{"id":95572,"date":"2023-03-28T08:40:35","date_gmt":"2023-03-28T06:40:35","guid":{"rendered":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=95572"},"modified":"2023-03-28T08:31:32","modified_gmt":"2023-03-28T06:31:32","slug":"hinweise-des-tages-4326","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=95572","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (AT)<br>\n<!--more--><br>\nWir weisen darauf hin, dass die jeweiligen Anbieter f&uuml;r die Barrierefreiheit ihrer Angebote selbst verantwortlich sind und es durchaus sein kann, dass der Zugang von zun&auml;chst freien Inhalten nach einer Zeit beschr&auml;nkt wird.<\/p><p>Hier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=95572#h01\">Tarifstreit im &ouml;ffentlichen Diskurs: Danke f&uuml;r den sch&ouml;nen Streik!<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=95572#h02\">Supermacht Indien: Warum eine &bdquo;werteorientierte Au&szlig;enpolitik&ldquo; hier an ihre Grenzen st&ouml;&szlig;t<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=95572#h03\">Das Ende der US-Dominanz am Persischen Golf (III) <\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=95572#h04\">Die Hungermacher (IV)<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=95572#h05\">Sprechen wir ausnahmsweise &uuml;ber den Angriffskrieg der USA gegen Syrien<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=95572#h06\">US-&bdquo;Demokratiegipfel&ldquo; sucht Eigennutz <\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=95572#h07\">Einmischung abgewehrt: Kubaner haben neue Nationalversammlung gew&auml;hlt. Hohe Beteiligung trotz St&ouml;rversuchen von Gegnern. <\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=95572#h08\">Ein ganz gro&szlig;er Angriff <\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=95572#h09\">Sinn und Unsinn der &ouml;ffentlichen Auftragsvergabe <\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=95572#h10\">Auch 2023 werden Banken mit Staatsgeldern gerettet <\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=95572#h11\">&bdquo;Dann bekommt die Theorie vom NSU-Trio Risse&ldquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=95572#h12\">Die H&auml;lfte des importierten Honigs m&ouml;glicherweise gef&auml;lscht<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=95572#h13\">Viel Aufmerksamkeit f&uuml;r fragw&uuml;rdige Experten<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=95572#h14\">Buchtipp: Das Ende des Informationsjournalismus<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Verantwortlich f&uuml;r die Richtigkeit der zitierten Texte sind die jeweiligen Quellen und nicht die NachDenkSeiten. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>Tarifstreit im &ouml;ffentlichen Diskurs: Danke f&uuml;r den sch&ouml;nen Streik!<\/strong><br>\nDie Streiks d&uuml;rfen uns freuen &ndash; weil Menschen sich gegen Unversch&auml;mtheiten von oben wehren. Das mediale Geklingel dazu ist plumpe T&auml;ter-Opfer-Umkehr.<br>\nAchtung, Achtung, Deutschland wird ab Montag &bdquo;in Geiselhaft&ldquo; genommen! Die Bundesrepublik ist &bdquo;zur Immobilit&auml;t verdonnert&ldquo;, denn die Gewerkschaften holen nichts Geringeres als &bdquo;ihre Folterwerkzeuge aus der Schublade&ldquo;, ja, sie w&auml;hlen &bdquo;die h&ouml;chste Eskalationsstufe&ldquo;.<br>\nSp&uuml;ren Sie auch schon die kalte Waffe im R&uuml;cken und den Angstschwei&szlig; auf der Stirn, w&auml;hrend ohrenbet&auml;ubend die Alarmsirenen heulen?<br>\nNun kann es ja mal vorkommen, dass einem als Journalist oder Lobbyist die passenden Metaphern ausgehen. Aber vielleicht sollte man dann lieber ganz auf &Auml;u&szlig;erungen f&uuml;rs Publikum verzichten. Was hier jedenfalls angesichts eines Tarifstreits im &ouml;ffentlichen Diskurs betrieben wird, ist eine plumpe T&auml;ter-Opfer-Umkehr.<br>\nIn der Verantwortung steht n&auml;mlich nur eine Seite: die Unternehmen. Unternehmen, die ihrer hart arbeitenden Belegschaft viel zu geringe L&ouml;hne auszahlen. Es herrschen Inflation und Energieknappheit. Menschen m&uuml;ssen beim Heizen und beim Einkauf im Supermarkt sparen, obwohl sie arbeiten. Unversch&auml;mt ist es, in dieser Situation weiter Niedriggeh&auml;lter auszuzahlen. Unversch&auml;mt ist nicht, wer f&uuml;r seine Arbeit angemessene Bezahlung fordert, um in W&uuml;rde leben zu k&ouml;nnen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/taz.de\/Tarifstreit-im-oeffentlichen-Diskurs\/!5923765\/%20\">taz<\/a>\n<p>dazu: <strong>Kr&auml;ftig Dampf gemacht<\/strong><br>\nGr&ouml;&szlig;ter Ausstand seit Jahrzehnten: Warnstreik legt Verkehrsinfrastruktur lahm. Dritte Verhandlungsrunde f&uuml;r &ouml;ffentlichen Dienst er&ouml;ffnet.