{"id":94865,"date":"2023-03-12T11:45:24","date_gmt":"2023-03-12T10:45:24","guid":{"rendered":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=94865"},"modified":"2023-03-12T13:48:39","modified_gmt":"2023-03-12T12:48:39","slug":"manipulierer-und-manipulierte-im-eifer-der-selbstmanipulation","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=94865","title":{"rendered":"Manipulierer und Manipulierte im Eifer der Selbstmanipulation"},"content":{"rendered":"<p>In ihrer Unf&auml;higkeit, die kulturelle Bedingtheit des eigenen Denkens zu reflektieren, weltpolitische Ereignisse unvoreingenommen in einem umfassenden Zusammenhang zu erkennen, die Legitimation des politischen Handelns mit h&ouml;heren Werten als l&auml;ngst &uuml;berholt zu begreifen, verwandelt die westliche Wertegemeinschaft die Notwendigkeit des gesellschaftlichen Zusammenhalts in eine aus den vergangenen Herrschaftssystemen vertraute Selbstmanipulation. Eine philosophisch-ironische Analyse von <strong>Pentti Turpeinen<\/strong>.<\/p><p><em>Dieser Beitrag ist auch als Audio-Podcast verf&uuml;gbar.<\/em><br>\n<!--more--><br>\n<\/p><div class=\"powerpress_player\" id=\"powerpress_player_3233\"><!--[if lt IE 9]><script>document.createElement('audio');<\/script><![endif]-->\n<audio class=\"wp-audio-shortcode\" id=\"audio-94865-1\" preload=\"none\" style=\"width: 100%;\" controls=\"controls\"><source type=\"audio\/mpeg\" src=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/podcast\/230310_Manipulierer_und_Manipulierte_im_Eifer_der_Selbstmanipulation_NDS.mp3?_=1\"><\/source><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/podcast\/230310_Manipulierer_und_Manipulierte_im_Eifer_der_Selbstmanipulation_NDS.mp3\">https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/podcast\/230310_Manipulierer_und_Manipulierte_im_Eifer_der_Selbstmanipulation_NDS.mp3<\/a><\/audio><\/div><p class=\"powerpress_links powerpress_links_mp3\">Podcast: <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/podcast\/230310_Manipulierer_und_Manipulierte_im_Eifer_der_Selbstmanipulation_NDS.mp3\" class=\"powerpress_link_pinw\" target=\"_blank\" title=\"Play in new window\" onclick=\"return powerpress_pinw('https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?powerpress_pinw=94865-podcast');\" rel=\"nofollow\">Play in new window<\/a> | <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/podcast\/230310_Manipulierer_und_Manipulierte_im_Eifer_der_Selbstmanipulation_NDS.mp3\" class=\"powerpress_link_d\" title=\"Download\" rel=\"nofollow\" download=\"230310_Manipulierer_und_Manipulierte_im_Eifer_der_Selbstmanipulation_NDS.mp3\">Download<\/a><\/p><p>Dass das gemeinschaftliche Bewusstsein die Vielschichtigkeit der Wirklichkeit aus den Augen verlieren kann, ist keine Ausnahme in unserer Zivilisationsgeschichte; nur gerne und konsequent verdr&auml;ngt. Statt sich an die bedr&uuml;ckend lange Liste von selbst verursachten Katastrophen zu erinnern, bem&uuml;ht man sich in Krisenzeiten wie heute besonders eifrig um die Zweifelsfreiheit f&uuml;r die eingeschlagene Einbahnstra&szlig;e bzw. um die Veredelung der Kunst des Ablenkens von den systemimmanenten Fehlentwicklungen. Der Zweck heiligt die Mittel. Und auch die