{"id":95234,"date":"2023-03-20T08:45:41","date_gmt":"2023-03-20T07:45:41","guid":{"rendered":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=95234"},"modified":"2023-03-20T08:11:52","modified_gmt":"2023-03-20T07:11:52","slug":"hinweise-des-tages-4320","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=95234","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (CR\/AT)<br>\n<!--more--><br>\nWir weisen darauf hin, dass die jeweiligen Anbieter f&uuml;r die Barrierefreiheit ihrer Angebote selbst verantwortlich sind und es durchaus sein kann, dass der Zugang von zun&auml;chst freien Inhalten nach einer Zeit beschr&auml;nkt wird.<\/p><p>Hier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=95234#h01\">Haftbefehl gegen Putin erlassen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=95234#h02\">Die Haager Abkommen: Eine russische Idee, die jetzt gegen Moskau verwendet werden soll<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=95234#h03\">Nach der L&uuml;ge folgte der V&ouml;lkerrechtsbruch<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=95234#h04\">Der stellvertretende Tod der Ukraine<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=95234#h05\">RWE beginnt mit Bau von LNG-Terminal vor R&uuml;gen: Ohne Genehmigung?<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=95234#h06\">&ldquo;Kraftwerke nur abschalten, wenn andere Leistungen verf&uuml;gbar&rdquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=95234#h07\">Kommt ein Banken-Crash? Der Wirtschaftskrieg hat seine ersten Zinstoten<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=95234#h08\">Neue Jobs auf dem deutschen Arbeitsmarkt und die Bedeutung der ausl&auml;ndischen Arbeitskr&auml;fte<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=95234#h09\">Jobcenter muss Hartz-IV-Empf&auml;ngerin Kosten f&uuml;r Rechtsstreit erstatten<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=95234#h10\">Landesweite Zusammenst&ouml;&szlig;e in Frankreich, weil Macron Rentenk&uuml;rzungen ohne Parlamentsabstimmung durchsetzt<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=95234#h11\">1,5 Millionen Liter radioaktiv verseuchtes Wasser ausgetreten<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=95234#h12\">Rostock und Kopenhagen: Ungleiche Radschwestern<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=95234#h13\">Von der Gegen&ouml;ffentlichkeit in die &bdquo;amtierenden&ldquo; Medien<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=95234#h14\">Die Young Global Leaders des WEF von 2023 verbessern die Welt &ndash; diesmal bestimmt<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=95234#h15\">Viel Geld f&uuml;r viele linke Organisationen: Streit um das sogenannte Demokratief&ouml;rdergesetz<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=95234#h16\">Wahlrechtsreform: Das Volk wird sich noch wundern, was heute entschieden wurde<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Verantwortlich f&uuml;r die Richtigkeit der zitierten Texte sind die jeweiligen Quellen und nicht die NachDenkSeiten. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>Haftbefehl gegen Putin erlassen<\/strong><br>\nDer Internationale Strafgerichtshof hat Haftbefehl gegen Russlands Pr&auml;sidenten Putin erlassen. Das Gericht wirft ihm vor, f&uuml;r die Verschleppung von ukrainischen Kindern verantwortlich zu sein. Der Kreml spielte die Bedeutung des Vorgangs herunter.<br>\nDer Internationale Strafgerichtshof (IStGH) in Den Haag hat wegen mutma&szlig;licher Kriegsverbrechen in der Ukraine Haftbefehl gegen den russischen Pr&auml;sidenten Wladimir Putin erlassen.<br>\nRusslands Staatschef sei mutma&szlig;lich f&uuml;r die rechtswidrige Deportation von Kindern und Umsiedlungen aus besetzen Gebieten der Ukraine in die Russische F&ouml;deration pers&ouml;nlich verantwortlich, teilte der IStGH mit.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.tagesschau.de\/ausland\/europa\/putin-haftbefehl-internationaler-strafgerichtshof-101.html%20\">tagesschau<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung J.K.:<\/strong> Durch die Instrumentalisierung f&uuml;r die NATO-Kriegspolitik hat sich der Internationale Strafgerichtshof selbst desavouiert. Der Haftbefehl gegen Putin ist eine Eskalation ganz im Sinne der NATO-Kriegstreiber. Wie sollen vor diesem Hintergrund eine diplomatische L&ouml;sung des Konflikts aussehen? Wer soll sich mit einem gesuchten Kriegsverbrecher an den Verhandlungstisch setzen? Mit dieser Entscheidung des ICC wird der Ukrainekrieg ganz im Sinn der USA weiter verl&auml;ngert. Und wann erl&auml;sst der ICC Haftbefehle gegen Bush, Obama und Biden? Gerade George W. Bush ist f&uuml;r die v&ouml;llige Zerst&ouml;rung des Irak, durch den von ihm befohlen v&ouml;lkerrechtswidrigen Angriff auf diesen, verantwortlich. Da passt es, dass die USA den ICC sowieso nicht anerkennen.<\/em><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung Tobias Riegel:<\/strong> Der Vorgang ist geopolitisch die reine Heuchelei und er wirkt zerst&ouml;rerisch f&uuml;r einen l&auml;ngst &uuml;berf&auml;lligen Friedensprozess. Der Schritt wurde auch von einigen Medien in Deutschland vorbereitet, lesen Sie dazu beispielsweise <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=92566\">ARD stellt &bdquo;Putin vor Gericht&ldquo; &ndash; Paradebeispiel der Verzerrung<\/a>. <\/em><\/p>\n<p>dazu: <strong>Haftbefehl gegen Putin: Die Entwertung angeblich objektiver internationaler Institutionen<\/strong><br>\nDie Verh&auml;ngung des Haftbefehls, den der Internationale Strafgerichtshof gegen den russischen Pr&auml;sidenten Putin erlassen hat, ist juristisch unwirksam und ein weiterer Schlag des Westens gegen das V&ouml;lkerrecht, der Russlands Kritik best&auml;tigt, dass der Westen angeblich objektive und neutrale internationale Institutionen entwertet. Warum das so ist, werde ich hier der Reihe nach aufzeigen.<br>\nDass der Haftbefehl juristisch unwirksam ist, liegt daran, dass Russland dem Abkommen &uuml;ber den Gerichtshof nicht beigetreten ist und daher nicht seiner Gerichtsbarkeit unterliegt. Dass der Haftbefehl trotzdem verh&auml;ngt wurde, ist daher ein weiterer Schlag gegen das V&ouml;lkerrecht.