{"id":95767,"date":"2023-03-31T15:14:57","date_gmt":"2023-03-31T13:14:57","guid":{"rendered":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=95767"},"modified":"2023-03-31T16:42:54","modified_gmt":"2023-03-31T14:42:54","slug":"der-neue-geschaeftsbericht-der-deutschen-bahn-ag-oder-die-misere-der-bahn-wird-schoengeredet","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=95767","title":{"rendered":"Der neue Gesch\u00e4ftsbericht der Deutschen Bahn AG. Oder: Die Misere der Bahn wird sch\u00f6ngeredet"},"content":{"rendered":"<p>Von der Bilanzpressekonferenz der Deutschen Bahn AG am 30. M&auml;rz gingen drei Botschaften aus: <em>Erstens<\/em>, die Lage ist schwierig, doch wir sind auf dem guten Weg aus dem Tal der Tr&auml;nen heraus. So gab es im vergangenen Jahr einen operativen Gewinn (EBIT) bzw. nach Steuern und Zinsen einen &uuml;berschaubar kleinen Verlust. <em>Zweitens.<\/em> Im laufenden Jahr wird es einen Rekord von 155 Millionen Fahrg&auml;sten geben. Daran zeige sich, so Bahnchef Richard Lutz, dass &bdquo;klimafreundliche Mobilit&auml;t boomt&ldquo;. <em>Drittens<\/em>. Wir haben ein Mittel gefunden, wie wir die Problematik der unzureichenden Infrastruktur in den Griff bekommen und dieses Mittel hei&szlig;t &bdquo;Generalsanierung&ldquo;. Damit beginnen wir 2024 &ndash; bis 2030 wird die DB-Kundschaft &uuml;ber ein ausgezeichnetes &bdquo;Hochleistungsnetz&ldquo; verf&uuml;gen. Von <strong>Winfried Wolf.<\/strong><br>\n<!--more--><br>\nZum weitgehend gleichen Zeitpunkt wurden die Ergebnisse der ampel-internen Kl&auml;rungsgespr&auml;che bekanntgegeben. Danach sollen der Schiene zus&auml;tzliche 45 Milliarden Euro zuflie&szlig;en. <\/p><p>Den verhalten positiven Wertungen der DB-Bilanz 2022 und der Ergebnisse der Koalitionsgespr&auml;che in Sachen Schiene fehlt die Substanz. <\/p><p>Ganz allgemein setzt man inzwischen beim Thema Bahn auf einen Gewohnheitseffekt: Den immer mehr tiefroten Zahlen und den ern&uuml;chternden Fakten werden immer wieder aufs Neue vage Versprechungen und Zukunftsprojekte gegen&uuml;bergestellt. Das allgemeine Publikum erm&uuml;det; die Bahnfahrg&auml;ste selbst &ndash; und erst recht die Bahnbesch&auml;ftigten &ndash; sind v&ouml;llig frustriert. Und gerade dieser Mix ist brandgef&auml;hrlich f&uuml;r die Zukunft der Schiene.<\/p><p><strong>Die Lage<\/strong><\/p><p>Der Bundesrechnungshof hat nur zwei Wochen vor der Bilanzpressekonferenz der DB ein 33-seitiges Papier zur &bdquo;Dauerkrise der Deutschen Bahn AG&ldquo; ver&ouml;ffentlicht. In diesem steht, mit Daten und Fakten gut unterlegt: &bdquo;Die DB AG ist ein Sanierungsfall &hellip; Die Konzernstrategie &acute;Starke Schiene&acute; ist eine weitgehend wirkungslose Worth&uuml;lse&hellip; Die DB AG hat sich in den letzten Jahren kontinuierlich weiter verschuldet&hellip; Die Verschuldungskennzahl Nettofinanzschulden ist auf &uuml;ber 30 Milliarden Euro gestiegen, bei Ber&uuml;cksichtigung der Hybridanleihen auf &uuml;ber 32 Milliarden Euro&hellip; Die DB AG entwickelt sich zu einem Fass ohne Boden.&ldquo;[<a href=\"#foot_1\" name=\"note_1\">1<\/a>]<\/p><p>Eine derart vernichtende Bilanz am Bahnkonzern von offizieller, staatsnaher Seite gab es noch nie. Doch es interessiert sich daf&uuml;r niemand &ndash; nicht der Bahnchef, nicht der Verkehrsminister, nicht die Ampel, nicht Verb&auml;nde wie &bdquo;Allianz pro Schiene&ldquo; &ndash; sie alle ignorieren diese, leider allzu gut dokumentierte Negativ-Bilanz.