{"id":95483,"date":"2023-03-26T09:00:59","date_gmt":"2023-03-26T07:00:59","guid":{"rendered":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=95483"},"modified":"2023-03-24T14:00:40","modified_gmt":"2023-03-24T13:00:40","slug":"hinweise-der-woche-300","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=95483","title":{"rendered":"Hinweise der Woche"},"content":{"rendered":"<p>Am Wochenende pr&auml;sentieren wir Ihnen einen &Uuml;berblick &uuml;ber die lesenswertesten Beitr&auml;ge, die wir im Laufe der vergangenen Woche in unseren Hinweisen des Tages f&uuml;r Sie gesammelt haben. Nehmen Sie sich ruhig auch die Zeit, unsere werkt&auml;gliche Auswahl der Hinweise des Tages anzuschauen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (AT)<br>\n<!--more--><br>\nWir weisen darauf hin, dass die jeweiligen Anbieter f&uuml;r die Barrierefreiheit ihrer Angebote selbst verantwortlich sind und es durchaus sein kann, dass der Zugang von zun&auml;chst freien Inhalten nach einer Zeit beschr&auml;nkt wird.<\/p><p>Hier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=95483#h01\">20 Jahre Invasion im Irak<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=95483#h02\">Die Haager Abkommen: Eine russische Idee, die jetzt gegen Moskau verwendet werden soll<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=95483#h03\">Die Minsker T&auml;uschung und der geplante Krieg im Donbas<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=95483#h04\">Warum es gef&auml;hrlich ist, ukrainische Kriegsopfer herunterzuspielen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=95483#h05\">Hersh: Scholz hilft den USA bei der Vertuschung der Anschl&auml;ge auf Nord Stream<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=95483#h06\">Wie Russland und China den Westen &uuml;berholen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=95483#h07\">Credit Suisse: Die Schweiz zahlt einen hohen Preis<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=95483#h08\">Die &bdquo;Inflation&ldquo; ist bald zu Ende &ndash; wann reagiert die EZB?<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=95483#h09\">Personalmangel und Burnout: Soziale Berufe an der Belastungsgrenze<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=95483#h10\">Nordirische DUP lehnt neuen Brexit-Deal ab<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Urspr&uuml;nglich hatten wir geplant, in unserer Wochen&uuml;bersicht auch auf die lohnenswertesten redaktionellen Beitr&auml;ge der NachDenkSeiten zu verweisen. Wir haben jedoch schnell festgestellt, dass eine daf&uuml;r n&ouml;tige Vorauswahl immer damit verbunden ist, Ihnen wichtige Beitr&auml;ge vorzuenthalten. Daher m&ouml;chten wir Ihnen raten, am Wochenende doch einfach die Zeit zu nutzen, um sich unsere Beitr&auml;ge der letzten Wochen (noch einmal) anzuschauen. Vielleicht finden Sie dabei ja noch den einen oder anderen Artikel, den es sich zu lesen lohnt. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>20 Jahre Invasion im Irak<\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>Nach der L&uuml;ge folgte der V&ouml;lkerrechtsbruch<\/strong><br>\nVor 20 Jahren begannen die USA ihre Invasion im Irak. Begr&uuml;ndet mit angeblichen Massenvernichtungswaffen, die es nie gab. Der V&ouml;lkerrechtsbruchs wirkt bis heute fort &ndash; in der Region und der Welt. (&hellip;)<br>\nVor allem aber war der Angriff auf den Irak eine &bdquo;v&ouml;lkerrechtswidrige Gewaltanwendung unter Verletzung der UN-Satzung&ldquo;, wie der G&ouml;ttinger Straf- und V&ouml;lkerrechtler Kai Ambos gegen&uuml;ber der DW ausf&uuml;hrt. &bdquo;Die Invasion im Irak hatte keine Grundlage durch eine Resolution des UN-Weltsicherheitsrates. Daneben bleibt nur die M&ouml;glichkeit, die Gewaltanwendung &uuml;ber eine Selbstverteidigung zu rechtfertigen, &uuml;ber Artikel 51 der UN-Satzung. Was in diesem Fall offensichtlich auch nicht gegeben war.&ldquo; Weshalb auch UN-Generalsekret&auml;r Kofi Annan den Irakkrieg als v&ouml;lkerrechtswidrig bezeichnete.<br>\nDeutschland hatte sich der Teilnahme an dem Krieg zwar verweigert. Aber durch die Bereitstellung von St&uuml;tzpunkten und &Uuml;berflugrechten f&uuml;r die Invasionstruppen leistete Berlin nach Einsch&auml;tzung von Ambos &bdquo;Beihilfe zu einem v&ouml;lkerrechtswidrigen Akt&ldquo;. (&hellip;)<br>\nImmer wieder kam es zu Massakern an der Zivilbev&ouml;lkerung. So wie in Hadhita, wo 2005 US-Marines 24 unbewaffnete Zivilisten erschossen. Oder wie 2007 am belebten Nisur-Platz in Bagdad, wo Mitarbeiter der privaten S&ouml;ldnertruppe Blackwater mit Sturm- und Maschinengewehren willk&uuml;rlich in eine Menschenmenge gefeuert und 17 Menschen get&ouml;tet haben. Oder so wie auf dem von Wikileaks ver&ouml;ffentlichten &bdquo;Collateral Murder&ldquo; Video: Da schie&szlig;en zwei Kampfhubschrauber mit 30-mm-Kanonen auf unbewaffnete Zivilisten. Mindestens 12 Menschen sterben, darunter zwei Reuters-Journalisten; zwei Kinder werden schwer verletzt.