<br>\nDass der Haftbefehl auf politischen Druck des Westens zustande gekommen ist, zeigt sich an der Begr&uuml;ndung. In der Pressemitteilung schreibt der Gerichtshof:<br>\n&bdquo;Herr Wladimir Wladimirowitsch Putin, geboren am 7. Oktober 1952, Pr&auml;sident der Russischen F&ouml;deration, soll f&uuml;r das Kriegsverbrechen der rechtswidrigen Deportation der Bev&ouml;lkerung (Kinder) und des rechtswidrigen Transfers der Bev&ouml;lkerung (Kinder) aus den besetzten Gebieten der Ukraine in die Russische F&ouml;deration verantwortlich sein (&hellip;) Die Verbrechen sollen zumindest ab dem 24. Februar 2022 in den besetzten ukrainischen Gebieten begangen worden sein. Es gibt hinreichende Gr&uuml;nde f&uuml;r die Annahme, dass Herr Putin f&uuml;r die genannten Verbrechen individuell strafrechtlich verantwortlich ist, i) weil er die Handlungen unmittelbar, gemeinsam mit anderen und\/oder durch andere begangen hat (&hellip;) und ii) weil er es vers&auml;umt hat, seine zivilen und milit&auml;rischen Untergebenen, die die Handlungen begangen oder ihre Begehung zugelassen haben und die seiner tats&auml;chlichen Autorit&auml;t und Kontrolle unterstanden, gem&auml;&szlig; der Verantwortlichkeit des Vorgesetzten angemessen zu kontrollieren.&ldquo;<br>\nEs geht also um die angebliche &bdquo;Deportation&ldquo; von Kindern aus der Ukraine. Das Problem dabei ist, dass es daf&uuml;r keine Beweise gibt, sondern nur unbelegte Vorw&uuml;rfe von Russlands Gegnern.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.anti-spiegel.ru\/2023\/haftbefehl-gegen-putin-die-entwertung-angeblich-objektiver-internationaler-institutionen\/%20\">Anti-Spiegel<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>Die Haager Abkommen: Eine russische Idee, die jetzt gegen Moskau verwendet werden soll<\/strong><br>\nWeder Russland noch die Ukraine sind Vertragsstaaten des IStGH. Die Ukraine hatte aber nach der Krim-Annexion 2014 die Gerichtsbarkeit des Strafgerichtshofs f&uuml;r alle Verbrechen auf ihrem Territorium anerkannt. Da Russland den IStGH nicht anerkennt, kann der Gerichtshof jedoch nicht gegen Moskau wegen des Verbrechens der Aggression vorgehen. Die Regierung in Kiew dr&auml;ngt deshalb auf ein internationales Sondertribunal.<br>\nDieses Sondertribunal f&uuml;r Russland wiederum wird lautstark von der EU-Kommissionspr&auml;sidentin Ursula von der Leyen und anderen EU-Offiziellen betrieben. Der Schlachtruf lautet, dass die gesamte russische Regierung sowie Pr&auml;sident Wladimir Putin und viele andere Personen f&uuml;r Kriegsverbrechen belangt werden sollen.<br>\nDie Ironie der Geschichte ist, dass die Haager Gerichtsbarkeit von russischen Juristen vor rund 124 Jahren auf Initiative des letzten Zaren begann, aber sie nun gegen russische Politiker eingesetzt werden soll. Weder werden Briten, US-B&uuml;rger oder andere f&uuml;r all jene Verbrechen belangt, die zum Beispiel Julian Assange in Afghanistan und im Irak aufdeckte, noch wird ein Sachverhalt zur gesamten Situation erarbeitet. Assange wurde f&uuml;r seine Aufdeckungen in London verhaftet und sitzt seit Jahren als politischer H&auml;ftling ein.<br>\nSo ehrenwert die Idee dieser internationalen Strafgerichtsbarkeit und der individuellen Verantwortung von T&auml;tern, ob Kommandeuren, Journalisten &ndash; so im Falle von Ruanda &ndash; und letztlich Politikern auch mir stets erschien. Die Umsetzung ist indes auf allen Linien gescheitert. Das Recht sollte stets das Mittel sein, um Emotion und im internationalen Bereich das Politische aus dem Fall herauszuholen. Der Gerichtshof erscheint aber politisierter denn je. Vor 120 Jahren gelang es Juristen noch die Welt zu verbinden. In unserer Zeit haben Parolen die Normen ersetzt. Es zerbricht sehr vieles, das es wieder aufzubauen gilt.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/test.rtde.tech\/europa\/165284-haager-abkommen-russische-idee\/\">Karin Kneissl auf RT DE<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>Nach der L&uuml;ge folgte der V&ouml;lkerrechtsbruch<\/strong><br>\nVor 20 Jahren begannen die USA ihre Invasion im Irak. Begr&uuml;ndet mit angeblichen Massenvernichtungswaffen, die es nie gab. Der V&ouml;lkerrechtsbruchs wirkt bis heute fort &ndash; in der Region und der Welt. (&hellip;)<br>\nVor allem aber war der Angriff auf den Irak eine &bdquo;v&ouml;lkerrechtswidrige Gewaltanwendung unter Verletzung der UN-Satzung&ldquo;, wie der G&ouml;ttinger Straf- und V&ouml;lkerrechtler Kai Ambos gegen&uuml;ber der DW ausf&uuml;hrt. &bdquo;Die Invasion im Irak hatte keine Grundlage durch eine Resolution des UN-Weltsicherheitsrates. Daneben bleibt nur die M&ouml;glichkeit, die Gewaltanwendung &uuml;ber eine Selbstverteidigung zu rechtfertigen, &uuml;ber Artikel 51 der UN-Satzung. Was in diesem Fall offensichtlich auch nicht gegeben war.&ldquo; Weshalb auch UN-Generalsekret&auml;r Kofi Annan den Irakkrieg als v&ouml;lkerrechtswidrig bezeichnete.<br>\nDeutschland hatte sich der Teilnahme an dem Krieg zwar verweigert. Aber durch die Bereitstellung von St&uuml;tzpunkten und &Uuml;berflugrechten f&uuml;r die Invasionstruppen leistete Berlin nach Einsch&auml;tzung von Ambos &bdquo;Beihilfe zu einem v&ouml;lkerrechtswidrigen Akt&ldquo;. (&hellip;)<br>\nImmer wieder kam es zu Massakern an der Zivilbev&ouml;lkerung. So wie in Hadhita, wo 2005 US-Marines 24 unbewaffnete Zivilisten erschossen. Oder wie 2007 am belebten Nisur-Platz in Bagdad, wo Mitarbeiter der privaten S&ouml;ldnertruppe Blackwater mit Sturm- und Maschinengewehren willk&uuml;rlich in eine Menschenmenge gefeuert und 17 Menschen get&ouml;tet haben. Oder so wie auf dem von Wikileaks ver&ouml;ffentlichten &bdquo;Collateral Murder&ldquo; Video: Da schie&szlig;en zwei Kampfhubschrauber mit 30-mm-Kanonen auf unbewaffnete Zivilisten. Mindestens 12 Menschen sterben, darunter zwei Reuters-Journalisten; zwei Kinder werden schwer verletzt. (&hellip;)<br>\nDie USA hatten zwei Gr&uuml;nde f&uuml;r ihre Regimewechsel-Operation angef&uuml;hrt: Die angebliche Gefahr durch irakische Massenvernichtungswaffen sowie vermeintliche Verbindungen Saddam Husseins zu Al-Kaida. Nichts davon stimmte. Im Irak wurden nach der Invasion keine Massenvernichtungswaffen gefunden. Und auch die unter Folter zustande gekommen Hinweise auf Verbindungen des irakischen Diktators zu den Attent&auml;tern des 11. Septembers erwiesen sich als falsch.