{"id":94753,"date":"2023-03-08T10:15:43","date_gmt":"2023-03-08T09:15:43","guid":{"rendered":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=94753"},"modified":"2023-03-10T13:42:54","modified_gmt":"2023-03-10T12:42:54","slug":"und-sie-bewegt-sich-doch-aufstand-fuer-frieden-auftakt-fuer-eine-neue-friedensbewegung","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=94753","title":{"rendered":"Und sie bewegt sich doch! \u2013 \u201eAufstand f\u00fcr Frieden\u201c: Auftakt f\u00fcr eine neue Friedensbewegung?"},"content":{"rendered":"<p>Zehntausende kamen zu der von Alice Schwarzer und Sahra Wagenknecht initiierten Friedensdemonstration am Brandenburger Tor. Nun muss der Schwung genutzt werden, damit wieder eine kraftvolle unabh&auml;ngige Friedensbewegung von unten entsteht, die Druck auf die Politiker aus&uuml;bt. Von <strong>Leo Ensel<\/strong> mit freundlicher Genehmigung von <a href=\"https:\/\/globalbridge.ch\/und-sie-bewegt-sich-doch-aufstand-fuer-frieden-auftakt-fuer-eine-neue-friedensbewegung\/\">Globalbridge<\/a>, wo dieser Artikel zuerst erschienen ist.<br>\n<!--more--><br>\nEndlich!<\/p><p>Und es wurde auch allerh&ouml;chste Zeit. Wer, wie der Autor, seit nunmehr genau neun Jahren am Schreibtisch sitzt, um Konzepte f&uuml;r Deeskalation zwischen dem Westen und Russland zu entwickeln und eine Friedensbewegung 2.0 herbeizuschreiben, der kann nur erleichtert aufatmen.<\/p><p>Zehntausende &ndash; jawohl!! &ndash; lie&szlig;en sich am Samstag, den 25. Februar, vom wochenlangen Trommelfeuer aus Medien und Politik nicht abschrecken und kamen bei denkbar schlechtem Wetter nach Berlin zum Brandenburger Tor. &bdquo;Aufstand f&uuml;r Frieden&ldquo; hie&szlig; das Motto der ersten gro&szlig;en und breiten Friedensdemonstration seit den Achtziger Jahren, die diesen Namen verdient. Und endlich ein vern&uuml;nftiger Aufbruch, mit dem man sich inhaltlich im Gro&szlig;en und Ganzen identifizieren kann und der in der Lage w&auml;re, dem bislang noch schweigenden Gro&szlig;teil der Bev&ouml;lkerung eine Stimme zu verleihen!<\/p><p>Alice Schwarzer und Sarah Wagenknecht hatten aufgerufen und es kam keine &bdquo;Querfront&ldquo; &ndash; wie sie nahezu alle Leitmedien von der <i>FAZ<\/i> bis zur <i>taz<\/i> &sbquo;prognostiziert&lsquo;, genauer: <a href=\"https:\/\/www.change.org\/p\/manifest-f%C3%BCr-frieden?recruiter=189314596&amp;recruited_by_id=ecfd1340-77d7-11e4-ad74-3df050447e6a\">Aufruf<\/a> und <a href=\"https:\/\/www.aliceschwarzer.de\/artikel\/kundgebung-aufstand-fuer-frieden-340051\">Demonstration<\/a> von der ersten Minute an geframet hatten, um die Akteure in die Pariaecke zu katapultieren und somit jegliche Kritik an der mittlerweile halsbrecherischen milit&auml;rischen Unterst&uuml;tzung der Ukraine sowie jeden Einsatz f&uuml;r ein sofortiges Schweigen der Waffen von vornherein zu diskreditieren &ndash; sondern der b&uuml;rgerliche Mittelstand. Zugegebenerma&szlig;en, aber das hat andere Gr&uuml;nde, mit einer erheblichen &Uuml;berrepr&auml;sentanz der Generation &sbquo;60 plus&lsquo;! Mag sein, dass auch noch irgendwo am Rande des Geschehens rechte Triefgestalten wie J&uuml;rgen Els&auml;sser &amp; Co. herumlaborierten, um davon (vergeblich) zu profitieren &ndash; Bilder von ihnen und einigen wenigen anderen schr&auml;gen V&ouml;geln waren hei&szlig;ersehntes Futter f&uuml;r die Leitmedien &ndash; ihre Anzahl d&uuml;rfte sich allerdings im unteren einstelligen Prozentbereich gehalten haben. Die &uuml;berw&auml;ltigende Mehrheit der Plakate und Parolen &ndash; wei&szlig;e Friedenstauben auf blauem Grund (man mag von ihnen halten, was man will), die Anti-Atomrune, das &bdquo;Schwerter zu Pflugscharen&ldquo;-Symbol der DDR-Friedensbewegung oder Slogans wie &bdquo;Frieden schaffen ohne Waffen&ldquo; &ndash; kn&uuml;pfte bruchlos an denen der achtziger Jahre an. (Hier und dort waren auch die etwas j&uuml;ngeren bunten Regenbogenfahnen zu sehen.)