{"id":95746,"date":"2023-03-31T13:00:05","date_gmt":"2023-03-31T11:00:05","guid":{"rendered":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=95746"},"modified":"2023-03-31T13:57:50","modified_gmt":"2023-03-31T11:57:50","slug":"das-land-der-ahnungslosen-der-chinesische-friedensplan-und-seine-mediale-reflektion","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=95746","title":{"rendered":"Das Land der Ahnungslosen \u2013 der chinesische Friedensplan und seine mediale Reflektion"},"content":{"rendered":"<p><a href=\"https:\/\/www.liske.de\/_files\/ugd\/f02e2a_63f08f1d86d24de3892efd2080aa7794.pdf\">Schon seit M&auml;rz vergangenen Jahres<\/a> betrachte ich die Medien als sechste Teilstreitkraft des gegenw&auml;rtigen Krieges zwischen den USA und Russland. Sie bereiten mit ihren medialen Fl&auml;chenbombardements den Boden f&uuml;r die Sanktionen, die Waffenlieferungen und generell die politische Ausrichtung Deutschlands, indem sie den Journalismus durch eine russophob gepr&auml;gte Propaganda ersetzen, die durchaus erfolgreich zu einer monokulturellen Verbl&ouml;dung der Bev&ouml;lkerung f&uuml;hrt. Wenn man zu DDR-Zeiten Gebiete wie Sachsen als Tal der Ahnungslosen bezeichnete, weil man dort kein Westfernsehen empfangen konnte, so k&ouml;nnen wir inzwischen von Deutschland als Land der Ahnungslosen sprechen, denn die mediale Ausrichtung geht einher mit vielf&auml;ltigen Bem&uuml;hungen, noch vorhandenes Unkraut aus der medialen Landschaft zu tilgen oder dessen Inhalte als giftig zu diskreditieren. Von <strong>Bernd Liske<\/strong>.<br>\n<!--more--><\/p><p style=\"text-align: center;\">Die Natur der Demokratie: Die Dialektik aus Pressefreiheit<br>\n&ndash; die Freiheit der Journalisten, zu schreiben, was sie wollen,<br>\ndoch alle schreiben das gleiche &ndash; und freier Meinungs&auml;u&szlig;erung<br>\n&ndash; jeder kann sich &auml;u&szlig;ern, aber nicht alle d&uuml;rfen es h&ouml;ren.<\/p><p>Nicht wenigen mag eine solche Lagebeschreibung suspekt erscheinen, geh&ouml;rt doch die in ihr verankerte Pressefreiheit zu den Narrativen der Demokratie. In einer Welt, in der zunehmend der Schein das Sein bestimmt, <a href=\"https:\/\/twitter.com\/LiskeAphorismen\/status\/1216989722670706689?s=20\">macht es jedoch Sinn<\/a>, sich immer wieder aus n&auml;chster N&auml;he anzuschauen, wie postulierte Werte gelebt werden. Eine aktuelle M&ouml;glichkeit daf&uuml;r bietet die <a href=\"https:\/\/www.fmprc.gov.cn\/mfa_eng\/wjdt_665385\/2649_665393\/202302\/t20230224_11030713.html\">Friedensinitiative Chinas vom 24. Februar<\/a> &ndash; also dem Tag, an dem vor einem Jahr die Bem&uuml;hungen, Russland vor die Wahl zwischen Pest und Cholera zu stellen, dahingehend erfolgreich waren, dass Russland sich leider f&uuml;r die Pest entschied.