{"id":9539,"date":"2011-05-24T08:23:57","date_gmt":"2011-05-24T06:23:57","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=9539"},"modified":"2011-05-25T11:16:53","modified_gmt":"2011-05-25T09:16:53","slug":"hinweise-des-tages-1390","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=9539","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>Heute unter anderem zu folgenden Themen: Euro-Schuldenkrise;Positionspapier: FDP freundet sich mit dem Mindestlohn an; J&uuml;ngere Besch&auml;ftigte sammeln immer weniger Renten-Punkte; Von der Leyen will nicht mehr f&uuml;r Behinderte zahlen; Die Hartz IV-Klageflut w&uuml;rde zur Ebbe; Fukushima; Merz hat einen Posten zu viel; Sahra Wagenknecht: Bock als G&auml;rtner; HMI-Lustreise &ndash; Organisator der Sexparty war beim AWD; Grundrechte-Report 2011 ver&ouml;ffentlicht; Berliner Millionen f&uuml;r usbekische Diktatur; Erdrutschsieg der Rechten in Spanien; Wehrbeauftragter will Migranten f&uuml;r Bundeswehr werben; Gr&uuml;ne finden mehr Bundeswehreins&auml;tze gut: Parteichef &Ouml;zdemir lobt geplante Wehrreform; Krise der CDU: Die Kanzlerin verliert ihre W&auml;hler; Tom Schimmeck: Bildungsfieber; Wie Piraten einmal fast ein AKW kaperten; zu guter Letzt: Bundeswehrreform, diesmal richtig (KR\/WL\/JB)<br>\n<!--more--><br>\nHier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"#h01\">Euro-Schuldenkrise<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h02\">Positionspapier: FDP freundet sich mit dem Mindestlohn an<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h03\">J&uuml;ngere Besch&auml;ftigte sammeln immer weniger Renten-Punkte<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h04\">Von der Leyen will nicht mehr f&uuml;r Behinderte zahlen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h05\">Die Hartz IV-Klageflut w&uuml;rde zur Ebbe<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h06\">Fukushima<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h07\">Merz hat einen Posten zu viel<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h08\">Sahra Wagenknecht: Bock als G&auml;rtner<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h09\">HMI-Lustreise &ndash; Organisator der Sexparty war beim AWD<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h10\">Grundrechte-Report 2011 ver&ouml;ffentlicht<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h11\">Berliner Millionen f&uuml;r usbekische Diktatur<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h12\">Erdrutschsieg der Rechten in Spanien<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h13\">Wehrbeauftragter will Migranten f&uuml;r Bundeswehr werben<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h14\">Gr&uuml;ne finden mehr Bundeswehreins&auml;tze gut: Parteichef &Ouml;zdemir lobt geplante Wehrreform<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h15\">Krise der CDU: Die Kanzlerin verliert ihre W&auml;hler<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h16\">Tom Schimmeck: Bildungsfieber<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h17\">Wie Piraten einmal fast ein AKW kaperten<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h18\">Zu guter Letzt: Bundeswehrreform, diesmal richtig<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, <a href=\"?p=9539&amp;email=1\">dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin<\/a>.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>Euro-Schuldenkrise<\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>Rettung Griechenlands: Die M&auml;r vom deutschen Kapitalabfluss<\/strong><br>\nWenn die Bundesrepublik den Griechen ein Darlehen gew&auml;hrt, verknappt das nicht die heimische Kreditvergabe, wie Hans-Werner Sinn behauptet. Ein einfaches Beispiel widerlegt seine These.<br>\nQuelle 1: <a href=\"http:\/\/www.ftd.de\/politik\/europa\/:rettung-griechenlands-die-maer-vom-deutschen-kapitalabfluss\/60056034.html\">FTD<\/a><br>\nQuelle 2: <a href=\"upload\/pdf\/110524_IMK_Policy_Brief.pdf\">Kein Kapitalabfluss aus Deutschland &ndash; Eine Fundamentalkritik an Hans-Werner Sinns Kapitalexport-These [PDF &ndash; 275 KB]<\/a><\/li>\n<li><strong>Eurobonds g&uuml;nstiger als Schuldenschnitt<\/strong><br>\nEine Umschuldung w&uuml;rde Euro-Probleml&auml;ndern wenig helfen, warnen IMK und seine europ&auml;ischen Partnerinstitute. Vielmehr k&ouml;nnten auf alle Staaten der W&auml;hrungsunion h&ouml;here Zinslasten und neue Bankenkrisen zukommen&hellip;<br>\nF&uuml;r ein Euro-Land bedeute eine Umschuldung bestenfalls einen Zeitgewinn, mit dem es nicht viel anfangen k&ouml;nne, so die Wissenschaftler. Erfahrungen mit Staatspleiten und Schuldenschnitten in lateinamerikanischen L&auml;ndern wie Argentinien zeigen: Der Preis f&uuml;r die Entlastung ist ein massives Misstrauen der Finanzm&auml;rkte, das sich in Risikoaufschl&auml;gen bei den Zinsen f&uuml;r k&uuml;nftige Kredite ausdr&uuml;ckt. &bdquo;Selbst wenn L&auml;ndern wie Griechenland oder Irland 30 Prozent ihrer Staatsschuld erlassen werden, w&uuml;rde die Schuldenquote neuerlich steigen, sofern der Anleihenzins weiterhin deutlich &uuml;ber der Wachstumsrate liegt &ndash; was nach einem `hair cut&acute; sehr wahrscheinlich w&auml;re&ldquo;, schreiben die Institute.