<br>\nEine Ahnung vom Ausma&szlig; der Streikwellen in Frankreich oder Gro&szlig;britannien kam am Montag in der Bundesrepublik auf: Busse und Bahnen blieben 24 Stunden lang weitgehend in den Depots, Flugzeuge am Boden. Rund 335.000 Besch&auml;ftigte folgten dem gemeinsamen Aufruf der Dienstleistungsgewerkschaft Verdi sowie der Eisenbahn- und Verkehrsgewerkschaft (EVG) zu einem bundesweiten Warnstreik. Der traf den kommunalen &ouml;ffentlichen Personennahverkehr (&Ouml;PNV) in sieben Bundesl&auml;ndern, die Flugh&auml;fen, die Arbeitsbereiche der Autobahn GmbH, Teile der kommunalen H&auml;fen, die Wasser- und Schiffahrtsverwaltung sowie die Deutsche Bahn mit ihren Busgesellschaften und diverse weitere Bahnunternehmen. Der Fernverkehr der Bahn kam v&ouml;llig zum Erliegen. Zu einem Chaos in St&auml;dten und auf Autobahnen f&uuml;hrte der Ausstand indes nicht &ndash; viele hatten sich offenbar darauf eingestellt.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.jungewelt.de\/artikel\/447708.bundesweiter-arbeitskampf-kr%C3%A4ftig-dampf-gemacht.html\">Arnold Sch&ouml;lzel in junge Welt<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>Supermacht Indien: Warum eine &bdquo;werteorientierte Au&szlig;enpolitik&ldquo; hier an ihre Grenzen st&ouml;&szlig;t<\/strong><br>\nIndien hat neuerdings mehr Einwohner als China. Was wir erleben, ist eine geopolitische Verschiebung, die den Globalen S&uuml;den st&auml;rkt. Hat Deutschland den Blick daf&uuml;r? (&hellip;)<br>\nDie au&szlig;enpolitischen Zielsetzungen, welche Indien in der globalen Politik durchsetzen will, sind jedoch nicht identisch mit den Strategien und Interessen des Westens. Daher wird Delhi kein nat&uuml;rlicher Partner f&uuml;r die USA und Europa sein.<br>\nIndien selbst lehnt die Einteilung in Autokratie versus Demokratie rigoros ab. Diese au&szlig;enpolitische Denkschule wurde von dem amtierenden Au&szlig;enminister Subrahmanyam Jaishankar im Januar dieses Jahres in einem Interview mit der &ouml;sterreichischen Tageszeitung wie folgt pr&auml;sentiert. &bdquo;F&uuml;r mich besteht die Notwendigkeit einer sehr grundlegenden Debatte, was eigentlich die demokratische Welt ist. Wer richtet sich nach wem aus? Die scharfe Trennung zwischen Demokratie und Autokratie ist politisch praktisch. Man kann sie verwenden, je nachdem, wie man sie braucht. Indien hat zum Beispiel zeitweise eine Milit&auml;rdiktatur im Westen in Pakistan und eine im Osten in Myanmar gehabt. Die in Myanmar wurde sanktioniert. Die in Pakistan wurde als wichtiger Verb&uuml;ndeter der Nato bezeichnet.&ldquo; Indiens Au&szlig;enminister weiter: &bdquo;Wir werden unsere Sicherheit nicht opfern.&ldquo;<br>\nEin Schwerpunkt bildet die Aufrechterhaltung au&szlig;en- und sicherheitspolitischer Autonomie. Indien ist diesbez&uuml;glich darauf fokussiert, seine Entscheidungshoheit zu wahren und feste Allianzen zu vermeiden. Deshalb strebt Indien heute strategische Partnerschaften mit den wichtigen relevanten Akteuren in der internationalen Politik an. Gleichzeitig versucht Delhi, allzu enge oder einseitige Beziehungen etwa zu Washington zu vermeiden. (&hellip;)<br>\nDie au&szlig;enpolitischen Denkschulen der Bundesrepublik hingegen, von der auch der Mitarbeiterstab des Ausw&auml;rtigen Amtes gepr&auml;gt wurde, haben in den vergangenen Jahren relevante Themengebiete wie Geostrategie und Demographie leichtsinnig vernachl&auml;ssigt, zu Gunsten von Gender-Debatten und identit&auml;tspolitischen Diskursen, die au&szlig;erhalb dieser Blasen keine Rolle spielen. Dadurch erkl&auml;rt sich auch, weshalb Annalena Baerbock nicht in der Lage ist, die weltpolitischen Entwicklungen zu deuten oder gar einordnen zu k&ouml;nnen. Nicht nur im Bezug auf Indien.<br>\nEine &bdquo;werteorientierte&ldquo; Au&szlig;enpolitik, wie sie Au&szlig;enministerin Baerbock zu vertreten vorgibt, entpuppt sich in diesem Zusammenhang als &auml;hnlich substanzlos wie der Wahlkampfslogan der Gr&uuml;nen vom Herbst 2021 &bdquo;Keine Waffen in Krisen -und Kriegsgebiete&ldquo;&rdquo;.