{"id":95416,"date":"2023-03-24T08:45:32","date_gmt":"2023-03-24T07:45:32","guid":{"rendered":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=95416"},"modified":"2023-03-24T08:39:38","modified_gmt":"2023-03-24T07:39:38","slug":"hinweise-des-tages-4324","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=95416","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (AT)<br>\n<!--more--><br>\nWir weisen darauf hin, dass die jeweiligen Anbieter f&uuml;r die Barrierefreiheit ihrer Angebote selbst verantwortlich sind und es durchaus sein kann, dass der Zugang von zun&auml;chst freien Inhalten nach einer Zeit beschr&auml;nkt wird.<\/p><p>Hier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=95416#h01\">Wie Russland und China den Westen &uuml;berholen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=95416#h02\">Gel&auml;hmt vom Kriegf&uuml;hren: EU-Gipfel in Krisenzeiten<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=95416#h03\">Germans to the Front!<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=95416#h04\">Kein fester Block<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=95416#h05\">Wir sollten den Krieg gegen den Irak vor der Invasion nicht vergessen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=95416#h06\">Der Druck der Stra&szlig;e<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=95416#h07\">Australien: Bombardiert mit US-Kriegspropaganda<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=95416#h08\">Credit Suisse: Die Schweiz zahlt einen hohen Preis<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=95416#h09\">Verm&ouml;gensteuer: Verfassungsrechtlich unproblematisch<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=95416#h10\">Deutschland: Nicht interessant f&uuml;r junge Talente<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=95416#h11\">Frankreich: Die Wut steigt weiter<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=95416#h12\">CGT-Generalsekret&auml;r Philippe Martinez: In Frankreich braut sich eine &raquo;explosive Stimmung zusammen&laquo;: Zwei Millionen gegen Macron<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=95416#h13\">Antje Vollmer &ndash; eine Stimme, die fehlen wird<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Verantwortlich f&uuml;r die Richtigkeit der zitierten Texte sind die jeweiligen Quellen und nicht die NachDenkSeiten. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>Wie Russland und China den Westen &uuml;berholen<\/strong><br>\nIm Schatten des Ukraine-Krieges ist eine radikale geopolitische Neuausrichtung im Gange, die den Niedergang der amerikanischen globalen Vormachtstellung beschleunigt. W&auml;hrend sich der Westen konsolidiert, entkoppelt er sich vom Rest der Welt.<br>\nIm vergangenen Jahr haben sich die Nato-L&auml;nder unter F&uuml;hrung der USA bem&uuml;ht, den Rest der Welt zu milit&auml;rischer Hilfe f&uuml;r die Ukraine und zu Sanktionen gegen Russland zu bewegen. Russland, so die Hoffnung, sollte isoliert werden. Beides ist im Gro&szlig;en und Ganzen nicht gelungen. Westliche Vertreter m&ouml;gen darauf hinweisen, dass 141 von 193 L&auml;ndern eine k&uuml;rzlich verabschiedete UN-Resolution unterst&uuml;tzten, in der Russland zum R&uuml;ckzug aus der Ukraine aufgefordert wird. Zu den 32 L&auml;ndern, die sich der Stimme enthielten, geh&ouml;rten jedoch Riesen wie China, Indien, Pakistan und S&uuml;dafrika &ndash; die allein rund 40 % der Weltbev&ouml;lkerung ausmachen.<br>\nTrotz der Versuche des Westens, den Konflikt zu &ldquo;globalisieren&rdquo;, haben nur 33 L&auml;nder &ndash; die etwas mehr als ein Achtel der Weltbev&ouml;lkerung repr&auml;sentieren &ndash; Sanktionen gegen Russland verh&auml;ngt und Milit&auml;rhilfe an die Ukraine geschickt: das Vereinigte K&ouml;nigreich, die USA, Kanada, Australien, S&uuml;dkorea, Japan und die EU. Mit anderen Worten, die L&auml;nder, die direkt unter dem Einflussbereich der USA stehen, was meist eine bedeutende US-Milit&auml;rpr&auml;senz miteinschlie&szlig;t.