reasons for this in his speeches and writings. Why then did he not try to take all or most of the country after the Ukrainian revolution of 2014, rather than only annexing Crimea, and giving limited, semi-covert help to separatists in the Donbas?<br>\nOn Friday&rsquo;s one-year anniversary of Russia&rsquo;s criminal invasion of Ukraine, it is worth thinking about precisely how we got to this point &ndash; and where things might be going.<br>\nIndeed, Russian hardliners spent years criticising their leader for not invading sooner. In 2014, the Ukrainian army was hopelessly weak; in Viktor Yanukovych, the Russians had a pro-Russian, democratically elected Ukrainian president; and incidents like the killing of pro-Russian demonstrators in Odesa provided a good pretext for action. (&hellip;)<br>\nPutin now seems to agree fully with Russian hardline nationalists that no western government can be trusted, and that the west as a whole is implacably hostile to Russia. He remains, however, vulnerable to attack from those same hardliners, both because of the deep incompetence with which the invasion was conducted, and because their charge that he was previously naive about the hopes of rapprochement with Europe appears to have been completely vindicated.<br>\nIt is from this side, not the Russian liberals, that the greatest threat to his rule now comes; and of course this makes it even more difficult for Putin to seek any peace that does not have some appearance, at least, of Russian victory.<br>\nMeanwhile, the Russian invasion and its accompanying atrocities have destroyed whatever genuine sympathy for Russia existed in the French and German establishments. A peaceful and consensual security order in Europe looks very far away. But while Putin and his criminal invasion of Ukraine are chiefly responsible for this, we should also recognise that western and central Europeans also did far too little to try to keep Gorbachev&rsquo;s dream of a common European home alive.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.theguardian.com\/commentisfree\/2023\/feb\/24\/vladimir-putin-invade-ukraine-2022-russia\">The Guardian<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>Die USA wollen Asien in Zukunft priorisieren<\/strong><br>\nEs ist nur eine Frage der Zeit, bis die USA ihre Ressourcen in Europa nach Asien verlagern. Da &auml;ndert Joe Bidens aufsehenerregender Besuch in Kiew nichts.<br>\n&bdquo;Das ist die zweite Finanzhilfe f&uuml;r die Ukraine in nur zwei Monaten. Das gesamte Volumen unserer Hilfe an die Ukraine ist beinahe so hoch wie das gesamte Milit&auml;rbudget Russlands. Es ist ja nicht so, dass bei uns das Geld einfach so herumliegt&ldquo;, ruft der einflussreiche US-Senator Rand Paul aus Kentucky seinen Kollegen im Haus zu.<br>\nDabei ist er nicht mehr der Einzige mit dieser Meinung. Immer mehr Politiker und Mitglieder der au&szlig;enpolitischen Eliten in Washington hinterfragen ihr &uuml;beraus gro&szlig;es Engagement im Ukraine-Krieg. Weil man von Tag zu Tag immer mehr realisiert, dass selbst die USA derzeit nicht die milit&auml;rischen Mittel haben, einen Zweifrontenkrieg zu f&uuml;hren.<br>\nIn einem Bericht des Washington Journal geht hervor, dass in einem Konflikt um Taiwan weniger als in einer Woche alle Hochpr&auml;zisionsmunitionen verschossen w&auml;ren, w&auml;hrend man dieselben Waffen, die man in Asien im Zweifelsfall mehr br&auml;uchte, den Ukrainern liefert. Der amerikanische Sicherheitskomplex erfuhr &uuml;ber Nacht, dass er im Ernstfall nicht genug Munition h&auml;tte, um Taiwan vollumf&auml;nglich verteidigen zu k&ouml;nnen.<br>\nZwar wird die Waffenproduktion wieder hochgefahren, aber das braucht Zeit, weil hochtechnologische Waffen sich nicht so schnell wie Lebkuchenkekse produzieren lassen. Diese Zeit l&auml;uft den USA aber langsam davon, weil China immer deutlichere Signale einer milit&auml;rischen Intervention aussendet.