<\/p><p><strong>Propaganda &ndash; damals und heute<\/strong><\/p><p>Apropos: Wer schon bei der Demonstration im Bonner Hofgarten im Oktober 1981 dabei war &ndash; seinerzeit &sbquo;Startschuss&lsquo; f&uuml;r eine kraftvolle Friedensbewegung von unten, die &agrave; la longue sogar das Handeln von Staatslenkern wie Michail Gorbatschow nicht unwesentlich beeinflusste &ndash; dem kam vieles bekannt vor: Schon damals waren wir nahezu unisono von den Regierungspolitikern, ein Teil der Leitmedien war da noch durchaus differenzierter, als &bdquo;weltfremd&ldquo;, &bdquo;naiv&ldquo;, &bdquo;n&uuml;tzliche Idioten&ldquo; oder &bdquo;von Moskau unterwandert&ldquo; verspottet worden. Und dass Menschen, die f&uuml;r Deeskalation eintr&auml;ten, de facto den Westen spalten w&uuml;rden, war ebenfalls bereits ein Standardargument der Aufr&uuml;stungsapologeten. Ein &ndash; Gott hab&lsquo; ihn selig! &ndash; Ludolf Herrmann vom Bayerischen Rundfunk lie&szlig; es sich nicht nehmen, in seinem <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=94478\">Kommentar<\/a> gar von &bdquo;kleinen, rachitischen Seelen&ldquo; in &bdquo;pickeligen K&ouml;rpern&ldquo;, nein: sogar von einem &bdquo;Koitus wie im Sportpalast&ldquo; zu faseln.<\/p><p>Was diesmal allerdings fehlte, das war das &uuml;ber den Demonstranten kreisende Flugzeug mit dem Banner &bdquo;Wer demonstriert in Moskau?&ldquo;. Daf&uuml;r wurden prominente Mitglieder einer immer schriller kreischenden Regierungspartei, deren Repr&auml;sentanten und Sympathisanten vor vierzig Jahren die &uuml;berw&auml;ltigende Mehrheit der Demonstranten ausgemacht hatten, nicht m&uuml;de, mit jahrzehntelanger Versp&auml;tung gebetsm&uuml;hlenartig genau die Parolen zu bem&uuml;hen, gegen die diese damals zu Hunderttausenden auf die Stra&szlig;e gegangen waren. (Was sie einer verbl&uuml;fften &Ouml;ffentlichkeit nun als einen Prozess der &sbquo;politischen Reife&lsquo; oder als &sbquo;realistische Wende&lsquo; verkaufen wollen.) &ndash; The times they are a-changing &hellip;<\/p><p>Auch das von den Medien begierig aufgegriffene Herunterrechnen der Teilnehmerzahlen hat jahrzehntelange Tradition. Dieses Mal wurde allerdings auch noch optisch nachgeholfen: Bei der, durch Rahmeninterviews mit dem Bonner Politikwissenschaftler Frank Umbach eh schon artig regierungskompatibel geframeten, Live-Berichterstattung in <a href=\"https:\/\/www.youtube.com\/watch?v=1B2ASUCS2AI\"><i>Phoenix<\/i><\/a> fiel auf, dass keine Aufnahmen aus der Vogelperspektive &ndash; wie sonst bei Gro&szlig;demonstrationen &uuml;blich und mithilfe von Drohnen heutzutage kinderleicht praktizierbar &ndash; gezeigt wurden. Stattdessen hielt die Kamera, wenn sie die Demonstranten zeigte, in der Regel buchst&auml;blich auf die <i>R&auml;nder<\/i> der Veranstaltung. H&auml;tte man stattdessen die Stra&szlig;e des 17. Juni in der Totale in den Blick genommen, w&auml;re offensichtlich geworden, dass die von den Organisatoren angegebene Zahl von 50.000 erheblich dichter an der Realit&auml;t lag, als die von der Polizei angegebenen &ndash; und prompt von den &Ouml;ffentlich-Rechtlichen bis hin zum <i>Spiegel<\/i> und dem einstmaligen publizistischen Flaggschiff der Entspannungspolitik gen&uuml;sslich kolportierten &ndash; angeblichen 13.000!