{"id":9530,"date":"2011-05-23T08:54:16","date_gmt":"2011-05-23T06:54:16","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=9530"},"modified":"2011-05-23T08:54:16","modified_gmt":"2011-05-23T06:54:16","slug":"hinweise-des-tages-1389","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=9530","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>Heute unter anderem zu folgenden Themen: Massenproteste in Spanien; Juncker will Treuhand f&uuml;r Griechenland; Staatsverschuldung USA; DIW-Prognose &ndash; Wirtschaftsboom geht an den Arbeitnehmern vorbei; Die fiesen Tricks der Krankenkassen; Reform am Arbeitsmarkt: Kein Geld mehr f&uuml;r Gr&uuml;nder; Rententhema bei ARTE am 31.05.2011; Teurer Wohnen; Versorgungs-Monopol: Wasser-Wucher in Berlin; Die Lichter gehen ohne Atomkraftwerke nicht aus; Schwache Lobbyregisterdebatte im Bundestag; Tschechen protestieren gegen Sparkurs der Regierung; Tausende demonstrieren gegen Saakaschwili; Tausende demonstrieren am Tahrir-Platz f&uuml;r die &ldquo;Rettung der Revolution&rdquo;; Bundeswehreinsatz im Inneren; UNO gegen deutsche Asylpolitik &ndash; R&uuml;ge f&uuml;r Umgang mit Fl&uuml;chtlingen; Die Union und die Energiepolitik &ndash; Polternder Opportunismus; Darmstadt ist gr&uuml;n-schwarz (KR\/WL\/JB)<br>\n<!--more--><br>\nHier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"#h01\">Massenproteste in Spanien<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h02\">Juncker will Treuhand f&uuml;r Griechenland<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h03\">Simon Johnson &ndash; Die USA werden ihre Schulden abzahlen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h04\">DIW-Prognose &ndash; Wirtschaftsboom geht an den Arbeitnehmern vorbei<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h05\">Die fiesen Tricks der Krankenkassen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h06\">Reform am Arbeitsmarkt: Kein Geld mehr f&uuml;r Gr&uuml;nder<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h07\">Rententhema bei ARTE am 31.05.2011<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h08\">Teurer Wohnen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h09\">Versorgungs-Monopol: Wasser-Wucher in Berlin<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h10\">Die Lichter gehen ohne Atomkraftwerke nicht aus<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h11\">Schwache Lobbyregisterdebatte im Bundestag<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h12\">Tschechen protestieren gegen Sparkurs der Regierung<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h13\">Tausende demonstrieren gegen Saakaschwili<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h14\">Tausende demonstrieren am Tahrir-Platz f&uuml;r die &ldquo;Rettung der Revolution&rdquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h15\">Bundeswehreinsatz im Inneren &ndash; Friedrich macht den Sch&auml;uble<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h16\">UNO gegen deutsche Asylpolitik &ndash; R&uuml;ge f&uuml;r Umgang mit Fl&uuml;chtlingen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h17\">Die Union und die Energiepolitik &ndash; Polternder Opportunismus<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h18\">Darmstadt ist gr&uuml;n-schwarz<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, <a href=\"?p=9530&amp;email=1\">dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin<\/a>.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>Massenproteste in Spanien<\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>Die K&auml;mpfer von der Puerta del Sol<\/strong><br>\nDer neue spanische Populismus von unten k&ouml;nnte ein Modell sein f&uuml;r den Widerstand gegen die Postdemokratie.<br>\nHier formiert sich eine neue Spielart des Populismus von unten. Er kommt aus ohne die dumpfe Fremdenfeindlichkeit und speziell die Islamophobie, mit der die rechtsnationalen Repr&auml;sentanten des Biederpopulismus &agrave; la Wilders, Strache, Blocher, Pia Kj&aelig;rsgaard und Marine Le Pen bisher die Szene beherrschen und die Atmosph&auml;re vergiften.<br>\nWird Spanien zum Modell des neuen Populismus der zu kurz Gekommenen und Entt&auml;uschten, so wie die Niederlande, D&auml;nemark und &Ouml;sterreich zum Modell des Populismus der Besitzstandswahrer und Wohlstandsverteidiger wurden?