<br>\nDie USA wollen Asien in Zukunft priorisieren<br>\nJe lauter es um China im Pazifik wird, desto nerv&ouml;ser wird die amerikanische F&uuml;hrung im Hinblick auf ihre Rolle in Europa. Der alte Kontinent ist l&auml;ngst nicht mehr die wichtigste B&uuml;hne auf der Welt&hellip;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.berliner-zeitung.de\/open-source\/fuer-taiwan-lassen-die-usa-europa-und-auch-die-ukraine-fallen-li.322162\">Berliner Zeitung<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>EU-finanzierte Studie: Der Westen hat politisch den Anschluss an den Rest der Welt verloren<\/strong><br>\nEine Studie des von der EU finanzierten European Council on Foreign Relations (Europ&auml;ischer Rat f&uuml;r Ausw&auml;rtige Beziehungen) kommt zu dem Ergebnis, dass der Westen politisch nicht mehr mit dem Rest der Welt verbunden ist. China, Indien und die T&uuml;rkei sehen Russland als Verb&uuml;ndeten und wollen Multipolarit&auml;t<br>\nEine Studie eines von der europ&auml;ischen Regierung finanzierten Think Tanks kommt zu dem Ergebnis, dass die Vereinigten Staaten und Europa zwar enger zusammenwachsen, der Westen aber politisch immer weniger Kontakt zum Rest der Welt hat.<br>\nDer Bericht des von den EU-Mitgliedstaaten finanzierten European Council on Foreign Relations r&auml;umt ein, dass das System der &ldquo;amerikanischen globalen Vorherrschaft&rdquo; im Niedergang begriffen ist und viele Menschen im globalen S&uuml;den eine neue &ldquo;multipolare Welt&rdquo; wollen.<br>\nDie Reihe von Umfragen kam zu dem Schluss, dass der Stellvertreterkrieg der NATO in der Ukraine &ldquo;die erneute Zentralit&auml;t der amerikanischen Macht in Europa best&auml;tigt&rdquo; und den Westen unter der F&uuml;hrung Washingtons vereint. Heute haben Europ&auml;er und Nordamerikaner &ldquo;viele gemeinsame Ansichten zu wichtigen globalen Fragen&rdquo;.<br>\nDoch diese &ldquo;Konsolidierung des Westens findet in einer zunehmend gespaltenen post-westlichen Welt statt&rdquo;, so die Studie. Der globale S&uuml;den bewegt sich in die entgegengesetzte Richtung.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/geopoliticaleconomy.substack.com\/p\/west-rest-world-eu-study\">Geopolitical Economy<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>&Ouml;l-Preisdeckel: Russland verkauft erheblich teurer, Reeder umgehen Sanktionen<\/strong><br>\nDie westlichen L&auml;nder haben bislang wenig Erfolg mit Sanktionen gegen Russland. Ein Beispiel daf&uuml;r ist die Preisobergrenze auf Roh&ouml;l. Warum Russland mehr einnimmt als erhofft.<br>\nVor fast genau einem Jahr f&uuml;hrten westliche Staaten Sanktionen gegen Russland ein. Sie versprachen sich davon, Moskaus F&auml;higkeiten, Krieg zu f&uuml;hren, einzuschr&auml;nken. Knapp 300 Milliarden US-Dollar Guthaben der russischen Zentralbank wurden eingefroren und russische Banken wurden vom Zahlungssystem SWIFT ausgeschlossen.<br>\nDie deutsche Au&szlig;enministerin Annalena Baerbock (Gr&uuml;ne) erkl&auml;rte damals: &ldquo;Das wird Russland ruinieren&rdquo;. Andere verglichen die Ma&szlig;nahmen mit einer Atombombe auf wirtschaftlichem Gebiet. Heute ist bekannt, dass der erhoffte Erfolg weitgehend ausblieb. Der Wert des Rubels st&uuml;rzte zeitweilig ab, konnte sich aber wieder stabilisieren. Die russische Wirtschaft schrumpfte auch deutlich weniger als erhofft.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.telepolis.de\/features\/Oel-Preisdeckel-Russland-verkauft-erheblich-teurer-Reeder-umgehen-Sanktionen-7528161.html\">Telepolis<\/a>\n<p>dazu auch: <strong>Polen und sein russisches &Ouml;l<\/strong><br>\nEigentlich hatte sich Polen besonders starkgemacht f&uuml;r ein m&ouml;glichst weitreichendes Embargo f&uuml;r &Ouml;l aus Russland &ndash; und importierte trotzdem selbst weiter russisches &Ouml;l. [&hellip;]<br>\nAls sich damals die EU nur auf ein &Ouml;lembargo f&uuml;r den Seeweg einigen konnte, Importe via Pipeline aus Russland aber weiterhin erlaubte, erkl&auml;rte Polen gemeinsam mit Deutschland, ab dem Jahreswechsel generell auf russisches &Ouml;l verzichten zu wollen.