<br>\nDie &uuml;brigen L&auml;nder, die fast 90 % der Weltbev&ouml;lkerung ausmachen, haben sich geweigert, diesem Beispiel zu folgen. Wenn &uuml;berhaupt, dann hat der Krieg die Beziehungen Russlands zu einer Reihe wichtiger nicht-westlicher L&auml;nder gest&auml;rkt, darunter China und Indien, und die Entstehung einer neuen internationalen Ordnung beschleunigt, in der nicht Russland, sondern der Westen zunehmend isoliert dasteht.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/makroskop.eu\/11-2023\/wie-russland-und-china-den-westen-uberholen\/\">Makroskop<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>Gel&auml;hmt vom Kriegf&uuml;hren: EU-Gipfel in Krisenzeiten<\/strong><br>\nZwei G&auml;ste nehmen am Gipfel der 27 EU-Staats- und Regierungschefs teil: Aus Kiew wird Pr&auml;sident Wolodimir Selenskij zugeschaltet, und vorab wei&szlig; jeder, dass dessen Forderungen wieder einmal die Kapazit&auml;tsgrenzen des Blocks erreichen. Aber wie hatte EU-Kommissionspr&auml;sidentin Ursula von der Leyen noch vor dem 24. Februar 2022 bei der Ank&uuml;ndigung von Sanktionen gegen Russland verk&uuml;ndet? &raquo;Wir sitzen am l&auml;ngeren Hebel.&laquo; Die deutsche Au&szlig;enministerin fasste es in die Formel &raquo;Russland ruinieren&laquo;. Daraus wurde nichts. Die Br&uuml;sseler Beratung steht im Schatten des Moskauer Treffens von Xi Jinping und Wladimir Putin und der dort mitgeteilten Ziffern f&uuml;r den Handel zwischen China und Russland im vergangenen Jahr. 2022 erzielte Russland insgesamt einen Au&szlig;enhandels&uuml;berschuss von fast 300 Milliarden US-Dollar. Fazit: Au&szlig;er EU-Spesen nichts gewesen. Die Westeurop&auml;er finanzieren wie schon vor 2014 und danach den Ausbau der Ukraine zu einem US-Protektorat, daf&uuml;r werden von den transatlantischen &raquo;Verb&uuml;ndeten&laquo; Gasleitungen in die Luft gejagt. Der zweite Gast nimmt am Gipfeltisch Platz: UN-Generalsekret&auml;r Ant&oacute;nio Guterres m&ouml;chte &uuml;ber die Weltlage sprechen, das hei&szlig;t &uuml;ber Kriege, Klima, Fl&uuml;chtlinge, Inflation, also Armut, Zinssteigerung und Bankenpleiten. Er fasste das neulich so zusammen: &raquo;(&hellip;) wie Autos bei einer Massenkarambolage&laquo;. Da die EU-Europ&auml;er vollauf damit besch&auml;ftigt sind, Panzer, Artillerie, demn&auml;chst Kampfflugzeuge und Unmengen Munition an ihre Ostfront zu schaffen, wird die Unf&auml;higkeit des imperialistischen Staatenblocks, auch nur eines der globalen Probleme konstruktiv anzugehen &ndash; von L&ouml;sung zu reden, verbietet sich &ndash;, in diesen M&auml;rztagen noch sichtbarer als sonst. Wer Russland schlagen will, kann sich nicht um den globalen S&uuml;den k&uuml;mmern. Kriegseifer blockiert und sorgt f&uuml;r weitere Karambolagen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.jungewelt.de\/artikel\/447462.gel%C3%A4hmt-vom-kriegf%C3%BChren.html\">Arnold Sch&ouml;lzel in junge Welt<\/a>\n<p>dazu auch: <strong>&ldquo;Perfekter Sturm&rdquo;: Guterres streitet mit EU &uuml;ber D&uuml;nger und Sanktionen<\/strong><br>\nAlles Desinformation, hei&szlig;t es in Br&uuml;ssel, wenn es um D&uuml;ngemittel und Sanktionen geht. Die europ&auml;ischen Strafma&szlig;nahmen gegen Russland und Belarus h&auml;tten keinen Einflu&szlig; auf die weltweite Lebensmittelversorgung. Doch bei der Uno sieht man dies anders. UN-Generalsekret&auml;r Guterres will den EU-Gipfel dr&auml;ngen, die Sanktionen gegen Belarus zu lockern. Als Vorbild gilt die Lockerung der Sanktionen gegen Russland im Dezember. Auch damals hatte die EU behauptet, es gebe kein Problem, alles sei Fake aus Moskau&hellip;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/lostineu.eu\/guterres-streitet-mit-eu-ueber-duenger-und-sanktionen\/\">Lost in Europe<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>Germans to the Front!<\/strong><br>\nAlles in allem scheint es seit den amerikanischen Zwischenwahlen eine gemeinsame Anstrengung der Vereinigten Staaten und der NATO zu geben, Deutschland in den Krieg hineinzuziehen, und zwar in immer weitergehender und aktiverer Form. Andere europ&auml;ische L&auml;nder haben im Laufe des letzten Jahres gelernt, Deutschland vorzuschicken, um selbst am Rande bleiben (die Niederlande) oder ihre Interessen mit gr&ouml;&szlig;erer Aussicht auf Erfolg verfolgen zu k&ouml;nnen (Polen und die baltischen Staaten). Deutschland wiederum, das es leid ist, von anderen vorw&auml;rts gesto&szlig;en zu werden, k&ouml;nnte zunehmend geneigt sein, sich stattdessen selbst vorw&auml;rts zu sto&szlig;en. Schon 2022 haben f&uuml;hrende Vertreter der Sozialdemokratie, darunter der neue Parteivorsitzende Lars Klingbeil, offen davon gesprochen, dass Deutschland eine F&uuml;hrungsrolle in Europa &uuml;bernehmen m&uuml;sse und dazu auch bereit sei.