<br>\nDie Systemkritiker, die mehr sind als nur &ldquo;Wutb&uuml;rger&rdquo; mit einem einzelnen konkreten &ldquo;Das muss weg&rdquo;-Ziel, k&ouml;nnten ein Gegengewicht zu den konsensfeindlichen Antidemokraten von rechts sein. Und sie w&uuml;rden verhindern, dass die traditionellen Parteifunktion&auml;re und nicht zuletzt die in Spanien st&auml;rker repr&auml;sentierten Parteifunktion&auml;rinnen dann wieder unter sich sind. Sollte das passieren, war alles umsonst. Denn wer, wenn nicht die Emp&ouml;rten des wunderbar k&auml;mpferischen St&eacute;phane Hessel, k&ouml;nnte das endg&uuml;ltige Abgleiten in die Postdemokratie aufhalten?<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.zeit.de\/politik\/ausland\/2011-05\/spanien-wahl-proteste\">ZEIT<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Kritisch sehe ich, dass Werner Perger die Proteste in Spanien mit dem abwertenden Etikett &bdquo;Populismus&ldquo; versieht. Christoph Butterwegge hat auf den NachDenkSeiten versucht, den Begriff des &bdquo;Populismus&ldquo; <a href=\"?p=4414\">einzugrenzen<\/a>:<\/em><\/p>\n<blockquote><p>&bdquo;Der inflation&auml;r verwendete Populismusbegriff ist aus zwei Gr&uuml;nden schillernd und unscharf. Einerseits fallen darunter h&auml;ufig link(sradikal)e genauso wie recht(sextrem)e und basis- bzw. radikaldemokratische genauso wie antidemokratische Str&ouml;mungen, was seine Offenheit f&uuml;r unterschiedliche Strategien und Taktiken signalisiert, aber auch inhaltliche Mehrdeutigkeit, Verschwommenheit und Konturlosigkeit bedingt. Andererseits wird h&auml;ufig so getan, als sei &bdquo;Rechtspopulismus&ldquo; das demokratisch gel&auml;uterte, zumindest sehr viel moderatere Pendant zum Rechtsextremismus, nicht etwa nur eine Spezialform desselben. Dies bringt jedoch weitere Abgrenzungsprobleme mit sich, ohne gleichzeitig mehr terminologische Klarheit zu schaffen. Missverst&auml;ndlich ist der Populismusbegriff insofern, als daf&uuml;r zwei unterschiedliche Deutungsmuster existieren.<br>\nDas in der Forschungslandschaft wie in der Fachliteratur klar dominante Deutungsmuster begreift Populismus als Politik(vermittlungs)form und Regierungsstil, welcher von Personen, Parteien oder Koalitionen ganz unterschiedlicher Couleur praktiziert werden kann, was man ggf. mittels der Differenzierung zwischen Links- und Rechtspopulismus zum Ausdruck bringt. Nach herrschender Lehre charakterisiert der Populismus gar nicht die Politik einer Partei, sondern nur die Art, wie sie gemacht und\/oder &bdquo;an den Mann gebracht&ldquo; wird.<br>\nEin gewisses rhetorisches Talent und die argumentative Demagogie seiner f&uuml;hrenden Repr&auml;sentanten sind auff&auml;llige Merkmale des Populismus, aber nicht f&uuml;r ihn konstitutiv. Nach gr&ouml;&szlig;erer Popularit&auml;t zu streben, &bdquo;dem Volk aufs Maul zu schauen&ldquo; und komplexe Zusammenh&auml;nge leicht verst&auml;ndlich darzustellen, ist h&ouml;chstens dann populistisch, wenn damit die Manipulation von Menschen zugunsten einer privilegierten Minderheit verbunden ist. Unbefriedigend bleibt eine blo&szlig;e Formaldefinition f&uuml;r Populismus, wenn sie keinerlei inhaltliche Festlegung enth&auml;lt. Die Bezeichnung eines Parteiprogramms als &bdquo;populistisch&ldquo; ist sowenig aussagekr&auml;ftig wie der Begriff &bdquo;Protestpartei&ldquo;, weil in beiden F&auml;llen keine Aussage &uuml;ber die dahinter steckende Ideologie getroffen wird.&ldquo;<\/p><\/blockquote>\n<p><em>Warum muss Perger den (berechtigten) Protest &bdquo;gegen die Politiker und gegen die Parteien, in Spanien vor allem gegen die beiden Gro&szlig;en, PSOE und PP, gegen die am Besitzstand orientierten Gewerkschaften, von denen die Arbeitslosen, vor allem die Jungen ohne Zukunft (die Jugendarbeitslosigkeit betr&auml;gt in Spanien 40 Prozent), sich nicht vertreten f&uuml;hlen, gegen die Banken und deren Einfluss auf die Politik, gegen die wachsenden Hypotheken, die zum Zukunftsverlust beitragen, die prek&auml;ren Arbeitsverh&auml;ltnisse, den Lohndruck auf die Minderqualifizierten, die spanische Bildungskatastrophe, die wachsende Kluft zwischen Armen und Reichen und nicht zuletzt die notorische Korruption auf allen Ebenen der Verwaltung&ldquo; als Populismus abtun. Siehe dazu auch: <a href=\"?p=9519\">Democracia Real Ya! &ndash; Die verlorene Generation emp&ouml;rt sich<\/a>.