<\/p><p>Halten wir fest: Die Eisenbahn in Deutschland genoss mehr als 100 Jahre lang ein hohes Ansehen. Dutzende Wortbildungen &ndash; so gut wie immer positiv konnotiert &ndash; gingen in die deutsche Sprache ein. Einige von ihnen &ndash; etwa &bdquo;P&uuml;nktlich wie die Eisenbahn&ldquo; &ndash; wirken aus naheliegenden Gr&uuml;nden reichlich anachronistisch. Dieses hohe Ansehen der Bahn existierte weitgehend noch Anfang der 1990er Jahre und 1994, mit der Vereinigung von Bundesbahn und Reichsbahn. Das erkl&auml;rt auch, warum die Bahnreform im Dezember 1993 im Bundestag mit mehr als 90 Prozent der Stimmen (und mit vergleichbar gro&szlig;er Mehrheit im Bundesrat) angenommen wurde und warum es damals einen gewissen Enthusiasmus angesichts des Neuanfangs gab. <\/p><p>Inzwischen ist das Ansehen der Bahn auf einem Tiefpunkt angelangt. Dazu hat auch die Bilanz des Jahres 2022 beigetragen &ndash; mit dem Rekordwert von nur noch rund 62 Prozent P&uuml;nktlichkeit &ndash; wobei die im Jahr rund 100.000 komplett ausgefallenen Z&uuml;ge noch als 100 Prozent p&uuml;nktliche in die absurde DB-Statistik eingehen. <\/p><p>Verantwortlich f&uuml;r die Bahn-Misere sind nat&uuml;rlich die Bundesregierungen, aber auch vor allem die f&uuml;hrenden K&ouml;pfe im Bahnvorstand, die &ndash; sp&auml;testens ab dem Antritt von Hartmut Mehdorn als Bahnchef Ende 1999 &ndash; von Jahr zu Jahr zu diesem Erosionsprozess beitrugen. S&auml;mtliche Versprechen, die mit der Bahnreform 1994 verbunden waren, wurden gebrochen: Statt Ausbau Abbau des Netzes (um minus 19 Prozent), Abbau der Kapazit&auml;ten (bei den Weichen um 50 Prozent), statt Verbesserung Verschlechterung des Services (Einstellung der Nachtz&uuml;ge; bei jedem dritten Speisewagen gibt es irgendein Malheur), anstelle einer Konzentration auf die Schiene in Deutschland der Umbau der DB AG zu einem Global Player (2022 entfielen 55 Prozent des Konzernumsatzes auf das Ausland und hier vor allem auf Flugverkehr, Seeschifffahrt, Logistik, Lkw-Spedition).<\/p><p>Der DB-Gesch&auml;ftsbericht 2022 verweist darauf, dass erstmals seit drei Jahren wieder im operativen Gesch&auml;ft Gewinne eingefahren wurden. Tats&auml;chlich gab es keinerlei Gewinn im Bereich Schiene im Inland. Aller Gewinn wird im Ausland und mit Nicht-Bahn-Gesch&auml;ften generiert. Einmal abgesehen davon, dass diese Auslandsgesch&auml;fte au&szlig;erordentlich riskant und mehr als fragw&uuml;rdig sind (BRH-Bericht: &bdquo;Die DB bet&auml;tigt sich als Wagniskapitalgeber beispielsweise bei der Entwicklung von Satellitennetzwerken und Drohnenlandepl&auml;tzen &hellip;&ldquo;), wird auf diese Weise der &Ouml;ffentlichkeit signalisiert: Ein Verkauf von Schenker w&auml;re doch selbstm&ouml;rderisch! Just eine Argumentation, die unter Hartmut Mehdorn zu h&ouml;ren war, als in den USA Bax Global erworben wurde (das Investment musste dann bald darauf zu 100 Prozent abgeschrieben werden). Just eine Argumentation, die unter R&uuml;diger Grube zu h&ouml;ren war, als 2010 in Gro&szlig;britannien Arriva erworben wurde. Das Investment kostete j&uuml;ngst mehr als eine Milliarde Euro f&uuml;r Abschreibungen.<\/p><p><strong>Der behauptete Fahrgast-Rekord<\/strong><\/p><p>Hier f&auml;llt zun&auml;chst der immer wiederkehrende Fehler auf, dass f&uuml;r die Bahn-Oberen, den Bundesverkehrsminister und die &bdquo;Qualit&auml;ts-Medien&ldquo; als Fahrg&auml;ste nur diejenigen z&auml;hlen, die in schicken ICE und IC\/EC reisen. Tats&auml;chlich entfallen 90 Prozent der Fahrg&auml;ste im Schienenverkehr auf den Nahverkehr (Zuggattungen RB, RE, S-Bahn). Selbst wenn man die Verkehrsleistung als Ma&szlig;stab nimmt &ndash; also die Zahl der im Schienenverkehr von Fahrg&auml;sten zur&uuml;ckgelegten Kilometer (&bdquo;Personenkilometer&ldquo;), so entfallen aktuell rund 56 Prozent auf den Schienenpersonennahverkehr.