<br>\nWichtig ist, dass Frankreich in diesem Zusammenhang nicht mehr erw&auml;hnt wurde. Nachdem Frankreich zu lange so getan hat, als sei es nicht beteiligt, k&ouml;nnte es nun von einem in die Ecke gedr&auml;ngten Deutschland zunehmend als genau das behandelt werden. Eine m&ouml;gliche Rolle, in die Deutschland in diesem Prozess hineinwachsen k&ouml;nnte, w&auml;re die eines privilegierten politischen und milit&auml;rischen Unterauftragnehmers der Vereinigten Staaten &ndash; ein Deutschland, das in den Nord-Stream- und Leopard-2-Episoden ausreichend &ouml;ffentlich gedem&uuml;tigt wurde, um verstanden zu haben, dass es, wenn es nicht von den Vereinigten Staaten herumgeschubst werden will, bereit sein muss, Europa in deren Namen zu f&uuml;hren. Seine Befehle w&uuml;rde Deutschland in dieser Rolle von Washington &uuml;ber Br&uuml;ssel erhalten, wobei Br&uuml;ssel nicht die EU, sondern die NATO meint, eine sich abzeichnende Befehlskette, die durch die Sitzordnung auf den Ramstein-Konferenzen visualisiert wird, mit den Vereinigten Staaten, Ukraine und Deutschland am Kopfende. In einer sich so entwickelnden Funktion h&auml;tte Deutschland die Aufgabe, die Waffen zusammenzukratzen und zu bezahlen, die die ukrainischen Streitkr&auml;fte f&uuml;r ihren Endsieg zu ben&ouml;tigen glauben &ndash; auf die Gefahr hin, sollte dieser ausbleiben, anstelle der Vereinigten Staaten der Inkompetenz, der Feigheit, des Geizes und nat&uuml;rlich der Sympathie f&uuml;r den Feind f&uuml;r schuldig befunden zu werden.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/makroskop.eu\/10-2023\/germans-to-the-front\/\">Wolfgang Streeck auf Makroskop<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>Kein fester Block<\/strong><br>\nBeijing treibt in Moskau Friedensprozess voran. Kooperation gegen politische und &ouml;konomische Dominanz des Westens. [&hellip;]<br>\nSymbolisch aufgeladen war die Zusammenkunft also &ndash; und sie brachte tats&auml;chlich wichtige Ergebnisse. Das erste: Beide Staaten werden nicht nur weiterhin zusammenarbeiten; sie werden ihre Kooperation intensivieren. Formal unterzeichneten sie eine &raquo;Gemeinsame Erkl&auml;rung &uuml;ber die Vertiefung der umfassenden strategischen Partnerschaft zur Koordination f&uuml;r die Neue &Auml;ra&laquo;. Worauf die Zusammenarbeit letztlich abzielt &ndash; &uuml;ber den jeweils konkreten Nutzen hinaus, den sie beiden Seiten unmittelbar bringt &ndash;, das zeigen zahlreiche &Auml;u&szlig;erungen w&auml;hrend des Treffens. So lie&szlig; sich Putin mit der &Auml;u&szlig;erung zitieren, man arbeite darauf hin, &raquo;eine gerechtere und demokratischere multipolare Weltordnung&laquo; zu schaffen, die den Vereinten Nationen und dem internationalen Recht tats&auml;chlich &raquo;eine zentrale Rolle&laquo; einr&auml;ume. Mit Blick darauf urteilte Xi, die russisch-chinesischen Beziehungen h&auml;tten inzwischen &raquo;kritische Bedeutung&laquo; f&uuml;r die globale Politik erlangt. Faktisch geht es darum, der westlichen Dominanz &uuml;ber die Welt, deren &ouml;konomische Grundlage mit dem Aufstieg Chinas und weiterer asiatischer Staaten seit geraumer Zeit schwindet, nun auch politisch langsam, aber sicher ein Ende zu setzen. Fortschritte erzielten beide Seiten in puncto Wirtschaftskooperation. Die &ouml;konomischen Beziehungen zwischen ihnen haben sich &ndash; nach einigen Ersch&uuml;tterungen unmittelbar bei Kriegsbeginn &ndash; mittlerweile wieder erholt. Sie sollen nun weiter ausgebaut werden (&hellip;). Fortschritte gab es auch bei Chinas Vermittlungsbem&uuml;hungen im &shy;Ukraine-Krieg.