{"id":94954,"date":"2023-03-13T08:45:54","date_gmt":"2023-03-13T07:45:54","guid":{"rendered":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=94954"},"modified":"2023-03-13T08:55:13","modified_gmt":"2023-03-13T07:55:13","slug":"hinweise-des-tages-4315","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=94954","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (CR\/AT)<br>\n<!--more--><br>\nWir weisen darauf hin, dass die jeweiligen Anbieter f&uuml;r die Barrierefreiheit ihrer Angebote selbst verantwortlich sind und es durchaus sein kann, dass der Zugang von zun&auml;chst freien Inhalten nach einer Zeit beschr&auml;nkt wird.<\/p><p>Hier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=94954#h01\">&laquo;Vorausschauende Politik m&uuml;sste eine neue europ&auml;ische Friedens- und Sicherheitsordnung planen&raquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=94954#h02\">Deutsche Au&szlig;enpolitik: Ungestellte Fragen an den Bundeskanzler<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=94954#h03\">Z&auml;hne zu und l&uuml;gen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=94954#h04\">As Bakhmut Falls, US May Turn From Ukraine, Starting With Pipeline Story<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=94954#h05\">Polit-Experte G&auml;rtner: &bdquo;&Ouml;sterreich h&auml;tte alle Voraussetzungen, einen Verhandlungs-Kongress vorzubereiten&ldquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=94954#h06\">Zusammen k&auml;mpfen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=94954#h07\">Neue globale Ordnung: Abkommen zwischen Teheran und Riad<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=94954#h08\">Kita nicht f&uuml;r Arme<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=94954#h09\">Armut offenbar gr&ouml;&szlig;er als angenommen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=94954#h10\">Rentner m&uuml;ssen bis zu 150 Euro mehr zahlen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=94954#h11\">2.000 Euro Zuzahlung pro Jahr f&uuml;r Kassenpatienten?<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=94954#h12\">Ulrike im Wunderland<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=94954#h13\">US-Umweltbeh&ouml;rde genehmigt hochgiftigen Plastik-Sprit<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=94954#h14\">Polizei darf Fingerabdr&uuml;cke nehmen, um Handy zu entsperren<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=94954#h15\">Elektronische Patientenakte: Wo es noch hakt<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=94954#h16\">Pandemie der Beliebigkeiten: Es fehlen die Antworten zur Corona-Politik<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=94954#h17\">Sterblichkeit und Impfung: amtliche britische Zahlen zeigen eine Katastrophe<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Verantwortlich f&uuml;r die Richtigkeit der zitierten Texte sind die jeweiligen Quellen und nicht die NachDenkSeiten. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>&laquo;Vorausschauende Politik m&uuml;sste eine neue europ&auml;ische Friedens- und Sicherheitsordnung planen&raquo;<\/strong><br>\n&laquo;Sowohl die Ukraine als auch Russland m&uuml;ssen darin ihren Platz haben&raquo;<br>\nInterview mit General a.&thinsp;D. Harald Kujat*<br>\nZeitgeschehen im Fokus Es ist wieder Krieg in Europa. Wie in den beiden grossen Kriegen des letzten Jahrhunderts spielen die Vereinigten Staaten eine zentrale Rolle, was die Zukunft unseres Kontinents betrifft. Auch China hat sich mit einem Positionspapier zu Wort gemeldet und ruft zu einem Waffenstillstand auf. Welche geopolitische Dimension hat der Ukrainekrieg?<br>\nGeneral a.&thinsp;D. Harald Kujat Das 21.&thinsp;Jahrhundert ist gepr&auml;gt vom Aufstieg Chinas als wirtschaftliche und milit&auml;rische Weltmacht und von der Rivalit&auml;t der grossen M&auml;chte, der Vereinigten Staaten, Russlands und Chinas. Nur China und nicht Russland ist in der Lage, die Vereinigten Staaten als f&uuml;hrende Weltmacht abzul&ouml;sen.<br>\nDeshalb verfolgen die Vereinigten Staaten im Ukrainekrieg das Ziel, Russland, den zweiten geopolitischen Rivalen, politisch, wirtschaftlich und milit&auml;risch so weit zu schw&auml;chen, dass sie sich auf die Auseinandersetzung mit China konzentrieren k&ouml;nnen. Um dieses Ziel zu erreichen, ist ein enger Schulterschluss mit Europa erforderlich. Mit der gleichen Geschlossenheit wie gegen Russland sollen die Europ&auml;ischen Staaten m&ouml;glichst auch in den Konflikt mit China eingebunden werden &ndash; und gemeinsam mit den regionalen Verb&uuml;ndeten Australien, Japan und S&uuml;dkorea ein indo-pazifisches Netzwerk von Partnern und Alliierten bilden.<br>\nDie Staats- und Regierungschefs der Nordatlantischen Allianz erkl&auml;ren daher im neuen strategischen Konzept vom 29.&thinsp;Juni 2022, China stelle die Interessen, die Sicherheit und die Werte der Mitgliedstaaten in Frage. Sie wollen die &laquo;systemischen Herausforderungen&raquo; Chinas f&uuml;r die euro-atlantische Sicherheit angehen und die dauerhafte F&auml;higkeit der Nato sicherstellen, die Verteidigung und Sicherheit der Verb&uuml;ndeten zu gew&auml;hrleisten.<br>\nDar&uuml;ber hinaus f&ouml;rdert der Ukrainekrieg die Bildung konkurrierender geopolitischer Bl&ouml;cke. W&auml;hrend die Vereinigten Staaten, die Europ&auml;ische Union und die Nato n&auml;her zusammenr&uuml;cken, ist um China und Russland bereits ein zweiter geopolitischer Block entstanden. Dessen Kern bilden die BRICS-Staaten Brasilien, Russland, Indien, China und S&uuml;dafrika sowie die Schanghai Kooperations-Gruppe mit China, Indien, Iran, Kasachstan, Kirgistan, Pakistan, Russ&not;land, Tadschikistan und Usbekistan. Die BRICS-Staaten repr&auml;sentieren zurzeit 40&thinsp;Prozent, die westlichen G7-Staaten einschliesslich Japan nur etwa 12,5&thinsp;Prozent der Weltbev&ouml;lkerung. Ihr Bruttoinlandprodukt ist gr&ouml;sser als das der G7-Staaten.<br>\nWelchen Stellenwert hat Europa in dieser geopolitischen Konstellation?<br>\nIn der Energieversorgung bisher abh&auml;ngig von Russland, in der Sicherheit von den Vereinigten Staaten, wirtschaftlich und technologisch &ndash; insbesondere in der Digitalisierung &ndash; sowohl von den Vereinigten Staaten als auch von China, durch die Sanktionen gegen Russland wirtschaftlich und machtpolitisch gravierend geschw&auml;cht, durch innere Widerspr&uuml;che und zentrifugale Kr&auml;fte mit selbstgemachten Herausforderungen ringend, ist Europa in der Machtarithmetik der Grossm&auml;chte immer weiter ins Hintertreffen geraten.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/zeitgeschehen-im-fokus.ch\/de\/newspaper-ausgabe\/nr-3-vom-6-m%C3%A4rz-2023.html#article_1485%20\">Zeitgeschehen im Fokus<\/a>\n<p>dazu: <strong>&laquo;Keine Eskalation, keine Waffenlieferung &ndash; daf&uuml;r Verhandlungen&raquo;<\/strong><br>\n&laquo;Der Druck auf Menschen, die sich kritisch zum Krieg &auml;ussern, wird immer gr&ouml;sser&raquo;<br>\nInterview mit dem Bundestagsabgeordneten Andrej Hunko<br>\nZeitgeschehen im Fokus Ende Februar gab es in Wien ein OSZE-Treffen. Die Medien berichteten sozusagen nichts. Sie waren dort. Was haben Sie beobachtet?