<\/p><p>Schauen wir uns das mediale Echo auf die chinesische Initiative in den deutschen Medien an. Die <a href=\"https:\/\/twitter.com\/tagesschau\/status\/1629203337475244035?s=20\">Tagesschau<\/a> meint, dass es &bdquo;Keinesfalls ein umfassender Friedensplan&ldquo; w&auml;re und China die Position Russlands unterst&uuml;tzen w&uuml;rde. Im <a href=\"https:\/\/twitter.com\/heutejournal\/status\/1629223267348234241?s=20\">ZDF heute journal<\/a> liefert Marietta Slomka Au&szlig;enministerin Annalena Baerbock die Vorlage f&uuml;r deren einseitige Interpretation des Konflikts, indem sie von einem &bdquo;sogenannten Friedensplan&ldquo; spricht, der aber im Westen und der Ukraine auf gro&szlig;e Skepsis sto&szlig;en w&uuml;rde. <a href=\"https:\/\/twitter.com\/derspiegel\/status\/1629409408018165760?s=20\">DER SPIEGEL<\/a> spricht von einem &bdquo;nutzlosen Plan&ldquo; und einem &bdquo;mauen Dokument&ldquo;, das zeigt, &bdquo;dass die chinesische Regierung als Vermittler im Ukraine-Konflikt v&ouml;llig unbrauchbar ist&ldquo;. <a href=\"https:\/\/www.zeit.de\/politik\/ausland\/2023-02\/china-zwoelfpunkteplan-russland-ukraine-krieg-beziehungen?wt_zmc=sm.int.zonaudev.twitter.ref.zeitde.redpost.link.x&amp;utm_medium=sm&amp;utm_source=twitter_zonaudev_int&amp;utm_campaign=ref&amp;utm_content=zeitde_redpost_link_x\">ZEIT ONLINE<\/a> betrachtet China als Komplizen des Aggressors und meint, es w&auml;re &bdquo;kein glaubw&uuml;rdiger Friedensstifter&ldquo;. Die <a href=\"https:\/\/twitter.com\/SZ\/status\/1629168017362894850?s=20\">S&uuml;ddeutsche Zeitung<\/a> l&auml;sst ihre Leser wissen, dass es Peking nicht um den Frieden in der Ukraine geht, &bdquo;sondern um die angestrebte eigene Vorherrschaft&ldquo; &ndash; wobei man in Sorge ist, dass manche auf den Plan reinfallen k&ouml;nnten. Die <a href=\"https:\/\/twitter.com\/FAZ_Politik\/status\/1629006467989635072?s=20\">FAZ<\/a> sieht ein &bdquo;d&uuml;rres Friedenspapier&ldquo;, das der Imagepflege dient und &bdquo;Chinas bekannte Positionen und Allgemeinpl&auml;tze enth&auml;lt&ldquo;. Allen Beitr&auml;gen ist eigen, dass sie gegen die Initiative polemisieren, ohne sich mit den konkreten Vorschl&auml;gen journalistisch zu besch&auml;ftigen &ndash; also objektiv, knapp und pr&auml;zise. Eine Ausnahme stellt die <a href=\"https:\/\/twitter.com\/welt\/status\/1629386489749536770?s=20\">WELT<\/a> dar. Sie verlinkt zu dem Friedensplan, suggeriert dem Leser aber schon mit der &Uuml;berschrift &bdquo;Chinas Zw&ouml;lf-Punkte-Plan f&uuml;r die Ukraine im Detail&ldquo;, man k&ouml;nne sich eine Auseinandersetzung mit ihm ersparen, weil man ihn ja im Detail diskutieren w&uuml;rde &ndash; um dann mit einigen dem Papier entnommenen Phrasen die Behauptung zu st&uuml;tzen, China w&uuml;rde nur die Position Russlands vertreten: Was, wenn man als solche in Betracht zieht, dass Russland um eine umfassende Lagebeurteilung bem&uuml;ht ist, sicher nicht ganz falsch w&auml;re.<\/p><div class=\"imagewrap\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/bilder\/230331-Ahnungslosen.jpg\" alt=\"\" title=\"\"><\/div><p>Wenden wir uns nun den wesentlichen Aspekten des Zw&ouml;lf-Punkte-Papiers zu, und ich rege an, sich das Papier danebenzulegen. Wenn im ersten Punkt gefordert wird, die Souver&auml;nit&auml;t und territoriale Integrit&auml;t aller L&auml;nder m&uuml;sse wirksam gewahrt werden, kann das nicht als einseitige Botschaft an Russland verstanden werden, denn die sich seit Jahren vollziehende ungehemmte Aufr&uuml;stung der Ukraine sowie ihre angedachte Mitgliedschaft in der NATO stellen eine Gefahr f&uuml;r Russland dar. Nicht zuletzt wird das durch die Einbeziehung des zweiten Punktes deutlich, in dem zum Ausdruck gebracht wird, dass die Sicherheit eines Landes nicht auf Kosten eines anderen gew&auml;hrleistet und eine Konfrontation zwischen den verschiedenen Bl&ouml;cken vermieden werden sollte.