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Belagerung der politischen Klasse<\/strong><br>\nDie Kommunalwahlen stehen in Spanien unter dem Eindruck der Jugendproteste. Die Stimme der &bdquo;Emp&ouml;rten&ldquo; wird im ganzen Land vernommen. Versuche der Parteien, sich bei ihnen anzubiedern, sind erfolglos. [&hellip;]<br>\nOb an der Puerta del Sol in der Hauptstadt, Barcelona, Valencia oder Sevilla sprachen Intellektuelle, Arbeiter, Studenten und Pension&auml;re zum ersten Mal &ouml;ffentlich in ein Mikrofon. Da mischte sich pauschale Kritik an &bdquo;denen da oben&ldquo; mit nicht minder pauschalen Angriffen auf &bdquo;das System&ldquo;. Aber inhaltlich, wie auch ideologisch und stilistisch reichte die Bandbreite mit nachdenklichen und fundierten Einlassungen h&auml;ufig weit dar&uuml;ber hinaus.<br>\nDie Analysen und die geforderten &bdquo;L&ouml;sung&ldquo; der Sprecher, die teils &uuml;ber Nacht zu national bekannten Gesichtern geworden waren, kamen &uuml;blicherweise von links mit Beschwerden &uuml;ber Banker und Bosse, M&auml;rkte und Monopole. Sie galten gerade bei diesen Wahlen jedoch auch Parteien, die querbeet Kandidaten aufgestellt hatte, gegen die Verfahren wegen aktiver oder passiver Bestechung anh&auml;ngig sind. Die Verdrossenheit &uuml;ber ein Regierungs- und Oppositionspersonal, das sich vorwiegend an pers&ouml;nlichen und parteiischen Interessen zu orientieren schien, fand hier in Gestalt des gereizten Souver&auml;ns eine Stimme. [&hellip;]<br>\nAber echte Erm&uuml;dungserscheinungen waren auch am Sonntag nicht erkennbar. Denn weil viele der &bdquo;Emp&ouml;rten&ldquo; viel Zeit haben, verspricht diese &bdquo;spanische Revolution&ldquo; &uuml;ber den Wahltag hinaus noch Schwungkraft zu bewahren.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.faz.net\/s\/RubDDBDABB9457A437BAA85A49C26FB23A0\/Doc~ED81A380359EF424BAB0CF656BB59B2DA~ATpl~Ecommon~Scontent.html\">FAZ<\/a><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>Juncker will Treuhand f&uuml;r Griechenland<\/strong><br>\nDer Chef der Eurogruppe hat Griechenland eine Privatisierung seines Staatsbesitzes nach dem Modell der Treuhand in Ostdeutschland vorgeschlagen. Allianz-Chef Diekmann empfielt eine Art Marshall-Plan. Angeblich reicht das Geld in der Staatskasse noch bis zum 18. Juli.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.fr-online.de\/wirtschaft\/krise\/juncker-will-treuhand-fuer-griechenland\/-\/1471908\/8475572\/-\/index.html\">Frankfurter Rundschau<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Jens Berger:<\/strong> W&auml;re man zynisch, k&ouml;nnte man Junckers Vorschlag durchaus als konsequent bezeichnen. Sollte er sich durchsetzen, werden sich einige Unternehmensspitzen schon die H&auml;nde reiben.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>Simon Johnson &ndash; Die USA werden ihre Schulden abzahlen<\/strong><br>\nDie Republikaner drohen damit, dass sie die Schuldengrenze der USA nicht anheben. Doch das ist eine leere Drohung, die am Anleihemarkt stets ein G&auml;hnen ausl&ouml;st. Denn Amerika wird kein Eigentor schie&szlig;en.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.ftd.de\/politik\/international\/:top-oekonomen-simon-johnson-die-usa-werden-ihre-schulden-abzahlen\/60054112.html#utm_source=rss2&amp;utm_medium=rss_feed&amp;utm_campaign=\/meinungshungrige\">FTD<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>DIW-Prognose &ndash; Wirtschaftsboom geht an den Arbeitnehmern vorbei<\/strong><br>\nDer kr&auml;ftige Aufschwung geht in Deutschland an den Besch&auml;ftigten weitgehend vorbei. Zwar steigen die Tarifl&ouml;hne in diesem Jahr zwischen 2 und 2,5 Prozent, doch liegen die Zuw&auml;chse damit unter der erwarteten Inflationsrate von 2,4 bis 3,0 Prozent, wie die &ldquo;Wirtschaftswoche&rdquo; berichtet. Das Magazin zitiert den Konjunkturchef des Deutschen Instituts f&uuml;r Wirtschaftsforschung (DIW), Ferdinand Fichtner: &ldquo;Die realen Netto-Stundenl&ouml;hne werden, wenn &uuml;berhaupt, 2011 nur sehr wenig steigen.&rdquo; Nach den Worten von Frank Hechtner, Steuerexperte an der Freien Universit&auml;t Berlin, &ldquo;d&uuml;rften die Netto-Stundenl&ouml;hne bei vielen im XXL-Jahr real sogar sinken&rdquo;. Neben der Inflation zehren auch steigende Sozialabgaben und die Steuerprogression an den L&ouml;hnen. Vor allem kleinere Einkommen seien betroffen, sagte der Pr&auml;sident des Steuerzahlerbundes, Karl Heinz D&auml;ke.