<br>\nBundestagsabgeordneter Andrej Hunko Vom 21. bis 24.&thinsp;Februar fand die OSZE-Wintertagung in Wien statt. Zum ersten Mal seit dem Einmarsch Russlands in die Ukraine kam es zu einem Aufeinandertreffen der russischen und belarussischen Abgeordneten mit Parlamentariern der &uuml;brigen OSZE-L&auml;nder in der parlamentarischen Versammlung.<br>\nEs ist schon auff&auml;llig, dass die Medien sich &uuml;ber solch ein bedeutsames Zusammentreffen auf der letzten europ&auml;ischen Dialogplattform so intensiv ausschweigen. Auch wenn von dieser Konferenz keine Impulse f&uuml;r Friedensverhandlungen zu erwarten waren, so ist doch im Fall von Verhandlungen die OSZE eine wichtige Adresse.<br>\nEs gab seit der milit&auml;rischen Auseinandersetzung zwischen Russland und der Ukraine andere Treffen der Parlamentarischen Versammlung. Warum war dort Russland nicht dabei?<br>\nDer Grund war der, dass die Visa in den vorangegangenen Sitzungen in Birmingham und in Warschau von Grossbritannien und Polen statutenwidrig verweigert wurden. Diesmal hat &Ouml;sterreich die Visa f&uuml;r die russischen und belarussischen Parlamentarier erteilt. Einerseits weil &Ouml;sterreich der neutrale Ausrichterstaat war und sich der Sitz der OSZE in Wien befindet, was auch v&ouml;lkerrechtlich zur Einladung aller verpflichtet. Andererseits weil der &ouml;sterreichische Aussenminister gesagt hatte, dass diese Dialogplattform erhalten bleiben muss. Das ist eine Aussage, die ich teile.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/zeitgeschehen-im-fokus.ch\/de\/newspaper-ausgabe\/nr-3-vom-6-m%C3%A4rz-2023.html#article_1487%20\">Zeitgeschehen im Fokus<\/a><\/p>\n<p>dazu auch: <strong>Franz Alt: &ldquo;Europa muss mehr Druck f&uuml;r den Frieden machen&rdquo;<\/strong><br>\nEuropa muss die Ukraine humanit&auml;r, wirtschaftlich, aber auch milit&auml;risch unterst&uuml;tzen, sagt der Autor und Publizist Franz Alt, geboren 1938. Keine Defensivwaffen zu liefern, w&auml;re f&uuml;r ihn unterlassene Hilfeleistung. &ldquo;Das ist schmerzlicher Real-Pazifismus im Gegensatz zum Fundamental-Pazifismus.&rdquo; Zugleich fordert Franz Alt von der EU ein deutlich st&auml;rkeres Engagement f&uuml;r den Frieden: &ldquo;Es gibt zu wenig Druck, um der Schlachterei von Putin ein Ende zu bereiten.&rdquo;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www1.wdr.de\/mediathek\/audio\/wdr5\/wdr5-denk-ich-an-europa\/audio-franz-alt-europa-muss-mehr-druck-fuer-den-frieden-machen-100.html%20\">WDR<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers R.G.:<\/strong> Aufgefallen sind mir in Bezug auf die Moderation, dass ab Minute 3:16 (Franz Alt weist darauf hin, dass auch der Westen im Vorfeld des milit&auml;rischen Konfliktes gro&szlig;e Fehler gemacht hat) der Moderator die Ausf&uuml;hrungen Alts unterbricht, um ihn zu fragen, ob ihm nicht auch der Hinweis des Papstes darauf fehlt, Putin ganz klar als den Aggressor zu benennen. Welchen Sinn hat solch eine Frage, au&szlig;er dem Versuch des Moderators allein Russland die Schuld an diesem Konflikt zu geben? Aus meiner Sicht eine typische Form der Meinungsmanipulation durch WDR-Moderatoren. Eine weitere bemerkenswerte Stelle dieses Interview zeigt, wie die Moderation ausgerichtet ist. Ab Minute 12:55 weist Franz Alt darauf hin, dass auch die Sicherheitsinteressen Russlands ber&uuml;cksichtigt werden m&uuml;ssen, ebenso wie Frieden und Freiheit f&uuml;r Russland, und der Moderator fragt ungl&auml;ubig nach: &ldquo;Freiheit f&uuml;r Russland, soll das ihr letztes Wort sein in diesem Gespr&auml;ch?&rdquo;. Als ob solche Aussagen wie Franz Alt sie macht etwas Verwerfliches w&auml;ren. Diese und die o.g. Frage des Moderators sind nach meinem Eindruck Zeugnis davon, dass durch das Verschweigen der Vorgeschichte dieses Konfliktes und die st&auml;ndige Wiederholung der Schuld Russlands, von der Provokation Russlands durch den Westen abgelenkt werden soll. Dieses Interview ist aus meiner Sicht ein typisches Alibi-Interview. Solche Interviews finden zu Zeiten statt (Samstagvormittag), an denen sicherlich nicht viele Zuh&ouml;rer den Beitr&auml;gen zuh&ouml;ren. Im Morgenecho oder Mittagsecho habe ich vergleichbare Interviews nicht geh&ouml;rt. <\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>Deutsche Au&szlig;enpolitik: Ungestellte Fragen an den Bundeskanzler<\/strong><br>\nWas Frau Illner oder CNN nicht fragten<br>\nIn den vergangenen Tagen gab der Bundeskanzler zwei Interviews. Er war zu Gast bei Frau Illner. Anl&auml;sslich des Kurzbesuchs beim US-Pr&auml;sidenten sprach er mit CNN.<br>\nDeshalb dachte ich dar&uuml;ber nach, welches Interview ich wohl gef&uuml;hrt h&auml;tte. Denn es gibt Fragen, die er beantworten sollte. Ich habe sie aufgeschrieben:<br>\nHerr Bundeskanzler, wir haben nun (ich zitiere Ihre Worte) &bdquo;diesen furchtbaren Krieg in der Ukraine&ldquo;. In Bakhmut, so h&ouml;rt man, sterben aktuell t&auml;glich 1000 ukrainische Soldaten.<br>\nHaben Sie alles getan haben, um diesen Krieg zu vermeiden?<br>\nScholz:<br>\nHerr Bundeskanzler, im Dezember 21 legte Russland Forderungen nach Sicherheitsgarantien vor. Die Antwort der NATO, die El Pais ver&ouml;ffentlichte, wurde auch mit Deutschland koordiniert. Warum hat die NATO die Kernforderungen Russlands zur&uuml;ckgewiesen?<br>\nK&ouml;nnten Sie erkl&auml;ren, worin die Differenzen zwischen der Auffassung der NATO (also auch Deutschlands) und Russlands genau liegen, wenn es um das Verst&auml;ndnis unteilbarer Sicherheit geht?<br>\nScholz:<br>\nDer SPD-Vorsitzende erkl&auml;rte, man m&uuml;sse Sicherheit &bdquo;vor Russland&ldquo; organisieren. Das h&auml;tte man nach 1945 auch mit Bezug auf Deutschland machen k&ouml;nnen. Stattdessen wurde dem Westen Deutschlands wieder die Hand gereicht.<br>\nWas ist heute falsch an der Vorstellung, dass Sicherheit nicht gegeneinander erreichbar ist?<br>\nScholz:<br>\nEin Blick in die Vergangenheit: Die Minsker-Abkommen sollten das Ende der bewaffneten Auseinandersetzungen in der Ukraine bringen. Sie haben in Moskau am 15. Februar 22 versichert, die Ukraine w&uuml;rde jetzt liefern. Sie wussten also, dass die Ukraine ihre Hausaufgaben nicht gemacht hatte. Sp&auml;ter erkl&auml;rte Ihre Vorg&auml;ngerin, Frau Merkel, Minsk w&auml;re eine Zeitkauf-Politik gewesen. Haben Sie das gewusst? Wie ehrlich waren Ihre Zusicherungen gegen&uuml;ber Russland?