{"id":9478,"date":"2011-05-18T08:34:32","date_gmt":"2011-05-18T06:34:32","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=9478"},"modified":"2011-05-18T08:34:32","modified_gmt":"2011-05-18T06:34:32","slug":"hinweise-des-tages-1386","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=9478","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>Heute unter anderem zu folgenden Themen: Sicherheits&uuml;berpr&uuml;fung der Atomkraftwerke durch die Reaktorsicherheitskommission; Jugendrevolte in Spanien; Schuld und S&uuml;hne; Deutsche AGs ohne deutsche Aktion&auml;re; Weltbank: K&uuml;nftige Weltwirtschaft ist multipolar; Griechenland und das Versagen der europ&auml;ischen Linken; Aff&auml;re Strauss-Kahn; Der Aufschwung n&uuml;tzt nur den Unternehmen; Versorgungsnot: &ldquo;Pflege-Mindestlohn muss verdoppelt werden&rdquo;; Rezessionen sind Gift f&uuml;r den Arbeitsschutz; M&uuml;tter sollen mehr Betriebsrente bekommen; Frau Bruni und Herr Zufall; Chinesische Autorin &uuml;ber Ai Weiwei: &ldquo;Jetzt f&auml;ngt es wieder an&rdquo;; Tunesien braucht billiges Brot f&uuml;r eine gro&szlig;e Zukunft; Die SPD vertuscht ihre inneren Konflikte; &Ouml;ffentliche Restschule?; Medien und Macht; das Allerletzte: Josef Ackermann im Gespr&auml;ch f&uuml;r IWF-Chefposten (KR\/WL\/JB)<br>\n<!--more--><\/p><p>Hier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"#h01\">Sicherheits&uuml;berpr&uuml;fung der Atomkraftwerke durch die Reaktorsicherheitskommission<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h02\">Jugendrevolte in Spanien: &ldquo;Wir haben keine Zukunft&rdquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h03\">Schuld und S&uuml;hne &ndash; Kommentar von Dierk Hirschel<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h04\">Deutsche AGs ohne deutsche Aktion&auml;re<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h05\">Weltbank: K&uuml;nftige Weltwirtschaft ist multipolar<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h06\">Griechenland und das Versagen der europ&auml;ischen Linken<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h07\">Aff&auml;re Strauss-Kahn<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h08\">Der Aufschwung n&uuml;tzt nur den Unternehmen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h09\">Versorgungsnot: &ldquo;Pflege-Mindestlohn muss verdoppelt werden&rdquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h10\">Rezessionen sind Gift f&uuml;r den Arbeitsschutz<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h11\">M&uuml;tter sollen mehr Betriebsrente bekommen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h12\">Frau Bruni und Herr Zufall<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h13\">Chinesische Autorin &uuml;ber Ai Weiwei: &ldquo;Jetzt f&auml;ngt es wieder an&rdquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h14\">Tunesien braucht billiges Brot f&uuml;r eine gro&szlig;e Zukunft<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h15\">Die SPD vertuscht ihre inneren Konflikte<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h16\">&Ouml;ffentliche Restschule?<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h17\">Medien und Macht<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h18\">das Allerletzte: Josef Ackermann im Gespr&auml;ch f&uuml;r IWF-Chefposten<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, <a href=\"\/?p=9478&amp;email=1\">dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin<\/a>.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>Sicherheits&uuml;berpr&uuml;fung der Atomkraftwerke durch die Reaktorsicherheitskommission<\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>Zuerst der Bericht<\/strong><br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.rskonline.de\/downloads\/rsk_sn_sicherheitsueberpruefung_20110516_hp.pdf\">Reaktorsicherheitskommission [PDF &ndash; 361 KB]<\/a><\/li>\n<li><strong>IPPNW bem&auml;ngelt grobe Fehler im AKW-Stresstest der Reaktorsicherheitskommission<\/strong><br>\nNach einer ersten Sichtung des AKW-Stresstests der Reaktorsicherheitskommission (RSK) vom 16. Mai 2011 moniert die atomkritische &Auml;rzteorganisation IPPNW grobe Fehler dieser Stellungnahme. &ldquo;Es zeigt sich, dass die RSK die Benennung selbst offenkundiger Sicherheitsdefizite vermeiden wollte, die Insidern selbstverst&auml;ndlich bekannt sind&rdquo;, kritisiert IPPNW-Atomexperte Henrik Paulitz. &ldquo;Damit verfehlt dieses Beratungsgremium seine Aufgabe, der Politik eine sachgerechte fachliche Grundlage f&uuml;r die anstehenden Entscheidungen zur Verf&uuml;gung zu stellen.