{"id":95575,"date":"2023-03-28T10:00:01","date_gmt":"2023-03-28T08:00:01","guid":{"rendered":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=95575"},"modified":"2023-03-28T11:17:48","modified_gmt":"2023-03-28T09:17:48","slug":"der-krieg-in-der-ukraine-wer-stoppt-die-eskalationsspirale","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=95575","title":{"rendered":"Der Krieg in der Ukraine \u2013 Wer stoppt die Eskalationsspirale?"},"content":{"rendered":"<p>Der Krieg in der Ukraine dauert jetzt schon l&auml;nger als ein Jahr und es gibt keinerlei Anzeichen f&uuml;r ein Ende. Allerdings ist w&auml;hrend der Kampfhandlungen zunehmend deutlicher geworden, dass es sich um einen Stellvertreterkrieg zwischen den USA und Russland handelt. Die Ukraine dient den USA sozusagen als verl&auml;ngerter &bdquo;Kampfarm&ldquo;, um Russland als globalen Konkurrenten Washingtons zu schw&auml;chen und nach M&ouml;glichkeit auszuschalten. Diese Rivalit&auml;t zwischen den USA und Russland wird nicht nur durch eine immer umfangreichere milit&auml;rische und finanzielle Unterst&uuml;tzung seitens der USA und ihrer Verb&uuml;ndeten deutlich, sondern auch durch immer gef&auml;hrlichere Provokationen und Demonstrationen der beiden Atomm&auml;chte. Von <strong>J&uuml;rgen H&uuml;bschen<\/strong>.<br>\n<!--more--><br>\n<strong>Beteiligung von zwei amerikanischen &bdquo;B-52&ldquo;-Langstreckenbombern an den Feierlichkeiten zum estnischen Unabh&auml;ngigkeitstag<\/strong><\/p><p>Am 24. Februar 2023, also zeitgleich zum ersten Jahrestag des russischen Angriffs auf die Ukraine, wurde in Tallin, der Hauptstadt Estlands, der Unabh&auml;ngigkeitstag des Landes gefeiert. 105 Jahre zuvor hatte das kleine Land im Baltikum erstmals seine Losl&ouml;sung von Russland verk&uuml;ndet. An der stattfindenden Parade nahmen im Rahmen eines &Uuml;berflugs auch Luftstreitkr&auml;fte verb&uuml;ndeter NATO-Staaten teil. Neben deutschen &bdquo;Eurofightern&ldquo;, polnischen &bdquo;F-16&ldquo;-Kampfflugzeugen und franz&ouml;sischen &bdquo;Mirage&ldquo; zeigten die USA durch zwei &bdquo;B-52 Stratofortress&ldquo;-Langstreckenbomber mit ihren jeweils acht Triebwerken demonstrativ ihre milit&auml;rische St&auml;rke. Diese Bomber k&ouml;nnen mit ihrer Reichweite von bis zu 14.000 Kilometern jeden Punkt der Erde erreichen und sind, auch wegen der M&ouml;glichkeit, sie atomar zu bewaffnen, seit &uuml;ber 50 Jahren das strategische R&uuml;ckgrat der US-Luftwaffe. Die beiden &bdquo;B-52H&ldquo; geh&ouml;rten zum &bdquo;5th Bomb Wing&ldquo; von der &bdquo;Minot Air Force Base&ldquo; in North Dakota. Die besondere Brisanz dieser &bdquo;B-52-Show&ldquo; in Estland bestand darin, dass Tallin nur etwa 320 Kilometer entfernt von St. Petersburg liegt. Bis zur russischen Grenze sind es lediglich 200 Kilometer. Die US-Luftwaffe betonte in einer Pressemitteilung den Wert der strategischen Zusammenarbeit zwischen den beiden NATO-Verb&uuml;ndeten USA und Estland, die darauf abziele<em>, &bdquo;die baltischen Staaten zu st&auml;rken und abzusichern, Operationen zur Terrorismusbek&auml;mpfung zu unterst&uuml;tzen und Europas Ostflanke zu befestigen&ldquo;.