{"id":9507,"date":"2011-05-20T08:45:16","date_gmt":"2011-05-20T06:45:16","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=9507"},"modified":"2011-05-20T08:45:16","modified_gmt":"2011-05-20T06:45:16","slug":"hinweise-des-tages-1388","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=9507","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>Heute unter anderem zu folgenden Themen: Proteste in Spanien; Euro-Krise; Der deutsche Staat spart zu wenig; Regierung droht Kita-Blamage; Zuviel Herz f&uuml;r M&auml;nner; Wider den Populismus; Der S&uuml;ndenfall der Kassen; Rente mit 69; Zivis hinterlassen gro&szlig;e L&uuml;cken; Warum immer mehr Menschen ihre Krankheit verleugnen; Sexskandal bei Ergo; EU: Trickserei bei Entwicklungshilfe geht weiter; Deutsche Bank finanziert Gaddafis Streubomben; Unter einem schlechten Stern; Krieg in Libyen; G-8 verschleiern mit unseri&ouml;sen Rechentricks nicht eingel&ouml;ste Hilfszusagen; Die &ldquo;Bild&rdquo;-Blase; Oscar-pr&auml;mierte Doku &ldquo;Inside Job&rdquo; auf Blu-ray; Zu guter Letzt: Georg Schramm beim Kleinkunstpreis Baden-W&uuml;rttemberg 2011 (MB\/JB)<br>\n<!--more--><\/p><p>Hier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"#h01\">Proteste in Spanien<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h02\">Euro-Krise<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h03\">Der deutsche Staat spart zu wenig<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h04\">Regierung droht Kita-Blamage<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h05\">Zuviel Herz f&uuml;r M&auml;nner<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h06\">Wider den Populismus<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h07\">Der S&uuml;ndenfall der Kassen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h08\">Rente mit 69<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h09\">Zivis hinterlassen gro&szlig;e L&uuml;cken<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h10\">&bdquo;Ich muss gesund sein&bdquo; Warum immer mehr Menschen ihre Krankheit verleugnen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h11\">Sexskandal bei Ergo:&rdquo;Mordsspa&szlig;&rdquo; mit Prostituierten f&uuml;r die Truppe von Herrn Kaiser<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h12\">EU: Trickserei bei Entwicklungshilfe geht weiter<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h13\">Deutsche Bank finanziert Gaddafis Streubomben<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h14\">Unter einem schlechten Stern<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h15\">Krieg in Libyen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h16\">G-8 verschleiern mit unseri&ouml;sen Rechentricks nicht eingel&ouml;ste Hilfszusagen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h17\">Die &ldquo;Bild&rdquo;-Blase<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h18\">Oscar-pr&auml;mierte Doku &ldquo;Inside Job&rdquo; auf Blu-ray<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h19\">Zu guter Letzt: Georg Schramm beim Kleinkunstpreis Baden-W&uuml;rttemberg 2011<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, <a href=\"\/?p=9507&amp;email=1\">dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin<\/a>.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>Proteste in Spanien<\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>Protestcamps in fast jeder Stadt<\/strong><br>\nTrotz des Verbots der Wahlaufsicht gehen wieder zehntausende Spanier gegen die Regierung auf die Stra&szlig;e. Medien lancieren Verschw&ouml;rungstheorien.<br>\nKein noch so gro&szlig;es Polizeiaufgebot, keine noch so regnerische Gewitternacht und kein Urteil der Wahlkommission k&ouml;nnen die Proteste in Spanien f&uuml;r &ldquo;Echte Demokratie-jetzt!&rdquo; stoppen. In fast allen St&auml;dten wurden Protestcamps errichtet.<br>\nAuf der Puerta de Sol in Madrid kamen am Mittwoch abend erneut &uuml;ber zehntausend Menschen zusammen. L&auml;ngst sind es nicht nur Jugendliche. Familien, Rentner und auch immer mehr Immigranten demonstrieren gegen die Auswirkung der Krise und die politische Klasse. [&hellip;] Konservative Medien sehen hinter den Protesten den langen Arm des Innenministeriums und der Geheimdienste. &ldquo;Das Ph&auml;nomen liegt auf der Linie der arabischen Revolten. Dort wollen sie w&auml;hlen, hier sagen sie, das bringt nichts&rdquo;, trifft der sozialistische Ex-Premier Felipe Gonz&aacute;lez den Geist der Bewegung.