<\/p><p>Besieht man sich nun die Zahlen &uuml;ber einen l&auml;ngeren Zeitraum hinweg, dann ist die Aussage &bdquo;Rekordergebnis&ldquo; (im Fernverkehr) ausgesprochen fragw&uuml;rdig. Siehe Tabelle.<strong> <\/strong><\/p><p><em>Tabelle: Reisende (in Millionen) im Fernverkehr und Nahverkehr 1997, 2005 und 2016-2022; Zielvorgaben f&uuml;r 2030 und die P&uuml;nktlichkeitsquote im Fernverkehr und Nahverkehr der DB 2016 bis 2022[<a href=\"#foot_2\" name=\"note_2\">2<\/a>] <\/em><\/p><div class=\"imagewrap\"><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/bilder\/230331_Bahn-Misere-01.png\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/bilder\/230331_Bahn-Misere-01.png\" alt=\"\" title=\"\"><span><\/span><\/a><\/div><p>Danach gab es bei der Deutschen Bahn AG bereits 1997, also vor knapp einem Vierteljahrhundert, mehr als 150 Millionen Reisende im Fernverkehr. Es kam danach zu einem massiven Einbruch &ndash; mit einem Tiefpunkt 2005, als &uuml;brigens das Projekt &bdquo;Bahnb&ouml;rsengang&ldquo; in den Koalitionsvertrag von Schwarz-Rot hineingeschrieben wurde und als es nur noch knapp 120 Millionen Reisende im Fernverkehr und nur noch 1,172 Milliarden Reisende im Nahverkehr (der DB) waren. <\/p><p>Dieser Einbruch erkl&auml;rt sich &ndash; insoweit es um den Fernverkehr geht &ndash; im Wesentlichen mit der Einstellung des Interregio. Bereits ab 1997 wurde diese Zuggattung ausgebremst; 2001 wurde sie komplett von der Schiene genommen. Dieser Zug hatte f&uuml;r die Bahn-Oberen &ndash; zun&auml;chst f&uuml;r Bahnchef Heinz D&uuml;rr und schlie&szlig;lich f&uuml;r Bahnchef Hartmut Mehdorn &ndash; den &bdquo;Makel&ldquo;, dass er zu billig und zu erfolgreich war. Es passte nicht in die Vorstellungskraft dieser Herren, dass ein Zug mit wenig HighTech, vor allem bestehend aus umgebauten alten D-Zugwagen, mit dem auch keine Milliarden-Euro-Auftr&auml;ge verbunden waren, erfolgreich sein k&ouml;nnte.[<a href=\"#foot_3\" name=\"note_3\">3<\/a>] <\/p><p>In der Summe wurde im Schienenpersonenfernverkehr 2019 gerade mal wieder das Niveau von 1997 erreicht. Also zwei Jahrzehnte Auf und Ab beziehungsweise Stillstand. Dann kam es zu dem &ndash; pandemie-bedingten &ndash; Einbruch 2020 und 2021. Und die Ergebnisse von 2022 bringen im Vergleich zum Vorjahr zwar ein deutliches Plus. Doch das Niveau von 2019 wird damit weder im Fernverkehr noch im Nahverkehr wieder erreicht. Im Fernverkehr liegt das 2022er Ergebnis um 12 Prozent unter dem 2019er Ergebnis und sogar noch unterhalb des 2016er Ergebnisses. Dass Bahnchef Lutz bereits im M&auml;rz 2023 wei&szlig;, wie viele Menschen 2023 die Z&uuml;ge nutzen werden (&bdquo;ein neues Rekordergebnis!&ldquo;), ist so &uuml;berzeugend wie seine Vorhersage Anfang 2021, wonach die DB dank der Konzeption &bdquo;Starke Schiene&ldquo; 2021 eine P&uuml;nktlichkeitsquote von mehr als 80 Prozent erreichen werde. Tats&auml;chlich sank die P&uuml;nktlichkeitsquote im vorletzten Jahr auf 75,2 Prozent. Was die <em>Wirtschaftswoche<\/em> vom 31. Januar 2022 zu einer Bilanz unter der &Uuml;berschrift: &bdquo;25 Jahre leere Versprechungen&ldquo; veranlasste. Im letzten Jahr gab es den Tiefpunkt mit einer P&uuml;nktlichkeitsquote von 65,1 Prozent. Eine vergleichbar niedrige