<br>\nScholz:<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/petraerler.substack.com\/p\/deutsche-auenpolitik-ungestellte%20\">Petra Erler<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unserer Leserin J.W.:<\/strong> Frau Erler stellt Fragen an BK Scholz, die bislang in keinem Interview gestellt wurden, die aber zentral sind. Auch in den Kommentaren gibt es dazu Erg&auml;nzungen. Es w&auml;re gut, wenn wieder verst&auml;rkt zu Fragen ermutigt wird, daher finde ich den Beitrag so wichtig. Abgesehen davon, dass der BK getrost dazu Position beziehen sollte. Aber die Fragen sind vermutlich zu heikel.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>Z&auml;hne zu und l&uuml;gen<\/strong><br>\nDas ist schon ziemlich irre. Selbst die deutsche Staats&ouml;ffentlichkeit glaubt der Version, die unter anderem die Bundesanwaltschaft &uuml;ber den Nord-Stream-Anschlag verbreitet, offenbar nur sehr begrenzt. FAZ-Herausgeber Berthold Kohler sp&ouml;ttelt, vor der angeblichen Handvoll an Saboteuren m&uuml;sse man &raquo;die Taucherbrille ziehen&laquo;, denn ein solcher Angriff sei etwas anderes, als im Urlaub an einem Korallenriff herumzuschnorcheln. Kohler nennt sogar &ndash; als unserer Kenntnis nach erster im deutschen Bl&auml;tterwald &ndash; einen weiteren Verd&auml;chtigen: Polen. Das habe es &raquo;wohl f&uuml;r m&ouml;glich gehalten, dass sich die Deutschen in einem richtig kalten Winter wieder der Pipeline erinnern, die nur darauf wartete, in Betrieb genommen zu werden&laquo;, und damit ein Motiv gehabt. Dass Polens geschw&auml;tziger Exau&szlig;enminister Radoslaw Sikorski schon kurz nach dem Anschlag ein Bild der Gasblasen mit der Parole &raquo;Danke, USA!&laquo; getwittert hatte &ndash; vergessen.<br>\nIm ZDF trat ein Experte f&uuml;r &raquo;maritime Sicherheit&laquo; von der aus dem Etat des Kanzleramts finanzierten &raquo;Stiftung Wissenschaft und Politik&laquo; mit der Aussage auf, das aus Washington und Karlsruhe skizzierte Szenario eines Anschlags durch eine obskure &raquo;proukrainische Gruppe&laquo; halte er f&uuml;r theoretisch zwar m&ouml;glich, jedoch &raquo;in der Praxis eher f&uuml;r unwahrscheinlich&laquo;. Die S&uuml;ddeutsche Zeitung vom Donnerstag wischt ukrainische Erkl&auml;rungen, mit der Sache nichts zu tun gehabt zu haben, mit der Bemerkung beiseite, etwas anderes sei aus Kiew auch nicht zu erwarten gewesen. Schlie&szlig;lich sei das Land von deutschem Wohlwollen und deutschen Panzern ziemlich abh&auml;ngig. Und z&auml;hlt gleich drei Einheiten des ukrainischen Milit&auml;rs auf, die das Know-how gehabt h&auml;tten, einen Anschlag wie den vom 26. September zu ver&uuml;ben. Die Washington Post zitiert in einem am Donnerstag ver&ouml;ffentlichten Text einen &raquo;Senior German Official&laquo; mit der Aussage, man werde wahrscheinlich nie erfahren, wer die T&auml;ter gewesen sein sollten. Genau das d&uuml;rfte das Ziel der ganzen Operation gewesen sein: Spuren zu verwischen und Unklarheit zu verbreiten. Die plausible Darstellung von Seymour Hersh, der in seinem beruflichen Leben mehr Skandale aufgedeckt hat, als die aufgeblasenen &raquo;Rechercheteams&laquo; von ARD, S&uuml;ddeutsche und wem noch immer zusammen, soll im Nebel der Mutma&szlig;ungen verschwinden. Der von den US-Geheimdiensten inspirierte Aufmacher der New York Times vom Dienstag brachte es fertig, Hersh im vorletzten Absatz mit ein paar Zeilen abzuservieren.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.jungewelt.de\/artikel\/446640.z%C3%A4hne-zu-und-l%C3%BCgen.html\">Reinhard Lauterbach in junge Welt<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>As Bakhmut Falls, US May Turn From Ukraine, Starting With Pipeline Story<\/strong><br>\nOn its face, The New York Times article yesterday, &ldquo;Intelligence Suggests Pro-Ukrainian Group Sabotaged Pipelines, U.S. Officials Say,&rdquo; appears intended to exonerate both the U.S. and Ukrainian governments from any involvement in the destruction last September of the Nord Stream gas pipelines between Russia and Germany.<br>\nThe thrust of the Times article is that Ukrainians unaffiliated with the Kiev government were the ones who did it, according to the newspapers often cited, unnamed &ldquo;U.S. officials.&rdquo;<br>\nBut a closer examination of the piece reveals layers of nuance that do not dismiss that the Ukrainian government may have had something to do with the sabotage after all.<br>\nThe story quotes anonymous European officials who say a state had to be involved in the sophisticated underwater operation. The Times goes out of it way to say more than once that that state was not the United States. And while the second paragraph of the story says categorically that the state is not Ukraine either, the article then leaves the door open to possible Ukrainian government involvement:<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/consortiumnews.com\/2023\/03\/08\/as-bakhmut-falls-us-may-turn-from-ukraine-starting-with-pipeline-story\/%20\">Joe Lauria in Consortium News<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers G.L.:<\/strong> Interessante Spekulation<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>Polit-Experte G&auml;rtner: &bdquo;&Ouml;sterreich h&auml;tte alle Voraussetzungen, einen Verhandlungs-Kongress vorzubereiten&ldquo;<\/strong><br>\n&Ouml;sterreich h&auml;tte alle historisch symbolischen Voraussetzungen, um so einen Kongress in Wien vorzubereiten &ndash; nach dem Vorbild des Wiener Kongresses oder der Helsinki-Schlussakte. Das schlie&szlig;t aber ein, dass der neutrale Staat mit allen Konfliktparteien in Kontakt bleiben muss. Sonst ist so etwas nicht m&ouml;glich. Das hei&szlig;t nicht, dass ein neutraler Staat Genozid, schwere Menschenrechtsverletzungen und Krieg nicht verurteilen soll und kann. Aber mit einer engagierten Neutralit&auml;t, wie ich es nenne, k&ouml;nnte und sollte &Ouml;sterreich Stellung zum Krieg nehmen. Das entspricht auch den aktuellen Gegebenheiten, &Ouml;sterreich ist ein EU-Land, wir haben vermehrten Einsatz von Friedenstruppen innerhalb der UN, EU und OSZE, sind Teil der NATO-Partnerschaft f&uuml;r den Frieden. Wir waren Gastgeber des Iran-Abkommens, das nur m&ouml;glich war, weil &Ouml;sterreich neutral war. Also diese engagierte Neutralit&auml;t ist das Gegenteil von einer isolationistischen Neutralit&auml;t, bei der man sich aus allem heraush&auml;lt.<br>\nEinmischen, so viel wie n&ouml;tig und raushalten so viel wie m&ouml;glich, w&auml;re ein ganz guter Zugang. Das Raushalten ist in unserem Neutralit&auml;tsgesetz schon recht gut definiert: keinem B&uuml;ndnis beitreten, keine permanenten Truppen stationieren und an keinen fremden Kriegen direkt teilnehmen.