&rdquo;<br>\nDie IPPNW benennt beispielhaft folgende Ungereimtheiten:\n<ol>\n<li>Die RSK vertritt die &ldquo;Auffassung&rdquo;, hinsichtlich der Erdbebenauslegung best&uuml;nden &ldquo;erhebliche Reserven&rdquo; und &ldquo;Konservativit&auml;ten&rdquo; (S. 7). Das erstaunt vor dem Hintergrund, dass etwa die hessische Atomaufsicht f&uuml;r das Atomkraftwerk Biblis lediglich eine Auslegung gegen relativ schwache Erdbeben, die so genannten 50%-Fraktile, verlangt. Die Verwendung der 50%-Fraktile ist aber nach Auffassung des beh&ouml;rdeneigenen Gutachters explizit &ldquo;nicht konservativ&rdquo;. Die RSK-Arbeitsgruppe Seismologie argumentierte in ihrer Stellungnahme zu dem Gutachten ebenfalls in diese Richtung. Und das Oberverwaltungsgericht Rheinland-Pfalz hat die Stilllegung des Atomkraftwerks M&uuml;lheim-K&auml;rlich damit begr&uuml;ndet, dass die Verwendung der 50%-Fraktile nicht konservativ ist. Die Entscheidung wurde vom Bundesverwaltungsgericht gehalten.<\/li>\n<li>RSK behauptet, es w&uuml;rden f&uuml;r alle Anlagen Auslegungsreserven gegen&uuml;ber dem nach heutigem Stand von Wissenschaft und Technik geforderten 10.000-j&auml;hrlichen Hochwasser bestehen (S. 7). Das ist nachweislich falsch: Im Rahmen der Biblis-Klage der IPPNW hat RWE zugegeben, dass lediglich ein 1000-j&auml;hrliches Hochwasser zugrunde gelegt wurde.<\/li>\n<li>Die RSK behauptet, sie k&ouml;nne aufgrund &ldquo;nicht ausreichender Angaben&rdquo; der Betreiber zu den Entladezeiten der Notstrom-Batterien nicht bewerten, ob beim so genannten &ldquo;Station blackout&rdquo; (Ausfall der Drehstromversorgung) vitale Sicherheitsfunktionen &uuml;ber mindestens zehn Stunden erf&uuml;llt werden k&ouml;nnten (S. 9). Diese Aussage muss erstaunen. Jeder Fachmann wei&szlig;, dass die Entladezeiten der Batterien deutlich unter zehn Stunden liegen. In Biblis B reicht die Batteriekapazit&auml;t laut RWE und T&Uuml;V nur f&uuml;r zwei bis drei Stunden, unter ung&uuml;nstigen Umst&auml;nden sogar nur f&uuml;r eine halbe Stunde. Die GRS zeigte im Rahmen der Deutschen Risikostudie Kernkraftwerke, dass beim Station Blackout Druckhalter-Abblaseventile nach einer gewissen Zeit nicht mehr &ouml;ffnen k&ouml;nnen, &ldquo;da die Batterien bereits entleert sind&rdquo;.<\/li>\n<li>Die RSK behauptet, sonstige naturbedingte Ereignisse h&auml;tten in dieser Stellungnahme nicht behandelt werden m&uuml;ssen, da sie &ldquo;weitgehend abgedeckt&rdquo; seien (S. 8). Das ist nicht nachvollziehbar. Das &Ouml;ko-Institut hat in einem Gutachten im Auftrag der Bundesatomaufsicht festgestellt, dass das Thema Robustheit gegen&uuml;ber extremen Wettersituationen (Sturm, Gewitter, extreme Temperaturen, Schneefall, Vereisung, Hagel etc.) sicherheitstechnisch eine hohe Relevanz hat. In Biblis B kam es infolge eines Unwetters am 8. Februar 2004 zum gef&uuml;rchteten Notstromfall, der zum Super-GAU h&auml;tte f&uuml;hren k&ouml;nnen. Die Gesellschaft f&uuml;r Anlagen- und Reaktorsicherheit (GRS) warnte schon 1992 in einer Studie vor gef&auml;hrlichen &Uuml;berspannungen infolge von Blitzschlag. Derartige Einwirkungen von au&szlig;en werden durch die Behandlung von Flugzeugabst&uuml;rzen und dergleichen nicht &ldquo;abgedeckt&rdquo;.<\/li>\n<li>Die RSK tut so, als seien ihr gravierende Defizite hinsichtlich der Funktionst&uuml;chtigkeit der &ldquo;anlageninternen Notfallma&szlig;nahmen&rdquo; bei Konvoianlagen unbekannt (S. 6, 11 ff.). Die IPPNW hat wiederholt darauf hingewiesen, dass einer Studie der GRS zufolge bei Leckst&ouml;rf&auml;llen (beispielsweise in Folge eines Erdbebens) die Notfallma&szlig;nahmen gerade in den zuletzt errichteten Konvoianlagen erwartungsgem&auml;&szlig; nicht funktionieren. Daf&uuml;r scheint man sich in der RSK nicht zu interessieren.