{"id":94950,"date":"2023-03-13T10:00:31","date_gmt":"2023-03-13T09:00:31","guid":{"rendered":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=94950"},"modified":"2023-03-23T17:40:19","modified_gmt":"2023-03-23T16:40:19","slug":"lesermails-zur-entwicklung-des-deutschen-kabaretts-teil-i","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=94950","title":{"rendered":"Lesermails zur Entwicklung des deutschen Kabaretts (Teil I.)"},"content":{"rendered":"<p>Wir hatten Sie, liebe Leser, am 8. M&auml;rz um Ihre Einsch&auml;tzung zur Entwicklung des deutschen Kabaretts gebeten: <strong><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=94785\">Umfrage zur Anpassung des Kabaretts<\/a>. <\/strong>Mit gro&szlig;er Neugier haben wir Ihre Beitr&auml;ge gelesen. Es kamen viele interessante und anregende Zuschriften. Vielen Dank. Wegen der gro&szlig;en Zahl der Zuschriften ist es sinnvoll, sie in zwei Teilen zu ver&ouml;ffentlichen. Heute Teil I., vermutlich morgen Teil II. <strong>Steffen Kiesling<\/strong> hat die Sammlungen zusammengestellt. Danke vielmals. Albrecht M&uuml;ller.<br>\n<!--more--><br>\nDie &uuml;berwiegende Mehrheit der Leserbriefschreiber teilt den Eindruck, dass sich das Kabarett in Deutschland schon seit geraumer Zeit viel zu sehr innerhalb des vorgegebenen Meinungskorridors bewegt, anstatt seine Arbeit zu tun und genau diese sowie andere aktuelle Entwicklungen kritisch zu hinterfragen. <\/p><p>Bei der Frage nach den Ursachen zeigen sich einige unserer Leser ratlos, viele entt&auml;uscht und durchaus auch traurig &uuml;ber diese Entwicklung. Ein gro&szlig;er Teil der Leserschaft vermutet den wirtschaftlichen Druck, gepaart mit Existenzangst, als Hauptmotiv f&uuml;r die K&uuml;nstler, nicht nur im Bereich Kabarett. Es gibt Zuschriften, in denen sich die Verfasser an dunkle Kapitel in der j&uuml;ngeren deutschen Geschichte erinnert f&uuml;hlen bzw. die Sorge &auml;u&szlig;ern, dass sich die deutsche Gesellschaft wieder in diese Richtung bewegen k&ouml;nnte. <\/p><p>Christoph Sieber hat &uuml;brigens unsere Umfrage hart kritisiert, der Kabarettist Helmut Schleich ermahnt uns, nicht zu vergessen, dass es auch heute widerst&auml;ndige Kabarettistinnen und Kabarettisten gibt. So sehen wir das auch. W&auml;re das anders, dann w&uuml;rden wir nicht regelm&auml;&szlig;ig eigens f&uuml;r die NachDenkSeiten produzierte Beitr&auml;ge von Lisa Fitz ver&ouml;ffentlichen. <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?gastautor=lisa-fitz\">Siehe hier<\/a>. <\/p><p>Mit der E-Mail von Helmut Schleich beginnen wir unsere Zusammenstellung:<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>1. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Liebes Team, sehr geehrter Herr M&uuml;ller,<\/p><p>erst einmal besten Dank f&uuml;r Ihren Aufschlag, das zum Thema zu machen.<\/p><p>Als langj&auml;hriger (Fernseh-) Kabarettist sehe ich diese Entwicklung nat&uuml;rlich auch und kann nur sagen, aus meiner Sicht geht es da um Opportunismus (der sich als Haltung tarnt) und Marktanteile.<\/p><p>Der Kampf dagegen ist hart, das war er aber andererseits beim Fernsehen immer. Auch Hildebrandt und Polt hatten schon ihre K&auml;mpfe mit ARD und ZDF.<\/p><p>Und vergessen Sie nicht: es gibt auch noch uns andersdenkende Kabarettistinnen und Kanarettisten. Solga, Fitz, Rebers, Steimle, Eckardt, Tretter, mich und einige mehr.<\/p><p>Ich bin auf die Ergebnisse Ihrer Umfrage gespannt und f&auml;nde es schade, wenn dabei das gesamte Kabarett von den Teilnehmern &uuml;ber einen Kamm geschoren w&uuml;rde.<\/p><p>Herzliche Gr&uuml;&szlig;e<\/p><p>Helmut Schleich<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>2. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Sehr geehrter Herr M&uuml;ller, <\/p><p>ich versuche, mich wie gew&uuml;nscht kurz zu halten, was nicht leichtf&auml;llt. In der Zeit der Hofnarren hatte der sogenannte Narrenspiegel eine symbolische Bedeutung (Konfrontation der Obrigkeit und der Bev&ouml;lkerung mit deren Dummheit und Unzul&auml;nglichkeit). Wie Sie meines Erachtens richtig erkannt haben, erf&uuml;llt das heutige Kabarett diese Aufgabe nicht (mehr). Wie konnte es dazu kommen? <\/p><p>Eine einfache Erkl&auml;rung habe ich nicht parat. Urs&auml;chlich hierf&uuml;r ist meiner Meinung nach:<\/p><ol>\n<li>der insgesamt zunehmend geistige Zerfall unserer Gesellschaft (Politik, Medien, Bildungssystem) <\/li>\n<li>Ein Demokratieverst&auml;ndnis, das man als &ldquo;selektiv&rdquo; bezeichnen kann (nach dem Motto: Demokratie ist so lange gut, so lange die B&uuml;rger intelligent genug sind, die Richtigen zu w&auml;hlen).<\/li>\n<li>Ein massenpsychologisches Ph&auml;nomen, wie es vor mehr als 100 Jahren bereits Gustave Le Bon sehr gut beschrieben hat.<\/li>\n<\/ol><p>In zeitlicher Hinsicht w&uuml;rde ich das &bdquo;en vogue sein&ldquo; des sogenannten Bashings auf Minderheiten &ndash; auch auf Seiten des Kabaretts &ndash; mit dem Entstehen der AFD in Verbindung bringen. Ich muss zugestehen, dass ich &ndash; als Unsympathisant der AFD &ndash; es damals auch noch lustig fand und mich dar&uuml;ber am&uuml;siert habe. Die n&auml;chste Stufe wurde dann mit der Corona-Pandemie gez&uuml;ndet. Die selbstgerechte Art und Weise, mit der auch Kabarettisten (die wenigen Ausnahmen sind Ihnen bekannt) auf die Minderheit der Ungeimpften eingepr&uuml;gelt haben, ist einerseits erschreckend, aber andererseits wurde dieses Handeln durch den Applaus der &bdquo;guten&ldquo; Mehrheit goutiert. Im Bewusstsein, zu den &bdquo;Guten&ldquo; zu z&auml;hlen, wird die Hemmschwelle, auf die &bdquo;B&ouml;sen&ldquo; einzuschlagen, immer geringer. Wenn es sich dabei um eine Minderheit handelt, umso besser, da die m&ouml;glichen negativen Konsequenzen gering sind. Ich h&auml;tte es bis vor ein paar Jahren nicht f&uuml;r m&ouml;glich gehalten, mich in diesem Land daf&uuml;r entschuldigen oder gar rechtfertigen zu m&uuml;ssen, dass ich f&uuml;r Frieden bin.<\/p><p>Die Schuld liegt nicht bei den Kabarettisten allein. Auch der Medienkonsument kann sich dieser Art der Bespa&szlig;ung verweigern und mit der Fernbedienung abstimmen. <\/p><p>Ich w&uuml;nsche Ihnen und Ihrem Team weiterhin alles Gute bei der kritischen Aufarbeitung des Zeitgeschehens.<\/p><p>Viele Gr&uuml;&szlig;e, Stefan Heckmann<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>3. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Sehr geehrter und gesch&auml;tzter Herr M&uuml;ller,<\/p><p>wer in Coronazeiten geschwiegen hat oder beschwichtigt hat oder ein klitzekleines bi&szlig;chen gekrittelt hat oder beide Seiten bedient hat, der m&uuml;sste eigentlich jetzt vor Scham im Boden versinken. Denn unser politisches Kabarett hat eigentlich nur einen Anspruch, der es abhebt vom Comedy- und Politklamauk: klares Benennen ohne R&uuml;cksicht auf Empfindlichkeiten, und das mit teilweise missionarischem Eifer. Mal kriegen die da oben ungestraft was auf&lsquo;s Maul, mal die selbstgef&auml;lligen Untertanen. In Coronazeiten wurde schlagartig klar, dass fast alles fake war.<\/p><p>Volker Pispers (der noch glaubhaft war) und andere haben sich rechtzeitig zur&uuml;ckgezogen. Und sie waren frustriert, weil sie ernsthaft glaubten, sie k&ouml;nnten etwas bewirken. Die Gebliebenen und der Nachwuchs haben ihre Emp&ouml;rungsgesten und Sprechweisen &uuml;bernommen und machen damit Karriere &ndash; und die riskiert man nicht. Da flie&szlig;t viel Geld in K&uuml;nstlerhonorare.<\/p><p>Die Scham m&uuml;sste jetzt riesig sein. Sie haben das Recht verwirkt, sich glaubhaft zu emp&ouml;ren, und stehen nackt auf der B&uuml;hne. Um von der Scham abzulenken, gibt es ein drastisches Mittel: neue Schuld auf sich laden, damit man am Schluss richtig b&uuml;&szlig;en kann.<\/p><p>Eine noch gr&ouml;&szlig;ere Schuld, als Friedensbem&uuml;hungen zu diffamieren, kann ich mir derzeit nicht vorstellen. Aber wir werden sehen&hellip;<\/p><p>Herzliche Gr&uuml;&szlig;e, Ulla Wesseler<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>4. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Sehr geehrter Herr M&uuml;ller, <\/p><p>Sie stellen die Frage nach einer Erkl&auml;rung f&uuml;r das &bdquo;Abgleiten&ldquo; des angesprochenen Personenkreises in das Lager der Angepassten. <\/p><p>Unabh&auml;ngig von Geld und sonstigen Zuwendungen sowie der latenten systemimmanenten Drohung mit Entzug der Mittel und damit der Lebensgrundlage: Nach meiner Auffassung m&uuml;ssen die Betroffenen gar nicht abgleiten &ndash; sie waren dort schon immer. Es fehlt denen der Zorn und die Emp&ouml;rung &uuml;ber die herrschenden Zust&auml;nde und das Leiden daran. Den daf&uuml;r erforderlichen inneren Kompass weisen die von Ihnen Angesprochenen nicht auf. Kritik ist nur Kosmetik; Recherche, Analyse und Aufdecken der Wahrheit finden nur innerhalb gezogener Grenzen statt &ndash; die k&ouml;nnen mal weiter gesteckt oder eben auch wieder enger gezogen sein. Am Zaun wird nicht ger&uuml;ttelt. Man passt sich seit eh und je an. <\/p><p>Ein Dieter Hildebrandt dagegen konnte sich nie arrangieren; seine Kompassnadel schlug immer aus. Auch wenn er sp&auml;ter gutes Geld durch &ouml;ffentlich-rechtliche Fernsehauftritte verdiente, glaubte ich ihm sofort, als er einmal versicherte, darauf verzichten zu k&ouml;nnen; er sei unabh&auml;ngig und k&ouml;nne jederzeit auf den Marktpl&auml;tzen der Republik auftreten und dann mit dem Hut rumgehen. Ich h&auml;tte ihm meine letzte Mark reingeworfen! Seine Kritik an den Herrschenden war immer zutreffend und glaubhaft, seine Person glaubw&uuml;rdig. Trotz scharfer Kritik an verantwortlich agierenden Personen blieb seine Menschlichkeit zu sp&uuml;ren. Aufkl&auml;rung war Programm. Es war Kabarett f&uuml;r B&uuml;rger. <\/p><p>Die Personen heute sind b&ouml;sartige Comedians f&uuml;r Untertanen. Niemand hat sie gezwungen, von der B&uuml;hne verbal auf kritische B&uuml;rger einzuschlagen oder erkennbare politische Zusammenh&auml;nge und Verantwortlichkeiten mit Nebelbomben zu bewerfen. Das macht man, weil man es will (oder es nicht besser kann). Auch wieder Dieter Hildebrandt: Sie blamieren sich nicht vor den Zuschauern, aber vor sich selbst. <\/p><p>Mit freundlichen Gr&uuml;&szlig;en, Karin G&uuml;lpen, Berlin<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>5. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Hallo und Danke, dass Ihr das Thema aufgreift.<\/p><p>Ich kann es mir nur so erkl&auml;ren, dass die intellektuellen Kabarettisten mit Abh&auml;ngigkeit vom bequemen &Ouml;RR-System Angst vor den Folgen des Gecanceltwerdens haben. Das Leben als Tour-K&uuml;nstler ist anstrengend, und oft ist der monet&auml;re Erfolg ungewiss. Es ist bequemer, im &Ouml;RR zu suhlen.<\/p><p>Die weniger intellektuellen Kabarettisten (Sarah Bosetti etc.) missionieren mit Inbrunst. Ich unterstelle keine b&ouml;se Absicht; nur Dummheit. Dumme sind oft schlau, und auch einer wie Bosetti ist klar, dass sie als Ungelernte und Poetry-Slammerin (die sie war) nicht den jetzigen Wohlstand erreicht h&auml;tte. Also singt sie das Lied ihres Brotgebers.<\/p><p>Aber es gibt auch Kabarettisten (oder wen man daf&uuml;r halten kann), die durch komplette Abwesenheit gl&auml;nzen. Da ist zu vermuten, dass die sich bewusst den Medien verweigern, um nicht zu Aussagen gezwungen zu werden (ich nenne hier bewusst keine Namen); jedenfalls w&uuml;nsche ich mir, dass es so ist und finde das schlauer, als sich zu weit aus dem Fenster zu lehnen und dann weg vom selben zu sein. Ich kann damit leben, solange ich mir alte Volker-Pispers-Auftritte anschauen kann oder alte Sendungen &bdquo;Neues aus der Anstalt&ldquo; (das Original).<\/p><p>Ich stelle dann immer fest: Es hat sich nichts ge&auml;ndert. &bdquo;Die da oben&ldquo; machen immer noch, was sie wollen, und wir, die wir sie gew&auml;hlt haben, leiden noch immer unter den Folgen dessen, was sie &bdquo;Politik&ldquo; nennen. Und da diese Erkenntnis mit Verdrossenheit einhergeht, k&ouml;nnen Kabarettisten auch nicht (mehr) wachr&uuml;tteln oder zum Nach-\/Umdenken anregen.<\/p><p>Beste Gr&uuml;&szlig;e, John Wegener <\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>6. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Lieber Albrecht M&uuml;ller und Team, <\/p><p>In aller K&uuml;rze: Im Mittelalter wurde &bdquo;dieses Ph&auml;nomen&ldquo; folgenderma&szlig;en ausgedr&uuml;ckt: &bdquo;Wes Brot ich ess, des Lied ich sing&ldquo;. Auch Bertolt Brecht stellte einst fest: &bdquo;Erst kommt das Fressen, dann kommt die Moral&ldquo; (Brecht, 1928). Dass sich diese &bdquo;Kunst&ldquo; dann vor allem gegen die Opposition richtet, versteht sich von selbst. Dem wertsch&ouml;pfenden Teil der Bev&ouml;lkerung wird alles versprochen und momentan ca. die H&auml;lfte genommen. <\/p><p>Liebe Gr&uuml;&szlig;e, Siggi<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>7. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Liebe NachDenkSeiten Verfasser,<\/p><p>es gibt das Ph&auml;nomen der &bdquo;Identifikation mit dem Aggressor&ldquo;, auch als &bdquo;Stockholm Syndrom&ldquo; bekannt geworden. Wenn Menschen sehr viel Angst haben, und die wurde und wird ja seit fast drei Jahren gegen Andersdenkende gesch&uuml;rt, dann &uuml;bernehmen sie zunehmend fraglos das Narrativ des Aggressors. <\/p><p>In der Kunst wurde diese Angst ja in der Corona-Zeit besonders perfide gesch&uuml;rt: mit Auftrittsverboten. Es waren faktisch Berufsverbote, und sie zerst&ouml;rten viele Existenzen. Diffamierungen, Unterstellungen, falsche Behauptungen etc., die zunehmend faschistische Z&uuml;ge annehmen (siehe auch M. Desmet), erzeugen Existenzangst und diese Identifikation. Es gelingt wenigen, die Sicht anderer auf sich selbst zu vergleichg&uuml;ltigen und mit Sachargumenten zu Kontern, wie S. Wagenknecht und A. Schwarzer, und bei ihrer Auffassung zu bleiben. Die von Ihnen genannten Gr&uuml;nde spielen wohl alle noch damit zusammen.<\/p><p>Herzliche Gr&uuml;&szlig;e und vielen lieben Dank f&uuml;r Ihrer aller unerm&uuml;dliche Arbeit, Birgit Imdahl<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>8. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Sehr geehrte Redaktion, <\/p><p>auch ich raufe mir die Haare, wenn ich sehe, wie sich die Cr&egrave;me de la Cr&egrave;me des deutschen Kabaretts den M&auml;chtigen andient. Wie konnte das passieren? <\/p><p>Die Nebenwirkungen dieses Krieges: Es kommt eine Menge ans Licht. Den &uuml;ppigen Geldregen, den die &Ouml;ffentlich-Rechtlichen &uuml;ber die Mitarbeiter, zumindest die in der ersten Reihe, aussch&uuml;tten, darf man als Schweigegeld betrachten. An Uwe Steimle wurde ein Exempel statuiert, was mit denen passiert, die die Rede- und Kunstfreiheit in dieser Demokratie f&uuml;r bare M&uuml;nze nehmen. <\/p><p>Man k&ouml;nnte Sieber, Priol, Claus von Wagner und Max Uthoff und anderen ja zugutehalten, dass eine K&uuml;nstlerexistenz immer existenziell bedroht ist. Aber an diejenigen, die anderen Jahre und Jahrzehnte R&uuml;ckgrat und Moral gepredigt haben, sind hohe Anforderungen zu stellen. Man sehe genau hin, mit wem sie sich verb&uuml;nden. Unter anderem f&ouml;rdern sie den Hass auf Russland, den Befreier von Auschwitz. <\/p><p>Ich kann diese Leute nicht mehr ernst nehmen, ich werde ihnen nie wieder zuh&ouml;ren, sie haben ihr Lebenswerk desavouiert. Ich w&uuml;nsche den Genannten viel Gl&uuml;ck damit. Die USA unternehmen bereits konkrete Schritte f&uuml;r den lange geplanten Krieg mit China. &bdquo;My gut tells me we&lsquo;ll fight in 2025&ldquo;, &auml;u&szlig;ert General Mike Minihan gegen&uuml;ber NBC News. Die Abkehr von der Ukraine ist, &auml;hnlich wie in Afghanistan, in Vorbereitung. Also: Bleistifte gespitzt und bei den schlechten Putin-Witzen einfach Xi eintragen.<\/p><p>Beste Gr&uuml;&szlig;e und vielen Dank f&uuml;rs Engagement, Monika Gabzdyl<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>9. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Sehr geehrtes Team der NachDenkSeiten, <\/p><p>Ich liebe eure Arbeit, denn sie ist wichtig, wenn auch manchmal etwas einseitig. Aber man muss nicht immer derselben Meinung sein, um einander zu sch&auml;tzen. <\/p><p>Zu DDR- und Nazi-Zeiten wurde recht rabiat ein Netzwerk systemfreundlicher Medien aufgebaut. Dies war sehr offensichtlich. Heute geht man wesentlich subtiler vor und betreibt &bdquo;Wandel durch Ann&auml;herung&ldquo; &ndash; nur eben im schlechten Sinne. In unserem System der vorgespielten Demokratie hat die Politik dieses eigentlich freiere Mediensystem unterwandert durch Medienr&auml;te, Macht und Geld. Dies taten sie und ihre Unterst&uuml;tzer &uuml;ber mehrere Dekaden hinweg, wodurch die systemischen Probleme alle ausgenutzt werden konnten. <\/p><p>Ich kenne finanzielle Sorgen und auch, wie schnell man einknickt, wenn man finanziell verantwortlich f&uuml;r eine Familie ist und damit den aktuellen Job braucht. In der Medienwelt ist die Abh&auml;ngigkeit noch viel st&auml;rker als in der freien Wirtschaft. Also knicken nun auch Kabarettisten ein &ndash; sofern diese nicht sowieso schon auf Linie waren. <\/p><p>Das Kabarett ist nun mal auch nur eine andere Art der Nachrichtenaufarbeitung und reiht sich damit in die regul&auml;re Kommentar-Linie mit ein. Mich wundert es nicht &ndash; auch wenn es f&uuml;r mich neu ist, dass Kabarettisten in unserem sch&ouml;nen System immer unkritischer werden. Fr&uuml;her haben sich Leute noch an Regierungen abgearbeitet, wie der gro&szlig;artige Volker Pispers. Heute kommt man nur noch an Jobs, wenn man auf Linie ist. Corona hat hier den Anfang gemacht, nicht Linientreue auszusieben. Hier gilt auch immer: &bdquo;Bestrafe einen, erziehe 1000&ldquo;. <\/p><p>Es wird nat&uuml;rlich die obligatorische Kritik an Personen und Einzelthemen beibehalten &ndash; die Klimakleber und Tempolimits kommen da zum richtigen Augenblick &ndash;, jedoch im Gro&szlig;en und Ganzen m&uuml;ssen sie mit der Systemlinie &uuml;bereinstimmen. Wir sind also zur&uuml;ck in alten Zeiten. Wer h&auml;tte das nur erwarten k&ouml;nnen&hellip;<\/p><p>Alles Gute weiterhin! Ich bin und bleibe ein gro&szlig;er Freund eurer Arbeit!<\/p><p>Hochachtungsvoll, Tobias Seeland.<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>10. Leserbrief <\/strong><\/p><p>Sehr geehrter Herr Albrecht M&uuml;ller,<\/p><p>ich begreife dieses Ph&auml;nomen als Element der bestehenden Indoktrinationstechniken im Rahmen des Neoliberalismus und darf in diesem Zusammenhang auf das Gespr&auml;ch von Jens Wernicke (NDS) mit Rainer Mausfeld vom 18. Januar 2016 verweisen. Kurzes Zitat daraus: &bdquo;Sie sind tief in allen Mechanismen der Herstellung &ouml;ffentlicher Meinung verankert &ndash; nicht nur in Politik, Medien oder politischen Stiftungen, sondern bis in den Erziehungs- und Kulturbereich&hellip;&ldquo;<\/p><p>Interessant w&auml;re das Ergebnis einer &bdquo;Kleinen Anfrage&ldquo; an die Bundesregierung (zust&auml;ndige Ministerin f&uuml;r Kultur und Medien ist ja Claudia Roth!!) zur finanziellen Unterst&uuml;tzung des Bereichs &bdquo;Kabarett&ldquo; w&auml;hrend der Zeit der Pandemie. Dar&uuml;ber l&auml;sst sich aber nur spekulieren. Die Journalisten galten ja bislang als &bdquo;hinreichend staatsfern&ldquo; &ndash; aber falsch gedacht!<\/p><p>Viele Gr&uuml;&szlig;e, Ihr Leser Klaus Herrmann <\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>11. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Hallo NachDenkSeiten! <\/p><p>Danke f&uuml;r Ihren Artikel zum Thema Satire. Seit Beginn der Pandemie hat sich ebenfalls eine Spaltung der Kabarettisten ergeben. Anfangs waren noch einige kritisch (u.a. Nuhr), danach war eine klare Trennung zu erkennen. Ich z&auml;hle hier nur meine Favoriten auf, die sich weiterhin kritisch mit der Pandemie auseinandersetzen: Lisa Fitz, Matthias Richling, Helmut Schleich, Volker Pispers, Uwe Steimle. <\/p><p>Peinlich schlecht: Nuhr, Bosetti, Priol. (Meine Unterstellung: Geld ist verlockend.) <\/p><p>Herzliche Gr&uuml;&szlig;e, Erich Baumann <\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>12. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Sehr geehrter Herr M&uuml;ller, <\/p><p>erst einmal vielen Dank f&uuml;r ihre unerm&uuml;dliche Arbeit. Ich habe da zwei Theorien: <\/p><p>Erstens: Wir haben sp&auml;testens zu Corona erlebt, dass Leute mit einer abweichenden Meinung zum offiziellen Narrativ medial, der Ausdruck muss leider sein, hingerichtet werden. Sollte das passieren, kann man seinen Hut nehmen und in der Versenkung verschwinden. Frau Fitz d&uuml;rfte dazu gut Stellung nehmen k&ouml;nnen. <\/p><p>Zweitens: Mit laut Bundesregierung offiziellem Beginn des Krieges in der Ukraine (wir lassen mal die Jahre ab 2014 gro&szlig;z&uuml;gig unter den Tisch fallen) wurde nach und nach die M&ouml;glichkeit des Sagbaren immer weiter eingeschr&auml;nkt und mittlerweile sogar Gesetze diesbez&uuml;glich ge&auml;ndert. Sollen Sie etwa &ouml;ffentlich die Ukraine kritisieren und Gott bewahre &bdquo;Putinversteher&ldquo; werden? Dann k&ouml;nnte Ihnen durchaus demn&auml;chst unangenehme Post ins Haus flattern. Und der mediale F&auml;kalienregen wird dann nat&uuml;rlich auch nicht ausbleiben. <\/p><p>Fazit: vielleicht einfach reiner Selbstschutz? <\/p><p>Weiter so! M.K.<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>13. Leserbrief <\/strong><\/p><p>Hallo, <\/p><p>Sie wollen es kurz. Na dann: Die Gr&uuml;nen sind unter den Fr&uuml;chten wohl die Melone &ndash; die Schale ist gr&uuml;n, das Fleisch rot und der Kern braun. Dazu passt diese Aussage wie die Faust aufs Auge: Eine sich &bdquo;links-liberal&ldquo; w&auml;hnende Ultra-Rechte befindet sich im &bdquo;Kampf gegen rechts&ldquo;. <\/p><p>Beste Gr&uuml;&szlig;e, Werner Roth<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>14. Leserbrief <\/strong><\/p><p>Sehr geehrte Damen und Herren, <\/p><p>wie Herr M&uuml;ller beobachte auch ich seit dem Ausbruch des Konformit&auml;tsregimes namens &bdquo;Corona-Pandemie&ldquo; eine erschreckende Verflachung des politischen Kabaretts. Bei manchen Vertretern des Genres hat lediglich die Sch&auml;rfe der Sprache nachgelassen, bei anderen beschleicht einen das Gef&uuml;hl, es mit Opfern einer Gehirnw&auml;sche zu tun zu haben. Nur wenigen ist es wohl gelungen, unbeeindruckt von sozialem und &ouml;konomischem Druck bei der Gestaltung ihrer Programme ohne Schere im Kopf auszukommen.<\/p><p>Mit freundlichen Gr&uuml;&szlig;en, Albrecht Schollenbruch<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>15. Leserbrief <\/strong><\/p><p>Liebe NachDenkSeiten, <\/p><p>fr&uuml;her habe ich gerne im TV Kabarett und Satire geschaut. Mittlerweile finde ich es unertr&auml;glich, wie viele Kabarettisten auf die herrschende Meinung eingeschwenkt sind. <\/p><p>Meine Erkl&auml;rungsans&auml;tze: <\/p><ol>\n<li>In einer Bundesrepublik Deutschland mit Wohlstand und (sozialem) Frieden war es damals einfacher, im Kabarett so richtig kritisch zu sein. <\/li>\n<li>Fast jeder ist manipulierbar, auch Kabarettisten, und die Bandbreite kann von wenig bis heftig manipulierbar reichen. Die Methoden der Manipulation haben sich in den letzten Jahrzehnten verfeinert. <\/li>\n<li>Das liebe Geld. Ich gehe davon aus, dass ein Kabarettist mit der &bdquo;falschen&ldquo; Einstellung keinen Auftrag mehr bekommt. Das ist f&uuml;r denjenigen, den es betrifft, eine wirtschaftliche Katastrophe. <\/li>\n<\/ol><p>Pers&ouml;nliche Notiz: Mittlerweile bekomme ich ein Gesp&uuml;r daf&uuml;r, wie sich meine Gro&szlig;eltern im Nationalsozialismus gef&uuml;hlt haben m&uuml;ssen. <\/p><p>Danke f&uuml;r Ihre unerm&uuml;dliche journalistische Arbeit.<\/p><p>Mit freundlichem Gru&szlig;, Maria Kernig<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>16. Leserbrief <\/strong><\/p><p>Lieber Nachdenker, <\/p><p>nach meiner Beobachtung sind Menschen, die sich selbst links sehen, so sehr damit besch&auml;ftigt, sich von den rechten zu distanzieren, dass sie gar nicht merken, wie rechts sie selbst geworden sind. &bdquo;Was ein Rechter sagt, muss falsch sein.&ldquo; Jetzt muss man nur bestimmte Aussagen den Rechten zuordnen, und schon werden diese unm&ouml;glich. Ganz einfache Art, den Debattenraum zu verengen. Das habe ich in der Corona-Debatte und<br>\njetzt in der Ukrainedebatte erlebt. <\/p><p>Bleiben Sie weiterhin offen f&uuml;r die Sichtweise des anderen, ohne diese anzunehmen &ndash; oder doch, wenn er es geschafft hat, Sie zu &uuml;berzeugen. So habe ich Sie bisher erlebt. <\/p><p>Mit demokratisch diskursiven Gr&uuml;&szlig;en, Rainer Hillesheim<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>17. Leserbrief <\/strong><\/p><p>Hallo zusammen, <\/p><p>Es ist der Popanz &bdquo;Rechte Ecke&ldquo;, mit dem erfolgreich gearbeitet wird. Wie viel TV-Zeit bekommt Lisa Fitz? Wie viele Einkommen ist ein etablierter Kabarettist f&auml;hig und bereit zu opfern? Meinungsfaschismus. Sehr traurig. In Deutschland weitaus verbreiteter als anderswo.<\/p><p>Lieben Gru&szlig;, Michael Meller<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>18. Leserbrief <\/strong><\/p><p>Hallo, hochgesch&auml;tztes Team der NachDenkSeiten, <\/p><p>Die regierungsfreundliche Anpassung der Satirewelt ist mir nicht erst seit heute aufgefallen. Schon seit mehreren Jahren ist die seltsame Wandlung diverser Formate zu beobachten. Mochte ich anfangs noch die bissigen Scherze von beispielsweise Welke, Bosetti oder Nuhr, blieben mir immer &ouml;fter deren maingeschneiderte politische Verdrehungen im Halse stecken. <\/p><p>Nach und nach waren die meisten Kabarettsendungen der &Ouml;ffentlich-Rechtlichen ebenso ungenie&szlig;bar wie deren Nachrichtensendungen und j&uuml;ngste politische Dokumentationen. Von Feller &uuml;ber Ehring bis Kebekus sind deren Erg&uuml;sse f&uuml;r einen informierten B&uuml;rger unertr&auml;glich. Siebert und die Macher der Anstalt blieben noch lange Zeit eine Ausnahme. <\/p><p>Ich denke, es liegt daran, dass auch die Satirekultur den monet&auml;ren Abh&auml;ngigkeiten folgt und jede politische Standhaftigkeit verliert. Diese Standhaftigkeit und Ehrlichkeit sind tats&auml;chlich nur den freien, unabh&auml;ngigen K&uuml;nstlern vorbehalten. Der mehrheitliche Rest der eingeknickten Satiriker ist tats&auml;chlich Futter f&uuml;r die eingelullte, manipulierte Generation &bdquo;doof&ldquo;. Die einzige M&ouml;glichkeit, sich seinen Geist zu bewahren, ist, sich dem Mainstream zu entziehen und den ehrlichen K&uuml;nstlern seine ganze Aufmerksamkeit zu widmen. <\/p><p>Beste Gr&uuml;&szlig;e, Andreas G. <\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>19. Leserbrief <\/strong><\/p><p>Guten Morgen, <\/p><p>ich glaube, es geht wie immer ums Geld: Wer nicht auf Regierungslinie ist, kommt nicht mehr ins Fernsehen. Moral und Anstand fehlen denen doch total. <\/p><p>Danke f&uuml;r die gute Arbeit und an das hervorragende Team. <\/p><p>Liebe Gr&uuml;&szlig;e, Rosita Grabaum aus Ludwigshafen <\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>20. Leserbrief <\/strong><\/p><p>Hallo Herr M&uuml;ller, <\/p><p>wie erkl&auml;re ich mir dieses Ph&auml;nomen? Kurz und knapp: Ich bin ratlos. Es hat ja bereits mit Corona angefangen, dass viele Personen des &ouml;ffentlichen Lebens, aber auch im privaten Bekanntenkreis bei diesem Thema pl&ouml;tzlich nicht &bdquo;wiederzuerkennen&ldquo; waren.<\/p><p>Um meine Ratlosigkeit zu verdeutlichen, mir f&auml;llt da immer ein Jugendbuch ein, welches ich Anfang der Siebzigerjahre gelesen habe: &bdquo;Die dreibeinigen Monster&ldquo;. Die Erde ist von Au&szlig;erirdischen besetzt, und die Menschen werden mittels einer Jugendweihe mit 14 Jahren durch eine Art Gehirnw&auml;sche versklavt, welche aber nicht bei allen funktioniert. Diejenigen, die noch klar denken k&ouml;nnen, bemerken nur, die anderen sind pl&ouml;tzlich nicht wiederzuerkennen, was auch sie nicht verstehen k&ouml;nnen.<\/p><p>Das soll jetzt nat&uuml;rlich keine Erkl&auml;rung sein&hellip; Ich denke dann auch immer an Dieter Hildebrand, den ich von Jugend an sehr verehrt habe, und sage mir &bdquo;gut&ldquo;, dass er schon vorher gestorben ist, nicht auszudenken, wenn der auch noch&hellip;<\/p><p>Freundliche Gr&uuml;&szlig;e, J&ouml;rg Junker<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>21. Leserbrief <\/strong><\/p><p>Sehr geehrter Herr M&uuml;ller, <\/p><p>Warum machen die das? Die Regierung hat den Ukrainekrieg zum Kampf zwischen Gut und B&ouml;se erkl&auml;rt. Kritiker dieses Kurses sind folglich moralisch fragw&uuml;rdig. &Ouml;ffentlich-rechtliche Kabarettisten d&uuml;rfen der Geh&auml;ssigkeit daher freien Lauf lassen. Selbst &uuml;belster Sexismus (Browser Ballett) gegen&uuml;ber Frau Wagenknecht geht in Ordnung. Der Mehrheit der Kabarettisten und Journalisten scheint das gelegen zu kommen, Staatstreue ist wieder modern, man muss sich nicht mehr staatskritisch geben. Endlich dabei sein!<\/p><p>PS: Als ich das Stern-Titelbild mit klein Olaf an der Hand seines gro&szlig;en Bruders Joe sah, dachte ich zuerst an antiamerikanische Satire. Aber nein, keine Satire &ndash; die Botschaft lautet: &bdquo;Sch&auml;tzen wir uns gl&uuml;cklich, an der Hand des gro&szlig;en Bruders gehen zu d&uuml;rfen!&ldquo;<\/p><p>Freundliche Gr&uuml;&szlig;e, Thomas Walter<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>22. Leserbrief <\/strong><\/p><p>Auff&auml;llig ist, dass die gleichen Leute, die schon in Coronazeiten alles gutgehei&szlig;en haben, jetzt wieder auf Regierungslinie sind. Schafft es denn niemand, Herrn Schramm oder Herrn Pispers noch mal zu &uuml;berreden?<\/p><p>Gru&szlig; aus Oldenburg, Matthias Hoffmann<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>23. Leserbrief <\/strong><\/p><p>Hallo, <\/p><p>ich wei&szlig; nicht, wie es sich in Deutschland verhielt, aber hier in &Ouml;sterreich haben z.B. die Kabarettisten, die sich in den Dienst der Impfkampagnen stellten, gro&szlig;z&uuml;gige Unterst&uuml;tzungen vom Staat bekommen. Kann man nachlesen. Fast alle waren dabei&hellip;&#129320;<\/p><p>Mit freundlichen Gr&uuml;&szlig;en, Catrin Pichler<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>24. Leserbrief <\/strong><\/p><p>Guten Tag, <\/p><p>Meiner Meinung nach sind das Kriegsgeschrei und die Satire nur m&ouml;glich, weil praktisch alle Medien &ndash; ARD, ORF und SRF und bekannte Bl&auml;tter wie Spiegel, Zeit usw. &ndash; die Politiker unterst&uuml;tzen. Warum die das tun, ist mir ein R&auml;tsel, denn sie m&uuml;ssten die Geschichte von 1985 bis 2014, dem Sturz der ukrainischen Regierung durch die USA, kennen! <\/p><p>Gru&szlig;, J. Blumer<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>25. Leserbrief <\/strong><\/p><p>Lieber Herr M&uuml;ller,<\/p><p>Ganz kurz: Alle haben &Auml;ngste. Sie lassen sich zwar reduzieren, aber nicht v&ouml;llig beseitigen. Angst blockiert unser Denken. Siehe dazu auch Bonellis &bdquo;Bauchgef&uuml;hle&ldquo; und die Rolle des &ldquo;Herzens&rdquo; bei der Vermittlung zwischen &bdquo;Bauch&ldquo; und &bdquo;Verstand&ldquo;. Wir haben panische Angst davor, ins Gerede zu kommen und ausgegrenzt zu werden (&bdquo;pfui&ldquo;, &bdquo;igitt&ldquo;, &bdquo;das macht man nicht&ldquo;, &bdquo;dar&uuml;ber redet man nicht&ldquo;). Ein aktuelles Beispiel ist Clemens Arvay. <\/p><p>Und es gibt die verh&auml;ngnisvolle Neigung, es besser als die anderen machen zu wollen und sich fortlaufend auf die Seite der &bdquo;Guten&ldquo; zu stellen (siehe &bdquo;Impfung&ldquo;, &bdquo;Zeitenwende&ldquo;, &bdquo;Solidarit&auml;t mit der Ukraine&ldquo;).<\/p><p>Herzlichen Gru&szlig; und Dank f&uuml;r Ihre Arbeit, Richard Erig <\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>26. Leserbrief <\/strong><\/p><p>Sehr geehrter Herr M&uuml;ller, <\/p><p>ich kann mir das auch nicht erkl&auml;ren, warum Kabarettisten heute oft die Lautsprecher unserer Regierenden sind &ndash; auch wenn es erfreuliche Ausnahmen gibt, wie Frau Monika Gruber. Dass z.B. ein Dieter Hildebrandt oder Werner Schneyder so Kabarett gemacht h&auml;tten, kann ich mir beim besten Willen nicht vorstellen. Ich glaube, ihnen h&auml;tte diese Entwicklung nicht gefallen. Besonders erschreckend sind die Ausf&auml;lle von Leuten wie Herrn B&ouml;hmermann und Herrn Simon oder von Frau Bosetti. Das hat mit Kabarett nichts mehr zu tun, und ich kann nicht nachvollziehen, dass die Verantwortlichen unserer Sender da auch noch R&uuml;ckendeckung geben.<\/p><p>Viele Gr&uuml;&szlig;e, Gottfried Meier<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>27. Leserbrief <\/strong><\/p><p>Die Spritzen wirken!