{"id":95519,"date":"2023-03-27T08:45:26","date_gmt":"2023-03-27T06:45:26","guid":{"rendered":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=95519"},"modified":"2023-03-27T08:45:26","modified_gmt":"2023-03-27T06:45:26","slug":"hinweise-des-tages-4325","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=95519","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (CR\/AT)<br>\n<!--more--><br>\nWir weisen darauf hin, dass die jeweiligen Anbieter f&uuml;r die Barrierefreiheit ihrer Angebote selbst verantwortlich sind und es durchaus sein kann, dass der Zugang von zun&auml;chst freien Inhalten nach einer Zeit beschr&auml;nkt wird.<\/p><p>Hier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=95519#h01\">Offene T&uuml;r m&ouml;glich<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=95519#h02\">Brief an ehemalige Freunde<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=95519#h03\">Das Recht der (vermeintlichen) Sieger<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=95519#h04\">Was Uranmunition in der Ukraine anrichten w&uuml;rde<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=95519#h05\">GE macht weiter Wartungsgesch&auml;ft in Russland &ndash; nun auch f&uuml;r Siemens-Turbinen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=95519#h06\">BASF-Tochter Wintershall von Russland &ldquo;faktisch enteignet&rdquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=95519#h07\">Lancet-Studie: Fracking kann t&ouml;dlich sein<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=95519#h08\">Bankenrettung: Droht eine neue Finanzkrise?<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=95519#h09\">Bericht: Reiche leben zigmal so klimasch&auml;dlich wie Normalb&uuml;rger<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=95519#h10\">Warum der Klima-Volksentscheid in Berlin moralische Erpressung ist<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=95519#h11\">Scholz rechnet &uuml;ber mehrere Jahre mit Lehrermangel<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=95519#h12\">Rentenreform in Frankreich: Europarat kritisiert Gewalt bei Protesten in Frankreich<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=95519#h13\">Panik macht sich breit: US-Luftangriff in Syrien<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=95519#h14\">Medienleute, die den Irakkrieg willf&auml;hrig herbeischrieben<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=95519#h15\">100.000 Euro von der DVAG: Omin&ouml;se Spenden&uuml;bergabe an CDU-Chef Friedrich Merz<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=95519#h16\">Linke soll laut Kipping Position zur Nato &uuml;berdenken<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Verantwortlich f&uuml;r die Richtigkeit der zitierten Texte sind die jeweiligen Quellen und nicht die NachDenkSeiten. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>Offene T&uuml;r m&ouml;glich<\/strong><br>\nK&uuml;ndigt sich da eine Wende an? Ganz nebenbei, mitten in einer langweiligen Sitzung eines US-Kongressausschusses, lie&szlig; Antony Blinken ein paar S&auml;tze fallen, die wohl jedem anderen den Vorwurf eingetragen h&auml;tten, zumindest Def&auml;tist, eher aber Kreml-Propagandist zu sein. Die Ukraine, erkl&auml;rte der US-Au&szlig;enminister, werde sich vermutlich auf neue Grenzen einlassen m&uuml;ssen; alle Gebiete zur&uuml;ckzuerobern, die Russland heute kontrolliere &ndash; das werde ihr kaum gelingen. Blinkens Realismus bietet Anlass zur Hoffnung, auch im Westen k&ouml;nne sich in nicht allzu ferner Zukunft vielleicht eine T&uuml;r f&uuml;r Verhandlungen &uuml;ber die Beendigung des Ukraine-Kriegs &ouml;ffnen. Das ist eine gute Nachricht f&uuml;r alle, die ein Ende des furchtbaren Abschlachtens herbeisehnen; eine unangenehme Botschaft f&uuml;r all die Baerbocks und Strack-Zimmermanns der Republik, die nun nicht mehr jedes Pl&auml;doyer f&uuml;r einen Waffenstillstand mit dem belehrenden Kommentar abtun k&ouml;nnen, erst m&uuml;ssten die russischen Truppen komplett aus der Ukraine abgezogen sein.<br>\nGanz aus heiterem Himmel kommt Blinkens Vorsto&szlig; nicht. Das Grummeln dar&uuml;ber, dass die Biden-Regierung zweistellige Milliardensummen in die Ukraine pumpt, w&auml;hrend sie zu Hause Sozialprogramme k&uuml;rzt, ist in den Vereinigten Staaten seit geraumer Zeit vernehmbar und wird so langsam lauter. Das allein w&auml;re f&uuml;r Washington wohl noch kein Problem, r&uuml;ckte da nicht der Pr&auml;sidentschaftswahlkampf n&auml;her. US-Pr&auml;sident Joseph Biden hat, so wird es berichtet, seinem ukrainischen Amtskollegen Wolodimir Selenskij schon bei seinem Besuch in Kiew mitgeteilt, dass die US-Gelder nicht mehr endlos flie&szlig;en werden.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.jungewelt.de\/artikel\/447535.offene-t%C3%BCr-m%C3%B6glich.html\">junge Welt<\/a>\n<p>dazu: <strong>Vier tabuisierte Wahrheiten &uuml;ber den Ukrainekrieg<\/strong><br>\nAnalyse Wenn man in Talkshows oder Zeitungen die Eskalationsgefahr des Ukrainekrieges anspricht, wird man kaltgestellt. Das liegt auch daran, dass die Meinungsmacher in diesem Land linksliberal sind &ndash; ihnen geht es mehr um Moral als Realismus<br>\nVier unbequeme Wahrheiten kennzeichnen den Krieg in der Ukraine. Sie tun dies im Grunde von Anfang an. Dazu geh&ouml;rt erstens: Wie jeder Krieg in der Geschichte hat auch der Ukrainekrieg eine Vorgeschichte, die nicht erst mit dem russischen &Uuml;berfall auf das Nachbarland vor knapp einem Jahr beginnt, ja nicht einmal erst 2014 mit dem Anschluss der Krim an Russland. Zweitens: Dem Krieg wohnt ein immenses Eskalationspotenzial inne. Und zwar sowohl innerhalb der Ukraine als auch &uuml;ber ihre Grenzen hinaus, weil er sich von einem Invasions- zu einem Stellvertreterkrieg mit internationaler Beteiligung auf beiden Seiten ausgeweitet hat, weil es sich um einen Krieg mit einer Atommacht handelt und weil sich abzeichnet, dass ohne direkte Beteiligung von NATO-Truppen der ukrainischen Seite die Soldaten ausgehen, die die aus den USA und auch aus Europa gelieferten Waffen bedienen k&ouml;nnen. Dass der Krieg seine Urspr&uuml;nge in einem B&uuml;rgerkrieg hat, macht die Sachlage nur umso schwieriger.<br>\nDrittens: Dieser Krieg wird nicht mit einem Siegfrieden enden. Es gibt keinen prim&auml;r milit&auml;rischen Weg zu einem Ende des f&uuml;rchterlichen Blutvergie&szlig;ens, zu einem Ende von Zerst&ouml;rung, Verst&uuml;mmelung, psychischer Zerr&uuml;ttung, sexualisierter Gewalt, Zwangsrekrutierung und Flucht. Dies zeigt sich immer st&auml;rker jetzt, da der Krieg in eine Phase des Stellungs- und Abnutzungskriegs &uuml;bergegangen ist, mit einem Blutzoll von ann&auml;hernd 300.000 Toten insgesamt und bis zu 1.000 Todesopfern auf beiden Seiten jeden Tag. Und viertens: Der Ukrainekrieg wird, so unertr&auml;glich man das findet, nicht ohne territoriale Zugest&auml;ndnisse der ukrainischen Regierung enden.