<\/li>\n<\/ol>\n<p>Quelle: <a href=\"http:\/\/www.ippnw.de\/startseite\/artikel\/a3a3422f5b\/ippnw-bemaengelt-grobe-fehler-im-akw.html\">Deutsche Sektion der Internationalen &Auml;rzte f&uuml;r die Verh&uuml;tung des Atomkrieges, &Auml;rzte in sozialer Verantwortung (IPPNW)<\/a><\/p><\/li>\n<li><strong>NABU und BUND kritisierten Bericht der Reaktorsicherheitskommission<\/strong><br>\nDer am Dienstag ver&ouml;ffentlichte Bericht der Reaktorsicherheitskommission (RSK) trifft auf Kritik der Umweltverb&auml;nde. So beruhten die Ergebnisse &ldquo;lediglich auf Angaben der AKW-Betreiber und sind damit weitgehend wertlos f&uuml;r die n&ouml;tigen Beschl&uuml;sse der Bundesregierung zum Atomausstieg&rdquo;, erkl&auml;rte NABU-Pr&auml;sident Olaf Tschimpke. Auch f&uuml;r BUND-Chef Hubert Weiger k&ouml;nne von dem angek&uuml;ndigten neuen &ldquo;Stresstest&rdquo; f&uuml;r die Atomkraftwerke &ldquo;keine Rede sein&rdquo;.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.berlinerumschau.com\/news.php?id=19367&amp;title=NABU+und+BUND+kritisierten+Bericht+der+Reaktorsicherheitskommission&amp;storyid=1001305636248\">Berliner Umschau<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Auf der Basis der Sicherheitsbewertung der RSK wurde im letzten Jahr auch die Laufzeitverl&auml;ngerung beschlossen. Neutralit&auml;t, Transparenz und Unabh&auml;ngigkeit sehen anders aus als bei der RSK. Ihre Mitglieder werden vom Bundesumweltminister berufen und geh&ouml;ren in ihrer &uuml;berwiegenden Mehrheit direkt oder indirekt der Atomlobby an. Zu den <a href=\"http:\/\/www.rskonline.de\/die-rsk\/zusammensetzung-der-rsk\/index.htm\">Mitgliedern der Reaktorsicherheitskommission<\/a> geh&ouml;ren Vertreter von E.on, Areva (Hersteller von Reaktortechnologie) und verschiedenen T&Uuml;V. Die T&Uuml;V sind Aktiengesellschaften, die wiederum von den Auftr&auml;gen der Atomkraftwerkbetreiber abh&auml;ngig sind. Dar&uuml;ber hinaus besitzen etwa an der in der RSK vertretenen T&Uuml;V S&uuml;d AG die Betreiber von Atomkraftwerken E.on, Vattenfall und EnBW zwei Drittel der Aktien.<\/em><br>\n<em>Zur Kritik an der Sicherheits&uuml;berwachung von Atomkraftwerken siehe auch den <a href=\"http:\/\/www.rbb-online.de\/kontraste\/sendestrecke_beitraege\/dpf_fuer_donnerstag.file.pdf\">Bericht aus dem Umweltministerium aus dem Jahre 2008 [PDF &ndash; 4.5 MB]<\/a><\/em><\/p><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>Jugendrevolte in Spanien: &ldquo;Wir haben keine Zukunft&rdquo;<\/strong><br>\nDie Facebook-Revolte ist in Spanien angekommen. Unter dem Motto &ldquo;Echte Demokratie &ndash; Jetzt!&rdquo; versammeln sich seit dem Wochenende in allen gr&ouml;&szlig;eren St&auml;dten des Landes Zehntausende von Jugendlichen.<br>\nIn Madrid demonstrierten am Sonntag rund 40.000 Menschen, in Barcelona etwa halb so viele. In weiteren 58 St&auml;dten wurden Kundgebungen abgehalten. Selbst an britischen Universit&auml;ten kam es zu spontanen Solidarit&auml;tsaktionen spanischer Auslandsstudenten. Die Veranstalter z&auml;hlten insgesamt 130.000 Teilnehmer. In mindestens 27 St&auml;dten richteten die Jugendlichen Protestcamps ein.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/1\/politik\/europa\/artikel\/1\/wir-haben-keine-zukunft\/\">taz<\/a>\n<p><strong>dazu: Jugend &ldquo;ohne Job, ohne Wohnung, ohne Pension und ohne Angst&rdquo;<\/strong><br>\nProteste in Spanien jenseits der Gewerkschaften und der Parteien: Tausende wollen keine &ldquo;Ware von Politikern und Bankern&rdquo; mehr sein.<br>\n&ldquo;W&auml;hlt sie nicht&rdquo;, war einer der zentralen Slogans, der am Sonntag auf spanischen Stra&szlig;en skandiert wurde. Tausende Menschen haben auf Demonstrationen in mehr als 50 St&auml;dten die B&uuml;rger aufgefordert, den Parteien am kommenden Sonntag die Stimme zu verweigern, welche die Krise auf die einfache Bev&ouml;lkerung abw&auml;lzen. Aufgerufen zu den Protesten hatte die Plattform Wirkliche Demokratie Jetzt.<br>\nSie fordert eine &ldquo;moralische Revolution&rdquo; und einen Kursschwenk in der Politik. Durchbrochen werden m&uuml;sse die &ldquo;Parteiendiktatur&rdquo; der &ldquo;PPSOE&rdquo;. Damit wird klar, dass sich der Protest von vielen Menschen gegen die beiden gro&szlig;en Parteien richtet, die sich stets an der Macht in Madrid abwechseln, wobei sie sich in der Praxis, auch was Korruption angeht, nicht sonderlich unterscheiden w&uuml;rden, so die Vorw&uuml;rfe.