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.berliner-zeitung.de\/politik-gesellschaft\/geopolitik-supermacht-indien-warum-eine-werteorientierte-aussenpolitik-hier-an-ihre-grenzen-stoesst-li.331287\">Ramon Schack in Berliner Zeitung<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>Das Ende der US-Dominanz am Persischen Golf (III)<\/strong><br>\nChinas Machtgewinn am Persischen Golf durch seinen Vermittlungserfolg im Konflikt zwischen Saudi-Arabien und Iran stellt neben der US-Dominanz in der Region auch die deutsche Position dort in Frage. Beijing ist es gelungen, Ann&auml;herungsversuche zwischen Riad und Teheran zu einem ersten Erfolg zu f&uuml;hren; beide wollen nun ihre diplomatischen Beziehungen wieder aufnehmen und verhandeln &uuml;ber eine weiterreichende Kooperation. Gelingt dies, dann stehen Bem&uuml;hungen der Vereinigten Staaten, eine Art arabischer NATO gegen Iran in Stellung zu bringen, vor dem Scheitern. Von der US-Dominanz im Mittleren Osten hat jahrzehntelang auch die Bundesrepublik profitiert, die bei Bedarf immer Erd&ouml;l und Erdgas aus der Region beziehen und dort profitable Gesch&auml;fte abwickeln konnte; zuletzt fungierte eine Zeitlang ein Ex-Siemens-Chef als Wirtschaftsberater des saudischen Kronprinzen Muhammad bin Salman, des eigentlichen Machthabers im Land. Ob die Offenheit f&uuml;r Berliner Interessen in Mittelost trotz des US-Einflussverlusts bestehen bleibt, ist ungewiss. Das enge B&uuml;ndnis zwischen Saudi-Arabien und den USA steckt schon seit geraumer Zeit in der Krise.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.german-foreign-policy.com\/news\/detail\/9204\">German Foreign Policy <\/a>\n<p>dazu auch: <strong>In die neue Ordnung: China und der Nahe\/Mittlere Osten<\/strong><br>\nChinas Bem&uuml;hen um eine Neuordnung des Nahen und Mittleren Ostens beginnt sich zu konkretisieren. Am 10. M&auml;rz hatten sich Unterh&auml;ndler Saudi-Arabiens und Irans in Beijing auf einen Neustart mit der Wiederaufnahme diplomatischer Beziehungen beider Staaten geeinigt. Am Montag wurde bekannt: Die Au&szlig;enminister beider L&auml;nder haben jetzt ihr erstes pers&ouml;nliches Treffen vereinbart, das noch vor dem Ende des Fastenmonats Ramadan stattfinden wird, also vor dem 21. April. Die Einigung war ein gewaltiger Fortschritt. Nun aber stehen f&uuml;r Riad und Teheran &ndash; und im Hintergrund f&uuml;r Beijing &ndash; die ber&uuml;chtigten M&uuml;hen der Ebene an. Der Wille zur Ann&auml;herung zwischen den beiden Erzfeinden ist da. Ob aber auch ein Weg vorhanden und ob er begehbar ist, das muss sich erst weisen. Klar ist nur: Gelingt ein Interessenabgleich zwischen Saudi-Arabien und Iran, dann sind die US-Versuche gescheitert, aus den arabischen Golfstaaten und Israel eine Art Mittelost-NATO gegen Teheran zu formen. Und: Die jahrzehntelange &Auml;ra der US-Dominanz in der Region w&auml;re dann wohl vorbei.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.jungewelt.de\/artikel\/447745.in-die-neue-ordnung.html\">junge Welt<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>Die Hungermacher (IV)<\/strong><br>\nTrotz einer pers&ouml;nlichen Intervention von UN-Generalsekret&auml;r Ant&oacute;nio Guterres verhindert die EU weiterhin D&uuml;ngemittelexporte aus Russland und Belarus und treibt damit zahlreiche L&auml;nder Afrikas in den Hunger. Konkret weigert sich Br&uuml;ssel zur Zeit, Ausnahmen bei seinen Sanktionen gegen Belarus zu gew&auml;hren, die es erm&ouml;glichen w&uuml;rden, den sanktionsbedingt grassierenden D&uuml;ngermangel vor allem auf dem afrikanischen Kontinent zu reduzieren. Experten zufolge ist der D&uuml;ngemitteleinsatz in Afrika s&uuml;dlich der Sahara bereits um ein Viertel gesunken. Mit deutlich geringerer Ernte und empfindlich steigendem Hunger ist noch in diesem Jahr zu rechnen. Guterres war zum EU-Gipfel nach Br&uuml;ssel gereist, um f&uuml;r ein Ende der D&uuml;ngemittelblockade zu pl&auml;dieren, war jedoch von &ndash; so der EU-Jargon &ndash; &bdquo;uns Europ&auml;ern&ldquo; abgewiesen worden: Man sei nicht bereit, die Sanktionen einzuschr&auml;nken, nur um &bdquo;die UNO zu beschwichtigen&ldquo;, hie&szlig; es. Besonders die Russland-Sanktionen tragen weiter zum D&uuml;ngermangel bei, der sich in diesem und in den kommenden Jahren in einer zus&auml;tzlichen Knappheit an Nahrungsmitteln vor allem in den L&auml;ndern des Globalen S&uuml;dens niederschlagen wird.