P&uuml;nktlichkeitsquote gab es in der knapp 30-j&auml;hrigen Geschichte der Deutschen Bahn AG noch nie. Und wohl auch nie bei der Bundesbahn. Auch im Nahverkehr gab es einen R&uuml;ckgang der P&uuml;nktlichkeitsquote von 93,6 auf 92,2 Prozent. <\/p><p>Bei der P&uuml;nktlichkeitsquote ist zu ber&uuml;cksichtigen: Die Definition von P&uuml;nktlichkeit ist bei der Deutschen Bahn ausgesprochen gro&szlig;z&uuml;gig. Erst ab einer Versp&auml;tung von sechs Minuten ist ein Zug unp&uuml;nktlich. Oder: P&uuml;nktlich sind noch Z&uuml;ge mit 5 Minuten und 59 Sekunden Versp&auml;tung. <\/p><p>Wobei die Fahrgastzahlen auch dann, wenn es 2023 zu mehr als 150 Millionen Fahrg&auml;sten im Fernverkehr kommen sollte, v&ouml;llig unzureichend sind. Angesichts des Klimanotstands und der klimapolitischen Ziele der Bundesregierung wurden die vergangenen beiden Bundesregierungen und die aktuelle Ampel nicht m&uuml;de zu betonen, man plane eine &bdquo;Verdopplung der Fahrgastzahlen bei der Bahn bis zum Jahr 2030&ldquo;. So ist es noch im Koalitionsvertrag der Ampel-Regierung vom November 2021 festgehalten. Als der Bahnbeauftragte der Bundesregierung, Manfred Theurer, Mitte M&auml;rz &auml;u&szlig;erte, der Deutschlandtakt k&ouml;nne &ndash; anstelle 2030 &ndash; erst um das Jahr 2070 herum umgesetzt werden, wurde damit mehr oder weniger offen auch das Ziel &bdquo;Verdopplung der Fahrgastzahlen bis 2030&ldquo; kassiert. <\/p><p>Bei der Bilanzpressekonferenz der DB war dann pl&ouml;tzlich mit keinem Wort mehr die Rede von der Verdopplung der Fahrgastzahlen. Dabei ist diese Zielvorgabe auch in den vorausgegangenen Gesch&auml;ftsberichten enthalten. Das aber hei&szlig;t: Das zentrale Klimaziel der Bundesregierung Bereich Verkehr wurde aufgegeben &ndash; was eine Art Vorwegnahme der dann in den letzten Tagen stattgefundenen Koalitionsgespr&auml;che war, wonach es ab sofort keine Sektorenziele bei den Emissionseinsparungen geben wird.<\/p><p>Diese Aufgabe des Klimaziels h&auml;ngt gleichzeitig mit dem Projekt &bdquo;Generalsanierung&ldquo; zusammen.<\/p><p><strong>Das Allheilmittel &bdquo;Generalsanierung&ldquo;<\/strong><\/p><p>Als Allheilmittel in Sachen Infrastruktur preisen das Bundesverkehrsministerium und der Bahnvorstand seit September 2022 eine &bdquo;Generalsanierung&ldquo; an. <\/p><p>Zusammengefasst geht es um das Folgende: Ab Juni 2024 und bis einschlie&szlig;lich 2030 soll in jedem Jahr mindestens ein &bdquo;Korridor&ldquo; des Schienennetzes &bdquo;generalsaniert&ldquo; werden. Acht solcher Korridore wurden bislang identifiziert. Darunter die Riedbahn zwischen Frankfurt und Mannheim (Sanierungsbeginn ab Juni 2024) und die Verbindung Berlin &ndash; Hamburg (Sanierung 2025). Andere bislang von der DB genannte Korridore: Emmerich &ndash; Oberhausen (Sanierung ebenfalls noch 2025), K&ouml;ln &ndash; Hagen, Hamburg &ndash; Hannover und N&uuml;rnberg &ndash; Regensburg (alle 2026), sodann K&ouml;ln &ndash; Dortmund &ndash; Hamm (2027), W&uuml;rzburg &ndash; N&uuml;rnberg (2028), Stuttgart &ndash; Ulm (2029) und Osnabr&uuml;ck &ndash; M&uuml;nster (2030). <\/p><p>Bei dieser Generalsanierung soll die betroffene Strecke jeweils komplett gesperrt werden &ndash; und dies f&uuml;r mindestens f&uuml;nf, oft f&uuml;r sechs Monate. Und es sollen alle Bestandteile auf dem entsprechenden Streckenabschnitt erneuert werden. Laut DB-Infrastrukturvorstand Berthold Huber &ndash; im FAZ-Interview vom 4.10.2022 &ndash; sind das: &bdquo;Bahnh&ouml;fe, Gleise, Schotterbett, Weichen, Oberleitungen und Signale&ldquo;. Danach, so Huber, sei man &bdquo;acht bis zehn Jahre baufrei&ldquo;. Wissing, Huber und Bahnchef Richard Lutz erkl&auml;ren, nach dieser Generalsanierung verf&uuml;ge Deutschland &uuml;ber ein feines &bdquo;Hochleistungsnetz&ldquo;. <\/p><p>Tats&auml;chlich ist diese Art Generalsanierung Generalunsinn. Auf diese Weise haben wir zun&auml;chst sechs Jahre eine unn&ouml;tige, zus&auml;tzliche enorme Belastung f&uuml;r Fahrg&auml;ste und Besch&auml;ftigte. All dies aus den folgenden Gr&uuml;nden.