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.focus.de\/politik\/ausland\/mit-luegen-folter-und-verbrechen-im-irak-haben-sich-usa-bis-heute-geschaedigt_id_188723380.html\">Focus Online<\/a><\/li>\n<li><strong>Die Jahrestage dreier Angriffskriege<\/strong><br>\nDie ersten Bombardierungswellen dreier v&ouml;lkerrechtswidriger Angriffskriege, die f&uuml;r die T&auml;ter keinerlei Konsequenzen hatten, j&auml;hren sich in dieser Woche. Heute vor 20 Jahren starteten US-Truppen die Invasion in den Irak, an der sich britische, australische und polnische Einheiten beteiligten. Sie wurde mit offenen L&uuml;gen legitimiert und diente genauso machtstrategischen Zielen wie der &Uuml;berfall auf Libyen, den franz&ouml;sische Kampfjets gestern vor zw&ouml;lf Jahren einleiteten &ndash; erst unter Berufung auf eine Resolution des UN-Sicherheitsrats, die allerdings umgehend gebrochen und illegal zum Sturz der libyschen Regierung missbraucht wurde. Am Freitag vor 24 Jahren &uuml;berfielen NATO-Truppen, darunter deutsche, ebenfalls v&ouml;lkerrechtswidrig Jugoslawien, um dessen s&uuml;dliche Provinz Kosovo abzuspalten. Au&szlig;enministerin Annalena Baerbock fordert unter gro&szlig;em medialen Beifall, das F&uuml;hren von Angriffskriegen d&uuml;rfe nicht &bdquo;straflos bleiben&ldquo;, will dies freilich &ndash; ebenso wie die deutschen Leitmedien &ndash; nicht auf westliche Kriege bezogen wissen. Dasselbe gilt f&uuml;r schwerste Kriegsverbrechen, die westliche Soldaten begangen haben. Bestraft werden lediglich Whistleblower, die sie aufzudecken halfen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.german-foreign-policy.com\/news\/detail\/9197\">German Foreign Policy <\/a><\/li>\n<li><strong>Herrschaft des Schreckens: 20 Jahre Irak-Krieg<\/strong><br>\nWas macht eigentlich George W. Bush, der 43. Pr&auml;sident der Vereinigten Staaten, der vor 20 Jahren mit dem &Uuml;berfall auf den Irak das V&ouml;lkerrecht gebrochen und ein ganzes Land zerst&ouml;rt hat? Juristisch unbehelligt und straffrei lebt er auf seiner Ranch in Texas und malt &Ouml;lbilder verb&uuml;ndeter Staats- und Regierungschefs bis hin zu US-Soldaten, die in seiner Amtszeit verwundet wurden. Transatlantische Leitmedien lassen Milde walten gegen&uuml;ber dem Hobbymaler und w&uuml;rdigen seine &raquo;Portraits of Courage&laquo; als &raquo;gar nicht mal so schlecht&laquo; (S&uuml;ddeutsche Zeitung). Der Krieg gilt mittlerweile als &raquo;Fehler&laquo;. Mehr nicht. Die US-Folter in Abu Ghraib? Schlimm, aber davor, unter Saddam Hussein, war&rsquo;s schlimmer. So relativiert Die Zeit US-V&ouml;lkerrechtsbruch und Kriegsverbrechen. Sicher, zum Jahrestag wird kurz an den Krieg erinnert. Und auch die von US-Geheimdiensten zusammenmanipulierten L&uuml;gen &uuml;ber angebliche Massenvernichtungswaffen finden wohl Erw&auml;hnung. Keiner aber kommt auf den Gedanken, George W. Bush Kriegsverbrecher zu nennen, der er doch ist. Keiner ruft nach einem Sondertribunal und internationaler Ermittlung. Auch die Bundesregierung meint, im Fall der USA von Kriegsverbrechen nichts zu wissen, und so macht sich auch keiner in der Generalbundesanwaltschaft an Ermittlungen und eine Anklage. Die Ampel will bis heute noch nicht einmal eine rechtliche Bewertung vornehmen, ob der Einsatz der US-gef&uuml;hrten &raquo;Koalition der Willigen&laquo; einen &raquo;Bruch des V&ouml;lkerrechts&laquo; darstellt und als &raquo;v&ouml;lkerrechtswidriger Angriffskrieg&laquo; anzusehen ist. Im Gegenteil.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.jungewelt.de\/artikel\/447139.herrschaft-des-schreckens.html\">Sevim Dagdelen in junge Welt<\/a><\/li>\n<li><strong>Zwanzig Jahre nach der US-Invasion in den Irak &#8210; Erinnerung an ein Menschheitsverbrechen<\/strong><br>\nVor zwanzig Jahren &uuml;berfielen die USA den Irak: der Staat wurde zerschlagen, die Wirtschaft ruiniert, die Gesellschaft fragmentiert und die nationale Kultur liquidiert<br>\nIn der Nacht zum 20. M&auml;rz 2003 &ouml;ffneten sich &uuml;ber dem Irak ein zweites Mal nach 1991 die Schleusen der H&ouml;lle. Fast 30.000 Bomben und Raketen gingen auf Bagdad, Basra, Mossul und zahlreiche andere irakische St&auml;dte nieder und lie&szlig;en neben irakischen Verteidigungsstellungen auch einen guten Teil der zivilen Infrastruktur in Flammen aufgehen.<br>\n&ldquo;Shock and Awe&rdquo; nannten die Eroberer ihr Angriffskonzept, Schrecken und Entsetzen sollten zur schnellen Demoralisierung der Bev&ouml;lkerung f&uuml;hren. Nach den Zerst&ouml;rungen im ersten Krieg 1991, infolge der irakischen Invasion in Kuwait, und dem folgenden m&ouml;rderischen Embargo stand das Land dem Angriff nahezu wehrlos gegen&uuml;ber. Zehntausende Soldaten und Zivilisten fielen ihnen und den vorr&uuml;ckenden Truppen der &ldquo;Koalition der Willigen&rdquo; schon in den ersten Wochen zum Opfer. [&hellip;]<br>\nDie Bilanz von acht Jahren Krieg und Besatzung war verheerend: mehr als eine Million Tote, &uuml;ber vier Millionen Vertriebene und fast f&uuml;nf Millionen Waisen. Sieben Millionen Iraker, ein Viertel der Bev&ouml;lkerung, wurden in die absolute Armut gest&uuml;rzt, zwei Millionen Kinder waren 2011 unterern&auml;hrt, dreieinhalb Millionen Menschen ohne nennenswerte Gesundheitsversorgung.