<\/p><p>Mit freundlichen Gr&uuml;&szlig;en, G&uuml;nther Dilger<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>28. Leserbrief <\/strong><\/p><p>Moin zusammen, <\/p><p>Diese Frage stelle ich mir ebenfalls seit L&auml;ngerem. Die Kunst sollte in meinen Augen herausfordern, sie sollte das Mittel des B&uuml;rgertums sein, Unzufriedenheiten und Missst&auml;nde aufzuzeigen. In dem Zusammenhang f&auml;llt mir Lisa Fitz ein, siehe auch <a href=\"https:\/\/www.lisa-fitz.de\/die-causa-swr-die-impftoten\/\">ihren Wikipedia Eintrag<\/a>.<\/p><p>Hier wird der Ablauf aus ihrer Sicht beschrieben. Wenn wir aufgrund der &ouml;ffentlichen Zensur keinen freien Markt der Sprachkunst haben, wo es anscheinend nur darum, geht am lautesten zu br&uuml;llen und anders Denkende zu diskreditieren und zu canceln, werden automatisch alternative Wege gegangen werden.<\/p><p>F&uuml;r mich ist Kunst ein Bindeglied zwischen Gesellschaften &ndash; ein Ort, an dem provoziert, aber halt grade nicht ausgegrenzt wird! Wir schaffen ein Gesetz gegen Hass und Hetze, wof&uuml;r wird dieses Gesetz aber tats&auml;chlich gebraucht?<\/p><p>Ist der &ouml;ffentliche Rundfunk &uuml;ber seine R&auml;te angepasst oder mutig, seine Meinungsoffenheit zu beweisen? Kunst wird immer ihren Weg finden, da mach ich mir keine Sorgen, dauert halt nur l&auml;nger&hellip;<\/p><p>In China existiert der Protest ohne Worte&hellip;ob es bei uns auch so weit kommen wird?<\/p><p>Mit frischem Gru&szlig;, Lasse J.<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>29. Leserbrief <\/strong><\/p><p>Guten Tag Herr M&uuml;ller, <\/p><p>ja, so lebt es sich sehr unbeschwert, man bekommt problemlos Sendezeit und die Gage im Voraus. So soll der Zuschauer eingeschl&auml;fert werden. Damit sind wir wieder bei ihrem Zitat f&uuml;r die NachDenkSeiten. <\/p><p>Mit freundlichen Gr&uuml;&szlig;en, Reinhard Glotze<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>30. Leserbrief <\/strong><\/p><p>Liebe NDS-Redaktion, <\/p><p>ich beobachte wie Sie den Verfall des Kabaretts in den &ouml;ffentlich-rechtlichen Medien und habe, ebenfalls wie Sie, keine Erkl&auml;rung daf&uuml;r. Ich denke, dass dort im Zeitraffer etwas im Gange ist, was in den Leitmedien &uuml;ber einen l&auml;ngeren Zeitraum schon von Medienwissenschaftlern beobachtet wird, n&auml;mlich eine Selbstgleichschaltung. Welche psychologischen Mechanismen das bewirken, welche Telefondr&auml;hte in den Redaktionen hei&szlig; gelaufen sind, welche Vertr&auml;ge zwischen den Sendern und den Kabarettisten ausgehandelt wurden, welche Drohungen, Erpressungen, Nudgings wirksam sind, das alles wissen wir als Betrachter nicht. Es gibt ja den einen oder die andere Kabarettistin, die noch nicht angepasst sind. Es w&auml;re sch&ouml;n, wenn von denen die eine oder der andere mal plaudern w&uuml;rde. W&auml;re das nicht ein Thema f&uuml;r Sie? <\/p><p>Ich leite Ihnen einen Austausch zwischen mir und der extra3-Redaktion weiter, der vielleicht von Interesse ist. Ich habe mich als Teilnehmer der Friedensdemo sehr &uuml;ber die Berichterstattung und die &ldquo;satirischen&rdquo; Ausf&auml;lle ge&auml;rgert und das gegen&uuml;ber dem NDR ge&auml;u&szlig;ert. Ich bekam sogar eine Antwort, die mich wiederum zu einer Reaktion veranlasste. <\/p><p>Herzliche Gr&uuml;&szlig;e, Ludger Bojert<\/p><p>&mdash;&mdash;&mdash;- Urspr&uuml;ngliche Nachricht &mdash;&mdash;&mdash;-<br>\nVon: Ludger Bojert<br>\nGesendet: Fr 3. M&auml;r 2023, 14:07:27<br>\nAn:&nbsp;<a href=\"mailto:info@ndr.de\">info@ndr.de<\/a><br>\nBetreff: extra3 vom 2. M&auml;rz: Satire oder Hetze?<\/p><p>Sehr geehrter Herr Ehring, <\/p><p>in Ihrem Namen steckt ja das Wort Ehre. Warum eigentlich? Mit Ehre oder mit Ehrlichkeit hatte das wahrlich nichts zu tun, was Sie da gestern bez&uuml;glich der Friedenskundgebung in Berlin abgeliefert haben. Ich war selbst anwesend. In dem Teil, den ich &uuml;berblicken konnte, hat es keine erkennbaren Rechtsextremen gegeben, es hat keine rechtsradikalen Parolen gegeben. Der Teil, den Ihre journalistischen Kollegen &uuml;berblickten, war sicher nicht gr&ouml;&szlig;er, und sicher nicht repr&auml;sentativer. Die Menschen, mit denen ich angereist bin und die vielen, die ich wahrgenommen habe, waren ehrlichen Herzens dabei. Genau solche hat Sahra Wagenknecht zur Teilnahme eingeladen. Ich wusste gar nicht, dass das ein Kennzeichen f&uuml;r Rechtsradikalismus ist. Offenbar muss ich meinen Wertekompass neu justieren. Mit keinem Wort, ich wiederhole: mit keinem Wort!!! hat irgendjemand der Redner\/innen und der Erstunterzeichner\/innen auch nur andeutungsweise eine Einladung an irgendeine rechte Gruppierung ausgesprochen. &ldquo;V&ouml;lkische, h&ouml;rt die Signale&rdquo;, russische Farben mit One-Love-Logo, &ldquo;neue Querfront&rdquo;, &ldquo;Interessen der Ukraine z&auml;hlen nicht&rdquo; &ndash; diese Bausteine aus Ihrer so genannten Satire haben echte St&uuml;rmer-Qualit&auml;ten. Das ist offenbar die neue(?) Radikalisierung der Mitte, da hilft auch keine halbherzige Distanzierung vom Hetzer Sascha Lobo. Der tut jedenfalls nicht so, als sei er Satiriker. &ldquo;&Uuml;blicherweise ist Satire eine Kritik von unten (B&uuml;rgerempfinden) gegen oben (Repr&auml;sentanz der Macht) vorzugsweise in den Feldern Politik, Gesellschaft, Wirtschaft oder Kultur.&rdquo; Schon mal gelesen? Steht bei Wikipedia. Wenn man Ihre Sendung zugrunde legt, m&uuml;sste da stehen: &ldquo;Seit einiger Zeit ist Satire ein polemisches Kampfmittel von oben (Politik, NATO, USA, EU), platziert in h&ouml;rigen Massenmedien, das sich gegen Kritik von unten (B&uuml;rgerempfinden) richtet. Es wird vornehmlich dann eingesetzt, wenn den Repr&auml;sentanten der Macht die Argumente ausgehen&rdquo;. <\/p><p>Gute Besserung w&uuml;nscht<br>\nLudger Bojert<\/p><p>Am 06.03.2023 15:38 schrieb extra3:<\/p><p>Sehr geehrter Herr Boyert,<br>\nvielen Dank f&uuml;r Ihre Email und Ihre Kritik an der Sendung extra 3. Zur Erkl&auml;rung: Auch wir sind gegen Krieg in jeder Form. Das hat Christian Ehring auch deutlich gemacht. Zudem finden wir aber auch, man sollte sich mit Forderungen nach Frieden an den wenden, der den Krieg begonnen hat und f&uuml;hrt: Wladimir Putin. W&uuml;rde die Demo vor der russischen Botschaft stattfinden: wir w&auml;ren dabei. Putin wird aber nicht einmal namentlich genannt von Schwarzer und Wagenknecht und Co. Der Ukraine Waffen zu verweigern, w&uuml;rde bedeuten, dass Russland das Land in G&auml;nze einnimmt. Dass das T&ouml;ten damit nicht unbedingt enden w&uuml;rde, hat u.a. Bucha gezeigt, wo die russische Armee Zivilisten reihenweise ermordete. Die Ukraine hat das Recht zur Selbstverteidigung. Und somit auch das Recht auf Waffen. Das ist unsere Meinung.<br>\nKonkret hat unser Moderator Christian Ehring ausdr&uuml;cklich anerkannt und gutgehei&szlig;en, dass Menschen f&uuml;r Frieden demonstrieren. Er hat auch Beleidigungen und Diffamierungen gegen Demonstranten kritisiert. Ich hoffe, dass Sie extra 3 dennoch wieder eine Chance geben und bald wieder mehr Freude an unserem Programm haben.<\/p><p>Mit freundlichen Gr&uuml;&szlig;en<br>\nMichael F&ouml;h<br>\nRedaktion extra 3<\/p><p>&mdash;&mdash;&ndash; Originalnachricht &mdash;&mdash;&ndash;<br>\nBetreff: Re: WG: extra3 vom 2. M&auml;rz: Satire oder Hetze?<br>\nDatum: 06.03.2023 17:05<br>\nVon:&nbsp;Ludger Bojert<br>\nAn: extra3 &lt;<a href=\"mailto:extra3@ndr.de\">extra3@ndr.de<\/a>&gt;<\/p><p>Sehr geehrter Herr F&ouml;h,<\/p><p>vielen Dank f&uuml;r Ihre Antwort. Soweit ich wei&szlig;, ist die Bundesregierung verantwortlich f&uuml;r die Waffenlieferungen an die Ukraine. Insofern ist es doch logisch, dass sich das Manifest an die Bundesregierung wendet. So war es &uuml;brigens auch im Oktober 1983. Die Demonstration richtete sich an die Bundesregierung und an die NATO. Und die Demonstranten mussten sich gefallen lassen, als Kommunisten beschimpft zu werden. N&auml;he zu Nazis wurde ihnen damals nicht vorgehalten, wahrscheinlich, weil unter den M&auml;chtigen selbst zu viele Nazis waren. Zu meiner diesbez&uuml;glichen Kritik schreiben Sie leider nichts. <\/p><p>Ich habe die Berichterstattung &uuml;ber die Friedenskundgebung in den &ouml;ffentlich-rechtlichen Medien als eine mediale Gro&szlig;offensive wahrgenommen, die nichts mit dem zu tun hatte, was ich in Berlin erlebt habe. Die Nazis, die in s&auml;mtlichen Formaten in &Uuml;bergr&ouml;&szlig;e dargestellt wurden, spielten allenfalls am Rande (w&ouml;rtlich zu verstehen) eine Rolle. Die sind Ihnen und Ihren Kollegen\/innen aus den &ldquo;journalistischen&rdquo; Abteilungen wahrscheinlich dankbar f&uuml;r die Aufmerksamkeit, die Sie Ihnen schenken. Ich werfe Ihnen vor, dass Sie sie dadurch aufwerten, und bleibe dabei: Es ist perfide, den Unterzeichnern\/innen des Manifests Kollaboration o.&auml;. mit Nazis zu unterstellen. Sich dann von Hatespeech &agrave; la Sascha Lobo zu distanzieren, ist bigott. <\/p><p>Es gibt ja das Konzept der so genannten strategischen Kommunikation, das von der NATO entwickelt wurde. Mich w&uuml;rde interessieren, wie es zustande kommt, dass Sie so perfekt in deren Sinn funktionieren. Ich vermute mal, dass Sie mir antworten w&uuml;rden, niemand gebe Ihnen Order. Genau das ist wahrscheinlich der Unterschied zwischen Propaganda dr&uuml;ben und strategischer Kommunikation hier. Beides sind Strategien, die &ouml;ffentliche Meinung zu steuern. Ich f&uuml;rchte, dass Sie erfolgreicher sind.<\/p><p>Ich bleibe hoffnungsvoll, dass dieser Schei&szlig;krieg bald aufh&ouml;rt, und bin sicher, dass das nur geht, wenn m&ouml;glichst bald und ohne unannehmbare Vorbedingungen auf beiden(!) Seiten verhandelt wird und nicht st&auml;ndig auf beiden Seiten (!) &Ouml;l ins Feuer gegossen wird.<\/p><p>Beste Gr&uuml;&szlig;e <\/p><p>Ludger Bojert<\/p><p>P.S.: Bucha war ein schlimmes Kriegsverbrechen, und ich hoffe, dass die T&auml;ter vor ein unabh&auml;ngiges Gericht gestellt werden. Auch der Einmarsch in die CSSR 1968 war ein Verbrechen. Trotzdem hat die Regierung von Willy Brand weiterverhandelt. <\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>31. Leserbrief <\/strong><\/p><p>Hallo! <\/p><p>Ich wei&szlig; von meiner Freundin, die selbst eine bekannte Komikerin in Deutschland ist, dass ihre Kollegen und Kolleginnen gr&ouml;&szlig;tenteils Angst davor haben, bei den &Ouml;ffentlich-Rechtlichen nicht mehr auftreten zu d&uuml;rfen, wenn sie von der Regierungslinie abweichen bzw. diese l&auml;cherlich machen.<\/p><p>In &Ouml;sterreich wurden k&uuml;rzlich die Summen ver&ouml;ffentlicht, die z.B. ein Michael Niavarani als staatliche Corona-Subvention erhalten hat (ca. 2,5 Millionen Euro), wodurch man versteht, weshalb alle Komiker sich f&uuml;r die Impfung und gegen Impfskeptiker ausgesprochen haben.<\/p><p>Herzlicher Gru&szlig;, J&uuml;rgen Doose<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>32. Leserbrief <\/strong><\/p><p>Hallo, <\/p><p>es hat sich fortgesetzt, was bei Corona zu h&ouml;ren war. Anpasserei hat immer seinen Grund im Charakter der handelnden Personen. Viel erstaunlicher ist die Selbstverst&auml;ndlichkeit, mit der das passiert. Als ob es wieder eine Reichskulturkammer g&auml;be. Wer dann eben erlebt, wie es denen ergeht, die gegen die herrschende Meinung schwimmen, ist raus aus dem Spiel im &ouml;ffentlich-rechtlichen Gagenparadies. <\/p><p>Nicht zu vergessen der Bekanntheitsgrad, der w&auml;re dann auch weg. Herr Steimle, Herr Rima und Frau Fitz k&ouml;nnen ein Lied davon singen. Au&szlig;erdem gibt es ja noch die Verhinderung von missliebigen Veranstaltungen. Ein weites Feld f&uuml;r die Moralw&auml;chter. <\/p><p>In der Krise zeigt sich der Mut, dem Machtanspruch der Hetzer und Angstmacher etwas entgegenzustellen. Hier war gr&ouml;&szlig;tenteils Kleinmut zu sehen. Ein Armutszeugnis den Versagern und Verweigerern im sogenannten Kabarett. Kein R&uuml;ckgrat, kein Stolz, nur noch Attit&uuml;de. Da ist noch nicht mal die Infragestellung gefragt, nur noch mit dem Finger auf andere zeigen. Die entsprechenden Formate sind einfach mit der Zeit umgefallen. Blasse Erinnerungen an Glanzzeiten, wo Kabarett eine Provokation war. M&auml;&szlig;ig witzig ohnehin. Bosettiretherstr&auml;tersieberb&ouml;hmermannkebekus, Vorhang zu.<\/p><p>J&ouml;rg Beirer<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>33. Leserbrief <\/strong><\/p><p>Es ist Selbsterhaltungstrieb. Wer die &bdquo;herrschende Meinung&ldquo; in seinen Kabarettbeitr&auml;gen infrage stellt oder ihr widerspricht, erh&auml;lt keine Auftr&auml;ge der &ouml;ffentlich-rechtlichen Sender mehr und muss mit Einschr&auml;nkungen der Auftritte in S&auml;len rechnen, die in kommunalen H&auml;nden sind. Siehe Lisa Fitz. <\/p><p>Das erkl&auml;rt allerdings nicht die unn&ouml;tige Heftigkeit der Beitr&auml;ge. Die ist eher massenpsychologisch begr&uuml;ndet. Die\/der Einzelne wird vom Strom mitgerissen und in einen &Uuml;berbietungswettbewerb getrieben. <\/p><p>Danke f&uuml;r Ihre Arbeit. <\/p><p>Herzliche Gr&uuml;&szlig;e, Dr. Wolfgang Schneider-Barthold<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>34. Leserbrief <\/strong><\/p><p>Sehr geehrter Herr M&uuml;ller,<\/p><p>Meine Meinung ist nicht wichtig f&uuml;r andere Menschen. Mich treibt nur eine Frage um (und treibt mich in diesen Zeiten manchmal fast zum Wahnsinn): Was k&ouml;nnen wir kleinen R&auml;dchen in diesem System des Irrsinns dagegen unternehmen? Wo k&ouml;nnen wir konkret den Hebel ansetzen, um zu zeigen, dass wir dieses Spiel nicht weiter akzeptieren?<\/p><p>Freundliche Gr&uuml;&szlig;e, Hans Rudolf Knecht<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>35. Leserbrief <\/strong><\/p><p>Sehr geehrter Herr M&uuml;ller, <\/p><p>&bdquo;Wes Brot ich ess, des Lied ich sing&ldquo; &hellip; auch Kabarettistinnen und Satiriker m&uuml;ssen Mieten, Strom und Heizung bezahlen, ferner den K&uuml;hlschrank regelm&auml;&szlig;ig auff&uuml;llen und den Beitrag f&uuml;r die Kindertagesst&auml;tte p&uuml;nktlich &uuml;berweisen.<\/p><p>Den Damen und Herren wird nicht entgangen sein, wie &bdquo;die verbliebenen kritischen Geister&ldquo; ausgegrenzt und in der &Ouml;ffentlichkeit durch einseitige Darstellungen, Entzug von R&auml;umlichkeiten oder gar K&uuml;ndigungen unter Druck gesetzt werden. Der Politikwissenschaftler Herfried M&uuml;nckler hat einmal ausgef&uuml;hrt, dass wir in einer &bdquo;post-heroischen Gesellschaft&ldquo; leben, im Mainstream Mitmachen ist eben der beste Deal.<\/p><p>Mit Gr&uuml;&szlig;en aus M&uuml;nchen, Tom Held<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>36. Leserbrief <\/strong><\/p><p>Nachstehend meine Meinung zu der Umfrage, wie ich mir die Verneigung des Kabaretts vor dem G&auml;ngigen erkl&auml;re: Als Vasall tut man gut daran, den Hegemon nicht zu sehr mit unbequemer Kritik zu reizen. Das wissen besonders die, welche zu den ganz normalen Speichelleckern, Mietm&auml;ulern und Lohnfedern geh&ouml;ren. Aber auch die anderen m&uuml;ssen sich vorsehen, sie k&ouml;nnten sonst trotz Meinungsfreiheit Probleme bekommen (wieder gestrichen, denn so was kommt nur bei Unrechtsregimen vor).