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.welt.de\/wirtschaft\/article13385480\/Wirtschaftsboom-geht-an-den-Arbeitnehmern-vorbei.html\">WELT<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Jens Berger:<\/strong> Psychologen w&uuml;rden diese &ndash; nicht nur f&uuml;r NachDenkSeiten-Leser &ndash; keineswegs &uuml;berraschenden Erkenntnisse wohl als kognitive Dissonanz bezeichnen. Fragt sich nur noch, wann die &bdquo;Experten&ldquo; vom DIW ihre Definition eines Wirtschaftsbooms &uuml;berdenken. Im h&ouml;chsten Ma&szlig;e unredlich ist jedoch, wie der Steuerzahlerverbund versucht, die notwendige Kritik f&uuml;r seine immer gleichen Forderungen zu vereinnahmen. Man k&ouml;nnte Herrn D&auml;ke ja mal vorschlagen, die Progressionsstufen k&uuml;nftig automatisch an den Einkommensentwicklung anzupassen, die f&uuml;r die jeweilige Einkommensstufen beobachtet wurden. Wie die Antwort ausfallen wird, kann man sich vorstellen.<\/em><\/p>\n<p>dazu allerdings: <strong>Mehr Geld f&uuml;r Manager<\/strong><br>\nDie Vorstandsgeh&auml;lter der Top-Unternehmen n&auml;hern sich wieder den Rekorden von 2007 an. Doch die gro&szlig;e Masse der Besch&auml;ftigten kann vergeblich auf eine Lohnerh&ouml;hung warten. [&hellip;] Einer Auswertung des &laquo;Manager Magazins&raquo; und der Berliner Humboldt-Universit&auml;t zufolge n&auml;hern sich die Vorstandsgeh&auml;lter der Top-Unternehmen wieder den Rekorden von 2007 an. So verdiente der Lenker eines Dax-Konzerns im vergangenen Jahr durchschnittlich 4,58 Millionen Euro. 2007 waren es demnach 4,8 Millionen Euro, im Krisenjahr 2009 lag der Jahresverdienst im Durchschnitt bei 3,64 Millionen Euro. Insgesamt bekamen die Dax-Vorst&auml;nde der Auswertung zufolge 2010 rund 519 Millionen Euro, ein Plus von 28 Prozent im Vergleich zum Vorjahr.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.fr-online.de\/wirtschaft\/mehr-geld-fuer-manager-\/-\/1472780\/8475082\/-\/index.html\">Frankfurter Rundschau<\/a><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>Die fiesen Tricks der Krankenkassen<\/strong><br>\nKrankenkassen wimmeln neue Kunden ab. Mit fadenscheinigen Gr&uuml;nden. Sie sind an Versicherten nur interessiert, wenn sie viel Geld bringen. Lukrativ f&uuml;r die Kassen sind vor allem gut eingestellte chronisch Kranke. Teuer dagegen sind St&auml;dter. [&hellip;]<br>\nPl&ouml;tzlich sind ganz andere Versicherte lukrativ f&uuml;r die Kassen. &bdquo;Gut eingestellte chronisch Kranke sind sehr attraktiv, zum Beispiel Diabetiker&ldquo;, sagt der Gesundheitsunternehmensberater Manuel Dolderer. Da sind die Aufwendungen manchmal geringer als die Zahlungen aus dem Gesundheitsfonds. [&hellip;]<br>\nDoch es gibt eine Gruppe von Leuten, die leicht zu erkennen ist und nach wie vor mehr Geld kostet als andere: Es sind die St&auml;dter. Und genau davon waren besonders viele in der &bdquo;City BKK&ldquo; versichert, zu deren Wurzeln unter anderem die &bdquo;BKK Hamburg&ldquo; und die &bdquo;BKK Berlin&ldquo; geh&ouml;ren. Dass gerade die St&auml;dter so teuer sind, hat einen guten Grund, wie der Gesundheits&ouml;konom J&uuml;rgen Wasem erl&auml;utert: In den St&auml;dten gibt es viel mehr &Auml;rzte als auf dem Land. Also haben die mehr Zeit, ihre Patienten einzubestellen, zum Beispiel zu einer weiteren Kontrolle &ndash; idealerweise im neuen Quartal, wenn es wieder Geld gibt.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.faz.net\/s\/Rub645F7F43865344D198A672E313F3D2C3\/Doc~E4E6890335EB74241985CB250F691F583~ATpl~Ecommon~Scontent.html\">FAZ<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Jens Berger:<\/strong> Das zeigt schlussendlich nur, dass der gew&uuml;nschte Wettbewerb unter den Kassen immer zu einen Wettbewerb um die kosteng&uuml;nstigeren Patienten f&uuml;hrt.<\/em><\/p>\n<p>dazu auch: <strong>SPD leugnet eigene Gesundheitspolitik<\/strong><br>\n[&hellip;] In der Debatte um die pleitegegangene City BKK hat die SPD-Generalsekret&auml;rin Andrea Nahles den Gesundheitsminister Daniel Bahr (FDP) zu mehr H&auml;rte gegen&uuml;ber den Krankenkassen aufgerufen. &ldquo;Bahr kann nicht nur lamentieren, sondern muss den Kassen auf die Pfoten hauen&rdquo;, sagte sie der Welt. Den Kassen, die zahlreichen City-BKK-Mitgliedern die Aufnahme verweigert hatten, obwohl sie dazu gesetzlich verpflichtet sind, warf Nahles vor: &ldquo;Was die Krankenkassen derzeit veranstalten, ist sozialer Irrsinn.&rdquo; Nahles erwartet weitere Kassenpleiten. Schuld sei die jetzige Bundesregierung: &ldquo;Jetzt entsteht ein unheilvoller Wettbewerb unter den Kassen, nur noch gesunde, junge Gutverdiener aufzunehmen, um keine Zusatzbeitr&auml;ge oder nur niedrige zu erheben.