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.telepolis.de\/features\/Zwanzig-Jahre-nach-der-US-Invasion-in-den-Irak-Erinnerung-an-ein-Menschheitsverbrechen-7550655.html\">Telepolis<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung JK:<\/strong> Hervorragender Beitrag &uuml;ber die v&ouml;llige Zerst&ouml;rung des Irak durch die USA, einhergehend mit den schlimmsten Kriegsverbrechen seit dem Ende des 2. Weltkriegs. Und auch als Beispiel einer entfesselten neoliberalen Politik, die den Irak der Auspl&uuml;nderung durch US-Konzerne gnadenlos auslieferte. Die Ukraine darf sich freuen, ihr bl&uuml;ht das gleiche Schicksal, denn das Leben und die &ldquo;Freiheit&rdquo; der Menschen in der Ukraine interessiert die US-Oligarchie wenig. Wann stellt der Internationale Strafgerichtshof die Haftbefehle gegen George W. Bush, Dick Cheney, und Donald Rumsfeld aus? <\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>20 Jahre nach Invasion im Irak: Ernsthafte Aufarbeitung &uuml;berf&auml;llig<\/strong><br>\nDass der Krieg gegen den Irak ein Fehler war, stellt kaum noch jemand infrage. Und doch ist bis heute niemand zur Verantwortung gezogen worden.<br>\nDer von den USA angef&uuml;hrten Invasion im Irak ging ein Geflecht aus L&uuml;gen voraus. Der Krieg kostete Hunderttausende Iraker und fast 5.000 US-Amerikaner das Leben. Er machte Millionen Menschen zu Fl&uuml;chtlingen und f&uuml;hrte die gesamte Region in die Instabilit&auml;t. Der Krieg spaltete die Vereinten Nationen, er schuf den N&auml;hrboden f&uuml;r Terrororganisationen und machte das Land, von dem der Krieg ausging, die USA, zu einem bis an die Z&auml;hne bewaffneten und von Hunderttausenden inl&auml;ndischen Schn&uuml;fflern beobachteten Nervenb&uuml;ndel.<br>\nZwanzig Jahre danach lautet der weitgehende Konsens in der Sprachregelung Washingtons, dass der Krieg gegen den Irak ein &bdquo;Fehler&ldquo; war. Und doch ist bis heute kein einziger milit&auml;risch oder politisch Verantwortlicher f&uuml;r die Kriegsverbrechen je in den USA verurteilt worden: weder f&uuml;r Morde an Zivilisten noch f&uuml;r Folter oder daf&uuml;r, die Propaganda &uuml;ber angebliche Massenvernichtungswaffen oder Saddam Husseins Verbindung zu al-Qaida vorbereitet haben.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/taz.de\/20-Jahre-nach-Invasion-im-Irak\/!5919996\/%20\">taz<\/a><\/li>\n<li><strong>20 Jahre nach dem US-Angriff ist der Irak unregierbar und instabil<\/strong><br>\nRepublikanische Politiker, die in den 1990er Jahren nicht mehr im Amt waren, vor allem Dick Cheney und Donald Rumsfeld, sprachen sich dagegen aus, die Stellvertreterstrategie fortzusetzen. Die USA sollten Hussein st&uuml;rzen und eine Regierung einsetzen, die sie vollst&auml;ndig kontrollieren konnten. In ihren Augen w&uuml;rde eine Invasion Washington die Kontrolle &uuml;ber die zweitgr&ouml;&szlig;ten &Ouml;lreserven im Nahen Osten verschaffen. Au&szlig;erdem k&ouml;nnten die USA Milit&auml;rst&uuml;tzpunkte im Irak einrichten, von denen aus sie die Nachbarl&auml;nder einsch&uuml;chtern und notfalls angreifen k&ouml;nnten.<br>\nMit dem Irak unter ihrer Fuchtel w&auml;ren die USA imstande, den &ouml;konomischen Kurs des Nahen Ostens vorzugeben &ndash; insbesondere, was die &Ouml;lf&ouml;rderung und die Verteilungspolitik angeht. Wie Immanuel Wallerstein, der Begr&uuml;nder der Weltsystemanalyse, bereits vor der Invasion feststellte, glaubten diese Kriegstreiber au&szlig;erdem, dass ein schneller und einfacher Sieg die zunehmend eigenst&auml;ndigen Verb&uuml;ndeten in Europa und Ostasien dazu bewegen w&uuml;rde, sich dem Diktat der USA wieder st&auml;rker unterzuordnen. Sie wollten die milit&auml;rische Vormachtstellung ihres Landes nutzen, um ihre schwindende &ouml;konomische Vorherrschaft zu revitalisieren.<br>\nAls George W. Bush Pr&auml;sident wurde, gelangten die Bef&uuml;rworter eines solchen Krieges in h&ouml;chste Regierungskreise. Gleich auf der ersten Sitzung des Nationalen Sicherheitsrats nach Bushs Amtsantritt wurden Pl&auml;ne f&uuml;r eine Invasion er&ouml;rtert &ndash; sieben Monate vor dem 11. September. Die Anschl&auml;ge lieferten dann die Gelegenheit, diese Pl&auml;ne in die Tat umzusetzen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/jacobin.de\/artikel\/20-jahre-nach-dem-us-angriff-ist-der-irak-unregierbar-und-instabil-invasion-irak-krieg-bush-9-11-richard-lachmann-michael-schwartz\/\">Jacobin<\/a><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>Die Haager Abkommen: Eine russische Idee, die jetzt gegen Moskau verwendet werden soll<\/strong><br>\nWeder Russland noch die Ukraine sind Vertragsstaaten des IStGH. Die Ukraine hatte aber nach der Krim-Annexion 2014 die Gerichtsbarkeit des Strafgerichtshofs f&uuml;r alle Verbrechen auf ihrem Territorium anerkannt. Da Russland den IStGH nicht anerkennt, kann der Gerichtshof jedoch nicht gegen Moskau wegen des Verbrechens der Aggression vorgehen. Die Regierung in Kiew dr&auml;ngt deshalb auf ein internationales Sondertribunal.<br>\nDieses Sondertribunal f&uuml;r Russland wiederum wird lautstark von der EU-Kommissionspr&auml;sidentin Ursula von der Leyen und anderen EU-Offiziellen betrieben. Der Schlachtruf lautet, dass die gesamte russische Regierung sowie Pr&auml;sident Wladimir Putin und viele andere Personen f&uuml;r Kriegsverbrechen belangt werden sollen.