westliche Wertegemeinschaft ist von der Aufrichtigkeit ihrer Weltrettungsmission &uuml;berzeugt. Dabei wirken tiefgr&uuml;ndige Gesinnungshymnen Wunder, diesmal frei nach Marlene Dietrich: Ich bin von Kopf bis Fu&szlig; auf Hass eingestellt, denn das ist meine Welt und sonst gar nichts. <\/p><p>Mit dem Zusammenbruch der UdSSR als altbew&auml;hrtes Feindbild erkannten die USA die Gefahr, ihr Image als alleiniger Retter der westlichen Freiheit zu verlieren. Also: Frische Feindbilder braucht der Freiheitsdrang! Und als in den darauffolgenden Jahrzehnten die zunehmende wirtschaftspolitische Macht von China, BRICS und den L&auml;ndern des globalen S&uuml;dens den westlichen Kapital-Imperien und dem Dollar als Leitw&auml;hrung eine beunruhigende Zukunft verdeutlichten, wusste man die &bdquo;mit Fakten gescheckte Aufkl&auml;rung&ldquo; unauff&auml;llig zu intensivieren. Ohne die ergebene Unterst&uuml;tzung der eigenen Bev&ouml;lkerungen sind auch heute die Eroberungsz&uuml;ge f&uuml;r die Freiheit der Menschheit nicht zu bew&auml;ltigen. Es wurden nicht nur vertraute Feindbilder mit bew&auml;hrten Legitimationsk&uuml;nsten grunderneuert, sondern die zivilisierten Westm&auml;chte insgesamt in eine vielversprechende westliche Wertegemeinschaft vereint. Und die Stimmung ist gut, der Blick voller Tatendrang auf eine bessere Zukunft gerichtet: Freie Fahrt f&uuml;r freie B&uuml;rger in die ewige Freiheit und Gl&uuml;ckseligkeit! <\/p><p>In guter christlich-abendl&auml;ndischer Kulturtradition pflegt der gesunde Menschenverstand der westlichen Wertegemeinschaft den festen Glauben, in dem zuk&uuml;nftigen &bdquo;Reich der Seligen&ldquo; eines Tages Weltfrieden und Erdenwohlstand zu erlangen. Und die altbew&auml;hrte Gewohnheit, selbstkritisch kritische Kritiker als Ketzer zu disziplinieren, bew&auml;hrt sich auch gegenw&auml;rtig hervorragend. Traditionsbewusst haben die Vertreter der reinen Lehre der h&ouml;heren westlichen Werte sogar in der medialen &Ouml;ffentlichkeit die geistige Reife unserer Vorfahren erlangt: Gegen jegliche Selbst-Kritik immun bleiben! &bdquo;Denn das ist meine Welt und sonst gar nichts&ldquo;. Nicht nur die demokratischen Herrscher, sondern auch die demokratischen Beherrschten f&uuml;hlen sich gegenw&auml;rtig voller Stolz einem vordemokratischen gemeinschaftlichen Bewusstsein verpflichtet! <\/p><p>Dass wir mit unserem angelernten sozialen Verhalten nicht nur die gesellschaftliche Dynamik stabilisieren, sondern auch strukturelle Voraussetzungen f&uuml;r Machtkonflikte, Kriege, Ausbeutung, Zerst&ouml;rung der lokalen wie globalen nat&uuml;rlichen Lebensbedingungen usw. re-produzieren, haben die Herrschaftssysteme seit Anbeginn geistesgegenw&auml;rtig zu verschleiern gewusst. Die naturgegebene &Uuml;berlebensf&auml;higkeit, das eigene Denken und Handeln als ein kooperatives Mitgestalten einer gemeinschaftlichen Lebenswirklichkeit zu reflektieren, reduziert sich auf das willige Engagement f&uuml;r die Vorhaben der eigenen sozio&ouml;konomischen Weltordnung. Die systemstabilisierende Selbstmanipulation lenkt die Aufmerksamkeit der Manipulierer und Manipulierten auf das Wohlergehen des Bestehenden. Dabei hat man sich jahrhundertelang eingeredet, lokale