<br>\nUnd das Land ist einen weiten Weg gegangen: Erdgas- und Kohleimporte aus Russland wurden eingestellt und die &Ouml;limporte reduziert. Aber mit den verbleibenden zehn Prozent war Polen zum Schluss laut polnischen Medienberichten gr&ouml;&szlig;ter verbliebener K&auml;ufer von russischem Roh&ouml;l in Europa.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.tagesschau.de\/wirtschaft\/weltwirtschaft\/polen-russland-oel-103.html\">tagesschau<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>Das Versagen von Wissenschaft und Ethik<\/strong><br>\nMit dem Sch&uuml;ren von &Auml;ngsten seitens der Wissenschaft wurde w&auml;hrend der Corona-Pandemie gezielt Politik gemacht. Die Ratio sollte ausgeschaltet werden, um Widerstand gegen freiheitseinschr&auml;nkende Ma&szlig;nahmen im Keim zu ersticken.<br>\nDie Pandemie ist vorbei, ihre Auswirkungen werden uns noch lange begleiten. Der Philosoph Christoph L&uuml;tge versucht in einem dreiteiligen Beitrag zu kl&auml;ren, was in der Coronakrise eigentlich vorgefallen ist und was diese Krise mit uns als demokratischer Gesellschaft gemacht hat. Im ersten Teil beschrieb L&uuml;tge, wie den Individuen Handlungsmacht, M&uuml;ndigkeit und W&uuml;rde genommen wurden. Im zweiten Teil ging es darum, wie die Demokratie Schaden genommen hat und Konformismus zum neuen gesellschaftlichen Ideal wurde.<br>\nIn unserem Buch &bdquo;Und die Freiheit?&ldquo; haben Michael Esfeld und ich bereits 2021 auf die Analogie zwischen der Corona-Situation und dem Milgram-Experiment hingewiesen: Wenn ein Wissenschaftler, am besten mit wei&szlig;em Kittel, danebensteht und alle Handlungen als notwendig absegnet, sind die allermeisten bereit, ihre m&ouml;glichen Bedenken und Skrupel zu vergessen und alles zu tun, was man ihnen sagt &ndash; auch dann, wenn es offensichtlich unsinnig ist und Menschen darunter leiden.<br>\nNicht nur in Deutschland, in vielen L&auml;ndern sind Menschen, auch hochintelligente, blindlings dem gefolgt, was ihnen als wissenschaftlich belegt verkauft wurde. Ob es um Lockdowns oder Maskenpflicht ging, um die Vertreibung von Menschen von Uferpromenaden oder Parkb&auml;nken oder um die Impfkampagne mit 2G und teilweiser Impfpflicht: Mir haben in den letzten Monaten viele, die mittlerweile doch starke Zweifel an all dem bekommen haben, gesagt, sie h&auml;tten dies schlicht geglaubt, weil es ihnen jemand mit wissenschaftlicher Reputation gesagt hatte &ndash; wie bei Milgram.<br>\nAber dieser Glaube an &bdquo;Science&ldquo; ist mittlerweile stark ersch&uuml;ttert worden. Die anhaltende Panikmache einiger Wissenschaftler, die Unlogik vieler Bestimmungen, der offensichtliche Sonderweg Deutschlands in vielen Punkten haben nicht nur der Reputation von Politik und vielen klassischen Medien geschadet, sondern auch der Wissenschaft. Das Label &bdquo;Wissenschaft&ldquo; ist nicht mehr pauschal glaubw&uuml;rdig.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.cicero.de\/kultur\/corona-christian-drosten-ethikrat-wissenschaft-lutge-teil-3\">Christoph L&uuml;tge auf Cicero<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>Wie der ARD-Faktenfinder Realit&auml;t im Nachrichtentext bewertet<\/strong><br>\nZweifel an Bericht &uuml;ber Nord-Stream als Faktum, Gegenposition als &ldquo;Narrativ&rdquo; im Konjunktiv II. Wie Journalisten ihre Interpretation als Realit&auml;t darstellen. Und worauf wir achten sollten.