{"id":95775,"date":"2023-03-31T16:30:33","date_gmt":"2023-03-31T14:30:33","guid":{"rendered":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=95775"},"modified":"2023-03-31T16:02:35","modified_gmt":"2023-03-31T14:02:35","slug":"hinweise-des-tages-ii-578","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=95775","title":{"rendered":"Hinweise des Tages II"},"content":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (AT)<br>\n<!--more--><br>\nWir weisen darauf hin, dass die jeweiligen Anbieter f&uuml;r die Barrierefreiheit ihrer Angebote selbst verantwortlich sind und es durchaus sein kann, dass der Zugang von zun&auml;chst freien Inhalten nach einer Zeit beschr&auml;nkt wird.<\/p><p>Hier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=95775#h01\">Genfer Nationalr&auml;tin, Historikerin und Arbeiterkind: St&eacute;fanie Prezioso &uuml;ber den Faschismus in Italien und die neue PD-Chefin Elly Schlein: &laquo;Hoffnung f&uuml;r die frustrierte Jugend Italiens&raquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=95775#h02\">Mit Investitionsverboten gegen China<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=95775#h03\">Zu den Hintergr&uuml;nden der saudisch-iranischen Ann&auml;herung: Kooperation und Entwicklung<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=95775#h04\">Libyen &ndash; neues Schlachtfeld im Nato-Russland-Krieg<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=95775#h05\">Neue, unrealistische Klimaziele<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=95775#h06\">Schlampige Planung und vergessene Kosten: Deutschland ertrinkt bald in Fl&uuml;ssiggas &ndash; und das wird s&uuml;ndhaft teuer<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=95775#h07\">Wert und Geld<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=95775#h08\">Zeichen stehen auf Streik: Auch im Handel in Deutschland beginnen die Tarifrunden. Sp&uuml;rbare Lohnsteigerungen gefordert.<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=95775#h09\">Katharina, Sachbearbeiterin im Jobcenter: &bdquo;Ich habe Kolleg*innen, die parallel zu ihrer Arbeit selbst noch B&uuml;rgergeld beantragen m&uuml;ssen&ldquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=95775#h10\">Altersvorsorge: Sorge um finanzielle Absicherung im Alter w&auml;chst laut Umfrage<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=95775#h11\">&ldquo;Wer mehr als Geld bietet, findet auch Fachkr&auml;fte&rdquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=95775#h12\">Ulrike Gu&eacute;rot und Oskar Lafontaine: das unwahrscheinliche Gespann<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=95775#h13\">Medialer Angriff auf Vandana Shiva<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=95775#h14\">Zu guter Letzt: Oh Schei&szlig;e, Bernd! Der Spiegel hat eine investigative Exklusiv-Story &uuml;ber russische Cyberkrieger!<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Verantwortlich f&uuml;r die Richtigkeit der zitierten Texte sind die jeweiligen Quellen und nicht die NachDenkSeiten. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>Genfer Nationalr&auml;tin, Historikerin und Arbeiterkind: St&eacute;fanie Prezioso &uuml;ber den Faschismus in Italien und die neue PD-Chefin Elly Schlein: &laquo;Hoffnung f&uuml;r die frustrierte Jugend Italiens&raquo;<\/strong><br>\nDie neue Vorsitzende von Italiens Demokratischer Partei, Elly Schlein, will der neofaschistischen Regierungschefin Giorgia Meloni die Stirn bieten. Work hat mit der linken Genfer Nationalr&auml;tin und Faschismusforscherin St&eacute;fanie Prezioso &uuml;ber das ungleiche Kr&auml;ftemessen gesprochen. [&hellip;]<br>\nInzwischen kennt man Sie als international anerkannte Historikerin des italienischen Faschismus. Im vergangenen Oktober hat Italien die Neofaschistin Giorgia Meloni zur Regierungschefin gew&auml;hlt. Waren Sie &uuml;berrascht, dass Ihr Thema pl&ouml;tzlich so brennend aktuell war?