{"id":95134,"date":"2023-03-17T10:00:02","date_gmt":"2023-03-17T09:00:02","guid":{"rendered":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=95134"},"modified":"2023-03-17T11:44:37","modified_gmt":"2023-03-17T10:44:37","slug":"lesermails-zur-entwicklung-des-deutschen-kabaretts-teil-iii","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=95134","title":{"rendered":"Lesermails zur Entwicklung des deutschen Kabaretts (Teil III.)"},"content":{"rendered":"<p>Hiermit pr&auml;sentieren die NachDenkSeiten den dritten und letzten Teil der Leserzuschriften zum Thema Kabarett in Deutschland, beginnend mit Nr. 211. Insgesamt sind es beeindruckende 333 Leserbriefe geworden, f&uuml;r Sie zusammengestellt von <strong>Steffen Kiesling<\/strong>. Im Teil III finden sich neben Lekt&uuml;rehinweisen und interessanten Eigenkreationen unserer Leser im Bereich Satire und Musik auch einige Reaktionen auf bereits publizierte Leserbriefe aus <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=94950\">Teil I<\/a> und <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=95065\">II<\/a>. Des Weiteren ver&ouml;ffentlichen wir an dieser Stelle einige Leserbriefe, die zum Artikel <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=94699\">&bdquo;J&auml;mmerliches &sbquo;Kabarett&rsquo;: TV-Satiriker sch&uuml;tzen die Kriegspolitik&ldquo;<\/a>, <strong>dem eigentlichen Impuls von Tobias Riegel<\/strong>, eingegangen sind. Sie wurden von <strong>Christian Reimann<\/strong> zusammengestellt. &ndash; Die NachDenkSeiten bedanken sich abschlie&szlig;end noch einmal ganz herzlich f&uuml;r Ihre zahlreichen Zuschriften und die &uuml;beraus lesenswerten Beitr&auml;ge. Ihr Albrecht M&uuml;ller.<br>\n<!--more--><\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>211. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Sehr geehrter Herr M&uuml;ller, <\/p><p>diese sogenannten frei denkenden Kabarettisten und Satiriker bewegten und bewegen sich auf einer Spielwiese, die Ihnen von Oben vorgegeben wird. Es wird zurzeit erst deutlich sichtbar (Mainstream). <\/p><p>Um so dankbarer bin ich f&uuml;r die Aufkl&auml;rung, die Sie leisten und m&ouml;glich machen. <\/p><p>Meine Hochachtung, V. Weinbach <\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>212. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Lieber Albrecht M&uuml;ller, <\/p><p>Ich denke, dass die satirische Aktion der K&uuml;nstler w&auml;hrend des Corona-Terrors klar gemacht hat, in welchem Abseits man landet, wenn man sich kritisch &auml;u&szlig;ert. Nun ist der &ouml;ffentlich- rechtliche Betrieb sicher f&uuml;r viele Kabarettisten eine sichere Einkommensquelle und &bdquo;erzieht&ldquo;. Es macht sich eine Beamtenmentalit&auml;t breit. Der Beamte ist immer im Dienst und hat sich ad&auml;quat, sprich regierungstreu, zu verhalten. <\/p><p>Zum anderen passiert &Auml;hnliches wie bei der Journaille, sie leben und informieren sich in einer eingeengten Blase, die sie ja immer wieder ihren Kritikern vorhalten, die angeblich nicht &uuml;ber den Tellerrand schauen. Frage: Wie lange wird sich SchleichFernsehen noch halten? <\/p><p>In diesem Sinne herzliche Gr&uuml;&szlig;e, Brigitte Pick<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>213. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Es geht ums Dazugeh&ouml;ren, also den gr&ouml;&szlig;ten Teil des sich nur am&uuml;sierenden Publikums, also um die Zahlenden_:*Innen, also am Ende auch wieder ums Geld, also ums &Uuml;berleben. <\/p><p>Gru&szlig;, E. Stille<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>214. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Hallo NachDenkSeiten-Team,<\/p><p>Meine Einsch&auml;tzung ist, dass &bdquo;die Anpassung des Kabaretts&ldquo; einfach eine Fehleinsch&auml;tzung der NachDenkSeiten ist. Oder fordern Christoph Sieber, Philip Simon und Sarah Bosetti z.B. nun Hartz-IV-Empf&auml;nger auf, sich einfach ihrem Schicksal und der Willk&uuml;r der Arbeitsagentur zu ergeben?<\/p><p>Bei der russischen Invasion in der Ukraine haben sich die NachDenkSeiten zumindest in der ver&ouml;ffentlichten einseitigen Meinung ziemlich verrannt. Das ist alles.<\/p><p>Als ich die NachDenkSeiten vor 15 Jahren sch&auml;tzen lernte, war das wegen der Beitr&auml;ge, welche die Sicht aus der Tagespresse erg&auml;nzten, korrigierten, Themen tiefer beleuchteten und dabei auf sachliche Informationsvermittlung setzten. Mittlerweile lese ich allein anhand der schreierischen Titel nur noch die wenigsten Beitr&auml;ge, weil da einfach zu viel Meinung und zu wenig Information zu erwarten ist.<\/p><p>Ich habe mittlerweile das Gef&uuml;hl, bei den NachDenkSeiten geht es heute viel mehr um &bdquo;WIR gegen DIE&ldquo; als um die Frage, was richtig ist. Albrecht M&uuml;ller hat sich doch selbst erst vor wenigen Wochen gewundert, dass sich die NachDenkSeiten zu einer Plattform entwickelt haben, auf der auf einmal festgestellt wird, dass Helmut Schmidt in Deutschland quasi die Diktatur eingef&uuml;hrt h&auml;tte. Das steht ziemlich gut daf&uuml;r, wohin sich die NachDenkSeiten entwickelt haben.<\/p><p>Viele Gr&uuml;&szlig;e, Alexander Stannigel<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>215. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Ihre Mutma&szlig;ungen &uuml;ber angepasstes Verhalten in allen Ehren, aber ich f&uuml;rchte, dass es viel einfacher ist: &bdquo;Wes&rsquo; Brot ich ess&rsquo;, des&rsquo; Lied ich sing!&ldquo; Auch Kabarettisten wollen in der Regel keine M&auml;rtyrer werden, sondern m&ouml;glichst gut &bdquo;essen&ldquo;! <\/p><p>MfG, Carlo Martini<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>216. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Guten Tag,<\/p><p>habe ich auch bemerkt. Auch bei der Anstalt und Urban. Aber nicht nur im Kabarett. Auch bei Moderatoren, die f&uuml;r mich objektiv berichtet haben. Z.B. Georg Restle in den Tagesthemen am 2. August 2014 sowie am 20. Januar 2015. Heute um 180 Grad gedreht, oder, um mit Frau Baerbock zu sprechen, um 360Grad. <\/p><p>Ich denke, dass sie sonst keine B&uuml;hne mehr bekommen. Schauen sie sich an, wie unsere Regierung Meinungen gekauft hat, und das im &Ouml;ffentlich-Rechtlichen. Die werden auch noch mit unseren Geb&uuml;hren finanziert. Denken sie an Westerwelle, der noch Reste von Vernunft hatte und den Libyenkrieg abgelehnt hat. Die Medien haben ihn in f&uuml;nf Tagen zerlegt. Oder wie Wagenknecht und Schwarzer. Genau dasselbe w&uuml;rde mit ihnen geschehen.<\/p><p>Mit freundlichen Gr&uuml;&szlig;en, Manfred Peters<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>217. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Sehr geehrter Herr M&uuml;ller, liebes NDS-Team, <\/p><p>das Thema Angst und Information ist so komplex, das kann ich nicht k&uuml;rzer. Sie m&uuml;ssen es aber nicht ver&ouml;ffentlichen, vielleicht auch nur die Quintessenz. <\/p><p>Unsere Gesellschaft hat keine Bedenken, Nicht-Konformen nicht nur die Existenzgrundlage zu entziehen, sondern sie auch zu zwingen, hoch toxische Substanzen mit ungekl&auml;rter Langzeitwirkung ein- und aufzunehmen. Die Begr&uuml;ndung ist &ndash; und wird von vielen sich bisher als soziale Mitmenschen verstehenden Menschen akzeptiert &ndash; das ist notwendig, weil Du ja, ohne es zu wissen, sonst andere gef&auml;hrden kannst. Das erzeugt Angst. Angst davor, dass man nicht wei&szlig;, ob man ein Gef&auml;hrder ist, ansteckend f&uuml;r die Umgebung, infiziert mit einer t&ouml;dlichen Krankheit. Der Mitb&uuml;rger stirbt vielleicht durch die Schuld des ansonsten gesunden Nicht-Konformen. <\/p><p>Ich denke, vielen Kabarettisten geht es so, dass sie im Bewusstsein, dass Kritik an den herrschenden (Verh&auml;ltnissen) sozial- und notwendig f&uuml;r das Funktionieren einer demokratischen Gesellschaft ist, ihre Kritik vortragen, d.h. Mitmenschen mit nicht-konformem Gedankengut infizieren. Daf&uuml;r gab es bisher auch immer eine gesunde diskussionsf&auml;hige R&uuml;ckmeldung &ndash; positiv oder negativ, aber meist sachlich. Jetzt schl&auml;gt den Verbreitern nicht-konformen Gedankengutes aber die pure Aggression der gesellschaftlichen und (a-)sozialen Medien entgegen. <\/p><p>Das erzeugt Angst und Unsicherheit. Ist es f&uuml;r die Gesellschaft wichtig, dass es einen kontr&auml;ren Standpunkt zum Herrschenden gibt? Gibt es eine &bdquo;Impfung&ldquo;? Etwas, was einen davor bewahrt, andere zu infizieren? Oder braucht unsere Gesellschaft jetzt nur noch Legenden? Was will mein Publikum? Doch nicht angesteckt werden! Gef&auml;hrde ich mein Publikum mit meinen Aussagen? Und: Kann ich mir das &uuml;berhaupt leisten &ndash; Kabarettisten geh&ouml;ren ja wohl nicht zu den Gro&szlig;verdienern. <\/p><p>Aktuelles Beispiel: die Nordstream-Legende zur Erzeugung eines Friedens: Wenn es sich herumspricht, dass Nordstream von Ukrainern gesprengt worden ist, w&auml;re das nicht ein guter Anfang? Amerika ist aus dem Spiel und kann sich China widmen, Trump braucht kein Machtwort zu sprechen, die Demokraten bleiben an der Macht. Die EU hat einen moralischen Grund, ihre Geschenke an die ukrainischen Oligarchen herunterzufahren und damit den Krieg zu beenden. Das US-Ziel, die &uuml;ber zehn Jahre alten R&uuml;stungsbest&auml;nde im Westen sind aufgebraucht (war ja auch einer der Hauptgr&uuml;nde f&uuml;r die Irak-Invasion) und m&uuml;ssen durch neueste Technik aus USA ersetzt werden. Die L&auml;ndereien der Ukraine sind auf US- und EU-Eigner verteilt, die arbeitsf&auml;hige Landbev&ouml;lkerung ausreichend dezimiert. Und das alles ginge moralisch, feministisch zu Ende &ndash; Herr S. k&ouml;nnte sich dann noch von den Terroristen distanzieren und seine G&uuml;ter im Ausland behalten. <\/p><p>Und ja, noch: Russland d&uuml;rfte absolut kein Interesse an einem maroden Staatsgebilde haben, die haben genug eigene Probleme. Und die EU ja eigentlich auch nicht, f&uuml;r die die Ukraine seit Bestehen 1990 ein Zuschussgesch&auml;ft ist. Also k&ouml;nnte das Staatsgebilde durchaus weiter bestehen, unter demokratischer Leitung. <\/p><p>Aber das alles geht nur, wenn die deutsche und damit europ&auml;ische (&bdquo;wir sind Papst, wird sind Kommissionspr&auml;sident:in&ldquo;) Bev&ouml;lkerung moralisch entsprechend informiert (im Gegensatz zu desinformiert), also nicht nicht-konform infiziert wird. Und diesem Ziel, das ja letztendlich eine Win-win-win-Situation ist, m&ouml;chten sich unsere Kabarettisten nicht verschlie&szlig;en. Und haben das Publikum dann gegen die einsamen ukrainischen Yacht-Terroristen auf ihrer Seite. <\/p><p>Bliebe nur noch die NATO, aber was ist schon die Ausschaltung von Russlands Erstschlagf&auml;higkeit gegen einen wirtschaftlichen und politischen Sieg &uuml;ber China &ndash; man m&uuml;sste nur, wie fr&uuml;her, die beiden Staatsparteien gegeneinander aufbringen. Sollte machbar sein&hellip;<\/p><p>Mit freundlichen Gr&uuml;&szlig;en, Dr. Claus-D. Dudel<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>218. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Hallo Herr M&uuml;ller,<\/p><p>beschr&auml;nke mich in meinen Anmerkungen auf das politische Kabarett, wobei so ganz richtig ist das auch nicht&hellip;<\/p><ol>\n<li>Kabarettistinnen und Kabarettisten, die vorher im politischen Kabarett aus Desinteresse oder Ahnungslosigkeit keine Rolle spielten, sehen sich nun aufgrund der medialen Vorarbeit hin zur einzig richtigen Einheitsmeinung in der Lage, die politische B&uuml;hne mit eben dieser Meinung zu betreten. Das &bdquo;Niveau&ldquo; steigt entsprechend.<\/li>\n<li>Die &ouml;konomischen Zw&auml;nge, Verlust der B&uuml;hne, K&uuml;ndigung von Vertr&auml;gen, halten nur die St&auml;rksten oder finanziell Unabh&auml;ngigen aus. <\/li>\n<li>Den anderen bleibt nur die Wahl, das System wie in der ehemaligen DDR geistreich und mit vorgespielter Naivit&auml;t zu &uuml;berzeichnen oder sich ins &bdquo;Alltagskabarett&ldquo; zur&uuml;ckzuziehen.<\/li>\n<li>Die gegenw&auml;rtige Repression gegen Andersdenkende und Diskursf&auml;hige hat eine Windst&auml;rke erreicht, die man nur mit &bdquo;Pippi Langstrumpf&ldquo; bek&auml;mpfen kann.<\/li>\n<li>Das Kabarett wurde von den Herrschenden als Spottgei&szlig;el f&uuml;r Andersdenkende und als zus&auml;tzliches Instrument der Spaltung entdeckt. Minderbemittelte der Elite f&uuml;hlen sich durch diese Form des Kabaretts intellektuell aufgewertet. Die anderen benutzen es mit dem ihnen eigenen Zynismus.<\/li>\n<\/ol><p>Fazit: Wen interessiert diese Form des Kabaretts? Niemanden, und es wird an der eigenen Krankheit Geistlosigkeit zu Grunde gehen. Wenn ich etwas f&uuml;rs Gehirn brauche, schaue ich weiter Lisa Fitz.<\/p><p>Herzliche Gr&uuml;&szlig;e, Georg Regis<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>219. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Sehr geehrtes NachDenkSeiten-Team,<\/p><p>nach meiner Wahrnehmung hat sich in der Corona-Zeit eine Verrohung im Umgang der Leitmedien mit abweichenden Meinungen etabliert, die nur (noch) vor der physischen Vernichtung der davon Betroffenen Halt macht. Sozial und &ouml;konomisch darf man es. <\/p><p>F&uuml;r die Protagonisten hat sich das als folgenlos oder, siehe z.B. Bosetti und B&ouml;hmermann, gar als profitabel erwiesen. Die Botschaft ist vermutlich bei den &bdquo;Comedians&ldquo; angekommen (Kabarett kann man das wohl kaum nennen).<\/p><p>Gr&uuml;&szlig;e, Hermann Jahns<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>220. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Lieber Albrecht M&uuml;ller, <\/p><p>gratuliere <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=94785\">zu Ihrem Artikel<\/a>. In &Ouml;sterreich haben wir die gleiche Beobachtung. Unsere Analyse <a href=\"https:\/\/www.her-mit-der-marie.at\/funny-money\/\">finden Sie hier<\/a>. Und <a href=\"https:\/\/report24.news\/her-mit-der-marie-coronahilfen-als-lukratives-geschaeftsmodel-und-meinungsbildungstool\/\">hier ein Interview<\/a>. Das wurde inzwischen auch breit gestreut und hat zu weiteren Recherchen gef&uuml;hrt. <\/p><p>Auch in Deutschland ist es wohl so gelaufen, <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=94769\">wie Ihr Kollege berichtet<\/a>.<\/p><p>Mit vielen Gr&uuml;&szlig;en, Christian Fiala<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>221. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Liebe Nachdenkseiten,<\/p><p>wie sagt man? Das Hemd sei n&auml;her als die Hose. Ja, das stimmt, aber eine Hose mit was drin haben diese Herrschaften schon lange nicht mehr am Hintern. Und nun verkaufen sie ihre Seele, um das Hemd noch eine Zeitlang anbehalten zu d&uuml;rfen.<\/p><p>Es geht nur um die Physis, denn auch hier gilt: Erst kommt das Fressen und dann die Moral. Es hat sich angesichts der massiven Bedr&auml;ngung kritischer und humanistischer Stimmen bei den meisten ausmoralt.<\/p><p>Da lobe ich mir Lisa Fitz, eine Frau mit Schrot und Korn, die sich selbst treu geblieben ist und wenigstens hilft, den Berufsheuchlern die Verkleidung zu verderben. <\/p><p>Was wir also in diesem Bereich sehen, ist reiner Selbsterhaltungszweck. Jetzt, wo es schwierig wird, trennt sich die Spreu vom Weizen. Die deutsche Comedyszene gewogen und als zu leicht befunden.<\/p><p>Servus, Wolfgang Schuckmann<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>222. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Sehr geehrte Damen und Herren, lieber Herr M&uuml;ller,<\/p><p>zu Ihrer Frage bez&uuml;glich Kabarettisten-Macht-Kotau.<\/p><ol>\n<li>Man begeistert sich, endlich in der Postmoderne mit der Aufl&ouml;sung bin&auml;rer Machtkodifizierung\/imperialistischer Machtstrukturen angekommen zu sein. Wagenknecht und Schwarzer werden als Exponenten des &uuml;berkommenen, alten, bin&auml;ren Systems gesehen.\n<p>Die mit dem neuen, woken und gr&uuml;n angestrichenen Empire einhergehenden Gefahren &ndash; n&auml;mlich imperiale Macht &ndash; werden nicht erkannt. &bdquo;Es besteht die Gefahr, dass postmoderne Theorien sich so ausschlie&szlig;lich auf die alten Machtformen konzentrieren (&hellip;) und damit den Blick so r&uuml;ckw&auml;rtsgewandt halten, dass sie unwillentlich der neuen Macht in die Arme fallen.&ldquo; Vgl. Hardt\/Negri &ndash; &bdquo;Das Empire &ndash; die neue Weltordnung&ldquo; Campus-Verlag 2002, S.155<\/p><\/li>\n<li>Opfer von Massenformation\/Massenpsychose.\n<p>Hier muss ich die Lekt&uuml;re des Buches von Mattias Desmet dringend empfehlen &ndash; es kommt ganz ohne &bdquo;Verschw&ouml;rung&ldquo; und WEF aus und dekonstruiert nebenbei die Eliten.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.europa-verlag.com\/Buecher\/6654\/DiePsychologiedesTotalitarismus.html\">europa-verlag.com\/Buecher\/6654\/DiePsychologiedesTotalitarismus.html<\/a><\/p><\/li>\n<li>Niedere Charaktere\n<p>Ich halte es f&uuml;r m&ouml;glich, dass derartige Stellen mit Leuten von fragw&uuml;rdigem Charakter besetzt werden.<\/p><\/li>\n<\/ol><p>Mit freundlichen Gr&uuml;&szlig;en, Dr. med. Alexander Fein<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>223. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Lieber Albrecht M&uuml;ller,<\/p><p>ich habe lange als Agent im Bereich Kleinkunst gearbeitet und festgestellt, dass diese &bdquo;kritischen&ldquo; Geister so angepasst sind wie viele andere auch. Kabarett gehorcht den Marktgesetzen. Besonders wichtig ist es dabei, im Fernsehen vorzukommen, das sorgt f&uuml;r Besucher*innen im Theater. Daf&uuml;r ist jedes Mittel recht, denn die Konkurrenz ist gro&szlig;, und viele K&uuml;nstler*innen werden verheizt. Die sind dann mal eine Zeit &bdquo;en vogue&ldquo; und verschwinden dann wieder und haben gro&szlig;e Probleme, wieder Fu&szlig; zu fassen: siehe beispielsweise R&uuml;diger Hoffmann oder Ingo Appelt, der sich nach einer l&auml;ngeren Zeit, in der er &bdquo;out&ldquo; war, wieder nach vorne gebracht hat. <\/p><p>Bestes Beispiel f&uuml;r die Marktorientierung ist Florian Schroeder. Sein Programm mit Peer Steinbr&uuml;ck war die Absage ans Kabarett und reine Profitorientierung. Christoph Sieber hat beim ZDF die Erfahrung gemacht, dass er ganz schnell weg sein kann vom Fenster. Das droht ihm auch st&auml;ndig beim WDR. Dar&uuml;ber hinaus sehen die K&uuml;nstler*innen ja, wie es Leuten geht, die eine andere Meinung vertreten: es geht an die Existenz (siehe Gu&eacute;rot, Ganser, Steimle). Und schlagartig findet sich der K&uuml;nstler\/die K&uuml;nstlerin in der rechten Ecke. Damit bleiben auch die Zuschauer*innen in den Theatern weg, denn sie wollen ja nicht mit in diese Ecke. <\/p><p>Eine quasi feste Anstellung bei den &Ouml;R macht auch bequem. Das &bdquo;feste Gehalt&ldquo; korrumpiert: Wes Brot ich ess&lsquo;, des&lsquo; Lied ich sing&hellip; Sch&ouml;n zu beobachten bei der Nockherberg Rede von Maxi Schaffroth: Sehr bissig am Anfang, und am Schluss relativiert er alles voran Gesagte &ndash; und alle sind begeistert von der &bdquo;Tiefe&ldquo; seines Beitrags. Bingo! Der n&auml;chste Nockherberg ist in der Tasche. <\/p><p>K&uuml;nstlerinnen wie Lisa Fitz oder Monika Gruber geht es um Inhalte und nicht um Geld. Das unterscheidet sie, und deshalb sind sie medial weg vom Fenster. Ich glaube, Volker Pispers und Georg Schramm haben das vorhergesehen und deshalb rechtzeitig aufgeh&ouml;rt. Mal schauen, wie lange Helmut Schleich noch unentdeckt in seiner Ecke weitermachen kann&hellip;<\/p><p>Herzliche Gr&uuml;&szlig;e, Stefan Zyrus<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>224. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Sehr geehrter Herr M&uuml;ller, <\/p><p>Dieses Thema der Anbiederung der Kabarett-Szene an die gr&uuml;n-woke Sagbarkeitswolke ist mir seit Langem ein unappetitliches R&auml;tsel. Es w&auml;re schlicht die Aufgabe des Hofnarren, ungestraft die Wahrheit in Form von Witz auszudr&uuml;cken. Nach vielen Podcasts, Artikeln etc. ergibt sich mir ein profanes, kleinliches Bild: <\/p><p>Wer nicht &bdquo;den Leitlinien&ldquo; des (Rundfunk)Hauses gem&auml;&szlig; vortr&auml;gt, wird nicht zu Wort gelassen, und wer es dennoch tut, macht dies zu seinem garantiert letzten Auftritt, selbst wenn der gar nicht erst gesendet wird. Die Zensuren sind deshalb so m&auml;chtig, weil hier immer auch Menschen mit Einkommen, sozialem Umfeld oder sensiblen Partnerschaften vor die Wahl gestellt sind: Dem Zeitgeist nachplappern oder gecancelt und ruiniert werden. <\/p><p>Dunja Hayali, ZDF-Moderatorin, 29. Januar 2022: &bdquo;Man kann in Deutschland eigentlich alles sagen. Man muss dann halt manchmal mit Konsequenzen rechnen.&ldquo; <\/p><p>Das Thema Aufrichtigkeit ist der Besitzstandswahrung gewichen. Nicht nur im Kabarett: Die Spannung ist auch bei den Gassenhauern Tatort, Polizeiruf usw. einer Anleitung zum Umgang mit den neuen Parolen aus Wokistan gewichen. Sie sind ebenso wie die einstigen Informationsflaggschiffe wie Monitor etc. auf der Restle-Rampe verschleudert und wertlos geworden. Es sind nur noch die Ruinen der Eckpfeiler einer kritischen Betrachtung: ohne demokratischen N&auml;hrwert oder gar halbwegs glaubhaften Wahrheitsanspruch. Und obendrein im Falle des von den verbliebenen Speichelleckern dargebotenen Kabaretts von fast schon unfassbar schlechtem, niveaulosem Humor. W&auml;re es in der Kabarettszene wirklich witziger geworden, wirklich Kraft der innewohnenden Wahrheit zum Br&uuml;llen komisch und bei&szlig;end entlarvend, m&uuml;sste man das eventuell anders betrachten: Das Niveau ist aber leider einfach schlecht, sogar ganz mies geworden: Beweis erbracht &ndash; das Kabarett in dem Sinne, wie Sie (und so viele) es vermissen, ist tot. <\/p><p>Man schlie&szlig;e die Augen und stelle sich vor, dieser ganze ideologische Mumpitz m&uuml;sste durch die M&uuml;nder von Leuten des Schlages eines Dieter Hildebrandt oder durch den von George-Schimanski unter die Leute gebracht werden: Ich sehe da schwarz. Denke, das w&auml;re nicht gegangen. Deswegen muss die Konsequenz sein, tats&auml;chlich &bdquo;schwarz&rdquo; zu sehen; sprich: Abschalten, den K&auml;se. Schade drum. <\/p><p>Beste Gr&uuml;&szlig;e und Danke f&uuml;r Ihre Arbeit, M. Enderle<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>225. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Hallo liebes NachDenkSeiten Team,<\/p><p>zur Anpassung des Kabaretts kann ich nur sagen, dass es wirklich nur sehr wenige geniale Kabarettisten gibt. Und viele der wirklich genialen Kabarettisten werden seit Corona nicht mehr oft im Mainstream-TV gezeigt, da diese ja auch kritisch gegen&uuml;ber den Ma&szlig;nahmen, Impfungen usw. waren. Gezeigt werden halt nur noch an die angepassten &bdquo;Clowns&ldquo;.<\/p><p>Deswegen schau ich tats&auml;chlich kein Fernsehen mehr, sondern nur noch ausgesuchte Filme oder Serien. Ich ertrage es einfach nicht mehr, wie sich mittlerweile &uuml;ber Prepper, Verschw&ouml;rungstheoretiker oder Ungeimpfte (diese ja mittlerweile nicht mehr, Krieg hat Corona verdr&auml;ngt) lustig gemacht wird. Ist das nicht eigentlich auch Ausgrenzung bzw. Mobbing?!!<\/p><p>Die richtig guten Kabarettisten kann man sich ja tats&auml;chlich live anschauen. Ich war erst im Februar mit einer guten Freundin bei Lisa Fitz. Das war eine reine Freude, und wir wurden 2 Stunden und 45 Minuten wunderbar unterhalten. Lisa Fitz ist aber regierungskritisch, also sieht man sie nicht mehr im TV. Ich k&ouml;nnte mir vorstellen, genauso ist es bei Monika Gruber oder z. B. Helge Schneider. Lisa Eckhart &auml;u&szlig;ert sich ja auch immer wieder kritisch, die finde ich pers&ouml;nlich auch sehr gut. Genauso wie Nina Proll aus &Ouml;sterreich, die echt ein paar gute Lieder gemacht hat (I zag di au).<br>\n&nbsp;<br>\nAlso meiner Meinung nach sieht man halt nur schlechte Kabarettisten im TV, und die m&uuml;ssen nat&uuml;rlich eine regierungstreue Meinung haben (dann ist man aber eben kein richtiger Kabarettist). Die wirklich guten Kabarettisten d&uuml;rfen in dieser ganzen Propagandaschlacht nat&uuml;rlich nicht mehr gezeigt werden.<\/p><p>Liebe Gr&uuml;&szlig;e und vielen Dank f&uuml;r Eure Arbeit, Steffi Giese<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>226. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Sehr geehrter Herr M&uuml;ller, liebe Nachdenkseiten, <\/p><p>meine Erkl&auml;rung hinsichtlich des Ph&auml;nomens des &bdquo;Schutzes der herrschenden (Kriegs-)Politik durch Satiriker&ldquo; im Rahmen der &bdquo;Umfrage zur Anpassung des Kabaretts&ldquo; lautet wie folgt: <\/p><p>Ich glaube nicht, dass das Ph&auml;nomen speziell f&uuml;r die Satire bzw. das Kabarett ist. &Auml;hnlich wie Satiriker Hofnarren &ndash; und keine Hofschranzen &ndash; sein sollten, hat eigentlich auch die Presse (inklusive nicht gedruckter &bdquo;Presse&ldquo;) die Aufgabe, die Regierung kritisch zu begleiten; genau das macht sie zur sogenannten vierten Gewalt. <\/p><p>&Auml;hnlich wie die im Bundestag vertretenen politischen Parteien, von denen CDU\/CSU, FDP, SPD und B&uuml;ndnis 90\/Die Gr&uuml;nen &ndash; zuz&uuml;glich des untergehenden Teils der Partei Die Linke &ndash; aufgrund ihrer Ununterscheidbarkeit in wesentlichen Fragen der Corona- und Kriegspolitik einen Parteienblock &ndash; es handelt sich nicht um Blockparteien &ndash; gebildet haben, gilt dies auch f&uuml;r den absoluten Gro&szlig;teil der herk&ouml;mmlichen Presse, die einen Presseblock gebildet hat, dessen Herangehen ebenso ununterscheidbar geworden ist. Erstaunlicherweise begleitet der Presseblock die Regierung allersp&auml;testens seit M&auml;rz 2020 nicht mehr kritisch, sondern teilt im Wesentlichen deren Verlautbarungen. Insoweit hat sich der Presse- mit dem Parteienblock gleichgeschaltet; damit hat der Presseblock automatisch seinen Status als vierte Gewalt eingeb&uuml;&szlig;t. <\/p><p>&Auml;hnliches l&auml;uft nunmehr im Rahmen des Kabaretts ab. Es ist ja jetzt nicht so, dass es keine regierungskritischen Satiriker mehr g&auml;be; ich denke v.a. an Herrn K&uuml;ppersbusch. Auch im Rahmen des Kabaretts scheint sich aber nunmehr ein Satireblock zu bilden, der die Regierung nicht etwa kritisiert, sondern die Kritiker der Regierung und diese noch infam angeht. Offensichtlich haben zu viele Menschen vergessen, dass gerade Herrschaftskritik einen Selbstzweck darstellt; genauso wie das Selbstdenken &ndash; im Gegensatz zum Querdenken &ndash; einen Selbstzweck darstellt. Denn ohne Kritik ist kein abschlie&szlig;endes Urteil m&ouml;glich. Dann scheint es f&uuml;r die meisten am einfachsten, das Regierungsurteil zu &uuml;bernehmen, da diesem immerhin das Offizielle anhaftet. <\/p><p>Woher kommt das?<\/p><p>Ich empfinde das dritte Jahrzehnt des dritten Jahrtausends bislang so, dass sich die Mehrheitsgesellschaft &ndash; wohl aus Gr&uuml;nden der Komplexit&auml;tsreduktion wegen zahlreicher Zielkonflikte &ndash; implizit darauf verst&auml;ndigt hat, dass der f&uuml;r gut erachtete Zweck die Mittel heiligt und nur noch die W&uuml;rde &bdquo;der&ldquo; Menschen, des Kollektivs, des Staates, der dann auf Grund der &Auml;nderungsfestigkeit der im ersten Artikel niedergelegten Grunds&auml;tze keiner des Grundgesetzes mehr w&auml;re, unantastbar ist. Der Kanzler der von ihm ausgemachten &bdquo;Zeitenwende&ldquo; dr&uuml;ckte dies &ndash; noch mit Coronabezug &ndash; wie folgt aus: &bdquo;Es darf keine roten Linien geben&ldquo;; diese Denke, die unvereinbar mit einem W&uuml;rdeanspruch ist, setzt sich derzeit durch. <\/p><p>Ich gehe davon aus, dass sich diejenigen Menschen, die sich dem Parteien-, Presse- und nunmehr auch dem sich entwickelnden Satireblock anschlie&szlig;en, einem einfachen Weltbild aus schwarz und wei&szlig; anh&auml;ngen. Die Komplexit&auml;t der Probleme ist so immens, dass &ndash; nach der Denke des Denkblocks &ndash; nur rigorose Vereinfachung bzw. Verunglimpfung hilft. Beides sind infantile Denkmuster. <\/p><p>So f&uuml;hrt die Infantilit&auml;t z.B. dazu, dass es bereits an der Wahrnehmung daf&uuml;r fehlt, mit dem Meinungsblock global gesehen eine Minderheitenposition zu vertreten. Das f&uuml;hrt dazu, dass die globale Minderheit ernsthaft davon ausgeht, die globale Mehrheit liege falsch. Mich erinnert das an einen kranken Menschen, der davon ausgeht, er sei gesund; der Rest sei krank. <\/p><p>Mir scheint, dass nicht mehr der (einzelne) Mensch &ndash; derzeit vor allem nicht der russische Mensch &ndash;, sondern nur noch die Menschen z&auml;hlen &ndash; etwas, das gerade in Deutschland einfach nicht mehr vorkommen darf. Dass sich die Gesellschaft Werten wie &bdquo;Demokratie&ldquo;, &bdquo;Menschenrechten&ldquo; und &bdquo;Rechtsstaatlichkeit&ldquo; verschreibt, ist begr&uuml;&szlig;enswert; es scheint aber dabei vergessen zu werden, dass der alles &uuml;berbr&uuml;ckende Wert (bzw. das alles &uuml;berbr&uuml;ckende Gottesgeschenk) die Unantastbarkeit &ndash; bzw. positiv formuliert: die Heiligkeit &ndash; der W&uuml;rde des Menschen ist. <\/p><p>Nur so ist mir erkl&auml;rbar, wie deutsche Funktionseliten ohne vernehmbaren Widerspruch Begriffe wie &bdquo;Diktatfrieden&ldquo;, &bdquo;Vernichtungskrieg&ldquo;, &bdquo;Unterwerfungs- bzw. Lumpenpazifismus&ldquo;, &bdquo;Zivilisationsbruch&ldquo; usw. usf. verwenden k&ouml;nnen. Rationales Denken scheint noch nicht mal mehr gleichranging mit emotionalem Denken behandelt zu werden; der klare Blick f&uuml;r die Realit&auml;t wird ersetzt durch einen klaren Blick f&uuml;r die Surrealit&auml;t. W&auml;hrend gestern noch jeder an einer &ndash; nat&uuml;rlichen oder menschengemachten &ndash; Erkrankung Verstorbener ein Verstorbener zu viel war, sollen und d&uuml;rfen heute gar nicht genug Menschen an einer &ndash; ganz sicherlich menschlich verursachten &ndash; Kriegssituation versterben. Dass im 21. Jahrhundert noch propagiert werden kann &ndash; nichts anderes geschieht derzeit im Rahmen der milit&auml;rischen Unterst&uuml;tzung der Ukraine &ndash;, es sei edel und gut, f&uuml;r das Vaterland zu sterben &ndash; ggf. auch nur zu leiden &ndash;, zeigt mir, dass 2.500 Jahre Geistesgeschichte recht spurlos zumindest an der deutschen Menschheit vorbeigegangen sind. <\/p><p>Abschlie&szlig;end: <\/p><p>Dass die Nachdenkseiten f&uuml;r mich ein immens wichtiger Orientierungspunkt sind, kann ich nicht genug unterstreichen; ohne sie w&auml;re ich derzeit nahezu vollkommen aufgeschmissen. <\/p><p>Allerherzlichsten Dank f&uuml;r Ihre Arbeit sowie Entschuldigung f&uuml;r das Nicht-Kurzhalten! <\/p><p>Mit freundlichen Gr&uuml;&szlig;en, Wettengel<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>227. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Sehr geehrter Herr M&uuml;ller, <\/p><p>gerne m&ouml;chte ich meine Gedanken dazu mit Ihnen teilen, da ich u. a. auch selbst schon lange auf der Suche nach Antworten zum Thema Manipulation der Massen durch die Medien bin. Da Sie eine Kurzfassung fordern und ich ohnehin kein guter Schreiber bin, schildere ich Ihnen meine &bdquo;Erkenntnisse&ldquo; mehr oder weniger in Stichpunkten: <\/p><ul>\n<li>Was die Kabarettisten angeht, da glaube ich an das Ph&auml;nomen Herdentrieb und Selbsterhaltungstrieb. Zudem muss sich ein Mensch in der heutigen Zeit sehr gut &uuml;berlegen, wie weit er sich als Andersdenkender outet. Es findet sehr oft eine Stigmatisierung statt, wenn man kritisch denkt und dazu steht. Und die Kabarettisten m&uuml;ssen ihren Lebensunterhalt mit ihrem Tun verdienen. Wenn sie dann gegen den Mainstream sind, k&ouml;nnte das fantechnisch problematisch werden. Es geht auch um deren Existenz. Ist nat&uuml;rlich auch eine Charakterfrage.\n<p>Dass ausgerechnet der von mir wirklich nicht gesch&auml;tzte Dieter Nuhr bei dem Thema Krieg eine vern&uuml;nftige Meinung kundgetan hat, zeigt, dass auch ein aus meiner Sicht unsozialer Mensch nicht bei allem falsch liegt. Er kann zumindest noch denken und h&auml;lt auch starke Kritik aus. Trotzdem mag ich ihn nicht. <\/p><\/li>\n<li>Meiner Meinung nach konsumieren und nutzen die meisten Menschen Nachrichten unkritisch. Durch den st&auml;ndigen Informations&uuml;berfluss sind die meisten abgestumpft und passiv. Es ist eine Art betreutes Denken, oder noch viel passender betreutes Glauben. Selbst nachdenken ist oft nicht mehr erforderlich und obendrein unbequem. Und wenn, dann soll es gef&auml;lligst sch&ouml;n einfach sein und den eigenen Vorstellungen entsprechen. Das ist auch das Ziel der Meinungsmacher. In dem Zusammenhang finde ich das H&ouml;hlengleichnis sehr anschaulich, um die Verhaltensweisen der Menschen besser zu verstehen. <\/li>\n<li>Kognitive Kriegsf&uuml;hrung und damit professionelle Manipulation findet auf allen Ebenen statt. Die NATO hat das ganz offen und f&uuml;r jeden nachlesbar auf ihren Webseiten sehr ausf&uuml;hrlich dargestellt, wie weit das mittlerweile geht. Nat&uuml;rlich nur zur Verteidigung des westlichen Abendlandes und somit f&uuml;r einen guten Zweck. Der Westen ist selbstverst&auml;ndlich gut und das B&ouml;se sitzt im Osten, und der ist nun mal grunds&auml;tzlich schlecht. Solche einfachen Schwarz-Wei&szlig;-Muster sind f&uuml;r die geschundene Seele viel bek&ouml;mmlicher als selbst denken und feststellen, dass nicht alles so einfach ist. Au&szlig;erdem ist es gut ein, Feindbild zu haben. Das kommt vielen irgendwie recht. Dann ist man selbst aus dem Schneider und kann mit dem Finger auf andere zeigen. <\/li>\n<li>Es scheint auch hier wieder mal ein Spiel mit der Angst zu sein. Der b&ouml;se Russe kommt und holt uns. Da ist es doch besser, wir stehen zum einen auf der &bdquo;richtigen&ldquo; Seite und haben einen sehr m&auml;chtigen Bruder (USA), der uns im Notfall zu Hilfe eilt. Und wenn die Ukrainer den Russen besiegen, sind wir nicht mehr gef&auml;hrdet. Weiterhin gibt es sicher auch die gro&szlig;e Angst, bei Freunden, Verwandten, Kollegen zu einem Au&szlig;enseiter zu werden und noch schlimmer ausgegrenzt zu werden. Dass das Risiko eines Weltkrieges viel bedrohlicher ist, wollen die Menschen irgendwie nicht wahrhaben. <\/li>\n<li>So, nun bin ich etwas abgeschweift. Aber das alles h&auml;ngt ja irgendwie zusammen. Die Ausf&uuml;hrungen oben k&ouml;nnen durchaus eine Portion Ironie und Sarkasmus enthalten. <\/li>\n<\/ul><p>Bitte machen Sie weiterhin so gute aufkl&auml;rerische Arbeit und lassen Sie sich nicht unterkriegen! &Uuml;ber eine kurze R&uuml;ckmeldung w&uuml;rde ich mich sehr freuen. <\/p><p>Mit freundlichen Gr&uuml;&szlig;en, Frank Winkels<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>228. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Moin Herr M&uuml;ller, <\/p><p>&bdquo;Bitte kurz halten&ldquo;<\/p><p>Nun denn: Wie kann man das erkl&auml;ren? Angst. Nackte Angst. Sie wissen doch, was mit Leuten wie King, Assange, Fitz, Snowdwen, Nena, Ballweg, Bhakdi, Wodarg, Leber, Scholl, Jebsen, Arvay&hellip; nun. <\/p><p>Ich halte es kurz. Wenn man, wie ich von den von ihnen erw&auml;hnten Leuten annehme, eine Frau und Kinder und evtl. eine Immobilie abzuzahlen hat, dann bekommt man Angst&hellip; Nackte Angst! <\/p><p>Meine ich. <\/p><p>Mit allerfeinsten Gr&uuml;&szlig;en: Linus<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>229. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Mich nervt total die Heute-Show, die voll auf Regierungsseite sind und f&uuml;r Krieg sind und gegen Sahra Wagenknecht wettern. <\/p><p>Viele Gr&uuml;&szlig;e, Christiane Escher<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>230. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Sehr geehrter Herr M&uuml;ller, <\/p><p>ich sch&auml;tze die Sachlage so ein: <\/p><p>Corona hat gezeigt, was mit Leuten passiert, die eine abweichende Meinung vertreten (siehe Lisa Fitz, Uwe Steimle usw.). Schnell gilt man als rechts und wird untragbar. F&uuml;r diese Kulturschaffenden kann es somit das Ende der Karriere oder der Anstellung beim &ouml;ffentlichen Rundfunk mit einem sicheren Gehalt bedeuten. Manche versp&uuml;ren vielleicht auch Dankbarkeit gegen&uuml;ber der Regierung, da diese Teile der Kultur &uuml;ber die Pandemie gerettet hat. <\/p><p>Weiterhin muss man leider feststellen, dass nach meiner Einsch&auml;tzung ca. 70 Prozent der Bev&ouml;lkerung &bdquo;auf Linie&ldquo; sind. Kabarett gegen die Mehrheitsmeinung ruft Unmut hervor. Da schwimmt man lieber mit dem Strom und arbeitet sich an Minderheiten ab. Es ist auch einfacher, bekannte Narrative zu verst&auml;rken, als &bdquo;neue&ldquo; aufw&auml;ndig zu etablieren und zu begr&uuml;nden. Leider scheinen wir in einer Zeit zu leben, in der Haltung mehr wert ist, als Fakten es bisher waren. <\/p><p>Gr&uuml;&szlig;e, Peter Fischer<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>231. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Sehr geehrter Herr M&uuml;ller,<\/p><p>ohne Zweifel macht die &bdquo;Zeitenwende&ldquo; auch vor dem Kabarett nicht halt &ndash; <a href=\"https:\/\/twitter.com\/LiskeAphorismen\/status\/1231244591178878976?s=20\">wobei man dem sicher auch Verst&auml;ndnis entgegenbringen kann oder sollte<\/a>: Es sind auch nur Menschen. Generell gibt es ein Wechselspiel zwischen Sender und Empf&auml;nger: Wenn der Empf&auml;nger gegen das, was man ihm anbietet, nicht aufbegehrt, macht der Sender weiter und sein Angebot verstetigt sich. <a href=\"https:\/\/www.liske.de\/post\/neujahrsw%C3%BCnsche2023\">&Uuml;ber die monokulturelle Verbl&ouml;dung der Bev&ouml;lkerung<\/a> durch die Fl&auml;chenbombardements der Medien als sechste Teilstreitkraft des Krieges der USA gegen Russland habe ich schon ausgef&uuml;hrt. &Uuml;ber das, was man dagegen tun kann, habe ich im Zusammenhang mit der Rede des Bundespr&auml;sidenten <a href=\"https:\/\/www.liske.de\/post\/abh%C3%A4rten_gerade_wenn_es_kalt_ist\">zum Gedenken an die Widerstandsgruppe Wei&szlig;e Rose<\/a> geschrieben und bin dabei auch auf Ihre m&ouml;gliche Rolle eingegangen.<\/p><p>Auf die ZDF heute-show habe ich auf TWITTER am vergangenen Freitag <a href=\"https:\/\/twitter.com\/berndliske\/status\/1631772639898357760?s=20\">reagiert<\/a>: &bdquo;Schade, die &bdquo;Zeitenwende&ldquo; macht selbst aus der <a href=\"https:\/\/twitter.com\/heuteshow\">@heuteshow<\/a> eine diffamierende Propaganda-Show.&ldquo; Auf die Reaktion eines Followers hin, &bdquo;War sie vorher schon.&ldquo;, <a href=\"https:\/\/twitter.com\/berndliske\/status\/1632267266711605248?s=20\">schrieb ich<\/a>: &bdquo;Nein, eindeutig nein. Kabarettisten haben einen geschulten Blick auf Politik und Gesellschaft sowie die F&auml;higkeit, das so aufzubereiten, dass es die grauen Zellen in der Bev&ouml;lkerung erreicht (daran arbeite ich noch). Inzwischen leistet man aber auch dort den Eid auf die &sbquo;Zeitenwende&lsquo;.&ldquo;<\/p><p>Mit freundlichen Gr&uuml;&szlig;en, Bernd Liske<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>232. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Meine Einsch&auml;tzung<\/p><p>Die werten Damen und Herren von Kabarett sind wohl auf die Einnahmen vom Fernsehen angewiesen. Das Problem ist, dass unsere GEZ-Beitr&auml;ge vom Staatsfernsehen zur Manipulation verwendet werden m&uuml;ssen. Wer da nicht mitmacht, ist eben drau&szlig;en. Eine Zensur findet nicht statt.<\/p><p>Andererseits sollten wir sehen. dass DIE mittlerweile Gift und Galle speien, wenn jemand wagt, eine nichtregierungsoffizielle Meinung zu haben. Das zeigt, dass sie Angst haben, gro&szlig;e Angst.<\/p><p>Mit solidarischen Gr&uuml;&szlig;en, Armin Christ<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>233. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Hallo, <\/p><p>Vielleicht sagen die auch nur, was sie denken. Dann ist es nicht so toll, dass ihr das jetzt aufblast. W&auml;re ja dann dasselbe, was ihr ihnen in diesem Artikel vorwerft. Andere Meinungen zulassen macht sympathisch.<\/p><p>Macht doch bitte nicht das gleiche bl&ouml;de Spiel wie die. Ansonsten danke f&uuml;r die NDS. <\/p><p>Liebe Gr&uuml;&szlig;e, Achim Schmidt<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>234. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Ich glaube, dass all die Kabarettisten, die bei ihren Medienauftritten jetzt auf die allgemeine russophobe und Putin-bashende Linie einschwenken, bewusst oder unbewusst, einfach unter dem Druck der fl&auml;chendeckenden Propaganda einknicken. Ich bin allerdings auch ziemlich fassungs- und ratlos, wie es sein kann, dass so viele ehedem sehr streitbare Geister so komplett einknicken. Dabei sind die Kabarettisten aber leider nicht alleine. Dies gilt ja auch f&uuml;r die gro&szlig;e Mehrheit der Journalisten und Politiker. Ich glaube, ich muss einmal wieder das Buch <\/p><p>Manufacturing Consent: The Political Economy of the Mass Media <\/p><p>von Edward S. Herman and Noam Chomsky zur Hand nehmen, um die Mechanismen zu rekapitulieren, nach denen unsere Medien funktionieren. <\/p><p>Hans-Peter Piepho<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>235. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Sehr geehrter und lieber Herr M&uuml;ller, <\/p><p>Diese &bdquo;ehemaligen&ldquo; Kabarettisten haben erkannt, dass sie bei dem propagierten zuk&uuml;nftigen Gesellschaftssystem-wechsel dabei sein k&ouml;nnten, m&ouml;chten. Das ist eine gute Gelegenheit f&uuml;r sie, mit dazuzugeh&ouml;ren zu der hellsehenden, noch herrschenden Oberschicht, die sie alle missbraucht, um von den wahren Hintergr&uuml;nden und Ursachen abzulenken. <\/p><p>Aus meiner Sicht sind das Menschen, die noch schnell auf den fahrenden Zug aufspringen m&ouml;chten, um auf der &bdquo;Karriere-Laufbahn&ldquo; nach oben gesp&uuml;lt zu werden. Sicherlich machen sie das gegen Bezahlung, denn denen ist es egal, wer und wie viel jemand zahlt. Das sind charakterlose, r&uuml;cksichtslose Egoisten, die nur auf ihr eigenes Wohl und Vorteile bedacht sind. Das wird ihnen in ihrer Ausbildung und sp&auml;testens bei ihrem ersten Auftrag, Arbeitgeber bewusst. <\/p><p>F&uuml;r mich haben die keine Berufsehre, sie schauen sich das bei den anderen ab, das f&auml;ngt schon zu Hause in der Kinderstube an. Warum sollen sie auch nicht mit den W&ouml;lfen heulen, oder wie schon in der Lehre gesagt wurde; &bdquo;Wess&rsquo; Brot ich ess, dess&rsquo; Lied ich sing&ldquo;. Viele unsere Politiker, nicht nur die, die jetzt im Amt, aber gewiss nicht in W&uuml;rde sind, bleiben und waren f&uuml;r mich schon immer <\/p><blockquote><p>\n&bdquo;&hellip; totale Verbrecher!<br>\nsie l&uuml;gen, betr&uuml;gen erkl&auml;ren den Krieg, machen Menschen zu M&ouml;rdern und labern vom Sieg &hellip;!&ldquo;, sang Udo Lindenberg in den 1970er\/80er-Jahren.\n<\/p><\/blockquote><p>Dem habe ich im Moment nichts mehr hinzuzuf&uuml;gen, au&szlig;er die Bitte an Sie, liebe NDS&rsquo;ler, bitte halten Sie durch. Sie sind mein Leuchtturm in diesem Chaos, das von denen &bdquo;da oben&ldquo; ausgedacht und ausgel&ouml;st wurde. <\/p><p>Solidarische Gr&uuml;&szlig;e, J. Sales<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>236. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Lieber Herr M&uuml;ller, <\/p><p>So etwas &bdquo;Eigenartiges&ldquo; ist das gar nicht, was wir hier im Bereich Kabarett und Satire erleben. Ich halte es leider f&uuml;r eher in der Norm dessen, was wir aus dieser Generation kennen. Das doch in der Regel unbek&uuml;mmerte Aufwachsen hat diese Menschen nie in Verlegenheit gebracht, wirklich f&uuml;r etwas zu streiten, k&auml;mpfen zu m&uuml;ssen oder ernstlich etwas zu hinterfragen. Hier stehen in der Regel keine Weltverbesserer oder gar Revolution&auml;re auf der B&uuml;hne. Sie machen einen Job. <\/p><p>Und wenn sie erst einmal an der oberen Sprosse der Karriereleiter angekommen sind, beginnt das, was der Motor und Gott dieser Gesellschaft ist. Richtig viel Geld verdienen. Corona hat diesen Menschen nun gezeigt, wie schnell es geht, von der Leiter zu fallen, wenn man nicht &bdquo;mitschwimmt&ldquo;. &bdquo;Erst das Fressen, dann die Moral&ldquo;. Der bekannte Spruch gilt immer wieder.<\/p><p>Mit freundlichen Gr&uuml;&szlig;en, Lutz Schramm<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>237. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Lieber Herr M&uuml;ller,<\/p><p>ich bin befreundet mit dem Leipziger Kabarettisten <a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Meigl_Hoffmann\">Meigl Hoffmann<\/a>&nbsp;<a href=\"http:\/\/www.meigl-hoffmann.de\">meigl-hoffmann.de<\/a>. Ein au&szlig;erordentlicher Mann! <\/p><p>Im DLF kam im November in der Reihe &bdquo;Querk&ouml;pfe&ldquo; ein Auszug aus der damals gerade zu Ende gegangenen &bdquo;Leipziger Lachmesse&ldquo;, und zwar kamen alle aus Sachsen stammenden Teilnehmer zu Wort: <\/p><p><a href=\"https:\/\/www.deutschlandfunk.de\/ein-saechselnder-streifzug-ueber-die-leipziger-lachmesse-dlf-6e776910-100.html%20\">deutschlandfunk.de\/ein-saechselnder-streifzug-ueber-die-leipziger-lachmesse-dlf-6e776910-100.html<\/a><\/p><p>Simone Solga, die lange in M&uuml;nchen bei Lach &amp; Schie&szlig; war, bleibt blass, werden sie selbst finden. Tom Pauls erz&auml;hlt was von Stevie Wonder, naja. Ab Minute 43:25 kommt Meigl auch im Interview zu Wort (der Interviewer Torsten Thierbach, &uuml;brigens, stammt aus Dresden und war begeistert von Meigl, erz&auml;hlte mir dieser, daher kommt Meigl in dieser DLF-Sendung auch am meisten zu Wort). <\/p><p>Meigl ist vielleicht eine Ausnahme, aber eine markante. Er ist halt nicht im TV. <\/p><p>Gr&uuml;&szlig;e aus Leipzig, UDBraumann<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>238. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Sehr geehrter Herr M&uuml;ller,<\/p><p>Sie m&ouml;chten die Meinung der Leserschaft h&ouml;ren, warum &ouml;ffentliche Auftritte selbst im Bereich der Satire und Kleinkunst sich der nationalen Kriegslust anbiedern, sich ihr sogar in vorauseilendem Gehorsam unterwerfen, sie sich gar selbst zu eigen machen?&nbsp;<\/p><p>In unserer heutigen Zeit, wo Religion weitestgehend einem blo&szlig;en, existenzielle Zugest&auml;ndnis an eine &bdquo;Kraft, die gr&ouml;&szlig;er ist als der Mensch&ldquo; gewichen ist, bietet unser t&auml;glicher und allt&auml;glicher Medienkonsum eine oft sehr willkommene Ersatzdienstleistung f&uuml;r zwischenmenschliche Bed&uuml;rfnisse an: n&auml;mlich den Genuss an der Teilhabe einer fremden Gedankenwelt.<\/p><p>Wie Sie freilich immer wieder selbst in ihrem Alltag feststellen &ndash; privat wie beruflich &ndash;, ist es nicht jedermann gleicherma&szlig;en gestattet, die &bdquo;seltenen&ldquo; Sendepl&auml;tze f&uuml;r sich einzunehmen und dabei sowohl SENDER als auch fair behandelt zu werden. Wer einen solchen ergattern kann, muss sich der staatlichen Verpflichtung hingeben. F&uuml;r immer pr&auml;ziser deklarierte Abweichungen aller Art (Stichwort: geeignete &Auml;u&szlig;erungen) gibt es reichlich Nicht-Argumentation und Schutzbehauptungen, diese Sendepl&auml;tze zu verwehren. Zwar sind Fernsehen, Zeitungen, Radio, Auftritte und ihre online kommunizierten Ableger nun wahrhaft nicht die einzigen verf&uuml;gbaren Kan&auml;le, jedoch die einzigen, welche ein finanzielles Auskommen erm&ouml;glichen. Was dies in einer von Wirtschaftlichkeitsgebaren als Geisel gehaltenen Gesellschaft wie der unseren in der BRD bedeutet, mag sich aus eben dieser Perspektive (alles muss sich lohnen!) erkl&auml;ren lassen: Alles.&nbsp;<\/p><p>F&uuml;r die NachDenkSeiten haben Sie finanziell den Weg der Freiwilligkeit gew&auml;hlt. Und damit haben Sie all die Stolpersteine &ndash; die nat&uuml;rlich vorkommenden wie auch die vors&auml;tzlich dort platzierten &ndash; gew&auml;hlt. Inwieweit ihr pers&ouml;nliches Auskommen von Erfolg und Reichweite dieser Unternehmung abh&auml;ngt, mag ich nicht beurteilen. Ich sch&auml;tze aber, dass es auch hier eher freiwillig geschieht als aus finanzieller Notwendigkeit heraus. Da h&auml;tten Ihnen auch sicherlich T&uuml;ren zu lukrativeren und arbeits&auml;rmeren Eink&uuml;nften offengestanden.&nbsp;<\/p><p>Zusammengefasst: Wer unsere Kultur mitgestalten m&ouml;chte, muss die Leitkultur verinnerlicht haben. Wer dies nicht tut und dennoch Kulturschaffender wird, muss akzeptieren, im staatlichen Kulturraum als St&ouml;renfried ignoriert oder bek&auml;mpft zu werden, denn als Partner oder Mitwirkender geachtet. Gedankenspiel: H&auml;tten Sie diese &bdquo;unsere&ldquo; Leitkultur verinnerlicht und &ouml;konomisches Denken in jeden ihrer Lebensbereiche aufgesogen: Was w&uuml;rden Sie tun?&nbsp;<\/p><p>Der Bruderrat von Bonhoeffers&lsquo; Finkenwalder Kreis schrieb 1935, anl&auml;sslich der &bdquo;Verordnung zur Sicherung der evangelischen Kirche&ldquo; in einem Brief an seine Mitglieder:<\/p><blockquote><p>\n&bdquo;Wir k&ouml;nnen Ihnen keine Sicherung daf&uuml;r geben, dass Sie angestellt werden, Gehalt bekommen, von irgendeiner staatlichen Stelle anerkannt werden. Es kann sein, dass Ihr Weg in die Zukunft sehr schwer wird&hellip;&ldquo;&nbsp;\n<\/p><\/blockquote><p>Dennoch oder gerade deswegen blieb die Gemeinschaft vollz&auml;hlig, und ein gewisser Dietrich entgegnete den Mitgliedern der legitimen Kirchen:<\/p><blockquote><p>\n&bdquo;Wenn man in einen falschen Zug einsteigt, n&uuml;tzt es nichts, wenn man im Gang entgegen der Fahrtrichtung l&auml;uft.&ldquo;\n<\/p><\/blockquote><p>Ich w&uuml;nsche Ihnen, Herr M&uuml;ller, und allen Beteiligten alles Gute.&nbsp;<\/p><p>Timo Schmidt, Hannover<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>239. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Vorsicht lasse ich walten, h&ouml;re ich von einem Ph&auml;nomen, wenn es sich um menschliche Verhaltensweisen handelt. Die sind erkl&auml;rbar, Ph&auml;nomene nicht. Am deutlichsten erkenne ich bei Dieter Nuhr, wenn er den Pflichtteil seines Programms herunterschnurrt, n&auml;mlich seinen Gehorsam gegen&uuml;ber dem Mainstream vermeldet; es h&ouml;rt sich anders an &ndash; jedenfalls f&uuml;r mich &ndash; fast widerstrebend. Man hat etwas zu sagen, sagt aber nun auch, was man nicht zu sagen h&auml;tte; man plant es ein, im Grunde verbiegt man sich, wendet sich. <\/p><p>Ich kenne das aus DDR-Endzeiten. Man betr&uuml;gt seine Seele, sofern man nach Jahrzehnten des Bluffs noch &uuml;ber so ein Lebensst&uuml;ck verf&uuml;gt, denn man will dazugeh&ouml;ren, muss sich unterscheiden von den dummen Massen, die nichts gebacken kriegen, weil sie durch das deutsche Bildungswesen l&auml;ngst verbl&ouml;det sind; man w&auml;hnt sich der elit&auml;ren Aristokratie zugeh&ouml;rig, koste es das Gewissen. Ein wenig wei&szlig; ich, wovon ich rede, werden doch B&uuml;cher meines kleinen Verlags von provinzieller Presse nicht rezensiert, solange der Chefredakteur fassungslos &uuml;ber mein Weltbild ist. Ich brauche blo&szlig; andere B&uuml;cher schreiben, ich mach&lsquo;s aber nicht. Uwe Steimle kriecht auch nicht zu Kreuze &ndash; und viele andere mehr. Es ist eine Haltungsfrage. Solange man auch Haltung kaufen kann, m&uuml;ssen wir uns nicht wundern.<\/p><p>Rainer Stankiewitz<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>240. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Sehr geehrter Herr M&uuml;ller, <\/p><p>das Kabarett hat sich immer an die vermeintlich vorherrschende, vorgegebene oder ver&ouml;ffentlichte Publikumsmeinung angepasst. Das gilt insbesondere f&uuml;r Auftritte im Fernsehen. Zudem brauchen die K&uuml;nstler nach der Corona-Flaute dringend wieder Einnahmen und wollen auf keinen Fall irgendwo anecken. Also machen sie das, was nach ihrer Auffassung ankommt. <\/p><p>Aber wahrscheinlich hat die Corona-Politik auch Spuren hinterlassen. Man hat sich durch Politik, Medien und Wissenschaft in Angst und Schrecken versetzen lassen, und so konnten sich der Staat und die Wei&szlig;kittel als Retter inszenieren, ihre Macht ausweiten und ihr Ansehen vergr&ouml;&szlig;ern. Fast alle haben sich der Politik und Wissenschaft unterworfen, sich mit den angeblich wirksamen und ungef&auml;hrlichen Substanzen impfen lassen und glauben, durch Staat und Medizin von allem &Uuml;bel erl&ouml;st worden zu sein. Und die H&auml;nde, die einem vermeintlich das Leben gerettet haben, bei&szlig;t man nicht. <\/p><p>Diese neue deutsche Staatsgl&auml;ubigkeit und Staatsh&ouml;rigkeit d&uuml;rfte auch dazu gef&uuml;hrt haben, dass viele K&uuml;nstler der Bundesregierung bedenkenlos in den Ukrainekrieg gefolgt sind und sie selbst zu Kriegspropagandisten geworden sind. Hier noch ein Zitat aus dem Jahr 1914: <\/p><blockquote><p>\n&bdquo;Auch viele Kabarettisten und Satiriker sind unter den Hurra-Rufern und melden sich freiwillig an die Front. Sie preisen wie Otto Reutter in einem Chanson, deutsche U-Boote, oder erkl&auml;ren gar, v&ouml;llig ironiefrei, das &bdquo;Sich-abschlachten-lassen&ldquo; zum sehnlich gesuchten Sinn ihres Lebens.&ldquo;\n<\/p><\/blockquote><p>Diese Stufe des Wahnsinns haben wir noch nicht erreicht. Aber unsere Medien pr&auml;sentieren uns fast st&uuml;ndlich die neuen deutschen Waffen, mit denen wir dann in 2.000 Kilometern Entfernung die Ukrainer die Russen abschlachten lassen. Das ist noch perverser als das &bdquo;Sich-abschlachten-lassen&ldquo;. <\/p><p>Mit freundlichen Gr&uuml;&szlig;en, Heinz J. Dieckmann<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>241. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Lieber Albrecht M&uuml;ller!<\/p><p>Sie haben mit Ihren Fragen &bdquo;Geht es um Auftr&auml;ge von den gro&szlig;en Medien? Zeigt sich hier ein Nebeneffekt der Aush&ouml;hlung der &ouml;ffentlich-rechtlichen Sender? Geht es um den Applaus einer zunehmend angepassten Mehrheit? Ist der Wunsch, dazuzugeh&ouml;ren, so unglaublich gro&szlig;, dass das Nachdenken davon blockiert wird?&ldquo; indirekt schon wichtige Antworten auf Ihre Frage &bdquo;Wie kann man erkl&auml;ren, dass Kabarettisten wie Sieber, Bosetti, Philip Simon und andere in das Lager der Angepassten abgleiten?&ldquo; gegeben, denn die &bdquo;gro&szlig;en Medien&ldquo; und die &bdquo;&ouml;ffentlich-rechtlichen Sender&ldquo; sind l&auml;ngst gleichgeschaltet auf Regierungskurs bzw. folgen sklavisch dem vom US-Kriegskomplex vorgegebenen Narrativ, und der &bdquo;Applaus einer zunehmend angepassten Mehrheit&ldquo; und &bdquo;der Wunsch, dazuzugeh&ouml;ren&ldquo; spielen angesichts des mit allen Mitteln gef&uuml;hrten Information Warfare sicher eine entscheidende Rolle. <\/p><p>Hinzu kommt unseres Erachtens die Angst vor dem Verlust des Einkommens, vielleicht sogar vor dem Verlust des Lebens. Als aktuelle Beispiele m&ouml;chten wir nur die Entlassung der Professorin Ulrike Gu&eacute;rot von der Bonner Universit&auml;t und den Freitod(?) des Biologen Clemens Arvay nennen. <\/p><p>Friedliche Gr&uuml;&szlig;e! Helene + Dr. Ansgar Klein<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>242. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Es geht um effiziente Meinungsmache! <\/p><p>W&auml;hrend Nachrichtensendungen der &ouml;ffentlich-rechtlichen Stationen noch gewissen journalistischen Mindeststandards unterliegen, k&ouml;nnen bei Satire und Kabarett ansonsten zu recherchierende Fakten frank und frei erfunden und jede bev&ouml;lkerungsgruppenspezifische Ver&auml;chtlichmachung weitergetrieben werden. <\/p><p>Die Einhaltung von Political Correctness (PC) wird zwar ebenfalls gefordert, jedenfalls f&uuml;r ethnische, sexuelle und auch einige religi&ouml;se Minderheiten, die Einhaltung der PC endet aber bei Meinungsabweichlern, erst recht, wenn die Gefahr besteht, dass diese gar keine Minderheit sind. Die Abweichler vom vorgegebenen Mainstream haben es sich schlie&szlig;lich auch selbst zuzuschreiben, dass sie vom ach so freien Kabarett ver&auml;chtlich gemacht werden &ndash; haben sie doch ihre abweichende Meinung selbst gew&auml;hlt, anstatt die vorgegebene Meinung zu replizieren oder besser vollends zu schweigen. <\/p><p>Das Land der meinungsbildenden Talkshows wird zunehmend zum Land der meinungsmachenden Wochenshows. Verantwortungsfrei, per definitionem nicht ernst zu nehmen, aber genau dadurch zunehmend effizient.<\/p><p>Norbert Neuwirth<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>243. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Liebes Nachdenkseiten Team, <\/p><p>ich habe den Verdacht, dass sich zwei Seiten immer klarer herauskristallisieren: die derjenigen, die f&uuml;r Krieg sind, und die dagegen. Die, die offensichtlich l&uuml;gen, und die, die sich der Wahrheit verpflichtet f&uuml;hlen. Je nach eigener gesellschaftlicher Position muss man sich &ouml;ffentlich f&uuml;r eine der beiden Seiten entscheiden. Da die Annahme, dass die m&auml;chtigen vollkommen des Wahnsinns sind, sehr extrem ist, entscheiden sich viele oft f&uuml;r deren Seite. <\/p><p>Mit freundlichen Gr&uuml;&szlig;en, MM<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>244. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Verehrtes Team, <\/p><p>ich habe gemerkt, dass unsere Kabarettisten vor l&auml;ngerer Zeit die Entscheidung treffen mussten, entweder, sie heulen mit den W&ouml;lfen, oder sie werden nicht mehr engagiert. Uwe Steimle z.B., den ich sehr sch&auml;tze, ist halt weg. Alle, die noch auftreten d&uuml;rfen, m&uuml;ssen wenigstens einen Seitenhieb auf die AfD oder neuerdings auf Frau Wagenknecht loslassen. Dann d&uuml;rfen sie auch ein paar kleine, vorsichtige Kritikp&uuml;nktchen vorbringen. <\/p><p>In der ehemaligen DDR gab es sehr gute Kabarettisten, die durften sogar manchmal etwas Kritisches sagen. Das Publikum jubelte und merkte gar nicht, dass das nur eine Ventilfunktion hatte. Ge&auml;ndert hat sich gar nichts, und heute ist es ebenso! <\/p><p>Sch&ouml;ne Gr&uuml;&szlig;e aus Peine, Ingund Enderlein<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>245. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Lieber Herr M&uuml;ller, <\/p><p>auf Ihren Wunsch hin halte ich mich kurz: Mir f&auml;llt nur eine Erkl&auml;rung f&uuml;r den Untergang f&uuml;r das Kabarett im &Ouml;RR ein: Die letzten Jahre waren ein Charakter- und Intelligenztest, den viele nicht bestanden haben. Au&szlig;er einigen wenigen wie: Helmut Schleich, Simone Solga, Monika Gruber, Lisa Fitz. Alles andere schau ich mir nicht mehr an, weil ich es kaum aushalte. <\/p><p>Ansonsten machen Sie bitte weiter so. Ihre Arbeit ist so wichtig. <\/p><p>Mit herzlichen Gr&uuml;&szlig;en, A. Riegel<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>246. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Liebe Macher der Nachdenkseiten, <\/p><p>ja, ich bin v&ouml;llig entsetzt &uuml;ber, ja wie soll ich sagen, um Kabarett im eigentlichen Sinn handelt es sich nicht mehr. Der Niedergang nahm richtig Fahrt auf mit Beginn der Corona-Ma&szlig;nahmen. Aber auch schon vorher war es weniger kritisch. <\/p><p>Was tats&auml;chlich dahinter steckt, kann man ja nur vermuten. Ich denke es l&auml;uft so wie im Journalismus, dass hier Geld im Spiel ist. Wie diese doch ehemals kritischen Geister sich noch im Spiegel ansehen k&ouml;nnen, kann ich nicht nachvollziehen. <\/p><p>Beste Gr&uuml;&szlig;e, Reinhard Kaufmann<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>247. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Kurzgehalten: Die (bis zur Coronakrise) Funktion selbst qualitativ anspruchsvoller Satire war in einer konsumbef&auml;higten Freiheitsillusion die eines Ableitstrangs, Ventil erscheint mir bei der ausgepr&auml;gten deutschen Schafsmentalit&auml;t &uuml;berdimensioniert. Dass aus schierer Masse rein rechnerisch vereinzelt originelles Denken und\/oder Dichten lediglich als abfallendes Nebenprodukt sich beizeiten einstellt, hat somit keine nationalgenetische Grundlage. Was unsere durchaus zuvorderst talentierten scharfen Zungen verk&uuml;ndeten, erscheint alsbald im gelungenen Falle durch die aktuelle Erb&auml;rmlichkeit kompletten Versagens aber durchaus mit diesem Attribut &bdquo;deutsch&ldquo; hauptanteilig verbunden. <\/p><p>Die Krux ist diese Nationalattrappe, die nun, dem Himmel sei Dank, unweigerlich ins Nichts verpufft, nachdem die blutverschwei&szlig;te kleindeutsche Einigkeit anno 1871 vom j&auml;hzornigen Kleinkind &uuml;ber Psychopatenpubertanz die vollj&auml;hrige M&uuml;ndigkeit bis 1945 zu recht vers&auml;umte, es hat nicht sollen sein&hellip; wurde aber zweckdienlich vom Nachkriegswalter zum eiternden Debilzombie geh&auml;tschelt, der die europ&auml;ische Wunde brav am schw&auml;ren h&auml;lt. <\/p><p>Gro&szlig;es Kino also, nichts dahinter, so auch die vormals selbstgeglaubte Attit&uuml;de echter Haltung vs. Meinung. Wof&uuml;r? Dieses Nationalinsolvenz ist, endlich farb- und tonlos auf wei&szlig; offenbart, &ouml;konomisch zu loben: Ein Geist hat eines gar nicht n&ouml;tig, Geistesf&uuml;lle. Es hei&szlig;t mit bedachter Bescheidenheit ja auch Kleinkunst, nimmt sie sich selbst auch immens wichtig. Es bleibt dazu doch eine Ausnahme anzuf&uuml;hren, einer, der den ganzen Rest an Geist geerbt, um die noch l&auml;cherlichere Posserei mit diesen Farcen zu verm&auml;hlen, welche vorgeben, diese vorzuf&uuml;hren. Chapeau, Monsieur Sonneborn! &hellip; ein b&ouml;ser Traum war&lsquo;s, gut gelacht!<\/p><p>Liebe Gr&uuml;&szlig;e, Bernd Berthel<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>248. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Im Mainstream f&uuml;hlt man sich sicher; au&szlig;erdem die Angst, Applaus und Anerkennung zu verlieren; Existenzangst?<\/p><p>Sophie Steck<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>249. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Sehr geehrter Herr M&uuml;ller, <\/p><p>wenn es auch die Aufgabe von Kabarettisten sein sollte, kritisch das Handeln der F&uuml;hrenden in Politik und Wirtschaft unterhaltsam zu hinterfragen, so sind auch Kabarettisten nur Menschen, die, wenn sie in dem von ihnen gew&auml;hlten Beruf arbeiten wollen, etwas verdienen m&uuml;ssen, um zu leben.