<br>\nWenn man als Staat glaubw&uuml;rdig neutral ist, die Neutralit&auml;t also schon in Friedenszeiten glaubw&uuml;rdig vermittelt, und gleichzeitig f&uuml;r andere L&auml;nder n&uuml;tzlich ist, also etwa Ort f&uuml;r Kongresse ist, stellt das auch eine ganz gute Sicherheitsgarantie f&uuml;r das neutrale Land dar. Insofern k&ouml;nnte &Ouml;sterreich nat&uuml;rlich seine Rolle durchaus wahrnehmen, wie es das auch im Kalten Krieg getan hat. Denn der KSZE-Prozess w&auml;re ohne die Vermittlung neutraler und blockfreier Staaten wie &Ouml;sterreich nicht zustande gekommen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/kontrast.at\/ukraine-krieg-erklaert\/\">Kontrast.at<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Zusammen k&auml;mpfen<\/strong><br>\nZu den gemeinsamen Interessen von Friedens- und Gewerkschaftsbewegung<br>\nGehetzt wird aus allen Rohren &ndash; gegen die Friedensbewegung und gegen die k&auml;mpfenden Gewerkschafterinnen und Gewerkschafter.<br>\nIm &raquo;Focus&laquo; sieht Kolumnist Jan Fleischhauer Sahra Wagenknecht in die Augen und sieht &raquo;das schwarze Herz der Leninistin&laquo;. Die &raquo;S&uuml;ddeutsche Zeitung&laquo; schimpft &uuml;ber die &raquo;Friedensmeute&laquo;. Andere schw&auml;rmten bei der Gro&szlig;kundgebung &raquo;Aufstand f&uuml;r den Frieden&laquo; aus wie Sp&uuml;rhunde. Sie fanden inmitten der 50.000, die sich einig waren gegen Waffenlieferungen und Kriegstreiberei, ein knappes Dutzend, das sich rechts verorten lie&szlig;. Schon stand die &raquo;Querfront&laquo;. Da&szlig; Zehntausende bewu&szlig;t und gemeinsam den NATO-Krieg gegen Ru&szlig;land ablehnten, wie es auch Hunderttausende der Unterzeichner des &raquo;Manifests f&uuml;r den Frieden&laquo; und die Mehrheit der Bev&ouml;lkerung tun &ndash; das interessiert die &raquo;Qualit&auml;tsmedien&laquo; nicht. Sie spielen ihre Rolle als treue Einpeitscher der offiziellen Kriegspolitik.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.zlv.lu\/db\/1\/1465798086497\/0\">Zeitung vum L&euml;tzebuerger Vollek<\/a>\n<p>dazu auch: <strong>Wagenknechts bevorstehende Parteigr&uuml;ndung: Volksaufst&auml;nde in den Redaktionsstuben<\/strong><br>\nDie Frage, ob Sahra Wagenknecht eine neue Partei gr&uuml;ndet, wirft ihre Schatten voraus. Eine solche Neugr&uuml;ndung h&auml;tte zahlreiche Folgen, f&uuml;r die Wagenknecht und ihre Mitstreiter Nerven wie Drahtseile br&auml;uchten. Doch es stehen auch grundlegende Fragen der Demokratie im Raum. Wom&ouml;glich bricht diese auf ganzer Linie zusammen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/gegenzensur.rtde.life\/meinung\/164947-wagenknechts-bevorstehende-parteigruendung-volksaufstaende-in-redaktionsstuben\/\">Tom J. Wellbrock auf RT DE<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Neue globale Ordnung: Abkommen zwischen Teheran und Riad<\/strong><br>\nDas saudisch-iranische Abkommen &uuml;ber die Wiederaufnahme diplomatischer Beziehungen binnen zwei Monaten ist zweifellos ein diplomatisches Meisterst&uuml;ck &ndash; seit Jahren aus dem Irak und Oman vorbereitet und am Freitag in Beijing vollzogen. Das Foto der drei hochrangigen Regierungsvertreter wird in die Geschichte eingehen &ndash; und zwar vor allem als Symbol f&uuml;r eine sich wandelnde globale Ordnung, in der Washingtons Einfluss signifikant abnimmt. (&hellip;) Nein, die US-Regierung kann in einer Entspannung der Beziehungen zwischen den beiden Erzrivalen rein gar nichts Gutes erkennen &ndash; auch wenn sich die Sprecherin des Wei&szlig;en Hauses eilig bem&uuml;hte, das Gegenteil zu erkl&auml;ren. Denn die Einigung d&uuml;rfte nicht nur eine Fortf&uuml;hrung der m&ouml;rderischen US-Politik des &raquo;Teile und herrsche&laquo; in der Region ma&szlig;geblich erschweren. Sie k&ouml;nnte auch dazu f&uuml;hren, dass &Ouml;lgesch&auml;fte in Yuan &ndash; mit Riad und Teheran bereits teilweise Realit&auml;t &ndash; weiter zunehmen, was den US-Dollar schw&auml;chen und das anvisierte &raquo;Decoupling&laquo; von China erschweren d&uuml;rfte. Deutlich ehrlicher als Washingtons Floskeln ist vor diesem Hintergrund die offen artikulierte Entt&auml;uschung Israels. (&hellip;) Die gr&ouml;&szlig;ten Gewinner sind die Menschen im Nahen Osten. Sie d&uuml;rfen auf eine Entspannung brutaler Stellvertreter- und Regime-Change-Kriege hoffen &ndash; wenn auch nur vorsichtig, denn Vertrauen aufzubauen wird dauern und mit US-St&ouml;rfeuern ist zu rechnen. Aus dem Jemen aber k&ouml;nnte sich Riad tats&auml;chlich zur&uuml;ckziehen: Weil der Krieg nicht zu gewinnen, aber &auml;u&szlig;erst kostspielig ist, verhandelt man mit den Ansarollah bereits &uuml;ber eine neuerliche Waffenruhe, vielleicht sogar &uuml;ber ein Friedensabkommen. Und zwar entgegen dem Willen Washingtons.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.jungewelt.de\/artikel\/446683.neue-globale-ordnung.html\">junge Welt<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>Kita nicht f&uuml;r Arme<\/strong><br>\nWer arm ist, kein Abitur hat oder wessen Muttersprache nicht deutsch ist, hat in der BRD in aller Regel das Nachsehen. Und dessen Kinder auch. Das best&auml;tigte am Freitag einmal mehr eine Studie &ndash; diesmal vom Bundesinstitut f&uuml;r Bev&ouml;lkerungsforschung (BiB). Demnach besuchen &raquo;gerade Kinder aus grunds&auml;tzlich benachteiligten Familien&laquo; seltener einen Kindergarten, &raquo;obschon sie von einem Kitabesuch besonders profitieren w&uuml;rden&laquo;. Dabei sei es keineswegs so, hei&szlig;t es einleitend in der Untersuchung, dass die Eltern den Kitabesuch nicht wollten. Ihre W&uuml;nsche w&uuml;rden nur seltener erf&uuml;llt.<br>\nBemerkenswert ist, dass der Unterschied in der &raquo;Kitanutzungsquote&laquo; seit 2013, als ein Rechtsanspruch auf fr&uuml;hkindliche Betreuung in einer Kindertageseinrichtung eingef&uuml;hrt wurde, sogar zugenommen hat. Und am gr&ouml;&szlig;ten ist er, wenn das Haushaltseinkommen als Vergleichsma&szlig;stab zugrunde gelegt wird. So waren 23 Prozent der unter Dreij&auml;hrigen aus armen Familien im Jahr 2020 in einer Kindertageseinrichtung oder Kindertagespflege. Bei den gleichaltrigen Kindern, deren Familien mehr als 60 Prozent des Medianeinkommens der Gesamtbev&ouml;lkerung zur Verf&uuml;gung hatten, betrug die Betreuungsquote 46 Prozent. Der Unterschied, der 2020 bei 23 Prozentpunkten lag, ist im Laufe der Zeit signifikant gr&ouml;&szlig;er geworden. 2013 betrug er 16 Prozentpunkte.<br>\nUnd obwohl der Bedarf in beiden Gruppen &uuml;ber die Zeit gestiegen ist, wird er in armen Familien seltener gedeckt. Im Jahr 2020 wiesen knapp 17 Prozent der armen Familien eine Betreuungsl&uuml;cke auf, bei den einkommensst&auml;rkeren Familien waren es nur zehn Prozent.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.jungewelt.de\/artikel\/446573.fr%C3%BChkindliche-bildung-kita-nicht-f%C3%BCr-arme.html\">junge Welt<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>Armut offenbar gr&ouml;&szlig;er als angenommen<\/strong><br>\nIn Deutschland sind laut Parit&auml;tischem Wohlfahrtsverband mehr Menschen arm als angenommen. Von Armut betroffen waren demnach nicht 13,8 Millionen Menschen, sondern 14,1 Millionen Menschen, teilte die Organisation mit.