<br>\nDie Ironie der Geschichte ist, dass die Haager Gerichtsbarkeit von russischen Juristen vor rund 124 Jahren auf Initiative des letzten Zaren begann, aber sie nun gegen russische Politiker eingesetzt werden soll. Weder werden Briten, US-B&uuml;rger oder andere f&uuml;r all jene Verbrechen belangt, die zum Beispiel Julian Assange in Afghanistan und im Irak aufdeckte, noch wird ein Sachverhalt zur gesamten Situation erarbeitet. Assange wurde f&uuml;r seine Aufdeckungen in London verhaftet und sitzt seit Jahren als politischer H&auml;ftling ein.<br>\nSo ehrenwert die Idee dieser internationalen Strafgerichtsbarkeit und der individuellen Verantwortung von T&auml;tern, ob Kommandeuren, Journalisten &ndash; so im Falle von Ruanda &ndash; und letztlich Politikern auch mir stets erschien. Die Umsetzung ist indes auf allen Linien gescheitert. Das Recht sollte stets das Mittel sein, um Emotion und im internationalen Bereich das Politische aus dem Fall herauszuholen. Der Gerichtshof erscheint aber politisierter denn je. Vor 120 Jahren gelang es Juristen noch die Welt zu verbinden. In unserer Zeit haben Parolen die Normen ersetzt. Es zerbricht sehr vieles, das es wieder aufzubauen gilt.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/test.rtde.tech\/europa\/165284-haager-abkommen-russische-idee\/\">Karin Kneissl auf RT DE<\/a>\n<p>dazu auch: <strong>Die EU hat f&uuml;r den Haftbefehl gegen Putin bezahlt<\/strong><br>\nDie EU finanziert die Ermittlungen des Internationalen Strafgerichtshofes gegen Russland. Daher sind die Ergebnisse nicht &uuml;berraschend. (&hellip;)<br>\nAm 8. Juni 2022 hat die EU in einer Presseerkl&auml;rung mitgeteilt, die &bdquo;Ermittlungen&ldquo; des Internationalen Strafgerichtshofes zu Kriegsverbrechen in der Ukraine finanziell mit mehreren Millionen Euro zu unterst&uuml;tzen. Die Entscheidung dar&uuml;ber ist schon fr&uuml;her gefallen und in der Presseerkl&auml;rung klang das so:<br>\n&bdquo;Bereits am 25. April (2022) haben Eurojust und der IStGH vereinbart, ihre Kr&auml;fte zu b&uuml;ndeln und den Gerichtshof an der gemeinsamen Ermittlungsgruppe der EU zu beteiligen. Informationen &uuml;ber m&ouml;gliche Kriegsverbrechen und Verbrechen gegen die Menschlichkeit werden derzeit gesammelt, um in Zukunft Ermittlungen und Gerichtsurteile zu erm&ouml;glichen und Verantwortliche f&uuml;r Kriegsverbrechen zur Rechenschaft zu ziehen.&ldquo;<br>\nMan k&ouml;nnte meinen, dass das begr&uuml;&szlig;enswert w&auml;re, jedoch sind die Ermittlungen einseitig. Gegen die Ukraine wird nicht ermittelt. Die Kriegsverbrechen, die von ukrainischer Seite unbestritten begangen werden, untersucht der Internationale Strafgerichtshof ausdr&uuml;cklich nicht.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.anti-spiegel.ru\/2023\/die-eu-hat-fuer-den-haftbefehl-gegen-putin-bezahlt\/\">Anti-Spiegel<\/a><\/p>\n<p>und: <strong>Diener des Westens<\/strong><br>\nNach Haftbefehl gegen Putin: &Uuml;ber das Verh&auml;ltnis von USA und Internationalem Strafgerichtshof.<br>\nRusslands Ermittlungsbeh&ouml;rde hat am Montag ein Verfahren gegen den Chefankl&auml;ger des Internationalen Strafgerichtshofs (ICC), den Briten Karim Khan, und gegen drei Richter des im niederl&auml;ndischen Den Haag ans&auml;ssigen ICC er&ouml;ffnet. Die Vorw&uuml;rfe st&uuml;tzen sich auf russisches Recht. Khan und den Richtern wird vorgeworfen, sie h&auml;tten eine unschuldige Person eines Verbrechens bezichtigt und seien an der Vorbereitung eines &raquo;Angriffs auf den Repr&auml;sentanten eines fremden Staates, der internationalen Schutz genie&szlig;t&laquo;, beteiligt, &raquo;um die internationalen Beziehungen zu verkomplizieren&laquo;. Das russische Strafverfahren ist leicht als Gegenschlag gegen den Haftbefehl zu erkennen, den der ICC am vorigen Freitag gegen Russlands Staatschef Wladimir Putin und gegen die Beauftragte f&uuml;r Kinderrechte im B&uuml;ro des Pr&auml;sidenten, Maria Aleksejewna Lwowa-Belowa, erlassen hatte. Das Gericht wirft den beiden vor, sie seien pers&ouml;nlich f&uuml;r die &raquo;widerrechtliche Deportation&laquo; von Kindern &raquo;aus besetzten Gebieten der Ukraine&laquo; in die Russische F&ouml;deration verantwortlich. Gemeint sind offenbar Kinder russischer Eltern, die zum Schutz vor dem Kriegsgeschehen evakuiert wurden. Wer im Internet nach dem Wortlaut des Haftbefehls sucht, wird scheitern: Das Dokument ist ausdr&uuml;cklich als geheim deklariert, sein Inhalt ist nur durch eine Pressemitteilung des ICC vom 17. M&auml;rz bekannt. Dort wird die Geheimhaltung mit dem Schutz von Opfern und Zeugen, aber auch mit &raquo;Absicherung der Ermittlungen&laquo; begr&uuml;ndet. Chefankl&auml;ger Khan, der den Haftbefehl am 22. Februar beantragt hatte, trat am Montag bei einem Treffen westlicher und prowestlicher Justizminister in London auf, dessen erkl&auml;rter Zweck darin bestand, &uuml;ber die &raquo;Steigerung der Unterst&uuml;tzung&laquo; f&uuml;r den ICC zu beraten. Richtiger sollte man von dessen einseitiger Instrumentalisierung, aktuell haupts&auml;chlich gegen Russland, sprechen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.jungewelt.de\/artikel\/447383.washington-und-der-icc-diener-des-westens.html\">junge Welt<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>Die Minsker T&auml;uschung und der geplante Krieg im Donbas<\/strong><br>\nEs gibt eine historisch m&ouml;gliche Welt, in der das Minsker Abkommen nie h&auml;tte geschlossen werden m&uuml;ssen.