{"id":95814,"date":"2023-04-03T08:40:48","date_gmt":"2023-04-03T06:40:48","guid":{"rendered":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=95814"},"modified":"2023-04-03T08:33:41","modified_gmt":"2023-04-03T06:33:41","slug":"hinweise-des-tages-4330","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=95814","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (AT)<br>\n<!--more--><br>\nWir weisen darauf hin, dass die jeweiligen Anbieter f&uuml;r die Barrierefreiheit ihrer Angebote selbst verantwortlich sind und es durchaus sein kann, dass der Zugang von zun&auml;chst freien Inhalten nach einer Zeit beschr&auml;nkt wird.<\/p><p>Hier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=95814#h01\">Appell: Frieden schaffen!<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=95814#h02\">Isolation sieht anders aus<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=95814#h03\">Russland hat ein au&szlig;enpolitisches Konzept, Deutschland hat Baerbock<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=95814#h04\">Alternative zum US-Dollar: Nicht nur BRICS machen Schritte weg von den USA.<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=95814#h05\">Zwischenruf eines Richters: Nord Stream 1 und 2 &ndash; der schwierige Kampf um die Wahrheit<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=95814#h06\">Heimliche Einflussnahme: Scholz&rsquo; &bdquo;Spin-Doktor&ldquo; schuldet Erkl&auml;rungen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=95814#h07\">Neben, unter oder &uuml;ber dem &bdquo;Gro&szlig;streiktag&ldquo; wird auch noch gestreikt. Aber nicht f&uuml;r mehr Geld<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=95814#h08\">&raquo;Mehr als jedes f&uuml;nfte Kind ist arm&laquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=95814#h09\">Erneuter Umsatzschwund im Februar: Wie tief reicht die Krise im Einzelhandel?<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=95814#h10\">Isolation oder Reintegration?<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=95814#h11\">Landgrabbing in Brandenburg: Wenn beim Ackerverkauf nur Cash z&auml;hlt<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=95814#h12\">Peinlicher Datenfehler &ndash; Lehrkr&auml;fte arbeiten mehr als angenommen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=95814#h13\">Maurice H&ouml;fgen: &bdquo;Die Zentralbanken crashen jetzt die Wirtschaft ohne Not&ldquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=95814#h14\">Ist Cem &Ouml;zdemir vor der FDP eingeknickt? Schweine kennen die Antwort<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=95814#h15\">Staatsbesuch von K&ouml;nig Charles: Deutschland pr&auml;sentiert sich als Entwicklungsland<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=95814#h16\">Das Letzte: Kiews Plan f&uuml;r eine &ldquo;Befreiung&rdquo; der Krim<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Verantwortlich f&uuml;r die Richtigkeit der zitierten Texte sind die jeweiligen Quellen und nicht die NachDenkSeiten. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>Appell: Frieden schaffen!<\/strong><br>\nHistoriker Peter Brandt ruft mit Stimmen aus dem Umfeld seines Vaters Willy Brandt und dem sozialdemokratisch-gewerkschaftlichen Spektrum zu Verhandlungen &uuml;ber einen Frieden in der Ukraine auf. Der Aufruf &bdquo;Frieden schaffen!