{"id":95032,"date":"2023-03-15T08:45:08","date_gmt":"2023-03-15T07:45:08","guid":{"rendered":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=95032"},"modified":"2023-03-15T08:24:12","modified_gmt":"2023-03-15T07:24:12","slug":"hinweise-des-tages-4317","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=95032","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (WM\/AT)<br>\n<!--more--><br>\nWir weisen darauf hin, dass die jeweiligen Anbieter f&uuml;r die Barrierefreiheit ihrer Angebote selbst verantwortlich sind und es durchaus sein kann, dass der Zugang von zun&auml;chst freien Inhalten nach einer Zeit beschr&auml;nkt wird.<\/p><p>Hier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=95032#h01\">Wehrbeauftragte: Bundeswehr ben&ouml;tigt 300 Milliarden Euro<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=95032#h02\">Biden legt Kriegsbudget in Billionenh&ouml;he auf<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=95032#h03\">R&uuml;stungstreiber Europa<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=95032#h04\">Blockbildung gegen China<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=95032#h05\">Emirate: Blendende Gesch&auml;fte mit den Russland-Sanktionen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=95032#h06\">Parit&auml;tischer Wohlfahrtsverband: Mehr Armut als vermutet<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=95032#h07\">Der Mindestlohn ist eine Frage des Stils<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=95032#h08\">30 Jahre EU-Binnenmarkt &ndash; Zeit f&uuml;r einen Paradigmenwechsel<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=95032#h09\">Habeck und &Ouml;zdemir in S&uuml;damerika: Deutsche Wirtschaft fordert Taten statt warmer Worte <\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=95032#h10\">Iran hat grosse Lithium-Vorkommen entdeckt: China freut sich<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=95032#h11\">Neue globale Ordnung: Abkommen zwischen Teheran und Riad<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=95032#h12\">Geschlossen Paroli bieten<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=95032#h13\">Prag: Massenprotest gegen Armut und Waffenlieferungen an Ukraine<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=95032#h14\">Schwankend am Abgrund<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=95032#h15\">Zu guter Letzt: Wer hat an der Pipeline gedreht? &ndash; K&uuml;ppersbusch TV<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Verantwortlich f&uuml;r die Richtigkeit der zitierten Texte sind die jeweiligen Quellen und nicht die NachDenkSeiten. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>Wehrbeauftragte: Bundeswehr ben&ouml;tigt 300 Milliarden Euro<\/strong><br>\nDie Wehrbeauftragte des Bundestages, Eva H&ouml;gl, h&auml;lt das 100-Milliarden-Sonderverm&ouml;gen f&uuml;r die Bundeswehr f&uuml;r nicht ausreichend, um die volle Einsatzbereitschaft der Streitkr&auml;fte herzustellen. Nach Einsch&auml;tzung milit&auml;rischer Experten sei daf&uuml;r eine &bdquo;Summe von insgesamt 300 Milliarden Euro&ldquo; notwendig, schreibt H&ouml;gl in ihrem Jahresbericht 2022 (20\/5700), den sie am Dienstag an Bundestagspr&auml;sidentin B&auml;rbel Bas (SPD) &uuml;bergab und anschlie&szlig;end der Presse pr&auml;sentierte. &bdquo;Die H&ouml;he des Verteidigungshaushaltes muss sich daher in den kommenden Jahren ausgehend von den im Berichtsjahr erreichten 1,5 Prozent des Bruttoinlandproduktes stetig und in deutlichen Schritten hin zum Zwei-Prozent-Ziel der Nato bewegen&ldquo;, hei&szlig;t es in H&ouml;gls Bericht. Es seien zweistellige Milliardenbetr&auml;ge erforderlich, um die Munitionsbest&auml;nde aufzuf&uuml;llen und Munitionslager zu bauen. Diese Summen seien im Sonderverm&ouml;gen nicht enthalten, sondern seien aus dem regul&auml;ren Verteidigungshaushalt zu finanzieren. Zudem machten die Preisentwicklung auf dem Energie- und Rohstoffmarkt sowie die angesichts des Ukraine-Krieges gestiegene internationale Nachfrage nach milit&auml;rischer Ausr&uuml;stung steigende Verteidigungsausgaben auch in Zukunft notwendig&hellip;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.bundestag.de\/presse\/hib\/kurzmeldungen-937872\">Deutscher Bundestag<\/a>\n<p>dazu auch: <strong>Bei der R&uuml;stung sind sie fix<\/strong><br>\nBedeutende Rekorde werden in diesen Tagen gemeldet. Der j&uuml;ngste betrifft die R&uuml;stungsimporte der europ&auml;ischen NATO-Staaten. Laut dem am Montag ver&ouml;ffentlichten Bericht des Stockholmer Instituts SIPRI haben sie ihre Importe an todbringenden R&uuml;stungsg&uuml;tern im Vergleich der vergangenen beiden F&uuml;nfjahreszeitr&auml;ume um satte 65 Prozent gesteigert. Zudem ist die Ukraine zum drittgr&ouml;&szlig;ten Waffenimporteur der Welt aufgestiegen. Abgesehen davon, da&szlig; diese Entwicklung alles andere ist als ein Ruhmesblatt, sollte darauf hingewiesen werden, wer f&uuml;r die massive Steigerung der ukrainischen Importe bezahlt: Das sind in erster