<\/p><p>Wenn im dritten Punkt empfohlen wird, alles zu vermeiden, mit dem die Spannungen weiter versch&auml;rft werden k&ouml;nnen, so kann sich der Westen mit seinen Waffenlieferungen direkt angesprochen f&uuml;hlen. Der Hinweis, man m&uuml;sse verhindern, dass die Krise sogar au&szlig;er Kontrolle ger&auml;t, l&auml;sst durchaus den Schluss zu, China w&uuml;rde sich vorbehalten, Russland mit Waffenlieferungen zu unterst&uuml;tzen, weil ansonsten die Gefahr besteht, es k&ouml;nnte sich ab einem bestimmten Punkt gezwungen sehen, Atomwaffen einzusetzen. Generell kann von der Sorge Chinas um eine nachhaltige Schw&auml;chung im Konflikt mit den USA ausgegangen werden, wenn die im Westen kolportierte Absicht, die Ukraine m&uuml;sse diesen Krieg gewinnen, erfolgreich ist. Schon in meinen <a href=\"https:\/\/www.liske.de\/_files\/ugd\/f02e2a_8db162ecce934578ab11f74b6ecf8484.pdf\">Neujahrsw&uuml;nschen<\/a> von Anfang 2022 f&uuml;hrte ich aus:<\/p><blockquote><p>\n&bdquo;W&auml;hrend sich die Welt in der gr&ouml;&szlig;ten Herausforderung seit dem zweiten Weltkrieg befindet &ndash; <a href=\"https:\/\/de.statista.com\/statistik\/daten\/studie\/1103240\/umfrage\/entwicklung-der-weltweiten-todesfaelle-aufgrund-des-coronavirus\/\">mit inzwischen &uuml;ber 5,3 Millionen Toten<\/a> &ndash; werden die westlichen Demokratien durch die USA darauf fokussiert, Russland in der Ukraine ein Bein zu stellen.<\/p>\n<p>Betrachtet man das als Schachspiel, in dem der Gewinn des schwarzen K&ouml;nigs die Herrschaft &uuml;ber die Welt bedeutet und alle Beobachter davon ausgehen, dass die schwarze Dame (China) angegriffen wird, konzentriert sich Wei&szlig; asymmetrisch darauf, einen schwarzen L&auml;ufer (Russland) zu schw&auml;chen, indem es dessen &ndash; schon schwache &ndash; Verteidigung durch einen Bauern (Ukraine) durchbricht. Durch die Schw&auml;chung dieses L&auml;ufers m&ouml;chte Wei&szlig; im Vorbeigehen auch noch die beiden Springer schw&auml;chen: Deutschland und Europa.<\/p>\n<p>Wei&szlig; hat diese Spielentwicklung <a href=\"https:\/\/www.youtube.com\/watch?v=gcj8xN2UDKc\">schon lange vorbereitet<\/a>, sodass es mit dem Angriff auf die schwarze Dame noch eine Weile dauern k&ouml;nnte &ndash; zumal ein Bauer neutralisiert erscheint (<a href=\"https:\/\/www.handelsblatt.com\/politik\/international\/china-us-sanktionen-wegen-sicherheitsgesetz-in-hongkong\/27430238.html\">Hongkong<\/a>) und ein weiterer als <a href=\"https:\/\/www.t-online.de\/nachrichten\/ausland\/krisen\/id_91373838\/im-konflikt-mit-china-japan-und-usa-wollen-taiwan-militaerisch-beistehen.html\">chinesisches Kuba<\/a> erst entwickelt werden muss. Es f&uuml;hrt an dieser Stelle zu weit, auszuf&uuml;hren, welcher Aufwand allein f&uuml;r die St&auml;rkung eines wei&szlig;en Bauern betrieben wurde (<a href=\"https:\/\/twitter.com\/berndliske\/status\/1468703511412097026?s=20\">@Die_Gruenen<\/a>), und wichtig ist nat&uuml;rlich, die Entwicklung eines anderen Bauern zu sehen (Ukraine): <a