<br>\nDie Vorbehalte der Anleger lassen sich nur zerstreuen, wenn der Ex-Pleitier mit starkem Wachstum Leistungsbilanz&uuml;bersch&uuml;sse erzielt und damit seine neue Zahlungsf&auml;higkeit beweist&hellip;<br>\nDurch die Umschuldung w&uuml;rde aus Sicht der Anleger die gesamte Euro-Union zur Risikozone, in der Staatsinsolvenzen prinzipiell m&ouml;glich sind, weil keine m&auml;chtige nationale Zentralbank mit aller Konsequenz eingreift&hellip;<br>\nNach einem griechischen &bdquo;hair cut&ldquo; m&uuml;ssten daher alle Euro-L&auml;nder mit Risikoaufschl&auml;gen rechnen. Das betr&auml;fe auch deutsche Anleihen, warnen die Institute&hellip;<br>\nAls bessere Alternative zu Umschuldungen empfehlen die drei Institute daher eine Niedrigzinsstrategie: Erstens solle die Europ&auml;ische Zentralbank die Leitzinsen auch mittelfristig deutlich unter zwei Prozent belassen. Zweitens regen die &Ouml;konomen einen Europ&auml;ischen W&auml;hrungsfonds an. Dieser h&auml;tte die Aufgabe zu verhindern, dass die Leistungsbilanzen der Eurol&auml;nder wie in den vergangenen Jahren auseinander laufen, was auch d&auml;mpfend auf die Staatsschulden wirken w&uuml;rde. Zudem kann der W&auml;hrungsfonds so genannte Eurobonds ausgeben, Staatsanleihen, f&uuml;r die die Euro-Staaten gemeinsam b&uuml;rgen und die deshalb zu einem vergleichsweise niedrigen Zinssatz verkauft werden k&ouml;nnten.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.boeckler.de\/pdf\/impuls_2011_08_gesamt.pdf\">B&ouml;ckler Impuls 8\/2011<\/a><\/li>\n<li><strong>IFW-Chef Snower: Griechenland &ndash; Fehler der 30er-Jahre wiederholt<\/strong><br>\nDer US-Wirtschaftsprofessor und Pr&auml;sident des Instituts f&uuml;r Weltwirtschaft in Kiel, Dennis Snower, h&auml;lt die strengen Sparvorgaben f&uuml;r Griechenland f&uuml;r den falschen Weg. Die Finanzm&auml;rkte k&ouml;nnten nur mit einem langfristigen Plan beruhigt werden, sagte Snower im &ldquo;&Ouml;1&rdquo;-Morgenjournal. [&hellip;]<br>\nDie aktuelle Vorgangsweise hingegen erinnere ihn an die 1930er Jahre: &ldquo;Wir wiederholen die Fehler von damals. Von L&auml;ndern, die schon in einer Depression sind, wird gefordert, dass sie weiter sparen m&uuml;ssen. Die Sparprogramme seien kontraproduktiv und auch nicht relevant f&uuml;r das Problem. Denn die M&auml;rkte machen sich Sorgen, dass das Land auf lange Sicht seine Schulden nicht zur&uuml;ckzahlen kann.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/derstandard.at\/1304552570211\/IfW-Chef-Snower-Griechenland-Fehler-der-30er-Jahre-wiederholt\">Der Standard<\/a><\/li>\n<li><strong>Paul Krugman &ndash; When Austerity Fails<\/strong><br>\nI often complain, with reason, about the state of economic discussion in the United States. And the irresponsibility of certain politicians &mdash; like those Republicans claiming that defaulting on U.S. debt would be no big deal &mdash; is scary. [&hellip;] In Europe, by contrast, the pain caucus has been in control for more than a year, insisting that sound money and balanced budgets are the answer to all problems. Underlying this insistence have been economic fantasies, in particular belief in the confidence fairy &mdash; that is, belief that slashing spending will actually create jobs, because fiscal austerity will improve private-sector confidence. Unfortunately, the confidence fairy keeps refusing to make an appearance. And a dispute over how to handle inconvenient reality threatens to make Europe the flashpoint of a new financial crisis. [&hellip;]<br>\nMy guess is that it&rsquo;s just not willing to face up to the failure of its fantasies. And if this sounds incredibly foolish, well, who ever said that wisdom rules the world?<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.nytimes.com\/2011\/05\/23\/opinion\/23krugman.html?_r=1\">NY Times<\/a><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>Positionspapier: FDP freundet sich mit dem Mindestlohn an<\/strong><br>\nBislang war die FDP ein entschiedener Gegner des Mindestlohns &ndash; bis jetzt. Denn pl&ouml;tzlich halten die Liberalen einen Mindestlohn durchaus f&uuml;r &uuml;berlegenswert, wie das Handelsblatt erfahren hat.