Linie ukrainische und russische Soldaten, aber auch die Steuerzahler in den L&auml;ndern des &raquo;Westens&laquo;, denn diese Waffen werden zum allergr&ouml;&szlig;ten Teil aus den Staatsbudgets der L&auml;nder finanziert, die ein Interesse daran haben, diesen Krieg so lange wie m&ouml;glich am Kochen zu halten, statt sich um eine L&ouml;sung am Verhandlungstisch zu bem&uuml;hen. (&hellip;) Die einfachen Lohnabh&auml;ngigen bezahlen diese Entwicklung nicht mehr nur mit dem rapiden Verlust ihrer Kaufkraft und der Beschneidung von sozialen Rechten und &ouml;ffentlichen Dienstleistungen, sondern viele von ihnen auch mit dem Verlust ihres Arbeitsplatzes. In immer mehr Bereichen w&uuml;tet der Rotstift, t&auml;glich flattern uns Meldungen &uuml;ber Stellenstreichungen auf den Tisch. R&uuml;stung und Krieg sind nur profitabel f&uuml;r Banken, Konzerne und deren Interessenvertreter in der &raquo;gro&szlig;en Politik&laquo;. F&uuml;r alle anderen kommt es also darauf an, die Forderung nach Frieden und Abr&uuml;stung zu verst&auml;rken.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.zlv.lu\/db\/1\/1434341896470\/0%20\">Zeitung vum L&euml;tzebuerger Vollek<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>Biden legt Kriegsbudget in Billionenh&ouml;he auf<\/strong><br>\nDas Wei&szlig;e Haus hat am Donnerstag seinen Haushaltsantrag f&uuml;r das Haushaltsjahr 2024 vorgestellt, der die h&ouml;chsten jemals vorgeschlagenen Ausgaben f&uuml;r das Milit&auml;r enth&auml;lt. Es handelt sich um ein Budget von einer Billion Dollar f&uuml;r einen Weltkrieg. Die Biden-Regierung beansprucht diese Ressourcen, um Russland in der Ukraine zu bek&auml;mpfen, ihre Aufr&uuml;stung f&uuml;r einen Krieg mit China im Fernen Osten zu verst&auml;rken und die milit&auml;rische Aggression der USA im Nahen Osten aufrechtzuerhalten.<br>\nNeben den 842 Milliarden Dollar f&uuml;r das Pentagon, die im Kongress zweifellos noch weiter aufgestockt werden, gibt es noch 24 Milliarden Dollar f&uuml;r das Energieministerium, das das US-Atomwaffenarsenal unterh&auml;lt, und 20 Milliarden Dollar f&uuml;r milit&auml;rbezogene Programme im Au&szlig;enministerium, der CIA und anderen Beh&ouml;rden. Die offiziellen Milit&auml;rausgaben belaufen sich demzufolge auf insgesamt 886 Milliarden Dollar.<br>\nHinzu kommen die tats&auml;chlichen Kosten des Krieges in der Ukraine, die f&uuml;r das am 1. Oktober beginnende Haushaltsjahr 2024 mit nur sechs Milliarden Dollar angegeben werden. Im letzten Haushaltsjahr beantragte die Regierung Biden 6,9 Milliarden Dollar, gab aber schlie&szlig;lich 114 Milliarden Dollar aus. Da es keine Anzeichen f&uuml;r ein Ende des Krieges gibt &ndash; im Gegenteil, er eskaliert rapide &ndash;, werden die Kosten der US-Unterst&uuml;tzung f&uuml;r das ansonsten bankrotte Regime in Kiew wahrscheinlich noch h&ouml;her ausfallen als bisher. Damit w&uuml;rden die gesamten Milit&auml;rausgaben weit &uuml;ber die 1-Billionen-Dollar-Marke ansteigen.<br>\nSeit Bidens Amtsantritt ist das Budget allein f&uuml;r das Pentagon von 718 Milliarden Dollar im Jahr 2022, dem ersten vollen Jahr seiner Amtszeit, auf 816 Milliarden Dollar im vergangenen Jahr gestiegen. Die f&uuml;r dieses Jahr beantragten 842 Milliarden Dollar k&ouml;nnten die 900-Milliarden-Dollar-Marke &uuml;berschreiten, sobald der Kongress und die Lobby der Waffenhersteller ein Mitspracherecht haben. Die Republikaner im Kongress haben bereits angeprangert, dass der Haushalt zu wenig Mittel f&uuml;r das Milit&auml;r vorsieht.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.wsws.org\/de\/articles\/2023\/03\/11\/pers-m11.html%20\">wsws<\/a>\n<p>dazu: <strong>Waffen schwerer wiegen als Butter&rdquo; <\/strong><br>\n(Eigene &Uuml;bersetzung)<br>\nUS-Pr&auml;sident Joe Biden hat am Donnerstag einen 6,8 Billionen Dollar schweren Haushaltsplan f&uuml;r das Haushaltsjahr 2024 vorgelegt, der unter anderem eine Erh&ouml;hung der Milit&auml;rausgaben, die F&ouml;rderung von Sozialprogrammen, eine Erh&ouml;hung der Steuern f&uuml;r Reiche und einen Defizitabbau vorsieht. Die USA werden in neue Wege investieren, um China weltweit zu &uuml;bertrumpfen, da letzteres &ldquo;der einzige Konkurrent der USA ist, der sowohl die Absicht hat, die internationale Ordnung neu zu gestalten, als auch in zunehmendem Ma&szlig;e &uuml;ber die wirtschaftliche, diplomatische, milit&auml;rische und technologische Macht verf&uuml;gt, dies zu tun&rdquo;, hei&szlig;t es im US-Haushalt.<br>\nAnalysten glauben, dass der Haushaltsplan die Absicht der Regierung Biden widerspiegelt, die milit&auml;rische Abschreckung im Ausland zu verst&auml;rken und in zivilen Angelegenheiten wettbewerbsf&auml;higer zu sein, da die Wahlen 2024 n&auml;her r&uuml;cken.