<\/p><p>Und verdienen k&ouml;nnen sie nur, wenn sie einen Auftrag bzw. einen Sendeplatz bekommen. Da sie aber alle freie Mitarbeiter in den Medien sind, sind sie so frei wie Freiwild. Es ist also keine Zensur, wenn ein freier Mitarbeiter keinen Auftrag bzw. keine Sendung bekommt.<\/p><p>Ich glaube, dass dadurch ein vorauseilender Gehorsam entsteht, und k&ouml;nnte mir vorstellen, dass viele K&uuml;nstler ihre eigene Haltung an der Garderobe abgeben und das f&uuml;r sich damit begr&uuml;nden, dass auch Schauspieler nicht hinter jeder Rolle stehen. die sie spielen. Dies ist sehr schade und traurig, weil besonders die Kabarettisten unglaubw&uuml;rdig und nach einem politischen Richtungswechsel fallen gelassen werden.<\/p><p>Vielen Dank f&uuml;r Eure Arbeit und viele Gr&uuml;&szlig;e, Friedhelm Wendel<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>250. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Hallo Herr M&uuml;ller, <\/p><p>zun&auml;chst: Danke Ihnen. <\/p><p>Ich kenne diese &bdquo;Kabarettisten&ldquo; nicht, daher ist meine Erkl&auml;rung doch ziemlich spekulativ. Ich habe folgende Erkl&auml;rungen: <\/p><ol type=\"a\">\n<li>Narzisstische St&ouml;rung, Gefallsucht (bzw. deren Missbrauch, also n&uuml;tzliche Idioten) <\/li>\n<li>Finanzielle Notlage (bzw. deren Missbrauch): Kinder, Kredit, Haus, Schulden&hellip;<\/li>\n<li>Sie spielen das Spiel mit, weil es politisch jemand mitspielen muss. Soll hei&szlig;en, die Ramstein-Betreiber erwarten das so. <\/li>\n<\/ol><p>Ansatz c) folgt dem Gedanken, dass unsere Regierung quasi mit der Pistole am Kopf agiert. Liefere Waffen, sonst &hellip; k&ouml;nnte das Land bald aussehen wie der Irak. In diesem Fall w&auml;re es der verzweifelte Versuch, die Gesellschaft zu sch&uuml;tzen. Im Destabilisieren ist unsere Schutzmacht bekanntlich talentiert. <\/p><p>(War die Reichsb&uuml;rger-Story vom Dezember ein Vorgeschmack? Hat der BND schon mal ge&uuml;bt, f&uuml;r den Fall, dass &hellip;?) <\/p><p>MfG, Florian Dietz<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>251. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Sehr geehrte Damen und Herren! <\/p><p>In der Tat beobachte auch ich seit Corona, dass sich unsere Kabarettisten lieber an der Opposition abarbeiten statt an der Regierung. Auch im Karneval &ndash; etwa bei &bdquo;Mainz bleibt Mainz wie es singt und lacht&ldquo; &ndash; war das zu beobachten. Man denke darin an Lars Reichows Hasstirade auf die AfD. Bosetti war bei Corona ja schon personifiziertes Regierungssprachrohr &ndash; Stichwort: &bdquo;Ungeimpfte sind Blinddarm der Gesellschaft&ldquo;. Christoph Siebert ist leider auch komplett vom System einverleibt worden. Ob auch er am Tropf des WDR h&auml;ngt? <\/p><p>Selbst der Oppositionsf&uuml;hrer Friedrich Merz arbeitet sich ja inzwischen lieber an der Opposition ab &ndash; etwa an Frau Wagenknechts &bdquo;Manifest f&uuml;r den Frieden&ldquo; &ndash; statt an der Regierung. Offenbar ist unsere korrupte Regierung nicht nur Meister im Nehmen, sondern auch im Geben, sprich: Schmieren. Dass Journalisten von ihr gekauft werden, ist ja inzwischen durchgesickert. <\/p><p>So weit meine Impressionen zu dem Thema! <\/p><p>Gutes Gelingen und herzlichen Dank f&uuml;r Ihre grooo&szlig;artige Arbeit f&uuml;r Wahrheit, Demokratie, Frieden und Freiheit! <\/p><p>Ralph Zedler<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>252. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Lieber Herr M&uuml;ller,<\/p><p>warum Kabarettisten im <strong>Staats<\/strong>fernsehen pl&ouml;tzlich auf <strong>Staats<\/strong>kurs sind? Der Satz erkl&auml;rt es selbst. Wenn jemand tats&auml;chlich denkt, dass es damals noch gar kein Staatsfernsehen gab, dann sehe ich das zumindest anders.<\/p><p>Der Staat &ndash; die M&auml;chtigen &ndash; sahen sich von den Clowns in den Medien nicht wirklich bedroht. Es waren halt nur Clowns. Und &uuml;ber Clowns soll das Publikum ruhig lachen, abgelenkt werden und den sicheren Eindruck haben, dass man in diesem Land seine Meinung auch mal offen kundgeben darf. Gef&auml;hrlich wird es erst, wenn das Publikum anf&auml;ngt, sp&auml;ter ernsthaft nachzudenken, den Dingen auf den Grund zu gehen und gar noch Schlussfolgerungen zu ziehen, um nach &Auml;nderungen zu streben, die den M&auml;chtigen &uuml;berhaupt nicht in ihren Plan passen k&ouml;nnten.<\/p><p>Heute, in einer Zeit, wo dieses System eh am Abgrund steht und droht, die, die von ihm jahrzehntelang profitiert haben, mitzurei&szlig;en, sind solche Gedanken im Volk das reinste Dynamit. Deshalb ist nun der Punkt erreicht, wo der Clown seine Schuldigkeit getan hat und zum &Uuml;berbringer der schlechten Nachrichten wird. &ndash; Fr&uuml;her ging man mit diesen allerdings entsprechend um&hellip; <\/p><p>Und ja, es gibt immer auch Menschen, die f&uuml;r ihre finanzielle Sicherheit &ndash; eine andere kennen sie n&auml;mlich nicht &ndash; alles tun w&uuml;rden. Dazu z&auml;hle ich auch diese von Herrn M&uuml;ller genannten Clowns. Ein Clown mit Anstand und Charakter h&auml;tte in diesen Zeiten seinen Job an den Nagel geh&auml;ngt und w&auml;re in die Resistance gewechselt.<\/p><p>Beste Gr&uuml;&szlig;e, Martina R.<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>253. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Lieber Albrecht M&uuml;ller, liebes Team der NachDenkSeiten, <\/p><p>Kein Mensch ist vor &bdquo;der Welle&ldquo; (Morton Ruhe) gefeit, egal welchen Bildungsstand er hat\/welche Arbeit er verrichtet. Die 24\/7 Dauerbombardierung der Menschen mit all der Propaganda zwingt schlussendlich die meisten in die Knie&hellip; Da wird der moralische Kompass, den sich jeder t&auml;glich aufs Neue kalibrieren muss, ersetzt durch die Anonymit&auml;t in der im Gleichschritt dahintrabenden Masse, und die einfachen Geister werden vereint, sind endlich jemand&hellip;Fragt sich nur, wer den Lehrer macht, der alles wieder aufl&ouml;st&hellip; <\/p><p>Hochachtungsvoll, Ihr seit 2009 treuer Leser, Matthias Birke<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>254. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Werte NDS,<\/p><p>die von Ihnen aufgef&uuml;hrten KabarettistInnen geh&ouml;ren zu einer winzigen Minderheit in der Kleinkunstszene, n&auml;mlich denen, die &bdquo;es geschafft haben&ldquo; &ndash; regelm&auml;&szlig;ig beste Sendezeiten, Ansehen und wohl auch finanzielle Privilegien &ndash; kurzum, sie haben &bdquo;etwas zu verlieren&ldquo;.<br>\nSo weit zum Zuckerbrot &ndash; auf der anderen Seite droht die Peitsche in Form von gesellschaftlicher &Auml;chtung durch &bdquo;Cancel Culture&ldquo;. Inzwischen ist an gen&uuml;gend Personen des &ouml;ffentlichen Lebens ein Exempel statuiert worden, dass es jedem anderen den nackten Angstschwei&szlig; auf die Stirn treiben kann und er sich h&uuml;tet, etwas zu sagen, was ihn auch nur in die N&auml;he eines Verdachts bringen k&ouml;nnte, auf der &bdquo;falschen&ldquo; Seite zu stehen &ndash; ein seit Coronazeiten wohltrainierter und bis zum Reflex perfektionierter Mechanismus.<\/p><p>Eigentlich beruht alles auf einer primitiv-dualistischen Zwangspolarisierung (schwarz\/wei&szlig;, gut\/b&ouml;se, UKR\/RUS,&hellip;), die George W. Bush nach 9\/11 mit dem Satz &bdquo;Either you are with us or against us&ldquo; auf die Spitze getrieben hat und die heute, immer wieder durch Politik&nbsp;und Leitmedien gezielt befeuert, die &ouml;ffentliche Debatte dominiert &ndash; und eigentlich sollte es gerade die Aufgabe des politischen Kabaretts sein, diesen primitiven Dualismus in eine differenzierte Sichtweise zu transzendieren &ndash; aber zum Gl&uuml;ck gibt es auch noch Aufrechte wie Helmut Schleich, Friedrich K&uuml;ppersbusch und einige andere, die einen noch nicht ganz am deutschen Kabarett verzweifeln lassen.<\/p><p>Mit besten Gr&uuml;&szlig;en, H. Heck<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>255. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Sehr geehrter Albrecht M&uuml;ller,<\/p><p>wenn man die von Ihnen angesprochenen Personen nicht pers&ouml;nlich kennt, ist es immer gef&auml;hrlich, deren Handlungsmotivation von au&szlig;en zu analysieren. Weil &ndash; man steckt nicht drin. Doch es gilt auch hier wie &uuml;berall die Regel: Wenn man nicht erkennen oder verstehen kann, worum es geht, dann geht es immer um Geld und\/oder Macht. <\/p><p>Auch Satiriker und Kabarettisten ben&ouml;tigen ein Einkommen. Ohne Alternativen werden sie angreifbar, wie wir alle (Million&auml;re und Co. mal ausgenommen). Mit Liebesentzug kann man einen Menschen sehr verletzen, mit Geldentzug jedoch kann man ihn vernichten. Das Team der NachDenkSeiten wei&szlig;, wie sich das anf&uuml;hlt. Es wurde immerhin versucht. <\/p><p>Die Reputation dieser Menschen als kritische oder gar rebellische Geister wird nat&uuml;rlich schwer besch&auml;digt &ndash; oder geht komplett verloren. Das ist den Verantwortlichen f&uuml;r die ganze Misere jedoch egal. Das Risiko liegt allein bei den Menschen auf der B&uuml;hne oder vor der Kamera. Es geht schlie&szlig;lich um Geld und\/oder Macht, da darf man nicht zu empathisch sein. <\/p><p>Bleiben Sie und Ihr Team trotzdem kritisch, sehr gerne auch rebellisch. Sie werden gebraucht.<\/p><p>Mit dankbaren Gr&uuml;&szlig;en, Siegfried Seifert<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>256. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Unvorstellbar, das Lied in einer satirischen Sendung zu h&ouml;ren. Schade.<\/p><blockquote><p>\nHoch stand der Weizen am Strand vom Schwarzen Meer<br>\nPetro, mein Petro, und alles war so leer<br>\nDa&szlig; die Asowski scheu schauten aus dem Stahl<br>\nSo laut entlud sich russischste Seelenqual<\/p>\n<p>So b&ouml;se stampfte der fremde (andre) Fu&szlig; den Sand<br>\nDa schlug ich von meiner Schulter die Bruderhand<br>\nVladi, mein Vladi, und alles tat so weh<br>\nTu das noch einmal und es bleibt nix mehr (wie mee aussprechen)<\/p>\n<p>Du hast den Sprengstoff vergessen, mein Vladimir<br>\nNun glaubt uns kein Mensch, wie sch&ouml;n&rsquo;s hier war haha, haha<br>\nDu hast den Panzer vergessen, bei meiner Seel<br>\nalles blau und gelb und gr&uuml;n und sp&auml;ter nicht mehr da<br>\nDu hast den Kampfjet vergessen, my Biden-boy<br>\nalles blau und gelb und gr&uuml;n und sp&auml;ter nicht mehr neu<br>\nNun sitz ich wieder in UNO und im Haus<br>\nUnd such die Fotos f&uuml;r das Geschichtsbuch aus<br>\nAlles verw&uuml;stet, kaputt und ohne Strom<br>\nkein Wasser, nix Heizung, das Radio ohne Ton<\/p>\n<p>Es wird gestorben, die Tr&auml;nen kullern hei&szlig;<br>\nHetze und Ha&szlig;ha&szlig; und alles nur schwarzwei&szlig;<br>\nOlaf, mein Olaf, und alles tut so weh<br>\nTu das noch einmal und es bleibt nix mee<\/p>\n<p>Du hast den Sprengstoff vergessen, mein Vladimir<br>\nNun glaubt uns kein Mensch, wie sch&ouml;n&rsquo;s hier war haha, haha<br>\nDu hast die Panzer vergessen, bei meiner Seel<br>\nalles blau und gelb und gr&uuml;n und sp&auml;ter nicht mehr da<\/p>\n<p>Du hast den Kampfjet vergessen, my Biden-boy<br>\nalles blau und gelb und gr&uuml;n und sp&auml;ter nicht mehr neu\n<\/p><\/blockquote><p>Ge&auml;nderter Text von Eva Mahler<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>257. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Das alles ist ein Gesamtkunstwerk jahrzehntelanger Umsetzung von Zielen der im Hintergrund wirkenden M&auml;chtigen dieses Staates, sprich der Geldadel. H&auml;tte nie gedacht als alter 68er, dass Tausende Koffer voller Dollar eine Gesellschaft so umkrempeln k&ouml;nnen! <\/p><p>Bei der Vizepr&auml;sidentin des Europaparlaments Kaili und engsten Mitarbeitern wurden sogar S&auml;cke voller Geld gefunden, weil NORMAL &ndash; so unvorsichtig. Und dieses wohl wirkungsvollste Mittel wird bis nach unten durchgebrochen: Belohnung oder Jobverlust! Und zwar gnadenlos! <\/p><p>Nachdem Florian Schroeder, so hier ein Beispiel, auf der gro&szlig;en Demo in Berlin als Redner ganz unerwartet sich dem Mainstream andiente, hatte er danach ganz pl&ouml;tzlich eine eigene Sendung bei den &Ouml;RR! Daf&uuml;r gibt es leider zig Beispiele. Deshalb spende ich sehr viel Geld in alternative Medien, um diese letzten Trutzburgen finanziell unabh&auml;ngig zu halten. <\/p><p>H&auml;tte mir im Alter weniger Sorgen um die Demokratie gew&uuml;nscht, aber ich gebe nicht auf, denn: Es gab kein Herrschaftssystem, das l&auml;nger existierte. Der Freiheitswille im Menschen ist unbezwingbar! <\/p><p>Venceremos, liebe NDS, N. Arbeiter<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>258. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Sehr gesch&auml;tzter Herr M&uuml;ller, <\/p><p>ich teile Ihre Beobachtung, allerdings fand ich von den Aufgez&auml;hlten lediglich Herrn Sieber mal richtig gut. Dass Frau Bosetti nach ihren &Auml;u&szlig;erungen &uuml;ber Menschen, die sich nicht &bdquo;gegen Corona&ldquo; impfen lassen (sie erkl&auml;rte diese zum &bdquo;Blinddarm der Gesellschaft&ldquo;, den man ja auch nicht brauche), &uuml;berhaupt noch was sagen darf, ist j&auml;mmerlich genug und eigentlich gar nicht hinnehmbar. Sei es drum. <\/p><p>Vermutlich &ndash; jetzt wird es verschw&ouml;rungsschwurbelig &ndash; diente das Mainstreamkabarett einzig und allein dazu, der kritischen Masse einen Blitz- oder Zornableiter anzubieten, auf dass diese ihre Wut im Zaume h&auml;lt und denkt: Endlich sagt das mal einer! Und am n&auml;chsten Morgen beruhigt zur Arbeit geht. Sie waren (sind) Teil des Systems. Sie sollten die kritischen Geister dort abholen, wo man sie vermutet hat, um sie ganz langsam &bdquo;umzupolen&ldquo;. So im Sinne von: Na wenn der (vermeintlich) kritische Sieber, die &bdquo;Anstalt&ldquo; oder wer auch immer das sagt, dann muss da wohl was dran sein. Dies mag bei einigen Zuschauern funktioniert haben, bei den allermeisten mit Sicherheit nicht. Die schalten jetzt einfach nicht mehr ein. So wie ich und wie sehr, sehr viele Freunde und Bekannte auch. Standardsatz: &bdquo;Kannste vergessen, gucke ich nicht mehr, nicht auszuhalten!&ldquo; <\/p><p>Das Verr&uuml;ckte ist, dass man sich auf der Seite der scheinbar umgeschwenkten (waren sie jemals auf unserer Seite?) in seinem Tun wohl best&auml;tigt sieht, als dass ihre Zuschauer sie weiter beklatschen. Ohne zu merken, dass die, die nicht klatschen w&uuml;rden, gar nicht mehr zuschauen. Es ist traurig, aber wohl nur eine geplatzte Illusion, eine, die uns eingelullt hat. <\/p><p>Da lob ich mir meine NachDenkSeiten und erhebe das Glas auf jede Glosse, die dort erscheint, die haben wenigstens Niveau. Wie der ganze Rest. Danke daf&uuml;r, dieses Kabarett schie&szlig;t sich selbst ins Knie, aber das tut der gesamte &Ouml;R. Leider ist dies kein Grund zum Feiern, denn wir brauchen gutes Kabarett und einen guten &Ouml;R. Trotzdem &bdquo;Prost!&ldquo;, wegen der NDS-Glossen. <\/p><p>Mit freundlichem Gru&szlig;, S. K.<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>259. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Hoch gesch&auml;tztes NDS-Team, lieber Herr Albrecht M&uuml;ller,<\/p><p>schon seit einiger Zeit habe ich es aufgegeben, mir den Kopf anderer Leute zu zerbrechen und mich &uuml;ber Sendungen wie die Mitternachtsspitzen zu &auml;rgern. Tolle K&ouml;pfe (wie z.B. auch Wilfried Schmickler) vollf&uuml;hren intellektuelle Purzelb&auml;ume, Philip Simon schl&auml;gt schon seit der C-Krise um sich, und Herrn Sieber m&ouml;chte ich gar nicht unlautere Absichten unterstellen. Keine Ahnung, was da genau vorgeht. Aber es gibt gl&uuml;cklicherweise auch K&uuml;nstler mit geradem R&uuml;cken. Auf einen von ihnen bin ich vor einer Weile bei Radio M&uuml;nchen gesto&szlig;en. Sein Name ist Michael Sailer, und er verdient unbedingt, dass evtl. auch die NDS auf ihn aufmerksam machen. Wer kluge, weitsichtige, umfassende, dabei auch komische und menschenfreundliche Beitr&auml;ge sucht, welche exakt den Punkt treffen, muss sich nach Alternativen zum &Ouml;RR und dem etablierten Kabarett umsehen. Und da w&auml;re Michael Sailer kein kleiner Anfang.<\/p><p>Mit gro&szlig;em Dank f&uuml;r Ihre Arbeit, Christa und Eckhard M&uuml;ller<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>260. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Kurz und trocken: Wes Brot ich fre&szlig;, des Lied ich sing!<\/p><p>Wer sich dem nicht f&uuml;gt, muss entweder materiell v&ouml;llig unabh&auml;ngig sein oder auf die Pr&auml;senz im &bdquo;&ouml;ffentlich-rechtlichen&ldquo; Fernsehen verzichten. Das war schon vor Jahren mit Leuten wie Bruno Jonas so, der zu Dieter Hildebrandts Zeiten ein guter Kabarettist war, oder dem selbstverliebten Dieter Nuhr, der bis zur Kenntlichkeit entstellt ist.<\/p><p>Aber wozu ben&ouml;tigen wir bei dieser Regierung und vermeintlichen Opposition noch Kabarett? Der t&auml;gliche Auftritt der &bdquo;Handelnden&ldquo; in der, wie Georg Schramm so treffend formuliert hat, emotionalen Pissrinne oder in noch immer so bezeichneten &bdquo;Nachrichten&ldquo; im &Ouml;RR f&uuml;llen diese Fehlstelle doch v&ouml;llig aus. <\/p><p>Mit freundlichen Gr&uuml;&szlig;en, Hans-Joachim K&ouml;hler<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>261. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Sehr geehrter Herr M&uuml;ller, <\/p><p>Sie fragen, wie man es erkl&auml;ren k&ouml;nne, dass Kabarettisten wie Sieber, Bosetti, Philip Simon und andere in das Lager der Angepassten abgleiten? Mit der seit Jahrtausenden bekannten menschlichen Eigenschaft, den eigenen Vorteil zu suchen. Entweder man schweigt, oder : &bdquo;Wessen Brot ich esse, dessen Lied ich singe&ldquo;. Diese sattsam bekannte, diffizil gegen Russland hetzende und stets die USA unterst&uuml;tzende Grundlinie von ARD und ZDF muss von der Leitung dieser Institutionen gewollt sein, sonst w&auml;re es ja anders. Das sind die Arbeitgeber. Im Fernsehen des III. Reiches bezeichnete ein Sprecher &bdquo;witzig&ldquo; und verschmitzt grinsend die KZ als &bdquo;Konzertlager&ldquo;. Auf diesem Niveau sind wir heute wieder, wenn im Fernsehen die Okkupationen Hitlers als &bdquo;handwerklich fachgerecht&ldquo; bezeichnet werden. Anpassung ist f&uuml;r die gro&szlig;e Masse der Menschen Standard.<\/p><p>Ab 8. Mai 1945 hingen dann pl&ouml;tzlich aus allen H&auml;usern in Ostdeutschland nur noch rote Fahnen, um es den Siegern aus der UdSSR recht zu machen. Allerdings hatten diese Fahnen in der Mitte einen dunkelroten Fleck &ndash; dort, wo noch einen Monat zuvor das Hakenkreuz leuchtete. Neuen Fahnenstoff gab es nicht. Die ausbleichende Wirkung der Sonne verriet sie. Am 17. Juni 1953 fand man einige Jahre sp&auml;ter auf den Stra&szlig;en Ostberlins zahlreiche weggeworfene Parteiabzeichen der SED, die allerdings wenige Tage sp&auml;ter wieder ersetzt und angesteckt wurden. Mich erstaunte 1989 nicht, dass eine &uuml;berw&auml;ltigend gro&szlig;e Mehrheit der SED-Mitglieder erneut opportunistisch dem Wind der neuen Zeit folgte und urpl&ouml;tzlich (!) austrat. Wer dennoch treu zu seinen &Uuml;berzeugungen stand und in der PDS verblieb, wundert sich seinerseits heute nicht mehr, warum sich die F&uuml;hrung der Nachfolgepartei &bdquo;Die Linke&ldquo; dem Mainstream an den Hals wirft. Der Wind aus den USA pfeift jetzt nun mal sch&auml;rfer als vorher. <\/p><p>Deutschland ist ein Vasallenstaat. Es wird Zeit, dass unsere Kabarettisten chinesisch lernen.<\/p><p>Noch sind die NachDenkSeiten ein Leuchtturm in diesem Meer von Anpassung, danke daf&uuml;r. <\/p><p>Fred Buttkewitz<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>262. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Sie sind die neuen Hofschranzen, angetrieben von G&uuml;nstlingswirtschaft, moralischem Hyperventilieren und der verzweifelten Suche nach einer politischen Heimat. Denn SPD und Linke bieten keine Orientierungspunkte f&uuml;r (einstmals) kritische Denker mehr, und der h&auml;ufig etwas oberfl&auml;chlich-nostalgisch verehrte Ostblock ist auch nicht mehr, was er mal war.<\/p><p>So fl&uuml;chten sich die Wortgewaltigen in aggressive G&uuml;nstlingswirtschaft und steinigen sich dabei selbst oder gegenseitig. Ein echtes Trauerspiel. Kopfarbeiter scheinen irgendwie eine Sehnsucht nach (Selbst)Kasteiung zu haben. Da lobe ich mir die Normalos an der Theke. Die k&ouml;nnen noch deftig streiten, ohne sich gegenseitig wehzutun.<\/p><p>Dieses kabarettistisch-devote Verhalten gegen&uuml;ber der Obrigkeit wird nicht lange durchzuhalten sein. Sp&auml;testens wenn f&uuml;r diese angepassten heimatlosen Wortakrobaten der Einberufungsbefehl kommt, fallen die wieder um wie die Fliegen von der Wand.<\/p><p>Besser w&auml;re es allerdings. man bringt sie vorher wieder zu Verstand und Verst&auml;ndnis f&uuml;r &ndash; alle Macht geht vom Volke aus. Wer das Grundgesetz nicht mag, soll es offen sagen. Wir brauchen kritische Geister &ndash; aber nicht in Form einer Dreckschleuder.<\/p><p>Hardy Koch<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>263. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Sehr geehrte Damen und Herren der Nachdenkseiten, <\/p><p>Ihrem Aufruf folge ich gerne, weil mich dieses Thema auch seit geraumer Zeit umtreibt. Wer mit einem H&uuml;sch und Hildebrandt et all gro&szlig; wurde, reibt sich immer &ouml;fters Augen und Ohren &uuml;ber das, was heutzutage diesem Genre zugeordnet wird. Vor Jahren tauchte ein Dieter Nuhr auf, welcher evtl. der Prototyp des angepassten, viel parlierenden, dabei aber nie (beim sog. Mainstream) aneckenden Kabarett-Darstellers ist. Stets in der Mitte der Gesellschaft bleibend, dessen Vorurteile stets best&auml;tigend, zieht er in seinen Darbietungen &uuml;ber alles her, was eben nicht den &bdquo;Werten&ldquo; und &bdquo;Normen&ldquo; entspricht. <\/p><p>Dieses wird dann auch von einem gro&szlig;en Publikum wohlwollend aufgenommen, zumal ein H&uuml;sch doch zu unfl&auml;tig war (ganz ganz sicher, sagen Experten) und ein Hildebrandt immer so komplizierte Wortspiele brachte. Nuhr ist einfach zu verstehen und bringt mit kurzen S&auml;tzen voller Ressentiments die Leute zum Lachen. Wichtig ist dabei, sie lachen &uuml;ber andere. Es gibt bei Herrn Nuhr keinen Spiegel f&uuml;rs Publikum zum hineinschauen. <\/p><p>Das alles bringt Erfolg, bringt Quote und sichert Sendezeit. Und Herr Nuhr ist Kabarettist, kein Comedian, ergo &ouml;ffentlich-rechtlich kompatibel. Man hat ja einen Bildungsauftrag. <\/p><p>W&auml;hrend nun Nuhr ganz viel Sendezeit bekam, wanderten andere wieder ab ins Live-Tingeln und lebten damit auch ganz gut. Bis Corona um die Ecke kam und Live nix mehr ging&hellip; Also muss man sich umschauen und anpassen, will man denn erfolgreich sein. Und somit schmei&szlig;t man Prinzipien &uuml;ber Bord und braucht sich noch nicht einmal zu gr&auml;men. Kam es doch parallel zu Lockdowns und uniformem Maskentragen zu einer Gleichausrichtung in Politik und Medien. &bdquo;Die Gemeinschaft&ldquo; musste vor dem Virus zusammenhalten, und wer nicht mitmachte, war raus. Ein Aufmucken und der Shitstorm war sicher. Also besser Teil des Shitstorms sein als Ziel desselben. <\/p><p>Und mit dem neuen &bdquo;Virus&ldquo; Ukrainekonflikt wird es nicht besser. Ganz im Gegenteil ist es noch wichtiger, &bdquo;Haltung&ldquo; zu zeigen. Zumal es neben Werten und Moral ja auch immer &bdquo;gegen Rechts&ldquo; geht. Und Kabarett ist grunds&auml;tzlich immer vorurteilsfrei gegen Rechts. <\/p><p>Es ist wohl eine Gemengelage aus wirtschaftlicher &bdquo;Vernunft&ldquo;, Anpassung durch Shitstorms et all und hochselektive Auswahl bei den Sendeanstalten, welche analog zu den heutigen Journalisten der heutigen Politelite die passenden Kabarettisten liefert. Klar haben wir Meinungsfreiheit und Redefreiheit. Aber um wie viel &bdquo;erfolgreicher&ldquo; kann man sein, wenn man im vorgegebenen Choral die beschwingte Partitur singt, als in der Ecke stehend Dissonanzen zu verbreiten. <\/p><p>So meine pers&ouml;nliche Ansicht, gewonnen in den letzten Jahren. <\/p><p>P.S. Warum habe ich keine Frauen erw&auml;hnt? Lesen und h&ouml;ren Sie dazu Lisa Fitz. Sie kann das besser erkl&auml;ren als ich. Und mit wesentlich mehr Substanz als eine Bosetti. Nur halt eben nicht so &bdquo;nett&ldquo;. <\/p><p>Hochachtungsvoll, mit freundlichen Gr&uuml;&szlig;en, Georg Meier<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>264. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Sehr geehrter Herr M&uuml;ller, <\/p><p>Da f&auml;llt mir nur eines ein: &bdquo;Folge der Spur des Geldes.&ldquo; Die Macher von Extra Drei (Christian Ehring), der Heute-Show (Oliver Welke) und Jan B&ouml;hmermann waren aus meiner Sicht schon immer billige Hofschranzen. Da war nichts anderes zu erwarten. Sarah Bosetti hat schon w&auml;hrend Corona gezeigt, welch Geistes Kind sie ist. Da ist Intelligenz leider mit Borniertheit und Hass gepaart. Eigentlich die gef&auml;hrlichste Variante. Bei Philip Simon und Christoph Sieber denke ich: Geld und Angst vor Jobverlust. Eine andere Meinung w&auml;re existenzbedrohend. Sie bek&auml;men in der aktuellen Situation keinen Fu&szlig; mehr auf die B&uuml;hne, da sie &bdquo;Verschw&ouml;rungstheorien&ldquo; verbreiten. Man k&ouml;nnte auch sagen: &bdquo;Arbeitsverbot&ldquo;. <\/p><p>Bedenken sollte man aber auch, dass staatliche Institutionen aktuell ein Problem mit demokratischen Grundrechten haben (siehe den Berliner Friedensaktivisten Heiner B&uuml;cker). Im Extremfall h&auml;tten ihre Auftritte nach der aktuellen Rechtsprechung eventuell auch &bdquo;das Potential, das Vertrauen in die Rechtssicherheit zu ersch&uuml;ttern und das psychische Klima in der Bev&ouml;lkerung aufzuhetzen&ldquo;. Es wurden also politisch alle, aber auch alle Voraussetzungen geschaffen, um &bdquo;Querdenker&ldquo; existenzbedrohlich zu verfolgen. (&ldquo;Die Neufassung der Volksverhetzung in &sect; 130 bedroht die kritische Auseinandersetzung, sagt Strafrechtsprofessorin Elisa Hoven: &bdquo;Wer sich zu umstrittenen Konflikten der Gegenwart &auml;u&szlig;ert, muss k&uuml;nftig mit Freiheitsstrafen rechnen.&ldquo;) <\/p><p>Man hat auch w&auml;hrend Corona gesehen: Angst ist eine gro&szlig;e Motivation. Ich denke da an das Modell: &bdquo;Modell Krokodil&ldquo; von Klaus Peters. Bei Claus von Wagner, Max Uthoff und Urban Priol vermute ich die gleichen Beweggr&uuml;nde. Bin aber doch entsetzt &uuml;ber die 180-Grad-Wende. So weit kann sich ein Mensch aus meiner Sicht eigentlich nicht verbiegen, wenn man sich noch ein bisschen Selbstachtung erhalten hat. <\/p><p>MfG, Klaus Korcz<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>265. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Guten Tag,<\/p><p>ich habe mich jetzt entschieden, Ihnen diese E-Mail zu schreiben, obwohl ich Ihnen eigentlich nichts mehr schreiben wollte. Aber das Thema Kabarett- bzw. Satire-Verfall besch&auml;ftigt mich schon l&auml;nger. Es ist ja auch kein ganz neues Ph&auml;nomen. Wir alle wissen, wie sehr zum Beispiel &bdquo;Die Anstalt&ldquo; heruntergekommen ist. Aber das Thema ist f&uuml;r mich jetzt anl&auml;sslich der Wagenknecht-Schwarzer-Demo wieder aufgekommen, und zwar in Gestalt von Fabian K&ouml;ster von der &bdquo;heute-show&ldquo;, die auch schon seit l&auml;ngerer Zeit inakzeptabel ist. Aber was sich Herr K&ouml;ster anl&auml;sslich dieser Demo geleistet hat, hat doch nochmal eine neue &bdquo;Qualit&auml;t&ldquo;, wie ich finde. Ich verlinke hier das entsprechende Youtube-Video mit der Bitte um Kenntnisnahme: <\/p><p>www.youtube.com\/watch?v=kg8nQgqqvOI<\/p><p>Das ist meines Erachtens NATO-Verherrlichung pur und knallhartes Niedermachen und L&auml;cherlichmachen aller Andersdenkenden. Das ist nicht lustig, das ist einfach nur niedertr&auml;chtig und primitiv. Gerade wenn man bedenkt, dass in den Anfangstagen der heute-show ein Martin Sonneborn (Ex-Titanic Chefredakteur und heutiges MdEP) regelm&auml;&szlig;ig Beitr&auml;ge und Personenbefragungen gemacht hat, die wirklich gekonnt und hintersinnig waren, wird der ganze Verfall, der mittlerweile um sich gegriffen hat, nur umso deutlicher. Und noch dazu hat Martin Sonneborn das Wagenknecht-Schwarzer-Manifest unterzeichnet, und er steht auch dazu. Er ist ein Mann mit Charakter und Pers&ouml;nlichkeit. <\/p><p>Ich wei&szlig; nicht, was hinter den Kulissen der Sender stattfindet, aber es w&uuml;rde mich nat&uuml;rlich sehr interessieren. Ich empfinde dieses schamlose Anbiedern der Kabarettisten und Satiriker an die Herrschenden und die herrschende Meinung als unertr&auml;glich und als absoluten Todessto&szlig; f&uuml;r die freie Meinung, freie Gedanken und f&uuml;r das, was Kabarett sein sollte, n&auml;mlich Aufkl&auml;rung, Scharfsinnigkeit und das Hinterfragen der herrschenden Meinung. <\/p><p>Vielleicht k&ouml;nnen Sie ja Herrn Sonneborn mal um ein Interview bitten. So weit meine v&ouml;llig unma&szlig;geblichen Gedanken. <\/p><p>Mit freundlichen Gr&uuml;&szlig;en, Philipp Hirchenhain<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>266. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Der Film &bdquo;Die Welle&ldquo; oder auch &bdquo;Experiment&ldquo; sollte Pflichtprogramm aller M&ouml;chtegern-Kabarettisten sein! <\/p><p>Corona hat eindrucksvoll gezeigt: Die Mehrheit der Menschen will einfach zu den &bdquo;Guten&ldquo; geh&ouml;ren. Und welche Seite das ist, wird der Bev&ouml;lkerung im Dauerbeschuss medial vorgesetzt. Was uns serviert wird, ist kein Kabarett, sondern Propaganda! <\/p><p>Fernseher und Radio bleiben seit &uuml;ber zwei Jahren bei mir aus!<\/p><p>Ursel B&ouml;hm<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>267. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Lieber Herr M&uuml;ller, <\/p><p>ja, dies ist leider eine sehr bedauerliche und sogar schmerzliche Entwicklung. Ich hatte ja schon im Dezember 2021 nach der uns&auml;glichen &bdquo;Impf-Werbungs-Anstalt&ldquo; Email-Verkehr mit Ihnen dazu. <\/p><p>Gerade bei den von mir einst zutiefst verehrten Claus von Wagner und Max Uthoff schmerzt dies besonders. Ich kann mir hier auch nur die Angst vor Bedeutungsverlust mit dann auch finanziellen Folgen bei den beiden vorstellen &ndash; was es nicht wirklich besser macht. Analog ist dies wohl auch auf Christoph Sieber und Philipp Simon anzuwenden. Sarah Bosetti hingegen ist meiner Ansicht nach tats&auml;chlich einfach &bdquo;richtig b&ouml;se&ldquo; geworden. Ihre Art und Sprache, mit der sie Andersdenkende ausgrenzt, waren schon bei Corona unertr&auml;glich und setzen sich nun nahtlos bei der Debatte um einen Frieden in der Ukraine fort. Dieses Gebaren und diese Wortwahl kann man eigentlich nur noch als faschistoid bezeichnen.<\/p><p>Sch&ouml;n, dass es aber Ihre Nachdenkseiten gibt &ndash; meine erste t&auml;gliche Lekt&uuml;re von &bdquo;Nachrichten&ldquo;. <\/p><p>Machen Sie bitte weiter so!