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.focus.de\/politik\/ausland\/mit-luegen-folter-und-verbrechen-im-irak-haben-sich-usa-bis-heute-geschaedigt_id_188723380.html\">Focus Online<\/a>\n<p>dazu: <strong>Nichts aus dem Irak-Krieg gelernt &ndash; Die Unterwerfung Europas unter die USA<\/strong><br>\nAls die USA 2003 den Irak angriffen, regte sich unter anderem in Paris und Berlin Widerstand. Doch von derartigen Unabh&auml;ngigkeitsbestrebungen ist Europa im Zusammenhang mit dem Ukraine-Konflikt weit entfernt. Im Gegenteil: Die Unterwerfung unter die USA ist nahezu komplett.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/test.rtde.tech\/meinung\/165726-nichts-aus-irak-krieg-gelernt-die-unterwerfung-europas-unter-die-usa\/\">Pierre L&eacute;vy auf RT DE<\/a><\/p>\n<p>dazu auch: <strong>Die Jahrestage dreier Angriffskriege<\/strong><br>\nDie ersten Bombardierungswellen dreier v&ouml;lkerrechtswidriger Angriffskriege, die f&uuml;r die T&auml;ter keinerlei Konsequenzen hatten, j&auml;hren sich in dieser Woche. Heute vor 20 Jahren starteten US-Truppen die Invasion in den Irak, an der sich britische, australische und polnische Einheiten beteiligten. Sie wurde mit offenen L&uuml;gen legitimiert und diente genauso machtstrategischen Zielen wie der &Uuml;berfall auf Libyen, den franz&ouml;sische Kampfjets gestern vor zw&ouml;lf Jahren einleiteten &ndash; erst unter Berufung auf eine Resolution des UN-Sicherheitsrats, die allerdings umgehend gebrochen und illegal zum Sturz der libyschen Regierung missbraucht wurde. Am Freitag vor 24 Jahren &uuml;berfielen NATO-Truppen, darunter deutsche, ebenfalls v&ouml;lkerrechtswidrig Jugoslawien, um dessen s&uuml;dliche Provinz Kosovo abzuspalten. Au&szlig;enministerin Annalena Baerbock fordert unter gro&szlig;em medialen Beifall, das F&uuml;hren von Angriffskriegen d&uuml;rfe nicht &bdquo;straflos bleiben&ldquo;, will dies freilich &ndash; ebenso wie die deutschen Leitmedien &ndash; nicht auf westliche Kriege bezogen wissen. Dasselbe gilt f&uuml;r schwerste Kriegsverbrechen, die westliche Soldaten begangen haben. Bestraft werden lediglich Whistleblower, die sie aufzudecken halfen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.german-foreign-policy.com\/news\/detail\/9197\">German Foreign Policy <\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>Der stellvertretende Tod der Ukraine<\/strong><br>\nStellvertreterkriege fressen die L&auml;nder auf, die sie vorgeben zu verteidigen. (&hellip;)<br>\nEs gibt viele M&ouml;glichkeiten f&uuml;r einen Staat, Macht zu demonstrieren und Gegner zu schw&auml;chen, aber Stellvertreterkriege sind eine der zynischsten. Stellvertreterkriege verschlingen die L&auml;nder, die sie vorgeben zu verteidigen. Sie verleiten Nationen oder Aufst&auml;ndische dazu, f&uuml;r geopolitische Ziele zu k&auml;mpfen, die letztlich nicht in ihrem Interesse liegen.<br>\nDer Krieg in der Ukraine hat wenig mit der ukrainischen Freiheit zu tun und viel mit der Schw&auml;chung des russischen Milit&auml;rs und der Schw&auml;chung der Macht des russischen Pr&auml;sidenten Wladimir Putin. Und wenn die Ukraine auf eine Niederlage zusteuert oder der Krieg ins Stocken ger&auml;t, wird die Ukraine wie viele andere Staaten geopfert werden, in dem, was eines der Gr&uuml;ndungsmitglieder der C.I.A., Miles Copeland Jr., als das &ldquo;Spiel der Nationen&rdquo; und &ldquo;die Amoralit&auml;t der Machtpolitik&rdquo; bezeichnete.<br>\nIn meinen zwei Jahrzehnten als Auslandskorrespondent habe ich &uuml;ber Stellvertreterkriege berichtet, unter anderem in Mittelamerika, wo die USA die Milit&auml;rregime in El Salvador und Guatemala sowie die Contra-Aufst&auml;ndischen, die versuchten, die sandinistische Regierung in Nicaragua zu st&uuml;rzen, bewaffneten. Ich berichtete &uuml;ber den Aufstand im Punjab, einen von Pakistan gesch&uuml;rten Stellvertreterkrieg.<br>\nIch berichtete &uuml;ber die Kurden im Nordirak, die vom Iran und von Washington mehr als einmal unterst&uuml;tzt und dann verraten wurden. W&auml;hrend meiner Zeit im Nahen Osten lieferte der Irak Waffen und Unterst&uuml;tzung an die Mudschaheddin-e-Khalq (MEK), um den Iran zu destabilisieren. Als ich im ehemaligen Jugoslawien war, glaubte Belgrad, durch die Bewaffnung bosnischer und kroatischer Serben Bosnien und Teile Kroatiens in ein Gro&szlig;serbien eingliedern zu k&ouml;nnen.<br>\nStellvertreterkriege sind bekannterma&szlig;en schwer zu kontrollieren, vor allem, wenn die Bestrebungen derjenigen, die k&auml;mpfen, und derjenigen, die die Waffen liefern, auseinanderklaffen. Au&szlig;erdem haben sie die schlechte Angewohnheit, Sponsoren von Stellvertreterkriegen, wie die USA in Vietnam und Israel im Libanon, direkt in den Konflikt zu ziehen.<br>\nStellvertreterarmeen erhalten Waffen, f&uuml;r die sie kaum Rechenschaft ablegen m&uuml;ssen und die in gro&szlig;en Mengen auf dem Schwarzmarkt oder in den H&auml;nden von Warlords oder Terroristen landen. Der Nachrichtensender CBS News berichtete im vergangenen Jahr, dass etwa 30 Prozent der an die Ukraine gelieferten Waffen an der Front landen, ein Bericht, den er unter starkem Druck aus Kiew und Washington teilweise zur&uuml;ckzog. Die weit verbreitete Abzweigung von gespendeter milit&auml;rischer und medizinischer Ausr&uuml;stung f&uuml;r den Schwarzmarkt in der Ukraine wurde auch von der US-Journalistin Lindsey Snell dokumentiert. Waffen in Kriegsgebieten sind eine lukrative Ware. In den Kriegen, &uuml;ber die ich berichtet habe, gab es immer gro&szlig;e Mengen zu verkaufen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/seniora.org\/wunsch-nach-frieden\/der-wunsch-nach-frieden\/der-stellvertretende-tod-der-ukraine%20\">Chris Hedges in Seniora.org<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Christian Reimann:<\/strong> Den englischen Originaltext k&ouml;nnen Sie <a href=\"https:\/\/scheerpost.com\/2023\/03\/12\/chris-hedges-ukraines-death-by-proxy\/\">hier lesen<\/a>.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>RWE beginnt mit Bau von LNG-Terminal vor R&uuml;gen: Ohne Genehmigung?<\/strong><br>\nVor Sellin auf R&uuml;gen ist am Sonntag nach Angaben der Deutschen Umwelthilfe (DUH) eine Offshore-Arbeitsplattform eingetroffen, mit der erste Arbeiten f&uuml;r das geplante LNG-Terminal erfolgen solle. Wie die DUH mitteilt, wurde eine entsprechende Genehmigung oder Bekanntmachung vom zust&auml;ndigen Bergamt Stralsund bisher nicht ver&ouml;ffentlicht.