<br>\nIm Jahr 2014 wurde der demokratisch gew&auml;hlte ukrainische Pr&auml;sident Viktor Janukowitsch mit seiner &ouml;stlichen Basis durch einen von den USA unterst&uuml;tzten Putsch abgesetzt und durch einen westlich orientierten Pr&auml;sidenten ersetzt, der von den USA handverlesen wurde. Die stellvertretende Au&szlig;enministerin f&uuml;r europ&auml;ische und eurasische Angelegenheiten, Victoria Nuland, ist in einem abgeh&ouml;rten Telefonat zu h&ouml;ren, in dem sie Arsenij Jazenjuk als Amerikas Kandidaten f&uuml;r die Nachfolge Janukowitschs ausw&auml;hlt.<br>\nDie neue Regierung lehnte die vom Donbas geforderte multikulturelle Ukraine ab. Sie forderte eine nationalistische, monistische Vision der Ukraine. Die ethnischen Russen im Donbass w&uuml;rden unter Angriffen auf ihre Sprache, ihre Kultur, ihre Rechte, ihr Eigentum und ihr Leben leiden.<br>\nDer Donbass lehnte sich gegen die Putschregierung auf und stimmte im Mai 2014 in einem Referendum f&uuml;r eine gewisse Form der Autonomie. Der B&uuml;rgerkrieg in der Ukraine hatte begonnen.<br>\nDie beste verf&uuml;gbare L&ouml;sung f&uuml;r die Gewalt im Donbass waren die Minsker Vereinbarungen. Die Minsker Vereinbarungen wurden von Frankreich und Deutschland vermittelt, von der Ukraine und Russland gebilligt und von den USA und den Vereinten Nationen in den Jahren 2014 und 2015 akzeptiert. Sie boten der Ukraine die M&ouml;glichkeit, den Donbass zu behalten, und dem Donbass die Chance auf Frieden und die von ihm gew&uuml;nschte Staatsf&uuml;hrung, indem der Donbass friedlich an die Ukraine zur&uuml;ckgegeben und ihm volle Autonomie gew&auml;hrt wurde.<br>\nAber es gab schon vor den Minsker Vereinbarungen eine m&ouml;gliche L&ouml;sung.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/antikrieg.com\/aktuell\/2023_03_20_dieminsker.htm\">Antikrieg<\/a>\n<p>dazu auch: <strong>Wann endlich nimmt auch &laquo;Bern&raquo; die Geschichte der Ukraine in den Jahren 2013 und 2014 zur Kenntnis?<\/strong><br>\nEs ist einfach unfassbar. Da reden hochgestellte Schweizer Legislativ- und Exekutiv-Politiker noch immer davon, dass die Ukraine &laquo;europ&auml;ische Werte&raquo; verteidige, die es &ndash; wer die Ukraine kennt, weiss es &ndash; in der Ukraine selbst nie gegeben hat. Und jetzt sagt ein Schweizer Regierungsmitglied, der Krieg habe mit der russischen Annexion der Krim durch Russland begonnen. Von den paar Monaten davor, dem von den USA mitfinanzierten und mitorganisierten Putsch auf dem Kiewer Maidan, hat er offensichtlich noch nie etwas geh&ouml;rt. Wann nimmt sich die Schweizer Regierung endlich eine Stunde Zeit, sich &uuml;ber den sogenannten Euromaidan zu informieren und zur Kenntnis zu nehmen, wer dort gegen wen geputscht hat und wer diesen Putsch mit sehr viel Geld und sogar pers&ouml;nlicher Pr&auml;senz ranghoher US-Politiker auf dem Maidan direkt mitverantwortet?<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/globalbridge.ch\/wann-endlich-nimmt-auch-bern-die-geschichte-der-ukraine-in-den-jahren-2013-und-2014-zur-kenntnis\/\">Globalbridge<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>Warum es gef&auml;hrlich ist, ukrainische Kriegsopfer herunterzuspielen<\/strong><br>\nIm Westen ist fast nichts &uuml;ber die ukrainischen Opfer zu h&ouml;ren. Das hat fatale Effekte. Unterst&uuml;tzen die US-Amerikaner die brutale Zerm&uuml;rbung, weil die Berichterstattung verzerrt ist?<br>\n&ldquo;Die Ukraine wird gewinnen.&rdquo; Eine Abwandlung dieses Satzes ist zum inoffiziellen Mantra der US-Politik gegen&uuml;ber dem Ukraine-Krieg geworden, das in zahllosen Kolumnen, Interviews und Reden ge&auml;u&szlig;ert wird. In ihnen wird zugleich ein unbefristetes Engagement der USA f&uuml;r die ukrainischen Kriegsanstrengungen versprochen und den politischen Entscheidungstr&auml;gern vorgeworfen wird, dass sie keine gr&ouml;&szlig;eren Mengen und noch mehr Eskalation erzeugende Waffentypen bereitstellen.<br>\nDer damalige britische Premierminister Boris Johnson hat sich Berichten zufolge zu Beginn des Krieges gegen Friedensgespr&auml;che auch auf der Grundlage ausgesprochen, dass die Ukraine mit ausreichender Unterst&uuml;tzung Russland milit&auml;risch besiegen k&ouml;nne, weil das Land schw&auml;cher erschien, als viele zuvor dachten.<br>\nDiese Haltung wurde durch die unbest&auml;tigten Informationen, die an die &Ouml;ffentlichkeit gelangten, &uuml;ber die erheblichen Sch&auml;den, die dem russischen Milit&auml;r zugef&uuml;gt wurden, noch verst&auml;rkt.<br>\nAbgesehen von dem verheerenden Verlust an Ausr&uuml;stung &ndash; nach einer Sch&auml;tzung die H&auml;lfte der einsatzf&auml;higen Panzer und bis zu acht Prozent der aktiven taktischen Kampfflugzeuge &ndash; scheint sich der Konsens unter westlichen Stellen hinsichtlich der Zahl der russischen Opfer auf schwindelerregende 200.000 zu belaufen. Das w&auml;ren f&uuml;r Russland mehr Tote als in allen seinen anderen Konflikten nach dem Zweiten Weltkrieg zusammengenommen.<br>\nDoch die zentrale Behauptung eines fast sicheren ukrainischen Milit&auml;rsiegs &uuml;ber dezimierte russische Streitkr&auml;fte wird in Ermangelung eines wichtigen Ma&szlig;stabs f&uuml;r die milit&auml;rische Lage aufgestellt: nachpr&uuml;fbare Verluste auf dem Schlachtfeld.