Sch&auml;den an Mensch und Natur als unvermeidliche Kavaliersdelikte bei dem allgemeinen Fortschritt zu akzeptieren. Und dieser Tradition treu will unsere vorw&auml;rtsschauende Vernunft auch gegenw&auml;rtig nicht mal die Zerst&ouml;rung der globalen &Uuml;berlebensbedingungen als eine systemimmanente Fehlentwicklung wahrhaben. <\/p><p>So, wie wir gelernt haben, die Errungenschaften unserer zivilisierten Weltreiche und Nationen zu bewundern, lassen wir auch die EU und das Streben der westlichen Wertegemeinschaft auf eine unipolare F&uuml;hrerschaft nur im allerbesten Licht erscheinen; mit einem Blick in &bdquo;die dunkle Seite der Gloria&ldquo; m&ouml;chte man sich nicht verunsichern. Personen- und Kulturenkult sind wesentliche Bestandteile der Selbstmanipulation, eine traditionelle Selbstverst&auml;ndlichkeit unserer aufgekl&auml;rten Zivilisation. Ohne &bdquo;Leichen im Keller&ldquo; k&ouml;nnen auch all die Herren Eroberer, Kaiser*innen, K&ouml;nig*innen usw. ihre mit Lokalkolorit und emotionalen Geschichten ausgeschm&uuml;ckte ewige Ruhe genie&szlig;en. <\/p><p>Beim heutigen Stand der noch jungen Selbstmanipulationsforschung deutet alles darauf, dass auch der Faschismus und das Ph&auml;nomen der ver-Herr-lichten Diktatoren zwar l&auml;stige, aber systemimmanente Ausw&uuml;chse unseres Zivilisationsprozesses sind. Das &bdquo;selbstmanipulierende Alltagsbewusstsein&ldquo; f&uuml;hlt sich traditionell mit dem Bestehenden befriedet, stellt kaum Fragen nach den Interessen, die das gemeinschaftliche Erkennen und Handeln leiten. Ja, eine Selbstmanipulation-Alarm-App k&ouml;nnte die Erfindung werden! Also wake up! Start up! We can change the world! <\/p><p>Bei unserer gegenw&auml;rtigen v&ouml;lkerumgreifenden Begeisterung f&uuml;r die regelbasierte Rettung der Weltordnung w&auml;re der Ehrlichkeit halber eine selbstkritisch kritische Antwort auf die Frage f&auml;llig: Was ist unsere historische Leistung zum Wohle der Menschheit gewesen? Wie vom Donner der eigenen Geistesblitze bet&auml;ubt, kommt nicht mal die mediale Elite mit ihrer professionellen Neugierde auf die Idee zu fragen: Was hei&szlig;t eigentlich, &bdquo;Wir sind die Guten, die aufrichtigen Weltretter vom Dienst?&ldquo; Na gut, mit Wittgenstein haben die wortgewandten Verkl&auml;rer des Werte-Westens eine hochintellektuelle Erkl&auml;rung parat: &bdquo;Wovon man nicht sprechen kann, dar&uuml;ber muss man schweigen&ldquo;. Statt in der gegenw&auml;rtigen weltpolitischen Krise die Chance und Notwendigkeit f&uuml;r eine selbstkritisch kritische, also demokratische Bewusstseinserweiterung zu erkennen, zieht man reflexartig, im Stile unserer vordemokratischen Vorfahren, die Leine noch enger. <\/p><p>Der westlichen Wertegemeinschaft ist es mit erstaunlicher Leichtigkeit gelungen, die allt&auml;gliche Kommunikation auf vordemokratische Narrative zu reduzieren. Vor Kurzem noch konnte man bei privaten Unterhaltungen unbek&uuml;mmert auch &uuml;ber die Weltpolitik anderer Meinung sein; und das mit Fremden, Bekannten, Kollegen, mit Freunden sogar. Man h&ouml;rte einander bereichernd zu, suchte nach neuen Erkenntnissen, genoss die Gelegenheit, bei der Spontaneit&auml;t des Redens seine Gedanken zu kl&auml;ren. Kulturen