<br>\nPascal Siggelkow vom ARD-Faktenfinder hat j&uuml;ngst erneut einen Beitrag ver&ouml;ffentlicht, &uuml;ber angebliche weitere Unstimmigkeiten im Bericht des US-Investigativjournalisten Seymour Hersh zu den Anschl&auml;gen auf die Nord-Stream-Pipelines. Der Autor Siggelkow vom NDR schreibt im ARD-Faktenfinder einerseits:\n<blockquote><p>\n&ldquo;(&hellip;) Bereits kurz nach der Ver&ouml;ffentlichung seines (Hershs, d.A.) Berichts hatten Experten darauf hingewiesen, dass es einige Ungereimtheiten an Hersh Version gibt (&hellip;)&rdquo;\n<\/p><\/blockquote>\n<p>Kurz zuvor hatte derselbe Autor, Pascal Siggelkow, im selben Text Folgendes geschrieben:<\/p>\n<blockquote><p>\n&ldquo;(&hellip;) Der russische Au&szlig;enminister Sergej Lawrow nutzte den Bericht von Hersh, um das Narrativ zu verbreiten, der Westen w&uuml;rde Wissen bewusst zur&uuml;ckhalten, um die eigene T&auml;terschaft zu vertuschen (&hellip;)&rdquo;\n<\/p><\/blockquote>\n<p>Bemerkenswert, dass hier zweimal faktisch der falsche Verbmodus verwendet wird: In beiden F&auml;llen ist der Konjunktiv I der einzig richtige Verbmodus, sofern es um Journalismus und hier insbesondere informationsbetonten Journalismus gehen soll. Das d&uuml;rften wir als Nutzerinnen und Nutzer vom ARD-Faktenfinder erwarten k&ouml;nnen.<\/p>\n<ol>\n<li>Im Falle der von Siggelkow einbezogenen westlichen Experten muss es korrekt hei&szlig;en: &ldquo;Experten (hatten) darauf hingewiesen, dass es einige Ungereimtheiten an Hershs Version GEBE (&hellip;)&rdquo; (Hervorhebung d.A.).<\/li>\n<li>Im Falle des vom ARD-Faktenfinder zitierten russischen Au&szlig;enministers muss es richtig lauten: &ldquo;(&hellip;) Der russische Au&szlig;enminister Sergej Lawrow nutzte den Bericht von Hersh, um das Narrativ zu verbreiten, der Westen HALTE Wissen bewusst zur&uuml;ck, um die eigene T&auml;terschaft zu vertuschen (&hellip;)&rdquo; (Hervorhebung d.A.).<\/li>\n<\/ol>\n<p>Inwiefern bedeutet die Verwendung des Konjunktivs I hier auch inhaltlich einen Unterschied, der das Ganze, n&auml;mlich den Inhalt, betrifft, und nicht nur eine sprachliche Nachl&auml;ssigkeit hinsichtlich der Grammatik (siehe auch Bastian Sick: Der traurige Konjunktiv)?<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.telepolis.de\/features\/Wie-der-ARD-Faktenfinder-Realitaet-im-Nachrichtentext-bewertet-7528497.html\">Telepolis<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>Der Journalismus verleugnet sich selbst<\/strong><br>\nEgal, wo man politisch steht, l&auml;sst sich leicht feststellen, dass ALLE diese Kernelemente von fast ALLEN Medien t&auml;glich mit den F&uuml;&szlig;en getreten werden:\n<ol>\n<li>Fakten werden durch Internetger&uuml;chte, H&ouml;rensagen, pers&ouml;nliche Einsch&auml;tzungen des Journalisten und frei von der Leber spekulierende Experten ersetzt. Das gilt fataler Weise oft auch f&uuml;r selbsternannte Faktencheck-Formate.<\/li>\n<li>Der Bias in den Medien reicht bei moralisch aufgeladenen Themen bis in die Stratosph&auml;re. Es werden teils regelrechte Hetzjagden organisiert und es herrscht universeller Konsens dar&uuml;ber, wem man alles &bdquo;kein Forum bietet&ldquo; &ndash; von links wie von rechts, nur neutral ist keiner von all Jenen, die doch zuoberst der Neutralit&auml;t verpflichtet sind.<\/li>\n<li>Das verdeckte &bdquo;in die Pfanne hauen&ldquo; von Personen, Parteien und Unternehmen mit erschlichenen E-Mails, Chat-Protokollen und Aufzeichnungen privater Gespr&auml;che ist zur allgemeinen Volksbelustigung geworden.<\/li>\n<li>Fehler in der eigenen Berichterstattung werden oft erst dann korrigiert, wenn Medienanw&auml;lte dies vor Gericht erzwungen haben &ndash; die proaktive Richtigstellung als Ehrensache geh&ouml;rt der Vergangenheit an.<\/li>\n<li>Eine Trennung von Meinung und Kommentar existiert kaum noch. Im Gegenteil: der Journalismus von heute ist stolz darauf, alles aus einer Haltung heraus zu schreiben, zu &bdquo;erleuchten&ldquo;, zu &bdquo;erziehen&ldquo;, zu &bdquo;inspirieren&ldquo; statt einfach nur zu informieren. Das Produkt ist zunehmend das Lebensgef&uuml;hl, nicht die Wahrheit.