<\/p><p>Heidemarie Wegener, Osterode<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>37. Leserbrief <\/strong><\/p><p>Ich kann es kaum glauben: Das einzig vern&uuml;nftige und vor allem seit Jahrzehnten ehrliche Programm im &Ouml;R geht ebenfalls den Bach runter. Hat es vielleicht auch damit zu tun &ndash; alle gekauft? <\/p><p><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=94769\"><strong>Staatsfern? Anfrage ergibt: Bundesregierung zahlte Hunderttausende Euro an Journalisten von ARD und ZDF<\/strong><\/a><\/p><p>Wobei ich aktuell alte Kabarett-Sendungen wie mit Georg Schramm, Urban Priol, Dieter Hildebrand und die Anstalt wieder zur Erinnerung online gestellt habe. <\/p><p>Was bitte sagt Lisa Fitz wohl dazu? Damit ist dann f&uuml;r mich der &Ouml;R komplett gestorben, das Volk l&auml;sst sich leider weiterhin VERDUMMEN! Mal schauen, wie ich meine 100.000 gezahlte Geb&uuml;hren wieder zur&uuml;ckbekomme. <\/p><p>Mit sehr besorgten Gr&uuml;&szlig;en, Wolfgang Wobido<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>38. Leserbrief <\/strong><\/p><p>Liebe NachDenkSeiten, <\/p><p>es gibt ja nur zwei M&ouml;glichkeiten: Diese Leute glauben, was sie sagen, oder sie wissen, was sie sagen m&uuml;ssen, um im Gesch&auml;ft zu bleiben. Wer sich in diesem Genre nicht an Leitlinien h&auml;lt, erh&auml;lt keine Auftr&auml;ge, wird nicht gesendet, und seine Einnahmen werden sinken. Ein Text oder Beitrag, welcher zur Friedensdemo vom 25.2. keine Kritik an ihr enthielte, w&uuml;rde wohl kaum ver&ouml;ffentlicht oder bezahlt, jedenfalls nicht beim &ouml;ffentlichen Rundfunk. Dass die Vortragenden in einem Abh&auml;ngigkeitsverh&auml;ltnis stehen, wird niemand bezweifeln, also liefern sie entweder aus &Uuml;berzeugung oder passen die Lieferung an &Uuml;berzeugungen an. Ich hoffe Letzteres, weil ich weniger entt&auml;uscht sein will. <\/p><p>Viele Gr&uuml;&szlig;e, T. Friedrich<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>39. Leserbrief <\/strong><\/p><p>Sehr geehrtes Team, <\/p><p>von Kabarett kann ich nicht berichten, aber ich erinnere mich an die Hochzeiten der Demos gegen Stuttgart 21, an denen der Schauspieler Walter Sittler und auch der Theater-Chef Volker L&ouml;sch regelm&auml;&szlig;ig teilnahmen! Walter Sittler hatte damals auf einer Veranstaltung mitgeteilt, er m&uuml;sse sich zur&uuml;ckziehen, da ihm angedroht wurde, keine Rollen mehr zu bekommen! Bei Volker L&ouml;sch d&uuml;rfte es &auml;hnlich gewesen sein, er war dann weg. Ich glaube, er ist im Schauspielhaus in Dresden! Es ist allgemein so: Wenn man sich gegen das vorgegebene Verhalten positioniert, kann man mit diesen Repressalien rechnen<\/p><p>Mit herzlichen Gr&uuml;&szlig;en, Renate Walter<\/p><p>PS. Bin immer noch S21 Gegner<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>40. Leserbrief <\/strong><\/p><p>Sehr geehrter Herr M&uuml;ller, <\/p><p>eine Erkl&auml;rung, warum das Kabarett immer angepasster ist, habe ich leider auch nicht. Ich finde es aber sehr entt&auml;uschend, dass es so ist. Ich neige im Moment dazu, alte Kabarett-Sendungen noch mal anzusehen. Dass auch die Mitternachtsspitzen in den letzten drei Jahren immer wieder Sendungen hatten, die ich nicht nochmal ansehen w&uuml;rde, finde ich ziemlich bitter. Ich hatte mich auch gefreut, dass Christoph Sieber die Sendung &uuml;bernommen hat, aber auch er liefert in letzter Zeit immer wieder regierungskonforme St&uuml;cke, wo ich nur mit offenem Mund dasitze und nicht glauben kann, was ich da h&ouml;re. <\/p><p>Bosetti und Simon gefielen mir nie so besonders, aber was Frau Bosetti in den letzten drei Jahren so abliefert hat f&uuml;r mich schon faschistische Tendenzen. Schlimm, wenn Rechtsextreme anderen vorwerfen, rechts zu sein. Die Mitternachtsspitzen waren z.B. bei der <em>Schweinegrippe<\/em><em> <\/em>noch kritischer, die Sendung gibt es leider nicht im Netz, auch ein Herr Schmickler war da noch kritischer als bei <em>Corona<\/em><em>.<\/em> Vielleicht w&uuml;rde es die Sendung nicht mehr geben, wenn die nicht immer wieder regierungskonforme St&uuml;cke abliefern w&uuml;rden. <\/p><p>Scheibenwischer und Dieter Hildebrandt hatten es z.B. auch nicht immer leicht, Sendeplatzverschiebungen, BR usw., aber was jetzt abl&auml;uft, &uuml;bertrifft das eindeutig.<\/p><p>Mit freundlichen Gr&uuml;&szlig;en, A.Haack<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>41. Leserbrief <\/strong><\/p><p>Liebe Redaktion, <\/p><p>wir sind sehr entt&auml;uscht von vielen Kabarettisten, die ganze Sendungen der Entschuldigung f&uuml;r fr&uuml;here Meinungen widmen (Anstalt) oder wie Extra3 und Wochenshow sehr politikfreundlich &uuml;ber jeden herziehen, der einfach nur Frieden m&ouml;chte und wei&szlig;, dass immer mehr Waffen ihn sicher nicht schaffen.<\/p><p>Sie sorgen sich mehr um ihren Job als um ihr Ansehen. Siehe, was mit Uwe Steimle geschah und geschieht. Uns fehlen solche Gr&ouml;&szlig;en vom Format eines Volker Pispers, Georg Schramm und Dieter Hildebrand.<\/p><p>LG aus Zwickau, B&auml;rbel und Peter Kolpak<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>42. Leserbrief <\/strong><\/p><p>Hallo Herr M&uuml;ller, <\/p><p>die sogenannten Satiriker waren wahrscheinlich schon immer so. Man hat es selbst nur nicht gemerkt, weil viele von uns fr&uuml;her genauso waren. Ich pers&ouml;nlich fing erst anl&auml;sslich der Corona-Aktionen der Regierung Anfang 2020 an, weltpolitisch aufzuwachen.<\/p><p>Grundvoraussetzung ist wahrscheinlich aber ein guter Zugang zur eigenen Intuition, um zu merken, dass da was nicht stimmt. Und dieser Zugang geht vielen ab. <\/p><p>Viele Gr&uuml;&szlig;e, Athene<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>43. Leserbrief <\/strong><\/p><p>Wir hatten nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs eine Situation in der Kabarett-Landschaft, die die Stachelschweine, die M&uuml;nchner Lach und Schiessgesellschaft und auch das Komm&ouml;dchen hervorbrachte. Alles gedieh unter dem Aufkommen eines ehrlichen Demokratie-und Antikriegsbewusstseins in der jungen Republik. Schirmherr dieser Kabarettisten war beispielsweise die (echte) Sozialdemokratie. Aber auch bei der CDU konnte man im Programm Formulierungen finden, die eine Vergesellschaftung gewisser Unternehmen forderte. Ob das die letzten Z&uuml;ge des untergehenden Marxismus waren, sei dahingestellt.<\/p><p>Was danach kam, war eine ganz langsame &Ouml;ffnung des Kabaretts hin zur unpolitischen Seite dieser Art. Im Zuge der Privatisierung der TV-Anstalten wurde die Einschaltquote wichtiger und damit eine Hinwendung zum Krawall und Schenkelklopfer-Kabarett. Durch eine geschickte T&auml;uschung der Herrschenden und ihrer Think-Tanks wurde links gleich rechts, und eine Umorientierung der Kabarettisten hin zu vermeintlich links (in Wahrheit leider rechts) fand statt. Hier sei zu erw&auml;hnen die Corona-Ma&szlig;nahmenpolitik, die solche Figuren wie die Esken zu Beschimpfungen herablie&szlig; wie &bdquo;Covidioten&ldquo;. Nun ist sie keine Kom&ouml;diantin, aber es zeigt schon eine gewisse Grundstimmung in einem gewissen Teil der Gesellschaft. <\/p><p>Meiner Meinung nach ist das deutsche Kabarett nicht mehr existent, wenn wir von Frau Fitz und Herrn Steimle absehen. Sendungen am Samstagabend, von einem Herrn Becker moderiert, stemmten sich wohl noch eine Zeitlang gegen die Verramschung des Kulturguts, doch dann gewann auch hier der Zeitgeist und damit Herbert Knebel.<\/p><p>Horst Grun<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>44. Leserbrief <\/strong><\/p><p>Sehr geehrter Albrecht M&uuml;ller, <\/p><p>erst einmal m&ouml;chte ich mich bei den Redakteuren der NachDenkSeiten f&uuml;r die m&uuml;hevollen und fundierten Berichte, welche sie t&auml;glich &uuml;ber das Internet an uns senden, ganz herzlich bedanken.<\/p><p>Viele von diesen Komikern verdienen ihren Lebensunterhalt bei den &ouml;ffentlich-rechtlichen Sendern, somit sind die abh&auml;ngig und haben einen gut bezahlten Job zu verlieren. Das rechtfertig in keiner Weise das aggressive Verhalten andersdenkenden Menschen gegen&uuml;ber. Das ist feige und mies. Ich m&ouml;chte gar nicht auf die einzelnen Komiker eingehen, dass lohnt sich nicht. Es gibt nur sehr wenige Kabarettisten, die w&auml;hrend der &bdquo;Corona-Pandemie&ldquo; nicht ganz umgefallen sind. Dazu geh&ouml;rt z.B. ein Helmut Schleich. Ich meine, der setzt auch seinen Job auf&lsquo;s Spiel, wenn er sich zu weit aus dem Fenster lehnt. Aber immerhin, hat er sich den Mund nicht ganz verbieten lassen, und so eine Haltung sollte respektiert werden, finde ich. <\/p><p>Es gibt aber noch eine andere M&ouml;glichkeit, weshalb viele Komiker und nat&uuml;rlich auch Politiker pl&ouml;tzlich und wie aus dem Nichts auf Kriegskurs sind. K&ouml;nnte doch sein, dass es vielleicht auch am Spritzmittel liegt. Das sind nat&uuml;rlich nur &Uuml;berlegungen. Man sollte alles mal so durchspielen. War Corona vielleicht sogar eine Art von Kriegsvorbereitung? <\/p><p>Wie auch immer, ich werde den NachDenkSeiten demn&auml;chst einen Betrag f&uuml;r die ganzen M&uuml;hen, zur Unterst&uuml;tzung und zum Erhalt der NDS &uuml;berweisen. Machen Sie bitte weiter so und alles Gute! <\/p><p>Mit freundlichen Gr&uuml;&szlig;en, K. G&uuml;nter<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>45. Leserbrief <\/strong><\/p><p>Liebe Nachdenkseiten, lieber Herr M&uuml;ller, <\/p><p>will man ergr&uuml;nden, warum ehemals kritische Geister aus der Kabarettszene nunmehr dasselbe Lied wie die herrschenden Kreise singen, so d&uuml;rfte es eine Mixtur aus mehreren Motiven geben. <\/p><p>Kabarettisten sind ja Einzelunternehmer, sie vermarkten sich mit ihren Programmen, die sie im TV und auf Tourneen pr&auml;sentieren. Mit einer ausgesprochen kritischen Meinung w&uuml;rden sie vielen Ansprechpartnern, die ihnen in den TV-Anstalten und den Kulturh&auml;usern der St&auml;dte begegnen, vor den Kopf sto&szlig;en &ndash; denn dort herrscht oft die &bdquo;g&auml;ngige Meinung&ldquo;. Und diese K&uuml;nstler sind abh&auml;ngig davon, in den TV-Anstalten und Kulturh&auml;usern auftreten zu d&uuml;rfen. <\/p><p>W&uuml;rden sie es wagen, zu Corona und Ukraine-Krieg ein deutlich anderes Framing, ein anderes Narrativ zu entwickeln, es w&uuml;rde zu Konfrontationen f&uuml;hren, die ihnen in den Jahren danach viele Auftrittsm&ouml;glichkeiten verbauen k&ouml;nnten. Diese Angst ist nicht theoretisch, wie wir durch die Cancel-&ldquo;Kultur&ldquo; der letzten Jahre erlebten. Die &bdquo;falsche Meinung&ldquo; kann f&uuml;r einen satirischen Handlungsreisenden zu schweren Einkommensverlusten f&uuml;hren. Das ist der Aspekt der Existenzgef&auml;hrdung. Daneben gibt es selbstverst&auml;ndlich auch weitere Motive wie den Opportunismus derjenigen K&uuml;nstler, die den Mainstream bedienen wollen. Sie orientieren sich an dem, was gerne geh&ouml;rt wird, und bespa&szlig;en diese Zielgruppe entsprechend. Diese K&uuml;nstler haben keine eigene Haltung, machen aber aus allem einen Witz. <\/p><p>Auch mag es &Uuml;berzeugungst&auml;ter geben, die das glauben, was sie dem Mainstream nachplappern. Wer sagt denn, dass Satiriker Intellektuelle sind, die sich der Aufgabe unterziehen, alle Themen der Politik gr&uuml;belnd und nachdenkend zu durchdenken. Daf&uuml;r sind viele der gemachten Spr&uuml;che doch viel zu schlicht. <\/p><p>Was mich an all dem besonders deprimiert, ist der &bdquo;pragmatische&ldquo; Umgang mit &Uuml;berzeugungen. Opportunismus auch bei politischen Satirikern zu erleben, ist entmutigend. Wenn Personen, die aufgrund ihrer &ndash; fr&uuml;heren &ndash; Haltung das Publikum in ihre Vorstellungen lockten, diese ihre Haltung aufgeben &ndash; aus welchen Gr&uuml;nden auch immer &ndash;, so ist das demoralisierend. Wenn selbst die Satiriker das opportunistische F&auml;hnchen in den Wind halten &ndash; ich finde das verheerend. Zum Gl&uuml;ck sind das nicht alle. Aber gewiss zu viele. <\/p><p>Mit den besten Gr&uuml;&szlig;en &ndash; ich bin dankbar f&uuml;r ihre Arbeit, Norbert Wendt, Berlin <\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>46. Leserbrief <\/strong><\/p><p>Hallo zusammen, <\/p><p>Ich erkl&auml;re mir das so, dass wirklich gutes Kabarett viel zu anstrengend ist. Wir leben in einer Zeit der Doppel- und Dreifachbelastung &ndash; Haushalt (Kinder), Arbeit, und f&uuml;rs immer gute Aussehen ab ins Fitnesszentrum. Da will man nur noch unterhalten werden, flache Witze, auf die man lachen kann. <\/p><p>Dann kommt dazu, dass die sogenannten Talkshows auch immer &ouml;der werden, weshalb provoziert werden muss. Die Menschen lieben es, wenn jemand fertig gemacht wird, das gibt ihnen ein erh&ouml;htes Selbstwertgef&uuml;hl. Wer den Schaden hat, &uuml;ber den kann man seinen Spott loswerden. <\/p><p>Es geht auch um Zuschauer, denn wer hat die h&ouml;chsten Einschaltquoten? Das Dschungelcamp und Germanys Next Top(f) Model! <\/p><p>So wenig, wie in Zeiten von Social Media jemand noch lange Texte liest, ebenso wenig sind die Menschen an langen Vortr&auml;gen interessiert, die sie zum Denken anregen, denken lassen ist einfacher. <\/p><p>Und letztendlich: In einer Zeit, in der jeder diffamiert und entlassen wird, der nicht mit der Regierung mitl&auml;uft, m&uuml;ssen sich K&uuml;nstler anpassen. <\/p><p>Susanne Bur <\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>47. Leserbrief <\/strong><\/p><p>Sehr geehrte NachDenkSeiten, <\/p><p>in einem Land, in dem man f&uuml;r das auf die F&uuml;&szlig;e treten bei Kronberger Bonzen oder das Mitinitiieren eines B&uuml;rgerbegehrens f&uuml;r einen B&uuml;rgerentscheid &uuml;ber den Kauf zweier Kasernen durch die Wohnsitzstadt &ndash; oder halt das Frotzeln gegen die M&auml;chtigen &ndash; das Pr&auml;dikat &bdquo;Anpassungsgest&ouml;rt&ldquo; bekommt und daf&uuml;r dann als Trost noch vom Versorgungsamt einen G.d.B. f&uuml;r &bdquo;psychische St&ouml;rung&ldquo; erh&auml;lt, wundert mich das gar nicht. <\/p><p>Wenn man diese moderne Lepra hat, wird man aus der Gesellschaft ausgeschieden oder ausgespien. Wer das nicht m&ouml;chte, kriecht halt den M&auml;chtigen in den Arsch. <\/p><p>&nbsp;<\/p><p>Mit freundlichen Gr&uuml;&szlig;en, Udo Mittendorf, Homberg (Efze)<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>48. Leserbrief <\/strong><\/p><blockquote><p>\n<em>Einen Menschen namens Meier schubst man aus des Hauses Tor<\/em><br>\n<em>und man sagt, betrunken sei er, selber kam&rsquo;s ihm nicht so vor<\/em><br>\n<em>(Wilhelm Busch)<\/em>\n<\/p><\/blockquote><p>Liebe Redaktion der Nachdenkseiten, <\/p><p>m&ouml;glicherweise geht es den Kabarettisten der Neuzeit ganz genauso wie dem Menschen namens Meier. Schlie&szlig;lich teilen sie ja noch genug aus, blo&szlig; leider gegen ihre eigene Klientel. F&uuml;r Erkl&auml;rungen, warum das so gekommen ist, gibt es sicher viele Ans&auml;tze. Ich glaube, dass der gut einstudierte Generalangriff des totalit&auml;ren Staates auf Grundrechte und die Hirne der B&uuml;rger w&auml;hrend der Corona-Krise ein voller Erfolg war. Am Beispiel des bis dato von mir hochgesch&auml;tzten Volker Pispers l&auml;sst sich das sehr gut nachvollziehen. Er verdeutlicht ja mit seiner Erkl&auml;rung (<a href=\"https:\/\/pispers.com\/\">siehe hier<\/a>), dass ihn der Missbrauch seiner Botschaften durch Corona-Leugner etc. seinen Entschluss zur Abkehr von der B&uuml;hne bewogen hat. Ich w&uuml;rde ihn gerne einmal fragen, wie er das heute sieht, nachdem nun ziemlich klar ist, dass die Corona-Leugner &amp; Konsorten mit ihrer kritischen Haltung recht hatten. Irren darf sich ja jeder mal, und ich k&ouml;nnte Herrn Pispers durchaus verzeihen, weil er so gut war, dass man ihn brauchen w&uuml;rde. Gerne erinnere ich mich zum Beispiel an <a href=\"https:\/\/www.youtube.com\/watch?v=JZu9VIGW8iI\">diesen Auftritt<\/a>, in dem es auch um die Ukrainekrise ging. Ob Herr Pispers jetzt der Meinung ist, dass man diesen Text missverstehen k&ouml;nnte, und w&uuml;rde er ihn heute noch genauso vortragen? Frau Fitz und Herr Steimle w&uuml;rden das wahrscheinlich immer noch tun. Dank an diese beiden.<\/p><p>Wir haben am 8. M&auml;rz dem S&auml;chsischen Landtag eine Petition zur Rehabilitierung der Menschen &uuml;bergeben, die in mannigfaltiger Form w&auml;hrend der Corona-Krise unter staatlicher Willk&uuml;r gelitten haben. Viele Gespr&auml;che wurden dazu bei der Einholung der Unterschriften (2.647) gef&uuml;hrt. Die meisten Menschen begr&uuml;&szlig;ten die Initiative, weil sie alle irgendwie betroffen waren. Aber auch viele von denen, die das so sehen, unterschrieben die Petition nicht. Daf&uuml;r gibt es aber leider nur eine Erkl&auml;rung: Angst, wovor auch immer. Warum sollten Kabarettisten dabei eine Ausnahme machen, zumal ja auch noch ihre Existenz davon abh&auml;ngt? So erscheint dann der R&uuml;ckzug von Herrn Pispers gleich in einem ganz anderen Licht. Er hat wenigstens den Anstand, nicht auf die Andersdenkenden auch noch einzudreschen.<\/p><p>Ein anderer Aspekt spielt leider auch noch eine Rolle. Als politisch aufgeschlossener Mensch kommt man ja gerne mit anderen Zeitgenossen ins Gespr&auml;ch. Und da muss man leider feststellen, dass im Laufe der Zeit die Bereitschaft oder F&auml;higkeit zu kritischem Denken bei vielen weitgehend verloren gegangen ist. Dieser Trend setzt sich nun leider auch langsam im Osten durch (die eigene Blase immer ausgenommen). Liegt das wirklich nur an der Angst, oder geht es den Leuten immer noch zu gut?