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.Freitag.de\/autoren\/ingar-solty\/vier-tabuisierte-wahrheiten-ueber-den-ukrainekrieg\/9f525234-802c-46a9-a21c-484fd7510696\">Ingar Solty in der Freitag<\/a><\/p>\n<p>dazu auch: <strong>Ischinger fordert Diplomatie: &bdquo;Regierung muss Verhandlungen vorbereiten&ldquo;<\/strong><br>\nWolfgang Ischinger fordert eine diplomatische Initiative aus Berlin, um die Ukraine zu unterst&uuml;tzen. Berlin m&uuml;sse Verhandlungen vorbereiten und russische Forderungen durchdenken.<br>\nDer fr&uuml;here Chef der M&uuml;nchner Sicherheitskonferenz, Wolfgang Ischinger, hat die Bundesregierung aufgefordert, m&ouml;gliche Verhandlungen vorzubereiten und russische Forderungen zu durchdenken. Ischinger sagt im ZDFheute-Interview:<\/p>\n<blockquote><p>\nEs ist die klassische Aufgabe des Ausw&auml;rtigen Amts, f&uuml;r die Bundesregierung m&ouml;gliche Verhandlungen vorzudenken.<br>\nWolfgang Ischinger\n<\/p><\/blockquote>\n<p>Die Bundesregierung m&uuml;sse sich &uuml;berlegen, ob sie auf bestimmte Forderungen Russlands eingehen wolle. Solche Szenarien m&uuml;ssten durchdacht werden. &bdquo;Das ist nicht unsere deutsche Aufgabe allein. Das m&uuml;ssen wir mit den Balten, den Polen, mit anderen Nachbarn und mit der Ukraine durchkakeln.&ldquo; Jetzt sei die Zeit, sich vorzubereiten.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.zdf.de\/nachrichten\/politik\/ischinger-ukraine-russland-diplomatie-verhandlungen-frieden-100.html#xtor=CS5-281\">ZDF<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers H.B.:<\/strong> Der macht so etwas nicht ohne Absprache mit Amerikanern. Ich glaube, dass ist wirklich eine Sensation. Das sagt mir meine Erfahrung an zwei wichtigen Botschaften. Auch bedeutet, was er sagte, harte Kritik wegen Unt&auml;tigkeit von Baerbock.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>Brief an ehemalige Freunde<\/strong><br>\nWir waren uns nahe. Unsere Freundschaft wuchs aus gemeinsamen &Uuml;berzeugungen und Zielen in einem politischen Kampf, f&uuml;r den wir vieles zu wagen und zu opfern bereit waren. Jetzt stehen wir uns pl&ouml;tzlich mit Grimm gegen&uuml;ber, fast wie Feinde. Oder gehen uns aus dem Weg, denn eine Verst&auml;ndigung ist nicht m&ouml;glich. &Uuml;ber eine politische Meinungsverschiedenheit geht es beim Streit &uuml;ber den Krieg in der Ukraine weit hinaus. Unverst&auml;ndnis mischt sich mit Entt&auml;uschung und dem Gef&uuml;hl, Freunde verloren zu haben.<br>\nZwar k&ouml;nnen wir uns noch treffen bei der Verurteilung des Angriffs Russlands, &auml;hnlich empfinden &uuml;ber das gegenseitige T&ouml;ten, das Leiden und die Angst der Menschen in der Ukraine. Wir teilen das Verst&auml;ndnis f&uuml;r den Hass der Angegriffenen und ihren Willen, sich gegen die russische Kriegsmaschinerie zur Wehr zu setzen. Aber dar&uuml;ber hinaus: vermintes Gel&auml;nde.<br>\nIm Kern geht es um meine &Uuml;berzeugung: Der Krieg h&auml;tte vermieden werden k&ouml;nnen &ndash; h&auml;tte der Westen die legitimen Sicherheitsinteressen Russlands nicht gezielt und in voller Absicht missachtet. Das Ziel: &raquo;Overextending and Unbalancing Russia&laquo;, wie die Rand Corporation 2019 der US-Regierung empfahl. W&auml;hrend sogar b&uuml;rgerliche Prominente vor dieser gef&auml;hrlichen Provokation warnten (&raquo;Wieder Krieg in Europa? Nicht in unserem Namen!&laquo; vom 5. Dezember 2014!), habt ihr die Strategie der USA und der Nato gegen&uuml;ber Russland und der Ukraine einfach nicht zur Kenntnis genommen.<br>\nWenn ich euch &uuml;ber die Notwendigkeit von Waffenlieferungen und den Sieg &uuml;ber Putin reden h&ouml;re, bin ich fassungslos: Woher nehmt ihr das Vertrauen zu einem Staat, der erkl&auml;rterma&szlig;en die einzige Weltmacht sein und mit allen Mitteln bleiben will? Zu einem Milit&auml;rb&uuml;ndnis, das nicht Frieden sichert, sondern Kriege schafft? In einer grotesken Umkehrung projiziert ihr jetzt alle L&uuml;gen und Kriege und menschenverachtende Praktiken des Aushungerns, der Ausbeutung, der Destabilisierung, des Regime Change, der Folter und der extralegalen T&ouml;tungen von Bush, Obama, Hillary Clinton, Trump, der Neocons etc. auf Putin: Das ist nicht geschichtsvergessen, verletzt nicht nur jede intellektuelle Redlichkeit &ndash; das ist eine Form der Verleugnung, die nicht rational zu fassen ist.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.ossietzky.net\/artikel\/brief-an-ehemalige-freunde\/\">Georg Rammer in Ossietzky<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>Das Recht der (vermeintlichen) Sieger<\/strong><br>\nDer Haftbefehl des Internationalen Strafgerichtshofs gegen Russlands Pr&auml;sidenten f&uuml;hrt wieder einmal die Doppelstandards vor Augen. Die Verantwortlichen f&uuml;r den Irakkrieg vor zwanzig Jahren werden nicht verfolgt, Putin aber wollen die Mainstream-Medien vor Gericht sehen. Vor allem behindert der Haftbefehl jedoch Friedensbem&uuml;hungen und soll das vermutlich auch. (&hellip;)<br>\nEs ist wieder einmal Zeit f&uuml;r eine unserer Medienrundschauen zum Thema Doppelstandards und Doppelmoral. Das ist in dieser Woche kein Wunder, immerhin j&auml;hren sich drei v&ouml;lkerrechtswidrige Kriege, bei denen die Verantwortlichen nicht strafrechtlich verfolgt werden. So wurden in Jugoslawien viele Menschen get&ouml;tet und die Infrastruktur zerst&ouml;rt, im Irak ein ganzes Land regelrecht in die Steinzeit zur&uuml;ck gebombt und auch Libyen derart angegriffen, dass bis heute dort B&uuml;rgerkrieg herrscht. Clinton, Bush und Obama, um nur einmal die US-Pr&auml;sidenten zu nennen, die diese Kriege gef&uuml;hrt haben, sind nicht in Den Haag angeklagt worden. Gr&uuml;nde h&auml;tte es genug gegeben.<br>\nAber US-Pr&auml;sidenten bekommen eher Friedensnobelpreise, als dass sie f&uuml;r die Verbrechen verfolgt werden, die sie im Amt begehen. Wobei man sich grunds&auml;tzlich die Frage stellen kann, ob das Strafrecht der richtige Weg ist, Konflikte aufzuarbeiten. Denn bei den vergangenen Verfahren, sowohl vor dem Internationalen Strafgerichtshof als auch vor den Sondertribunalen, wurden stets die &bdquo;Verlierer&ldquo; eines Krieges verfolgt. Die Sieger &ndash; und dazu geh&ouml;ren dann quasi per definitionem die US-Pr&auml;sidenten &ndash; bleiben unbehelligt.<br>\nWie es f&uuml;r Wladimir Putin &ndash; ihm wird die Verschleppung von Kindern vorgeworfen &ndash; ausgeht, wissen wir nicht. Aber w&auml;hrend seine US-Kollegen keine Anklage zu f&uuml;rchten haben, hat der Strafgerichtshof gegen Putin einen Haftbefehl erlassen. Das beweist wieder einmal, wie der Westen seine Doppelstandards munter weiter verfolgt. Es ist ein &bdquo;Tribunal der Heuchler&ldquo;, wie der Artikel von Tobias Riegel auf den Nachdenkseiten mit klarer Sto&szlig;richtung &uuml;berschrieben ist (Nachdenkseiten, 20.3.23).