{"id":95065,"date":"2023-03-15T13:51:06","date_gmt":"2023-03-15T12:51:06","guid":{"rendered":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=95065"},"modified":"2023-03-15T15:00:00","modified_gmt":"2023-03-15T14:00:00","slug":"lesermails-zur-entwicklung-des-deutschen-kabaretts-teil-ii","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=95065","title":{"rendered":"Lesermails zur Entwicklung des deutschen Kabaretts (Teil II.)"},"content":{"rendered":"<p><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=94950\">Wie bereits am Montag<\/a> angek&uuml;ndigt, erfolgt hiermit die Ver&ouml;ffentlichung des zweiten Teils Ihrer Leserzuschriften zum Thema Kabarett in Deutschland, zusammengestellt von <strong>Steffen Kiesling<\/strong>. Diese Ver&ouml;ffentlichung reicht bis zur Leserpost-Nummer 210 (!). Unsere gesch&auml;tzte Leserschaft darf sich auf sehr ausf&uuml;hrliche Beitr&auml;ge, interessante Links und sogar Musiktipps zum Thema freuen. Da in der Zwischenzeit noch eine gro&szlig;e Anzahl an Zuschriften bei uns eingegangen ist und wir diese ebenfalls ver&ouml;ffentlichen m&ouml;chten, haben wir uns entschieden, noch einen dritten Teil folgen zu lassen. Damit schlie&szlig;en wir dann die Dokumentation der Lesermeinungen zur Entwicklung des deutschen Kabaretts ab. <strong>Bitte also keine Mails mehr schicken<\/strong>. Und zum Schluss noch einmal herzlichen Dank f&uuml;r die vielen interessanten Meinungs&auml;u&szlig;erungen. Ihr <strong>Albrecht M&uuml;ller<\/strong>.<br>\n<!--more--><\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>81. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Liebes NachDenkSeiten-Team, <\/p><p>Ich bin ein Fan der satirischen Comedy. Leider kann man das nicht mehr anschauen. V&ouml;llige Gleichschaltung. Es wirkt einfach nur noch d&uuml;mmlich und arrogant. <\/p><p>Mit freundlichen Gr&uuml;&szlig;en, Renate Jakob <\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>82. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Liebes NDS-Team, lieber Albrecht M&uuml;ller, <\/p><p>gleich vorab: Sorry, aber kurz geht es leider aus meiner Sicht nicht. Ich k&ouml;nnte nat&uuml;rlich alle von Albrecht M&uuml;ller gestellten Fragen mit &bdquo;Ja&ldquo; beantworten. Trotzdem traue ich mich, meine ausf&uuml;hrlicheren Gedanken zur Anpassung des Kabaretts zu senden. Vielleicht ist ja was Bedenkenswertes dabei. <\/p><p>Viele Gr&uuml;&szlig;e, Wolf-G&uuml;nther Gerlach <\/p><ol>\n<li>Mit dem Privatfernsehen kam der Trend auf, Comedy und Kabarett zusammenzuf&uuml;hren. Das hat &ndash; vergleichbar mit der Unterhaltung im &Ouml;RR &ndash; zu einer Angleichung gef&uuml;hrt. Manche K&uuml;nstler verstanden es zwar, Politik auch einem neuen, weniger &bdquo;hochintellektuellen&ldquo; Publikum zu erschlie&szlig;en. Meist wurde aber das klassische Kabarett &bdquo;flacher&ldquo;. Hier fehlt mittlerweile sogar der Nachwuchs mit Ausbildung. <\/li>\n<li>Im Gegenzug hat das Internet eine Reihe von Slammern und Bloggern in alle Kan&auml;le gesp&uuml;lt, die sich ihre Fangemeinde mit spezifischen Themen erarbeiteten (Migration, Gendergerechtigkeit, Umwelt, Erziehung). Hier bem&uuml;ht man sich, m&ouml;glichst politisch korrekt auf der richtigen &ndash; sehr oft staatstragenden &ndash; Seite zu stehen. Das Jugendangebot von &bdquo;funk&ldquo; liefert viel Anschauungsmaterial, schlie&szlig;lich nahm hier die Karriere u. a. von Browser Ballett, Dr. Mai (&bdquo;Mailab&ldquo;) oder Moritz Neumeier Fahrt auf. Oft hat das nicht einmal was mit Kabarett zu tun, ist nur eine Reihung von pers&ouml;nlichen Statements. Die Social-Media-Blase aus Politik, Journaille sowie den B&ouml;hmermanns, Lobos und Bosettis dieser Welt verhilft dem Ganzen zu einer scheinbaren Relevanz, von der die Kabarettisten fr&uuml;herer Jahre nur getr&auml;umt haben. <\/li>\n<li>W&auml;hrenddessen haben diese &bdquo;alten Haudegen&ldquo; wie Schramm und Pispers (resigniert?) das Handtuch geworfen. Die &uuml;brigen scheinen dagegen entdeckt zu haben, dass man besser an Sendezeit kommt, wenn man sich an die neuen Spielregeln h&auml;lt. Die eigene Relevanz nimmt auch deshalb zu, weil man sich als &bdquo;Kabarettist&ldquo; heute nicht mehr an den M&auml;chtigen abarbeiten muss. Die waren noch nie aus dem Sattel zu heben. Wer sich dagegen &uuml;ber Aluh&uuml;te lustig macht, auf Wagenknecht oder Schwarzer eindrischt, &bdquo;Querdenker&ldquo; vorf&uuml;hrt &ndash; der kann sogar das Verbot einer Demo erreichen. <\/li>\n<li>Zumindest der Beifall der Politprominenz ist einem sicher, wenn man &ouml;ffentlich verk&uuml;ndet, dass man hier ja alles sagen d&uuml;rfe (siehe Schafroth beim Nockherberg), und wem&rsquo;s nicht passe, der k&ouml;nne ja das Land verlassen. (Erinnerte mich an die Geh&lsquo;-doch-r&uuml;ber-Spr&uuml;che aus den 70ern.) <\/li>\n<li>Kabarettisten gehen mit Politikern zusammen auf Tour, Redaktionsleitungen schielen auf Quote und den Fernsehrat, der Latte Macchiato wird beim gleichen Italiener geschl&uuml;rft, bei dem sich die &uuml;brige Blase (siehe oben) trifft. So l&auml;sst es sich doch leben, oder?<\/li>\n<\/ol><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>83. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Liebes NDS-Team, lieber Albrecht M&uuml;ller,<\/p><p>Auch wir waren vollkommen entsetzt und geschockt von den Mitternachtsspitzen vom 04.03. Sicherlich gilt auch hier das Motto:&ldquo; Wessen Brot ich ess&lsquo;, dessen Lied ich sing.&ldquo; Ein weiterer Grund der umgedrehten Kabarettisten ist unserer Meinung nach, dass wir sie &uuml;bersch&auml;tzt haben, wenn sie Politiker wie Lauterbach, Merkel oder Lindner oder Skandale der Politik durch den Kakao ziehen. Diese Art von Satire und Kabarett ist unbedenklich, hat &bdquo;Hofnarrenfunktion&ldquo; und ist f&uuml;r die Herrschenden ungef&auml;hrlich, bleibt folgenlos und ist systemerhaltend. <\/p><p>In einer elementaren Frage wie Krieg oder Frieden zeigen viele Vertreter dieses Genres ihre wahren Gedanken und Geisteshaltung. Aber waren nicht der Umgang und die Programme der Kabarettisten &uuml;ber Corona die Blaupause f&uuml;r diese Entwicklung? Auch hier haben sich viele K&uuml;nstler und Musiker zum B&uuml;ttel der Pharmaindustrie, Regierung und Medien gemacht. <\/p><p>Die Hetze gegen die Ungeimpften ist zu vergleichen mit der Hetze gegen die Menschen, die sich f&uuml;r Diplomatie und eine politische und friedliche L&ouml;sung des Ukrainekrieges einsetzen. Vielleicht folgen viele der Kulturschaffenden auch dem Reflex, sich in absoluten Krisenzeiten um die Herrschenden zu scharren, deren Narrativ zu &uuml;bernehmen, keine eigenen Gedanken zu haben und damit zur gro&szlig;en Masse zu geh&ouml;ren. <\/p><p>Der amerikanische Liedermacher und Friedensaktivist Tom Paxton schrieb in einem Song: &bdquo;Ist die Flagge des Krieges erstmal entrollt, passt der menschliche Geist in einen Gewehrlauf.&ldquo; Sehr erfreulich ist, dass der Einfluss und die Reichweite der NachDenkSeiten und anderer alternativer Medien wachsen. <\/p><p>Solidarische Gr&uuml;&szlig;e, Erich und Gudrun Leinweber<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>84. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Der Hofnarr kennt den K&ouml;nig am besten. Es ist sein Handwerkszeug, die Schwachstellen des K&ouml;nigs zu kennen, sie ihm zu spiegeln, Applaus und Achtung vom Hofstaat daf&uuml;r zu erhalten. Er sorgt sich in der Regel nicht um sein Auskommen, sitzt er doch nah bei der Tafel und trinkt guten Wein. Doch der K&ouml;nig wird langsam verr&uuml;ckt. Erst l&auml;sst er seinen Oberquacksalber Karl das Volk mit Eisenhutausz&uuml;gen gegen die Pest behandeln. Dann schaut er zu, wie der verb&uuml;ndete Kaiser seine W&auml;lder niederbrennt, und anstatt sich zu wehren, ordnet er an, dass sein Volk frieren m&ouml;ge, um Holz zu sparen. Und das Gesetz, dass die S&ouml;hne seiner Bauern zwingen wird, dessen Brandschatzungen in benachbarten K&ouml;nigreichen zu unterst&uuml;tzen, ist auch schon vorbereitet.<\/p><p>Einem solchen K&ouml;nig kann man keinen Spiegel mehr vorhalten. Das wei&szlig; der Hofnarr. Sonst sitzt man ganz schnell bei den Bauern in der Stube und muss diese d&uuml;nne saure Pl&uuml;rre trinken, die eher Essig denn Wein ist.<\/p><p>Und da ist noch etwas anderes: Der Instinkt warnt den Hofnarr. Eine neue Macht wird stark. Sie stellt die Weisheit des K&ouml;nigs in Frage. Will der Hofnarr bei der Tafel bleiben, darf er den K&ouml;nig nicht weiter schw&auml;chen. Wer wei&szlig;, ob diese neue Macht noch &uuml;ber seine Witzchen lachen mag?! <\/p><p>Steffen Lachmann<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>85. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Sehr geehrter Herr M&uuml;ller, <\/p><p>auch ich empfinde den Zeitpunkt f&uuml;r die Auseinandersetzung mit dem Thema als &uuml;berreif. Es spricht sehr f&uuml;r die NachDenkSeiten, dass Sie sich dieses Themas angenommen haben. Genau wie Sie empfinde ich die verlinkten Videos als beispielhaft f&uuml;r widerliche Liebedienerei, schlimme Demagogie und unzumutbare Verunglimpfung Andersdenkender. <\/p><p>Was mir aber besonderen Schmerz bereitet, ist die im Beitrag gleichfalls anzutreffende v&ouml;llige Unsch&auml;rfe bei der Benutzung des Begriffs &bdquo;rechts&ldquo;. Wenn Sie mit rechts rechtsextrem meinen, dann muss das auch so beziffert werden. Wir sollten hier nicht die gleichen Fehler machen wie im Staatsfunk und ganze Gruppen als unmoralisch weil rechts abstempeln. Die rechte Weltanschauung ist auf den Erhalt des Erhaltenswerten ausgerichtet: <\/p><ul>\n<li>Rechte Anschauungen sind Teil des zugelassenen und notwendigen Meinungsspektrums. Gesellschaften mit ausschlie&szlig;lich linken Anschauungen sind nicht &uuml;berlebensf&auml;hig. Immer geh&ouml;rt ein konservatives Korrektiv dazu, die gesellschaftliche Entwicklung vor unrealistischen Zukunftsentw&uuml;rfen zu bewahren. <\/li>\n<li>Rechte Anschauungen aus dem Diskurs zu verbannen, kann zwar einem Teil der W&auml;hlerschaft als genehm erscheinen, ist aber nicht hilfreich f&uuml;r die L&ouml;sungsfindung der anliegenden Probleme. Au&szlig;erdem ist ein Verbannen bzw. ein Schlechtmachen rechter Anschauungen sicheres Anzeichen f&uuml;r antidemokratische Bestrebungen. <\/li>\n<\/ul><p>Und das Problem nimmt in unserem Land noch eine andere Dimension an durch die schmerzhaften Wandlungen, die die CDU seit ca. 2004 vollzogen hat, um sich dem linken W&auml;hlerspektrum anzubiedern. Sie tun mit Ihrer Zuweisung den vielen von der CDU in die W&uuml;ste geschickten W&auml;hlern\/Sympathisanten Unrecht. Noch 2004 waren Positionen der CDU selbstverst&auml;ndlich, derer man sich im Laufe der Anbiederung an Links-Gr&uuml;n konsequent entledigte. Sind diese Positionen dann automatisch undemokratisch oder sonstwie zu beanstanden, nur weil die CDU-Oberen es pl&ouml;tzlich im Kopf bekommen haben? <\/p><p>Auch heute noch vertritt ein betr&auml;chtlicher Teil unseres Staatsvolks &bdquo;rechte&ldquo; Ansichten und hat dennoch und gerade deshalb dasselbe Recht, geh&ouml;rt und als W&auml;hler anerkannt zu werden wie alle anderen auch. <\/p><p>Ich bitte Sie inst&auml;ndig um freundliche Beachtung meiner Einwendung. <\/p><p>Ihr geneigter Leser, Kurt-L. Schornsheim <\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>86. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Es gibt sie noch, unangepasste Kabarettisten. Ich denke neben einigen anderen an Lisa Fitz und Uwe Steimle, &uuml;ber die die NachDenkSeiten vor einiger Zeit berichteten. <\/p><p>Ich sehe aber auch, wie sich deren Auftrittsm&ouml;glichkeiten ge&auml;ndert haben, wie ihnen bei der Anmietung von S&auml;len Steine in den Weg gelegt wurden und immer noch werden. Kabarettisten sind K&uuml;nstler, die mit ihren Auftritten, mit ihrer Vermarktung auch Geld verdienen, um sich und ihre Familien zu ern&auml;hren und zu versorgen. <\/p><p>Und Einnahmeausf&auml;lle, gerade jetzt nach den langen Corona-Einschr&auml;nkungen kann nicht jeder verkraften, und mancher wird deshalb versuchen, den Weg des geringsten Widerstandes zu gehen. Nur nicht anecken. Sie orientieren sich am Mainstream. Man mag sie deswegen verurteilen und tadeln, aber leicht haben sie es nicht. Vielleicht sch&auml;men sie sich sogar selbst. Aber das Hemd scheint einigen tats&auml;chlich n&auml;her zu sein als die Jacke. <\/p><p>Mir bleibt nur die M&ouml;glichkeit, die K&uuml;nstler zu Auftritten zu besuchen, die mir das bieten, was ich erwarte. Es muss dabei nicht immer der bekannte Name sein. Von den anderen werde ich mich, so leid es mir tut, zuk&uuml;nftig nicht mehr bespa&szlig;en bzw. zum Nachdenken anregen lassen. Ich finde es erschreckend und schlimm, dass das freie Wort bei uns heute schon wieder zu Auftrittsverboten f&uuml;hren kann. <\/p><p>Hochachtung empfinde ich f&uuml;r die K&uuml;nstler, die ihrer Linie treu bleiben und sich nicht verbiegen lassen. <\/p><p>Viele Gr&uuml;&szlig;e, Udo Hellmann <\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>87. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Mich wundert die Anpassung des heutigen Kabaretts ohnehin nicht. Au&szlig;er der M&uuml;nchner Lach- und Schie&szlig;gesellschaft, den W&uuml;hlm&auml;usen und dem Komm&ouml;dchen gibt es fast nur noch Kommerzkabarett bzw. Krawall-Comedy! <\/p><p>Nach Dieter Hildebrandt gibt es hier nicht mehr viel, und was die ZDF Anstalt betrifft als einen der wenigen Lichtblicke (u.a. Mitternachtsspitzen), hat hier Putin leider einen unwiederbringlichen Schaden angerichtet!<\/p><p>Uwe Schwinn<\/p><p><em><strong>Anmerkung A.M.:<\/strong> Ja, der Putin!<\/em><\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>88. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Sehr geehrtes NDS-Team,<\/p><p>die Erkl&auml;rung ist ganz einfach der Umstand, dass die betreffenden Kabarettisten bzw. Satiriker nicht informiert sind &uuml;ber wichtige geopolitische Umst&auml;nde und insbesondere &uuml;ber das Wesen der NATO sowie auch &uuml;ber die legitimen Sicherheitsinteressen Russlands. Und damit geh&ouml;ren sie nicht in die Oberliga der Kabarettisten bzw. Satiriker, denn informiert sollten sie in der Branche schon sein. <\/p><p>Diese bedauerliche Entwicklung zeigt andererseits aber auch die au&szlig;erordentlich hohe Qualit&auml;t der laufenden Indoktrinations- und Desinformationskampagnen. <\/p><p>Mit freundlichen Gr&uuml;&szlig;en, D.H. <\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>89. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Sehr geehrter Herr M&uuml;ller, sehr geehrte Redaktion, <\/p><p>Ich freue mich, dass Sie dieses Thema aufnehmen. Schon seit Anfang 2020 habe ich bemerkt, dass meine hei&szlig;geliebten Kabarettisten, die ich &uuml;berwiegend gemocht habe, und die ich auch live fast nie ausgelassen habe, auf einmal alle die Hosen voll hatten, um es einmal salopp zu sagen. <\/p><p>Waren sie alle auf einmal verhalten, wenn es um die Themen des Alltags und des Entzugs von Menschenrechten ging, so wurden mit der L&auml;nge der Corona-Krise die Beitr&auml;ge immer langweiliger. Leere S&auml;le und per Videokonferenz zugeschaltete Teilnehmer machten die Sache nicht einfacher. <\/p><p>Am Ende des Corona-Wahnsinns angekommen, habe ich mir als Erstes die Jahresr&uuml;ckschau von Urban Priol 2021 angesehen und war entsetzt, was ich sah und h&ouml;rte: Herr Priol, sonst immer vorne vor, hatte offenbar Kreide gefressen. Es war kaum auszuhalten, wie er sich dem Mainstream anbiederte. Nach einer halben Stunde habe ich ausgemacht &ndash; es war nicht zum Aushalten, nur zum Ausschalten! Langweiligstes Kabarett ohne Biss und Sinn. <\/p><p>Gut, der N&auml;chste war Dieter Nuhr, immer mein Favorit bei den Kabarettisten, da er kein Thema auslie&szlig;. Sein Jahresr&uuml;ckblick 2021 war schon eine Nummer besser, allerdings als Herr Nuhr dreimal erw&auml;hnte, geimpft zu sein, fragte ich mich, bei welchem Teil des Publikums er sich anbiedern wollte? Ist doch seine Privatsache, ich will ja auch nicht wissen, ob er noch zeugungsf&auml;hig ist oder einen Schlaganfall hatte. Auch hier habe ich mir die letzten zehn Minuten gespart. <\/p><p>Was ist los mit den Damen und Herren? Gibt es nur noch wenige wie Lisa Fitz oder Uwe Steimle, die Klartext reden, und haben die anderen so viel Angst vor dem Shitstorm (gab&lsquo;s ja fr&uuml;her auch), dass sie die Knackpunkte auslassen. <\/p><p>Ich jedenfalls lasse jetzt diese Kabarettisten aus &ndash; die wahre Realsatire der Regierenden ist f&uuml;r mich schon genug Kabarett. <\/p><p>Viele Gr&uuml;&szlig;e, Ihr Michael Br&uuml;ggemann<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>90. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Sehr geehrter Herr M&uuml;ller,<\/p><p>meine Antwort in Kurzform:<\/p><ul>\n<li>Einige der Kabarettisten sehen in Wagenknecht eine echte Gefahr, die es abzuwehren gilt. Folgt man dem Bild von Wagenknecht als manipulative Populistin, die rechts blinkt, ergeben die Anschuldigung ihr gegen&uuml;ber alle Sinn. Dann h&ouml;rt und liest man nur was man h&ouml;ren und lesen will.<\/li>\n<li>Aber: Hier schwingt auch viel Furcht mit. Furcht davor, selbst zur Zielscheibe zu werden. Anders l&auml;sst sich die katastrophale Anstalt-Folge zum Angriff auf die Ukraine nicht erkl&auml;ren. Effektiv stecken wir in einem Zustand der Selbstzensur, und der mediale Druck wird stetig gr&ouml;&szlig;er.<\/li>\n<\/ul><p>PS: Ich hoffe so sehr, dass die kommende Anstalt nicht vollst&auml;ndig umfallen wird und der Friedensinitiative wenigstens etwas Zuspruch geben kann. <\/p><p>Beste Gr&uuml;&szlig;e, Martin Blume<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>91. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Hallo, <\/p><p>ich m&ouml;chte sie auf eine Aussage von <a href=\"https:\/\/www.ankazink.de\/\">Anka Zink<\/a> im <a href=\"https:\/\/www.swr.de\/swr2\/leben-und-gesellschaft\/kanzel-der-kritik-was-darf-die-buettenrede-swr2-forum-2023-02-20-100.html\">SWR 2 Forum<\/a> vom 20.Februar 2023 hinweisen (ab Minute 32:00).<\/p><p>Beste Gr&uuml;&szlig;e, L. Mager<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>92. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Sehr geehrter Herr M&uuml;ller, <\/p><p>es gibt dazu einen Beitrag von dem von mir sehr gesch&auml;tzten Georg Schramm, der schon vier Jahre alt ist. Georg Schramm: &bdquo;Ist die Zeit der Hofnarren vorbei?&ldquo; L. Dombrowski<br>\nkondoliert M. Sonneborn <a href=\"https:\/\/www.youtube.com\/watch?v=F22hZJLPBeQ\">youtube.com\/watch?v=F22hZJLPBeQ<\/a> .<\/p><p>Es gibt kaum mehr dazu zu sagen. Die meisten Kabarettisten sind aus meiner Sicht mehrheitlich eher wenig komische Comedians. Gr&uuml;nde daf&uuml;r kann ich nicht nennen, ich vermute, dass hier sehr viel mehr hinter steckt, als man von au&szlig;en sieht. Vermutungen gehen von Gier bis Existenzangst. <\/p><p>Mit freundlichem Gru&szlig;, Georg Hopp<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>93. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Warum haben sich Kabarett und Satire, von den wenigen Ausnahmen abgesehen, so sehr in der letzten Zeit angepasst und vertreten nun die Sache der Regierung und des Mainstreams und kritisieren bzw. versuchen, diejenigen l&auml;cherlich zu machen, die dem Regierungskurs entgegenstehen? Ich stelle hierzu die folgenden Hypothesen zum Diskurs: <\/p><ol>\n<li>Die Ver&auml;nderung ist mit den Erfahrungen in der Coronazeit und dann mit der lang ersehnten Regierungsbeteiligung der Gr&uuml;nen assoziiert. <\/li>\n<li>Es gibt keine wirkliche Opposition mehr. <\/li>\n<li>Der Diskursraum ist verengt und moralisch in richtig und falsch aufgeteilt, und abweichende Meinungen werden moralisch diskreditiert. <\/li>\n<li>So wenig, wie sich fr&uuml;her jemand getraut, hat das Wirken von Mutter Theresa zum Anlass von Satire zu machen, so traut sich kaum jemand heute bei unserer beliebten Au&szlig;enministerin. <\/li>\n<li>Es kann inzwischen jeden Mutigen treffen, so wie Julian Assange oder Daniele Ganser, KenFM, Wolfgang Wodarg, da geht man auch als Kabarettist lieber auf Nummer sicher. <\/li>\n<li>Ein Land ohne Satire und Kabarett, ist wie ein Land ohne Opposition! Kein gutes Zeichen.<\/li>\n<li>Gut, dass es die NDS (noch) gibt! Noch ist Deutschland nicht verloren, aber die Zeiten f&uuml;r Dissidenten werden rauer. Wenn sie nicht aufh&ouml;ren, die westlichen Werte zu hinterfragen und die demokratische Grundordnung zu gef&auml;hrden, geraten Sie in den Focus (z.B. Gegneranalyse). <\/li>\n<li>Auch f&uuml;r Satire und Kabarett gilt, es braucht ein Publikum: &bdquo;Stell Dir vor, niemand geht hin.&ldquo;<\/li>\n<\/ol><p>Vielleicht haben Sie die M&ouml;glichkeit, Prof. Mausfeld zu einem Pleisweiler Gespr&auml;ch einzuladen, zum Thema &bdquo;Einengung des Debattenraums und der Meinungsfreiheit, die Methoden bzw. Psychologie hinter den Kulissen&ldquo;. <\/p><p>Ihr B. H.<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>94. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Hallo Nachdenker,<\/p><p>Ich bin der Meinung, solche &bdquo;Satiriker&ldquo; wie Herr Schr&ouml;der, Welke, B&ouml;hmermann, Schlegel und insbesondere Frau Bosetti waren schon immer auf ihrer Schiene unterwegs. Wobei z.B. Frau Bosetti ja keine Satirikerin, sondern nur eine verbitterte und herablassende Kolumnistin ist. <\/p><p>Viel mehr Sorgen bzw. Entsetzen hat bei mir der (ehemalige) brillante Kabarettist Urban Priol hervorgerufen. Ich konnte seiner aktuellen Sendung &bdquo;Tilt&ldquo; leider nicht mehr als zehn Minuten folgen, da die unertr&auml;gliche Hetze gegen &bdquo;DEN PUTIN&ldquo; einen massiven Brechreiz bei mir ausgel&ouml;st hat. Mir ist es absolut schleierhaft, wie ein vormals freier und kritischer Geist eine derartige &bdquo;540&deg; Wende&ldquo; hinlegen konnte! <\/p><p>Entweder war die Sendung ein sogenannter &bdquo;Deepfake&ldquo;, oder hinter der B&uuml;hne stand Herr Melnyk und hat seinen Lieben eine Waffe an den Kopf gehalten. Meine einzige Erkl&auml;rung ist ein eklatanter Mangel an Informationen seinerseits bzw. das permanente Propagandafeuerwerk seitens &bdquo;unserer&ldquo; Quantit&auml;tsmedien. Ich bin im Prinzip komplett ratlos (wie ein Fu&szlig;g&auml;nger&#128521;). <\/p><p>Mit solidarischen Gr&uuml;&szlig;en, Ihr J&ouml;rg K&ouml;hler&nbsp;<\/p><p>P.S.: Sch&ouml;n, dass es Euch gibt! Mich w&uuml;rde interessieren, was ein Herr Pispers oder Herr Schramm zu dem Thema sagen. <\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>95. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Hallo,<br>\nMal wieder so eine Erinnerung aus der DDR :) <\/p><p>Silly, Dein Cabaret ist tot, 1986 <\/p><p>Das Lied entstand in einer &auml;hnlichen Stimmung. Kann mich noch an die Gespr&auml;che meiner Eltern erinnern. Nat&uuml;rlich, DDR-typisch, nicht plakativ, sondern mehr zwischen den Zeilen. Es gibt aber durchaus noch Sendungen, denen auch medienm&uuml;de H&ouml;rern noch etwas abgewinnen k&ouml;nnen. &bdquo;Satire der Luxe&ldquo; vom WDR ist so ein Beispiel. <\/p><p>Sch&ouml;ne Gr&uuml;&szlig;e, A. Penndorf <\/p><p><a href=\"https:\/\/m.youtube.com\/watch?v=Ux75MYVLwxE\">youtube.com\/watch?v=Ux75MYVLwxE<\/a><\/p><p>Die Dame ohne Unterleib ist doch an Krebs gestorben <\/p><p>Der letzte Clown wurde dir vom Zirkus abgeworben <\/p><p>Dein Dichter macht sein Moos mit herben Fernsehschw&auml;nken <\/p><p>Die Garderobiere trinkt Lik&ouml;r, wer kann es ihr verdenken <\/p><p>Dein Carbaret ist tot, Monsieur, na lass mich trotzdem rein <\/p><p>Dein Carbaret tut nicht mehr weh, es geht mir nur ans Portmonee<br>\nDein Carbaret ist tot<\/p><p>Man sendet keine B&uuml;ttel mehr, die das Gest&uuml;hl zerschlagen<br>\nIm besten Falle geht dir noch Herr Fiskus an den Kragen<br>\nWenn du bei Hofe aufmarschierst, salutier&lsquo;n die Wachen<br>\nMan r&auml;umt dir ein Ventil zu sein, man l&auml;sst dich lachen machen<br>\nDein Carbaret ist tot, Monsieur, na lass mich trotzdem rein<br>\nDein Carbaret tut nicht mehr weh, es geht mir nur ans Portmonee<br>\nDein Carbaret ist tot <\/p><p>Nun teilst du Sekt und Salzgeb&auml;ck zu deinen Liedern aus<br>\nDie R&auml;ume sind zentralbeheizt, ein Orden steht ins Haus<br>\nDu zwinkerst mit dem Auge, bis die Pupille gl&uuml;ht<br>\nDu bist um eine Heiterkeit, die traurig macht, ber&uuml;hmt<br>\nDein Carbaret ist tot, Monsieur, na lass mich trotzdem rein<br>\nDein Carbaret tut nicht mehr weh, es geht mir nur ans Portmonee<br>\nDein Carbaret ist tot, Monsieur, na lass mich trotzdem rein<br>\nDein Carbaret tut nicht mehr weh, es geht mir nur ans Portmonee<\/p><p>Dein Carbaret ist tot, Monsieur<\/p><p>Dein Carbaret tut nicht mehr weh, dein Carbaret ist tot, Monsieur<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>96. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Liebe NDS-Redaktion, <\/p><p>Das Einschwenken eines Teils des Kabaretts auf Regierungslinie ist mir speziell bei Christoph Sieber aufgefallen, nachdem das Format &bdquo;Mann-Sieber&ldquo; im ZDF im Dezember 2020 wegen zu magerer Einschaltquoten abgesetzt wurde. Auf dem vorhandenen Sendeplatz (nach 21:45 Uhr) auch wenig verwunderlich. Wobei man diese Sendung eher nicht als politisches Kabarett, sondern vielmehr als Polit-Satire mit Klamaukeinlagen bezeichnen konnte. <\/p><p>Als Sieber nach dem Abgang von J&uuml;rgen Becker bei den &bdquo;Mitternachtsspitzen&ldquo; im WDR &uuml;bernahm, konnte man beobachten, wie Sieber bei bestimmten Themen unkritisch und auch wahrheitswidrig Positionen der Regierung &uuml;bernahm. <a href=\"https:\/\/www.ardmediathek.de\/video\/mitternachtsspitzen\/gastgeber-christoph-sieber-zum-krieg-in-der-ukraine\/wdr\/Y3JpZDovL3dkci5kZS9CZWl0cmFnLTBjYzBlYmJiLTVhZTctNDE3My1iODg3LWM5ODAwY2ZjMTFhNw\">So hier<\/a>.<\/p><p>(Stichwort Gasspeicher ab 4:25 ; Warum sind sie wohl leer? Gazprom betreibt die Speicher nur. Gas kaufen und dort einlagern m&uuml;ssen andere.) Erkl&auml;rt hat er&lsquo;s nicht. <\/p><p>Als Kontrastprogramm <a href=\"https:\/\/www.youtube.com\/watch?v=hylztQ8-pVM\">ein Beispiel aus den Mitternachtsspitzen 2014 mit Pispers.<\/a><\/p><p>Ich halte Sieber dennoch f&uuml;r einen Kabarettk&uuml;nstler von besonderem Format, den man durchaus mit Hildebrandt, Schramm oder Pispers in eine Reihe stellen kann. Das erkennt man, wenn man sich seine Soloprogramme anschaut. Es ist deshalb besonders bedauerlich zu sehen, wie ein mit Kabarettpreisen &uuml;berh&auml;uftes Talent diesen Weg geht. <\/p><p>Ich sehe die Ursache hierf&uuml;r vor allem in der sich seit Langem vollziehenden Einflussnahme von Politik und Parteien auf die &ouml;ffentlich-rechtlichen Sendeanstalten und damit die Zerst&ouml;rung ihrer im Grundgesetz formulierten Aufgabe. <\/p><p>Wer die Zust&auml;nde im Land so pointiert auf den Punkt bringen kann wie Sieber, wei&szlig; das genauso. <\/p><p>Irgendwie schade um den Jungen! <\/p><p>Herzliche Gr&uuml;&szlig;e, Jochen Hoffmann <\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>97. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Sehr geehrter Herr M&uuml;ller, <\/p><p>naja, ob meine Einsch&auml;tzung jetzt wichtig ist&hellip; ich bin &uuml;berzeugt davon, dass sie richtig ist. Sie lautet so: <\/p><p>Lisa Fitz hat den Druck erfahren und sich nicht gebeugt (und dank Ihnen eine Nische gefunden, danke daf&uuml;r). Was die Macher der Anstalt mit einer Geschichte an historischen Ausstrahlungen &uuml;ber Rente, Foschepoth, Drohnenkrieg und Ukraine (2014) unter dem gleichen Druck gemacht haben, konnte man mit Corona erahnen und sp&auml;testens mit Putin sehen. Ich schau&lsquo;s nicht mehr. <\/p><p>Wie das abl&auml;uft? Hat jemand das Interview mit Hape Kerkeling bei Maischberger zu seinem Katzenbuch gesehen? Also, es wird so etwas Unschuldiges wie ein Katzenbuch promotet, und statt nach Perser und Karth&auml;user wird der Autor nach seiner Einsch&auml;tzung zu Putin, zur Ukraine etc. befragt &ndash; das obligate &bdquo;Putin oben ohne Bild aufm Pferd&ldquo; durfte nicht fehlen. Wie bei der Checkliste einer 747&hellip; Fehlt ein Haken an der Liste, bleibt der Vogel halt am Boden &ndash; naja in diesem Fall die Katze. <\/p><p>Die Redaktionen leiten ihn weiter, den Druck, der von oben kommt (viel weiter oben, und dessen letzten Ursprung f&auml;nde man vermutlich tief im Westen hinter dem gro&szlig;en Wasser). Nun h&auml;ngt es von der finanziellen Unabh&auml;ngigkeit und\/oder von der Flexibilit&auml;t des eigenen R&uuml;ckgrats ab, ob man sich dem Druck beugt. Wer sich nicht beugt, fliegt halt aus dem publizistischen Meinungskorridor und muss drau&szlig;en bleiben. Verurteilen kann ich die meisten nicht, jeder ist halt so biegsam, wie seine existenziellen N&ouml;te es zulassen. <\/p><p>Es ist wie &uuml;berall in unserer Gesellschaft&hellip; das Stachelhalsband transatlantischer Gef&uuml;gigkeit ist eisern festgezurrt. Es ist schwer und sehr schmerzhaft, sich dem zu entziehen. Kabarettisten und Journalisten haben die gleiche Funktion: Verk&uuml;ndung &ndash; die einen mit, die anderen ohne Kalauer, die Botschaft ist identisch &ndash; warum noch einen Unterschied machen? Um Wahrheit geht es bei beiden schon seit Corona nicht mehr. <\/p><p>Ich schau&lsquo;s nicht mehr, es geht mir zu sehr auf das Gem&uuml;t. Vor Kurzem bin ich aber dann doch noch einmal bei Extra3 &uuml;ber den 25. Februar 2023 zuf&auml;llig h&auml;ngen geblieben, Christian Ehring, &uuml;ber die Friedenskundgebung in Berlin. Ich musste die Beutel vom letzten Flug suchen. Das ist einfach eine unertr&auml;gliche Propagandamaschinerie, die man da in Aktion sehen kann. Wie man Menschen, die nichts als Frieden wollen, so diffamieren kann&hellip; da f&auml;llt es mir sehr schwer, nicht zu verurteilen. <\/p><p>Was ist nur aus unserem Land geworden&hellip; <\/p><p>Ein paar Wochen vorher beim Karneval, bei den paar Wagen, die ich gesehen habe, ist mir das richtig bewusst geworden. Karneval, Kabarett und Satire sind doch die Dornenkissen der M&auml;chtigen gewesen. Hier wurde Macht in Frage gestellt und solidarisch mit dem kleinen Mann gegen den Stachel gel&ouml;ckt. <\/p><ul>\n<li>Gestern: Impfgegner werden linientreu als Blinddarm, Massenvernichtungswaffen auf zwei Beinen diffamiert.