{"id":94727,"date":"2023-03-07T10:30:11","date_gmt":"2023-03-07T09:30:11","guid":{"rendered":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=94727"},"modified":"2023-03-07T14:32:46","modified_gmt":"2023-03-07T13:32:46","slug":"die-aufarbeitung-der-corona-katastrophe-braucht-mehr-lockdown-files-veroeffentlichungen-es-darf-nicht-beim-um-verzeihung-bitten-bleiben","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=94727","title":{"rendered":"Die Aufarbeitung der Corona-Katastrophe braucht mehr Lockdown-Files-Ver\u00f6ffentlichungen \u2013 es darf nicht beim um Verzeihung Bitten bleiben"},"content":{"rendered":"<p>In Gro&szlig;britannien erf&uuml;llen einige Vertreter der Presse &ndash; die Vierte Gewalt im Staat &ndash; die ihnen von den B&uuml;rgern &uuml;bertragene Aufgabe der W&auml;chter- und Aufkl&auml;rungsfunktion gerade konsequent. Sie arbeiten die Politik der vergangenen drei Jahre der Corona-Katastrophe auf und ver&ouml;ffentlichen Informationen, die eigentlich geheim, vertraulich, intern sind. Gro&szlig;er Dank geb&uuml;hrt der Journalistin Isabel Oakeshott f&uuml;r ihre unbequeme, mutige und wichtige Arbeit. Sie ist ma&szlig;geblich an den <em>Enth&uuml;llungen der &bdquo;Lockdown Files&ldquo; <\/em>beteiligt. Von <strong>Frank Blenz<\/strong>.<\/p><p><em>Dieser Beitrag ist auch als Audio-Podcast verf&uuml;gbar.<\/em><br>\n<!--more--><br>\n<\/p><div class=\"powerpress_player\" id=\"powerpress_player_9301\"><!--[if lt IE 9]><script>document.createElement('audio');<\/script><![endif]-->\n<audio class=\"wp-audio-shortcode\" id=\"audio-94727-1\" preload=\"none\" style=\"width: 100%;\" controls=\"controls\"><source type=\"audio\/mpeg\" src=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/podcast\/230307-Aufarbeitung-der-Corona-Katastrophe-braucht-mehr-NDS.mp3?_=1\"><\/source><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/podcast\/230307-Aufarbeitung-der-Corona-Katastrophe-braucht-mehr-NDS.mp3\">https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/podcast\/230307-Aufarbeitung-der-Corona-Katastrophe-braucht-mehr-NDS.mp3<\/a><\/audio><\/div><p class=\"powerpress_links powerpress_links_mp3\">Podcast: <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/podcast\/230307-Aufarbeitung-der-Corona-Katastrophe-braucht-mehr-NDS.mp3\" class=\"powerpress_link_pinw\" target=\"_blank\" title=\"Play in new window\" onclick=\"return powerpress_pinw('https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?powerpress_pinw=94727-podcast');\" rel=\"nofollow\">Play in new window<\/a> | <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/podcast\/230307-Aufarbeitung-der-Corona-Katastrophe-braucht-mehr-NDS.mp3\" class=\"powerpress_link_d\" title=\"Download\" rel=\"nofollow\" download=\"230307-Aufarbeitung-der-Corona-Katastrophe-braucht-mehr-NDS.mp3\">Download<\/a><\/p><p>Das in den <em>Lockdown Files (The Telegraph) <\/em>offenbarte Bild sieht teils ersch&uuml;tternd aus. Lockdown, Schulschlie&szlig;ungen, Maskenpflicht werden als politische Entscheidungen im Rahmen taktischer Machtspiele entlarvt. Und ja, wie in Gro&szlig;britannien fragen sich auch B&uuml;rger in Deutschland, wie eine Aufarbeitung der Geschehnisse, Handlungen und deren Folgen der vergangenen Jahre aussehen m&uuml;sste. Files zu ver&ouml;ffentlichen, ist ein Weg, eine ungesch&ouml;nte Debatte ein zweiter; die ausdauernde Forderung der B&uuml;rger, es nicht wieder so entfesselt zu Willk&uuml;r kommen zu lassen, ein weiterer. In &Ouml;sterreich fordert derweil der Kanzler eine Vers&ouml;hnungskonferenz. Bei uns in Deutschland ist bei durchaus ambitionierten Aufarbeitungsbem&uuml;hungen ein Winden um Wahrheiten und schmerzhafte Konsequenzen mancher Beteiligter aus Politik, Wissenschaften und Medien zu beobachten. Doch muss gesagt werden: Eine Aufarbeitung wird durch Entschuldigungen und &bdquo;Das haben wir damals nicht wissen k&ouml;nnen&ldquo; allein nicht gelingen, sonst drohen bei einer neuerlichen Gesundheitskatastrophe die gleiche Politik und das dazu passende Ingangsetzen einer sie tragenden Medien-Maschinerie.