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/1\/politik\/europa\/artikel\/1\/protestcamps-in-fast-jeder-stadt\/\">taz<\/a><\/li>\n<li><strong>Spanische Leviten<\/strong><br>\nMadrid, C&aacute;diz, M&aacute;laga am 15. Mai 2011: Trotz Sonne keine Sonntagsstimmung: Landesweit demonstrieren Spanier aus allen Bev&ouml;lkerungsschichten, Akademiker, Bauarbeiter, Studenten, Rentner, Arbeitslose f&uuml;r einen Politik- und Strukturwandel. Zum den Kundgebungen hatte u. a. die B&uuml;rgerrechts &ndash; Organisation &bdquo;Democracia Real YA!&ldquo; (= &bdquo;Echte Demokratie JETZT!&ldquo;), welche ihre Aktivit&auml;ten und Nachrichten, wie viele &auml;hnliche Organisationen auch, stets &uuml;ber Facebook mitteilt.<br>\nQuelle 1: <a href=\"http:\/\/www.freitag.de\/community\/blogs\/buc-caneer\/spanische-leviten-teil-1---hintergruende-zur-iberischen-revolte\">Der Freitag<\/a><br>\nQuelle 2: <a href=\"http:\/\/www.freitag.de\/community\/blogs\/buc-caneer\/spanische-leviten-teil-2---hintergruende-zur-iberischen-revolte\">Der zweite Teil des Artikels (Der Freitag)<\/a><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>Euro-Krise<\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>Entwurf f&uuml;r einen Vertrag zur Einrichtung des Europ&auml;ischen Stabilit&auml;smechanismus (ESM)<\/strong><br>\nQuelle: <a href=\"\/upload\/pdf\/110520_eu_vertragsentwurf_einrichtung_esm.pdf\">Vertragsentwurf Einrichtung ESM [PDF &ndash; 160 KB]<\/a><\/li>\n<li><strong>Rebellion der Eliten<\/strong><br>\nScharfe Kritik an den deutschen Diktaten in der Euro-Krise &uuml;bt ein spanischer Regierungsberater. Wie Jos&eacute; Ignacio Torreblanca, Leiter des Madrider B&uuml;ros des European Council on Foreign Relations (ECFR), in einem aktuellen Pressebeitrag erkl&auml;rt, benutzten einige Staaten, &ldquo;angef&uuml;hrt von Deutschland&rdquo;, die Krise, um anderen souver&auml;nen EU-Mitgliedern ihr Wirtschaftsmodell aufzuzwingen. Werde dies nicht unterlassen, dann werde die EU bald den Ruf genie&szlig;en, den der Internationale W&auml;hrungsfonds (IWF) in den 1980er und 1990er Jahren in vielen L&auml;ndern Asiens und Lateinamerikas gehabt habe: n&auml;mlich ein Werkzeug zum Oktroy sozial &auml;u&szlig;erst sch&auml;dlicher &ouml;konomischer Zwangsprogramme zu sein. Damit riskiere man &ldquo;das Ende Europas&rdquo;. Die gestrige Forderung der deutschen Kanzlerin, Griechenland und weitere Staaten S&uuml;deuropas m&uuml;ssten ihr Renteneintrittsalter deutlich anheben, best&auml;tigt Torreblancas Kritik. Der Madrider Experte &auml;u&szlig;ert den Verdacht, angesichts der boomenden Gesch&auml;fte besonders mit China entwickle sich S&uuml;deuropa f&uuml;r Deutschland zum &ouml;konomischen Ballast, den abzuwerfen man in Berlin nicht mehr ausschlie&szlig;e. Torreblanca warnt vor einem &ldquo;neuen Deutschland&rdquo;, dessen Eliten dabei seien, ihr bisheriges Interesse an Europa zu verlieren.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.german-foreign-policy.com\/de\/fulltext\/58066\">German Foreign Policy<\/a><\/li>\n<li><strong>Ausflug ins Populistische<\/strong><br>\nKanzlerin Angela Merkel prangert an, dass es in den verschuldeten Eurostaaten ein zu fr&uuml;hes Renteneintrittsalter und zu viele Urlaubstage gebe. In der Bev&ouml;lkerung d&uuml;rfte diese Aussage gut ankommen &ndash; doch die Fakten entlarven sie als populistisch.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/geld\/2.220\/angela-merkel-kritik-an-verschuldeten-eurolaender-ausflug-ins-populistische-1.1098887\">S&uuml;ddeutsche Zeitung<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung MB:<\/strong> Da die S&uuml;ddeutsche einen wesentlich gr&ouml;&szlig;eren Verbreitungsradius hat als die Nachdenkseiten, ist es doch sehr sch&ouml;n, dass die Redakteure mit etwas anderer Sprache und wenigen Stunden zeitlicher Differenz zu sehr &auml;hnlichen Kommentaren kommen wie Jens Berger auf den Nachdenkseiten; s. &bdquo;<a href=\"\/wp-print.php?p=9488\">Die Kanzlerin der Stammtische<\/a>&ldquo;<\/em><\/p>\n<p><strong>dazu: Jakob Augstein  &ndash; Merkel tauscht Europa gegen Stammtisch<\/strong><br>\nDie Parolen der Bundeskanzlerin &uuml;ber arbeitsscheue S&uuml;deurop&auml;er sind gef&auml;hrlich. Sie bef&ouml;rdern den europaskeptischen Rechtspopulismus. Und sie sind verlogen: Die deutsche Wirtschaft profitiert von den Schulden der anderen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/politik\/deutschland\/0,1518,763511,00.html\">Spiegel<\/a><\/p><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>Der deutsche Staat spart zu wenig<\/strong><br>\nWelche Rolle soll der Staat in der Wirtschaft &uuml;bernehmen? Dar&uuml;ber diskutieren rund 180 Experten auf dem 10. &ldquo;Munich Economic Summit&rdquo;. Der Gastgeber, Ifo-Chef Hans-Werner Sinn, nennt L&ouml;sungsvorschl&auml;ge schon jetzt im Interview.