<\/li>\n<li>Heute: Friedensdemonstranten werden moralisch emp&ouml;rt, als Lumpenpazifisten und verirrte Geister beschimpft, die den Schuss nicht geh&ouml;rt haben und sich von Rechten und linken Verf&uuml;hrern vom rechten Wege bringen lassen (sofern sie nicht selbst zu den Rattenf&auml;ngern geh&ouml;ren). <\/li>\n<\/ul><p>Mediales Synchronschwimmen. In der Fluidforschung nennt man das laminare Str&ouml;mung&hellip; gute Demokratie geht anders, die ist turbulent und chaotisch. Das war einmal, gar nicht so lange her, wenn ich an die Anstalt denke oder an Monitor mit den Beitr&auml;gen &uuml;ber die Sch&uuml;sse auf dem Maidan, die Nazi-Schl&auml;ger in der Ukraine, der Brand von Odessa, den Kommentar von Herrn Restle zum Morden der ukrainischen Armee im Donbass. <\/p><p>Tja, so schnell kann&lsquo;s gehen&hellip; h&auml;tten wohl all diejenigen, die das beklagen, nicht gedacht. V&ouml;llige Umwertung. Ein dunkles Zeitalter, in das wir mit der Zeitenwende geraten. <\/p><p>Und dann denke ich mir wieder &ndash; ob nun aus Kabarett oder Journalismus, wenn die Evangelisten dieser unfehlbaren exkathedralen Botschaft so offensichtlich gegen jede Logik, Vernunft und historische Wahrheit argumentieren m&uuml;ssen, und wenn sie diesen faden Schein von Glaubw&uuml;rdigkeit nur durch den L&auml;rm und Gleichklang ihres nervenzerfetzenden Brusttrommelns erzeugen k&ouml;nnen&hellip; <\/p><p>&bdquo;<em>&hellip;Es geht ihr um die Zerst&ouml;rung der Demokratie. Wagenknecht ist ihre in Deutschland wohl einflussreichste Feindin&hellip;&ldquo;<\/em>\/RND <a href=\"https:\/\/www.rnd.de\/politik\/warum-sahra-wagenknecht-eine-gefahr-fuer-die-demokratie-in-deutschland-ist-X6HYR7QBSNBEXOUXFOLYDU63TI.html\">rnd.de\/politik\/warum-sahra-wagenknecht-eine-gefahr-fuer-die-demokratie-in-deutschland-ist-X6HYR7QBSNBEXOUXFOLYDU63TI.html<\/a>)<\/p><p>&hellip; dann haben sie wohl selbst gemerkt, dass sie argumentativ am Ende sind. <\/p><p>Macht das Hoffnung? <\/p><p>Vielen Dank f&uuml;r Ihre Standhaftigkeit. In der Existenz von Medien wie den NachDenkSeiten liegt unsere letzte mediale Hoffnung. <\/p><p>Mit herzlichem Gru&szlig;, Olaf Cremer<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>98. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Ich schaue mir die hofnarren&auml;hnlichen Unterhaltungsclowns schon l&auml;nger nicht mehr an. Unkritische Schenkelklopferei, die mit &bdquo;witzigen&ldquo; Bildern und Kommentaren zur Verfestigung der angesagten bzw. erw&uuml;nschten Einstellung beitragen sollen bzw. wollen. Meinungspluralismus ade. Das Anpassungsvirus hat mittlerweile auch ehemals durchaus kritische Kabarettisten &ndash; neuerdings &bdquo;Comedians&ldquo; genannt &ndash; befallen. Unangepasstes Kabarett wird ausgegrenzt, was mir die wesentliche Ursache f&uuml;r die Abkehr der Protagonisten von jeglicher kritischen Reflexion und Stellungnahme zu sein scheint. So jemanden wie z. B. Georg Schramm findet man kaum noch. Deutsches Kabarett, quo vadis? <\/p><p>Viele Gr&uuml;&szlig;e, R. S.<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>99. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Lieber Herr M&uuml;ller, liebes NDS-Team,<\/p><p>ich habe keine Erkl&auml;rung zum Zerfall der Satire. Von meiner Seite aus nur zwei lose Beobachtungen:<\/p><p>(1.) Der &Ouml;RR nutzt auch Youtube als Plattform. Seit 2021 wurde dort der &bdquo;Dislike&ldquo;-Button de facto abgeschafft. <\/p><p>Das ist sicherlich nur einer von vielen Faktoren. Aber auf einer Youtube-Plattform mit Dislike-Button w&uuml;rde Bosetti ganz sicher keine plumpe Milit&auml;r-Propaganda betreiben, sondern weiterhin nur &uuml;ber Feminismus und andere belanglose Themen &bdquo;reden wollen&ldquo;.<\/p><p>[Der &bdquo;Dislike&ldquo; ist nur noch als Feedback f&uuml;r die Autoren gedacht und nicht mehr als Orientierung f&uuml;r die breite Masse vorgesehen. Mit Browser-Plugin ist die Quote aber immer noch einsehbar.]<\/p><p>(2.) Am 15. M&auml;rz 2022 hatte Max Uthoff bereits einen starken Beitrag zum Krieg in Till Reiners&lsquo; Happy Hour auf 3sat abgeliefert (siehe <a href=\"https:\/\/www.youtube.com\/watch?v=df7B4-LfgS0\">hier)<\/a> &ndash; im starken Kontrast zu den schwachen Sendungen der Anstalt vom 8. M&auml;rz und 5. April. <\/p><p>F&uuml;r mich ein weiterer Beweis, dass einige Kabarettisten ihr Herz noch am rechten Fleck haben, aber dem ZDF einige Themen zu hei&szlig; sind (die Corona-Politik war vermutlich auch ein solches Tabu-Thema).<\/p><p>Die oben genannte Sendung ist, nebenbei bemerkt, als einzige nicht mehr in der Mediathek abrufbar. Die anderen Sendungen bleiben hingegen f&uuml;r zwei Jahre freigeschaltet. <\/p><p>Liebe Gr&uuml;&szlig;e, Michael M&uuml;ller<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>100. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Alles gut. Es ist alles gesagt. Schramm Pispers! <\/p><p>Jetzt nennt man es &bdquo;Kabarett&ldquo; aus Franken!<\/p><p>Ich w&uuml;rde gerne 5 EUR freiwillig f&uuml;r AK oder NDS &uuml;berweisen. <\/p><p>Muss aber den Bildungsauftrag ertragen. <\/p><p>Wolf, Bayern<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>101. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Lieber Herr M&uuml;ller,<\/p><p>mein Eindruck ohne Insiderwissen ist, dass die Kabarettisten vielleicht mal auf Kleinkunstb&uuml;hnen angefangen und selbst geschriebene Programme vorgetragen haben, mit wachsender Prominenz aber einem st&auml;ndigen Kreativit&auml;tsdruck unterliegen und die Texte deshalb von Redaktionen des &Ouml;RR geschrieben werden. <\/p><p>Die Kabarettisten sind vielleicht nur noch bezahlte Schauspieler, die ihre wohl sehr gut bezahlten Jobs nicht verlieren m&ouml;chten und dem Anpassungsdruck nicht widerstehen k&ouml;nnen oder wollen.<\/p><p>Herzliche Gr&uuml;&szlig;e, Markus Worbs<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>102. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Hallo Herr M&uuml;ller &amp; Team<\/p><p>also in Stichworts&auml;tzen:<\/p><p>Die Hochzeit 2010-2012<\/p><ul>\n<li>ca. 2010-2012 war das Kabarett eine echte Gegen&ouml;ffentlichkeit. Georg Schramm hat berichtet, wie er in Stuttgart mit ein paar weiteren Worten die Menge zum Sturm auf die Bastille h&auml;tte bringen k&ouml;nnen &ndash; S21 Demonstranten auf dem Schlo&szlig;platz, er auf der B&uuml;hne. Georg Schramm wurde mulmig. Er hat dann auch abgelehnt, als Kandidat zum Bundespr&auml;sidenten (!) vorgeschlagen zu werden.<\/li>\n<li>Zu dieser Zeit war jeder Profi oder jeder, der halbwegs seinen Mund aufmachen konnte, kritisch: Christof Sieber, Pispers sowieso, Schramm, Priol, H.G. Buzko, Rether&hellip; etc.<\/li>\n<li>Auch die Jungen sind fast automatisch mitgerissen worden: Tobias Mann, Kebekus, von Wagner, Uthoff&hellip;<\/li>\n<\/ul><p>Man musste sich schon extra anstrengen, &bdquo;konservativ&rdquo; zu sein. Dieter Nuhr&hellip; aber selbst DER konnte Superwitze &uuml;ber den Unsinn der Bankenrettung machen.<\/p><p>Griechenlandkrise, Eurokrise, Bankenrettung, Weltwirtschaftskrise. So gesehen war es wirklich eine gro&szlig;e Zeit f&uuml;r eine Gegen&ouml;ffentlichkeit. Die Linke hat nicht sonderlich profitiert. ABER diese Gegen&ouml;ffentlichkeit konnte vor diesem Totalversagen der neoliberalen Eliten gedeihen. Wie gesagt, selbst Dieter Nuhr hat sich in die Bankenrettungskritik eingereiht.<\/p><p>2012: Doktorarbeit von Uwe Kr&uuml;ger &bdquo;Meinungsmacht&ldquo;, 2014 &ouml;ffentlich in &bdquo;Der Anstalt&ldquo; pr&auml;sentiert. Damals noch mit einer eher hilflosen Abwehr von Joffe &amp; Co.<\/p><p>Das Feindbild entsteht &ndash; der Gamechanger, das neue Kraftfeld, das die Neuausrichtung erzwingt &ndash; 2015 ff.<\/p><p>Dann kippt es: PEGIDA entsteht. &bdquo;L&uuml;genpresse&ldquo; als AfD-Schimpfwort. (Ich habe noch L&Uuml;GENPACKL&Uuml;GENPACK vor dem Stuttgarter Rathaus skandiert!!! Neben uns die MLPD, die Anstifter und alles, was die linke Szene so aufbieten konnte) Aber ab 2015: Medienkritik ist jetzt RECHTS.<\/p><p>Auch die Anstalt muss sich &bdquo;nach rechts&ldquo; abgrenzen, wenn sie die Medien kritisiert.<\/p><p>Neues Feindbild durch Frauke Petri &amp; Co: die AfD. PEGIDA, Neurechts. Vorwurf an alle, die zu kritisch sind: &bdquo;Antisemit&ldquo;, &bdquo;Holocaustleugner&ldquo;, der Begriff &bdquo;Verschw&ouml;rungs-xy&ldquo; erlebt neue Konjunkturen. (Vgl. Markus Fiedler, Dirk Pohlmann, die Filme &bdquo;Zensur I + II&ldquo; &uuml;ber das Wikipedia-Profil von Daniele Ganser)<\/p><p>Dieses Feindbild polarisiert.<\/p><p>Der R&uuml;ckenmarksreflex treibt zur Gegnerschaft zu den an den Pranger gestellten &bdquo;rechten&ldquo; Themen. Kebekus, B&ouml;hmermann<\/p><p>B&ouml;hmermann &amp; Co. &ndash; Etablierung des Staatskabaretts<\/p><p>Der geniale Pufpaff dient als Br&uuml;cke zum Kabatainement &bdquo;Kabarett kann auch Spa&szlig; machen!!&ldquo;. Moritz Neumeier und Till Reiners kommen in Rekordgeschwindigkeit im Mainstream an &ndash; man muss ihnen nur Pl&auml;tze in den warmen Nestern verschaffen und mit den warmen Daunen des &bdquo;Antifaschismus&ldquo; auskleiden, ihnen ein einladendes Feindbild vor die Nase setzen &ndash; aus jungen, krassen, absolut unkonventionellen Kabarettisten werden Stromlinienstaatsangestellte, die m&uuml;helos und kritiklos Falschbehauptungen der Regierung wiederholen.<\/p><p>Jan B&ouml;hmermann: &bdquo;Ich hab Polizei!!&ldquo; ein relativ fr&uuml;hes Video &ndash; schon mit Gschm&auml;ckle. &bdquo;Du hast gut trainiert &ndash; ich hab Polizei&ldquo;. In der Verkleidung von Ghetto und Coolness kann man den erzkonservativen, spie&szlig;b&uuml;rgerlichen, weinerlichen, a***kriechenden Menschen erkennen &ndash; der in uns allen steckt. Aber der die eigentliche Existenzberechtigung von B&ouml;hmermanns Format ist. N&auml;mlich die Angst aller &bdquo;Normalos&ldquo; vor allem Linken, Progressiven, Staatskritischen etc. zu wecken und wach zu halten.<\/p><p>Rainer Mausfeld l&auml;sst gr&uuml;&szlig;en! Da ist die Verfolgung von Regierungskritikern als &bdquo;Delegitimierer der Demokratie&ldquo; nur noch das Sahneh&auml;ubchen.<\/p><p>Mit der Ampelregierung ist das Feindbild &bdquo;Rechts&ldquo; staatstragend geworden.<\/p><p>Universalisierung des rechten Feindbildes &ndash; die Mehrheit als Eisensp&auml;ne im Kraftfeld<br>\n&nbsp;<br>\nAlles, was gegen die Regierung ist, ist &bdquo;rechts&ldquo;.<\/p><p>Man muss doch was tun gegen den &bdquo;russischen Faschismus&ldquo;. Gegen den &bdquo;russischen Militarismus&ldquo;. Gegen die Nazis, die gegen Coronama&szlig;nahmen sind. Oder waren es Reichsb&uuml;rger? Ist das dasselbe? Egal.<\/p><p>Nicolai Binner macht das einzige Kabarett dazu: &bdquo;Alles NazisRechtsRechtsHolocausleugnerRechtsRechtsNaziNazi&ldquo;, &bdquo;Verfaschoschutz&hellip;&ldquo;<\/p><p>Alles, was gegen die Regierung ist, ist &bdquo;rechts&ldquo;. Also muss die Antifa F&Uuml;R die Regierung sein und mutiert zur SA &ndash; 2020.<\/p><p>Aus Sicht der staatstragenden Kabarettisten befinden diese sich immer noch auf der richtigen Seite. Wie 2010-2012 die Str&ouml;mung gr&ouml;&szlig;tenteils das Kabarettprogramm bestimmte, so bestimmt auch heute die Str&ouml;mung das Kabarettprogramm.<\/p><p>Nur haben heute die offiziellen Stellen wieder die Lufthoheit &uuml;ber die Str&ouml;mung. Die meisten positionieren sich dazu wie die Eisensp&auml;ne im Magnetfeld.<\/p><p>Die Backdoors unserer Psyche<\/p><p>In allem muss man die eindringlichen Warnungen von Rainer Mausfeld (und den vielen Wissenschaftlern, die er zitiert) ernst nehmen und in dem Ph&auml;nomen wiedererkennen. Es tut weh, wie manipulierbar wir als Menge sind. Es ist aber die wissenschaftlich nachgewiesene Realit&auml;t (Schnelles Denken, langsames Denken &ndash; Kahnemann).<\/p><p>Bis hierher &ndash; viele Gr&uuml;&szlig;e, Eric Raasch, Stuttgart<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>103. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Lieber Herr M&uuml;ller und liebes NachDenkSeiten-Team,<\/p><p>auch mich treibt diese Frage um &ndash; sp&auml;testens seit der letztj&auml;hrigen, desastr&ouml;sen Sendung der &bdquo;Anstalt&ldquo; vom 6. April 2022. Nur kurz zur Erinnerung, diese Sendung war gepr&auml;gt von niederstem &bdquo;Putin Bashing&ldquo;, dem Niveau dieses Formates von fr&uuml;heren Zeiten absolut unw&uuml;rdig. <\/p><p>Heute noch schaue ich gerne zur Aufrechterhaltung meines Optimismus und meiner Moral immer mal wieder Sendungen von &bdquo;Die Anstalt&ldquo; aus den Jahren 2014 an. Da gibt es in der Tat herausragende Beispiele, nicht nur f&uuml;r politisches Kabarett, sondern auch f&uuml;r Lehrst&uuml;cke, wie unabh&auml;ngiger Journalismus funktioniert. Erinnert sei hier an die legend&auml;re &bdquo;Tafelnummer&ldquo;, in der die Verstrickungen des damaligen &bdquo;Zeit&ldquo;-Mitherausgebers &bdquo;Im Angesicht des B&ouml;sen ist Pazifismus das Gegenteil von Moral &ndash; Josef Joffe&ldquo; mit diversen amerikanischen Think Tanks u.&auml;. dargestellt wurde. Diese Sendung hatte ein langwieriges gerichtliches Nachspiel zur Folge, welches aber in der damaligen, medialen &Ouml;ffentlichkeit, auch damals schon, keine gro&szlig;e Aufmerksamkeit finden konnte. Es ging um nichts weniger, als dass Josef Joffe und Jochen Bittner von der Zeit mit ihrer Unterlassungsklage gegen das ZDF und &bdquo;Die Anstalt&ldquo; vor dem Bundesgerichtshof verloren hatten. Im heutigen Sprachgebrauch w&auml;re das eigentlich ein ziemlicher &bdquo;Wumms&ldquo; gewesen. Aber immerhin war damals noch so ein Urteil vom BGH m&ouml;glich. (Heute w&uuml;rde das sicherlich anders ausfallen).<\/p><p>Nun, ich schweife ab. Was ich eigentlich sagen m&ouml;chte, ist, wenn ich mir die Sendungen von damals anschaue und noch einmal nachlese, wie die damalige Stimmung in Bezug auf die Ukraine, den &bdquo;Euro-Maidan&ldquo;, Russland etc. war, dann wird mir heute klar, dass schon damals der Versuch von Medien und der Politik gemacht wurde, uns auf die Linie &bdquo;gegen Russland&ldquo; und f&uuml;r einen Krieg einzuschw&ouml;ren. Allerdings war damals, meiner Meinung nach, die Zeit noch nicht reif genug. Es gab damals noch zu viel Gegenwehr von &ouml;ffentlicher, medialer, auch politischer Seite, sodass dieses Unterfangen noch nicht auf eine so breite Zustimmung gesto&szlig;en ist, wie es heute passiert. Das erinnert mich fatal an das Szenario mit der &bdquo;Schweinegrippe Pandemie&ldquo; 2009. Auch diese verfing damals noch nicht so, wie es dann ein paar Jahre sp&auml;ter mit der Corona Pandemie durchdringend &bdquo;geklappt&ldquo; hat. <\/p><p>Nun kann sich jeder NachDenkSeiten-Leser selbst seine Meinung bilden dar&uuml;ber, was in den letzten acht bis zw&ouml;lf Jahren passiert sein muss, dass sich seit Corona und nun auch seit dem Ukraine-Krieg das mediale, politische, &ouml;ffentliche Bild so krass und so einseitig hat einengen lassen, sogar so weit, dass heutzutage keine normalen sachlichen Diskussionen &uuml;ber kontrovers zu diskutierende Themen mehr m&ouml;glich sind und Menschen mit anderen Meinungen &ouml;ffentlich an den Pranger gestellt werden (wie im finsteren Mittelalter!). Ich bin der Meinung, da muss gewaltig etwas passiert sein. <\/p><p>Krass ist auch, wie man auch immer wieder auf den NachDenkSeiten lesen kann, wie sehr sich diese mediale und politische &bdquo;Gleichschaltung&ldquo; (ja ich wei&szlig;, es ist ein b&ouml;ses Wort, aber mir f&auml;llt gerade nichts Passenderes ein) auf Deutschland konzentriert. Anscheinend soll es selbst in &Ouml;sterreich, der Schweiz und anderen europ&auml;ischen L&auml;ndern mehr kontroverse Diskussionen geben. Da stellt sich die Frage, ob unser &bdquo;guter Freund&ldquo; und Verb&uuml;ndeter nicht in besonderem Ma&szlig;e auf uns z&auml;hlt und baut?!<\/p><p>Ich sage nur, wenn du solche Freunde hast, dann brauchst du keine Feinde mehr. <\/p><p>Jens Biester<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>104. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Sehr geehrte Redaktion,<\/p><p>der opportunistische Fl&auml;chenbrand in der Kabarett-Szene ist tats&auml;chlich unglaublich. Letztlich auch Christian Springer im Schlachthof. Der Anpassungsdruck ist enorm, und anscheinend ist Charakterlosigkeit eine Voraussetzung daf&uuml;r, bei den &Ouml;ffentlich-Rechtlichen auftreten zu d&uuml;rfen. Eine atemberaubende Gleichschaltung, die mich sprachlos macht. <\/p><p>Mit freundichen Gr&uuml;&szlig;en, Siegfried H&ouml;sch <\/p><blockquote><p>\n&bdquo;Das gro&szlig;e Karthago f&uuml;hrte drei Kriege. Nach dem Ersten war es noch m&auml;chtig. Nach dem Zweiten war es noch bewohnbar. Nach dem Dritten war es nicht mehr aufzufinden.&ldquo;\n<\/p><\/blockquote><p>Bertolt Brecht<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>105. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Wertes NachDenkSeiten-Team, <\/p><p>gerne m&ouml;chte ich Ihre Einladung zur Meinungs&auml;u&szlig;erung zur Wandlung des Kabaretts annehmen. Dies in der von Ihnen gebotenen K&uuml;rze und deswegen auch ohne den geb&uuml;hrenden Dank, zu dem ich aufgrund Ihrer gro&szlig;artigen Arbeit eigentlich verpflichtet w&auml;re.<\/p><p>Auch Kabarettisten leben vom und mit dem System. Da sie vom Aufzeigen von Systemverfehlungen leben, kann man sie zwar als mediale Outlaws bezeichnen, aber da Systemfehler nun mal zum System geh&ouml;ren, leben sie streng genommen trotzdem davon. Zum kabarettistischen Werkzeugkasten geh&ouml;ren sowohl Skalpell als auch Brennglas, Werkzeuge, die sehr wirkungsvoll zum Aufzeigen und Freilegen von Einzelpersonen und -situationen sind, jedoch nicht daf&uuml;r geeignet sind, das &sbquo;Gro&szlig;e Ganze&lsquo; zu fokussieren.<\/p><p>Der Zusammenbruch des Ostblocks hat zwar nicht zum Ende der Geschichte gef&uuml;hrt, jedoch zum Ende des Systemkampfes. Ein immer weniger gez&uuml;gelter Kapitalismus produzierte sp&auml;testens seit 9\/11 immer gr&ouml;&szlig;ere Krisen, und die au&szlig;er Kontrolle laufenden Systemkosten treten immer offensichtlicher zu Tage. Kritisierte Personen sind schnell ersetzt, kritisierte Situationen schnell vergessen, ein amoklaufendes System l&auml;sst sich nicht schnell ersetzen, und auch die Transformationskosten sind immens. <\/p><p>Dass eine der simpelsten Forderungen, die Forderung nach Frieden, zu einem unsagbaren Ding geworden ist, zeigt, wie sehr sich dieses System, von dem die Kabarettisten immer noch hervorragend leben, gegen die meisten Menschen richtet. Weder Alice Schwarzer noch Sarah Wagenknecht stellen in ihrem Manifest die Systemfrage, jedoch zeigen sie auf, wie ausufernd die Kosten des Systems geworden sind, wenn Frieden keine Option mehr ist. <\/p><p>Die von Ihnen beispielhaft angef&uuml;hrten Kleink&uuml;nstler trauen sich nicht, diese Systemkosten aufzuzeigen &ndash; aus Angst vor den eigenen Ableitungen, die sie daraus ziehen m&uuml;ssten. Damit halten Menschen wie Alice Schwarzer sowie Sarah Wagenknecht diesen Kabarettisten den Spiegel vor. Diese wiederum schlagen wild um sich und bl&ouml;deln flache Witze aus dem vermeintlichen Schutz des Enddarms heraus, den Sie eigentlich selbst treten m&uuml;ssten.<\/p><p>Ich hoffe, diese Worte erf&uuml;llen noch ihr Verst&auml;ndnis von &sbquo;kurzhalten&lsquo;, ansonsten bleibt mir nichts anderes &uuml;brig, als Ihnen viel Erfolg und Kraft f&uuml;r Ihre Arbeit zu w&uuml;nschen.<\/p><p>Hochachtungsvoll, Thomas K. <\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>106. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Sehr geehrter Herr M&uuml;ller,<\/p><p>ja, Kabarett ist ein sehr wichtiges Thema! Kabarett war bis 2020 das Salz in meiner Lebens-Suppe! Ich fand allerdings vor Corona auch schon etliche Kabarettisten etwas zu links-gr&uuml;nlich, aber es war auszuhalten, schlie&szlig;lich gibt es noch den Humor und einfach auch die andere Meinung! Und man kannte seine Pappenheimer. Ich dachte, nun ja, sie wollen vielen gefallen. Und klar, Kabarett ist von Natur aus eher links als rechts oder konservativ. Aber dann sind sie fast alle &ouml;ffentlich-rechtlich umgekippt. <\/p><p>Aber als dann auch Dieter Nuhr, den ich bis dahin f&uuml;r recht &bdquo;mutig&ldquo; hielt, am 18. November 2021 in seiner Sendung, die ich am Abend ihrer ersten Ausstrahlung sah, folgendes sagte: &ldquo;&hellip;Die Impfung macht aber krank: Nein! Es ist die Dummheit, die uns grade krank macht. Ja? Selten war Ignoranz so t&ouml;dlich, aber ich sehe es positiv: Es ist auch evolution&auml;re Auslese.&ldquo;, da war f&uuml;r mich das Thema Kabarett erledigt. Ich kann es gar nicht leiden, wenn mich jemand dumm nennt&hellip;<\/p><p>Ich verstehe, dass es f&uuml;r viele Kabarettisten eine existentielle Frage ist, mit dem Strom zu schwimmen, und ich verstehe auch den brennenden Wunsch, &bdquo;dazugeh&ouml;ren&ldquo; zu wollen:<strong> <\/strong>Ich habe das Ausgesto&szlig;ensein als Ungeimpfte hautnah erlebt, war eine gute Schule, denn es geht ja jetzt unverdrossen weiter mit jedem anderen Thema &ndash; Krieg, Umwelt, Wokeness, das wird wohl nicht mehr aufh&ouml;ren. <\/p><p>Mit dem Kabarett ist f&uuml;r mich eine weitere &bdquo;Institution&ldquo; in diesen drei Jahren verschwunden, &ouml;ffentlich-rechtlicher Rundfunk und Fernsehen, die Kirche, viele &Auml;rzte, mein Chor, es ist nicht viel geblieben. Das kann einen in den Grundfesten ersch&uuml;ttern, das k&ouml;nnen auch die engsten, im Idealfall gleichgesinnten Familienmitglieder nicht ersetzen. Aber ich bin dabei, Ersatz-Institutionen zu finden, das entsprechende Angebot wird erfreulicherweise immer gr&ouml;&szlig;er. <\/p><p>Mit freundlichen Gr&uuml;&szlig;en, Hedwig Brengmann-Domogalla<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>107. Leserbrief<\/strong><\/p><p>die Frage nach der Angepasstheit des Kabaretts stellt sich nach meiner Meinung nicht erst seit dem Ukrainekrieg. In totalit&auml;ren oder &ndash; wie hier &ndash; quasitotalit&auml;ren Systemen ist regierungskritisches Kabarett schlichtweg nicht mehr m&ouml;glich. Die Versuche, beim SWR Lisa Fitz die Texte f&uuml;r ihre &bdquo;Sp&auml;tschicht&ldquo;-Auftritte vor Auff&uuml;hrung zu zensieren, sind ein treffendes Beispiel f&uuml;r die Zust&auml;nde im politischen Kabarett Deutschlands. Das Schicksal Uwe Steimles beim MDR ist da nur ein weiterer Mosaikstein. <\/p><p>Auf die Frage des ehemaligen Kabarettisten aus der &bdquo;Anstalt&ldquo;, Georg Schramm, &bdquo;Warum emp&ouml;rt ihr euch nicht?&ldquo; hat Lisa Fitz schon 2012 die passende Antwort gegeben: <\/p><blockquote><p>\n&bdquo;Als Deutscher lernt man erst Laufen und Sprechen, dann Stillsitzen und Schweigen.&ldquo;\n<\/p><\/blockquote><p>Mit besten Gr&uuml;&szlig;en, Olaf Fr&ouml;be<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>108. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Meine Erkl&auml;rung f&uuml;r das Verhalten der Kabarettisten :<\/p><ul>\n<li>der Wunsch, dazuzugeh&ouml;ren<\/li>\n<li>der Wunsch, &bdquo;auf der richtigen (!) Seite&ldquo; zu stehen<\/li>\n<li>der Wunsch, auch weiterhin Geld zu verdienen<\/li>\n<li>eine gewisse Feigheit, denn mit der Meute bei&szlig;t es sich leichter<\/li>\n<li>Angst, zur Minderheit, zu den Ge&auml;chteten zu geh&ouml;ren<\/li>\n<li>Angst vor dem Beifall von der &bdquo;falschen Seite&ldquo; und den daraus resultierenden Folgen<\/li>\n<li>Bequemlichkeit<\/li>\n<\/ul><p>Alles in allem haben diese Personen einfach den falschen Beruf ergriffen, denn wer den Staat lediglich vertreten m&ouml;chte, der sollte im Dienste des Staates arbeiten und die Maske des Kabarettisten ablegen. <\/p><p>Mit freundlichen Gr&uuml;&szlig;en, Ulrike Mucker <\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>109. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Sehr geehrter Herr M&uuml;ller,<\/p><p>ich bin auch kein Psychologe, der man ja fast sein m&uuml;sste, um Ihre Frage beantworten zu k&ouml;nnen. Aber zwei Aspekte\/Ebenen meine ich, hier identifizieren zu k&ouml;nnen.<\/p><ol>\n<li>Ebene: Sorge ums materielle Auskommen\n<p>Florian Schr&ouml;der, Philip Simon, Sarah Bosetti, Jan B&ouml;hmermann, Oliver Welke\/ Martina Hill\/ Fabian K&ouml;ster (ZDF-heute show), Christian Ehring (ARD-extra3) und auch Christoph Sieber (WDR-Mitternachtsspitzen) sind zum Teil schon seit vielen Jahren feste Bestandteile der &ouml;ffentlich-rechtlichen Sender. Das bedeutet einen hohen Bekanntheitsgrad (durch hohe Reichweite) und damit auch eine solide materielle Absicherung, die man nicht oder zumindest nicht leichtfertig aufgibt. Und irgendwie kriegt man, fast unterbewusst, mit, welche Ansichten zu Politik und Gesellschaft im Sender quasi die Generallinie darstellen, was gut gelitten ist und auch, was kritisiert und ausgegrenzt wird. Auch solche Dinge wie der Rauswurf des Kabarettisten und Schauspielers Uwe Steimle beim MDR (der, soweit ich mich erinnere, gar nicht gro&szlig; begr&uuml;ndet worden ist) wird den Kollegen nicht entgangen sein und wird seine psychologische Wirkung haben, n&auml;mlich in dem Sinn <em>&bdquo;Achtung, sei vorsichtig, pass auf, was du sagst!&ldquo; <\/em><\/p>\n<p>Ich glaube aber nicht, dass die genannten K&uuml;nstler sich bei ihrem Spott und ihrer H&auml;me gegen Wagenknecht\/ Schwarzer gro&szlig;artig verbiegen mussten, dass sie also eigentlich f&uuml;r die Friedensinitiative der beiden Frauen sind und nur aus Angst, rausgeschmissen zu werden, nun in das andere Horn blasen. Ich nehme ihnen durchaus ab, dass sie der Ukraine Gerechtigkeit und auch Frieden g&ouml;nnen und dass sie die Initiative dabei als kontraproduktiv betrachten. Was aber fehlt, ist, dass sie ihre Sicht gen&uuml;gend und tiefgr&uuml;ndig hinterfragen: Ist es wirklich so, dass Putin-Russland aus purem Imperialismus diesen Krieg angefangen hat? Welche Aspekte aus der Vorgeschichte und zu Hintergr&uuml;nden habe ich evtl. &uuml;bersehen? Was berichten alternative Medien zu diesem Thema, welche Argumente f&uuml;hren diese an? Wer profitiert m&ouml;glicherweise von den massiven Waffenlieferungen und &uuml;berhaupt von dieser wahnsinnigen Hochr&uuml;stung usw.? Diese geistige Arbeit bzw. der innere Impuls dazu werden offenbar bei diesen Leuten vollkommen blockiert. Und bei dieser Blockade spielt sicher die oben genannte materielle Sorge um die Zukunft, m&ouml;glicherweise auch eine gewisse Bequemlichkeit, m&ouml;glicherweise auch generelle Defizite bei der Bildung des Gewissens (&bdquo;das Hemd sitzt n&auml;her als die Hose&ldquo;) eine gro&szlig;e Rolle.<\/p><\/li>\n<li>Ebene: Faktor Zeit\n<p>Als zweite Ebene muss ich den Zeitfaktor anf&uuml;hren. Die TV-Kabarettisten m&uuml;ssen ihre Beitr&auml;ge nicht selten innerhalb weniger Tage abliefern, was ich, auch wenn das alles Profis sind, f&uuml;r sehr knapp halte. Jedenfalls zu knapp f&uuml;r eine wirkliche Generalhinterfragung, und dann soll daraus noch ein TV-reifer Beitrag mit sitzenden Pointen werden &ndash; meiner Meinung nach eine glatte &Uuml;berforderung. Und so kommen halt die angepassten Beitr&auml;ge zustande. Eine gro&szlig;e Menge des TV-Publikums steht ja ebenso noch blind im Propagandanebel wie man selbst. Der Applaus ist also gewiss, und die Programmchefs sind auch zufrieden. Da kommt bei den wenigsten der Gedanke auf, mache ich mich hier eigentlich zur Hure der politischen und wirtschaftlichen Eliten? Kann ich eigentlich noch guten Gewissens in den Spiegel schauen? <\/p><\/li>\n<\/ol><p>Peter Werner<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>110. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Liebes NDS-Team,<\/p><p>Ich will mal auf die Umfrage bzgl. Anpassung des Kabaretts antworten. Kurzhalten wird schwierig, aber ich versuche es.<\/p><p>Ich beobachte den Niedergang und die Anpassung an die Regierungslinie des Kabaretts schon seit Langem und bin sehr entt&auml;uscht von Sendungen, die ich fr&uuml;her einmal gerne geschaut habe. <\/p><p>Leute mit R&uuml;ckgrad, Intelligenz und einem guten Humor wie z.B. Dieter Hildebrandt, Volker Pispers, Georg Schramm werden heute schmerzlich vermisst (zumindest von mir). Nur eine Lisa Fitz sticht noch hervor und wirkt wie ein Leuchtturm inmitten eines tosenden Meeres von schlechtem Humor, Peinlichkeit, Diffamierung gegen&uuml;ber Andersdenkenden und Speichelleckerei gegen&uuml;ber Herrschenden. <\/p><p>Selbst ein Hofnarr in Zeiten der Inquisition h&auml;tte wohl mehr Mut bewiesen als diese M&ouml;chtegern-Komiker, die zu allem &Uuml;bel von den Zwangsgeb&uuml;hren teuer bezahlt werden. <\/p><p>Ich k&ouml;nnte mich jetzt noch mehr in Rage schreiben, aber ich soll mich ja kurzfassen, also belasse ich es mal damit ;) <\/p><p>Mit freundlichen Gr&uuml;&szlig;en und gro&szlig;em Dank f&uuml;r die tolle Arbeit der NDS! <\/p><p>Markus Franke<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>111. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Hallo NachDenkSeiten-Team,<\/p><p>eigentlich ist der Niedergang des Kabaretts, den wir ja schon seit Corona feststellen k&ouml;nnen, nicht einfach zu erkl&auml;ren &ndash; wo ja auch schon scharenweise aufgekl&auml;rte und rational denkende Kabarettisten, die oftmals f&uuml;r viele von uns ja ein Fels in der Brandung waren, pl&ouml;tzlich eine 180-Grad-Wendung vollzogen haben.<\/p><p>Das lie&szlig; sich damals f&uuml;r mich schon nicht allein mit der Angst vor dem Virus erkl&auml;ren. Denn diese Menschen waren schon immer kritisch und sehr misstrauisch, wenn es um Erz&auml;hlungen und &bdquo;Tatsachen&ldquo; der Herrschenden und ihrer Medien ging. Und pl&ouml;tzlich knickten sie scharenweise ein und schlossen sich dem Narrativ an?<\/p><p>Schon da fiel mir auch schon sehr schnell auf, dass die Menschen, selbst solche, die nie ein Blatt vor den Mund genommen hatten, pl&ouml;tzlich Angst hatten, sich komplett gegen das Narrativ des gef&auml;hrlichen Virus zu stellen. Denn bei jeder Diskussion, wo man versuchte, leicht kritisch zu sein, wurde vorher ausdr&uuml;cklich betont, &bdquo;Ich bin kein Corona-Leugner!&ldquo;, &bdquo;Ich bin kein Impfgegner!&ldquo;, &bdquo;Ich behaupte ja nicht, dass es Corona nicht gibt!&ldquo;<\/p><p>Das kam mir schon verd&auml;chtig vor, weil es das folgende, vielleicht Kritische dann doch etwas entwertet hat. Es schien, als zweifelten die Menschen pl&ouml;tzlich an ihrem Intellekt und wollten sich ein Hintert&uuml;rchen offenhalten. Es k&ouml;nnte ja doch etwas dran sein&hellip; <\/p><p>Das Gleiche ist &uuml;brigens jetzt auch beim Ukrainekrieg zu beobachten. Immer muss man extra betonen, dass der Krieg von Putin nat&uuml;rlich ein Angriffskrieg war und man das aufs Sch&auml;rfste verurteilt.