<br>\nNein, wie h&auml;tte mich das &uuml;berraschen k&ouml;nnen? Meloni ist das Ergebnis einer jahrzehntelangen Entwicklung, einer Kontinuit&auml;t. Die B&uuml;rgerlichen haben das Regime Mussolinis schon lange banalisiert und besch&ouml;nigt. In den 1980er Jahren machten sie Stimmung gegen links mit dem Slogan, weit schlimmer als der Faschismus sei der Antifaschismus. Silvio Berlusconi liess sich mit Mussolini vergleichen, 1995 baute er eine Koalition mit den Postfaschisten, und schon 2001 machte er den bekennenden Mussolini-Verehrer Gianfranco Fini zum stellvertretenden Regierungschef. Meloni stellt sich gerne als neue Antisystem-Politikerin dar, doch in Wahrheit war sie vor 15 Jahren unter Berlusconi Jugendministerin. Auch andere politische Kr&auml;fte sind Teil dieser Kontinuit&auml;t. Die Lega von Matteo Salvini trennen nur Nuancen von Melonis Fratelli d&rsquo;Italia, und sogar die F&uuml;nf-Sterne-Bewegung Beppe Grillos flirtet regelm&auml;ssig mit rechtsextremen Themen, etwa der &laquo;&Uuml;berfremdung&raquo;. Wie der Historiker Emilio Gentile notierte: &laquo;In Italien ist der Faschismus nie verschwunden.&raquo;<br>\nUnd doch sind Sie gegen&uuml;ber Begriffen wie Neofaschismus oder Postfaschismus eher skeptisch?<br>\nStimmt. Fraglos ist Meloni die direkte Erbin des italienischen Faschismus. Sie ist fremdenfeindlich mit klar rassistischen Z&uuml;gen. Sie verachtet die Demokratie und neigt einem autorit&auml;ren Regime zu. Ihre Politik ist nationalistisch und brutal patriarchalisch strukturiert. Sie ist eine militante Christin, antisozial, antigewerkschaftlich, anti&ouml;kologisch. Doch frage ich mich, ob historische Etiketten wie Post- oder Neofaschismus n&uuml;tzlich sind, um das Ph&auml;nomen der stark gewachsenen extremen Rechten in seiner ganzen aktuellen Dimension wirklich zu verstehen und zu bek&auml;mpfen.<br>\nMeloni zeigt sich bisher eher gem&auml;ssigt.<br>\nLogisch, schliesslich muss sie an die vielen &shy;Milliarden Euro kommen, welche die EU Italien versprochen hat. Hier liegt ein entscheidender Punkt. Melonis Wirtschaftspolitik ist neoliberal. Sie hat nichts gegen Privatisierungen und EU-Sparbefehle. Ihr ultrarechtes Programm geht mit den Interessen des Kapitals zusammen. Ein autorit&auml;rer Neoliberalismus gef&auml;llt den Aktion&auml;rinnen und Aktion&auml;ren. Umso leichter f&auml;llt es ihr, die Respektable zu spielen. Aber damit t&auml;uscht sie niemanden wirklich.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.workzeitung.ch\/2023\/03\/hoffnung-fuer-die-frustrierte-jugend-italiens\/\">work<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>Mit Investitionsverboten gegen China<\/strong><br>\nEU-Kommissionspr&auml;sidentin Ursula von der Leyen dringt auf Beschr&auml;nkungen bei Investitionen europ&auml;ischer Unternehmen in China. K&ouml;nnen bisher nur &Uuml;bernahmen deutscher bzw. EU-Firmen durch chinesische Investoren beh&ouml;rdlich &uuml;berpr&uuml;ft und, sofern gew&uuml;nscht, verboten werden, so soll es in Zukunft m&ouml;glich sein, Investitionen auch deutscher Konzerne in der Volksrepublik per Amtsentscheid zu untersagen. Damit sollen Know-how zur&uuml;ckgehalten und Chinas Aufstieg gebremst werden. Deutsche Unternehmen protestieren energisch dagegen. Schon die Einschr&auml;nkungen f&uuml;r chinesische &Uuml;bernahmen in der EU haben die Gesch&auml;ftsbeziehungen zur Volksrepublik klar gesch&auml;digt; 2022 wurden in Deutschland nur noch 26 &Uuml;bernahmen (Transaktionswert: 290 Millionen US-Dollar) von Firmen aus China get&auml;tigt, 242 hingegen von Firmen aus den USA. Von den neuen Kontrollen betroffen w&auml;ren unter anderem Forschungsabteilungen, die deutsche Konzerne in China ansiedeln, um den Anschluss an die Weltspitze nicht zu verlieren. Massiver Druck, die Kontrollen einzuf&uuml;hren, kommt aus den USA, deren Einfluss auf Berlin und Br&uuml;ssel im vergangenen Jahr erheblich gewachsen ist.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.german-foreign-policy.com\/news\/detail\/9210\">German Foreign Policy <\/a>\n<p>dazu: <strong>EU zeigt Beijing kalte Schulter<\/strong><br>\nWirtschaftsbeziehungen mit China infrage gestellt. Zw&ouml;lf-Punkte-Papier zur Ukraine abgelehnt.<br>\nEU-Kommissionspr&auml;sidentin Ursula von der Leyen wirft China vor, eine &raquo;alternative Vorstellung der Weltordnung&laquo; zu vertreten, und k&uuml;ndigt eine Neuausrichtung der EU-Politik gegen&uuml;ber der Volksrepublik an. Insbesondere die Wirtschaftsbeziehungen der EU zu China m&uuml;ssten neu justiert werden, erkl&auml;rte von der Leyen am Donnerstag in einer Grundsatzrede in Br&uuml;ssel. So sollten k&uuml;nftig nicht blo&szlig; chinesische Investitionen in der EU, sondern auch Investitionen von Firmen aus EU-Staaten in China genehmigungspflichtig sein und verboten werden k&ouml;nnen. Die Kommissionspr&auml;sidentin deutete dar&uuml;ber hinaus an, das Investitionsabkommen, das Br&uuml;ssel und Beijing Ende 2020 fertiggestellt hatten, das aber nie ratifiziert wurde, werde wom&ouml;glich endg&uuml;ltig ad acta gelegt.