<\/em><\/p><p><strong>Der Absturz einer unbewaffneten amerikanischen &bdquo;MQ-9 Reaper&ldquo;-Drohne &uuml;ber dem Schwarzen Meer<\/strong><\/p><p>Am 14. M&auml;rz 2023 st&uuml;rzte eine unbewaffnete amerikanische Drohne vom Typ &bdquo;MQ-9 Reaper&ldquo; nach einem nicht abschlie&szlig;end gekl&auml;rten Zusammentreffen mit zwei russischen &bdquo;SU-27&ldquo;-Abfangj&auml;gern &uuml;ber dem Schwarzen Meer ab. Die Einzelheiten des Zwischenfalls wurden von Moskau und Washington unterschiedlich dargestellt. Vorhandene Videoaufnahmen konnten zur Kl&auml;rung auch deswegen nicht beitragen, weil nach US-Angaben zwischenzeitlich die Kamera der Drohne ausgefallen war. Fest steht, dass die Drohne wohl in Rum&auml;nien stationiert war und aus der amerikanischen &bdquo;Air Base Ramstein&ldquo; in Deutschland gesteuert wurde. Die beiden russischen Abfangj&auml;ger waren von der Halbinsel Krim gestartet. Das US-amerikanische European Command erkl&auml;rte zu dem Vorfall, die Drohne habe sich im internationalen Luftraum befunden. Die russischen &bdquo;SU-27&ldquo; h&auml;tten bei mehreren Anfl&uuml;gen immer wieder Sprit abgelassen, um die Kamera der Drohne unbrauchbar zu machen, und schlie&szlig;lich den Propeller touchiert. Das US-Milit&auml;r habe sie deshalb <a href=\"https:\/\/www.tagesschau.de\/ausland\/europa\/us-drohne-russischer-kampfjet-kollision-101.html\">ins Meer st&uuml;rzen lassen<\/a>.<\/p><p>US-Verteidigungsminister Austin erkl&auml;rte, der Zwischenfall sei <em>&bdquo;Teil eines Musters von aggressivem, riskantem und gef&auml;hrlichem Handeln von russischen Piloten&ldquo;<\/em> im internationalen Luftraum. Die USA wiederum w&uuml;rden ihre Fl&uuml;ge &uuml;berall dort fortsetzen, <em>&bdquo;wo es das internationale Recht erlaubt&ldquo;<\/em>. Die russische Seite bestritt dieses Verhalten der russischen Piloten und erkl&auml;rte im Gegenzug, die russischen Maschinen h&auml;tten die Drohne nicht ber&uuml;hrt und auch keine Waffen eingesetzt; die Drohne sei durch eine zu heftige eigene Flugbewegung abgest&uuml;rzt.<\/p><p>Das US-amerikanische Au&szlig;enministerium bestellte den russischen Botschafter ein. Nach dem Zwischenfall &uuml;ber dem Schwarzen Meer telefonierten die Verteidigungsminister beider L&auml;nder miteinander. US-Verteidigungsminister Lloyd Austin sagte, er habe mit seinem russischen Amtskollegen Sergej Schoigu &uuml;ber den Absturz der Aufkl&auml;rungsdrohne gesprochen und erkl&auml;rte: &bdquo;<em>Wie ich immer wieder gesagt habe, ist es wichtig, dass gro&szlig;e M&auml;chte Vorbilder f&uuml;r Transparenz und Kommunikation sind.&ldquo; <\/em>Der russische Verteidigungsminister Sergej Schoigu habe seinem US-Kollegen gegen&uuml;ber die vermehrten nachrichtendienstlichen T&auml;tigkeiten Washingtons gegen Russland als eine Ursache f&uuml;r den Drohnenvorfall &uuml;ber dem Schwarzen Meer genannt. <em>&bdquo;Verst&auml;rkte nachrichtendienstliche T&auml;tigkeiten gegen die Interessen der Russischen F&ouml;deration&ldquo; <\/em>sowie die<em> &bdquo;Nichteinhaltung des Flugbeschr&auml;nkungsgebiets&ldquo;<\/em> h&auml;tten zu dem Vorfall gef&uuml;hrt. Das Verteidigungsministerium in Moskau warnte, Russland sei <em>&bdquo;an einer solchen Entwicklung der Ereignisse nicht interessiert, wird aber weiterhin auf alle Provokationen verh&auml;ltnism&auml;&szlig;ig reagieren&ldquo;, <\/em>hie&szlig; es. <\/p><p>Unabh&auml;ngige Fachleute gehen davon aus, dass die relativ hoch und langsam fliegende Drohne von der russischen Luftverteidigung aufgefasst wurde, die daraufhin zwei Abfangj&auml;ger starten lie&szlig;, um die Identit&auml;t des Flugobjekts zu kl&auml;ren, das sich wohl zumindest in der N&auml;he der russischen &bdquo;Air Defence Identifikation Zone&ldquo; (ADIZ) befunden und vermutlich den Transponder ausgeschaltet habe. Nach Meinung der Experten verf&uuml;gen &bdquo;SU 27&ldquo;-Abfangj&auml;ger &uuml;ber keine Einrichtung, um w&auml;hrend des Fluges Sprit abzulassen. Ein Touchieren des Propellers der Drohne h&auml;tte bei einem Abfangj&auml;ger zu dessen Absturz gef&uuml;hrt. Aus ihrer Sicht sei die Drohne durch die von den Man&ouml;vern der Abfangj&auml;ger erzeugten, starken Turbulenzen abgest&uuml;rzt.