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.heise.de\/tp\/blogs\/8\/149848\">Telepolis<\/a><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>Schuld und S&uuml;hne &ndash; Kommentar von Dierk Hirschel<\/strong><br>\nDie Debatte &uuml;ber zu hohe Schulden, Generationengerechtigkeit und schw&auml;bische Tugenden geht in die falsche Richtung. Sie bereitet nur den Boden f&uuml;r die n&auml;chste Welle der Umverteilung und des Sozialabbaus. Ein alternativer Politikentwurf muss die wirtschaftliche Funktion der &ouml;ffentlichen Verschuldung in den Blick nehmen. Staatsschulden sind nicht per se schlecht. Richtig eingesetzt, k&ouml;nnen Schulden den Wohlstand steigern. Deswegen muss die Haushaltspolitik von ihren Fesseln befreit werden.<br>\nGleichzeitig muss die &ouml;ffentliche Einnahmeseite verteilungspolitisch gest&auml;rkt werden. Verteilungskonflikte werden nicht mit Schulden gel&ouml;st. Eine wirkliche Reformpolitik steht und f&auml;llt mit der Bereitschaft, die Schuldenfrage entkrampft zu behandeln und die Verteilungsfrage zu stellen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/1\/debatte\/kolumnen\/artikel\/1\/schuld-und-suehne-3\/\">taz<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>Deutsche AGs ohne deutsche Aktion&auml;re<\/strong><br>\nIn den USA lacht man &uuml;ber die Aktienmuffel in Deutschland. Tats&auml;chlich liegt der Anteil der deutschen Aktion&auml;re an den Dax-Konzernen nur bei etwa 45 Prozent. Ein m&ouml;glicher Grund: In den USA geh&ouml;rt Geld zum Tagesgespr&auml;ch &ndash; hier gilt es als Tabu. &hellip;<br>\nDas entscheidende Argument, die Aktie doch als Teil der Geldanlage ins Kalk&uuml;l zu ziehen, ist die selbst&auml;ndige Vorsorge f&uuml;rs Alter. Denn, wer sich auf den Staat verlasse, k&ouml;nne verlassen sein, meint Professor Kliemt:\n<blockquote><p>&ldquo;Die Leute haben nat&uuml;rlich in fr&uuml;heren Zeiten den Eindruck gewinnen m&uuml;ssen, dass man sich auf den Staat in diesen Dingen verlassen kann. Und dass eigentlich die Renten so dynamisiert werden, dass man sich keine Sorgen um das Alter machen muss. Aber diese Zeiten sind vorbei. Das war ein astreines Schneeballsystem, in dem man auf die immer n&auml;chsten vertraute, dass sie zahlen w&uuml;rden. Und ich glaube nicht, dass ein vern&uuml;nftiger Mensch heute noch darauf vertrauen kann, dass die Renten wirklich sicher sind in dieser dynamisierten Form. Also man muss private Vorsorge treffen.&rdquo;<\/p><\/blockquote>\n<p>Quelle: <a href=\"http:\/\/www.dradio.de\/dlf\/sendungen\/hintergrundpolitik\/1453901\">Deutschlandfunk<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers H.A.:<\/strong> &bdquo;Anbei ein Link auf einen au&szlig;erordentlich tendenzi&ouml;sen Beitrag des DLF zur angeblich fehlenden Aktien&rdquo;kultur&rdquo; in Deutschland vor einigen Tagen. Bis auf einen knappen Hinweis auf die Internetblase fehlt jegliche kritische Reflexion des Problems, z.B. die &Uuml;berlegung, dass der Kleinanleger in dem Schneeballsystem, welches eine B&ouml;rsenhausse darstellt, &uuml;blicherweise die Rolle des &ldquo;bigger Fool&rdquo; &uuml;bernimmt. Wodurch die Umschichtung von Verm&ouml;gen von unten nach oben in L&auml;ndern mit einer tollen &ldquo;Aktienkultur&rdquo; bei jedem Crash noch einmal versch&auml;rft wird. Stattdessen darf einer dieser als Professor getarnten Wirtschaftslobbyisten die staatliche Rente ungestraft und -widersprochen als Schneeballsystem bezeichnen. Nebenei wird noch die heilsame Wirkung der &ldquo;Heuschrecken&rdquo; (Bsp Grohe) gelobt. Es wirkt wie eine von Interessenverb&auml;nden bestellte Auftragsarbeit. Vielleicht liegt es aber auch nur daran, dass die Autorin &ndash;  ARD-B&ouml;rsenkorrespondentin &ndash; als studierte Sprach- und Literaturwissenschaftlerin die Zusammenh&auml;nge einfach nicht richtig durchschaut.&ldquo;<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>Weltbank: K&uuml;nftige Weltwirtschaft ist multipolar<\/strong><br>\nIm Jahr 2025 wird die H&auml;lfte des globalen Wirtschaftswachstums auf das Konto von sechs L&auml;ndern gehen: Brasilien, China, Indien, Indonesien, S&uuml;dkorea und Russland. Das prognostiziert die Weltbank in ihrem neuen Bericht &ldquo;Global Development Horizons 2011&rdquo;. Auch das internationale W&auml;hrungssystem werde nicht mehr allein vom US-Dollar dominiert. Die wachsende Macht der Schwellenl&auml;nder lasse eine multipolare Weltwirtschaft entstehen.