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.globaltimes.cn\/page\/202303\/1287079.shtml\">Global Times<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>R&uuml;stungstreiber Europa<\/strong><br>\nDie europ&auml;ischen NATO-Staaten und die asiatisch-pazifischen Verb&uuml;ndeten des Westens im Machtkampf gegen China haben ihre Gro&szlig;waffeneinfuhr in den vergangenen Jahren st&auml;rker gesteigert als jede andere Weltregion. Das geht aus den j&uuml;ngsten Waffenhandelsstatistiken des Stockholmer Forschungsinstituts SIPRI hervor. W&auml;hrend etwa Afrika, S&uuml;damerika und sogar der Nahe und Mittlere Osten ihre Gro&szlig;waffenimporte im F&uuml;nfjahreszeitraum von 2018 bis 2022 gegen&uuml;ber dem vorigen F&uuml;nfjahreszeitraum (2013 bis 2017) teils deutlich reduzierten, nahmen die Einfuhren der europ&auml;ischen NATO-Staaten um 65 Prozent zu; sie bestanden zu beinahe zwei Dritteln aus Waffenk&auml;ufen in den USA. Die USA stellten zwei F&uuml;nftel aller Waffenexporte weltweit. Deutschland liegt auf der Rangliste der Gro&szlig;waffenexporte auf Platz f&uuml;nf; es verzeichnet starke Auftragsbest&auml;nde, darunter 29 Kriegsschiffe &ndash; mehr als jedes andere Land. Weiteres R&uuml;stungswachstum ist vor allem in der NATO zu erwarten, wo ein Zielwert f&uuml;r die Milit&auml;rhaushalte in H&ouml;he von drei Prozent der Wirtschaftsleistung diskutiert wird. Dramatische Steigerungen ihrer Wehretats k&uuml;ndigen auch asiatisch-pazifische Rivalen Chinas an.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.german-foreign-policy.com\/news\/detail\/9193\">German Foreign Policy<\/a>\n<p>dazu: <strong>Seemacht EU<\/strong><br>\nDie EU-Kommission legt ein Update ihrer Maritimen Sicherheitsstrategie vor und dringt auf eine umfassende Marineaufr&uuml;stung und auf j&auml;hrliche EU-Seeman&ouml;ver. Wie der EU-Au&szlig;enbeauftragte Josep Borrell erkl&auml;rt, m&uuml;sse die Union &bdquo;in Zeiten steigender geopolitischer Spannungen &hellip; lernen, sich auch auf See durchzusetzen&ldquo;. Die neue EU-Strategie, die nun noch von den Mitgliedstaaten gebilligt werden muss, sieht nicht nur Ma&szlig;nahmen zur Bek&auml;mpfung von Piraten oder zur Verhinderung von Waffenschmuggel vor, wie sie bereits mit der Operation Atalanta am Horn von Afrika oder mit der Operation Irini vor der K&uuml;ste Libyens durchgef&uuml;hrt werden. Ausdr&uuml;cklich geht es auch um milit&auml;rische Aktivit&auml;ten vor dem Hintergrund des zunehmenden &bdquo;strategischen Wettbewerbs&ldquo; mit anderen Staaten &bdquo;um Macht und Ressourcen&ldquo;. In speziellem Ma&szlig; nimmt die EU den Indischen und den Pazifischen Ozean (&bdquo;Indo-Pazifik&ldquo;) in den Blick, der als &bdquo;Gebiet eines intensiven geopolitischen Wettbewerbs&ldquo; charakterisiert wird. Gemeint ist der Machtkampf des Westens gegen China, der zur Zeit rasant eskaliert.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.german-foreign-policy.com\/news\/detail\/9190\">German Foreign Policy <\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>Blockbildung gegen China<\/strong><br>\n&Ouml;konomische und vor allem milit&auml;rische Kooperation: In Tokio sind S&uuml;dkoreas Pr&auml;sident und danach der deutsche Kanzler samt Gefolge zu Gast.<br>\nSie bringen einen n&auml;chsten kr&auml;ftigen Schub f&uuml;r die weitere B&uuml;ndnisbildung des Westens gegen China mit sich: die beiden Spitzentreffen, die in den kommenden drei Tagen in Tokio stattfinden. Am Donnerstag trifft zun&auml;chst S&uuml;dkoreas Pr&auml;sident Yoon Suk Yeol in der japanischen Hauptstadt ein, wo er sich bis Freitag zum intensiven Gespr&auml;ch mit Ministerpr&auml;sident Fumio Kishida aufh&auml;lt. Am Freitag wiederum brechen Bundeskanzler Olaf Scholz und einige deutsche Minister nach Tokio auf, um dort am Sonnabend die lang geplanten ersten deutsch-japanischen Regierungskonsultationen abzuhalten. Yoons Besuch in Tokio gilt als ein Meilenstein beim Ausbau der Beziehungen zwischen Japan und S&uuml;dkorea. In den vergangenen Jahren hatte zeitweise heftiger Streit um japanische Verbrechen in Korea w&auml;hrend der Besatzungszeit (1910 bis 1945) das Verh&auml;ltnis zwischen den beiden L&auml;ndern stark eingetr&uuml;bt. Insbesondere ein Urteil des koreanischen Obersten Gerichtshofs, demzufolge japanische Konzerne ehemaligen koreanischen Zwangsarbeitern Entsch&auml;digung zahlen m&uuml;ssen, war in Tokio auf erheblichen Protest gesto&szlig;en. Die Konsequenz: Die Kooperation der beiden L&auml;nder litt empfindlich. Dies wiederum rief heftigen Unmut in den Vereinigten Staaten hervor. Die USA haben rund 50.000 Soldaten in Japan sowie gut 28.500 Soldaten in S&uuml;dkorea stationiert. Sie wollen beide L&auml;nder in ihren eskalierenden Machtkampf gegen China einspannen. Mangelnde Zusammenarbeit zwischen ihren beiden Verb&uuml;ndeten passt nicht in ihr Konzept.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.jungewelt.de\/artikel\/446826.machtkampf-blockbildung-gegen-china.html\">junge Welt<\/a>\n<p>dazu: <strong>Atompakt im Pazifik<\/strong><br>\nDeal mit nukleargetriebenen U-Booten zwischen USA, Gro&szlig;britannien und Australien. China warnt vor &raquo;gef&auml;hrlichem Weg&laquo;.