href=\"https:\/\/www.tagesschau.de\/faktenfinder\/ausland\/proteste-maidan-101.html\">vom &ndash; vermeintlich &ndash; ersten Zug<\/a> hin zu dessen weiterer Entwicklung durch Waffen, Man&ouml;ver und Sanktionen. Letztere dienen der Legitimierung des eigenen und der Blockierung des gegnerischen Spiels. Passend dazu das Bild von Theo Sommer in @ZEITonline am 07. Dezember: <a href=\"https:\/\/www.zeit.de\/politik\/2021-12\/ukraine-konflikt-russland-usa-5vor8\">Die Ukraine als unsinkbarer Flugzeugtr&auml;ger<\/a> der Amerikaner &ndash; wenige Hundert Meilen vor Moskau. Die Ukraine als das Kuba Russlands.&ldquo;\n<\/p><\/blockquote><p>Der f&uuml;nfte Punkt widmet sich humanit&auml;ren Eins&auml;tzen, die den Grunds&auml;tzen der Neutralit&auml;t und Unparteilichkeit zu folgen h&auml;tten. Humanit&auml;re Fragen sollten nicht politisiert werden &ndash; was auf Erfahrungen schlie&szlig;en l&auml;sst, f&uuml;r die mir die Kompetenz fehlt. Der Hinweis im sechsten Punkt, die Konfliktparteien m&ouml;gen sich an das humanit&auml;re V&ouml;lkerrecht halten und die Grundrechte der Kriegsgefangenen achten, kann als Verarbeitung von Meldungen &uuml;ber die Misshandlung und Erschie&szlig;ung von Kriegsgefangenen durch die Ukraine betrachtet werden. In &auml;hnlicher Weise d&uuml;rfte die Ukraine im siebenten Punkt gemeint sein, wenn China zum Ausdruck bringt, es w&uuml;rde Angriffe auf Atomkraftwerke ablehnen. Die massenhaften Meldungen &uuml;ber den Beschuss des von Russland seit M&auml;rz 2022 besetzten Atomkraftwerkes in Saporischschja durch die Russen war f&uuml;r mich Veranlassung zu einigen Tweets, die ich unter <a href=\"https:\/\/twitter.com\/search?q=%40BerndLiske%20bl%C3%B6de%20Russen&amp;src=typed_query\">@BerndLiske bl&ouml;de Russen<\/a> ver&ouml;ffentlichte.<\/p><p>Im achten Punkt d&uuml;rften sich insbesondere die USA angesprochen f&uuml;hlen, denn der Hinweis auf die Verhinderung der Verbreitung von Kernwaffen kann als Reaktion auf die <a href=\"https:\/\/www.youtube.com\/watch?v=c0dhJcTTQM0\">Rede<\/a> von Pr&auml;sident Selenskyj auf der M&uuml;nchner Sicherheitskonferenz im vergangenen Jahr gewertet werden, in der er &uuml;ber den Ausstieg aus dem Budapester Moratorium sinnierte, und der Hinweis, China w&uuml;rde die Erforschung, die Entwicklung und den Einsatz chemischer und biologischer Waffen ablehnen, f&uuml;hrt geradewegs zu den <a href=\"https:\/\/www.voltairenet.org\/article215990.html\">Biowaffenlaboren<\/a> der USA in der Ukraine.<\/p><p>Auch die n&auml;chsten beiden Punkte weisen darauf hin, dass China den Konflikt sehr aufmerksam verfolgt. Im neunten Punkt geht es um das von Russland, der T&uuml;rkei, der Ukraine und den Vereinten Nationen unterzeichnete Getreideabkommen. Hinsichtlich dessen fordert es eine &bdquo;vollst&auml;ndige&ldquo; Umsetzung des Abkommens. <a href=\"https:\/\/www.zeit.de\/politik\/2022-05\/annalena-baerbock-ukraine-russland-hunger\">Die vollmundigen Behauptungen<\/a>, Russland w&uuml;rde den Hunger als Waffe einsetzen und mit dem Abkommen w&uuml;rde ein <a href=\"https:\/\/www.zeit.de\/politik\/ausland\/2022-10\/getreideabkommen-baerbock-wiederaufnahme-getreidelieferung-russland\">bedeutender Beitrag zur Bek&auml;mpfung des Hungers<\/a> in der