entwickeln sich im Scho&szlig;e der Macht, behalten aber ihre kreative Eigenst&auml;ndigkeit. Und es sind nicht die Kulturen mit ihren geistesgegenw&auml;rtigen Kulturschaffenden und Wissenschaftlern, die Kriege gegeneinander f&uuml;hren, sondern Weltreiche, Staaten, Nationen, kurz: die Macht-Profit-Verwertungs- und -Entsorgungsanlagen. <\/p><p>Die F&auml;higkeit, von und mit anderen Weltkulturen zu lernen, weltweit kooperativ die menschliche &Uuml;berlebensf&auml;higkeit zu kultivieren, in der gemeinschaftlichen Kreativit&auml;t die individuelle Freiheit zu verwirklichen, die Bedingtheit des eigenen Denkens und Handelns selbstkritisch zu reflektieren, bleibt unserer zivilisierten Intelligenz ein Mysterium. Dementsprechend erkennen wir heute noch beim Beobachten von fremden Kulturen nicht, dass wir in ihren Lebensweisen zugleich unsere eigenen &Uuml;berlebensstrategien studieren und dass wir ihre Vorteile verwerten k&ouml;nnten. Ja, es ist uns fremd geworden, auch bei allt&auml;glichen Begegnungen einander zu bereichern. <\/p><p>Im Eifer der von den Macht-Profit-Interessen gepr&auml;gten Selbstmanipulation ist es den Manipulierern wie auch den Manipulierten entgangen, dass sie als w&uuml;rdige Vertreter des &bdquo;Homo KI-sapiens sapiens&ldquo; zwar wunderbare technische Erfindungen realisieren, aber das menschliche &Uuml;berleben als eine Anpassung an die Naturbedingungen seit Jahrhunderten aus den Augen verloren haben. Dass der Abschied von den kaiserlich-k&ouml;niglich-feudalistisch-nationalistisch gepr&auml;gten Machtgebilden auch das &Uuml;berwinden ihrer Legitimationsmethoden bedeutet und somit das Verwandeln der verinnerlichten Gesamtstrukturen der Herrschaft in einen demokratischen Diskurs einleitet, wurde von den Demokratien seit Anbeginn kaum in die Tat umgesetzt. <\/p><p>Dieser Tradition treu arbeitet die westliche Wertegemeinschaft weiterhin sehr kreativ an der Entwicklung zeitgem&auml;&szlig;er Legitimationsmethoden. Dabei ist es ihr gelungen, die &bdquo;Kunst der &ouml;ffentlichen Sprachbeherrschung&ldquo; einfallsreich in eine Art moderne Kampfkunst unter dem Namen &bdquo;Word-Fighting&ldquo; zu verwandeln. Einige mediale Gro&szlig;meister von &bdquo;Wordpower&ldquo; k&ouml;nnen sogar eine gro&szlig;e Gruppe von Feinden der westlichen Wertegemeinschaft mit einem einzigen Wort auf der medialen Weltb&uuml;hne erledigen. Wow! Die heutigen Wertezerst&ouml;rer haben es nicht leicht, k&ouml;nnen zwar in der Art gut ausgebildete Kon-Fus-Fighter an das &Uuml;berwinden der Selbstmanipulation appellieren, aber da die &bdquo;H&uuml;ter des Wahren Wortes&ldquo; denen kaum Einlass in die &bdquo;mit Wahrheit dem Volke dienen Publicity&ldquo; gestatten, k&ouml;nnen sie die hochentwickelte Selbstmanipulationskultur kaum gef&auml;hrden. <\/p><p>Es gibt aber auch positive Ans&auml;tze: Systemfeindliche Denker mit der Kraft des Wortes aussperren statt k&ouml;rperlich einsperren! Auf diesen humanistischen Fortschritt kann der Werte-Westen besonders stolz sein; wenn man Assange und einige andere au&szlig;er Acht l&auml;sst. <\/p><p>In einem wunderbaren Gedicht macht William Blake auf die Begrenztheit unserer Wahrnehmung aufmerksam: &bdquo;To see a World in a Grain