<br>\nDie Armutsquote in Deutschland habe im Jahr 2021 nicht 16,6 Prozent, sondern 16,9 Prozent betragen. Der Verband korrigierte damit seinen im Juni ver&ouml;ffentlichten Armutsbericht. (&hellip;)<br>\nDie Organisation bezieht sich in der Neufassung auf Zahlen des Statistischen Bundesamtes, die das Berichtsjahr 2021 betreffen. Die Beh&ouml;rde habe nach den Erstergebnissen aus dem vergangenem Jahr jetzt Endergebnisse &ldquo;mit zum Teil gravierenden Abweichungen&rdquo; vorgelegt, erkl&auml;rte der Verband.<br>\nSo betrug laut Bundesamt die Kinderarmut nicht, wie zuerst berechnet, 20,8 Prozent, sondern 21,3 Prozent. Die Armutsquote von Alleinerziehenden stieg auf 42,3 statt 41,6 Prozent.<br>\nAls armutsgef&auml;hrdet gilt nach EU-Definition, wer &uuml;ber weniger als 60 Prozent des mittleren Einkommens der Gesamtbev&ouml;lkerung verf&uuml;gt. F&uuml;r eine allein lebende Person in Deutschland sind das derzeit etwa 15.000 Euro im Jahr, f&uuml;r eine Familie mit zwei Kindern etwa 31.500 Euro. Dabei handelt es sich um das gesamte Nettoeinkommen des Haushaltes inklusive Wohngeld, Kindergeld, Kinderzuschlag, anderer Transferleistungen oder sonstiger Zuwendungen. (&hellip;)<br>\nDie Armutsquoten seien bereits nach den fr&uuml;heren Daten auf einem Rekordhoch gewesen, sagte der Hauptgesch&auml;ftsf&uuml;hrer des Parit&auml;tischen Gesamtverbandes, Ulrich Schneider. &ldquo;Die Armut wird nicht nur immer gr&ouml;&szlig;er, sondern mit den explodierenden Preisen auch immer tiefer&rdquo;, so Schneider.<br>\nDer Verband forderte die Bundesregierung zu wirkungsvollen Ma&szlig;nahmen gegen die steigende Armut in Deutschland auf. Dabei seien eine Anhebung der Regels&auml;tze beim B&uuml;rgergeld und der Altersgrundsicherung von jetzt 502 auf 725 Euro, eine existenzsichernde Anhebung des BAf&ouml;G und eine z&uuml;gige Einf&uuml;hrung der Kindergrundsicherung von zentraler Bedeutung.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.tagesschau.de\/inland\/gesellschaft\/armut-deutschland-bericht-sozialverband-101.html\">tagesschau<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>Rentner m&uuml;ssen bis zu 150 Euro mehr zahlen<\/strong><br>\nAuch gesetzlich krankenversichert zu sein, kommt den meisten teurer zu stehen. Schlie&szlig;lich ist der durchschnittliche Zusatzbeitrag zur gesetzlichen Krankenversicherung seit Jahresanfang von 1,3 auf 1,6 Prozent gestiegen. Bei Rentnern, die in der Rentenversicherung pflichtversichert sind, wirkt sich diese &Auml;nderung erst zeitversetzt ab M&auml;rz 2023 aus. Im Januar und Februar 2023 wurden die aus der Rente zu zahlenden Krankenversicherungsbeitr&auml;ge zun&auml;chst weiter auf Grundlage des bisherigen Beitrags berechnet. Hierauf weist die Deutsche Rentenversicherung Bund hin.<br>\nF&uuml;r viele Rentner stieg so erst im M&auml;rz der Zusatzbeitrag zur gesetzlichen Krankenversicherung. Innerhalb eines Jahres kommen so bis zu 150 Euro mehr auf die Ruhest&auml;ndler zu, wie Berechnungen des Vergleichsportals Verivox zeigen. Beim Zusatzbeitrag k&ouml;nnen die Kassen auch dar&uuml;ber oder darunter liegen, denn jede entscheidet individuell &uuml;ber die Beitragsh&ouml;he. Das bietet f&uuml;r Versicherte bei einem Wechsel der Krankenkasse Einsparpotenzial. Durch einen Wechsel der Krankenkasse k&ouml;nnen Rentner einem Kostenanstieg entgehen und laut Verivox bis zu 88 Euro sparen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.n-tv.de\/ratgeber\/Rentner-muessen-bis-zu-150-Euro-mehr-zahlen-article23975329.html%20\">n-tv<\/a>\n<p>dazu: <strong>Eine Million Rentner rutscht durch Sozialabgaben in Armutsgefahr<\/strong><br>\nDie Linke und der Sozialverband VdK kritisieren, dass die Beitr&auml;ge zur Kranken- und Pflegeversicherung mehr als 1,1 Millionen Rentnerinnen und Rentner unter die Armutsschwelle dr&uuml;ckten. Die Linke bezieht sich dabei auf die Antwort der Bundesregierung auf eine parlamentarische Anfrage der Fraktion, &uuml;ber die die Augsburger Allgemeine berichtet.<br>\nDem Schreiben zufolge liegen derzeit 5,2 Millionen Rentenbezieher mit &uuml;ber 35 Jahren Beitragszahlungen netto unter der Armutsschwelle von derzeit 1.251 Euro. Ohne Abzug der Sozialabgaben w&auml;ren es demnach nur 4,1 Millionen, berichtet die Zeitung.<br>\nLinkenfraktionschef Dietmar Bartsch forderte dem Blatt gegen&uuml;ber Entlastungen f&uuml;r Rentnerinnen und Rentner. &ldquo;Das Rentenniveau ist aktuell zu niedrig und die Abgaben sind zu hoch&rdquo;, sagte Bartsch. &ldquo;Wenn &uuml;ber 1,1 Millionen Rentner allein wegen der Sozialabgaben in Armutsgefahr rutschen, ist das ein inakzeptabler Befund.&rdquo;<br>\n&ldquo;Es darf nicht sein, dass &auml;rmere Rentnerinnen und Rentner unter den hohen Sozialabgaben leiden&rdquo;, sagte auch VdK-Pr&auml;sidentin Verena Bentele dem Bericht zufolge. Die gestiegenen Energie- und Lebensmittelkosten sowie Medikamentenzuzahlungen machten ihnen bereits zu schaffen. Bentele und Bartsch sprachen sich f&uuml;r eine Sozialversicherungsreform aus.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.zeit.de\/politik\/deutschland\/2023-03\/ruhestand-rente-sozialabgaben-krankenkassenbeitraege-armut\">Zeit Online<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>2.000 Euro Zuzahlung pro Jahr f&uuml;r Kassenpatienten?<\/strong><br>\nDen Gesetzlichen Krankenkassen fehlt Geld. Lauterbach will eine Krankenhausreform, Wirtschaftswissenschaftler Raffelh&uuml;schen wirbt f&uuml;r eine h&ouml;here Selbstbeteiligung f&uuml;r Kassenpatienten. (&hellip;)<br>\nIn Bereichen wie der Zahnheilkunde sind die Kassenleistungen heute schon auf ein Minimum reduziert und fordern eine hohe Selbstbeteiligung der Patienten. Aus dem Umfeld der FDP kommt nun die Idee, die Selbstbeteiligung der Versicherungsnehmer deutlich zu erh&ouml;hen.<br>\nDer Freiburger &Ouml;konom Bernd Raffelh&uuml;schen schl&auml;gt zur Kostend&auml;mpfung im Gesundheitswesen daher vor, dass Patienten nach dem Arztbesuch k&uuml;nftig eine Rechnung erhalten und diese an die Krankenkasse weiterreichen, welche dann einen Gro&szlig;teil der Kosten &uuml;bernimmt.<br>\nDamit m&uuml;sste der Arzt das Risiko &uuml;bernehmen, dass der Patient die Rechnung nicht begleicht. F&uuml;r &Auml;rzte wird dann eine regelm&auml;&szlig;ige Bonit&auml;tspr&uuml;fung der Patienten Voraussetzung, um nicht selbst in Schieflage zu geraten.<br>\nF&uuml;r die Eigenbeteiligung der Patienten schl&auml;gt er mehrere Stufen vor, die insgesamt bei 1.500 oder 2.000 Euro pro Jahr gedeckelt werden sollen. Gleichzeitig sei ein Sozialausgleich vorgesehen. Die daf&uuml;r ben&ouml;tigten Zusch&uuml;sse f&uuml;r Geringverdiener m&uuml;ssten dann aus dem Bundeshaushalt kommen.<br>\nF&uuml;r Patienten, die nicht in die Gunst staatlicher Zusch&uuml;sse kommen, wird es dann wohl private Zusatzversicherungen mit Gesundheitspr&uuml;fung geben. &Auml;ltere Patienten mit angeschlagener Gesundheit m&uuml;ssten dann damit rechnen, dass ihre medizinische Versorgung deutlich reduziert wird.