&ldquo; im Wortlaut:<br>\nMehr als ein Jahr dauert bereits der russische Angriffskrieg auf die Ukraine. Jeder weitere Tag Krieg bedeutet f&uuml;r die betroffenen Menschen mehr Leid und Zerst&ouml;rung, mehr Verwundete und Tote. Mit jedem Tag w&auml;chst die Gefahr der Ausweitung der Kampfhandlungen. Der Schatten eines Atomkrieges liegt &uuml;ber Europa. Aber die Welt darf nicht in einen neuen gro&szlig;en Krieg hineinschlittern. Die Welt braucht Frieden. Das Wichtigste ist, alles f&uuml;r einen schnellen Waffenstillstand zu tun, den russischen Angriffskrieg zu stoppen und den Weg zu Verhandlungen zu finden.<br>\nQuelle 1: <a href=\"https:\/\/www.fr.de\/politik\/frieden-schaffen-92185182.html\">FR Online<\/a><br>\nQuelle 2: <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/pdf\/230403-Frieden-fuer-die-Ukraine.pdf\">Frieden f&uuml;r die Ukraine: Ein Friedensappell aus der Mitte der Gesellschaft<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>Isolation sieht anders aus<\/strong><br>\nAuch in der EU &auml;ndert sich die Haltung zum chinesischen Friedensplan.<br>\nMittlerweile werden jedoch (&hellip;) europ&auml;ischen Stimmen lauter, die von einer milit&auml;rischen Niederlage Ru&szlig;lands als Kriegsziel Abstand nehmen. Denn das Aufrechterhalten des diplomatischen Drahts nach Moskau, immerhin Regierungssitz einer der gro&szlig;en Atomm&auml;chte der Welt und einer Veto-Macht im Weltsicherheitsrat, entspricht der Anerkennung geopolitischer Realit&auml;ten. Da&szlig; dies in der herrschenden Legitimationsideologie mit Wortwolken wie &raquo;feministische Au&szlig;enpolitik&laquo; kaschiert wird, &auml;ndert nichts daran, da&szlig; es auch dem deutschen Imperialismus immer um Interessen geht &ndash; die der deutschen Banken und Konzerne. Deren Interesse an Waffenlieferungen an die Ukraine ist das eine, an langwierigem Krieg gegen Ru&szlig;land, dauerhaft hohen Energiepreisen in Abh&auml;ngigkeit von den USA und schnelle Entflechtung vom chinesischen Markt jedoch das Strittige andere. Im Gegensatz zum ukrainischen sogenannten &raquo;10-Punkte-Plan&laquo;, der den kompletten Abzug der russischen Truppen zur Vorbedingung f&uuml;r Gespr&auml;che macht, setzt der chinesische 12-Punkte-Plan auf eine L&ouml;sung, der beide Seiten zustimmen k&ouml;nnten, wenn sie die Realit&auml;ten zu akzeptieren bereit sind. Hier unterscheidet sich der chinesische Plan von bisherigen Vorschl&auml;gen, hier ist aber auch seine Achillesferse: Er setzt auf einen Sieg der Vernunft. Diese setzt sich anscheinend auch im EU-Beamtenheer durch, im Sinne des Besinnens auf eigene Interessen. Das &raquo;Wall Street Journal&laquo; schrieb in einem Bericht mit Berufung auf Regierungsmitarbeiter aus Britannien, Frankreich und Deutschland &uuml;ber &raquo;wachsende Zweifel&laquo;, dar&uuml;ber, &raquo;da&szlig; die Ukraine in der Lage sein wird, die Russen aus der Ostukraine und der Krim (&hellip;) zu vertreiben&laquo;, sowie &raquo;da&szlig; der Westen die Kriegsanstrengungen nur eine bestimmte Zeit lang aufrechterhalten kann&laquo;. Davon war beim Hohen Repr&auml;sentanten der EU f&uuml;r die Au&szlig;en- und Sicherheitspolitik Josep Borrell auch nach dem j&uuml;ngsten EU-Gipfel nichts zu h&ouml;ren, das k&ouml;nnte aber erkl&auml;ren, warum selbst er mittlerweile vorhat, nach Peking zu reisen. So wie auch die Regierungschefs von Frankreich (Macron, in Begleitung von EU-von-der-Leyen!), Italien (Meloni) und Spanien (Sanchez) &ndash; Letzterer sogar mit dem erkl&auml;rten Ziel, &uuml;ber den chinesischen Friedensplan zu beraten, in dem er eine Chance zur Beendigung des Kriegs in Europa sieht.