<\/p><p>Doch Medien sollten nicht als n&uuml;tzliche Begleiter und Werbeagenturen der Politikerklasse wirken. Dass es anders geht, siehe &hellip;<\/p><p><strong>Enth&uuml;llungen in Gro&szlig;britannien<\/strong><\/p><p>Das Drum und Dran der Ver&ouml;ffentlichung interner Protokolle, Aufnahmen und Informationen innerhalb der britischen Politikerklasse in Zeiten von Corona wirkt wie ein Politthriller, allein sind die Inhalte ern&uuml;chternd, ersch&uuml;tternd und real. Die Journalistin Isabel Oakeshott (The Telegraph) nahm wohl sicher ihren ganzen Mut zusammen, an die &Ouml;ffentlichkeit zu gehen &ndash; und das in dem Land, in welchem ihr Kollege Julian Assange bis heute wegen gleichen investigativen Handelns eingesperrt ist. Mutig verstie&szlig; Oakeshott gegen eine verabredete Schweigepflicht. Weil sie aber das &ouml;ffentliche Interesse, das legitime Recht der B&uuml;rger gegen&uuml;ber der Kungelei, der Geheimniskr&auml;merei und dem fortw&auml;hrenden Machtmissbrauch einflussreicher und gut positionierter Politiker erkannte, handelte sie. Dem Sender BBC sagte sie, <em>&bdquo;dass kein Journalist, der etwas auf sich h&auml;lt, in einer so wichtigen und historischen Angelegenheit Informationen zur&uuml;ckhalten&ldquo;<\/em> w&uuml;rde.<\/p><p>Bei der Lekt&uuml;re der Ver&ouml;ffentlichungen (Bericht in der Berliner Zeitung) bleibt dem Leser mitunter die Spucke weg: So sollten die &bdquo;Ma&szlig;nahmen&ldquo; (in der Pandemie) durch die &bdquo;harte Hand der Polizei&ldquo; begleitet werden, wird der damalige Gesundheitsminister Matt Hancock zitiert. Weitere Enth&uuml;llungen der &bdquo;Lockdown Files&ldquo; beschreiben die Ma&szlig;nahmen gegen die B&uuml;rger, <em>&bdquo;die sich nicht an die Regeln hielten&ldquo;. <\/em>Entsprechend streng waren die Kontaktbeschr&auml;nkungen. Bedr&uuml;ckend sei f&uuml;r Oakeshott &hellip;<\/p><blockquote><p>\n<em>&bdquo;&hellip;die Sache aus der Perspektive der Gespr&auml;che, an denen Herr Matt Hancock beteiligt war. Sie sind ein wichtiges Beweisst&uuml;ck, das nicht nur Gespr&auml;che, sondern auch ein psychologisches Profil von Ministern zeigt, die zu dieser Zeit uneingeschr&auml;nkte Macht genossen.&ldquo;<\/em>\n<\/p><\/blockquote><blockquote><p>\n<em>&bdquo;Auch die Entscheidungen &uuml;ber Schulschlie&szlig;ungen und Maskenpflicht in Schulen seien laut Einsch&auml;tzung der damaligen Entscheidungstr&auml;ger ohne wissenschaftliche Evidenz getroffen worden. Die Lockdown Files geben Hinweis darauf, dass der Gesundheitsminister immer wieder von Experten dazu aufgefordert wurde, die Schulen wieder zu &ouml;ffnen, sich jedoch weigerte. Als die Schulen wieder ge&ouml;ffnet wurden, habe man den Rat mehrerer Wissenschaftler in Sachen Maskenpflicht erneut ignoriert. Johnson und seine Regierung h&auml;tten sich aus politischen Gr&uuml;nden f&uuml;r die Maskenpflicht an Schulen entschieden.&ldquo;<\/em>\n<\/p><\/blockquote><p>Nach und nach kommen mehr Details an die &Ouml;ffentlichkeit, die in die Debatte geh&ouml;ren, gerade f&uuml;r wichtige Korrekturen und Konsequenzen f&uuml;r die nun angebrochene Zeit nach der Pandemie. Dass dies Politikern nicht gef&auml;llt, zeigt der von Isabel Oakeshott beschriebene Politiker. Matt Hancock kritisierte Oakeshott und warf der Journalistin vor, sich nicht an die Verschwiegenheitserkl&auml;rung gehalten und sein Vertrauen missbraucht zu haben &ndash; mehr noch: Die Leaks seien manipuliert und Teil einer Anti-Lockdown-Kampagne. Sieht so allseitige Aufarbeitung aus, Einsicht, Demut gar?