<\/p><p><strong>&Uuml;bungen von &bdquo;B-52&ldquo;-Langstreckenbombern &uuml;ber der Ostsee<\/strong><\/p><p>Die beiden &bdquo;B-52H&ldquo;-Langstreckenbomber waren nach ihrem Abstecher ins Baltikum im spanischen Mor&oacute;n gelandet. Dort bildeten sie mit zwei weiteren &bdquo;B-52H&ldquo; des &bdquo;5th Bomb Wing&ldquo; die aktuelle Abordnung der sogenannten &bdquo;Bomber Task Force&ldquo;, in deren Rahmen die USA regelm&auml;&szlig;ig schwere Bomber f&uuml;r Patrouillen und &Uuml;bungsfl&uuml;ge nach Europa und in andere Weltregionen schicken.<strong> <\/strong>Am Morgen des 20. M&auml;rz starteten zwei &bdquo;B-52H&ldquo; der US Air Force vom spanischen Fliegerhorst Mor&oacute;n und flogen wieder in Estlands Luftraum, um &uuml;ber der Ostsee unter anderem mit Kampfjets aus Polen zu trainieren. Die russische Nachrichtenagentur TASS schrieb dazu: <em>&bdquo;Am 20. M&auml;rz 2023 entdeckten Radarger&auml;te der diensthabenden Luftverteidigungskr&auml;fte des westlichen Milit&auml;rbezirks zwei Luftziele &uuml;ber der Ostsee, die auf die Staatsgrenze der Russischen F&ouml;deration zuflogen. Die Ziele wurden als zwei strategische Bomber B-52H der US-Luftwaffe identifiziert&rdquo;,<\/em> zitiert die Agentur das russische Verteidigungsministerium. Die Abfangmission der &bdquo;SU-35S&ldquo; sei <em>&bdquo;unter strikter Einhaltung des internationalen Luftrechts&ldquo; <\/em>erfolgt. <em>&bdquo;Nachdem sich die ausl&auml;ndischen Milit&auml;rflugzeuge wieder von der Staatsgrenze der Russischen F&ouml;deration entfernt hatten, kehrte das russische Flugzeug zu seiner Heimatbasis zur&uuml;ck.&ldquo;<\/em><\/p><p>Von amerikanischer Seite gab es zu den &Uuml;bungen &uuml;ber der Ostsee keine offizielle Erkl&auml;rung, aber es steht zweifelsfrei fest, dass es diese &Uuml;bungen unter Beteiligung von zwei &bdquo;B-52H&ldquo; der US-Luftwaffe gegeben hat.<\/p><p><strong>Geplante Lieferung von uranhaltiger Munition durch Gro&szlig;britannien an die Ukraine<\/strong><\/p><p>Am 20. M&auml;rz 2023 best&auml;tigte die britische Verteidigungsministerin Annabel Goldie auf Nachfrage, London werde Kiew unter anderem auch panzerbrechende Munition liefern, die sogenanntes abgereichertes Uran enth&auml;lt. Bei dieser Munition handelt es sich vermutlich um &bdquo;<a href=\"https:\/\/www.google.com\/search?client=firefox-b-d&amp;q=Depleted+Uranium+grenades&amp;spell=1&amp;sa=X&amp;ved=2ahUKEwjE_Iz66vn9AhXIjqQKHWJNCEEQkeECKAB6BAgIEAE\">Depleted Uranium Grenades<\/a>&ldquo; vom Kaliber 120 Millimeter, die zur Bek&auml;mpfung von Panzern zum Einsatz kommen. Sie k&ouml;nnen theoretisch vom britischen Kampfpanzer &bdquo;Challenger&ldquo;, dem amerikanischen Kampfpanzer &bdquo;M1 Abrams&ldquo; und vom deutschen Kampfpanzer &bdquo;Leopard&ldquo; eingesetzt werden, weil alle drei Panzertypen &uuml;ber eine 120-Millimeter-Kanone verf&uuml;gen, die von der deutschen Firma Rheinmetall hergestellt wird.<\/p><p>Die Bundeswehr verf&uuml;gt &uuml;ber keine uranhaltigen Granaten, weil Deutschland diese Waffen im Wesentlichen aus zwei Gr&uuml;nden ablehnt: Aufgrund seiner hohen Durchschlagskraft dringt das Geschoss in den Kampfraum des getroffenen Panzers ein und verbrennt dort auch die Besatzung. Au&szlig;erdem verursacht diese uranhaltige Munition durch ihre Strahlung dauerhafte Umweltsch&auml;den im Kampfgebiet. Bei Menschen, die sich in einem Gel&auml;nde aufhalten, in dem diese Munition eingesetzt wurde, oder die mit Panzern in Ber&uuml;hrung kommen, die von einem solchen Geschoss zerst&ouml;rt wurden, sind schwere gesundheitliche Sch&auml;den zu bef&uuml;rchten.