<br>\nUS-Pr&auml;sident Joseph Biden und die Regierungschefs von Gro&szlig;britannien und Australien, Rishi Sunak und Anthony Albanese, verk&uuml;ndeten am Montag (Ortszeit) bei einem Treffen in San Diego (Kalifornien) Einzelheiten ihres Plans, Australien mit atomar angetriebenen U-Booten auszustatten. Vor 18 Monaten hatten die drei Staaten unter der Abk&uuml;rzung AUKUS ein Aufr&uuml;stungsb&uuml;ndnis f&uuml;r diesen Zweck gegr&uuml;ndet, nun folgten Details &uuml;ber Weg und Kosten. In einer gemeinsamen Erkl&auml;rung der drei Politiker hei&szlig;t es: &raquo;Gemeinsam werden wir &rsaquo;SSN-AUKUS&lsaquo; ausliefern &ndash; ein trilateral entwickeltes U-Boot auf der Grundlage des britischen Entwurfs der n&auml;chsten Generation, in das Technologien aller drei Nationen einflie&szlig;en, einschlie&szlig;lich modernster U-Boot-Technologien aus den USA.&laquo; Konkrete Schritte sind demnach: In den kommenden Jahren werden gemeinsame &Uuml;bungen stattfinden sowie australische Seeleute, Ingenieure und Techniker in den USA und in Gro&szlig;britannien an U-Booten mit Atomantrieb ausgebildet. U-Boote beider L&auml;nder werden verst&auml;rkt H&auml;fen in Australien anlaufen und australische Mannschaften in ihre U-Boot-Einheiten einbinden. Ab 2027 sollen rotierende U-Boot-Gruppen der USA und Gro&szlig;britanniens in Australien stationiert werden. Ab 2030 wollen die Vereinigten Staaten drei U-Boote der &raquo;Virginia&laquo;-Klasse an Australien verkaufen &ndash; mit der Option auf zwei weitere. Ende der 2030er Jahre soll Gro&szlig;britannien das erste AUKUS-U-Boot bauen, ab 2040 soll die Produktion auch in Australien beginnen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.jungewelt.de\/artikel\/446815.atom-u-boote-atompakt-im-pazifik.html\">Arnold Sch&ouml;lzel in junge Welt<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>Emirate: Blendende Gesch&auml;fte mit den Russland-Sanktionen<\/strong><br>\nTrotz massivem Druck aus den USA und der EU bleiben die Vereinigten Arabischen Emirate bei ihrer Neutralit&auml;t. Der Handel mit Russland hat sich sogar vergr&ouml;&szlig;ert &ndash; ein Lehrst&uuml;ck &uuml;ber den begrenzten Einfluss der westlichen Au&szlig;enpolitik.<br>\nBeeindruckend, edel, funkelnd wirken die Skylines der gro&szlig;en St&auml;dte der Vereinigten Arabischen Emirate (VAE). Hierhin fliegt man in den Urlaub, um Gesch&auml;fte zu machen und auch: Um &uuml;ber diese Orte zu staunen, an denen alles ein gr&ouml;&szlig;er, neuer, funkelnder ist als anderswo.<br>\nKaum jemand, der an den nat&uuml;rlich auch sehr neuen, sehr gro&szlig;en, sehr funkelnden Flugh&auml;fen in Dubai oder Abu Dhabi aus dem Flieger steigt, w&uuml;rde vermuten, dass sich dieses k&uuml;nstliche Gebilde aus sieben Emiraten am Persischen Golf im Fokus der Weltpolitik befindet und noch weit mehr als das: selbst Weltpolitik macht.<br>\nWas, nat&uuml;rlich wie so gut wie alles in diesen Tagen, mit Russland zusammenh&auml;ngt. Nach dem Beginn des Kriegs in der Ukraine wurden von den meisten westlichen Regierungen Sanktionen gegen Russland verh&auml;ngt und in den Medien schon der kurz bevorstehende Zusammenbruch der russischen Wirtschaft ausgerufen. Doch der blieb aus, und das auch weil ein sehr gro&szlig;er Teil der restlichen Welt nicht mitmacht.<br>\nUnter den Sanktionsverweigerern befinden sich nicht nur L&auml;nder wie China, von denen man es von Anfang an erwartet hatte, sondern auch Staaten wie die Vereinigten Arabischen Emirate, deren Regierung sich seit der Pr&auml;sidentschaft von Donald Trump enge Beziehungen zu Washington aufgebaut hat.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.telepolis.de\/features\/Emirate-Blendende-Geschaefte-mit-den-Russland-Sanktionen-7545930.html\">Telepolis<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Parit&auml;tischer Wohlfahrtsverband: Mehr Armut als vermutet<\/strong><br>\nDem Parit&auml;tischen Wohlfahrtsverband zufolge leiden offenbar mehr Menschen an Mangel als bisher angenommen. Im Gegensatz zum urspr&uuml;nglichen, im Juni ver&ouml;ffentlichten Armutsbericht seien nicht 13,8 Millionen Menschen, sondern 14,1 Millionen Menschen betroffen.<br>\nIn der Neufassung der Zahlen bezieht sich die Organisation auf Zahlen des Statistischen Bundesamts, die das Berichtsjahr 2021 betreffen. Nach den Erstergebnissen aus dem vergangenen Jahr wurden jetzt Ergebnisse mit &bdquo;zum Teil gravierenden Abweichungen&ldquo; vorgelegt, &auml;u&szlig;erte sich der Verband.<br>\nStatt wie bisher angenommen seien zum Beispiel nicht 20,8 Prozent, sondern 21,3 Prozent der unter 18-J&auml;hrigen von Kinderarmut betroffen. Auch die Quote der Alleinerziehenden liegt mit 42,3 statt 41,6 Prozent bald ein Prozent h&ouml;her als die Erstergebnisse vermuten lie&szlig;en.