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.jungewelt.de\/artikel\/447934.grundsatzrede-von-der-leyens-eu-zeigt-beijing-kalte-schulter.html\">junge Welt<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>Zu den Hintergr&uuml;nden der saudisch-iranischen Ann&auml;herung: Kooperation und Entwicklung<\/strong><br>\nDas Bild vom 11. M&auml;rz wirkt eher bescheiden: Der ehemalige chinesische Au&szlig;enminister Wang Yi steht zwischen Admiral Ali Schamchani, dem Sekret&auml;r des iranischen Nationalen Sicherheitsrats, und Staatsminister Musaed bin Mohammad Al-Aiban, Saudi-Arabiens Nationalem Sicherheitsberater. Letztere reichen sich die Hand. Ein Ereignis, das Potenzial hat, eine Wende in den internationalen Beziehungen einzuleiten. (&hellip;)<br>\nSollte es tats&auml;chlich gelingen, den langj&auml;hrigen Konflikt zwischen Iran und Saudi-Arabien dauerhaft beizulegen und sollten die beiden Staaten zu einer &ndash; wobei Quersch&uuml;sse und R&uuml;ckschl&auml;ge immer m&ouml;glich sind &ndash; sozusagen pragmatischen Form der Kooperation finden, so w&auml;re perspektivisch eine Zusammenarbeit der wichtigen Erd&ouml;l produzierenden Staaten &ndash; Russland, Brasilien, China, Iran, Saudi-Arabien, Venezuela, Mexiko und Algerien &ndash; in einer vom Westen unabh&auml;ngigen und massiv erweiterten BRICS-Plus-Kooperation denkbar. BRICS Plus w&uuml;rde so seine Anziehungskraft auch auf andere Staaten des Globalen S&uuml;dens massiv erh&ouml;hen. Diese dann um einen bedeutenden &bdquo;OPEC-Fl&uuml;gel&ldquo; erweiterte BRICS-Plus-Organisation w&uuml;rde auch jene kritische Masse generieren, welche die Schaffung einer Alternative zum Dollar erm&ouml;glichen w&uuml;rde &ndash; kein Wunder, dass in Washington alle Alarmsirenen heulen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.unsere-zeit.de\/kooperation-und-entwicklung-4778555\/\">Klaus Wagener in unsere zeit<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>Libyen &ndash; neues Schlachtfeld im Nato-Russland-Krieg<\/strong><br>\nDer Westen bem&uuml;ht sich, die Kampfzone gegen Russland und China auszuweiten. Das wirtschaftlich und politisch am Boden liegende und von zwei Regierungen gespaltene Libyen bietet sich daf&uuml;r an.<br>\nAuch diesmal werden wie in der Ukraine keine UNO-Soldaten in den Kampf geschickt, sondern es sollen Libyer f&uuml;r die &bdquo;gute Sache&ldquo; des Westens sterben. Die libysche Frontlinie k&ouml;nnte dabei entlang der Nord-S&uuml;d-Achse Libyens, von Sirte bis Ghat, verlaufen.<br>\nDie Hinweise auf eine bevorstehende milit&auml;rische Auseinandersetzung verdichten sich. So fand ein Treffen zwischen dem &sbquo;Premierminister&lsquo; der Tripolis-&sbquo;Regierung&lsquo;, Abdulhamid Dabaiba und dem vom Parlament eingesetzten und bisher mit Dabaiba rivalisierenden &sbquo;Premierminister&lsquo; Fathi Baschagha statt. In Tripolis kamen diese Tage die h&ouml;chsten Milit&auml;rkommandanten der &ouml;stlichen Milit&auml;rs (Libysche Nationalarmee\/LNA) und der westlichen Milit&auml;rs zusammen. Man will sich in der kommenden Woche in Bengasi noch einmal treffen, um einen Zusammenschluss zu erreichen. Auf einen Fingerzeig der USA wurden urpl&ouml;tzlich alle Feindseligkeiten zwischen der LNA und der islamischen Bewegung vom Tisch gewischt, wobei die LNA noch 2019 mit einem Marsch auf Tripolis ebendiese Streitkr&auml;fte der Moslembruderschaft milit&auml;risch aufs &Auml;u&szlig;erste bek&auml;mpfte. Wie Fotos bezeugen, umarmten sich die bisherigen Feinde pl&ouml;tzlich auf das Herzlichste.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/gela-news.de\/libyen-neues-schlachtfeld-im-nato-russland-krieg\">Gela-News<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>Neue, unrealistische Klimaziele<\/strong><br>\nWer bietet mehr? Kurz nach der Abschaffung des Verbrennungs-Motors hat die EU auch noch die Ziele f&uuml;r erneuerbare Energien hochgeschraubt. Selbst Deutschland ist meilenweit von den neuen Vorgaben entfernt.