<br>\nErstmals sympathisieren die Liberalen mit einem branchen&uuml;bergreifenden Mindestlohn. Auch wenn dieser &bdquo;auf den ersten Blick nicht recht zu marktliberalen Prinzipen passt&ldquo;, solle sich die FDP dabei vor &bdquo;als ungew&ouml;hnlich angesehenen Gedankeng&auml;ngen nicht scheuen&ldquo;, fordert der Rechts- und Sozialpolitiker Hartfrid Wolff in einem Positionspapier, das dem Handelsblatt vorliegt. Wolff begr&uuml;ndet seinen Vorsto&szlig; unter anderem damit, dass f&uuml;r immer mehr Erwerbst&auml;tige die Einkommen durch gesetzliche Leistungen aus dem Hartz-IV-System aufgestockt werden m&uuml;ssten. Ein &bdquo;zur&uuml;ckhaltend eingesetzter Mindestlohn&rdquo; k&ouml;nne hier einer Verlagerung von Arbeitskosten &bdquo;auf die Solidargemeinschaft der Sozialleistungsergringer entgegenwirken&rdquo;, schreibt Wolff.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.handelsblatt.com\/politik\/deutschland\/fdp-freundet-sich-mit-dem-mindestlohn-an\/4204480.html\">Handelsblatt<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Jens Berger:<\/strong> Fragt sich nur, was die FDP unter einem &bdquo;zur&uuml;ckhaltend eingesetzten Mindestlohn&rdquo; versteht. Solange die FDP hier keine konkrete und ausreichend hohe Zahl nennt, sollte man diese &uuml;berraschende Volte erst einmal als PR-Man&ouml;ver einordnen.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>J&uuml;ngere Besch&auml;ftigte sammeln immer weniger Renten-Punkte<\/strong><br>\n&uuml;ngere Besch&auml;ftigte sammeln durch sp&auml;teren Berufseinstieg und Phasen von Arbeitslosigkeit im Durchschnitt zusehends weniger Renten-Entgeltpunkte. Zudem haben diese Punkte f&uuml;r viele Versicherte durch die Renten-Reformen der vergangenen Jahre auch noch an Wert verloren. Das Niveau der gesetzlichen Alterssicherung wird daher weiter sinken. Zu diesem Ergebnis kommt eine neue, von der Hans-B&ouml;ckler-Stiftung gef&ouml;rderte Studie.<br>\nQuelle 1: <a href=\"http:\/\/boeckler.de\/320_113987.html\">Hans B&ouml;ckler Stiftung<\/a><br>\nQuelle 2: <a href=\"http:\/\/www.boeckler.de\/pdf_fof\/S-2009-236-3-5.pdf\">Arbeitspapier &ndash; Wandel im Erwerbsverlauf und Rentenanspruc [PDF &ndash; 1.1 MB]<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>Von der Leyen will nicht mehr f&uuml;r Behinderte zahlen<\/strong><br>\nBundesarbeitsministerin von der Leyen will bei den von Ausgaben f&uuml;r Behinderte sparen. Nach F.A.Z.-Informationen sollen die Bundesanstalt f&uuml;r Arbeit und Rentenversicherungen die Rentenbeitr&auml;ge der Behinderten in Werkst&auml;tten &uuml;bernehmen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.faz.net\/s\/Rub0E9EEF84AC1E4A389A8DC6C23161FE44\/Doc~ED178EBE5173548F9BCB7A34C764BBEFB~ATpl~Ecommon~Scontent.html\">FAZ<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Jens Berger:<\/strong> Das &bdquo;C&ldquo; im Namen der CDU verkommt immer mehr zur Farce. Von Ursula von der Leyen ist dieser unchristliche Akt jedoch eine R&uuml;ckkehr zu ihren politischen Wurzeln &ndash; eine ihrer ersten Handlungen als nieders&auml;chsische Sozialministerin war die ersatzlose <a href=\"http:\/\/www.radiobremen.de\/unternehmen\/presse\/radio\/pressemitteilung3024.html\">Streichung des Blindengeldes<\/a>.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>Die Hartz IV-Klageflut w&uuml;rde zur Ebbe: Hartz4-Plattform fordert Aufhebung der Gerichts-Kostenbefreiung f&uuml;r Hartz IV-Beh&ouml;rden<\/strong><br>\nBerliner Sozialgerichtspr&auml;sidentin Sabine Schudoma will Hartz IV-Beh&ouml;rden wieder zur Kasse bitten &ndash; Arbeitsminister Olaf Scholz hatte sie von Gerichtsgeb&uuml;hren befreit&hellip;<br>\nNoch bis Juli 2006 mussten die Jobcenter genauso wie andere Sozialbeh&ouml;rde &ndash; beispielsweise Rentenversicherung oder Krankenkassen &ndash; f&uuml;r jedes Sozialgerichtsverfahren, an dem sie beteiligt waren, eine pauschale Gerichtsgeb&uuml;hr entrichten. In der Verantwortung von Arbeitsminister Scholz wurde durch die gro&szlig;e Koalition ab August eine Kostenbefreiung f&uuml;r die Hartz IV-Beh&ouml;rden eingef&uuml;hrt. Vermutlich sah man schon damals die Klageflut und damit enorme Kosten infolge des Hartz IV-Gesetzes auf sich zukommen&hellip;<br>\nDiese Kostenpflicht f&uuml;r u.a. die Hartz IV-Beh&ouml;rden wurde mit &sect; 64 Absatz 3 Satz 2 des zehnten Sozialgesetzbuches (SGB X) aufgehoben:\n<blockquote><p>&bdquo;Im Verfahren vor Gerichten der Sozialgerichtsbarkeit (&hellip;) sind die Tr&auml;ger der Sozialhilfe, der Grundsicherung f&uuml;r Arbeitsuchende (&hellip;) von den Gerichtskosten befreit.