<\/p><p>Herzliche Gr&uuml;&szlig;e, J&uuml;rgen Kohlmann<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>268. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Seit meine Lokalzeitung mich zu Studentenzeiten einigerma&szlig;en erfolgreich zum RAF-Anh&auml;nger rufmordete, befinde ich mich im Hungerstreik: Massenmedien empfinde ich als ungenie&szlig;bar, meinen Wissenshunger nach dem Weltgeschehen stillen sie nicht. Daher habe ich mich fr&uuml;h aufs Kabarett verlegt: Dieter Hildebrand, Dietrich Kittner, Matthias Beltz und Hanns Dieter H&uuml;sch gaben mir Futter satt. Sp&auml;ter pr&auml;gten &bdquo;Scheibenwischer&ldquo;, Volker Pispers und &bdquo;Neues aus der Anstalt&ldquo; mein Weltbild. Vor diesem illustren Hintergrund gestatte ich mir ein paar Anmerkungen: <\/p><p>Die meisten politischen Kabarettisten beziehen ihr Rohmaterial traditionell aus der Zeitung &ndash; da findet sich inzwischen fast ausnahmslos Kriegshetze: gaaanz schlechter Stoff. Gleichzeitig beziehen sie Stellung, &uuml;berwiegend in den &bdquo;progressiven&ldquo; Geschmacksrichtungen Gelb, Rosa und Gr&uuml;n. Nun &ndash; selbst wer als &bdquo;Linksliberaler&ldquo; vom gr&uuml;nen Baum der Erkenntnis nascht, ist mittlerweile oliv angelaufen wie eine Panzerhaubitze. Sch&ouml;nwetter-Kabarettisten wie Bosetti, Ehring, Simon, Priol und Co. kann man also abhaken, die sind zusammen mit der taz ins Propagandafach gewechselt. <\/p><p>Lisa Fitz, Uwe Steimle und Lothar B&ouml;lck sind von den Mattscheiben verschwunden, nur Helmut Schleich hat die Eier, sich mit den verfemten Kollegen gemein zu machen. Von der &bdquo;Anstalt&ldquo; h&auml;tte ich &Auml;hnliches erwartet, aber nix da: Nachdem Claus von Wagner und Max Uthoff bereits w&auml;hrend der Pandemie eine stramme Regierungslinie vertraten, haben sie den Krieg in der Ukraine vergangenes Jahr allen Ernstes mit einem Potpourri extrem schlechter Putin-Witzchen thematisiert &ndash; ein Offenbarungseid! <\/p><p>Klare Kante gegen den Krieg gibt es im TV nicht &ndash; wer als Kabarettist keinen Haltungsschaden hat, laboriert vorsichtig um die hei&szlig;e Kartoffel herum, um wenigstens gelegentlich mit Auftritten und Einnahmen bedacht zu werden. Die Sender funktionieren wie die Qual.medien (Kay Sokolowsky): &bdquo;Die Blattlinie muss unbedingt gehalten werden&ldquo; (Die Anstalt, 23. September 2016). Richtig gelesen: Damals hatte die &bdquo;Anstalt&ldquo; den vor neun Jahren begonnenen Krieg im Donbass noch aufs Feinste seziert, mit den G&auml;sten Simone Solga und Tobias Mann erlebte das Kabarett eine seiner Sternstunden. Gro&szlig;artig! <\/p><p>Schaut man sich die damalige Sendung auf Youtube an und vergleicht sie mit der peinlichen Witzchen-Parade von letztem Jahr, bleiben nur zwei Erkl&auml;rungen f&uuml;r die offensichtliche Dissonanz: Entweder haben die &bdquo;Macher&ldquo; ihre Ansichten um &bdquo;360 Grad&ldquo; (Au&szlig;endesaster Baerb&ouml;ckin) gedreht, oder sie brauchten das Geld. Ich tippe auf Letzteres: Erst werben die Sender mit leisen T&ouml;nen um die Einhaltung des genehmen Meinungskorridors, wer darauf nicht h&ouml;rt, bekommt die Daumenschrauben angelegt &ndash; das geht bis zum Rausschmiss, der in der heutigen Kabarettszene einem Berufsverbot gleichkommt. <\/p><p>Gutes Kabarett von z.B. Simone Solga, Lisa Fitz, Uwe Steimle und Arnulf Rating ist zwar auf Youtube zu finden, aber da l&auml;sst sich kein Geld verdienen. Gratis gibt&lsquo;s daf&uuml;r die Schm&auml;hungen: &bdquo;Rechtsoffen&ldquo;, &bdquo;Antisemitisch&ldquo;, &bdquo;Putinversteher&ldquo;, &hellip; immer feste druff! B&uuml;hnenauftritte sind nach der Seuche wieder m&ouml;glich, doch die Veranstaltungsszene hat sich von den Corona-Ma&szlig;nahmen nicht wieder erholt &ndash; f&uuml;r den Lebensunterhalt reicht es selten. Bundesweite Bekanntheit und volle S&auml;le: Daf&uuml;r braucht es zudem Auftritte im TV, berichtet Volker Pispers. F&uuml;r gutes politisches Kabarett sieht es also d&uuml;ster aus. <\/p><p>Solide Kabarettisten wie Michael Hatzius (&bdquo;Die Echse&ldquo;) oder Helmut Schleich m&uuml;ssen sich im Fernsehen auf kaum vernehmbare Zwischent&ouml;ne beschr&auml;nken, so eng ist der Meinungskorridor geworden. In der &bdquo;Anstalt&ldquo; von 2016 wurden die Machenschaften der NATO korrekt als Kriegsursache identifiziert, heute muss man die Formel vom &bdquo;v&ouml;lkerrechtswidrigen Angriffskrieg Putins&ldquo; herbeten, um &uuml;berhaupt sein Gesicht in die Mattscheibe halten zu d&uuml;rfen. So werden aus Kabarettisten mit Haltungsschaden l&auml;cherliche Komiker f&uuml;rs Entertainment an der Ostfront. Leute, bitte sagt mir, dass ich das alles nur tr&auml;ume!<\/p><p>Jenseits von B&ouml;se<\/p><p>Matthias Burghardt<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>269. Leserbrief<\/strong><\/p><p>&bdquo;Wes Brot ich ess&rsquo;, des Lied sing ich&ldquo; &ndash; das erkl&auml;rt alles. Und es gilt nicht nur f&uuml;r den Ukraine-Konflikt, sondern ebenso f&uuml;r Covid, den Klimaschutz und die Migration. Und die wenigen, die gegen den Strom schwimmen (wollen), werden rasch zum Schweigen gebracht. Bleiben nur noch jene &uuml;brig, die &ndash; als Pensionisten bzw. Emeritierte &ndash; schwerer angreifbar sind. Die allerdings sind in den seltensten F&auml;llen Kabarettisten.<\/p><p>Helmut Hartmann, Wien<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>270. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Guten Tag Herr M&uuml;ller, <\/p><p>Umfrage zur Anpassung des Kabaretts<\/p><p>Wie in jeder Diktatur wird heute auch in der BRD nicht Linientreuen die Aus&uuml;bung Ihres Berufes m&ouml;glichst unm&ouml;glich bzw. schwer gemacht. Abgesagte Auftrittss&auml;le, die Weigerung, ihre B&uuml;cher zu verlegen, die Empfehlungen, die missliebigen Personen aus der Uni zu entfernen, sind nur einige Beispiele. Wie zum Beispiel bei Dr. Daniele Ganser, Prof. Dr. Gabriele Krone-Schmalz, Prof. Ulrike Gu&eacute;rot, Uwe Steimle und anderen. Und das nicht, weil diese Personen kriminell, sondern politisch nicht erw&uuml;nscht sind. Wenn das gew&uuml;nschte Ergebnis nicht kommt, wird da schon mal etwas nachgeholfen in den gleichgeschalteten Medien mit Diffamierungen, unbewiesenen Verleumdungen und blanker Hetze.<\/p><p>Nicht jeder will sich diesen Anfeindungen aussetzen und lieber im Showgesch&auml;ft bleiben. Das m&uuml;sste eigentlich jedem politisch Verfolgten aus der ehemaligen DDR zu denken geben. Nun, wie die DDR endete, auch wegen dieser Missst&auml;nde, ist ja bekannt. Manchmal dauert es halt noch etwas. Von dem Staatskabarett schaue ich mir nichts mehr an.<\/p><p>Mit freundlichen Gr&uuml;&szlig;en, M. Wagner<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>271. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Hallo liebe Freunde, <\/p><blockquote><p>\n&bdquo;Wie kann man erkl&auml;ren, dass Kabarettisten wie Sieber, Bosetti, Philip Simon und andere in das Lager der Angepassten abgleiten?&ldquo; (Albrecht M&uuml;ller)\n<\/p><\/blockquote><p>Die Genannten kampierten vorher im Lager der Unangepassten? Da muss ich ja wahrlich einiges verpasst haben.<\/p><blockquote><p>\n&bdquo;Satire ist eine Art Notwehr, die es erleichtert, mit dem Irrsinn, der uns in diesem wahnwitzigen kapitalistischen System umgibt, zurechtzukommen. Wir kritisieren Dinge, die uns bel&auml;stigen oder bedrohen, und die sind mit einem guten Witz einfach besser zu ertragen.&ldquo; (Martin Sonneborn)\n<\/p><\/blockquote><p>Das hei&szlig;t alles, was Satire (und ihr konsumierendes Publikum!) <em>im kapitalistischen System als irre, wahnwitzig, bel&auml;stigend und bedrohlich<\/em> &bdquo;kritisiert&ldquo;, wird so erst durch sie <em>ertr&auml;glich<\/em>, und die Bedrohten und Bel&auml;stigten kommen mit den Bedrohungen und Bel&auml;stigungen <em>besser zurecht<\/em>. Satire legitimiert sich demzufolge durch ihren gesellschaftsstabilisierenden, also herrschaftlichen Nutzen.<\/p><p>Weder Notwehr noch Kritik spricht daraus, sondern ausschlie&szlig;lich affirmative Leistungen einer Zunft, die objektiv zuallererst bei den M&auml;chtigen Punkte macht. Und das nicht erst seit heute.<\/p><p>Und die paar Satiriker und Polit-Clowns, denen das &bdquo;unangenehm&ldquo; oder &uuml;berhaupt jemals bewusst war (wie vermutlich Sonneborn), werden sich da, wie hoffentlich auch die meisten Leser und Schreiber hier, f&uuml;r ein wehrhaftes und widerst&auml;ndiges Leben in inquisitorischen und totalit&auml;ren Zeiten zu wappnen wissen. Die angek&uuml;ndigte &bdquo;Zeitenwende&ldquo; und ihre rasant vollziehende Durchsetzung auf allen &bdquo;gesellschaftlichen&ldquo; Ebenen l&auml;sst da doch wirklich keine Wahl mehr. Und die Frage, warum auch Satiriker und Fernsehclowns schon immer mehrheitlich die Arschkriecher-Ballade gelebt haben (mal wieder reinh&ouml;ren, lohnt sich!) ist doch wirklich m&uuml;&szlig;ig. Warum sollte denn ausgerechnet dieser Zweig des schn&ouml;den <em>Broterwerbs<\/em> da eine Ausnahme sein?<\/p><p>Mit allerbesten Gr&uuml;&szlig;en, Stefan Goeschen<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>272. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Sehr geehrte Damen und Herren, <\/p><p>es geht ums Geld. Davon lebt man und will halt nicht lassen. Den Zwangsgeb&uuml;hren sei Dank. So einfach ist dies. <\/p><p>Mit freundlichen Gr&uuml;&szlig;en. P. Ehrental<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>273. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Nuhr im Ersten, 9. M&auml;rz 2023, ARD<\/p><p>Dieter Nuhr betrieb sinngem&auml;&szlig; die folgende P&ouml;belei:<br>\n<blockqoute><br>\nSahra Wagenknecht w&uuml;rde ja eine Partei gr&uuml;nden wollen, aber wie nennt man und wer w&auml;hlt die? Einige Linke w&uuml;rden diese w&auml;hlen; denn sie w&auml;re ja sozial. Auch w&uuml;rden die einige von der AfD w&auml;hlen; denn sie w&auml;re ja auch national &hellip;, also national\/sozialistisch &hellip; (ein dummes Gesicht machend, und der verbl&ouml;dete P&ouml;bel lachte und klatschte).\n<\/blockqoute><\/p><p>H. W.<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>274. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Hallo NachDenkSeiten,<\/p><p>Die kurzen Gedanken und Ausf&uuml;hrungen von Albrecht M&uuml;ller &uuml;ber die aktuelle Qualit&auml;t von satirischen Sendungen kann ich nur best&auml;tigen.<\/p><p>Tats&auml;chlich hatte ich bei genau der gleichen Sendung, den letzten &bdquo;Mitternachtsspitzen&ldquo;, dasselbe Empfinden. Die Beitr&auml;ge von Christoph Sieber und Philip Simon, die ich bis dato meist sehr gesch&auml;tzt habe, waren deutlich zu einseitig und platt, ohne Reflektion und Tiefgang. Auch Extra3 ist in der Hinsicht nicht mehr sehenswert, was ich sehr bedaure. Klar ist der Krieg Schei&szlig;e und zu verurteilen, aber alles hat seine Vorgeschichte und Hintergr&uuml;nde und viele Seiten, die man zumindest anh&ouml;ren und in Betracht ziehen muss. <\/p><p>Dass komplexe Themen durchaus humoristisch, satirisch und publikumswirksam aufbereitet werden k&ouml;nnen, hat Volker Pispers immer wieder demonstriert. Daran kann es also nicht scheitern.<\/p><p>Best Gr&uuml;&szlig;e, J&ouml;rg B&ouml;llmann<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>275. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Sehr geehrter Herr M&uuml;ller, liebe Nachdenkseiten,<\/p><p>ich wage zu bezweifeln, dass die Kabarettisten von heute ihre Texte noch selbst verfassen. Und ChatGPT schreibt bekanntlich immer f&uuml;r den gr&ouml;&szlig;ten Haufen. Die Stars unter den medialen Prostituierten haben sich l&auml;ngst zu einer Marke gemacht. Und aus diesem Label k&ouml;nnen sie nicht mehr ausbrechen. Ihr Fernsehsender ist das Ladenlokal, und die Zuschauer sind das Produkt, das gehandelt wird. Ich kann es ihnen kaum ver&uuml;beln. Es geht nicht allein um Macht und Ansehen. Bei den Verteilungsk&auml;mpfen von morgen wird es um Quadratmeter, Kilowattstunden und Lebensmittelmarken gehen.<\/p><p>Mit freundlichen Gr&uuml;&szlig;en, Harald Schulz<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>276. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Sehr geehrter Herr M&uuml;ller,<\/p><p>leider muss ich Ihnen gleich zu Anfang etwas &bdquo;widersprechen&ldquo;. Wir erleben nicht nur &bdquo;zurzeit etwas Eigenartiges&ldquo;, leider ist dieser Prozess der Verdummung des Volkes und Herabw&uuml;rdigung der Meinung von anderen schon seit mehreren Jahren mit dem Beginn von Corona zu beobachten. <\/p><p>F&uuml;r mich das eklatanteste Beispiel in diesem Zusammenhang war der &sbquo;Abstieg&rsquo; der &bdquo;Anstalt&ldquo;, die ich bis dahin als hervorragendes Beispiel f&uuml;r gelungene Satire gehalten und auch im Unterricht als Beispiel eingesetzt habe. Best&uuml;rzt habe ich, genau wie Sie, Herr M&uuml;ller, am Samstag die &bdquo;Mitternachtsspitzen&ldquo; verfolgt, insbesondere den nicht wiederzuerkennenden Christoph Sieber.<\/p><p>Ich kann mir den &bdquo;Sinneswandel&ldquo; nur damit erkl&auml;ren, dass einerseits der &ouml;konomische Druck auf diejenigen immer gr&ouml;&szlig;er wird, die sich in irgendeiner Weise &ouml;ffentlich pr&auml;sentieren (ob journalistisch oder in Form des Kabaretts), sich herrschaftsmeinungskonform zu verhalten, um keine finanziellen Einbu&szlig;en zu erleiden. W&auml;hrend der Coronazeit hatten viele Kulturschaffende gar keine Gelegenheit, etwas zu verdienen. Andererseits auch dadurch, dass die &sbquo;Angst&lsquo;, nicht mehr zum Mainstream zu geh&ouml;ren, immer gr&ouml;&szlig;er wird und manche dann dem Trommelfeuer der Meinungspropagandisten nicht mehr standhalten k&ouml;nnen. Wenn man schon Schlagzeilen wie &bdquo;Wollt ihr den totalen Sieg&ldquo; in der &sbquo;Zeit&lsquo; liest, dann kann einem schon angst und bange werden. Noch erschreckender als der &sbquo;Verfall&lsquo; der Satire ist die Reaktion des Publikums, das Herrn Sieber und Herrn Simon applaudiert hat. Es vermehren sich die Tendenzen hin zu einem immer autorit&auml;reren Staat und Gesellschaft. Heinrich Heine hat es einmal wunderbar ausgedr&uuml;ckt:<\/p><p>Vertrauet eurem Magistrat,<br>\nDer fromm und liebend sch&uuml;tzt den Staat<br>\nDurch huldreich hochwohlweises Walten;<br>\nEuch ziemt es, stets das Maul zu halten.<\/p><p>(1797 &ndash; 1856), Christian Johann Heinrich Heine (Harry Heine), deutscher Dichter und Romancier, ein Hauptvertreter des Jungen Deutschland, Begr&uuml;nder des modernen Feuilletons<\/p><p>Quelle: Heine, H., Gedichte. Aus: Erinnerung aus Kr&auml;hwinkels Schreckenstagen<\/p><p>Gut, dass es die NachDenkSeiten noch gibt. Heine musste seine Satiren im Exil schreiben.<\/p><p>Herzlichen Gru&szlig;, Wolfgang Pitzer<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>277. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Ein freundliches Hallo! <\/p><p>an die NachDenkSeiten und eine kurze Satire zu diesen seltsamen Zeiten meinerseits: <\/p><p>Die Verschw&ouml;rungstheorie &uuml;ber den moderaten, vernunftbegabten Menschen &#128521;<\/p><p>Die Zeiten, in denen wir leben, als seltsam zu bezeichnen, w&auml;re wohl eine ma&szlig;lose Untertreibung. In der sogar ein funktionaler Analphabet gen&ouml;tigt wird, zu wissen, wie man zwischen den Zeilen liest. Und doch schicke auch ich als deutscher Michel mich an, meinen eigenen Verstand (Sapere aude) zu benutzen, im Rahmen meiner M&ouml;glichkeiten. Was in so manchen Kreisen wohl auf Unverst&auml;ndnis st&ouml;&szlig;t. <\/p><p>Reden, mit einem deutschen Michel, &bdquo;gar auf Augenh&ouml;he&ldquo;? Nur, wenn wir grad unter H&uuml;hneraugen leiden. Was im Alltag zu so mancher intellektuellen Anekdote f&uuml;hrt. Beispiel:<\/p><p>Ich &auml;u&szlig;erte mal in einem Gespr&auml;ch, dass ich zu einem Thema auch ein paar B&uuml;cher gelesen h&auml;tte. Worauf mein Gegen&uuml;ber sich gen&ouml;tigt f&uuml;hlte, mir die Frage zu stellen: Eins oder alle beide? Es ist dieser Trickle\\Down\\Bullshit\\ Schwedentrunk, verabreicht im Gewand des N&uuml;rnberger\\.\/ Trichters, der mir als Michel so sauer aufst&ouml;&szlig;t. Oder wenn ich als &bdquo;kleiner Mann&ldquo; zu h&ouml;ren bekomme: Dass ich mich eines Wortschatzes &bdquo;bem&auml;chtige&ldquo;, der mir nicht geb&uuml;hrt. Komisch, ich dachte immer, der Wort-Schatz ist f&uuml;r uns alle da. Und es w&auml;re gesellschaftlich gesch&auml;tzt, einen gro&szlig;en davon zu besitzen. Ich k&ouml;nnte noch zig Beispiele f&uuml;r solch intellektuelle Kapriolen bringen &hellip;<\/p><p>Was mir seltsam anmutet, ist: Dass selbige Leute immer in meinem Namen sprechen wollen,<br>\noder auf die Ungeh&ouml;rtheit meiner Person insistieren, aber mit dieser Ungeh&ouml;rtheit selbst gut leben k&ouml;nnen. Wir reden f&uuml;r ihn, &uuml;ber ihn, aber keinesfalls mit ihm. F&uuml;r mich pers&ouml;nlich ist das sehr suspekt. Auch, dass mediterran angehauchte Freizeit\\Revoluzzer einen immer f&uuml;r ihre Interessen vergattern wollen, finde ich sehr &uuml;bergriffig.<\/p><p>Da, wenn es um die Belange der kleinen Leute geht, eher einen Akademischen Stiel gepflegt wird, mit deren Problemen umzugehen. (man hat mal dar&uuml;ber geredet, und dann ist aber auch gut, Schwamm dr&uuml;ber). Erst, wenn die Privilegien und Pfr&uuml;nde gewisser Herrschaften in Gefahr sind, t&ouml;nt es auf einmal laut: WO ist der kleine Mann! Er solle gef&auml;lligst auf die Stra&szlig;e gehen. ACH NEIN? AUF EIN MAL: IST DER DUMME TR&Auml;GE DEUTSCHE MICHEL! euch f&uuml;r etwas GUT GENUG. Jetzt, wo den Augurenl&auml;chlern selbiges im Hals stecken bleibt, weil sie nicht mehr zu den Eingeweihten, sondern zu den Ausgesonderten geh&ouml;ren. Jetzt schreien auf einmal ALLESAMT: Geh voran KLEINER MANN, wir stehen hinter dir.<br>\n&nbsp;<br>\nDa f&auml;llt mir dieser Witz wieder ein: Haltet den Dieb er hat mein Messer im R&uuml;cken. Bleibt abschlie&szlig;end zu sagen: Ja, auch ich finde die Entwicklungen in dieser Zeit erschreckend. <\/p><p>Und ja, die NachDenkSeiten helfen auch mir, so manchen Sachverhalt besser zu durchdringen, wof&uuml;r ich dankbar bin. Aber wenn Sapere aude nicht nur eine Phrase f&uuml;r sie ist, dann lassen sie auch mir die Freiheit!, in meinen eigenen Verstand Vertrauen zu setzen.<\/p><p>Es gr&uuml;&szlig;t sie freundlich<\/p><p>Ein deutscher Michel<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>278. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Schon vor mehr als zwei Jahren fiel mir auf, wie &bdquo;Die Anstalt&ldquo; abglitt in dumpfes Attackieren alles Oppositionellen und Guthei&szlig;en von transatlantisch-russophoben Gedanken. Hier, wie bei mehreren anderen &bdquo;Kabarettisten&ldquo; (Schleich und Fitz sind Ausnahmen), gilt wohl: Wes Brot ich e&szlig;, des Lied ich sing. F&uuml;r sie ist Arbeitslosigkeit oder endlose Untersuchungshaft keine Alternative zum zehnfachen Normalgehalt.&nbsp;<\/p><p>Reinhard Knittel<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>279. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Liebe Redaktion,<\/p><p>gem&auml;&szlig; Ihrem Aufruf m&ouml;chte ich auf vier B&uuml;cher verweisen, in denen die Autoren und Autorinnen (allesamt Personen der Zeitgeschichte) &uuml;ber ihre Begegnungen zwischen West und Ost erinnern. Nicht nur die betreffenden Anekdoten, sondern das ganze Spektrum der (politischen) Zeitgeschichte ist dort spannend und oft erheiternd zu lesen. Ein wahrer Lesegenuss und mit ihm die Erkenntnis, dass damals in den 1960er- bis 1990er-Jahren ein von gegenseitigem Respekt gezollter Umgang zwischen den Repr&auml;sentanten der Blockm&auml;chte stattfand. Im Gegensatz zu heute war der Wille zur Verst&auml;ndigung da und damit der Abbau eines Feindbildes anstatt dessen Aufbau, wie er heute von der politischen (westlichen) Kaste betrieben wird.<\/p><ul>\n<li>Rut Brandt &bdquo;Freundesland &ndash; Erinnerungen&ldquo;, (Hoffmann und Campe 1992). Ein Auszug:<br>\n&bdquo;Im Mai 1973 kam Breschnew nach Bonn. Ich (Rut Brandt, damals Ehefrau von Willy Brandt) war beim offiziellen Essen im Palais Schaumburg dabei. Als wir beim Kaffee waren, ging Breschnew zu Willy und fragte, ob er sich einen Moment mit mir auf das Sofa setzen d&uuml;rfte. Ich &uuml;berlegte, ob er mir etwas Besonderes sagen wollte, vielleicht etwas Wichtiges, dachte ich. Er legte in seiner Muttersprache los; als aber der Dolmetscher dazukam, hatte er nur eine Reihe guter Anekdoten zu &uuml;bersetzen. Breschnew fa&szlig;te mich am Arm, l&auml;chelte, hob seine dichten, schwarzen Augenbrauen und sah mich schelmisch an. Es war deutlich zu merken, dass er Eindruck machen wollte, und ich machte den Spa&szlig; mit.&ldquo; (Zitat Ende)<br>\nAus Kapitel: Breschnew und sein Land.<\/li>\n<li>Gerd Ruge &bdquo;Unterwegs &ndash; politische Erinnerungen&ldquo;, (Hanser Berlin 2013). Ein Auszug:<br>\n&bdquo;Ich (Gerd Ruge, er war als junger Journalist in der Delegation von Konrad Adenauer bei dessen Moskau-Besuch am 8.September 1955) beschrieb, wie Adenauer die Gangway herunterkam und wie die sowjetische Paradeeinheit das Gewehr pr&auml;sentierte und das Deutschlandlied spielte, w&auml;hrend der Kanzler mit Ministerpr&auml;sident Bulganin vorbeischritt. Auch ohne Kontakt mit der Technik des NDR in Hamburg kommentierte ich also eine Zeremonie, die uns Deutschen am Tag zuvor noch unvorstellbar erschienen war. Auf einmal beobachtete ich etwas Eigenartiges, vom Protokoll nicht Vorgesehenes: Adenauer nahm seinen Gastgeber bei der Hand und f&uuml;hrte ihn Richtung Pressetrib&uuml;ne. Was er zum Regierungschef der Sowjetunion sagte, konnten wir nicht verstehen. Mehr als zwanzig Jahre sp&auml;ter erz&auml;hlten mir jedoch der deutsche und sowjetische Dolmetscher, was sie bei der Begegnung aus n&auml;chster N&auml;he erlebt hatten. &bdquo;Kommen Sie mit. Das sind heute die eigentlichen Diktatoren&ldquo;, habe Adenauer halblaut gesagt, w&auml;hrend er Bulganin zu den Fotoreportern mitnahm. Es war eine Bemerkung, die dem deutschen Dolmetscher unheimlich war: zehn Jahre nach Hitlers und zwei Jahre nach Stalins Tod so von Diktatoren und Fotografen zu sprechen.&ldquo; (Zitat Ende)<br>\nAus Kapitel: &bdquo;Dann k&ouml;nnen Sie ja der CDU beitreten, Herr Chruschtschow&ldquo; &ndash; mit Adenauer in Moskau, 1955.<\/li>\n<li>Loki Schmidt &bdquo;Auf dem roten Teppich und fest auf der Erde&ldquo;, (Hoffmann und Campe 2010). Ein Auszug:<br>\n&bdquo;Hat der sowjetische Au&szlig;enminister Andrej Gromyko, der zu Breschnews Begleitung geh&ouml;rte (dieser war 1979 zu Gast bei Helmut und Loki Schmidt in deren Haus in HH-Langenhorn) und als besonders stur galt, zur allgemeinen Unterhaltung beigetragen&rdquo;? (Frage von Dieter Buhl an Loki Schmidt). &bdquo;Ich (Loki Schmidt) glaube, bei uns hat er nicht viel geredet. Aber Gromyko, dieser Mensch, der immer ein so verkniffenes Gesicht machte, war einige Jahre sp&auml;ter begeistert, als Helmut ihm von meinen Pl&auml;nen erz&auml;hlte, im Kaukasus zu botanisieren. Er war sehr angetan davon, dass ich dort nach seltenen Orchideen-Arten forschen wollte. Gromyko hat dann daf&uuml;r gesorgt, dass ich 1984 die Kaukasusreise antreten konnte. Anschlie&szlig;end habe ich f&uuml;r die sowjetische Akademie der Wissenschaften eine Liste der Pflanzen angefertigt, die mir im Kaukasus besonders aufgefallen waren. Sicher hat mir bei meiner Reise geholfen, dass Gromyko mich von seinem Besuch in unserem Haus her kannte.&ldquo; (Zitat Ende)<br>\nAus Kapitel: Gro&szlig;e Politik am Neubergerweg.<\/li>\n<li>Helmut Schmidt &bdquo;Menschen und M&auml;chte&ldquo; (Siedler Verlag). Ein Auszug:<br>\n&bdquo;Andere Eindr&uuml;cke russischer Kultur kamen hinzu, und zeit meines Lebens (Helmut Schmidt) habe ich immer gewu&szlig;t, die Schriftsteller, die Maler und Musiker Ru&szlig;lands sind ein Teil des kulturellen Kontinuums Europa. Und jetzt, im Jahre 1987, entdecken endlich auch die kommunistischen F&uuml;hrer Ru&szlig;lands ihre Zugeh&ouml;rigkeit zum &bdquo;gemeinsamen Haus Europa&ldquo;. Ich gestehe, dass ich davon anger&uuml;hrt war. Wir Deutschen d&uuml;rfen Hitler und seinen Krieg, wir d&uuml;rfen alle die Schandtaten nicht vergessen, die von Deutschen begangen worden sind. Ich wei&szlig;: Wir haben keinerlei moralische Legitimation, sie etwa gegen Stalins Untaten aufzurechnen. Aber ich wei&szlig; auch: Das zaristische Ru&szlig;land war schon zu Bismarcks Zeiten ein gef&auml;hrlich m&auml;chtiger Nachbar &ndash; die Sowjetunion ist noch m&auml;chtiger. Sie ist keineswegs eine international-karikative Institution. Aber als Feind d&uuml;rfen wir sie nicht ansehen! Wir m&uuml;ssen sie als Nachbarn sehen und gute Nachbarschaft mit ihr erstreben.&ldquo; (Zitat Ende)<br>\nAus Kapitel: Nachbarschaft.<\/li>\n<\/ul><p>Beste Gr&uuml;&szlig;e, Claudia L.<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>280. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Na, ich denke, dass es &uuml;berwiegend um die Eink&uuml;nfte geht &ndash; wie immer. Ohne Moos nix los. Wer nicht auf Linie ist, bekommt die Knute: keine Auftritte (weder in den Medien noch in irgendeiner Stadt eine B&uuml;hne, siehe aktuell Herr Ganser). Wer zu laut kritisiert, wird heute wirtschaftlich niedergemacht. Man entzieht den Leuten die Lebensgrundlage. Ich hatte schon drauf gewartet, dass Lauterbach und Co. impfunwilligen Hartz-4-Beziehern und Grundsicherungsleuten die Staatsbez&uuml;ge k&uuml;rzen oder ganz entziehen (und diese Kohle dann der R&uuml;stungs- oder Pharmaindustrie hinterherwerfen). Wenn ein &bdquo;Selbst&auml;ndiger&ldquo; (Kabarettist) sieht, welch M&ouml;glichkeiten zur Existenzvernichtung der Staat sich herausnimmt oder sich herausnehmen kann &ndash; muss er sich entscheiden. <\/p><p>Ich hatte nicht nur von Kabarettisten mehr Mut und Charakterst&auml;rke erwartet &ndash; ganz besonders Antworten\/Bemerkungen zur Hetzerei gegen Impfunwillige &ndash; sondern auch von anderen &bdquo;Kulturschaffenden&ldquo;, aber die Reaktion dieser Leute, die sonst z. B. mit ihren tollen Texten aufwarten, welche sich so menschlich geben, war ja wohl mehr als mau. <\/p><p>Demn&auml;chst gibt sich in unserem kleinen St&auml;dtchen Herr Urban Priol die Ehre. Vor Corona h&auml;tte ich sofort eine Karte gekauft, jetzt werde ich mir das Geld sparen. Beim &bdquo;Tilt 2022&ldquo; kam in seinem Programm nichts zum Thema Nordstream und nicht ein einziger Satz Kritik an den US-Amerikanern (z. B. zur Vorgeschichte des Ukrainekrieges und den dortigen Bet&auml;tigungen der Familie Biden). So denke ich mir: Herr Priol hat sich entschieden &ndash; und ich mich auch.<\/p><p>Bei dieser Gelegenheit: Alle Achtung, Lisa Fitz. Ich w&uuml;nsche Ihnen alles Gute und viel Kraft. <\/p><p>Das gilt auch f&uuml;r Albrecht Mueller und Team. Ich hoffe, Sie begleiten uns noch sehr lange.<\/p><p>Mit einem herzlichen H&auml;ndedruck, Dojan R. Pahl<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>281. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Es sind Nazis.<\/p><p>Heiner von Bargen<\/p><p><em>Anmerkung NachDenkSeiten: So einfach ist das nicht und ein solches Etikett hilft auch nicht weiter.<\/em><\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>282. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Ganz einfach: Kabarettisten sind halt auch nur Menschen. Und anscheinend leider viele von der Sorte Mensch, wie wir sie w&auml;hrend der Coronahysterie zuhauf erleben durften. N&auml;mlich: mit dem Mainstream schwimmen ist angesagt, da ist es kuschelig warm, man glaubt, die Mehrheit hinter sich zu haben, nur nicht negativ auffallen, k&ouml;nnte ja Beliebtheitspunkte kosten. <\/p><p>Offensichtlich sind diesen Kabarettisten kritisch denkende\/hinterfragende Menschen unwichtig, und es ist ihnen egal, wenn sie diese als Fans verlieren. Sie wollen beliebt sein, das ist soo bequem! Und solang die Kasse klingelt, who cares! <\/p><p>Ein Programm zu schreiben, das dem Mainstream entgegenkommt, geht sicher schneller und leichter von der Hand. Und das Risiko einzugehen, sich nach der Sendung mit Zensur und Diffamierung herumschlagen zu m&uuml;ssen, darauf haben die M&ouml;chtegern-Kabarettisten eben keinen Bock. <\/p><p>Aber immerhin trennt sich so die Spreu vom Weizen, ich bin froh, dass ich nun schon vor der Sendung wei&szlig;, ob es sich lohnt, sie anzuschauen oder doch lieber einen noch ungelesenen Artikel in den NachDenkSeiten lese\/schaue! <\/p><p>G.G.<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>283. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Liebes Team der Nachdenkseiten, <\/p><p>ich war ein gro&szlig;er Fan von Georg Schramm, der sich leider aus dem Gesch&auml;ft zur&uuml;ckgezogen hat. Es w&uuml;rde mich interessieren, wie er die aktuelle Politik einsch&auml;tzen w&uuml;rde. Ich kann mir kaum vorstellen, dass er sich der Einheitsmeinung einfach angeschlossen h&auml;tte. <\/p><p>Das, was nachkommt, ist leider traurig. Bosetti, Bielendorfer und Co. sind klar damit &uuml;berfordert, den Regierenden unangenehme Wahrheiten um die Ohren zu hauen.<\/p><p>Danke f&uuml;r ihre Arbeit, Moritz Bayer<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>284. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Ich bin genauso geschockt wie ihr, wie angepasst, hirngewaschen, obrigkeitsh&ouml;rig Kabarettisten wie Sieber oder Sarah Bosetti die Mainstreamhetze gegen die letzten Aufrechten in unserem Land anheizen. Ihr habt mit jedem Wort recht. Bin fassungslos, wie bereitwillig r&uuml;ckgratlos deutsche Kabarettisten sich der L&uuml;ge, dem Hass und der Kriegspropaganda anbiedern.<\/p><p>Danke, dass wenigstens ihr euch noch Wahrheit zu sagen getraut. <\/p><p>Euer Lothar<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>285. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Ja, Kabarett war einmal scharfz&uuml;ngig und passgenau. So wie man es bei politischem Kabarett erwartet, alles andere ist &bdquo;Comedy&ldquo; oder Komik. &bdquo;Comedians&ldquo; wie Sarah Bosetti oder Jan B&ouml;hmermann unterstelle ich einfach mal einen zu niedrigen IQ, um zu verstehen, was in dieser Welt gerade geschieht. Christoph Sieber, Tobias Mann, Claus von Wagner und Max Uthoff hatten die richtige &bdquo;scharfe&ldquo; Zunge, um Fehler im System zu benennen, selbst Philip Simon war einmal gut in dieser Hinsicht. <\/p><p>Inzwischen sind aber viele der politischen Kabarettisten so eingesch&uuml;chtert worden und haben Angst vor dem Verlust ihrer Einnahmequelle ARD\/ZDF, dass sie nur noch dem Mainstream folgen, vielleicht sogar noch &bdquo;Extrageld&ldquo; oder Boni daf&uuml;r bekommen, dass sie ihr Publikum auf die gew&uuml;nschten Narrative einschw&ouml;ren. Satire oder Kabarett ist es nicht mehr, was sie derzeit bieten. <\/p><p>Nur wenige haben es in Kauf genommen, die &ouml;ffentlich-rechtlichen Pfr&uuml;nde zu verschm&auml;hen, um charakterstark zu bleiben, siehe Lisa Fitz, Uwe Steimle und in gewissen Grenzen auch Matthias Richling (der weiter vom SWR gesendet wird). Bei den Komikern wie Thorsten Str&auml;ter oder Alfons wei&szlig; man, dass sie politische Themen schon immer &bdquo;umschifft&ldquo; haben, und erwartet auch keine politischen Statements von ihnen. <\/p><p>Der politische Aschermittwoch hat uns deutlich gezeigt, dass es noch gutes Kabarett gibt, abgesehen von Florian Schroeder. Arnulf Rating, Simone Solga, Martin Sonneborn und bis zu einem gewissen Grad auch Chin Meyer haben dann f&uuml;r Schroeders Auftritt entsch&auml;digt. <\/p><p>Mit vielen Gr&uuml;&szlig;en aus Berlin, Rainer Felkeneyer<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>286. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Sehr geehrter Herr M&uuml;ller,<\/p><p>ja, ich beobachte ebenfalls, dass unser einst wertvolles Kabarett auf dem besten Wege ist, eine 180&deg;-Kehre (korrekt so?) zu vollziehen. Die Zeiten von Volker Pispers und Georg Schramm sind Geschichte, und selbst &bdquo;Die Anstalt&rdquo; hat &bdquo;zu&rdquo; gemacht. Was jetzt so l&auml;uft, ist weichgesp&uuml;lt und eher plattes Zeug. Wie das Ph&auml;nomen dieser &bdquo;Gleichschaltung&ldquo; zu erkl&auml;ren ist? Naja, ich wei&szlig; es nicht, und wenn ich mein &bdquo;Bauchgef&uuml;hl&rdquo; befrage, hab ich die schlimmsten Bef&uuml;rchtungen, die ich verst&auml;ndlicher Weise nicht auszusprechen wage.<\/p><p>Vor Kurzem war Urban Priol bei &bdquo;Hart aber Fair&rdquo;. Ich habe gleich abgeschaltet, aus Angst, ich m&uuml;sste mir die Frage stellen: &bdquo;Was, der auch?&rdquo; <\/p><p>Mit freundlichen Gr&uuml;&szlig;en, Ralf Bauer<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>287. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Mir ist auch aufgefallen, dass seit Corona die heute-show dem Mainstream verfallen ist. <\/p><p>Gru&szlig;, Detlef Reitzuch<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>288. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Hallo, <\/p><p>meine Erkl&auml;rung, die meisten Genannten sind Anh&auml;nger der Gr&uuml;nen, die kritiklos jedem Schwenk ihrer Partei folgen. Au&szlig;erdem ist es f&uuml;r sie ein wohliges Gef&uuml;hl, beim Mainstream dazuzugeh&ouml;ren. Wenn dann inhaltliche Argumente fehlen, wo sollen diese auch herkommen, liegt aggressive P&ouml;belei schnell nahe.<\/p><p>LG, Vera<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>289. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Liebes Team der NachDenkSeiten,<\/p><p>es ist immer wieder das alte Lied: &bdquo;Dessen Brot ich ess, dessen Lied ich sing!&ldquo;<\/p><p>Ganz schlimm jedoch, wenn manche v&ouml;llig in B&ouml;hmermann-Ziegenficker-Untiefen abgleiten &ndash; da kann man dann den WAHREN Menschen hinter dem Gesteuerten kennenlernen. So wie auch bei Bastian Bielendorfer! Fremdscham!<\/p><p>Herzlichen Dank f&uuml;r Ihre mutige, flei&szlig;ige Arbeit. <\/p><p>Jasmin Kramer<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>290. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Verehrter Herr M&uuml;ller (oder wer immer diese Mail liest), <\/p><p>mit Interesse habe ich Ihren Youtube-Beitrag mit oben genanntem Titel gesehen und habe dazu Folgendes aus eigener Erfahrung zu berichten. Am vergangenen Wochenende trat nach l&auml;ngerer Zeit wieder einmal Urban Priol bei uns im B&uuml;rgerhaus auf. Ich kannte Herrn Priol schon viele Jahre durch mehrere Live-Auftritte sowie durch dessen Fernsehshows. Meine Vorfreude war entsprechend gro&szlig; &ndash; umso entt&auml;uschender dann der Auftritt: kein einziges kritisches Wort (vielleicht mit Ausnahme Herrn Habecks &bdquo;Diener&ldquo; vor den Scheichs in Katar) zur katastrophalen Energiepolitik, kein kritisches Wort zur Rolle der Amerikaner und dem Verhalten unseres Kanzlers bei der Sprengung der Nordstream 2, kein Wort &uuml;ber die Rolle der Amerikaner und der EU beim Ukraine-Krieg. Stattdessen lediglich eine Hasstirade auf Putin (die ihm billige Klatscher einbrachte), f&uuml;r die die Bezeichnung &bdquo;Stammtischniveau&ldquo; noch eine Beleidigung f&uuml;r Stammtischler w&auml;re, ein Loblied auf die FFF-Kids (&hellip;es ist f&uuml;nf vor zw&ouml;lf und 12.000 Wissenschaftler sind sich einig, dass die Klimakrise&hellip; ) eine Verneigung vor den Klimaklebern und so weiter und so weiter. Auch kein Wort zu Baerbocks feministischer Au&szlig;enpolitik, zum Gender-Gaga oder dem Umbau unserer Gesellschaft zur woken, transsexuellen, regenbogenfarbenen LBTQ-Community. Daf&uuml;r aber Schimpf und Schande f&uuml;r Querdenker und Coronaleugner. (Sinngem&auml;&szlig;er Wortlaut: Wer Angst hat, durch die Impfung genetisch ver&auml;ndert zu werden, f&uuml;r den w&auml;re die Impfung m&ouml;glicherweise eine Chance.) <\/p><p>Fr&uuml;her waren die Kabarettisten Querdenker, die ihre Finger in die Wunden legten. Heute ist Querdenker ein Schimpfwort. <\/p><p>Alles nur traurig. <\/p><p>Mit freundlichen Gr&uuml;&szlig;en, Robert Franke<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>291. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Hallo,<\/p><p>M&ouml;chte kurz auf die I-Seite <a href=\"https:\/\/www.her-mit-der-marie.at\/funny-money\/\">her-mit-der-marie.at\/funny-money\/<\/a> hinweisen.<br>\nHier werden ein paar der bekanntesten &Ouml;sterreichischen sog. Kabarettisten aufgelistet, die sich die letzten Jahre &uuml;ber f&uuml;rstlich (bis zu Mio-Betr&auml;ge) f&uuml;r ihr Engagement vom Staat bezahlen lie&szlig;en.<\/p><p>Hauptsache Brot und Spiele (Propaganda im Deckmantel der leichten Unterhaltung) f&uuml;rs Volk&hellip; nat&uuml;rlich waren die alle zuf&auml;llig stramm auf Regierungslinie und streiten auch mehrheitlich ab, vom Staat bezahlt worden zu sein. Alles im Schleier sog. Coronahilfen, outet sich hier die Scheinheiligkeit par excellence.<\/p><p>Ich vermute mal stark, dass das in Deutschland auch nicht anders l&auml;uft und die F&ouml;rderungsstruktur genutzt wird, um treue &bdquo;Staats-K&uuml;nstler&ldquo; zu erhalten, w&auml;hrend kritische Stimmen\/K&uuml;nstler ausradiert werden. Erst durch Rufmord und dann finanziell.<\/p><p>Auch haben viele ihr wahres Gesicht gezeigt, als Beispiel f&auml;llt mir hier der sonst so kritische Volker Pispers ein&hellip; Aber ich halte mich kurz.<\/p><p>Danke und alles Gute, Gruber Benjamin<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>292. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Guten Tag Herr M&uuml;ller, <\/p><p>schon w&auml;hrend der Pandemie zeigte sich deutlich, wie das Kabarett auf Regierungslinie einschwenkte. Die Disziplinierung mit Hilfe des Sch&uuml;rens von Todesangst war der Vorl&auml;ufer f&uuml;r all die politische Entwicklung in unserem Lande. Vorauseilender Gehorsam, Denunziation, Framing usw. bilden die Voraussetzung daf&uuml;r, dass die meisten Menschen immer unkritischer und folgsamer werden und sind. <\/p><p>Wie mit unseren Geb&uuml;hren f&uuml;r den &Ouml;R umgegangen wird, wie die Regierung Journalisten gekauft hat und kauft, wird gerade von mutigen Leuten aufgedeckt. Aber wen interessiert es?<\/p><p>Die Angst, auch bei Journalisten, bei K&uuml;nstlern, bei Beamten, bei Angestellten, bei Youtubern, bei ganz einfachen Menschen, griff in der Pandemie so stark, dass bei den meisten das Hirn aussetzte. <\/p><p>Auch Kabarettisten sind Menschen, und auch sie sind Vorgaben des politischen Systems ausgesetzt. Fr&uuml;her hatten sie wohl eher das Gef&uuml;hl, dass die Masse der Menschen f&uuml;r eine kritische Haltung gegen&uuml;ber der Regierung war. Heute ist das Gef&uuml;hl ein anderes. Ich denke, um zu verstehen, warum Kabarett heute nichts mehr mit dem zu tun hat, was es einmal war, muss man verstehen, warum die Menschen heute anders ticken. Und das hat sehr viel mit Manipulation, Framing und totalit&auml;rem Handeln der politischen Kreise zu tun. <\/p><p>Jedoch gibt es auch hier Ausnahmen wie Lisa Fitz, Riwa u.a. &hellip; leider sind es aber auch diese standhaften und intellektuell anspruchsvollen K&uuml;nstler, denen man im &Ouml;R keine Sendezeit mehr gibt. <\/p><p>Wir brauchen eine neue politische Bewegung, die daf&uuml;r sorgt, dass die Dinge sich zum Positiven wenden. Leider werden noch zu viele Menschen im alten Denken verharren wollen. Deshalb m&uuml;sste es gelingen, im &Ouml;RR aufzur&auml;umen und ihn v&ouml;llig neu zu gestalten. <\/p><p>Herzliche Gr&uuml;&szlig;e und Danke f&uuml;r Ihre unerm&uuml;dliche Arbeit. Ich bin Leserin der NDS von erster Stunde an.<\/p><p>Jutta M&uuml;hl<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>293. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Liebes Team von den Nachdenkseiten, <\/p><p>dieses &bdquo;Umdenken&ldquo; der Kabarettisten ist mir schon fast zu Beginn der Corona-Plandemie extrem aufgefallen. Sie alle treten in den &Ouml;ffentlich-Rechtlichen auf und m&uuml;ssen wahrscheinlich um ihre Jobs f&uuml;rchten, wenn sie sich nicht regierungskonform &auml;u&szlig;ern. <\/p><p>Da sich mir jedes Mal fast der Magen umdreht, wenn ich dieses &bdquo;Sich-an-die MSM-Anbiedern&ldquo; h&ouml;re, habe ich Kabarett aus meinem Repertoire verbannt, obwohl ich eigentlich ein gro&szlig;er Kabarett-Fan bin. Die Einzigen, die ich mir noch anschaue, sind Lisa Fitz und Anny Hartmann.<\/p><p>Die Nachdenkseiten machen einen hervorragenden Job. &#128077;&#128077;&#128077;Hoffentlich noch sehr lange. <\/p><p>Vielen Dank &#128591;<\/p><p>Liebe Gr&uuml;&szlig;e, Gabriele Krajewski<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>294. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Lieber Herr M&uuml;ller, liebe Redaktion, <\/p><p>Ihr Aufruf zur Teilnahme an der Umfrage zur Hetze gegen kritische Geister durch Kabarettisten ist zwar schon ein paar Tage her, aber ich hoffe, ich kann immer noch meinen &bdquo;Senf&ldquo; beisteuern. <\/p><p>Ich glaube, es ist ein Zusammenspiel von vielen Faktoren. Konkret schweben mir sechs Punkte vor: <\/p><p>Erstens habe ich das Gef&uuml;hl, dass viele Kabarettisten, die nicht &bdquo;auf Linie&ldquo; sind, sich aus den Leitmedien bereits verabschiedet haben. Was wir die letzten Wochen gesehen haben, sind die &uuml;briggebliebenen faulen Mitl&auml;ufer&auml;pfel. <\/p><p>Zweitens habe ich Zweifel, dass allzu regierungskritische Leute &uuml;berhaupt Vertr&auml;ge mit ARD, ZDF etc. bekommen. Sicherlich hat es fr&uuml;her durchaus mehr Meinungspluralit&auml;t gegeben, allerdings fand ich das schon eher alibim&auml;&szlig;ig. Gewisse Dinge konnten schon sehr lange nicht mehr wirklich angezweifelt werden, z.B. ob Deutschland wirklich zu den &bdquo;Guten&ldquo; geh&ouml;rt, ob Demokratie nach westlichem Vorbild wirklich das Beste ist, was die Menschheit jemals hervorgebracht hat, und ob es wirklich sinnvoll oder gar moralisch ist, die Westlichen Werte&trade; in anderen L&auml;ndern zu &bdquo;f&ouml;rdern&ldquo; (wenn n&ouml;tig mit Gewalt). Man darf h&ouml;chstens ein bisschen meckern, wenn das Thema gerade aktuell ist, und dann hat wieder Ruhe einzukehren. <\/p><p>Drittens sehe ich einen sehr direkten Zusammenhang zwischen der Hetze gegen das Friedensmanifest und die Demo und antirussischem Rassismus, der in Deutschland meiner intensiven Beobachtung nach eine jahrhundertelange Tradition hat. Ich selbst wurde 1997 von meinen Eltern aus Russland hierhergebracht und war noch kein Jahr hier, als ich ihn erstmals gesp&uuml;rt habe. Vor allem seitens des scheinbar doch so aufgekl&auml;rten Bildungsb&uuml;rgertums: Die schlimmsten Rassisten hier in Deutschland sind meiner Erfahrung nach Leute, die glauben, eine gute Bildung zu haben, zu wissen, was auf der Welt so los ist, und besonders offen und tolerant zu sein. Als w&auml;re das faschistische &Uuml;berlegenheitsgef&uuml;hl auf der Grundlage der Zugeh&ouml;rigkeit zu einer vermeintlich &uuml;berlegenen &bdquo;Rasse&ldquo; zu einem nicht minder faschistischen &Uuml;berlegenheitsgef&uuml;hl auf der Grundlage der Zugeh&ouml;rigkeit zur Gemeinschaft der Westlichen Werte&trade; geworden. In den letzten Jahren recherchiere ich intensiv zu diesem Thema und bin zu der festen Ansicht gelangt, dass die deutsche Vergangenheitsbew&auml;ltigung ein schlechter Witz ist und dass Deutschland nach 1945 nach und nach die nationale Identit&auml;t geraubt wurde (angebliche &bdquo;Entnazifizierung&ldquo;), das Land aber nie wirklich &bdquo;entfaschisiert&ldquo; wurde, und sehe die aktuelle Hetze gegen die Friedensbewegung und Andersdenkende generell als eine Auspr&auml;gung dieses Rassismus, der in den letzten Jahren ja auch noch sehr eskaliert ist. <\/p><p>Viertens h&auml;tte ich wieder die aus meiner Sicht gescheiterte deutsche Vergangenheitsbew&auml;ltigung. Einer meiner Kritikpunkte daran, der &uuml;brigens sehr gut im Buch &bdquo;Opa war kein Nazi&ldquo; erl&auml;utert wird, ist das Betrachten der Vergangenheit fast ausschlie&szlig;lich aus Opferperspektive &ndash; obwohl man selbst aus T&auml;ter- bzw. Mitl&auml;ufer- bzw. Mitt&auml;terfamilien stammt. Diese &uuml;ber Jahrzehnte antrainierte Identifikation mit den Opfern hat, glaube ich, dazu gef&uuml;hrt, dass die heutigen Mainstream-Kabarettisten sich geradezu reflexartig auch bei den heutigen politischen Debatten auf der Seite der Opfer w&auml;hnen (mit Russland als dem &bdquo;T&auml;ter&ldquo; und der Friedensbewegung als seinen Agenten) und somit gar nicht wahrnehmen, dass sie Benachteiligte angreifen und somit selbst zu T&auml;tern werden. Deutschland hat es eben jahrzehntelang weitestgehend vers&auml;umt zu ergr&uuml;nden, wie und warum man zum T&auml;ter wird und wie sich das T&auml;tersein anf&uuml;hlt. <\/p><p>F&uuml;nftens k&ouml;nnte ein (unterbewusster) Versuch der Gesichtswahrung im Spiel sein. Ich glaube den Kabarettisten durchaus, dass ihre hetzerischen Meinungs&auml;u&szlig;erungen ehrlich sind, gehe also nicht unbedingt von Korruption aus. Wenn man sich also auf der Seite des &bdquo;Guten&ldquo; w&auml;hnt, es aber pl&ouml;tzlich die &bdquo;b&ouml;se&ldquo; Gegenseite ist, die zu Dingen aufruft, die traditionell als &bdquo;gut&ldquo; gelten (keine Waffen in Kriegsgebiete, Frieden etc.), dann l&auml;uft man ja Gefahr, als &bdquo;b&ouml;se&ldquo; dazustehen, und das w&auml;re eine Katastrophe f&uuml;r das eigene Selbstbild. Und vielleicht zweifeln diese Menschen an ihren politischen Ansichten ja durchaus, versuchen diese Zweifel aber zu unterdr&uuml;cken, indem sie umso aggressiver gegen diese Zweifel und damit auch gegen Andersdenkende vorgehen. Ich habe das an mir selbst gemerkt w&auml;hrend Corona: Mein Verh&auml;ltnis zur Impfdebatte war lange Zeit neutral bzw. eher unentschlossen, aber nachdem ich mich habe impfen lassen, wurde ich (vor&uuml;bergehend) antagonistischer gegen&uuml;ber Impfgegnern. Wenn man sich in einem Klima der Schwarz-Wei&szlig;-Spaltung f&uuml;r eine Seite entscheidet, wird man automatisch aggressiver gegen&uuml;ber der Gegenseite und merkt es nicht einmal. <\/p><p>Sechstens kann ich nach 25,5 Jahren in Deutschland sagen, dass Deutsche &ndash; dem Klischee entsprechend &ndash; durchaus eine im internationalen Vergleich weit &uuml;berdurchschnittliche Neigung haben, sich anzupassen, im Gleichschritt zu marschieren und ihre Aufgaben zu 250 Prozent zu erledigen, weswegen Deutschland, wenn es nicht kontrolliert wird oder &uuml;ber intakte Selbstkontrollmechanismen verf&uuml;gt (was aktuell meiner Meinung nach der Fall ist), leicht &uuml;ber das Ziel hinausschie&szlig;t: Im Kaiserreich hatte der Militarismus absurde Ausma&szlig;e, sp&auml;ter stach der Nationalsozialismus unter den vielen nationalistischen und faschistischen Ideologien Europas besonders hervor, und schlie&szlig;lich ging es &ndash; den Erz&auml;hlungen meiner Eltern und ehemaliger DDR-B&uuml;rger nach zu urteilen &ndash; im sozialistischen Ostdeutschland deutlich absurder zu als in der Sowjetunion selbst. <\/p><p>Ich hoffe, ich konnte Ihrer Bitte, sich kurz zu fassen, einigerma&szlig;en gerecht werden, bedanke mich generell f&uuml;r Ihre wertvolle Arbeit und w&uuml;nsche Ihnen ein sch&ouml;nes Wochenende! <\/p><p>Mit freundlichen Gr&uuml;&szlig;en, Katharina Joos<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>295. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Liebe Nachdenkseiten,<\/p><p>Ich beteilige mich gerne an Eurer Umfrage.<\/p><p>Meiner Meinung nach handelt es sich neben allen sonstigen Gr&uuml;nden v.a. um eine pervertierte ethisch-moralische Grundhaltung bei der Regierung, den Mainstreammedien und den staatlich subventionierten K&uuml;nstlern, die allesamt miteinander verbunden sind.<\/p><p>Die eigene Meinung wird &uuml;berh&ouml;ht und den Kritikern das Recht der Existenz und des Aussprechens der eigenen Meinung verwehrt, noch dazu werden Abweichler sozial und finanziell angegriffen sowie (teilweise mit ihren Familien) bedroht. Das f&uuml;hrt zu einer Positivselektion, sodass der Mainstream noch lauter schreit und die Kritiker aus Angst immer mehr verstummen. Es gibt also viel mehr von &bdquo;uns&ldquo;, als wir denken.<\/p><p>So kommt es auch, dass Rechtsradikale (die Gr&uuml;nen) sich links nennen und waschechte Linke (z.B. Sahra Wagenknecht) als Nazis bezeichnet werden (links-rechts-Umkehr). Dumme sind nun intelligent und Intelligente sind dumm. Kritiker sind Nazis, Mitl&auml;ufer sind m&uuml;ndige, kritische B&uuml;rger&hellip; usw.<\/p><p>Ich glaube, viele (nicht alle) der heutigen Mitl&auml;ufer, also auch die meisten K&uuml;nstler, hatten schon vor der krisenhaften Entwicklung Probleme mit ihrer Haltung zum Autorit&auml;ren. Nur damals hat man es nicht bemerkt, da die k&uuml;nstlerische Freiheit sehr dehnbar war.<\/p><p>Denn das Schlimme ist, dass die Repressalien nicht auf Gesetzen beruhen, sondern auf dem, was v.a. die Gr&uuml;nen (nicht) &bdquo;erlauben&ldquo;. Wir leben also eher in einem &bdquo;Moralstaat&ldquo;, da Meinungsfreiheit nicht mehr von Gesetzen geregelt wird. Und die extreme Anbiederung vieler K&uuml;nstler an das System ist freiwillig. Dar&uuml;ber sollte man nachdenken.<\/p><p>Es geht um Kollektivismus vs. Freiheit des Einzelnen. Die Kunst im Kapitalismus wird immer von den Herrschenden zur Machterhaltung missbraucht.<\/p><p>Meine Aussagen haben das Thema nur gestreift, und was die K&uuml;nstler und ihr Verh&auml;ltnis zur Regierung angeht, trifft dies auf andere Menschengruppen auch zu. Aber finanzielle Abh&auml;ngigkeiten und Angst vor dem sozialen Aus spielen f&uuml;r viele nicht die entscheidende Rolle. Denn viele betreiben dieses Spiel absichtlich noch intensiver, als es gewollt ist. Geschichtlich interessant: die Aktivisten-Bewegung im Sozialismus.<\/p><p>Ich hoffe, der Text war nicht zu lang.<\/p><p>Freundliche Gr&uuml;&szlig;e, Christian Fischer<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>296. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Sehr geehrter Herr M&uuml;ller, <\/p><p>ein altes Sprichwort besagt: &bdquo;Wes Brot ich ess, des Lied ich sing&ldquo;. Gilt f&uuml;r das (Mainstream-)Kabarett ebenso wie f&uuml;r den Journalismus, insbesondere in Kriegszeiten. Abgesehen davon ist das Kabarett mit wenigen Ausnahmen schon seit L&auml;ngerem in Richtung Comedy-Veranstaltung abgedriftet. Typen, die in die Fu&szlig;stapfen eines Dieter Hildebrandts passen k&ouml;nnten, findet man derzeit nicht.<\/p><p>Herzliche Gr&uuml;&szlig;e, Peter Theo Ge&szlig;l<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>297. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Liebes Nachdenkseiten-Team,<\/p><p>Es hat eine Gleichschaltung auf der Ebene des &Ouml;RR stattgefunden, so vorbelastet dieser Ausdruck auch ist. Wenn der Hofnarr sich eins mit dem K&ouml;nig macht, dann gibt es nichts zu lachen, und andere Blickwinkel verkommen zu einer verp&ouml;nten Realsatire in unbezahlten Schmuddelecken, vor denen die m&ouml;rderische Moralkeule im Schulterschluss mit dem finanziellen Ableben bereits wartet. Was bleibt, sind die tragisch angepassten Mitl&auml;ufer, die Heinz R&uuml;hmanns unserer Zeit, Pfeifen mit drei &sbquo;f&lsquo;s.<\/p><p>Liebe Gr&uuml;&szlig;e von jemanden, dem das Lachen im Hals steckengeblieben ist.<\/p><p>Herzlichst, Claudia Schwarzrock<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>298. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Liebes NachDenkSeiten-Team, lieber Herr M&uuml;ller, <\/p><p>um auf die von Ihnen gestellte Frage zu antworten, ob das Kabarett zu angepasst sei, nun folgende Erl&auml;uterung aus meiner Sicht: Ich schaue es gar nicht. Ich bin fast 40, habe keinen Fernseher, mein prim&auml;res Medium ist das Internet, und ich nehme dieses Programm nur in Form von Beschreibungen aus den alternativen Medien wahr. Selten einmal schaue ich versatzst&uuml;ckartig &auml;ltere, gute Beitr&auml;ge, die zu einem bestimmten Thema gemacht und in den sozialen Medien geteilt wurden. <\/p><p>Als ich die letzten Male in diverse Kabarett-St&uuml;cke hineingeschaut habe &ndash; etwa von extra3 oder heute-show &ndash; hielt ich das nicht sehr lange durch. Das allgegenw&auml;rtige Framing hat die Gesellschaft durchsetzt und vergiftet. Aus Selbstschutz schaue ich es nicht mehr. Und es gibt gen&uuml;gend Alternativen. <\/p><p>Es fehlen die kritischen Geister, die sich gerne mit der Macht anlegen; und der Umgangston ist teils vom Treten nach unten, teils vom Wiederholen von ThinkTank-Phrasen bestimmt und entstellt. Auch wurden seltsame Gestalten wie der Kriegsfalke R&ouml;ttgen in die heute-show eingeladen und freundlich behandelt, dagegen werden alternative Journalisten und B&uuml;rgerrechtler verleumdet und gemobbt. <\/p><p>Z&auml;hlten Aussagen wie &bdquo;Alle Macht den Gro&szlig;konzernen&ldquo;, &bdquo;Fortschritt um jeden Preis&ldquo; und &bdquo;Krieg ist Frieden&ldquo; zu meinen &Uuml;berzeugungen, dann w&uuml;rde ich mich mit dem Mainstream-Programm vermutlich besser f&uuml;hlen. Doch leider habe ich da ein paar Anpassungsschwierigkeiten. Und an denen werde ich festhalten. <\/p><p>Vielen Dank f&uuml;r Eure\/Ihre Arbeit. <\/p><p>Mit freundlichen Gr&uuml;&szlig;en, Yves Scherdin<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>299. Leserbrief<\/strong><\/p><p>In meinem Alltag spaziere ich mit meiner Meinung bei meinen &bdquo;unpolitischen&ldquo; Mitmenschen durch offene T&uuml;ren. Ich denke, es ist die gebildete Mittelschicht, insbesondere die &bdquo;Gr&uuml;nen&rdquo;, zu denen die Kabarettisten wohl auch geh&ouml;ren und bei denen sie sich nach der Isolierung durch Corona heimisch f&uuml;hlen wollen. Wer wei&szlig; schon, wie diese Partei entstanden ist (indem sie die BI&rsquo;s gegen AKW&rsquo;s aufl&ouml;sten). Die &bdquo;Linken&ldquo; sind total zerstritten; bei ihnen ist das Wort Solidarit&auml;t auch inhaltlich ein Fremdwort. Die &uuml;brigen Parteien kann man vergessen. <\/p><p>Wer bleibt? &ndash; das &bdquo;unpolitische&ldquo; Volk, meine Mitmenschen.<\/p><p>Stefanie Schneidereit<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>300. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Sehr geehrter Herr M&uuml;ller,<\/p><p>vielleicht liegt es &ndash; wie in &Ouml;sterreich &ndash; an den gro&szlig;z&uuml;gigen Coronahilfen des Staates, die w&auml;hrend der Lockdowns als Abfederung des Verdienstentgangs ausbezahlt wurden. In &Ouml;sterreich waren sechsstellige Betr&auml;ge eher die Regel als die Ausnahme: Viktor Gernot, Michael, Niavaranni, Thomas Stipsits, Alex Kristan uvm. <\/p><p>Mit freundlichen Gr&uuml;&szlig;en, Astrid Gortana<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>301. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Hallo, <\/p><p>zun&auml;chst: Ganz herzlichen Dank f&uuml;r Ihre hochwertige Arbeit bei den NachDenkSeiten, die wesentlich zum Nach- und Mitdenken anregt und immer wieder zu &bdquo;Aha-Erlebnissen&ldquo; bei mir f&uuml;hrt! <\/p><p>Ich stimme Ihrer Analyse zu, dass der unbedingte bzw. vorauseilende Wunsch, &bdquo;dazuzugeh&ouml;ren&ldquo; bei den Genannten das Denken l&auml;hmt und die eigene Aufgabe, kritisch und aufkl&auml;rend zu agieren, ausbremst. <\/p><p>Ich vermute, dass sich z.B. die Genannten gleich zu Beginn ihrer Beitr&auml;ge &uuml;bereilt &bdquo;auf die richtige Seite stellen m&uuml;ssen&ldquo;, um von vornherein zu verhindern, in den Verdacht zu geraten, etwa Verst&auml;ndnis f&uuml;r die im &ouml;ffentlichen Diskurs bewusst Ausgegrenzten und Diffamierten zu haben (oder gar Sympathie). <\/p><p>Dass sie dadurch nicht nur zu Mitt&auml;tern der Ausgrenzung werden, sondern auch ihre eigene Sache und das eigene Genre verraten, tritt offenbar hinter die Angst zur&uuml;ck, zur &bdquo;falschen Seite&ldquo; gez&auml;hlt zu werden. <\/p><p>Das ist nicht nur schade, sondern geradezu fatal.<\/p><p>Und w&auml;hrend ich z.B. Sieber und (fr&uuml;her auch) Schroeder durchaus f&uuml;r klug und eloquent genug gehalten habe, aus richtiger &Uuml;berzeugung gegen den Strom der Meinung schwimmen zu k&ouml;nnen, die man gerade zu haben hat, zeigt sich m.E. bei Bosetti schon seit Langem, dass die Inhalte ihrer Beitr&auml;ge die Aufmerksamkeit nicht rechtfertigen, die ihr teils noch immer entgegengebracht wird; ich muss bef&uuml;rchten, dass sie schlicht nicht klug genug ist, um erhellendes Kabarett zu machen. <\/p><p>Der einzige Vorteil des Niedergangs: Diejenigen, die tats&auml;chlich &bdquo;ihren Job machen&ldquo; (und dabei &auml;u&szlig;erst starken Gegenwind in Kauf nehmen), &bdquo;erstrahlen&ldquo; umso heller ;-) <\/p><p>Mit herzlichen Gr&uuml;&szlig;en, Christian von L&ouml;wensprung<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>302. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Sehr geehrter Herr M&uuml;ller,<\/p><p>seit 2021 bin ich Leser und H&ouml;rer der NachDenkSeiten und bin sehr froh, andere Sichtweisen als den Mainstream zu finden. Vielen Dank daf&uuml;r.<\/p><p>Fr&uuml;her war ich ein gro&szlig;er Fan von Satiresendungen im TV &ndash; aber sie haben f&uuml;r mich zunehmend an Bedeutung verloren. Die Satire geht nur noch in eine Richtung: in die, die in den Mainstream passt.<\/p><p>Ich vermute, dass f&uuml;r manche Kabarettisten ihre Auftritte der blo&szlig;e Beruf sind und keine Berufung. Und dieser Beruf wird so ausge&uuml;bt, dass er dem Geldgeber gef&auml;llt. Man verkneift sich kritische &Auml;u&szlig;erungen und hofft so, zu gefallen, um m&ouml;glichst wieder engagiert zu werden.<\/p><p>Solange es hierf&uuml;r ein Publikum gibt, welches applaudiert bzw. die Sendungen ansieht sowie die Sender finanziert, wird es, f&uuml;rchte ich, hier keine Ver&auml;nderung geben. <\/p><p>Beste Gr&uuml;&szlig;e aus Sachsen, Claudia Tieze<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>303. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Die Kunst geht nach Brot. Wes Brot ich ess, dess Lied ich sing. Erst kommt das Fressen, dann kommt die Moral.<\/p><p>Die Antwort auf Ihre Frage wird seit Jahrhunderten immer gleich gegeben. Die Frage ist inzwischen obsolet.<\/p><p>Hen Dabizi<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>304. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Hallo NDS-Redaktion,<\/p><p>vielleicht ist es grob etwa so: Auch die Kabarettisten haben unter den Corona-Regelungen massiv gelitten: keine Auftritte &uuml;ber lange Zeit&hellip; Massive Existenz&auml;ngste sind ihnen von daher hinl&auml;nglich bekannt. Und Angst schr&auml;nkt die Denkf&auml;higkeit ein. Wer dann zumindest in der groben Richtung mit dem Strom schwimmt, hat eher Chancen auf ausgebuchte Kabarettveranstaltungen. Die Existenzangst schw&auml;cht sich ab&hellip;<br>\n&nbsp;<br>\nAu&szlig;erdem: Der Hass auf Russland ist tief ins kollektive Ged&auml;chtnis eingegraben. Seit Generationen. In vielen K&ouml;pfen unbearbeitet, zwischendurch verdr&auml;ngt. Und kommt dann leicht wieder hoch, wenn irgendwas dazu Passendes passiert. Sagte ein Bekannter neulich: &bdquo;Eigentlich bin ich auch Pazifist, aber im Fall von Putin sehe ich keine andere M&ouml;glichkeit als Waffen.&ldquo;<\/p><p>Entwaffnende Gr&uuml;&szlig;e, Lilli Mund<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>305. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Hallo Nachdenker, <\/p><p>nun z.B. am kritischen Geist Dieter Nuhr konnte man es beginnend vor ca. zwei Jahren (bis heute) prima beobachten. Ich denke, wer das Gl&uuml;ck hat, seinen Traum-Job, der obendrein auch noch sehr gut bezahlt wird, aus&uuml;ben zu d&uuml;rfen, der macht unter mehr oder weniger Druck beinahe ALLES, um diesen Job behalten zu d&uuml;rfen. Ich nenne dies &uuml;brigens &bdquo;Heinz R&uuml;hmann-Effekt&ldquo;. Man beobachtet das eigentlich in allen Bereichen, nicht nur im Showbiz, heute&hellip; und damals, z.B. in der DDR.<\/p><p>Warum sollen heute Kabarettist*#&rdquo;ininnen die besseren Menschen sein? Daf&uuml;r gibt es keine Belege. Oder gab es irgendwann neben den geburtenstarken Jahrg&auml;ngen auch die charakterstarken Jahrg&auml;nge? <\/p><p>MfG Werner<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>306. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Liebe NachDenkSeiten,<\/p><p>erstmal vielen Dank f&uuml;r eure Beitr&auml;ge. Das sind meine neuen Nachrichten.<\/p><p>Bei der Satire bin ich der Meinung, es liegt wie in allen anderen F&auml;llen auch am Geld. Geld hat kein Gewissen, keine Ethik, ist auch keine Person, bietet aber Sicherheit, Wohlstand, Status etc. Ab einem gewissen Betrag ist jeder bestechlich und verzapft eben das, was verlangt wird.&nbsp;<\/p><p>Diejenigen, die finanziell abgesichert sind, wollen mehr. Die anderen m&uuml;ssen sehen, wie sie ihre Familie ern&auml;hren, und werden erpresst.<\/p><p>Liebe Gr&uuml;&szlig;e, Heinzi Holzi<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>307. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Lieber Albrecht M&uuml;ller,<\/p><p>ich habe seit 1983 in der DDR politisch satirisches Kabarett gemacht. Von 1990 bis 2004 unterbrochen und ab 2004 als Freiberufler wieder weiter gemacht. Man k&ouml;nnte sagen, ich wei&szlig;, wovon ich rede. Zuerst m&uuml;sste man fragen, warum die genannten K&uuml;nstler das machen, also politisches Kabarett? Welche Haltung haben sie zu ihrem eigenen Beruf? Es ist und war ja auch f&uuml;r viele Berufung, aber die sind nicht mehr da. Gestorben oder abgetreten. <\/p><p>Au&szlig;erdem besteht immer noch ein gro&szlig;er Unterschied zwischen Ost- und Westkabarettisten und Innen. Viele aus den alten Bundesl&auml;ndern k&ouml;nnen sich nicht vorstellen, dass sie sich in den USA get&auml;uscht haben. Dass das seit 1933 bis in die heutige Zeit getragene Russlandbild vielleicht gar nicht stimmt. Und: Sie sind mehr oder minder gelebte Narzissten. Da denke ich nur an Gustav Gr&uuml;ndgens, oder Jan Joseph Liefers. Die um nichts in der Welt die B&uuml;hne opfern w&uuml;rden. Viele K&uuml;nstler kommen ja auch nie ins Fernsehen, sodass man nicht wei&szlig;, wie sie sich &auml;u&szlig;ern. <\/p><p>Was ich auch bemerkt habe, was mal bei der &bdquo;Anstalt&ldquo; ein G&uuml;temerkmal war, n&auml;mlich Recherche, wof&uuml;r viele gar keine Zeit mehr haben, der Aufwand daf&uuml;r ist inzwischen riesig und zum Teil schwer zu erf&uuml;llen. Wir hatten als Ossis so eine Art kreatives Misstrauen, das fehlt v&ouml;llig, auch schon gelebter Humanismus. Ein belastbares Koordinatensystem. Es tut mir leid, das sind eben nur K&uuml;nstler. Fr&uuml;her hie&szlig; es immer: &bdquo;Wer auf eine B&uuml;hne geht, sollte auch was zu sagen haben.