<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.hintergrund.de\/allgemein\/rundschau\/das-recht-der-vermeintlichen-sieger\/\">Hintergrund<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>Was Uranmunition in der Ukraine anrichten w&uuml;rde<\/strong><br>\nGro&szlig;britannien will DU-Geschosse an Kiew liefern. Dabei hat diese Waffe schon viel Leid verursacht. Warum das zu wenig bekannt ist und welchen Anteil die WHO daran haben k&ouml;nnte.<br>\nDie britische Staatssekret&auml;rin im Verteidigungsministerium, Annabel Goldie, hat unl&auml;ngst erkl&auml;rt, dass mit den von London angek&uuml;ndigten Challenger-2-Panzern auch Urangeschosse in die Ukraine geliefert werden sollen. Das hat besonders in Russland f&uuml;r Aufregung gesorgt, und das mit Recht.<br>\nDenn Urangeschosse und -bomben sind Waffen aus abgereichertem Uran 238&ndash; englisch: depleted uranium oder kurz auch DU. Abgereichertes Uran ist radioaktiv und hochgiftig. Es hat eine Halbwertszeit von rund 4,5 Milliarden Jahren.<br>\nAbgereichertes Uran ist ein Abfallprodukt der Atomindustrie und entsteht, wenn man Natururan f&uuml;r Brennst&auml;be zur Verwendung in Atomkraftwerken anreichert. Ben&ouml;tigt man Brennst&auml;be im Gewicht von einer Tonne, entstehen etwa sieben bis acht Tonnen abgereichertes Uran als Abfallprodukt. Und weil dieses Nebenprodukt radioaktiv und hochgiftig ist, muss es sicher gelagert und bewacht werden. Das kostet Geld, viel Geld.<br>\nEs gibt davon inzwischen weltweit circa 1,3 Millionen Tonnen und dieser Berg w&auml;chst st&auml;ndig.<br>\nDarum war die Atomindustrie froh, als sich Waffenhersteller f&uuml;r dieses Abfallprodukt interessierten. Denn sie hatten festgestellt: Formt man abgereichertes Uran zu einem Metallstab, durchdringt ein solches Geschoss die Metallplatten eines Panzers wie hei&szlig;es Metall ein St&uuml;ck Butter.<br>\nBeim Durchdringen einer Panzerplatte entsteht an dem Urangeschoss ein Abrieb, der sich bei der gro&szlig;en Reibungshitze von etwa 1.000 Grad explosionsartig entz&uuml;ndet. Die Besatzung des Panzers vergl&uuml;ht und der Panzer wird zerst&ouml;rt.<br>\nAufgrund dieser beiden Eigenschaften &ndash; Stahl wie Butter zu durchdringen sowie sich selbst zu entz&uuml;nden und so wie Sprengstoff zu wirken &ndash; ist das Abfallprodukt der Atomindustrie, das abgereicherte Uran, bei den Milit&auml;rs so beliebt geworden.<br>\nDaher sind diese Geschossen in den Irak-Kriegen 1991 und 2003 tonnenweise eingesetzt worden. Aber auch im Kosovo-Krieg 1999, in Afghanistan, im Libanon, in Somalia, im Libyen-Krieg sowie Syrien 2015 im Kampf gegen die Terrormiliz &ldquo;Islamischer Staat&rdquo;.<br>\nAls ich 2003 f&uuml;r eine WDR-Fernsehdokumentation den Irak, Serbien, Bosnien-Herzegowina und das Kosovo besuchte, geh&ouml;rte zu unserer Ausr&uuml;stung selbstverst&auml;ndlich ein Geigerz&auml;hler, um uns vor den Gefahren dieser Munition zu sch&uuml;tzen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.telepolis.de\/features\/Was-Uranmunition-in-der-Ukraine-anrichten-wuerde-7983471.html?seite=all\">Frieder Wagner in Telepolis<\/a>\n<p>dazu: <strong>&bdquo;Diese Sch&auml;den werden uns noch viele, viele Jahre besch&auml;ftigen&ldquo;<\/strong><br>\nAls die Nato w&auml;hrend des Balkankrieges Gebiete 1994\/5 in Serbien und sp&auml;ter 1999 im Kosovo bombardierte, verwendete sie dabei auch mehr als 10.000 Geschosse mit abgereichertem Uran, sogenannte DU-Munition (depleted uranium). &Auml;hnlich der, die Gro&szlig;britannien der ukrainischen Armee nun im Kampf gegen die russische Armee zur Verf&uuml;gung stellen will. Die Nato zerst&ouml;rte damit wichtige Infrastruktur: Br&uuml;cken, Stra&szlig;en, aber auch Flugh&auml;fen, traf dabei aber auch D&ouml;rfer.<br>\nDer Anwalt Srdan Aleksic aus Ni&scaron; vertritt seit Jahren Krebspatienten aus den damals bombardierten Gebieten. Er will, dass sie als sp&auml;te Opfer von DU-Munition anerkannt werden und verklagt deshalb die Nato. Es ist ihm auch eine pers&ouml;nliche Mission: Aleksic wurde in einem der D&ouml;rfer im S&uuml;den Serbiens geboren, die von diesen Bomben getroffen wurde.<br>\nAls WELT ihn telefonisch erreicht, hat er nur wenig Zeit, sagt er. Er bereitet sich gerade auf ein Treffen in &Ouml;sterreich vor, um dort &uuml;ber seine F&auml;lle zu sprechen. F&uuml;r ihn ist die Aussicht, dass DU-Munition in der Ukraine im Krieg gegen Russland, eingesetzt werden k&ouml;nnte, ein unvorstellbarer Vorgang. (&hellip;)<br>\nWELT: Was geht in Ihnen vor, wenn Sie h&ouml;ren, dass in dem Krieg in der Ukraine solche DU-Munition verwendet werden k&ouml;nnte?<br>\nAleksic: Niemand auf dieser Welt sollte diese Waffen mehr einsetzen d&uuml;rfen. DU-Munition geh&ouml;rt f&uuml;r mich auf einem internationalen Level ge&auml;chtet. F&uuml;r mich ist der Einsatz ein Kriegsverbrechen. Denn diese Munition verseucht alles, was die Menschen zum Leben brauchen. Und man nimmt k&uuml;nftigen Generationen die Lebensgrundlage.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.welt.de\/politik\/ausland\/article244462294\/Uran-abgereicherte-Munition-Diese-Schaeden-werden-uns-noch-viele-viele-Jahre-beschaeftigen.html%20\">Welt Online<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung Christian Reimann:<\/strong> Positiv zu bemerken ist, dass recht ausf&uuml;hrlich &uuml;ber den Einsatz von Munition mit abgereichertem Uran im ehemaligen Jugoslawien und im Irak berichtet wird. &Auml;hnliches droht der Bev&ouml;lkerung und den Soldaten der Ukraine &ndash; sollten tats&auml;chlich solche Geschosse auch dort eingesetzt werden. Das macht deutlich, dass der Westen zeigt, <a href=\"https:\/\/www.anti-spiegel.ru\/2023\/der-westen-zeigt-wofuer-er-wirklich-kaempft\/\">wof&uuml;r er wirklich k&auml;mpft<\/a> &ndash; nicht zugunsten der ukrainischen Bev&ouml;lkerung.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>GE macht weiter Wartungsgesch&auml;ft in Russland &ndash; nun auch f&uuml;r Siemens-Turbinen<\/strong><br>\nDer US-Industrieriese General Electric macht allen Sanktionen zum Trotz weiterhin Gesch&auml;fte in Russland. Bei der Wartung von Kraftwerken profitieren die Amerikaner nun davon, dass der Rivale Siemens Energy vergangenes Jahr s&auml;mtliche Gesch&auml;fte in Russland beendet hat.<br>\nDer M&uuml;nchner Energietechnikkonzern gab auch die Wartung seiner Turbinen bei T Plus auf, einem der gr&ouml;&szlig;ten Energieversorger Russlands. Hier sei GE eingesprungen und habe mit T Plus einen Wartungsvertrag f&uuml;r die Siemens-Turbinen unterzeichnet, hei&szlig;t es in Branchenkreisen. GE hat auch eigene Turbinen in den Kraftwerken des russischen Stromerzeugers installiert und h&auml;lt diese nach wie vor instand.<br>\nEin GE-Sprecher teilte dazu mit: GE habe das Gesch&auml;ft in Russland ausgesetzt, mit der Ausnahme, dass GE weiterhin technische Unterst&uuml;tzung f&uuml;r bereits bestehende Kraftwerke und Stromnetze im Land leiste. GE arbeite eng mit den Beh&ouml;rden zusammen, um die Einhaltung aller Sanktionen, Gesetze und Regulierungen sicherzustellen. Die Europ&auml;ische Union hatte den Kraftwerksservice 2022 nach dem Einmarsch von Russlands Truppen in die Ukraine unter Embargo gestellt.