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.jungewelt.de\/artikel\/447439.china-und-russland-kein-fester-block.html\">junge Welt<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>Wir sollten den Krieg gegen den Irak vor der Invasion nicht vergessen<\/strong><br>\nDie Mainstream-Presse und das Internet sind voll von Kommentatoren, die ihr tiefes Bedauern und ihre Reue dar&uuml;ber zum Ausdruck bringen, dass sie die US-Invasion in den Irak im Jahr 2003 unterst&uuml;tzt haben. Das ist ein gutes Zeichen. Aber wir sollten nicht vergessen, dass die US-Regierung vor ihrer t&ouml;dlichen und zerst&ouml;rerischen Invasion und ihrem Angriffskrieg im Jahr 2003 zehn Jahre lang Krieg gegen das irakische Volk gef&uuml;hrt hat.<br>\nIch beziehe mich auf das System der Wirtschaftssanktionen der US-Regierung gegen das irakische Volk von der Zeit des Golfkriegs 1990-91 bis zur Invasion 2003. Der Zweck dieser Sanktionen war es, dem irakischen Volk massiven Tod und wirtschaftliche Verarmung zuzuf&uuml;gen. Die Idee war, dass die irakischen B&uuml;rger, wenn man sie in gro&szlig;em Ma&szlig;e leiden lie&szlig;e, die Drecksarbeit erledigen w&uuml;rden, ihren Diktator Saddam Hussein zu st&uuml;rzen und ihn durch einen US-freundlichen Diktator zu ersetzen.<br>\nDie Sanktionen erreichten ihr unmittelbares Ziel, die Iraker zu t&ouml;ten und zu verarmen. W&auml;hrend des Golfkriegs zerst&ouml;rte das Pentagon die irakischen Wasser- und Abwasseraufbereitungsanlagen, da es wusste, dass dies zur Verbreitung von Infektionskrankheiten unter der Bev&ouml;lkerung beitragen w&uuml;rde. Der Plan des Pentagons ging pr&auml;chtig auf. In den folgenden zehn Jahren hinderten die Sanktionen die irakischen Beh&ouml;rden daran, die Wasser- und Abwasseraufbereitungsanlagen zu reparieren. Tausende von irakischen Kindern starben jeden Monat.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/antikrieg.com\/aktuell\/2023_03_22_wirsollten.htm\">Antikrieg<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Der Druck der Stra&szlig;e<\/strong><br>\nAu&szlig;enministerin Annalena Baerbock sucht bei einem Kurzbesuch in Tiflis den Druck auf Georgiens Regierung zur Westbindung des Landes zu verst&auml;rken und kn&uuml;pft dabei an die unl&auml;ngst dort abgehaltenen Massenproteste an. Die Proteste hatten sich gegen ein Gesetzesvorhaben gerichtet, das aus dem Ausland finanzierte Organisationen verpflichten sollte, sich als &bdquo;ausl&auml;ndische Agenten&ldquo; zu registrieren. Weil in der georgischen Bev&ouml;lkerung gro&szlig;e Sympathie f&uuml;r die Ann&auml;herung an die EU besteht, l&ouml;ste der Plan Gro&szlig;demonstrationen aus; Beobachter zogen Parallelen zu den Maidan-Protesten. Baerbock macht sich den Unmut nun zunutze, um Georgiens Regierung zur weiteren Ann&auml;herung an die EU zu n&ouml;tigen. Tiflis bem&uuml;ht sich seit rund einem Jahrzehnt parallel zur Kooperation mit NATO und EU um einen gewissen Ausgleich mit Russland, bewegt sich mittlerweile aber laut Einsch&auml;tzung von Experten st&auml;rker auf Moskau zu. Der Machtkampf zwischen dem Westen und Russland tobt in Georgien schon seit Jahrzehnten. Das Land, im politisch &auml;u&szlig;erst sensiblen Kaukasus an Russlands traditionell empfindliche S&uuml;dflanke grenzend, gilt als geostrategisch hochrelevant.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.german-foreign-policy.com\/news\/detail\/9202\">German Foreign Policy <\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Australien: Bombardiert mit US-Kriegspropaganda<\/strong><br>\nNoch ist China Australiens wichtigster Handelspartner. Doch in dem Ma&szlig;e, wie sich die aggressive Rhetorik des Westens gegen China richtet, t&ouml;nen die Kriegstrommeln auch in den australischen Medien. Ein indopazifischer Konflikt w&uuml;rde den Inselstaat direkt betreffen. Nicht nur wirtschaftlich, sondern vor allem milit&auml;risch. Australien w&uuml;rde selbst zum Kriegsschauplatz &ndash; mit allen Konsequenzen.<br>\nIm Rahmen der unerbittlichen Propaganda des Krieges mit China in den australischen Medien hat die staatliche Australian Broadcasting Corporation gerade einen Radiobeitrag im RN Breakfast &uuml;ber die neu bekannt gewordenen Details des AUKUS-Atom-U-Boot-Deals ausgestrahlt, mit zwei G&auml;sten, die begeisterte Bef&uuml;rworter des Deals sind, und moderiert von einem anderen begeisterten Bef&uuml;rworter des Deals.