&ldquo; Tja!<\/p><p>PS. Die NachDenkSeiten sind f&uuml;r mich schon sehr lange Zeit ein Leuchtturm und Halt f&uuml;r mein Leben und mein Bewusstsein in diesem Land. Vielen, vielen Dank f&uuml;r Ihre Arbeit!!<\/p><p>Viele Gr&uuml;&szlig;e, Stephan Arendt <\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>308. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Liebe Leute der NachDenkSeiten, <\/p><p>zwei m&ouml;gliche Gr&uuml;nde der Anpassung:<\/p><ul>\n<li>eine unzureichend ausgebildete &bdquo;Moralkompetenz&ldquo; bei gleichzeitiger Furcht, gecancelt zu werden (<a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Georg_Lind_(Psychologe)\">siehe auch aktueller Eintrag<\/a> und <a href=\"https:\/\/web.archive.org\/web\/20170715221015\/http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Georg_Lind_(Psychologe)\">im Jahr 2017 noch so<\/a> vom &bdquo;schlauen Kopf&ldquo; zum &bdquo;kranken Kopf&rdquo;) <\/li>\n<li>und\/oder auch ganz simpel: &bdquo;Wessen Brot ich ess&rsquo;, dessen Lied ich pfeif&rsquo;&ldquo;<\/li>\n<\/ul><p>Viele Gr&uuml;&szlig;e aus Soest<\/p><p>P.S.: Auch wenn hier (und anderswo) der &bdquo;Aufschlag&rdquo; wohl sehr hart werden wird, halte ich mich (noch) an die Worte von Watzlawik: &bdquo;Die Lage ist hoffnungslos, aber nicht ernst&ldquo; ;)<\/p><p>Thomas Pohlon<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>309. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Hallo,<\/p><p>nur ganz kurz, ich denke, wenn die geistige Dissonanz zu gro&szlig; wird, wechselt man lieber sein Weltbild.<\/p><p>LG, Patrice Linhardt<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>310. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Lieber Herr M&uuml;ller, <\/p><p>Ihren Eindruck kann ich best&auml;tigen. Zum ersten Mal fiel mir die Zur&uuml;ckhaltung des Kabaretts beim diesj&auml;hrigen Jahreswechsel 2022\/2023 auf. Der Jahresr&uuml;ckblick von URBAN PRIOL fiel aus meiner Sicht deutlich zahmer aus als sonst. Wenn ich mich recht erinnere, hat er &bdquo;die Ukraine ausgelassen&ldquo;, hat aber auch nicht einseitig gegen Russland gest&auml;nkert wie andere. Vielleicht kamen subtile oder sogar eindeutige Hinweise vom Sender, wie weit er und die anderen gehen k&ouml;nnen. <\/p><p>Die Herren WELKE, EHRING und andere sind klar auf Regierungskurs. Leider habe ich das Gef&uuml;hl, dass sie sich dabei wohl f&uuml;hlen. (Der Verlust der Scham ist der Beginn der Verbl&ouml;dung. vermutlich &ndash; S. Freud) <\/p><p>Aus meiner Sicht ver&auml;nderten sich die Arbeitswelt und der Journalismus nach 2001, Einf&uuml;hrung des Teilzeit und Befristungsgesetzes &ndash; TzBfG. Vertr&auml;ge werden nur verl&auml;ngert, wenn der Betreffende auf Kurs ist. Das f&auml;rbt sicher auch auf das Kabarett ab. Unabh&auml;ngig ist man nur, wenn man es sich auch leisten kann. <\/p><p>Viele Gr&uuml;&szlig;e, D.B.<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>311. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Seit ca. zwei bis drei Jahren sehe die Sendung nicht mehr, da die Inhalte unertr&auml;glich durch politisch korrekte Treue sind. <\/p><p>Vielen Dank f&uuml;r Ihre Arbeit. <\/p><p>Mit freundlichen Gr&uuml;&szlig;en, Leon Szostak<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>312. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Sehr geehrter Herr M&uuml;ller, <\/p><p>sie fragten nach einer Erkl&auml;rung, wie sich das Kabarett so entwickeln konnte, dass es heute die Regierung eher verteidigt als kritisiert.<\/p><p>Meine These: Die Mehrzahl der Kabarettisten kommt aus dem Milieu, in dessen Augen der Sheriff von Nottingham beseitigt ist und Robin Hood regiert. Wer die edlen Absichten und bew&auml;hrten Kompetenzen dieses Menschenfreundes anzweifelt &ndash; sei es auch nur durch den Hinweis auf Richard L&ouml;wenherz als rechtm&auml;&szlig;igen Regenten &ndash; muss ja zwangsl&auml;ufig b&ouml;se sein und mithilfe des Kabaretts attackiert werden.<\/p><p>Herzliche Gr&uuml;&szlig;e aus M&uuml;nchen, Markus Helmreich<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>313. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Liebe Leute von den NDS, <\/p><p>gerade den bekannten und betuchten ehemaligen Kabarettisten traue ich zu, dass sie sich ein oder zwei Jahre finanziell durchschlagen k&ouml;nnten ohne gro&szlig;en Verlust an Lebensqualit&auml;t. Wenn man ein Gewissen h&auml;tte, k&ouml;nnte man alternativ auch gar nichts sagen und sich elegant zur&uuml;ckziehen! <\/p><p>So aber sieht man, wem es ernst ist und was die Vergangenheit f&uuml;r einen Wert hatte. Das sehe ich hier eher als die fundamentale Erkenntnis. Aber wie ich die Bev&ouml;lkerung kenne, hat sie auch das bereits wieder vergessen&hellip;<\/p><p>Love &amp; Peace, S. G&ouml;he<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>314. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Sehr geehrter Herr M&uuml;ller, <\/p><p>danke f&uuml;r Ihre Umfrage. Sie zu beantworten ist nicht ganz leicht. Die Motive von Sarah Bosetti und Co. k&ouml;nnten durchaus unterschiedlich sein. Die Gier nach Geld und Geltungsbed&uuml;rfnis halte ich f&uuml;r die wahrscheinlichsten Gr&uuml;nde.<\/p><p>Sie treten in den &Ouml;R-Medien auf und verdienen damit ihr Geld. Sie sind sich sicher, dass die breite Masse ihnen folgt und ihr Prestige w&auml;chst. Sie verdrehen alles und diffamieren, was das Zeug h&auml;lt. Das alles aus Angst, ihren Job, ihr Ansehen und ihre Existenz zu verlieren?! <\/p><p>Die gesch&auml;tzte Lisa Fitz ist ein Paradebeispiel, dass es auch anders geht. Es braucht Werte wie Mut, Wahrheit und Liebe, wie Daniele Ganser sie vertritt. Lisa Fitz tr&auml;gt diese Werte ebenfalls im Herzen. Andere sog. Satiriker und Kabarettisten haben diese Werte im wahrsten Sinn des Wortes <strong>verkauft<\/strong>. Leider&hellip;<\/p><p>Herzliche Gr&uuml;&szlig;e, Holger Rohde<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>315. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Sehr geehrtes liebes Team der NachDenkSeiten!<\/p><p>Ich erinnre mich an die offizielle Humor-Fabrikation in der DDR rund um den Eulenspiegel-Verlag und auch das staatliche Kabarett (Diestel u.a.). In den 70er und 80er Jahren herrschte trotz klarer Zensur eine recht gro&szlig;e Freiheit zum Benennen konkreter Missst&auml;nde sowie auch struktureller Fehlentwicklungen. Einige Basics durften nicht infrage gestellt werden, das w&auml;re sonst &bdquo;Klassenfeind-Propaganda&ldquo;: Die Souver&auml;nit&auml;t des Arbeiter- und Bauernstaates, das B&uuml;ndnis unter sowjetischer F&uuml;hrung, der Sozialismus und die F&uuml;hrungsrolle der Partei. Aber sonst gab es eine reiche satirisch-kabarettistische Landschaft: In Zeitungsglossen, literarischen Beitr&auml;gen, Zeitschriften (insbes. Eulenspiegel), B&uuml;chern, Kabarett&hellip;, weniger im Fernsehen (DFF) und H&ouml;rfunk.<\/p><p>Eine besondere Rolle spielte das Theater. Dort wurden in Dramen und v.a. in neoklassischen Inszenierungen* oft satirische oder kabarettistische Andeutungen untergebracht, die der Zensur entgegenwirkten und die sich sp&auml;testens ab den 60ern zum eigent&uuml;mlichen Bestandteil, ja Merkmal der DDR-Kultur entwickelten (und in der UdSSR war es wohl so &auml;hnlich).<\/p><p>&Uuml;berhaupt lief weit mehr &uuml;ber TEXTE, die eine ge&uuml;bte Rezeptionspraxis erfordern, als &uuml;ber AV-Medien, die besonders propagandaanf&auml;llig sind.<\/p><p>Es war also unter totalit&auml;ren Verh&auml;ltnissen m&ouml;glich, sowohl &bdquo;Systemkabarett&ldquo; zu machen (die Satiriker und Glossenschreiber waren ja anerkannte Mitglieder in den entsprechenden K&uuml;nstlerverb&auml;nden) als auch die Kunst des &bdquo;zwischen den Zeilen&ldquo;-Schreibens und -Inszenierens zur H&ouml;chstform zu entwickeln.<br>\n&nbsp;<br>\nDemgegen&uuml;ber sind Unterhaltungsk&uuml;nstler des Westens grunds&auml;tzlich dem kommerziellen System der kapitalistischen Kulturindustrie unterworfen. Sie sind grunds&auml;tzlich gegen&uuml;ber der &ndash; gew&uuml;nschten oder herzustellenden &ndash; &bdquo;&ouml;ffentlichen Meinung&ldquo; prostituiert. Der Begriff &bdquo;Presstituierte&ldquo; ist insofern besonders zutreffend, als er auf &bdquo;amtliche&ldquo; bzw. professionelle Witzbold*Innen angewandt wird.<br>\n&nbsp;<br>\nDie Sonderform des Crowd-Kabaretts hat derweil (noch) in der Provinz &uuml;berlebt: Kabarett-, Laienspiel- und Karnevalsvereine betreiben ehrenamtlich, was die bezahlten Meinungshuren eo ipso nicht fertigbekommen. Die Pay-if-you-like-Praxis verschafft auch einigen Medienschaffenden wie &bdquo;Snickers f&uuml;r Linksh&auml;nder&ldquo;, Yann Song King, der Sendung &bdquo;B &amp; B&ldquo; oder Uwe Steimles &bdquo;Aktueller Kamera&ldquo; allerlei Reichweite, auch wenn das neoliberale System mit einem vollkommen pervertierten Urheberrecht der Kunst st&auml;ndig Beine stellt.<br>\n&nbsp;<br>\nDass insbesondere der &Ouml;RR sich eine &bdquo;Kabarett&ldquo;-Szene leistet, die lediglich das Mainstreamnarrativ mit den Mitteln der Stigmatisierung und Diffamierung repetiert, wird noch von privaten &bdquo;Comedians&ldquo; flankiert, die sich vor lauter Wokeness, Corona-Beflissenheit und Russophobie gegenseitig &uuml;berbieten. Mit dem &bdquo;Witz&ldquo; eines H. Heine, E. K&auml;stner, G. Schramm oder Loriot hat all das &uuml;berhaupt nichts mehr zu tun. Von selbstkritischer Beleuchtung des eigenen Nestes sind die B&ouml;hmermanns und Bosettis, die Wischmeyers, Uthoffs und Wagners so weit entfernt wie der &Ouml;RR von seri&ouml;sem Journalismus. Erinnert sei an die un&uuml;bertreffliche Fremdsch&auml;m-Nummer, bei der Oliver Kalkofe vor ca. 1,5 Jahren dem woken Publikum in einem Best-of tr&auml;nenreich erkl&auml;rte, dass ausgerechnet und einzig seinem &bdquo;Roberto Blanco&ldquo; kein gedankenloses Blackfacing zugrunde l&auml;ge, sondern tiefe und bewusste Kunstsinnigkeit.<br>\n&nbsp;<br>\n&Uuml;ber das Wesen der westlichen Kulturindustrie haben schon die Altvorderen der Frankfurter Schule hinreichend nachgedacht &ndash; das muss hier nicht wiederholt werden.<br>\nFakt ist: Wer halbwegs professionell arbeiten m&ouml;chte mit entsprechenden Zug&auml;ngen zu Netzwerken und sozialen Milieus, wer sein Eigenheim abbezahlen und die Privatschulen f&uuml;r die Kinder finanzieren will, ist den Bedingungen unterworfen, unter denen &bdquo;offizielle&ldquo; Kunst im westlich-kapitalistischen Wertesystem &uuml;berhaupt m&ouml;glich ist. Au&szlig;erdem d&uuml;rfte die Methode &bdquo;Bestrafe einen &ndash; erziehe hundert&ldquo; auch auf diesem durch Corona eh angeschlagenen Sektor pr&auml;chtig funktionieren. Die Scheuklappen sitzen (&bdquo;Einengung des Diskurskorridors&ldquo; &ndash; R. Mausfeld).<br>\nAu&szlig;erdem sorgt das grunds&auml;tzliche Outsourcing der Produktionen zwar einerseits f&uuml;r deutlich mehr &bdquo;Kasse&ldquo;, andererseits aber auch f&uuml;r eine Kanalisierung, denn es steht ARD, ZDF &amp; Co. jederzeit frei, die Zusammenarbeit zu beenden, wenn die gelieferten Produkte nicht die gew&uuml;nschten Charakteristika aufweisen.<br>\n&nbsp;<br>\nWas mich allerdings wundert: Wenn diese Leute doch so &uuml;berzeugt von ihren Narrativen sind, warum wird dann nicht mit viel mehr und viel treffenderem Humor reagiert? Richtig gute Putin- oder Wagenknecht-Witze habe ich noch nicht geh&ouml;rt. Statt Humor gibt es H&auml;me, statt glossierender Kritik nur unterirdisches Bashing auf Sascha-Lobo-Niveau (und statt schmunzelnder &bdquo;Erwischt!&ldquo;-Reaktionen nur ein peinliches Beleidigtsein wie im Fall Klamroth). Insofern dient die(se) Kunst(richtung) wie in allen totalit&auml;ren Systemen lediglich dem Einzimmern des Narrativs im Stil von &bdquo;1984&ldquo;, vor allem bei den staatstragenden Mittelschichten des FAZ- und ZEIT-lesenden Bildungsb&uuml;rgertums. Und das war schon immer (und in jedem System) gegen Kritik, Selbstkritik und jede Form von Augenzwinkern immun.<br>\n&nbsp;<br>\nMit herzlichen Gr&uuml;&szlig;en, Ihr Matthias Jehsert<br>\n&nbsp;<br>\n*Zur realsozialistischen Kulturtheorie vgl. vor allem Peter Hacks!<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>316. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Kabinett-Arbeit ist heutzutage Kabarett &ndash; Kein Unterschied.<\/p><p>Also: einfach reine Satire &ndash; merkt das denn nur keiner.<br>\nBundestag: Kleine Anfrage: Was zahlen die Ministerien an Kabarettisten und andere Politik-Statisten an Geldbetr&auml;gen? (analog zu Journalisten &ndash; Honorare)<\/p><p>&Uuml;brigens: Was ist der Unterschied zwischen einem Comedian und einem Kabarettisten? Der Comedian macht es wegen dem Geld, der Kabarettist wegen des Geldes. <\/p><p>Dieter Hildebrand u.a. machen es wg. Demokratiebelebung unter Idee, Verstand, Geist, Wagemut, Herz: Der Scherz verlangt einen Einfall, der Witz aber Verstand, die Satire Geist, die Ironie Wagemut und der Humor Herz.<\/p><p>Money makes the world go around &ndash; But if you can see it with my eyes&hellip;.<\/p><p>Joachim Raedler<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>317. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Sehr geehrter Herr M&uuml;ller, sehr geehrte Redaktion,<\/p><p>Ihre und die heute schon ver&ouml;ffentlichten Erkl&auml;rungsans&auml;tze f&uuml;r die alldurchdringende Anpassung an die &bdquo;h. M.&ldquo; sind sicherlich zusammen zutreffend. Ich selbst suche seit 2020 nach Erkl&auml;rung f&uuml;r die frappante Faktenignoranz meiner Mitmenschen: innere Korruption durch ausk&ouml;mmliches Arbeitnehmerdasein, group think mangels Aufkl&auml;rung und Reflektionsbereitschaft, Herdentrieb gerade in der Stampede und Verst&auml;rkung all dessen durch autopoetische Selbststabilisierung unserer Gesellschaftssysteme? Schmerzhaft, keinen klaren Sinnzusammenhang sehen zu k&ouml;nnen, keine ersch&ouml;pfende Erkl&auml;rung f&uuml;r den mehrheitlichen Totalausfall korrigierender Pluralit&auml;t und gleichzeitige Verh&auml;rtung auch der Gegennarrative. Gefragt nach den Gr&uuml;nden, ist mir jetzt ein grundlegender Gedanke &uuml;ber Elemente und Ursprung all dessen bei dem Kognitionspsychologen Daniel Kahnemann begegnet:&nbsp;<\/p><p>Unwillk&uuml;rliche Abl&auml;ufe unseres Gehirns im intuitiven System &bdquo;schnellen Denkens&ldquo; seien im Kern bestimmt durch das assoziative Ged&auml;chtnis, das &bdquo;fortw&auml;hrend eine koh&auml;rente Interpretation dessen konstruiert, was zu jedem beliebigen Zeitpunkt in unserer Welt geschieht&ldquo;. Diese Gehirnfunktion sei einflussreicher als das andere, bewusst logisch und rational operierende System &bdquo;langsamen Denkens&ldquo;. Denkt man die Wirkungsweise&nbsp;kognitiver Dissonanz&nbsp;hinzu, erkl&auml;rt sich, warum die Behavioristen so kein Recht doch Erfolg haben.<\/p><p>Konkret: Die auf vermeintlich empirische bzw. normative Pr&auml;missen gegr&uuml;ndete Impfgl&auml;ubigkeit bzw. Feindbildbeschw&ouml;rung der (Journalisten-, Kabarettisten- und B&uuml;rger-)Mehrheit ist m&ouml;glicherweise auf einen einzigen anderen Punkt r&uuml;ckf&uuml;hrbar: Nichtdenken-K&ouml;nnen des Unvorstellbaren oder Angst. Wer solche Deutung in Betracht zieht, verl&auml;sst den hermeneutischen Inner-Circle und setzt sich dem Erkenntnisrisiko aus, er k&ouml;nnte selbst wie andere auch durch feinsinnige F&auml;den gebunden oder gelenkt sein. K&ouml;nnten Intensivmediziner durch die Dauerbeschallung zu krisenentscheidenden Beatmungsbetten so beeinflusst gewesen sein, dass sie glaubten, schwer erkrankte Patienten ungeachtet des Patientenwillens beatmen zu m&uuml;ssen? K&ouml;nnten die inzwischen 747.048 Bundesbewohner, die die Schwarzer\/Wagenknecht-Petition zahlreich deshalb unterzeichnet haben, weil sie ebenfalls unter dem Eindruck der allgegenw&auml;rtigen Kriegspropaganda Angst haben &ndash; vor einem Krieg im eigenen Vorgarten oder auch nur vor dem Verlust bisheriger Gewissheiten?&nbsp;<\/p><p>Auf mich gewendet: Es ist keine besondere intellektuelle Leistung, Querdenker zu sein, sondern erkl&auml;rlich aus meiner Individuation mit ausgepr&auml;gter Skepsis vor Gruppenzw&auml;ngen und Spezialisierung aufs Hinterfragen. H&auml;tte ich durch vielleicht zuf&auml;llige Faktoren wie meine &bdquo;Verweigerung des Kriegsdienstes mit der Waffe&ldquo; und ersatzweise ersten Erfahrungen mit der Kommerzialisierung im Gesundheitswesen nicht schon als Student gegen die fadenscheinig begr&uuml;ndeten Golfkriege des milit&auml;risch-industriellen Komplexes demonstriert, mich nicht als damals kirchtagsbewegter Gemeinsinnglaubender f&uuml;r die Risiken der Biotechnologie interessiert, mir sp&auml;ter nicht wissbegierig die wegen blo&szlig;er Gendrift an sich ungef&auml;hrliche Schweingrippe 2009 alternativ erkl&auml;rt als Katastrophenschutz&uuml;bung, und h&auml;tte ich mich zu dieser Zeit nicht durch weitere Internetrecherchen auch zu 9\/11 den Schmerzen einst&uuml;rzender Gewissheiten unterzogen, um zur Erkenntnis personeller Identifizierbarkeit des inzwischen auch pharmazeutischen Komplexes zu gelangen, ich w&auml;re zu Beginn der Pandemie nicht auf den Gedanken gekommen, einen Zusammenhang des ersten deutschen Coronainfektionsfalles mit einer R&uuml;stungsfirma zu vermuten oder eine nicht nur zuf&auml;llige zeitliche Koinzidenz des strengen Lockdowns mit dem Transport amerikanischer Panzer f&uuml;r &bdquo;Defender 2020&ldquo; durch den Hauptbahnhof meiner Stadt. Wo sind die jetzt eigentlich?<\/p><p>Aufkl&auml;rung ist notwendig.<\/p><p>Laudulus<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>318. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Sehr geehrter Herr M&uuml;ller, sehr geehrter Herr Berger,<br>\nsehr geehrte Mitwirkende und Unterst&uuml;tzer der NDS,<br>\n&nbsp;<br>\nZuallererst m&ouml;chte ich Ihnen f&uuml;r Ihre unerm&uuml;dliche T&auml;tigkeit danken und f&uuml;r die f&uuml;r mich immer wieder lesenswerten Artikel von Herrn Berger, dies soll nat&uuml;rlich keine Abwertung aller weiteren Beteiligten darstellen. Jedoch ist f&uuml;r mich die Art und Weise, wie Sie, Herr Berger, formulieren, immer wieder eine Freude.<br>\n&nbsp;<br>\nNach der Ver&ouml;ffentlichung der Leserbriefe Teil I gehe ich davon aus, dass Sie sehr viele Gedanken zu der Anpassung des Kabaretts erhalten haben, und sehe mich veranlasst, auch einmal wieder aus meiner liebgewonnenen Passivit&auml;t herauszuschauen.<br>\n&nbsp;<br>\nBei Teil I f&auml;llt mir der Hinweis auf materielle Gr&uuml;nde immer wieder auf, diesen kann und m&ouml;chte ich so nicht gelten lassen. Es ist leicht, Kabarett zu betreiben, wenn man keinerlei Repressalien oder Nachteile zu bef&uuml;rchten hat &ndash; jeder &bdquo;Depp&ldquo; kann sich in solchen Zeiten als Kabarettist bet&auml;tigen. Ein &bdquo;Vollblutkabarettist&ldquo; spiegelt letztendlich auch seine eigene Meinung in seinem Programm wider und steht zu ebendieser &ndash; nat&uuml;rlich mit dem Recht, diese Meinung an neue Informationen anzupassen, ohne sich selbst dabei zu verraten. Im Volksmund nennt man so etwas &bdquo;R&uuml;ckgrat haben&ldquo;. Bei dem Personenkreis, von dem wir hier reden, handelte es sich f&uuml;r mich, im Nachhinein betrachtet, lediglich um &bdquo;als Kabarettisten getarnte Comedians&ldquo;.<br>\n&nbsp;<br>\nDoch m&ouml;chte ich auch betont wissen, dass dieses &bdquo;Ph&auml;nomen&ldquo; der &bdquo;R&uuml;ckgratlosigkeit&ldquo; nicht alleiniges Monopol des Kabaretts ist, sondern allgemein um sich greift.<\/p><p>Hochachtungsvoll, DK<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>319. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Wertes NDS-Team, <\/p><p>danke f&uuml;r Ihre Beachtung dieses Themas. Auch ich bin sehr verwundert &uuml;ber den Gleichschritt der Satire gegen die Friedensdemo. Meine Vermutung ist, dass auf den ersten Blick ja Putin der alleinige Schurke sein muss. Man darf also auf gar keinen Fall mit ihm verhandeln. <\/p><p>Auch denke ich, dass es einen kabarettistischen Herdentrieb gibt. Wenn sich drei prominente Satiriker gegen die Friedensdemo ausgesprochen haben, traut sich der Rest nicht, auf Gegenkurs zu gehen. Man will sich dann nicht in die Nesseln setzen und als Putintroll gelten. <\/p><p>Beste Gr&uuml;&szlig;e, Karsten Z&ouml;llick <\/p><p>PS: Morgen kommt die Anstalt, ich hoffe inst&auml;ndig auf die beiden &#128521;.<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>320. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Sehr geehrte Damen und Herren, <\/p><p>gerne greife ich die Einladung von Albrecht M&uuml;ller auf und gebe eine R&uuml;ckmeldung zu meiner aktuellen Sicht auf die deutsche Kabarettszene. Ich kann ihm in seiner formulierten Kritik nur zustimmen. Zu den von Herrn M&uuml;ller aufgef&uuml;hrten Personen kann ich erg&auml;nzend noch Christian Ehring (Extra-3 \/ NDR) anf&uuml;hren, der ebenfalls in Bezug auf Wagenknecht \/ Schwarzer den Kniefall vor dem Mainstream-Journalismus vollzogen hat. Es ist nur erb&auml;rmlich zu nennen. <\/p><p>Satire lebt in ordentlichen Zeiten davon, herrschende Verh&auml;ltnisse zu beleuchten und zu karikieren. Was aber diese Damen und Herren ablassen k&ouml;nnen (und m&uuml;ssen?), gibt vielleicht nur einen Sinn, wenn man die wohl potenziell lukrativen Gewinne von Schmarotzern ber&uuml;cksichtigt. <\/p><p>Meine Botschaft ist eindeutig: Mit mir nicht mehr!<\/p><p>Freundliche Gr&uuml;&szlig;e, Peter B&uuml;nder<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>321. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Moin, Mahlzeit und einen sch&ouml;nen guten Abend @nachdenkseiten, <\/p><p>Meiner Meinung \/ Ansicht \/ Auffassung nach liegt es zum Teil an <\/p><ol>\n<li>&bdquo;Falsch verstandener&ldquo; sogenannter &bdquo;Solidarit&auml;t&ldquo; &ndash; Tote Fische,<\/li>\n<li>Propaganda des sogenannten Maintream und dem sie nat&uuml;rlich auch nicht nachstehen sollen \/ wollen,<\/li>\n<li>Karrierechancen voranzutreiben \/ zu erhalten und die Angst der Ausgrenzung \/ Diskreditierung \/ Diffamierung,<\/li>\n<li>Ideologische Indoktrination, oder wirklich &uuml;berzeugt von dem, was sie von sich geben \/ artikulieren \/ ausscheiden.<\/li>\n<\/ol><p>Gewisse Parallelen sehe ich als &bdquo;gelernter DDR-B&uuml;rger&ldquo; zu DDR-Zeiten, und ganz besonders die &bdquo;Kriegs-Lust&ldquo;-Parallelen zum 3. Reich, was wir mal in Geschichte gelernt haben. <\/p><p>Gru&szlig; Roberto, Rasch, Berlin<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>322. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Liebe NachDenkSeiten,<br>\n&nbsp;<br>\nkurz soll es sein, also in Schlagworten: Es ist Wunschdenken, Kabarett links zu verorten. Das kommt daher, wir erinnern uns an Karl Valentin, an Wei&szlig;ferdl erinnert sich niemand. Es wird sich erinnert werden an Gerhard Polt und an Mario Bart nicht.<\/p><p>Das Schandmaul, der Witzeerz&auml;hler, der Hofnarr, die Kleinkunst, all das ist ein besonders schnell ausschlagender Gradmesser von Kultur im weitesten Sinne. Wenn ein Comedian die Olympiahalle f&uuml;llt, indem er sich &uuml;ber Defizite unter der G&uuml;rtellinie lustig macht, dann sagt das etwas &uuml;ber die Defizite derer aus, die das so lustig finden. Daf&uuml;r bezahlt ein Selbstgerechter &euro;50,- oder mehr. Es sollen Karten f&uuml;r Frau Gruber auch &euro;120.- kosten, in Sporthallen. Es ist zu einfach, diesen Erfolg der Macht der Medien zuzuschreiben.<br>\n&nbsp;<br>\nDer &sbquo;K&uuml;nstler&lsquo; bietet dem Publikum immer etwas an, worin dieses sich widerspiegelt, sich sehen m&ouml;chte. Je besser der K&uuml;nstler, um so mehr M&ouml;glichkeiten hat er\/sie, darin etwas von sich zu verstecken.<br>\n&nbsp;<br>\nBeispiel: Ein TV-Schandmaul bietet seinem Publikum den Lacher, dass eine alte Frau (Alice Schwarzer) das Mikrofon falsch rum in der Hand hat. Das Defizit unter der G&uuml;rtelline seines Publikums k&ouml;nnte sein: &bdquo;Wir wollen gar nicht dar&uuml;ber nachdenken, was die Frau sagt, wir wollen einen (von Konserve eingespielten) Lacher, welcher die kognitive Dissonanz wieder in Harmonie bringt.&ldquo;<br>\n&nbsp;<br>\nFragen Sie sich mal, wer von denen f&uuml;r einen marginalen eigenen Vorteil, sagen wir mal ein Silberbesteck, die Nachbarin an die Gestapo denunzieren w&uuml;rde? Der Judenwitz fegt die moralischen Hindernisse einfach weg. Damit haben wir doch Erfahrung.<br>\n&nbsp;<br>\nHans Fleischmann<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>323. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Sehr geehrter Herr M&uuml;ller, sehr geehrte NDS-Redaktion, <\/p><p>leider ist es so, dass ich Ihre Meinung und auch die von Herrn Riegel zu 100 Prozent teile. Leider, da dies nicht mehr dem entspricht, was man mal als Kabarett bezeichnete. Leider geht das noch nicht mal mehr als Satire durch. Glauben Sie mir, ich als jahrzehntelanger Fan und Beobachter der Kabarettszene muss es wissen. In bewusster Selbstkasteiung habe ich mir so viel Schlechtes, auch unter Schmerzen, angetan, auch live. <\/p><p>Auch in fr&uuml;heren Zeiten gab es schon immer den etwas plumpen, einf&auml;ltigen und weniger intellektuellen Humor, den man damals als Klamauk oder Unfug bezeichnete, aber dennoch hat es einem vielleicht ein leichtes Schmunzeln auf die Lippen gezeichnet und konnte weitl&auml;ufig durchaus noch unter dem &Uuml;berbegriff Unterhaltung subsumiert werden. Die Geschm&auml;cker sind ja zum Gl&uuml;ck verschieden. <\/p><p>Doch das, was die vermeintlichen Unterhaltungsk&uuml;nstler heutzutage dem geneigten Zuschauer feilbieten, ist mehr als nur unterirdisch und verdient noch nicht mal mehr die Bezeichnung Klamauk oder Unfug. Oberlehrerhaftes Belehrungsdiktum trifft es wohl eher. <\/p><p>Warum? Warum ist das so? <\/p><p>Ich kann mir gut vorstellen, dass die inzwischen so angepassten Unterhaltungsk&uuml;nstler jetzt endlich Ihren Erfolg ernten, ganz nach dem Leitspruch &bdquo;Wessen Brot ich ess, dessen Lied ich sing.&ldquo; W&auml;hrend ja in der Regel bis zum H&ouml;hepunkt der eigenen Karriere ein eher steiniger Weg hinter einem liegt, sind die sog. Senkrechtstarter wohl eher in der Unterzahl. <\/p><p>Aber senkrecht zu starten, erscheint heute auch durchaus leichter und einfacher. Die eigenen Ansichten m&uuml;ssen nur entsprechend auf Linie sein und am besten noch woke, divers und klimaneutral. Schon generiert man sich so mit der angepassten TV-Leitmedienkultur entsprechende TV-Auftritte, welche einen gesteigerten Bekanntheitsgrad nach sich ziehen, und dadurch f&uuml;llt man auch gr&ouml;&szlig;ere Hallen bei den eigenen Live-Auftritten. <\/p><p>Aber die Nicht-senkrecht-Gestarteten mussten vielleicht Jahre oder sogar Jahrzehnte auf kleinen B&uuml;hnen durch die Republik tingeln. Das eigene Dasein so zu fristen, mal mehr oder weniger schlecht gegl&uuml;ckt sein. Da ist es doch sehr verlockend, wenn man jetzt endlich in der vermeintlich ersten Reihe angekommen ist, diesen doch sehr komfortablen Status zu halten gegen&uuml;ber dem m&uuml;hseligen Tingeltangel aus fr&uuml;heren Tagen. W&auml;re man wohlgesonnen, k&ouml;nnte man dem ganzen vielleicht noch ein gewisses Verst&auml;ndnis entgegenbringen und zugutehalten.<\/p><p>Mit zunehmendem Erfolg konnte man sich vielleicht endlich das vielfach ersehnte Reihenh&auml;uschen leisten, welches aber nat&uuml;rlich noch nicht ganz abbezahlt ist, oder endlich konnte man beiden Kindern das Studium erm&ouml;glichen bzw. diese finanziell angemessen unterst&uuml;tzen. <\/p><p>Doch welchen Preis bezahlt ihr daf&uuml;r? M&ouml;gen manche durchaus mal ein entsprechendes Handelsgut zu ver&auml;u&szlig;ern gehabt haben, hatten dies die unz&auml;hligen Neu-Empork&ouml;mmlinge ohnehin nie &ndash; HALTUNG!!!<\/p><p>Bernd Leitel<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>324. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Sehr geehrte Damen und Herren,<\/p><p>ich wei&szlig;, dass ich mit meiner Antwort etwas sp&auml;t dran bin, aber vielleicht findet sie ja doch noch Geh&ouml;r. Ich ver&ouml;ffentlichte just zu diesen Thema ein Video, damals noch spezifisch zum Corona-Skandal.<\/p><p>Hier der Link dazu:<\/p><p><a href=\"https:\/\/www.youtube.com\/watch?v=CJQF_8OSPD0\">youtube.com\/watch?v=CJQF_8OSPD0<\/a><\/p><p>Mit freundlichen Gr&uuml;&szlig;en, Franz Esser, Musik-Kabarettist<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>325. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Liebe NachDenkSeiten-Macher,<\/p><p>also ehrlich gesagt ich kann mir diesen Paradigmenwechsel im Kabarett nicht erkl&auml;ren. Bei den &uuml;blichen Verd&auml;chtigen: Nuhr, Schroeder &hellip; schon, aber bei Siebert und Simon??<br>\n&nbsp;<br>\nAls Amateurastronom kann ich nur sagen: In der Vergangenheit galt, nur zwei Insignien der Menschheit sind aus dem Weltall erkennbar. Bei Tag die chinesische Mauer, bei Nacht die beleuchteten belgischen und niederl&auml;ndischen Autobahnen. Seit ein paar Jahren ist f&uuml;r die Nacht eine dritte hinzugekommen: Die B&uuml;hnenbuchstaben von Dieter Nuhr&nbsp;&#128522;.<br>\n&nbsp;<br>\nWenn die es nicht k&ouml;nnen, m&uuml;ssen wir Leser das mit der Satire halt auch noch &uuml;bernehmen&nbsp;&#128522;.<br>\n&nbsp;<br>\nAmateursatirische Gr&uuml;&szlig;e, Heiko K&uuml;nzel<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>326. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Sehr geehrte Redaktion,<\/p><p>nachdem ich erste Wortmeldungen betreffend die derzeitige Rolle des deutschen Kabaretts gelesen habe, m&ouml;chte ich noch einen Eindruck vermitteln, den ich k&uuml;rzlich erhielt. Es geht um eine Vorstellung von Urban Priol in der Alten Oper in Erfurt. Priol, den ich bisher sehr gesch&auml;tzt habe, hat einen Auftritt hingelegt, der mich zum Verlassen der Veranstaltung in der Pause veranlasst hat. <\/p><p>Der Grund in einem Satz, der K&uuml;nstler lie&szlig; in seinem Auftreten nicht erkennen, auf welcher Seite er steht. Das hei&szlig;t, es wurde planlos in alle Richtungen ausgeteilt, auch und besonders gegen diejenigen, die der Corona-Impfung skeptisch gegen&uuml;berstehen. Keine Spur mehr vom alten Priol, der vor Jahren messerscharf den Finger in die Wunden der Gesellschaft gelegt hat. Entt&auml;uschend.<\/p><p>Mit freundlichen Gr&uuml;&szlig;en, J&uuml;rgen Keller<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>327. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Wertes Team der Nachdenkseiten, werter Herr M&uuml;ller,<br>\n&nbsp;<br>\nangeregt durch ihren Artikel bzgl. des Kabaretts und die ersten Leserbriefe darauf, habe ich mich entschieden, dem von mir sehr gesch&auml;tzten Kabarettisten Volker Pispers eine Anregung zu schicken&hellip; es lag mir einfach auf der Seele.<br>\n&nbsp;<br>\nAlso mit der sehr guten Arbeit immer weitermachen, ihr erreicht die Menschen.<br>\n&nbsp;<br>\nHerzliche Gr&uuml;&szlig;e, Veikko Villwock<br>\n&nbsp;<br>\n&nbsp;Gesendet:&nbsp;Montag, 13. M&auml;rz 2023 um 16:43 Uhr<br>\nVon: Veikko Villwock<br>\nAn: Volker Pispers<\/p><p>Betreff: Gedankenaustausch<\/p><p>Sehr geehrter Herr Pispers,<\/p><p>nach langem Z&ouml;gern habe ich mich heute entschlossen, Ihnen zu schreiben.<\/p><p>Sie, ihre B&uuml;hnenprogramme und vor allem ihre CDs w&auml;hrend langer Autofahrten haben mich seit einem Vierteljahrhundert begleitet. Ihre kritisch- witzig- teilweise derben Einl&auml;sse und Gedankenspiele haben meine kritische Grundhaltung von Jugend an gest&auml;rkt und geformt. Viele Ihrer S&auml;tze sind in meiner Familie zu gefl&uuml;gelten Worten geworden und sind in unseren Wort- und Sprachschatz &uuml;bergegangen. Das sollte Ihnen ein hohes Lob sein und sie k&ouml;nnen sicher sein, dass Sie dadurch in den Gedanken und Gef&uuml;hlen vieler immer pr&auml;sent sein werden.<\/p><p>Mit gro&szlig;em Bedauern habe ich Ihre Abkehr von der B&uuml;hne zur Kenntnis nehmen m&uuml;ssen, ich habe es leider nie genie&szlig;en k&ouml;nnen, Sie einmal live zu erleben. Schade, schade.<\/p><p>Jetzt m&ouml;chte ich zum Grund meines Schreibens an Sie kommen:&nbsp;<\/p><p>In den letzten 3 Jahren habe ich mich bei allen Vorg&auml;ngen in der Welt immer und immer wieder gefragt, was w&uuml;rde Volker Pispers dazu denken bzw. wie w&uuml;rde er sich &auml;u&szlig;ern? Er hat immer den Finger in die Wunde gelegt und nie ein Blatt vor den Mund genommen, wenn es darum geht, auf Missst&auml;nde hinzuweisen.<\/p><p>Also suchte ich den Weg auf Ihre Website und las ihren Kommentar zur f&uuml;nfj&auml;hrigen Auftrittspause&hellip;<\/p><p>Und was soll ich jetzt denken?<\/p><p>Sie als ein K&uuml;nstler, der sich immer mit den M&ouml;glichkeiten und der Gefahr von Sprachmanipulation auseinandergesetzt hat, schreiben stigmatisierende und framende Begriffe wie &bdquo;Corona-Leugner&ldquo; oder &bdquo;selbsternannte Querdenker&ldquo; und distanzieren sich von solchen Leuten, da sie ihre Zitate aus dem Zusammenhang gerissen benutzen k&ouml;nnten? Sie unterstellen weiterhin &bdquo;krude und kranke&ldquo; Ansichten?<\/p><p>Wenn sie solche Worte schreiben, haben sie m. E. genau diesen Weg beschritten, vor welchen Sie in ihren Programmen immer gewarnt haben, n&auml;mlich den Weg der Ausgrenzung und Stigmatisierung.<\/p><p>Jetzt im R&uuml;ckblick und nach dem Abschwellen der Hysterie k&ouml;nnten Sie mir zustimmen, dass ihre Worte eventuell deutlich &uuml;ber das Ziel hinausgeschossen waren?<\/p><p>Wenn man n&uuml;chtern zur&uuml;ckblickt, was ist von der &bdquo;Pandemie&ldquo; geblieben? Ich m&ouml;chte hier nur wenige Schlagworte anf&uuml;hren, derer sie sich sicherlich als aktiver Kabarettist angenommen h&auml;tten und zumindest Fragen gestellt h&auml;tten:<\/p><ul>\n<li>fragw&uuml;rdige Diagnostik des PCR-Testes<\/li>\n<li>Corona- Angst- Strategie- Papier der Bundesregierung<\/li>\n<li>Entwicklung und Markteinf&uuml;hrung der mRNA- Pr&auml;parate<\/li>\n<li>Impfdruck und Impfpflichten in einem freiheitlichen Land, Ausgrenzung und Diffamierung von &bdquo;Ungeimpften&ldquo;<\/li>\n<li>Verformung und schrittweiser Abbau des Rechtsstaates und der Grundrechte in Zeiten des IfSG<\/li>\n<li>evidenzbasierte Ma&szlig;nahmen (Maske, Abst&auml;nde, Lockdowns etc.)<\/li>\n<li>der vorauseilende Mediengehorsam und die allseits um sich greifende Zensur.<\/li>\n<\/ul><p>&nbsp;<\/p><p>Ja, welche Fragen h&auml;tten sie gestellt? H&auml;tten sie welche gestellt? &Ouml;ffentlich?<\/p><p>Ich meinerseits habe mich immer von Ihren Gedanken leiten lassen, Fragen gestellt und mit sehr, sehr vielen, friedlichen, bunten und herzlichen Menschen in der dunkelsten Stunde des Grundgesetzes meinen Unmut, Fragen und mein &bdquo;NEIN&ldquo; auf Demonstrationen in vielen St&auml;dten ausgesprochen. Sehen Sie das auch als Ihren Verdienst an!&nbsp;<\/p><p>Aber bin ich deswegen ein &bdquo;Coronaleugner, Querdenker, AfD- Fan oder rechter Extremist mit kruden und kranken Ansichten&ldquo;?&nbsp;<\/p><p>Bitte hinterfragen Sie an dieser Stelle ihre geschriebenen Worte, diese und andere in dieser Form sind der Sargnagel im Diskurs untereinander und f&uuml;hren letztendlich zur Erosion demokratischer Gepflogenheiten.<\/p><p>F&uuml;r eine sachliche und offene Diskussion stehe ich Ihnen gerne zur Verf&uuml;gung.<\/p><p>Ich w&uuml;nsche Ihnen ein gesundes weiteres Leben und eine sch&ouml;ne Zeit im Kreise ihrer Lieben.<br>\n&nbsp;<br>\nHochachtungsvoll,<br>\nVeikko Villwock<br>\n&nbsp;<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>328. Leserbrief<\/strong><\/p><p><strong>Ich wei&szlig; nicht, ich wei&szlig; nicht, liebe Leserbriefschreiber:innen,<\/strong><\/p><p>ob Sie nicht hier und da von falschen Bedingungen ausgehen und deshalb falsche Schl&uuml;sse ziehen&hellip; Kabarettisten sind nicht per se schlau und auch nicht automatisch links. Sie sind, wie wir alle, Kleinb&uuml;rger, und in Krisenzeiten eben wild gewordene oder wild gemachte Kleinb&uuml;rger. Da ist keine fundierte Analyse zu erwarten.<\/p><p>Und wird auch nicht erwartet vom Publikum. Das Kabarett-Publikum ist das f&uuml;r K&uuml;nstler undankbarste aller Publika. Es will immer nur das eine: &ouml;ffentliche Best&auml;tigung, auf der richtigen Seite zu stehen. UND: k&uuml;nstlerische Qualit&auml;t ist dabei so egal wie die letzt&rsquo; Woch&rsquo;, wie wir Hunsr&uuml;cker sagen. Kabarett-Publikum hat keine Ahnung von Mozart, keine von Goethe, aktuelle bildende Kunst kann eher weg, weil&rsquo;s keine ist, man hasst Jazz au&szlig;er Oldtime, betet das irgendwie Authentische an, und wenn die Blockfl&ouml;te verstimmt ist, wunderbar: wie authentisch!<\/p><p>Es geht also nur um Lebensgef&uuml;hl und um die Best&auml;tigung des Eigenen als das Richtige durch Kabarettisten als Lautsprecher des eigenen Bauches. Das Lebensgef&uuml;hl bis &ndash; sagen wir mal: Corona &ndash; war irgendwie &bdquo;links&ldquo;, besser: sozialdemokratisch-gr&uuml;n. Und so waren halt auch die Kabarettisten. Gro&szlig;es Gl&uuml;ck dabei, Zufall oder der Zeit geschuldet (?) &hellip; die wirklich Guten waren auch gute B&uuml;hnenk&uuml;nstler &ndash; sprachlich, formal, &auml;sthetisch &ndash; und also nicht nur Lautsprecher der richtigen Parolen. Talente, die&rsquo;s nicht jederzeit gibt: Der in den Leserbriefen oft genannte Georg Schramm: ein Ausnahmetalent! Hanns Dieter H&uuml;sch auch, wird aber in den Leserbriefen nicht genannt. Wahrscheinlich den NDS-Lesern nicht politisch genug. Was stimmt, H&uuml;sch war nur ein guter Alltagsbeobachter. Was der ebenfalls nicht genannte Jochen Malmsheimer trotz eines Hangs zu Geschw&auml;tzigkeit und Manierismus heute ist. Der gro&szlig;artige Josef Hader! Oder Pigor und Eichhorn, die auch noch begnadigte Musiker sind. Pelzig!<br>\nGerhard Polt: Ausnahmetalent. Ein veritabler Philosoph auf der B&uuml;hne. Wie heute vielleicht Alfons und auf jeden Fall Gunkl, den aber keiner kennt. Und der unbekannte Marco Tschirpke ist politischer, als seine kleinen Meisterst&uuml;ckchen auf den ersten Blick preisgeben.<\/p><p>Im origin&auml;r politischen Fach darf der Schleich Helmut nicht vergessen werden. Zu Recht nennt er auch Andreas Rebers und Mathias Tretter. Auch der in den Leserbriefen viel geschm&auml;hte Christoph Sieber will verteidigt sein. Ja, sein Eingangsstatement bei den letzten Mitternachtsspitzen &bdquo;250 sitzen im Saal, oder wie Frau Wagenknecht sagen w&uuml;rde, 250.000&ldquo; war billig. Da hat er es sich (eventuell) leicht machen wollen mit einem bequemen, weil garantierten Lacher. So was kommt auch bei Guten vor, wenn sie keinen guten Tag haben. Sein Side-Man Philipp Simon jedoch: d&uuml;mmlich und m&uuml;de. Da w&uuml;rde man Sieber eine bessere Hand w&uuml;nschen. Doch was kriegt der Mann? Tosenden Applaus. Ich sag&rsquo;s ja: &hellip;. Kabarett-Publikum! Siebers Live-B&uuml;hnenprogramm ist &uuml;brigens hervorragend. <\/p><p>Der beklagte Seitenwechsel ist h&auml;ufig eine 360-Grad-Wende. Dem schlicht schon immer nur geschw&auml;tzigen Priol fehlt das Merkel, der einzige Fixstern seines politisch oppositionellen Kosmos&rsquo;. Kurz und eingebettet in die Anstalt, war er ertr&auml;glich. Den beiden Anstaltsherren wiederum fehlt der vor geraumer Zeit entlassene dritte Mann im Hintergrund, der (vermutlich) das politische Gehirn war. Kabarettisten sind h&auml;ufig eben keine Denker, die Politik und Gesellschaft fundiert analysieren und auch noch auf der B&uuml;hne inszenieren k&ouml;nnen. Viele Einsichten und Weisheiten sind doch eher schlicht und getragen vom gerade aktuellen Emp&ouml;rungsgestus. Und der, inklusive des Kabarett-Publikums, verlangt heutzutage (sehr verk&uuml;rzt:) &bdquo;Slawa Ukrajini&ldquo;. <\/p><p>Warum nur erwarten Kabarett-Enthusiasten, dass diese bessere Journalisten, bessere Politiker sind als die Profis? Kabarettisten sind von Beruf Kabarettisten. Mein Winzer, von Beruf Winzer, gefragt nach dem besten Wein in seinem Keller, antwortete: &bdquo;Das ist der, den ich am besten verkaufe.&ldquo; Tja. Ein Publikum, das von Kabarettisten in einer Art Selbstbest&auml;tigungstherapie stellvertretend f&uuml;r sich selbst Opposition verlangt, ist unlauter. Packt doch eure eigenen Megaphone aus und macht eure Politik selber! Und ein wenig Gnade bitte allen Kleinb&uuml;rgern, auch wild gewordenen und wild gemachten, auch denen unter den Kabarettisten. Die sind, eine Lebensweisheit meiner Gro&szlig;mutter, doch auch nur Menschen und manchmal gro&szlig;artige K&uuml;nstler.<\/p><p><strong>Martina Helffenstein<\/strong>, ehrenamtliche Kabarett- und Kleinkunstveranstalterin auf einem&nbsp;<a href=\"http:\/\/www.KaFF-Hottenbach.de\">www.KaFF-Hottenbach.de<\/a>&nbsp;im Hunsr&uuml;ck, die sich nat&uuml;rlich sehr gerne ein paar mehr Freigeister vorstellen m&ouml;chte. Aber, wieder meine Gro&szlig;mutter: &bdquo;Man kann nur mit d&auml;ne M&auml;&auml;d danze, die uffem Saal sinn.&ldquo;<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>329. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Lieber Herr M&uuml;ller, liebe Redaktion der NachDenkSeiten,&nbsp;<\/p><p>leider wird im ersten Teil der Lesereinsch&auml;tzungen zum Kabarett als standhaftes Beispiel Arnulf Rating nicht erw&auml;hnt! Er scheint die Unterst&uuml;tzung aber zu brauchen, weil sein Auftritt in Bad Oldesloe ebenso abgesagt wurde wie der in Hamburg.<\/p><p>Leider haben durch ihr Verhalten in Corona-Zeiten sowohl Pispers als auch Schramm ihr Lebenswerk entwertet. Leider muss ich davon ausgehen, dass sie schon vorher &auml;hnlich massiven Fehleinsch&auml;tzungen erlagen.&nbsp;<\/p><p>Vermutlich werden sie durch, bei den &ouml;ffentlich-rechtlichen besch&auml;ftigte Angeh&ouml;rige, Freunde gek&ouml;dert, denn gerade bei solchen, die sich aus dem Betrieb zur&uuml;ckgezogen hatten oder es wollten, wie Georg Schramm, Volker Pispers oder Wilfried Schmickler und J&uuml;rgen Becker, f&auml;llt die eigene Karriere als Konformit&auml;tsgrund f&uuml;r Hetze und Ausgrenzung ja weg.<\/p><p>Den Anstaltsmachern habe ich die Jubil&auml;umsb&uuml;cher zu f&uuml;nf Jahre Anstalt zur&uuml;ckgeschickt, zweifelte dann, und als der dritte im Anstaltstrio, Dietrich Krau&szlig;, &uuml;ber die Anthroposophen in der taz in einer unglaublichen Art und Weise, wegen deren Impfskepsis, herzog, wusste ich, dass meine Einsch&auml;tzung richtig war.<\/p><p>Per Email habe ich mich auch von den Mitternachtsspitzen verabschiedet, aber weder von der Anstalt noch von den Mitternachtsspitzen eine Reaktion erhalten.<\/p><p>Ebenfalls nicht positiv erw&auml;hnt wird Hatzius, der einiges zart Kritisches brachte.&nbsp;<\/p><p>Ehring, Pelzig, Sieber, Tobias Mann, Simon, Welke &ndash; die sind seit Mitte 2020 f&uuml;r mich nicht mehr existent, andere habe ich nicht mehr beobachtet, weil ich es sowieso mitbekommen h&auml;tte, w&auml;ren sie auf der ma&szlig;nahmenkritischen Seite aufgefallen.<\/p><p>Sch&ouml;ne Gr&uuml;&szlig;e, Axel Klein&nbsp;<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>330. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Sehr geehrte Redaktion der Nachdenkseiten,<br>\n&nbsp;<br>\nzugegebenerma&szlig;en: Ich bin jetzt gerade erst bei Leserbrief 12 (werde mir den Rest jetzt gleich in der Mittagspause auch noch reinpfeifen, weil es einfach sehr sehr interessant ist, was meine Mitb&uuml;rger bez&uuml;glich dieses Themas so denken), aber was mir auff&auml;llt, ist die unkritische Lobhudelei auf Herrn Pispers. Ich gestehe: bis zu seinem R&uuml;ckzug fand ich selber, dass es der beste, bissigste\/sch&auml;rfste und auch wirklich witzigste politische (noch lebende) Kabarettist ist, den wir in Deutschland haben, von Georg Schramm einmal abgesehen.<br>\n&nbsp;<br>\nNachdem er aber auf seiner eigenen Homepage aber sowas ver&ouml;ffentlicht hat, ist der f&uuml;r mich auch untendurch\/nicht mehr ernst zu nehmen. Ein Mensch, der &ndash; so dachte ich bis dato &ndash; so kritisch scharf denken kann und viel gelesen\/recherchiert haben muss f&uuml;r seine genialen B&uuml;hnenprogramme, schafft es nicht, umfassend &uuml;ber die P(l)andemie zu recherchieren, was Sterblichkeiten, PCR, Zulassungsteleskopierung etc. angeht?! Nein, er diffamiert Andersdenkende als Querdenker, etc. Also die, die es von Anfang an besser wussten (als er und gut 80 Prozent der Geschlumpften). Und jetzt, wo es &uuml;berall herauskommt, wie z.B. UK mit den Lockdownfiles, dass es den Politikern in der Tat rein um die Macht und somit um Unterdr&uuml;ckung ging, kein Wort dazu von ihm auf seiner Homepage&hellip; Ja glaubt er denn wirklich, dass das hier in Deutschland anders gewesen ist?<br>\n&nbsp;<br>\nIch w&auml;re da gerne mal auf seine heutige Sicht der Dinge gespannt. Aber das, was er da auf seiner Homepage verbrochen und bis heute nicht revidiert hat, geht einfach mal gar nicht.<br>\n&nbsp;<br>\nVon daher verstehe ich das Lob, was von einigen Leserbriefschreibern an Herrn Pispers verteilt wird, nicht mal mehr im Ansatz.<br>\n&nbsp;<br>\nP.S. Gleiches gilt, wenn auch nicht als Kabarettist, sondern als Musiker\/Liedermacher, f&uuml;r Reinhard Mey. Von wegen &bdquo;sei wachsam&ldquo;&hellip; Mey war einer der Ersten, der sich dem BMG angedient und in seiner K&uuml;che klampfespielend einen auf Pandemieengel und Untertan gemacht hat. Was hat sich mir der Magen jedes Mal umgedreht, wenn der auf Montagssp<br>\n&nbsp;<br>\nKabarettisten, Schauspieler, Filmschaffende aller Art, S&auml;nger\/Musiker &ndash; alle wie sie da sind und sich sonst so gerne in den Vordergrund dr&auml;ngeln als gute Menschen: haben alle versagt und ihr wahres Gesicht gezeigt: &bdquo;mutig&ldquo; f&uuml;r Menschrechte, Freiheit und Demokratie eintreten in Zeiten, wo man nichts zu verlieren hat und so sich das in klingender M&uuml;nze als Werbegag auszahlt &ndash; wenn es drauf ankommt, lieber mit den W&ouml;lfen (Regierung\/Medien) heulen&hellip;<br>\n&nbsp;<br>\nDieser Schlag Menschen widert mich inzwischen nur noch an.<br>\n&nbsp;<br>\nWenn Sie in der Tat eine Erkl&auml;rung haben m&ouml;chten, wie es so weit kommen konnte, nicht nur unter den Kabarettisten, dann muss man sich einfach mal psychologisch damit auseinandersetzen, woher Gutmenschigkeit wirklich herr&uuml;hrt und wie es um die psychische Verfassung vieler K&uuml;nstler wirklich bestellt ist. Die histrionische Pers&ouml;nlichkeitsst&ouml;rung gibt da schon einen Hinweis allein &uuml;ber die Bezeichnung: &bdquo;lateinisch histrio, das eine aus der etruskischen Sprache entlehnte Bezeichnung f&uuml;r einen Schauspieler im antiken Rom war&ldquo;. Helfersyndrom, histrionische Pers&ouml;nlichkeitsst&ouml;rung, Gutmenschigkeit ist unter K&uuml;nstlern deutlich h&auml;ufiger zu finden als in der Normalbev&ouml;lkerung &ndash; &bdquo;zarte K&uuml;nstlerseelen&ldquo;(mit Sendungsbewusstsein)&hellip;<br>\n&nbsp;<br>\nIch bin heutzutage so weit, dass ich erstmal google, wie sich die &bdquo;K&uuml;nstler&ldquo; etc. die letzten drei Jahre verhalten und was sie so gesagt haben, bevor ich einem mein hart verdientes Geld in den falschen Rachen schmei&szlig;e. Weder Kabarettisten noch Musiker noch Schauspieler werden von mir unterst&uuml;tzt\/finanziert, indem ich Ihre Angebote k&auml;uflich erwerbe, die sich die letzten drei Jahre (und auch jetzt wieder beim Ukrainekrieg) benommen haben bzw. benehmen wie eine offene Hose.<\/p><p>Sehr gut gew&auml;hltes Thema f&uuml;r Lesermeinungen.<br>\n&nbsp;<br>\nAber auch so: Macht weiter so und vielen Dank f&uuml;r die unerm&uuml;dliche Aufkl&auml;rung.<br>\n&nbsp;<br>\nMit freundlichen Gr&uuml;&szlig;en, J&ouml;rg Poggemeyer<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>331. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Liebes NachDenkSeiten-Team, <\/p><p>Ich bin der Meinung, dass nicht nur die erw&auml;hnten K&uuml;nstler f&uuml;r die regierungstreuen Aussagen bezahlt werden. Vielleicht sind sie erpressbar ? Anders kann ich mir diese Mainstreamh&ouml;rigkeit nicht erkl&auml;ren. <\/p><p>Mit freundlichen Gr&uuml;&szlig;en, M. Wystub<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>332. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Liebes NDS Team, <\/p><p>Leserbrief zu einem Leserbrief.<\/p><p>Erst mal vielen Dank f&uuml;r den Artikel &bdquo;J&auml;mmerliches Kabarett&ldquo; und die nachfolgende &bdquo;Umfrage zur Anpassung des Kabaretts&ldquo;. <\/p><p>Ein Leserbrief den ich formuliert h&auml;tte, w&auml;re mit meinen Argumenten im Gros der anderen Antworten untergegangen, weil mir die rhetorische F&auml;higkeit fehlt, meine Gedanken ver&ouml;ffentlichungswert zu formulieren. <\/p><p>Bei dem Brief #74 von Peter Lienemann habe ich aber meine Ideen, die ich in dieser Form nicht formulieren konnte, wiedergefunden. Also ein gro&szlig;es Dankesch&ouml;n und einen lieben Gru&szlig; an Herrn Lienemann. <\/p><p>Da ich nicht davon ausgehe, dass diese Mail ver&ouml;ffentlicht wird, k&ouml;nnt Ihr das an Herrn Lienemann weiterleiten? <\/p><p>Vielen Dank f&uuml;r Eure Arbeit und weiter so! <\/p><p>Ralf Boecker<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>333. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Liebes NDS-Team,<\/p><p>bravo zu Ihrem Mut, dies Thema anzubieten &ndash; und ein bravo an die NDS-Leser: Nach Lekt&uuml;re der &bdquo;German Cabaret Files Part I&ldquo; war ich erstaunt, bewegt und ber&uuml;hrt, wie viele Menschen es in diesem unserem &bdquo;besten aller m&ouml;glichen Deutschlands&ldquo; doch immer noch gibt, die belesen sind, reflektiert und kritisch denken k&ouml;nnen und den Mut haben, sich auch entsprechend zu &auml;u&szlig;ern.<\/p><p>Aus allen bisher ver&ouml;ffentlichten Zuschriften scheint mir auch eine unglaubliche Entt&auml;uschung mitzuschwingen: Wer sich lange im politischen Kabarett mit seinen eigenen kritischen Gedanken widergespiegelt und daher gut aufgehoben fand, sieht sich mittlerweile seit etwa 10, 15 Jahren fast isoliert&hellip; Ich bin Jahrgang 1965, war von 1984 bis 2009 als Kulturjournalist und Kritiker auch f&uuml;r Tageszeitungen und den Rundfunk aktiv und habe 25 Jahre lang auch B&uuml;hnenkabarett live erlebt, immer wieder, und immer wieder gern. Etlichen Kabarettisten bin ich auch pers&ouml;nlich begegnet &ndash; wobei mir freilich die Unbeugsamsten (Hildebrandt, Schramm, auch Hans Scheibner) immer die Liebsten waren.<\/p><p>Mir scheint, sp&auml;testens zur Zeit der &Uuml;bernahme der &bdquo;Anstalt&ldquo; durch von Wagner und Uthoff (2014) gerieten die Dinge langsam ins Rutschen. Anfangs noch begeisterter Fan, war ich zunehmend irritiert, wie immer offenkundiger in diesem (vermutlich vom ZDF gewollt politisch neu ausgerichteten) Revival das Mainstream-Framing wurde &ndash; insbesondere in den verschiedenen Sendungen zur Klima-Problematik. Als Herr Uthoff alias Sir Isaac Neffton dann begann, uns ein pseudowissenschaftliches Weltbild f&uuml;r bare M&uuml;nze zu kaufen, war f&uuml;r mich ein trauriger Tiefpunkt erreicht.<\/p><p>Die Corona-Zeit machte mir dann rasch klar, wer auf Linie war und wer sich seine Kritikf&auml;higkeit bewahrt hat und daf&uuml;r eingestanden ist. Ich habe nach und nach in allen Kabarett-Sendungen dann sofort abgeschaltet, wenn mir ein Framing besonders &uuml;bel aufgesto&szlig;en ist &ndash; und das halte ich auch heute noch so. Die einzige Sendung, bei der ich in all dieser Zeit NIE abgeschaltet habe, war SchleichFernsehen!!<br>\nAbgesehen davon war es bitter, sich von all meinen Kabarett-Helden nach und nach v&ouml;llig verabschieden zu m&uuml;ssen: Als ob sie alle von &uuml;blen HIRNW&Uuml;RMERN befallen wurden. Und dann Priol: Viele Jahre einer meiner &bdquo;gro&szlig;en Helden&ldquo; (2013 beim ZDF noch zur persona non grata geworden, denn seine &bdquo;Anstalt&ldquo; tat den Verantwortlichen zu weh), der in den letzten beiden Jahren pl&ouml;tzlich durch die TV-Talkshows tingelte und teils unglaublich gequirlten politischen Quark von sich gab &ndash; ausgerechnet Priol! In seinem letzten &bdquo;Jahresr&uuml;ckblick&ldquo; habe ich es dann noch etwa f&uuml;nf Minuten ausgehalten, bis ich nicht mehr konnte und rauszappte&hellip;<\/p><p>Ich kann mir das auch so erkl&auml;ren: Man schaue sich an, wie einfach es heutzutage ist, seit, sagen wir, der Aff&auml;re Christian Wulff (herausgegriffen aus einer Vielzahl durchs Dorf Getriebener) Menschen durch die Leidmedien wie auch die Internet-&bdquo;Communities&ldquo; durch gezielte Diffamierungen komplett zu vernichten. Vor 20 Jahren waren das noch Sonderf&auml;lle, &uuml;ber die manche sogar noch kritisch berichtet haben. Doch heute ist daraus eine &bdquo;Cancel Unculture&ldquo; geworden, an die sich viel zu viele nicht nur erschreckend gew&ouml;hnt haben, sondern diese auch noch selbst praktizieren: Da hackt jede Kr&auml;he der anderen die Augen aus!<\/p><p>Wenn also eine Frau Bosetti, Kebekus, ein Herr Ehring, Nuhr, Priol, Pufpaff, von Wagner, Welke oder Uthoff weiter im Fernsehen auftreten und Geld verdienen wollen, k&ouml;nnen sie sich eben einfach im Wortsinne nicht leisten, in irgendeiner Weise als Abweichler aufzutreten. Das z&uuml;chtet bei diesen Damen und Herren regelrechte Unterwerfungs-Reflexe. Schauen Sie sich nu(h)r einmal an (wenn Sie noch schauen sollten), wie die Genannten und andere immer wieder mit kleinen, wie unabsichtlich eingestreuten Bemerkungen durchblicken lassen, dass sie zur Woke-Kultur geh&ouml;ren, an den menschgemachten Klimawandel glauben, an CO2 als &bdquo;Treibhausgas&ldquo;, an den (gebetsm&uuml;hlenartig wiederholten) &bdquo;v&ouml;lkerrechtswidrigen Angriff Russlands auf die Ukraine&ldquo;, mithin zum Ausdruck bringen, dass sie auch zur gro&szlig;en Gruppe der &bdquo;Schwarz = Ost und Wei&szlig; = West&ldquo;-Denker geh&ouml;ren: &bdquo;Putin ist b&ouml;se, Biden ist gut; Trump ist sowieso b&ouml;se und muss verhindert werden; nur der Westen garantiert Demokratie, doch der Osten will die Weltherrschaft; Impfungen sind toll; f&uuml;r die Rettung der Welt vor dem Klimawandel gehen wir gern in den Tod; wer nicht denkt wie wir, denkt nicht nur quer, sondern vor allem rechts&hellip;&ldquo;<br>\nDas Traurigste an dieser ganzen Malaise: Das Kabarett von fr&uuml;her, das waren kluge K&ouml;pfe, zu denen nicht nur Intellektuelle und Kulturschaffende aufgeblickt haben. Dieter Hildebrandt, die Lach und Schie&szlig;-Gesellschaft, Hanns-Dieter H&uuml;sch, Hans Scheibner und viele andere Gro&szlig;e haben uns &uuml;ber Jahrzehnte immer wieder wachger&uuml;ttelt und wachgehalten. Heute sind es nur noch wenige Einzelk&auml;mpfer, die die Fahne hochhalten: Allein Ihnen gilt mein gr&ouml;&szlig;ter Respekt und Dank. Bitte lassen Sie sich nicht unterkriegen, machen Sie weiter und uns damit weiter Mut, auch aufzustehen und den Mund aufzumachen.<\/p><p>An die Staatskabarettisten: Wenn auch nur wenige von Ihnen wieder zur BEsinnung k&auml;men, anstatt nur immer noch mehr GEsinnung zu zeigen, w&auml;re schon viel gewonnen&hellip; Und wenn Sie dazu nicht die Eier haben: Einige von Ihnen sind ja zumindest so sprachbegabt und wortgewandt, dass Sie gute, geistvolle Unterhalter w&auml;ren &ndash; aber dann reden Sie doch einfach grunds&auml;tzlich nicht mehr &uuml;ber die woken Reizthemen. (Man muss ja nicht in jeden Sch&hellip;haufen treten.) Denn niemand zwingt Sie dazu, Klimapolitik, Ostwestpolitik, Gendern oder Wokismus zu thematisieren; der Alltag hat immer noch gen&uuml;gend absurde Geschichten, die man erz&auml;hlen kann, ohne wehzutun oder sich gleich zur Zielscheibe zu machen. Macht nur ein bisschen mehr Arbeit&hellip;<\/p><p>Nehmen Sie sich zum Beispiel ein Beispiel an meinem Lieblings-Meteorologen Kai Zorn: Der macht nur das, was er mit der Muttermilch aufgesogen hat, n&auml;mlich Wetter, und zwar immer noch v&ouml;llig ohne jedes politische Framing, eben weil er sich klug ausschlie&szlig;lich auf seine regelrecht k&uuml;nstlerische Leidenschaft beschr&auml;nkt: Chapeau!<\/p><p>Und ein Letztes an die, die schon resigniert und sich zur&uuml;ckgezogen haben oder dies &uuml;berlegen: Eigentlich h&auml;tten Sie jetzt ja nichts mehr zu verlieren, also&hellip;?<\/p><p>Benjamin-Gunnar Cohrs, Bremen<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>Hier folgen nun noch Leserbriefe, die zu dem Artikel <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=94699\">&bdquo;J&auml;mmerliches &sbquo;Kabarett&lsquo;: TV-Satiriker sch&uuml;tzen die Kriegspolitik&ldquo;<\/a> eingegangen sind. Christian Reimann hat f&uuml;r Sie eine Auswahl der Leserbriefe zusammengestellt.:<\/strong><\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>1. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Sehr geehrter Herr Riegel,<\/p><p>ich betrachte es als belegt, dass die &Ouml;ffentlich-Rechtlichen genau das betreiben, was anderen Stimmen vorgeworfen wird: Hetze, Spaltung, Diffamierung, L&uuml;gen usw.<\/p><p>Die Art der &Auml;u&szlig;erungen zeigt mir, sie sind ganz unten angekommen. Statt Information kommt Hetze, statt Aufkl&auml;rungen kommen Beleidigungen.<\/p><p>Und wir m&uuml;ssen sie daf&uuml;r bezahlen, und sie geben sich dann eine f&uuml;rstliche Rente daf&uuml;r. (Weinendes Smiley)<\/p><p>Gut, dass es die NachDenkSeiten gibt.<\/p><p>Harald Norkus<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>2. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Guten Tag,<\/p><p>Frau Bosetti fiel mir &sbquo;vor Corona&lsquo; meist dadurch auf, dass ihre Beitr&auml;ge sich sehr oft mit unsachlichen (Netz-)Kommentaren &uuml;ber ihre &sbquo;Satire&lsquo; und &uuml;ber sie selbst besch&auml;ftigten. Besonders die sicher teils unangebrachten, auch mal beleidigenden &Auml;u&szlig;erungen &uuml;ber ihre Person schien sie dabei aber (mit einer schon fast masochistisch anmutenden Attit&uuml;de) durchaus auch ein wenig zu genie&szlig;en.<\/p><p>Mit der &sbquo;Coronapandemie&lsquo; hat sie sich dann solche ausgrenzenden, hetzerischen Aussagen, nun &uuml;ber Ma&szlig;nahmenkritiker, Ungeimpfte etc. selbst zu eigen gemacht &ndash; &uuml;bel.<\/p><p>Wird aber trotzdem (oder gerade deshalb?) vom &Ouml;RR weiter alimentiert&hellip;<\/p><p>Beste Gr&uuml;&szlig;e, Ben Leiwen<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>3. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Meine Meinung: <\/p><p>Es ist schier unglaublich, wie sich die offenbar corona-gesch&auml;digten Kom&ouml;dianten bez&uuml;glich des provozierten Ukrainekriegs dem transatlantischen Mainstream unterworfen haben. Oliver Welke und Christian Ehring z&auml;hle ich zu den &Uuml;berzeugungst&auml;tern. Ernsthaftes Kabarett ist bereits mit dem Krieg praktisch gestorben. <\/p><p>Der hochintelligente QUER-Moderator des BR versteht es dar&uuml;ber hinaus, sich bei seinen Darstellungen von der Verantwortung zu distanzieren. Schade. Sein offensichtliches Motto: Lieber QUER schauen als QUER denken. <\/p><p>Gr&uuml;&szlig;e, Siegfried Klar <\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>4. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Guten Tag,<\/p><p>ich sah am Wochenende das bayerische Kabarettformat &bdquo;Nockherberg&ldquo;. Wenn Sie ein weiteres Beispiel f&uuml;r politische Einseitigkeit und den Ausschluss Andersdenkender &ndash; gut getarnt als Kabarett\/Satire &ndash; betrachten wollen, empfehle ich die &bdquo;Fastenrede&ldquo; von Maxi Schafroth, es reichen die letzten 15 Minuten.<\/p><p>Er bekam von Regierung und Opposition stehenden Beifall. Mir erschien der ganze Saal trunken von der &Uuml;berzeugung, dass hier die Guten zusammensitzen und feiern. Die Opfer der bayerischen Pandemiepolitik hatten an diesem Abend wohl weniger zu lachen. Sie wurden in der Rede auch gar nicht erst erw&auml;hnt.<\/p><p>Auch das &bdquo;Singspiel&ldquo; ist aufschlussreich. Da &auml;u&szlig;erte Gisela Schneeberger als verworren-esoterische Reichsb&uuml;rgerin ihre Verachtung gegen&uuml;ber Linksradikalen, Geimpften und Multikulti.<\/p><p>Ebenso ein echter Schenkelklopfer: Aiwanger geht fischen am &bdquo;rechten Rand&ldquo; und kommt nach einem Hai-Angriff mit nur einem Arm zur&uuml;ck.<\/p><p><a href=\"https:\/\/www.br.de\/mediathek\/video\/auf-dem-nockherberg-die-fastenrede-2023-von-maximilian-schafroth-av:64024b0564bf9d000888d45d\">br.de\/mediathek\/video\/auf-dem-nockherberg-die-fastenrede-2023-von-maximilian-schafroth-av:64024b0564bf9d000888d45d<\/a><\/p><p>Beste Gr&uuml;&szlig;e aus M&uuml;nchen, Markus Helmreich<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>5. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Sehr geehrter Herr Riegel, sehr geehrtes NDS-Team,<br>\n&nbsp;<br>\nnachfolgend mein Leserbrief zu o.g. Thema. Ihnen immer wieder vielen Dank und beste Gesundheit. Danke.<\/p><p>Mit freundlichen Gr&uuml;&szlig;en, Edgar Bauer<\/p><p>J&auml;mmerliches &bdquo;Kabarett&ldquo;<\/p><p>Auch hier gilt: Enthaltsamkeit seit vielen Jahren. Fr&uuml;her gerne mal die &bdquo;Anstalt&ldquo; u.a., andere bekannte Namen tauchen hier gar nicht mehr auf, kann man nur noch auf Youtube o.