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.german-foreign-policy.com\/news\/detail\/9205\">German Foreign Policy <\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>Sprechen wir ausnahmsweise &uuml;ber den Angriffskrieg der USA gegen Syrien<\/strong><br>\nZwei Gro&szlig;m&auml;chte f&uuml;hren derzeit v&ouml;lkerrechtswidrige Angriffskriege gegen ein anderes Land, besetzen Teile der angegriffenen L&auml;nder und bringen sehr viel Leid &uuml;ber deren Bev&ouml;lkerungen. Sie tun das, weil sie die Regierung des jeweiligen Landes f&uuml;r den Ausbund des B&ouml;sen halten und sagen, dass sie sich oder ihre Verb&uuml;ndeten innerhalb und au&szlig;erhalb des angegriffenen Landes von dieser Regierung bedroht f&uuml;hlen. Sie stehlen die Ressourcen des angegriffenen Landes, hei&szlig;t es. Beide L&auml;nder sollten verurteilt, mit Sanktionen belegt und ihre F&uuml;hrer wegen Kriegsverbrechen angeklagt werden.<br>\nVom v&ouml;lkerrechtswidrigen Angriffskrieg der einen Gro&szlig;macht, deren berechtigter Verurteilung, den Sanktionen und der Anklage gegen den Regierungschef h&ouml;ren wir viel und wissen Bescheid. [&hellip;]<br>\n&Uuml;ber den v&ouml;lkerrechtswidrigen Angriffskrieg des anderen Landes h&ouml;rt man sehr wenig.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/norberthaering.de\/news\/usa-syrien\/\">Norbert H&auml;ring<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>US-&bdquo;Demokratiegipfel&ldquo; sucht Eigennutz<\/strong><br>\nAm Mittwoch wird der zweite von den Vereinigten Staaten veranstaltete &bdquo;Demokratiegipfel&ldquo; stattfinden. Es handelt sich dabei um eine weitere Farce, in der die Vereinigten Staaten unter dem Banner der &bdquo;Demokratie&ldquo; Eigennutz suchen: Erstens nutzen die USA den Gipfel, um sich als &bdquo;demokratischer Anf&uuml;hrer&ldquo; zu pr&auml;sentieren und zu versuchen, ihre Hegemonie aufrechtzuerhalten. Zweitens verst&ouml;&szlig;t das Verhalten, L&auml;nder in &bdquo;demokratisch&ldquo; und &bdquo;undemokratisch&ldquo; zu unterteilen, bereits gegen die wahre Bedeutung von Demokratie, ist aber eine g&auml;ngige Methode der Vereinigten Staaten, um Cliquen zu bilden. Drittens ist der Export der &bdquo;Demokratie amerikanischen Stils&ldquo; durch die Vereinigten Staaten tats&auml;chlich eine Einmischung in andere L&auml;nder, was eine typische Machtpolitik darstellt.<br>\n&bdquo;Demokratie bedeutet Nichteinmischung&hellip; Demokratie kann nicht durch Sanktionen oder Gewalt aufgezwungen werden. Demokratie kann nicht exportiert werden. Demokratie basiert auf Dialog unter der Pr&auml;misse der Koexistenz&hellip;&ldquo; Dies sagte der argentinische Pr&auml;sident Alberto Fern&aacute;ndez beim ersten &bdquo;Demokratiegipfel&ldquo;. Wie das Ergebnis des letzten Gipfels zeigt, sind auch die Pl&auml;ne der Vereinigten Staaten f&uuml;r diesen Gipfel zum Scheitern verurteilt.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/german.cri.cn\/2023\/03\/27\/ARTIziIl8FgezjfjKNOMwsT7230327.shtml\">CRI online<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Einmischung abgewehrt: Kubaner haben neue Nationalversammlung gew&auml;hlt. Hohe Beteiligung trotz St&ouml;rversuchen von Gegnern.<\/strong><br>\nDie Gegner des kubanischen Gesellschaftsmodells d&uuml;rften entt&auml;uscht sein: Ihre Hoffnung, dass der Frust vieler Menschen &uuml;ber die Folgen der Blockade und andere Probleme zu einer niedrigen Wahlbeteiligung f&uuml;hren w&uuml;rde, ist nicht erf&uuml;llt worden. Knapp 6,2 der 8,1 Millionen Wahlberechtigten gaben am Wochenende ihre Stimme ab, um die 470 Abgeordneten der &raquo;Nationalversammlung der Volksmacht&laquo; (ANPP), des h&ouml;chsten gesetzgebenden Organs des Karibikstaates, f&uuml;r die n&auml;chsten f&uuml;nf Jahre zu w&auml;hlen. Wie die Pr&auml;sidentin des Nationalen Wahlrates (CNE), Alina Balseiro, am Montag mittag (Ortszeit) mitteilte, lag die Wahlbeteiligung nach dem vorl&auml;ufigen Endergebnis mit 75,92 Prozent zwar etwas niedriger als bei der Parlamentswahl im Jahr 2018 (78,57 Prozent), aber h&ouml;her als angesichts der wirtschaftlichen Probleme des Landes erwartet worden war. &raquo;Nach den bisher vorliegenden Ergebnissen k&ouml;nnen wir feststellen, dass der Aufruf unserer Feinde zur Wahlenthaltung in den Netzwerken und digitalen Medien gescheitert ist&laquo;, hatte der Schriftsteller und Pr&auml;sident des Kulturinstituts Casa de las Am&eacute;ricas, Abel Prieto, schon am Sonntag abend erkl&auml;rt. Balseiro unterstrich, dass die Wahlbeteiligung im Vergleich zu den letzten Abstimmungen wieder gestiegen ist und 1,8 Prozentpunkte &uuml;ber der beim Referendum zum neuen Familiengesetzbuch im September vergangenen Jahres sowie 7,36 Prozent &uuml;ber der Beteiligung bei den Kommunalwahlen im November 2022 lag. Die spanische Agentur Efe kommentierte, dass die diesj&auml;hrige Teilnahme in Kuba auch &raquo;im Vergleich zu allen L&auml;ndern der westlichen Hemisph&auml;re und zu vielen liberalen Demokratien&laquo; hoch gewesen sei. Die Wahlen k&ouml;nnten allerdings nicht mit denen in diesen L&auml;ndern verglichen werden, da &raquo;das politische System Kubas gewisserma&szlig;en plebiszit&auml;r ist&laquo;, so Efe. Die Agentur verwies darauf, dass die Bev&ouml;lkerung der Karibikinsel &ndash; anders als in den repr&auml;sentativen Demokratien des Westens &ndash; in wichtigen politischen Fragen unmittelbar Entscheidungen treffe.