<br>\nEiner der G&auml;ste, Australiens ehemaliger Schatzmeister und jetziger Botschafter in den Vereinigten Staaten, Joe Hockey, machte einige interessante Bemerkungen.<br>\n&bdquo;Besteht die Gefahr, dass wir als der kleinere Partner in diesem Abkommen bei k&uuml;nftigen Kriegseins&auml;tzen einfach tun m&uuml;ssen, was die USA uns sagen?&ldquo;, fragte die Moderatorin Patricia Karvelas Hockey.<br>\n&bdquo;Nun, wir sind bereits vollst&auml;ndig in das Milit&auml;r der Vereinigten Staaten integriert, und das wohl schon seit mehr als hundert Jahren&ldquo;, antwortete Hockey. &bdquo;Wir sind das einzige Land der Welt, das in den letzten hundert Jahren in jeder gr&ouml;&szlig;eren Schlacht Seite an Seite mit ihnen gek&auml;mpft hat. Und schon heute verf&uuml;gt ein gro&szlig;er Teil unserer Marine &uuml;ber das Aegis Combat System, ein amerikanisches Kampfsystem; unsere aktuellen U-Boote der Collins-Klasse verwenden amerikanische Torpedos&hellip; und in jeder wichtigen Hinsicht, bei den Kommunikationssystemen und der Integration, verf&uuml;gen wir bereits &uuml;ber amerikanische Technologie, und wir sind in die amerikanischen Systemen integriert. In dieser Hinsicht gibt es also nichts Neues.&ldquo;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.hintergrund.de\/globales\/kriege\/australien-bombardiert-mit-us-kriegspropaganda\/\">Hintergrund<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>Credit Suisse: Die Schweiz zahlt einen hohen Preis<\/strong><br>\nEine Finanzkrise inklusive Bankensturm hat die Schweiz mit der Fusion von UBS und Credit Suisse vorerst abgewendet. Doch das Land steht eine Woche danach vor einem Scherbenhaufen.<br>\nKnapp f&uuml;nf Tage nach der Zwangsfusion der beiden Schweizer Gro&szlig;banken UBS und Credit Suisse steht eines fest: Die hastige Einigung wird ein politisches Nachspiel haben. Das Parlament, das kaum Mitspracherecht hatte bei der spektakul&auml;ren Rettungsaktion, hat f&uuml;r Mitte April eine au&szlig;erordentliche Sitzung zus&auml;tzlich zu den &uuml;blichen vier Terminen im Jahr. Denn der Unmut ist gro&szlig; &ndash; nicht zuletzt, weil die Schweizer Regierung, der Bundesrat, an mehreren Stellen Notrecht angewandt hat, um die &Uuml;bernahme der Credit Suisse durchzuboxen.<br>\nEin solcher Eingriff in die &ndash; in der Schweiz sehr ausgepr&auml;gten &ndash; politischen Mitwirkungsrechte fand das letzte Mal w&auml;hrend der ersten Corona-Welle 2020 statt. Damals wusste tats&auml;chlich niemand, was da drohte. Im Fall der Credit Suisse muss man jedoch sagen: H&auml;tten Politik und Aufsicht fr&uuml;her genauer hingesehen, w&auml;re eine solche Hauruck-Rettung der zweitgr&ouml;&szlig;ten Bank des Landes wohl nicht n&ouml;tig gewesen.<br>\nMit das gr&ouml;&szlig;te Problem, das die Schweiz gerade verdauen muss: Ihr Regelwerk, das sie sich nach der UBS-Rettung 2008 gab, um zu verhindern, dass nochmal eine Gro&szlig;bank mit Steuergeldern gerettet werden muss, kam im Fall der Credit Suisse gar nicht zur Anwendung. Eigentlich sieht die Too-big-to-fail-Gesetzgebung n&auml;mlich vor, dass sich eine in die Krise geratene Bank wie die Credit Suisse im Ernstfall aufspalten muss. Damit kann der systemrelevante Teil &ndash; das Einlagengesch&auml;ft, das Schweizer Kreditgesch&auml;ft und der Zahlungsverkehr &ndash; weiterlaufen; die &uuml;brigen Bereiche werden abgewickelt.<br>\nDoch statt dieses Szenario zu aktivieren, entschied sich die Schweiz f&uuml;r eine &Uuml;bernahme der Credit Suisse durch ihre Konkurrentin, abgesichert durch staatliche Garantien in H&ouml;he von 209 Milliarden Franken. Finanzministerin Karin Keller-Sutter begr&uuml;ndete das am Sonntag mit dem Zustand der Bank: Der Schweizer Notfallplan sei f&uuml;r Banken gedacht, die ihre Verpflichtungen nicht mehr erf&uuml;llen k&ouml;nnen. &ldquo;Hier hatten wir aber ein Liquidit&auml;ts&shy;problem&rdquo;, so Keller-Sutter. Nur: Angesichts des massiven Vertrauensverlusts h&auml;tte die Credit Suisse &uuml;ber kurz oder lang auch ein Solvenzproblem bekommen. Warum also ging man hier nicht nach dem politisch vorgesehenen Drehbuch vor, sondern ersann einen rechtlich wackeligen Rettungsplan, der der Schweiz nun eine Megabank beschert, von der noch gr&ouml;&szlig;ere Risiken ausgehen als von den beiden Gro&szlig;banken zuvor?