Welt geleistet werden, sind inzwischen nicht nur dadurch ad absurdum gef&uuml;hrt, dass der gr&ouml;&szlig;te Teil der <a href=\"https:\/\/www.un.org\/en\/black-sea-grain-initiative\/vessel-movements\">Lieferungen nach Europa<\/a> geht: Gravierend ist die Torpedierung von <a href=\"https:\/\/www.tagesspiegel.de\/politik\/getreideabkommen-zwischen-russland-und-der-ukraine-verlangert--aber-putin-fordert-abbau-von-sanktionen-8889079.html\">Aspekten des Abkommens<\/a> durch den Westen &ndash; mit der Folge, dass der sehr viel gr&ouml;&szlig;ere Getreideexporteur Russland bei der Bek&auml;mpfung des Hungers &uuml;berwiegend ausf&auml;llt. Im zehnten Punkt fordert China eine generelle Beendigung einseitiger Sanktionen, weil sie nur neue Probleme schaffen w&uuml;rden. Insbesondere lehnt es Sanktionen ab, die nicht durch den UN-Sicherheitsrat genehmigt wurden.<\/p><p><a href=\"https:\/\/twitter.com\/LiskeAphorismen\/status\/1231831984260964352?s=20\">Fassen wir zusammen<\/a>: Der Friedensplan Chinas ber&uuml;cksichtigt die Natur dieses Krieges und seine konkreten Auspr&auml;gungen. Er ist durchaus geeignet, entlang der Vorstellungen von <a href=\"https:\/\/twitter.com\/LiskeZitate\/status\/1284071049366253568?s=20\">Albert Schweitzer<\/a> und <a href=\"https:\/\/twitter.com\/LiskeZitate\/status\/1226522217992859651?s=20\">Papst Franziskus<\/a> auf den Frieden hinzuarbeiten, und ich k&ouml;nnte mir vorstellen, dass sich L&auml;nder wie Indien und Brasilien mit ihren Vorstellungen in dem Papier wiederfinden. Doch ohne Zweifel gibt es zwei wesentliche Probleme: Der Westen hat sich durch seine mediale und politische Interpretation dieses Krieges derart in ein Abseits man&ouml;vriert, <a href=\"https:\/\/twitter.com\/LiskeAphorismen\/status\/1229673317021384704?s=20\">dass es schwer wird<\/a>, ihn dort ohne bedeutenden Gesichtsverlust herauszuholen und noch dazu sicherzustellen, dass er nicht mit weiteren Abenteuern den Weltfrieden und sogar den Untergang der Menschheit gef&auml;hrdet. Hinzu kommt gerade im Zusammenhang mit Letzterem ein sp&auml;testens mit diesem Krieg auch vernichtetes Vertrauen Russlands in Abstimmungen mit dem Westen &ndash; dem Altbundeskanzlerin Angela Merkel einen geradezu finalen Sto&szlig; versetzt hat.<\/p><p>Widmen wir uns noch den inhaltlichen Unterschieden zwischen meiner Interpretation des Zw&ouml;lf-Punkte-Papiers und dem medialen Echo. Ich meine, sie d&uuml;rften auff&auml;llig sein, doch zeichnet sich der vorliegende Artikel noch in einem weiteren Punkt aus &ndash; ausgenommen hier die WELT: Im Gegensatz zu den genannten Beitr&auml;gen gibt es hier einen Link zu dem Originalpapier &ndash; oft zum Ausdruck gebracht: ich liebe Links &ndash;, und jedem Leser ist es m&ouml;glich, Sinn und Unsinn meiner Interpretation kritisch zu pr&uuml;fen. Das ist auch empfehlenswert, da sich die Frage, wie objektiv und substanziell ich auf dieses Papier schaue, erst durch die konkrete Pr&uuml;fung kl&auml;rt und der erg&auml;nzende Blick auf das Original zus&auml;tzliches Futter f&uuml;r die grauen Zellen ist.