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.zlv.lu\/db\/1\/1441281016080\/0\">Zeitung vum L&euml;tzebuerger Vollek<\/a>\n<p>dazu auch: <strong>Alignment on China: So l&auml;sst sich die EU von den USA einspannen<\/strong><br>\nAmerikanische Experten und europ&auml;ische Transatlantiker haben die Rede von EU-Kommissionschefin von der Leyen zur China-Politik in h&ouml;chsten T&ouml;nen begr&uuml;&szlig;t. Kein Wunder &ndash; denn sie f&uuml;gt sich gut in die US-Politik der Eind&auml;mmung ein. Auch in der Ukraine l&auml;sst sich die EU einspannen.<br>\nDie USA verfolgen schon lange das Ziel, China einzud&auml;mmen und zu isolieren. Bisher mit wenig Erfolg &ndash; das Reich der Mitte unterh&auml;lt enge Beziehungen nach Europa, Afrika und vor allem mit Russland. Doch nun schwenkt die EU auf die harte US-Linie.<br>\nDie ganze EU? Nein. Deutschland, Frankreich und Spanien z&ouml;gern noch &ndash; zu Recht.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/lostineu.eu\/so-laesst-sich-die-eu-in-die-konfrontative-us-politik-einspannen\/\">Lost in Europe<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>Russland hat ein au&szlig;enpolitisches Konzept, Deutschland hat Baerbock<\/strong><br>\nDas neue russische Dokument ist erfrischend logisch und klar. Die Ziele der Au&szlig;enpolitik sind definiert, ebenso wie die Grunds&auml;tze, von denen sie sich ableiten. Und sie sind konsistent mit den Handlungen. Aus Deutschland kann man das nur mit Wehmut betrachten.<br>\nEigentlich war hier beabsichtigt, das neue au&szlig;enpolitische Konzept der Russischen F&ouml;deration dem des Ausw&auml;rtigen Amtes gegen&uuml;berzustellen. Dieser Versuch beginnt mit einer Entt&auml;uschung &ndash; es gibt schlicht kein deutsches Gegenst&uuml;ck. Selbst wenn man versucht, auf der Seite des Ausw&auml;rtigen Amts eine Definition des aktuellen Kernbegriffs der &ldquo;regelbasierten Weltordnung&rdquo; zu finden, kann man zwar durch eine Reihe von Themen h&uuml;pfen, die eines wie das andere frei von offiziellen Dokumenten sind, und findet darunter so erstaunliche Punkte wie die NATO, aber nirgends gibt es Richtlinien, ein Konzept, eine &uuml;berpr&uuml;fbare Ausrichtung.<br>\nDas f&uuml;hrt unmittelbar zur ersten Feststellung: Die Festlegung der russischen Au&szlig;enpolitik erfolgt demokratischer als die der deutschen. Warum? Weil ein klares, ver&ouml;ffentlichtes Dokument zum einen erm&ouml;glicht, einzelne Punkte konkret zu kritisieren, und zum anderen Rechenschaftslegung und &Uuml;berpr&uuml;fung m&ouml;glich sind. Man w&uuml;rde gerade von einer Nation mit einer derart exportorientierten Wirtschaft wie Deutschland erwarten, dass die au&szlig;enpolitischen Festlegungen diese Tatsache widerspiegeln; das taten sie in fr&uuml;heren Jahren auch, wenn auch auf eher unangenehme Weise, wie in der Rede des damaligen Au&szlig;enministers Frank-Walter Steinmeier vor dem Industrieforum der S&uuml;ddeutschen Zeitung im Jahr 2015 &ndash; was nat&uuml;rlich immer noch kein au&szlig;enpolitisches Grundsatzdokument war, aber zumindest in die Richtung ging. Das Ministerium unter Au&szlig;enministerin Annalena Baerbock liefert einzig ein Dokument zur &ldquo;feministischen Au&szlig;enpolitik&rdquo;, und selbst ihre Aussagen in Reden sind v&ouml;llig frei von irgendeiner n&uuml;chternen Andeutung nationalen Interesses, aber bis zum Rand angef&uuml;llt mit &ldquo;Werten&rdquo;.