<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.sueddeutsche.de\/wirtschaft\/credit-suisse-ubs-schweiz-finanzen-banken-1.5774367\">S&uuml;ddeutsche<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>Verm&ouml;gensteuer: Verfassungsrechtlich unproblematisch<\/strong><br>\nSeit 1996 ist die Verm&ouml;gensteuer ausgesetzt. Das Grundgesetz steht der Erhebung jedoch nicht entegegen, so das Ergebnis eines neuen Rechtsgutachtens des Verfassungsrechtlers Alexander Thiele im Auftrag der Hans-B&ouml;ckler-Stiftung. Angesichts der gro&szlig;en finanziellen Aufgaben ist die Steuer verfassungsrechtlich gut begr&uuml;ndbar. Zudem hat die soziale Ungleichheit in Deutschland ein Ausma&szlig; erreicht, das eine Verm&ouml;gensteuer nicht nur politisch, sondern auch verfassungsrechtlich eher nahelegt. Dieses Ergebnis ist f&uuml;r die politische Debatte um Steuergerechtigkeit von besonderer Bedeutung. Daher fasst der folgende Beitrag die wesentlichen Argumente und Ergebnisse Thieles zusammen. (&hellip;)<br>\nDer Finanzbedarf der Bundesrepublik Deutschland steigt wegen tempor&auml;rer Krisen wie der Corona-Pandemie und dem Ukraine-Krieg sowie dauerhafter Herausforderungen wie der Klimakrise stetig. Insbesondere letztere k&ouml;nne laut Thiele nach gegenw&auml;rtiger Rechtslage (Schuldenbremse, Art. 109 GG) nicht durch die Aufnahme von Schulden bew&auml;ltigt werden &ndash; au&szlig;erdem w&auml;re diese Vorgehensweise nicht &bdquo;sonderlich nachhaltig&ldquo;. Daher k&ouml;nne es erforderlich sein, die gebotenen Mehreinnahmen &uuml;ber Steuern zu finanzieren. Hierf&uuml;r stelle die sch&auml;rfere Besteuerung der Wohlhabenden eine Option dar. Auf diese Weise k&ouml;nne gleichzeitig das Problem der wachsenden Verm&ouml;gensungleichheit gel&ouml;st &ndash; oder zumindest verringert &ndash; werden. Die noch kl&auml;rungsbed&uuml;rftige verfassungsrechtliche Bewertung einer Verm&ouml;gensteuer verhindere jedoch eine ernsthafte politische Auseinandersetzung mit der Thematik. Daher sei es geboten, deren verfassungsrechtlichen Rahmen zu er&ouml;rtern.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.netzwerk-steuergerechtigkeit.de\/vermoegensteuer-verfassungsrechtlich-unproblematisch\/\">Netzwerk Steuergerechtigkeit<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>Deutschland: Nicht interessant f&uuml;r junge Talente<\/strong><br>\nDie Minister Faeser und Heil suchen in Kanada nach Antworten auf die Frage: Wie holen wir gut ausgebildete Arbeitskr&auml;fte nach Deutschland? Wie es aussieht, stellt sich die deutsche Landeskultur f&uuml;r Fachkr&auml;fte aus anderen L&auml;ndern als wenig attraktiv dar.<br>\nInnenministerin Nancy Faeser und Arbeitsminister Hubertus Heil sind nach Kanada gereist, um sich dort abzuschauen, wie man Fachkr&auml;fte ins Land holt. Kanada wird f&uuml;r seine erfolgreiche Einwanderungspolitik ger&uuml;hmt. Die Ampel-Koalition k&uuml;ndigt ein Fachkr&auml;ftegesetz an, das ein Punktesystem nach kanadischem Vorbild enth&auml;lt. Laut Heil soll das Gesetz in einer Woche im Kabinett sein.<br>\nIn Deutschland ist Einwanderung ein politisch schwieriges Gel&auml;nde, au&szlig;er f&uuml;r die AfD. F&uuml;r sie kommen zu viele und vor allem die Falschen, die nicht zur &ldquo;Landeskultur&rdquo; passen. Beim Thema &ldquo;Einwanderung von Arbeitskr&auml;ften&rdquo;, die Faeser und Heil besch&auml;ftigt, dreht sich die Frage um. Da hei&szlig;t es nicht mehr, warum wollen so viele nach Deutschland, sondern warum wollen so wenige nach Deutschland?<br>\nWie es aussieht, stellt sich die deutsche Landeskultur f&uuml;r Fachkr&auml;fte aus anderen L&auml;ndern als weniger attraktiv dar, als viele es lange Jahre glauben mochten. Mit der Behauptung &ldquo;qualifizierte Migranten sind nicht an Deutschland interessiert&rdquo; ist ein aktueller Artikel &uuml;berschrieben, der vom US-amerikanischen Politikwissenschaftler und Journalisten Paul Hockenos f&uuml;r das US-Magazin Foreign Policy verfasst wurde.