<br>\nDie Einigung erfolgte im so genannten Trilog &ndash; in einer Nacht- und Nebelsitzung hinter verschlossenen T&uuml;ren. Demnach m&uuml;ssen bis 2030 mindestens 42,5 Prozent der in der EU verbrauchten Energie aus erneuerbaren Quellen wie Wind-, Solar- oder Wasserkraft kommen.<br>\nAls freiwilliges Ziel wird sogar angestrebt, 45 Prozent zu erreichen. Bisher lag das Ziel f&uuml;r erneuerbare Energien bis 2030 nur bei 32 Prozent. Nach Angaben des Umweltbundesamtes lag der Anteil der erneuerbaren Energien in Deutschland im vergangenen Jahr bei 20,4 Prozent.<br>\nAllein in Deutschland fehlt also noch mehr als die H&auml;lfte des Wegs. In den meisten EU-L&auml;ndern sieht es kaum besser aus. Vor diesem Hintergrund erscheinen die neuen Klimaziele als reichlich unrealistisch. Sinn machen sie nur, wenn man auch aufzeigt, wie sie erreicht werden!<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/lostineu.eu\/neue-unrealistische-klimaziele\/\">Lost in Europe<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Schlampige Planung und vergessene Kosten: Deutschland ertrinkt bald in Fl&uuml;ssiggas &ndash; und das wird s&uuml;ndhaft teuer<\/strong><br>\nAls die Krise auf den Gasm&auml;rkten gro&szlig; war und kein russisches Erdgas mehr ankam, schwenkte Deutschland um und setzt seither auf Fl&uuml;ssiggas. Doch jetzt zeichnet sich ab: Deutschland baut eine &uuml;berdimensionierte Fl&uuml;ssiggas-Infrastruktur auf. Und das wird s&uuml;ndhaftteuer f&uuml;r uns alle.<br>\nVor einem Jahr hat die Welt so ausgesehen: Gas wurde st&uuml;ndlich teurer, die Lieferungen aus Russland t&auml;glich weniger und Minister wie Robert Habeck begaben sich auf Reisen, um neue Lieferanten ausfindig zu machen. Statt durch Pipelines aus Russland sollte der Rohstoff in fl&uuml;ssigem Zustand als LNG (Liquefied Natural Gas) per Schiff aus dem Westen oder Mittleren Osten kommen. Die deutschen Eink&auml;ufer waren erfolgreich, was nicht verwunderte: Schlie&szlig;lich hatte Deutschland den Produzenten und H&auml;ndlern seine tiefen Taschen gezeigt, und da lie&szlig; sich mancher nicht lange bitten.<br>\nDie notwendigen Terminals f&uuml;r LNG-Tanker werden seither gebaut, als g&auml;be es kein Morgen. Das &uuml;ber die Meere ankommende Fl&uuml;ssigerdgas erfordert spezielle Prozesse, um es zu entladen. Und auch die Verfl&uuml;ssigung des Gases, das daf&uuml;r von etlichen Bestandteilen gereinigt und auf unter minus 160 Grad Celsius heruntergek&uuml;hlt werden muss, kostet erheblich Energie &ndash; man spricht von bis zu einem Viertel des gesamten Energiegehalts des Gases.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.focus.de\/finanzen\/news\/habeck-kauft-suendhaft-teures-fluessiggas-und-davon-viel-zu-viel_id_189743734.html\">Focus Online<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung JK:<\/strong> Die US-Energiekonzerne wird es freuen. &Uuml;ber die &ouml;konomischen Kompetenzen des Herrn Habeck muss sowieso nichts mehr gesagt werden. Das sind die Folgen einer rein auf moralischer Hybris und Ideologie basierenden Politik.<\/em><\/p>\n<p>siehe auch: <strong>Die Bilanz von Habecks &bdquo;Gaspolitik&ldquo; ist vernichtend und doch wahrscheinlich genau so gewollt <\/strong><br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=95666\">NachDenkSeiten<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Wert und Geld<\/strong><br>\nVerschiedene Autoren auf MAKROSKOP wollen die moderne Geldsch&ouml;pfung und ihre Bedeutung erkl&auml;ren. Doch dabei gibt es erhebliche Begriffsverwirrungen. Eine Kritik.<br>\nIn &bdquo;Makroskop&ldquo; wird das Thema &bdquo;Geld&ldquo; &uuml;berwiegend unter dem Aspekt behandelt, wie heutzutage Geldsch&ouml;pfung funktioniert und welche Bedeutung dieser zukommt. In den letzten Beitr&auml;gen von Schneider, Wiederhold und Steinhardt kommt dann aber doch explizit die Frage auf, was es denn mit dem Wert auf sich habe, den Geld irgendwie &bdquo;hat&ldquo;.<br>\nDabei kommt dann auch Marx vor, der sich ausgiebig und grundlegend zu diesen Fragen ge&auml;u&szlig;ert hat. Die dabei in Makroskop auftretenden Begriffsverwirrungen sind allerdings erheblich, besonders bei Schneider. Ich will im Folgenden versuchen, die Zusammenh&auml;nge ausgehend von Marx etwas systematisch darzustellen &ndash; so dass es auch &ouml;konomisch Interessierte hoffentlich nachvollziehen k&ouml;nnen, die mit dieser Theorierichtung nicht so vertraut sind.