<\/p><p>Mit nachdenklichen Gr&uuml;&szlig;en, Bj&ouml;rn Ehrlich<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>49. Leserbrief <\/strong><\/p><p>&bdquo;<a href=\"https:\/\/www.swr.de\/wissen\/1000-antworten\/woher-kommt-die-redewendung-wes-brot-ich-ess-des-lied-ich-sing-100.html\">Wes Brot ich ess, des Lied ich sing<\/a>!&ldquo;, always the same story, in capitalism!<\/p><p>Tatjana Hasse <\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>50. Leserbrief <\/strong><\/p><p>Die Liste der staatstragenden Kabarettisten l&auml;sst sich erweitern: <\/p><ul>\n<li>Volker Pispers beschimpft immer noch auf <a href=\"http:\/\/pispers.com\">pispers.com<\/a> die Querdenker. <\/li>\n<li>Marc-Uwe Kling hat mit seinen K&auml;nguru-Geschichten viele Mechanismen von Herrschaft und Kapitalismus hervorragend analysiert, nur um dann Karikaturen in der Zeit zu machen und ebenfalls Querdenker zu beschimpfen.<\/li>\n<li>Urban Priol zum Thema Ukrainekrieg u.v.m. <\/li>\n<\/ul><p>Aus meiner Zeit bei Google wei&szlig; ich, dass der Youtube-Influenzer Rezo Unterst&uuml;tzung von Google bekam. Er hatte versehentlich eine Musik in einem seiner Videos verwendet, f&uuml;r die er keine Rechte besa&szlig;, und der Youtube-Algorithmus hatte das Video wegen Urheberrechtsverletzung gesperrt. Youtube half Rezo dann schnell, das Video entsprechend zu &auml;ndern. An Rezo wurde mir damals ein Vorgehen klar: Eine Pers&ouml;nlichkeit wird bekannt gemacht und bekommt das Image, herrschaftskritisch zu sein, wie Rezo mit seinem Video &ldquo;Die Zerst&ouml;rung der CDU&rdquo;. Die so gewonnene Glaubw&uuml;rdigkeit wird dann sp&auml;ter benutzt, um ein Herrschaftsthema durchzusetzen, bei Rezo z.B. die Verteidigung der Coronapolitik im Video &bdquo;Wenn Idioten deine Freiheit und Gesundheit gef&auml;hrden&ldquo;. Rezo als Influenzer ist auch ganz offen ein Vermarkter seines Images. <\/p><p>Siehe auch: Kevin K&uuml;hnert, Nationalspieler Joshua Kimmich, der sich dann doch impfen l&auml;sst, Annalena Baerbock (und &uuml;berhaupt die Gr&uuml;nen), die sich vor der Wahl f&uuml;r Julian Assange einsetzt. <\/p><p>Ich hatte mir vor Kurzem wieder alte &bdquo;Die Anstalt&ldquo;-Sendungen von 2014 zum Thema Ukraine angesehen. Dabei fiel mir auf, wie die Sendungen sich immer haarscharf an den wirklich kritischen Fragen vorbeimogelten. Kabarett ist also nicht wirklich kritisch, sondern markiert nur den Rand dessen, was noch gedacht werden darf. <\/p><p>Georg Schramm hat seinen Genossen August erkl&auml;ren lassen, wie Kabarett als Ventil f&uuml;r den Unmut des Volkes dient. Der Kabarettbesucher ist dankbar, dass auf der B&uuml;hne heftig kritisiert wird, und damit erlahmt gleichzeitig der eigene Antrieb, aktiv zu werden. <\/p><p>Thomas Koch<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>51. Leserbrief <\/strong><\/p><p>Lieber Albrecht M&uuml;ller, <\/p><p>auch ein Satiriker will &bdquo;satt&ldquo; werden und ist auf Engagements angewiesen. Ohne geschmeidige Anpassung an das herrschende &bdquo;Wording&ldquo; und &bdquo;Framing&ldquo; der Herrschenden in den &ouml;ffentlich-rechtlichen oder privaten Medien gibt es keinen Sendeplatz. Also geh&ouml;rt dieser politische Opportunismus zur &Uuml;berlebensstrategie unserer zahnlos gewordenen Satiriker*innen. Auch private Veranstalter fordern: Ohne narrative Anpassung gibt es keine Engagements und Vertr&auml;ge mehr f&uuml;r B&uuml;hnen- oder Theaterauftritte.<\/p><p>Weshalb soll ausgerechnet das Format Satire von dieser Anpassung verschont bleiben, wo doch in fast allen Gesellschaftsbereichen die eigene Gehirnw&auml;sche und politische Gleichschaltung schon feste Praxis geworden ist? Schaue dir doch nur die unglaublichen R&auml;uberpistolen an, die heute Morgen in zahlreichen Provinzzeitungen &uuml;ber die Sabotage an den Nordstream-Pipelines verk&uuml;ndet werden. Die &bdquo;Stuttgarter Zeitung&ldquo; z.B. schreibt: &bdquo;Warum sollten etwa die USA sich zu einer solchen Zerst&ouml;rungsaktion hinrei&szlig;en lassen, die geeignet w&auml;re, die Solidarit&auml;t gegen den Kriegstreiber Putin zu sprengen? (&hellip;)&ldquo; (dpa 09.03.23. 05:35:01). <\/p><p>Ein Provinzblatt, das andere als Verschw&ouml;rungsideologen diffamiert, produziert selber eine primitive Verschw&ouml;rungsgeschichte, weil die Chefredaktion glaubt, die Stuttgarter Leser glauben und schlucken inzwischen alles, was ihnen da an &bdquo;Vergiftetem&ldquo; vorgesetzt wird. Denn: Frau Merkel wurde auch nicht vom US-Geheimdienst &bdquo;abgeh&ouml;rt&ldquo;, die Erde ist eine Scheibe, und Schweine k&ouml;nnen fliegen!<\/p><p>Mit freeAssange- Gr&uuml;&szlig;en, R.Lang, Karlsruhe<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>52. Leserbrief <\/strong><\/p><p>Sehr geehrter Albrecht M&uuml;ller,<\/p><p>seit Corona mache ich mir Gedanken &uuml;ber die erb&auml;rmliche Entwicklung des Kabaretts, in dem, wie Tobias Riegel schon beschrieben hat, zunehmend gegen Minderheiten, die sich gegen die Regierungspolitik richten, ausgeteilt wird. Mit wenigen Ausnahmen, wie z.B. SchleichFernsehen, schaue ich schon gar keine Kabarettsendungen mehr an. Daher bewundere ich Sie, dass Sie sich diese Meinungsmache-Shows antun und sich damit auseinandersetzen. <\/p><p>Wahrscheinlich gibt es unterschiedliche Beweggr&uuml;nde, weshalb die einzelnen Personen so angepasst auftreten. Einige Gr&uuml;nde k&ouml;nnten sein: Man f&uuml;rchtet, lukrative Engagements bzw. Auftritte zu verlieren, wenn man die in den Mainstream-Medien vertretene Mehrheitsmeinung kritisiert. Wie schnell sowas gehen kann, haben wir am Beispiel Lisa Fitz gesehen. Vermutlich sind mehrere Kabarettisten der Partei &bdquo;die Gr&uuml;nen&ldquo; nahe stehend und unterst&uuml;tzen die Politik der von ihnen favorisierten Partei.<\/p><p>Danke an das gesamte NachDenkSeiten-Team f&uuml;r Ihre wertvolle Arbeit! <\/p><p>Freundliche Gr&uuml;&szlig;e, Gerlinde Scharl <\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>53. Leserbrief <\/strong><\/p><p>Lieber Herr M&uuml;ller, <\/p><p>in aller K&uuml;rze: Ich halte es hier mit Adorno und Horkheimer: &bdquo;Unterm privaten Kulturmonopol l&auml;sst in der Tat &lsquo;die Tyrannei den K&ouml;rper nicht frei und geht geradewegs auf die Seele los. Der Herrscher sagt dort nicht mehr: Du sollst denken wie ich oder sterben. Er sagt: Es steht dir frei, nicht zu denken wie ich, dein Leben, deine G&uuml;ter, alles soll dir bleiben, aber von diesem Tage an bist du ein Fremdling unter uns.&lsquo; Was nicht konformiert, wird mit einer &ouml;konomischen Ohnmacht geschlagen, die sich in der geistigen des Eigenbr&ouml;tlers fortsetzt.&ldquo; (DdA, S. 158, zitiert nach Band 5 der gesammelten Schriften Horkheimers) <\/p><p>Und dieses private Kulturmonopol ist ja sp&auml;testens seit Corona und noch mehr mit dem Ukrainekrieg fast v&ouml;llig undurchdringlich geworden. Das soll nicht als Entschuldigung dienen. <\/p><p>Sch&ouml;ne Gr&uuml;&szlig;e, Tobias Bevc <\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>54. Leserbrief <\/strong><\/p><p>Sehr geehrter Herr M&uuml;ller,<\/p><p>nat&uuml;rlich mache ich mir Gedanken zu dem, was da vor sich geht in diesem Deutschland. Nun sind auch noch die Kabarettisten auf Regierungskurs eingeschwenkt. Nun ja, das w&auml;re allein f&uuml;r sich betrachtet nicht das Schlimmste. Man mache nun eben Realsatire, k&ouml;nnte man denken. Leider ist es nicht so und schon gar nicht so einfach. Selbst &bdquo;die Partei&ldquo; will mittlerweile ja ernst genommen werden und hetzt u.a. gegen Ganser und Waters kr&auml;ftig mit. In Talkshows im Zwangsgeb&uuml;hren-TV wird regelm&auml;&szlig;ig versucht, Frau Wagenknecht zu zerlegen. Die Tageszeitungen sind dar&uuml;ber am n&auml;chsten Tag voller H&auml;me. Ist das nun Hirnw&auml;sche, oder weil es das Volk so lesen und sehen will? <\/p><p>Es geht etwas Gro&szlig;es vor sich in diesem Land, das ist offensichtlich. Eine dummdreiste Regierung, bar jeglichen Fachverstands, teilweise offensichtlich bildungsfern, wird in den Medien gefeiert. Nicht nur von den offensichtlichen Propagandabl&auml;ttern &ndash; nein, in praktisch allen. So etwas passiert nicht zuf&auml;llig. <\/p><p>Am treffendsten hat wohl Rainer Mausfeld in seinem Buch &bdquo;Warum schweigen die L&auml;mmer?&ldquo; beschrieben, was passiert. Wahrscheinlich gibt er uns am ehesten die Antworten auf unsere Fragen. Nur sind diese Antworten nicht so einfach und eindimensional, wie der durchschnittliche Medienkonsument es gewohnt ist und gerne hat. Wer will sich schon M&uuml;he machen beim Nachdenken? Schlie&szlig;lich gibt es daf&uuml;r so etwas wie &bdquo;Meinungsmanagement&ldquo; und &bdquo;Emp&ouml;rungsmanagement&ldquo;. Das ist kein Geheimnis und offensichtlich. Nur wer dahinter steckt, ist nicht einfach zu durchschauen. Einer derzeitigen Regierungsmannschaft kann man das nicht zutrauen. Wer also steckt dahinter? Wir wissen es nicht, sehen nur, dass es funktioniert. Oder ist das ganz anders? <\/p><p>Offenbar ist der Medienkonsument weichgekocht genug, um wieder einmal den Brei an sogenannter &bdquo;Information&ldquo;, den er vorgesetzt bekommt, kritik- und zahnlos zu konsumieren. Und wenn sich nun auch die &bdquo;Satire&ldquo; und das &bdquo;Kabarett&ldquo; &uuml;ber die letzten kritischen Denker lustig machen oder diese vollkommen unlustig angreifen, na dann schmeckt der Brei doch noch viel besser. Jedenfalls wird es immer m&uuml;hsamer, in eine andere Richtung zu denken.<\/p><p>Am ehesten ist es wahrscheinlich, wie Sie schon vorschlagen, der Wunsch dazuzugeh&ouml;ren, der Einzelpersonen antreibt. Was macht einer, der auf B&uuml;hne und Publikum angewiesen ist, wenn ihm diese entzogen werden? Dass es ernst damit ist, sieht man an den k&uuml;rzlich verh&auml;ngten Auftrittsverboten und K&uuml;ndigungen f&uuml;r wesentlich prominentere Figuren in Bildung, Unterhaltung und Lehre. Auch muss man sich die Frage stellen, was unsere MinisterInnen machen w&uuml;rden, w&uuml;rde man sie von der steuerfinanzierten B&uuml;hne verweisen &ndash; Bioladen oder Rheinmetall? <\/p><p>Zusammengefasst muss ich sagen, dass ich bef&uuml;rchte, dass ich keine Ahnung habe, was vor sich geht, ich es aber definitiv zum Kotzen finde.<\/p><p>Freundliche Gr&uuml;&szlig;e, Norbert G.<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>55. Leserbrief <\/strong><\/p><p>Sehr geehrte Mitarbeiter der NachDenkSeiten, <\/p><p>ich habe mich sehr dar&uuml;ber gefreut, dass die NDS sich um den seltsamen Trend k&uuml;mmern, als Satiriker den Regierungskurs zu st&uuml;tzen und Minderheiten zu diffamieren. Als Satirefan habe ich in den letzten Jahren gelitten. Eine Sendung wie &bdquo;Bosetti will reden&ldquo; empfinde ich nicht nur als inhaltlich &uuml;berfl&uuml;ssig, sondern als Anlass zum Fremdsch&auml;men. Leider befinden sich auf diesem Kurs sehr viele Kabarettisten, weshalb eine Aufkl&auml;rungskampagne &uuml;ber die eigentliche Funktion des Hofnarren eine sch&ouml;ne Sache w&auml;re. <\/p><p>Meines Erachtens spielen in den letzten Jahren fehlender Mut zur abweichenden Meinung und eine Perversion des Moralbegriffes eine Rolle. Sowohl in Diskussionen bez&uuml;glich der Corona-Pandemie als auch des Ukrainekrieges steht dem Mainstreamkritiker oder -skeptiker immer das Totschlagargument entgegen, im Umgang mit menschlichem Leid gewissenslos zu sein. Da Kritikern der aktuellen Lage sogar K&uuml;ndigungen oder Auftrittsverbote drohen, kann ich die Tendenz, sich nicht kritisch zu &auml;u&szlig;ern, sogar nachvollziehen. <\/p><p>Vielen Dank f&uuml;r Ihre Arbeit! <\/p><p>Uta Schmied<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>56. Leserbrief <\/strong><\/p><p>In meinen Augen ist es die &uuml;berall zu beobachtende menschenverachtende, antidemokratische Verteufelung und Diffamierung abweichender Meinungen aus den fanatischen Kehlen angeblicher &bdquo;Linker&ldquo; (inkl. ihrer gl&uuml;henden Verfechter innerhalb einer schon lange &bdquo;auf Linie&ldquo; gebrachten Medienlandschaft), die zwar &uuml;berhaupt nichts mehr mit linker Haltung zu tun hat, sondern als reines und scharfes Meinungsunterdr&uuml;ckungswerkzeug fungiert. Dieses &bdquo;Damoklesschwert der Cancel Culture&ldquo; hat mit Corona und dem Ukraine-Konflikt ein solch unertr&auml;gliches wie breitenwirksames und angsteinfl&ouml;&szlig;endes Ausma&szlig; erreicht, dass selbst &bdquo;gestandene&ldquo; kritische Geister (wie z.B. Kabarettisten, K&uuml;nstler und Intellektuelle) lieber (dr&ouml;hnend) schweigen, ins angepasste, weil ungef&auml;hrlichere Horn sto&szlig;en oder aber in v&ouml;lliger Verkennung ihrer Daseinsberechtigung zu Speichelleckern und Verteidigern der M&auml;chtigen und Herrschenden mutieren. Alles ist m&ouml;glich, nur die &bdquo;Aufrechten&ldquo;, noch nicht Eingesch&uuml;chterten muss man mittlerweile mit der Lupe suchen. <\/p><p>Zusammen mit der beruflichen und privaten Abh&auml;ngigkeit vom (z.B. &ouml;ffentlich-rechtlichen) Arbeitgeber und den unz&auml;hligen &bdquo;warnenden&ldquo; Cancel-Beispielen der letzten Jahre ist es wohl genau dieser enorme Druck der meinungsmachenden, medial gepushten &bdquo;Einheitsfront&ldquo; unter linkem Deckm&auml;ntelchen, der schon viele vern&uuml;nftige Stimmen verstummen lie&szlig; oder aber dem andere (auch weil er vermeintlich &bdquo;von links&ldquo;, also von der &bdquo;guten&ldquo; Seite kommt) sich zu f&uuml;gen bereit sind.<\/p><p>Als kritisch gebliebenem Zuschauer bleibt eigentlich nur, wiederholt festzustellen, wie sehr sich doch der Debattenraum verkleinert hat, was nat&uuml;rlich eine au&szlig;erordentliche Bedrohung f&uuml;r freie Meinungs&auml;u&szlig;erung und unser demokratisches Zusammenleben darstellt. <\/p><p>MfG, Jelte M&uuml;ller<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>57. Leserbrief <\/strong><\/p><p>Sehr geehrte NachDenkSeiten-Redaktion, <\/p><p>hier meine Einsch&auml;tzung zu Ihrer Umfrage:<\/p><ol>\n<li>In Deutschland erhalten &bdquo;Kulturschaffende&ldquo; staatliche F&ouml;rderung. Wie ich dem Buch <a href=\"https:\/\/www.thalia.at\/shop\/home\/artikeldetails\/ID145914286.html\">Broadway statt Jakobsweg von Vince Ebert<\/a> entnahm, gilt das auch f&uuml;r das Kabarett. An der Spitze dieser Nahrungskette stehen wohl K&uuml;nstler, die im Wahrheitsministerium \/ den &Ouml;R auftreten d&uuml;rfen. Motto: Wes Brot ich fress, des Lied ich sing. <\/li>\n<li>Kabarett war (zumindest in Deutschland) schon immer &bdquo;links&ldquo;. Die aktuelle Regierung ist die am weitesten links Stehende, die Deutschland je hatte. Kritik w&auml;re hier gleichzusetzen mit Selbstreflektion der inneren &Uuml;berzeugung. Wo k&auml;men wir denn da hin&hellip; <\/li>\n<li>Die Woke (Un-)Kultur und ihre Cancel Culture sind der Totengr&auml;ber jedes offenen Denkens. Folgerichtig ist damit auch Kabarett im urspr&uuml;nglichen Sinn tot. <\/li>\n<li>Die Situation hat sich nicht erst beim Ukrainekrieg gezeigt, schon mit &bdquo;Corona&ldquo; war klar, dass nur ganz wenige im Kabarett &bdquo;die Eier&ldquo; hatten, dem Narrativ zu widersprechen, wie bspw. Lisa Fitz, Ludger K und Nikolai Binner. <\/li>\n<li>Wie der US Comedian Jimmy Dore sagt: &ldquo;You never get punished if you lie on behalf of the elites.&rdquo; <\/li>\n<\/ol><p>MfG, Christoph Baumann <\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>58. Leserbrief <\/strong><\/p><p>Hallo NachDenkSeiten-Redaktion, <\/p><p>Ich denke, dass mehrere Faktoren eine Rolle spielen: <\/p><ol>\n<li>Finanzielle Abh&auml;ngigkeit\n<p>Kabarettisten und Satiriker sind finanziell von Auftritten bei Fernsehsendern abh&auml;ngig. Wenn sie eine andere Meinung vertreten und deshalb keine Auftr&auml;ge mehr bekommen, ist ihre berufliche Existenz bedroht. Wenn sie gerade einen Kredit f&uuml;r ein Auto oder ein Haus abbezahlen, wollen sie das nat&uuml;rlich nicht aufs Spiel setzen. Nur wer finanziell abgesichert ist, kann sich eine eigene Meinung leisten. <\/p><\/li>\n<li>Allein sind sie leichte Beute.