<\/p><p>Aber ist es nicht selbstverst&auml;ndlich und eigentlich nicht notwendig, dass man das immer wieder rauf und runter betet, um ja nicht in die rechte Ecke gestellt zu werden oder gar als Putin-Sympathisant zu gelten? Mittlerweile d&uuml;rfte doch allgemein bekannt sein, dass die Medien, diverse Prominente und der Mob in den sozialen Netzwerken sowieso auf diese Mittel zur&uuml;ckgreifen, um Menschen anzugreifen und zu diskreditieren. <\/p><p>Unter den Kabarettisten gab es nat&uuml;rlich auch solche, die uns wirklich schwer entt&auml;uscht haben. Da m&ouml;chte ich hier nur die beiden Macher der Anstalt nennen, wie auch Volker Pispers, der ja auch einen sehr blamablen Abgang hatte. Und die seltsame Wandlung des Urban Priol (siehe sein Jahresr&uuml;ckblick 2022) ist mir auch sehr aufgesto&szlig;en. <\/p><p>F&uuml;r rational denkende Menschen war doch eigentlich schon sehr fr&uuml;h klar, dass das ganze Theater um Corona eine gro&szlig;e Verlade war. Und gerade die umgedrehten Kabarettisten verf&uuml;gten ja auch &uuml;ber eine sehr gro&szlig;e Medienkompetenz. Man konnte ihnen ja auch vorher nie ein X f&uuml;r ein U vormachen. Aber pl&ouml;tzlich verhielten sie sich genauso wie der Rest des gehirngewaschenen Volkes.<\/p><p>Mir hat es auch Kopfzerbrechen bereitet, wie derart viele Menschen pl&ouml;tzlich vom Paulus zum Saulus mutierten. Eigentlich konnte die Verdummungspraxis der Medien nicht der Ausl&ouml;ser daf&uuml;r gewesen sein. Denn die meisten von ihnen (und uns) haben ja einen gewissen Werdegang durchlaufen, der sie erst zum Widerstand gegen die Konventionen gef&uuml;hrt hat. Und wer w&uuml;rde, wenn er einmal die Wahrheit erkannt hat, wieder in die Herde der Schlafschafe zur&uuml;ckgehen? Wohl niemand!<\/p><p>Also kann man eigentlich nur vermuten, dass die Menschen einfach Angst um ihren gesellschaftlichen Status, um ihr aufgebautes Lebenswerk, ihre berufliche Karriere, ja um ihre Existenz bekommen haben. Denn es gab ja sehr viele Beispiele, dass man das alles ganz schnell verlieren kann, wenn man seinem Gewissen treu bleibt, weiterhin kritisch denkt &ndash; und das auch noch &ouml;ffentlich formuliert.<\/p><p>Eigentlich ist das mit der mangelnden Zivilcourage heute in Deutschland &ndash; und nichts anderes ist das &ndash; ein absolutes Trauerspiel.<\/p><p>MfG, Uwe Eden <\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>112. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Guten Morgen Herr M&uuml;ller,<\/p><p>ich habe Ihnen einen Leserbrief zum oben genannten Thema am 9. M&auml;rz 2023 zukommen lassen (Leserbrief Nr. 76, A.d.R.). Dies jetzt Folgende ist nur eine Info f&uuml;r Sie. <\/p><p>LG, Helmut Ische<\/p><p>Gestern &ndash; 9. M&auml;rz 2023 &ndash; sagte der Komiker (so nannte er sich selbst) Dieter Nuhr in seiner Sendung &bdquo;Nuhr im Ersten&ldquo; &uuml;ber Sarah Wagenknecht sinngem&auml;&szlig; Folgendes:<\/p><p>&bdquo;Sie will also eine Partei gr&uuml;nden. Sie ist ja angeblich sozialistisch eingestellt. Die Rechten, die mit ihr gemeinsam auf diesem sogenannten Fest des Friedens demonstrierten, sind wohl eher nationalistisch eingestellt. <\/p><p>Was l&auml;ge da n&auml;her, Frau Wagenknecht w&uuml;rde ihr neues Parteienkonstrukt &bdquo;NATIONALSOZIALISTISCH&ldquo; nennen!!! <\/p><p>Das Publikum zeigte sich sehr am&uuml;siert. <\/p><p>Einen Kommentar erspare ich mir, denn ich bin &uuml;ber das mediale Vorgehen in dieser Republik sprachlos.<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>113. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Mich erinnert das furchtbar an die Sportpalastrede. Das deutsche Volk l&auml;sst sich ein drittes Mal zum eigenen Verderb zusammenschwei&szlig;en. Die Kabarettisten denken ans gehalt-volle &Uuml;berleben, gegen Ausgrenzung und Feme. Alle mainstream-Medien sind vereinheitlicht, das PEN schweigt und die vielen Nobelpreistr&auml;ger, von den drei bellizistisch besoffenen Parteien gar nicht zu reden. Und mindestens 4\/5 der Bev&ouml;lkerung sind in Westdeutschland sozialisiert: der Antikommunismus sitzt tief, die politische Bildung ist nicht lebenssch&uuml;tzend. &nbsp;&nbsp;&nbsp;Das ist meine Meinung,<\/p><p>Herzliche Gr&uuml;&szlig;e <\/p><p>Frank Schubert, Medienwissenschaftler i.R. Uni Potsdam.<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>114. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Hallo Nachdenkseiten,<\/p><p>Die Grundannahme, die Clowns, die den P&ouml;bel unterhalten sollen, seien jemals kritisch gewesen, ist falsch. Hier greift &ndash; wie immer &ndash; die fehlende eigenen Au&szlig;enwahrnehmung des Zuschauers: Da man jene Darsteller als Belustigung akzeptiert hat, ist es nun schwierig, sich einzugestehen, wie angepasst sie schon immer waren, da dies unweigerlich bedeutet, man ist selbst angepasst gewesen &ndash; oder ist es immer noch.<\/p><p>Ja, auch ich habe gewisse Formate fr&uuml;her verschlungen, gefeiert und sehr viel geglaubt &ndash; Dinge, die ich nun unertr&auml;glich ob ihrer Plumpheit, ihrer kindlichen Gut-B&ouml;se-Ideologie, ihrer Beleidigung f&uuml;r einen halbwegs moralischen Geist finde, wenn sie mich passiv streifen.<\/p><p>Nebenbei ist dies nicht nur ein Problem der Kunst, sondern der Gesellschaft.<\/p><p>Gr&uuml;&szlig;e, Irina Belurov <\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>115. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Sehr geehrte Damen und Herren,<\/p><p>Ihren Eindruck von der angepassten Linie des dt. Kabaretts kann ich voll best&auml;tigen. Neben den Mitternachtsspitzen, die zu Zeiten von J. Becker und W. Schmickler einmal zur Spitze dieses Genres geh&ouml;rten, ist mir das besonders bei den Kommentaren von O. Welke (HeuteShow) aufgefallen. Sie alle und sicher noch einige andere, die ich nicht im Blick habe, haben den Auftrag des politischen Kabaretts, Kritik an den Herrschenden zu &uuml;ben, &bdquo;vergessen&ldquo;. <\/p><p>Ich erinnere mich in diesem Zusammenhang an Dieter Hildebrandts Vergleich von Staubsauger-, Versicherungs- und Volksvertreter:innen. Es ist leicht (und zudem manchmal auch unangebracht oder geschmacklos wie bei Herrn B&ouml;hmermann), sich im noch sicheren Deutschland &uuml;ber ausl&auml;ndische Staatsm&auml;nner wie Putin oder Erdogan lustig zu machen, die F&uuml;hrungsfiguren im eigenen Land aber zu verschonen.<\/p><p>Sch&ouml;ne Gr&uuml;&szlig;e, Hartmut Brombach <\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>116. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Lieber Albrecht M&uuml;ller, <\/p><p>wir leben momentan in Deutschland in einer Meinungsdiktatur, die es in diesem Ma&szlig;e nicht einmal bei den &bdquo;Freunden&ldquo; in den USA und Gro&szlig;britannien gibt. Die sogenannten Leitmedien sind gleichgeschaltet, weil <\/p><ol>\n<li>die Verlage von eingefleischten Transatlantikern gef&uuml;hrt werden und auch durch entsprechende transatlantische Organisationen, NGOs und sogar von Steuergeldern mitfinanziert werden und <\/li>\n<li>an den Schalthebeln der &ouml;ffentlich-rechtlichen Anstalten auch &uuml;berzeugte Transatlantiker und linientreue Parteisoldaten sitzen. <\/li>\n<\/ol><p>Das ist ein ungeheuerlicher Zustand f&uuml;r eine propagierte Demokratie, einfach massenverdummend und unversch&auml;mt. Das ist DDR-Zustand pur. <\/p><p>Von dieser Gleichschaltung sind auch jene Kabarettisten betroffen, die lukrative Auftr&auml;ge von den &ouml;ffentlich-rechtlichen Medien erhalten oder deren Standing in der &Ouml;ffentlichkeit nicht das gro&szlig;e Verdienen einbringt. Und bevor sie den Job verlieren und dazu noch ge&auml;chtet werden, schwenken sie lieber auf die vorgefasste Meinung ihrer Arbeitgeber ein. Ein wenig andere Meinung ist erlaubt, jedoch nicht bei systemrelevanten Ereignissen wie der friedensstiftenden Demonstration von Wagenknecht und Schwarzer in Berlin. Es ist bei den Kabarettisten und Journalisten wie bei den dumpfen Massen, der gr&ouml;&szlig;te Teil sind Mitl&auml;ufer bzw. Nachl&auml;ufer. Nur wenige sind mutig und investigativ, zeigen Charakter und Willensst&auml;rke. Aus deren innerer &Uuml;berzeugung spielt das gro&szlig;e Geld keine Rolle. Das liegt in den Genen dieser wenigen. <\/p><p>Ich finde den jetzigen Zustand noch schlimmer als in der DDR, weil da die Kabarettisten in ihren Veranstaltungsst&auml;tten noch mehr Meinungsspielraum hatten. Nat&uuml;rlich nicht beim Auftritt im Fernsehen und Radio, aber wir lebten ja auch in einer Diktatur. <\/p><p>Das beste Beispiel f&uuml;r das Einschwenken auf die vorherrschende Meinungsdiktatur war das Auftreten des Herrn Maximilian Schafroth beim Nockherberg 2023. Dieses &uuml;bliche zugelassene Kritisieren der Parteikasten, verst&auml;rkt durch sein d&uuml;mmliches Lachen, f&uuml;hrte letztendlich zum wiederholten Beteuern seiner Meinungsfreiheit. Immer wieder wies er darauf hin, dass er doch alles sagen darf. Daraufhin erhielt er vom Meinungsdiktatur- Publikum stehende Ovationen. Ich war schockiert, wie primitiv durchsichtig dieser Auftritt war. Damit hatte er seinen Auftritt und damit seine lukrative Geldquelle f&uuml;r den Nockherberg 2024 gesichert. Die Sarah Bosetti ist schon immer eine ultralinke Kabarettistin. Alles, was nicht links ist, wird dem rechten Sektor zugerechnet &ndash; getreu dem gegenw&auml;rtig verordneten staatlichen Meinungstrend. Deren finanzielle Einnahmen sind deshalb auch abgesichert. <\/p><p>Die wenigen Ausnahmen unter den politischen Kabarettisten wie Uwe Steimle oder Dieter Nuhr sind entweder gek&uuml;ndigt oder haben so eine riesige Resonanz bei den Zuschauern, dass eine Programmabsage f&uuml;r die politische Systemrelevanz gef&auml;hrlich w&auml;re. Was ich sehr bedaure, ist, dass ein so politisches Kabarettisten-Glanzst&uuml;ck wie Volker Pispers sich zur&uuml;ckgezogen hat. <\/p><p>Fazit: Geld und Angst vor Jobverlust verderben den Charakter. <\/p><p>Ihr Peter Raue<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>117. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Liebe Nachdenkseiten <\/p><p>Gute Idee, diese Umfrage. Ich habe immer gerne die Heute-show oder extra3 angeschaut, aber das ist nicht mehr m&ouml;glich. <\/p><p>Ich denke, es hat mit der Einschaltquote zu tun, aber das kann nicht die ganze Erkl&auml;rung sein. Es muss mit der Verengung der gesamten Berichterstattung der Leitmedien zusammenh&auml;ngen. Die ist wirklich be&auml;ngstigend, und es besteht wirklich die Gefahr, ins Totalit&auml;re abzugleiten. <\/p><p>Staatliche Zensur ist das eine, aber die Schere im Kopf ist nicht weniger be&auml;ngstigend. Irgendwann h&ouml;rt man auf, mit Bekannten &uuml;ber diesen Krieg zu reden, da man sofort in eine bestimmte Ecke gestellt wird. Wie damals, als wir gegen den Vietnamkrieg antraten und das einzige Argument, das sie hatten, war &bdquo;ab nach Moskau&ldquo;. <\/p><p>Ich habe den Eindruck, heute ist es noch viel schlimmer. <\/p><p>Macht weiter so. Ihr seid fast die Einzigen, die gegen den Strom schwimmen. <\/p><p>Mit vielen solidarischen Gr&uuml;&szlig;en. Enrico Rimoldi<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>118. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Liebes Nachdenken-Team, <\/p><p>leider funktionierte der Link nicht aber so funktioniert es auch. <\/p><p>Auch ich fand die Scharfz&uuml;ngigkeit des Christoph Sieber einmal sehr gut. Nach der Coronazeit, in der viele K&uuml;nstler arbeitslos waren, Shows und Sendungen abgesagt wurden, floss kein Geld in die Familienkassen. Und auch nach Corona l&auml;uft die Unterhaltungsbranche mit &ouml;ffentlichen Veranstaltungen erst wieder langsam an. Wenn die Partner und Familie zu Hause Druck aus&uuml;ben, doch endlich seine auf die B&uuml;hne gebrachte Meinung zu entsch&auml;rfen, wer kann dann noch widerstehen? Es ist das Geld, das den Druck aus&uuml;bt. Wenn man sieht, wie es Nena erging, die w&auml;hrend der Coronazeit lediglich auf einem drau&szlig;en stattfindenden Konzert ihren Fans gegen&uuml;ber &auml;u&szlig;erte, sie m&uuml;ssten nicht in den eigens abgesteckten &bdquo;K&auml;figen&ldquo; ausharren, dann wei&szlig; man Bescheid. Seit einem unvergleichbaren Shitstorm vonseiten der Presse ist sie, die stets &uuml;berall Gefeierte, in den &Ouml;ffentlich-Rechtlichen nicht mehr zu h&ouml;ren oder zu sehen. <\/p><p>Jan-Josef Liefers, der sich ebenfalls kritisch w&auml;hrend der Coronazeit gegen&uuml;ber der Politik &auml;u&szlig;erte, ist schlie&szlig;lich wieder &ouml;ffentlich zur&uuml;ckgepaddelt und gab meiner Meinung nach deshalb kein gutes Bild ab. Nicht nur seine Tatortkarriere stand auf dem Spiel, sondern ebenfalls die Karriere seiner Frau. Zufall oder eher ein gezieltes Vorgehen von den Verantwortlichen? Denn kurz nach dem Statement und der R&uuml;cknahme des zuvor Gesagten sah man Liefers samt Frau in mehreren Spiel-Shows. Der &uuml;ble S&uuml;nder durfte wieder teilnehmen? <\/p><p>Und so muss es nicht sehr verwundern, dass diejenigen K&uuml;nstler, die im Rampenlicht stehen, vermutlich lediglich kurzfristige Vertr&auml;ge haben und sich noch selbst versichern m&uuml;ssen, mit dem Strom mitschwimmen. Dazugeh&ouml;ren ist besser als aussortiert werden. War das nicht bereits seit dem Beginn des Radios und Fernsehzeitalters schon immer so? <\/p><p>Viele Gr&uuml;&szlig;e aus Mecklenburg-Vorpommern, Martina Plischka<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>119. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Liebe Redaktion der NachDenkSeiten, <\/p><p>nach einigem Nachdenken und der Ma&szlig;gabe, sich kurz zu halten, komme ich zu folgender Quintessenz:<\/p><p>Die Haltung, die in dem Aufruf von Albrecht M&uuml;ller beschrieben wird, k&ouml;nnte man so beschreiben: Wenn die AfD sagt: Leute springt blo&szlig; nicht von der Br&uuml;cke, dann muss man gerade von der Br&uuml;cke springen, denn was die AfD sagt, kann nur schlecht sein, ungeachtet des tats&auml;chlichen sachlichen Gehalts der Aussage (analog gilt dies aktuell f&uuml;r den Krieg in der Ukraine). Das geht so weit, dass wenn 50.000 nicht von der Br&uuml;cke springen wollen und sich auch nur einer von der AfD zu ihnen gesellt, alle 50.000 diskreditiert sind.<\/p><p>In satirische Worte gefasst, klingt das so: &bdquo;Damit es mit der Rechtmeinungstreue im Alltag klappt und staatsmediale Beobachter sie gut erkennen k&ouml;nnen, ist Umsicht n&ouml;tig: Achten Sie darauf, dass beim Rechtmeinungsvortrag rechts von Ihnen niemand steht, dass Ihre rechten Taschen zu sind und Ihr rechtes Auge abgedeckt (sonst: Rechtsoffenheit! Merksatz: &bdquo;Mit dem Rechten sieht man schlechter!&ldquo;). Bei der &bdquo;Abgrenzung nach rechts&ldquo; denken Sie weiterhin daran, dass aus Sicht eines Qualit&auml;tsjournalisten, der Ihr Plakat fotografiert, Ihr rechts links und Ihr links rechts ist.&ldquo; &ndash; Berliner Zeitung vom 6. M&auml;rz 2023.<\/p><p>Dieses im postnationalsozialistischen Zeitalter zur Staatsreligion erhobene Credo gilt auch f&uuml;r Kabarettisten, umso mehr dann, wenn sie &uuml;ber den &ouml;ffentlich-rechtlichen Rundfunk finanziert werden. Die Nichteinhaltung wird als Ketzerei betrachtet. Diese als alternativlos deklarierte &bdquo;Haltung&ldquo; k&ouml;nnte sich als gef&auml;hrlicher erweisen als das, was sie zu bek&auml;mpfen vorgibt. Einen Vorgeschmack haben wir bereits w&auml;hrend der Coronazeit bekommen &ndash; doch statt selbstkritischer Reflexion samt R&uuml;ckkehr zu einer sachlichen Debattenkultur st&uuml;rzt man sich lieber in den n&auml;chsten Glaubenskampf&hellip;<\/p><p>Friedliche Gr&uuml;&szlig;e, Carmen Rother<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>120. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Liebes NDS-Team, lieber Herr M&uuml;ller! <\/p><p>Da steht er nun, unser Narr, und muss auf die B&uuml;hne, denn das ist sein selbstgew&auml;hlter Beruf. Aber was soll er blo&szlig; machen? <\/p><p>Es geht um ja Kabarett und nicht um (meist geistfreie) Comedy. Tja, da kommt auch der Narr nicht um den Ukraine-Konflikt drumrum. Also besch&auml;ftigt er sich damit und stellt fest, dass der aktuelle Krieg eine Vorgeschichte hat, die mindestens 2014 beginnt. Und da unser Narr die B&uuml;cher von Peter Scholl-Latour gelesen hat, wei&szlig; er, dass der &bdquo;Maidan&ldquo; auch eine Vorgeschichte hat. <\/p><p>Ihm f&auml;llt auf, dass die beteiligten Staaten und &bdquo;Nicht&ldquo;-Regierungsorganisationen mehr oder weniger, offen oder intransparent <em>neoliberal <\/em>sind. Er recherchiert und stellt fest, dass der Neoliberalismus weder &bdquo;neu&ldquo; noch &bdquo;freiheitlich&ldquo; ist, sondern dass dieser Neoliberalismus einen Drachen gebiert, der immer Hunger hat, denn er ist zum stetigen Wachstum verurteilt. Und wie der Drache w&auml;chst, steigert sich der Hunger. Um den Hunger immer wieder zu stillen, kommt es zum Problem: Zu viel ist nicht genug! Zwangsl&auml;ufig fragt sich der Narr, was das alles mit dem Dollar, dem Euro und dem Rubel zu tun hat.<\/p><p>Und woher das viele Geld stammt&hellip; Unser Narr hat sich dann die Dokus von Carmen Losmann so oft angeschaut, bis er verstanden hat, dass eine wirklich saukomplizierte Sache wie die Geldsch&ouml;pfung eigentlich pupseinfach ist &ndash; wenn man das alles erst mal kapiert hat! Und wie sich Finanzblasen bilden. Und dass es saukompliziert <em>wird<\/em> und <em>bleibt<\/em>, wenn man die unweigerlich eintretenden Folgen dieser unverantwortlichen Praxis wenigstens abzumildern versucht! <\/p><p>Jetzt fragt sich unser Narr, warum diese Zusammenh&auml;nge so wenig bekannt sind, und st&ouml;&szlig;t auf unser Bildungssystem. Er vergleicht die Anforderungen seiner Abi-Pr&uuml;fung aus dem letzten Jahrtausend mit den aktuellen seiner Nichte, und es wundert ihn nichts mehr. In der Hauptschule zu recherchieren, traut er sich nicht, denn er ist unbewaffnet. (Der Gerechtigkeit halber, die Sch&uuml;ler k&ouml;nnen nichts daf&uuml;r, sie wurden da hineingeboren, verantwortlich sind die Generationen vor ihnen, das wei&szlig; der Narr.)<\/p><p>Der Narr schaut auf unsere Gesellschaft und die Medien, sieht die Zusammenh&auml;nge und Widerspr&uuml;che: Da propagiert man die Unabdingbarkeit der Menschenw&uuml;rde und schickt gleichzeitig die Menschen wahlweise ins &bdquo;Dschungelcamp&ldquo; oder &bdquo;Jobcenter&ldquo;&hellip; Die Hauptmieter des abgeschotteten Ponyhofs erkl&auml;ren jedem, dem es schlechter geht, dass das Leben erstens eben kein Ponyhof sei und sie zweitens die umfassende Alleinschuld an ihrem Schicksal h&auml;tten&hellip; Der Narr sieht, dass jene, die am lautesten verk&uuml;nden, der Staat m&uuml;sse sparen und verschlankt werden, am kr&auml;ftigsten in die staatlichen Fleischt&ouml;pfe langen und jeden wegbei&szlig;en, der nur mal naschen will&hellip; Er h&ouml;rt die Predigten f&uuml;r Toleranz, Vielfalt und Inklusion, aber wenn jemand auch nur Zweifel an der Gender*Innensprache &auml;u&szlig;ert, kommt der Kritiker gnadenlos an den &ouml;ffentlichen Pranger&hellip; Er h&ouml;rt die Friedensaktivisten klagen, es w&uuml;rden zu wenig Waffen ins Kriegsgebiet geliefert&hellip; (Auf seinen Vorschlag, doch selbst die Uniform anzuziehen, zeigt man ihm jedoch den Vogel!) <em>Professoren<\/em> <em>f&uuml;r<\/em> <em>Politik<\/em> erkl&auml;ren mit der gr&ouml;&szlig;ten Selbstverst&auml;ndlichkeit die technischen Details der Wirkung von Sprengstoffen an Erdgasleitungen, als w&auml;ren sie Dozenten f&uuml;r Seeminen an der Unterwasserwaffenschule der Bundesmarine&hellip; <\/p><p>Verzweifelt sucht der Narr den Trost im M&auml;rchen und ger&auml;t an &bdquo;Des Kaisers neue Kleider&ldquo;. Es springt ihn an! Sie alle, all diese Akteure, gro&szlig; und klein, sind doch l&auml;ngst nackt! Und die meisten von ihnen wissen das sogar selbst. Und deshalb versuchen sie, mit <em>cancel<\/em> <em>culture<\/em> und <em>shitstorm<\/em> zu verhindern &ndash; ach was &ndash; nur noch hinauszuz&ouml;gern, dass man sie &ouml;ffentlich und ungestraft als das wahrnimmt, was sie sind: Eben<em>t<\/em><em><strong> <\/strong><\/em>nackt! <\/p><p>Aber noch l&auml;uft das Spiel. Und unser Narr muss sich jetzt entscheiden. Jetzt und nicht hinterher, wenn klar ist, was passiert ist.<\/p><p>Also, Augen zu und mit den W&ouml;lfen heulen, und f&uuml;r sp&auml;ter auf die Vergesslichkeit der Leute hoffen? Oder dem Fachkr&auml;ftemangel entgegenwirken und sich sofort um eine Umschulung zum Handwerker bem&uuml;hen? Oder mit Charakter und R&uuml;ckgrat auf die B&uuml;hne? Und wenn auf den Auftritt der Shitstorm kommt und das Canceling ihn trifft &ndash; sich auf die Narrenfreiheit berufen? Aber unser Narr ist doch nicht n&auml;rrisch. (Eben!)<\/p><p>Viele Gr&uuml;&szlig;e, Michael Kunz<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>121. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Sehr geehrter Herr M&uuml;ller, <\/p><p>ich betrachte die Entwicklung in der Satire als Teil einer Inszenierung. Prim&auml;r muss jeder Geld verdienen, sekund&auml;r ist die Tragweite nicht so offensichtlich. Diejenigen, die sich nicht benutzen lassen, finde ich hier auf den NDS oder bei anderen freien Medien. Das Problem liegt woanders. <\/p><p>Was sagen mir denn die Satiriker, Nachrichtensprecher und alle die spalten, hetzen, diffamieren? Sie erwarten, dass ich mich mit ihnen besch&auml;ftige, ihnen Aufmerksamkeit und Zeit gebe. Die Wahrheit ist: Sie schaffen Narrative und stehlen mir die Zeit und Kraft, mich auf die wirklichen Probleme zu konzentrieren. <\/p><p>Warum werden die Reichen immer Reicher, warum zahlen Beamte nicht in die Rentenkasse ein? Warum werden alle Beitr&auml;ge in den Mediatheken f&uuml;r uns unsichtbar gemacht? (in meinen Augen eine gesetzlich verordnete B&uuml;cherverbrennung) Wovon soll ich abgelenkt werden, warum soll jeder gegen jeden k&auml;mpfen?<\/p><p>Meine Idee: Ich soll niemals das Unten und Oben infrage stellen. <\/p><p>Zu der These einer Inszenierung habe ich auf die Schnelle zwei Beitr&auml;ge gefunden und einen technischen Beitrag aus dem Heise Verlag, der sich mit einem speziellen Linux Kernel befasst, dazu auch einen Kommentar von Tom-Oliver Regenauer. Er sieht ein gesichtsloses Imperium aufziehen, in dem niemand mehr verantwortlich ist und Politiker komplett austauschbar sind.<\/p><p>Ab Minute 32 wird Herr Regenauer deutlich:<\/p><ul>\n<li><a href=\"https:\/\/punkt-preradovic.com\/corona-war-nur-aufwaermphase-mit-tom-oliver-regenauer\/\">punkt-preradovic.com\/corona-war-nur-aufwaermphase-mit-tom-oliver-regenauer\/<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.rubikon.news\/artikel\/die-truman-show\">Die Truman-Show<\/a><\/li>\n<\/ul><p>Was der Film mit Jim Carrey suggeriert, gilt auch f&uuml;r die mediale Inszenierung von Politik: Nichts ist echt.<\/p><p>28. Januar 2023 von <a href=\"https:\/\/www.rubikon.news\/autoren\/tom-oliver-regenauer\">Tom-Oliver Regenauer<\/a>, hier auf YT vorgelesen mit aufschlussreichen Bildern im Film.<\/p><p>Die Truman Show (Rubikon), Augen Auf Medien-Analyse; Video Translate Projects<\/p><p><a href=\"https:\/\/www.youtube.com\/watch?v=V-SxMkAkGzk\">youtube.com\/watch?v=V-SxMkAkGzk<\/a><\/p><p>Harald Norkus<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>122. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Auch ich sehe so einige unserer Kabarettisten ins Lager der Angepassten abgleiten. Besonders die &bdquo;Mitternachtsspitzen&ldquo;, auch von Ihnen erw&auml;hnt, waren f&uuml;r mich am vergangenen Samstag kaum noch zu ertragen. Ob Christoph Sieber in seinen B&uuml;hnenprogrammen auch so angepasst ist, vermag ich nicht zu sagen. Ich denke, dass im Fall Sieber der WDR hier Vorgaben gemacht hat unter dem Motto &bdquo;Das darfste, und das darfste nicht.&ldquo; <\/p><p>Georg Schramm oder<\/p><p>Volker Pispers (beide leider schon lange inaktiv) w&uuml;rden ganz sicher nicht in eine solche Kerbe schlagen.<\/p><p>Freundliche Gr&uuml;&szlig;e, Otmar Kranz<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>123. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Guten Tag Herr M&uuml;ller, <\/p><p>meine Antwort lautet: Die genannten &sbquo;Kabarettisten und -innen&lsquo; sind geimpft! Entweder mit einem der Corona-Impfstoffe (verschiedenste Nebenwirkungen sind bekannt!), oder sie wurden anderweitig gehirnmanipuliert, z. B. durch ein Alimentierungsabo vom &Ouml;RR&hellip;<\/p><p>Beste Gr&uuml;&szlig;e, Christel Post<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>124. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Hallo liebes NachDenkSeiten-Team!<\/p><p>Auf Fox-News (leider die einzige Quelle) hat sich Tucker Carlson &uuml;ber das Ph&auml;nomen von staatlich gef&ouml;rderten Komikern wie B&ouml;hmermann und Kebekus usw. ausgelassen. Leider ohne Quellengabe wird dort behauptet, dass es angeblich einen Etat von 200 Millionen Euro gibt, die f&uuml;r entsprechende Pers&ouml;nlichkeiten in den Medien rausgehauen werden. Nun ist Fox-News quasi eine Art BILD-&bdquo;Zeitung&ldquo; in Fernsehform. Und Quellenangaben habe ich auch keine gefunden. <\/p><p><a href=\"https:\/\/article.wn.com\/view\/2023\/03\/06\/tucker_carlson_german_propaganda_puppets\/\">article.wn.com\/view\/2023\/03\/06\/tucker_carlson_german_propaganda_puppets\/<\/a><\/p><p>Vielleicht hilft das bei der Recherche weiter.<\/p><p>Herzliche Gr&uuml;&szlig;e, Jens Czo&szlig;ek<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>125. Leserbrief<\/strong><\/p><p>&hellip;m&ouml;glicherweise geht es auch (v.a.?) um die Bef&uuml;rchtung, keine Auftrittsm&ouml;glichkeiten mehr zu bekommen, Beispiele f&uuml;r die cancel culture gegen kritische, unbequeme K&uuml;nstlerInnen gibt es mittlerweile ja leider genug. Nach der Corona-Zwangspause geht es da m&ouml;glicherweise einfach ums materielle &Uuml;berleben&hellip; <\/p><p>Beste Gr&uuml;&szlig;e von C. Ottmar<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>126. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Sehr geehrter Herr M&uuml;ller, <\/p><p>die NachDenkSeiten beantworten ja Ihre Anfrage einen Beitrag weiter unten selber: <\/p><blockquote><p>\n&bdquo;Bundesregierung zahlte Hunderttausende Euro an Journalisten von ARD und ZDF&ldquo;\n<\/p><\/blockquote><p>Seit wir das letzte &bdquo;Kabarett&ldquo;, das war &bdquo;Die Anstalt&ldquo; vom Dezember 2021 mit einer abscheulichen und primitiven Werbung f&uuml;r die Gen-Impfbr&uuml;he gesehen und uns geekelt haben, steht es f&uuml;r uns fest: Die fr&uuml;her so guten und kritischen Kabarettisten m&uuml;ssen gekauft worden sein. Unserer Meinung nach sogar mit Geld &bdquo;zugesch&hellip;&ldquo; worden sein. Jede andere Erkl&auml;rung ist schwierig, zumindest bei den Kabarettisten, die vorher eben nicht konform und stromlinienf&ouml;rmig waren.<\/p><p>Das verlinkte Video von Sarah Bosetti konnten wir &uuml;brigens nicht ganz ertragen, selbst einzelne Ausz&uuml;ge waren unverdaulich. <\/p><p>Mit freundlichen Gr&uuml;&szlig;en, Franz Brandl, Lam<\/p><p>P.S.: die R&auml;uberpistolen der &bdquo;Qualit&auml;tspresse&ldquo; inklusive des &Ouml;RR werden immer unglaublicher, es muss sich um Intelligenztests des Volkes handeln. Sonst w&auml;re es doch nicht m&ouml;glich, nach 9\/11 &ndash; den Skripals (eine Hammergeschichte!) &ndash; Nawalny &ndash; noch die M&uuml;nchhausen-Erz&auml;hlung der &bdquo;privat-ukrainischen&ldquo; Pipelinesprengung obendrauf zu setzen (Details zur Unglaubw&uuml;rdigkeit erspare ich mir &ndash; das herauszuarbeiten, sind die NachDenkSeiten wesentlich geeigneter). Aber M&uuml;nchhausens L&uuml;gereien waren wenigstens lustig. Die des &bdquo;Qualit&auml;tsjournalismus&ldquo; sind es nicht.<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>127. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Sehr geehrter Herr M&uuml;ller, <\/p><p>die Beobachtung, dass das Kabarett im TV seinen Namen nicht mehr verdient, habe ich auch gemacht. Eigentlich erwartet man doch satirische Gesellschaftskritik. Sp&auml;testens seit dem 24. Februar 2022 ist das aber vorbei. Der &bdquo;b&ouml;se Putin&ldquo; wurde schon vorher des &Ouml;fteren bem&uuml;ht, was mir in seiner Primitivit&auml;t immer unangenehm aufstie&szlig;. Seit besagtem Datum nahm dies noch einmal Fahrt auf.<\/p><p>Die &bdquo;Mitternachtsspitzen&ldquo; sind seit dem, sicherlich unfreiwilligen, Ausscheiden der alten Besetzung (Ich las irgendwann ein Interview mit Herrn Schmickler, in dem er andeutete, gegangen worden zu sein.) auch kein wirkliches Kabarett mehr. Der stets erhobene Zeigefinger nervt unglaublich. Und jetzt noch das: Sie befeuern den Krieg, indem sie eine dringend erforderliche Friedensdemo verunglimpfen. Zuf&auml;llig habe ich letztens einen Teil des Auftritts von P. Simon gesehen. Er hetzte regelrecht gegen Frau Wagenknecht und die Friedensdemonstranten. Mir wurde &uuml;bel, und ich schaltete ab. Ich glaube kaum, dass sich ein Herr Schmickler f&uuml;r solch billige Meinungsmache hergegeben h&auml;tte. <\/p><p>&Uuml;ber die Gr&uuml;nde f&uuml;r das regierungskonforme Verhalten der derzeit im TV auftretenden sogenannten Kabarettisten kann man nur spekulieren. Anscheinend werden sie nach einer gewissen Charakterschw&auml;che ausgew&auml;hlt, d.h. ihre vorgeblichen Ideale sind nicht gefestigter Natur und daher leicht austauschbar, wenn das gewisse Vorteile f&uuml;r sie bringt. Parallel dazu setzt man sie vermutlich dahingehend unter Druck, dass sie nicht mehr auftreten d&uuml;rfen, sollten sie sich dem vorgegebenen Narrativ nicht unterwerfen. Da die o.g. Vorauslese stattgefunden hat, klappt das. Wer nicht spurt, fliegt raus (s. Steimle). <\/p><p>Somit hat man uns auch noch diese Art des Einmal-tief-durchatmen-K&ouml;nnens (ehe man an dem ganzen Geifer, dem man tagt&auml;glich ausgesetzt ist, erstickt) genommen. Das ist sehr bitter. <\/p><p>Machen Sie bitte weiter. Sie sind eine der letzten Bastionen, in denen wenigstens die Seele noch Zuflucht findet. <\/p><p>Mit sehr freundlichen Gr&uuml;&szlig;en an Sie und Ihre Mitstreiter, Bettina Stange<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>128. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Liebe NachDenkSeiten, <\/p><p>um es kurz und schmerzhaft zu formulieren: Das angepasste Kabarett entspringt der neuen Lust am Faschismus. Unter dem Deckmantel des Guten darf man endlich auch als Deutscher gegen &bdquo;Minderheiten&ldquo; hetzen und wird daf&uuml;r beklatscht und belobigt. Diskriminierend und p&ouml;belnd zeigt das regierungskonforme Kabarett die hasserf&uuml;llte Fratze, die es selbst lieber finsteren Stammtischen zuschreibt. <\/p><p>Mit freundlichen Gr&uuml;&szlig;en, Ulf Baukus<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>129. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Sehr geehrter Herr M&uuml;ller, <\/p><p>die Anstalt war vor Jahren mal sehenswert, jetzt schon lange nicht mehr. Was sollen die &bdquo;K&uuml;nstler&ldquo; machen? Sie leben von der Kohle, die der &Ouml;RR aussch&uuml;ttet. Werden sie zu kritisch, sind sie weg vom Fenster. Mal ganz ehrlich, was meinen Sie, m&uuml;sste dieser F&auml;kalkomiker B&ouml;hmermann &uuml;ber die D&ouml;rfer ziehen, wieviel Zuschauer h&auml;tte er, und zu welchem Preis? <\/p><p>Es gibt noch welche, die Kabarett machen. Uwe Steimle sei hier genannt. Der steht aber schon lange nicht mehr auf der Gehaltsliste des MDR. Der gro&szlig;e Rest (wie z.B. Welke) bringt mal eine kleine Skurrilit&auml;t eines Regierungspolitikers, um dann volle Pulle auf die AfD oder auch Frau Wagenknecht zu dreschen. Die Leute sagen &bdquo;was hast Du denn, der nimmt doch auch die Regierung aufs Korn&ldquo; und merken nicht, dass das nur Mittel zum Zweck ist. Mich wundert, dass die gleichen (abgedroschen) Parolen gegen die Corona-Ma&szlig;nahmenkritiker (&bdquo;da waren Reichsb&uuml;rger und Rechte unter den Demonstranten&ldquo;) schon wieder greifen (F&uuml;r Frieden ist neuerdings rechts). Diesen fanatischen jungen Kriegsfans (die mehrheitlich nicht gedient haben) sei gesagt: Es st&ouml;rt das Massengrab nicht im Mindesten, wenn darin ein Reichsb&uuml;rger neben einem linksradikalen von der Antifa verrottet. Habe selber keinen Twitter-Account, darum konnte ich nicht antworten. Da postete tats&auml;chlich ein ca. 20-j&auml;hriger J&uuml;ngling &bdquo;Sarah Wagenknecht hat Angst vor einem Atomkrieg&ldquo; und versuchte, diese Angst (die ich auch habe) ins L&auml;cherliche zu ziehen. <\/p><p>H&auml;tte ich antworten k&ouml;nnen, ich h&auml;tte ihn gefragt, ob er eine Kakerlake ist. Das sind bekanntlich die einzigen Lebewesen, die einen Atomkrieg &uuml;berleben. Damit w&auml;re dieser &bdquo;randgebildete&ldquo; J&uuml;ngling sicherlich schon &uuml;berfordert. <\/p><p>Mit freundlichen Gr&uuml;&szlig;en, Ralf Binde<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>130. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Lieber Albrecht M&uuml;ller!<\/p><p>Ihr Angebot, einige Zeilen zu der Sparte Kabarett zu sagen, nehme ich gern an.<\/p><p>Der Jahresr&uuml;ckblick von Urban Priol bildete bereits Anfang des Jahres den Aufschlag zur Verharmlosung der Aufr&uuml;stung in Europa und der R&uuml;stungsexporte in alle Welt. Die Waffenlieferungen der Bundesrepublik ins Ausland und in Kriegsgebiete schienen dem Kabarettisten keine Sorgen zu machen, weil man doch gern an dem Menetekel der Unterfinanzierung der Bundeswehr festh&auml;lt und den Sprech der Medien &uuml;bernimmt, dass Milliarden f&uuml;r die Aufr&uuml;stung die L&uuml;cken im R&uuml;stungshaushalt schlie&szlig;en k&ouml;nnten, um der Ausstattung der Bundeswehr auf die Beine zu helfen. Dass der R&uuml;stungshaushalt der Bundesrepublik seit Jahren ordentlich gepampert wird, spielt dabei kaum eine Rolle. Hauptsache, die Pointe stimmt, dass das Kriegsger&auml;t weitgehend unbrauchbar sei. Weil deutsche Panzer und dann Kriegsger&auml;t auch niemand t&ouml;ten k&ouml;nnten. Der Zweite Weltkrieg, der die deutsche Wehrmacht und deutsche Panzer bis nach Stalingrad trieb, scheint vergessen!<\/p><p>Der Beitrag beim Jahresr&uuml;ckblick von Florian Schr&ouml;der beim Politischen Aschermittwoch (in Berlin) lie&szlig; auch keine Frage offen, wie weit sich der Kabarettist auf die Phrasen der &uuml;blichen Medienberichterstattung einlie&szlig;. Er erntete daf&uuml;r lebhafte Buh-Rufe und meinte dazu, dass er sich nun mal gern in die Rolle eines Willigen begeben w&uuml;rde. Einer muss es ja machen&hellip;<\/p><p>Extra3 mit dem Wahnsinn der Woche und dem Moderator Christian Ehring macht da gleich mit &ndash; weil der Wahnsinn gar nicht gro&szlig; genug sein kann. Ebenso Oliver Welke mit seiner Heute-Show, der kaum eine Sendung ohne die verquirlten Ansichten &uuml;ber eine unn&uuml;tze Friedensbewegung vergehen l&auml;sst!<\/p><p>Ja, und nun auch die Herren Christoph Sieber und Philip Simon, die sich diesem Reigen anschlie&szlig;en. Vielleicht spricht keiner mit ihnen? Sie eilen von Auftritt zu Auftritt, und sie bleiben unter sich? Kein Kontakt zur Realit&auml;t mehr? Warum sagt ihnen keiner mal, was andere Menschen denken? Sie scheinen mir so hilflos!<\/p><p>Es gibt allerdings Ausnahmen. Ich war unl&auml;ngst auf einer Kabarettveranstaltung mit Hagen Rether. Und da gab es nicht diese Widerspiegelung der Agenda des Unverstands, aber durchaus Nachdenkliches &uuml;ber Kriege und Fluchtursachen.<\/p><p>Die Konsequenz aus derlei Ungemach in Funk und Fernsehen: einfach abschalten, Freund:innen treffen, viel gute Literatur lesen und &ouml;fter mal bei den NachDenkSeiten nachschauen&hellip;<\/p><p>Freundlicher Gru&szlig;, J&uuml;rgen Hagenguth<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>131. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Liebe Nachdenkseitler und Nachdenkseitlerinnen, <\/p><p>wenn Olaf Scholz damit leben kann, dass er Deutschland an die Wand f&auml;hrt, dann wird ein luftiger Kabarettist auch damit leben k&ouml;nnen, dass er einfach sein Publikum wechselt. Er kann sich noch zugutehalten, dass, wenn sein Stil nicht gewollt wird, er das bei leeren St&uuml;hlen schon mitbekommt. Ein Kanzler kann sich da wohl besser t&auml;uschen. Allerdings hat ein Kanzler auch ein weitaus gesicherteres Einkommen, auch was die Zeit nach seiner Amtsperiode angeht. Er wird von Steuergeldern bezahlt, der Kabarettist von Euros. Und wenn man den Euros hinterherkabarettiert, muss man auch schon mal Kurven machen, im d&uuml;mmsten Fall sogar eine 180-Grad-Kurve. <\/p><p>Alle anderen gehen in den U. Die machen tats&auml;chlich eine 360-Grad-Kurve und bleiben sich treu &ndash; das, was Annalena Baerbock unterbewusst von Putin erwartet.<\/p><p>Halte deinen Kurs, und du wirst wahrgenommen. Eine alte Regel beim Segeln. <\/p><p>Olaf G&auml;rtner<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>132. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Hallo, liebes Team! <\/p><p>Ich finde es seit einiger Zeit schrecklich, wie sich Kabarettisten verhalten, und diejenigen, die das Friedensmanifest verunglimpfen, sind f&uuml;r mich die wahren Rechtsradikalen im neuen Gewand. Der wahre italienische Antifaschist Ignazio Silone sagte nicht umsonst, dass die neuen Faschisten im antifaschistischen Gewand kommen werden. Wer Waffen liefert, will Krieg, sonst w&uuml;rde er Diplomaten schicken.<\/p><p>Ein weiterer Skandal waren Faschingssitzungen, wo auch die Kriegsl&uuml;sternheit noch gerechtfertigt wurde. Christoph Sieber und Co. habe ich schon live erlebt vor einigen Jahren, von denen ich schwer entt&auml;uscht bin. Auch CDs von Florian Schroeder habe ich entfernt und<\/p><p>w&uuml;rde nie mehr auf eine Veranstaltung von ihm gehen. <\/p><p>Hoffnungstr&auml;ger sind Lisa Fitz, Uwe Steimle und nat&uuml;rlich Nicolai Binner.<\/p><p>Viele liebe Gr&uuml;&szlig;e aus Crailsheim von Klaus Lang<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>133. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Liebe Macher der NDS, <\/p><p>bei den meisten Kabarettisten d&uuml;rfte der Grund f&uuml;r die Anpassung, oder sollte man Anbiederung sagen, vielleicht in einer finanziellen Abh&auml;ngigkeit liegen. Wer eine eigene regelm&auml;&szlig;ige Sendung im Fernsehen hat, m&ouml;chte dieses Privileg sicher nicht riskieren. Es bietet ja eine sichere Einnahmequelle. Und niemand m&ouml;chte seinen Platz an einem stets gut gef&uuml;llten Futtertrog verlieren. Das bedeutet nat&uuml;rlich gleichzeitig, dass die jeweiligen Sender einen Einfluss auf die Beitr&auml;ge haben. Es ist mir immer wieder aufgefallen, dass die G&auml;ste z.B. bei Nuhr irgendwo in ihren Beitr&auml;gen betont haben, sie seien ja geimpft und oft als Erg&auml;nzung, es gehe ihnen ja schlie&szlig;lich gut. <\/p><p>Bei Frau Bosetti m&ouml;chte ich nun kein &bdquo;Psychogramm&ldquo; erstellen, aber bei ihr scheint mir ein tiefsitzender Menschenhass der Grund zu sein, besonders nat&uuml;rlich bei solchen Menschen, die nicht ihre Weltsicht teilen m&ouml;gen. Bei jemandem wie Frau Bosetti wundert es mich immer, wie vehement sie sich einerseits &bdquo;gegen Rechts&ldquo; positioniert, andererseits aber doch &ndash; wie mit ihrem &bdquo;Wurmfortsatz&ldquo;-Beitrag &ndash; ein von Hass gepr&auml;gtes, faschistisches Menschenbild vermuten l&auml;sst. Gleichzeitig lassen solche Menschen aber bei dem &bdquo;Paschavergleich&ldquo; von Friedrich Merz keinerlei Gnade walten und zeigen ihren hohen Moralanspruch. <\/p><p>Es f&auml;llt allerdings auch auf, dass der eine oder andere Kabarettist &ndash; wie z.B. Hagen Rether oder Jochen Malmsheimer &ndash; kaum oder gar nicht mehr im Fernsehen zu sehen war. <\/p><p>Mit besten Gr&uuml;&szlig;en, Uwe Kuhlmann<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>134. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Sehr geehrtes NDS-Team,<\/p><p>Sie nehmen mir die Worte aus dem Mund &ndash; den ich nicht mehr zubekomme angesichts der elenden Zu-Kreuze-Kriecherei, die jetzt auch noch die erb&auml;rmliche Reste-Rampe des deutschen (Fernseh-)Kabaretts ereilt hat. Man starrt mit ungl&auml;ubigem Entsetzen auf die j&auml;mmerliche &bdquo;Schrank- Nummer&ldquo; eines Phillip Simon und w&uuml;nscht sich sehnlichst die alte Garde von Schramm, Pispers, Freitag &amp; Co. wieder her. <\/p><p>Was ist denn DA passiert? Ich f&uuml;rchte um die allerletzte Bastion der ,,Anstalt&rdquo;, ob Uthoff und von Wagner nun auch kapitulieren? Was w&uuml;rde der unvergessene Dieter Hildebrandt wohl zu diesem vorauseilenden Gehorsam der offenbar um ihren Sendeplatz besorgten Medienclowns sagen? Wohl so etwas wie: &bdquo;Diese ,Kabarettisten&lsquo; machen sich in jede Hose, die man ihnen hin h&auml;lt&ldquo;&hellip;<\/p><p>Mit w&uuml;tenden Gr&uuml;&szlig;en, Monika Petrasch <\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>135. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Sehr geehrtes NDS-Team, <\/p><p>Wenn Sie fragen: <em>&bdquo;Wie kann man erkl&auml;ren, dass Kabarettisten wie Sieber, Bosetti, Philip Simon und andere in das Lager der Angepassten abgleiten?&ldquo;<\/em>, vermute ich zweierlei Gr&uuml;nde: <\/p><p>Bei einigen mag gelten: Wes Brot ich ess, des Lied ich sing. Und vor dem Hintergrund der um sich greifenden Cancel Culture und immer mehr Auftrittsverboten (Beispiel erst neulich Uwe Steimle) haben wohl einige Angst um Ihr weiteres Auskommen in einem ganz sicher recht angenehmen &ndash; und mit dem regelm&auml;&szlig;igen Geld des &Ouml;RR im R&uuml;cken auch ganz sicher sehr gut bezahlten &ndash; Job. <\/p><p>Bei anderen w&uuml;rde ich aber sogar vermuten, dass sie voll und ganz dahinter stehen, was sie von sich geben. Denn diese Debatte hat doch schon l&auml;ngst religi&ouml;se Z&uuml;ge entwickelt, wo nur noch der reine Glaube z&auml;hlt. Alles andere ist Ketzerei und geh&ouml;rt auf den Scheiterhaufen!<\/p><p>Nachdenkliche Gr&uuml;&szlig;e, KK<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>136. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Sehr geehrter Herr M&uuml;ller, <\/p><p>leider ist es nicht kurz geworden. Ich glaube einfach dass die Menschen seit den Sechzigerjahren im &Uuml;berfluss gro&szlig; geworden sind. Inzwischen ist je nach Geldbeutel fast alles m&ouml;glich. Weltreisen, Reisen ins All (f&uuml;r die Milliard&auml;re), alle L&auml;nder der Erde muss man gesehen haben. Die Einkaufszentren sind voll, die Superm&auml;rkte quellen &uuml;ber, und keiner m&ouml;chte verzichten, kein Journalist, kein Satiriker, kein Politiker und nat&uuml;rlich auch ein Gro&szlig;teil der jungen Menschen nicht. Dass es nicht so weiter gehen kann, wird einem normalen Menschen schon einleuchten, denn die Ressourcen reichen nicht f&uuml;r acht Milliarden Menschen (auf der Erde) auf unserem westlichen Niveau. <\/p><p>Leider tut die Politik nichts Wirksames dagegen. Solange keine Pfandsysteme und Verbote von unn&uuml;tzen Plastet&uuml;ten und &auml;hnlichen Produkten nicht umgesetzt sind, werden auch Journalisten und Satiriker sich weiter so verhalten, wie der Mainstream es verlangt. Damit jeder weiter (auf Kosten des Klimas) sein gutes Geld verdient und keine Abstriche machen muss. <\/p><p>Herr Habeck macht den Diener bei den &Ouml;l- und Gasmulties, und die Journaille und Satiriker erz&auml;hlen, was der Mainstream erwartet. Es gibt gl&uuml;cklicherweise z.B. aber noch Lisa Fitz, und ich hoffe auch, dass Herr Pispers irgendwann wieder seine Gedanken vortr&auml;gt. Man kann auch seine fr&uuml;heren Beitr&auml;ge anschauen, sie sind auch heute aktuell. <\/p><p>Leider scheint die Mehrheit der Menschen im Westen dem Mainstream alles auch noch zu glauben. Sogar die Partei &bdquo;Die Linke&ldquo; spielt jetzt mit, und leider werden mit der Zeit auch die jungen Menschen &uuml;berzeugt sein, &bdquo;die Russen sind schuld&ldquo;. Keiner in der Politik ist wirklich interessiert, da man die Systemfrage stellen m&uuml;sste. Obwohl auch Russland jetzt kein sozialistisches Land mehr ist und nur seine Sicherheit als Staat verteidigt, um dem kolonialen Streben des Westens zu entgehen. <\/p><p>Aber ich bin optimistisch, die Erde wird weiter noch eine lange Zeit existieren. Ob die Menschheitsfamilie (nach Daniele Ganser) etwas Sinnvolles dazu beitr&auml;gt, kann ich nur hoffen.<\/p><p>Seit einem Jahr informiere ich mich haupts&auml;chlich nur &uuml;ber die NachDenkSeiten, Seniora, Anti-Spiegel und einige weitere Informationsquellen. Die hier schreibenden Autoren sind in meinem Beitrag oben nicht gemeint! <\/p><p>Mit freundlichem Gru&szlig;, und bleiben Sie gesund, R. Jaroschinski<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>137. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Sehr geehrter Herr M&uuml;ller, <\/p><p>leider ist es tats&auml;chlich so, dass es nicht mehr m&ouml;glich ist, Kabarett abzuschauen, ohne sich massiv zu &auml;rgern. Man hat das Gef&uuml;hl, es gibt nur noch eine Meinung, die ge&auml;u&szlig;ert werden kann und darf.<\/p><p>Ich vermute mal, die Bev&ouml;lkerung soll positiv auf das Kriegsgeschehen eingestimmt werden, damit es m&ouml;glichst wenig Widerst&auml;nde gegen Entscheidungen gibt, die sich f&uuml;r weite Teile der Bev&ouml;lkerung negativ auswirken. Dazu geh&ouml;rt auch das Schwarz-Wei&szlig;-Denken, das gef&ouml;rdert wird mit klaren Zuschreibungen, wer die Guten sind (Ukraine) und wer die B&ouml;sen (Russland), als handle es sich um ein M&auml;rchen oder einen Film. <\/p><p>Warum das Kabarett da mitmacht, wei&szlig; ich nicht. Druck der Fernsehsender oder Veranstalter? Finanzielle Anreize? Es ist alles m&ouml;glich.<\/p><p>Mit freundlichen Gr&uuml;&szlig;en, Regina Knei&szlig;l<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>138. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Dass zahlreiche sogenannte Kabarettisten ins Lager des Mainstreams abgeglitten sind, habe ich schon vor mindestens zwei bis drei Jahren bemerkt. Beste Beispiele sind hier f&uuml;r mich die Heute-Show, &bdquo;Die Anstalt&ldquo; und neuerdings auch Urban Priol. Alles Sendungen, die ich mir nie entgehen lie&szlig;. <\/p><p>Irgendwann wurde es immer deutlicher und penetranter, wie Oliver Welke vermehrt &uuml;ber Putin und Russland d&auml;mliche Bemerkungen fahren lie&szlig;. Diese Sendung brauchte ich dann einfach nicht mehr. &bdquo;Die Anstalt&ldquo; mit von Wagner und Uthoff, die einst mit Hintergrundwissen und Ironie geradezu explodierte, wurde handzahm, und selbst bei Urban Priol vermisste ich den &bdquo;Biss&ldquo; bei seiner letzten Sendung Tilt, Der etwas andere Jahresr&uuml;ckblick.<\/p><p>Friedrich Grimm<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>139. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Hallo Herr M&uuml;ller, <\/p><p>ich finde die Frage nach den Motiven nicht gerechtfertigt. Man kennt weder die Person noch die Situation und die Hintergr&uuml;nde der K&uuml;nstler. Wie Christoph Sieber sp&auml;ter gesagt hat: &bdquo;Man kann Putin f&uuml;r eine Arschgeige halten und gleichzeitig den Amerikanern nicht &uuml;ber den Weg trauen.&ldquo; Das bedeutet f&uuml;r mich, nur weil der eine Schlimmes tut, ist der andere nicht der Gute. Es ist also verst&auml;ndlich, wenn einige Angst\/Sorge davor haben, dass durch die berechtigte Kritik an den USA Deutschland in eine russische Hegemonie f&auml;llt und damit der Traum vom souver&auml;nen Europa\/Deutschland in weite Ferne r&uuml;ckt. <\/p><p>Niemand wei&szlig;, ob der jeweilige Darsteller wirklich das meint, was er sagt, oder einfach nur eine Rolle spielt. Mit dieser &uuml;berspitzten Einseitigkeit der Satiriker darf man nicht sachlich kritisch sein, sondern muss sie satirisch interpretieren. Eine Frau Bosetti beispielsweise, welche jede Kritik an ihr als antifeministische, transphobe Kampagne von antisemitischen rechtsradikalen Corona &bdquo;nein&ldquo; Friedensschwurbler h&auml;lt, m&ouml;chte mit dieser &Uuml;berspitzung zeigen, wie sich ihre Bewegung verrannt hat und sich nun selbst schadet.<\/p><p>Was die K&uuml;nstler machen, machen die K&uuml;nstler. Immerhin haben sie erreicht, dass Sie, ich, wir uns Gedanken machen. Dass jedoch der Meinungspluralismus zu einem Lagerkonformismus mutiert ist, das liegt nicht an diesen K&uuml;nstlern, sondern an der Medienkapitalisierung. <\/p><p>Danke und mit besten Gr&uuml;&szlig;en, Christopher Fr&ouml;hlich<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>140. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Sehr geehrte Nachdenkseiten!<\/p><p>Vielen Dank f&uuml;r Ihre unerm&uuml;dliche Arbeit in Zeiten der Dunkelheit! Hier ist ein Kommentar zum Thema &bdquo;Kabarett und die N&auml;he zur Macht&ldquo;. Ich hoffe, er ist nicht zu lang geworden. Sie k&ouml;nnen gern k&uuml;rzen, aber das Budzinski-Zitat ist wichtig.<\/p><p>Viele Gr&uuml;&szlig;e, Barbara Streun, Berlin<\/p><p>Kommentar:<\/p><p>Die Crux mit dem aktuellen Kabarett &auml;hnelt dem Dilemma, in dem sich das DDR-Kabarett befand. Heute wie damals bemerken die Verantwortlichen das Problem gar nicht &ndash; oder reden es sch&ouml;n. Denn dem Kabarett wohnt per se das Rebellentum inne. Kabarett ist das Ausdrucksmittel der Beherrschten gegen die Herrschenden, zielt von &bdquo;links unten&ldquo; nach &bdquo;rechts oben&ldquo;. &bdquo;Rechtes Kabarett&ldquo; gibt es also eigentlich gar nicht, ist ein Widerspruch in sich, sofern man &bdquo;Links und Rechts&ldquo; im klassischen (Wagenknecht&lsquo;schen) Sinne definiert.<\/p><p>In der DDR aber stellten die &bdquo;Linken&ldquo;, die &bdquo;Progressiven&ldquo; die Regierung. Was also tat das Kabarett? Die DDR war stolz auf ihr Kabarett, dessen Wurzeln sie auf von den Nazis verfolgte &bdquo;linke&ldquo; K&uuml;nstler zur&uuml;ckf&uuml;hrte. Regierungskritik beschr&auml;nkte sich aber auf harmlosen Humor oder allzu Offensichtliches wie die schlechte Versorgungslage oder diente gar der &bdquo;Erziehung&rdquo;. Was die gro&szlig;en, politischen Themen anging, da war es auf Linie und zielte auf den &bdquo;Klassenfeind&ldquo; im Ausland oder unangepasste Minderheiten. Damit es keine unerw&uuml;nschten &Uuml;berraschungen gab, mussten neue Texte vor der Premiere genehmigt werden.<\/p><p>Dazu ein Zitat aus Klaus Budziniski &bdquo;Pfeffer im Getriebe&ldquo; (S.278): <em>&bdquo;Den Argumenten der &lsquo;Westpresse&rsquo;, das Kabarett in der &lsquo;Zone&rsquo; sei zu einem &lsquo;politischen Werkzeug des SED-Staates&rsquo; geworden, hielt Krause [Hans Krause, Direktor der &bdquo;Distel&ldquo; 1963] entgegen, &bdquo;&hellip;dass ein Kabarett immer ein Instrument des gesellschaftlichen Fortschrittes sein muss. Den&hellip; aber repr&auml;sentiert eine Klasse, die in der Deutschen Demokratischen Republik die Leitung des Staates innehat. Das Kabarett ist hier also in der gl&uuml;cklichen Lage, die Interessen des Fortschrittes mit den Interessen des Staates vereint zu sehen.&ldquo;*<\/em><\/p><p>Und, wo stehen wir heute? Offizielle Zensur und &bdquo;Genehmigung&ldquo; von Texten gibt es wohl nicht (oder doch?), aber kritische Stimmen werden &bdquo;gecancelt&ldquo;. Die &bdquo;Klasse&ldquo; der einst sich &bdquo;links unten&ldquo; W&auml;hnenden, die f&uuml;r sich beanspruchen, &bdquo;progressiv&ldquo; zu sein, ist nun in der Regierung und beherrscht die Medien &ndash; und das Kabarett. Wen sollen sie kritisieren? Sich selbst und ihre Peers? So weise sind sie nicht. Im Gegenteil, sie haben Angst vor Blo&szlig;stellung und der Aufdeckung von Lebensl&uuml;gen. Sie machen sich also mit der Regierung gemein und treten nach &bdquo;unten&ldquo; &ndash; und wirken deshalb so arrogant und unlustig. Kabarett &bdquo;von oben&ldquo; funktioniert einfach nicht, es wird Propaganda.<\/p><p>*Klaus Budziniski &bdquo;Pfeffer im Getriebe&ldquo;, M&uuml;nchen, 1982<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>141. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Hallo liebes NachDenkSeiten-Team, <\/p><p>auch ich bin absolut ratlos und zutiefst entt&auml;uscht vom Zustand des aktuellen politischen Kabaretts. Bei einzelnen Figuren wie z.B. Frau Bosetti kann man aufgrund ihrer &Auml;u&szlig;erungen schlichtweg mangelnden Intellekt konstatieren. Sie versteht die tats&auml;chlichen Zusammenh&auml;nge einfach nicht. Hinzu kommen noch pers&ouml;nliche Animosit&auml;ten, die sie reichlich hat. Dieter Nuhr und Florian Schroeder waren immer schon devote Maulhuren des Systems, die nicht nach oben, sondern nach unten treten. Da kann man kein gutes Kabarett erwarten. <\/p><p>Aber warum inzwischen selbst jene Kabarettisten, die einmal wirklich einen wachen, kritischen Geist und ein soziales Gewissen hatten und auch durchaus mutig waren, Unbequemes zu sagen, nun so heruntergekommen sind, das kann ich mir nicht erkl&auml;ren. (z.B. Chr. Sieber, C. von Wagner und M. Uthoff aus der Anstalt, Urban Priol, &hellip;) <\/p><p>Ich vermute: Die wurden im Corona-Lockdown alle &bdquo;umgedreht&ldquo;. Es gab keine Auftritte und somit keine normalen Geldeinnahmen, hinzu kam ein massiver psychischer Druck. In den zwei ersten Corona-Jahren mit dem langen Lockdown wurde von &bdquo;ganz oben&ldquo; ausprobiert und dann durchgezogen, wie man mit kritischen Stimmen umgeht, um diese mundtot zu machen. Ich erinnere da an die Aktionen &bdquo;allesdichtmachen&ldquo; und danach &bdquo;allesaufdentisch&ldquo;, wo es regelrechte Hetzkampagnen gegen die K&uuml;nstler gab und alle, die da noch mutig kritische Ansichten &auml;u&szlig;erten, massiv denunziert wurden. Da ging es los mit den ganzen nun als normal etablierten Diffamierungen als Querdenker, Schwurbler, Rechtsextremer, etc. <\/p><p>Ich glaube inzwischen, dass damals von der machthabenden Elite erkannt wurde, welche gro&szlig;e Chance Corona ist, kritische Stimmen, auch der Kabarettisten und K&uuml;nstler, entweder mundtot zu machen oder &bdquo;einzunorden&ldquo;. Und man hat diese Chance genutzt. Und jetzt sind die ehemals mutigen, kritischen Stimmen angepasst oder sogar ganz umgedreht, denn bei dem noch gr&ouml;&szlig;eren Meinungsdruck in Sachen Ukrainekrieg k&ouml;nnen und wollen sie nicht mehr gegen das offizielle Narrativ sprechen, da ist dann vermutlich pure Existenzangst, keine Auftritte mehr zu bekommen und somit keinen Lebensunterhalt mehr sichern zu k&ouml;nnen. <\/p><p>Das ist feige, aber nachvollziehbar, wenn man sieht, dass das Volk es vollkommen gleichg&uuml;ltig hinnimmt, wenn dann f&uuml;r unangepasste K&uuml;nstler, selbst Weltstars wie Anna Netrebko oder Roger Waters, Auftrittsverbote gefordert und zum Teil auch bereits durchgesetzt werden. Von einzelnen Solidarit&auml;tserkl&auml;rungen kann man nicht leben.<\/p><p>Ich habe da leider wenig Hoffnung. Vielleicht w&auml;chst eine Generation nach, die wieder mutiger sein wird, weil sie materiell unabh&auml;ngiger von Auftrittseinnahmen ist. <\/p><p>Sehr schade ist, dass die ganz gro&szlig;en Kabarettisten gar nichts sagen. Ich denke da vor allem an Georg Schramm und Volker Pispers. Diese beiden Koryph&auml;en des politischen Kabaretts waren ja schon in den Ruhestand gegangen, haben also eigentlich doch keine materielle Not zu bef&uuml;rchten, dass Auftritte abgesagt w&uuml;rden, aber sie schweigen. Ich vermute, die beiden haben total resigniert. Und das ist dann wirklich deprimierend.<\/p><p>Dabei hat ein Volker Pispers schon vor vielen Jahren zu der Ukraine so viel Durchblick gehabt und in seiner brillanten sp&ouml;ttischen Art die Zusammenh&auml;nge erkl&auml;rt: <\/p><ul>\n<li><a href=\"https:\/\/www.youtube.com\/watch?v=hylztQ8-pVM\">youtube.com\/watch?v=hylztQ8-pVM<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.youtube.com\/watch?v=JZu9VIGW8iI\">youtube.com\/watch?v=JZu9VIGW8iI<\/a><\/li>\n<\/ul><p>Wie sehr br&auml;uchten wir jetzt diesen klugen, mutigen Kopf! Und Georg Schramm&nbsp;fehlt so sehr. Auch er hatte bereits in 2015 mehr Durchblick zum anstehenden Krieg in der Ukraine (Stichwort Mr. Glaser, Financial Warfare, SWIFT).<\/p><p><a href=\"https:\/\/www.youtube.com\/watch?v=2NCnG2d0-V0\">youtube.com\/watch?v=2NCnG2d0-V0<\/a> <\/p><p>Und insbesondere die gewollte Volksverdummung durch die Medien hat Georg Schramm immer klar erkannt und benannt. <\/p><p><a href=\"https:\/\/www.youtube.com\/watch?v=MM7XUtLzDs4\">youtube.com\/watch?v=MM7XUtLzDs4<\/a> <\/p><p>Wie sehr er auch heute immer noch recht hat. :-( <\/p><p>Mit besten Gr&uuml;&szlig;en, Norbert Rex<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>142. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Moin, Herr M&uuml;ller, <\/p><p>es wird an zwei Dingen liegen:<\/p><ul>\n<li>Wie in guten Krimis, folge dem Geld. Sorge um weitere Auftr&auml;ge und Ablehnung durch gro&szlig;e Teile des Publikums.<\/li>\n<li>Folge der permanenten Gehirnw&auml;sche. Beispiel: Vor rund drei Monaten lag die Ablehnung gegen Panzerlieferungen in der Bev&ouml;lkerung noch bei rund 60 Prozent, sechs Wochen sp&auml;ter (durch mediales Trommelfeuer) bei unter 50 Prozent. <\/li>\n<\/ul><p>Noch etwas macht mich v&ouml;llig ratlos. Wie kann es angehen, dass Baerbock und Habeck Spitzenwerte in der Beliebtheit einnehmen. Bestimmt auch eine Folge der Gehirnw&auml;sche unserer traurigen Medienlandschaft. Werbung wirkt!<\/p><p>Besten Gru&szlig;, G&ouml;sta Ahrweiler <\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>143. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Sehr geehrter Herr M&uuml;ller, <\/p><p>nachstehend zur Umfrage einige Anmerkungen eines noch selber denkenden B&uuml;rgers mit 88 Lenzen auf dem Buckel. Alles zu sagen, was es dazu zu sagen gibt, w&uuml;rde den Rahmen sprengen und ist bei den NDS ohnehin in guten H&auml;nden.<\/p><p>Volker Pispers, einer der Brillantesten, hat bereits 2018 das Handtuch geworfen. Georg Schramm, der das Bonmot von den Klofrauen der &Ouml;ffentlichen (Rechtlichen) Anstalten &ndash; da gab es die aber inzwischen von den aktuell praktizierenden Damen und Herren in den Schatten gestellte Frau Christiansen noch &ndash; pr&auml;gte, macht wohl aus Altersgr&uuml;nden nicht mehr, w&auml;re aber wohl ohnehin inzwischen aussortiert worden, weil er sich mit Sicherheit nicht h&auml;tte gleichschalten lassen. Lisa Fitz wurde wegen kritischer &Auml;u&szlig;erungen zum sog. Impfen weggebissen. Max Uthoff, der einst die Regime-Kritik in der geschliffensten Wortwahl vortrug, ist ein zahnloser Tiger geworden. Besonders ersch&uuml;ttert und deprimiert war man &uuml;ber einleitende und eigentlich sehr deutliche Worte von Urban Priol bei seinem ersten Wiederauftritt nach dem totalen Corona-Lockdown. Er hatte sinngem&auml;&szlig; Folgendes zum Ausdruck gebracht: <em>Wenn man sagt, was sie wollen, dass man sagt, dann hat man auch keine Probleme mehr.<\/em><em> <\/em>&Uuml;ber Oliver Welke und seiner am Beginn noch recht passablen Heute Show kann man inzwischen auch ein Ei schlagen. Ist alles eigentlich blo&szlig; noch peinlich. Besonders emp&ouml;rend und widerw&auml;rtig fand man, wie Christian Ehring in seinem extra3 sich wiederholt &uuml;ber die Aktionen von Wagenknecht und Schwarzer lustig machte und diese ins L&auml;cherliche zog. Neben vielem gleichartig Erb&auml;rmlichen und zum Teil auch wirklich Schlimmen ragte ein, wie man findet, medialer Abschaum heraus. Hier soll einmal von einem auf &uuml;belste Weise &ouml;ffentlich Beleidigten und Beschimpften mit gleicher M&uuml;nze zur&uuml;ckgezahlt werden. Eine Sarah Bosetti verglich &bdquo;Ungeimpfte&ldquo; mit einem Blinddarm des Volksk&ouml;rpers, der entfernt werden k&ouml;nne bzw. sollte. Nun wurde diese Dame nicht etwa aus dem Staatsfunk entfernt, geschweige wegen Volksverhetzung (&sect; 130 StGB) angezeigt, sondern darf weiter moderieren und ihr d&uuml;mmliches Gelabere in der Regel ablesen; denn zu freier Rede hapert es mental offenbar. Die Macher und Verantwortlichen des &Ouml;RR haben aber zweifelsfrei mit derartig faschistoiden Ausw&uuml;chsen der bei ihnen oder von ihnen Besch&auml;ftigten &ndash; und vom Zwangsgeb&uuml;hrenzahler finanzierten &ndash; keinerlei Probleme.<\/p><p>Werner Finck sagte einst: <em>&bdquo;Ich stehe hinter jeder Regierung, bei der ich nicht sitzen mu&szlig;, wenn ich nicht hinter ihr stehe.&ldquo;<\/em> (Noch?) muss bekanntlich heute keiner sitzen. Job, Reputation, Existenzbasis und alles m&ouml;gliche Lebenswichtige kann man aber wohl, inzwischen auch nachweislich, schon loswerden, und demzufolge haben auch die f&uuml;r Kabarett und Satire Zust&auml;ndigen zweifelsfrei Angst davor, dergleichen Misshelligkeiten ausgeliefert zu werden.<\/p><p>Es ist ja nicht nur bei Kabarett und Satire, was aktuell so etwas gar nicht mehr ist, der Fall, sondern durchseucht &ndash; seit Corona besonders stark ausgepr&auml;gt &ndash; nahezu den gesamten mainstreammedialen Bereich, und es ergeben sich zwangsl&auml;ufig Assoziationen zu Hugenberg, V&ouml;lkischer Beobachter, Reichspropaganda-Ministerium und vielem Gleichartigen aus der deutschen Geschichte. Und ob der Scho&szlig; gem&auml;&szlig; Arturo Ui nicht blo&szlig; fruchtbar noch ist, sondern bereits zu krei&szlig;en droht, w&auml;re vielleicht auch mal einen Gedanken wert.