<br>\nBundesgesundheitsminister Karl Lauterbach erteilte den Pl&auml;nen von Raffelh&uuml;schen zuletzt eine klare Absage. Es ist allerdings nicht grunds&auml;tzlich auszuschlie&szlig;en, dass er in Zukunft feststellt, er habe sich dabei get&auml;uscht. Eine schlechtere medizinische Versorgung der nicht mehr arbeitenden Bev&ouml;lkerung b&ouml;te durchaus gesellschaftliche Vorteile, k&ouml;nnten man b&ouml;se anmerken.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.telepolis.de\/features\/2-000-Euro-Zuzahlung-pro-Jahr-fuer-Kassenpatienten-7542742.html%20\">Telepolis<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Christian Reimann:<\/strong> Ob der Bundesgesundheitsminister bei seiner bisher ablehnenden Meinung bleiben wird, ist ungewiss. Allzu oft hat er sich auf die Seite von Konzernen &bdquo;geschlagen&ldquo; und gegen die Interessen der &bdquo;kleinen Leute&ldquo; agiert. Erinnert sei z.B. an seinen Einsatz f&uuml;r die Riester-Rente: Das Letzte, diesmal von Prof. Lauterbach: &ldquo;Die Riester-Rente sollte zur Pflicht werden&rdquo; https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=2793. Herr Raffelh&uuml;schen und seine Thesen sind mehrfach auf den NachDenkSeiten thematisiert worden &ndash; u.a. hier:<\/em><\/p>\n<ol type=\"a\">\n<li><em><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=34724\">Wenn es hierzulande anst&auml;ndig zuginge, dann w&uuml;rden Professoren, die wie R&uuml;rup, Raffelh&uuml;schen, B&ouml;rsch-Supan, etc. wissentlich falsch beraten haben, auf Schadenersatz verklagt.<\/a><\/em><\/li>\n<li><em><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=22241\">Bei Raffelh&uuml;schen, Sinn, M&uuml;nkler und &auml;hnlichen PR-Professoren sollte die M&ouml;glichkeit bestehen, Professorentitel und &ndash;gehalt zu entziehen.<\/a><\/em><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>Ulrike im Wunderland<\/strong><br>\nSeit ihrem Auftritt bei Markus Lanz am 4. Juni 2022 ist die Bonner Politikprofessorin Gu&eacute;rot &ndash; milde ausgedr&uuml;ckt &ndash; persona non grata im &ouml;ffentlichen Leben.<br>\nHatte sie mit ihrem Essay &ldquo;Wer schweigt, stimmt zu&rdquo;, der Kritik an den staatlichen Ma&szlig;nahmen zur Pandemie-Bek&auml;mpfung vorbrachte, schon Ansto&szlig; erregt, so war mit ihrem im November 2022 erschienenen Buch Endspiel Europa f&uuml;r den Mainstream der deutschen Medienlandschaft endg&uuml;ltig klar: Diese Frau hat im Wissenschaftsbetrieb und im &ouml;ffentlichen Diskurs, wie er hierzulande gef&uuml;hrt wird, nichts verloren.<br>\nMittlerweile hat auch der Arbeitgeber Gu&eacute;rots reagiert, was noch einmal f&uuml;r Wirbel sorgte. (&hellip;)<br>\nDer Eindruck liegt nahe und die begr&uuml;ndete These steht ja auch im Raum, dass es hier um die Exkommunikation einer unbequemen Autorin aus der scientific community geht.<br>\nGu&eacute;rot hat zusammen mit dem Wissenschaftler Hauke Ritz in ihrem Endspiel-Buch, das sich bewusst als Essay vom &uuml;blichen Publikationswesen des akademischen Betriebs absetzt, den Weg des Westens hin zum Ukrainekrieg analysiert und dabei den Anteil der Nato an der Eskalation deutlich zur Sprache gebracht.<br>\nUnd sie hat, als Fazit, die Europ&auml;ische Union dazu aufgefordert, &ldquo;nicht als Stellvertreter der USA zu fungieren&rdquo;, wie es bei Krass &amp; Konkret in einem Res&uuml;mee des Autorenduos hie&szlig;. Dabei beriefen sich die beiden &ndash; unter R&uuml;ckgriff auf die kulturelle Tradition des Abendlands &ndash; auf eine &ldquo;EUtopie, die humanistisch, antifaschistisch, antimilit&auml;risch, inter-nationalistisch und antikapitalistisch ist&rdquo;, und schlossen mit der Forderung: &ldquo;Deswegen muss Europa alles tun, um diesen Krieg sofort zu beenden.&rdquo;<br>\nVon der Universit&auml;t, von Kollegen, aber auch von Medien wie der FAZ, die sich auf eine regelrechte Kampagne gegen die zur Au&szlig;enseiterin erkl&auml;rte Politologin verlegten, gab es Einspruch gegen einen solchen europ&auml;ischen Friedensidealismus, der bis zur &ldquo;Zeitenwende&rdquo; &ndash; und der damit verbundenen Gesinnungswende &ndash; hierzulande als Selbstverst&auml;ndlichkeit galt.<br>\nUnisono wurde die Unwissenschaftlichkeit von Gu&eacute;rots Positionen festgestellt, die &ndash; so kann man die Vorw&uuml;rfe auf den Punkt bringen &ndash; nicht dem Nato-Narrativ folgen. Das Bonner Uni-Rektorat verabschiedete 2022 eine Erkl&auml;rung, die sich zur Parteinahme f&uuml;r den Westen und gegen Russland bekannte und noch ohne Nennung Gu&eacute;rots den Rahmen setzte, in dem der wissenschaftliche Diskurs stattzufinden habe; womit auch klargestellt war, dass weitergehende juristische M&ouml;glichkeiten zum Ausschluss dissidenter Meinungen gepr&uuml;ft werden sollten.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.telepolis.de\/features\/Ulrike-im-Wunderland-7539442.html?seite=all\">Telepolis<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>US-Umweltbeh&ouml;rde genehmigt hochgiftigen Plastik-Sprit<\/strong><br>\nAus Plastik wieder &Ouml;l zu machen, klingt nach einer guten Idee. In der Praxis ist sie schwer umwelt- und gesundheitssch&auml;dlich.<br>\nNoch hat Chevron mit der Herstellung nicht begonnen, die Genehmigung der US-Umweltbeh&ouml;rde EPA ist aber schon erteilt: Der US-&Ouml;lkonzern will in einer Raffinerie in Pascagoula, Mississippi, demn&auml;chst Treibstoff aus Altplastik herstellen.<br>\nAus Plastik wieder &Ouml;l zu machen, klingt zun&auml;chst nach einer guten Idee. Die EPA f&ouml;rdert solche Verfahren seit Januar 2022 als &laquo;klimafreundliche Alternative&raquo; mit einer vereinfachten Zulassung.<br>\nKlimafreundlich oder nachhaltig sei an dem neuen und &laquo;nachhaltigen&raquo; Treibstoff aber gar nichts, berichten &laquo;Pro Publica&raquo; und der &laquo;Guardian&raquo;. Noch dazu sei die Herstellung mit einem &laquo;astronomischen&raquo; Krebsrisiko behaftet. Der Umwandlungsprozess verschmutze die Luft so sehr, dass einer von vier Menschen, die den Abgasen ihr Leben lang ausgesetzt sind, nach Modellrechnungen Krebs bekommen k&ouml;nnte.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.infosperber.ch\/gesundheit\/public-health\/us-umweltbehoerde-genehmigt-hochgiftigen-plastik-sprit\/%20\">Infosperber<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unserer Leserin A.F.:<\/strong> Was heutzutage alles als umweltfreundlich und nachhaltig verkauft wird, ist gruselig.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>Polizei darf Fingerabdr&uuml;cke nehmen, um Handy zu entsperren<\/strong><br>\nWer sich mit Sicherheit auskennt, wei&szlig; es schon lange: Fingerabdr&uuml;cke und Gesichtsbiometrie m&ouml;gen zwar praktisch sein um ein Smartphones zu entsperren. Aber sicher sind sie nicht. Denn man kann einfach dazu gezwungen werden, das Ger&auml;t mit seinem Gesicht oder Finger zu entsperren. Die Polizei darf das allerdings nicht direkt auf dem Ger&auml;t.