<\/p><p>(Quelle: <a href=\"https:\/\/www.berliner-zeitung.de\/coronavirus\/corona-die-lockdown-files-geleakte-chats-belasten-britischen-ex-minister-schwer-li.323724\" target=\"_top\" rel=\"noopener noreferrer\">berliner-zeitung.de<\/a>)<\/p><p><strong>In &Ouml;sterreich fordert der Kanzler ein &bdquo;neues Miteinander&ldquo; und will Gr&auml;ben schlie&szlig;en, die er selbst mit aufgerissen hat<\/strong><\/p><p>Ja, die Politiker wehren sich, und sie blicken lieber nach vorn &ndash; aus Gr&uuml;nden ihres Machterhalts. &Ouml;sterreichs Bundeskanzler Karl Nehammer (&Ouml;VP) findet immerhin, dass man Corona hinter sich lassen und dabei mit der Aufarbeitung beginnen m&uuml;sse. Medienwirksam lud Nehammer vor Wochen zu einem Treffen unter dem Titel &bdquo;Vers&ouml;hnung&ldquo; ein. Ein parlamentarischer Untersuchungsausschuss, also ein wom&ouml;glich justiziabler Umgang mit dem Geschehenen, sei der falsche Weg, so Nehammer, der die gesamte Gesellschaft vers&ouml;hnen, Gr&auml;ben schlie&szlig;en (die er und seine Politikerklasse selbst heftig aufgerissen haben), sogar ein &bdquo;neues Miteinander&ldquo; erreichen m&ouml;chte. Hehre Worte. Alles wieder gut? Nun t&ouml;nt der Kanzler nach breiter, ehrlicher Kommunikation, nach sachlichem Diskurs, aber ohne Extreme, nach Transparenz und Analyse der Wirkung der Ma&szlig;nahmen. Nehammer w&auml;hnt sich als ein Mitglied der Mitte. Noch 2022 in der Adventszeit wurde jedoch durch ebendiese Regierung Nehammer eine Kampagne ganz nach dem Motto &bdquo;Pandemie forever&ldquo; in Gang gesetzt. Die &ouml;sterreichische Regierung beschrieb ihre Motivation gar ehrenwert, <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=91130\" target=\"_top\" rel=\"noopener noreferrer\">sie habe<\/a> &hellip;<\/p><blockquote><p>\n<em>&hellip; Druck aus der Debatte in der Gesellschaft genommen. Und l&auml;sst dagegen nicht locker, nun im Stil l&auml;ssiger Slogans und mit der Beibehaltung zahlreicher Verordnungen, Regeln und Hinweise. Schaut man sich die Seite des &ouml;sterreichischen Gesundheitsministeriums an, sind zahlreiche Informationen von Gr&uuml;ner Pass bis 3-G-Regel zu lesen. Auch fehlt nicht der Hinweis auf die Dauer der G&uuml;ltigkeit von Impfungen, die zweite 180 Tage, die dritte 365 Tage.<\/em>\n<\/p><\/blockquote><p><strong>Viel gibt es zu verzeihen, einzugestehen, ja und dann?<\/strong><\/p><p>Aktuelle Aufs&auml;tze in meinungsf&uuml;hrenden Zeitungen zum Thema Corona lesen sich f&uuml;r Menschen, die klar ausgedr&uuml;ckt &bdquo;schon fr&uuml;h gesp&uuml;rt und gerufen haben, dass da was nicht stimmt&ldquo;, teils befreiend mit einer gewissen Genugtuung, dass sie doch keine Schwurbler, Verschw&ouml;rungstheoretiker, vom richtigen Weg abgekommene B&uuml;rger waren und sind. Warum aber diese Erkenntnisse, Eingest&auml;ndnisse &uuml;ber Irrt&uuml;mer, Willk&uuml;r und Machtmissbrauch w&auml;hrend Corona erst jetzt so frei und emanzipiert in die &Ouml;ffentlichkeit finden, von Journalisten, Politikern und Wissenschaftlern dargeboten &ndash; es wirkt beinah tragikomisch. Der deutsche Gesundheitsminister <a href=\"https:\/\/www.tagesspiegel.de\/meinung\/deutschland-kann-viel-lernen-aus-corona-ohne-lebendige-debattenkultur-ist-die-wissenschaft-nichts-wert-9350999.html\" target=\"_top\" rel=\"noopener noreferrer\">sagt frank und frei<\/a>, dass die &hellip;<\/p><blockquote><p>\n<em>&hellip; Pflicht zum Tragen einer Maske beim Joggen, das Verbot, sich allein im Park auf eine Bank zu setzen, &bdquo;Schwachsinn&ldquo; gewesen sind.