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.telepolis.de\/features\/Deutschland-Nicht-interessant-fuer-junge-Talente-7730547.html\">Telepolis<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>Frankreich: Die Wut steigt weiter<\/strong><br>\nNach Macrons TV-Ansprache: Kein Dialogangebot, keine Aussichten auf schnelle Beruhigung der Lage. Proteste gegen Rentenreform weiten sich bei J&uuml;ngeren aus. Polizei schreitet repressiv ein. Regierungsprinzip: Augen zu und durch?<br>\nH&auml;tte es einer Beruhigung der Lage dienen sollen, dann ging der Effekt gr&uuml;ndlich daneben. Infolge der TV-Ansprache von Staatspr&auml;sident Emmanuel Macron am gestrigen Mittwoch geben in ersten demoskopischen Erhebungen 61 Prozent der befragten Franz&ouml;sinnen und Franzosen an, seine &Auml;u&szlig;erungen seien dazu geeignet, &ldquo;die Wut weiter zu steigern&rdquo;.<br>\n70 Prozent derer, die zuschauten, erkl&auml;rten, trotz guten Zuredens habe das Staatsoberhaupt sie &ldquo;nicht &uuml;berzeugen&rdquo; k&ouml;nnen. Und nicht alle schauten ihm auch zu, obwohl die Einschaltquote mit zehn Millionen nicht g&auml;nzlich geringf&uuml;gig ausfiel. Doch die soziale Zusammensetzung der Zuschauerschaft d&uuml;rfte sich aus der Uhrzeit ergeben.<br>\nBereits die Wahl der Uhrzeit lie&szlig; erkennen, dass es sich nicht wirklich um ein Dialogangebot an Lohnabh&auml;ngige und derzeit ebenfalls vermehrt protestierende Studierende handelte: Um 13 Uhr an einem Wochentag hielt Emmanuel Macron die seit Wochenbeginn angek&uuml;ndigte TV-Ansprache in Antwort auf die sich ausweitenden Sozialproteste, die formal die Gestalt eines Interviews annahm.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.telepolis.de\/features\/Frankreich-Die-Wut-steigt-weiter-7696748.html\">Telepolis<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>CGT-Generalsekret&auml;r Philippe Martinez: In Frankreich braut sich eine &raquo;explosive Stimmung zusammen&laquo;: Zwei Millionen gegen Macron<\/strong><br>\nAuch nachdem Pr&auml;sident Emmanuel Macron sein &raquo;Rentenreformgesetz&laquo; per Vertrauensfrage durchs Parlament gedr&uuml;ckt hat, so da&szlig; es nun ohne Abstimmung als &raquo;angenommen&laquo; gilt, gehen die Massenproteste in Frankreich weiter. F&uuml;r Donnerstag hatten die acht gr&ouml;&szlig;ten Gewerkschaften und die f&uuml;nf wichtigsten Jugendverb&auml;nde zum bereits neunten Streik- und Aktionstag gegen Macrons &raquo;Reform&laquo; aufgerufen. Nach Sch&auml;tzungen der Organisatoren nahmen an den landesweit gut 250 Demonstrationen wieder mehr als zwei Millionen Menschen teil, 12.000 Polizisten waren im Einsatz. Die Streiks vor allem im Verkehrswesen und in der Energiewirtschaft halten bereits seit mehr als einer Woche an. Durch die Blockade der Raffinerien ist schon jede f&uuml;nfte Tankstelle im Land ohne Treibstoff und vor den anderen gibt es kilometerlange Autoschlangen. Am Donnerstag streikten wieder sehr viele Besch&auml;ftigte des &ouml;ffentlichen Dienstes, aber auch aus der Privatwirtschaft. Beim Bahnunternehmen SNCF fiel jeder zweite Fernzug aus und der Personennahverkehr in vielen St&auml;dten war weitestgehend lahmgelegt. In Paris fuhren die Metro und die Vorortz&uuml;ge stark eingeschr&auml;nkt und auch nur im Berufsverkehr. Die gr&ouml;&szlig;te Demonstration des Aktionstages fand wieder in Paris statt und f&uuml;hrte diesmal vom Bastille-Platz &uuml;ber die Grands Boulevards bis zur Oper. Angef&uuml;hrt wurde sie von den Generalsekret&auml;ren der gro&szlig;en Gewerkschaften, von denen besonders Philippe Martinez von der CGT und Laurent Berger von der CFDT von Journalisten umringt waren und Erkl&auml;rungen abgeben, vor allem zu Macrons Interview am Vortag. Darin hatte der Pr&auml;sident deutlich gemacht, da&szlig; er sich durch die Massenproteste nicht beirren l&auml;&szlig;t und seinen salariatsfeindlichen Kurs unver&auml;ndert fortsetzt. Er werde weder die Premierministerin abl&ouml;sen, noch die Regierung umbilden und schon gar nicht eine Volksbefragung &uuml;ber die &raquo;Rentenreform&laquo; durchf&uuml;hren, wie das Gewerkschaften und linke Parteien fordern und wie das auch von mehr und mehr b&uuml;rgerlichen Politikern bef&uuml;rwortet wird, um die Zerrissenheit der Gesellschaft zu &uuml;berwinden.