<br>\nBei den Ausf&uuml;hrungen von Paul Steinhardt zum Thema ist das Grundproblem schon, dass er die Frage vom Geld her angeht. Er zitiert zustimmend Georg-Friedrich Knapp, dass der &bdquo;&sbquo;Wert&lsquo; eines Zahlungsmittels darin besteht, Geldschulden zu begleichen&ldquo;. Das ist allerdings letztlich tautologisch: dass man mit tausend Euro Schulden in H&ouml;he von tausend Euro begleichen kann, sagt schlichtweg gar nichts dar&uuml;ber, was tausend Euro wert sind. Die Leute brauchen Geld nicht urspr&uuml;nglich und in erster Linie, um Geldschulden zu bezahlen, sondern um damit Waren zu kaufen, die sie f&uuml;r ihr Leben brauchen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/makroskop.eu\/12-2023\/wert-und-geld\/\">Ralf Kr&auml;mer auf Makroskop<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>Zeichen stehen auf Streik: Auch im Handel in Deutschland beginnen die Tarifrunden. Sp&uuml;rbare Lohnsteigerungen gefordert.<\/strong><br>\nDie Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di) geht mit der Forderung nach sp&uuml;rbaren Lohnsteigerungen in die Tarifrunden f&uuml;r den Handel. Da die Verhandlungen nach Bundesl&auml;ndern getrennt gef&uuml;hrt werden, haben die zust&auml;ndigen Tarifkommissionen nicht &uuml;berall die gleichen Ziele beschlossen. W&auml;hrend ver.di etwa in Nordrhein-Westfalen f&uuml;r die Besch&auml;ftigten des Einzel- und Versandhandels 2,50 Euro mehr pro Stunde und ein Mindestgehalt von 13,50 Euro in der Stunde verlangt, geht es in Baden-W&uuml;rttemberg um 15 Prozent mehr. F&uuml;r den Gro&szlig;- und Au&szlig;enhandel liegen die Forderungen bei einer Steigerung um 13 Prozent, mindestens aber 400 Euro mehr. Zumindest f&uuml;r die unteren Gehaltsgruppen, in denen die meisten Kolleginnen und Kollegen besch&auml;ftigt sind, liegen beide Forderungen nicht weit auseinander. Bislang erhalten die Besch&auml;ftigten dort nur wenig mehr als 11 Euro f&uuml;r 60 Minuten Arbeit und damit weniger als den gesetzlichen Mindestlohn. Lediglich durch bestimmte Leistungspr&auml;mien kommen sie im Normalfall &uuml;ber die vorgeschriebene Marke von 12 Euro pro Stunde &ndash; Mi&szlig;brauch wird so T&uuml;r und Tor ge&ouml;ffnet. Immer wieder m&uuml;ssen Besch&auml;ftigte und Betriebsr&auml;te ausstehendes Geld einklagen. ver.di will nun festschreiben, da&szlig; schon durch die regul&auml;ren Tarifgeh&auml;lter der Mindestlohn zumindest erreicht beziehungsweise &uuml;berschritten wird. Die Unternehmer haben die Forderungen prompt zur&uuml;ckgewiesen und ihren altbekannten Sermon angestimmt, da&szlig; die angestrebten Einkommenssteigerungen &raquo;unrealistisch&laquo; und &raquo;nicht leistbar&laquo; seien. In der Gewerkschaft erwartet man deshalb erneut harte Auseinandersetzungen und Streiks. Dabei sind die Bedingungen kompliziert: Der Organisationsgrad ist in den meisten Unternehmen nur gering. Vor allem aber hat die Tarifflucht im Handel dramatische Formen angenommen. Die meisten Unternehmen haben sich l&auml;ngst aus der Tarifbindung verabschiedet, nur noch jede vierte Besch&auml;ftigte im Einzelhandel arbeitet unter den Bedingungen eines Tarifvertrages. Im Gro&szlig;handel ist die Situation mit einer Tarifbindung von 33 Prozent nur wenig besser. ver.di fordert deshalb auch in diesem Jahr, die Abschl&uuml;sse f&uuml;r allgemeinverbindlich zu erkl&auml;ren, so da&szlig; sie auch f&uuml;r nicht tarifgebundene Firmen gelten.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.zlv.lu\/db\/1\/1462366408583\/0%20\">Zeitung vum L&euml;tzebuerger Vollek<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>Katharina, Sachbearbeiterin im Jobcenter: &bdquo;Ich habe Kolleg*innen, die parallel zu ihrer Arbeit selbst noch B&uuml;rgergeld beantragen m&uuml;ssen&ldquo;<\/strong><br>\nKatharina ist verbeamtete Sachbearbeiterin im Jobcenter. Klar: Sie darf nicht streiken. Dennoch unterst&uuml;tzt sie die Forderungen in der laufenden Tarifrunde im &ouml;ffentlichen Dienst &ndash; unter anderem mit diesem Interview. Denn die Arbeitsbedingungen sind hart, &Uuml;berstunden an der Tagesordnung und manche ihrer Kolleg*innen im &ouml;ffentlichen Dienst verdienen so wenig, dass sie selbst B&uuml;rgergeld beantragen m&uuml;ssen. Kein Wunder, dass der viele nach kurzer Zeit wieder k&uuml;ndigen. Das muss sich &auml;ndern, sagt Katharina.