<br>\nNur wenige Tage nach der Ank&uuml;ndigung von Ministerpr&auml;sidentin Manuela Schwesig, ein LNG-Terminal vor dem Ostseebad Sellin sei keine Option, hat der Energiekonzern RWE offenbar mit ersten Bauarbeiten begonnen. Dies belegen Schiffsbewegungen, die die Deutsche Umwelthilfe (DUH) ausgewertet hat. Bereits am Samstag ist die Offshore-Arbeitsplattform &bdquo;JB119&ldquo; vor Sellin eingetroffen. Zudem war der Schwimmbagger &bdquo;Swarog&ldquo; in den K&uuml;stengew&auml;ssern aktiv. Der Schwimmbagger geh&ouml;rt der Firma Sea Terra, die auf Kampfmittelr&auml;umung spezialisiert ist. Es bleibt unklar, ob bereits Baggerarbeiten oder nur Bodenerkundungen durchgef&uuml;hrt wurden. Die Arbeitsplattform hingegen ist f&uuml;r schwere Arbeiten und zum Beispiel Bohren ausger&uuml;stet. Diese sind f&uuml;r die Errichtung der geplanten Risertower notwendig, die sp&auml;ter zur Vert&auml;uung der LNG-Terminalschiffe dienen sollen. Eine Bekanntmachung zur Genehmigung der Arbeiten durch das zust&auml;ndige Bergamt Stralsund gibt es nicht. Die DUH hat unmittelbar nach Auswertung der Schiffsbewegungen Widerspruch eingelegt.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.berliner-zeitung.de\/wirtschaft-verantwortung\/rwe-beginnt-mit-bau-von-lng-terminal-vor-ruegen-ohne-genehmigung-li.329267%20\">Berliner Zeitung<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unserer Leserin A.F.:<\/strong> Was Musk und Tesla k&ouml;nnen, muss doch auch RWE machen, klar. Schlie&szlig;lich fanden das ja auch viele B&uuml;rger toll, dass da jemand sich nicht durch Wassermangel und Artenschutz aufhalten l&auml;sst. Und wenn der Staat straft, dann gibt&rsquo;s halt ein bisschen Ordnungsgeld, aber die Fakten sind schon geschaffen, wie j&uuml;ngst in Berlin in Arkenberge. Die skrupellose Wirtschaftsmafia ist letztlich kaum etwas anderes als eben das, organisierte Kriminalit&auml;t.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>&ldquo;Kraftwerke nur abschalten, wenn andere Leistungen verf&uuml;gbar&rdquo;<\/strong><br>\nDie Deutsche Industrie- und Handelskammer (DIHK) hat zehn Essentials f&uuml;r eine sichere Energieversorgung der deutschen Wirtschaft formuliert. Das vom Pr&auml;sidium beschlossene Positionspapier &ldquo;DIHK-Perspektiven f&uuml;r die Energieversorgung 2030 in Deutschland&rdquo; unterst&uuml;tze das politische Ziel, die Treibhausgase erheblich zu reduzieren und Klimaneutralit&auml;t zu erreichen, sagte DIHK-Pr&auml;sident Peter Adrian am Rande der Gremiensitzungen am 14. und 15. M&auml;rz in Berlin.<br>\n&ldquo;Gleichzeitig brauchen die Unternehmen dauerhaft sicheren Zugang zu Energie zu wettbewerbsf&auml;higen Preisen.&rdquo; Daf&uuml;r k&ouml;nnten sich einige Lehren aus der Energiekrise ziehen lassen: &ldquo;Beim Ausbau erneuerbarer Energien liegt immer noch zu viel im Argen&rdquo;, so Adrian. &ldquo;Den Turbo k&ouml;nnen wir z&uuml;nden, wenn die Politik bei den Planungs- und Genehmigungsverfahren radikal verschlankt sowie die Eigenstromversorgung und gr&uuml;ne Liefervertr&auml;ge jenseits der EEG-Verg&uuml;tung st&auml;rkt.&rdquo;<br>\nAuch helfe der Wirtschaft ein schnellerer Ausbau der Infrastruktur, die verst&auml;rkte Nutzung heimischer Potenziale sowie ein rascher Hochlauf beim Wasserstoff. &ldquo;Es sollte k&uuml;nftig zudem der Grundsatz gelten: Kraftwerkskapazit&auml;ten werden nur abgeschaltet, wenn andere wetterunabh&auml;ngige Leistungen zur Verf&uuml;gung stehen&rdquo;, sagte Adrian. Hinzukommen m&uuml;ssten Entlastungen f&uuml;r Unternehmen bei den Energiepreisen: Die Reduzierung von Abgaben auf Strom und Gas sei schnell umsetzbar. Durch eine Finanzierung von Umlagen aus dem Bundeshaushalt und einer Senkung der Strom- und Energiesteuer auf Gas k&ouml;nnten die Energiekosten abgesenkt werden.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.dihk.de\/de\/aktuelles-und-presse\/aktuelle-informationen\/-kraftwerke-nur-abschalten-wenn-andere-leistungen-verfuegbar--92950%20\">DIHK<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Christian Reimann:<\/strong> Ohne diesen Lobbyverband allzu sehr loben zu wollen, herrscht in dessen F&uuml;hrungsetagen bei der Energiefrage offensichtlich <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=88286\">etwas mehr &ouml;konomischer Sachverstand als beim derzeitigen F&uuml;hrungspersonal mit dem &bdquo;Kellner\/Graichen-Clan&ldquo;<\/a> im Bundesministerium f&uuml;r Wirtschaft und Klimaschutz, das eher durch den Realisierungsversuch gr&uuml;ner Ideologien gepaart mit Interessen aus den USA gl&auml;nzt. Insgesamt f&auml;llt die Kritik auch dieses Wirtschaftsverbandes an der Politik der Bundesregierung angesichts hierzulande drohender Arbeitsplatzverluste durch Standort-Verlagerungen wegen der zu hohen Energiekosten eher zaghaft aus.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Kommt ein Banken-Crash? Der Wirtschaftskrieg hat seine ersten Zinstoten<\/strong><br>\nEigentlich verr&uuml;ckt: Die Zentralbanken m&uuml;ssen einen Fl&auml;chenbrand l&ouml;schen, den sie selbst gelegt haben. Denn die Zinsen haben sie so drastisch erh&ouml;ht, um die Inflation zu bek&auml;mpfen. Und die Inflation kommt ma&szlig;geblich von dem Energiepreisschock, den der schreckliche Ukrainekrieg und die Sanktionspolitik gegen Russland ausgel&ouml;st haben. Aus Sorge vor Gasknappheit vervielfachte sich der Gaspreis im letzten Jahr an den B&ouml;rsen und lie&szlig; die Inflationsraten nach oben schie&szlig;en.<br>\nDas Problem: Nach Jahren von Nullzinsen haben viele Banken Staatsanleihen in ihrer Bilanz, die kaum Zinsen abwerfen. Genau diese Anleihen verlieren jetzt kr&auml;ftig an Marktwert und sorgen f&uuml;r unrealisierte Verluste in den Bankbilanzen. W&uuml;rden die Banken die Anleihen verkaufen, bek&auml;men sie deutlich weniger daf&uuml;r. Um Verluste zu vermeiden, m&uuml;ssten sie die Anleihen bis zum Ende der Laufzeit behalten &ndash; dann bek&auml;men sie die Ausgabewerte zur&uuml;ck.<br>\nNur, das geht nicht immer, wie das Beispiel der Silicon Valley Bank zeigt. Vorneweg: Die SVB war speziell, weil ihr Gesch&auml;ftsmodell nicht das klassische Kleinkundengesch&auml;ft war &ndash;mit Schaltern f&uuml;r Rentner, die ihre &Uuml;berweisungstr&auml;ger noch h&auml;ndisch ausf&uuml;llen &ndash;, sondern das Gesch&auml;ft mit Gro&szlig;kunden in Kaliforniens Tech- und Krypto-Szene. Darunter Ber&uuml;hmtheiten wie der Milliarden-Investor Peter Thiel. Genau der l&ouml;ste die Todesspirale mit aus, als er letzte Woche ank&uuml;ndigte, Hunderte Millionen von der SVB abzuziehen. Im Internet brach Panik aus, pl&ouml;tzlich wollten Gro&szlig;kunden Einlagen in H&ouml;he von 42 Milliarden US-Dollar abziehen. Ein digitaler Bankansturm (oder Bankrun), der die SVB &uuml;berforderte.