&rdquo; Dass es ihre eigene Partei und deren Gesundheitsministerin Ulla Schmidt waren, die den Kassen genau diesen Wettbewerb ein Jahrzehnt lang gepredigt hatten, sagte sie nicht.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/1\/politik\/deutschland\/artikel\/1\/spd-leugnet-eigene-gesundheitspolitik\/\">taz<\/a><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Reform am Arbeitsmarkt: Kein Geld mehr f&uuml;r Gr&uuml;nder<\/strong><br>\nBundesarbeitsministerin von der Leyen setzt den Rotstift bei Kombilohn und Gr&uuml;nderzuschuss an.<br>\nAls eine der ersten Ma&szlig;nahmen wird die K&uuml;rzung des Gr&uuml;ndungszuschusses in Kraft treten, der gr&ouml;&szlig;te Sparbrocken des Gesetzes. Sie soll am Tag nach Inkrafttreten des Gesetzes gelten, nach bisheriger Planung m&ouml;glicherweise bereits im November. Eingespart werden soll dar&uuml;ber pro Jahr rund eine Milliarde Euro. Andere K&uuml;rzungen summieren sich nach Rechnung des Ministeriums auf weitere rund 700 Millionen Euro pro Jahr. Mit dem Gr&uuml;ndungszuschuss werden Arbeitslose unterst&uuml;tzt, die sich selbstst&auml;ndig machen wollen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.fr-online.de\/wirtschaft\/kein-geld-mehr-fuer-gruender\/-\/1472780\/8468722\/-\/index.html\">Frankfurter Rundschau<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Vielleicht erinnern Sie sich ja noch an den wunderbaren Hartz-Katalog, da war von Jobrotation, Job-Floatern, Personal-Service Agenturen oder. auch von Gr&uuml;ndungszusch&uuml;ssen (man nannte das in der Technokratensprache Ich-AGs) die Rede. Nach und nach wurden alle diese als Wundermittel verkauften Instrumente von  Hartz I bis Hartz III abgeschafft, weil sie gescheitert sind oder einfach zu teuer wurden. Doch nach wie vor sprechen die neoliberalen Ideologen von den angeblich erfolgreichen Arbeitsmarktreformen. &Uuml;brig blieb allein Hartz IV. Wenn daran auch nur die geringste Ver&auml;nderung vorgenommen wird, ist der Aufschrei der (doch ansonsten komplett gescheiterten) &bdquo;Reformer&ldquo; gro&szlig;. Der &bdquo;Erfolg&ldquo; von Hartz IV besteht ausschlie&szlig;lich darin, dass vom &bdquo;F&ouml;rdern und Fordern&ldquo; nur noch das Fordern &uuml;brig geblieben ist. Und dieses Fordern besteht allein darin, auf Arbeitslose mit dem tiefen Fall in die Bed&uuml;rftigkeit Druck auszu&uuml;ben, jeden Job zu jedem Preis anzunehmen.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Rententhema bei ARTE am 31.05.2011<\/strong><br>\nAm 31.05.2011 wird auf ARTE ein Bericht zum Thema Rente mit dem Titel &ldquo;Alt und arm?&rdquo; erscheinen. Nun ist ARTE ja als kritischer Sender bekannt. Ich habe mir den Text der Vorank&uuml;ndigung durchgelesen und wenn das, was dort zu lesen ist, in dieser Form filmisch dargestellt wird, dann wird dieser Bericht nicht wirklich kritisch sein, sondern wie die meisten filmischen Sendungen zum Thema Rente eher der Desinformation denn der Aufkl&auml;rung dienen&hellip;<br>\nIch habe Ihre Vorank&uuml;ndigung eines Berichts am 31.05. 2011 gelesen (Alt und arm?) und lese da etwas von Anlagestrategien f&uuml;r Rentensysteme. So wie der Text es suggeriert, ist es sachlich unrichtig, zumindest was das deutsche Rentensystem der gesetzlichen Rentenversicherung Bund (GRV) betrifft. In diesem System existiert keine Rentenkasse, au&szlig;er einer kleinen Mindestreserve, die allenfalls f&uuml;r 1 oder 2 Monatszahlungen ausreicht.<br>\nDas deutsche Rentensystem der GRV ist ein reines Umlagesystem. Die Beitragszahlungen der Arbeitnehmer werden unmittelbar f&uuml;r die Rentenzahlungen an die Rentner verwendet. Es ist das beste und sicherste Rentensystem, eben weil es nicht in die nicht mehr &uuml;berschaubaren Finanzkan&auml;le der Rentenfonds privater Rentenversicherungen flie&szlig;t.<br>\nSieht man sich die Tabellen der Rentenversicherung Bund (GRV) an, werden auch die Aussagen der Politiker &uuml;ber die Zusch&uuml;sse, die der Bund entrichtet, L&uuml;gen gestraft. Politiker reden in der Regel von Zusch&uuml;ssen in einer Gr&ouml;&szlig;enordnung von 80 Milliarden. Die Einnahmen-Tabelle der Rentenversicherung spricht da aber von wesentlich niedrigeren Zusch&uuml;ssen.<br>\nDabei muss immer wieder gesagt werden, dass die als Zusch&uuml;sse bezeichneten Betr&auml;ge des Bundes ein reiner Euphemismus sind, weil sie real ein viel zu niedriger Ersatz f&uuml;r die Fremdlasten sind, die alleine den Beitragszahlern der gesetzlichen Rentenversicherung aufgeb&uuml;rdet werden.