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/perspektive-online.net\/2023\/03\/paritaetischer-wohlfahrtsverband-mehr-armut-als-vermutet\/\">Perspektive<\/a>\n<p>dazu: <strong>Neoliberalismus: Spartipps f&uuml;r die Armen, Bewunderung f&uuml;r die Reichen<\/strong><br>\nArmutsbetroffen Die Regeln zu lasch, die Leistungen zu gro&szlig;z&uuml;gig, und muss es ein Buch f&uuml;r 15 Euro sein? Geht es ums Geld, neigen sich Kritik, ungebetene Ratschl&auml;ge und neidische Blicke gern nach unten. Falsche Richtung, findet unsere Autorin<br>\nIch bin armutsbetroffen und twittere &uuml;ber mein Leben in Armut unter dem Hashtag #IchbinArmutsbetroffen. Daf&uuml;r werde ich auf verschiedenste Weise angefeindet. Ich solle mich sch&auml;men, als B&uuml;rgergeldbezieherin mehr Geld zu verlangen, weil der Regelsatz zu niedrig bemessen ist. Niemand schreibt einem Spitzenmanager, der ein paar Tausend Euro mehr verdient in der Krise, dass er sich sch&auml;men soll, so viel Gewinn zu machen. Der gesellschaftliche Blick geht nach unten, nicht nach oben. Maskendeals, Cum-Ex, Lobbyismus &ndash; irgendwie, so wirkt es, kommen Menschen mit viel Geld immer glimpflich davon. Gefl&uuml;chtete, Niedrigl&ouml;hner, die &bdquo;arbeitende Mitte&ldquo;, B&uuml;rgergeldempf&auml;nger, sie alle werden politisch gegeneinander instrumentalisiert.<br>\nDie menschenverachtende &bdquo;B&uuml;rgergelddebatte&ldquo; vor allem von Seiten der Union hat gezeigt, dass im Diskurs ein klassistisches Weltbild vorherrscht. Und das wird gut befeuert, denn wo w&auml;re Deutschland ohne seine Armen, die immer dann wichtig sind, wenn es darum geht, PR-Fotos f&uuml;r Politiker zu machen? S&ouml;der bei der Tafel, Scholz bei der Tafel. Wieso ist Herr Linder da noch nicht gewesen? Oh, ich verga&szlig;: falsches Klientel! Kein verwertbares Humankapital.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.freitag.de\/autoren\/janina-luett\/sozialneid-nach-unten-oder-die-folgen-eines-neoliberalen-weltbildes\">der Freitag<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Der Mindestlohn ist eine Frage des Stils<\/strong><br>\n&laquo;L&auml;den, die beim Lohn sparen, gehen gar nicht.&raquo; Mit dieser Werbekampagne greift Aldi in die Diskussion um den Mindestlohn ein.<br>\nIn der Schweiz wird wieder einmal heftig &uuml;ber den Mindestlohn diskutiert. Vordergr&uuml;ndig geht es dabei um die Frage, wer dar&uuml;ber entscheiden soll: Die Sozialpartner im Rahmen von branchenspezifischen Gesamtarbeitsvertr&auml;gen? Oder sollen die kantonalen und kommunalen Parlamentarier und\/oder Stimmb&uuml;rgerInnen f&uuml;r ihr Gebiet eine f&uuml;r alle Branchen g&uuml;ltige untere Limite festlegen d&uuml;rfen?&hellip;<br>\nIn der Wintersession 2022 haben nun aber der St&auml;nderat und der Nationalrat mit der Mehrheit der b&uuml;rgerlichen Parteien eine Motion angenommen, wonach die L&ouml;hne in allgemeinverbindlichen Gesamtarbeitsvertr&auml;gen Vorrang vor den kantonalen Mindestl&ouml;hnen haben sollen. Nun muss der Bundesrat ein entsprechendes Gesetz ausarbeiten, gegen das dann mit hoher Wahrscheinlichkeit das Referendum ergriffen wird. Die Sache bleibt also offen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.infosperber.ch\/wirtschaft\/der-mindestlohn-ist-eine-frage-des-stils\/\">Infosperber<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>30 Jahre EU-Binnenmarkt &ndash; Zeit f&uuml;r einen Paradigmenwechsel<\/strong><br>\nJubelstimmung bei Wirtschaftsverb&auml;nden, Konzernen und EU-Institutionen: Vor 30 Jahren wurde der EU-Binnenmarkt ins Leben gerufen. Freier Waren-, Dienstleistungs-, Personen- und Kapitalverkehr haben aus Sicht von Unternehmensvertreter:innen viele Barrieren im Wirtschaftsleben zwischen den EU-Mitgliedsl&auml;ndern beseitigt und Wohlstand gebracht. Ein n&auml;herer Blick zeigt jedoch, dass das Konzept des EU-Binnenmarkts seit vielen Jahren von Krisen gepr&auml;gt ist. Damit verbunden Rezessionen, Arbeitslosigkeit, Armut und Leid. H&ouml;chste Zeit also, das Jubil&auml;um f&uuml;r eine grundlegende Neuausrichtung des Binnenmarkts zu nutzen. [&hellip;]<br>\nEin zentrales Kennzeichen neoliberaler angebotsorientierter Binnenmarktpolitik ist das best&auml;ndige Bem&uuml;hen, &ouml;ffentliches Eigentum in private Hand &uuml;berzuf&uuml;hren. Sp&auml;testens mit dem damaligen US-Pr&auml;sidenten Ronald Reagan und der britischen Premierministerin Margaret Thatcher feierte der Neoliberalismus in den 1980er Jahren mit dem Denken, dass die Privatwirtschaft forciert und der &ouml;ffentliche Sektor m&ouml;glichst klein gehalten werden soll, seinen Durchbruch. Unterst&uuml;tzt wurden diese &Uuml;berlegungen durch Verluste &ouml;ffentlicher Unternehmen, die unter anderem durch Erd&ouml;l- und Stahlkrise sowie wenig kompetentes Management in staatlichen Betrieben entstanden waren. [&hellip;]<br>\nWie bereits seit vielen Jahren im Artikel 3 des EU-Vertrags festgehalten ist, muss es das vorrangige Ziel sein, den Frieden, ihre Werte und das Wohlergehen ihrer V&ouml;lker zu f&ouml;rdern. Die Union ist laut diesem Artikel gefordert, f&uuml;r ein ausgewogenes Wirtschaftswachstum, Preisstabilit&auml;t und eine soziale Marktwirtschaft zu sorgen, die auf Vollbesch&auml;ftigung und sozialen Fortschritt aufbaut und sich in einem hohen Ma&szlig; an Umweltschutz und der Verbesserung der Umweltqualit&auml;t orientiert. Diese Ziele sind bereits seit mehr als 13 Jahren in den Vertr&auml;gen ausdr&uuml;cklich festgehalten, sie m&uuml;ssen nur endlich umgesetzt werden!