&ldquo;<\/p><\/blockquote>\n<p>F&uuml;r die Hartz4-Plattform steht au&szlig;er Zweifel, dass durch diese Kostenbefreiung die Prozessflut erst richtig an Fahrt gewann. J&auml;hrlich zunehmende Klagesteigerungen best&auml;tigen das ebenso wie die Erfolgsquote f&uuml;r die klagenden Betroffenen von mindestens 50% in der ersten Instanz&hellip;<br>\n&bdquo;Rechnete man alleine nur die Kosten-Einsparungen f&uuml;r die Beh&ouml;rden f&uuml;r die bisherigen rund 680.000*) Hartz IV-Klagen in erster Instanz bei den Sozialgerichten von 2005 bis 2010 hoch, dann k&auml;me man auf die Summe von rund 100.000.000 &euro; &ndash; in Worten hundert Millionen Euro -,&ldquo; so Brigitte Vallenthin. &bdquo;Die weitergef&uuml;hrten Klagen vor den Landessozialgerichten sowie dem Bundessozialgericht, d&uuml;rften hier noch einmal mit betr&auml;chtlichen Millionenbetr&auml;gen zu Buche schlagen&hellip;<br>\n*) Hartz IV-Klagen-Neuzug&auml;nge bei den Sozialgerichten:<\/p>\n<ul>\n<li>2005 bis 2009: 501.018 (Statistisches Bundesamt)<\/li>\n<li>2010: 180.000 (Sch&auml;tzung laut Presseerkl&auml;rung der Berliner Senatsverwaltung f&uuml;r Justiz)<\/li>\n<\/ul>\n<p>Quelle: <a href=\"http:\/\/www.sozialticker.com\/die-hartz-iv-klageflut-wuerde-zur-ebbe-hartz4-plattform-fordert-aufhebung-der-gerichts-kostenbefreiung-fuer-hartz-iv-behoerden_20110523.html\">Der Sozialticker<\/a><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Fukushima meltdown: two months later, Japan&rsquo;s government still drags its feet<\/strong><br>\nThe new information also highlight the government&rsquo;s reluctance to speak plainly and frankly about the risks to public health and the environment, and underscores its remarkable foot dragging in its response to these threats. For example:\n<ul>\n<li>It wasn&rsquo;t until three weeks after Greenpeace&rsquo;s demands &ndash; based on pure facts and figures &ndash; that the government raised the international rating of Fukushima accident to level 7 (the highest level for the UN INES system) despite such early step would ensure proper response efforts during a nuclear crisis of this scale.<\/li>\n<li>It did not expand the evacuation zone until after our radiation monitoring field teams highlighted radiation hotspots in populated areas far beyond the initial 20 km zone, and additional evacuation started only two months after the radiation fallout. Even now, in many cases, authorities chose to increase &ldquo;safe&rdquo; radiation exposure limits for everyone &ndash; even children &ndash; in the Fukushima area instead of ensuring they are taken out of harm&rsquo;s way.<\/li>\n<li>It only considered sediment testing (in areas along the Fukushima coast we identified in our research proposal) after denying us permission to do it.<\/li>\n<li>It only began testing seaweed &ndash; despite it being a significant part of the Japanese diet &ndash; after we announced preliminary research showing it contained very high amounts of radioactivity.<\/li>\n<\/ul>\n<p>Quelle: <a href=\"http:\/\/www.greenpeace.org\/international\/en\/news\/Blogs\/nuclear-reaction\/fukushima-meltdown-two-months-later-japans-go\/blog\/34807\">Greenpeace International<\/a><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Merz hat einen Posten zu viel<\/strong><br>\nEigentlich k&ouml;nnen sich alle Beteiligten freuen: Der Verkauf von Teilen der WestLB an HSBC Trinkaus w&auml;re eine gute L&ouml;sung. [&hellip;]<br>\nWenn da nur nicht die unerquickliche Rolle von Friedrich Merz w&auml;re. Der ehemalige CDU-Politiker war in seiner Funktion als Anwalt bis vor wenigen Tagen f&uuml;r den Verkauf der WestLB zust&auml;ndig, sitzt aber zugleich im Aufsichtsrat des jetzigen Kaufinteressenten HSBC Trinkaus. Wer da an Zufall glaubt, der glaubt wahrscheinlich auch an den Osterhasen. [&hellip;] Wenn der Ex-Politiker die Situation noch einigerma&szlig;en retten will, muss er tun, was er schon einmal getan hat: Er muss zur&uuml;cktreten. Diesmal vom Aufsichtsratsposten bei HSBC Trinkaus.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.ftd.de\/unternehmen\/finanzdienstleister\/:verkauf-der-west-lb-merz-hat-einen-posten-zu-viel\/60055738.html\">FTD<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>Sahra Wagenknecht &ndash; Bock als G&auml;rtner<\/strong><br>\nSahra Wagenknecht, wirtschaftspolitische Sprecherin der Fraktion Die Linke im Bundestag, erkl&auml;rt zur Beauftragung der international t&auml;tigen Anwaltskanzlei Freshfields Bruckhaus Deringer als Beraterin der Bundesregierung in der Frage der Gl&auml;ubigerbeteiligung beim europ&auml;ischen Stabilit&auml;tsmechanismus: [&hellip;]<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.jungewelt.de\/2011\/05-24\/025.php\">Junge Welt<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>HMI-Lustreise &ndash; Organisator der Sexparty war beim AWD<\/strong><br>\nEine Party mit Prostituierten als Belohnungsfeier f&uuml;r Vertriebler: Damit geriet der heute zum Ergo-Konzern geh&ouml;rende Versicherer Hamburg Mannheimer in die Schlagzeilen. Der Organsiator soll ausgerechnet Carsten Maschmeyers Schwager gewesen sein.