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/wir-sind-verdi.de\/2023\/03\/27\/katharina-sachbearbeiterin-im-jobcenter-ich-habe-kolleginnen-die-parallel-zu-ihrer-arbeit-selbst-noch-buergergeld-beantragen-muessen\/\">wir-sind-ver.di<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>Altersvorsorge: Sorge um finanzielle Absicherung im Alter w&auml;chst laut Umfrage<\/strong><br>\nFast die H&auml;lfte der unter 60-J&auml;hrigen f&uuml;rchtet, im Alter zu wenig Geld zur Verf&uuml;gung zu haben. Die Erwartungen haben sich laut einer Umfrage deutlich verschlechtert.<br>\nFast die H&auml;lfte der Menschen in Deutschland macht sich einer Umfrage zufolge Sorgen um ihre finanzielle Lage im Alter. Wie aus einer Befragung des Instituts f&uuml;r angewandte Sozialwissenschaft (infas) im Auftrag des Bundesverbandes deutscher Banken (BdB) hervorgeht, bef&uuml;rchten 45 Prozent der 30- bis 59-J&auml;hrigen, dass sie im Ruhestand finanziell schlecht aufgestellt sind. Vor drei Jahren waren es noch 30 Prozent. &ldquo;Die Erwartungen haben sich in den letzten Jahren sehr deutlich verschlechtert. Dieses Ergebnis unserer Umfrage ist besorgend&rdquo;, sagte Henriette Peucker, stellvertretende BdB-Hauptgesch&auml;ftsf&uuml;hrerin.<br>\nBesonders gro&szlig; ist der Pessimismus bei den 18- bis 29-J&auml;hrigen. Hier bef&uuml;rchten inzwischen 49 Prozent, dass es ihnen im Alter finanziell nicht gut gehen wird. 2020 waren es nur 20 Prozent. Bei den &uuml;ber 60-J&auml;hrigen machen sich 37 Prozent Sorgen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.zeit.de\/wirtschaft\/2023-03\/altersvorsorge-finanzielle-absicherung-umfrage-sorgen\">Zeit Online <\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers J.A.:<\/strong> Die Sorgen sind nur zu berechtigt und die Zahlen nachvollziehbar. Da Umfrage und Artikel von der Finanzwirtschaft (BdB) gesponsert werden, darf nat&uuml;rlich der prominente Hinweis auf die Produkte zur betrieblichen und privaten Altersvorsorge nicht fehlen; und leider kann ich mir gut vorstellen, dass die H&auml;lfte der Befragten mehr staatliche Unterst&uuml;tzung in der privaten Altersvorsorge fordert, so unlogisch und unsinnig das alles daher kommt. (&ldquo;Der Staat&rdquo; sind wir alle, und die erforderlichen Steuermittel werden zum allergr&ouml;&szlig;ten Teil von den Arbeitnehmern selber aufgebracht, weil &uuml;ber 80% der Steuern auf der Einkommen-, Lohn- und Mehrwertsteuer kommen. Wenn &ldquo;der Staat&rdquo; sich solche Hilfen leisten kann, warum dann nicht im Rahmen der gesetzlichen Rente? Was ist eigentlich an einer Altersvorsorge &ldquo;privat&rdquo;, die vom Staat gest&uuml;tzt wird? Warum ben&ouml;tigt die &ldquo;private&rdquo; Altersvorsorge &uuml;berhaupt staatliche Unterst&uuml;tzung &ndash; sind die Kosten so hoch und die Rendite so schlecht? Usw. etc. pp.) Nur der Elefant im Raum, die eigentliche Ursache f&uuml;r die nicht ausreichende Altersvorsorge, wird (nat&uuml;rlich) nicht benannt: die politische gewollte und durchgesetzte K&uuml;rzung des Rentenniveaus. Dass diese K&uuml;rzungen nicht &ldquo;von der Demographie&rdquo; verursacht werden oder &ldquo;zwingend notwendig&rdquo; sind, zeigt das Beispiel &Ouml;sterreich, wo der politische Konsens zu einem vern&uuml;nftigen Rentenniveau f&uuml;hrt.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>&ldquo;Wer mehr als Geld bietet, findet auch Fachkr&auml;fte&rdquo;<\/strong><br>\nDeutschland bem&uuml;ht sich h&auml;nderingend, das Fachkr&auml;fteproblem in den Griff zu bekommen &ndash; bislang erfolglos. Das schnell wachsende finnische IT-Beratungsunternehmen Solita mit 1600 Besch&auml;ftigten in sechs L&auml;ndern macht sich um qualifiziertes Personal keine Sorgen. Im vergangenen Jahr wuchs das Personal in Deutschland um 70 Prozent. Skandinavische L&auml;nder seien immer schon neue Wege gegangen, &ldquo;um Arbeit kreativ, n&uuml;tzlich und wirkungsvoll zu machen&rdquo;, sagt Deutschland-Chef Florian Disson ntv.de.<br>\nEs gibt die These, dass es gar keinen echten Fachkr&auml;ftemangel gibt, sondern Arbeitgeber einfach zu wenig zahlen oder insgesamt zu wenig zu bieten haben. Wie sehen Sie das?