<br>\nDeswegen hat sie in Bayern offenbar den Umweg &uuml;ber eine erkennungsdienstliche Behandlung genommen. Ein wegen Bet&auml;ubungsmitteln Beschuldigter hatte sich bei der Polizei geweigert, sein Handy zu entsperren. Er war nicht bereit seinen Finger auf den Sensor des Handys zu legen. Ein Ermittlungsrichter ordnete dann nach &sect; 81b Abs. 1 StPO an, dass dem Beschuldigten Fingerabdr&uuml;cke abgenommen werden. Mit diesen entsperrte die Polizei selbst das Handy, um an die Daten zu gelangen.<br>\nDer Mann wehrte sich mit einer Beschwerde vor dem Landgericht Ravensburg. Doch dieses erkl&auml;rte die Ma&szlig;nahme des Amtsgerichts f&uuml;r zul&auml;ssig, weil das Gesetz &bdquo;technikoffen&ldquo; formuliert sei. (&hellip;)<br>\nDas Gericht h&auml;lt die Abnahme des Fingerabdrucks zum Entsperren eines Mobiltelefons in Strafverfahren f&uuml;r notwendig und verh&auml;ltnism&auml;&szlig;ig. Das Grundrecht des Beschuldigten auf informationelle Selbstbestimmung bleibe hinter dem Interesse der Allgemeinheit an einer effektiven Strafrechtspflege zur&uuml;ck.<br>\nRechtsanwalt Udo Vetter kommentiert in seinem Lawblog: &bdquo;Nat&uuml;rlich war die Vorschrift nie und nimmer daf&uuml;r gedacht, biometrische Sperren zu umgehen. Als sie in Kraft trat, war das Leben noch 100 % analog, und es ging um den Vergleich von Tatortspuren oder Identifizierung von Personen.&ldquo;<br>\nVetter geht davon aus, dass das Urteil schnell die Runde machen wird und empfiehlt schon einmal: &bdquo;Wer vorausschauend denkt, deaktiviert die Fingerabdrucksperre. Ein Passwort muss man in Deutschland bislang nicht herausgeben. Auch kann man nicht gezwungen werden, ein Entsperrmuster zu zeichnen.&ldquo;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/netzpolitik.org\/2023\/gerichtsbeschluss-polizei-darf-fingerabdruecke-nehmen-um-handy-zu-entsperren\/\">netzpolitik.org<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h15\"><\/a><strong>Elektronische Patientenakte: Wo es noch hakt<\/strong><br>\nDer Chaos Computer Club (CCC) kritisiert die Pl&auml;ne von Gesundheitsminister Karl Lauterbach (SPD) zur elektronischen Patientenakte. Viele Fragen seien im Detail noch nicht gekl&auml;rt, sagt CCC-Mitglied Martin Tschirsich ZDFheute:<br>\nDie Infrastruktur f&uuml;r die elektonische Patientenakte fehlt bisher. Lauterbach setzt mit seinen Pl&auml;nen ein Luxusdach auf ein morsches Fundament.<br>\nMartin Tschirsich, Mitglied Chaos Computer Club<br>\nKonkret geht es bei der Kritik um die Frage, wie Befunde in die elektronische Patientenakte gelangen sollen. Patienten m&uuml;ssen ihren &Auml;rztinnen und &Auml;rzten daf&uuml;r die Erlaubnis erteilen. Dann k&ouml;nnten zum Beispiel die Ergebnisse einer Blutuntersuchung in der Akte abgelegt werden. (&hellip;)<br>\nF&uuml;r die Akzeptanz der Patientenakte d&uuml;rfte noch ein weiteres Kriterium wichtig sein: Datenschutz. &ldquo;Gesundheitsdaten geh&ouml;ren zu den sensibelsten Daten &uuml;berhaupt&rdquo;, sagt Linken-Digitalexpertin Anke Domscheit-Berg. Sie kritisiert, dass Lauterbach den Bundesdatenschutzbeauftragten bei der Umsetzung der Pl&auml;ne entmachtet und ihm ein Vetorecht entzogen habe.<br>\n&ldquo;Herr Lauterbach vernachl&auml;ssigt den Datenschutz&rdquo;, sagt auch Martin Tschirsich vom Chaos Computer Club. Damit wolle der Minister offenbar kurzfristig schneller vorankommen, allerdings sei das zu kurz gedacht.<br>\nZDFheute hat den Bundesdatenschutzbeauftragten Ulrich Kelber um ein Interview gebeten. Kelber, ebenso wie Lauterbach SPD-Mitglied, lehnt eine Stellungnahme allerdings &ldquo;aus politischen Gr&uuml;nden&rdquo; ab. Das allerdings spricht dann doch B&auml;nde.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.zdf.de\/nachrichten\/politik\/e-patientenakte-digitalisierung-gesundheiteswesen-lauterbach-100.html%20\">ZDF<\/a>\n<p>dazu: <strong>Das sind die Gefahren und Vorteile<\/strong><br>\nWas sind die Nachteile?<br>\nKritiker:innen bef&uuml;rchten die gl&auml;serne Patientin, Datenmissbrauch, Hackerangriffe und einen gro&szlig;z&uuml;gigen Abfluss der Daten an Forschungseinrichtungen und Pharmaindustrie. So kritisiert Silke L&uuml;der, stellvertretende Vorsitzende der Freien &Auml;rzteschaft, die vor allem niedergelassene Haus- und Fach&auml;rzt:innen vertritt: &bdquo;Die gesamte Planung zielt darauf ab, die &auml;rztliche Schweigepflicht aufzuheben &ndash; und das Recht auf informationelle Selbstbestimmung des Patienten gleich mit.&ldquo; Der Verband geht davon aus, dass die Gesundheitswirtschaft an die Daten will, um damit Gesch&auml;fte zu machen. Ganz von der Hand zu weisen ist das nicht. So sagte Karl Lauterbach bei der Vorstellung seiner Pl&auml;ne: Dass man derzeit keine Daten aus digitalen Patientenakten an die Forschung geben k&ouml;nne, lasse Deutschland international zur&uuml;ckfallen.<br>\nKritik kommt auch von der Deutschen Stiftung Patientenschutz: &bdquo;Wer schweigt, sagt nicht automatisch Ja&ldquo;, sagt Vorstand Eugen Brysch. Und auch der Bundesdatenschutzbeauftragte Ulrich Kelber hat das geplante Widerspruchsprinzip schon kritisiert. Mit seinen Gesetzesvorhaben vergr&ouml;&szlig;ert Lauterbach nun den Konflikt: Er plant, den Bundesdatenschutzbeauftragten bei dem Digitalisierungsprozess zu entmachten. Dessen Vetorecht soll fallen, ebenso das des Bundesamtes f&uuml;r Sicherheit in der Informationstechnik (BSI).<br>\nWie lange liegen die Daten in der ePA?<br>\n&Auml;rzt:innen m&uuml;ssen Patient:innendaten in den meisten F&auml;llen bis 10 Jahre nach der letzten Behandlung speichern. Die ePA ist als lebenslanger Datencontainer gedacht: Damit k&ouml;nnte die behandelnde &Auml;rztin nachschauen, ob der Patient mit G&uuml;rtelrose in seiner Kindheit an Windpocken erkrankt war und wie schwer. Oder eine psychische Erkrankung aus grauer Vergangenheit wird als Indiz daf&uuml;r gewertet, dass auch aktuelle Beschwerden psychosomatisch sind. Wer einmal in die Akte gestellte Dokumente nicht mehr drin haben will, muss sich selber um die L&ouml;schung k&uuml;mmern.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/taz.de\/Elektronische-Patientenakte\/!5918459\/%20\">taz<\/a><\/p>\n<p>dazu auch: <strong>Patientendaten f&uuml;r die Industrie &ndash; teilweise ohne Widerspruchsrecht<\/strong><br>\nDaten aus der elektronischen Patientenakte sollen nach Plan des Gesundheitsministers auch der forschenden Industrie zur Verf&uuml;gung gestellt werden &ndash; etwa um Abwanderung von Pharmaunternehmen zu verhindern. Teilweise k&ouml;nnen Patienten keinen Widerspruch einlegen. Bereits zwei Klagen sind anh&auml;ngig.