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.jungewelt.de\/artikel\/447719.bev%C3%B6lkerung-trotzt-us-embargo-einmischung-abgewehrt.html\">junge Welt<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>Ein ganz gro&szlig;er Angriff<\/strong><br>\nWas bewirken Zuzahlungen?<br>\nZur Zeit sind die Angriffe auf unser solidarisch finanziertes Gesundheitswesen mal wieder so scharf wie lange nicht mehr. Auch der Zeitung mit den vier gro&szlig;en Buchstaben ist das eine Schlagzeile wert: &bdquo;Kassen-Patienten sollen 2000 Euro selbst bezahlen&ldquo;. Ein Freiburger &Ouml;konomieprofessor namens Bernd Raffelh&uuml;schen, bisher nur bekannt als Lobbyist der neoliberalen Arbeitgebertruppe &bdquo;Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft&ldquo; (INSM), warnt vor einer Kostenexplosion im Gesundheitswesen und prophezeit einen Beitragssatz von 22 Prozent im Jahr 2035, wenn man dem keinen Einhalt gebietet. [&hellip;]<br>\nSo alt die Idee der Kostend&auml;mpfung durch Zuzahlungen auch ist und so oft sie auch aufgew&auml;rmt wird, so sehr verfehlt sie schon immer ihr gew&uuml;nschtes Ziel. Die London School of Economics hat bereits vor vierzehn Jahren 173 Studien aus f&uuml;nfzehn Nationen &uuml;ber Zuzahlungen im Gesundheitswesen ausgewertet und zweifelsfrei festgestellt, dass die Folgekosten durch weniger Arztbesuche, durch verz&ouml;gerte Notfallbehandlungen und durch verschleppte Krankheiten h&ouml;her sind als alle Einsparungen und Einnahmen durch Zuzahlungen zusammen. &Ouml;konomisch sind Zuzahlungen also eine Milchm&auml;dchenrechnung. Sie sind kostentreibend, nicht kostensenkend.<br>\nWenn Zuzahlungen den Krankenkassenetat mit nur zwei Milliarden Euro im Jahr so gut wie gar nicht entlasten, wenn Zuzahlungen gar nicht kostend&auml;mpfend wirken, was sollen sie dann? Wenn es &ouml;konomisch gar nichts bringt, steckt vielleicht eine andere Idee dahinter? Die scheibchenweise Erweiterung der Zuzahlungen hat vor Jahrzehnten ganz klein und harmlos mit nur f&uuml;nfzig Pfennig pro Rezept begonnen. Sie belastet chronisch Kranke inzwischen mit mehreren hundert Euro pro Jahr f&uuml;r Verbandsmittel, Medikamente, Hilfsmittel, Heilmittel, h&auml;usliche Krankenpflege, Krankenhausaufenthalt, Rehabilitation, Fahrtkosten und Haushaltshilfen. Das ist nichts anderes als eine scheibchenweise Demontage des Solidarit&auml;tsprinzips.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.fr.de\/meinung\/kolumnen\/ein-ganz-grosser-angriff-92152119.html\">Bernd Hontschik auf FR Online<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>Sinn und Unsinn der &ouml;ffentlichen Auftragsvergabe<\/strong><br>\nJedes Jahr geben die Beh&ouml;rden in der EU rund 14 Prozent des Bruttoinlandsproduktes (BIP) f&uuml;r &ouml;ffentliche Auftr&auml;ge aus. Dies entspricht mehr als 1,9 Billionen Euro. In &Ouml;sterreich bel&auml;uft sich das durchschnittliche Volumen auf 67 Mrd. Euro pro Jahr und macht damit ca. 18 Prozent des &ouml;sterreichischen BIP aus. Die staatliche Beschaffung ist also eine wichtige Quelle der Nachfrage, insbesondere in Krisenzeiten. Da Steuergelder der B&uuml;rger:innen zum Einsatz kommen, muss die Mittelverwendung einerseits effizient und transparent erfolgen, andererseits hat der Staat eine  Vorbildrolle. Dies ist nur m&ouml;glich, wenn entsprechende Kontroll- und Haftungsmechanismen bestehen: Also fairer Wettbewerb bei den Bieter:innen statt Lohndumping und Subunternehmensketten. Eine kurze Bestandsaufnahme zeigt: Es gibt Handlungsbedarf.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/awblog.at\/sinn-und-unsinn-der-oeffentlichen-auftragsvergabe\/\">A&amp;W blog<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>Auch 2023 werden Banken mit Staatsgeldern gerettet<\/strong><br>\nNach der Finanzkrise von 2008 wurde versprochen, die Finanzm&auml;rkte stabil aufzustellen. Doch die Credit Suisse und die Silicon Valley Bank zeigen, dass die entscheidenden Reformen ausgeblieben sind.