<\/p><p>Sanierungen des Schienennetzes finden seit mehr als 100 Jahren unter rollendem Rad, bei laufendem Betrieb statt. Vollsperrungen sind technisch nicht notwendig. Es handelt sich bei all den infrage kommenden Strecken um zweigleisige Strecken. Mit der Sperrung von je einem Gleis (auf spezifischen Streckenabschnitten) in Verbindung mit Nachtarbeit und m&ouml;glicherweise auch mal mit einer Komplettsperrung f&uuml;r drei bis vier Tage &uuml;ber Feiertage hinweg sind solche &ndash; auch sehr aufwendige &ndash; Sanierungen machbar. Das wird auch weiter bei Nachbarbahnen in dieser Weise so gehandhabt, insbesondere bei der weiterhin einigerma&szlig;en vorbildlichen Eisenbahn in der Schweiz. Und das war auch auf deutschem Boden jahrzehntelang so Usus: Selbst Streckenelektrifizierungen fanden in West- und Ostdeutschland jahrzehntelang bei laufendem Betrieb statt.<\/p><p>Sodann haben die Bestandteile einer jeweiligen Strecke eine jeweils h&ouml;chst unterschiedliche Lebensdauer. Das Schotterbett muss alle 1-2 Jahre &bdquo;nachgestopft&ldquo; werden. Weichen m&uuml;ssen jedoch nur alle 15 oder 20 Jahre ausgetauscht werden. Bahnsteige haben meist eine nochmals l&auml;ngere Lebenszeit. Ersetzt man alles auf einmal, so verschleudert man Steuergelder in gewaltigem Umfang, da viel von dem, was da ersetzt wird, noch jahrelang genutzt werden k&ouml;nnte. <\/p><p>Es geht bei der Generalsanierung nicht um Beeintr&auml;chtigungen auf einer beschr&auml;nkten Verbindung. Die geplanten Vollsperrungen verl&auml;ngern die Reisezeiten f&uuml;r Hunderttausende Fahrg&auml;ste um meist eine Stunde und dies f&uuml;r den Zeitraum von sechs Monaten. Ein erheblicher Teil der Betroffenen sind Pendlerinnen und Pendler, die auf Busse verwiesen werden (&bdquo;Schienenersatzverkehr &ndash; SEV&ldquo;), die dann aber faktisch zum gro&szlig;en Teil auf die Stra&szlig;e ausweichen. Die entsprechenden Fahrplan&auml;nderungen wirken sich wellenartig auf einen gro&szlig;en Teil des Gesamtfahrplans aus. <\/p><p>Offiziell hei&szlig;t es, es w&uuml;rde im Fall der Generalsanierung eines Korridors &bdquo;gut geplante Umleitungen des Schienenverkehrs&ldquo; geben. Doch in vielen F&auml;llen sind auch die angedachten Ausweichstrecken nicht daf&uuml;r geeignet, dieses Plus an Schienenverkehr aufzunehmen. Es wird dort zu chaotischen Verh&auml;ltnissen kommen. Wissing sagte sogar in der &bdquo;S&uuml;ddeutschen Zeitung&ldquo; vom 1.10.: &bdquo;Wir sanieren und elektrifizieren gerade Nebenstrecken, damit der Verkehr auch gut umgeleitet werden kann.