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.handelsblatt.com\/politik\/konjunktur\/nachrichten\/der-deutsche-staat-spart-zu-wenig\/v_detail_tab_print,4192122.html\">Handelsblatt<\/a>\n<p>\t<em><strong>Anmerkung unseres Lesers M.A.:<\/strong> Wieder einmal stellt Herr Sinn in diesen Interview neoliberales Gedankengut dar, indem er die private Vorsorge in der Zukunft hervorhebt. Dabei braucht er garnicht in die Zukunft zu schweifen. Was passiert, wenn Menschen auf private Vorsorge setzen hat man doch in den letzten zwei Jahren beobachten k&ouml;nnen. Kein Wort &uuml;ber die Risiken die solch eine Vorsorge bedeutet, kein Wort dar&uuml;ber, da&szlig; sich ein Gro&szlig;teil schlicht und ergreifend keine &ldquo;private Vorsorge&rdquo; leisten kann&hellip; Aus den Augen, aus den Sinn.<\/em><\/p>\n<p><em><strong>Erg&auml;nzende Anmerkung MB:<\/strong> Dass Professor Sinn Jahre lang im <a href=\"\/wp-print.php?p=3743\">Aufsichtsrat des Versicherungskonzerns Hypovereinsbank<\/a> sa&szlig; und so viel Geld als gekaufter Experte verdiente, spielt hier offensichtlich keine Rolle. Dabei ist diese Forderung in einem Satz noch harmlos; er <a href=\"\/wp-print.php?p=3211\">fordere vor einigen Jahren die Pflicht-Riester-Rente<\/a> und niemand bei den Medien sch&auml;mte sich daf&uuml;r, das zu &uuml;bernehmen.<\/em><\/p>\n<p><strong>passend dazu: Private Rente bringt immer weniger Rendite<\/strong><br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.welt.de\/finanzen\/altersvorsorge\/article13382444\/Private-Rente-bringt-immer-weniger-Rendite.html\">Welt<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung J.A.:<\/strong> Geistige Verrenkungen, mit denen das v&ouml;llige Scheitern der privaten Altersvorsorge begr&uuml;ndet und besch&ouml;nigt wird.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>Regierung droht Kita-Blamage<\/strong><br>\nDie Bundesregierung l&auml;uft Gefahr, dass es 2013 zu wenig Krippenpl&auml;tze f&uuml;r die Kleinsten gibt und Zehntausende Eltern ihren Rechtsanspruch einklagen. Vor allem in Gro&szlig;st&auml;dten in Westdeutschland zeichnet sich eine Unterversorgung ab. Dies ergibt sich aus einer aktuellen Evaluierung des Finanzwissenschaftlichen Forschungsinstituts im Auftrag des Familienministeriums. L&auml;uft der Ausbau weiter wie bisher, w&uuml;rden dann bis zu 40.000 Betreuungspl&auml;tze f&uuml;r die Ein- bis Dreij&auml;hrigen in Deutschland fehlen. Baden-W&uuml;rttemberg, Niedersachsen und Bremen werden nach Einsch&auml;tzung der Forscher das Ausbauziel von 35 Prozent kaum mehr erreichen. Auch Bayern d&uuml;rfte es binnen den n&auml;chsten drei Jahren schwerlich schaffen, f&uuml;r jedes dritte Kind unter drei Jahren eine Betreuung zu realisieren. Damit droht der Regierung ausgerechnet im Jahr der Bundestagswahl eine politische Pleite, wenn sich ihr Krippen-Versprechen als unhaltbar herausstellen sollte.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.ftd.de\/politik\/deutschland\/:ausbau-des-betreuungsangebots-regierung-droht-kita-blamage\/60054249.html#utm_source=rss2&amp;utm_medium=rss_feed&amp;utm_campaign=\/politik\">FTD<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>Zuviel Herz f&uuml;r M&auml;nner<\/strong><br>\nGoslars Gleichstellungsbeauftragte wurde abberufen<br>\nAm Dienstag abend berief der Goslarer Stadtrat die bisherige Gleichstellungsbeauftragte Monika Ebeling ab. Ein erweitertes Jobverst&auml;ndnis wurde der Sozialdemokratin zum Verh&auml;ngnis. Ebeling setzte sich n&auml;mlich auch f&uuml;r M&auml;nner ein. [&hellip;]<br>\nViel zu lange sei Gleichstellungsarbeit ausschlie&szlig;lich aus der Perspektive der Frauen betrachtet und umgesetzt worden, sagte Ebeling vor der Ratssitzung. Sie stehe deshalb &raquo;f&uuml;r eine moderne Gleichstellungspolitik des Miteinanders von M&auml;nnern und Frauen&laquo;. Dies bedeute keinesfalls, da&szlig; eine spezielle Frauenf&ouml;rderung nicht mehr angesagt sei. &raquo;&Uuml;berall da, wo Frauen benachteiligt sind, ist sie gefordert. Das Gleiche gilt aber eben auch f&uuml;r Benachteiligung von M&auml;nnern.&laquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.jungewelt.de\/2011\/05-19\/045.php\">Junge Welt<\/a>\n<p><strong>dazu: Entlassene Gleichstellungsbeauftragte im Gespr&auml;ch &ndash; &ldquo;M&auml;nner werden benachteiligt&rdquo;<\/strong><br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/karriere\/entlassene-gleichstellungsbeauftragte-im-gespraech-maenner-werden-benachteiligt-1.1099088\">S&uuml;ddeutsche Zeitung<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung Jens Berger:<\/strong> Warum nennt man dann die &bdquo;Gleichstellungsbeauftragte&ldquo; nicht wieder &bdquo;Frauenbeauftragte&ldquo;?<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Wider den Populismus<\/strong><br>\nStudie zu Familienarmut r&auml;umt auf mit Klischee von faulen Arbeitslosen, die an ihren Kindern sparen [&hellip;]<br>\nDas Klischee vom faulen, schmarotzenden und verwahrlosten Hartz-IV-Empf&auml;nger ist auch deshalb so hartn&auml;ckig, weil es sich schwer widerlegen l&auml;&szlig;t. Als Opfer st&auml;ndiger Diffamierungen ziehen Betroffene eher versch&auml;mt den Kopf ein, als Einblicke in ihren oft bedr&uuml;ckenden Alltag zu geben. Von besonderem Wert ist deshalb eine neuere Studie des Diakonischen Werks Braunschweig und der Stiftung Braunschweiger Kulturbesitz, die Ende April vorgelegt wurde. Laut Initiatoren handelt es sich dabei um die &raquo;wohl umfangreichste Untersuchung zum Thema Familienarmut, die in den letzten f&uuml;nf Jahren auf kommunaler Ebene durchgef&uuml;hrt wurde&laquo;. In ihrem Rahmen haben 311 Familien mit geringem Einkommen, die ALG II, Sozialgeld, Sozialhilfe, Wohngeld oder Kinderzuschlag erhalten, in umfassenden Interviews ihre Lebenswirklichkeit zur Sprache gebracht.<br>\nDie Erhebung &raquo;Wirksame Wege &hellip; gestalten&laquo;, r&auml;umt dabei mit einer Reihe g&auml;ngiger Vorurteile auf. Dazu geh&ouml;rt jenes, wonach Eltern im Leistungsbezug vornehmlich an ihren Kindern sparen w&uuml;rden. Gefragt nach den Dingen, auf die wegen Geldmangels verzichtet werde, steht der Bedarf der Kinder mit einer Nennung von 24 Prozent auf dem letzten von 14 Rangpl&auml;tzen. Zu den am h&auml;ufigsten genannten Verzichtskategorien z&auml;hlen dagegen Urlaub (93 Prozent), Kleidung (89), Kulturangebote (88), Geschenke (70), Sport (64) und Fortbewegung (62). Immerhin noch 58 Prozent der Befragten machen Abstriche bei Kaffee, Alkohol und Zigaretten. Damit m&uuml;&szlig;te sich auch das Zerrbild vom saufenden, rauchenden, vor dem Fernseher lungernden Familienvaters erledigt haben.<br>\nQuelle 1: <a href=\"http:\/\/www.jungewelt.de\/2011\/05-19\/043.php\">Junge Welt<\/a><br>\nQuelle 2: <a href=\"http:\/\/www.diakonie-braunschweig.de\/opencms\/export\/sites\/DiakonischesWerk\/_system\/Organisation\/DW-Geschaeftsstelle\/Dateien\/2011-04-19_Wirksame_Wege_-_Broschxre.pdf\">Wirksame Wege&hellip; gestalten [PDF &ndash; 4.6 MB]<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Der S&uuml;ndenfall der Kassen<\/strong><br>\nDas Verhalten der Krankenkassen gegen&uuml;ber den Versicherten der City BKK ist h&auml;sslich: Die Kassen wollen mit den Armen, Alten und Siechen der insolventen City BKK n&auml;mlich nichts zu tun haben.<br>\nDie Private Krankenversicherung ist der Inbegriff des Unsozialen. Nur wer jung, reich und gesund ist, ist willkommen. Wer arm ist, bleibt sowieso drau&szlig;en. Und wer krank ist, muss so hohe Zuschl&auml;ge bezahlen, dass f&uuml;r ihn die Versicherung viel zu teuer ist. Wie hell leuchtet dagegen das Licht der Gesetzlichen Krankenversicherung. Jeder darf kommen. Bei den Krankenkassen steht jeder f&uuml;r jeden ein &minus; egal wie alt, bed&uuml;rftig und behindert er ist.<br>\nTja, sch&ouml;n w&auml;r&rsquo;s! Das h&auml;ssliche Verhalten gegen&uuml;ber den Versicherten der insolventen City BKK belehrt uns leider eines Schlechteren. Menschen, die sich in einer Notlage f&uuml;hlen, werden von anderen Krankenkassen mit allen m&ouml;glichen Scheinargumenten abgewimmelt. Die Kassen-Berater machen den City-BKK-Kunden einen &Uuml;bertritt so schwer wie m&ouml;glich. Da hei&szlig;t es dann: Das Medikament, an das Sie gew&ouml;hnt sind, k&ouml;nnen wir Ihnen nicht bezahlen; mit diesem Hersteller haben wir keinen Vertrag. Die AOK lotst Antragsteller an eine weit entfernte Gesch&auml;ftsstelle, wo sie dann mit ihren Rollatoren stundenlang in der Schlange stehen. Die Barmer schlie&szlig;t einfach ihren &bdquo;Service&ldquo;-Punkt ganz &minus; angeblich wegen &Uuml;berlastung. Die Wahrheit ist: Die Kassen wollen mit den Armen, Alten und Siechen der City BKK nichts zu tun haben. &bdquo;Schlechte Risiken&ldquo; hei&szlig;en die im Kassensprech. Sie bringen nichts und kosten viel. Versauen die Bilanz.