<br>\nFast f&uuml;nfzehn Jahre ist die Pleite der Lehman Brothers Bank her. Sie hatte die letzte globale Finanzkrise so richtig losgetreten. Danach hatten Politikerinnen und Politiker versprochen, den Finanzsektor strenger zu regulieren. Nie wieder sollte die Politik von einem kriselnden Finanzsystem erpresst werden k&ouml;nnen. Regeln sollten her, um Banken kleiner und stabiler zu machen. Doch am 19. M&auml;rz 2023 war es wieder soweit: Eine Bank war zu gro&szlig;, um sie pleitegehen zu lassen &ndash; too big to fail.<br>\nNachdem die Credit Suisse &ouml;ffentlich um Hilfe bat, vermittelten die Schweizer Regierung und Zentralbank im Eiltempo eine Fusion mit der gr&ouml;&szlig;ten Schweizer Bank UBS. Die Beh&ouml;rden betonen, dies sei eine &raquo;kommerzielle Transaktion&laquo; und keine staatliche Rettung. Doch 9 Milliarden Franken an Garantien durch den Schweizer Steuerzahler und 200 Milliarden Franken Liquidit&auml;tsspritze durch die Zentralbank sprechen eine andere Sprache: Das war eine staatliche Rettungsma&szlig;nahme.<br>\nDie Credit Suisse war seit Jahren eine Skandalbank. Bei jedem neuen Finanzskandal konnte man sich fast sicher sein, dass die Credit Suisse involviert war. Und w&auml;hrend die Credit Suisse zwischen 2013 und 2022 insgesamt 3,2 Milliarden Franken Verlust machte, sch&uuml;ttete sie im gleichen Zeitraum 32 Milliarden Franken an Bonuszahlungen aus. Schon zwischen Oktober und Dezember 2022 begannen Kundinnen und Kunden, Verm&ouml;gen in H&ouml;he von 111 Milliarden Franken von der Bank abzuziehen. Man musste also kein Hellseher sein, um zu wissen, dass die Bank schon l&auml;nger ernsthafte Probleme hatte.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/jacobin.de\/artikel\/auch-2023-werden-banken-mit-staatsgeldern-gerettet-credit-suisse-silicon-valley-bank-finanzlobby-finanzkrise-michael-peters\/\">Jacobin<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>&bdquo;Dann bekommt die Theorie vom NSU-Trio Risse&ldquo;<\/strong><br>\nDer NSU-Untersuchungsausschuss des bayerischen Landtags wirbelt bei den Ermittlungsbeh&ouml;rden offensichtlich Staub auf. Ein Zeuge, der jetzt von dem Gremium befragt wurde, war zuvor vom Bundeskriminalamt aufgesucht und vernommen worden. Die Frage ist, woher das BKA so fr&uuml;hzeitig wusste, dass und wann der Mann als Zeuge geh&ouml;rt werden sollte.<br>\nEs geht dabei um die Versendung jener DVD-Scheibe mit dem Propaganda-Video der NSU-Morde nach dem Auffliegen des NSU-Trios im November 2011. Als Urheber des Videos sehen die Ermittler allein das Trio B&ouml;hnhardt-Mundlos-Zsch&auml;pe. Alleinige Verbreiterin soll Zsch&auml;pe gewesen sein. Dieser Darstellung widerspricht, dass eine der Scheiben bei den N&uuml;rnberger Nachrichten in N&uuml;rnberg in den Hausbriefkasten geworfen worden ist. Da das nach der Inhaftierung von Zsch&auml;pe gewesen ist, muss es jemand anderes getan haben. Ein Mitwisser, Helfer oder gar Mitt&auml;ter aus N&uuml;rnberg?<br>\nDie Frage hat eine gro&szlig;e Relevanz, um nicht zu sagen: Brisanz. Denn wenn die DVD mit dem fraglichen Video bei der Zeitung eingeworfen wurde, &bdquo;bekomme die Theorie vom Trio Risse&ldquo;, so der Ausschussvorsitzende Toni Schuberl (Gr&uuml;ne). Man kann davon ausgehen, dass das auch dem BKA bewusst ist.<br>\nDass die oberste Polizeibeh&ouml;rde ihre Ermittlungserkenntnisse bisher aber anders darstellt und bezweifelt, dass die DVD an die N&uuml;rnberger Nachrichten durch eine Person &uuml;berbracht wurde, muss Fragen nach ihrem Wissen und ihrer Intention aufwerfen: Soll nicht sein, was nicht sein darf? Dass der NSU-T&auml;terkreis n&auml;mlich aus mehr Personen bestand, oder aus anderen, als nur aus den drei Genannten.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/overton-magazin.de\/top-story\/dann-bekommt-die-theorie-vom-nsu-trio-risse\/%20\">Thomas Moser in Overton Magazin<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>Die H&auml;lfte des importierten Honigs m&ouml;glicherweise gef&auml;lscht<\/strong><br>\nEin gro&szlig;ert Teil des nach Europa eingef&uuml;hrten Honigs steht im Verdacht, gef&auml;lscht zu sein. F&uuml;r einen Bericht  der Europ&auml;ischen Kommission hat das Labor der Gemeinsamen Forschungsstelle (JRC) 320 Proben von Honig genommen. 