<\/p><p>Besonders perfide und b&ouml;sartig ist nat&uuml;rlich, wenn die Kritiker an den Corona-Ma&szlig;nahmen und den Waffenlieferungen &ndash; sprich de facto Beteiligung am Krieg gegen Russland mit all den damit verbundenen gravierenden Risiken &ndash; in einen Topf mit Rechten, sprich AfD geschmissen werden, weil diese auch gegen die Sanktionen und Waffenlieferungen und f&uuml;r Verhandlungen sind. Dreist, wenn deren Programm auch schlimm neoliberal ist, stellen sie doch z. Zt. die einzige wirkliche Opposition im Parlament dar und waren bei Corona die einzigen, welche sich f&uuml;r die Einhaltung der Grundrechte eingesetzt haben. Man selbst bezeichnet das real in der BRD existierende politische System als eine Mehrparteien-Autokratie; denn seit Brandt und Schmidt war jede Regierung, egal in welcher Koloration, schlechter als die vorangegangene und hatte mit Gemeinwohl und den Interessen des Normalb&uuml;rgers nie etwas am Hut. Die Volksvertreter in dem jedes Mal weiter zum Bierbauch aufgebl&auml;hten Selbstbedienungsladen Bundestag vertreten das Volk auf eine Weise, wie ein Zitronenfalter Zitronen faltet. Und man kann Frau Dr. Wagenknecht nur beipflichten, dass wir aktuell die d&uuml;mmste Regierung der Welt haben. <\/p><p>Mit besten Gr&uuml;&szlig;en, Hartmut Wohler<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>144. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Sehr geehrter Herr M&uuml;ller, <\/p><p>ich kann mir den Mechanismus nur mit einem Schwarmverhalten (so wie bei Fischen) erkl&auml;ren, das mittlerweile nicht nur die meisten Presseorgane, sondern auch Satire und politisches Kabarett erfasst hat. Woher dieses Schwarmverhalten kommt &hellip; ich vermute durch die kritiklose und ahnungslose &Uuml;bernahme von Positionen aus einer starken, sogenannten &bdquo;intellektuell&ldquo; gepr&auml;gten Wir-Gruppe heraus, die in Medien und Politik den Mainstream dominiert. Ich glaube, neudeutsch sagt man heute auch &bdquo;Blase&ldquo; daf&uuml;r. <\/p><p>Wie sich der Schwarm gebildet hat, und warum der Schwarm heute sehr sehr auff&auml;llig in eine Richtung schwimmt &ndash; oder die Blase in eine Richtung wabert &ndash; ist kompliziert. Das sollte unbedingt untersucht und die Frage sollte unbedingt gekl&auml;rt werden. Gezielt von einem Subjekt oder einer Institution kann das eigentlich nicht gesteuert sein. <\/p><p>Ich habe das von Sahra Wagenknecht und Alice Schwarzer initiierte Manifest unterschrieben und ebenfalls an dem &bdquo;Aufstand f&uuml;r Frieden&ldquo; am 25. Februar 2023 in Berlin teilgenommen &ndash; bin deswegen aus Solingen angereist. Ich war haupts&auml;chlich an der Rede von Erich Vad interessiert, da er den gegenw&auml;rtigen Ukraine-Konflikt als Experte aus meiner Sicht am besten beschreiben, bewerten und prognostizieren kann. Ich geh&ouml;re weder einer Partei an, ich kenne keine Querdenker, Verschw&ouml;rungstheoretiker, keine AfD-Mitglieder, bin drei Mal gegen Corona geimpft, also ganz &bdquo;normal&ldquo; &#128513;. <\/p><p>Die Reaktion der Medien auf das Manifest, die ich in den Tagen nach dem 25.2. vernahm (Tagesschau, FAKT!!!, Lanz, Maischberger, HART ABER FAIR!!!!, HEUTE SHOW!!!!), verursachte einen Schock bei mir. Ich fasse zusammen: Falschmeldungen, Diffamierungen, Beleidigungen, Desinformation, &hellip;, wie beim besten Shitstorm in den Sozialen Medien, aber mit Beaufort 12 bitte sch&ouml;n! Schon wenige Stunden nach der Veranstaltung wurde bei Tagesschau-Online w&ouml;rtlich von der &bdquo;Wagenknecht-Demo&ldquo; berichtet. Was f&uuml;r eine Berichterstattung!!! Unglaublich!!!!!!! Und ich war ja selbst da!!! <\/p><p>Kurz nach der Veranstaltung am 25.2. lief am Berliner Hauptbahnhof einer der Mitarbeiter der Satiresendung &bdquo;Heute-Show&rdquo;, Fabian K&ouml;ster, an mir vorbei. Der wollte wohl im gleichen Zug zur&uuml;ck nach K&ouml;ln. Ich fragte mich, was macht der hier? Der kann doch eigentlich keinen satirisch motivierten Bericht auf einer Veranstaltung zu einem so ernsten Thema mit wirklich betroffenen Teilnehmern machen. Das war wohl ein Irrtum. Sein Interview mit Alice Schwarzer und die weiteren Interviews mit Teilnehmern, die man dann in der &bdquo;Heute-Show&ldquo; sehen konnte, und die Kommentare dazu von Oliver Welke hatten mit Satire auch wenig zu tun. Die Einlassungen dienten eindeutig der Diffamierung der Veranstalter und Teilnehmer. <\/p><p>Ich hatte schon so eine Vorahnung, aber aufgrund meiner jetzt gemachten Erfahrungen habe ich kein Vertrauen mehr in das &ouml;ffentlich-rechtliche Pressesystem. Die haben einen AUFTRAG!!! Was andere machen (private Sender, Zeitungen usw.) ist noch verst&auml;ndlich, das sind Firmen, die Geld verdienen m&uuml;ssen. Angebot und Nachfrage sind hier die entscheidenden Faktoren. <\/p><p>Eigentlich m&uuml;ssten Pers&ouml;nlichkeiten mit ausgewiesener Expertise auch einmal eine Petition zur Unterlassung des eindeutigen Fehlverhaltens der &ouml;ffentlich-rechtlichen Anstalten starten. Weil ich mich nach alternativen Informationsquellen umgesehen habe, bin ich vor zwei Tagen zuf&auml;llig auf Ihren &bdquo;NachDenkenSeiten&ldquo; gelandet. Das macht Hoffnung. <\/p><p>Viele Gr&uuml;&szlig;e und weiterhin gutes Gelingen! <\/p><p>Hubert Kuhn<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>145. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Sehr geehrter Herr M&uuml;ller, <\/p><p>gerne m&ouml;chte ich Ihnen meine Gedanken zur Anpassung des Kabaretts mitteilen:<\/p><p>Diejenigen Protagonisten, die in einer gewissen vertraglichen Abh&auml;ngigkeit mit den &ouml;ffentlich-rechtlichen Medienanstalten stehen, bekommen mittlerweile Rahmenbedingungen offeriert, innerhalb derer sie sich zu gro&szlig;en tagesaktuellen Themen &auml;u&szlig;ern d&uuml;rfen bzw. sollen, sodass es in das Gesamtkonzept der t&auml;glichen manipulierten Berichterstattung von ARD Aktuell bzw. ZDF heute passt und dem nicht widerspricht, um letztendlich hierdurch zus&auml;tzlich die &ouml;ffentliche Meinung gezielt in eine gew&uuml;nschte Richtung zu lenken. <\/p><p>Ob dies auch durch weitere finanzielle Zuwendungen geschieht, liegt im Bereich der Spekulation, w&auml;re aber denkbar. Sicherlich kommt auch noch eine gewisse pers&ouml;nliche Angst hinzu, eventuell Opfer der Cancel Culture zu werden, wenn man sich nicht auf solche Knebelvertr&auml;ge einl&auml;sst. Es ist f&uuml;r mich anders nicht zu erkl&auml;ren, dass ehemals sehr progressiv-kritische Sendungen wie die Anstalt, die WDR-Mitternachtsspitzen und in besonderem Ma&szlig;e der WDR 2 Comedy-Podcast derart abgedriftet sind. <\/p><p>Erleichtert wird das Mitwirken nat&uuml;rlich bei denen, die ihren Job schon immer als politische &Uuml;berzeugungst&auml;ter interpretiert und ausgef&uuml;hrt haben. Ich verzichte bewusst auf die Nennung von Namen. Das wir uns &uuml;berhaupt &uuml;ber so etwas unterhalten m&uuml;ssen, ist schon unfassbar und bedeutet nur f&uuml;r mich nur eines: Die Diktatur ist sehr nah!<\/p><p>Mit freundlichen Gr&uuml;&szlig;en, Thomas Jung<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>146. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Sehr geehrter Herr M&uuml;ller, <\/p><p>schon lange hat das deutsche Kabarett keine K&uuml;nstler vom Schlage eines Dieter Hildebrandt oder Georg Schramm vorzuweisen. Bestenfalls sind es mehr oder weniger unterhaltsame Kunsthandwerker, deren Gesch&auml;ftsmodell allzu oft im Anwanzen an ein vermeidlich gesundes Volksempfinden zu bestehen scheint. Ein Angebot, das mangels Substanz zunehmend gerne das Lachen &uuml;ber andere, gerne Schw&auml;chere &ndash; sprich H&auml;me &ndash; kultiviert. <\/p><p>Offensichtlich h&auml;ngt das Privileg, im &Ouml;RR pr&auml;sent zu sein, seit einem Jahr von gewissen Vorgaben ab, was bei einer Mehrheit ohnehin eher reaktion&auml;rer Entertainer so gut wie gar nicht auff&auml;llt und bei einigen ein paar augenscheinliche Verrenkungen abverlangt. Im Falle einer kleinen Minderheit, ich denke da zum Beispiel an &bdquo;die Anstalt&rdquo;, ist die Fallh&ouml;he freilich immens. Sch&ouml;n ist das nicht. Das deutsche Kabarett im &Ouml;RR ist tot und fristet derzeit eine Art Zombie-Dasein. <\/p><p>Mit freundlichen Gr&uuml;&szlig;en, Robert Frank<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>147. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Hallo liebes Team,<\/p><p>Sie haben die Antwort selbst gegeben&hellip;dazugeh&ouml;ren. Das Schlimmste f&uuml;r einen Menschen ist, nicht mehr dazuzugeh&ouml;ren! Isoliert zu sein. Wir sind sch&ouml;pferische, soziale Wesen und brauchen menschliche Resonanz.<\/p><p>Was hier, auf der ganzen Welt (!), an Ersch&uuml;tterung&hellip; Trauma&hellip; in den letzten drei Jahren allein durch Corona ausgel&ouml;st wurde, hat viele viele B&uuml;rger zutiefst ver&auml;ngstigt und bisweilen re-traumatisiert, weil es so existenziell bedrohlich war und noch ist. Bewusst ist dies den wenigsten. Mittlerweile ist von der Psychologie schl&uuml;ssig belegt, dass Kriegserfahrungen, Existenz&auml;ngste und bisweilen Todes&auml;ngste nicht selbst erlebt werden m&uuml;ssen, um Schaden anzurichten! <\/p><p>Generations&uuml;bergreifende Traumata wirken tief in Folgegenerationen hinein. So sind\/ waren schon tausende nur noch im &Uuml;berlebensmodus&hellip; bereits vor Corona&hellip; Angst ist bekanntlich kein guter Ratgeber&hellip; spielt hier aber wohl die Hauptrolle im Verhalten vieler Menschen&hellip; so eben auch bei den Kabarettisten. Sie sind ja auch &bdquo;nur Menschen&ldquo;. Verletzte Menschen. Vielen ist diese Sichtweise zu &bdquo;einfach&ldquo;, f&uuml;r mich ist es glasklar. Aber das h&auml;ngt damit zusammen, dass ich mich mit meiner Herkunft und dem, was war \/ist oder wird, lange schon auseinandersetze und begriffen habe, dass wir alle sehr empfindsame und sensible Wesen und gar nicht so hart im &bdquo;Nehmen&ldquo; sind. Eben menschlich. Wir wollen gesehen, geliebt und gesch&uuml;tzt sein. Und das haben die wenigsten von uns tats&auml;chlich erlebt\/erfahren.<\/p><p>Herzliche Gr&uuml;&szlig;e und danke f&uuml;r Eure wichtige Arbeit. <\/p><p>Gudrun Kerkeling<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>148. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Hallo, <\/p><p>diese Entwicklung zur Anpassung des politischen Kabaretts kann man seit einiger Zeit erkennen. Eine der wenigen positiven Ausnahmen ist u.a. Dieter Nuhr. Kritisch kann man u.a. beispielsweise Urban Priol sehen und seinen v&ouml;llig inkompetenten Auftritt bei &bdquo;Maischberger&ldquo;. <\/p><p><a href=\"https:\/\/www.facebook.com\/search\/top?q=urban%20priol\">facebook.com\/search\/top?q=urban%20priol<\/a> <\/p><p>Eine Erkl&auml;rung, wieso sich ein gro&szlig;er Teil der &ndash; im weitesten Sinne &ndash; Intellektuellen gegen die neue Friedensbewegung stellt, ist schwer. Plausibel erscheint eine Erkl&auml;rung im Rahmen der von K. Mannheim vorgeschlagenen &bdquo;Generationslagerung&ldquo;, die auf eine andere politische Sozialisation verweist wie vorherige Generationen. <\/p><p>Dass es sich bei der Anpassung nicht nur um reinen &bdquo;Opportunismus&ldquo; handelt, sondern ein &bdquo;echtes&ldquo; politisches Empfinden, kann man beispielsweise bei den Auftritten von M. M. Westernhagen oder H. Schneider erkennen, die auch als &bdquo;Intellektuelle&ldquo; sich tendenziell pro neue Friedensbewegung positioniert haben. <\/p><p>Sofern diese Erkl&auml;rung zutrifft, w&auml;re es sehr deprimierend, weil eine Ver&auml;nderung dieser politischen Sichtweise unwahrscheinlich ist. Und so ist es ein Generationskonflikt, der sich abzeichnet. Zudem ist leider zu erw&auml;hnen, dass die Arbeiten der &bdquo;Starnberger&ldquo; um v. Weizs&auml;cker in Bezug auf die Folgen von Atomkriegen komplett ausgeblendet werden. Gleichzeitig ist es eine Generation, die eine &bdquo;gelungene Inszenierung&ldquo; von Politik schon f&uuml;r die Politik selbst halten, also Politik, die in ihren zentralen Inhalten schlichtweg entkernt wurde. Sehr deutlich u.a. bei Bosetti zu erkennen. <\/p><p>Es w&auml;re noch viel zu schreiben &uuml;ber die Ver&auml;nderung der politischen Kultur und den Niedergang des Kabaretts. Dieter Hildebrand w&uuml;rde verst&auml;ndnislos mit dem Kopf sch&uuml;tteln. <\/p><p>Mit freundlichen Gr&uuml;&szlig;en, Thomas Pahnke <\/p><p>PS: Macht weiter so!<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>149. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Meine Einsch&auml;tzung zur heutigen Lage, in der sich unsere Gesellschaft befindet: W&auml;hrend der letzten drei Jahre spielten Politik und Medien mit der Angst (und all ihren Facetten) im Menschen ein bitterb&ouml;ses Spiel, wobei die eine, wohl grundlegendste, Angst des &bdquo;Ausgeschlossen-Seins&ldquo; bzw. &bdquo;Nicht Dazugeh&ouml;rens&ldquo; &uuml;ber alle Ma&szlig;en hinaus gesteigert wurde. Und man sah die statuierten Exempel an jenen, die sich dem Druck entgegenstellten.<\/p><p>Ich vermute, dass viele bis dato kritische Kabarettisten und Kabarettistinnen ihrerseits schlicht und einfach zu gro&szlig;e Angst haben, nicht mehr dazuzugeh&ouml;ren (bzw. im Umkehrschluss dann zur &bdquo;schwurbelnden&ldquo;, rechtsgerichteten Gegenseite geh&ouml;ren w&uuml;rden)&hellip; dazuzugeh&ouml;ren also zum gro&szlig;en, dahinpl&auml;tschernden und politisch korrekt ausgerichteten Mainstream, der mittlerweile ja auch schon die eigene Fangemeinde einverleibt hat. So also st&ouml;&szlig;t man ins selbe Horn wie die Politik. Man will ja zu den &bdquo;Guten&ldquo; geh&ouml;ren&hellip; und weil nicht sein kann, was nicht sein darf!<\/p><p>Viele liebe Gr&uuml;&szlig;e und vielen Dank f&uuml;r die NachDenkSeiten!<\/p><p>Florian<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>150. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Lieber Herr M&uuml;ller, Ihren Beitrag vom 8. M&auml;rz 2023 habe ich mit gro&szlig;em Interesse gelesen und m&ouml;chte dazu sehr gerne Stellung nehmen.<\/p><p>Erg&auml;nzend m&ouml;chte ich Ihrem Beitrag &bdquo;Die Florian Schroeder Satireshow&ldquo; und sein Video &bdquo;Friedensschwurbler sind die wahren Kriegstreiber&ldquo; hinzuf&uuml;gen, in dem er die Herausgeber des Manifests quasi als eine Wiederkehr des Nationalsozialismus einordnet. <\/p><p><a href=\"https:\/\/www.youtube.com\/watch?v=Uu4IfwZ2Hyo\">youtube.com\/watch?v=Uu4IfwZ2Hyo<\/a> <\/p><p>Die ARD nennt das &bdquo;Satire pur&ldquo; und &bdquo;Late Night vom Feinsten.&rdquo; <\/p><p><a href=\"https:\/\/www.ardmediathek.de\/sendung\/die-florian-schroeder-satireshow\/Y3JpZDovL2Rhc2Vyc3RlLmRlL2RpZSBmbG9yaWFuIHNjaHJvZWRlciBzYXRpcmVzaG93\">ardmediathek.de\/sendung\/die-florian-schroeder-satireshow\/Y3JpZDovL2Rhc2Vyc3RlLmRlL2RpZSBmbG9yaWFuIHNjaHJvZWRlciBzYXRpcmVzaG93<\/a><\/p><p>Oder das &bdquo;Browser Ballett&ldquo;, ein Format von ZDFneo, produziert von der Steinberger Silberstein GmbH. Dort wurde Sarah Wagenknechts Rede wie folgt sinnentstellt und umgedeutet: <\/p><blockquote><p>\n&bdquo;Liebe Freundinnen und Freunde, liebe Neonazis und Reichsb&uuml;rger, ich bin so froh, dass ihr alle hier heute gekommen seid. Unser Manifest f&uuml;r Frieden ist verdammt zynisch, gewissenlos, amoralisch &ndash; das ist doch keine Solidarit&auml;t mit der Ukraine. Genau deshalb sind wir Handlanger Putins. Ich meine, man muss sich das mal vorstellen: Jeden Tag werden es mehr, die das Manifest unterzeichnen, wom&ouml;glich sogar von Putin bezahlt. Und ich mach gar keinen Hehl daraus: Dieser Mann wird von uns verehrt; Alice Schwarzer und ich fangen jetzt auch an, uns die Schamhaare zu rasieren, um Putin ein Verhandlungsangebot zu unterbreiten. Das geh&ouml;rt, finde ich, dazu. Die Ukraine muss ein russisches Protektorat werden, Putin ist gro&szlig;artig.&rdquo;\n<\/p><\/blockquote><p><a href=\"https:\/\/m.youtube.com\/watch?v=RC_-1L_BA9k\">youtube.com\/watch?v=RC_-1L_BA9k<\/a><\/p><p>Das ZDF schreibt zu der Online-Show: &bdquo;Das Browser Ballett ist das gesalzene Pflaster f&uuml;r die Wunden einer verwirrten Gesellschaft. Mit viel Chuzpe und Ironie.&rdquo; <\/p><p><a href=\"https:\/\/www.zdf.de\/funk\/browser-ballett-800\">zdf.de\/funk\/browser-ballett-800<\/a><\/p><p>Der ehemalige WDR-Podcaster und Comedian Bastian Bielendorfer nannte Sahra Wagenknecht auf Twitter und einen &bdquo;menschlich komplett verdorbenen Zellhaufen&ldquo;. Der Tweet ist inzwischen gel&ouml;scht. Bastian Bielendorfer schreibt dazu:<\/p><blockquote><p>\n&bdquo;Twitter hat den Tweet gel&ouml;scht. Bedauerlich. Es bleibt die Wahrheit.&ldquo;\n<\/p><\/blockquote><p><a href=\"https:\/\/twitter.com\/BBielendorfer\/status\/1631285383882240001?s=20\">twitter.com\/BBielendorfer\/status\/1631285383882240001?s=20<\/a><\/p><p><strong>Meine Meinung in Bezug auf den &ouml;ffentlichen Rundfunk<\/strong>: Die Landesrundfunkanstalten und ihre Protagonisten nehmen sich &ndash; im Deckm&auml;ntelchen der Satire &ndash; das Recht heraus, eine aggressive und &auml;u&szlig;erst verletzende Form der Etikettierung zu bedienen. Warum? Weil sie sich dem Wettbewerb nicht stellen m&uuml;ssen. Die Landesrundfunkanstalten bekommen ihr &Uuml;berlebensgeld via Zwang, sie m&uuml;ssen keine Reputation riskieren und damit den Verlust der Kundschaft bef&uuml;rchten, die einem Medium den Fortbestand sichert.<\/p><p>Mit freundlichen und den besten Gr&uuml;&szlig;en an das Team, G. Ackermann<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>151. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Hallo,<\/p><p>das ist leider so, ob aus Angst oder Dummheit, die meisten Kabarettisten passen sich an den Mainstream an und helfen beim Hetzen. <\/p><p>Mit freundlichem Gru&szlig;, Falk Drewes<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>152. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Liebe NDS, <\/p><p>reflexartig w&uuml;rde ich erst einmal sagen: &bdquo;Wes Brot ich ess&rsquo;, des Lied ich sing.&ldquo; <\/p><p>Meine Gedanken dazu: Ich denke, dass die &bdquo;Kabarettisten&ldquo; zum einen Druck aus den Redaktionen bekommen &ndash; vielleicht auch nur bef&uuml;rchten &ndash;, zum anderen kann es aber auch gut sein, dass sie tats&auml;chlich das Narrativ verinnerlicht haben. Letzteres halte ich aber f&uuml;r eher unwahrscheinlich, zumindest bei den &bdquo;echten&ldquo; Kabarettisten. Aber gibt es diese &uuml;berhaupt noch? Sind B&ouml;hmermann, Bosetti &amp; Co. genau genommen nicht einfach blo&szlig; &bdquo;Comedy-Fuzzies&ldquo;? <\/p><p>Die &bdquo;Corona&ldquo;-Zeit hat aber auch gezeigt, wie schnell Abweichler, auch aus Kunst und Kultur, in die rechte Ecke gestellt und deren Existenzen vernichtet werden. Kabarettisten sind am Ende auch nur Menschen. Andererseits haben sie aber meiner Meinung nach auch den Beruf verfehlt, wenn sie vor den M&auml;chtigen einknicken. Ich denke, ein Georg Schramm h&auml;tte Mittel und Wege gefunden, den Finger in die Wunde zu legen, auch wenn es durch den Vorhang gesprochen w&auml;re. Aber vielleicht t&auml;usche ich mich auch in ihm, denn Volker Pispers war mit seinen &Auml;u&szlig;erungen zu rechten &bdquo;Covidioten&ldquo; schon eine Entt&auml;uschung. <\/p><p>Sarah Bosetti halte ich f&uuml;r ein &bdquo;U-Boot&ldquo; des Kapitals. Wirklich widerlich, was sie seit &bdquo;Corona&ldquo; &bdquo;in die Pissrinne der &ouml;ffentlich-rechtlichen Bed&uuml;rfnisanstalten&ldquo; und in den (a)sozialen Medien entleert hat. B&ouml;hmermann genauso. Speichellecker und Kriechernaturen. Bei Sieber ist es eher entt&auml;uschend, aber auch nicht wirklich &uuml;berraschend. Dennoch schade, denn eigentlich hatte er schon etwas Potenzial. &bdquo;Die Anstalt&ldquo;&hellip; , brauchen wir nicht dr&uuml;ber reden, denke ich &hellip; <\/p><p>Mir ist auch aufgefallen, dass &bdquo;Kabarettisten&ldquo; dieser Couleur Gefallen daran haben, andere Menschen mit abwertenden Titeln zu versehen, so wie Dieter Nuhr, denn es scheint bei den Zuschauern und Zuh&ouml;rern gut anzukommen. Comedy-Fuzzies halt, mehr sind sie nicht. Das w&auml;re auch eine Analyse Wert &ndash; dass es beim Publikum gut ankommt &ndash;, und dazu habe ich mir auch bereits so meine Gedanken gemacht. Wenn ihr daran interessiert seid, k&ouml;nnt ihr gerne nachfragen, w&uuml;rde hier aber erstmal zu weit f&uuml;hren, denke ich (*). <\/p><p>Wie auch immer, das Ph&auml;nomen ist erstaunlich und bemerkenswert, aber im gleichen Ma&szlig;e auch erschreckend. Die letzten Jahre erinnern mich an eine Strophe aus Reinhard Meys &ldquo;Sei Wachsam&rdquo;:<\/p><blockquote><p>\n<em>Ich hab Sehnsucht nach Leuten, die mich nicht betr&uuml;gen<\/em><\/p>\n<p><em>Die mir nicht mit jeder Festrede die Hucke voll l&uuml;gen<\/em><\/p>\n<p><em>Und verschon&rsquo; mich mit den falschen Ehrlichen<\/em><\/p>\n<p><em>Die falschen Ehrlichen, die wahren Gef&auml;hrlichen!<\/em><\/p>\n<p><em>Ich hab&prime; Sehnsucht nach einem St&uuml;ck Wahrhaftigkeit<\/em><\/p>\n<p><em>Nach &lsquo;nem bisschen R&uuml;ckgrat in dieser verkr&uuml;mmten Zeit<\/em><\/p>\n<p><em>Doch sag die Wahrheit und du hast bald nichts mehr zu Lachen<\/em><\/p>\n<p><em>Sie wer&prime;n dich ruinier&rsquo;n, exekutier&prime;n und mundtot machen<\/em><\/p>\n<p><em>Erpressen, bestechen, versuchen dich zu kaufen<\/em><\/p>\n<p><em>Wenn du die Wahrheit sagst, lass drau&szlig;en den Motor laufen<\/em><\/p>\n<p><em>Dann sag&rsquo; sie laut und schnell, denn das Sprichwort lehrt:<\/em><\/p>\n<p><em>Wer die Wahrheit sagt, braucht ein verdammt schnelles Pferd!<\/em>\n<\/p><\/blockquote><p>Genaugenommen der gesamte Liedtext&hellip; <\/p><p>Beste Gr&uuml;&szlig;e, Carsten Budde<\/p><p>(*) P.S.: Also gut, vielleicht doch noch ausgef&uuml;hrt. Anfang der 80er-Jahre gab es in der ARD eine neue Fernsehserie, ein v&ouml;llig neues Format: &bdquo;Dallas&ldquo;. Der heimliche Held der Serie war J.R. Ewing, ein Arschloch vor dem Herrn. Das ZDF zog ein Jahr sp&auml;ter nach mit &bdquo;Denver Clan&ldquo;. Das Gleiche in gr&uuml;n. Seitdem sind &bdquo;Mobbing&ldquo; und Intrigen so richtig salonf&auml;hig geworden &ndash; auch und gerade beim normalen B&uuml;rger. Dieses Format hat dann auch Einzug in andere Medieninhalte gefunden. Eigentlich in fast alle, oder? Was denkt ihr dar&uuml;ber?<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>153. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Sehr geehrter Herr M&uuml;ller, <\/p><p>hier meine Gedanken zu Ihrer Frage:<\/p><blockquote><p>\n&bdquo;Wie kann man erkl&auml;ren, dass Kabarettisten wie Sieber, Bosetti, Philip Simon und andere in das Lager der Angepassten abgleiten?&ldquo;\n<\/p><\/blockquote><p>Im Gegensatz zur gern gebrachten Behauptung, dass dies durch einige wenige Strippenzieher im Hintergrund passiert, bin ich der Ansicht, dass dieser Prozess von unten kommt anstatt von oben. Zwar l&auml;sst sich die Vereinheitlichung der &ouml;ffentlich-rechtlichen Berichterstattung und Inhaltsgestaltung durchaus mit der Besetzung des Rundfunkrates in Verbindung bringen, und auch in den privaten Medien findet mit der Konsolidierung der Eigentumsverh&auml;ltnisse auf immer gr&ouml;&szlig;ere Konzerne ein vergleichbarer, wenn auch anderer Prozess statt, jedoch ist dies als einzige Erkl&auml;rung mehr als d&uuml;rftig. Der eigentliche Prozess, der hinter der Vereinheitlichung der Mehrheitsmeinung steht, ist wesentlich subtiler und f&uuml;r jemandem, der sich in der Mehrheitsmeinung bewegt, auch kaum wahrnehmbar.<\/p><p>Das politische wie gesellschaftliche Klima der letzten Jahre ist gepr&auml;gt von einem Moralismus, wie er in den letzten Jahrzenten nie dagewesen ist. Dieser Moralismus verbreitet sich wie ein Lauffeuer &uuml;ber die sogenannte soziale Ansteckung, im Englischen &bdquo;social contagion&ldquo; (<a href=\"https:\/\/en.wikipedia.org\/wiki\/Social_contagion\">en.wikipedia.org\/wiki\/Social_contagion<\/a>), ein Mechanismus, &uuml;ber den Verhalten auf andere Artgenossen praktisch selbsterhaltend propagiert.<\/p><p>Meiner Beobachtung nach hat sich &uuml;ber diesen Mechanismus praktisch jedes &bdquo;moralische&ldquo; bzw. emotional aufgeladene Verhalten der letzten Jahre verbreitet und zur Vereinheitlichung des gesellschaftlichen &bdquo;Verhaltens&ldquo; beigetragen. So k&ouml;nnen etwa Haltungsjournalisten nicht einfach &bdquo;tatenlos zusehen&ldquo; bzw. berichten, sondern m&uuml;ssen &bdquo;aktiv werden&ldquo; und Ihre Meinung und Auffassung im Artikel kundtun, Klimaaktivisten haben im Anbetracht des Endes der Welt die Moral sowieso f&uuml;r sich gepachtet, und f&uuml;r unsere westlichen Werte ist jedes Mittel heilig. Alle f&uuml;hlen sich in ihrem Moralismus gut.<\/p><p>Doch Emotionalit&auml;t frisst Hirn, und die Probleme sehen wir an unkritischer und\/oder tendenzi&ouml;ser Berichterstattung und dem darauffolgenden Vertrauensverlust in die Medien, der Missachtung des Rechtsstaates durch Klimaaktivisten, dem Niedermachen und der Verunglimpfung politischer Gegner, einfach, weil es sich gut anf&uuml;hlt. Dass eine kontr&auml;re Meinung auch nur ein Ausdruck eines menschlichen Bed&uuml;rfnisses ist, wird in diesem Rausch der Gef&uuml;hle gerne vergessen.<\/p><p>Mit freundlichen Gr&uuml;&szlig;en, D. K.<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>154. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Wes Brot ich ess&lsquo;, des Lied ich sing&lsquo;. <\/p><p>Wie auch die Liste der &uuml;ber 200 Journalisten, die von der Regierung zur Hofberichterstattung bezahlt wurden, h&auml;ngen auch diese &bdquo;Kulturschaffenden&ldquo; am Tropf des Staates. <\/p><p>Dr. Wolfram Becker; Aschaffenburg<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>155. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Liebes NDS-Team, <\/p><p>meine Meinung: (Politisches) Kabarett wurde durch (Stand Up = spontan) Comedians abgel&ouml;st. Dieser begrifflichen Gleichsetzung unterliegt auch Tobias Riegel in seinem Artikel. W&auml;hrend Ersteres Recherche (f&uuml;r Fakten) &amp; eine (politische) Haltung erfordert &amp; eine Botschaft transportiert, sind Letztere auf schnelle Lacher (Quote = Reichweite) ausgelegt, wof&uuml;r man die &bdquo;Mehrheit&ldquo; des Publikums erreichen muss (Oberfl&auml;chlichkeit); Stichwort: &bdquo;aalglatt &amp; karrieregeil&ldquo; vs. &ldquo;Ecken &amp; Kanten&rdquo;. (Eine Entwicklung, die sich seit Jahren auch bei Politikern beobachten l&auml;sst.) <\/p><p>Lieben Gru&szlig;, Mario Krone <\/p><p>PS: Gesellschaftlich wurde vor &uuml;ber 150 Jahren f&uuml;r die Rechte sozialer Klassen gek&auml;mpft, heute f&uuml;r die Rechte jedes einzelnen Individuums (Querdenker mal au&szlig;en vorgelassen). Unsere abendl&auml;ndischen Vorfahren haben damals unz&auml;hligen Afrikanern Schiffsreisen nach &Uuml;bersee spendiert, heute immerhin noch Individualreisen ins Mittelmeer, wo die meisten von ihnen baden gehen k&ouml;nnen. Deswegen ist es auch so wichtig, politisch inkorrekte W&ouml;rter zu vermeiden. Wenn man jemanden verhungern und sterben l&auml;sst, dann soll er es wenigstens in W&uuml;rde und mit der Gewissheit tun, dass er wertgesch&auml;tzt wird! <\/p><p>PPS: Der letzte deutsche Politiker, der vor Frau Baerbock Russland ruinieren wollte, war &Ouml;sterreicher.<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>156. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Liebes NachDenkSeiten-Team,<\/p><p>ich bin ebenso ratlos wie Sie, was in unserer Gesellschaft, unserem Land und der Welt momentan geschieht. Wahrscheinlich ist genau das der tiefere Sinn dahinter.<\/p><p>Ich m&ouml;chte aus aktuellem Anlass auf ein sehr interessantes Interview auf <a href=\"http:\/\/eingeSCHENKt.tv\">eingeSCHENKt.tv<\/a> hinweisen. Die Darlegungen des nicht nur von mir sehr hoch gesch&auml;tzten Journalisten Dirk Pohlmann treffen meines Erachtens s&auml;mtliche ins Schwarze: <\/p><blockquote><p>\n&bdquo;Dirk Pohlmann: Deutschland ist Kriegspartei gegen Russland!&ldquo;\n<\/p><\/blockquote><p><a href=\"https:\/\/www.youtube.com\/watch?v=w3fQJASY_wQ\">youtube.com\/watch?v=w3fQJASY_wQ<\/a><\/p><p>Das Interview auf <em>acTVism Munich<\/em> &bdquo;Ehemaliger Oberst Wilkerson: Ukraine, Nord Stream &amp; der Kalte Krieg mit China&ldquo; <\/p><p><a href=\"https:\/\/www.youtube.com\/watch?v=32MXP7Gy5IA\">youtube.com\/watch?v=32MXP7Gy5IA<\/a><\/p><p>ist ebenfalls &auml;u&szlig;erst empfehlenswert.<\/p><p>Vielen Dank f&uuml;r Ihre Arbeit sagt Ihnen ein inzwischen treuer Leser, der Ihre Kompetenz leider erst Anfang 2020 entdeckt hat.<\/p><p>Mit freundlichen Gr&uuml;&szlig;en, Gert Friedrich<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>157. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Sehr geehrter Herr Albrecht M&uuml;ller,<\/p><p>Vielen Dank f&uuml;r Ihre bemerkenswerte Anregung, zur Situation des deutschen Kabaretts eine Meinung abzugeben. Gerne komme ich dem nach. Besser, man schreibt seine Sicht dazu einmal nieder und l&auml;sst andere teilhaben, als dauernd am Fr&uuml;hst&uuml;ckstisch dar&uuml;ber zu l&auml;stern und nebenher seine Frau damit zu langweilen.<\/p><p>Wie erkl&auml;ren Sie sich dieses erstaunliche Ph&auml;nomen?<\/p><p>Man muss nur einmal in ein Wirtshaus gehen, wo eine, sagen wir, aufgeheizte Stimmung aufgrund eines hitzigen Diskurses die Atmosph&auml;re im Raum bestimmt. Wer diese Stimmung mangels Aufmerksamkeit nicht wahrnimmt oder sich innerlich nicht dagegen abgrenzt, wird sie unweigerlich in sich aufnehmen. Er wird die &sbquo;dicke Luft&lsquo; im wahrsten Sinne des Wortes einatmen und sich darin verwickeln. Er wird selbst entsprechende Emotionen entwickeln. Man sp&uuml;rt dann bei sich selbst, obwohl eigentlich unbeteiligt, wie innerlich das Blut zu kochen beginnt, wie pl&ouml;tzlich Aggressionen aufkeimen, wie man schon angespannt die F&auml;uste ballt und am liebsten dazwischen gehen m&ouml;chte. Hinzu kommt, dass der Alkohol enthemmt, was bedeutet, dass die Kraft zur Selbstf&uuml;hrung, &Uuml;bersicht und Selbstbeherrschung mit jedem Bier mehr und mehr verloren geht.