<br>\nApropos Versicherungen: Die haben ein &auml;hnliches Problem wie die Banken. Auch sie halten verlustbringende Staatsanleihen. Auch ihnen droht, dass Ratingagenturen ihr Kreditrating runterstufen und ihre Aktien Panikverk&auml;ufen zum Opfer fallen. (&hellip;)<br>\nDie Zentralbanken stecken in einem Dilemma. Einerseits wollen sie den Crash vermeiden, andererseits mit h&ouml;heren Zinsen die Inflation bek&auml;mpfen. Es braucht einen Kurswechsel: Die Zinserh&ouml;hungsorgie muss aufh&ouml;ren.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.berliner-zeitung.de\/wirtschaft-verantwortung\/kommt-ein-banken-crash-der-wirtschaftskrieg-hat-seine-ersten-zinstoten-li.328169\">Maurice H&ouml;fgen in Berliner Zeitung<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>Neue Jobs auf dem deutschen Arbeitsmarkt und die Bedeutung der ausl&auml;ndischen Arbeitskr&auml;fte<\/strong><br>\nNoch nie zuvor wurden so viele Besch&auml;ftigte in Deutschland gez&auml;hlt wie derzeit. Hinsichtlich der quantitativen Besch&auml;ftigungsentwicklung werden nach einer kurzzeitigen Corona-Delle wieder Rekordmeldungen in die Welt gesetzt. So berichtet das Statistische Bundesamt am 16. Februar 2023 unter der &Uuml;berschrift 4. Quartal 2022: Zahl der Erwerbst&auml;tigen in Deutschland erreicht neuen H&ouml;chststand, dass am Ende des vergangenen Jahres rund 45,9 Millionen Personen in Deutschland erwerbst&auml;tig waren. &raquo;Verglichen mit dem 4. Quartal 2021 stieg die Zahl der Erwerbst&auml;tigen im 4. Quartal 2022 um 492.000 Personen.&laquo; Und die Statistiker heben hervor: &raquo;Zum Anstieg der Erwerbst&auml;tigkeit &hellip; hat ma&szlig;geblich die positive Entwicklung der sozialversicherungspflichtigen Besch&auml;ftigung beigetragen.&laquo;<br>\nUnd betrachtet man das gesamte zur&uuml;ckliegende Jahr 2022, dann sehen wir einen beeindruckenden Zuwachs an Besch&auml;ftigten: 2022 gab es in Deutschland 642.000 neue Jobs: Knapp 70 Prozent wurden durch Zugewanderte besetzt, so ist ein Beitrag von Joana Lehner &uuml;berschrieben. Aber wer besetzt eigentlich diese neuen, zus&auml;tzlichen Arbeitspl&auml;tze?<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/aktuelle-sozialpolitik.de\/2023\/03\/16\/neue-jobs-auf-dem-deutschen-arbeitsmarkt\/\">Aktuelle Sozialpolitik<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>Jobcenter muss Hartz-IV-Empf&auml;ngerin Kosten f&uuml;r Rechtsstreit erstatten<\/strong><br>\nEine Arbeitslosengeld-II-Empf&auml;ngerin hat in einer Auseinandersetzung mit dem Jobcenter vor dem Bundesverfassungsgericht geklagt &ndash; und nun Recht bekommen: Die Verfassungsbeschwerde sei offensichtlich begr&uuml;ndet, teilte das Gericht mit. Die Frau hatte 2020 zu Recht Widerspruch eingelegt, weil das Amt bei der Berechnung ihrer Leistungen f&auml;lschlicherweise von einem zu hohen Einkommen ausgegangen war.<br>\nDaf&uuml;r sollte sie die Kosten auf Antrag erstattet bekommen. Als nach sechs Monaten nichts passiert war, erhob sie Unt&auml;tigkeitsklage beim Sozialgericht Darmstadt. Daraufhin veranlasste das Jobcenter die &Uuml;berweisung der ausstehenden Summe. Die Kl&auml;gerin wollte aber auch f&uuml;r dieses Verfahren eine Erstattung ihrer au&szlig;ergerichtlichen Kosten.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.zeit.de\/gesellschaft\/2023-03\/bundesverfassungsgericht-jobcenter-klage-hartz-iv\">Zeit Online<\/a>\n<p>dazu: <strong>Unt&auml;tigkeitsklage &ndash; und die Kostenentscheidung des Sozialgerichts<\/strong><br>\nEin Sozialgericht, das nach einer erledigten Unt&auml;tigkeitsklage eine Kostenerstattung f&uuml;r die Kl&auml;gerin mit der Begr&uuml;ndung ablehnt, diese h&auml;tte die Sozialbeh&ouml;rde zun&auml;chst auf die zu lange Unt&auml;tigkeit hinweisen -sie quasi vorwarnen- m&uuml;ssen, wendet &sect; 193 SGG in nicht mehr nachvollziehbarer Weise an und handelt damit willk&uuml;rlich.<br>\nSo gab jetzt das Bundesverfassungsgericht einer im Bezug von Arbeitslosengeld II stehenden Beschwerdef&uuml;hrerin Recht, die &ndash; nachdem das Jobcenter einen Kostenerstattungsantrag nicht beschieden hatte &ndash; nach Ablauf der gesetzlichen Wartefrist des &sect; 88 Abs. 1 Satz 1 SGG Unt&auml;tigkeitsklage zum Sozialgericht Darmstadt erhob. Nach Erledigung des Rechtsstreits lehnte das Sozialgericht Darmstadt ihren auf Erstattung au&szlig;ergerichtlicher Kosten gerichteten Antrag, ohne dass ein zureichender Grund f&uuml;r die versp&auml;tete Bescheidung bestanden h&auml;tte, ab und begr&uuml;ndete dies im Wesentlichen damit, die Beschwerdef&uuml;hrerin habe es pflichtwidrig vers&auml;umt, sich vor Einreichung der Klage nochmals an das Jobcenter zu wenden.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.rechtslupe.de\/brennpunkt\/untaetigkeitsklage-und-die-kostenentscheidung-des-sozialgerichts-3239545\">Rechtslupe<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>Landesweite Zusammenst&ouml;&szlig;e in Frankreich, weil Macron Rentenk&uuml;rzungen ohne Parlamentsabstimmung durchsetzt<\/strong><br>\nAm Donnerstagabend kam es in St&auml;dten in ganz Frankreich zu Massenprotesten, nachdem Premierministerin Elisabeth Borne angek&uuml;ndigt hatte, ihre Regierung wolle die Rentenk&uuml;rzungen von Pr&auml;sident Emmanuel Macron ohne eine Abstimmung in der Nationalversammlung durchsetzen. In der Arbeiterklasse w&auml;chst die Wut, und sie geht in eine direkte Konfrontation mit der Macron-Regierung, mit revolution&auml;ren Konsequenzen.<br>\nMacrons Polizeistaatsapparat tritt die Demokratie und den Willen der Bev&ouml;lkerung mit F&uuml;&szlig;en. Er ignorierte die Tatsache, dass drei Viertel der franz&ouml;sischen Bev&ouml;lkerung gegen seine K&uuml;rzungen sind und dass sich in den letzten zwei Monaten Millionen von Arbeitern im ganzen Land an Protesten und Streiks dagegen beteiligt haben. Da 60 Prozent der Bev&ouml;lkerung einen Generalstreik unterst&uuml;tzen, um eine Blockade der Wirtschaft durchzusetzen und Macron zur R&uuml;cknahme der K&uuml;rzungen zu zwingen, nehmen die Streiks und Proteste in Frankreich weiter zu.