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.fr-online.de\/politik\/meinung\/der-suendenfall-der-kassen\/-\/1472602\/8468350\/-\/index.html\">Frankfurter Rundschau<\/a>\n<p><strong>dazu: Das ist menschenunw&uuml;rdig<\/strong><br>\nVor der AOK-Gesch&auml;ftsstelle stehen die Menschen stundenlang Schlange, um Mitglied werden zu d&uuml;rfen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.berlinonline.de\/berliner-zeitung\/archiv\/.bin\/dump.fcgi\/2011\/0518\/berlin\/0019\/index.html\">Berliner Zeitung<\/a><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>Rente mit 69<\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>Weg in die Altersarmut<\/strong><br>\nRente mit 67, 69, vielleicht mal 71, dar&uuml;ber lie&szlig;e sich ja reden, wenn der Rahmen stimmte. Wenn es Jobs f&uuml;r halbwegs fitte Sechziger g&auml;be und zugleich Chancen f&uuml;r Berufseinsteiger. In der realen Arbeitswelt aber ist dies nur ein kaltes Sparprogramm.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.fr-online.de\/politik\/meinung\/weg-in-die-altersarmut\/-\/1472602\/8463484\/-\/index.html\">Frankfurter Rundschau<\/a><\/li>\n<li><strong>Mehr Wunsch als Wirklichkeit<\/strong><br>\nDie Rente mit bis zu 69 Jahren wird von den Wirtschaftsweisen gefordert, aber sie wird vorerst nicht kommen. Denn die Voraussetzungen f&uuml;r die beschlossene Rente mit 67 sind l&auml;ngst noch nicht gegeben.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/geld\/2.220\/rente-kultur-des-lebenslangen-lernens-mehr-wunsch-als-wirklichkeit-1.1099072\">S&uuml;ddeutsche Zeitung<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung MB:<\/strong> Was f&uuml;r ein uns&auml;glicher Kommentar. Was f&uuml;r ein plumper Versuch, angebliche wirtschaftliche Notwendigkeiten mit einer schriftlichen Beruhigungspille zu verbinden. Was f&uuml;r ein phantasieloses manipulatives Agenturfotos &ndash; mal wieder die Senioren von hinten, die auf der Parkbank hocken.<br>\n&Uuml;ber das <a href=\"\/wp-print.php?p=9498#h01\">Lobbyistengeflecht im Hintergrund des Sachverst&auml;ndigenrates<\/a> berichtet niemand.<br>\nS. dazu auch Wolfgang Liebs Analyse &bdquo;<a href=\"\/wp-print.php?p=9502\">2070 &ndash; Rente erst ab Ableben<\/a>&ldquo;<\/em><\/p><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>Zivis hinterlassen gro&szlig;e L&uuml;cken<\/strong><br>\nDie Diakonie in Schleswig-Holstein hat f&uuml;r 600 ehemalige Zivi-Stellen erst zw&ouml;lf freiwillige Helfer. Auch anderen Sozialverb&auml;nden droht Personalnot. Jetzt werden die Werbetrommeln ger&uuml;hrt.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/1\/nord\/artikel\/1\/zivis-hinterlassen-grosse-luecken\/\">taz<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Bernhard Hau:<\/strong> Als jemand, der vor Jahren selbst Zivi war, halte ich die Abschaffung des Zivildienstes f&uuml;r einen gro&szlig;en Bl&ouml;dsinn &ndash; ebenso wie die Einf&uuml;hrung des BFD zum Freiwilligen Sozialen Jahr als direkte Konkurrenz &ndash; Warum? Viele haben sich &ndash; in der Auszeit durch FSJ\/Zivi &ndash; oft auch einmal umgesehen, ob ein Beruf im sozialen Bereich etwas f&uuml;r sie w&auml;re. Dies f&auml;llt jetzt weg, und die Folgen lassen sich schon absehen, wie der Beitrag zeigt. &Uuml;brigens, ein Praktikum von kurzer Dauer lasse ich nicht als Ausrede gelten, denn der Zivildienst\/FSJ ist l&auml;nger, und war oft &ndash; auch auf die Gefahr, dass ich mich wiederhole &ndash; die M&ouml;glichkeit f&uuml;r junge M&auml;nner\/&hellip;Frauen sich beruflich neu zu orientieren.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>&bdquo;Ich muss gesund sein&bdquo; Warum immer mehr Menschen ihre Krankheit verleugnen<\/strong><br>\n2007, das Jahr der Finanzkrise, erreicht mit 3,2 Prozent ein historisches Tief beim Krankenstand. Mittlerweile ist der Krankenstand wieder leicht gestiegen &ndash; der Wirtschaft geht es besser &ndash; trotzdem wollten es Soziologen der Universit&auml;t Frankfurt am Main genau wissen.<br>\nQuelle 1: <a href=\"http:\/\/www.dradio.de\/dlf\/sendungen\/studiozeit-ks\/1462232\/\">Deutschlandradio<\/a><br>\nQuelle 2: <a href=\"http:\/\/ondemand-mp3.dradio.de\/file\/dradio\/2011\/05\/19\/dlf_20110519_2011_323188d2.mp3\">Deutschlandradio [Audio &ndash; mp3]<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>Sexskandal bei Ergo:&rdquo;Mordsspa&szlig;&rdquo; mit Prostituierten f&uuml;r die Truppe von Herrn Kaiser<\/strong><br>\nVW war kein Einzelfall: beim Versicherer Hamburg Mannheimer gab es rauschende Sexpartys mit Prostituierten. Mehr als peinlich f&uuml;r den Mutterkonzern Ergo &ndash; und es kommen immer neue Details ans Licht.