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.faz.net\/s\/RubD16E1F55D21144C4AE3F9DDF52B6E1D9\/Doc~E86563FA976294BD581DFB438E8929BB2~ATpl~Ecommon~Scontent.html\">FAZ<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>Grundrechte-Report 2011 ver&ouml;ffentlicht<\/strong><br>\nAm &hellip; Verfassungstag wurde in Karlsruhe der aktuelle Grundrechte-Report 2011 durch Renate Jaeger, ehemalige Richterin am Europ&auml;ischen Menschenrechtsgerichtshof und Bundesverfassungsgericht, der &Ouml;ffentlichkeit vorgestellt. B&uuml;rgerrechtler warnen: Antiterrorkampf darf nicht zur Total&uuml;berwachung f&uuml;hren &hellip;<br>\nZehn Jahre nach dem 11. September 2001 und der daraufhin erfolgten Antiterrorpolitik zeigen sich die Herausgeber des Grundrechte-Reports besorgt dar&uuml;ber, dass auch im Jahr 2011 unter dem Vorwand der Terrorismusbek&auml;mpfung die l&uuml;ckenlose &Uuml;berwachung der Bev&ouml;lkerung vorangetrieben werde. Angesichts der Warnungen der &ldquo;Dienste&rdquo; vor Terroranschl&auml;gen m&uuml;ssten endlich alle &ldquo;Sicherheitsl&uuml;cken&rdquo; geschlossen werden &ndash; hei&szlig;t es.<br>\nDie Herausgeber des warnen davor, dass so genannte Sicherheitsl&uuml;cken mit &uuml;berwachungsbed&uuml;rftigen Lebensbereichen gleichgesetzt w&uuml;rden. &ldquo;Wer jede Kommunikation zwischen Menschen, jede Lebens&auml;u&szlig;erung &uuml;berwachen und registrieren will, um m&ouml;gliche Straftaten bereits weit im Vorfeld vereiteln zu k&ouml;nnen, greift den Kerngehalt der Grundrechte an,&rdquo; sagte Martin Kutscha, Staatsrechtslehrer und Mitherausgeber.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/hpd.de\/node\/11607\">Humanistischer Pressesdienst<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>Berliner Millionen f&uuml;r usbekische Diktatur<\/strong><br>\nDie deutsche Bundesregierung zahlt f&uuml;r die Nutzung des usbekischen Flughafens Termes knapp 16 Millionen Euro im Jahr an Taschkent &ndash; und schweigt zur brutalen Unterdr&uuml;ckung von Opposition und freier Presse. Kritiker sprechen von &ldquo;Blutgeld&rdquo;. [&hellip;] Kritiker bem&auml;ngeln, dass die Bundesregierung alternative Standorte, etwa im tadschikischen Duschanbe oder im benachbarten Kirgisistan, nicht ausreichend gepr&uuml;ft habe. Das Verteidigungsministerium h&auml;lt dagegen. &ldquo;Schon bei der Auswahl dieses St&uuml;tzpunktes gab es aus operativen Gr&uuml;nden keine zweckm&auml;&szlig;igen Alternativen zu Termes&rdquo;, erkl&auml;rt ein Sprecher auf FR-Anfrage.<br>\nDas l&auml;sst die Kritiker nicht verstummen. &ldquo;Karimow hat sich als einer der schlimmsten Despoten weltweit entpuppt&rdquo;, beklagt die Gr&uuml;nen-Bundestagsabgeordnete Viola von Cramon. Aber anders als in Nordafrika und in Syrien, wo sich die Bundesregierung gemeinsam mit den EU-Partnern f&uuml;r Sanktionen gegen die Diktatoren ausspreche, gelte im Fall Usbekistans das Gegenteil, so die Au&szlig;enpolitikerin. So sieht es auch der au&szlig;enpolitische Sprecher der Linke-Bundestagsfraktion, Wolfgang Gehrcke: &ldquo;Das usbekische Regime ist sich sicher, au&szlig;er lauwarmen Ermahnungen der Bundesregierung passiert gar nichts.&rdquo; Er spricht gar von &ldquo;Blutgeld&rdquo;, das die Bundesregierung f&uuml;r die Nutzung von Termes zahle.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.fr-online.de\/politik\/berliner-millionen-fuer-usbekische-diktatur\/-\/1472596\/8481180\/-\/index.html\">Frankfurter Rundschau<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>Erdrutschsieg der Rechten in Spanien<\/strong><br>\nDie in Madrid regierenden Sozialisten erhalten bei den Kommunal- und Regionalwahlen die Quittung f&uuml;r eine neoliberale Regierungspraxis. Spanien hat mit mehr 21 Prozent die h&ouml;chste Arbeitslosigkeit in der EU, im ganzen Land g&auml;rt es.<br>\nDie PSOE erh&auml;lt die Quittung f&uuml;r eine neoliberale Regierungspraxis, deren Auswirkungen durch die Finanzkrise weiter versch&auml;rft wurden. Spanien hat mit mehr 21 Prozent die h&ouml;chste Arbeitslosigkeit in der Europ&auml;ischen Union; f&uuml;r das Land selbst ist dies ein trauriger Rekordwert. Die Volkspartei kann aufatmen: Sie kann am meisten vom Protest der Mehrheit der W&auml;hler gegen die PSOE profitieren, obwohl die PP von mehreren heftigen Korruptionsaff&auml;ren ersch&uuml;ttert wurde. Zumal sich die politischen Leitlinien der beiden gro&szlig;en Parteien immer weiter ann&auml;herten. Nicht umsonst richtet sich der Protest der Zehntausende auf den Plazas der Hauptstadt und anderer Metropolen nicht nur gegen die PSOE; die PP wird ebenso f&uuml;r die soziale Misere verantwortlich gemacht. Hier haben die beiden gr&ouml;&szlig;ten Gewerkschaftsverb&auml;nde versagt: Die einst den Kommunisten verbundenen Comisiones Obreras und die PSOE-nahe Uni&oacute;n General de Trabajadores haben sich auf einen Pakt mit Staat und Unternehmern eingelassen, bei welchem der Zusatz &ldquo;Sozial&rdquo; wie ein Hohn wirkt.