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.flegel-g.de\/2011-05-21-ARTE-Bericht-alt-und-arm.html\">Gert Flegelskamp<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>Teurer Wohnen<\/strong><br>\nEines der gr&ouml;&szlig;ten ehemals landeseigenen Berliner Wohnungsunternehmen, das 2004 an private Investoren verscherbelt wurde, ist mit Hilfe des Senats an die B&ouml;rse gegangen. Und die Mieten steigen&hellip;<br>\nEs beginnt im Jahr 2004. Da wird das bis dahin landeseigene Wohnungsunternehmen GSW in die Freiheit des Marktes entlassen: F&uuml;r 405 Millionen Euro verkauft der Senat von Berlin das Wohnungsunternehmen an die amerikanischen Investoren Goldmann Sachs und Cerberus. In der griechischen Mythologie ist Cerberus der H&ouml;llenhund und Torh&uuml;ter, der den Eingang zur Unterwelt bewacht. Im zweiten Akt versuchen Goldmann Sachs und Cerberus 2010, ihr Unternehmen an die B&ouml;rse zu bringen, machen jedoch einen R&uuml;ckzieher, nachdem auslaufende Kredite ihr teures Geschmeide zu billigem Modeschmuck abwerten, und zudem die Wirtschaftskrise dazwischen kommt. Dramatisches Ende dann ein Jahr sp&auml;ter: Im Fr&uuml;hjahr 2011 bringen die Eigent&uuml;mer Cerberus und Goldmann-Sachs das Unternehmen an die B&ouml;rse. F&uuml;r 19 Euro je Aktie. Und Berlin gibt die Kontrolle &uuml;ber 65.000 Wohnungen aus der Hand.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/publik.verdi.de\/2011\/ausgabe-5\/gewerkschaft\/brennpunkt\/seite-3\/A1\">ver.di Publik<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>Versorgungs-Monopol: Wasser-Wucher in Berlin<\/strong><br>\nDas Berliner Wasser sei zu teuer, argw&ouml;hnt das dortige Kartellamt. Es pr&uuml;ft derzeit, ob die Berliner Wasserbetriebe (BWB) ihre Marktmacht zulasten der Verbraucher ausnutzen. Die BWB halten dagegen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.fr-online.de\/wirtschaft\/wasser-wucher-in-berlin\/-\/1472780\/8472364\/-\/index.html\">Frankfurter Rundschau<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>Die Lichter gehen ohne Atomkraftwerke nicht aus<\/strong><br>\nHubert Weiger war der erste Zivildienstleistende im Umweltschutz. Heute ist er Chef des Umweltverbands BUND. Mit dem Tagesspiegel spricht er &uuml;ber die Atom-Kehrtwende der CSU und Energieeffizienz als wahre Br&uuml;ckentechnologie.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.tagesspiegel.de\/politik\/die-lichter-gehen-ohne-atomkraftwerke-nicht-aus\/4203138.html\">Tagesspiegel<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>Schwache Lobbyregisterdebatte im Bundestag<\/strong><br>\nBereits am 7. April diskutierte der Bundestag &uuml;ber Antr&auml;ge der Gr&uuml;nen und der Linkspartei f&uuml;r ein verpflichtendes Lobbyregister sowie &uuml;ber einen Antrag der SPD zur Mitarbeit von Externen in den Bundesministerien. Das Protokoll der Sitzung zeigt, wie bedauerlich unsachlich und uninformiert die Debatte an vielen Stellen gef&uuml;hrt wurde und dass sich Union und FDP dem Thema Transparenz f&uuml;r Lobbyisten weiterhin weitgehend verweigern. Wir kommentieren hier die wichtigsten Aspekte der Debatte [&hellip;]<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.lobbycontrol.de\/blog\/index.php\/2011\/05\/schwache-lobbyregisterdebatte-im-bundestag\/\">LobbyControl<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>Tschechen protestieren gegen Sparkurs der Regierung<\/strong><br>\nIn Prag haben mehr als 40.000 Menschen gegen die Sparpolitik der Regierung demonstriert. Zu der Kundgebung im Stadtzentrum hatten mehrere Gewerkschaften aufgerufen. [&hellip;] Die Kundgebung richtete sich gegen geplante Reformen der Mitte-Rechts-Koalition. So soll das Renteneintrittsalter erh&ouml;ht und die staatliche Rente um Beitr&auml;ge aus eigener Tasche erg&auml;nzt werden. Auf Kritik stie&szlig; auch das von Gesundheitsminister Leos Heger forcierte Vorhaben, die Kostensteigerung im Gesundheitswesen mit Zusatzbeitr&auml;gen zu bremsen. Patienten m&uuml;ssten dann etwa bei teuren Operationen privat dazubezahlen. Einige Redner forderten sogar einen Generalstreik, um Neuwahlen zu erzwingen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.tagesschau.de\/ausland\/pragdemonstration104.html\">Tagesschau<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>Tausende demonstrieren gegen Saakaschwili<\/strong><br>\nRund 6000 Anh&auml;nger der georgischen Opposition haben am Sonntag gegen Pr&auml;sident Michail Saakaschwili demonstriert. W&auml;hrend ihres Protestmarschs zum Friedensplatz im Zentrum der Hauptstadt Tiflis forderten sie in Ges&auml;ngen den R&uuml;cktritt des Pr&auml;sidenten, dem sie einen autorit&auml;ren F&uuml;hrungsstil vorwarfen. [&hellip;] Eine zweite Demonstration in Batumi am Schwarzen Meer wurde von der Polizei aufgel&ouml;st.