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.wiwo.de\/unternehmen\/industrie\/russland-geschaeft-ge-macht-weiter-wartungsgeschaeft-in-russland-nun-auch-fuer-siemens-turbinen\/29037162.html\">WirtschaftsWoche<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>BASF-Tochter Wintershall von Russland &bdquo;faktisch enteignet&ldquo;<\/strong><br>\nWegen des R&uuml;ckzugs aus Russland hat Wintershall Dea rund f&uuml;nf Milliarden Euro abgeschrieben. Man sei in Russland &bdquo;faktisch enteignet&ldquo; worden. Da sich die BASF-Tochter durch Bundesgarantien abgesichert hat, muss nun wohl der Steuerzahler einen Teil des Verlustes ersetzen. (&hellip;)<br>\nDem Unternehmen kommen nun Garantien der Bundesregierung zupass, die das Bundeswirtschaftsministerium in den Jahren 2006 bis 2016 &uuml;bernommen hat. Die Garantien des Bundes decken nach Informationen des NDR auch eine Reihe politischer Risiken ab, darunter Enteignung, Verstaatlichung, Krieg sowie Zahlungsembargos oder -einstellungen. Da Wintershall Dea bereits im vierten Quartal 2022 5,4 Milliarden Euro auf das Russland-Gesch&auml;ft abgeschrieben hat und der Bund nun voraussichtlich einen Teil davon &uuml;bernehmen muss, kommen auf den Steuerzahler Zahlungen in Milliardenh&ouml;he an Wintershall Dea zu.<br>\nDas f&uuml;r den deutschen Steuerzahler teure Russland-Engagement von Wintershall-Dea geht auf ein Tauschgesch&auml;ft aus dem Jahr 2015 zur&uuml;ck. Damals ging unter anderem der Gasspeicher im nieders&auml;chsischen Rehden, der zu diesem Zeitpunkt BASF und Gazprom gemeinsam geh&ouml;rte, zu 100 Prozent an Gazprom. Im Gegenzug wurde der BASF-Tochter Wintershall die M&ouml;glichkeit einger&auml;umt, gemeinsam mit Gazprom in Sibirien Gas zu f&ouml;rdern. (&hellip;)<br>\nDas Unternehmen war an drei F&ouml;rderprojekten am Erdgasfeld Juschno Russkoje sowie der Achimov-Formation des Urengoi-Felds in Sibirien beteiligt. Der Anteil der russischen Gesch&auml;fte an der gesamten Produktion lag zuletzt bei 50 Prozent.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.manager-magazin.de\/unternehmen\/industrie\/russland-rueckzug-der-basf-tochter-wintershall-dea-wird-fuer-die-steuerzahler-teuer-a-52f0c6d3-7042-47c8-8119-c24a7bcbd3c7\">manager magazin<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Lancet-Studie: Fracking kann t&ouml;dlich sein<\/strong><br>\nDie renommierte medizinische US-Zeitschrift Lancet ver&ouml;ffentlichte in ihrer Ausgabe vom M&auml;rz 2023 die Ergebnisse einer Studie &uuml;ber die Herz-Kreislauf- und Atemwegserkrankungen an Fracking-Standorten. Dazu wurden die Krankenhauseinweisungen aller Menschen &uuml;ber 65 Jahre in zwei US-Bundesstaaten miteinander verglichen: in New York, wo Fracking verboten ist, und in Pennsylvania, das seit dem Jahr 2008 mit einem Fracking-Boom &uuml;berzogen wurde.<br>\nDas Ergebnis: Akute Herzinfarkte, Herzversagen und Erkrankungen der Herzkranzgef&auml;&szlig;e sind in Pennsylvania parallel zum Fracking-Boom angestiegen, haben sich bis 2015 verdreifacht. Auch an verlassenen Bohrstellen blieb die Erkrankungsrate hoch. Sie werden im Durchschnitt nach zwei Jahren aufgegeben und oft wegen Insolvenz des beauftragten Subunternehmens nicht ausreichend abgedichtet. Die Studie referiert zahlreiche weitere Untersuchungen, die die an solchen Standorten typischen Schadstoffe seit Jahren dokumentiert haben: Feinst&auml;ube, Stickoxide, Benzol, Toluol, Xylol, auch das hochgiftige Methan. Wieder andere zitierte Studien dokumentieren ein breites Spektrum an Erkrankungen: Fr&uuml;hgeburten, untergewichtige Babys, Asthma, Herzkrankheiten.<br>\nFracking ist seit den Zeiten des Irak-Kriegers George W. Bush (Energy Policy Act, 2005) und verst&auml;rkt seit Barack Obama ein geopolitisches Instrument: Die USA entwickelte sich zum f&uuml;hrenden Produzenten von Fracking-Gas. Daf&uuml;r wurden geltende Gesetze zur Reinhaltung von Wasser und Luft erheblich abgeschw&auml;cht, ebenfalls Arbeitsschutzgesetze.<br>\nAufgrund der intensiven Kritik am Fracking hat es die Obama-Regierung in &bdquo;nat&uuml;rliches&ldquo; Gas umbenannt, Liquified Natural Gas, LNG. Diese Sch&ouml;nf&auml;rberei kombinierte man mit der Parole: LNG ersetzt die umweltsch&auml;dliche Kohle. Weniger CO2! Dekarbonisierung! Ab 2014 forcierte Obama mit seinem Vize-Pr&auml;sidenten und Ukraine-Beauftragten Joe Biden den weltweiten Export und den daf&uuml;r n&ouml;tigen Bau von Terminals. Shell und Chevron mussten ihre LNG-Erkundungen in der Ostukraine wegen des Krieges erst einmal einstellen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.Freitag.de\/autoren\/werner-ruegemer\/lancet-studie-fracking-kann-toedlich-sein\">Werner R&uuml;gemer in der Freitag<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>Bankenrettung: Droht eine neue Finanzkrise?<\/strong><br>\nDie Zinsrally der Zentralbanken wird zum Stresstest f&uuml;r Wirtschaft und Banken. Die Entscheidung der Zentralbanken, die Zinsen weiter zu erh&ouml;hen, ist fahrl&auml;ssig. Eine Finanzkrise droht. [&hellip;]<br>\nDer damalige Finanzminister Peer Steinbr&uuml;ck bezeichnete die Finanzkrise 2008 noch als amerikanisches Problem und prophezeite breitbeinig, dass die USA ihren Status als &bdquo;Supermacht des Weltfinanzsystems&ldquo; verlieren w&uuml;rden. Kurz darauf schlitterte Europa in die Euro-Krise. Der aktuelle Finanzminister Christian Lindner (FDP) forderte lauthals Zinserh&ouml;hungen. Er will nun trotz schwacher Wirtschaft zur schwarzen Null im Haushalt zur&uuml;ckkehren. Dies w&uuml;rde der Wirtschaft durch K&uuml;rzung von Staatsausgaben wichtige Einnahmen entziehen.<br>\nEs zeichnet sich damit eine fatale Politik ab: Die Zentralbanken versuchen &uuml;ber Zinserh&ouml;hungen und somit Aufwertung ihrer W&auml;hrungen die Inflation ins Ausland zu exportieren. Das ist so, als w&uuml;rde man dem Nachbarn den eigenen M&uuml;ll vor die Haust&uuml;r stellen. Eine harte Rezession, Firmenpleiten und Arbeitslosigkeit werden dabei in Kauf genommen, obwohl die gegenw&auml;rtige Inflation nichts mit einer &uuml;berhitzten Nachfrage oder m&auml;chtigen Gewerkschaften mit hohen Lohnforderungen zu tun hat. Wir haben vielmehr eine Profit- und Angebotsinflation, die zumindest in Europa neben dem Ukrainekrieg auch eine Nachwehe der Corona-Pandemie und der Zerr&uuml;ttung von Wertsch&ouml;pfungsketten ist.<br>\nDer &Ouml;konom Jens van &sbquo;t Klooster von der Universit&auml;t Amsterdam bemerkte dazu, es zeichne sich eine neue Geldpolitik ab: Diese beinhalte hohe Gewinne f&uuml;r internationale Konzerne, reichlich Sicherheiten f&uuml;r Banken, jedoch Arbeitslosigkeit und Immobiliencrashs f&uuml;r die Mittelschicht. Ich f&uuml;rchte, er k&ouml;nnte recht haben.