<br>\nIn Marseille, Lyon, Lille, Toulouse, Bordeaux, Nantes, Rennes, Brest, Dijon, Angers und Besan&ccedil;on griff die Polizei Proteste mit Tausenden von Teilnehmern an. Zehntausende versammelten sich auf der Place de la Concorde in Paris, wo die Polizei, bewaffnet mit Tr&auml;nengas, Wasserwerfern, Gummigeschossen und Sturmgewehren, anr&uuml;ckte, um strategisch wichtige Geb&auml;ude wie den Elys&eacute;e-Palast, die Nationalversammlung und die amerikanische Botschaft zu bewachen. Als die Polizei die Demonstranten angriff, kam es zu Zusammenst&ouml;&szlig;en. In den Stra&szlig;en im Zentrum von Paris kam es zu Br&auml;nden, als die Demonstranten gegen die Bereitschaftspolizei k&auml;mpften. Mindestens 120 Demonstranten wurden verhaftet.<br>\nIn ganz Europa entwickelt sich eine objektiv revolution&auml;re Situation, da der Ausbruch des Klassenkampfs mit dem blutigen Nato-Krieg gegen Russland in der Ukraine zusammenf&auml;llt. In Deutschland und Gro&szlig;britannien streiken Millionen gegen Inflation und Lohnsenkungen, in den Niederlanden und Portugal gehen die Streiks weiter, und in Griechenland fand am Donnerstag ein Generalstreik statt. Doch obwohl die soziale Wut in ganz Europa ein gigantisches Ausma&szlig; annimmt, hat Macron au&szlig;er Unterdr&uuml;ckung nichts zu bieten. (&hellip;)<br>\nDiese Krise kann nicht durch Reformen oder parlamentarische Man&ouml;ver gel&ouml;st werden, sondern nur durch die &Uuml;bertragung der Staatsmacht auf Organisationen der Arbeiterklasse in Frankreich, ganz Europa und international, die f&uuml;r den Aufbau des Sozialismus k&auml;mpfen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.wsws.org\/de\/articles\/2023\/03\/17\/eztc-m17.html%20\">wsws<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>1,5 Millionen Liter radioaktiv verseuchtes Wasser ausgetreten<\/strong><br>\nAus einem Atomkraftwerk im US-Bundesstaat Minnesota ist nach Angaben des Betreibers mit radioaktivem Tritium verseuchtes Wasser ausgetreten. Die Beh&ouml;rden und die Bundesaufsichtsbeh&ouml;rde NRC seien &uuml;ber den Vorfall im November informiert worden, teilte das Unternehmen Xcel Energy mit. Demnach beschr&auml;nkte sich die Kontamination weitgehend auf die in Monticello gelegene Anlage selbst. Warum er erst jetzt die &Ouml;ffentlichkeit informierte, erkl&auml;rte der Energieversorger nicht.<br>\n&ldquo;Obwohl das Leck keine Gefahr f&uuml;r die &Ouml;ffentlichkeit oder die Umwelt darstellt, nehmen wir es sehr ernst&rdquo;, erkl&auml;rte der Chef von Xcel Energy, Chris Clark. Nach Angaben von Minnesotas Umweltbeh&ouml;rde MPCA waren laut Meldung des Betreibers insgesamt rund 1,5 Millionen Liter Wasser mit radioaktivem Tritium ausgelaufen. Es habe aber weder die Trinkwasser-Reserven kontaminiert, noch habe es den Mississippi erreicht. Alle Angaben und Ma&szlig;nahmen des Betreibers w&uuml;rden genau gepr&uuml;ft.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.n-tv.de\/panorama\/1-5-Millionen-Liter-radioaktiv-verseuchtes-Wasser-ausgetreten-article23993948.html\">n-tv<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>Rostock und Kopenhagen: Ungleiche Radschwestern<\/strong><br>\nKopenhagen hat schon vor 15 Jahren seine Verkehrswende eingeleitet. Seitdem investiert die Stadt j&auml;hrlich ca. 20 Millionen Euro in die Radinfrastruktur und verknappt gleichzeitig den Parkraum um drei Prozent. Das Ergebnis: Mittlerweile fahren 62 Prozent der HauptstadtbewohnerInnen mit dem Rad zur Schule, Ausbildung oder Arbeit. In der Hansestadt Rostock sind sich eigentlich alle schon lange einig: Rostock soll wenigstens ein bisschen wie Kopenhagen werden. Ein leistungsf&auml;higes Radschnellwege-Netz hatte Umweltsenator Holger Matth&auml;us (B&uuml;ndnis90\/Die Gr&uuml;nen) schon 2013 im Nordmagazin angek&uuml;ndigt. Acht Jahre sp&auml;ter sind von 28 geplanten Kilometern gerade mal ungef&auml;hr 4 Kilometer fertig. (&hellip;)<br>\nRostocks Oberb&uuml;rgermeister Claus Ruhe Madsen (parteilos), selbst geb&uuml;rtiger Kopenhagener, ist die Ungeduld in der Stimme anzumerken. &ldquo;Was mich frustriert, ist festzustellen, wie lange die Verfahren sind. Europaweite Ausschreibungen, Planungen &ndash; all das. Der Wille ist da, wir haben deutlich aufgestockt in den Finanzen, wir haben ein Amt f&uuml;r Mobilit&auml;t geschaffen. Und trotzdem siehst Du, wie langsam das geht, wie tr&auml;ge dieses System ist.&rdquo; Auch deshalb will Madsen Zeichen setzen. Die Lange Stra&szlig;e, innerst&auml;dtische Hauptmagistrale Rostocks, wird 2022 zur Fahrradstra&szlig;e. Es ist ein Experiment f&uuml;r ein Jahr. Madsen ist &uuml;berzeugt, dass die RostockerInnen die Umwidmung annehmen werden, weil die Stadt seiner Ansicht nach so stressfreier und angenehmer wird. Madsen: &ldquo;Wenn wir weiter immer nur im Vorfeld diskutieren kriegen wir nie Radwege. Das haben wir die letzten zehn Jahre gelernt.&rdquo; (&hellip;)<br>\nKopenhagen hingegen hat im vergangenen Jahrzehnt 295 Millionen Euro in die Fahrradinfrastruktur gesteckt. Das Ergebnis sind 248 Kilometer kreuzungsfreie Radschnellwege. Bekanntestes Beispiel ist die &ldquo;Cykelslange&rdquo; am Kopenhagener S&uuml;dhafen. Die geschwungene Radbr&uuml;cke f&uuml;hrt &uuml;ber ein altes Hafenbecken und verbindet zwei Stadtteile. Das 235 Meter lange Bauwerk allein hat f&uuml;nf Millionen Euro gekostet. Zum Vergleich: Die Landesregierung Mecklenburg-Vorpommern gibt f&uuml;r alle Radwege im Nordosten 2020\/21 mickrige vier Millionen Euro aus.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.ndr.de\/themenwoche\/stadtlandwandel\/Rostock-und-Kopenhagen-Ungleiche-Radschwestern-,fahrradstadt126.html%20\">NDR<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>Von der Gegen&ouml;ffentlichkeit in die &bdquo;amtierenden&ldquo; Medien<\/strong><br>\nEine Hintergrund-Recherche findet ihren Weg in den Mainstream. Die umfangreiche Darstellung der Vergangenheit von Gesundheitsminister Karl Lauterbach wurde Grundlage f&uuml;r einen Artikel in der Welt am Sonntag. Denn Lauterbachs wissenschaftliche Laufbahn enth&auml;lt viele Ungereimtheiten, die unser Autor Thomas Kubo in der Serie &bdquo;Der Karlatan&ldquo; aufgearbeitet hat. Auf unsere Serie haben Mainstream-Medien nicht reagiert, auf die Recherchen der Welt schon. Die Medienrundschau vom 17. M&auml;rz 2023 mit einem Lehrst&uuml;ck zum Thema Mainstream und Gegen&ouml;ffentlichkeit. (&hellip;)<br>\nDie entscheidenden Leitmedien ARD, ZDF, der Spiegel, die FAZ und die S&uuml;ddeutsche haben die Geschichte gleichwohl nicht weiter aufgegriffen. Zumindest bis jetzt nicht, dort finden sich maximal Agenturberichte zum Thema. Was wiederum auch mit Lauterbach zu