&ldquo; Tats&auml;chlich wird nirgendwo eine Nebenstrecke elektrifiziert. <\/p><p>Schlie&szlig;lich wird die &bdquo;Generalsanierung&ldquo; nach offiziellen Angaben von Bahn und Bund 4.200 Kilometer des Schienennetzes betreffen. Doch das Schienennetz hat insgesamt eine &bdquo;Betriebsl&auml;nge&ldquo; (Schienen, auf denen es Personenverkehr gibt) von 34.000 Kilometern. Das hei&szlig;t: Mit dem Versprechen &bdquo;Generalsanierung&ldquo; werden gerade mal 12,4 Prozent des Schienennetzes saniert. Zu mehr als 80 Prozent des Netzes wird schlicht nichts gesagt; dort gibt es keine spezifische Sanierung. Es gibt also keine Planung f&uuml;r die dringend notwendige Sanierung des <em>gesamten<\/em> Netzes, einschlie&szlig;lich vieler Nebenstrecken. Keine Planung f&uuml;r die Abschaffung der mehr als 1.000 Langsamfahrstellen im Netz. Keine Planung f&uuml;r die Beseitigung von mehr als 100 Flaschenh&auml;lsen, Engstellen, Elektrifizierungsl&ouml;chern. Keine Planung f&uuml;r die Reaktivierung hunderter Strecken und f&uuml;r den kompletten Ausbau vieler eingleisiger Strecken zu Zweigleisigkeit. Und schon gar keine Planung, wie das aktuelle Netz wieder um mindestens 30 Prozent vergr&ouml;&szlig;ert und damit auf den Stand von Mitte der 1950er Jahre gebracht werden k&ouml;nnte. Nur so k&ouml;nnte man den Anforderungen nach Klimaschutz und der Rolle, die dabei die Schiene spielen muss, gerecht werden. <\/p><p>Der langj&auml;hrige SBB-Chef Benedikt Weibel sagte im M&auml;rz unverbl&uuml;mt, dass die in Deutschland geplante Generalsanierung &bdquo;selbstm&ouml;rderisch&ldquo; und eine &bdquo;Katastrophe&ldquo; sei.[<a href=\"#foot_4\" name=\"note_4\">4<\/a>] <\/p><p>&Uuml;brigens: Kein Mensch in Deutschland kommt auf die Idee, Autobahnstrecken komplett und monatelang zu sperren. Es existieren zu jedem Zeitpunkt mehr als 1.000 Autobahnbaustellen. So gut wie alle diese Baustellen werden bei laufendem Betrieb, also unter &bdquo;rollenden Reifen&ldquo; und meist sogar bei Beibehaltung der Zahl der Fahrstreifen, betrieben und zu Ende gebracht. Im Schienenverkehr wird jedoch genau dies vorgeschlagen: Strecken-Vollsperrungen. Die Einseitigkeit des Umgangs bei der Sanierung von Schienenstrecken (halbj&auml;hrige Vollsperrungen!) einerseits und Fernstra&szlig;en (Bau unter rollenden Reifen!) andererseits dokumentiert ein weiteres Mal die Fehlorientierung der Politik auf dem Gebiet des Verkehrs. <\/p><p><strong>&bdquo;45 Milliarden plus f&uuml;r die Bahn&ldquo;<\/strong><\/p><p>Ein Ergebnis der Koalitionsgespr&auml;che der letzten Tage lautet: 45 Milliarden Euro werde die Ampel bis 2027 f&uuml;r das Schienennetz bereitstellen. Bisher war vereinbart, dass der Bund bis zum Jahr 2030 rund 63 Milliarden Euro zur Verf&uuml;gung stellt. Jetzt sollen es also knapp 110 Milliarden Euro sein. Wobei ein gro&szlig;er Teil der zus&auml;tzlichen Ausgaben durch die Lkw-Maut abgedeckt werden soll, die vom kommenden Jahr an deutlich ausgeweitet wird. <\/p><p>Dieser Geldsegen stie&szlig; in Bahnkreisen auf breite Zustimmung. Tats&auml;chlich ist Skepsis angebracht. Man vergleiche das Gezerre, das es seit Monaten im Fall des im Grundsatz sinnvollen 49-Euro-Tickets gibt. Hier argumentieren die L&auml;nder, dass der Bund mindestens 1,5 bis 2 Milliarden Euro mehr an j&auml;hrlichem Zuschuss zahlen m&uuml;sse, um dieses Ticket zu finanzieren. Es geht also um den Bruchteil der Summe, die jetzt im Spiel ist &ndash; doch die Ampel lehnte ab. Was mit ein Grund daf&uuml;r ist, dass dieses Ticket m&ouml;glicherweise ein Fehlschlag werden wird.<\/p><p>Fast alles spricht daf&uuml;r, dass die riesigen Summen, die nun pl&ouml;tzlich in die Schiene flie&szlig;en sollen, in zwei kontraproduktive Bereiche flie&szlig;en werden: Erstens in die beschriebene Generalsanierung, die oben bereits kritisiert wurde. Und zweitens in ein Dutzend neue Beton-Gro&szlig;projekte, &uuml;berwiegend im Bereich Hochgeschwindigkeitsverkehre, die dem Schienenverkehr als Ganzes nicht nutzen, ja, die in den meisten F&auml;llen bahnverkehrszerst&ouml;rerisch wirken. Wobei dann die neuen Beschleunigungsgesetze daf&uuml;r angewandt werden, um jede Kritik aus Umwelt- und Klimaschutzgr&uuml;nden an diesen Vorhaben auszuhebeln.