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.berliner-zeitung.de\/politik-gesellschaft\/credit-suisse-bankenkrise-ezb-fed-zinserhoehung-bankenrettung-droht-eine-neue-finanzkrise-wie-nach-lehman-peite-2008-li.330721\">Fabio De Masi in der Berliner Zeitung<\/a>\n<p>dazu: <strong>Arme Banken<\/strong><br>\nMit erstaunlicher Versp&auml;tung produziert der international rasante Zinsanstieg die bef&uuml;rchtete Bankenkrise. Es tritt das ein, was die jahrelange Nullzinspolitik verhindern sollte. Am vergangenen Sonntag &uuml;bernahm die gr&ouml;&szlig;te Schweizer Bank UBS die zweitgr&ouml;&szlig;te Credit Suisse zum Spottpreis von drei Milliarden Schweizer Franken. Es handelt sich um einen Notverkauf, abzulesen daran, da&szlig; der der Deal am heiligen Sonntag &uuml;ber die B&uuml;hne ging und nur dank einer Garantie von neun Milliarden Franken vom Schweizer Staat und einer Liquidit&auml;tshilfe von 100 Milliarden Franken seitens der Schweizer Notenbank &uuml;ber die B&uuml;hne ging. Die Schweizer Gro&szlig;banken sind nicht so solide, wie sie tun. (&hellip;)<br>\nSie sind aber nicht weniger solide als anderswo, beispielsweise in den USA. Dort wurden in der vergangenen Woche zwei kleine Banken, die Silicon Valley Bank (SVB) und die Signature Bank, zahlungsunf&auml;hig und liquidiert. Eine weitere, die First Republic Bank, verzeichnete einen massive Geldabflu&szlig; der Kundschaft. (&hellip;)<br>\nWer der SVB und First Republic nicht traut, zieht das Geld dort ab und deponiert es bei J.P. Morgan, Citibank und anderen gro&szlig;en Geldh&auml;usern. Auch in den USA gibt es eine staatliche Einlagensicherung, die FDIC (Federal Deposit Insurance Corp.). Sie garantiert die Einlagen der Kundschaft bei den ungef&auml;hr 4.000 Kreditinstituten im Land. Allerdings nur bis zur bescheidenen H&ouml;he von 250.000 US-Dollar. Wer also eine oder f&uuml;nf Millionen bei seiner Bank auf dem Konto hat, mu&szlig; im Fall der Pleite dieses Instituts damit rechnen, da&szlig; er nur 0,25 Millionen zur&uuml;ckerh&auml;lt. Das war f&uuml;r die junge, dynamische Kundschaft im Silicon Valley nach hartn&auml;ckigen Ger&uuml;chten, da&szlig; es der Hausbank SVB nicht so gut geht, Grund, zur traditionellen und gr&ouml;&szlig;ten des Landes, J.P. Morgan, zu wechseln. Gro&szlig;banken werden von neuen Geldeinlagen &uuml;berschwemmt, melden die USA-Medien.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.zlv.lu\/db\/1\/1453702617257\/0\">Lucas Zeise in Zeitung vum L&euml;tzebuerger Vollek<\/a><\/p>\n<p>dazu auch: <strong>Die faulen Eier der Fed<\/strong><br>\nDie US-Zentralbank befindet sich in einer Zwickm&uuml;hle: Inflationsbek&auml;mpfung oder Finanzmarktstabilit&auml;t. Zur aktuellen Bankenkrise.<br>\nBinnen 72 Stunden, zwischen dem 7. Und dem 9. M&auml;rz, implodierte die Silicon Valley Bank (SVB) und wurde am Morgen des 10. M&auml;rz 2023 von der Federal Deposit Insurance Corporation (deutsch: Bundeseinlagenversicherungsgesellschaft) &uuml;bernommen. Die SVB stand zum Zeitpunkt ihres Crashs an 16. Stelle der gr&ouml;&szlig;ten US-Geldh&auml;user und finanzierte Berichten zufolge die H&auml;lfte aller neu gegr&uuml;ndeten Technologie-Startups in den USA. Deutlich d&uuml;rfte dabei sein, dass die allgemeine Bankenkrise, die daraus erwuchs, nicht einfach nur auf ein schurkisches Missmanagement einer Bank zur&uuml;ckzuf&uuml;hren ist, die sich w&auml;hrend des j&uuml;ngsten Tech-Booms &uuml;bernommen hat und dann auf mysteri&ouml;se Weise kollabierte. Vielmehr wirken tiefer reichende systemische Kr&auml;fte &ndash; sowohl im Falle des Zusammenbruchs der SVB wie auch bei der nun sich ausbreitenden Krise US-amerikanischer Regionalbanken und europ&auml;ischer Geldinstitute. Die SVB bildet blo&szlig; die Spitze einer generellen finanziellen Instabilit&auml;t. In Europa liegt der Schwerpunkt auf der nun zusammengebrochenen und vom Konkurrenten UBS &uuml;bernommenen Gro&szlig;bank Credit Suisse. Das Problem sind also nicht mehr nur die US-Regionalbanken. Die Angelegenheit droht sich zu einer globalen Systemkrise auszuwachsen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.jungewelt.de\/artikel\/447555.geldsorgen-die-faulen-eier-der-fed.html\">junge Welt<\/a><\/p>\n<p>und: <strong>Banken: Beruhigende Worte von Scholz und Macron sind wenig wert<\/strong><br>\nUm das Vertrauen in Grossbanken zu bewahren, m&uuml;ssen Beh&ouml;rden und Banker l&uuml;gen. Sie w&uuml;rden lieber das labile Geldsystem fixieren. [&hellip;]<br>\nProfessor Chesney hat notwendige Massnahmen bereits vor zehn Jahren auch auf Infosperber aufgez&auml;hlt. Keine davon wurde seither umgesetzt. Sie dr&auml;ngen sich mehr denn je auf, damit die M&auml;rkte wieder normal funktionieren:<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.infosperber.ch\/wirtschaft\/kapitalmarkt\/banken-beruhigende-worte-von-scholz-und-macron-sind-wenig-wert\/\">Infosperber<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>Bericht: Reiche leben zigmal so klimasch&auml;dlich wie Normalb&uuml;rger<\/strong><br>\nIn Deutschland ist die Kluft zwischen Arm und Reich gro&szlig;. Klimasch&auml;dlich leben vornehmlich wohlhabende Deutsche, so ein Bericht.<br>\nDie reichsten Menschen in Deutschland emittieren nach einer taz Datenanalyse zigmal so viel klimasch&auml;dliche Treibhausgase wie der Durchschnitt. W&auml;hrend die &Auml;rmsten 2019 etwas &uuml;ber drei Tonnen CO2 pro Jahr emittierten, waren es beim reichsten ein Prozent etwa 105 Tonnen &ndash; also fast das 35-fache, wie die Zeitung am Samstag unter Berufung auf Daten des World Inequality Labs, einer Denkfabrik um den &Ouml;konomen Thomas Piketty, berichtete. Unterteile man die Reichsten in noch kleinere Gruppen, steige diese Ungleichheit weiter: So werden laut taz die Emissionen der reichsten 0,001 Prozent in Deutschland, etwa 800 Menschen, auf 11.700 Tonnen im Jahr gesch&auml;tzt &ndash; das Tausendfache des deutschen Durchschnitts.<br>\nZwischen 1991 und 2019 sind die Emissionen in Deutschland dem Blatt zufolge um etwa 34 Prozent gesunken, was vor allem an den &auml;rmeren zwei Dritteln der Bev&ouml;lkerung gelegen habe. Das reichere Drittel habe dagegen unterdurchschnittlich gespart. (&hellip;)<br>\nAuch Klimaaktivisten prangern seit l&auml;ngerem die Schieflage an. So blockierten am Samstag mehrere Hundert Klimaschutz-Demonstranten den Privatjet-Bereich des Flughafens der niederl&auml;ndischen Stadt Eindhoven.<br>\nAuch die Entwicklungsorganisation Oxfam hatte die Reichen rund um den Globus im November als Klima-Sch&auml;diger angeprangert. Schon die Emissionen, die Milliard&auml;re durch eigenen Konsum mit Privatjets, Superjachten und Luxusvillen verursachten, betrage das Tausendfache der weltweiten Pro-Kopf-Emissionen. &bdquo;Wenn man sich zudem die Emissionen ansieht, die durch ihre Investitionen mitverursacht werden, sind ihre Treibhausgasemissionen um ein Vielfaches h&ouml;her.&ldquo; Doch werde die Verantwortung der Superreichen f&uuml;r die Klimakrise in der Politik kaum ber&uuml;cksichtigt.