tun hat, der am Tag der Welt-Printver&ouml;ffentlichung auf einmal im ZDF &uuml;ber die Nebenwirkungen der sogenannten Corona-Impfungen sprach (ZDF, 12.3.23). Das zog selbstverst&auml;ndlich ein gr&ouml;&szlig;eres mediales Beben als die Vorw&uuml;rfe der Lebenslauf-F&auml;lschung nach sich. In der Folge konstatieren auch Mainstream-Medien wie der Focus, dass der Minister seinen Status als Volksheld verliere &ndash; den wir nie so recht verstanden haben. Wegen der F&auml;lschungsvorw&uuml;rfe und wegen der Aussagen zu Impfnebenwirkungen, die &ndash; nat&uuml;rlich &ndash; auch nicht stimmen. Ulrich Reitz fasst seinen Eindruck der Lage wie folgt zusammen:<br>\nT&auml;uscht der Eindruck nicht, dann kann man gerade einem Volkshelden bei dessen Entheroisierung zuschauen. Nach der Art, wie er ihn eingef&uuml;hrt hat, kann Scholz am Ende seine H&auml;nde in Unschuld waschen, nach dem Motto: Nicht ich &ndash; Ihr B&uuml;rger habt ihn doch gewollt. (Focus, 14.3.23)<br>\nUnd so k&ouml;nnte am Ende der Minister gehen (m&uuml;ssen) und ansonsten alles beim Alten bleiben. Aber w&auml;re Nicht-Recherche besser gewesen? Wir finden: nein.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.hintergrund.de\/allgemein\/rundschau\/von-der-gegenoeffentlichkeit-in-die-amtierenden-medien\/%20\">Hintergrund<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Christian Reimann:<\/strong> Herr Lauterbachs Angaben sollten mit Vorsicht betrachtet werden. Eine Unwahrheit reiht sich an die n&auml;chste. Fr&uuml;her sind Bundesminister aus weit geringeren Anl&auml;ssen zur&uuml;ckgetreten. Bei den argumentativen Wendeman&ouml;vern des Herrn Lauterbach dr&auml;ngt sich weiterhin der Verdacht auf, dass hier die Grenzen f&uuml;r Denk- und Meinungsverbote lediglich leicht verschoben werden, <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=84909\">um von vielleicht gr&ouml;&szlig;erem Ungemach abzulenken<\/a> &ndash; m&ouml;glicherweise vom WHO-Resolutionsentwurf <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=93793#h10\">zur Nutzung der Verhaltenswissenschaften in der Gesundheitspolitik<\/a> und vom <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=82440#h10\">Pandemie-Vertrag der WHO<\/a>. Eine Entlassung oder ein R&uuml;cktritt dieses Gesundheitsministers allein w&uuml;rde jedoch nicht helfen. Es bedarf der Aufarbeitung und Aufkl&auml;rung &ndash; z.B. dar&uuml;ber, weshalb die zust&auml;ndigen Gesundheitsbeh&ouml;rden im Umgang mit dieser merk-w&uuml;rdigen Coronazeit nicht evidenzbasiert gearbeitet haben. Bitte lesen Sie dazu u.a. auch <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=59903\">Schluss mit Irref&uuml;hrung: &bdquo;Wir brauchen harte, gesicherte Fakten statt nur scheinbar objektive&ldquo;.<\/a> sowie <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=60685\">Coronavirus: Epidemische Lage von nationaler Tragweite?<\/a> und <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=94995#h09\">Lauterbach ein L&uuml;genbaron? Ungereimtheiten im Lebenslauf bringen Minister in Schwierigkeiten<\/a> mit einer Anmerkung.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>Die Young Global Leaders des WEF von 2023 verbessern die Welt &ndash; diesmal bestimmt<\/strong><br>\nDie frisch zusammengestellte Klasse von 2023 der Young Global Leaders des Weltwirtschaftsforums (WEF) legt laut ihrem Anf&uuml;hrer gr&ouml;&szlig;eren Wert auf Sinnhaftigkeit ihres Tuns und einen positiven Einfluss auf die Gesellschaft und die Umwelt als ihre Vorg&auml;nger. Sie werden die Welt nachhaltig verbessern, ist er sich sicher. Ein Blick auf diese bunte Elite-Truppe erlaubt ein recht sicheres Urteil, ob es diesmal klappen wird mit der Weltverbesserung.<br>\nIn einem Beitrag auf der Netzseite des Weltwirtschaftsforums und beim kooptierten Magazin Forbes, &auml;u&szlig;ert sich Wadia Ait Hamza, der Vorsitzende des Forum of Young Global Leaders des Weltwirtschaftsforums. Gleich zu Anfang seines Textes st&ouml;&szlig;t man auf einen Widerspruch. Er beginnt mit:<br>\n&bdquo;Wir leben in einer zunehmend turbulenten und polarisierten Welt, und inspirierte junge F&uuml;hrungskr&auml;fte, die dazu beitragen k&ouml;nnen, Gr&auml;ben zu &uuml;berbr&uuml;cken und echte Ver&auml;nderungen in der Welt herbeizuf&uuml;hren, werden heute mehr denn je gebraucht.&ldquo;<br>\nDann lernen wir, dass das  Forum of Young Global Leaders (YGL) 2004 mit dem Ziel gegr&uuml;ndet wurde, &bdquo;die Welt bei der Bew&auml;ltigung zunehmend komplexer und voneinander abh&auml;ngiger Probleme zu unterst&uuml;tzen und:<br>\n&bdquo;Fast 20 Jahre sp&auml;ter arbeitet unsere vielf&auml;ltige Gemeinschaft junger F&uuml;hrungskr&auml;fte immer noch daran, eine integrativere und nachhaltigere Zukunft &uuml;ber Grenzen und Sektoren hinweg zu gestalten.&ldquo;<br>\nSeit fast 20 Jahren arbeiten also diese gef&ouml;rderten High-Potentials in hohen &Auml;mtern daran, die Welt integrativer und nachhaltiger zu machen, nimmt man das Vorg&auml;ngerprogramm Global Leaders of Tomorrow dazu, sind es sogar 30 Jahre, und das Weltwirtschaftsforum arbeitet sogar schon seit 50 Jahren (angeblich) an der Verbesserung der Welt. Und das Ergebnis ist, dass die Welt &bdquo;zunehmend turbulent und polarisiert&ldquo; ist. Das w&auml;re nicht gerade ein Erfolgsausweis, wenn man die Sonntagsreden der YGL und des WEF ernst nehmen wollte.<br>\nVielleicht liegt es ja daran, wie Ali Hamza uns glauben machen will, dass die fr&uuml;heren Jahrg&auml;nge der YGL einfach nicht genug engagiert und am Gemeinschaftsinteresse orientiert waren. Dazu geh&ouml;rten unter anderem Angela Merkel, Jens Spahn, Annalena Baerbock, Emmanuel Macron, Victor Orban  und, wenn man Klaus Schwab glauben will, auch Vladimir Putin. Das glauben wir also gern, dass es da mit der Gemeinwohlorientierung hier und da haperte.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/norberthaering.de\/macht-kontrolle\/young-global-leaders-2023\/\">Norbert H&auml;ring<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h15\"><\/a><strong>Viel Geld f&uuml;r viele linke Organisationen: Streit um das sogenannte Demokratief&ouml;rdergesetz<\/strong><br>\nIn Deutschland gibt es eine sp&uuml;rbare Entfremdung zwischen B&uuml;rgern und der politischen Klasse. Die Bundesregierung will gegen diese Entwicklung k&auml;mpfen, der Erfolg ist aber ungewiss.