<br>\nWichtig ist zu begreifen, dass Unternehmen wachsen, wenn die Mitarbeiter wachsen. Wenn wir Menschen Jobs bieten, die zu ihnen passen, und die es ihnen erlauben, sich zu entwickeln, dann kommen sie. Sehen Sie, wir geben auch Menschen eine Chance zu lernen, die noch nicht hundert Prozent IT k&ouml;nnen, wenn wir wirklich glauben, jemand m&ouml;chte das lernen. Daf&uuml;r haben wir ja die Akademien. Das ist ein weiterer Grund, warum wir keinen Fachkr&auml;ftemangel haben. Wir ziehen uns selbst den Nachwuchs heran.<br>\nSie sagen also, es g&auml;be mehr Fachkr&auml;fte, wenn Unternehmen sich mehr M&uuml;he geben w&uuml;rden, die Arbeitnehmer und Arbeitnehmerinnen auch abzuholen?<br>\nNat&uuml;rlich. Wer mehr als Geld bietet, findet auch Fachkr&auml;fte. In Skandinavien kommt der Mensch immer zuerst. Wir machen alle drei Wochen eine Mitarbeiterbefragung. Eine Frage, die wir immer stellen, ist: Wenn du irgendwo f&uuml;r denselben Job mehr Geld bekommen w&uuml;rdest, wie wahrscheinlich ist es, dass du Solita verlassen w&uuml;rdest? Gew&ouml;hnlich kommt die Antwort: Jeder hat seinen Preis. Diese Woche hat aber jemand erg&auml;nzt: &ldquo;Dieser Preis ist weit nach oben gegangen. Man m&uuml;sste mir sehr viel mehr Geld bieten, als ich jetzt habe, um diesen Job zu machen.&rdquo; Ich finde, das war die beste Antwort, die ich bisher gesehen habe.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.n-tv.de\/wirtschaft\/Wer-mehr-als-Geld-bietet-findet-auch-Fachkraefte-article24020966.html\">n-tv<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung JK:<\/strong> Hier ist eine wesentliche H&uuml;rde, dass in der deutschen Unternehmenskultur die Mitarbeiter immer noch zu oft als Befehlsempf&auml;nger betrachtet werden, die Strukturen viel zu hierarchisch, die Abl&auml;ufe viel zu formell sind. Ebenso die Vorstellungen der deutschen Oligarchie, die das Problem lieber &uuml;ber Zuwanderung vermeintlich billiger Fachkr&auml;fte l&ouml;sen m&ouml;chte. Bei entsprechender Entlohnung und Unternehmenskultur sollte aber die Rekrutierung von qualifizierten Mitarbeitern kein Problem sein, der &bdquo;Fachkr&auml;ftemangel&ldquo; ist also prim&auml;r selbstverschuldet.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>Ulrike Gu&eacute;rot und Oskar Lafontaine: das unwahrscheinliche Gespann<\/strong><br>\nWer vor f&uuml;nf Jahren prognostiziert h&auml;tte, dass Ulrike Gu&eacute;rot einmal mit Oskar Lafontaine auf einer B&uuml;hne sitzen, sich gegenseitig die B&auml;lle zuwerfen und in sehr deutlichen Worten gemeinsam mit ihm &uuml;ber die Medien und die M&auml;chtigen abledern w&uuml;rde, den h&auml;tte niemand ernst genommen. Und doch ist es am 27. M&auml;rz in Frankfurt aus Anlass einer gemeinsamen Buchvorstellung passiert. (&hellip;)<br>\nBei einer Talk-Show des Westend-Verlags aus Anlass ihrer beiden erstaunlich &auml;hnlichen B&uuml;cher kamen Gu&eacute;rot und Lafontaine zusammen.<br>\nDie B&uuml;cher von Gu&eacute;rot &bdquo;Endspiel Europa&ldquo; und von Lafontaine &bdquo;Ami it&rsquo;s time to go&ldquo; , habe ich bereits besprochen bzw. vorgestellt.<br>\nHier konnten die beiden, die sich sonst regelm&auml;&szlig;ig in Fernsehtalkshows einer Phalanx von Kritikern erwehren m&uuml;ssen, die sie mit moralisierenden Vorw&uuml;rfen &uuml;bersch&uuml;tten, den Spie&szlig; umkehren und gegen den Mainstream austeilen, ihn moralisch verdammen. Sie taten es mit Genuss und R&uuml;ckenwind. Denn auch der Moderator Markus Karsten, Gr&uuml;nder des Westend-Verlags, war auf ihrer Seite. Und das Publikum klatschte umso mehr, je knackiger die Spr&uuml;che wurden. Offenkundig waren viele erleichtert, einmal auf einer B&uuml;hne das laut ausgesprochen zu h&ouml;ren, was sie selber dachten oder empfanden.<br>\nLafontaine etwa gab sich fassungslos ob der vorherrschenden &bdquo;Mitleidslosigkeit&ldquo; den sterbenden Ukrainern und Russen gegen&uuml;ber. &bdquo;Ja haben die noch alle Tassen im Schrank? Waffen, Waffen, Waffen!&ldquo;<br>\nGu&eacute;rot blieb zur&uuml;ckhaltender, war aber ebenfalls deutlich. Als abschreckendes Beispiel f&uuml;r die von Lafontaine angeprangerte Waffenvernarrtheit und, wie sie sagte, geistige Verwirrung, zitierte sie ein Plakat der evangelischen Kirche: &bdquo;Waffenlieferungen sind ein Zeichen der christlichen N&auml;chstenliebe.