<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/awblog.at\/30-jahre-eu-binnenmarkt\/\">A&amp;W blog<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>Habeck und &Ouml;zdemir in S&uuml;damerika: Deutsche Wirtschaft fordert Taten statt warmer Worte <\/strong><br>\nEs gibt mehrere Gr&uuml;nde daf&uuml;r, die das Interesse der Bundesregierung an S&uuml;damerika &ldquo;neu&rdquo; entfacht haben. Einmal sind es die reichen Rohstoffvorkommen, dann gibt es aber auch Gr&uuml;nde geostrategischer Natur.<br>\nAuf kurze Sicht sind Kolumbien und Brasilien wichtige Lieferanten f&uuml;r fossile Energietr&auml;ger, erkl&auml;rte das Institut der deutschen Wirtschaft (IW) am Dienstag. Allein die Menge an Kohle, welche Deutschland aus Kolumbien importiert, stieg im vergangenen Jahr um 206 Prozent. Das waren etwa 4,8 Millionen Tonnen Steinkohle mehr als im Vorjahr.<br>\nSeit Jahres ist bekannt, dass der Kohlebergbau in Kolumbien konflikttr&auml;chtig ist: Die indigene Bev&ouml;lkerung wird zum Teil f&uuml;r Kohleminen vertrieben und von rechtsgerichteten Paramilit&auml;rs bedroht, Umweltsch&uuml;tzer werden immer wieder ermordet. Ob die beiden Minister in Kolumbien auf Umwelt- und Sozialstandards im Bergbau pochen werden, ist fraglich.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.telepolis.de\/features\/Habeck-und-Oezdemir-in-Suedamerika-Deutsche-Wirtschaft-fordert-Taten-statt-warmer-Worte-7545831.html\">Telepolis<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>Iran hat grosse Lithium-Vorkommen entdeckt: China freut sich<\/strong><br>\nDie gefundenen Mengen Lithium sollen zehn Prozent der bisher bekannten weltweiten Lithium-Vorkommen entsprechen.<br>\nDer Indian Express berichtet &uuml;ber den iranischen Fernsehsender PressTV, dass das Land in der Qahavand-Ebene in der westlichen Provinz Hamedan ein Lithiumvorkommen von 8,5 Millionen Tonnen entdeckt hat. Bisher sind weltweit nur 89 Millionen Tonnen Lithium bekannt, wobei der Grossteil davon in Lateinamerika liegt. Wenn der Bericht zutrifft, verf&uuml;gt der Iran &uuml;ber etwa zehn Prozent der derzeit bekannten Weltvorr&auml;te. [&hellip;]<br>\nAngesichts des zu erwartenden raschen R&uuml;ckgangs von &Ouml;l, Gas und Kohle entwickelt sich Lithium zum strategisch wichtigsten Mineral der Welt.<br>\nDie Internationale Energieagentur bef&uuml;rchtet, dass der Erde das Lithium ausgeht, wenn alle Autos elektrisch betrieben werden. Eine Sch&auml;tzung besagt, dass die Welt unter den letztgenannten Bedingungen nur noch &uuml;ber einen Vorrat von 70 Jahren verf&uuml;gen w&uuml;rde. [&hellip;]<br>\nDer Iran w&uuml;rde die viertgr&ouml;sste Lithiummacht der Welt, wenn sich die Meldung bewahrheitet. Aber Ebrahimali Molabeigi, Leiter der Explorationsabteilung im iranischen Ministerium f&uuml;r Industrie, Bergbau und Handel (MIMT), sagt, dass er davon ausgehe, dass im Iran noch mehr Lithiumvorkommen gefunden werden. Die Weltbank gehe davon aus, dass die Produktion von Kobalt, Graphit und Lithium, die alle f&uuml;r gr&uuml;ne Energie n&uuml;tzlich sind, bis Mitte des Jahrhunderts um 500 Prozent steigen werde.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.infosperber.ch\/umwelt\/rohstoffe\/iran-hat-grosse-lithium-vorkommen-entdeckt-china-freut-sich\/\">Infosperber<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>Neue globale Ordnung: Abkommen zwischen Teheran und Riad<\/strong><br>\nDas saudisch-iranische Abkommen &uuml;ber die Wiederaufnahme diplomatischer Beziehungen binnen zwei Monaten ist zweifellos ein diplomatisches Meisterst&uuml;ck &ndash; seit Jahren aus dem Irak und Oman vorbereitet und am Freitag in Beijing vollzogen. Das Foto der drei hochrangigen Regierungsvertreter wird in die Geschichte eingehen &ndash; und zwar vor allem als Symbol f&uuml;r eine sich wandelnde globale Ordnung, in der Washingtons Einfluss signifikant abnimmt. Dass dies auch am jahrzehntelangen Partner Saudi-Arabien nicht spurlos vor&uuml;bergeht, h&auml;tte selbst der hochm&uuml;tigen US-Regierung sp&auml;testens klarwerden m&uuml;ssen, als das K&ouml;nigreich bekundete, der Shanghai-Organisation und der BRICS-Gruppe beitreten zu wollen. Oder im Oktober vergangenen Jahres, als die OPEC plus mit der Stimme Riads beschlossen, die &Ouml;lf&ouml;rdermenge zu drosseln, statt sie entsprechend dem Willen Bidens zu erh&ouml;hen.<br>\nNein, die US-Regierung kann in einer Entspannung der Beziehungen zwischen den beiden Erzrivalen rein gar nichts Gutes erkennen &ndash; auch wenn sich die Sprecherin des Wei&szlig;en Hauses eilig bem&uuml;hte, das Gegenteil zu erkl&auml;ren. Denn die Einigung d&uuml;rfte nicht nur eine Fortf&uuml;hrung der m&ouml;rderischen US-Politik des &raquo;Teile und herrsche&laquo; in der Region ma&szlig;geblich erschweren. Sie k&ouml;nnte auch dazu f&uuml;hren, dass &Ouml;lgesch&auml;fte in Yuan &ndash; mit Riad und Teheran bereits teilweise Realit&auml;t &ndash; weiter zunehmen, was den US-Dollar schw&auml;chen und das anvisierte &raquo;Decoupling&laquo; von China erschweren d&uuml;rfte.