<\/li>\n<li>Journalisten bezeichnen inzwischen regelm&auml;&szlig;ig Individuen und Gruppen als &bdquo;Terrorprediger&ldquo;, &bdquo;Schwurbler&ldquo;, &bdquo;Klimachaoten&ldquo;, &bdquo;Feiglinge&ldquo;, &bdquo;Asoziale&ldquo; und Schlimmeres und treiben damit empirisch erwiesen Hass und Diskriminierung an.<\/li>\n<\/ol>\n<p>Quelle: <a href=\"https:\/\/www.blog-der-republik.de\/der-journalismus-verleugnet-sich-selbst\/\">Blog der Republik<\/a><\/p>\n<p>dazu auch: <strong>Frieden in der Ukraine und die Causa Bennett: Faktenpr&uuml;fer auf Abwegen<\/strong><br>\nDer Umgang mit der Vermittlungsmission des fr&uuml;heren israelischen Premiers Bennett wirft die Frage auf: Werden die Medien Teil eines Informationskriegs?<br>\nEin Jahr nach Beginn der russischen Invasion in der Ukraine setzt der Westen weiter auf Krieg, anstatt &uuml;ber einen Waffenstillstand zu verhandeln. W&auml;hrend Bundeskanzler Scholz &bdquo;die Zeit f&uuml;r Verhandlungen noch nicht gekommen&ldquo; sieht, so als w&auml;re der Tod von mehreren Hundert Menschen pro Tag nicht Grund genug, den Krieg so schnell wie m&ouml;glich zu beenden, schlie&szlig;t Au&szlig;enministerin Baerbock diese mit ihrer Rede von einem &bdquo;gerechten Frieden&ldquo; und unrealistischen Vorbedingungen de facto sogar kategorisch aus. Die vermeintliche Notwendigkeit, den Krieg zu jedem Preis und auf unbestimmte Zeit fortzusetzen, wird damit begr&uuml;ndet, dass Russland gar nicht verhandeln wolle und auf einen kompromisslosen &bdquo;Diktatfrieden&ldquo; setze.<br>\nDieses Narrativ zur Legitimierung der westlichen Strategie im Ukraine-Krieg, die &ndash; wie zuletzt auch Verteidigungsminister Pistorius erkl&auml;rte &ndash; auf einen milit&auml;rischen Sieg gegen die Atommacht Russland abzielt, ist durch den Bericht des ehemaligen israelischen Ministerpr&auml;sidenten Naftali Bennett &uuml;ber die Waffenstillstandsverhandlungen beider Konfliktparteien im vergangenen Fr&uuml;hjahr schwer ins Wanken geraten. In einem mehrst&uuml;ndigen Videointerview legt Bennett detailliert dar, wie sowohl Russland als auch die Ukraine wenige Wochen nach Kriegsbeginn unter seiner Vermittlung zu erheblichen Zugest&auml;ndnissen bereit gewesen seien. Obwohl ein Waffenstillstand damals potenziell erreichbar gewesen w&auml;re, habe der Westen dies blockiert.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.berliner-zeitung.de\/politik-gesellschaft\/frieden-in-der-ukraine-und-die-causa-bennett-faktenpruefer-auf-abwegen-li.323344\">Sevin Dagdelen in der Berliner Zeitung<\/a><\/p><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Am Wochenende pr&auml;sentieren wir Ihnen einen &Uuml;berblick &uuml;ber die lesenswertesten Beitr&auml;ge, die wir im Laufe der vergangenen Woche in unseren Hinweisen des Tages f&uuml;r Sie gesammelt haben. Nehmen Sie sich ruhig auch die Zeit, unsere werkt&auml;gliche Auswahl der Hinweise des Tages anzuschauen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich<\/p>\n<div class=\"readMore\"><a class=\"moretag\" href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=94619\">Weiterlesen<\/a><\/div>\n","protected":false},"author":11,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[19],"tags":[],"class_list":["post-94619","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-hinweise-des-tages"],"jetpack_featured_media_url":"","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/94619","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/11"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=94619"}],"version-history":[{"count":2,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/94619\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":94622,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/94619\/revisions\/94622"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=94619"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=94619"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=94619"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}