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.zlv.lu\/db\/1\/1480545185438\/0\">Zeitung vum L&euml;tzebuerger Vollek<\/a>\n<p>dazu: <strong>Mehr als eine Million Menschen protestieren gegen Rentenreform<\/strong><br>\nFrankreich kommt nicht zur Ruhe &ndash; im Gegenteil: Nach Verabschiedung der umstrittenen Rentenreform ist die Zahl der Demonstranten im Land wieder gewachsen.<br>\nBei erneuten Protesten gegen die umstrittene Rentenreform in Frankreich sind deutlich mehr Menschen als zuletzt auf die Stra&szlig;e gegangen. Das Innenministerium in Paris sprach am Abend des neunten Aktionstags von 1,08 Millionen Demonstranten. Die Gewerkschaft CGT meldete landesweit 3,5 Millionen Teilnehmerinnen und Teilnehmer.<br>\nIn Paris waren es laut Innenministerium 119.000 Demonstranten, laut CGT 800.000 Teilnehmer. Dort schlugen die Proteste teilweise in Gewalt um. Pflastersteine, Flaschen und Feuerwerksk&ouml;rper flogen auf Einsatzkr&auml;fte; Schaufenster und Bushaltestellen wurden zerst&ouml;rt. Laut Innenminister G&eacute;rald Darmanin waren rund 12.000 Polizistinnen und Polizisten im Einsatz &ndash; davon fast die H&auml;lfe in der Hauptstadt.<br>\nEs war der erste Protesttag gegen die Reform, seit Premierministerin &Eacute;lisabeth Borne auf Anweisung von Pr&auml;sident Emmanuel Macron zur Durchsetzung der Reform auf den Verfassungsparagrafen 49.3 zur&uuml;ckgegriffen hatte. Demnach kann ein Gesetz ohne Schlussabstimmung im Parlament verabschiedet werden, wenn die Regierung ein anschlie&szlig;endes Misstrauensvotum &uuml;bersteht. Dies war der Regierung am Montag knapp gelungen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.zeit.de\/politik\/ausland\/2023-03\/frankreich-rentenreform-proteste-demonstration-emmanuel-macorn%20\">Zeit Online<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers J.A.:<\/strong> Wenn die Regierung (das Innenministerium) schon &uuml;ber 1 Million Demonstranten zugibt, dann sind die von der Gewerkschaft genannten 3 Millionen durchaus realistisch. Gro&szlig;artig, wie die Franzosen gegen ihren diktatorischen Pr&auml;sidenten f&uuml;r ihre Rechte und ihre Rente k&auml;mpfen.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>Antje Vollmer &ndash; eine Stimme, die fehlen wird<\/strong><br>\nMit dem Tod von Antje Vollmer stirbt auch die innerparteiliche Kritik am geschichtsvergessenen Opportunismus der Gr&uuml;nen und ihrer Au&szlig;enpolitik.<br>\nAm 15. M&auml;rz 2023 ist Antje Vollmer nach langer Krankheit gestorben. In einem Nachruf nennt sie die TAZ &bdquo;streitbare Pazifistin&ldquo;. In der gleichen Zeitung wurde sie einen Monat zuvor noch von Jan Feddersen, einem Veteranen der TAZ, als Mitunterzeichnerin des Manifests f&uuml;r den Frieden von Schwarzer und Wagenknecht als &bdquo;politobsz&ouml;n&ldquo; und &bdquo;amoralisch&ldquo; verunglimpft. Vollmer war nicht nur streitbar, sondern auch eine klar denkende Analytikerin, die das bei den Gr&uuml;nen nicht erst seit dem Ukraine-Krieg grassierende Renegatentum in der Au&szlig;en- und Sicherheitspolitik blo&szlig;stellte.<br>\nIhr in der Berliner Zeitung am 25. Februar 2023 abgedrucktes &bdquo;Verm&auml;chtnis einer Pazifistin&ldquo; ist eine brillante Abrechnung mit dem geschichtsvergessenen Opportunismus (nicht nur) der Gr&uuml;nen und ihrer Au&szlig;enministerin als &bdquo;der schrillsten Trompete der neuen antagonistischen Nato-Strategie&ldquo; (Antje Vollmer). Sie l&auml;sst die in der Au&szlig;enpolitik von der NATO und Deutschland nach dem Zusammenbruch des Ostblocks gemachten Fehler Revue passieren und kritisiert die damit verbundene Heuchelei, sich als H&uuml;ter von Demokratie und zivilisatorischen Werten aufzuspielen, wo man eigentlich knallharte und expansive Machtpolitik betrieb.<br>\nAus ihrer gro&szlig;en Entt&auml;uschung, wenn nicht Verzweiflung &uuml;ber die Entwicklung der Gr&uuml;nen macht sie als Mitbegr&uuml;nderin dieser Partei keinen Hehl:<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/makroskop.eu\/11-2023\/antje-vollmer-eine-stimme-die-fehlen-wird\/\">Makroskop<\/a><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. 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