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.n-tv.de\/politik\/politik_kommentare\/Erdrutschsieg-der-Rechten-in-Spanien-article3401541.html\">n-tv<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Ein beachtlich hellsichtiger Kommentar auf n-tv. Heiner Flassbeck hat schon vor zwei Jahren in seinem Buch <a href=\"?p=4147\">&bdquo;Gescheitert. Warum die Politik vor der Wirtschaft kapituliert&ldquo;<\/a> auf dieses Hase-Igel-Dilemma zwischen neoliberal gewendeten Sozialdemokraten und Konservativen hingewiesen:<\/em><\/p>\n<blockquote><p>&bdquo;Mit der &Uuml;bernahme der herrschenden &ouml;konomischen Lehre, die nichts anderes als simple Unternehmenslogik bietet, bringt sich die Sozialdemokratie um jede Chance und jede Perspektive. Wenn sie regiert, verliert sie ihre Anh&auml;nger und Mitglieder, weil die Ergebnisse wirtschaftlich und sozial katastrophal sind. Wenn sie opponiert, hat sie wirtschaftspolitisch keine Alternative zu bieten, muss also auf der Scheitern der Konservativen warten, um denn nach der Regierungs&uuml;bernahme wieder selbst zu scheitern. Das Ergebnis solchen wechselseitigen Scheiterns gef&auml;hrdet die Demokratie.&ldquo; (S. 21)<\/p><\/blockquote>\n<p><em> So beschrieb Flassbeck den Niedergang der SPD, den nun auch die spanische PSOE erf&auml;hrt. Die Sozialdemokraten brauchten ein realisierbares Wirtschaftsprogramm jenseits der allgemeinen Ideologie des &bdquo;G&uuml;rtel-enger-Schnallens&ldquo;, weil dieses Konzept von der rechten Konkurrenz allemal glaubw&uuml;rdiger vertreten werden k&ouml;nne.<br>\nAngesichts dieses &bdquo;B&auml;umchen-wechsle-dich&ldquo;-Spiels zwischen Sozialdemokraten und Konservativen, das immer nur neues Scheitern bringt, ist es nicht erstaunlich, dass sich die Menschen nicht mehr auf die austauschbar gewordenen Parteien PSOE oder PP verlassen und sich spontan und (leider weitgehend) unorganisiert, gegen dieses Parteien-(und leider auch Gewerkschafts-)System erhebt. Die Gefahr besteht, dass sich rechtspopulistische Kr&auml;fte an diesen demokratischen Aufstand anh&auml;ngen und Stimmung f&uuml;r ihre chauvinistischen und antidemokratischen Ziele machen. Das w&auml;re das schlimmste, was passieren k&ouml;nnte, denn die historische Erfahrung zeigt, dass Faschismus mit einem ausbeuterischen Kapitalismus nur zu gut zusammenpasst und der Kapitalismus Demokratie nur so lange braucht, solange die Politik nach seiner Pfeife tanzt.<\/em> <\/p>\n<p>dazu: <strong>Der ungeduldige Demokrat<\/strong><br>\nEin typischer &ldquo;Emp&ouml;rter&rdquo;: Fabio Gandara hat die Protest-Bewegung in Spanien mit einer Facebookseite angesto&szlig;en. Ein Revoluzzer in Hemd und geb&uuml;gelter Hose. [&hellip;] Gandara ist jung, arbeitslos und hat einen Hochschulabschluss in Jura. Er ist damit der typische &ldquo;Emp&ouml;rte&rdquo;, wie sich die Demonstranten nennen. &ldquo;Jugend ohne Wohnung, ohne Job, ohne Angst&rdquo; eben. &ldquo;Es war vor drei Monaten, als alles begann&rdquo;, wird Gandara dieser Tage nicht m&uuml;de zu erkl&auml;ren. Ob von Presse, Funk oder Fernsehen, der junge Mann ist zu einer gesuchten Pers&ouml;nlichkeit geworden. Dabei war er nur ein ganz normaler Facebook-Aktivist und Blogger, der &ldquo;viel auf Seiten herumsurfte, die die Unzufriedenheit mit der politischen Situation zum Thema hatten&rdquo;.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/1\/leben\/koepfe\/artikel\/1\/der-ungeduldige-demokrat\/\">taz<\/a><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>Wehrbeauftragter will Migranten f&uuml;r Bundeswehr werben<\/strong><br>\nAngesichts der bislang schwachen Resonanz auf die Werbekampagne f&uuml;r den freiwilligen Wehrdienst bei der Bundeswehr hat der Wehrbeauftragte Hellmut K&ouml;nigshaus (FDP) eine verst&auml;rkte Werbung um Migranten ins Gespr&auml;ch gebracht. Es werde &ldquo;sicherlich&rdquo; eine Entwicklung dahingehend geben, dass &ldquo;Menschen mit Migrationshintergrund den Dienst bei der Bundeswehr durchaus als Chance f&uuml;r Integration und au&szlig;erdem eine langfristige Besch&auml;ftigung sehen&rdquo;, sagte K&ouml;nigshaus dem Magazin &ldquo;Cicero&rdquo;.