<\/em>\n<\/p><\/blockquote><p>Aha. Schlimm nur, dass dieser Schwachsinn bei dessen Inkraftsetzung unter &bdquo;strenger Begleitung durch die Polizei&ldquo; (eine Wortwendung des britischen Ministers aus den Files sei mal hier geliehen) durchgezogen, vom Minister abgesegnet und schon damals von vielen m&uuml;ndigen B&uuml;rgern als unverh&auml;ltnism&auml;&szlig;ig, ungeeignet, sinnlos und ungerecht kritisiert wurde. Doch mittels &bdquo;Papperlapapp&ldquo; und &bdquo;Basta&ldquo; und &bdquo;Marsch, marsch, zur&uuml;ck ins Glied&ldquo; wurde f&uuml;r eine nachhaltige schwere Besch&auml;digung der Dialogprozesse in unserem Land sowie eine Entm&uuml;ndigung der B&uuml;rger gesorgt (obwohl man sich doch um das Wohl der B&uuml;rger sorgte?). Man darf sich bis heute &uuml;berhaupt nicht hineindenken in diesen Wahnsinn.<\/p><p>Ma&szlig;nahmenwahn. 2021 im Fr&uuml;hjahr unternahm ich eine Radtour durch die waldreiche Heimat. Es galt eine strenge Ausgangsbeschr&auml;nkung, bis maximal 15 Kilometer von seiner Wohnung entfernt durfte man an der frischen Luft weilen. In kleinen Orten nahe der W&auml;lder standen Polizeiposten, die Radfahrer anhielten und deren Herkunft kontrollierten. Wehe dem, es waren mehr als 15 Kilometer. Bei mir waren es 17 Kilometer. Nur gut, dass man als Ortskundiger Pfade im Wald kannte &hellip;<\/p><p>Die Aufarbeitung danach klingt ruhig und sachlich. Getrost k&ouml;nnen sich Fachleute melden und l&auml;chelnd eingestehen, dass sie sich irrten, dass sie vieles schon damals wussten und so weiter. Warum kommt aber zum Beispiel Bundesregierungsexperte Hendrik Streeck jetzt um die Ecke mit den Erkenntnissen &uuml;ber die Maskenpflicht? Ich ahne, jetzt ist die Gefahr seiner Ausgrenzung gebannt. Springers Edelmarke Welt springt ihm bei, postet souver&auml;n als Schlagzeile heraus: &bdquo;Es gibt keine Belege f&uuml;r Einfluss der Maskenpflicht auf das Infektionsgeschehen&ldquo;. Sieh einer an, dieselbe Gazette und weitere Konzernbl&auml;tter schossen lange Zeit aus allen Rohren gegen Bedenkentr&auml;ger und Tr&auml;ger diverser H&uuml;te, sobald diese die Pflichten, Ma&szlig;nahmen und die G&auml;ngelei der B&uuml;rger infrage stellten.<\/p><p><strong>Konsequenzen, Forderungen<\/strong><\/p><p>Weil wir schon mal dabei sind: Nicht nur Herr Streeck soll sich &auml;u&szlig;ern, auch Enth&uuml;llungen wie die aus diversen Files sind geeignet zum Sammeln und Sondieren von Informationen, die unbequem und wichtig f&uuml;r uns alle sind. Es braucht Vorschl&auml;ge und Aktivit&auml;ten nach der Pandemie, die offen und schonungslos sind. Viele, heftige Fehler sind begangen worden. Das Vertrauen der B&uuml;rger ist enorm ersch&uuml;ttert, verloren gegangen sogar. Wie w&auml;re es, hier &ndash; anders als in &Ouml;sterreich &ndash; eine Kommission vom Bundestag einzusetzen und\/oder durch eine Volksabstimmung anzuordnen? Abstimmungen der Art gibt es in Berlin gerade &ouml;fters, wenngleich es bei der Umsetzung des B&uuml;rgerwillens sehr viel Luft nach oben gibt. <\/p><p>Uns B&uuml;rgern muss von der Politik, den Wissenschaften, den Medien, den gesellschaftlichen Institutionen verdienterma&szlig;en gesagt und versprochen werden, dass nicht weiter diffamiert und ausgegrenzt wird, dass (nicht weiter) Existenzen gef&auml;hrdet und Kollateralsch&auml;den billigend in Kauf genommen werden. Mindestens muss die Debatte genau mit diesen Themen besetzt werden. Man schaue sich nur um, angesichts von Krieg und Frieden, &ouml;konomischen und sozialen Schieflagen sowie hasserf&uuml;llten Auseinandersetzungen innerhalb unserer Gesellschaft m&uuml;ssen wir laut und lauter sagen: Schluss mit all dem. Schlimm genug ist, dass die Entfesselung von Unanst&auml;ndigkeit in der Pandemie-Katastrophe mit der Umsetzung so viel Unsinns (so der Gesundheitsminister) bis in die heutigen Tage dazu gef&uuml;hrt hat, dass diese Unanst&auml;ndigkeit noch immer w&auml;hrt und man sich jetzt wieder &ndash; ganz ohne Pandemie &ndash; im Umgang mit Andersdenkenden austobt.