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/text.derstandard.at\/1304552507910\/Tiflis-Tausende-demonstrieren-gegen-Saakaschwili\">Der Standard<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Jens Berger:<\/strong> Bei solchen Nachrichten sollte man immer im Hinterkopf behalten, dass Saakaschwili noch vor kurzem der Liebling Washingtons und Br&uuml;ssels war, der sein Land in die NATO und die EU f&uuml;hren sollte. Davon will man heute verst&auml;ndlicherweise nichts mehr wissen.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>Tausende demonstrieren am Tahrir-Platz f&uuml;r die &ldquo;Rettung der Revolution&rdquo;<\/strong><br>\nTausende &Auml;gypter haben am Freitag auf dem Tahrir-Platz in Kairo f&uuml;r die &ldquo;Rettung der Revolution&rdquo; demonstriert. Die Fr&uuml;chte des Volksaufstands, der im Februar den damaligen Pr&auml;sidenten Husni Mubarak zum R&uuml;cktritt zwang, seien durch die schleppende Aufarbeitung der Regime-Verbrechen gef&auml;hrdet, erkl&auml;rten die Kundgebungsredner.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/derstandard.at\/1304552469211\/Tausende-demonstrieren-am-Tahrir-Platz-fuer-die-Rettung-der-Revolution\">Der Standard<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h15\"><\/a><strong>Bundeswehreinsatz im Inneren &ndash; Friedrich macht den Sch&auml;uble<\/strong><br>\nInnenminister Friedrich fordert bei Terrorangriffen die Bundeswehr im Inneren. Eine Mehrheit f&uuml;r die n&ouml;tige Grundgesetz&auml;nderung gibt es nicht. Die FDP ist ver&auml;rgert.<br>\nDer Amtsvorg&auml;nger von Innenminister Hans-Peter Friedrich (CSU) hatte das Thema Bundeswehreinsatz im Inneren f&uuml;r diese Legislaturperiode schon f&uuml;r beendet erkl&auml;rt. [&hellip;] Der neue Innenminister Friedrich, seit zweieinhalb Monaten im Amt, macht es jetzt genau anders herum. In einem Interview mit dem Hamburger Abendblatt r&auml;umte er zwar ein, dass es keine Mehrheit f&uuml;r eine Verfassungs&auml;nderung gebe &ndash; forderte aber trotzdem, den Einsatz der Bundeswehr im Inland zu erm&ouml;glichen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/1\/politik\/deutschland\/artikel\/1\/friedrich-macht-den-schaeuble\/\">taz<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h16\"><\/a><strong>UNO gegen deutsche Asylpolitik &ndash; R&uuml;ge f&uuml;r Umgang mit Fl&uuml;chtlingen<\/strong><br>\n&Uuml;berf&uuml;llte Unterk&uuml;nfte, schlechte Sozialleistungen, medizinische Notfallversorgung: Die UNO versch&auml;rft ihre Kritik an Deutschlands Umgang mit Asylsuchenden.<br>\nDie Vereinten Nationen haben Deutschland f&uuml;r seinen Umgang mit Asylsuchenden ger&uuml;gt. Mit &ldquo;gro&szlig;er Besorgnis&rdquo; nehme der UN-Sozialausschuss die Situation der Asylsuchenden zur Kenntnis, hei&szlig;t es in seinem am Freitag in Genf ver&ouml;ffentlichten Abschlussbericht. Asylsuchende in Deutschland w&uuml;rden keine angemessenen Sozialleistungen erhalten, lebten in &uuml;berf&uuml;llten Unterk&uuml;nften, h&auml;tten keinen Zugang zum Arbeitsmarkt und k&ouml;nnten lediglich auf medizinische Notfallversorgung zur&uuml;ckgreifen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/1\/politik\/deutschland\/artikel\/1\/ruege-fuer-umgang-mit-fluechtlingen\/\">taz<\/a>\n<p>dazu aber leider auch: <strong>Experten wollen Abschiebepraxis versch&auml;rfen<\/strong><br>\nDie Arbeitsgruppe &ldquo;R&uuml;ckf&uuml;hrung&rdquo; bem&auml;ngelt laut einem Magazinbericht, dass Bund und L&auml;nder, aber auch B&uuml;rgermeister und Landr&auml;te immer wieder Abschiebungen abbrechen, wenn Lobbygruppen und Medien Druck aus&uuml;ben. &hellip; Der Druck von Lobbygruppen &ndash; hier d&uuml;rften Menschenrechtsorganisationen gemeint sein &ndash; und Medien wird als etwas Negatives dargestellt, als Einflussnahme, der es sich zu widersetzen gelte.