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.handelsblatt.com\/unternehmen\/versicherungen\/mordsspass-mit-prostituierten-fuer-die-truppe-von-herrn-kaiser-\/v_detail_tab_print,4193282.html\">Handelsblatt<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung MB:<\/strong> Ob <a href=\"\/wp-print.php?p=3380\">Luxusbanketts mit Polit- und Unterhaltungsprominenz bei Maschmeyer<\/a> oder bumsfidele Lustreisen nach Budapest bei Herrn Kaiser von der Hamburg-Mannheimer. Das Geld daf&uuml;r wird von Ihnen erwirtschaftet, falls Sie der Meinung sind, eine kommerzielle Altersvorsorge aufbauen zu m&uuml;ssen.<\/em><br>\n<em>Wenn der <a href=\"\/wp-print.php?p=2266\">Versicherungsvertreter mit Professorentitel Bernd Raffelh&uuml;schen<\/a> wieder im Fernsehen auftritt, wird er hoffentlich danach befragt werden; er ist <a href=\"http:\/\/www.ergo.com\/de\/Unternehmen\/Overview\/Management\/Aufsichtsrat\">Aufsichtsratsmitglied bei ERGO<\/a>. Aber wovon tr&auml;ume ich nachts &hellip;<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>EU: Trickserei bei Entwicklungshilfe geht weiter<\/strong><br>\nIm Jahr 2010 sind mehr als f&uuml;nf Milliarden Euro in die Entwicklungshilfe der EU-L&auml;nder eingerechnet worden, die niemals den Armen zugutekommen werden. Dies zeigt der neue AidWatch-Bericht des europ&auml;ischen Dachverbandes entwicklungspolitischer NRO CONCORD.<br>\nSo entfielen 2010 von den rund 55 Milliarden Euro Entwicklungshilfe der EU-Staaten  2,5 Milliarden Euro auf Schuldenerlasse, rund 1,6 Milliarden Euro auf ausl&auml;ndische Studierende und rund 1,1 Milliarden Euro auf Fl&uuml;chtlinge.<br>\nCONCORD kritisiert in seinem Bericht zudem, dass die Entwicklungspolitik der EU-L&auml;nder immer st&auml;rker von innenpolitischen Interessen geleitet wird. Ganz oben auf der Agenda stehen dabei Themen wie Sicherheit, Migration und Wirtschaftsinteressen. Ein Beispiel hierf&uuml;r ist etwa das entwicklungspolitische Engagement von 11 EU-Staaten in Afghanistan &ndash; darunter auch Deutschland &ndash; hinter denen sich handfeste nationale Sicherheitsinteressen verbergen w&uuml;rden.<br>\nQuelle 1: <a href=\"http:\/\/www.venro.org\/1018.html\">VENRO<\/a><br>\nQuelle 2: <a href=\"http:\/\/aidwatch.concordeurope.org\/static\/files\/assets\/7bdf51c9\/CONCORD_2011.pdf\">Challenging Self-Interest &ndash; Getting EU aid fit for the fight against poverty [PDF &ndash; 2.0 MB]<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>Deutsche Bank finanziert Gaddafis Streubomben<\/strong><br>\nBombengesch&auml;fte deutscher Banken mit Streumunition gehen weiter!<br>\nMitte April dieses Jahres haben Gaddafi-treue Regierungstruppen Wohngebiete in der libyschen Stadt Misrata mit Streumunition beschossen, wobei Menschen get&ouml;tet und verletzt worden sind. Produziert wurde diese Munition vom Typ MAT 120 im Jahr 2007 von der spanischen Firma Instalaza S.A. Recherchen von urgewald und dem NRO-B&uuml;ndnis FACING FINANCE decken nun auf, dass die Deutsche Bank zum Herstellungszeitpunkt der wichtigste Finanzier dieses Unternehmens war.<br>\nDie Deutsche Bank hat in letzter Zeit immer wieder betont, nichts mit Streumunition zu tun haben zu wollen. &bdquo;Mit ihren Krediten an Instalaza hat die Deutsche Bank die Produktion von Streumunition unterst&uuml;tzt und sich somit  zumindest moralisch mitschuldig gemacht. Auch im Jahr 2007 waren die verheerenden Auswirkungen von Streumunition bereits allgemein bekannt&ldquo;, so Barbara Happe von urgewald.<br>\n&bdquo;Instalaza ist zudem kein Einzelfall&ldquo;, erkl&auml;rt Happe. &bdquo;Neueste Rechercheergebnisse belegen, dass die Deutsche Bank Group weiterhin Spitzenreiter unter den deutschen Banken im Gesch&auml;ft mit Streumunitionsherstellern ist. Sie h&auml;lt Aktien an zahlreichen f&uuml;hrenden Streumunitionsherstellern und unterst&uuml;tzt sie bis heute durch Kreditvergaben und die Ausgabe von Anleihen. Damit straft die Deutsche Bank ihre eigenen Bekenntnisse L&uuml;gen, solche Transaktionen beenden zu wollen.&rdquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.facing-finance.org\/\">Facing Finance<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>Unter einem schlechten Stern<\/strong><br>\nDie Daimler AG wird von ihrer Vergangenheit eingeholt: Opfer der argentinischen Milit&auml;r-Junta in den siebziger Jahren werfen dem Autokonzern Kollaboration mit den damaligen Machthabern vor. Ein US-Gericht er&ouml;ffnete nun das Verfahren.