<\/p><p><strong>&bdquo;Verhandlungen statt Militarismus pur!&ldquo;<\/strong><\/p><p>Die st&auml;rkste der vier Reden auf dem Podium hielt &ndash; wohl nicht zuf&auml;llig &ndash; ein Milit&auml;r: der Brigadegeneral a.D. und ehemalige Merkel-Berater Erich Vad. Vad brachte das Kernanliegen der gesamten Demonstration klar und deutlich auf den Punkt: <i>&bdquo;Ende des f&uuml;rchterlichen Krieges in der Ukraine, Ende der Kriegsrethorik in Deutschland, Ausstieg aus der Gewaltspirale und der milit&auml;rischen Eskalation, eine politische L&ouml;sung des milit&auml;risch festgefahrenen Krieges sowie den baldigen Beginn von Verhandlungen.&ldquo;<\/i> Der von Russland ausgel&ouml;ste v&ouml;lkerrechtswidrige Angriffskrieg habe sich nach einem Jahr in einen &bdquo;Abnutzungskrieg&ldquo; verwandelt wie seinerzeit 1916 in Verdun, als fast eine Million junger Franzosen und Deutscher &bdquo;sinnlos und f&uuml;r nichts&ldquo; verbluteten. Eine milit&auml;rische L&ouml;sung gebe es nicht mehr.<\/p><p>Waffenlieferungen ohne jede realistische L&ouml;sungsperspektive, ohne eine &uuml;berzeugende Strategie der Konfliktl&ouml;sung und ohne ein politisches Konzept, wie gegenw&auml;rtig vom Westen praktiziert, seien streng genommen nichts anderes als &bdquo;Militarismus pur&ldquo;, weil man milit&auml;rische Hilfeleistungen nicht an realistische politische Ziele koppele. Weitere Waffenlieferungen k&ouml;nnten den Ukrainern nicht helfen, die aktuelle Pattsituation im Stellungskrieg aufzul&ouml;sen oder den Krieg gar milit&auml;risch zu gewinnen. Die faktische russische Eskalationsdominanz &ndash; &bdquo;von der Mobilisierung bis hin zum Einsatz von Nuklearwaffen&ldquo; &ndash; sei nicht nur f&uuml;r die Ukraine, sondern auch f&uuml;r ganz Westeuropa eine &bdquo;existenzielle Gefahr, die man nicht untersch&auml;tzen sollte&ldquo;.<\/p><p>Ein russischer Einsatz von Atomwaffen, so lie&szlig; Vad durchblicken, sei im &auml;u&szlig;ersten Falle durchaus nicht auszuschlie&szlig;en. Schlie&szlig;lich habe die Schwarzmeerregion f&uuml;r Russland die gleiche strategische Bedeutung wie die Karibik f&uuml;r die USA. Die gesamte Situation erinnere an die Kubakrise 1962. Und &auml;hnlich wie damals komme man auch heute nur durch besonnenes politisches Handeln, durch Verhandlungen und Kompromisse aus der Sackgasse wieder heraus. Auch in der Zukunft werde es keine tragf&auml;hige europ&auml;ische Friedensordnung ohne Russland geben. &bdquo;S&auml;belrasseln&ldquo; allein bringe sehr wenig, wenn es nicht mit einem klugen, besonnenen politischen Vorgehen verkn&uuml;pft werde.<\/p><p>Vads unmissverst&auml;ndliches Fazit:<\/p><blockquote><p>\n&bdquo;Um den Weltfrieden nicht zu gef&auml;hrden, sind jetzt mehr Diplomatie und Interessenausgleich notwendig und weniger Kriegsrethorik und eine &ouml;ffentlich zur Schau gestellte Haltungsdiplomatie! Verhandlungen sind jetzt der einzig m&ouml;gliche Weg, zu einer L&ouml;sung zu kommen. Die Mehrheit der Deutschen ist eindeutig gegen die Ausweitung von Waffenlieferungen und f&uuml;r Verhandlungen. Und das Friedensgebot unserer Verfassung fordert dazu auf, Frieden zu bewahren und\/oder baldm&ouml;glichst wieder herzustellen!&ldquo;\n<\/p><\/blockquote><p><strong>Der Anfang ist gemacht &hellip;<\/strong><\/p><p>Halten wir fest: Der von Schwarzer und Wagenknecht initiierte Aufruf brachte Zehntausende aus allen Ecken der Bundesrepublik in die Hauptstadt. Der wochenlange publizistische Gegenwind, im Fortissimo aus allen Kan&auml;len, hat seine Wirkung grandios verfehlt, das Pawlow&lsquo;sche Labeling &bdquo;Querfront&ldquo;, die Drohung &bdquo;Der AfD-Abgeordnete xy hat den Aufruf als 11.547ter auch unterschrieben!!