<br>\nDie Schwellenl&auml;nder k&ouml;nnten als gesamte Gruppe in den Jahren 2011 bis 2025 ein durchschnittliches Wirtschaftswachstum von 4,7 Prozent verzeichnen, sagt der Weltbank-Bericht &ldquo;Global Development Horizons 2011 &ndash; Multipolarity: The New Global Economy&rdquo; voraus. Die &Ouml;konomien in den bereits entwickelten L&auml;nder w&uuml;chsen dagegen nur um 2,3 Prozent.<br>\nQuelle 1: <a href=\"http:\/\/www.epo.de\/index.php?option=com_content&amp;view=article&amp;id=7262:weltbank-kuenftige-weltwirtschaft-ist-multipolar&amp;catid=46&amp;Itemid=115\">entwicklungspolitik online<\/a><br>\nQuelle 2: <a href=\"http:\/\/web.worldbank.org\/WBSITE\/EXTERNAL\/EXTDEC\/EXTDECPROSPECTS\/EXTGDH\/0,,menuPK:7933477~pagePK:64167702~piPK:64167676~theSitePK:7933464,00.html\">Global Development Horizons 2011<\/a><br>\nQuelle 3: <a href=\"http:\/\/siteresources.worldbank.org\/INTGDH\/Resources\/GDH-AdvanceEd-CompleteBook.pdf\">Die Weltbank-Studie (englisch) [PDF &ndash; 6.1 MB]<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Griechenland und das Versagen der europ&auml;ischen Linken<\/strong><br>\nDer griechische Staat, hei&szlig;t es, muss nun sein &bdquo;Tafelsilber&ldquo; verkaufen, um sich die Kredite von EU und IWF weiter leisten zu k&ouml;nnen. Doch Griechenlands tiefer Fall ist vor allem ein Lehrbeispiel daf&uuml;r, wie Europas linke Parteien versagen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.wolfgangmichal.de\/?p=453\">Wolfgang Michal<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung KR:<\/strong> St&auml;rken und Schw&auml;chen des Artikels werden aus den Leserkommentaren deutlich.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Aff&auml;re Strauss-Kahn<\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>Europas Angst vor der &Auml;ra nach Strauss-Kahn<\/strong><br>\nAm n&auml;chsten IWF-Chef h&auml;ngt die Frage, wie sehr sich der Fonds noch um die Rettung des Euro schert.<br>\nF&uuml;r die Europ&auml;er und f&uuml;r den Fonds h&auml;ngt viel von dieser Frage ab. Seit dem Zweiten Weltkrieg besetzen Vertreter des Kontinents den IWF-Direktorenposten. Im Gegenzug reklamieren die Amerikaner seit &uuml;ber 60 Jahren den Pr&auml;sidentenposten der Weltbank f&uuml;r sich. Doch einflussreiche Schwellenl&auml;nder wie China, Indien und Brasilien r&uuml;tteln an dieser europ&auml;isch-amerikanischen Machtaufteilung. Sie fordern, dass einer der Ihren bei n&auml;chster Gelegenheit den Posten des IWF-Chefs &uuml;bernehmen kann. Setzen sich die Schwellenl&auml;nder durch, m&uuml;ssen die Europ&auml;er damit rechnen, dass der Fonds seine starke Europa-Fokussierung aufgibt und sich auf andere Weltregionen konzentriert.<br>\nMit der Euro-Schuldenkrise ist der IWF zum zentralen Akteur in der W&auml;hrungsunion geworden. Als die Euro-Staaten sich vor genau einem Jahr zu Rettungsdarlehen f&uuml;r Griechenland in H&ouml;he von 110 Mrd. Euro entschlossen, schulterte die Finanzorganisation ein Drittel der Summe. Als die Europ&auml;er kurz darauf den Euro-Rettungsfonds EFSF schufen und mit 500 Mrd. Euro ausstatteten, legte der IWF noch einmal 250 Mrd. Euro drauf. An den Rettungspaketen f&uuml;r Irland und Portugal &ndash; 85 Mrd. respektive 78 Mrd. Euro &ndash; ist die Washingtoner Organisation deshalb zu jeweils einem Drittel beteiligt.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.ftd.de\/politik\/international\/:nachfolger-als-iwf-direktor-europas-angst-vor-der-aera-nach-strauss-kahn\/60053387.html#utm_source=rss2&amp;utm_medium=rss_feed&amp;utm_campaign=\/meinungshungrige\">FTD<\/a><\/li>\n<li><strong>Strauss-Kahn soll &uuml;ber Komplott spekuliert haben<\/strong><br>\nEr f&uuml;rchtete eine &Uuml;berwachung und berichtete von einer Begegnung mit Nicolas Sarkozy am Pissoir: Schon vor seiner Verhaftung wegen eines mutma&szlig;lichen Sexverbrechens soll IWF-Chef Strauss-Kahn eine Verschw&ouml;rung vorausgesagt haben. Selbst den Vorwurf der Vergewaltigung nahm er angeblich vorweg. [&hellip;]<br>\nSeit der Chef des Internationalen W&auml;hrungsfonds (IWF) in New York verhaftet wurde, spekuliert seine Heimat Frankreich &uuml;ber ein Komplott. Nicht nur sozialistische Parteifreunde, sondern auch Konservative vermuten eine &ldquo;internationale Verschw&ouml;rung&rdquo; oder eine &ldquo;Falle&rdquo;. Doch die aufsehenerregendste Geschichte liefert derzeit ein franz&ouml;sischer Journalist.