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.berliner-zeitung.de\/news\/klima-bericht-reiche-leben-zigmal-so-klimaschaedlich-wie-normalbuerger-li.331680%20\">Berliner Zeitung<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers P.L.:<\/strong> &bdquo;Doch werde die Verantwortung der Superreichen f&uuml;r die Klimakrise in der Politik kaum ber&uuml;cksichtigt.&ldquo; Warum wohl? Diese Personenkreise z&auml;hlen ja als Kapitaleigent&uuml;mer nicht nur zu den Hauptprofiteuren des v&ouml;llig wachstumsabh&auml;ngigen kapitalistischen Systems und seines irrsinnigen Material- und Energieverbrauchs, welche die Klimakrise befeuern, sondern sie haben zudem den gr&ouml;&szlig;ten Einfluss auf Politik und &ouml;ffentliche Meinung. Darauf hatte schon Einstein vor 74 Jahren in der Monthly Review hingewiesen und betont, dass diese &bdquo;Oligarchie des Privatkapitals&ldquo; eine &bdquo;enorme Macht&ldquo; h&auml;tte, die &bdquo;auch von einer demokratisch organisierten politischen Gesellschaft nicht wirksam kontrolliert werden kann&ldquo; und &bdquo;direkt oder indirekt die wichtigsten Informationsquellen (Presse, Radio, Bildung)&ldquo; kontrolliere. Hat sich daran bis heute etwas wesentlich ver&auml;ndert?<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>Warum der Klima-Volksentscheid in Berlin moralische Erpressung ist<\/strong><br>\nModern designte Plakate, Sauberm&auml;nner auf Instagram und keine Sozialvertr&auml;glichkeit. Warum &bdquo;Berlin 2030 klimaneutral&ldquo; die Schnapsidee einer reichen Elite ist. Ein Kommentar. (&hellip;)<br>\nKeine Verbrenner mehr in der Stadt, stattdessen teure E-Autos, kostspielige Geb&auml;udesanierung, fiktive Wasserstoffkapazit&auml;ten, Stra&szlig;en und Schienen umbauen, Industrieprozesse umstellen. Auch der Lebensstil muss komplett ge&auml;ndert werden. F&uuml;r den Normalb&uuml;rger wird das bitter. Wer sich das alles wie der Mann auf Instagram easy leisten kann, der stimmt nat&uuml;rlich am Sonntag mit Ja. Und geh&ouml;rt damit zu den &bdquo;Guten&ldquo;. (&hellip;)<br>\nF&uuml;r mich ist das Ganze nach dem leeren &bdquo;Zeitenwende&ldquo;-Gequatsche auch nur ein neues d&auml;mliches Buzzword von unserem Bundeskanzler.<br>\nDenn haben solche Volksentscheide Erfolg, drohen die Verantwortlichen in der Politik wie die Betriebsleiter in der DDR in sinnlosen Aktionismus zu verfallen. &bdquo;Ist ein Primat der Klimapolitik erst einmal etabliert, bindet das alle Politikbereiche und schr&auml;nkt den Spielraum der demokratisch gew&auml;hlten Volksvertreter massiv ein&ldquo;, sagt der &Ouml;konom Stelter dazu.<br>\nW&uuml;rde sich diese Art der Klimapolitik weiter durchsetzen, sei absehbar, dass noch mehr als bisher auf unn&ouml;tig teure und ineffiziente Ma&szlig;nahmen gesetzt werden m&uuml;sste: &bdquo;Am Ende hat Deutschland dann nicht nur seine wirtschaftliche Zukunft verspielt, sondern auch klimapolitisch wenig erreicht.&ldquo;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.berliner-zeitung.de\/mensch-metropole\/warum-der-klima-volksentscheid-in-berlin-moralische-erpressung-ist-li.331194%20\">Berliner Zeitung<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Christian Reimann:<\/strong> Da passt es, dass der &bdquo;Volksentscheid&ldquo; ein von Gro&szlig;spender finanziertes Projekt ist. Bitte lesen Sie dazu auch <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=95365\">Berlin: &bdquo;Volksentscheid&ldquo; der Gro&szlig;spender<\/a>.<\/em><\/p>\n<p>dazu: <strong>Radikale Klimasch&uuml;tzer scheitern<\/strong><br>\nEigentlich ist in Berlin ja alles m&ouml;glich, aber seit heute gibt es wieder Hoffnung: Der &uuml;berzogene Versuch, bereits im Jahr 2030 Klimaneutralit&auml;t zu erreichen, ist in einem Volksentscheid gescheitert. Sogar gegen die widerspr&uuml;chliche Empfehlung von &bdquo;Experten&ldquo;. In Wahrheit haben die radikalen Klimasch&uuml;tzer dem Klimaschutz einen B&auml;rendienst erwiesen. [&hellip;]<br>\nZwar erreichten die Bef&uuml;rworter einer klimaneutralen Hauptstadt mit etwas mehr als 400.000 Ja-Stimmen eine knappe Mehrheit  von rund 51 Prozent der abgegebenen Stimmen. Aber insgesamt wurde damit das Quorum von 25 Prozent an Ja-Stimmen aller Wahlberechtigten verfehlt. Dabei floss sogar fast eine halbe Million Euro an Spendengeldern aus den USA f&uuml;r die Kampagne.<br>\nDas Ergebnis ist gerade aufgrund der geringen Abstimmungsbeteiligung bemerkenswert und vielsagend. Weite Teile der Stadt blieben zu Hause oder genossen drau&szlig;en den Fr&uuml;hling. Der &Uuml;berhang sowohl bildungsb&uuml;rgerlicher als auch linksliberaler Stimmen d&uuml;rfte daher &uuml;berwiegend sein. Nicht einmal unter den gebildeten und in gro&szlig;em Umfang woken W&auml;hlern der Stadt hat der Kurs der radikalen Klimasch&uuml;tzer eine Mehrheit. Dass die Gr&uuml;nen der Hauptstadt nach der Wahl und als absehbar war, dass sie nicht an der Regierung beteiligt sein w&uuml;rden, pl&ouml;tzlich auf den Kurs der Initiatoren des Volksentscheides wider besseres Wissen umgeschwenkt sind, hat ihnen blo&szlig; eine doppelte Niederlage beschert. Opportunisten sind halt irgendwie unsympathisch.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.cicero.de\/innenpolitik\/volksbegehren-in-berlin-radikale-klimaschutzer-scheitern\">Cicero<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>Scholz rechnet &uuml;ber mehrere Jahre mit Lehrermangel<\/strong><br>\nBundeskanzler Olaf Scholz (SPD) hat vor einem wachsenden Problem fehlender Lehrerinnen und Lehrer in den Schulen gewarnt. &raquo;Wir m&uuml;ssen uns nat&uuml;rlich vorbereiten zum Beispiel auf eine Situation von Lehrermangel. Das, glaube ich, haben viele noch nicht vorhergesehen&laquo;, sagte Scholz am Samstag bei einem B&uuml;rgergespr&auml;ch in seinem Bundestagswahlkreis in Potsdam. &raquo;Das wird ne gro&szlig;e Nummer, weil das &uuml;berall in Deutschland gleichzeitig der Fall ist und &uuml;berall Lehrerinnen und Lehrer fehlen. &hellip; Ich bef&uuml;rchte, das wird uns die n&auml;chsten zehn Jahre umtreiben und nicht einfach verschwinden.&laquo;<br>\nDer SPD-Politiker brachte Bayern als Beispiel f&uuml;r Lehrermangel. &raquo;Herr S&ouml;der hat sogar gesagt, wir klauen Lehrer aus anderen L&auml;ndern &ndash; sehr solidarischer Vorgang, wenn ich das sagen darf&laquo;, sagte er schmunzelnd mit Blick auf Bayerns Ministerpr&auml;sidenten Markus S&ouml;der (CSU). In einigen L&auml;ndern werde die Stundenzahl der Lehrer angehoben, in anderen werde &uuml;ber h&ouml;here Klassenfrequenzen diskutiert.