&ldquo;, verf&auml;ngt nicht mehr. Immer mehr Menschen handelten stattdessen nach dem unausgesprochenen Motto: &bdquo;Die Lage ist nicht nur sehr ernst, sie ist brandgef&auml;hrlich. Nun m&uuml;ssen wir, nun muss <i>ich<\/i> Gesicht zeigen. Und sollten ein paar Rechte dort auch herumlaufen &ndash; umso wichtiger, dass <i>wir<\/i> kommen! Um sie in die absolute Minderheitsposition zu dr&auml;ngen!&ldquo; <\/p><p>Aber das kann nur ein Anfang gewesen sein. Der erste Schwung darf nicht verpuffen! Nun geht es darum, dass die Stimme des gro&szlig;en Teils der Bev&ouml;lkerung, der &bdquo;gegen die Ausweitung von Waffenlieferungen und f&uuml;r Verhandlungen&ldquo; ist, <i>kontinuierlich<\/i> vernehmbar wird. Und dass er Druck auf die Politiker aus&uuml;bt. Notwendig ist, mit anderen Worten, endlich eine Friedensbewegung 2.0!<\/p><p><strong>&hellip; nun muss es weitergehen!<\/strong><\/p><p>Dazu k&ouml;nnte ein Blick zur&uuml;ck nach vorn in die achtziger Jahre durchaus hilfreich sein. Die Friedensbewegung damals war keine straff organisierte &sbquo;Kaderpartei&lsquo;, sondern eine breite Koalition zahlloser selbstorganisierter Gruppen, die sich in <i>einem<\/i> Punkt einig waren: &bdquo;Keine Stationierung neuer Atomraketen in Westeuropa!&ldquo; Ihr Fernziel: ein atomwaffenfreies Europa und die &Uuml;berwindung der Machtbl&ouml;cke.<\/p><p>Es gab Berufsgruppen wie &bdquo;&Auml;rzte, Juristen, Lehrer etc. f&uuml;r den Frieden&ldquo;. Es gab Friedensgruppen im kirchlichen, im gewerkschaftlichen, im kulturellen und &ndash; ja, dort auch! &ndash; im publizistischen Milieu. Es gab Gruppen von Alten wie &bdquo;Kriegsgeneration gegen Kriegsr&uuml;stung&ldquo; und es gab Gruppierungen von sogenannten &sbquo;unpolitischen&lsquo; Menschen, die einfach zutiefst geschockt waren, als ihnen bewusst wurde, dass sie bereits seit Jahren, ohne es bemerkt zu haben, in der unmittelbaren Nachbarschaft von Massenvernichtungsmitteln lebten.<\/p><p>Und es gab ein &sbquo;Zauberwort&lsquo;: <i>&Ouml;kopax<\/i>! Das Bewusstsein, dass der Kampf gegen die kriegerische und der Kampf gegen die &sbquo;friedliche&lsquo; Zerst&ouml;rung unseres Planeten sachlich gar nicht voneinander zu trennen sind, war Allgemeingut.<\/p><p>Eine neue Friedensbewegung, so wie ich sie mir w&uuml;nsche, eine <a href=\"https:\/\/free21.org\/samisdat\/plaedoyer-fuer-eine-parteiuebergreifende-internationale-breite-koalition-der-vernunft-fuer-deeskalation-im-neuen-ost-west-konflikt\/\">&bdquo;Breite Koalition der Vernunft&ldquo;<\/a>, w&uuml;rde hier wieder ankn&uuml;pfen. Sie w&uuml;rde versuchen, alle bereits existierenden Antikriegsaktivit&auml;ten lose zu b&uuml;ndeln. Sie w&uuml;rde, heute extrem wichtig!, den Dialog mit den Klimasch&uuml;tzern der jungen Generation suchen. Sie w&uuml;rde anstreben, sich zu internationalisieren. Nach dem Prinzip &bdquo;Alle Menschen, die ein sofortiges Ende des Krieges und Deeskalation zwischen dem Westen und Russland wollen, sollten sich &ndash; ungeachtet aller anderen Differenzen &ndash; zusammenschlie&szlig;en.&ldquo; Und zwar nicht nur in die anderen L&auml;nder der Europ&auml;ische Union hinein, sondern bis in die Ukraine, nein: bis nach Russland! Sie w&uuml;rde die B&uuml;rger aller L&auml;nder dazu ermuntern, sich den neuen und alten Feindbildern zu verweigern und stattdessen die direkten Kontakte von Mensch zu Mensch auf s&auml;mtlichen Ebenen wieder aufzubauen und zu pflegen. Und sie w&uuml;rde die Kriegsdienstverweigerer und Deserteure &ndash; alle Menschen auf beiden Seiten der Front, die das Morden, das Zerst&ouml;ren nicht mitmachen wollen &ndash; mit offenen Armen empfangen.