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.fr-online.de\/politik\/experten-wollen-abschiebepraxis-verschaerfen\/-\/1472596\/8475604\/-\/index.html\">Frankfurter Rundschau<\/a><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h17\"><\/a><strong>Die Union und die Energiepolitik &ndash; Polternder Opportunismus<\/strong><br>\nHorst Seehofer probt eine neue Rolle: gr&ouml;&szlig;ter Erdkreis-&Ouml;kologe, auf Augenh&ouml;he mit Al Gore, und Bayern wird noch gr&uuml;ner unter noch wei&szlig;blauerem Himmel. Ihre energiepolitische Kehrtwende orchestriert die ganze Union eher forsch l&auml;rmend als mit plausiblen Argumenten.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.faz.net\/s\/Rub7FC5BF30C45B402F96E964EF8CE790E1\/Doc~E5B47AAE6069D4500941D80F4E35222C4~ATpl~Ecommon~Scontent.html\">FAZ<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h18\"><\/a><strong>Darmstadt ist gr&uuml;n-schwarz<\/strong><br>\nDas erste gr&uuml;n-schwarze B&uuml;ndnis in Hessen ist perfekt. Die beiden neuen Partner haben in Darmstadt den Koalitionsvertrag unterschrieben. Bitter f&uuml;r die SPD: F&uuml;r sie war die viertgr&ouml;&szlig;te Stadt Hessens lange eine Hochburg.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.fr-online.de\/rhein-main\/darmstadt-ist-gruen-schwarz\/-\/1472796\/8471468\/-\/index.html\">Frankfurter Rundschau<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Dass in Darmstadt eine Gr&uuml;nenpolitiker Oberb&uuml;rgermeister wird und dort k&uuml;nftig eine gr&uuml;n-schwarze Koalition regiert, das w&auml;re f&uuml;r sich allein  keines Hinweises wert.<br>\nVon allgemeiner politischer Bedeutung ist das Signal, dass der Seeheimer-Kreis-Fl&uuml;gel der SPD f&uuml;r die Gr&uuml;nen nicht mehr koalitionsf&auml;hig ist. Man muss wissen, dass Darmstadt eine Hochburg dieses rechten Fl&uuml;gels der SPD war und ist. Der fr&uuml;here langj&auml;hrige Oberb&uuml;rgermeister von Darmstadt G&uuml;nther Metzger, dessen Schwiegertochter, Dagmar Metzger die Wahl von Andrea Ypsilanti zur hessischen Ministerpr&auml;sidentin verhinderte, geh&ouml;rte zu den Gr&uuml;ndern des sog. &bdquo;Seeheimer Kreises&ldquo;. Sein Nachfolger und der bisherige OB Walter Hoffmann geh&ouml;rte gleichfalls dem &bdquo;Metzger-Clan&ldquo; an. Er wurde gegen alle Widerst&auml;nde in der dortigen SPD mit Hilfe der Netzwerke dieses Clans <a href=\"http:\/\/renegadenation.wordpress.com\/2011\/04\/16\/aufstieg-und-fall-der-spd\/\">durchgesetzt<\/a> und hat prompt verloren. Darmstadt ist ein Beispiel daf&uuml;r, dass die Seeheimer nur dann ein wirkliches Interesse an der Macht haben, wenn sie auch die Politik ihrer Partei bestimmen. Wenn das nicht gelingt, nehmen sie auch jede Niederlage f&uuml;r die SPD in Kauf,  allenfalls schielen sie noch auf P&ouml;stchen &ndash; mit welcher Koalition auch immer. Es ist nur  zu verst&auml;ndlich, dass selbst die Gr&uuml;nen mit solchen Betonk&ouml;pfen nicht mehr zusammengehen wollen. F&uuml;r die Bundes-SPD, wo die Seeheimer zusammen mit den Netzwerkern die Partei beherrschen,  m&uuml;sste Darmstadt eigentlich ein Alarmzeichen sein.<\/em><\/p><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Heute unter anderem zu folgenden Themen: Massenproteste in Spanien; Juncker will Treuhand f&uuml;r Griechenland; Staatsverschuldung USA; DIW-Prognose &ndash; Wirtschaftsboom geht an den Arbeitnehmern vorbei; Die fiesen Tricks der Krankenkassen; Reform am Arbeitsmarkt: Kein Geld mehr f&uuml;r Gr&uuml;nder; Rententhema bei ARTE am 31.05.2011; Teurer Wohnen; Versorgungs-Monopol: Wasser-Wucher in Berlin; Die Lichter gehen ohne Atomkraftwerke nicht aus;<\/p>\n<div class=\"readMore\"><a class=\"moretag\" href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=9530\">Weiterlesen<\/a><\/div>\n","protected":false},"author":8,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[19],"tags":[],"class_list":["post-9530","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-hinweise-des-tages"],"jetpack_featured_media_url":"","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/9530","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/8"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=9530"}],"version-history":[{"count":3,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/9530\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":9533,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/9530\/revisions\/9533"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=9530"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=9530"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=9530"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}