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.spiegel.de\/politik\/deutschland\/debatte-um-schulmisere-scholz-rechnet-ueber-mehrere-jahre-mit-lehrermangel-a-34fb0e32-9629-4186-8a25-1cbcb80f591b%20\">DER SPIEGEL <\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers J.A.:<\/strong> Eine unglaublich lapidare Bemerkung und unverantwortliche Haltung von Scholz. Wenn der Lehrermangel sich seit Jahren (!!) versch&auml;rft und die Zust&auml;nde in den Schulen immer schlechter werden, sollte man als Bundeskanzler nicht endlich mal etwas dagegen unternehmen, statt das Problem als &ldquo;ist halt so&rdquo; hinzunehmen??? Das Verh&auml;ltnis von Rentnern zu Arbeitnehmern im Jahr 2060 ist angeblich auf die Nachkommastelle bekannt und wird als Begr&uuml;ndung f&uuml;r fortlaufende Rentenk&uuml;rzungen hergenommen; wie kann es dann sein, dass die Anzahl der Sch&uuml;ler (die man aus den Geburtenzahlen ziemlich gut prognostizieren kann) sich nicht in der (in diesem Fall verst&auml;rkten) Ausbildung von Lehrern niederschl&auml;gt? Oder dass trotz Lehrermangel immer noch Junglehrer nur befristet eingestellt und in den Sommerferien entlassen werden? Die Begr&uuml;ndung &ldquo;Geldmangel&rdquo; ist an der Stelle das Allerletzte: erstens kostet schlechte oder gar nicht stattfindende Bildung viel mehr als gut, und zweitens ist Geld im &Uuml;berfluss vorhanden, wenn sich dieser Staat angeblich eine massive und sinnlose Aufr&uuml;stung und zu allem &Uuml;berfluss riesige Steuergeschenke an Gro&szlig;unternehmen und eine Schuldenbremse leisten kann. Und dann die &uuml;blichen Spr&uuml;che, wie wichtig Bildung f&uuml;r ein ressourcenarmes Land wie Deutschland sein. Was f&uuml;r ein Wahnsinn!<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>Rentenreform in Frankreich: Europarat kritisiert Gewalt bei Protesten in Frankreich<\/strong><br>\nDie Meinungsfreiheit m&uuml;sse besser gesch&uuml;tzt werden, sagte Menschenrechtskommissarin Dunja Mijatovi&#263;. Sie spricht von &ldquo;exzessiver Anwendung von Gewalt&rdquo; durch den Staat.<br>\nDer Europarat ist alarmiert angesichts der teils gewaltsamen Zusammenst&ouml;&szlig;e w&auml;hrend der Proteste gegen die Rentenreform in Frankreich. Er kritisiert vor allem den Einsatz von Gewalt durch die franz&ouml;sische Polizei. Die Meinungs- und Versammlungsfreiheit m&uuml;ssten gegen alle Formen von Gewalt gesch&uuml;tzt werden, sagte die Menschenrechtskommissarin des Europarates, Dunja Mijatovi&#263;.<br>\nDie Beh&ouml;rden m&uuml;ssten friedliche Demonstranten und Journalisten, die &uuml;ber den Protest berichten, vor Gewalt durch Polizisten oder anderen Menschen sch&uuml;tzen, hie&szlig; es. Der Europarat mit Sitz im franz&ouml;sischen Stra&szlig;burg ist f&uuml;r den Schutz der Menschenrechte zust&auml;ndig. Er ist kein Organ der Europ&auml;ischen Union.<br>\nEs sei zwar auch zu gewaltt&auml;tigen Handlungen der Demonstranten gegen&uuml;ber der Polizei gekommen, stellte Mijatovi&#263; fest. &ldquo;Aber sporadische Gewalttaten einiger Demonstranten oder andere verwerfliche Handlungen anderer w&auml;hrend einer Demonstration k&ouml;nnen die exzessive Anwendung von Gewalt durch staatliche Stellen nicht rechtfertigen.&rdquo;<br>\nIn den vergangenen Tagen hatten Menschenrechtsgruppen, Richter und linksgerichtete Politiker der Polizei Gewalt und willk&uuml;rliche Festnahmen bei den Protesten vorgeworfen. Die Rentenreform, die eine schrittweise Anhebung des Renteneintrittsalters von 62 auf 64 Jahren vorsieht, sorgt seit Wochen f&uuml;r massive Proteste, die sich in den vergangenen Tagen versch&auml;rft haben.<br>\nFrankreichs Innenminister G&eacute;rald Darmanin r&auml;umte am Freitag ein: &ldquo;Es kann sein, dass die Polizei und die Gendarmen einzeln, oft unter dem Einfluss von M&uuml;digkeit, Handlungen begehen, die nicht mit dem &uuml;bereinstimmen, was ihnen in der Ausbildung und mit Blick auf die Berufsethik beigebracht wurde.&rdquo;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.zeit.de\/politik\/ausland\/2023-03\/rentenreform-frankreich-proteste-gewalt-europarat%20\">Zeit Online<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers J.A.:<\/strong> Und die &ldquo;Reform&rdquo; selber, also die massive Rentenk&uuml;rzung, ist nicht demokratisch-parlamentarisch, sondern durch Dekret des Pr&auml;sidenten verabschiedet worden. Woanders w&uuml;rde man von einer Diktatur sprechen, die Gesetze gegen den Willen der gro&szlig;en Mehrheit verabschiedet und dann Proteste niederkn&uuml;ppeln l&auml;sst. Wo steht Frankreich auf dem Demokratieindex?<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>Panik macht sich breit: US-Luftangriff in Syrien<\/strong><br>\nDer Eindruck, Joseph Biden habe einen Angriff auf US-Territorium abwehren m&uuml;ssen, t&auml;uscht: Man werde &raquo;zum Schutz unseres Volkes kraftvoll handeln&laquo;, so der US-Pr&auml;sident w&auml;hrend eines Staatsbesuchs in Kanada. Das klingt, als sch&uuml;tze er bedrohte US-amerikanische Zivilisten, die von &raquo;Terroristen&laquo; oder einer ausl&auml;ndischen Armee im eigenen Land angegriffen wurden. Aber nein: Biden, konsequent in der Tradition des US-amerikanischen Imperialismus stehend, sch&uuml;tzte am Donnerstag mit einem Milit&auml;rschlag mitten in Syrien etwa 900 US-amerikanische Soldaten und S&ouml;ldner, die seit Jahren syrisches Territorium besetzt halten, um die Erd&ouml;l- und Weizenvorr&auml;te des kriegsgeschundenen, vom verheerenden Erdbeben Anfang Februar schwer getroffenen Landes zu stehlen und Frieden zu verhindern. Noch am Tag der US-Attacke verlie&szlig;en erneut mindestens 80 Tankwagen mit Hunderten von Tonnen syrischen &Ouml;ls den Nordosten des Landes. Ihr Ziel: US-amerikanische Milit&auml;rbasen im Irak. Nicht umsonst ist Bidens Vorg&auml;nger Trump im Herbst 2019 vom vollmundig verk&uuml;ndeten Abzug aus Syrien wieder abger&uuml;ckt &ndash; um die syrischen &Ouml;lquellen &raquo;zu sch&uuml;tzen&laquo;. Nicht, wie behauptet, um den &raquo;Islamischen Staat&laquo; und andere Al-Qaida-Truppen zu bek&auml;mpfen, ist US-amerikanisches Milit&auml;r bis heute in Syrien. Vielmehr werden eben diese Terrorbanden von Washington trainiert und benutzt, um den zwar l&auml;ngst vereitelten, aber trotzdem immer noch angestrebten Regime-Change in Damaskus &raquo;voranzutreiben&laquo;. Oder zumindest Chaos zu s&auml;en.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.jungewelt.de\/artikel\/447608.panik-macht-sich-breit.html\">junge Welt<\/a>\n<p>dazu: <strong>Die USA heizen den syrischen Hexenkessel auf<\/strong><br>\nDie Umst&auml;nde des Aufflammens zwischen den US-Besatzungstruppen und pro-iranischen Milizen in Syrien bleiben unklar.<br>\nPr&auml;sident Biden behauptet, dass die USA reagieren, aber es gibt Anzeichen daf&uuml;r, dass sie wahrscheinlich proaktiv handeln, um neue Fakten vor Ort zu schaffen.<br>\nDas US Zentralkommando behauptet, dass nach einem Drohnenangriff am 23. M&auml;rz nachmittags auf einen amerikanischen St&uuml;tzpunkt in der N&auml;he von Hasakah auf Anweisung von Pr&auml;sident Biden sp&auml;ter in der Nacht Vergeltungsschl&auml;ge gegen &ldquo;Einrichtungen, die von Gruppen genutzt werden, die mit dem Korps der Islamischen Revolutionsgarden Irans verbunden sind&rdquo;, durchgef&uuml;hrt wurden.