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.telepolis.de\/features\/Warum-es-gefaehrlich-ist-ukrainische-Kriegsopfer-herunterzuspielen-7559424.html\">Telepolis<\/a>\n<p>dazu auch: <strong>US-General: &ldquo;Beseitigung eines Gegners ohne Einsatz eigener Truppen ist Gipfel der Professionalit&auml;t&rdquo;<\/strong><br>\nUS-Generalleutnant a.D. Keith Kellogg, ehemaliger Berater von Vizepr&auml;sident Mike Pence, r&auml;umte vor dem Streitkr&auml;fteausschuss des Senats offen ein, dass die Ukraine nur benutzt werde, um Russland ohne Verluste f&uuml;r die USA zu besiegen. Dieses Vorgehen sei der &ldquo;Gipfel der Professionalit&auml;t&rdquo;, denn: &ldquo;So k&ouml;nnen wir uns auf das konzentrieren, was wir gegen unseren Hauptgegner tun sollten, der im Moment China ist.&rdquo;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/test.rtde.tech\/kurzclips\/video\/165816-us-general-beseitigung-gegners-ohne\/\">RT DE<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung unserer Leserin J.L.:<\/strong> Hier wird deutlich, wie die Ukraine ausschlie&szlig;lich f&uuml;r eigene Interessen benutzt (missbraucht) wird, und dass Deutschland tief in den Krieg hineingezogen werden soll, also ebenfalls benutzt (missbraucht) f&uuml;r amerikanisch geopolitische Interessen. Dabei schwingt man das Damoklesschwert wie eine Drohung &uuml;ber Deutschland mit der m&ouml;glichen Aussicht eines dritten europ&auml;ischen Krieges. Das nennt man &bdquo;echte&ldquo; Freundschaft.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>Hersh: Scholz hilft den USA bei der Vertuschung der Anschl&auml;ge auf Nord Stream<\/strong><br>\nDer deutsche Bundeskanzler Olaf Scholz war laut dem US-Journalisten Seymour Hersh seit Monaten an den Versuchen Washingtons beteiligt, die US-Urheberschaft bei der Sprengung der beiden Nord Stream-Pipelines zu vertuschen. Ihm zufolge bleibt jedoch die Frage offen, ob Scholz bereits w&auml;hrend der Planungsphase von der Sabotage wusste. Dennoch sei er irgendwie in die Versuche der USA verwickelt, Informationen zur&uuml;ckzuhalten, betonte der Journalist.<br>\n&ldquo;An dieser Stelle sei angemerkt, dass Bundeskanzler Scholz seit letztem Herbst eindeutig in die Unterst&uuml;tzung der Regierung Biden bei der Vertuschung ihrer Operation in der Ostsee verwickelt ist&rdquo;, schreibt Hersh in seinem Blog auf der Plattform Substack.<br>\nHersh erinnerte daran, dass der deutsche Bundeskanzler Anfang M&auml;rz die Vereinigten Staaten besuchte. Seine Reise umfasste nur zwei &ouml;ffentliche Veranstaltungen, wobei weder Scholz noch US-Pr&auml;sident Joe Biden Pressekonferenzen abhielten, bei denen Journalisten Fragen stellten.<br>\nWie der Journalist feststellte, wurde jedoch sp&auml;ter bekannt, dass die beiden Staats- und Regierungschefs ein 80-min&uuml;tiges Treffen hatten, an dem gr&ouml;&szlig;tenteils nicht einmal ihre Berater teilnahmen. Am Ende des Gespr&auml;chs gab es keine offizielle Erkl&auml;rung, aber laut einer Quelle mit Zugang zu diplomatischen Geheimunterlagen ging es darum, &ldquo;das Thema Gaspipelines offenzulegen&rdquo;.<br>\nHersh gab an, dass nach dem Treffen der beiden Staatsm&auml;nner die CIA-Mitarbeiter angewiesen wurden, zusammen mit einem deutschen Geheimdienst ein Ablenkungsman&ouml;ver vorzubereiten. Dieses bestand darin, der US-amerikanischen und deutschen Presse eine alternative Version des Notfalls an der Nord Stream zu liefern. Der Journalist wies darauf hin, dass Biden eine t&ouml;richte Entscheidung &uuml;ber Sabotage getroffen habe und nun gezwungen sei, dar&uuml;ber zu l&uuml;gen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/test.rtde.tech\/international\/165989-hersch-scholz-hilft-usa-seit-herbst-bei-vertuschung-anschlag-auf-nord-streams\/\">RT DE<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Christian Reimann:<\/strong> Den englischen Text von Seymour Hersh k&ouml;nnen Sie <a href=\"https:\/\/seymourhersh.substack.com\/p\/the-cover-up\">hier nachlesen<\/a>.<\/em><\/p>\n<p>dazu: <strong>Seymour Hersh zu Nord Stream: Olaf Scholz ist an Komplott beteiligt<\/strong><br>\nDer US-Journalist argumentiert gegen k&uuml;rzlich erschienene Berichte von Zeit und New York Times, die seine Thesen nicht unterst&uuml;tzen. Er verweist erneut auf anonyme Geheimdienst-Quellen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.berliner-zeitung.de\/wirtschaft-verantwortung\/pipeline-sabotage-nord-stream-enthuellungen-us-journalist-seymour-hersh-wehrt-sich-gegen-kritiker-und-verweist-auf-neue-anonyme-geheimdienst-quellen-li.330443\">Berliner Zeitung<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Wie Russland und China den Westen &uuml;berholen<\/strong><br>\nIm Schatten des Ukraine-Krieges ist eine radikale geopolitische Neuausrichtung im Gange, die den Niedergang der amerikanischen globalen Vormachtstellung beschleunigt. W&auml;hrend sich der Westen konsolidiert, entkoppelt er sich vom Rest der Welt.