<\/p><p>Nun befinden sich Deutschland und einige andere L&auml;nder in hitziger Stimmung. Die Bev&ouml;lkerung ist geteilt, gespalten und aufgestachelt. Es gab und gibt kaum mehr Grenzen, wie man die andere Seite, meist sind es die kritischeren Stimmen, behandeln darf. Der &ouml;ffentliche Raum ist &uuml;beraus geladen und wird durch die Medien und deren manipulative Propaganda noch mehr aufgeladen. Wer nun eine innere Haltung aufrechterhalten kann und mit seiner Bewusstseinskraft diese ganze emotionale Aufladung erkennt, sie einordnen kann und sich dadurch zu distanzieren wei&szlig;, der wird von diesen schlimmen Kr&auml;ften weniger ergriffen als jener, dem diese &Uuml;bersicht und Kraft in seiner Pers&ouml;nlichkeit fehlen. Denn er wird sich nicht wehren k&ouml;nnen. Er wird auch keine Notwendigkeit dazu sehen. Mit ihm gehen gleichsam die G&auml;ule durch, und er findet das gut.<\/p><p>Es n&uuml;tzt auch nicht, wegzuschauen und den spaltenden Themen nur auszuweichen, man muss ja doch atmen, und so saugt man die Kr&auml;fte dennoch in sich ein. Wenn man sich so manchen Kabarettisten-Beitrag anschaut, so sp&uuml;rt man f&ouml;rmlich die Untiefen, die fehlende F&auml;higkeit, das Thema, die Gesamtproblematik gen&uuml;gend zu erfassen. Die Oberfl&auml;chlichkeit f&uuml;hrt meist zuallererst dazu, die Menschen, die ins Visier genommen werden, zu &uuml;bersehen. Es sind ja Menschen, die einfach mal beschimpft werden, ohne sich mit ihnen je richtig besch&auml;ftigt zu haben. Die vollkommen fehlende Beziehung zu ihnen l&auml;sst sie wie Freiwild werden, das man einfach mal so &sbquo;abschie&szlig;en&lsquo; kann. So etwas wie W&uuml;rde wird den Opfern &ndash; so darf man sie dann wohl nennen &ndash; genommen. <\/p><p>Solche beziehungslosen Kabarettisten-Beitr&auml;ge zeichnen sich, wenn man tief in sich hineinhorcht, nicht durch Humor aus, sondern durch leere Witze, sogar durch Grausamkeit. Wirklicher Humor w&uuml;rde sich durch Beziehung, durch Mitf&uuml;hlen auszeichnen und sogar eine Ahnung von wohlmeinender Unterst&uuml;tzung zum anderen hin vermitteln. Dann k&ouml;nnte man gemeinsam schmunzeln, ohne dass der eine auf Kosten des anderen seine &sbquo;Lacher&lsquo; aberntet.<\/p><p>Diese Gabe des feinen, beziehungsvollen Humors, gegr&uuml;ndet auf Menschenliebe, fehlt vielen Kabarettisten und wohl auch vielen Menschen im Allgemeinen.<\/p><p>Liebe Gr&uuml;&szlig;e, Franz Stettwieser <\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>158. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Zum Beispiel hat Corona sehr brutal und menschenverachtend gezeigt, dass es nur eine Seite der Medaille zu geben hat. Wer kritisch hinterfragt <em>(z.B. nach der zweiten Seite der Medaille)<\/em>, wird denunziert, beschimpft und sehr oft seiner Existenz beraubt. Da stecken nun viele Kabarettisten in einer Zwickm&uuml;hle. R&uuml;ckgrat zeigen bedeutet Auftrittsverbot. Den &bdquo;rechten Arm zu heben&ldquo;, sorry, ich meinte &bdquo;Maske tragen&ldquo;, hei&szlig;t &bdquo;du bist einer von uns&ldquo; und darfst am Leben teilhaben. <\/p><p>Das sind die N&auml;hrb&ouml;den, um Diktaturen zu errichten. Oder salopp ausgedr&uuml;ckt: &bdquo;Niemand hat die Absicht, eine Mauer zu errichten!&ldquo; Mir graust vor diesen Entwicklungen, zumal ich (70) mein Leben lang ein Querdenker war, &hellip;und nun zur Kenntnis nehmen musste, dass ich eigentlich ein Krimineller bin. Aber gut, dass es noch viele Millionen solcher Menschen gibt!!!<\/p><p>Herzliche Gr&uuml;&szlig;e, Hans Matt<\/p><p><strong>P.S.:<\/strong> Deshalb sehe ich es auch als eine Verpflichtung an, die NachDenkSeiten mit Spenden zu unterst&uuml;tzen!<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>159. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Das Kabarett hat seine DASEINSBERECHTIGUNG VELOREN.<\/p><p>Christian Oelemann<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>160. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Sehr geehrter Herr M&uuml;ller, <\/p><p>trotz eines gewissen Altersunterschieds bin ich fast immer einer Meinung mit Ihnen, und seltsamerweise verwenden wir oft &auml;hnliche Begriffe in der Beschreibung. <\/p><p>Auch mir ist das &uuml;berwiegende &sbquo;Umfallen&lsquo; der Kabarettisten aufgefallen. In den Sinn kommen mir eigentlich nur noch Lisa Fitz und Uwe Steimle von den &uuml;berregional bekannten Kabarettisten, die sich nicht beugen. Womit wir beim Thema sind. Beugung kann auf vielf&auml;ltige Weise erzwungen werden. Direkte und indirekte Drohungen, Korruption, Hoffen auf vorauseilenden Gehorsam usw. Der Fall Sieber macht auch mir zu schaffen. Wie haben die Transatlantiker den vermeintlich aufrechten, mutigen und zutiefst menschlichen K&uuml;nstler Sieber dazu gebracht, auf den westlichen Propaganda-Kurs einzuschwenken? <\/p><p>Meine Vermutung geht in Richtung eines De-facto-Berufsverbots, falls er nicht mitspielt. Eventuell noch eine Erh&ouml;hung der Bez&uuml;ge seiner Fernsehauftritte damit es erst einmal weitergeht und er einen Ausstieg weit vor dem Rentenalter anstreben kann. &Uuml;brigens gehe ich von einer Individualbehandlung nicht nur der Kabarettisten aus. Mit gesch&auml;tzt 30.000 (Pentagon) und mindestens 20.000 (NSA) reinen PR-Beratern, sprich Agenten, die individuelle Dossiers f&uuml;r jeden Einzelnen anlegen, welche locker s&auml;mtliche Stasi-Akten in den Schatten stellen, wird dies meiner Meinung durchgef&uuml;hrt. Wem das etwas zu dick aufgetragen erscheint, der sei daran erinnert, welchen Wahnsinn die USA an den Tag legen bei ihren Aktionen, wie z.B. die Snowden Leaks deutlich machten. <\/p><p>Selbst IT Security Experten mit &uuml;berbordender Phantasie staunten &uuml;ber das tats&auml;chliche Ausma&szlig; der US-&Uuml;berwachung. Wenn ich das erw&auml;hnen darf, wurde mir als IT&rsquo;ler, der eine Kooperation mit einem weltweit f&uuml;hrenden Database Security Researcher einging, von diesem mitgeteilt: &bdquo;Karsten, ab jetzt bist Du bei einem speziellen kleineren Geheimdienst f&uuml;r Database Security gelistet!&ldquo;<\/p><p>Beste Gr&uuml;&szlig;e, Karsten Aalderks<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>161. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Sehr geehrte Damen und Herren der NachDenkSeiten, <\/p><p>anbei meine Gedanken zu Ihren vier Fragen im Artikel zur Umfrage:<\/p><ol>\n<li>Geht es um Auftr&auml;ge von den gro&szlig;en Medien?\n<p>Die Kabarett-Darstellerin Sarah Bosetti hatte mit ihrem ber&uuml;chtigten &bdquo;Blinddarm-Vergleich&ldquo; die mediale Diffamierungskampagne gegen Menschen ohne Impfung in der &Ouml;RR-Sparte Kleinkunst aufsehenerregend vertreten. Insofern k&ouml;nnen Auftr&auml;ge von den gro&szlig;en GEZ-Medien, die auf eine staatliche Agenda zur&uuml;ckgef&uuml;hrt werden k&ouml;nnten, angenommen werden. Andererseits sind die &Ouml;RR-Kabarettisten (m&auml;nnlich wie weiblich) finanziell wohl so weit abh&auml;ngig vom GEZ-Apparat, dass anscheinend bei denen doch die private Geldfrage die pers&ouml;nliche Gewissensfrage (wenn vorhanden) &uuml;berwiegt. Zudem sind ebenjene &Ouml;RR-Kleink&uuml;nstler (m\/w), welche politisch dem modischen transatlantisch-gr&uuml;n-links-liberalen Spektrum einzuordnen sind, auch leidenschaftliche Apologetiker und Verteidiger der radikalen woken Ideologie, welche als aggressive dogmatische Scholastik daherkommt. Ihre Kunst ist somit eine Propaganda regierungs- und wokeness-st&uuml;tzender Narrative, welche in Gestalt der Fernsehunterhaltung dargeboten wird. <\/p><\/li>\n<li>Zeigt sich hier ein Nebeneffekt der Aush&ouml;hlung der &ouml;ffentlich-rechtlichen Sender?\n<p>Das systemkonforme Kabarett ist ein Nebenprodukt der absichtlichen Aush&ouml;hlung &ouml;ffentlich-rechtlicher GEZ-Sender. Formal werden &bdquo;seri&ouml;se Berichterstattung&ldquo; und &bdquo;Kabarett-Infotainment&ldquo; angeboten, aber Etikett und Inhalt sind bekanntlich im Falle des Lugs und Trugs nun mal nicht deckungsgleich. <\/p><\/li>\n<li>Geht es um den Applaus einer zunehmend angepassten Mehrheit?\n<p>Laut dem Psychiater und Psychoanalytiker Hans-Joachim Maaz leben wir einer normopathischen Narzisstengesellschaft, in welcher die Nicht-Narzissten die Minderheit stellen. Demzufolge sind die &Ouml;RR-Kabarettisten (m\/w) dem Anschein nach ebenfalls narzisstische Pers&ouml;nlichkeiten, welche ihren &bdquo;moralischen Narzissmus&ldquo; (Begriff des Psychiaters Raphael Bonelli in Bezug auf den Extremismus der Klimakleber) als politisch korrekte Kleinkunst ausleben. Der Applaus der zunehmend angepassten Mehrheit ist folglich der sich selbst lobenden normopathischen Narzisstengesellschaft geschuldet. <\/p><\/li>\n<li>Ist der Wunsch, dazuzugeh&ouml;ren, so unglaublich gro&szlig;, dass das Nachdenken davon blockiert wird?\n<p>Die &Ouml;RR-Kabarettisten (m\/w) handeln m&ouml;glicherweise nach dem Motto &bdquo;Sich lieber mit der angepassten Mehrheit geirrt und die Existenz bewahrt haben, als mit der unangepassten Minderheit recht gehabt und die Existenz verloren haben&ldquo;. Provokante Gegenfrage: Sind die &Ouml;RR-Kabarettisten (m\/w) nicht auch eine Art Negativauslese, wie wir sie beispielsweise in der Politik, in der Wissenschaft oder im Mainstream-Journalismus vorfinden? Ich meine ja, leider, gemessen an ihren Taten und Worten der letzten Jahre. <\/p><\/li>\n<\/ol><p>Helmut Schmidt sagte einmal: &bdquo;In der Krise beweist sich der Charakter.&ldquo; Die &Ouml;RR-Kabarettisten (m\/w) haben bisher mit staatsnahen Gratismut-Parolen und Bekenntnissen zur politisch korrekten Haltung zu den gegenw&auml;rtigen Krisenthemen &bdquo;ihr Bestes&ldquo; zur Sendezeit gegeben. <\/p><p>Ich hoffe, dass ich mich in Ihrem Verst&auml;ndnis kurzgefasst habe. Und vielen herzlichen Dank f&uuml;r Ihre wertvolle journalistische Arbeit! <\/p><p>Mit besten Gr&uuml;&szlig;en. Michael B.<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>162. Leserbrief<\/strong><\/p><p>War seit Anbeginn Zuschauer der &bdquo;Mitternachtsspitzen&ldquo;, die letzte Sendung ersch&uuml;tterte mich total. Der Generationswechsel, welcher altersbedingt dort vollzogen wurde, ist der Sendung nicht bekommen. Siebert ist in die Spur B&ouml;hmermanns getreten, als &bdquo;Staatskomiker&ldquo;. Tsch&uuml;ss WDR!<\/p><p>Siegmar Lorenz<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>163. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Mehrere Gr&uuml;nde werden es wohl sein: Angst vor einem Shitstorm schlecht informierter und manipulierter Main-Stream-Medien Nutzer. Angst vor Auftrittsabsagen oder Boykott durch Veranstalter oder lokaler Politiker ( Uwe Steimle) HG Butzko sagte mir in einem Pausengespr&auml;ch auf die Frage warum er nicht mehr auf den NDS zu finden sei, diese seien nach rechts abgedriftet. Volker Pispers oder Georg Schramm w&auml;ren mal zu befragen, oder was die wohl sagen w&uuml;rden. <\/p><p>Mit freundlichem Gru&szlig;, Frank Giesen-Jacobs<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>164. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Lieber Herr M&uuml;ller, liebes NDS-Team, <\/p><p>ich sehe das so: Die g&auml;ngigen Kabarettisten, die mit den &ouml;ffentlich-rechtlichen Rundfunk- und Fernsehsendern und den Privatsendern verbandelt sind, sind sp&auml;testens seit dem sogenannten &bdquo;Russischen Angriffskrieg gegen die Ukraine&ldquo; keine Kabarettisten mehr. Schon einige Jahre vorher erlebte das deutsche Kabarett einen starken Niedergang, sp&auml;testens seit den Corona-Lockdowns. Die &bdquo;Neue Normalit&auml;t&ldquo; bedeutet, dass man nicht mehr alles sagen kann\/darf, da man sonst erhebliche berufliche und\/oder private Nachteile riskiert &ndash; im schlimmsten Fall bisher Kontosperrung oder Gef&auml;ngnis. <\/p><p>Das Kabarett hat vorher stets die Obrigkeit verspottet. Dies gilt nicht mehr in diesen tr&uuml;ben Zeiten. Stattdessen sind die Beitr&auml;ge bestenfalls zur Comedy verkommen, im schlimmsten Fall &ndash; und das ist leider die Mehrheit &ndash; so beleidigend und unterirdisch, dass man den Witz darin vergeblich sucht. Au&szlig;erdem sind die j&uuml;ngeren sogenannten Kabarettsendungen schon gleich als Comedy gestartet, wie Christian Ehrings &bdquo;extra 3&ldquo; oder Jan B&ouml;hmermanns &bdquo;ZDF Magazin Royal&ldquo; und dessen Vorg&auml;nger &bdquo;Neo Magazin Royal&ldquo;. Lange vor dem Stellvertreter-Krieg in der Ukraine wurden diese Formate zunehmend russophober. Die mal sehr renommierte &bdquo;Anstalt&ldquo; wurde schon lange vorher immer flacher und unkritischer. <\/p><p>Dagegen werden die echten Kabarettisten zunehmend unter Vorw&auml;nden wie z.B. Putin-Versteher, Rechter, Antisemit, Querdenker als &bdquo;umstritten&ldquo; abgestempelt, was ihnen die Auftrittsm&ouml;glichkeiten auf der B&uuml;hne erschwert, z.B. Lisa Fitz, Uwe Steimle; stattdessen finden viele Auftritte im Internet statt. <\/p><p>Hoffnung macht mir z.B. die Petition von Sahra Wagenknecht und Alice Schwarzer, die heute oder morgen wohl die 750.000 Unterschriften erreichen wird und die dazugeh&ouml;rige 50.000 Menschen starke Demonstration in Berlin. Die w&uuml;tenden und v&ouml;llig unsachlichen bis zutiefst beleidigenden Reaktionen des Mainstreams auf Sahra Wagenknecht und Alice Schwarzer zeigen, dass wir wohl richtig liegen&hellip; <\/p><p>Mit herzlichen Gr&uuml;&szlig;en, Iris Ellen Altmann <\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>165. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Guten Tag, <\/p><p>nach der Ausstrahlung der Mitternachtsspitzen war ich so w&uuml;tend, dass ich eigentlich einen Artikel &uuml;ber den Niedergang des deutschen Kabaretts schreiben und Ihnen, sofern er Ihren Qualit&auml;tskriterien entsprochen h&auml;tte, &uuml;berlassen wollte. Ich bin etwas &uuml;ber 40 Jahre alt und verdanke einen Teil meiner politischen Bildung dem Kabarett im Radio und Fernsehen (vor allem im WDR). Daher bin ich besonders entsetzt, nun, da meine linken &bdquo;Helden&ldquo; reihenweise &bdquo;fallen&ldquo;. Ich verstehe Kabarett nach wie vor als links. Leider ist mir eine heftige Grippe dazwischengekommen. <\/p><p>Aber zur Umfrage: Ich denke, f&uuml;r die Anpassung gibt es mehrere Gr&uuml;nde.<\/p><p>Wie andere Leser bei Facebook kommentieren: &bdquo;Wes Brot ich ess&rsquo;, des Lied ich sing&ldquo;, oder auch &bdquo;Erst kommt das Fressen, dann kommt die Moral&ldquo; &ndash; also wirtschaftliche Gr&uuml;nde d&uuml;rften seit Anfang 2020 eine Rolle spielen, angesichts abgesagter Touren wegen der Pandemieregeln. Da waren gut honorierte Auftritte oder laufende Reihen im &Ouml;RR-TV schon ein guter Grund, sich selbst zu zensieren. K&uuml;chenpsychologisch erkl&auml;rt d&uuml;rfte ein weiterer Grund f&uuml;r die Mitl&auml;ufer in Sachen Pandemie und Ukraine au&szlig;erdem vielleicht noch der Gruppendruck sein, lt. Medien gibt es ja nur noch einige wenige zul&auml;ssige Meinungen. <\/p><p>F&uuml;r die Angriffe auf Wagenknecht gibt es meines Erachtens mehrere Gr&uuml;nde: zum einen ihr Buch &bdquo;Die Selbstgerechten&ldquo;, von denen die meisten ihrer jetzigen Kritiker in der Branche sich wohl angesprochen f&uuml;hlten &ndash; die finden wohl, Genderei und Sprechverbote w&auml;ren &bdquo;links&ldquo; &ndash; und das offenbar zu Recht. Und zum zweiten d&uuml;rfte Wagenknechts Aussage, die Partei Die Gr&uuml;nen w&auml;re die zurzeit gef&auml;hrlichste Partei im Bundestag, das Fass wohl zum<br>\n&uuml;berlaufen gebracht haben, auch wenn alle Zahlen (Inflation, sinkende Durchschnittsl&ouml;hne usw.) ihr recht geben (wobei man hier einwenden k&ouml;nnte, das w&auml;re zu viel der Ehre, da die Ampel noch aus SPD und FDP besteht&hellip;) <\/p><p>Um ein paar Namen zu nennen: neben Figuren wie Simon und Siebert, Tobias Mann, den beiden aktuellen Anstaltsleitern, Schroeder, der uns&auml;glichen Bosetti (die allerdings nichts mit Kabarett am Hut hat), fr&uuml;her auch Pufpaff und den in letzter Zeit ebenfalls entt&auml;uschenden Priol, J&uuml;rgen Becker und sein Texter Dietmar Jacobs und Schmickler gibt es sie noch, die<br>\nLeute, die sich nicht verbiegen lassen: Aus dem konservativen Lager Nuhr (ja, von dem gibt es erstaunlicherweise inzwischen den einen oder anderen guten Text) und Eckhart, aus dem &ndash; nach meinem Verst&auml;ndnis &ndash; eher linken nat&uuml;rlich Anny Hartmann, HG Butzko, Rene Sydow, Hagen Rether, mit Abstrichen auch Arnulf Rating und Simone Solga &ndash; von denen einige aus Gr&uuml;nden eben keine oder nur wenige &Ouml;RR-Radio- oder TV-Auftritte bekommen. Lisa Fitz und Uwe Steimle sind der NDS-Leserschaft ja bekannt. <\/p><p>Volker Pispers und Georg Schramm werden schmerzlichst vermisst, ebenso wie die seligen<br>\nMatthias Beltz und Dieter Hildebrandt. <\/p><p>Vielen Dank f&uuml;r die unerm&uuml;dliche Aufkl&auml;rungsarbeit der NachDenkSeiten!<br>\nMichael Hantke<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>166. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Lieber Herr M&uuml;ller, <\/p><p>kurz zu meinem Hintergrund: Ich (Jahrgang 1954) interessiere mich seit den 70er-Jahren des vergangenen Jahrhunderts f&uuml;r das politische Kabarett &ndash; Schwerpunkt Dieter Hildebrandts &bdquo;Scheibenwischer&ldquo;. Ich habe &uuml;ber die vergangenen Jahrzehnte neben vielen anderen Kabarettsendungen ca. 150 Sendungen des &bdquo;Scheibenwischers&ldquo; aufgezeichnet und hatte diverse von diesen auch mal auf der g&auml;ngigen US-amerikanischen Plattform, die wir ja alle kennen, ver&ouml;ffentlicht. Bis zu 61 Sendungen waren es im Laufe von gut drei Jahren, die insgesamt fast 700.000 Aufrufe erhielten. Im September des letzten Jahres gr&auml;tschte dann der von uns allen finanzierte &ouml;ffentlich-rechtliche &bdquo;rbb&ldquo; dazwischen und sperrte aus &bdquo;urheberrechtlichen Gr&uuml;nden&ldquo; die weitere Verbreitung &ndash; sinnigerweise aber nur in Deutschland, &Ouml;sterreich, der Schweiz, Luxemburg und Liechtenstein. Ein Schelm, wer sich bei dieser &bdquo;Auswahl&ldquo; etwas denkt! Ich kann mir denken, dass auch unter Ihren Lesern viele sind, die meinen Kanal schon besucht haben &ndash; vielleicht sogar sie selbst. Naja&hellip; jedenfalls habe ich daraufhin resigniert und die &bdquo;Scheibenwischer&ldquo;-Sendungen gel&ouml;scht. Nun sind diese Sch&auml;tze wie fr&uuml;her auch nur noch in meinem eigenen Bestand, und das bedaure ich zutiefst. <\/p><p>Ich schildere das deshalb so ausf&uuml;hrlich, weil ich schon f&uuml;r mich in Anspruch nehme, ein sogenannter Kenner der politischen Kabarett-Szene zu sein. Nat&uuml;rlich habe ich mir seit l&auml;ngerer Zeit Gedanken dar&uuml;ber gemacht, warum sich alles so ver&auml;ndert hat. Aus meiner Sicht begann alles mit der &bdquo;C-Zeit&ldquo; &ndash; von dort an wandelten sich die Dinge. Gut, bzw. nat&uuml;rlich nicht gut, erinnere ich mich an eine &bdquo;Anstalt&ldquo;, wo man sich &uuml;ber die Frisur von Dr. Wolfgang Wodarg lustig machte, anstatt sich mit inhaltlichen Dingen auseinanderzusetzen. In &bdquo;meiner&ldquo; Anstalt! Ich war echt geschockt damals. Mit den &bdquo;Mitternachtsspitzen&ldquo; setzte sich das fort. Unter anderem entwickelte sich Wilfried Schmickler, der ja damals noch zum Ensemble geh&ouml;rte, immer mehr zu einem scheinmoralischen Emp&ouml;rungsfanatiker, welcher &uuml;ber die b&ouml;sen &bdquo;Querdenker&ldquo; herzog. Und so ging es immer weiter &ndash; mehr und mehr Beitr&auml;ge in immer mehr Sendungen waren ein echter Schock f&uuml;r mich. Seit mehreren Jahren schaue ich mir das auch gar nicht mehr an, und wenn mir das jemand vor f&uuml;nf Jahren prophezeit h&auml;tte, h&auml;tte ich ihn f&uuml;r komplett verr&uuml;ckt erkl&auml;rt. <\/p><p>Und was macht das Kabarett jetzt, wo immer mehr die L&uuml;gen um die Geschehnisse seit 2020 deutlich werden &ndash; was tut sich jetzt? Nix! W&auml;re es nicht ein gefundenes Fressen f&uuml;r wirkliche Kabarettisten, dieses aufzuarbeiten und vielleicht auch mal einzur&auml;umen, man selbst h&auml;tte sich lange Zeit geirrt? Nix da! Und was tut man anstelle dessen? Putin, Putin, Putin&hellip; &ndash; Sie wissen es ja und haben es hier auch schon einige Male angesprochen. Ich habe mir vor Kurzem die &bdquo;Anstalt&ldquo;-Sendung &uuml;ber die Ukraine von 2014 noch einmal angesehen. Ich w&uuml;rde ja gerne mal wissen, was Uthoff und von Wagner heute &uuml;ber diese Sendung sagen w&uuml;rden&hellip; <\/p><p>Nur wenige haben sich nicht verbiegen lassen &ndash; von den allgemein bekannten in erster Linie Lisa Fitz, Simone Solga, Helmut Schleich und Reiner Kr&ouml;hnert, aber &ndash; jedenfalls teilweise &ndash; auch Mathias Richling. Bei vielen anderen muss man sich in der Tat fragen: Was ist da passiert? Was ist z.B. auch aus Urban Priol geworden? Florian Schroeder tut sich beim Bashen ja auch hervor und kommt dabei auch noch h&ouml;chst arrogant daher. &Uuml;ber Frau Bosetti brauchen wir kein Wort zu verlieren. So manche(r) hat halt auch menschlich offenbart, was man von ihm oder ihr halten darf. Ich wandle mal ein Zitat des gro&szlig;en Henning Venske ab, der hat mal gesagt:<\/p><blockquote><p>\n&bdquo;Sie sind jetzt bis zur Kenntlichkeit entstellt.&ldquo;\n<\/p><\/blockquote><p>Tja, woran liegt&rsquo;s nun? Auff&auml;llig ist ja, dass das Umschwenken seinerzeit relativ schnell erfolgte. Und der Grund daf&uuml;r? Intellektuelle &Uuml;bersch&auml;tzung? Okay, bei vielen wohl schon. Aber bei einem Konstantin Wecker? Bei einem Volker Pispers (der war seinerzeit zwar nicht mehr aktiv, hatte sich aber entsprechend ge&auml;u&szlig;ert)? Kann ich mir nicht vorstellen. Was ist es dann? Anweisungen der Sendeanstalten an die Redaktionen, was die Inhalte angeht? Tja, kann schon sein. Aber w&auml;re so etwas im Laufe der Zeit dann nicht mal an die &Ouml;ffentlichkeit emporgesickert? Und welcher &bdquo;echte&ldquo; Kabarettist w&uuml;rde sich denn so etwas vorschreiben lassen? Hmm, wieso muss ich gerade jetzt wieder an Dieter Hildebrandt denken&hellip; <\/p><p>Nun, vielleicht ist aber alles auch viel profaner, und es w&uuml;rde ein Blick auf diverse Kontoverbindungen gen&uuml;gen. Wir wissen ja alle: Die &bdquo;C-Zeit&ldquo; war besonders auch im kulturellen Bereich finanziell sehr hart. &Uuml;ble Verschw&ouml;rungstheorie, ich wei&szlig;. Und da wir nat&uuml;rlich auch keine M&ouml;glichkeit bekommen werden, entsprechende Blicke zu t&auml;tigen, er&uuml;brigen sich weitere Spekulationen. <\/p><p>Herzliche Gr&uuml;&szlig;e und vielen Dank f&uuml;r die tolle Arbeit an die gesamte Redaktion, <\/p><p>Andreas Lichte<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>167. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Ich vermute, dieser Teil der Satiriker glaubt, so mehr zustimmende Lacher erzielen zu k&ouml;nnen. Es ist auch gut f&uuml;r deren Einkommen. Welch eine Verlockung, mit der Verbreitung von Unwahrheiten viel Geld und Anerkennung zu erreichen. <\/p><p>Mit freundlichen Gr&uuml;&szlig;en, Peter Eberhard<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>168. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Liebes NDS-Team, <\/p><p>seit Herbst 2021 ging das Trommelfeuer der Einheitsmedien los mit Hetze und Unterstellungen an Russland. Mir schl&auml;gt diese Propaganda auf den Magen &ndash; deshalb verzichte auf Nachrichtensendungen und politische Dokus. Satire-Sendungen waren ein guter Ersatz (z.B. &bdquo;Mitternachtsspitzen&ldquo;, die guten Recherchen von &bdquo;Die Anstalt&ldquo;, bis hin zur &ldquo;heute-show&rdquo;). Diese Sendungen gleiten jedoch immer mehr in Richtung Mainstream-Propaganda ab, sodass sie auch ungenie&szlig;bar werden &ndash; leider! In der Hoffnung, etwas brauchbaren Inhalt zu finden, schaue ich diese Sendungen nur noch in der Mediathek an. Dort habe ich die M&ouml;glichkeit, den ungenie&szlig;baren Inhalt sofort zu &uuml;berspielen. <\/p><p>Wieso konnte es zu diesem Qualit&auml;tsverlust kommen? Meines Erachtens kommt von den Eigent&uuml;mern der Medienanstalten (staatliche oder private) der entsprechende Druck. Jeder, der den Sendeplatz nicht verlieren will, hat sich an bestimmte Vorgaben zu halten bzw. diese umzusetzen. Es wird einfach nach dem Kontaktschuldprinzip verfahren (mit gravierenden Folgen):<\/p><blockquote><p>\n&bdquo;(&hellip;) Durch diese Kultur des Misstrauens wird systematisch die Meinungsvielfalt untergraben, von der eine demokratische Gesellschaft lebt. Personen, die auf diese Weise abgestempelt werden, m&uuml;ssen um ihr Ansehen und unangenehme Folgen f&uuml;r ihre berufliche Karriere bangen. Aus dieser Angst heraus entwickelt sich zunehmend ein Distanzierungswahn, der die gesamte &ouml;ffentliche Debatte von der Politik &uuml;ber die Wirtschaft bis hin zu Kunst, Kultur und Medien durchzieht.&ldquo;\n<\/p><\/blockquote><p><a href=\"https:\/\/www.bedeutungonline.de\/was-ist-kontaktschuld-bedeutung-definition-erklaerung\/\">bedeutungonline.de\/was-ist-kontaktschuld-bedeutung-definition-erklaerung\/<\/a><\/p><p>Gut, dass es wenigstens NDS gibt! <\/p><p>Freundliche Gr&uuml;&szlig;e, B. Schmitt<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>169. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Sehr geehrter Herr M&uuml;ller,<\/p><p>der Verfall des Kabaretts fiel mir auch auf. Die Anstalt ist nur noch kalter Kaffee, leider. Aber warum ist das so? Wir k&ouml;nnen nur Indizien deuten. Es muss ein Befehl vorliegen. Wes Brot ich ess, des Lied ich sing. Wahrscheinlich scheuen sich viele Kabarettisten, den schwierigen Pfad von Uwe Steimle zu beschreiten. Man bleibt lieber auf dem seichten Weg der materiellen Sicherheit. Rein &ouml;konomisch kann man das ja verstehen, aber passt dann der Beruf dazu? Die Kabarettisten haben&lsquo;s nicht leicht.<\/p><p>Viele Gr&uuml;&szlig;e, J&uuml;rgen Dreher<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>170. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Geehrte NDS# ler,<\/p><p>nicht nur Wahlen, auch Kabarett und Satire w&auml;ren verboten, wenn sie etwas ver&auml;ndern w&uuml;rden. Auch K&ouml;nige und F&uuml;rsten hatten ihre Narren. Sofern sie nicht nur Scheinkritik am Herrscher &uuml;bten, sondern f&uuml;r Aufkl&auml;rung sorgten, wurden sie &bdquo;entsorgt&ldquo;. In den letzten Monaten ist vieles, was schon immer vorhanden war, in aller Deutlichkeit hervorgetreten. Kabarett und Satire waren schon immer, cum grano salis, machterhaltend. H&auml;ufige Ausnahme in der BRD war die &bdquo;Anstalt&ldquo;. <\/p><p>Warum deren Macher nun auch wie tote Fische nicht mehr gegen, sondern mit dem Strom schwimmen, kann ich mir nur mit &ouml;konomischen Gr&uuml;nden erkl&auml;ren. <\/p><p>Gru&szlig;, Michael Kringe<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>171. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Sehen wir uns mal die kaufm&auml;nnische Seite an. Wer vom Publikum lebt, muss sich nach ihm richten. Wer konsumiert Kabarett im Saal? Es sind genau die besserverdienenden Leute, die sich zur Elite z&auml;hlen und von denen wir glauben, dass sie versagt haben. Die freuen sich, best&auml;rkt zu werden. <\/p><p>Stellen sie sich einen Kabarettisten vor, der Wahrheiten erz&auml;hlt und ausgebuht wird. Er ist doch ein armes Schwein. Florian Schroeder ist das neulich passiert. Er hat es sich damit erkl&auml;rt, dass wohl Querdenker im Raum waren. Man stelle sich vor, Querdenker bei einem Kabarettisten! Auch Kabarettisten sind selbstverliebt. <\/p><p>Kabarettisten wie Werner Fink haben damals auch davon gelebt, dass sie ihr Publikum hatten. Aber das hat eben anders gedacht als der Mainstream. Also liegt es vielleicht am Publikum.<\/p><p>A. Hellmann<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>172. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Sehr geehrte Damen und Herren, <\/p><p>Ich denke, da kommen verschiedene Gr&uuml;nde in Betracht. <\/p><p>Zum einen mag es sich bei unbedarften, wenig politisch gebildeten Akteuren durchaus um &Uuml;berzeugungst&auml;ter handeln, die glauben, auf der richtigen Seite zu k&auml;mpfen! (Das best&auml;ndige Diffamierungs-Trommelfeuer aus allen Rohren &ouml;ffentlich-rechtlicher und privater Medien leistet auch auf dieser Ebene ganze Arbeit.) Viele der heute so genannten &bdquo;Kabarettisten&ldquo; sind ja nicht mehr vergleichbar mit einstigen Schwergewichten der Szene (Bspw. Schramm oder Pispers), sondern bestenfalls politisch &uuml;berforderte &bdquo;Comedians&ldquo;. <\/p><p>Zum anderen greifen auch in diesem Umfeld wirtschaftliche Interessen. Wer regelm&auml;&szlig;ig in den TV-Medien pr&auml;sent ist, dem f&auml;llt es zumeist auch leichter, auf begleitenden Tourneen gro&szlig;e Hallen zu f&uuml;llen! Abgesehen davon sieht man aktuell am Beispiel eines Uwe Steimle recht gut, dass es dank Cancel-Culture schnell problematisch werden kann, &uuml;berhaupt Veranstalter und gr&ouml;&szlig;ere Hallen zu finden und auch zu halten, sobald man &bdquo;ungeb&uuml;hrlich&ldquo; vom vorgegebenen Kurs abweicht.<\/p><p>In der Geschichte unserer freundlichen Republik war es nie zuvor gef&auml;hrlicher (in wirtschaftlicher Hinsicht), eine eigene, unangepasste Meinung zu vertreten, da trennt sich auch unter Kabarettisten gerade die Spreu vom Weizen! <\/p><p>MfG, Georg Piorr<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>173. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Sehr geehrter Herr M&uuml;ller, <\/p><p>die Anpassung der deutschen Kabarettisten zum Regierungssprecher ist erschreckend. Kein kritischer Ton gegen&uuml;ber der Politik, im Gegenteil. Das deutsche Kabarett von fr&uuml;her, wie M&uuml;nchner Lach- und Schiessgesellschaft oder Komm&ouml;dchen aus DUS waren Klassiker des politischen Kabaretts. Heute nur noch nachplappern von Halbwahrheiten oder sogar L&uuml;gen.<\/p><p>Ich hoffe, es kommen wieder bessere Tage. <\/p><p>Mit freundlichen Gr&uuml;&szlig;en, J&ouml;rg Schlegel<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>174. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Liebes NDS-Team, <\/p><p>mir ist mit dem Weggang von Ekkehard Sieker von der Anstalt 2020 aufgefallen, wie sich die Anstalt von Folge zu Folge dem Regierungskurs anpasste &ndash; zeitgleich mit den restlichen Kabarett- und Satiresendungen. Die Anstalt hatte ja ein gro&szlig;es Ansehen im Kabarett. Es war also keine gro&szlig;e &Uuml;berraschung, dass viele andere Kabarett- und Satiresendungen mit ihren Kabarettisten das Gleiche machten wie die Anstalt &ndash; bis auf den Zyniker Dieter Nuhr, der schon immer auf Regierungskurs war oder zumindest die neoliberale Ideologie in wohlgeformten Worth&uuml;lsen am Leben hielt. <\/p><p>Diese Anpassung wurde dann mit der Coronakrise endg&uuml;ltig abgeschlossen. Die Kabarettisten, die noch R&uuml;ckgrat hatten, wurden rausgemobbt bzw. gecancelt. <\/p><p>Dass sich allerdings jetzt auch noch Christoph Sieber unterordnet, erstaunt mich. Denn es ist gar nicht mal so lange her, da hat Sieber in dem Crowdfunding-Dokumentarfilm &bdquo;Wahlen&ldquo; teilgenommen &ndash; neben unter anderem Daniele Ganser, Paul Schreyer, Daniela Dahn, Ernst Wolff und anderen, die von den etablierten Medien und deren Konsumenten regelm&auml;&szlig;ig als Verschw&ouml;rungstheoretiker bezeichnet werden. Dort hat er den ach so besorgten B&uuml;rger gespielt, der sich angeblich um die Demokratie Sorgen machen w&uuml;rde. <\/p><p>Es scheint mir auch so, dass die Planungen, die Kabarett- und Satiresendungen gleichzuschalten, ab der Krimkrise begonnen haben. Gleichzeitig mit den neuen Gesetzen zur Bek&auml;mpfung von &bdquo;Hatespeech&ldquo;, Fake-News und das massenhafte Auftreten von sogenannten Faktencheckern, die unter anderem vom Steuerzahler finanziert werden. <\/p><p>LG, E<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>175. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Sehr geehrter Herr Albrecht,<\/p><p>Sie beklagen ausdauernd, d.h. nicht erst seit gestern, Kabarett und Satire w&uuml;rden in heutigen Zeiten ihrem eigentlichen Auftrag (sinngem&auml;&szlig;) nicht nachkommen, da sie &uuml;berwiegend die Meinung der Regierung unterst&uuml;tzen. Haben Sie eine entsprechende Definition von Kabarett und Satire zur Hand, aus der die von Ihnen erwartete\/geforderte &bdquo;Leitlinie&ldquo; von Kabarett und Satire hervorgeht? Die gibt es nicht, genau. Gesellschaftskritisch ja, aber regierungskonform: Nein.<\/p><p>Sie benennen einige Hypothesen bez&uuml;glich des &bdquo;Warum&ldquo; (Einknicken vor der Regierung, dazugeh&ouml;ren wollen etc.), die auf der Hand liegende bzw. naheliegendste benennen Sie hingegen nicht. <\/p><p>Es wird sehr wahrscheinlich so sein, dass das Gros der Kabarettisten und Satiriker Wagenknecht und Schwarzer bzw. deren Anliegen\/Haltung tats&auml;chlich kritisch gegen&uuml;berstehen. Und tats&auml;chlich auch l&auml;cherlich finden, entsprechend machen sie sich &uuml;ber sie lustig. Und dem Regierungskurs deshalb folgen, weil sie diesen tats&auml;chlich eher richtig finden. Den Regierungskurs finden sie also nicht l&auml;cherlich, entsprechend machen sie sich nicht &uuml;ber die Regierung lustig. <\/p><p>Ganz einfach also alles und gar nicht so kompliziert, wie Sie es hier &ndash; vorgeblich &ndash; darzustellen versuchen. Dasselbe galt im &Uuml;brigen auch f&uuml;r andere Themen wie z.B. die Coronaschutzma&szlig;nahmen und deren Gegner\/Kritiker.<\/p><p>Bernt Kusche<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>176. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Kurzhinweis<\/p><p>Die Corona(politik) als Einfallstor f&uuml;r diese Kehre von juste-milieu-TV-Satire linksliberaler Pr&auml;gung in staatstreues Irgendwas hei&szlig;t f&uuml;r mich: keine ZDF-Anstalt, kein WDR-Becker, kein Priol und diverse andere mehr: was noch im &Ouml;R geht, sind Dieter Nuhr und BR-Schleich. Das war&lsquo;s.<\/p><p>H. Heine<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>177. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Liebes NDS-Team, <\/p><p>Zun&auml;chst einmal herzlichen Dank f&uuml;r ihre unerm&uuml;dlichen Beitr&auml;ge, die hoffentlich irgendwann mal auch bei der zurzeit wegen Staatstreue tauben deutschen Bev&ouml;lkerung auf offene Ohren sto&szlig;en, wenn diese Ohren nicht mehr durch die st&auml;ndige Staatspropaganda belegt sind.<\/p><p>Schon direkt mit Beginn der Corona-Ma&szlig;nahmen fing es an und zieht sich in die Ukraine-Krise: Die sog. Satiriker und Kabarettisten haben ihre Aufgabe und Arbeit eingestellt und verstehen sich bis auf wenige Ausnahmen als Staatssprachrohr. Sehr, sehr traurig.<\/p><p>Bleiben sie bitte am Ball. <\/p><p>Liebe Gr&uuml;&szlig;e, Leo Oks <\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>178. Leserbrief<\/strong><\/p><p>&hellip;Geld regiert die Welt. Ich bin tats&auml;chlich der Meinung, dass die Verelendung des K&uuml;nstlervolks w&auml;hrend der Coronazeit dieses noch weiter korrumpiert hat. <\/p><p>VG, Anne Michael<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>179. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Lieber Her M&uuml;ller, <\/p><p>warum so viele ins Lager der Angepassten abgleiten? Ich denke, es geht haupts&auml;chlich ums Geld. Wer ein falsches Wort sagt, wird schnell rausgeschmissen. Habe ich zuletzt am Beispiel Uwe Steimle beobachtet. Wenige haben den Charakter standzuhalten, wie Steimle, Lisa und Michael Fitz und sicher auch noch ein paar andere. <\/p><p>In den letzten 30 bis 40 Jahren sind in allen Gesellschaftsbereichen die Jasager, Angepassten nach oben gesp&uuml;lt worden. Warum soll das in der Unterhaltungsbranche anders sein? Meine Diagnose zum Zustand der Gesellschaft, nicht speziell des Kabaretts: Orientierungslosigkeit, fehlende geistige Basis. Die innere Leere wird durch Konsumsucht kompensiert. Ob das neoliberale System sich diese bequemen Konsumsklaven z&uuml;chtet, oder ob die innere Leere das neoliberale System hervorbringt? Ein typisches Henne-Ei-Problem. Nicht zu vergessen wirtschaftliche Not bei vielen Menschen und eine menschenverachtende Arbeitswelt, die den meisten kaum erlaubt, &uuml;ber den n&auml;chsten Tag hinaus zu denken. <\/p><p>&Uuml;brigens, die Namen der von Ihnen genannten Kabarettisten sind mir durchweg unbekannt. Bis vor etwa zwei Jahren hab ich noch gern &bdquo;die Anstalt&ldquo; gesehen. Urban Priol, den ich sehr gesch&auml;tzt habe, ist schon vorher von meinem Schirm verschwunden. Georg Schramm und Volker Pispers haben sich verabschiedet, bevor die allgemeine Qualit&auml;t den Bach runter ging. <\/p><p>Ich habe keine Tagesschau, kein &bdquo;Heute&ldquo;, nicht Talkshows, kein &bdquo;Unterschichtenkabarett&ldquo; (frei nach Harald Schmidt). Ich habe die NachDenkSeiten (vermisse in letzter Zeit Beitr&auml;ge von den Fitzens). <\/p><p>Herzliche Gr&uuml;&szlig;e, Rolf Henze<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>180. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Man kann diese Kabarettisten nur als gro&szlig;e Ent-T&auml;uschungen (!) sehen &ndash; im positiven Sinne: Man sollte sich generell davon verabschieden, von dieser Art der Unterhaltung &ndash; und nichts anderes bieten diese Unterhaltungsk&uuml;nstler &ndash; einen Bewusstseinswandel beim Publikum hin zum Besseren zu erwarten. Diejenigen, bei denen das Bewusstsein schon vorhanden ist, werden nur best&auml;tigt, die anderen schauen sowieso nicht hin. Ist schon bei Pispers aufgefallen, &uuml;brigens auch ihm selbst, als er noch auftrat, da hat er sich zum Anfang seiner Auftritte stets &uuml;ber sein Publikum in diesem Sinne lustig gemacht.<\/p><p>Wir haben uns in ihnen get&auml;uscht, jetzt sind wir ent-t&auml;uscht, gut so! <\/p><p>T. Karsten, Berlin<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>181. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Liebe Nachdenkseiten,<\/p><p>ich habe mich fr&uuml;her intensiv f&uuml;r Kabarett\/Comedy interessiert. Ich beobachtete etwa im November 2020 (&bdquo;Weihnachtslockdown&ldquo;), dass die letzten kritischen Stimmen wie &bdquo;Die Anstalt&ldquo; (sozusagen geschlossen, um im Bild zu bleiben), auf Linientreue umgeschwenkt sind. Zumindest bei den Themen Corona, Ukraine bleiben sie alle innerhalb des staatlichen Narrativs. Ich meine, aus purer Angst um die &bdquo;Karriere&ldquo; beim Staatsfunk, wenn ich z. B. das Geschehen bei Lisa Fitz betrachte. Bei den &Ouml;ffentlich-Rechtlichen haben doch etwa Redakteure wie Ole Skambraks (SWR) oder Katrin Seibold (ZDF) gar den Dienst quittiert, weil sie das nicht mehr mitmachen wollten. Schon vor L&auml;ngerem war von einem &bdquo;Klima der Angst in den Redaktionen&ldquo; die Rede (Pfarrer Fliege). <\/p><p>Entweder wurden die ehemaligen Kabarettisten eingenordet. Wohl eher merken sie aber selbst, dass die Meinungs- und Pressefreiheit (Netzwerkdurchsetzungsgesetz oder Versch&auml;rfung der Strafgesetze hinsichtlich Meinungs&auml;u&szlig;erungen zu russischer Aggression) immer weiter zur&uuml;ckgedr&auml;ngt wird. Helmut Schleich hat sich in dem Sinne ge&auml;u&szlig;ert, dass man auch im Kabarett inzwischen vorsichtig sein m&uuml;sse; so ist m. E. seine Kritik an unseren &bdquo;transatlantischen Freunden&ldquo; geschickt verpackt bzw. nicht zu direkt.<\/p><p>Herzliche Gr&uuml;&szlig;e, Franz Simeth<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>182. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Sehr geehrter Herr M&uuml;ller, <\/p><p>ich erkl&auml;re mir die Angepasstheit der vielen Kabarettisten damit, dass die meisten w&auml;hrend der Corona-Hochzeit ebenfalls die Regierungsmeinung vertreten und verteidigt haben. Mit der Beibehaltung dieser Linie m&ouml;chten sie verdeutlichen, dass die Regierung damals recht hatte und heute hat. Damit m&uuml;ssen sie heute nicht eingestehen, in der Coronazeit unkritisch gewesen zu sein und Unrecht vertreten zu haben.<\/p><p>Ein weiterer Grund d&uuml;rfte sein, dass viele Kabarettisten immer schon politisch links-gr&uuml;n orientiert sind. Indem sie nun ideologisch, insbesondere die gr&uuml;nen Regierungsmitglieder, unterst&uuml;tzen und deren offensichtliche Unf&auml;higkeit, Fehler nicht ansprechen, d&uuml;rften sie das Ziel haben, damit deren Macht erhalten zu wollen. Hauptgrund der Kabarettisten d&uuml;rfte sein, wie oben, sich nicht eingestehen zu m&uuml;ssen, wom&ouml;glich politisch falsch orientiert gewesen zu sein.<\/p><p>Auff&auml;llig ist auch, dass die gr&ouml;&szlig;te Anzahl der angepassten Kabarettisten aus den alten Bundesl&auml;ndern stammt. Sie zeigen eine scheinbar blinde Gefolgsamkeit der amerikanischen Regierungspolitik und eine naive &ndash; weil wohlstandsverw&ouml;hnt, ohne Mangelerfahrung &ndash; Sicht in die Zukunft, sozusagen nach dem Motto &bdquo;Bis jetzt ist ja alles gut gegangen.&ldquo;<\/p><p>Mit freundlichen Gr&uuml;&szlig;en, Holger Heinze<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>183. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Liebes Nachdenkseitenteam! <\/p><p>Erstmal herzlichen Dank f&uuml;r Ihre unerm&uuml;dliche Aufkl&auml;rungsarbeit! F&uuml;r mich einer der kleinen Anker, um in diesen verr&uuml;ckten Zeiten nicht durchzudrehen. <\/p><p>Was ist los mit der deutschen Kabarettszene? Diese Frage besch&auml;ftigt mich schon seit L&auml;ngerem. Diese Entwicklung begann schon weit vor Corona, so meine Einsch&auml;tzung. Man m&uuml;sste daf&uuml;r vielleicht ein wenig in die Geschichte schauen, vor allem in die nach dem Zweiten Weltkrieg. <\/p><p>In den Anfangsjahren war in beiden deutschen Staaten das Ensemblekabarett mit Nummernprogrammen noch vorherrschend. In der DDR war das bis zur Wende 1989 immer noch gang und g&auml;be. In der BRD entwickelte sich das nach und nach in Richtung Solok&uuml;nstler, was sicherlich mit der hier vorherrschenden Gesellschaftsordnung zu tun hatte. W&auml;hrend im Westteil Deutschlands die Satire eher in Richtung Holzhammermethode verlief, man konnte eigentlich sagen, was man wollte, ob es die Empf&auml;nger interessierte, sei dahingestellt. Mit nur wenigen Ausnahmen hatten die K&uuml;nstler Narrenfreiheit. Wie war es nun im Osten? Wie schon gesagt, Ensemblearbeit. <\/p><p>Hier sah es schon ein wenig anders aus, sich kritisch zu &auml;u&szlig;ern. Es musste genau &uuml;berlegt sein, um nicht Auftrittsverbot oder &Auml;hnliches zu riskieren. Dabei war man findig und eignete sich eine subtilere Sprache und auch einen selbigen Umgang mit den Beh&ouml;rden an. Ein &auml;hnliches Ph&auml;nomen finden wir in der Unterhaltungsmusik der DDR. Es hie&szlig; f&uuml;r den Kunstinteressierten, zwischen den Zeilen zu lesen. Der Vorteil der Ensemblearbeit bestand darin, dass die Programme zusammen erarbeitet wurden. Da schlugen auch mit Sicherheit Meinungen aufeinander. So inspirierte man sich aber gegenseitig und erschuf so ein gemeinsames Werk. Fazit daraus, Narrenfreiheit gab es so nicht, aber die k&uuml;nstlerische Freiheit war daf&uuml;r umso gr&ouml;&szlig;er. <\/p><p>Wie sah es nun im Westen aus? Im Vergleich zur DDR, wo Kabarett gr&ouml;&szlig;tenteils von Laiengruppen gepr&auml;gt war und die Profis in festen Ensembles engagiert, hie&szlig; es in der BRD, sich damit seinen Lebensunterhalt zu verdienen, was ja per se nicht schlecht ist, aber dazu f&uuml;hrte, andere Kollegen als Konkurrenz zu sehen. Die Gefahr der Selbst&uuml;bersch&auml;tzung war dadurch auch gegeben. Keine Kollegen, die einem auf die Finger hauen und einen wieder auf den Boden der Tatsachen bringen. In dem Drang, die Karriereleiter steil aufzusteigen, verliert man den Blick auf das Wesentliche und ist somit anf&auml;lliger f&uuml;r Manipulation und Instrumentalisierung. <\/p><p>Nun kommen wir zu einem viel schwierigeren Aspekt, der vielen &auml;lteren Kabarettisten bestimmt zu schaffen macht und ihnen schlaflose N&auml;chte bereitet. Das Kabarett im Westen hat sich im gesellschaftlichen Kontext gr&ouml;&szlig;tenteils &bdquo;links&ldquo; verordnet. Ich setzte mal links bewusst in Anf&uuml;hrungszeichen, da wir dieses Rechts-Links-Denken eigentlich &uuml;berwinden wollen. Das haben uns die letzten Jahre gelehrt.<\/p><p>Damit begann man schon, die Gesellschaft zu spalten, und es wurde auch als Deckm&auml;ntelchen verwendet, die Agenda einer Neuen Weltordnung, die uns jetzt &uuml;berdeutlich offenbart wird, in Gang zu setzten. Ich denke hier nur an die &acute;68er, Marsch durch die Institutionen, antiautorit&auml;re Erziehung&hellip; Alles nur Show, Ablenkung, Manipulation mit dem Ziel, die Gesellschaft zu spalten. Das zu erkennen, ist sehr schmerzhaft und l&auml;sst einem das Weltbild zusammenbrechen. Die einen ziehen sich zur&uuml;ck, die anderen fallen in kognitive Dissonanz. &Uuml;brig bleiben die, die schon immer unbequem waren, sich nicht instrumentalisieren lie&szlig;en, im Stande waren, selber zu denken und nicht irgendeiner Ideologie hinterhergerannt sind, nur um einen pers&ouml;nlichen Vorteil zu generieren. <\/p><p>Und wie schaut es mit der ostdeutschen Kabarettszene aus? Da ging es nicht um links oder rechts, sondern darum, denen da oben den Spiegel vorzuhalten und gesellschaftliche Missst&auml;nde aufzuzeigen. Da sehe ich einen gro&szlig;en Unterschied, der sich bis heute bemerkbar macht. Die alte Kabarettszene ist kaputt und muss von Neuem wieder aufgebaut werden. Es gibt noch ein paar &bdquo;Dinosaurier&ldquo; wie Uwe Steimle, Lisa Fitz und Helmut Schleich, um nur einige wenige von wenigen zu nennen, und einen &uuml;berschaubaren Anteil frischen Blutes wie zum Beispiel Lisa Eckhart und Nikolai Binner, denen zuzutrauen, w&auml;re diese Aufgabe gemeinsam zu meistern. <\/p><p>Ich glaube, es gebe noch viel dazu zu sagen, w&uuml;rde aber den Rahmen sprengen. Mit Sicherheit gibt es einige Leser, die noch andere interessante Ans&auml;tze daf&uuml;r haben. Das hier Geschriebene ist nur das, was mir pers&ouml;nlich gerade durch den Kopf gegangen ist, und ich hoffe, ich konnte damit einen kleinen Beitrag dazu leisten, den Ursachen des Versagens des deutschen Kabaretts auf den Grund zu gehen. <\/p><p>W&uuml;nsche Ihnen allen weiterhin viel Gl&uuml;ck und Erfolg f&uuml;r Ihre Arbeit und verabschiede mich mit herzlichen Gr&uuml;&szlig;en aus Berlin, <\/p><p>Ihr Peter R&ouml;ntgen!<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>184. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Wer bezahlt diese Staatskabarettisten? Wenn die Politik die Journaille von ARD und ZDF bezahlt und diese dann Kabarettsendungen machen&hellip;<\/p><p>Viele Gr&uuml;&szlig;e, H. Elsner<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>185. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Lieber Albrecht M&uuml;ller, <\/p><p>bei Sarah Bosetti schalte ich schon seit geraumer Zeit spontan weg, da &uuml;berrascht mich nichts mehr. Sarah Bosetti erscheint mir manchmal wie die sofort nach Geburt getrennte Zwillingsschwester von Annalena Baerbock. Altklug und naseweis gleichzeitig! <\/p><p>&Uuml;ber die letzten Mitternachtsspitzen war ich entsetzt, insbesondere &uuml;ber den Beitrag von Philip Simon, auf den ich bisher gro&szlig;e St&uuml;cke gegeben hatte. Ich kann mir die unterw&uuml;rfige Anpassung vieler Kabarettisten nur mit nackter Existenzangst erkl&auml;ren. <\/p><p>Nach den massiv fehlenden Einnahmen aufgrund der Zwangsma&szlig;nahmen wegen SARS-CoV-2 f&uuml;rchten viele um weitere Auftritte und damit fehlende einnahmen, wenn sie frank und frei ihren Standpunkt beibehalten. Es haben nicht alle das Stehverm&ouml;gen von Lisa Fitz, Lisa Eckhart und ein paar wenigen anderen. An kritischen Themen sollte es nicht mangeln! <\/p><p>Herzliche Gr&uuml;&szlig;e, Horst Wandersleben<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>186. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Hallo,<\/p><p>ich freue mich &uuml;ber jeden, der f&uuml;r Friedenspolitik eintritt. Meine Meinung ist fast zu 100 Prozent die von Sahra Wagenknecht und ihrem Ehemann. <\/p><p>Leider muss ich feststellen, dass meine eigenen Kinder und 90 Prozent meiner Freunde die Kriegspolitik der Amerikaner vertreten, die eindeutig gegen unsere Sicherheit und gegen unsere wirtschaftlichen Interessen gerichtet ist.<\/p><p>Wie ist das zu erkl&auml;ren: Die Propaganda der Amerikaner beherrscht unsere Medien. Der Wunsch dazuzugeh&ouml;ren ist wichtiger als alles andere. Mir den W&ouml;lfen heulen. Keiner will ein Au&szlig;enseiter sein. Das hat unsere ganze Gesellschaft erfasst.<\/p><p>Viele Gr&uuml;&szlig;e, Walter Fuchs <\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>187. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Sehr geehrter Herr M&uuml;ller, <\/p><p>es gibt verschiedene Gr&uuml;nde daf&uuml;r, warum das Kabarett in Deutschland mehrheitlich einen regierungsfreundlichen Kurs in Sachen des Ukraine-Konflikts an den Tag legt.<\/p><p>Ein Grund ist darin zu suchen, dass die so agierenden Kabarettisten auf die Engagements durch die &ouml;ffentlich-rechtlichen Sendeanstalten angewiesen sind. Wie hei&szlig;t es im Volksmund: &bdquo;Wes Brot ich ess, des Lied ich sing&ldquo;. Hier wird mit Sicherheit Druck von den verantwortlichen Redakteuren von ARD und ZDF, aber auch den werbebasierten Sendeanstalten aufgebaut, eine entsprechende Darbietung der Ereignisse rund um den Ukraine-Konflikt zu pr&auml;sentieren. Schon w&auml;hrend der Pandemie war zu beobachten, dass ein Gro&szlig;teil des Kabaretts streng auf Regierungskurs lag. Das war im &Uuml;brigen der Probelauf f&uuml;r das jetzige Vorgehen im Ukraine-Konflikt. <\/p><p>Das Narrativ hierzulande zum Ukraine-Konflikt lautet verk&uuml;rzt wie folgt: &bdquo;Wir im Westen sind die Guten, und Russland mit Putin ist der B&ouml;se&ldquo;. Russland ist der Aggressor und ist v&ouml;lkerrechtswidrig in die Ukraine einmarschiert, und somit sind alle Mittel erlaubt, um Russland in die Schranken zu weisen. Diese moralische &Uuml;berh&ouml;hung, die sinnbildlich durch die Au&szlig;enministerin Baerbock verk&ouml;rpert wird, f&uuml;hrt dazu, dass jeder, der eine andere Meinung vertritt, zwangl&auml;ufig in die Defensive gedr&auml;ngt wird. Er riskiert sogar, als Faschist gebrandmarkt zu werden. Um das zu verhindern, begeben sich viele in das Lager der Regierungsbef&uuml;rworter, eine Art sicherer Hafen, auch wenn sie tief im Innern ein gewisses Grummeln versp&uuml;ren. Man nennt dieses Ph&auml;nomen auch &bdquo;mit den W&ouml;lfen heulen&ldquo;. So ger&auml;t so mancher Kabarettist in den Strudel eines kaum mehr nachzuvollziehenden Bellizismus. <\/p><p>Die Ratio wird ausgeschaltet, eine seri&ouml;se Berichterstattung wird durch puren Meinungsjournalismus ersetzt. <\/p><p>Zum Schluss noch ein Beitrag der Volker Pispers &bdquo;warum Putin der B&ouml;se ist &ndash; und wir die Guten sind&ldquo;<\/p><p><a href=\"https:\/\/www.youtube.com\/watch?v=hylztQ8-pVM\">youtube.com\/watch?v=hylztQ8-pVM<\/a><\/p><p>Dieser Beitrag erkl&auml;rt, wie Machstrukturen funktionieren und welche Einflussagenten &ndash; vernehmlich von den USA gesteuert &ndash; auch in der deutschen Kulturszene ihre Finger mit im Spiel haben. Wir hier in Deutschland werden systematisch auf ein Kriegsszenario vorbereitet. Von Kriegswirtschaft ist bereits die Rede. Und der n&auml;chste Konflikt steht schon vor der T&uuml;r: USA-China. Das deutsche Kabarett schwingt sich schon ein auf eine zumindest chinakritische Darbietung ihrer k&uuml;nstlerischen Freiheit.<\/p><p>Herzliche Gr&uuml;&szlig;e, W.B.<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>188. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Ich mach&rsquo;s ganz kurz&hellip; &bdquo;Wess Brot ich fress, dess Lied ich sing&ldquo;, altes deutsches Sprichwort. <\/p><p>Ich glaube, hier wird redaktioneller Druck ausge&uuml;bt. Ob die betreffenden Personen direkt mit Jobverlust oder der Einstellung des Sendeformates konfrontiert werden, kann ich nicht absch&auml;tzen. Wenn man aber aus Angst, gecancelt zu werden (was ja in der Corona-Zeit schon vorgekommen ist), im vorauseilenden Gehorsam (meiner Meinung nach eine typisch deutsche Eigenschaft, siehe auch &bdquo;Der Untertan&ldquo;, in dem man viele Parallelen finden kann) Staatskabarett macht, ist das zwar menschlich nachvollziehbar, zeugt aber nicht von Zivilcourage.<\/p><p>Jetzt findet das statt, was man den &bdquo;Ossis&ldquo; nach der Wende zum Vorwurf machte. Man sagte, sie h&auml;tten vor der Obrigkeit gebuckelt, sie w&auml;ren gekrochen und m&uuml;ssten den aufrechten Gang erst einmal erlernen. Ich vermisse diesen aufrechten Gang bei den ehemaligen Belehrenden. War wohl doch nur Schadenfreude und Gerede, denn wenn man ehrlich ist, ist ein staatstreues Leben sehr viel angenehmer, man eckt nicht an, verbaut sich nicht seine Karriere und kommt gut durch die Zeit. <\/p><p>Ich meide mittlerweile solche Sendungen&hellip;<\/p><p>Marco Adler<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>189. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Wess&rsquo; Brot ich ess&rsquo;, des Lied ich sing&hellip;<\/p><p>Politik als Gesch&auml;ftsmodell, Informationsfreiheit als Gesch&auml;ftsmodell, Kultur als Gesch&auml;ftsmodell&hellip; Wen wunderts? Die Nutznie&szlig;er dieses Systems, von Caritas bis Rheinmetall, von Welt bis Taz, von der Anstalt bis Siebert, halten den ma&szlig;geblichen Entscheidern die Stange, klar, sie h&auml;ngen ja am andern Ende&hellip; Mit der Freiheit eines Selbstversorgers schicke ich euch einen aktuellen Text von mir:<\/p><p><strong>Die M&ouml;rder sind &uuml;ber uns<\/strong><\/p><p>Rachitische Knaben<br>\nIn Camouflage<br>\nIch seh sie jetzt &ouml;fter<br>\nIm Regionalzug<br>\nBlass, mit Tornister<br>\nAuf Achse. Wohin gehts?&nbsp;<br>\nDie Front, r&uuml;ckt sie n&auml;her?&nbsp;<br>\nKanonen sind hungrig<\/p><p>Im Himmel die Kr&auml;hen<br>\nRufen. Wer h&ouml;rt sie?&nbsp;<br>\nVerstiegen im Dunst<br>\nDie M&ouml;rder, die M&ouml;rder<br>\nDie M&ouml;rder, seit jeher<br>\nSind&nbsp;<br>\n&Uuml;ber uns<\/p><p>Es sind gute Zeiten<br>\nF&uuml;r Panzer, Kanonen<br>\nDie Todeskonzerne&nbsp;<br>\nHab&rsquo;n Hochkonjunktur<br>\nDer Tod l&auml;sst ekstatisch<br>\nDen Aktienkurs tanzen<br>\nDa tr&ouml;pfelt, gewiss doch<br>\nNach unten was durch<\/p><p>Im Himmel die Kr&auml;hen<br>\nRufen. Wer h&ouml;rt sie?&nbsp;<br>\nVerstiegen im Dunst<br>\nDie M&ouml;rder, die M&ouml;rder<br>\nDie M&ouml;rder, seit jeher<br>\nSind&nbsp;<br>\n&Uuml;ber uns<\/p><p>Und wieder folgt jetzt<br>\nDie schweigende Mehrheit<br>\nDen Herren zur vorerst<br>\nZur letztbesten Schlacht<br>\nUnd wieder morden<br>\nSie alle, die Braven<br>\nDie nicht die Folgen<br>\nDes Schweigens bedacht<\/p><p>Im Himmel die Kr&auml;hen<br>\nRufen. Wer h&ouml;rt sie?&nbsp;<br>\nVerstiegen im Dunst<br>\nDie M&ouml;rder, die M&ouml;rder<br>\nDie M&ouml;rder, seit jeher<br>\nSind&nbsp;<br>\n&Uuml;ber uns<\/p><p>Verdammt, soll es wieder<br>\nUnd wieder geschehen<br>\nKein Staat hat das Recht, uns<br>\nZum Morden zu zwingen<br>\nSteht auf und sagt NEIN<br>\nDas Leben allein, ist<br>\nGrund genug nicht<br>\nIhre Hymnen zu singen<\/p><p>Herzlichen Gru&szlig; an euch und danke f&uuml;r den Versuch, die Hintergr&uuml;nde zu erhellen.<\/p><p>Sigi Becker<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>190. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Sehr gesch&auml;tztes NDS-Team,<\/p><p>danke f&uuml;r das wichtige &bdquo;Nebenthema&ldquo;. Ich habe mein schleichendes Desinteresse an bestimmten Kabarettsendungen schon vor Corona versp&uuml;rt. Zwar hat &bdquo;Die Anstalt&ldquo; noch immer gute Recherchen geliefert, aber mit der Zuspitzung des Ukrainekrieges noch vor dem 24. Februar 2022 (und mit Corona) verschwanden nach und nach die Mahner des Friedens. Mit Volker Pispers ist wohl der Aufrichtigste von der B&uuml;hne abgetreten.<\/p><p>Tja, was k&ouml;nnten die Gr&uuml;nde sein? Verbl&ouml;dung, Geldgier, Existenzsangst oder nur ein einseitiger Geschichtsunterricht? Kabarett ist wichtig f&uuml;r die Seele in diesem trostlosen Gehetze. Deshalb hole ich mir meine Hoffnungsrationen beim Wegscheider oder dem Steimle. Und bei Lisa Fitz. Gern nehme ich auch weitere Empfehlungen entgegen.<\/p><p>Ansonsten ratloses Kopfsch&uuml;tteln.<\/p><p>Martina Lippelt<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>191. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Sehr geehrter Herr M&uuml;ller,<\/p><p>Sie schreiben und fragen genau die Punkte an, die mir und auch meiner Frau durch den Kopf gegangen sind, als wir uns die letzten &bdquo;Mitternachtsspitzen&ldquo; angesehen haben. Ich verweise auf meinen gerade geschriebenen Leserbrief an Tobias Riegel zu seinem Beitrag <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=94699\">J&auml;mmerliches &bdquo;Kabarett&ldquo;: TV-Satiriker sch&uuml;tzen die Kriegspolitik<\/a>. Sieber und Simon schienen wie umgewandelt. Ich habe mich gefragt, ob sie eine Gehirnw&auml;sche bekommen haben. <\/p><p>Ich kann mir diese Einlassungen der K&uuml;nstler nicht erkl&auml;ren. Man m&uuml;sste sie mal pers&ouml;nlich danach fragen. Ob man aber eine ehrliche Antwort erh&auml;lt, darf bezweifelt werden. Insbesondere auch Urban Priol war ja mit seinem letzten Jahresr&uuml;ckblick eine gro&szlig;e Entt&auml;uschung. So wurden die Gr&uuml;nen in seinem Programm so gut wie nicht kritisiert, und der Terroranschlag auf die Pipeline wurde erst &uuml;berhaupt nicht thematisiert. Ich w&uuml;sste zu gerne, was Georg Schramm zu Priols Auftritt gesagt h&auml;tte. Es scheint so, als ob die Protagonisten Order bekommen h&auml;tten, was sie zu sagen haben, welche Meinung verbreitet werden muss. <\/p><p>Mein Eindruck ist, dass schon seit einiger Zeit kein politisches Kabarett mehr im &Ouml;RR-Fernsehen geboten wird. Die Qualit&auml;t von &bdquo;Scheibenwischer&ldquo; oder der anf&auml;nglichen &bdquo;Anstalt&ldquo; ist nicht mehr gewollt. Was dort geboten wird, ist bestenfalls Comedy. Ich vermute, dass auch die Parteimitglieder, die in entsprechenden Gremien des &Ouml;RR sitzen, ihren Anteil daran haben, denn ich glaube schon, dass sich viele der aktuellen Politiker ertappt und beleidigt f&uuml;hlen, wenn sie oder ihre Klientel demaskiert werden bzw. der deutsche Michel mit zu viel Wissen versorgt wird.<\/p><p>Im NDR gab es die &bdquo;Intensivstation&ldquo;, im MDR gab es die &bdquo;Kanzleramtspforte&ldquo;, im SWR gab es jetzt aktuell die letzte &bdquo;Sp&auml;tschicht&ldquo;. F&uuml;r mich ein Hinweis, dass hier bewusst die Entscheidungen und Zusammenh&auml;nge, wie Politik gegen die Bev&ouml;lkerung gemacht wird, nicht &ouml;ffentlich gemacht werden sollen. Lisa Fitz ist ja ein prominentes Beispiel daf&uuml;r. Aber auch Uwe Steimle durfte ja seine Erfahrungen machen.<\/p><p>In diesem Sinne. Bleiben Sie gesund und alles Gute f&uuml;r Sie und Ihr Team.<\/p><p>Mit freundlichen Gr&uuml;&szlig;en, Ralf Glahn<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>192. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Sehr geehrter Herr M&uuml;ller, sehr geehrte NDS-Redaktion,<\/p><p>die von Ihnen verlinkte Ausgabe der &bdquo;Mitternachtsspitzen&ldquo; vom 8. M&auml;rz scheint im Vergleich zum bisher Gewohnten eher moderat, doch sollte man sich von diesem Eindruck nicht t&auml;uschen lassen. Es mag im Folgendem deutlicher werden, wenn ich meine Gedanken zu den Gr&uuml;nden der Anpassung des Kabaretts &auml;u&szlig;ere. <\/p><ol>\n<li>Repression freier Berufe\n<p>K&uuml;nstler sind wie alle anderen Freiberufler auf ihre Reputation und durch ihre Arbeit an der kollektiven Seele besonders auf die allgemein verbreitete Stimmung angewiesen. Letztere ist jedoch durch umfassende Propaganda kaum noch diskursf&auml;hig. Zus&auml;tzlich erh&ouml;hen drohende Verurteilungen und Kontosperrungen nach &sect; 140 StGB den Druck auf die Kunstschaffenden, und dies, nachdem sie bereits durch die Pandemiepolitik der letzten Jahre zu sp&uuml;ren bekamen, wessen Brot man eigentlich isst. Hinzu kommen Verdr&auml;ngungsversuche, wie sie gerade Frau Prof. Ulrike Gu&eacute;rot erf&auml;hrt. <\/p><\/li>\n<li>Es war schon immer so\n<p>Das politische Kabarett war sp&auml;testens seit den 1970ern von linksliberalen K&uuml;nstlern gepr&auml;gt, hat sich mit der Zeit jedoch etwas ausdifferenziert (z.B. Monika Gruber, Dieter Nuhr usw.). Es liegt also nahe, dass solche K&uuml;nstler f&uuml;r eine Ampelkoalition, d.h. ihre Koalition, auch Stimmung machen. Hinzu kommt sp&auml;testens seit den 2010er-Jahren eine neue Opportunit&auml;t zum Tragen. Diejenigen, die f&uuml;r die Medien arbeiten, sind meist Anh&auml;nger der Gr&uuml;nen, und diejenigen, denen die Medien geh&ouml;ren, sind zumeist F&ouml;rderer der FDP. Und diejenigen, welche Tickets f&uuml;r Kleinkunstabende kaufen, sind i.d.R. in diesem liberal-&ouml;kologistischem Milieu verhaftet. Zudem waren einige Protagonisten dieser Szene schon immer unausstehlich. Es erwischte halt immer nur die &bdquo;Richtigen&ldquo;. So war Florian Schroeder schon immer ein eingebildeter Schn&ouml;sel, der gegen arme Menschen, Katholiken und Bayern hetzte sowie gelegentlich was gegen Nazis brachte. Nun sind es eben &bdquo;Covidioten&ldquo; und &bdquo;Friedensk&uuml;nstler&ldquo;. Das Gleiche gilt f&uuml;r extra3 oder die heute-show. Und Sarah Bosetti hat stets nur usergenerierten Content erzeugt, indem sie sich durch rechte, antifeministische usw. Foren und Facebookgruppen trollte. Die d&uuml;mmsten und peinlichsten Kommentare verarbeitete sie dann zur Kurzprosa, mit der sie sich auf das Ross einer &uuml;berlegenen Moral schwang. Nun trifft es eben &bdquo;Coronaleugner&ldquo; und &bdquo;Putinversteher&ldquo;. <\/p><\/li>\n<li>Nenn mich Schwein und suhl dich im Dreck\n<p>Neben dem Tabu des antifaschistischen Konsenses beinhalten die Querfrontvorw&uuml;rfe auch eine Blindstelle. Im Kern bildet sich die Ampelkoalition um einen liberal-&ouml;kologistischen Block. Dieser wird machtpolitisch von der SPD und der CDU\/CSU flankiert. Was soll das sein, wenn nicht eine besitzb&uuml;rgerliche Querfront? &Auml;hnliche Blindstellen finden sich in den Vorw&uuml;rfen des Antiamerikanismus oder der Ignoranz vor einem angeblichen russischen Imperialismus wieder. Der Kabarettist, der aber von genau diesem B&uuml;rgertum lebt, kann kaum anders, als sich anzupassen. Da wird die Opposition schon mal zum Objekt f&uuml;r Ressentiments. Besonders gut l&auml;sst sich dies an der Fastenrede von Maximilian Schafroth zum diesj&auml;hrigen Starkbieranstich auf dem Nockherberg (leicht in der ARD-Mediathek zu finden) nachvollziehen, auf dem es augenscheinlich zum gro&szlig;en Schulterschluss der bayerischen Elite gekommen ist (mein Eindruck). Hierzu muss man wissen, dass die Deutungshoheit am Nockherberg seit 2007, sp&auml;testens jedoch 2010 umk&auml;mpft war und nun offensichtlich zu Gunsten der regionalen Elite geschlagen wurde. <\/p><\/li>\n<\/ol><p>Die Eliten und ihre Sprachrohre denken also gar nicht erst daran, auf die Opposition zuzugehen. Vielmehr scheint man aus der Coronapolitik gelernt zu haben, indem Begriffe besetzt und Kritiker eingebettet werden. Auf die Coronapeitsche und Kriegshetze folgt nun der Friedenszucker. Frieden bedeutet nicht nur die Abwesenheit von Krieg, sondern auch Ruhe und Ordnung. Aber welche soll das sein? Eine Pax Americana, Russia, Sino, Europae oder Eurasia? Und soll diese global oder erst einmal nur f&uuml;r Europa gelten? Die Eliten wollen die Pax Americana, und sie wollen sie global. Dem halten sie als Gegenpol das Schreckgespenst einer Pax Russia f&uuml;r Europa entgegen. Dieses wird begrifflich mit einer globalen chinesischen Ordnung austauschbar sein. <\/p><p>Mit freundlichen Gr&uuml;&szlig;en, E. A.<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>193. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Hallo, <\/p><p>Ganz einfach: Die Teilnahme an der Medienmatrix sichert Auftr&auml;ge und Einkommen&hellip; <\/p><p>Freundliche Gr&uuml;&szlig;e, R. Sudmann<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>194. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Sehr geehrter Herr M&uuml;ller, <\/p><p>ich halte es grob gesagt f&uuml;r Schw&auml;che, und die ist leider Zeitgeist. <\/p><p>Ich denke, dass nun auch jene Leute, die noch lange durchhielten, vor der Entscheidung standen\/stehen, ihren Beruf an den Nagel zu h&auml;ngen, andere Nachteile sind ebenfalls denkbar, oder sie spielen mit. Menschen, die dann lieber ganz aufh&ouml;ren, auf Geld und Anerkennung verzichten, um sich selbst treu zu bleiben, sind sie demnach nicht. Vor solchen habe ich &uuml;brigens dann auch keine Achtung mehr, und die kommt auch nicht zur&uuml;ck. <\/p><p>Ist meiner Meinung nach das, was es schon vor &uuml;ber 80 Jahren gab. Wo ein Heinz R&uuml;hmann dann doch lieber den Bruchpiloten Quax mimte oder ein Heinrich George im Hitlerjungen Quex aufgetreten ist. Erich K&auml;stner hat lieber auf vieles verzichtet und sich eher &bdquo;unber&uuml;hmt&ldquo; und geschickt &uuml;ber Wasser gehalten. <\/p><p>Hinzu kommt meiner Ansicht nach, dass man im Westteil all das f&uuml;r unm&ouml;glich hielt, wo &bdquo;ihr System&ldquo; doch so gut, so freiheitlich, so demokratisch ist bzw. &bdquo;immer war&ldquo;. Und da sind sicher noch viele dieser &Uuml;berzeugung. Also wurde zu lange diskutiert, appelliert, denen &bdquo;ganz oben&ldquo; Unwissenheit zugutegehalten, geredet, analysiert, w&auml;hrend dort schon lange der Grundstein f&uuml;r das gelegt wurde, was jetzt ist. Begann auch schon wesentlich fr&uuml;her. Und jetzt ist es zu sp&auml;t. &bdquo;Das System&ldquo; hat voll durchgegriffen. Mir hatte es &uuml;brigens die Frage beantwortet, wie es damals so weit kommen konnte. <\/p><p>Die &Auml;lteren, die Generation auch meiner Eltern, kannten sich mit dem noch gut aus, da h&auml;tte es NICHT funktioniert. Aber die sind ja nun schon wirklich fast alle gestorben. Die nach dem Krieg geborene Generation im Westen: gr&ouml;&szlig;tenteils verw&ouml;hnt, verweichlicht, blind und blau&auml;ugig, &uuml;berheblich, auch den Alten gegen&uuml;ber. Das, was nun zeitlich verz&ouml;gert, zwei Generation weiter, im Osten stattfindet, teilweise schon eine Generation davor einsetzte. <\/p><p>Es ist nicht immer gut, wenn einem Not und Leid oder materielle Entbehrung im Leben nie begegnet sind. Es geht arg zu Lasten von St&auml;rke. <\/p><p>Mit freundlichen Gr&uuml;&szlig;en, Ruth<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>195. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Wenn man rechts und links gleichsetzt, bleibt jedem, der da nicht dabei sein m&ouml;chte, nur die Einheitspartei der Mitte. Und den Kabarettist(innen) nur das entsprechende Publikum.<\/p><p>Denn nur dies besucht die Veranstaltungen und verspricht den filternden Medien Quote. Und dann bietet man das halt an &ndash; immer noch besser als Schichtarbeit in der Munitionsfabrik.<\/p><p>Ich empfehle Georg Schramm &ndash; b&uuml;rgerliche Mitte: nicht lustig, aber leider wahr&hellip;<\/p><p>Joachim Hoerenz<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>196. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Sehr geehrte NDS-Redaktion,<\/p><p>ich erkl&auml;re mir das Verhalten der Kabarettisten mit der zunehmenden Polarisierung unseres Landes. Diese hat im Verlauf der Coronapandemie erheblich an Fahrt aufgenommen. Sie wird bestimmt durch die mediengemachte Aktivierung von Stereotypen. Im Rahmen meiner Masterarbeit habe ich w&auml;hrend der Coronapandemie eine den Diskurs bestimmende Manipulationstechnik ausgemacht, die ich Group Detention-Framing (Gruppenhaft-Framing) nenne. Die NachDenkSeiten haben bereits mehrfach auf diesen Vorgang hingewiesen. <\/p><p>Gemeint ist damit, dass Menschen, die Kritik &uuml;ben, einer Gruppe zugeschrieben werden, die zuvor mit gro&szlig;em Aufwand von den Medien diffamiert wurde. Wenn nun jemand ungew&uuml;nschte Kritik &uuml;bt, wird er als Mitglied dieser Gruppe &bdquo;geoutet&ldquo; und fortan, damals passend zu einer Pandemie, als Auss&auml;tziger behandelt. Vor diesen Auss&auml;tzigen empfindet der Mainstream einen regelrechten Ekel, und alles wird getan, um m&ouml;glichst gro&szlig;en Abstand zu ihnen zu halten. Ich glaube tats&auml;chlich, dass dieses Denken durch die Logiken einer Pandemie verst&auml;rkt wurde. Bereits dort wurde sichtbar, dass viele Kabarettisten nicht integer genug sind, um sich dagegen zu wehren. Die Angst, den Job zu verlieren oder als Auss&auml;tziger behandelt zu werden, ist bei vielen einfach zu gro&szlig;. <\/p><p>W&auml;hrend in der allgemeinen Bev&ouml;lkerung eine Schweigespirale, wie Noelle-Neumann sie beschreibt, entsteht, befinden sich die Kabarettisten in einer Emp&ouml;rungsspirale. Es wird sich in Diffamierungen &uuml;berboten, um blo&szlig; nicht zu einem Auss&auml;tzigen zu werden. Es ist wie auf dem Schulhof: Wer nicht mitmacht, l&auml;uft Gefahr, selbst gemobbt zu werden. Im Gegensatz zu Kindern haben aber einflussreiche Erwachsene die Ressourcen, das Leben von unz&auml;hligen Menschen vollst&auml;ndig zu zerst&ouml;ren. Auf mit Worten ausgedr&uuml;cktem Ekel und Hass folgen, wie sich leider schon beobachten l&auml;sst, Taten. Deshalb ist diese Entwicklung brandgef&auml;hrlich.<\/p><p>Viele Gr&uuml;&szlig;e, Felix Genth<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>197. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Dann sollten die kritischen B&uuml;rger Kabarett mit Christoph Sieber, Bosetti, Philipp Simon u.a., die die Kritiker der Regierungslinie diffamieren, meiden und Dieter Nuhr, Dieter Hallervorden, Urban Priol diese o.g. Kabarettisten nicht mehr in ihre Sendungen und Theaterh&auml;user einladen. Boykott gegen all die Kabarettisten, die das Handeln der Regierung bef&uuml;rworten.<\/p><p>Bosetti war mir schon zur Coronazeit ab 2020 schon viel zu regierungsnah und unkritisch. Was das Besch&auml;mende daran ist, ist die Tatsache, dass man die mit der Mainstream-Zwangsgeb&uuml;hr mitbezahlen muss.<\/p><p>Ich guck seit drei Jahren keine Nachrichten mehr von ARD, ZDF u.a. Nur NachDenkSeiten, Rubikon, Weltwoche. Ich habe Manifest f&uuml;r Frieden auch unterst&uuml;tzt. Wagenknecht sollte eine eigene Partei gr&uuml;nden, w&uuml;rde sie sofort w&auml;hlen. Mein Geld seh ich bei denen keinesfalls gut aufgehoben. Geh lieber Essen daf&uuml;r. Niemand sollte mehr GEZ-Zwangsteuer entrichten, alle kritischen B&uuml;rger ihre Einzugserm&auml;chtigungen canceln. Am besten zum 31. M&auml;rz 2023. <\/p><p>Freundliche Gr&uuml;&szlig;e, Michael<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>198. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Liebes NachDenkSeiten-Team,<\/p><p>in &Ouml;sterreich gibt es ein Transparenzportal f&uuml;r die erhaltenen Coronahilfen ab einer festgelegten H&ouml;he. Damit haben sich auch bereits kritische Portale besch&auml;ftigt und die H&ouml;he der F&ouml;rderungen f&uuml;r bestimmte K&uuml;nstler ihren Aussagen zur Impfung\/den Coronama&szlig;nahmen gegen&uuml;bergestellt:<\/p><ul>\n<li><a href=\"https:\/\/www.youtube.com\/watch?app=desktop&amp;v=x112Y05hDak\">youtube.com\/watch?app=desktop&amp;v=x112Y05hDak<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.her-mit-der-marie.at\/funny-money\/\">her-mit-der-marie.at\/funny-money\/<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/transparenzportal.gv.at\/tdb\/tp\/startpage\">transparenzportal.gv.at\/tdb\/tp\/startpage<\/a><\/li>\n<\/ul><p>Ob das mit Deutschland vergleichbar ist, l&auml;sst sich nat&uuml;rlich nur vermuten, da es bei uns keine Transparenz der &bdquo;Coronahilfen&rdquo; gibt. Aber ich finde, es ist trotzdem sehr interessant.<\/p><p>Viele Gr&uuml;&szlig;e, Anonym (Name der Redaktion bekannt)<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>199. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Sehr geehrtes NachDenkSeiten-Team!<\/p><p>Wessen Brot ich ess, dessen Lied ich sing! Sehr gut auch zu beobachten bei unseren Staatskirchen, Rundfunkanstalten&hellip;<\/p><p>Bitte mal die Einzelgeh&auml;lter und Vertr&auml;ge der Protagonisten genau ansehen, manche werden ja auch &ouml;ffentlich, dann sollte es keine Fragen mehr geben. Das Offensichtlichste einer untergehenden Kultur ist die rapide um sich greifende Korruption. Um diese etwas d&uuml;mmlich zu verschleiern, wird versucht, fast die gesamte Gesellschaft mit &bdquo;Energiebeihilfen&ldquo; etc. zum &bdquo;Mitt&auml;ter&ldquo; zu machen.<\/p><p>Gr&uuml;&szlig;e aus Leipzig, Uwe Schneider<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>200. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Sehr geehrter Herr M&uuml;ller,<\/p><p>Nach meiner Meinung verdienen diese Leute nicht die Bezeichnung Kabarettisten. Ich w&uuml;rde sie als Mietm&auml;uler bezeichnen, die nach dem Motto agieren, wessen Brot ich esse, dessen Lied singe ich. In den durch erpresste Beitr&auml;ge finanzierten Sendeanstalten d&uuml;rfen sie streng auf Linie die L&uuml;gen auf den neuesten Stand der Wahrheit verkaufen. Die Gedanken dieser Leute bzw. Mitt&auml;ter sind f&uuml;r mein Empfinden Gehirn-Ausscheidungen. Seit &uuml;ber einem Jahr schaue ich in den &ouml;ffentlichen Medien nichts an und kaufe auch keine Printmedien.<\/p><p>Freundliche Gr&uuml;&szlig;e, Hans Kelleter<\/p><p>&hellip;der mit allen Parteien seine Probleme hat, aber bei den Gr&uuml;nen schon Hass versp&uuml;rt&hellip;<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>201. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Lieber Albrecht M&uuml;ller,<\/p><p>ich habe mich auch gefragt, weshalb das Kabarett derart angepasst und regierungsnah berichtet. Manche Kleink&uuml;nstler, die ich vor Kurzem noch auf meiner pazifistischen Seite w&auml;hnte, erweisen sich entweder als Sprachrohr der Bellizisten oder geben sich unentschieden, unverbindlich. Ein Grund daf&uuml;r d&uuml;rfte marktkonformes Agieren sein: Das Lager der KabarettfreundInnen ist gespalten in ein linkes pazifistisches und in ein pseudolinkes Lager, f&uuml;r das die Bezeichnung &bdquo;NATO-Linke&ldquo; treffend ist. Wer also als Kabarettist in der Kriegsfrage deutlich Position bezieht, muss f&uuml;rchten, einen Teil des Publikums zu verlieren.<\/p><p>Doch von Kabarettisten, die ihr Metier nicht nur als Gesch&auml;ft von Angebot und Nachfrage betrachten, sondern es aus &Uuml;berzeugung und echtem Anliegen betreiben, erwarte ich anderes, und daher ist f&uuml;r mich der Gro&szlig;teil der Kabarettszene eine herbe Entt&auml;uschung. Der Opportunismus vertr&auml;gt sich allerdings gut mit der gr&uuml;n verdorbenen Heinrich-B&ouml;ll-Stiftung, die PARTEIvorsitzender Martin Sonneborn, einer der wenigen Aufrechten, vor einigen Monaten in Heinrich-B&ouml;ller-Stiftung umbenennen wollte. Ein solches Kabarett, das das Lied der M&auml;chtigen und Angepassten singt, braucht niemand.<\/p><p>Wer die konformistischen Beitr&auml;ge &agrave; la Heute-Show und extra3 nicht mehr aush&auml;lt, sollte mal wieder Karl Kraus lesen. Seit den &bdquo;letzten Tagen der Menschheit&ldquo; hat sich schrecklich wenig ge&auml;ndert, leider. H&auml;tte Kraus ein biblisches Alter erreicht, er k&ouml;nnte heute seiner Mammutkom&ouml;die einen weiteren Teil hinzuf&uuml;gen.<\/p><p>Mit herzlichen Gr&uuml;&szlig;en, Udo Bongartz<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>202. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Guten Abend, oh Sie meine geistigen Unterst&uuml;tzer,<\/p><p>nicht des Wahnsinns zu verfallen.<\/p><p>Ja, es ist traurige Wahrheit geworden: Das politische Kabarett ist tot. Urban Priol brachte noch einmal eine ansehnliche W&uuml;rze und Sch&auml;rfe in seine Silvesterauslese, im R&uuml;ckblick 2022, doch auch diese fiel milder und vers&ouml;hnlicher aus als zuvor. Ist es jene Resignation, die einsieht, gegen die Polemik der<em> <\/em><em>Zeitenwenden<\/em> kein Argument vorbringen zu k&ouml;nnen?<\/p><p>Oder ist es gar Zensur, die kritischere Beitr&auml;ge nicht mehr durchwinkt? Ausschlaggebend jedoch wird der vorangegangene Generationenwechsel in der Kabarettistenszene sein!<\/p><p>Dieter Hildebrandt ist lange tot, Georg Schramm und Volker Pispers sind in den wohlverdienten Ruhestand gegangen, ebenso J&uuml;rgen Becker aus K&ouml;ln, der die &bdquo;Mitternachtsspitzen&ldquo; jahrzehntelang vom Karneval in hochwertige Politikkritik gef&uuml;hrt hat, hat sich gleichsam zur&uuml;ckgezogen. Die &Uuml;bergabe jedoch vollzog, ebenso wie im Frauenkabarett der Ladies Night, eine 180-Grad-Wende.<\/p><p>Ebenso ist eine hin zu Comedy und Slam-Poetry-Neuinterpretation tendierende aufkommende Verflachung und personale Individualisierung zu beobachten, die das sogenannte politische Kabarett karikiert und sie selbst lediglich weiterhin mittels Anbiederung durch Freunde der Zeitenwendenpolemik m&ouml;glich erscheinen lassen.<\/p><p>Wenn die Realit&auml;t satirisch die Satire toppt, stirbt sie. Tja, das ist mein trauriger &bdquo;Befund&ldquo; &ndash; zu Ihrem Appell, dass wir Leser Ihrer wunderbaren <em>NachDenkSeiten<\/em> uns doch mal &auml;u&szlig;ern sollen. Vielen Dank daf&uuml;r und f&uuml;r alles.<\/p><p>mfG, Regina Bernat<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>203. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Hallo Herr M&uuml;ller\/NachDenkSeiten, <\/p><p>Kabarettisten leben von Auftritten auf irgendwelchen B&uuml;hnen oder denen im TV, wobei Letztere den Bekanntheitsgrad und damit potenzielle Kartenk&auml;ufe f&uuml;r Erstgenannte steigern. Wer die Prominenz via TV will, liegt besser &bdquo;auf Linie&ldquo;, sonst findet er\/sie im TV nicht mehr statt. Und damit reduziert sich dann auch f&uuml;r den &bdquo;normalen&ldquo; Kabarettisten die M&ouml;glichkeit des Kartenverkaufs f&uuml;r das eigene Programm auf lokalen B&uuml;hnen.<\/p><p>Das &uuml;bliche Kabarettpublikum auf der lokalen B&uuml;hne rekrutiert sich aus der akademischen Schicht, oft auch &ouml;ffentlichem Dienst. Und das sind, wie man dank &bdquo;Corona&ldquo; lernen durfte, diejenigen, die sich am willigsten indoktrinieren lassen. Das kann ich auch direkt in meinem eigenen Bekanntenkreis beobachten: Man liest ausschlie&szlig;lich &bdquo;Qualit&auml;tsmedien&ldquo;, schaut TV fast ausschlie&szlig;lich &Ouml;RR, und alles davon Abweichende ist entweder furchtbar rrrrechts und\/oder Prekariat. Von beidem grenzt man sich scharf und nachdr&uuml;cklich ab. <\/p><p>Wer sich als Kabarettist da in den Wind stellt, sollte besser schon seine Sch&auml;fchen im Trockenen haben, weil die Wahrnehmung der &bdquo;K&uuml;nstler&ldquo; ist, dass der zu erwartende Gegenwind seine Auftrittsm&ouml;glichkeiten austrocknen wird. <\/p><p>Viele Gr&uuml;&szlig;e. Karl-Heinz Kr&auml;mer <\/p><p>PS: Sarah Bosetti hat schon bei &bdquo;Corona&ldquo; Ruhm erlangt durch uns&auml;gliche Hetze.#<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>204. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Lieber Herr M&uuml;ller,<\/p><p>die Erkl&auml;rung f&uuml;r den Exitus des Kabaretts &ndash; soeben hat es auch die Lach- &amp; Schie&szlig; in Schwabing <a href=\"https:\/\/www.nzz.ch\/feuilleton\/lach-und-schiessgesellschaft-die-kabarett-institution-gibt-auf-ld.1729100\">erwischt<\/a> &ndash; ist so einfach wie die Inspektion des Krokodils auf dem Teppich: Das zul&auml;ssige Witzmaterial ist verbraucht. Es gibt fast nichts mehr, wor&uuml;ber zu scherzen w&auml;re, ohne dass der obwaltende Linksfaschismus in allen Facetten und Ecken &uuml;ber den Rhetor herfiele. Kaum noch ein Thema, das nicht mit Korrektheitsvorbehalten belastet w&auml;re.<\/p><p>Die Katze bei&szlig;t sich in den Schwanz: Da der Theaterbesuch generell eingebrochen ist (50 Prozent ist das neue &bdquo;Ausverkauft&ldquo;), steht den verbliebenen Kabarettisten erheblich weniger freies Geld zur Verf&uuml;gung. Sie sind vermehrt auf &ouml;ffentliche Zusch&uuml;sse angewiesen, m&uuml;ssen die Zuschussgeber (= Politiker) bei Laune halten und ihre Aggressivit&auml;tsreste dahin kanalisieren, wo die Politik zufrieden und f&uuml;r Wahlkampfhilfe empf&auml;nglich ist: auf die AfD und alles, was man mit dieser Partei verbinden kann. Das wiederum ist auf die Dauer repetitiv und &ouml;de.<\/p><p>Der kabarettistische Notstand hat breitbasig auch den Karneval erfasst. Spitzenbeispiel: Die Aachener Preisverleihung brachte nur noch gek&uuml;nsteltes Lachen zuwege und war rundherum peinlich.<\/p><p>Und: In einem Religionsstaat gibt es kein Kabarett. Da wir uns auf einen solchen zubewegen (Klimareligion, Kriegsm&ouml;rderei und Milliard&auml;rs-finanzierte Dogmatik als Religionen), ist die Folge absehbar.<\/p><p>Freundliche Gr&uuml;&szlig;e, Alexander G. Roklum<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>205. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Hier ist mir der Postillon aufgefallen. Dauernd antirussische Witze, aber einfache Ziele wie Annalenas H&uuml;pfburg werden geschont.<\/p><p>Martin L&ouml;hnertz<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>206. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Liebes NDS-Team,<\/p><p>die &bdquo;Mitternachtsspitzen&ldquo; war einmal eine meiner Lieblings-Kabarettsendungen. War, nach dem letzten Samstag ist das vorbei. Was sich Philipp Simon und auch Sieber zusammengefaselt haben, war wie ein Schock f&uuml;r mich. Wo soll das hinf&uuml;hren?<\/p><p>Viele Gr&uuml;&szlig;e, Dank und Respekt f&uuml;r Eure tolle und wichtige Arbeit!<\/p><p>Karl Kahrmann<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>207. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Sehr geehrter Herr M&uuml;ller, sehr geehrtes NachDenkSeiten-Team,<\/p><p>wie kann man erkl&auml;ren, dass Kabarettisten wie Sieber, Bosetti, Philip Simon und andere in das Lager der Angepassten abgleiten?<\/p><p>Zuerst war ich wieder einmal entsetzt, als ich las, dass nun auch Sieber abgeglitten ist. Entsetzt dar&uuml;ber, wie viele Kabarettisten sich in die falsche Richtung bewegen und bewegt haben. Die Sendung &bdquo;Die Anstalt&ldquo; tue ich mir seit dieser uns&auml;glichen Anti-Putin-Darbietung nicht mehr an. Kaum fassbar, dass Max Uthoff so in die falsche Richtung gegangen ist.<\/p><p>Das letzte Mal, dass ich &uuml;berhaupt Kabarett im Fernsehen mir angetan habe, war Urban Priol und Tilt 2022. Ich habe keine so genauen Erinnerungen mehr an diesen Auftritt, aber ich glaube, mich erinnern zu k&ouml;nnen, dass Priol nicht derma&szlig;en auf Pr&auml;sident Putin oder Russland eingehauen hat. Ab und an bei seiner Darbietung kann ich mich erinnern, dass ich von der Couch aus mancher seiner &Auml;u&szlig;erungen lauthals widersprochen habe. Das war fr&uuml;her bei Priol nicht n&ouml;tig, zu widersprechen.<\/p><p>Ich tue mir das nicht mehr an. Genauso wie bei den uns&auml;glichen Quassel-Sendungen der Wills, Maischbergers usw. Es ist unertr&auml;glich geworden. Das kostet mich zu viel Nerven.<\/p><p>Ein Grund des Angepasst-seins k&ouml;nnte sein, wes Brot ich esse, des Lied ich sing. Was aber keine Rechtfertigung sein kann, andere Menschen wie Sahra Wagenknecht oder Alice Schwarzer wegen des Einsatzes f&uuml;r Frieden und ein Kriegsende in die &bdquo;Pfanne zu hauen&ldquo;. Das ist dann schon Niedertracht, wegen des &bdquo;Br&ouml;tchengebers&ldquo; die Moral und den Anstand am Fernsehstudioeingang abzugeben.<\/p><p>Eine Konsequenz meinerseits ist, dass ich mir keine DVD oder H&ouml;r-CD der Vortr&auml;ge dieser Damen und Herren mehr kaufen werde &ndash; nichts, aber auch gar nichts mehr werde ich von denen konsumieren.<\/p><p>Was w&uuml;rde wohl ein Georg Schramm jetzt machen? Ein Dieter Hildebrandt, ein Werner Schneyder, ein Henning Venske usw. Sich hoffentlich nicht von dem angebrochenen Wahn einfangen lassen.<\/p><p>Freundliche Gr&uuml;&szlig;e, G. Lange<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>208. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Liebe Nachdenkseiten,<\/p><p>die &bdquo;Echokammer&ldquo; (besser: die riesige Echohalle) des pseudopolitischen Kabaretts incl. seines Publikums hat inzwischen &ndash; nach den bekannten Ausf&auml;llen der &bdquo;Anstalt&ldquo; und dem weichgesp&uuml;lten Priol &ndash; derart an Umfang gewonnen, dass es rational nicht mehr zu erkl&auml;ren ist, sondern nur noch mit der weithin zu beobachtenden Wesensver&auml;nderung der Gespritzten. Prognose: H&ouml;llenfahrt des gesunden Menschenverstands. Leider.<\/p><p>J&uuml;rgen Meyer<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>209. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Sehr geehrter Herr Albrecht M&uuml;ller, <\/p><p>die k&uuml;rzeste Erkl&auml;rung f&uuml;r Ihre berechtigte Klage w&auml;re meines Erachtens die, dass wir in einer immer rigideren Plutokratie leben, die immer mehr von uns erpressbar macht. Deren Folge scheint zu sein, dass die Satiriker aus Existenz&auml;ngsten auf ihre bisher noch in gewissem Ma&szlig;e vorhandene &bdquo;Narrenfreiheit&ldquo; verzichten.<\/p><p>Den Verfechtern dieses Systems liegt wohl die Gier des mehr &bdquo;haben Wollens&ldquo; zugrunde mit der daf&uuml;r geeigneten Ideologie, die auf dem Recht des St&auml;rkeren basiert. Man nennt es auch Sozialdarwinismus oder Kapitalismus. &bdquo;Ist es schon Wahnsinn, so hat es doch Methode.&ldquo; (Goethes Faust?) Ja, wir scheinen uns mehrheitlich in den Untergang treiben zu lassen.<\/p><p>Hiermit gebe ich Ihnen noch meine Antwort auf die &bdquo;Extra3&ldquo;-Satire von Herrn Christian Ehring zur Kenntnis. Darin zitiere ich wiederum eine Schlagzeile einer bei &bdquo;<a href=\"http:\/\/web.de\">web.de<\/a>&ldquo; erschienenen &bdquo;Satire&ldquo;, in deren Eingangstext ein Einstein nachgesagtes Zitat angef&uuml;hrt wurde. U.a. wurde in dem darauffolgenden Text sogar behauptet, Frau Wagenknecht vertrete nur &bdquo;1 %&ldquo;&hellip;<\/p><blockquote><p>\n&bdquo;Die Definition von Wahnsinn ist: Immer wieder das Gleiche zu tun und andere Ergebnisse zu erwarten.&ldquo; (Albert Einstein)\n<\/p><\/blockquote><p>Ja, und genau diesem Wahnsinn scheinen nicht nur die &bdquo;uns&ldquo; vertretenden Politiker, sondern auch unsere &bdquo;Leitmedien&ldquo; im Ukraine-Krieg verfallen zu sein &ndash; wie auch die Autorin dieser &bdquo;Satire&ldquo;.<\/p><p>Sie hauen immer in dieselbe Kerbe und heizen die Gewaltspirale und auch die Spaltung innerhalb unserer Gesellschaft weiter an, indem sie bspw. wie jetzt auch wieder diejenigen diffamieren, die etwas Anderes ausprobieren wollen, um dem &bdquo;circulus vitiosus&ldquo; zu entkommen.<\/p><p>Auch die Talkshows der &Ouml;.R.R. werden meines Erachtens dazu genutzt, einzelne Vertreter einer Gegenposition mit den aus meiner Sicht jedoch &bdquo;dem Wahnsinn Verfallenen&ldquo; zu umringen, um sie als Vertreter einer der aus ihrer Sicht &bdquo;wahnsinnigen&ldquo; Minderheit zu diskreditieren. &ndash; Aber: &bdquo;Wer im Glashaus sitzt, sollte nicht mit Steinen werfen.&ldquo; Und bekanntlich stirbt die Hoffnung zuletzt.<\/p><p>Mit Dank f&uuml;r Ihre Arbeit und die Ihres Autorenteams und herzlich-solidarischen Gr&uuml;&szlig;en,<\/p><p>Johanna Michel-Br&uuml;ning<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>210. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Sehr geehrter Herr M&uuml;ller, sehr geehrte NachDenkSeiten,<\/p><p>&bdquo;Wes Brot ich ess, des Lied ich sing&ldquo;, genau nach diesem Motto handeln doch all die von Ihnen genannten Figuren, werden sie doch sch&ouml;n mit unseren Zwangsgeb&uuml;hren durchgef&uuml;ttert, und da will man es sich sicherlich nicht mit den gleichgeschalteten &Ouml;ffis verderben.<\/p><p>Christoph Sieber brachte es schon vor Monaten in den &bdquo;Mitternachtsspitzen&ldquo; fertig, Putin in &auml;hnlich primitiver Weise anzup&ouml;beln wie einst der genauso uns&auml;gliche Jan B&ouml;hmermann den t&uuml;rkischen Pr&auml;sidenten Erdogan. Seitdem habe ich mich eigentlich &uuml;berwiegend von diesen Sendungen (und dazu muss man leider mittlerweile auch die &bdquo;Anstalt&ldquo; mit Max Utthoff und Claus von Wagner z&auml;hlen) verabschiedet.<\/p><p>Sarah Bosetti fand ich schon immer unertr&auml;glich: Unlustig, besserwisserisch und obendrein sterbenslangweilig, f&uuml;r mich eine Karikatur einer Kabarettistin. Da ihre armselige ZDF-Youtube-Kolumne &bdquo;Bosetti will reden&ldquo; hei&szlig;t, konnte ich es mir nicht verkneifen, sie in der von Ihnen verlinkten Episode auf das f&uuml;r diese Person absolut zutreffende Sprichwort &bdquo;Reden ist Silber, Schweigen ist Gold&ldquo; hinzuweisen.<\/p><p>Zusammengefasst: Diese Leute sind f&uuml;r mich mainstreamkompatible Hofschranzen ohne jedes R&uuml;ckgrat. Aber da ich auch noch etwas Positives an dieser Stelle erw&auml;hnen m&ouml;chte, kann ich allen NDS-Interessierten nur w&auml;rmstens den ehemaligen WDR-Journalisten Friedrich K&uuml;ppersbusch mit seiner Youtube-Reihe K&uuml;ppersbusch.TV empfehlen: witzig, scharfz&uuml;ngig und intellektuell, eine Oase in unserer gleichf&ouml;rmigen Medienw&uuml;ste!<\/p><p>Sch&ouml;nen Gru&szlig;, J&ouml;rg Steinau<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>Anmerkung zur Korrespondenz mit den NachDenkSeiten<\/strong><\/p><p>Die NachDenkSeiten freuen sich &uuml;ber Ihre Zuschriften, am besten in einer angemessenen L&auml;nge und mit einem eindeutigen Betreff.<\/p><p>Es gibt die folgenden E-Mail-Adressen:<\/p><ul>\n<li><a href=\"mailto:leserbriefe@nachdenkseiten.de\">leserbriefe(at)nachdenkseiten.de<\/a> f&uuml;r Kommentare zum Inhalt von Beitr&auml;gen.<\/li>\n<li><a href=\"mailto:hinweise@nachdenkseiten.de\">hinweise(at)nachdenkseiten.de<\/a> wenn Sie Links zu Beitr&auml;gen in anderen Medien haben.<\/li>\n<li><a href=\"mailto:videohinweise@nachdenkseiten.de\">videohinweise(at)nachdenkseiten.de<\/a> f&uuml;r die Verlinkung von interessanten Videos.<\/li>\n<li><a href=\"mailto:redaktion@nachdenkseiten.de\">redaktion(at)nachdenkseiten.de<\/a> f&uuml;r Organisatorisches und Fragen an die Redaktion.<\/li>\n<\/ul><p>Weitere Details zu diesem Thema finden Sie in unserer &bdquo;<a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?page_id=47939\">Gebrauchsanleitung<\/a>&ldquo;.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=94950\">Wie bereits am Montag<\/a> angek&uuml;ndigt, erfolgt hiermit die Ver&ouml;ffentlichung des zweiten Teils Ihrer Leserzuschriften zum Thema Kabarett in Deutschland, zusammengestellt von <strong>Steffen Kiesling<\/strong>. Diese Ver&ouml;ffentlichung reicht bis zur Leserpost-Nummer 210 (!). Unsere gesch&auml;tzte Leserschaft darf sich auf sehr ausf&uuml;hrliche Beitr&auml;ge, interessante Links und sogar Musiktipps zum Thema freuen. Da in der Zwischenzeit noch eine<\/p>\n<div class=\"readMore\"><a class=\"moretag\" href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=95065\">Weiterlesen<\/a><\/div>\n","protected":false},"author":11,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[103],"tags":[],"class_list":["post-95065","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-leserbriefe"],"jetpack_featured_media_url":"","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/95065","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/11"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=95065"}],"version-history":[{"count":5,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/95065\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":95070,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/95065\/revisions\/95070"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=95065"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=95065"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=95065"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}