<br>\nDiese Version wurde jedoch vom Sprecher des Obersten Nationalen Sicherheitsrates des Iran bestritten, der Washington vorwarf, &ldquo;k&uuml;nstliche Krisen zu schaffen und zu l&uuml;gen&rdquo;. Der iranische Beamte behauptete: &ldquo;In den vergangenen zwei Tagen haben amerikanische Hubschrauber mehrere Eins&auml;tze mit dem Ziel durchgef&uuml;hrt, die Instabilit&auml;t in Syrien zu erh&ouml;hen und Terroristen des Daesh (Islamischer Staat) in das Gebiet dieses Landes zu verlegen.&rdquo;<br>\nEr sagte, Washington m&uuml;sse f&uuml;r solche Aktivit&auml;ten zur Rechenschaft gezogen werden. Der Beamte warnte, dass Teheran auf jeden Angriff der USA, der unter jedem noch so falschen Vorwand auf iranische St&uuml;tzpunkte ausgef&uuml;hrt wird, die sich auf Wunsch von Damaskus zur Terrorismusbek&auml;mpfung auf syrischem Boden befinden, umgehend reagieren werde.<br>\nErh&ouml;hen die USA absichtlich die Spannungen in Syrien, obwohl die von China vermittelte saudi-iranische Ann&auml;herung das Sicherheitsszenario in der westasiatischen Region radikal in eine positive Richtung ver&auml;ndert?<br>\nMan ist optimistisch, dass Syrien von einer saudi-iranischen Ann&auml;herung profitieren wird. Das saudische Au&szlig;enminister&iacute;um teilte bereits am Donnerstag mit, dass mit Syrien Gespr&auml;che &uuml;ber die Wiederaufnahme des konsularischen Dienstes zwischen den beiden L&auml;ndern gef&uuml;hrt werden, was den Weg f&uuml;r die Wiederaufnahme diplomatischer Beziehungen ebnen und damit die Wiederaufnahme Syriens in die Arabische Liga erm&ouml;glichen w&uuml;rde.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/seniora.org\/wunsch-nach-frieden\/der-wunsch-nach-frieden\/die-usa-heizen-den-syrischen-hexenkessel-auf\">M. K. Bhadrakumar in Seniora.org<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>Medienleute, die den Irakkrieg willf&auml;hrig herbeischrieben<\/strong><br>\nSie hatten auch Liberale vom Kriegseinsatz &uuml;berzeugt. Entschuldigt f&uuml;r ihre Verschw&ouml;rungsphantasien haben sie sich bis heute nicht. [&hellip;]<br>\nK&uuml;rzlich blockierte das Pentagon laut Berichten die Bem&uuml;hungen des Weissen Hauses, Informationen &uuml;ber russische Kriegsverbrechen an den Internationalen Strafgerichtshof (IStGH) weiterzugeben. Das Pentagon meinte, dies k&ouml;nne ein Pr&auml;zedenzfall werden f&uuml;r die Verfolgung von Amerikanern wegen Kriegsverbrechen im Irak, in Afghanistan und anderswo. Die Blockadeversuche des Pentagons werden wahrscheinlich r&uuml;ckg&auml;ngig gemacht, weil &laquo;Pr&auml;zedenzf&auml;lle&raquo; im Grunde nichts bedeuten, wenn es um den Internationalen Strafgerichtshof geht. Dieser hat in den mehr als 20 Jahren seines Bestehens in seinen 41 &ouml;ffentlichen Anklagen nur Afrikaner wegen Kriegsverbrechen angeklagt. Wahrscheinlich wird der Gerichtshof von dieser rein afrikanischen Vorgehensweise kaum abr&uuml;cken.<br>\nEs kann zwar sein, dass mit Putin davon abgewichen wird wegen des relativen Pariastatus Russlands auf der Weltb&uuml;hne, dessen winzigem BIP und seiner eklatanten Missachtung ziviler Opfer. Doch dass die USA, Israel, das Vereinigte K&ouml;nigreich und andere westliche M&auml;chte jemals wegen Kriegsverbrechen in Den Haag vor Gericht gestellt werden, ist extrem unwahrscheinlich. In den USA hat niemand etwas zu bef&uuml;rchten.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.infosperber.ch\/medien\/medienkritik\/medienleute-die-den-irakkrieg-willfaehrig-herbeischrieben\/\">Infosperber<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h15\"><\/a><strong>100.000 Euro von der DVAG: Omin&ouml;se Spenden&uuml;bergabe an CDU-Chef Friedrich Merz<\/strong><br>\nEine hohe Zahlung aus der Finanzwirtschaft an die CDU bringt Parteichef Merz in Erkl&auml;rungsnot. Die Deutsche Verm&ouml;gensberatung AG hat ihm eine 100.000 Euro-Spende &bdquo;&uuml;bergeben&ldquo;. Vor einigen Tagen kam es nach Informationen von abgeordnetenwatch.de und SPIEGEL zu einem Treffen in der Parteizentrale.<br>\nVergangene Woche Dienstag ging bei der CDU eine au&szlig;ergew&ouml;hnlich hohe Spende ein. Die Deutsche Verm&ouml;gensberatung AG hatte der Partei 100.000 Euro zukommen lassen, es war die erste meldepflichtige Gro&szlig;spende der Christdemokraten im laufenden Jahr. Die Frage ist nun: Auf welchem Wege erhielt die CDU das viele Geld?<br>\nNach Informationen von abgeordnetenwatch.de und SPIEGEL soll CDU-Parteichef Friedrich Merz in die Abwicklung involviert gewesen sein. Eine Sprecherin der DVAG erkl&auml;rte auf Anfrage, die Spende in H&ouml;he von 100.000 Euro sei &bdquo;an Friedrich Merz in seiner Funktion als Parteivorsitzender &uuml;bergeben&ldquo; worden. Empf&auml;nger sei die CDU Bundespartei gewesen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.abgeordnetenwatch.de\/recherchen\/parteispenden\/ominoese-spendenuebergabe-an-cdu-chef-friedrich-merz\">abgeordnetenwatch.de<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h16\"><\/a><strong>Linke soll laut Kipping Position zur Nato &uuml;berdenken<\/strong><br>\nDie fr&uuml;here Chefin der Linke, Katja Kipping, fordert ihre Partei auf, die Position zur Nato zu &uuml;berarbeiten. Die Programmaussage zum Atlantischen B&uuml;ndnis sei von der Zeit &uuml;berholt, sagte sie dem Redaktionsnetzwerk Deutschland. &bdquo;Eine linke Partei auf der H&ouml;he der Zeit hat eine Zukunft&ldquo;, so die Berliner Senatorin f&uuml;r Arbeit und Soziales weiter. Es brauche jedoch einige programmatische Entscheidungen.<br>\nAls Nato-Gegnerin fordert die Linke in ihrem Parteiprogramm seit Jahren die Aufl&ouml;sung des Verteidigungsb&uuml;ndnisses. Sie schl&auml;gt stattdessen ein &bdquo;kollektives Sicherheitssystem&ldquo; vor &ndash; bei dem auch Russland Mitglied ist.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.welt.de\/politik\/deutschland\/article244494934\/Katja-Kipping-Linke-muss-Position-zur-Nato-ueberdenken.html%20\">Welt Online<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers J.A.:<\/strong> Kipping ist eine Karrierepolitikerin, eine typische Vertreterin der &ldquo;Lifestyle-Linken&rdquo; und eine der wesentlichen Totengr&auml;berInnen der Partei DIE LINKE. Sie bef&uuml;rwortet seit Jahren verr&uuml;ckte Konzepte wie das bedingungslose Grundeinkommen und hat als Parteivorsitzende die Partei als Klon der Gr&uuml;nen ausgerichtet, u. a. mit Parteitagsbeschl&uuml;ssen wie &ldquo;Offene Grenzen f&uuml;r alle Menschen&rdquo;. Nachdem die gewerkschaftliche, arbeitnehmerorientierte Ausrichtung der Partei in den Hintergrund gedr&auml;ngt worden ist, sollen also auch die friedenspolitischen Positionen geschleift werden, so wie vor 24 Jahren (Kosovokrieg) bei den ehemals NATO-oppositionellen Gr&uuml;nen, die inzwischen gar nicht genug Waffen kriegen k&ouml;nnen, &ldquo;um Frieden zu schaffen&rdquo;. Nicht nur eine Pervertierung ehemals linken Gedankenguts, sondern als m&uuml;der Abklatsch der Gr&uuml;nen macht sich die Partei DIE LINKE endg&uuml;ltig &uuml;berfl&uuml;ssig im Parteiensystem.<\/em><\/p><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. 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