46 Prozent davon waren nicht echt, sondern vor allem mit Zuckersirupen aus Reis, Weizen oder Zuckerr&uuml;ben verd&uuml;nnt. Dies ist nach EU-Recht verboten. Auch von den 32 in Deutschland entnommenen Proben steht die H&auml;lfte im Verdacht, gef&auml;lscht zu sein. (&hellip;)<br>\nDie Quote der F&auml;lschungen ist mit 46 Prozent etwa drei Mal so hoch wie w&auml;hrend des letzten EU-Kontrollberichts 2017. Damals lag der Anteil der beanstandeten Proben bei lediglich 14 Prozent. Ein m&ouml;glicher Grund: In der Vergangenheit verd&uuml;nnten die Betr&uuml;ger den Honig mit Zuckersirupen aus Maisst&auml;rke oder Zuckerrohr. Mittlerweile verwenden sie jedoch Sirupe, die haupts&auml;chlich aus Reis, Weizen oder Zuckerr&uuml;ben hergestellt werden &ndash; ein Betrug, der derzeit von den meisten Laboren aus technischen Gr&uuml;nden nicht entdeckt werden kann.<br>\nDenn die staatlichen Labore verwenden veraltete Analysemethoden. foodwatch fordert deshalb: Die Beh&ouml;rden m&uuml;ssen die Kontrollen gegen Lebensmittelbetrug verbessern, um die F&auml;lschungen erkennen zu k&ouml;nnen (&hellip;)<br>\nDer Honig-Betrug ist lukrativ: Im Durchschnitt kostet nach Europa eingef&uuml;hrter Honig 2,17 Euro pro Kilo, w&auml;hrend Zuckersirupe aus Reis zwischen 0,40 und 0,60 Euro pro Kilo kosten. Die EU importiert j&auml;hrlich 175.000 Tonnen Honig aus Drittl&auml;ndern. Damit ist die EU nach den Vereinigten Staaten der zweitgr&ouml;&szlig;te Honigimporteur der Welt &ndash; und deckt damit 40 Prozent des Verbrauchs. foodwatch sch&auml;tzt, dass in der EU jedes Jahr 80.000 Tonnen gef&auml;lschter Import-Honig verkauft wird. Da Betrug jedoch auch innerhalb der EU stattfindet, ist die Gesamtzahl des verbotenen Honigs im europ&auml;ischen Handel deutlich h&ouml;her.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.foodwatch.org\/de\/aktuelle-nachrichten\/2023\/die-haelfte-des-importierten-honigs-moeglicherweise-gefaelscht\/\">foodwatch<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>Viel Aufmerksamkeit f&uuml;r fragw&uuml;rdige Experten<\/strong><br>\nSie f&uuml;llen Hallen, schreiben B&uuml;cher oder sitzen in Talkshows: vermeintliche Experten zum russischen Angriffskrieg in der Ukraine. Dabei gelten viele ihrer Ansichten in der Wissenschaft als abwegig &ndash; oder ganz falsch.<br>\nWestfalenhalle in Dortmund: ausverkauft; Eurogress in Aachen: ausverkauft; Stadtcasino in Basel: ausverkauft. Mit seiner Vortragsreihe &ldquo;Warum ist der Ukraine-Krieg ausgebrochen?&rdquo; f&uuml;llt der Schweizer Daniele Ganser derzeit die Hallen in Deutschland, &Ouml;sterreich und der Schweiz. Und das trotz Ticketpreisen von 27 Euro aufw&auml;rts. Und vor allem: trotz fehlender Expertise im Bereich osteurop&auml;ischer Geschichte, wie Experten bem&auml;ngeln.<br>\n&ldquo;Ganser hat sich nie intensiver mit der Ukraine oder mit Russland besch&auml;ftigt und er verf&uuml;gt nicht &uuml;ber entsprechende Landes- oder Sprachkenntnisse&rdquo;, sagt Frithjof Benjamin Schenk, Professor f&uuml;r Osteurop&auml;ische Geschichte an der Universit&auml;t Basel. &ldquo;Dennoch wird er oft als Osteuropaexperte wahrgenommen.&rdquo; Eigene Forschung oder wissenschaftliche Publikationen speziell &uuml;ber die Ukraine oder zu Russland k&ouml;nne Ganser nicht nachweisen, so Schenk. (&hellip;)<br>\nAkteuren wie Ganser, Gu&eacute;rot oder Krone-Schmalz werde angesichts ihrer aktuellen oder fr&uuml;heren T&auml;tigkeit von der &Ouml;ffentlichkeit ein Expertenstatus und daher Glaubw&uuml;rdigkeit zugeschrieben. &ldquo;Und wenn nun Vortr&auml;ge und B&uuml;cher von &lsquo;Experten&rsquo; mit einem wissenschaftlichen Anspruch daherkommen, ohne sich mit Russland, mit Putin oder mit der ukrainischen Gesellschaft besch&auml;ftigt zu haben, dann schr&auml;nkt uns das ganz erheblich bei anderen Aufgaben ein&rdquo;, sagt Aust. &ldquo;Wir sind permanent besch&auml;ftigt, immer wieder die gleichen Falschaussagen und Verzerrungen zu korrigieren. Das zieht Zeit von konstruktiven Beitr&auml;gen zur Gestaltung der Zukunft, etwa der Beziehungen zur Ukraine und ihrer Wissenschaft ab.