<br>\nVerschleppung, Folter, Mord: Die Vorw&uuml;rfe, die eine Gruppe Argentinier gegen Daimler erhebt, sind an Schwere kaum zu &uuml;berbieten. Der deutsche Autokonzern, so sagen sie, sei in die Verbrechen der argentinischen Milit&auml;rdiktatur in den siebziger Jahren verstrickt. Das Unternehmen habe unliebsame Gewerkschafter ans Messer geliefert &ndash; viele von ihnen seien nie wieder aufgetaucht.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/wirtschaft\/mercedes-benz-argentina-kollaborationsvorwurf-unter-einem-schlechten-stern-1.1099487\">S&uuml;ddeutsche Zeitung<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h15\"><\/a><strong>Krieg in Libyen<\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>&Auml;rzte ohne Grenzen: Europa muss Bootsfl&uuml;chtlinge aus Libyen aufnehmen<\/strong><br>\nDie medizinische Nothilfeorganisation &Auml;rzte ohne Grenzen hat in einem offenen Brief an die Staats- und Regierungschefs der EU die widerspr&uuml;chliche europ&auml;ische Libyen-Politik stark kritisiert. Einerseits erheben die EU-Staaten den Anspruch, mit dem Eingreifen in den Krieg Zivilisten zu sch&uuml;tzen. Andererseits schlie&szlig;en sie gleichzeitig die Grenzen f&uuml;r die Opfer dieses Krieges &ndash; unter dem Vorwand, einen massiven Zustrom illegaler Einwanderer verhindern zu m&uuml;ssen. Der Brief wurde an Bundeskanzlerin Angela Merkel sowie an f&uuml;hrende Politiker in 13 weiteren europ&auml;ischen Staaten und auf EU-Ebene verschickt und am Donnerstag in mehr als 13 europ&auml;ischen Tageszeitungen ver&ouml;ffentlicht.<br>\n&ldquo;Die europ&auml;ischen Regierungen f&uuml;hren Krieg in Libyen aber weigern sich, Verantwortung f&uuml;r die Opfer zu &uuml;bernehmen. Solange die Menschen in Nordafrika gegen ihre Regierungen aufbegehren, werden sie als Vork&auml;mpfer der Demokratie betrachtet, die man sch&uuml;tzen und befreien muss. Wenn sie aber auf der Flucht vor Repressalien dieses Systems das Mittelmeer &uuml;berqueren, sind sie pl&ouml;tzlich illegale Einwanderer&rdquo;, sagt Frank D&ouml;rner, Gesch&auml;ftsf&uuml;hrer von &Auml;rzte ohne Grenzen in Berlin. &ldquo;Es ist besch&auml;mend, dass die Bundesregierung jegliche Verantwortung f&uuml;r diese Fl&uuml;chtlinge zur&uuml;ckweist.&rdquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.aerzte-ohne-grenzen.de\/presse\/pressemitteilungen\/2011\/pm-2011-05-19\/index.html\">&Auml;rzte ohne Grenzen<\/a><\/li>\n<li><strong>Reisebericht: Unter den Bomben der Nato<\/strong><br>\n&bdquo;Dialog von unten &ndash; statt Bomben von oben&ldquo; hie&szlig; eine u.a. von Rolf Becker und Eckart Spoo initiierte Gewerkschaftsinitiative, die w&auml;hrend des Nato-Krieges in das unter Bombenhagel liegende Jugoslawien reiste. Sie demonstrierte damit Solidarit&auml;t mit den Angegriffenen und stellte der westlichen Medienpropaganda authentische Berichte vom Geschehen vor Ort entgegen. Mit dem gleichen Ziel sandte auch die Gruppe &bdquo;British Civilians for Peace&ldquo; eine kleine &bdquo;Fact Finding&ldquo;-Kommission nach Libyen. Der italienische Journalist und Dokumentarfilmer Fulvio Grimaldi hat sie begleitet. Hier sein etwas gek&uuml;rzter Reisebericht.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.nrhz.de\/flyer\/beitrag.php?id=16526\">NRHZ<\/a><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h16\"><\/a><strong>G-8 verschleiern mit unseri&ouml;sen Rechentricks nicht eingel&ouml;ste Hilfszusagen<\/strong><br>\nMit dem heute ver&ouml;ffentlichten Rechenschaftsbericht versuchen die G-8 ihre gebrochenen Versprechen bei der Entwicklungsfinanzierung zu verschleiern. 2005 hatten die G-8 auf ihrem Gipfel im schottischen Gleneagles zugesagt, dass die weltweite j&auml;hrliche Entwicklungshilfe bis 2010 um 50 Milliarden US-Dollar erh&ouml;ht werden soll (gemessen am Wert des Dollars von 2004). Laut OECD wurde dieses Ziel um 19 Milliarden US-Dollar verfehlt.<br>\nDie G-8 rechnen anders: In ihrem Bericht kommen sie zu dem Ergebnis, dass sie ihre Zusagen um nur zwei Milliarden Dollar verfehlt h&auml;tten. Im vergangenen Jahr seien 48 Milliarden Dollar mehr Entwicklungshilfe als noch f&uuml;nf Jahre zuvor bereitgestellt worden. Die Differenz bei der Bewertung erkl&auml;rt sich wie folgt: Bei der Berechnung wurde der Wert des US-Dollars in 2010 zugrunde gelegt, die Inflation damit vernachl&auml;ssigt.