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.jungewelt.de\/artikel\/446683.neue-globale-ordnung.html\">junge Welt<\/a>\n<p>dazu: <strong>Erfolg in Beijing<\/strong><br>\nIran und Saudi-Arabien nehmen Beziehungen wieder auf. Viel Beifall f&uuml;r Chinas Vermittlung. Nur Israel offen best&uuml;rzt<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.jungewelt.de\/artikel\/446675.diplomatie-in-nahost-erfolg-in-beijing.html\">junge Welt<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>Geschlossen Paroli bieten<\/strong><br>\nVolkskongress in Beijing: Angriffe des Westens omnipr&auml;sent. China reagiert mit Offenheit und wirtschaftlich-technologischer Entwicklung.<br>\nDie politischen und &ouml;konomischen Angriffe der westlichen Staaten gegen China, die seit Jahren anschwellen und in den vergangenen Monaten und Wochen noch sp&uuml;rbar gesteigert wurden: Sie haben die diesj&auml;hrige Jahrestagung des Nationalen Volkskongresses in Beijing, die am Montag offiziell zu Ende geht, nicht nur &uuml;berschattet; sie sind vielmehr ihr eigentliches Thema gewesen. Sie haben Personalentscheidungen, Strukturreformen und politische Weichenstellungen mitgepr&auml;gt. Und sie haben f&uuml;hrende chinesische Politiker zu einer f&uuml;r asiatische Verh&auml;ltnisse ungewohnten Offenheit bewegt. Den Ton gab Pr&auml;sident Xi Jinping vor, als er am Rande der Jahrestagung unter expliziter Nennung der USA konstatierte: &raquo;Die westlichen L&auml;nder, angef&uuml;hrt von den Vereinigten Staaten, verfolgen eine umfassende Eind&auml;mmung, Einkreisung und Unterdr&uuml;ckung Chinas.&laquo; Das bringe noch &raquo;nie dagewesene, schwere Herausforderungen f&uuml;r die Entwicklung&laquo; der Volksrepublik mit sich. Xi warnte dar&uuml;ber hinaus, man m&uuml;sse ganz offensichtlich damit rechnen, dass &raquo;die Risiken und Herausforderungen, denen wir gegen&uuml;berstehen&laquo;, weiter &raquo;zunehmen und noch schwerer werden&laquo;. Und wie um ihn zu best&auml;tigen, legten die westlichen M&auml;chte mit ihren Attacken noch einen Zahn zu. Auf die abstruse Ballonaff&auml;re folgte in der vergangenen Woche der Vorwurf, Beijing benutze die kosteng&uuml;nstigen Hafenkr&auml;ne des chinesischen Herstellers ZPMC, um fremde Staaten auszuspionieren. Die Volksrepublik habe sich zudem in die Wahlen in Kanada eingemischt. Und ist nicht vielleicht doch etwas dran, dass das Covid-19-Virus einem chinesischen Labor entsprungen ist? So absurd die Vorw&uuml;rfe sind &ndash; sie haben einen gemeinsamen Nenner: den klaren Willen, eine Politik harter Konfrontation gegen China zu treiben und sie, wie notd&uuml;rftig auch immer, zu legitimieren.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.jungewelt.de\/artikel\/446656.weichenstellung-geschlossen-paroli-bieten.html\">junge Welt<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>Prag: Massenprotest gegen Armut und Waffenlieferungen an Ukraine<\/strong><br>\nDie Demonstranten werfen der Regierung vor, sich mehr um die Ukraine als ums eigene Land zu k&uuml;mmern. Au&szlig;erdem kritisieren sie die Energiepolitik.<br>\nTausende Menschen haben sich am Samstag auf dem Prager Wenzelsplatz zu einer Demonstration unter dem Slogan &bdquo;Tschechien gegen Armut&ldquo; versammelt. Sie schwenkten tschechische Fahnen und riefen die liberal-konservative Regierung zum R&uuml;cktritt auf, wie in TV-Berichten und Internetvideos zu sehen war. Dem Kabinett von Ministerpr&auml;sident Petr Fiala warfen sie vor, zu wenig gegen die Teuerung zu unternehmen.<br>\nZum Ende der Kundgebung dr&auml;ngte ein Teil der Protestierenden zum Geb&auml;ude des Nationalmuseums am oberen Ende des Wenzelsplatzes. In Sprechch&ouml;ren verlangten sie, die dort aufgeh&auml;ngte ukrainische Fahne durch eine tschechische zu ersetzen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.berliner-zeitung.de\/news\/prag-tausende-demonstrieren-gegen-armut-und-waffenlieferungen-an-ukraine-li.326631\">Berliner Zeitung<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>Schwankend am Abgrund<\/strong><br>\nW&auml;hrend sich einzelne Entscheidungstr&auml;ger der Bundesspitze angesichts der breiten Unterst&uuml;tzung f&uuml;r das &bdquo;Manifest f&uuml;r den Frieden&ldquo; von Wagenknecht und Schwarzer f&uuml;r Verhandlungen und ein Ende des Konfrontationskurses stark machen, will ein Teil der Mitgliedschaft den &bdquo;Russlandkurs&ldquo; ihrer Partei nicht mehr mittragen. Dabei sind die (&hellip;) Austritte aus Brandenburg keine Einzelf&auml;lle. Ende Februar verlie&szlig; der Rostocker Sozialsenator Steffen Bockhahn die Partei. Seine Begr&uuml;ndung &auml;hnelt den Brandenburger Erkl&auml;rungen, in seinem Austrittsschreiben bezeichnet er Putin ebenfalls als &bdquo;faschistisch&ldquo; und wendet sich de facto gegen die Petition von Wagenknecht. Diese