<\/p><p>Der russische Pr&auml;sident Putin bezeichnete die von Gro&szlig;britannien angek&uuml;ndigte Lieferung von uranhaltiger Munition als rote Linie und drohte gleichzeitig damit, in einem solchen Fall diese Art von Munition ebenfalls einzusetzen.<\/p><p><strong>Zusammenfassende Bewertung<\/strong><\/p><p>Die dargestellten Ereignisse haben die Spannungen im Zusammenhang mit dem Ukraine-Krieg erheblich erh&ouml;ht und &ndash; wenn man so will &ndash; einige Umdrehungen der Eskalationsschraube zur Folge. Das gilt im besonderen Ma&szlig;e f&uuml;r die USA und Russland. Der russische Au&szlig;enminister Sergej Lawrow stellte im russischen Staatsfernsehen in diesem Zusammenhang fest:<\/p><blockquote><p>\n&bdquo;<em>Alle Vorf&auml;lle, die einen Zusammensto&szlig; der zwei Superm&auml;chte, der zwei gr&ouml;&szlig;ten Atomm&auml;chte provozieren, f&uuml;hren zu gro&szlig;en Risiken.&ldquo;<\/em>\n<\/p><\/blockquote><p>Dem ist aus meiner Sicht nichts hinzuzuf&uuml;gen, vor allem, was die v&ouml;llig &uuml;berfl&uuml;ssigen Provokationen wie &Uuml;bungen der &bdquo;B-52H&ldquo; &uuml;ber der Ostsee angeht. Die Frage ist, wie man diese Eskalationsschraube stoppen kann. Der fr&uuml;here Chef der M&uuml;nchener Sicherheitskonferenz, Wolfgang Ischinger, war im Zusammenhang mit dem Krieg in der Ukraine bislang eher als &bdquo;Hardliner&ldquo; einzuordnen, scheint seine Position jetzt aber &uuml;berdacht zu haben und teilt die internationalen Sorgen &uuml;ber eine Eskalation des Krieges in der Ukraine und ein Hineinziehen weiterer Staaten in den Konflikt. Dazu hat sicherlich auch der Zwischenfall &uuml;ber dem Schwarzen Meer beigetragen, die erste direkte Auseinandersetzung der beiden Atomm&auml;chte USA und Russland.<\/p><p>Ischinger fordert eine diplomatische Initiative aus Berlin, um die Ukraine zu unterst&uuml;tzen. Berlin m&uuml;sse Verhandlungen vorbereiten und russische Forderungen durchdenken. In einem ZDF-Interview sagte Ischinger:<\/p><blockquote><p>\n&bdquo;<em>Es ist die klassische Aufgabe des Ausw&auml;rtigen Amts, f&uuml;r die Bundesregierung m&ouml;gliche Verhandlungen vorzudenken.&ldquo;<\/em>\n<\/p><\/blockquote><p>Die Bundesregierung m&uuml;sse sich &uuml;berlegen, ob sie auf bestimmte Forderungen Russlands eingehen wolle. Solche Szenarien m&uuml;ssten durchdacht werden<em>. &bdquo;Das ist nicht unsere deutsche Aufgabe allein. Das m&uuml;ssen wir mit den Balten, den Polen, mit anderen Nachbarn und mit der Ukraine durchkakeln.&ldquo;<\/em> Jetzt sei die Zeit, sich vorzubereiten. Die Kritik, sein Vorschlag sei unrealistisch, weil Russland derzeit gar nicht verhandeln wolle, weist Ischinger zur&uuml;ck. Er wolle schlie&szlig;lich nicht jetzt die Ukraine zu Verhandlungen bringen, wohl aber solle man heute schon detailliert erarbeiten, was man k&uuml;nftig in m&ouml;glichen Verhandlungen beitragen k&ouml;nne.<\/p><p>&bdquo;<em>Es gibt nicht schrecklich viele Leute hier in Berlin, die selber als Diplomat Friedensverhandlungen gef&uuml;hrt haben. Ich habe das Erlebnis und die Erfahrung gehabt<\/em>&ldquo;, so Ischinger. Deswegen wisse er, dass Verhandlungen bestens vorbereitet sein m&uuml;ssten &ndash; etwa politisch und juristisch: <\/p><blockquote><p>&bdquo;Man kann da nicht einfach mit einer Zigarette im Mund reingehen und sagen: Jetzt machen wir mal. Das ist das Bohren dicker Bretter.