<br>\n&ldquo;Es war der 28. April&rdquo;, beginnt ein Artikel von Antoine Guiral, der f&uuml;r die linksliberale &ldquo;Lib&eacute;ration&rdquo; arbeitet. An diesem Donnerstag vor drei Wochen habe er sich &ldquo;in aller Vertraulichkeit&rdquo; im zweiten Arrondisement von Paris mit Strauss-Kahn getroffen. Der sei &ldquo;herzlich, lachend, entspannt&rdquo; gewesen. Dennoch habe ihn offenbar eine Sorge geplagt. [&hellip;] Seine schwachen Punkte, schreibt Guiral, habe Strauss-Kahn bei dem Gespr&auml;ch selbst aufgelistet: &ldquo;Die Frauen, das Geld und mein j&uuml;discher Glauben.&rdquo; Er liebe nun mal Frauen, gab Strauss-Kahn angeblich lakonisch zu Protokoll. [&hellip;] Bei dem Gespr&auml;ch mit Guiral soll der IWF-Chef dann von sich aus ein Szenario f&uuml;r eine solche m&ouml;gliche Verleumdung geliefert haben. Denkbar sei &ldquo;eine Frau, die auf einem Parkplatz vergewaltigt wurde, und der man 500.000 Euro oder eine Million verspricht, um sich eine Geschichte auszudenken&rdquo;.<br>\nDie d&uuml;stere Vorahnung eines Unschuldigen? Selbst falls Strauss-Kahn die Aussage gemacht haben sollte, d&uuml;rfte sie kaum zu seiner Entlastung taugen. Schlie&szlig;lich hat Strauss-Kahn schon lange einen Ruf als notorischer Sch&uuml;rzenj&auml;ger, neben Aff&auml;ren wurde ihm auch schon in der Vergangenheit sexuelle Bel&auml;stigung vorgeworfen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/politik\/ausland\/0,1518,763059,00.html\">SPIEGEL Online<\/a><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>Der Aufschwung n&uuml;tzt nur den Unternehmen<\/strong><br>\nTrotz aller Jubelmeldungen der Regierung: L&ouml;hne werden in diesem Jahr real um 0,7 Prozent sinken. Ein Gespr&auml;ch mit Michael Schlecht<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.jungewelt.de\/2011\/05-18\/049.php\">Junge Welt<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>Versorgungsnot: &ldquo;Pflege-Mindestlohn muss verdoppelt werden&rdquo;<\/strong><br>\nDie Zahl Pflegebed&uuml;rftiger steigt, doch kaum jemand kann sich um sie k&uuml;mmern. CDU und Verb&auml;nde fordern, den Mindestlohn zu verdoppeln.<br>\nEssen bringen, waschen, anziehen und Medikamente verabreichen: 8,50 Euro pro Stunde stehen Altenpflegern oder Mitarbeitern in der h&auml;uslichen Krankenpflege f&uuml;r diese Aufgaben zu. In den ostdeutschen Bundesl&auml;ndern sind es sogar nur 7,50 Euro. Vor rund einem Jahr haben sich Bundesregierung und die meist kirchlichen Tr&auml;gereinrichtungen auf diesen Mindestlohn geeinigt.<br>\n&bdquo;Das ist viel zu wenig&ldquo;, sagt Ralf H&ouml;fert, Gesch&auml;ftsf&uuml;hrer des Pflegeverbands. Er schl&auml;gt vor, den Mindestlohn f&uuml;r die Branche mindestens zu verdoppeln und 15 Euro zu veranschlagen. H&ouml;fert bem&auml;ngelt l&auml;ngst nicht nur, dass die Arbeit der Fachkr&auml;fte unter Wert bezahlt wird. Er sorgt sich vor allem um die Zukunft der Versorgung von pflegebed&uuml;rftigen Menschen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.welt.de\/wirtschaft\/article13376865\/Pflege-Mindestlohn-muss-verdoppelt-werden.html\">WELT<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers J.A.:<\/strong> Unsere freien Marktwirtschaftler von der CDU kommen nach vielen Jahren auf eine unvermutete Idee: mit h&ouml;heren L&ouml;hnen werden Arbeitsstellen attraktiver. Wer h&auml;tte das gedacht? Es w&auml;re sch&ouml;n, wenn dieser Vorschlag wenigstens teilweise in die Realit&auml;t umgesetzt werden w&uuml;rde.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>Rezessionen sind Gift f&uuml;r den Arbeitsschutz<\/strong><br>\nAus Angst um ihren Job neigen Arbeitnehmer in wirtschaftlich schlechten Zeiten dazu, Arbeitsunf&auml;lle zu verschweigen. In der Folge investieren Unternehmen zu wenig in den Arbeitsschutz. Darauf weist eine Studie hin, die heute beim Institut zur Zukunft der Arbeit (IZA) in Bonn erschienen ist. Die Autoren fordern einen besseren K&uuml;ndigungsschutz f&uuml;r Unfallopfer.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/idw-online.de\/de\/news421836\">IDW online<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>M&uuml;tter sollen mehr Betriebsrente bekommen<\/strong><br>\nMutterschutzzeiten vor 1990 m&uuml;ssen auf die Betriebsrente angerechnet werden. Das Verfassungsgericht kippte eine anderslautende Regelung.