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.oxfam.de\/presse\/110518-g-8-verschleiern-mit-unserioesen-rechentricks-nicht-eingeloeste-hilfszusagen\">Oxfam<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h17\"><\/a><strong>Die &ldquo;Bild&rdquo;-Blase<\/strong><br>\nM&auml;chtig oder schm&auml;chtig? &ldquo;Der Einfluss von &lsquo;Bild&rsquo; auf die Politik wird &uuml;bersch&auml;tzt&rdquo;, meint &ldquo;Spiegel&rdquo;-Redakteur Markus Feldenkirchen. Eindr&uuml;cke von einer Diskussion &uuml;ber das Springer-Blatt. &ldquo;Bild&rdquo;-Chefredakteur Kai Diekmann selbst schaute nicht vorbei. [&hellip;]<br>\n&bdquo;Zwar arbeitet ,Bild&rsquo; mit Methoden der Werbung, der PR-Kampagnen und des Marketings, hat aber auch einen journalistischen Anspruch&ldquo;, sagte B&eacute;la Anda, der sechs Jahre bei der &bdquo;Bild&ldquo; war, bevor er Regierungssprecher unter SPD-Kanzler Gerhard Schr&ouml;der wurde und heute Sprecher des Finanzdienstleisters AWD ist. Doch genau diese journalistischen Methoden hielten andere Teilnehmer in der von Thomas Leif gef&uuml;hrten Diskussionsrunde f&uuml;r bedenklich. &bdquo;,Bild&rsquo; bedient Ressentiments und populistische Vorurteile gnadenlos&ldquo;, sagte Tagesspiegel-Redakteur Harald Schumann. Das Blatt besitze in Deutschland Macht &uuml;ber das Meinungsklima. Stereotypen werden verst&auml;rkt, best&auml;tigte Storz. Statt zu differenzieren, sei von &bdquo;den Griechen&ldquo; die Rede, Artikel w&uuml;rden aus der Perspektive des &bdquo;deutschen Steuerzahlers&ldquo; geschrieben, der f&uuml;r alles bezahlen m&uuml;sse. F&uuml;r die Journalistin Ulrike Simon ist die &bdquo;Bild&ldquo; gerade deshalb ein Leitmedium: &bdquo;Denn sie zeigt, wie man Journalismus eben nicht machen soll.&ldquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.tagesspiegel.de\/medien\/die-bild-blase\/4191174.html\">Tagesspiegel<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h18\"><\/a><strong>Oscar-pr&auml;mierte Doku &ldquo;Inside Job&rdquo; auf Blu-ray<\/strong><br>\nSony Pictures hat die Dokumentation &ldquo;Inside Job&rdquo; f&uuml;r den 5. Mai 2011 auf DVD und Blu-ray angek&uuml;ndigt. Der Film von Charles Ferguson wurde in diesem Jahr mit dem Oscar als beste Dokumentation ausgezeichnet und besch&auml;ftigt sich mit der Wahrheit &uuml;ber die Wirtschaftskrise im Jahr 2008. Die DVD enth&auml;lt das englische Original, das von Matt Damon erz&auml;hlt wird, in DTS HD Master Audio 5.1 mit u.a. deutschen Untertiteln, eine deutsche Synchronfassung ist nicht enthalten. Das Bonusmaterial umfasst einen Audiokommentar, eine Featurette sowie entfallene Szenen. Die Blu-ray enth&auml;lt dabei rund eine Stunde an zus&auml;tzlichen Szenen mehr als das DVD-Pendant.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.cinefacts.de\/blu-ray-news\/25296-sony-oscar-praemierte-doku-inside-job-auf-blu-ray.html\">Cinefacts<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h19\"><\/a><strong>Zu guter Letzt: Georg Schramm beim Kleinkunstpreis Baden-W&uuml;rttemberg 2011<\/strong><br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.youtube.com\/watch?v=M5ZlX3U6osw\">YouTube<\/a><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Heute unter anderem zu folgenden Themen: Proteste in Spanien; Euro-Krise; Der deutsche Staat spart zu wenig; Regierung droht Kita-Blamage; Zuviel Herz f&uuml;r M&auml;nner; Wider den Populismus; Der S&uuml;ndenfall der Kassen; Rente mit 69; Zivis hinterlassen gro&szlig;e L&uuml;cken; Warum immer mehr Menschen ihre Krankheit verleugnen; Sexskandal bei Ergo; EU: Trickserei bei Entwicklungshilfe geht weiter; Deutsche Bank<\/p>\n<div class=\"readMore\"><a class=\"moretag\" href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=9507\">Weiterlesen<\/a><\/div>\n","protected":false},"author":8,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[19],"tags":[],"class_list":["post-9507","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-hinweise-des-tages"],"jetpack_featured_media_url":"","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/9507","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/8"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=9507"}],"version-history":[{"count":5,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/9507\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":9512,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/9507\/revisions\/9512"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=9507"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=9507"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=9507"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}