<br>\nAm Donnerstag diskutierte der Deutsche Bundestag &uuml;ber das sogenannte Demokratief&ouml;rdergesetz von SPD, Gr&uuml;nen und FDP. Eine solche Debatte h&auml;tte ein Beispiel f&uuml;r lebendige Demokratie und spr&uuml;henden Parlamentarismus sein k&ouml;nnen. Das war die einst&uuml;ndige Aussprache am Abend eines langen Sitzungstages eher nicht. Familienministerin Lisa Paus von den Gr&uuml;nen und Innenministerin Nancy Faeser von den Sozialdemokraten trugen altbekannte Textbausteine &uuml;ber die wehrhafte Demokratie und den Kampf gegen Rechtsextremismus vor.<br>\nAuch sonst &uuml;bten sich die Abgeordneten in Rollenprosa: Der Jungsozialist von der SPD beschimpfte die AfD. Die AfD wetterte gegen &laquo;links-gr&uuml;ne Deutschlandzerst&ouml;rer&raquo;. Die Linkspartei forderte mehr Beteiligung von Migranten an m&ouml;glichst allem. Ein FDP-Vertreter sprach etwas orientierungslos &uuml;ber ein &laquo;schlankes Gesetz&raquo;. Ein schlankes Gesetz &uuml;brigens, an dessen konkreten F&ouml;rderbestimmungen die beg&uuml;nstigten Initiativen ungew&ouml;hnlicherweise mitformulieren d&uuml;rfen.<br>\nErw&auml;hnenswert waren eigentlich nur die Redebeitr&auml;ge der Christlichdemokraten Christoph de Vries und Marc Henrichmann und von Linda Teuteberg aus der FDP-Fraktion. Henrichmann sagte, solange &Auml;usserungen aus der Mitte des Bundestages st&auml;ndig an den rechten Rand des politischen Meinungsspektrums ger&uuml;ckt w&uuml;rden, bed&uuml;rfe es eher eines Vertrauenswiederherstellungs- als eines Demokratief&ouml;rdergesetzes. Das grosse Defizit der Ampelkoalition sei es, politische Probleme nicht benennen zu k&ouml;nnen oder zu wollen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.nzz.ch\/international\/demokratiefoerdergesetz-viel-geld-fuer-viele-linke-organisationen-ld.1730850\">NZZ<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h16\"><\/a><strong>Wahlrechtsreform: Das Volk wird sich noch wundern, was heute entschieden wurde<\/strong><br>\nDie Zahl der Bundestagsmandate wird auf 630 festgezurrt, der Gewinn eines Direktmandats f&uuml;hrt nicht mehr automatisch zum Einzug in den Bundestag. Und die Grundmandatsklausel, also die Regelung, dass eine Partei auch dann ins Parlament einzieht, wenn sie mindestens drei Direktmandate gewinnt, egal ob sie &uuml;ber die F&uuml;nfprozenth&uuml;rde kommt, ist abgeschafft. Zack. (&hellip;)<br>\nDoch was hier geschehen ist, d&uuml;rfte den meisten Menschen erst langsam klar werden. Es wurde grundlegend in den wichtigsten Teil der Demokratie eingegriffen: Welche Stimme wie viel z&auml;hlt. Parteien k&ouml;nnten nun in zahllosen Wahlkreisen gewinnen und doch nicht ins Parlament einziehen.<br>\nNach den neuen Regeln s&auml;&szlig;e bei dem Ergebnis der letzten Wahl die Linke nicht mehr im Bundestag, die CSU in Bayern w&auml;re nur 0,21 Punkte an einem Scheitern vorbeigeschrammt. Und trotz dieser grundst&uuml;rzenden Ver&auml;nderungen hat es keine gro&szlig;e gesellschaftliche Debatte dar&uuml;ber gegeben, wie der Souver&auml;n seine Stimmen gez&auml;hlt und seine Vertreter bestimmt sehen will. Aber wann, wenn nicht in diesem Falle, m&uuml;ssten wir lang und breit dar&uuml;ber sprechen?<br>\nDass am Ende alles ganz schnell ging, lag daran, dass die Ampel ihren endg&uuml;ltigen Entwurf erst in der vergangenen Woche vorgestellt hatte und am Freitag direkt zur Abstimmung brachte. Selbst f&uuml;hrende Abgeordnete der Regierungskoalition konnten bei diesem Tempo die Konsequenzen ihres Tuns offenbar nicht v&ouml;llig umrei&szlig;en. (&hellip;)<br>\nDas zeigte sich zum Beispiel daran, dass die Fraktionsvorsitzende der Gr&uuml;nen, Britta Ha&szlig;elmann, der Union vorgeschlagen hatte, doch einfach gemeinsame Listen bei der n&auml;chsten Wahl anzumelden, um ein Ausscheiden der CSU aus dem Bundestag bei Unterschreiten der F&uuml;nfprozenth&uuml;rde zu umgehen. Das aber w&auml;re, wie Ha&szlig;elmann kurz darauf erfahren musste, verfassungswidrig. (&hellip;)<br>\nWie komplex das Wahlsystem ist, weil es historischen und regionalen Besonderheiten der Bundesrepublik und ihren Vorg&auml;ngern Rechnung tr&auml;gt, wurde in der Debatte im Bundestag erst in Ans&auml;tzen deutlich. Und welch unerh&ouml;rte Allianzen das Ampel-Basta schmiedet, zeigt auch: Linke klatschten f&uuml;r die CDU, die AfD applaudierte der Ampel.<br>\nDie &Auml;nderung des Wahlrechts w&auml;re zwingend der Anlass gewesen, den B&uuml;rgern zu verdeutlichen, was die Erststimme bedeutet, was die Zweitstimme bewirkt &ndash; und mit dem Souver&auml;n in einen Dialog dar&uuml;ber zu treten, wie er seine Stimmen gewichtet wissen will. Gordische Knoten lassen sich mit einem Hieb zerschlagen. Aber man sollte sich vorher gut &uuml;berlegen, wie man mit den &uuml;briggebliebenen Enden umgeht.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.berliner-zeitung.de\/politik-gesellschaft\/wahlrechtsreform-das-volk-wird-sich-noch-wundern-was-heute-entschieden-wurde-li.328839%20\">Berliner Zeitung<\/a>\n<p>dazu: <strong>Machtpolitische Selbstherrlichkeit<\/strong><br>\nGegen den Widerstand der demokratischen Opposition haben SPD, Gr&uuml;ne und FDP das Wahlrecht ge&auml;ndert. So schaden sie der Demokratie.<br>\nEs klingt wie aus einem Werbekatalog: Einfach, fair, gerecht und nachvollziehbar soll es sein, das neue Wahlrecht. Das behaupten SPD, Gr&uuml;ne und FDP. Es ist jedoch schlicht falsch, um nicht zu sagen: eine L&uuml;ge. Was die Ampelkoalition in einem wenig schmeichelhaften Akt machtpolitischer Selbstherrlichkeit an diesem Freitag durch den Bundestag gepeitscht hat, ist weder einfach noch fair. Gerecht und nachvollziehbar ist es ebenso wenig.<br>\nSchon die Motivation f&uuml;r die Reform geht an dem eigentlichen Problem vorbei. Denn das Hauptproblem des Bundestags ist nicht seine Gr&ouml;&szlig;e. Mit 630 Abgeordneten ist er nicht mehr oder weniger arbeitsf&auml;hig als mit 736. Die Frage ist vielmehr, wen diese Abgeordneten repr&auml;sentieren. Schon dass inzwischen rund ein Viertel der Wahlberechtigten nicht mehr zur Wahl geht, ist h&ouml;chst bedenklich.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/taz.de\/Ampel-zieht-Wahlrechtsreform-durch\/!5922573\/%20\">taz<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung Christian Reimann:<\/strong> Diese sog. Reform des Wahlrechts geht sogar der gr&uuml;nen-nahen &bdquo;taz&ldquo; zu weit.<\/em><\/p><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. 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