&ldquo;<\/p><\/blockquote><p>Ischinger ist aus meiner Sicht zuzustimmen, dass man f&uuml;r Friedensverhandlungen auf ein m&ouml;glichst breites B&uuml;ndnis setzen m&uuml;sse. Konkret nennt er Indien und Brasilien, dessen Pr&auml;sident Lula da Silva sich ja bereits angeboten habe. Auf China setzt er keine gro&szlig;en Hoffnungen und die UNO erw&auml;hnt er gar nicht. Beides halte ich f&uuml;r einen Fehler, weil China einen 12-Punkte-Plan erarbeitet hat, f&uuml;r den man China beim Wort nehmen sollte. Erst dann wird man wissen, ob China wirklich dazu steht oder ob es sich nur um vollmundige Erkl&auml;rungen handelt. Eine Beteiligung der UNO, die bislang noch nicht einmal einen Sonderbeauftragten f&uuml;r die Ukraine benannt hat, halte ich f&uuml;r absolut zwingend, und auch die OSZE sollte konkret in die Pflicht genommen werden.<\/p><p>In kritischen Situationen wird h&auml;ufig vorschnell gesagt, es sei &bdquo;5 vor 12&ldquo;. Auf den Krieg in der Ukraine trifft es tats&auml;chlich zu. Wenn das Gel&auml;nde in der Ukraine nach dem Ende der &bdquo;Matsch-Periode&ldquo; f&uuml;r gepanzerte Fahrzeuge wieder befahrbar sein wird und die russische Offensive begonnen hat, dann ist es 12 Uhr und damit zu sp&auml;t.<\/p><p>Titelbild: Ein atomwaffenf&auml;higer B-52-Bomber der U.S. Air Force &ndash; shutterstock \/ Allen J.M. Smith<\/p><div class=\"moreLikeThis\">\n<strong>Mehr zum Thema:<\/strong>\n<p><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=95528\">Krieg um eine neue Weltordnung?<\/a><\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=95404\">Die Infantilisierung der deutschen Au&szlig;enpolitik: Botschafterin in der Ukraine posiert mit &bdquo;Kuschel-Leo&ldquo;<\/a><\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=94138\">Wird Deutschland zur europ&auml;ischen Speerspitze der USA gegen Russland?<\/a>\n<\/p><\/div><p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"http:\/\/vg04.met.vgwort.de\/na\/184c1725e01f41549e40e31e2a1439c3\" width=\"1\" height=\"1\" alt=\"\"><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Der Krieg in der Ukraine dauert jetzt schon l&auml;nger als ein Jahr und es gibt keinerlei Anzeichen f&uuml;r ein Ende. Allerdings ist w&auml;hrend der Kampfhandlungen zunehmend deutlicher geworden, dass es sich um einen Stellvertreterkrieg zwischen den USA und Russland handelt. Die Ukraine dient den USA sozusagen als verl&auml;ngerter &bdquo;Kampfarm&ldquo;, um Russland als globalen Konkurrenten Washingtons<\/p>\n<div class=\"readMore\"><a class=\"moretag\" href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=95575\">Weiterlesen<\/a><\/div>\n","protected":false},"author":11,"featured_media":95576,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[171],"tags":[3240,813,2055,469,2265,1937,259,2794,260,631,1556],"class_list":["post-95575","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-militaereinsaetzekriege","tag-diplomatische-verhandlungen","tag-drohnen","tag-estland","tag-grossbritannien","tag-ischinger-wolfgang","tag-militaermanoever","tag-russland","tag-stellvertreterkrieg","tag-ukraine","tag-uranmunition","tag-usa"],"jetpack_featured_media_url":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/wp-content\/uploads\/2023\/03\/B-52_Bomber.jpg","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/95575","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/11"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=95575"}],"version-history":[{"count":6,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/95575\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":95589,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/95575\/revisions\/95589"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/media\/95576"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=95575"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=95575"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=95575"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}