\n<p>Ich glaube, dass die meisten Satiriker und Kabarettisten zu feige sind, sich gegen Waffenlieferungen und Krieg auszusprechen, weil sie im Falle eines Konflikts niemand besch&uuml;tzen w&uuml;rde. Da es in Deutschland keine massenwirksame Organisation oder Partei gibt, die sich im Falle einer &ouml;ffentlichen Auseinandersetzung auf die Seite der K&uuml;nstler stellen w&uuml;rde, m&uuml;ssten sich die betroffenen K&uuml;nstler allein behaupten. Kollegen aus der Branche w&uuml;rden in der gegenw&auml;rtigen Stimmung eher nachtreten, als sich zu solidarisieren. <\/p><\/li>\n<li>Erziehung zum Untertanen\n<p>Eigenst&auml;ndiges Denken und aus der Reihe Tanzen wird einem schon in der Grundschule ausgetrieben. H&auml;lt sich ein Sch&uuml;ler nicht an Regeln und Anweisungen, drohen die Lehrer schon mal mit schlechten Noten und Klassenkonferenz. Nur, wer ein guter Untertan ist, wird belohnt und kommt weiter. Das gilt auch f&uuml;r Klassenclowns. <\/p><\/li>\n<\/ol><p>Sollten Sie diesen Beitrag ver&ouml;ffentlichen, bitte ich um die Anonymisierung meines Namens. <\/p><p>Vielen Dank f&uuml;r die tolle Arbeit, macht weiter so! <\/p><p>Beste Gr&uuml;&szlig;e, Anonym (Name der Redaktion bekannt)<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>59. Leserbrief <\/strong><\/p><p>Liebe Nachdenkseiten, <\/p><p>Machtaus&uuml;bung &uuml;ber Mitmenschen zur Kompensation eigener Frustration, verursacht durch die reale und wahrgenommene Bedeutungslosigkeit der Individualexistenz im urbanen Leben, ist zentrales Element linker Ideologie. <\/p><p>Schon immer haben sich Linke allgemein anerkannte Grundwerte der Gesellschaft zu eigen gemacht, um sie bis ins Absurde zu steigern und anschlie&szlig;end der Gesellschaft als Spiegel vorzuhalten und Verletzungen jener Werte vorzuwerfen. <\/p><p>Auf diese Weise begr&uuml;nden Linke ihre innere Aggression und Wut gegen die Gesellschaft. Es ist die akademische Variante des &bdquo;Ey, was guckst du!&ldquo; eines Ausgesto&szlig;enen, der einen Grund f&uuml;r einen Streit sucht, um den Frust &uuml;ber seine Bedeutungslosigkeit abzureagieren und zu legitimieren. <\/p><p>Wenn Sie in der Geschichte ein bisschen zur&uuml;ckblicken, werden Sie feststellen, dass bis auf ganz wenige Ausnahmen (Herr Rether und Herr Pispers) das Kabarett schon immer sehr angepasst war und regierungsgenehme Positionen vertreten hat. Der Klamauk von Fasching und Kabarett dient ja gerade dazu, todernste Themen (Irakkrieg, Guantanamo, Assange, Snowden, &hellip;) in der Psyche des Zuh&ouml;rers mit L&auml;cherlichem zu verbinden und zu verniedlichen, damit auch das Engagement gegen diese Missst&auml;nde als Engagement mit L&auml;cherlichem und Kleinlichem wahrgenommen und somit unattraktiv wird. <\/p><p>Kabarett mag, &auml;hnlich wie Tierfabeln im Mittelalter, mal seine Daseinsberechtigung gehabt haben, ich erachte dieses Format einer Auseinandersetzung mit wichtigen Themen dem Intellekt aber f&uuml;r unw&uuml;rdig. Es f&auml;llt heute nur st&auml;rker auf, weil die &auml;ltere Riege der Kabarettisten zumindest noch k&uuml;nstlerische Einf&auml;lle hatte, wohingegen die Bosettis und B&ouml;herm&auml;nnlein einfach plump-ordin&auml;ren Hasstiraden in einfacher Sprache freien Lauf lassen &ndash; und weil die politischen Katastrophen der letzten drei Jahre wirklich jeden Einzelnen in der gesamten Gesellschaft mitbetroffen haben und man nun deutlicher als zuvor den pers&ouml;nlichen Bezug der verbalen Entgleisungen des Kabaretts zu sp&uuml;ren bekommt. <\/p><p>Mit besten Gr&uuml;&szlig;en, Ari Saphir <\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>60. Leserbrief <\/strong><\/p><p>Sehr geehrter Herr M&uuml;ller, <\/p><p>die Formulierung &bdquo;zurzeit etwas Eigenartiges&ldquo; halte ich f&uuml;r ungl&uuml;cklich formuliert, da bereits im letzten Jahrzehnt dieses Ph&auml;nomen zutage trat. <\/p><p>Nach einhelliger Meinung dem Mittelalter und der Minne entlehnt, etablierte sich der Sinnspruch (innerhalb Europas in diversen Sprachen lt. Wiki): &bdquo;Wes Brot ich ess, des Lied ich sing.&ldquo; Eine Manifestation des &bdquo;survival of the fittest&ldquo;. <\/p><p>Praktisch verifizierbar durch quantitatives mediales Stattfinden und\/oder eigenes Format &ndash; allerdings nicht spezifisch f&uuml;r nur ebendiese Dienstleister:innen, sondern universell &uuml;bertragbar. <\/p><p>MfG, E. W. <\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>61. Leserbrief <\/strong><\/p><p>Sehr geehrter Herr M&uuml;ller, <\/p><p>gerne geben wir Ihnen unsere Einsch&auml;tzung zur Anpassung des Kabaretts am Beispiel einer einstigen &bdquo;Lichtgestalt&ldquo; dieses Genres: Urban Priol. Nachfolgende Passagen seiner Texte aus TILT 2021 und TILT 2022 machen uns sehr deutlich, dass wir in den Jahren 2003 bis 2019 einerseits gerne &uuml;ber seinen Sprachwitz und seine B&uuml;hnenfiguren gelacht haben, doch andererseits nicht wahrnahmen, dass darin viel B&ouml;sartiges versteckt gewesen sein kann, das wir nicht hinter dieser Fassade erkannten. <\/p><p>Unser Fazit nach Tilt 2021: NIE WIEDER PRIOL! Zudem haben wir unser langj&auml;hriges Kabarett-Abonnement im &ouml;rtlichen B&uuml;rgerhaus gek&uuml;ndigt und freuen uns nun, wenn mit Hilfe der NachDenkSeiten mal ein FITZelchen geistreichen, unabh&auml;ngigen Denkens aus den Ruinen des deutschen Kabaretts SCHLEICHt.<\/p><p><a href=\"https:\/\/www.youtube.com\/watch?v=rEGHQjXKn7I\">Tilt 2021 im Januar 2022 auf 3sat<\/a><\/p><p>0:54:38 &bdquo;Wenn weltweit nicht durchgeimpft wird, werden immer wieder Mutanten auftauchen.&ldquo;<\/p><p>0:54:49 &bdquo;In Afrika sind gerade mal sieben Prozent der gesamten Bev&ouml;lkerung geimpft. So bek&auml;mpft man doch keine Pandemie! Da braucht es schweres Gesch&uuml;tz.&ldquo;<\/p><p>1:19:58 &bdquo;Darf ich einen Ungeimpften, der sich aus Trotz und ohne triftigen Grund nicht impfen l&auml;sst, als egoistisches, unsolidarisches (es folgt eine ein Schimpfwort andeutende Mundbewegung von Priol) &hellip; JA, DARFST DU &hellip; als egoistisches, unsolidarisches &hellip; (s.o.) &hellip; JA JETZT SAG&rsquo;S HALT &hellip; als egoistisches, unsolidarisches &hellip; JA, FREILICH DARFST DU DAS &hellip; wegen solcher IDIOTEN kann ich nicht auf den Weihnachtsmarkt, weil es wieder keinen mehr gibt.&ldquo;<\/p><p>1:20:38 &bdquo;Die meisten ungeimpften Infizierten kommen von dort, wo die AFD die meisten Stimmen hat. Wenn sich das jetzt so weiterentwickelt, h&auml;tten wir zwei Fliegen mit einer Klappe erschlagen.&ldquo; <\/p><p>Das Publikum reagiert freudig erregt, applaudiert und lacht.<\/p><p><a href=\"https:\/\/www.youtube.com\/watch?v=IjPJJM_OW2c\">Tilt 2022 im Januar 2023 auf 3sat<\/a><\/p><p>0:15:36 &bdquo;Der Krieg in der Ukraine &hellip; haben wir das mit Russland all die Jahre zu sehr auf die leichte Schulter genommen, waren wir zu naiv? Nat&uuml;rlich waren wir das! <\/p><p>0:18:31 &bdquo;Um Putin loszuwerden, gibt es eigentlich nur eine M&ouml;glichkeit &hellip; Gerhard Schr&ouml;der besucht seinen Vladimir, geht direkt zu ihm &hellip; zieht ein Feuerzeug aus seien Brioni-Anzug und meint &bdquo;Guck mal, was man mit einem Zippo so alles anstellen kann, wenn man unser Gas mal so richtig aufdreht&ldquo; &ndash; Woasch, Zack, Bumm, ein Riesenknall, der Kreml erbebt in seinen Grundfesten wie ein m&uuml;rbe geschossener Wohnblock in Kiew. Tage sp&auml;ter tanzen die Menschen auf den Pl&auml;tzen, die Welt feiert.&ldquo; Sehr verhaltene Reaktion des Publikums.<\/p><p>Gerne geben wir Ihnen die ersparten Eintrittsgelder f&uuml;r Kabarettauftritte nunmehr unertr&auml;glich gewordener Schw&auml;tzer zur Unterst&uuml;tzung der Arbeit der NachDenkSeiten weiter. <\/p><p>Mit freundlichen Gr&uuml;&szlig;en, Waltraud und Reinhard Anspach<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>62. Leserbrief <\/strong><\/p><p>Hallo Herr M&uuml;ller, hallo NachDenkSeiten-Team, <\/p><p>Am 18.12.2022 gab es ein <a href=\"https:\/\/apolut.net\/m-pathie-katrin-huss\/\">Interview bei Apolut mit Katrin Fu&szlig;.<\/a><\/p><p>Im ersten Teil des Interviews erz&auml;hlt Frau Hu&szlig;, wie es nach 20 Jahren zu ihrem Ausstieg beim MDR gekommen ist. Stichwort Halbjahresvertr&auml;ge. Was mir bis dahin auch nicht bekannt war. Sehr interessant. <\/p><p>Wenn also mit vielen Mitarbeitern im &Ouml;RR so verfahren wird, muss man sich nicht wundern, wenn viele nach einer gewissen Zeit auf Linie gebracht sind. Und das gilt nicht nur f&uuml;r das Kabarett. Wenn da der Vertrag nicht verl&auml;ngert wird, ist man schnell mit Existenz-&Auml;ngsten konfrontiert. Und eines haben alle im &Ouml;RR (nicht nur da) w&auml;hrend der Pandemie gelernt: Mitschwimmen, oder raus bist du. <\/p><p>Es ist sehr traurig, wenn ein von mir jahrelang sehr gesch&auml;tzter Kabarettist bei Frau Maischberger sitzt und ins Horn des Mainstreams bl&auml;st. Das Einzige, was da hilft, ist eine Taste an der Fernsteuerung. Sie glauben gar nicht, wie viele Menschen in den letzten drei Jahren von meiner Besetzungsliste gestrichen worden sind. <\/p><p>Dann kommt noch der Beitrag von Florian Warweg von gestern hinzu. Dann ist doch das Bild komplett. (Glaube noch weniger, Hinterfrage alles, Denke selbst)<\/p><p>Sehr sehr traurig. Danke f&uuml;r eure Arbeit.<\/p><p>Mit freundlichen Gr&uuml;&szlig;en, Klaus Melchior<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>63. Leserbrief <\/strong><\/p><p>Es wurde gesagt, der Sinn des Lebens ist es, vollkommen zu werden. Jetzt hat der Mensch die Wahl zwischen vollkommen gut und vollkommen schlecht. Man erkennt ganz deutlich, wie sich die vormals unauff&auml;lligen schlechten Menschen mit z&uuml;gellosem Tatendrang in den Vordergrund dr&auml;ngen, um ihre schlechten Ansichten und Absichten dem Wohl des Lebens ihren Mitmenschen gegen&uuml;ber kundzutun. <\/p><p>Diejenigen, die sich f&uuml;r das schlechte Tun entscheiden, sind all diejenigen, die sich auf die Seite der Lebenssch&auml;dlinge stellen. Das Wohl der Menschen zu reduzieren, den Menschen die Wahl- und Entscheidungsfreiheit zu nehmen, sie zur&uuml;ck in die Knechtschaft zu f&uuml;hren und sie auszubeuten bis zum geht nicht mehr. Sie zu unterdr&uuml;cken, zu bel&uuml;gen und sie in Kriegen zu opfern &ndash; nur f&uuml;r ihre abscheuliche Machtgier und Herrschsucht. <\/p><p>Sie sind wie das Unkraut, das dem Boden seine Energie entzieht, aber f&uuml;r andere nichts N&uuml;tzliches hervorbringt. <\/p><p>Anonym<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>64. Leserbrief <\/strong><\/p><p>Hallo liebes NachDenkSeiten-Team, <\/p><p>eure aktuellen Beitr&auml;ge zum Versagen des Kabaretts finde ich sehr berechtigt. Auch ich habe mich &uuml;ber die letzten Auftritte oder &Auml;u&szlig;erungen, z.B. von Sarah Bosetti oder Florian Schroeder, sehr ge&auml;rgert. Bei diesen beiden (Bosetti und Schroeder) sowie einigen weiteren wie Dieter Nuhr, Christian Ehring u.a. allerdings glaube ich, dass die tats&auml;chlich so ticken. Die sind keine Kabarettisten, sondern bestenfalls Comedians. Da diese aber &bdquo;systemkonform&ldquo; sind, wird nur noch ihnen Sendezeit gegeben. <\/p><p>Von den noch aktiven, ehemals guten Kabarettisten wie der genannte Christoph Sieber oder die beiden Herren von der Anstalt wird man vermutlich nicht ehrlich erfahren, woher diese 180-Grad-Wende kommt. So haben Claus von Wagner und Max Uthoff sich bis heute nicht ge&auml;u&szlig;ert, ob sie ihre uns&auml;gliche Sendung direkt nach Beginn des Ukrainekrieges (die Sendung mit den niveaulosen Putin-Witzen) machen mussten oder nicht. Gerade die Anstalt und ein Vergleich fr&uuml;here mit aktuellen Anstalt-Sendungen zum Thema Russland und Ukraine ist ein Paradebeispiel daf&uuml;r, dass einst mal sehr gutes, kritisches Kabarett schlichtweg umgedreht wurde. Da scheint tats&auml;chlich zu gelten (nach Bertolt Brecht): Erst das Fressen, dann die Moral. <\/p><p>Und ja, wir hatten fr&uuml;her durchaus scharfz&uuml;ngige, sehr gute Kabarettisten, die keine Angst hatten, Missst&auml;nde und schlechte Politik und korrupte Politiker, auch nicht die in unserer Regierung oder den USA, zu entlarven und zu kritisieren, z.B. Volker Pispers, Georg Schramm, Markus Barwasser. Von diesen h&ouml;rt man aber gar nichts mehr. Und das finde ich mehr als auff&auml;llig! <\/p><p>Die wirklich gro&szlig;en&nbsp;Kabarettisten sind mucksm&auml;uschenstill verstummt, nur die angepassten Kabarettisten sind in den Medien zu h&ouml;ren. Das ist sicherlich ein gewollter Zustand. Ich f&uuml;rchte, dass ein Volker Pispers oder Georg Schramm, wenn sie noch aktiv w&auml;ren, heute in TV und Radio gar nichts mehr sagen d&uuml;rften. Volker Pispers hatte fr&uuml;her eine w&ouml;chentliche Rubrik im WDR-Radio. Das macht jetzt Dieter Nuhr&hellip; :-( Eine Nichtber&uuml;cksichtigung in den Medien begr&uuml;ndet aber noch nicht, warum diese gar nicht mehr auftreten. Volker Pispers, dessen j&auml;hrlich Auftritte in meiner Heimatstadt ich immer besucht hatte, hatte zuletzt ziemlich resigniert seinem Publikum ins Gesicht gesagt: &bdquo;Sie kommen zu mir ins Kabarett und klatschen Beifall, und stimmen bei den n&auml;chsten Wahlen dann doch wieder wie immer ab. Behalten Sie die Kabaretteintrittskarten, dann k&ouml;nnen Sie sp&auml;ter sagen: ,Ich war im Widerstand&lsquo; (&hellip;)&ldquo; Daraus klang schon gro&szlig;e Resignation, habe ich so empfunden. Mein Gef&uuml;hl ist, die guten Kabarettisten vom Schlage Pispers und Schramm haben rechtzeitig erkannt, wohin der Zug f&auml;hrt, und aufgegeben. <\/p><p>Ich m&ouml;chte deshalb einfach mal an das ganze NDS-Team fragen: K&ouml;nnten Sie nicht mal Kontakt zu Volker Pispers und zu Georg Schramm aufnehmen? Vielleicht w&auml;ren die ja zu einem Interview bereit. Da k&ouml;nnten vielleicht doch sehr interessante Einsichten bei herauskommen &uuml;ber die Entwicklung des Kabaretts in den letzten Jahren. Vielleicht hat ja jemand im NDS-Team einen guten Draht zu Pispers oder Schramm. <\/p><p>Mit freundlichen Gr&uuml;&szlig;en, Sonja Keti <\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>65. Leserbrief <\/strong><\/p><p>Sehr geehrter Herr M&uuml;ller, <\/p><p>Danke f&uuml;r Ihre Frage. Ich f&uuml;hle mich an eine Dokumentation aus dem Jahr 2006 &uuml;ber den Humor im Dritten Reich erinnert: <a href=\"https:\/\/www.youtube.com\/watch?v=u7BhT0n55f0\">&bdquo;Heil Hitler, das Schwein ist tot &ndash; Humor unterm Hakenkreuz&ldquo;<\/a>. Darin sagt Dieter Hildebrandt bei Minute drei den Satz: &bdquo;Der Humor hatte sich nur ver&auml;ndert, er war auf die Seite der Sieger gegangen &ndash; was ja eigentlich dem Humor nicht gut ansteht.&ldquo; Die Stimmung im Volk war entsprechend, Judenwitze grassierten. <\/p><p>&Auml;hnlich erleben wir es heute. Der Grund ist in meinen Augen recht simpel: Propaganda funktioniert! Leider. Das tat sie im Dritten Reich, das tat sie auch &uuml;ber die gesamte Corona-Zeit &ndash; auch da konnte man die paar &bdquo;Ausrei&szlig;er&ldquo; an den Fingern abz&auml;hlen. Leute wie Sieber (der den &bdquo;Linken&ldquo; im Duo mit Tobias Mann f&uuml;r mich schon immer nur spielte) haben ihre &bdquo;Blase&ldquo; beim Fernsehen, und da gibt es schlie&szlig;lich nur noch &bdquo;die eine&ldquo; Meinung und keine zweite. RT ist verboten, selbst die NachDenkSeiten werden als &bdquo;rechtsoffen&ldquo; geframed und verlieren ihre Gemeinn&uuml;tzigkeit. Immerhin riskiert man heute &bdquo;nur&ldquo; seine Existenz. Wie weit es gehen kann, zeigen F&auml;lle wie Ulrike Guerot, Michael Ballweg und leider auch Clemens Arvay. <\/p><p>Vielleicht ist diese Doku ja etwas f&uuml;r eine Wiedervorlage in Ihren Videohinweisen. <\/p><p>Mit Dank und freundlichem Gru&szlig;, Johannes Hofmann, D&uuml;sseldorf <\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>66. Leserbrief <\/strong><\/p><p>Verehrter Herr M&uuml;ller, <\/p><p>pandemiebedingt kaum Auftritte in den letzten Jahren &ndash; da schrumpft die Geldb&ouml;rse bedrohlich! Und: Zu beobachten, wie radikal gecancelt wird, wer die (Regierungs-)Linie verl&auml;sst, f&uuml;hrt offenbar auch beim Kabarett zu Konformit&auml;t. Es ist zum Krankwerden. <\/p><p>Ich w&uuml;nsche mir Gr&ouml;&szlig;en wie Hildebrandt, Schramm, Pispers zur&uuml;ck &ndash; zum Trost schaue ich mir alte Programme dieser Gradlinigen an. In K&uuml;rze werde ich Hagen Rether (live in Heidelberg) &ndash; in der Hoffnung auf Heilung &ndash; testen. <\/p><p>Einstweilen Gr&uuml;&szlig;e, Anita Ockert<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>67. Leserbrief <\/strong><\/p><p>Guten Morgen,<\/p><p>der intelligente Wortwitz, die punktgenaue Landung von Stacheln in die Wunden &bdquo;der da oben&ldquo; &ndash; das war einmal. Die Erkl&auml;rb&auml;ren sind los! Keine Sendung ohne ausf&uuml;hrliches &bdquo;Briefing&ldquo;, was das Publikum gef&auml;lligst zu meinen hat.