<\/p><p>Pressefreiheit ist also sp&auml;testens seit der &bdquo;Zeitenwende&ldquo; als intellektuelle Freiheit zu sehen, sich nur entlang der propagandistischen Ziele austoben zu k&ouml;nnen, womit sie quasi eine Unfreiheit ist. Daf&uuml;r hat sich aber inzwischen ein eigener Markt gebildet, in dem die Schlauheit in Gestalt ungez&auml;hlter Russland-Experten ihre Intelligenz missbraucht, um den vorgegebenen russophoben Grundton in gro&szlig;er Varianz zu interpretieren, sodass dem normalen B&uuml;rger in einem der bildungsst&auml;rksten L&auml;nder der Welt &uuml;berwiegend nicht auff&auml;llt, welchen Einheitsbreit er serviert bekommt. Die Folge dessen ist ein zunehmender Mangel an kognitiver Diversit&auml;t, der sich f&uuml;r den Wirtschafts- und Technologiestandort Deutschland sicher auch <a href=\"https:\/\/twitter.com\/LiskeZitate\/status\/1347486384009977859?s=20\">auf andere Bereiche auswirkt<\/a>, und so ist der vorliegende Beitrag ein weiteres Bem&uuml;hen, das Unkraut in Deutschland trotz der zunehmend klimatisch schlechter werdenden Bedingungen zu st&auml;rken, sodass es seine heilende Wirkung auf das Land hoffentlich noch entfalten kann und ich nicht irgendwann formulieren muss: Deutschland seine Tragik.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p><a href=\"https:\/\/www.liske.de\/_files\/ugd\/f02e2a_63f08f1d86d24de3892efd2080aa7794.pdf\">Schon seit M&auml;rz vergangenen Jahres<\/a> betrachte ich die Medien als sechste Teilstreitkraft des gegenw&auml;rtigen Krieges zwischen den USA und Russland. Sie bereiten mit ihren medialen Fl&auml;chenbombardements den Boden f&uuml;r die Sanktionen, die Waffenlieferungen und generell die politische Ausrichtung Deutschlands, indem sie den Journalismus durch eine russophob gepr&auml;gte Propaganda ersetzen, die durchaus erfolgreich zu einer<\/p>\n<div class=\"readMore\"><a class=\"moretag\" href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=95746\">Weiterlesen<\/a><\/div>\n","protected":false},"author":11,"featured_media":95747,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[170,183,171],"tags":[1519,379,2102,2947,1544,849,466,259,260,1556,2377,1019],"class_list":["post-95746","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-friedenspolitik","category-medienkritik","category-militaereinsaetzekriege","tag-atomwaffen","tag-china","tag-geostrategie","tag-herdenjournalismus","tag-kampagnenjournalismus","tag-nahrungsmittel","tag-nato","tag-russland","tag-ukraine","tag-usa","tag-waffenlieferungen","tag-wirtschaftssanktionen"],"jetpack_featured_media_url":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/wp-content\/uploads\/2023\/03\/230331_titel.jpg","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/95746","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/11"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=95746"}],"version-history":[{"count":3,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/95746\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":95750,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/95746\/revisions\/95750"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/media\/95747"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=95746"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=95746"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=95746"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}