<br>\nIm vergangenen Jahr haben sich die Nato-L&auml;nder unter F&uuml;hrung der USA bem&uuml;ht, den Rest der Welt zu milit&auml;rischer Hilfe f&uuml;r die Ukraine und zu Sanktionen gegen Russland zu bewegen. Russland, so die Hoffnung, sollte isoliert werden. Beides ist im Gro&szlig;en und Ganzen nicht gelungen. Westliche Vertreter m&ouml;gen darauf hinweisen, dass 141 von 193 L&auml;ndern eine k&uuml;rzlich verabschiedete UN-Resolution unterst&uuml;tzten, in der Russland zum R&uuml;ckzug aus der Ukraine aufgefordert wird. Zu den 32 L&auml;ndern, die sich der Stimme enthielten, geh&ouml;rten jedoch Riesen wie China, Indien, Pakistan und S&uuml;dafrika &ndash; die allein rund 40 % der Weltbev&ouml;lkerung ausmachen.<br>\nTrotz der Versuche des Westens, den Konflikt zu &ldquo;globalisieren&rdquo;, haben nur 33 L&auml;nder &ndash; die etwas mehr als ein Achtel der Weltbev&ouml;lkerung repr&auml;sentieren &ndash; Sanktionen gegen Russland verh&auml;ngt und Milit&auml;rhilfe an die Ukraine geschickt: das Vereinigte K&ouml;nigreich, die USA, Kanada, Australien, S&uuml;dkorea, Japan und die EU. Mit anderen Worten, die L&auml;nder, die direkt unter dem Einflussbereich der USA stehen, was meist eine bedeutende US-Milit&auml;rpr&auml;senz miteinschlie&szlig;t.<br>\nDie &uuml;brigen L&auml;nder, die fast 90 % der Weltbev&ouml;lkerung ausmachen, haben sich geweigert, diesem Beispiel zu folgen. Wenn &uuml;berhaupt, dann hat der Krieg die Beziehungen Russlands zu einer Reihe wichtiger nicht-westlicher L&auml;nder gest&auml;rkt, darunter China und Indien, und die Entstehung einer neuen internationalen Ordnung beschleunigt, in der nicht Russland, sondern der Westen zunehmend isoliert dasteht.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/makroskop.eu\/11-2023\/wie-russland-und-china-den-westen-uberholen\/\">Makroskop<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Credit Suisse: Die Schweiz zahlt einen hohen Preis<\/strong><br>\nEine Finanzkrise inklusive Bankensturm hat die Schweiz mit der Fusion von UBS und Credit Suisse vorerst abgewendet. Doch das Land steht eine Woche danach vor einem Scherbenhaufen.<br>\nKnapp f&uuml;nf Tage nach der Zwangsfusion der beiden Schweizer Gro&szlig;banken UBS und Credit Suisse steht eines fest: Die hastige Einigung wird ein politisches Nachspiel haben. Das Parlament, das kaum Mitspracherecht hatte bei der spektakul&auml;ren Rettungsaktion, hat f&uuml;r Mitte April eine au&szlig;erordentliche Sitzung zus&auml;tzlich zu den &uuml;blichen vier Terminen im Jahr. Denn der Unmut ist gro&szlig; &ndash; nicht zuletzt, weil die Schweizer Regierung, der Bundesrat, an mehreren Stellen Notrecht angewandt hat, um die &Uuml;bernahme der Credit Suisse durchzuboxen.<br>\nEin solcher Eingriff in die &ndash; in der Schweiz sehr ausgepr&auml;gten &ndash; politischen Mitwirkungsrechte fand das letzte Mal w&auml;hrend der ersten Corona-Welle 2020 statt. Damals wusste tats&auml;chlich niemand, was da drohte. Im Fall der Credit Suisse muss man jedoch sagen: H&auml;tten Politik und Aufsicht fr&uuml;her genauer hingesehen, w&auml;re eine solche Hauruck-Rettung der zweitgr&ouml;&szlig;ten Bank des Landes wohl nicht n&ouml;tig gewesen.<br>\nMit das gr&ouml;&szlig;te Problem, das die Schweiz gerade verdauen muss: Ihr Regelwerk, das sie sich nach der UBS-Rettung 2008 gab, um zu verhindern, dass nochmal eine Gro&szlig;bank mit Steuergeldern gerettet werden muss, kam im Fall der Credit Suisse gar nicht zur Anwendung. Eigentlich sieht die Too-big-to-fail-Gesetzgebung n&auml;mlich vor, dass sich eine in die Krise geratene Bank wie die Credit Suisse im Ernstfall aufspalten muss. Damit kann der systemrelevante Teil &ndash; das Einlagengesch&auml;ft, das Schweizer Kreditgesch&auml;ft und der Zahlungsverkehr &ndash; weiterlaufen; die &uuml;brigen Bereiche werden abgewickelt.<br>\nDoch statt dieses Szenario zu aktivieren, entschied sich die Schweiz f&uuml;r eine &Uuml;bernahme der Credit Suisse durch ihre Konkurrentin, abgesichert durch staatliche Garantien in H&ouml;he von 209 Milliarden Franken. Finanzministerin Karin Keller-Sutter begr&uuml;ndete das am Sonntag mit dem Zustand der Bank: Der Schweizer Notfallplan sei f&uuml;r Banken gedacht, die ihre Verpflichtungen nicht mehr erf&uuml;llen k&ouml;nnen. &ldquo;Hier hatten wir aber ein Liquidit&auml;ts&shy;problem&rdquo;, so Keller-Sutter. Nur: Angesichts des massiven Vertrauensverlusts h&auml;tte die Credit Suisse &uuml;ber kurz oder lang auch ein Solvenzproblem bekommen. Warum also ging man hier nicht nach dem politisch vorgesehenen Drehbuch vor, sondern ersann einen rechtlich wackeligen Rettungsplan, der der Schweiz nun eine Megabank beschert, von der noch gr&ouml;&szlig;ere Risiken ausgehen als von den beiden Gro&szlig;banken zuvor?<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.sueddeutsche.de\/wirtschaft\/credit-suisse-ubs-schweiz-finanzen-banken-1.5774367\">S&uuml;ddeutsche<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>Die &bdquo;Inflation&ldquo; ist bald zu Ende &ndash; wann reagiert die EZB?<\/strong><br>\nEine einfache Zahlenreihe, die gestern vom Statistischen Bundesamt zur Verf&uuml;gung gestellt wurde, bringt es an den Tag: Das, was man in den letzten Monaten in der &Ouml;ffentlichkeit &bdquo;Inflation&ldquo; genannt hat, gibt es nach allem, was wir wissen, h&ouml;chstens noch wenige Monate.<br>\nBei allem Streit um die &bdquo;Inflation&ldquo; ist man sich doch einig, dass es dabei um ein Ph&auml;nomen geht, bei dem die Preise immer z&uuml;gig weiter steigen und folglich die Inflationsrate, also die Zuwachsrate der Preise gegen&uuml;ber einer Vorperiode, so hoch ist, dass offizielle Ziele wie die zwei Prozent der EZB &uuml;berschritten werden.