&rdquo;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.tagesschau.de\/faktenfinder\/ganser-guerot-krone-schmalz-101.html%20\">tagesschau<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers A.H.:<\/strong> Unglaublich wie durch &bdquo;unsere&ldquo; Natomedien Kriegsgegner verunglimpft werden. Hier soll wohl so etwas wie ein &ldquo;Igitt&rdquo;-Gef&uuml;hl in die K&ouml;pfe der B&uuml;rger gepflanzt werden. Die ausverkauften S&auml;le bei den Vortr&auml;gen von Daniele Ganser sind wohl nicht mehr wegzudiskutieren. So wird mit Framing wie <\/em><\/p>\n<ul>\n<li><em>vermeintliche Experten,<\/em><\/li>\n<li><em>in der Wissenschaft als abwegig,<\/em><\/li>\n<li><em>fehlender Expertise im Bereich osteurop&auml;ischer Geschichte,<\/em><\/li>\n<li><em>wie Experten bem&auml;ngeln,<\/em><\/li>\n<li><em>unterscheiden sich sehr stark von dem, was aus Sicht vieler Osteuropahistoriker Konsens ist,<\/em><\/li>\n<\/ul>\n<p><em>Daniele Ganser, Ulrike Gu&eacute;rot und Gabriele Krone-Schmalz diskreditiert. Dabei kommt es zu aussagen wie: &bdquo;In Gansers Augen sind die USA f&uuml;r den russischen Angriffskrieg verantwortlich, da die US-Regierung unter dem damaligen Pr&auml;sidenten Barack Obama im Zuge des Euromaidans 2014 angeblich einen Putsch gegen den fr&uuml;heren ukrainischen Pr&auml;sidenten Viktor Janukowitsch angezettelt habe.&ldquo;<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>Buchtipp: Das Ende des Informationsjournalismus<\/strong><br>\nDie St&auml;ndige Publikumskonferenz, ein Verein, der dem &ouml;ffentlich-rechtlichen Rundfunk auf die Sendemasten schaut, hat eine sehr lesenswerte Aufarbeitung der Berichterstattung &uuml;ber die Griechenlandkrise ver&ouml;ffentlicht. Sie zeigt sehr deutlich die Techniken und Muster, die angewendet wurden, damit das Publikum Sicht und Interessen der Bundesregierung verinnerlicht. Das ist ungemein hilfreich im Umgang mit der laufenden Berichterstattung zum Corona- und Impfskandal und zum Russland-Ukraine-Krieg.<br>\nDer Name des Autors, Otto Stern, ist ein Pseudonym.<br>\nDer Untertitel des Buches hei&szlig;t &bdquo;Storytelling in der ARD-Griechenlandberichterstattung 2015&ldquo;. Storytelling, zu Deutsch: Geschichtenerz&auml;hlen, ist das Verpacken von Information in eine Geschichte, die Gef&uuml;hle aktiviert, um wirkungsvolle Botschaften direkt ans Unterbewusste des Publikums zu senden. Es ist ein Gegenkonzept zum klassischen Informationsjournalismus.<br>\nDie Methode ist nicht nur im &ouml;ffentlich-rechtlichen Rundfunk inzwischen die Norm, sondern auch f&uuml;r Nachrichtenformate. Das Besondere am &ouml;.-r. Rundfunk ist allerdings, dass im Rundfunkstaatsvertrag eine Trennung von Information und Meinung gefordert wird, die durch das Storytelling aufgehoben wird.<br>\nBeim Storytelling gibt es implizit einen Erz&auml;hler mit einer Erz&auml;hlperspektive, die positiv, neutral oder negativ dem Handelnden gegen&uuml;ber ist. Es gibt eine Dramaturgie. Unbewusst heraufbeschworen werden Metaphern aus der Mythologie oder solche aus dem (kindlichen) Familienleben, wie der gestrenge Vater (Sch&auml;uble), die gute Mutter (Merkel) oder der aufs&auml;ssige, unzuverl&auml;ssige Teenager (Varoufakis), den Vater und Mutter mit sanftem (notfalls auch nicht so sanftem) Zwang zu seinem eigenen Wohl anleiten m&uuml;ssen.<br>\nIch hatte seinerzeit selbst ziemlich viel &uuml;ber die manipulative Berichterstattung &uuml;ber die Bankenrettung alias Griechenlandrettung berichtet und auch Programmbeschwerden gegen die Tagesschau und den Bericht aus Berlin eingereicht. Beschwerdegrund war jeweils, dass sie es entgegen den Vorgaben von &sect;10 des Rundfunkstaatsvertrags in einer Reihe von Aussagen an Faktentreue und Neutralit&auml;t, sowie an der Trennung von Nachricht und (abwertendem) Kommentar hatten fehlen lassen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/norberthaering.de\/buchtipps\/ende-des-informationsjournalismus\/\">Norbert H&auml;ring<\/a><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (AT)<\/p>\n","protected":false},"author":11,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[19],"tags":[],"class_list":["post-95572","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-hinweise-des-tages"],"jetpack_featured_media_url":"","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/95572","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/11"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=95572"}],"version-history":[{"count":2,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/95572\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":95574,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/95572\/revisions\/95574"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=95572"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=95572"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=95572"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}