<\/p><p>Gr&uuml;&szlig;e, Gabriele Brejla<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>68. Leserbrief <\/strong><\/p><p>Hallo, <\/p><p>da muss ich sofort an den Herrn Steimel aus Sachsen denken. Den hat man aus dem Fernsehen (MDR) verbannt, und nun versucht man, ihm auch seine Auftritte zu verbieten, er sei in seinen &Auml;u&szlig;erungen rechts. Ich kann mir vorstellen, dass die Damen und Herren Kabarettisten auch Angst haben, denn Sie m&uuml;ssen ja von etwas leben. Das hatten wir schon zweimal in diesem Land, das die &bdquo;Volksmeinung&ldquo; gleichgeschaltet wird. <\/p><p>Mit freundlichen Gr&uuml;&szlig;en, St. Zimmer <\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>69. Leserbrief <\/strong><\/p><p>Sehr geehrter Herr Albrecht M&uuml;ller, <\/p><p>als regelm&auml;&szlig;iger H&ouml;rer des Podcasts habe ich auch den Podcast &uuml;ber das Abdriften des Kabaretts in einen bundespolitisch angepassten Modus verfolgt. Eine Entwicklung, die der Simplizissimus ebenso in den 30er-Jahren vollzog, jedoch mit &auml;u&szlig;erst nationalsozialistischer Tendenz. <\/p><p>Hier mein Text von 1992 aus dem Buch &bdquo;So Blau&ldquo; &uuml;ber den Kulturzustand M&uuml;nchen, der sich damit auseinandersetzt, als die TV- und H&ouml;rfunk-Anstalten sich das Kabarett peu &agrave; peu einverleibten.<\/p><p><a href=\"https:\/\/www.booklooker.de\/B%C3%BCcher\/Friedrich-Liegl-K%C3%B6llmayr+Soblau-Kulturzustand-M%C3%BCnchen\/id\/A02q2dvS01ZZD\">booklooker.de\/B%C3%BCcher\/Friedrich-Liegl-K%C3%B6llmayr+Soblau-Kulturzustand-M%C3%BCnchen\/id\/A02q2dvS01ZZD<\/a><\/p><p>Mit freundlichen Gr&uuml;&szlig;en, Andreas Lechner<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>70. Leserbrief <\/strong><\/p><p>Hallo liebe NachDenkSeiten-Macher, <\/p><p>ja, ich bin auch erstaunt, was aus vielen Kabarettisten geworden ist. Das mag verschiedene Ursachen haben: Volker Pispers (erkl&auml;rterma&szlig;en) und Georg Schramm zogen sich wohl auch deswegen zur&uuml;ck, weil sie es leid waren, dass ihr applaudierendes Publikum &bdquo;hinterher nach Hause geht und beim n&auml;chsten Mal dann doch wieder die gleichen Parteien w&auml;hlt&ldquo; &ndash; so &auml;hnlich hat sich wohl mal Pispers ausgedr&uuml;ckt. <\/p><p>Entsetzt war ich &uuml;ber die Folge der &bdquo;Anstalt&ldquo;, die praktisch nur aus flachen Putin-Witzen bestand &ndash; HELAU! Und wenn man sieht, wie Auftritte von K&uuml;nstlern und Kabarettisten gecancelt werden, die nicht voll auf Linie sind, wird zumindest verst&auml;ndlich, warum sich viele verbiegen, um sich noch die n&ouml;tigen Br&ouml;tchen zu verdienen. Haltung muss man sich eben leisten k&ouml;nnen, wenn man von ihrer &ouml;ffentlichen Propagierung lebt. <\/p><p>Viele Gr&uuml;&szlig;e, Euer Leser Hartmut Braun, Raunheim<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>71. Leserbrief <\/strong><\/p><p>Guten Tag, <\/p><p>zuerst m&ouml;chte ich f&uuml;r Ihre aufkl&auml;rerische Arbeit danken, diese begleitet mich nun schon mehrere Jahre. Und die einfache Antwort ist doch &bdquo;Bei&szlig;e nie die Hand, die dich f&uuml;ttert&ldquo;. <\/p><p>Wir modernen Menschen sind von so vielen Dingen abh&auml;ngig, doch die gr&ouml;&szlig;te Abh&auml;ngigkeit sehe ich nat&uuml;rlich beim Geld. Menschen, die eine Meinung im Mainstream vertreten d&uuml;rfen, werden bezahlt. Die meisten Menschen sind aber nicht frei. Stellen wir uns jemanden vor, der keine Geldprobleme hat: Dieser Mensch muss nicht schauen, wie er agieren muss, was er sagen darf und was nicht. Er macht es einfach, nat&uuml;rlich nicht alle, denn auch unter der Elite gibt es ein gewissen Kodex. Aber f&uuml;r mich Laien w&auml;re es viel interessanter, wie dieser Kodex oder diese Seilschaften zusammenh&auml;ngen. Doch da kann man immer nur Mutma&szlig;ungen anstellen: Gibt es die Freimaurerlogen, die Netzwerke, wo sich bestimmte Menschen absprechen und Dinge veranlassen, weil diese in entsprechenden Positionen verharren? <\/p><p>Was steckt wirklich hinter all diesen Dingen? W&uuml;rden diese nicht medial ausposaunt werden, niemand von der arbeitenden Bev&ouml;lkerung h&auml;tte sich wahrscheinlich interessiert, was Covid ist oder jetzt der Ausbruch des Krieges. Doch diese zwei Ereignisse sind so tiefgreifend, dass sie sogar uns betroffen haben. Doch im Mainstream ist nur strammer Einheitsbrei, und warum? Weil alle Menschen unterhalb des Besitzers\/Eigent&uuml;mers (auch dieser oder eine Gruppe von Menschen steht wiederum in Beziehung) der Medienanstalt abh&auml;ngig sind. Da sitzt doch keiner der, eine Million auf dem Konto hat und jederzeit sagen k&ouml;nnte, es reicht. <\/p><p>Dann k&auml;me die n&auml;chste &Uuml;berlegung: Was ist Geld, und wer lenkt dieses? Stichwort Rothschild, welchen Einfluss hat diese Familie auf die gesamte Welt? Aber wir kleinen, ohnm&auml;chtigen Konsumenten, die meist nur ihre Arbeit Tag f&uuml;r Tag verbringen &hellip; und alle vier Jahre wird uns suggeriert, alles, was die letzten vier Jahre war und alle Erniedrigungen und herablassenden Gesetze, die verabschiedet wurden, mit meiner Stimme neu verteilt werden d&uuml;rfen, um eine positivere Zukunft mitzugestalten. &Auml;hm, dies hat noch nie funktioniert. Frei nach dem Sprichwort &bdquo;Wahlen &auml;ndern nichts, sonst w&auml;ren sie verboten.&ldquo; (Kurt Tucholsky, 1890 &ndash; 1935) <\/p><p>Leider muss ich anerkennen, dass dies bedauerlicherweise stimmt. Auch wenn ich Frau Wagenknecht als eine der letzten Stimmen sehe der ich vertraue und der ich auch zuh&ouml;ren mag, geh&ouml;rt Sie genauso zum Politiktheater wie alle anderen. Und Sie lebt gut davon, viel besser als manch hart arbeitender in Deutschland. <\/p><p>Wir Menschen m&uuml;ssen aufwachen und begreifen was passiert, sonst wird dies schlussendlich der Untergang werden wie bei jeder gro&szlig;en Zivilisation vor uns. Wir besitzen nichts auf dieser Welt, wir leihen uns diese f&uuml;r eine gewisse Lebenszeit und nach uns die Sintflut. <\/p><p>Menschen verkaufen Ihre Seelen, damit sie Leben k&ouml;nnen, wie sie sich das vorstellen oder wie es ihnen antrainiert wurde in ihrer Kindheit, zulasten aller einschlie&szlig;lich ein selber (Stichwort psychosomatische Erkrankungen), die weniger haben und noch viel weniger haben die Leute, welche L&auml;nder im Namen des Wertewestens &uuml;berfallen werden. F&uuml;r unseren Wohlstand! <\/p><p>Mit freundlichem Gru&szlig;, Martin Linke<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>72. Leserbrief <\/strong><\/p><p>Sehr geehrte Redaktion der NachDenkSeiten, <\/p><p>gern nehme ich die Gelegenheit wahr, Ihnen meine Einsch&auml;tzung zu dem Thema &bdquo;Anpassung des Kabaretts&ldquo; anzubieten. <\/p><p>Als diplomierter Medienwissenschaftler habe ich mich seit jeher mit dem Schwerpunkt der audiovisuellen Medien befasst. Bereits w&auml;hrend des Studiums war mir neben der Theorie auch die praktische Erfahrung sehr wichtig. So begann ich, neben meinen Studienarbeiten auch selbst Filme zu machen. Ich hatte das Gl&uuml;ck, von einem kauzigen, unbequemen K&uuml;nstler ausgebildet zu werden, der selbst in D&uuml;sseldorf bei Joseph Beuys Malerei studiert, sich dann aber dem Experimentalfilm zugewendet hat. Man kann sagen, dieser Professor hat mich versaut, denn nachdem ich mich intensiv mit dem experimentellen, k&uuml;nstlerischen Film besch&auml;ftigt und mich darin selbst ausprobiert hatte, war ich f&uuml;r den kommerziellen Medienbetrieb nicht mehr zu gebrauchen. Meine Diplomarbeit behandelte das Thema des radikalen Konstruktivismus als theoretische Grundlage f&uuml;r einen sich zu dieser Zeit etablierten Wirklichkeitsbegriff im Dokumentarfilm. <\/p><p>Kommen wir an dieser Stelle zum Kabarett. Erinnern Sie sich noch an den Fall &bdquo;Lisa Fitz&ldquo;, ihre &ouml;ffentliche Diffamierung, die L&ouml;schung ihres Beitrages in der Mediathek, und welche Rolle der Moderator Florian Schr&ouml;der dabei gespielt hat? Erinnern Sie sich in diesem Zusammenhang auch an die vielen Kolleginnen und Kollegen in der Branche, die in dieser Sache auff&auml;llig ruhig waren &ndash; keine Kommentare, keine Stellungnahmen, keinen Beistand, keine Solidarit&auml;t? Doch, es gab ein paar wenige. Unter anderem Matthias Richling sei hier ausdr&uuml;cklich zu nennen. <\/p><p>Schon w&auml;hrend der Pandemie hat sich das Kabarett ver&auml;ndert. Vielleicht war es schon vorher so, doch seit dieser Zeit fiel es auf. Und mir kam der Gedanke, ob es vielleicht damit zu tun haben k&ouml;nnte, dass der Kampf um den Futtertrog, also die gut bezahlten Fernsehauftritte damit zu tun haben k&ouml;nnten, dass sich die eine oder der andere Kabarettist etwas zur&uuml;ckgenommen hat. Noch deutlicher war die Abh&auml;ngigkeit der Kabarettisten bei den &ouml;ffentlich-rechtlichen Sendern. Doch erhalten sie &uuml;ppige Gagen, regelm&auml;&szlig;ige Auftritte, gar eigene Sendungen, die ihnen ein sattes Einkommen erm&ouml;glichen, vor allem aber das Gef&uuml;hl geben, wichtig zu sein. Dies f&uuml;hrt zu einer Entkoppelung des Kabaretts von den gesellschaftlichen Milieus der Arbeiter, der Geringverdiener, der Landbev&ouml;lkerung. Kabarettisten sind Besserverdiener, sofern sie regelm&auml;&szlig;ig im Fernsehen auftreten. Und wer es sich verscherzt, dem kann es so gehen wie Lisa Fitz. An ihr wurde offensichtlich ein Exempel statuiert, dass seine Wirkung gezeigt hat. <\/p><p>Oft kann ich ganz subjektiv eine &Uuml;berheblichkeit, ja gar eine Verh&ouml;hnung des Volkes oder Publikums durch das Kabarett wahrnehmen: Schauen Sie sich hierzu den Anfang des Podcasts mit Florian Schr&ouml;der und Serdar Somuncu (Live im Tipi Vol. 6) an. Da wird eine Zuschauerin &ouml;ffentlich erniedrigt. Am Ende der Show nennt Florian Schr&ouml;der den Versuch von Wagenknecht\/Schwarzer, Verhandlungen im Ukrainekrieg anzustreben, &bdquo;niedertr&auml;chtig&ldquo;. An dieser Stelle blieb mir buchst&auml;blich die Spucke weg.<\/p><p>Diese Sendung ist ein Paradebeispiel von &Uuml;berheblichkeit und der v&ouml;lligen Entfremdung der B&uuml;hnenakteure vom Publikum. Sie brauchen das Publikum nicht mehr, denn sie haben Vertr&auml;ge mit Sendern, vornehmlich &ouml;ffentlich-rechtlichen Sendern. Und die eigene Entgleisung wird als &bdquo;cool&ldquo; oder &bdquo;radikal&ldquo; ausgelegt. Und es gibt immer ein paar Menschen im Publikum, die solche Vorg&auml;nge beklatschen. Dabei ist es schlicht erb&auml;rmlich, eine sch&uuml;chterne Zuschauerin vor aller Welt zu dem&uuml;tigen. Schr&ouml;der und Somuncu halten nur noch Audienzen ab und erkl&auml;ren dem Publikum, wie es zu denken hat. <\/p><p>Die Abh&auml;ngigkeit von &ouml;ffentlichen Geldern ist sicherlich ein Problem. Die Aussicht, Karriere im Fernsehen zu machen, bedient die Schere im Kopf nahezu aller Kabarettisten. Dies ist ein Problem der Kunst im Allgemeinen &ndash; die Regulierung oder Steuerung von Form und Inhalt durch die Vergabe von Geldern oder Pr&auml;sentationsplattformen.&nbsp;<\/p><p>Da ich &uuml;ber zw&ouml;lf Jahre in der Filmbranche f&uuml;r Spielfilm- und internationale Kinoproduktionen gearbeitet habe, wei&szlig; ich, wovon ich rede. Selbst etablierte Produzenten beklagen, dass es keinen Wagemut in der Branche gibt. Innovationen kommen &ndash; auch bei Fernsehformaten &ndash; seit Jahrzehnten nur noch aus dem Ausland. In Deutschland wird die Kunst sehr stark reguliert. Gef&ouml;rdert werden Kinos, Theater, Konzertb&uuml;hnen, Kunstprojekte und vieles mehr. Es scheint gar nicht mehr ohne diese Zusch&uuml;sse zu gehen. Gleichzeitig gibt es auch Vorgaben, welche von Gremien, Jurys und vorgegebenen Themen gesteuert werden. Beispielsweise geben Filmf&ouml;rderanstalten nur Geld, wenn ein Sender mitmacht. Ein Sender macht aber nur mit, wenn ein Filmprojekt lukrativ ist. Lukrativ wird es durch gro&szlig;e Namen, durch gegenw&auml;rtige Trends (seit geraumer Zeit z.B. Superhelden&hellip;) oder durch einen anderen, spektakul&auml;ren Aufrei&szlig;er, der die Aufmerksamkeit und die Neugier eines Publikums weckt. Inhalte spielen dabei kaum noch eine Rolle. Es geht immer mehr nur noch um visuelle oder auditive Erregungszust&auml;nde &ndash; den &bdquo;Boah-Effekt&ldquo;.<\/p><p>Eine Margarethe von Trotta w&uuml;rde es heute vermutlich nicht mehr geben. Fr&uuml;her war der Quereinstieg in die Filmregie nichts Ungew&ouml;hnliches. Viele gro&szlig;e Regisseurinnen und Regisseure kamen aus anderen Berufen. Heutzutage wird ein Regiediplom verlangt, ansonsten ist es sehr schwer. Bereits in der Ausbildung wird Konformit&auml;t eingeimpft, auch wenn das niemand zugeben will, wozu sonst dient diese Einschr&auml;nkung? <\/p><p>Gibt es Auswege? Ich habe es versucht. Ich habe mir die Frage gestellt, welch kreativ-k&uuml;nstlerisches Potential wirklich in mir steckt. Was bringe ich zustande, wenn kein Redakteur, keine Filmf&ouml;rderung, kein Produzent mir Vorgaben macht. Und wenn ich mich auf diesen Gedanken einlasse, so will ich konsequent sein und mich auch von den Trends der Gegenwart, ja sogar von potenziellen Erwartungen eines Publikums l&ouml;sen. Was kommt aus mir selbst, rein aus mir selbst? Denn hinter dieser Frage steht eine noch viel wichtigere Frage: Wer bin ich eigentlich, wenn ich die Angst abstreife, nach Anerkennung zu suchen, oder Bed&uuml;rfnissen und Bedingungen anderer gerecht zu werden? Das ist bei einem Filmprojekt etwas schwieriger, denn f&uuml;r die Umsetzung eines Filmes bedarf es neben einem Budget auch ein Team von Mitarbeitern, sowohl vor als auch hinter der Kamera. <\/p><p>Kurzum, ich bin bei der Filmf&ouml;rderung erwartungsgem&auml;&szlig; gescheitert. Also blieb mir nur der Weg des Alleingangs. Ich versammelte ein Team um mich, das bereit war, ja sogar gro&szlig;e Lust versp&uuml;rte, einmal etwas v&ouml;llig anderes, etwas v&ouml;llig Verr&uuml;cktes zu machen. Viele von ihnen kannte ich bereits aus anderen Filmprojekten aus meiner Zeit beim Film. Sie alle &ndash; es waren um die 40 Mitarbeiter &ndash; haben auf ihre Gagen verzichtet und teils wochenlang umsonst f&uuml;r das Projekt gearbeitet. Das Budget betrug 40.000 Euro. Ich habe das Geld gr&ouml;&szlig;tenteils aus eigener Tasche bezahlt und &uuml;ber zwei Jahre ausschlie&szlig;lich daran gearbeitet, die Schulden abzutragen. Am Ende kam ein 82-min&uuml;tiger Film heraus, der wirtschaftlich betrachtet ein Desaster war. Ich tingelte mit dem Film durch die Republik und zeigte ihn in kleinen Programmkinos vor jeweils durchschnittlich 20 Zuschauern. Bei anschlie&szlig;enden Gespr&auml;chen mit dem Publikum reichten die Kritiken von &bdquo;intellektuelles Gewichse&ldquo; bis zu &bdquo;den Film wird man erst in 10 bis 20 Jahren verstehen k&ouml;nnen&ldquo;. <\/p><p>Hat sich diese Tortur gelohnt? F&uuml;r mich durchaus. Ich habe viel Freunde gewonnen, viel gelernt, so etwas &Auml;hnliches wie mein eigenes R&uuml;ckgrat gesp&uuml;rt. Vor allem aber habe ich gelernt, dass Scheitern auch Wachstum bedeuten kann. Und doch fehlt mir die Kraft, dauerhaft so zu arbeiten. Ich habe mich seither auf kleine, experimentelle Filme konzentriert, die ich allein stemmen kann. Und ich habe angefangen, mich mit Theater zu besch&auml;ftigen, wieder den direkten Kontakt mit dem Publikum zu erarbeiten. <\/p><p>Vielleicht sollte die Kunst wieder zur&uuml;ck auf die Stra&szlig;e, zur&uuml;ck zu den Menschen, raus aus den Sendern, den &ouml;ffentlich gef&ouml;rderten und somit politisch kontrollierten Kulturtempeln. Kunst und auch das Kabarett brauchen den direkten Kontakt, die Lebendigkeit des Miteinanders, vor allem aber den Entzug der Kontrolle &uuml;ber das Geld. <\/p><p>Und falls es jemanden interessiert: Mein beschriebener Film hei&szlig;t &ldquo;Der Atomheinz &ndash; ein deutsches M&auml;(h)ruhen&rdquo; und ist auf YouTube in vier Teilen oder auf Vimeo als kompletter Film zu sehen.<\/p><p>Gerhard Weber<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>73. Leserbrief <\/strong><\/p><p>Sehr geehrter Herr M&uuml;ller, liebes NDS-Team,<\/p><p>Ich bin lange gro&szlig;er Freund des politischen Kabaretts (fast m&ouml;chte ich sagen gewesen), seit mehr oder minder drei Jahren aber regelrecht angewidert von der sogenannten &bdquo;Satire&ldquo; im Fernsehen, mittlerweile bin ich nicht mehr so recht im Bilde. Konkretes zum Thema Anpassung des Kabaretts &ndash; eine wie auch immer geartete zentrale Steuerung schlie&szlig;e ich aus &ndash; kann ich nicht sagen, au&szlig;er:<\/p><p>Was n&uuml;tzen Argumente in einem Glaubenskrieg?