<\/p><p>Bei diesen Gro&szlig;projekten geht es nat&uuml;rlich immer noch und erneut um Stuttgart 21, wo 2021\/2022 seitens der DB sogenannte &bdquo;Erg&auml;nzungsbauten&ldquo; als notwendig erachtet werden, die weitere f&uuml;nf bis zehn Milliarden Euro kosten (darunter der sogenannte, 10 Kilometer lange &bdquo;Pfaffensteigtunnel&ldquo;). Des Weiteren gibt es das S21-Schwesterprojekt, die Schlie&szlig;ung des Fernbahnhofs Hamburg-Altona und dessen Verlegung an den Stadtrand von Altona, nach Diebsteich. In Frankfurt\/M. ist im Bereich des Hauptbahnhofs ein unn&ouml;tiger, in gut 30 Meter Tiefe verlaufender und extrem teurer &bdquo;Fernbahntunnel&ldquo; geplant. Sodann sind (mindestens) vier neue Hochgeschwindigkeitsstrecken geplant: Hamburg &ndash; Hannover, Hannover &ndash; Bielefeld, W&uuml;rzburg &ndash; N&uuml;rnberg und Ulm &ndash; Augsburg. In M&uuml;nchen wird mit der sogenannten &bdquo;Zweiten S-Bahn-Stammstrecke&ldquo; ein Projekt angegangen, das bereits im Bereich der Vorplanung auf 10 Milliarden Euro Kosten beziffert wird.[<a href=\"#foot_5\" name=\"note_5\">5<\/a>]<\/p><p>So unterschiedlich diese Vorhaben im Einzelnen sind und so verschieden die Kritik an ihnen ausfallen muss, so haben sie doch vier Gemeinsamkeiten: Erstens sind sie mit gewaltigen Kosten verbunden (offiziell waren es bei den angef&uuml;hrten Projekten bereits 2021 mehr als 50 Milliarden Euro). Zweitens werden mit ihnen Millionen Tonnen Treibhausgase freigesetzt (vor allem wegen des Einsatzes von Beton und Stahl). Drittens k&ouml;nnen sie erst Mitte oder Ende der 2030er fertig erstellt sein. Viertens gibt es in allen F&auml;llen &uuml;berzeugende Alternativen, die allerdings den Nachteil haben, dass mit ihnen jeweils nur ein Bruchteil des Kapitals bewegt wird wie bei den Ampel-Gro&szlig;projekten. <\/p><p>Benedikt Weibel &auml;u&szlig;erte in dem bereits zitierten Interview: &bdquo;Jeder gro&szlig;e Ausbau braucht heute 25 Jahre. Das kommt eh zu sp&auml;t im Hinblick auf das Klima. Wir m&uuml;ssen deshalb die Bestandsnetze besser auslasten.&ldquo;<\/p><p>Darum sollte es in erster Linie gehen: Optimierung des Netzes. Sanierung des gesamten Netzes. Ein Plan zur Elektrifizierung desselben zu 100 Prozent. Schnellstm&ouml;gliche Beseitigung von &bdquo;Flaschenh&auml;lsen&ldquo;, Engp&auml;ssen, Elektrifizierungsl&uuml;cken. Sodann Inangriffnahme von solchen Streckenreaktivierungen, die in relativ kurzer Zeit umgesetzt werden k&ouml;nnen.<\/p><p>Und warum wird dieses Naheliegende nicht angegangen? Auf die Frage, &bdquo;Ist Deutschland am Ende einfach Autoland?&ldquo;, antwortete Benedikt Weibel: &bdquo;Nat&uuml;rlich, gerade im Vergleich zur Schweiz. Wir sind ein Bahnland. Wir haben keine Autoindustrie.&ldquo;<\/p><p>Auf einer DB-Website ist zu lesen: &bdquo;Wir wollen &uuml;ber den Fortschritt der Gr&uuml;nen Transformation [im Bereich Schiene; d. Red.] transparent informieren, um uns das Vertrauen unserer Stakeholder&nbsp;zu sichern.