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.google.com\/hostednews\/afp\/article\/ALeqM5iCVhMBEy7w8Was0UgPFElJM1JRZw\">AFP<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>Gr&uuml;ne finden mehr Bundeswehreins&auml;tze gut: Parteichef &Ouml;zdemir lobt geplante Wehrreform<\/strong><br>\nEin seltenes Lob: Die Gr&uuml;nen finden es angemessen, mehr deutsche Soldaten f&uuml;r Auslandseins&auml;tze vorzuhalten. Gr&uuml;nenchef &Ouml;zdemir begr&uuml;&szlig;t damit die Pl&auml;ne des Verteidigungsministers. Aber es d&uuml;rften keine Handelswege verteidigt werden.<br>\nDie geplante Wehrreform sieht vor, dass Deutschland k&uuml;nftig 10.000 Soldaten und damit 3.000 mehr als bisher f&uuml;r Auslandseins&auml;tze vorhalten will. In einem Gespr&auml;ch mit der &ldquo;Neuen Osnabr&uuml;cker Zeitung&rdquo; erkl&auml;rte &Ouml;zdemir, die geplante Aufstockung sei richtig. Deutschland k&ouml;nne sich nicht zur&uuml;ckziehen.<br>\n&ldquo;Wir haben eine verst&auml;rkte internationale Verantwortung, auch weil die UNO an die Grenzen ihrer Leistungsf&auml;higkeit kommt.&rdquo; Deutschland m&uuml;sse Blauhelm-Missionen st&auml;rker unterst&uuml;tzen k&ouml;nnen. Der Plan sei jedoch anspruchsvoll, weil Soldaten f&uuml;r Auslandseins&auml;tze auch angemessen ausgebildet werden m&uuml;ssten. &ldquo;Das ist nichts, was man nebenher macht.&rdquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.heute.de\/ZDFheute\/inhalt\/15\/0,3672,8240239,00.html\">Heute<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h15\"><\/a><strong>Krise der CDU: Die Kanzlerin verliert ihre W&auml;hler<\/strong><br>\nDie Niederlage in Bremen schmerzt die CDU mehr, als viele zugeben &ndash; denn der Partei wird klar: Die 20 Prozent sind kein Betriebsunfall, sondern das Ergebnis einer Politik gegen die Mehrheit der Menschen. Erst haben die Christdemokraten die Wechselw&auml;hler vergrault. Und dann die Stammw&auml;hler ver&auml;rgert. &hellip;<br>\nAllerdings w&auml;re es falsch, daf&uuml;r allein die Kanzlerin verantwortlich zu machen. Die Atompolitik ist ein eindrucksvolles Beispiel daf&uuml;r, wie einige besonders entschlossene K&auml;mpfer eine ganze Partei in die falsche Richtung dr&auml;ngen konnten &ndash; und sich dabei auch noch von pers&ouml;nlichen Animosit&auml;ten leiten lie&szlig;en. Es waren vor allem die Baden-W&uuml;rttemberger Volker Kauder, Stefan Mappus und Tanja G&ouml;nner, verbunden mit einigen sogenannten Wirtschaftsexperten, die mit aller Macht f&uuml;r eine Laufzeitverl&auml;ngerung k&auml;mpften und das auch noch zum pers&ouml;nlichen Duell mit Umweltminister Norbert R&ouml;ttgen machten. Jetzt zeigt sich, dass sie ihrer Partei &uuml;ber den Tag hinaus einen B&auml;rendienst erwiesen haben.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/politik\/die-krise-der-cdu-eine-kanzlerin-verliert-ihre-waehler-1.1100793\">S&uuml;ddeutsche Zeitung<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung KR:<\/strong> Wie die SPD, nur etwas sp&auml;ter.<\/em><\/p>\n<p>dazu: <strong>Radikale Konservative<\/strong><br>\nKeine Partei hat ihre Programmatik so stark ge&auml;ndert wie die CDU. Den Wandel aber nehmen ihr die W&auml;hler nicht ab. Entsprechend schlecht sind die Ergebnisse, besonders in Gro&szlig;st&auml;dten.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.fr-online.de\/politik\/meinung\/radikale-konservative\/-\/1472602\/8481574\/-\/index.html\">Frankfurter Rundschau<\/a><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h16\"><\/a><strong>Tom Schimmeck: Bildungsfieber<\/strong><br>\nWarum zaudern die Reformer? Weil die j&uuml;ngsten politischen Erfahrungen mit den Ressentiments der B&uuml;rger erschreckend waren. Der Volksentscheid in Hamburg im vergangenen Jahr sitzt allen in den Knochen. Wir erinnern uns: Dort hatte eine schwarz-gr&uuml;ne Koalition einen Umbau beschlossen, der sechs Jahre gemeinsames Lernen vorsah und neben den Gymnasien (das war der Deal mit der CDU) Stadtteilschulen etablierte, auf denen alle Abschl&uuml;sse erreichbar sind. Als gr&uuml;ne Schulsenatorin agierte Christa Goetsch, eine ehemalige Hauptschullehrerin, die zu oft erlebt hatte, &bdquo;wie Sch&uuml;ler systematisch um ihre M&ouml;glichkeiten gebracht wurden&ldquo;. In hartem Ringen war der Kompromiss mit den sechs gemeinsamen Lernjahren gereift &ndash; &uuml;ber alle Parteien hinweg.<br>\nEin zorniges B&uuml;rgertum aber, offenbar von wachsender Angst vor Statusverlust und Abstieg gebeutelt, entfachte dagegen einen Feuersturm der Entr&uuml;stung. Mit den alten Slogans gegen &ldquo;Einheitsschule&rdquo; und &bdquo;ideologische Experimente&ldquo;. Und fegte das gemeinsame Lernen per Volksentscheid vom Tisch.