wird zwar von der Parteispitze nicht unterst&uuml;tzt und wurde nach Debatte im Parteivorstand bewusst nicht unterzeichnet, doch haben entgegen bisheriger Trends die Ko-Fraktionsvorsitzende Amira Mohamed Ali (die bei &bdquo;Focus online&ldquo; als &bdquo;Ersatz-Wagenknecht&ldquo; bezeichnet wird) und sogar der Au&szlig;enpolitische Sprecher der Bundestagsfraktion, Gregor Gysi, die Petition namentlich gezeichnet. Dabei hatte Gysi noch letztes Jahr vorgeschlagen, dass seine Fraktion das 100-Milliarden-Aufr&uuml;stungsprogramm der Ampel-Regierung unterst&uuml;tzen solle. Doch die Gefahr der atomaren Eskalation l&auml;sst anscheinend selbst ihn umdenken. Dass Wagenknechts Initiative nicht von allen Linksparteivorst&auml;nden ignoriert wird, ist angesichts der breiten Umfragemehrheiten und mit Blick auf die kommenden Wahlen f&uuml;r die Partei sinnvoll. Ende Februar sprachen sich 63 Prozent in einer vom &bdquo;Spiegel&ldquo; in Auftrag gegebenen Umfrage f&uuml;r ein st&auml;rkeres Engagement der Bundesregierung f&uuml;r Friedensverhandlungen aus. Zwar dachten letzten Sommer noch weit mehr Menschen so, doch war diese Position in der &ouml;ffentlichen Debatte nicht h&ouml;rbar. Der enge Meinungskorridor, den die gro&szlig;en Medienh&auml;user abbilden, hat sichtbar auf die regierungskompatiblen Positionierungen der etablierten Bundestagsparteien abgef&auml;rbt &ndash; &bdquo;Die Linke&ldquo; eingeschlossen. Wie schon bei vorherigen Kriegen war sie nicht in der Lage, die Stimmung in der Bev&ouml;lkerung zu drehen. Das zu &auml;ndern, k&ouml;nnte die Linkspartei vor der Bedeutungslosigkeit retten. Wendet sie sich weiterhin von der Friedensbewegung ab, verliert sie ihren Gebrauchswert.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.unsere-zeit.de\/schwankend-am-abgrund-4777718\/\">unsere zeit<\/a>\n<p>dazu: <strong>Linker Sonderparteitag n&ouml;tig<\/strong><br>\nDer Vorstand der Partei Die Linke gibt sich die gr&ouml;&szlig;te M&uuml;he, den B&uuml;rgerinnen und B&uuml;rgern deutlich zu machen, dass diese Partei nicht gebraucht wird. In einem Augenblick, da 575.000 Menschen ein &bdquo;Manifest f&uuml;r den Frieden&ldquo; unterschrieben hatten und die erste wirkliche Gro&szlig;demonstration gegen den Kurs der Unterst&uuml;tzung des Krieges in der Ukraine mit immer neuen Waffenlieferungen vorbereitet wird, war der Vorstand unf&auml;hig zu eindeutiger Mobilisierung f&uuml;r diese Demonstration. Der Bundesgesch&auml;ftsf&uuml;hrer der Partei erkl&auml;rte die Ablehnung einer klaren Unterst&uuml;tzung dieser Demonstration so: &bdquo;Ganz konkret fehlt uns in dem Aufruf die klare Abgrenzung nach rechts, die n&auml;mlich augenblicklich dazu f&uuml;hrt, dass namhafte Nazis und rechte Organisationen diesen Aufruf unterst&uuml;tzen und massiv zu der Demo am 25. mobilisieren.&ldquo; Statt dazu beizutragen, dass die breite gesellschaftliche und politische Linke diese Demonstration dominiert &ndash; mit vielen roten Fahnen und mit Ordnungskr&auml;ften, die entsprechend den Vorgaben durch die Initiatorinnen Alice Schwarzer und Sahra Wagenknecht das Zeigen rechtsextremer Symbole unterbinden &ndash;, wird Abstinenz ausgerufen und Zerstreuung in viele kleine, weitgehend wirkungslose Aktionen empfohlen.<br>\nW&auml;hrend die Stimmung in der Gesellschaft endlich kippt, immer mehr Menschen erkennen, dass das Morden ein Ende haben muss durch sofortigen Waffenstillstand, Verhandlungen, Kompromisse auf der Basis der Anerkennung der gegenteiligen Interessen, die zu diesem furchtbaren Krieg im Zentrum Osteuropas gef&uuml;hrt haben &ndash; exakt in diesem Augenblick verlagert der Linke-Vorstand den Schwerpunkt auf ein Nebenfeld: Wie verhindert man, dass auch nur ein einziger Rechtsextremer an diesem Tag in die N&auml;he des Brandenburger Tors kommt. Das ist schlicht unm&ouml;glich. Man arbeitet so denen in die H&auml;nde, die die Bewegung gegen den Kriegs- und Aufr&uuml;stungskurs zerst&ouml;ren wollen. Bisher wurde jede mahnende Stimme, Verhandlungen ins Zentrum zu r&uuml;cken, als &bdquo;Putin-Versteher&ldquo; gebrandmarkt; jetzt r&uuml;ckt man sie in die N&auml;he zur extremen Rechten und die F&uuml;hrung der Linken macht dabei mit.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/das-blaettchen.de\/2023\/03\/linker-sonderparteitag-noetig-65072.html\">Bl&auml;ttchen<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h15\"><\/a><strong>Zu guter Letzt: Wer hat an der Pipeline gedreht? &ndash; K&uuml;ppersbusch TV<\/strong><br>\nOffenbar gibt es neue Hinweise zu den Nord-Stream 2-Explosionen. Wer hat nun an dem Rohr gepfuscht? #Russland oder vielleicht doch die #Ukraine selbst? Wir fassen die aktuelle Lage mal zusammen. Au&szlig;erdem: Wir haben einen echten chinesischen Friedensplan im Angebot.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.youtube.com\/watch?v=oEBOLHApMSM\">K&uuml;ppersbusch TV via YouTube<\/a><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. 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