&auml;. Kan&auml;len sehen. Manche k&ouml;nnten mir gar nicht so viel bezahlen, dass ich einschalten w&uuml;rde. <\/p><p>Als ich vor Jahren noch solche Sendungen geschaut habe, war zunehmend zu erkennen, dass hier was schiefl&auml;uft, faul ist im Prozess. Plumpe und primitive Diskreditierungen und Diffamierungen l&ouml;sten satirische und teils lustige Inhalte ab, gef&uuml;hlter Hass sprach z.T. aus den Mietm&auml;ulern. Ich stelle mir nach wie vor die Frage: Cui bono? Was steckt dahinter: Geldzahlungen, Ordenszusagen, Jobgarantie, Sitz neben dem Herrn, oder wo wird man f&uuml;ndig? Nun gut, solange es keine Pflicht ist, diese gesundheitsgef&auml;hrdenden &bdquo;Sendungen&ldquo; einzuschalten, wei&szlig; ich ja, wo ich Alternativen finde, auch hinsichtlich der sogenannten informellen Beitr&auml;ge wie Nachrichten, Politsendungen, Talkshows etc. <\/p><p>Bewundernswert, dass manche Kommentatoren schreiben, sie haben diesen oder jenen Beitrag angeschaut, das w&auml;re mir nicht mehr m&ouml;glich, die Pumpe &ndash; Sie verstehen &ndash; und schon deshalb kein Verlust, au&szlig;er dem Zwangsbeitrag. Wie wohltuend erlebt man die Ge&auml;chteten, welche man heute nicht hoch genug ehren und sch&auml;tzen kann?<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>6. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Aber Herr Riegel; Sie sind aber auch gemein. &bdquo;Comedians&ldquo; &ndash; also bitte: die von Ihnen angesprochenen Koryph&auml;en halten sich gewiss f&uuml;r die Creme des Kabaretts.<\/p><p>Ganz gro&szlig;e Kleinkunst. Das war einmal, von wenigen Ausnahmen, die Sie dankenswerterweise erw&auml;hnen, abgesehen. <\/p><p>Heute wirft ganz kleines Klamaukchen ganz langen Schatten, weil die Sonne sooo sch&ouml;n tief steht.<\/p><p>Stelle mir gerade vor, wie ein echter (und &uuml;berdies sehr mutiger) Kabarettist wie Werner Finck diese kabarettistischen Karikaturen in einem sicher superben Programm verwurstete &ndash; mangels Masse w&uuml;rde es nat&uuml;rlich nur zu W&uuml;rstchen reichen k&ouml;nnen (Welke fragen!). <\/p><p>Und &uuml;berhaupt und sowieso: Nun gebt dem B&ouml;mmelmann doch endlich eine Ziege!<\/p><p>Frank Schultz<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>7. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Sehr geehrter Herr Riegel,<\/p><p>vielen Dank, dass Sie diesen Missstand hier einmal zur Sprache bringen.<\/p><p>Wie in Ihrem Artikel zu lesen und auch mir schon w&auml;hrend der Causa Corona auffiel, sind die sogenannten Kabarettisten nur noch ein j&auml;mmerlicher Haufen von gleichgeschalteten Erf&uuml;llungsgehilfen der Regierung.<\/p><p>Kabarett und Satire haben die Aufgabe, den Finger in die Wunde zu legen und Widerspr&uuml;che in den Handlungsweisen der Regierungen aufzudecken, um den Zuschauer zum Nachdenken anzuregen.<\/p><p>Wie bereits gesagt, seit Corona Fehlanzeige, oder wie Herr Schmickler immer rief: &bdquo;Abschalten Becker, abschalten!&ldquo;<\/p><p>Uns gehen Kabarettisten wie Hildebrandt, Georg Schramm ab, die den Mut hatten, die Dinge beim Namen zu nennen. Das war zwar nicht immer lustig, es darf auch gern mal Schmerzen verursachen.<\/p><p>Ein Lob denjenigen wie Lisa Fitz und anderen, welche noch die Flagge der Freiheit hochhalten, wobei mir kaum noch welche einfallen, in deren Hirn noch nicht die Spikeproteine ihr Unwesen treiben.<\/p><p>Mit freundlichen Gr&uuml;&szlig;en, TG<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>8. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Sehr geehrter Herr Riegel, sehr geehrte NDS, sehr geehrte LeserInnen, <\/p><p>fr&uuml;her schaute ich gerne Kabarett im &bdquo;&Ouml;ffentlich-Rechtlichen&ldquo;, da war so manch&lsquo; Schmankerl dabei. Doch seit l&auml;ngerer Zeit schon lasse ich das (von zwei, drei Ausnahmen abgesehen), nachdem ich mir einige Male die Augen gerieben und meinen Ohren nicht getraut habe. Es ist in der Tat j&auml;mmerlich, was inzwischen &bdquo;kabarettistisch&ldquo; abgeliefert wird.<\/p><p>Nun habe ich mir, da in Ihrem Beitrag verlinkt und nur acht Minuten lang, Sarah Bosetti &bdquo;angetan&ldquo; und war geschockt. Alice Schwarzer zu unterstellen, sie schreibe ein Manifest und rufe zur Demonstration auf, um nicht in der Bedeutungslosigkeit zu versinken, ist schlicht erb&auml;rmlich. Alice Schwarzer hat nicht allein einen au&szlig;erordentlich bedeutenden Beitrag zur Frauenemanzipation geleistet &ndash; und geh&ouml;rt &uuml;brigens, wof&uuml;r ich sie extrem sch&auml;tze, zu denjenigen, die in Prostitution nicht einen &bdquo;normalen&ldquo; Job, sondern schlichtweg eine menschenverachtende und dem&uuml;tigende Handlung sehen &ndash;, sondern behauptet sich seit nunmehr 46 Jahren als eigenst&auml;ndige Herausgeberin einer Zeitschrift, was in der heutigen Medienlandschaft eine mehr als bedeutende Leistung ist.<\/p><p>Und Sahra Wagenknecht tut ihrer politischen Karriere nun wahrlich keinen Gefallen &ndash; was ihr von Bosetti unterstellt wird &ndash;, wenn sie sich gegen die auch in ihrer Partei vorherrschende Meinung stellt, ganz im Gegenteil.<\/p><p>Wer vor allem zu denjenigen politischen Akteuren geh&ouml;rt, der sich dem Primat der eigenen politischen Karriere verschrieben hat &ndash; und von Bosetti l&ouml;blich zitiert wird &ndash;, ist etwa Robert Habeck. F&uuml;r drei Jahre, sprich bis zur n&auml;chsten Bundestagswahl, engagiert er einen &bdquo;Personal Fotografen&ldquo;, der ihn stets perfekt in Szene setzen m&ouml;ge, f&uuml;r knapp 400.000 Euro, wohlgemerkt aus Steuergeldern. Ganz zu schweigen von Annalena Baerbock, die sich f&uuml;r 135.000 Euro j&auml;hrlich, auch aus Steuergeldern, eine sie &uuml;berallhin begleitende Stylistin leistet, damit die Au&szlig;enministerin &uuml;berall &ndash; auch bei ihren Besuchen im Kriegsgebiet!!!! &ndash; perfekt gestylt, medienwirksam und damit karrieref&ouml;rdernd auftreten kann.<\/p><p>Doch Bosetti verfolgt ihre einseitige und h&ouml;chst unterkomplexe Auseinandersetzung mit dem &bdquo;Manifest f&uuml;r den Frieden&ldquo; konsequent weiter und z&ouml;gert auch nicht, die billige und tumbe Keule des Rechtsradikalismus zu z&uuml;cken. Und sie setzt, auch das geh&ouml;rt inzwischen zu den allf&auml;lligen unterkomplexen Denkmustern, die Forderung nach Verhandlungen mit Kapitulation gleich. <\/p><p>Tja, Kabarettistinnen und Kabarettisten hatte ich bis vor einiger Zeit die F&auml;higkeit zu komplexem Denken unterstellt. Doch auch das ist l&auml;ngst Vergangenheit. Die Gegenwart sieht anders aus: durchdrungen von schlichten Geistern &ndash; in allen gesellschaftlichen Bereichen. <\/p><p>Dr. Petra Braitling<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>9. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Die L&ouml;sung des TV-Problems (aus individueller Sicht) ist ganz einfach: Ich schaue Sportschau (ARD), Trucker Babes (Kabel 1), vier Folgen &bdquo;Der Schwarm&ldquo; (ZDF) und ggf. Tatort (ARD). F&uuml;r Tagesschau, heute, d&uuml;mmliche Talkshows und regierungstreue Comedians gibt es die rote Taste auf der Fernbedienung.<\/p><p>Ich finde es trotzdem verdienstvoll, dass Sie &uuml;ber die Schlechtigkeit der deutschen Medienwelt berichten. Das lese ich gerne, tue mir das selbst aber nicht an.<\/p><p>Rainer Kromarek<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>10. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Danke f&uuml;r diesen Beitrag, Herr Riegel. Es ist nicht mehr auszuhalten, einfach nicht mehr reinklicken, die einzige L&ouml;sung. Auf der Suche nach einem letzten &bdquo;Mohikaner&ldquo; kann es einem aber passieren, dass selbst &bdquo;der&ldquo; l&auml;ngst unfasslicher Gewalt und Zwang ausgesetzt sein muss, so wie Samstag letzter Woche auch ein Christoph Sieber nebst Philipp Simon in den Mitternachtsspitzen des WDR. Schlimm, der Druck, dem solche Herren ausgesetzt sein m&uuml;ssen, die f&uuml;r niederste Zwecke missbraucht werden, jetzt nach der Zeitenwende. Sie k&ouml;nnen einem nur noch leidtun. K&ouml;nnen die so verdienten Br&ouml;tchen noch schmecken, bleiben sie doch eher irgendwann im Halse stecken? Oder hat man diesen Komikern und Komikerinnen eine ganz andere Karriere versprochen? Bei den Vorbildern?<\/p><p>Und dann g&auml;be es da neuerdings auch noch die Polit-Satiriker, wie bspw. ein Herr Klingbeil und der angeblich wohl immer noch nicht konditionierte Kollege M&uuml;tzenich. Diese beiden F&uuml;hrungssozen m&uuml;ssen sich doch tats&auml;chlich gef&uuml;hlt auf den Knien &ndash; so wie einst ein Heinrich IV zum Papst nach Canossa &ndash; nach Kiew schleppen, um sich von den Klitschkos und einem Melnyk zurecht bei&szlig;en zu lassen. Dabei war doch schon die Story von anno 1077 eine von M&ouml;nchen nachtr&auml;glich gedrechselte &bdquo;pure shit of propaganda&ldquo;. Geradezu widerlich auch, wie mit dem Kanzler aus dem Reichsprotektorat Ost verfahren wird. Der wird &ndash; gef&uuml;hlt in Ketten &ndash; zur alleinigen Verlustifizierung des Oval-Office-Besetzers mal schnell &uuml;bern Teich gezerrt und muss sein Pflicht-Grinsen f&uuml;r die Kameras absolvieren. Anders geht es wohl nicht mehr, Senilit&auml;t und Demenz von Nero II aufzuhalten. Wie soll das alles nur noch enden? <\/p><p>Es gr&uuml;&szlig;t, Michael Kohle<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>11. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Sehr geehrter Herr Riegel,<\/p><p>Ihr &auml;u&szlig;erst lesenswerter Beitrag &bdquo;J&auml;mmerliches &ldquo;Kabarett&ldquo;: TV-Satiriker sch&uuml;tzen die Kriegspolitik&ldquo; offenbart in schonungsloser Offenheit die mehr als beklagenswerte Anpassung der im &ouml;ffentlich-rechtlichen TV ausgestrahlten Satiresendungen wie die &bdquo;Heute-Show&ldquo; im ZDF oder &bdquo;Extra Drei&ldquo; in der ARD an die Regierungspolitik sowie den kriegstreibenden Mainstream! Geradezu erschreckende Beispiele lieferten die &bdquo;Heute-Show&ldquo; sowie &bdquo;Extra Drei&ldquo; mit ihren Beitr&auml;gen zur Friedens-Demo von Sahra Wagenknecht und Alice Schwarzer am 25. Februar 2023 in Berlin. <\/p><p>Wer f&uuml;r das Schweigen der Waffen sowie das Aufnehmen von Verhandlungen zur Beendigung des sinnlosen Sterbens und Zerst&ouml;rens in der Ukraine ist, gilt inzwischen als Lumpenpazifist, Putin-Versteher oder Querdenker, also der biblische Aussatz der Neuzeit! Selbst das einstige ZDF-Satire-Flaggschiff &bdquo;Die Anstalt&ldquo; ist abgetaucht, anstatt, der wahren Satire verpflichtend, die allgemeine Kriegsl&uuml;sternheit auf den Punkt, sprich auf die TV-Bildschirme der Republik zu bringen &ndash; der satirische Offenbarungseid schlechthin. <\/p><p>Sahra Wagenknecht, Gabriele Krone-Schmalz, Daniele Ganser und Ulrike Gu&eacute;rot, um nur einige zu nennen, werden systematisch ausgegrenzt, aus dem &ouml;ffentlichen Raum verbannt und auf das &Uuml;belste diffamiert und diskreditiert. Wir taumeln weiter Richtung Abgrund, Kampf gegen die drohende Klimakatastrophe war gestern, immer mehr und t&ouml;dlichere Waffen, soweit sich dies deklinieren l&auml;sst, ist das Gebot der Stunde, sprich der Heil versprechenden, viel beschworenen Zeitenwende. Doch k&uuml;nftige Generationen, falls es sie denn noch geben sollte, werden auf ihre bohrenden Fragen nach dem &bdquo;WARUM&ldquo; keine Antworten erhalten.<\/p><p>Wilfried B&ouml;ckmann<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>12. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Sehr geehrter Herr Riegel, <\/p><p>alles, was Sie schreiben, muss ich leider hundertprozentig aus meiner Wahrnehmung best&auml;tigen. Die beschriebene Problematik f&auml;llt mir seit mindestens drei Jahren auf, also seit Corona. <\/p><p>Die Macher von Extra Drei (Christian Ehring), der Heute-Show (Oliver Welke) und Jan B&ouml;hmermann waren aus meiner Sicht schon immer billige Hofschranzen.<br>\nDa war nichts anderes zu erwarten. Entt&auml;uscht und entsetzt war ich von der &bdquo;Anstalt&ldquo; ab Corona und den letzten beiden Jahresr&uuml;ckblicken Urban Priols. In TILT 2021 zeichnete sich schon ab, was in TILT 2022 voll sichtbar wurde. <\/p><p>Bei der Anstalt habe ich mich noch gefragt, wie es m&ouml;glich ist, sich so weit zu verbiegen. Bei Priol bin ich mir nicht mehr sicher, ob er schon immer vollst&auml;ndig hinter den &bdquo;Gr&uuml;nen&ldquo; und deren aktueller Politik gestanden hat und nur die anderen Parteien vollmundig im Visier hatte. Denn die Politiker der Gr&uuml;nen, Habeck und Baerbock und Konsorten, hat er in TILT 2022 ja nur wohlwollend an Rande erw&auml;hnt. Jedenfalls ist Priol seit TILT 2022 f&uuml;r mich gestorben. Dabei war ich ein gro&szlig;er Fan seiner Sendungen. <\/p><p>Bei der &bdquo;Anstalt&ldquo; selektiere ich inzwischen genau nach dem Inhalt. Bei der &bdquo;Anstalt&ldquo;, also Claus von Wagner und Max Uthoff und Urban Priol, war ich bisher der Meinung, dass es zum Gl&uuml;ck immer noch gutes politisches Kabarett gibt. Inzwischen scheint es aber fast nur noch transatlantische Wassertr&auml;ger zu geben. <\/p><p>Oder k&ouml;nnte es auch sein, dass es inzwischen sehr gef&auml;hrlich und existenzbedrohend geworden ist, politisches Kabarett gegen den Mainstream zu machen? Das erinnert mich an die d&uuml;stersten Zeiten in Deutschland. <\/p><p>Ich bin froh, dass es immer noch die NachDenkSeiten gibt. Danke.<\/p><p>MfG, Klaus Korcz <\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>13. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Guten Tag,<\/p><p>Sie haben in Ihrer Aufz&auml;hlung Christoph S&uuml;&szlig; von Quer (BR) vergessen. In meiner unermesslichen G&uuml;te verzeihe ich Ihnen&hellip; es ist auch, das muss man zu Ihrer Verteidigung sagen, allzu schwer, alle aufzuz&auml;hlen, denn sie machen, und da haben Sie recht, quasi alle mit.<\/p><p>So wie fr&uuml;her auch die &bdquo;Anstalt&ldquo; noch manchmal gut war, so fand ich auch &bdquo;Quer&ldquo; lange gut&hellip; aber in letzter Zeit kann man die Sendung und ihren Moderator auch vergessen.<\/p><p>Es ist zum Heulen. Bleibt tapfer und anders. Bitte!<\/p><p>LG, Laurent Hulten<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>14. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Wertes NDS-Team,<\/p><p>es war wirklich eine schlechte Woche. Zu den Ausf&auml;llen bei &bdquo;Extra 3&ldquo; und &bdquo;Heute-Show&ldquo; gesellten sich am Sonnabend auch noch die &bdquo;Mitternachtsspitzen&ldquo;. Eine Sendung, bei der ich fr&uuml;her manchmal dachte, d&uuml;rfen die denn das? Aber das ist wohl nun auch vorbei. Ich musste bei allen drei Sendungen nach wenigen Minuten abschalten. Gl&uuml;cklicherweise kann man in der Mediathek den Abschaum &uuml;berspringen und sich die einigerma&szlig;en sehenswerten Themen noch anschauen. <\/p><p>Ob man bei Wagenknecht\/Schwarzer alle S&auml;tze unterschreibt oder nicht, bleibt dahingestellt. Wenn aber diesen Frauen, die das T&ouml;ten und Zerst&ouml;ren beendet sehen wollen und f&uuml;r Verhandlungen eintreten, eine derartige niedertr&auml;chtige Schlammschlacht entgegenschl&auml;gt, dann bin ich nur noch fassungslos. Sind denn diesen &bdquo;Satirikern?&ldquo; und den bekannten Talkshowgr&ouml;&szlig;en die vielen Toten egal? Wie viele Tausend sollen denn auf beiden Seiten noch sterben, bis einigen ein Licht aufgeht? Waffen werden doch nur zu einem Zweck hergestellt, n&auml;mlich Menschen zu t&ouml;ten und Werte zu vernichten.<\/p><p>Hoffen wir auf die Initiativen Au&szlig;enstehender wie China, Brasilien oder Indien.<\/p><p>Mit besten Gr&uuml;&szlig;en und Dank, L. Ritter<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>15. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Hallo, lieber Herr Riegel, <\/p><p>es ist traurig, dass auch eine bekannte Satiresendung wie die &bdquo;Mitternachtsspitzen&ldquo; sich in die illustre Gesellschaft der Kriegssch&uuml;tzer und uns&auml;glichen Kritiker der Friedensdemo vom 25. Februar 2023 mit Sahra Wagenknecht und Alice Schwarzer eingereiht hat. Wurde die Sendung bis vor einiger Zeit eher als Klamauk wahrgenommen, hatte ich mich gefreut, dass mit Christoph Sieber jemand die Sendung &uuml;bernahm, den man als Satiriker von Format kannte.<\/p><p>Wie gro&szlig; war die Entt&auml;uschung &uuml;ber die Sendung vom 4. M&auml;rz 2023, als ich feststellen musste, dass diese von einseitiger Meinungsmache zum Ukrainekrieg und Einpr&uuml;geln auf Wagenknecht und Schwarzer beherrscht war, wobei besonders Sieber &bdquo;ganze Arbeit&ldquo; leistete. Michael Hatzius war meines Erachtens eine Ausnahme.<\/p><p><a href=\"https:\/\/www.ardmediathek.de\/video\/mitternachtsspitzen\/mitternachtsspitzen-im-maerz\/wdr\/Y3JpZDovL3dkci5kZS9CZWl0cmFnLTAwMTMyNGFmLTg0MDQtNGUwZC1iZjc1LWUwZDRmMzM5MGU3Yg\">ardmediathek.de\/video\/mitternachtsspitzen\/&hellip;<\/a><\/p><p>Mit sehr wenigen Ausnahmen gibt es gibt keinen Lichtblick mehr auf der heutigen Satireb&uuml;hne. Gleichgeschaltet sind fast alle Akteure. Wo sind Leute vom Format Volker Pispers&rsquo; oder Dieter Hildebrandts? Mit dem allenthalben wahrnehmbaren Niedergang der Demokratie d&uuml;rften solche Lichtgestalten heute gar nicht mehr auftreten. Armes Deutschland!<\/p><p>Mit besten Gr&uuml;&szlig;en, G. Fernekes<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>16. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Sehr geehrter Herr Riegel,<\/p><p>Ihr Beitrag zu einigen Satirikern, die eine B&uuml;hne im &Ouml;RR erhalten, kann ich leider nur zustimmen. Die aufgef&uuml;hrten Damen und Herren bzw. Sendungen wie Extra Drei oder Heute-Show sind schon l&auml;nger nicht mehr sehenswert. <\/p><p>Dem Herrn B&ouml;hmermann habe ich noch nie zugeh&ouml;rt. Sp&auml;testens nach seinem sogenannten &bdquo;Schm&auml;hgedicht&ldquo; war f&uuml;r mich klar, diese Sendung erst gar nicht anzuschauen. <\/p><p>Sarah Bosetti m&ouml;chte gern gescheit her&uuml;berkommen, aber sie schafft es halt nicht. Weil ich die Dame noch nie so richtig angeschaut hatte, habe ich mal auf den Link geklickt, diesen aber nach wenigen S&auml;tzen von ihr ausgeschaltet. Der Herr Schroeder kann anscheinend auch nur noch Regierungspropaganda und Hetze gegen alle Andersdenkenden. Der war sogar vor sehr langer Zeit mal gut. <\/p><p>Extra Drei und Heute-Show sind ebenfalls zum Nicht-mehr-Einschalten. <\/p><p>Einen haben Sie aber vergessen. &Uuml;ber ihn hat schon mal ein Leser geschrieben. Urban Priol war f&uuml;r mich mal &bdquo;Pflichtprogramm&ldquo;. Seit seinem Jahresr&uuml;ckblick &bdquo;TILD 2022&ldquo; werde ich Sendungen von ihm ebenfalls nicht mehr anschauen. Dieser Mann hat mich einfach nur sehr entt&auml;uscht. Sein Traum vom Selbstmord-Attentat Gerhard Schr&ouml;ders auf Putin war unterirdisch. Wenn er ja wenigstens noch G. W. Bush und Biden mit eingeladen h&auml;tte, dann w&auml;re vielleicht noch ein Sinn erkennbar gewesen. Frau Baerbock wird nebenbei von ihm als diejenige bezeichnet, die wenigstens mal Klartext spricht. Nat&uuml;rlich nur gegen China oder Russland, nicht aber gegen&uuml;ber unseren &bdquo;NATO-Freunden&ldquo; und den USA.<\/p><p>Alle von Ihnen genannten &bdquo;Satiriker&ldquo; haben keinen Ton zu dem US-Sabotageakt(?!) auf die Gasleitungen verloren. Es ist einfach nur traurig, wie sich denkende (hoffte ich zumindest) Leute so klein machen und sich auf eine Stufe mit z.B. einer Strack-Zimmermann stellen.<\/p><p>Mit freundlichen Gr&uuml;&szlig;en, Ulrich Kleinecke<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>17. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Sehr geehrter Herr Riegel,<br>\n&nbsp;<br>\nIhrem Artikel stimme ich inhaltlich weitgehend zu. <\/p><p>Es ist schwer aushaltbar, wie sich sogenannte Kabarettisten &ouml;ffentlich &auml;u&szlig;ern (d&uuml;rfen) und dass sie daf&uuml;r in den Medien eine B&uuml;hnenpr&auml;senz erhalten. Schlimm ist es, dass diese B&uuml;hnen durch die &ouml;ffentlichen Medien zur Verf&uuml;gung gestellt werden. Diese Medien schlie&szlig;en kritisches Kabarett weitgehend aus und werden von Geb&uuml;hren finanziert. Negativ ist es, dass sich viele Geb&uuml;hrenzahler, die u.a. dem Umgang mit dem Krieg gegen&uuml;ber kritisch eingestellt sind, von sogenannten Kabarettisten beschimpfen lassen m&uuml;ssen, welches wahrscheinlich auch f&uuml;rstlich mit den Geb&uuml;hren honoriert wird. <\/p><p>Die medialen Ausf&auml;lle der Kabarettisten sind nicht nur aktuell zu beobachten. Diese Verhaltensweisen begannen bereits 2020 in der Coronakrise. Dabei waren bereits vor allem die von Ihnen, Herrn Riegel, in Ihrem Artikel benannten Protagonisten medial sehr pr&auml;sent und hatten bereits ihre Schaffenskraft darauf abgezielt, Menschen, die den politischen und gesellschaftlichen Umgang mit Corona kritisierten, zu verunglimpfen und massiv herabzuw&uuml;rdigen. Diese hatten ihren Anteil an der gesellschaftlichen Ausgrenzung ganz vieler Menschen in unserem Staat. Damals geh&ouml;rten neben Kabarettisten wie Hirschhausen auch die von mir fr&uuml;her sehr gesch&auml;tzte Sendung &bdquo;die Anstalt&ldquo;, die ich seitdem nicht mehr anschaue, zu den Ausf&uuml;hrenden, welche die &uuml;berwiegende politische und mediale Haltung unterst&uuml;tzten.<\/p><p>Deutschland hat eine gro&szlig;e Kabarettisten-Tradition, u.a. Dieter Hildebrandt, Dietrich Kittner oder bedeutsame Kabaretts. Heute ist dieses Niveau medial weitgehend abgeflacht. Kritische Kabarettisten k&ouml;nnen nur auf einzelnen kleineren B&uuml;hnen oder im Internet gesehen werden. Vielleicht m&uuml;ssen Kabarettisten sich heute anpassen, um &ouml;ffentlich auftreten zu d&uuml;rfen. Aber dann w&uuml;rde ich ihnen mehr R&uuml;ckgrat w&uuml;nschen. <\/p><p>Ich hatte immer gehofft, dass es in unserer Gesellschaft und gerade auch im politischen Kabarett zu vers&ouml;hnlicheren T&ouml;nen mit einer gewissen Demut kommt. Diese Hoffnung schwindet derzeit immer weiter, und es scheint so, dass die Zeiten noch rauer werden.<\/p><p>Herzliche Gr&uuml;&szlig;e, Klaus-Dieter Wippler<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>18. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Sehr geehrter Herr Riegel, sehr geehrtes Team der NachDenkSeiten,<br>\n&nbsp;<br>\nzun&auml;chst einmal vielen herzlichen Dank f&uuml;r diesen tollen Artikel. Herr Riegel bringt es wieder einmal perfekt auf den Punkt. Dass das Friedens-Manifest von Sahra Wagenknecht und Alice Schwarzer (das ich &uuml;brigens auch unterschrieben habe) und die erfolgreiche Demonstration am 25. Februar 2023 in Berlin einen gnadenlosen &bdquo;Bei&szlig;reflex&ldquo; bei den &ouml;ffentlich-rechtlichen TV-&bdquo;Satirikern&ldquo; ausl&ouml;sen w&uuml;rde, war eigentlich abzusehen. Wer GEGEN den Krieg ist, der muss mit allen Mitteln der Diffamierung gnadenlos bek&auml;mpft werden. Nur MIT Waffen bringt man Frieden &hellip; warum nur werde ich da immer so sehr an Orwells &bdquo;1984&ldquo; erinnert?&nbsp;<br>\n&nbsp;<br>\nWobei ich allerdings davon absehe, solche dubiosen Gestalten wie die &bdquo;Blinddarm&ldquo; Sarah Bosetti oder den niveaulosen Jan B&ouml;hmermann als &bdquo;Satiriker&ldquo; zu bezeichnen, denn das w&auml;re viel zu viel Ehre f&uuml;r sie. In meinen Augen sind das nichts weiter als &ouml;ffentlich-rechtliche Dreckschleudern ohne Niveau. Und gerade, weil sie genau wissen, dass sie einer Diskussion mit Sahra Wagenknecht nie gewachsen w&auml;ren, versucht man, sie unter dem Deckmantel der &bdquo;Satire&ldquo; zu diffamieren. Dumm nur, dass das nicht klappt.<br>\n&nbsp;<br>\nZur Heute-Show bzw. Extra Drei muss nicht mehr viel gesagt werden, das ist einfach nur &uuml;belster Mainstream mit Lachern der billigen Sorte. Schon vor Corona habe ich es mir abgew&ouml;hnt, die Sendungen zu schauen, weil es einfach nur noch zum Fremdsch&auml;men ist. Leider gibt es immer noch sehr viele Leute, die diesen Humor sch&auml;tzen (besonders dann, wenn es sich um billiges Putin-Bashing handelt). Aber auch von der &bdquo;Anstalt&ldquo; bin ich inzwischen ziemlich entt&auml;uscht. Nach vielen sehr guten Sendungen ist deren Niveau nun auch ziemlich in Richtung mehrheitsf&auml;higer Mainstream abgesunken. Anstatt Aufkl&auml;rung wird nur noch Propaganda betrieben.&nbsp;<br>\n&nbsp;<br>\nDie gr&ouml;&szlig;te Entt&auml;uschung unter den Satirikern bzw. guten Kabarettisten war f&uuml;r mich eindeutig Urban Priol. Ich hatte den Fehler begangen, mir sein Programm &bdquo;Tilt 2022&ldquo; anzusehen, und habe nach zehn Minuten angewidert ausgeschaltet, weil ich diese als Satire getarnte Propaganda einfach nicht mehr ertragen konnte. Schade, wirklich schade, denn er war mal ein ganz Gro&szlig;er unter den deutschen Kabarettisten.<br>\n&nbsp;<br>\nDie einzigen Satiriker bzw. Kabarettisten, die diesen Namen wirklich noch verdienen, sind die gro&szlig;artige Lisa Fitz, aber auch Lisa Eckhart, Serdar Somuncu, Hartmut Schleich und Uwe Steimle, aber die gelten ja als &bdquo;umstritten&ldquo; ;-).<br>\n&nbsp;<br>\nHerzliche Gr&uuml;&szlig;e sendet Ihnen Anja Voelkel<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>19. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Sehr geehrter Herr Riegel,<\/p><p>der Zustand der Kabarett-Szene (insbesondere im Fernsehen) ist seit dem Ausbruch des Ukrainekrieges noch erb&auml;rmlicher, als er vorher schon war. Mit Christoph Sieber und vor allen Dingen Philip Simon sind mit der letzten Sendung der &bdquo;Mitternachtsspitzen&ldquo; des WDR nun auch diese beiden K&uuml;nstler in der Welt der Bef&uuml;rworter f&uuml;r ein weiteres Sterben in der Ukraine angekommen. Allein Michael Hatzius durfte ein wenig Kritik an der Ukrainepolitik &uuml;ben und die Argumente f&uuml;r die Waffenlieferungen kurz kritisch beleuchten. Es ist f&uuml;r mich nicht nachvollziehbar, warum Christoph Sieber sich &uuml;ber die Zahl der Demonstranten mit 13.000 lustig macht, einer Zahl also, die offiziell von der Polizei so eingesch&auml;tzt wurde und er diese Zahl wohl nicht infrage stellt. So gesehen machen er und insbesondere auch Philip Simon sich nicht nur &uuml;ber alle Demonstranten und Unterzeichner der Petition von Wagenknecht und Schwarzer lustig, sondern diffamieren diese Menschen auch noch. <\/p><p>Eine weitere herbe Entt&auml;uschung also nach Urban Priol und seinem letzten Jahresr&uuml;ckblick &bdquo;2022&ldquo;. Ebenso wie Urban Priol trauen sie sich wohl nicht, z.B. auch den Terroranschlag auf Nord-Stream 2 und die Ver&ouml;ffentlichung des US-Journalisten Seymour Hersh zu thematisieren. Seit einiger Zeit habe ich auch den Eindruck, dass die amerikanische Politik so gut wie gar nicht von diesen K&uuml;nstlern kritisiert wird. Liegt es vielleicht an der neuen Generation, dass viele der aktuell prominenten Kabarettisten sich pl&ouml;tzlich gegen das eigene Publikum wenden? Welche Vorstellungen haben diese Kabarettisten pl&ouml;tzlich von der Meinungsfreiheit, einem unserer &bdquo;westlichen Werte&ldquo;, f&uuml;r die ja angeblich in der Ukraine f&uuml;r uns hier in Europa gek&auml;mpft und gestorben wird? Werden diese K&uuml;nstler von den Fernsehanstalten &bdquo;eingenordet&ldquo;, um gewisse Dinge nicht in ihren Auftritten anzusprechen? Wollen Sie ihre TV-Pr&auml;senz damit aufrechterhalten? Brauchen Sie das Geld? Kann man &uuml;berhaupt noch in diesem Zusammenhang von K&uuml;nstlern sprechen? Ich bin einfach nur noch fassungslos.<\/p><p>Wen man auch nicht in der Reihe der Kriegsbef&uuml;rworter unter den Kabarettisten vergessen darf, ist der besonders im S&uuml;dwesten (also SWR) pr&auml;sente Lars Reichow, der sich (wenn ich mich recht erinnere) ganz offensiv in seinem Programm f&uuml;r die Waffenlieferungen an die Ukraine mit den entsprechenden &bdquo;Rechtfertigungen&ldquo; ausgesprochen hat. Ein absolutes Trauerspiel. Zu den Bef&uuml;rwortern der Waffenlieferungen und der Weiterf&uuml;hrung des Krieges in der Ukraine f&auml;llt mir immer der Satz von Erich Maria Remarque ein:<\/p><blockquote><p>\n&bdquo;Ich dachte immer, jeder Mensch sei gegen den Krieg, bis ich herausfand, dass es welche gibt, die daf&uuml;r sind, besonders die, die nicht hingehen m&uuml;ssen.&ldquo;\n<\/p><\/blockquote><p>Auf der einen Seite h&ouml;rt man seit der Pandemie immer wieder aus den Reihen der Kabarettisten, dass man die &ouml;rtlichen Kleinkunstb&uuml;hnen unterst&uuml;tzen soll, aber wenn solche Gr&ouml;&szlig;en (?) dort in Zukunft auftreten wollen, auf die ja die Kleinkunstb&uuml;hnen angewiesen sind, dann kann einem die Lust auf Kabarett vergehen. Ich muss zugeben, dass ich vor der Pandemie Christoph Sieber und auch Lars Reichow live gesehen habe, aber aus heutiger Sicht muss ich sagen, dass ich diese beiden K&uuml;nstler, aber auch einige andere, wohl falsch eingesch&auml;tzt habe. Ich werde jedenfalls nicht mehr zu Auftritten der oben genannten Kabarettisten gehen und auch im Fernsehen auf ihre Beitr&auml;ge verzichten.<\/p><p>Mit freundlichen Gr&uuml;&szlig;en, Ralf Glahn<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>Anmerkung zur Korrespondenz mit den NachDenkSeiten<\/strong><\/p><p>Die NachDenkSeiten freuen sich &uuml;ber Ihre Zuschriften, am besten in einer angemessenen L&auml;nge und mit einem eindeutigen Betreff.<\/p><p>Es gibt die folgenden E-Mail-Adressen:<\/p><ul>\n<li><a href=\"mailto:leserbriefe@nachdenkseiten.de\">leserbriefe(at)nachdenkseiten.de<\/a> f&uuml;r Kommentare zum Inhalt von Beitr&auml;gen.<\/li>\n<li><a href=\"mailto:hinweise@nachdenkseiten.de\">hinweise(at)nachdenkseiten.de<\/a> wenn Sie Links zu Beitr&auml;gen in anderen Medien haben.<\/li>\n<li><a href=\"mailto:videohinweise@nachdenkseiten.de\">videohinweise(at)nachdenkseiten.de<\/a> f&uuml;r die Verlinkung von interessanten Videos.<\/li>\n<li><a href=\"mailto:redaktion@nachdenkseiten.de\">redaktion(at)nachdenkseiten.de<\/a> f&uuml;r Organisatorisches und Fragen an die Redaktion.<\/li>\n<\/ul><p>Weitere Details zu diesem Thema finden Sie in unserer &bdquo;<a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?page_id=47939\">Gebrauchsanleitung<\/a>&ldquo;.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hiermit pr&auml;sentieren die NachDenkSeiten den dritten und letzten Teil der Leserzuschriften zum Thema Kabarett in Deutschland, beginnend mit Nr. 211. Insgesamt sind es beeindruckende 333 Leserbriefe geworden, f&uuml;r Sie zusammengestellt von <strong>Steffen Kiesling<\/strong>. Im Teil III finden sich neben Lekt&uuml;rehinweisen und interessanten Eigenkreationen unserer Leser im Bereich Satire und Musik auch einige Reaktionen auf bereits<\/p>\n<div class=\"readMore\"><a class=\"moretag\" href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=95134\">Weiterlesen<\/a><\/div>\n","protected":false},"author":11,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[103],"tags":[],"class_list":["post-95134","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-leserbriefe"],"jetpack_featured_media_url":"","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/95134","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/11"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=95134"}],"version-history":[{"count":5,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/95134\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":95154,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/95134\/revisions\/95154"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=95134"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=95134"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=95134"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}