&ldquo; <\/p><p>&bdquo;Stakeholder&ldquo; der Deutschen Bahn ist jedoch nur einer: die Bev&ouml;lkerung. Es geht darum, dieses formelle Eigentum zu einem realen zu machen, es mit den Inhalten einer Klimabahn und einer B&uuml;rgerbahn zu f&uuml;llen. <\/p><p>Titelbild: Frederick Hornung\/shutterstock.com<\/p><p><em>Winfried Wolf ist einer der Sprecher von B&uuml;rgerbahn &ndash; Denkfabrik f&uuml;r eine starke Schiene (<\/em><a href=\"http:\/\/www.buergerbahn-denkfabrik.org\/\">buergerbahn-denkfabrik.org<\/a><em>). Am 29. M&auml;rz legte diese Bahnfachleutegruppe den (140 Seiten starken) 15. Alternativen Gesch&auml;ftsbericht Deutsche Bahn AG vor. In diesem werden die hier angesprochenen Themen &ndash; und viele andere &ndash; ausf&uuml;hrlich dargelegt und untersetzt.<\/em><\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><div class=\"footnote\">\n<p>[<a href=\"#note_1\" name=\"foot_1\">&laquo;1<\/a>] Bericht des Bundesrechnungshofs &bdquo;zur Dauerkrise der Deutschen Bahn AG&ldquo; vom 15. M&auml;rz 2023.<\/p>\n<p>[<a href=\"#note_2\" name=\"foot_2\">&laquo;2<\/a>] Die Bahn &ndash; Daten und Fakten Ausgaben der Jahre 2000, 2006, 2019 und 2022.<\/p>\n<p>[<a href=\"#note_3\" name=\"foot_3\">&laquo;3<\/a>] Die Geschichte dieser Zuggattung wurde &uuml;berzeugend von demjenigen dargestellt, der ihn im Wesentlichen &bdquo;erfunden&ldquo; und entwickelt hat. Siehe: Karl-Dieter Bodack, InterRegio. Die abenteuerliche Geschichte eines beliebten Zugsystems, Eisenbahn-Kurier, Freiburg 2005.<\/p>\n<p>[<a href=\"#note_4\" name=\"foot_4\">&laquo;4<\/a>] Interview mit B. Weibel in: Cicero, M&auml;rz 2023.<\/p>\n<p>[<a href=\"#note_5\" name=\"foot_5\">&laquo;5<\/a>] Hier k&ouml;nnen nicht alle bahnzerst&ouml;rerischen neuen Projekte vorgestellt werden. U.a. kommen hinzu: der &bdquo;Brenner-Nordzulauf&ldquo; (30 km Tunnelstrecken), Dresden-Prag (26 km Tunnel unter dem Erzgebirge), Anbindung an die Fehmarnbelt-Querung).<\/p>\n<\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Von der Bilanzpressekonferenz der Deutschen Bahn AG am 30. M&auml;rz gingen drei Botschaften aus: <em>Erstens<\/em>, die Lage ist schwierig, doch wir sind auf dem guten Weg aus dem Tal der Tr&auml;nen heraus. So gab es im vergangenen Jahr einen operativen Gewinn (EBIT) bzw. nach Steuern und Zinsen einen &uuml;berschaubar kleinen Verlust. <em>Zweitens.<\/em> Im laufenden Jahr<\/p>\n<div class=\"readMore\"><a class=\"moretag\" href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=95767\">Weiterlesen<\/a><\/div>\n","protected":false},"author":11,"featured_media":95768,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[131,85,73],"tags":[268,1494,694,3233,2445,394,2946],"class_list":["post-95767","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-oekonomie","category-pr","category-verkehrspolitik","tag-deutsche-bahn","tag-infrastruktur","tag-milliardengrab","tag-personenverkehr","tag-schienenverkehr","tag-subventionen","tag-unternehmensschulden"],"jetpack_featured_media_url":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/wp-content\/uploads\/2023\/03\/Shutterstock_1395584639.jpg","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/95767","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/11"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=95767"}],"version-history":[{"count":8,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/95767\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":95784,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/95767\/revisions\/95784"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/media\/95768"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=95767"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=95767"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=95767"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}