<\/p><p>Sie w&uuml;rde schlie&szlig;lich &uuml;ber den blutigen Krieg in der Ukraine hinausdenken und sich auf der politischen Ebene f&uuml;r eine Neue Entspannungspolitik, f&uuml;r einen &bdquo;Helsinki-Prozess 2.0&ldquo;, sprich: f&uuml;r eine <i>komplette<\/i> <i>Neujustierung der gesamten Europ&auml;ischen Sicherheitsstruktur unter gleichberechtigter Einbeziehung Russlands<\/i> einsetzen. F&uuml;r eine Friedensordnung, die den Kernsatz der &bdquo;Charta von Paris&ldquo; vom November 1990 &bdquo;Sicherheit ist unteilbar, und die Sicherheit jedes Teilnehmerstaates ist untrennbar mit der aller anderen verbunden&ldquo; wieder zu ihrem zentralen Dreh- und Angelpunkt macht.<\/p><p>Dass das alles keine Tr&auml;ume &sbquo;weltfremder Idealisten&lsquo;, &sbquo;naiver Gutmenschen&lsquo; oder &sbquo;n&uuml;tzlicher Idioten&lsquo; sein m&uuml;ssen, sondern dass dieser Druck von unten sogar die h&ouml;chsten Ebenen der Politik erreichen und dort Wirkung zeitigen kann, das hat 2017 kein Geringerer als Michail Gorbatschow best&auml;tigt: <i>&bdquo;Ich erinnere mich gut an die lautstarke Stimme der Friedensbewegung gegen Krieg und Atomwaffen in den 1980er-Jahren. Diese Stimme wurde geh&ouml;rt!&ldquo;<\/i><\/p><p>In diesem Sinne also.<\/p><p>Titelbild: Screenshot &bdquo;Aufstand f&uuml;r Frieden&ldquo;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Zehntausende kamen zu der von Alice Schwarzer und Sahra Wagenknecht initiierten Friedensdemonstration am Brandenburger Tor. Nun muss der Schwung genutzt werden, damit wieder eine kraftvolle unabh&auml;ngige Friedensbewegung von unten entsteht, die Druck auf die Politiker aus&uuml;bt. Von <strong>Leo Ensel<\/strong> mit freundlicher Genehmigung von <a href=\"https:\/\/globalbridge.ch\/und-sie-bewegt-sich-doch-aufstand-fuer-frieden-auftakt-fuer-eine-neue-friedensbewegung\/\">Globalbridge<\/a>, wo dieser Artikel zuerst erschienen ist.<\/p>\n","protected":false},"author":11,"featured_media":94754,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[35,170,123,211],"tags":[282,3058,3240,2013,1120,343,259,260,3331],"class_list":["post-94753","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-aufbau-gegenoeffentlichkeit","category-friedenspolitik","category-kampagnentarnworteneusprech","category-veranstaltungshinweiseveranstaltungen","tag-buergerproteste","tag-diffamierung","tag-diplomatische-verhandlungen","tag-entspannungspolitik","tag-friedensbewegung","tag-luegen-mit-zahlen","tag-russland","tag-ukraine","tag-vad-erich"],"jetpack_featured_media_url":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/wp-content\/uploads\/2023\/03\/230308_titel2.png","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/94753","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/11"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=94753"}],"version-history":[{"count":6,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/94753\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":94907,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/94753\/revisions\/94907"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/media\/94754"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=94753"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=94753"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=94753"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}