<br>\nEin ziemlich unverhohlener Klassenkampf. Die &auml;rmeren Quartiere zeigten sich eher apathisch. Hamburgs reiche Viertel hingegen waren bestens mobilisiert und stimmten gegen die Reform. &bdquo;Ich denke, dass eine fr&uuml;hzeitige Trennung gut ist, weil dann auch fr&uuml;hzeitig die Weichen gestellt werden&ldquo;, sprach ein Vater in die Fernsehkameras. Ein anderer r&auml;sonierte, es sei ja ganz nett, wenn ein Arbeiterkind mal mit dem Sohn des Fabrikdirektors spiele, letztlich doch aber beide nichts davon h&auml;tten. Chef&auml;rzte riefen ihre Patienten zum Kampf gegen die Reform, die ein &bdquo;Standortnachteil f&uuml;r die Gesundheitsmetropole&ldquo; sei. So dreist gerierten sich die feineren Leute lange nicht mehr. Sie rissen sogar CDU-Plakate herunter.<br>\n&bdquo;Ein toller Tag f&uuml;r die Demokratie&ldquo;, jubelten die Hamburger Reformgegner nach ihrem Sieg. Und waren doch selbst der konservativen Volkspartei unheimlich. &bdquo;Wir m&uuml;ssen wirklich aufpassen, dass wir nicht runterfallen&ldquo;, sprach ein nachdenklich gewordener CDU-Parteichef Frank Schira: &bdquo;Das gilt nicht nur f&uuml;r Hamburg, das ist ja in allen Bundesl&auml;ndern und Gro&szlig;st&auml;dten zu erkennen, dass diejenigen Menschen, denen es vielleicht nicht so gut geht, oder die eben nicht solche Bildungschancen haben oder eben nicht so ausgebildet sind, am politischen Prozess sich abkoppeln und nichts mehr machen.&ldquo;<br>\nSich abkoppeln. Weil ja sowieso nichts geschieht. Weil sie nichts mehr erwarten. Weil die sozialen Verh&auml;ltnisse bombenfest zementiert erscheinen. Hat ja eh keinen Zweck. Ich kann diese Haltung verstehen. Nachf&uuml;hlen sowieso. Aber sie ist grundfalsch. Und es w&auml;re fatal, wenn solche Resignation Schule macht. Wenn die Weichen falsch gestellt bleiben.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.gegenblende.de\/09-2011\/++co++18433eba-851c-11e0-6b77-001ec9b03e44\">DGB Gegenblende<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h17\"><\/a><strong>Wie Piraten einmal fast ein AKW kaperten<\/strong><br>\nEs gibt viele Beispiele daf&uuml;r, dass &ldquo;Spiegel Online&rdquo; Fehler transparent korrigiert. Man k&ouml;nnte deshalb annehmen, dass &ldquo;Spiegel Online&rdquo; alle seine Fehler transparent korrigiert. Das w&auml;re ein Irrtum.<br>\nAm Freitagabend machte &ldquo;Spiegel Online&rdquo; mit einer spektakul&auml;r erscheinenden Meldung auf: [&hellip;]<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.bildblog.de\/30522\/wie-piraten-einmal-fast-ein-akw-kaperten\/\">Bildblog<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h18\"><\/a><strong>Zu guter Letzt: Bundeswehrreform, diesmal richtig<\/strong><br>\nVerteidigungsminister de Maizi&egrave;re will die Bundeswehr von Grund auf reformieren. Da stellt sich die Frage, was die Bundeswehr eigentlich soll und wozu wir sie brauchen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.br-online.de\/podcast\/mp3-download\/bayern2\/mp3-download-podcast-orange-suess-stoff-der-woche.shtml\">Radio Bayern2; Audio-Kabarett &ldquo;S&uuml;&szlig;stoff der Woche&rdquo;<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung KR:<\/strong> H&ouml;renswert.<\/em><\/p><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Heute unter anderem zu folgenden Themen: Euro-Schuldenkrise;Positionspapier: FDP freundet sich mit dem Mindestlohn an; J&uuml;ngere Besch&auml;ftigte sammeln immer weniger Renten-Punkte; Von der Leyen will nicht mehr f&uuml;r Behinderte zahlen; Die Hartz IV-Klageflut w&uuml;rde zur Ebbe; Fukushima; Merz hat einen Posten zu viel; Sahra Wagenknecht: Bock als G&auml;rtner; HMI-Lustreise &ndash; Organisator der Sexparty war beim AWD;<\/p>\n<div class=\"readMore\"><a class=\"moretag\" href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=9539\">Weiterlesen<\/a><\/div>\n","protected":false},"author":8,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[19],"tags":[],"class_list":["post-9539","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-hinweise-des-tages"],"jetpack_featured_media_url":"","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/9539","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/8"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=9539"}],"version-history":[{"count":4,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/9539\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":9554,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/9539\/revisions\/9554"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=9539"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=9539"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=9539"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}