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.welt.de\/finanzen\/altersvorsorge\/article13377380\/Muetter-sollen-mehr-Betriebsrente-bekommen.html\">WELT<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>Frau Bruni und Herr Zufall<\/strong><br>\nWarum Dominique Strauss-Kahn nicht aus seiner Haut kann und wie sich das auf den Rest der Welt auswirkt. Ein geschichtsphilosophischer Versuch<br>\nSeit heute ist es also best&auml;tigt: Carla Bruni ist schwanger. Die Bruni wird (noch einmal) Mutter, Sarko (noch einmal) Vater. Eine sch&ouml;ne Nachricht eigentlich. Aber es ist der nachdenklichen Welt nicht gegeben, sich einfach nur dar&uuml;ber zu freuen. So hatte Anne Perkins im Guardian noch auf Grundlage des Ger&uuml;chtes kommentiert: &bdquo;Sollte Bruni-Sarkozy wirklich schwanger sein, so w&auml;re das sicher kein Zufall. Politiker wie Sarko macht eine Vaterschaft menschlich.&rdquo;<br>\nDie Festnahme des IWF-Direktors in New York sorgt f&uuml;r wildeste Ger&uuml;chte. Wurde er Opfer eines Komplotts, um ihn als Pr&auml;sidentschaftsbewerber kaltzustellen?<br>\nArmes Kind, das quasi aus der Imagekampagne einer Politikers heraus gezeugt wurde. Aber es kommt noch deprimierender. Die Nachricht von den sp&auml;ten Vaterfreuden des Politikers erreicht uns ja just in dem Moment, in dem sein &auml;rgster Gegenspieler wegen des dringenden Verdachts auf Vergewaltigung in einem dreckigen Knast vor New York sitzt und leidet wie weiland Sherman McCoy in Fegefeuer der Eitelkeiten.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.freitag.de\/kultur\/1120-frau-bruni-und-herr-zufall\">Der Freitag<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>Chinesische Autorin &uuml;ber Ai Weiwei: &ldquo;Jetzt f&auml;ngt es wieder an&rdquo;<\/strong><br>\nDie Schriftstellerin Zahng Yihe sa&szlig; als &ldquo;Konterrevolution&auml;rin&rdquo; zehn Jahre lang in Gef&auml;ngnishaft. &ldquo;Ai Weiwei unterst&uuml;tzen hei&szlig;t, uns selbst verteidigen&rdquo;, sagt Zahng.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/1\/leben\/kuenste\/artikel\/1\/jetzt-faengt-es-wieder-an\/\">taz<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>Tunesien braucht billiges Brot f&uuml;r eine gro&szlig;e Zukunft<\/strong><br>\nWirtschaftsprofessoren aus aller Welt richten einen Appell an die G8<br>\nDie Tunesier haben einen Despoten friedlich verjagt &ndash; die Zukunft m&uuml;ssen sie erst gestalten. Es k&ouml;nnte eine musterg&uuml;ltige Erneuerung werden &ndash; wenn der Westen hilft, sagen Wirtschaftsprofessoren aus aller Welt in einem Appell an die G8.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/derstandard.at\/1304552168119\/Tunesien-braucht-billiges-Brot-fuer-eine-grosse-Zukunft\">Der Standard<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h15\"><\/a><strong>Die SPD vertuscht ihre inneren Konflikte<\/strong><br>\nSeit Jahren befasst sich die SPD-F&uuml;hrung mit der Frage, wozu es ihre Partei gibt. Die Steinbr&uuml;ck-Debatte zeigt, dass sie die Antwort nicht kennt. Ein Kommentar.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.zeit.de\/politik\/deutschland\/2011-05\/spd-steinbrueck-kommentar\">ZEIT<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung des NDS-Lesers G.B.:<\/strong> Eine SPD mit nur einem Fl&uuml;gel, dem rechten, die liegt am Boden und wird demn&auml;chst gefressen, von wem auch immer. Oder sie verhungert.<\/em><\/p>\n<p><strong>dazu: Steinbr&uuml;ck, das Kaninchen und die Schlange<\/strong><br>\nTheoretisch besitzt die SPD gute Machtoptionen. Doch die Genossen m&uuml;ssen ihre Selbsterfahrungsgruppe verlassen und definieren, f&uuml;r was sie wirklich stehen.<br>\nHaben die Genossen keine anderen Sorgen? Gerade erst hat die SPD mit schweren Blessuren die Auseinandersetzung &uuml;ber ihren Migrationskritiker Thilo Sarrazin hinter sich gebracht, da widmet sich die Partei der n&auml;chsten Personaldebatte. Dieses Mal soll niemand ausgeschlossen, sondern im Gegenteil bef&ouml;rdert werden: n&auml;mlich der Minister a. D. Peer Steinbr&uuml;ck, im Augenblick Bestsellerautor ohne &Auml;mter, zum Kanzlerkandidaten. Jedenfalls wenn es nach dem Willen des konservativen Seeheimer Kreises geht, was den Parteilinken freilich gar nicht passt.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.fr-online.de\/politik\/meinung\/steinbrueck--das-kaninchen-und-die-schlange\/-\/1472602\/8459942\/-\/index.html\">Frankfurter Rundschau<\/a><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h16\"><\/a><strong>&Ouml;ffentliche Restschule?