<br>\nNicht klar ist, was genau mit der Vorperiode gemeint ist. Man kann bei der &bdquo;Vorperiode&ldquo; vom vorhergehenden Monat ausgehen oder vom gleichen Monat vor einem Jahr. &Uuml;blicherweise wird in der Berichterstattung &uuml;ber die Preisentwicklung auf den Vergleich zur Vorjahresperiode abgestellt, auf die sogenannten Vorjahresraten.<br>\nIn der Tabelle des Statistischen Bundesamtes zur Entwicklung der Erzeugerpreise werden beide M&ouml;glichkeiten dargestellt &ndash; die Ver&auml;nderungsrate gegen&uuml;ber dem Vormonat (die sogenannte Verlaufsrate in der mittleren Spalte) und die gegen&uuml;ber dem Vorjahresmonat (in der Spalte ganz rechts). Die Spalte links zeigt das absolute Niveau der Erzeugerpreise als Index, so wie es vom Amt gemessen wird. Die mit &bdquo;p&ldquo; gekennzeichneten Werte gelten als vorl&auml;ufig, weil das Amt nach seinen ersten Berechnungen noch weitere Informationen erh&auml;lt und sp&auml;ter in die Statistik miteinbezieht.<br>\nDer bisherige H&ouml;hepunkt des Preisniveaus auf der Erzeugerstufe wurde im vergangenen September erreicht. Seitdem sinkt es &ndash; die Verlaufsraten sind seit Oktober 2022 negativ. Am aktuellen Rand (Februar 2023) gab es noch einen leichten R&uuml;ckgang um 0,3 Prozent.<br>\nDer Vergleich mit dem Vorjahr (dritte Spalte) bringt die Beruhigung ebenfalls zum Ausdruck: Die gemessenen Raten sind zwar noch sehr hoch (zuletzt 15,8 Prozent), aber sie betragen nur ein Drittel der Werte aus dem Sp&auml;tsommer 2022. Die Beruhigung der Entwicklung bei den Erzeugerpreisen wird sich in wenigen Monaten in einem starken Abfall der Vorjahresraten niederschlagen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.relevante-oekonomik.com\/2023\/03\/21\/die-inflation-ist-bald-zu-ende-wann-reagiert-die-ezb\/\">Heiner Flassbeck und Friederike Spiecker auf Relevante &Ouml;konomik<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>Personalmangel und Burnout: Soziale Berufe an der Belastungsgrenze<\/strong><br>\nSoziale Berufe sto&szlig;en an ihre Grenzen. Die Belastungen f&uuml;r Besch&auml;ftigte sind zudem laut einer Umfrage w&auml;hrend Corona erheblich angestiegen.<br>\nDie Belastungen f&uuml;r Besch&auml;ftigte in sozialen Berufen sind laut einer Umfrage nach der Corona-Pandemie erheblich angestiegen. Zu diesem Ergebnis kommt eine am Dienstag in Berlin vorgestellte Analyse der Hochschule Fulda und der Dienstleistungsgewerkschaft ver.di. So seien mehr als 60 Prozent der Befragten h&auml;ufig oder sehr h&auml;ufig an der Grenze der Belastbarkeit.<br>\nEin hohes Burnout-Risiko gebe es insbesondere bei Besch&auml;ftigten in der Jugend- sowie in der Behindertenhilfe, aber auch in Kitas und den Jugend&auml;mtern. F&uuml;r die Studie &ldquo;Professionelle Krise nach Corona? Steuerungsbedarf in der Sozialen Arbeit nach der Pandemie&rdquo; wurden den Angaben zufolge im November vergangenen Jahres 8.210 Besch&auml;ftigte online befragt.<br>\nSch&auml;tzungen zufolge gibt es rund 1,5 Millionen Besch&auml;ftigte in der sozialen Arbeit. Die Bundesfachgruppenleiterin Erziehung, Bildung und Soziale Arbeit bei ver.di, Elke Alsago, sagte, die Besch&auml;ftigten in vielen sozialen Berufen, vor allem im &ouml;ffentlichen Dienst, seien am Limit.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.zdf.de\/nachrichten\/panorama\/personalmangel-soziale-berufe-belastungsgrenze-kitas-100.html\">ZDF<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>Nordirische DUP lehnt neuen Brexit-Deal ab<\/strong><br>\nDas Abkommen soll die Einschnitte, die der Brexit f&uuml;r Menschen in Nordirland mit sich gebracht hat, abfedern. Auch ohne die Zustimmung der Unionisten k&ouml;nnte Premier Sunak das Vorhaben durchs Parlament bringen.<br>\nDie zwischen Gro&szlig;britannien und der EU erreichte Einigung auf neue Brexit-Regeln f&uuml;r Nordirland findet in der britischen Provinz keine breite Zustimmung. Die wichtigste Unionisten-Partei DUP (Democratic Unionist Party), die auch im Londoner Unterhaus vertreten ist, k&uuml;ndigte an, gegen das sogenannte Windsor-Abkommen zu stimmen. Premierminister Rishi Sunak will die Vereinbarung am Mittwoch zur Wahl stellen.<br>\nSunak k&ouml;nnte die neue Einigung auch ohne die DUP durchs Parlament bringen. Allerdings verfehlt das Abkommen dann ein wichtiges Ziel: Die Anh&auml;nger der Union mit Gro&szlig;britannien blockieren aus Protest gegen die bisherigen Regelungen seit Monaten eine Regierungsbildung in Nordirland. Da die DUP mit dem Deal nicht zufrieden ist, wird sie das wohl auch weiterhin tun.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.sueddeutsche.de\/politik\/brexit-deal-dup-nordirland-1.5772285\">S&uuml;ddeutsche<\/a><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Am Wochenende pr&auml;sentieren wir Ihnen einen &Uuml;berblick &uuml;ber die lesenswertesten Beitr&auml;ge, die wir im Laufe der vergangenen Woche in unseren Hinweisen des Tages f&uuml;r Sie gesammelt haben. Nehmen Sie sich ruhig auch die Zeit, unsere werkt&auml;gliche Auswahl der Hinweise des Tages anzuschauen. 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