<\/p><p><strong>Mehr Files werden gebraucht und der Mut der Zivilgesellschaft, einer Wiederholung der erlebten Katastrophe entgegenzuwirken<\/strong><\/p><p>Sie kennen die Stichworte noch? Impfpflicht, digitaler Gesundheitspass als die Eintrittskarte zur Teilhabe an der Gesellschaft, 2 G, 3 G, die Stigmatisierung von Menschen nach ihrem Status. Wer nicht dazugeh&ouml;rte, bekam schnell die Vorbezeichnung &bdquo;Un-&ldquo; verpasst. Als B&uuml;rger denkt man jetzt mit einem gewissen Abstand, dass das alles nur ein b&ouml;ser Traum war &ndash; leider nein. Files braucht es, journalistische T&auml;tigkeit, offene wissenschaftliche Arbeit, ehrliche Aufarbeitung von Politikern und Entscheidungstr&auml;gern in der Gesellschaft (vom Unternehmer, Kulturschaffenden bis zum Geistlichen), die Daten auf den Tisch zu packen. Das Ziel muss sein, Krisen k&uuml;nftig nicht nur &bdquo;etwas besser&ldquo; zu meistern, wie ich j&uuml;ngst las und darauf dachte, &lsquo;da werden ja die Samthandschuhe herausgeholt&rsquo;. Nein, all die Dinge und Prozesse m&uuml;ssen &uuml;berhaupt schlicht und gut und w&uuml;rdevoll umgesetzt, das Grundgesetz muss geachtet und ideologischen, &ouml;konomischen, finanziellen Begierden Einhalt geboten werden.<\/p><p>Titelbild: mucahiddinsenturk\/shutterstock.com<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>In Gro&szlig;britannien erf&uuml;llen einige Vertreter der Presse &ndash; die Vierte Gewalt im Staat &ndash; die ihnen von den B&uuml;rgern &uuml;bertragene Aufgabe der W&auml;chter- und Aufkl&auml;rungsfunktion gerade konsequent. Sie arbeiten die Politik der vergangenen drei Jahre der Corona-Katastrophe auf und ver&ouml;ffentlichen Informationen, die eigentlich geheim, vertraulich, intern sind. Gro&szlig;er Dank geb&uuml;hrt der Journalistin Isabel Oakeshott f&uuml;r<\/p>\n<div class=\"readMore\"><a class=\"moretag\" href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=94727\">Weiterlesen<\/a><\/div>\n","protected":false},"author":11,"featured_media":94728,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[107,126,149],"tags":[771,2129,469,1471,2857,3355,2878,309,3356,244,2834],"class_list":["post-94727","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-audio-podcast","category-erosion-der-demokratie","category-gesundheitspolitik","tag-oesterreich","tag-geheimhaltung","tag-grossbritannien","tag-investigativer-journalismus","tag-lockdown","tag-lockdown-files","tag-maskenpflicht","tag-repressionen","tag-the-telegraph","tag-vierte-gewalt","tag-virenerkrankung"],"jetpack_featured_media_url":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/wp-content\/uploads\/2023\/03\/Shutterstock_1653291223.jpg","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/94727","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/11"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=94727"}],"version-history":[{"count":9,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/94727\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":94742,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/94727\/revisions\/94742"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/media\/94728"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=94727"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=94727"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=94727"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}