<\/strong><br>\nGEW f&uuml;rchtet Entsolidarisierung im Bildungswesen durch Privatanbieter<br>\nDas deutsche Schulwesen hat keinen guten Ruf. In kaum einem entwickelten Staat ist das Erreichen eines h&ouml;heren Bildungsabschlusses so stark von der sozialen Herkunft abh&auml;ngig wie hierzulande. Zudem sind Schulen in vielen Bundesl&auml;ndern eindeutig unterfinanziert, was sich in Unterrichtsausf&auml;llen, zu gro&szlig;en Klassen, mangelnden individuellen F&ouml;rderm&ouml;glichkeiten und schlechter Sachausstattung manifestiert.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.jungewelt.de\/2011\/05-18\/045.php\">Junge Welt<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h17\"><\/a><strong>Medien und Macht<\/strong><br>\nDer Skandal um Karl-Theodor zu Guttenberg im Februar 2011 hatte viele Facetten. Die politisch gewichtigste war das Zusammenspiel zwischen dem als Betr&uuml;ger entlarvten Politiker und den Zeitungen des Axel-Springer-Konzerns. Die Bild hat mit einer Wucht, die viele so nicht mehr f&uuml;r m&ouml;glich gehalten h&auml;tten, f&uuml;r Guttenberg getrommelt und auch &uuml;ber seinen R&uuml;cktritt hinaus f&uuml;r ihn Stimmung gemacht. Die Welt hat &ndash; als einzige &uuml;berregionale Tageszeitung &ndash; den geistigen Diebstahl klein geschrieben. Mit Erfolg: Auch nach seinem unr&uuml;hmlichen Abgang wies das &raquo;ZDF-Politbarometer&laquo; den Freiherrn als beliebtesten deutschen Politiker aus.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.jungewelt.de\/2011\/05-18\/020.php\">Junge Welt<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h18\"><\/a><strong>das Allerletzte: Josef Ackermann im Gespr&auml;ch f&uuml;r IWF-Chefposten<\/strong><br>\nNach der Verhaftung von Dominique Strauss-Kahn brodelt die Ger&uuml;chtek&uuml;che. Als m&ouml;glicher Nachfolger wird der Chef der Deutschen Bank gehandelt. [&hellip;]<br>\nDie &bdquo;Bild&ldquo;-Zeitung berichtete ohne Angaben von Quellen, die Bundesregierung halte Ausschau nach m&ouml;glichen deutschen Kandidaten f&uuml;r den Chefposten beim Internationalen W&auml;hrungsfonds (IWF) und dabei werde auch Ackermanns Name genannt. Die Deutsche Bank wollte sich zur Sache nicht &auml;u&szlig;ern.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.welt.de\/wirtschaft\/article13376910\/Josef-Ackermann-im-Gespraech-fuer-IWF-Chefposten.html\">WELT<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Jens Berger:<\/strong> Es ist schon tolldreist, wie die Medien sich gegenseitig mit abstrusen Personalvorschl&auml;gen f&uuml;r den IWF-Chefposten &uuml;bertreffen.<\/em><\/p><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Heute unter anderem zu folgenden Themen: Sicherheits&uuml;berpr&uuml;fung der Atomkraftwerke durch die Reaktorsicherheitskommission; Jugendrevolte in Spanien; Schuld und S&uuml;hne; Deutsche AGs ohne deutsche Aktion&auml;re; Weltbank: K&uuml;nftige Weltwirtschaft ist multipolar; Griechenland und das Versagen der europ&auml;ischen Linken; Aff&auml;re Strauss-Kahn; Der Aufschwung n&uuml;tzt nur den Unternehmen; Versorgungsnot: &ldquo;Pflege-Mindestlohn muss verdoppelt werden&rdquo;; Rezessionen sind Gift f&uuml;r den Arbeitsschutz; M&uuml;tter<\/p>\n<div class=\"readMore\"><a class=\"moretag\" href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=9478\">Weiterlesen<\/a><\/div>\n","protected":false},"author":3,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[19],"tags":[],"class_list":["post-9478","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-hinweise-des-tages"],"jetpack_featured_media_url":"","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/9478","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/3"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=9478"}],"version-history":[{"count":4,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/9478\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":9482,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/9478\/revisions\/9482"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=9478"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=9478"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=9478"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}