&ldquo;<br>\nLafontaine kritisierte die &bdquo;Geschichtsvergessenheit&ldquo;, die darin liege, dass Deutschland derart martialisch gegen Russland Partei ergreife, nachdem man im zweiten Weltkrieg Millionen Russen umgebracht habe. Aus gutem Grund k&auml;me niemand auf die Idee, sagte er, Waffen an jemand zu liefern, der gegen Israel k&auml;mpft.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/norberthaering.de\/news\/lafontaine-guerot-westend\/\">Norbert H&auml;ring<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>Medialer Angriff auf Vandana Shiva<\/strong><br>\nARD-Faktenfinder polemisiert gegen die Aktivistin, weil sie vor den Gefahren von Gentechnik und Agrarkonzernen warnt.<br>\nIn einem Beitrag vom 13. Dezember 2022 kritisiert der ARD-Faktenfinder Vandana Shiva und deren Verh&auml;ltnis zur Gentechnik. Dabei verdreht Autor Pascal Siggelkow die Tatsachen und unterstellt ihr Aussagen, die sie gar nicht gemacht hat. Es handelt sich um einen sonderbaren Faktencheck, weil die &laquo;Faktenchecker&raquo; keine w&ouml;rtliche Tatsachen-Darstellungen von Shiva zitieren und dann widerlegen, sondern weil sie ihre Aussagen einfach pauschal in Frage stellen.<br>\nDer Neue-Erde-Verlag, der B&uuml;cher der &Ouml;ko-Aktivistin ver&ouml;ffentlichte, verfasste eine Gegendarstellung. Im Folgenden werden die wichtigsten Argumente diskutiert.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.infosperber.ch\/wirtschaft\/landwirtschaft\/medialer-angriff-auf-vandana-shiva\/\">Infosperber<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>Zu guter Letzt: Oh Schei&szlig;e, Bernd! Der Spiegel hat eine investigative Exklusiv-Story &uuml;ber russische Cyberkrieger!<\/strong><br>\nAch Schei&szlig;e, ist Paywall.<br>\nOh, die S&uuml;ddeutsche hat eine investigative Exklusiv-Story &uuml;ber russische Cyberkrieger!<br>\nOh, ist auch Paywall.<br>\nGeh ich halt zu Le Monde. Die haben auch eine exklusive Investigativ-Story &uuml;ber russische Cyberkrieger! Oh. Auch Paywall.<br>\nMacht nichts. Dieselbe &ldquo;exklusive&rdquo; &ldquo;Investigativ&rdquo;-Story gibt es auch bei dem ZDF, dem Standard, der Washington Post und dem Guardian.<br>\nStellt sich raus: Ein &ldquo;Whistleblower&rdquo; (bestimmt nicht die Psyop-Abteilung der ukrainischen Streitkr&auml;fte!1!!) hat der S&uuml;ddeutschen vor einem Jahr (nein, wirklich! Seit einem Jahr sitzen die da jetzt drauf!) ein paar Papiere &ldquo;geleakt&rdquo;. Alle diese &ldquo;investigativen&rdquo; &ldquo;Exklusiv&rdquo;-&ldquo;Berichte&rdquo; basieren auf denselben Papieren.<br>\nLeute, &auml;h, &ldquo;exklusiv&rdquo; und &ldquo;investigativ&rdquo; haben eine Bedeutung. Aber nicht die, die ihr zu glauben scheint.<br>\nExklusiv hei&szlig;t, dass man das nur bei dir lesen kann.<br>\nInvestigativ hei&szlig;t, dass ihr das selbst rausgefunden habt. Durch, &auml;h, Nachforschungen. Wenn euch ein Whistleblower eine Festplatte in die Hand dr&uuml;ckt, ist das nicht investigativ.<br>\nUnd inhaltlich? Ich seh da erstmal nur Geraune &uuml;ber angebliche Malware, an denen diese Firma Schuld gewesen sein soll. Quelle: Sagen westliche Geheimdienste und westliche Security-Firmen, die damit in ihrer Werbung Aufmerksamkeit generiert haben.<br>\nSorry, das ist schon in Friedenszeiten Schei&szlig;e. In Kriegszeiten, von einem &ldquo;anonymen&rdquo; &ldquo;Whistleblower&rdquo; ist das mehr als Schei&szlig;e. Da ist das &ldquo;wir verbreiten Propaganda&rdquo;.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/blog.fefe.de\/?ts=9adb7a25\">Fefes Blog<\/a><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (AT)<\/p>\n","protected":false},"author":11,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[19],"tags":[],"class_list":["post-95775","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-hinweise-des-tages"],"jetpack_featured_media_url":"","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/95775","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/11"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=95775"}],"version-history":[{"count":3,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/95775\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":95778,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/95775\/revisions\/95778"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=95775"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=95775"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=95775"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}