<\/p><p>Zitat Volker Pispers (aus dem Ged&auml;chtnis):<br>\n&ldquo;Wenn man wei&szlig;, wer der Feind ist, hat der Tag Struktur!&rdquo;<\/p><p>Wir befinden uns in einem&nbsp;gro&szlig;en&nbsp;Krieg. Es geht ums Ganze.<br>\nF&uuml;r beide Kontrahenten ist es der gleiche Kampf: &bdquo;Das Gute&ldquo; gegen &bdquo;Das B&ouml;se&ldquo;.<br>\nIn dieser Schlacht gibt es aber nicht nur zwei Parteien,<br>\ndie zwei &uuml;bergeordneten Lager haben sich aus vielf&auml;ltigen<br>\nEinzel- und Gruppeninteressen zusammengeschlossen.<\/p><p>Die jeweiligen Interessen werden gespeist durch die Narrative.<br>\n&bdquo;Sch&ouml;ne&ldquo; Geschichten und Ideen &ndash; was, warum, wie.<br>\nDas Wann spielt offensichtlich nur noch eine strategische Rolle.<br>\nWann etwas&nbsp;wirklich war, ist nicht mehr so wichtig, wie wann es erz&auml;hlt wird.<br>\nDas &bdquo;Was\/Warum\/Wie&ldquo; wird nicht ergr&uuml;ndet, es wird (neu) begr&uuml;ndet.<\/p><p>Ich stelle mir die Geschichte zu Zeiten von Inquisition und Kreuzz&uuml;gen,<br>\nebenso wie im Dritten Reich &auml;hnlich vor. Entwicklungen wie Aufkl&auml;rung<br>\nund der &bdquo;Siegeszug der Wissenschaft&ldquo; sind negiert. Es z&auml;hlt die Geschichte<br>\nvon der &bdquo;guten Wissenschaft&ldquo; und die Aufkl&auml;rung liefert das Vokabular<br>\nzu einer &bdquo;Versachlichung&ldquo; des Emotionalen.<\/p><p>Ich war bis zur L&auml;hmung &uuml;berrascht, als die Corona-Pandemie begann,<br>\nwie schnell dieser Krieg (der Glaubenskrieg) begann, wie schnell ich<br>\nzum Nazi\/ Schwurbler\/ Idiot wurde. Einfach durch freies Denken!!!<br>\nViele meiner Freundschaften sind zerr&uuml;ttet, liegen brach, sind kaputt.<\/p><p>Ich denke, die langfristigen Vorbereitungen der Diffamierung durch<br>\nnun ja jahrzehntelanges Wiederholen verschiedener Framings tragen hier Fr&uuml;chte.<br>\nDie kollektive Gehirnw&auml;sche ist ziemlich komplett &ndash;<br>\nder Werkzeugkasten, sich dagegen zu wappnen, bei sehr vielen Menschen relativ bis komplett leer.<\/p><p>Ich habe viele Schmerzen erlitten, meine Meinung zu sagen,<br>\nhabe Freunde verloren, weil ich auf Demos ging, um &bdquo;zu sehen, was da los war&ldquo;.<br>\nIch bin m&uuml;de und aber auch froh, dass ich als K&uuml;nstler,<br>\nauf der B&uuml;hne stehend, behutsam Wege finde, meine Meinung zu sagen, den Frieden hoch zu halten.<\/p><p>Ich glaube das Erfahrbarmachen, Erz&auml;hlen guter, lebenswerter Geschichten\/Visionen<br>\nist neben aufkl&auml;rerischer Arbeit &ndash; gr&ouml;&szlig;ten Dank an die NDS ! &ndash; das Gebot der Stunde,<br>\nsonst sind wir verloren.<\/p><p>&bdquo;Das Kabarett&ldquo; und &bdquo;die Satire&ldquo; sehen sich offenbar als Kreuzritter.<br>\n&bdquo;Der Feind&ldquo; aller Glaubenskrieger zu allen Zeiten wurde immer willk&uuml;rlich vom jeweiligen Herrscher erkl&auml;rt bzw. leitet sich automatisch aus den Glaubenss&auml;tzen ab. &bdquo;Either you&rsquo;re with us, or you&rsquo;re against us!&ldquo;<\/p><p>Das sind meine Gedanken dazu &ndash; Entschuldigung, k&uuml;rzer ging nicht.<\/p><p>Beste Gr&uuml;&szlig;e, Franz A. Stahl<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>74. Leserbrief <\/strong><\/p><p>Sehr geehrte Redaktion,<\/p><p>vielen Dank f&uuml;r Ihren Artikel, der richtiger nicht sein k&ouml;nnte. Diese Frage treibt viele schon sehr lange umher. Hier w&auml;re mein Erkl&auml;rungsversuch:<\/p><p>Die Adh&auml;renz zu den politischen Vorgaben zum Ukrainekrieg l&auml;sst sich dadurch erkl&auml;ren, dass viele Menschen durch die politisch forcierte Panik zu Corona einen Weg gefunden haben, ihre oft seit Jahren bestehende &bdquo;Anxiety&ldquo; zu rechtfertigen. Es gab nun wirklich was, vor dem man Angst haben musste. <\/p><p>Gerade gut situierte Menschen, die zuvor keinen Grund f&uuml;r ihre &Auml;ngstlichkeit hatten, hatten jetzt ein Ventil und klammerten sich an alle noch so widerspr&uuml;chlichen Ma&szlig;nahmen, sie akzeptierten somit auch deren kognitive Dissonanz. Eine Person, die diese Angst nicht teilt, z.B. indem sie die Ma&szlig;nahmen nicht religi&ouml;s verfolgte, gef&auml;hrdete damit die Rationalisierung der &auml;ngstlichen Grundhaltung. Anstatt diesen Kritiker zu billigen, wurde er verteufelt. <\/p><p>Wie kann nun aber jemand, der wie Frau Wagenknecht bei Corona das personifizierte B&ouml;se darstellt, beim Ukrainekrieg richtigliegen? Wenn ich akzeptiere, dass es im Ukrainekrieg Nuancen gibt, so muss ich auch akzeptieren, dass es diese bei Corona gab &ndash; zumal oft dieselben Personen an beidem Kritik ge&uuml;bt haben. Damit bricht jedoch die absolutistische Angst-Coping-Strategie zusammen, man m&uuml;sste sich nun mit der eigenen &bdquo;Anxiety&ldquo; auseinandersetzen.<\/p><p>Beim Satiriker kommt hierbei erschwerend hinzu, annehmen zu m&uuml;ssen, dass auch die AfD oder Donald Trump teils recht hatten, meiner Meinung nach einer der Gr&uuml;nde, wieso diese Profession nun besonders bellizistisch ist. <\/p><p>Hoffentlich k&ouml;nnen Sie diese Argumentation nachvollziehen, und ich bin sehr gespannt, welche Erkl&auml;rungsversuche Sie und andere Leser haben. <\/p><p>Des Weiteren will ich mich ausdr&uuml;cklich bei Ihnen f&uuml;r Ihre unerm&uuml;dliche journalistische Arbeit in einer sonst verw&uuml;steten Medienlandschaft bedanken. Sie waren und sind ein Lichtblick.<\/p><p>Mit freundlichem Gru&szlig;, Peter Lienemann<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>75. Leserbrief <\/strong><\/p><p>Liebe Redaktion, <\/p><p>Die Effektivit&auml;t der Propaganda rund um den Ukrainekonflikt hat mich v&ouml;llig umgehauen (im Sinne Ihres Artikels &bdquo;Warum ich die Medienberichterstattung zum &bdquo;Manifest f&uuml;r Frieden&ldquo; und der Friedensdemo gut finde&ldquo;). Auch, wie viele vormals durchaus kritische Geister aus meinem pers&ouml;nlichen Umfang dem anheimgefallen sind. Warum sollte das bei Kabarettisten grunds&auml;tzlich anders sein? Am meisten hat mich die Entwicklung bei der Anstalt getroffen, gerade weil sie ja mit der ersten Ukraine-Sendung wirklich wichtige Aspekte angesprochen hat. <\/p><p>Ich schlage vor, wir starten eine Petition: &bdquo;Volker Pispers und Georg Schramm, wir brauchen euch zur&uuml;ck. Die Welt ist verr&uuml;ckt geworden.&ldquo; Der Republik m&uuml;ssen geh&ouml;rig die Leviten gelesen werden, vielleicht h&ouml;rt ja doch noch einer zu. <\/p><p>Gru&szlig;, MM<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>76. Leserbrief <\/strong><\/p><p>Sehr geehrter Herr M&uuml;ller,<\/p><p>Das politische Kabarett in Deutschland ist tot. Hildebrandt ist verstorben, Pispers und Schramm im wohlverdienten Ruhestand. All diejenigen, die jetzt vorgeben, politisches Kabarett zu betreiben, sind auf das Niveau eines Mario Barth und Dieter Nuhr herabgesunken. Die Eigenschaften, die politisches Kabarett ausmachen sollten, wie z.B. Sch&auml;rfe, Genauigkeit, vern&uuml;nftige Recherche, sind seit Corona nicht mehr sichtbar. Im Land der Dichter und Denker sind das Lakaientum, die Knechtsgesinnung, die Unterw&uuml;rfigkeit geblieben und haben das Land wie Mehltau &uuml;berzogen. <\/p><p>Seit der Sonderoperation der russischen Armee in der Ukraine gibt es im deutschen Fernsehen keine Sendung mehr, die ohne die widerlichsten Hasstiraden auf Russland auskommt. Dazu z&auml;hlen die von Ihnen genannten Sendungen mit den dazugeh&ouml;rigen Protagonisten. Vergessen sollten wir diejenigen nicht, die sich als Kriegstreiber &agrave; la Strack-Zimmermann und Hofreiter einen Platz in der ersten Reihe von ARD und ZDF erlogen haben: Florian Schroeder und Ch. Ehring von &bdquo;Extra3&ldquo;. <\/p><p>Ein Hund bei&szlig;t nicht die Hand, die ihn f&uuml;ttert. Das mag zutreffen. Der Blick auf den Kontoauszug oder in den K&uuml;hlschrank kann zur Aufgabe eines ehrlichen Standpunktes f&uuml;hren &ndash; zumindest bei Menschen ohne jegliches Ehrgef&uuml;hl. Bei der heutigen &bdquo;Comedy Zunft&ldquo; &ndash; Kabarett trifft es nicht &ndash; ist es meines Erachtens so wie bei 95 Prozent aller beim TV T&auml;tigen (Journalisten der schreibenden Zunft eingeschlossen): Die sind vom dem, was sie den Zuschauern offerieren, wirklich &uuml;berzeugt. Diese Typen m&uuml;ssen sich nicht verbiegen. <\/p><p>Florian Schroeder hat, nachdem er in seiner Veranstaltung wegen Kriegstreiberei ausgebuht wurde, voller &Uuml;berzeugung auf Twitter geschrieben: &bdquo;Es waren zu viele Querdenker und Rechte im Saal.&ldquo; <\/p><p>Herr M&uuml;ller, ohne die NachDenkDeiten w&auml;re das Leben in dieser Republik schwerlich auszuhalten. Meinen Dank daf&uuml;r. <\/p><p>Es gr&uuml;&szlig;t aus G&ouml;ttingen Helmut Ische<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>77. Leserbrief <\/strong><\/p><p>Ich bin Kabarett-Fan, so lange ich denken kann. Es macht mich ungeheuer traurig, dass meine &bdquo;Helden&ldquo; einen solchen Schwenk hingelegt haben. Warum? Wahrscheinlich, weil &bdquo;Wes Brot ich ess, des Lied ich sing&ldquo;. <\/p><p>An Lisa Fitz wurde ein Exempel statuiert. Sie flog nach kritischen Anmerkungen zum Umgang mit der Corona Pandemie raus. Seitdem macht &ouml;ffentlich gesendetes Kabarett keinen Spa&szlig; mehr. <\/p><p>Margot Klingbeil, Altenstadt\/Hessen <\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>78. Leserbrief <\/strong><\/p><p>Lieber Herr M&uuml;ller, <\/p><p>das Abdriften des Kabaretts in Deutschland findet meiner Meinung nach aus reinem Systemanpassungsdruck und wirtschaftlichen Abh&auml;ngigkeiten statt. <\/p><p>Was bleibt den von Ihnen genannten &bdquo;K&uuml;nstlern&ldquo; denn ohne die Reichweite und Engagements des &Ouml;RR? Mit B&uuml;chern, B&uuml;hnenst&uuml;cken oder einem Tingeln &uuml;ber die D&ouml;rfer als Stand-up-Comedian l&auml;sst sich wohl kein Lebensunterhalt bestreiten, schon gar nicht ohne die Bekanntheit aus dem Fernsehen und erst recht nicht, wenn man nach kritischen Beitr&auml;gen das Label &bdquo;umstritten&ldquo; verpasst bekommt. <\/p><p>Bei den Privaten ist f&uuml;r Kabarett kein Platz, allenfalls bei Let&rsquo;s Dance oder im Dschungelcamp als letztm&ouml;gliche Einnahmequelle. Man muss also entweder lange genug im Gesch&auml;ft sein und seine Finanzen bereits im Trocknen haben (vermutlich bei Dieter Nuhr oder Helge Schneider der Fall), oder aber &Ouml;sterreicherin sein wie Lisa Eckart. <\/p><p>Viele Gr&uuml;&szlig;e, Stefan Sch.<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>79. Leserbrief <\/strong><\/p><p>Liebe Nachdenkseiten, <\/p><p>die beiden gestrigen Beitr&auml;ge <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=94785\">Umfrage zur Anpassung des Kabaretts&nbsp;<\/a>und <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=94769\">Staatsfern? Anfrage ergibt: Bundesregierung zahlte Hunderttausende Euro an Journalisten von ARD und ZDF<\/a> stehen ja direkt nacheinander, und ich denke, das haben Sie (bewusst oder unbewusst) sehr richtig gemacht, denn dies sind zwei Seiten der gleichen Medaille: Die Lenkung der &ouml;ffentlichen Meinung wird von h&ouml;chster politischer Seite aus gesteuert und bezahlt: <\/p><p>Die Regierung bezahlt viiiiieeel Geld an die &Ouml;R-Sender und auch privaten Medien, sodass man eine brave, unkritische Hofberichterstattung bekommt. Und das Gleiche passiert auch mit dem Kabarett. Auch hier werden die Darsteller daf&uuml;r bezahlt, die richtigen Themen &bdquo;konform&ldquo; im gew&uuml;nschten Narrativ darzustellen. Also nicht die Politik kritisieren, sondern ihre Opfer. Sonst gibt es keine bezahlten Auftritte im Fernsehen und Radio mehr. <\/p><p>Tja, ich denke, das ist inzwischen un&uuml;bersehbar. <\/p><p>Mit solidarischem Gru&szlig;, Franz-Josef Ost <\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>80. Leserbrief <\/strong><\/p><p>Sehr geehrter Herr M&uuml;ller,<\/p><p>diese Frage treibt mich auch schon lange um, weshalb &bdquo;K&uuml;nstler&ldquo;, welche man fr&uuml;her gerne h&ouml;rte und sah, eine derartige Kehrtwendung vollzogen haben. Die Antwort k&ouml;nnte im Bericht zuvor zu finden sein, deren Recherche aber Aufgabe von richtigen Journalisten w&auml;re, zumindest fr&uuml;her so gesehen und umgesetzt wurde: &bdquo;Bundesregierung zahlt Hunderttausende Euro an Journalisten von ARD und ZDF&ldquo;. Diese Erkenntnis ist auf eine Kleine Anfrage der AfD r&uuml;ckf&uuml;hrbar, dem Schmuddelkind der Politik und wie es scheint der einzigen Partei, welche die Finger in die richtigen Wunden legt. Wenn schon gekaufte Meinungen, warum nicht auch die von sogenannten Kabarettisten und Satirikern, da kann man noch mehr unters Volk bringen, da angeblich in der kabarettistischen &bdquo;Freiheit der Sprache&ldquo; alles erlaubt zu sein scheint? <\/p><p>Vermutlich bleibt dieses &bdquo;Unwahrscheinliche&ldquo; ungeahndet und kommt unter den Teppich, denn damit w&auml;re es absolut an der Zeit, die Zwangsbeitr&auml;ge abzuschaffen, besser heute als morgen. Nur, wer sollte dagegen vorgehen, die Justiz in diesem Land? Vermutlich bleibt alles beim Alten, wird zum Gewohnheitsrecht stilisiert. Mich wundert, dass es Menschen gibt, die das noch einschalten, aber freie Entscheidung nat&uuml;rlich. Es w&auml;re erfreulich, k&ouml;nnte sich daraus eine juristisch unterst&uuml;tzte Aktion ergeben, um die Zwangsbeitr&auml;ge tats&auml;chlich abzuschaffen, denn was da zutage trat, ist so unglaublich und rechtfertigt keine Zahlung mehr f&uuml;r aus Steuermitteln finanziell &bdquo;gesteuertes&ldquo; Meinungs-TV.<\/p><p>Mit freundlichen Gr&uuml;&szlig;en, Edgar Bauer<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>Anmerkung zur Korrespondenz mit den NachDenkSeiten<\/strong><\/p><p>Die NachDenkSeiten freuen sich &uuml;ber Ihre Zuschriften, am besten in einer angemessenen L&auml;nge und mit einem eindeutigen Betreff.<\/p><p>Es gibt die folgenden E-Mail-Adressen:<\/p><ul>\n<li><a href=\"mailto:leserbriefe@nachdenkseiten.de\">leserbriefe(at)nachdenkseiten.de<\/a> f&uuml;r Kommentare zum Inhalt von Beitr&auml;gen.<\/li>\n<li><a href=\"mailto:hinweise@nachdenkseiten.de\">hinweise(at)nachdenkseiten.de<\/a> wenn Sie Links zu Beitr&auml;gen in anderen Medien haben.<\/li>\n<li><a href=\"mailto:videohinweise@nachdenkseiten.de\">videohinweise(at)nachdenkseiten.de<\/a> f&uuml;r die Verlinkung von interessanten Videos.<\/li>\n<li><a href=\"mailto:redaktion@nachdenkseiten.de\">redaktion(at)nachdenkseiten.de<\/a> f&uuml;r Organisatorisches und Fragen an die Redaktion.<\/li>\n<\/ul><p>Weitere Details zu diesem Thema finden Sie in unserer &bdquo;<a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?page_id=47939\">Gebrauchsanleitung<\/a>&ldquo;.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Wir hatten Sie, liebe Leser, am 8. M&auml;rz um Ihre Einsch&auml;tzung zur Entwicklung des deutschen Kabaretts gebeten: <strong><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=94785\">Umfrage zur Anpassung des Kabaretts<\/a>. <\/strong>Mit gro&szlig;er Neugier haben wir Ihre Beitr&auml;ge gelesen. Es kamen viele interessante und anregende Zuschriften. Vielen Dank. Wegen der gro&szlig;en Zahl der Zuschriften ist es sinnvoll, sie in zwei Teilen zu ver&ouml;ffentlichen.<\/p>\n<div class=\"readMore\"><a class=\"moretag\" href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=94950\">Weiterlesen<\/a><\/div>\n","protected":false},"author":11,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[103],"tags":[],"class_list":["post-94950","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-leserbriefe"],"jetpack_featured_media_url":"","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/94950","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/11"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=94950"}],"version-history":[{"count":7,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/94950\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":95393,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/94950\/revisions\/95393"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=94950"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=94950"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=94950"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}