of Sand&ldquo;. Ja, das Vorhandene als einen ausgedehnten Zusammenhang erkennen! Karl Marx hat das Verh&auml;ltnis von Einzelnem und Allgemeinem in seiner Art konkretisiert: In einer Ware das kapitalistische System sehen. Und es geht auch etwas allt&auml;glicher: An einem Auto z.B. k&ouml;nnen wir erkennen, wie der Individualverkehr sich aus einer &bdquo;wir fahren doch keine Pferdekutschen&ldquo;-Eitelkeit der damaligen Reichen mit kreativem Elan und Business-Verstand in eine &bdquo;Tot- und zum Kr&uuml;ppel fahren&ldquo;-Normalit&auml;t und zerst&ouml;rerische Verschwendung von gemeinschaftlichen Ressourcen entwickelt. Na gut, berauscht von einem entz&uuml;ckenden Freiheitsgef&uuml;hl, selbst entscheiden zu k&ouml;nnen, wie schnell man in seinem dicken Skoda auf der Autobahn fahren will, f&auml;llt das Beobachten &bdquo;der Welt in einem Sandkorn&ldquo; nat&uuml;rlich nicht so leicht ein. <\/p><p>Die Un&uuml;bersichtlichkeit unserer Lebenswirklichkeit bleibt eine selbstmanipulierte Realit&auml;t und wird von der freien Marktwirtschaftsmacht als ihre grundlegende Dynamik einf&uuml;hlsam gepflegt. Verst&auml;ndlich, dass die Vorstellungen von einem gemeinschaftlich geregelten gesellschaftlichen Ganzen und Ans&auml;tze der direkten Demokratie als Horrorvisionen des Kommunismus jedes normerf&uuml;llende Ego erschrecken. <\/p><p>Schon bevor die Erleuchtung &uuml;ber die allgemeine Unwissenheit gr&ouml;&szlig;ere Kreise beunruhigen konnte, hatte eine systemstabilisierende Kommunikationskultur &bdquo;Tausend und ein Spr&uuml;chlein&ldquo; im Internet eine coole Beliebtheit gewonnen. Die &bdquo;mediale Schwarmintelligenz&ldquo; von heute deutet Schlagzeilenlesen als Informationsaustausch, Meinungs&auml;u&szlig;erungen als Kommunikation und gelobt unterhaltsames Plaudern &agrave; la Talkshows als herrschaftsfreien Diskurs. Im Westen nichts Neues: &bdquo;Denn das ist meine Welt und sonst gar nichts&ldquo;.<\/p><p>Titelbild: shutterstock \/ Golden Dayz<\/p><div class=\"moreLikeThis\">\n<strong>Mehr zum Thema:<\/strong>\n<p><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=92982\">Dieses Weltreich spottet jeder Ironie<\/a><\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=91181\">Wahlspruch der Westlichen Wertegemeinschaft: &sbquo;Ich bin der Herr und habe das Sagen&lsquo;<\/a><\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=88372\">Westliche &Uuml;berheblichkeit als Konfliktl&ouml;sungsstrategie hat sich noch nie bew&auml;hrt<\/a>\n<\/p><\/div><p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/vg04.met.vgwort.de\/na\/a65f985eb74549a6a0676d8c600ea614\" width=\"1\" height=\"1\" alt=\"\"><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>In ihrer Unf&auml;higkeit, die kulturelle Bedingtheit des eigenen Denkens zu reflektieren, weltpolitische Ereignisse unvoreingenommen in einem umfassenden Zusammenhang zu erkennen, die Legitimation des politischen Handelns mit h&ouml;heren Werten als l&auml;ngst &uuml;berholt zu begreifen, verwandelt die westliche Wertegemeinschaft die Notwendigkeit des gesellschaftlichen Zusammenhalts in eine aus den vergangenen Herrschaftssystemen vertraute Selbstmanipulation. 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