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.welt.de\/politik\/deutschland\/plus244203475\/Elektronische-Patientenakte-Daten-fuer-die-Industrie-teilweise-ohne-Widerspruchsrecht.html%20\">Welt Online<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung Christian Reimann:<\/strong> Von wegen alles zum Wohle der Gesundheit der Bev&ouml;lkerung in Deutschland. Lauterbachs Vorg&auml;nger im Amt wirkte bereits als &bdquo;T&uuml;r&ouml;ffner&ldquo;. Nun, im Windschatten der merk-w&uuml;rdigen Coronazeit <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=63919\">soll der &bdquo;gl&auml;serne Patient&ldquo; endg&uuml;ltig herbeiregiert<\/a> werden.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h16\"><\/a><strong>Pandemie der Beliebigkeiten: Es fehlen die Antworten zur Corona-Politik<\/strong><br>\nDie offizielle Schweiz ist mit der Corona-Politik zufrieden. Zu Recht? Alte Menschen wurden eingesperrt, Milliarden wurden verpulvert, und die Beh&ouml;rden informierten oft manipulativ. Es braucht eine Aufarbeitung. (&hellip;)<br>\nHeute, drei Jahre sp&auml;ter, ist die offizielle Schweiz &uuml;berzeugt, dass man gut, ja besser als viele andere L&auml;nder durch die Krise gekommen sei. Rund 14 000 Menschen starben hierzulande, grossmehrheitlich &auml;ltere und kranke Personen. Die Politik gab Milliardenbetr&auml;ge aus, um die Unternehmen zu st&uuml;tzen. W&auml;hrend gut zweier Jahre galten zum Teil massive Freiheitsbeschr&auml;nkungen, erstmals in der Schweiz gab es zertifizierte und nicht zertifizierte B&uuml;rger. Die Justiz arbeitete die Covid-Beschwerden z&uuml;gig ab und st&uuml;tzte zuverl&auml;ssig die Regierungspolitik. Alles gut also? (&hellip;)<br>\nRegierungen weltweit werden inzwischen aufgefordert, Rechenschaft &uuml;ber ihre Pandemiepolitik abzulegen, und das ist n&ouml;tig. In Grossbritannien sorgen zurzeit die &laquo;Lockdown-Files&raquo; f&uuml;r helle Aufregung. Die regierungsinternen Nachrichten zeigen, wie leichtfertig die Johnson-Regierung w&auml;hrend der Pandemie mitunter gehandelt und Vorschriften erlassen hat &ndash; zum Teil rein politisch motiviert, willk&uuml;rlich anmutend und ohne jede wissenschaftliche Evidenz. (&hellip;)<br>\nWas man sicher weiss: Viele Fragen zur Verh&auml;ltnism&auml;ssigkeit der Corona-Politik sind nicht gekl&auml;rt. Wir stehen erst am Anfang der Aufarbeitung, und das in mehreren Bereichen. (&hellip;)<br>\nEiner davon ist die Medizin.<br>\nWer das Pandemieregime z&auml;hneknirschend durchgestanden hat in der festen Erwartung, dass die vielen offenen Fragen, Widerspr&uuml;che, Behauptungen sp&auml;ter auf den Tisch kommen und abgekl&auml;rt w&uuml;rden, will Antworten. Schliesslich geht es darum, Lehren f&uuml;r die Zukunft zu ziehen. Die Schweiz braucht kein &laquo;Corona-Sondertribunal&raquo;, wie ein aufgebrachtes Initiativkomitee fordert. Es reicht, dass die &laquo;Corona-Chefs&raquo;, allen voran der Schweizer Gesundheitsminister, seri&ouml;s Bilanz ziehen und sich nicht mit dem Hinweis begn&uuml;gen, eine phantastisch hohe Zahl an Gesetzen erlassen zu haben oder besser gewesen zu sein als andere L&auml;nder.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.nzz.ch\/meinung\/corona-und-die-willkuer-ld.1729617%20\">NZZ<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Christian Reimann:<\/strong> Derzeit <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=93388\">scheitert die Corona-Aufarbeitung (bevor sie begonnen hat)<\/a>. Dabei ist eine Aufarbeitung wie nach der &bdquo;Schweinegrippe&ldquo; auch in Deutschland dringend geboten. Aber die Lehren sollten nachhaltiger wirken. Sonst wird erneut &uuml;ber <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=76074\">die Parallelen zwischen den &bdquo;Pandemien&ldquo;<\/a> geschrieben werden k&ouml;nnen\/m&uuml;ssen. Bitte lesen Sie dazu auch <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=94727\">Die Aufarbeitung der Corona-Katastrophe braucht mehr Lockdown-Files-Ver&ouml;ffentlichungen &ndash; es darf nicht beim um Verzeihung Bitten bleiben<\/a>.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h17\"><\/a><strong>Sterblichkeit und Impfung: amtliche britische Zahlen zeigen eine Katastrophe<\/strong><br>\nNach einer mehr als siebenmonatigen Ver&ouml;ffentlichungspause hat die britische Statistikbeh&ouml;rde nun Zahlen vorgelegt, die erstmals in diesem Umfang zeigen, wie nutzlos und sogar sch&auml;dlich die Corona-Massenimpfung war. Zu keinem Zeitpunkt und in keiner Altersgruppe finden sich signifikante Belege f&uuml;r eine geringere Gesamtsterblichkeit Geimpfter. Im Gegenteil f&uuml;hrte die staatliche Impfkampagne fast von Beginn an zu einer h&ouml;heren Gesamtsterblichkeit der Geimpften, die zudem mit der Zeit ansteigt und um so h&ouml;her ausf&auml;llt, je j&uuml;nger die Geimpften sind. (&hellip;)<br>\nDie &Uuml;bersterblichkeit ergibt sich zudem in Bezug zu 2020, also dem ersten Jahr der &bdquo;schlimmsten Pandemie der Neuzeit&ldquo; &ndash; in dem noch keine rettende Impfung verf&uuml;gbar war. Die &Uuml;bersterblichkeit beginnt im Jahr 2021 und weist seitdem eine steigende Tendenz auf. Ihre Ursache ist offiziell &bdquo;nicht abschlie&szlig;end gekl&auml;rt&ldquo;. Gekl&auml;rt scheint nur, dass es mit Sicherheit nicht an der hundertmillionenfachen Verabreichung einer neuartigen, unerforschten und hastig entwickelten Gentherapie liegen kann. (&hellip;)<br>\nEs w&auml;re dringend geboten, ab sofort bei der Stellung entsprechender Diagnosen den Impfstatus der Betroffenen mitzuerfassen. Zumindest in Deutschland scheint das, laut Standpunkt der Beh&ouml;rden, aus &bdquo;datenschutzrechtlichen&ldquo; Gr&uuml;nden nicht m&ouml;glich zu sein. Was in 2G-Zeiten Kellnern im Restaurant erlaubt und geboten war, n&auml;mlich den Impfstatus abzufragen, soll &Auml;rzten und Pathologen nun wegen Datenschutz nicht m&ouml;glich sein. Der Autor kann diesen Sachverhalt nicht juristisch beurteilen, nur praktisch und ethisch: Staatsversagen ist noch das g&uuml;nstigste und wohlmeinendste Urteil, zu dem man kommen kann.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/multipolar-magazin.de\/artikel\/sterblichkeit-und-impfung\">Florian Schilling in multipolar<\/a><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (CR\/AT)<\/p>\n","protected":false},"author":11,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[19],"tags":[],"class_list":["post-94954","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-hinweise-des-tages"],"jetpack_featured_media_url":"","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/94954","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/11"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=94954"}],"version-history":[{"count":2,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/94954\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":94956,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/94954\/revisions\/94956"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=94954"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=94954"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=94954"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}