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/test.rtde.tech\/meinung\/166694-russland-hat-ein-aussenpolitisches-konzept-deutschland-hat-baerbock\/\">Dagmar Henn in RT DE<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>Alternative zum US-Dollar: Nicht nur BRICS machen Schritte weg von den USA.<\/strong><br>\nHeute z&auml;hlt der BRICS-Staatenbund zu den wirtschaftlich und politisch wirkungsm&auml;chtigsten internationalen Akteuren. 2021 betrug sein Anteil am kaufkraftbereinigten globalen Bruttoinlandsprodukt 32 Prozent &ndash; bei einem Anteil an der Weltbev&ouml;lkerung von 40 Prozent. Die Bem&uuml;hungen der G7-Staaten, mit der Einrichtung des G20-Formats eine gr&ouml;&szlig;ere Anbindung der 19 beteiligten au&szlig;ereurop&auml;ischen L&auml;nder zu erreichen, sind &ndash; wie zuletzt der G20-Gipfel in Bali gezeigt hat &ndash; wegen erheblicher Meinungsverschiedenheiten auf informeller Ebene steckengeblieben.<br>\nGanz anders die BRICS-Staaten, die inzwischen das Format &raquo;BRICS+&laquo; ausgerufen haben. Die Liste der Bewerber um eine Mitgliedschaft ist lang: Dazu z&auml;hlen Algerien, T&uuml;rkei, Iran, &Auml;gypten, Saudi-Arabien, Argentinien und Indonesien. Ein BRICS-Beitritt des NATO-Mitglieds T&uuml;rkei w&auml;re f&uuml;r die Strategen im Pentagon ein veritables Desaster, &auml;hnlich verh&auml;lt es sich mit dem alten Waffenbruder der USA, Saudi-Arabien. Die Mission von USA-Pr&auml;sident Joseph Biden im vergangenen Juli in Riad mit dem Ziel, Saudi-Arabien wieder auf Kurs zu bringen, war grandios gescheitert. Die zunehmende wirtschaftliche und damit auch politische Isolation des Wirtschaftswestens geht nicht zuletzt auch auf die sich seit Jahren verst&auml;rkende Kooperation zwischen BRICS und den L&auml;ndern des s&uuml;dostasiatischen Wirtschaftsb&uuml;ndnisses ASEAN und dessen s&uuml;damerikanischem Pendant MERCOSUR (Mercado Com&uacute;n del Sur) zur&uuml;ck. In allen drei B&uuml;ndnissen werden derzeit konkrete Pl&auml;ne zur Einf&uuml;hrung eigener Handelsw&auml;hrungen geschmiedet. Gemeinsames Ziel ist die Abl&ouml;sung des US-Dollars als Leitw&auml;hrung und der Aufbau eines neuen internationalen Geldtransfermechanismus, der unabh&auml;ngig vom westlichen SWIFT-System funktioniert. Dies h&auml;tte zur Folge, da&szlig; der beherrschende Einflu&szlig; der US-amerikanischen Zentralbank Fed, deren Zinspolitik den Lauf der gesamten Weltwirtschaft bestimmt, global ins Hintertreffen geriete. Bislang f&auml;llt jede Transaktion, die international in US-Dollar abgewickelt wird, unter US-amerikanisches Recht. Dieser v&ouml;lkerrechtlich h&ouml;chst fragw&uuml;rdigen Praxis w&auml;re durch den Einsatz anderer Handelsw&auml;hrungen ebenfalls ein Ende gesetzt. Eine Entwicklung, die wahrlich keinen Anla&szlig; gibt, die Stirn sorgenvoll in Falten zu legen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.zlv.lu\/db\/1\/1481597171509\/0\">Zeitung vum L&euml;tzebuerger Vollek<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>Zwischenruf eines Richters: Nord Stream 1 und 2 &ndash; der schwierige Kampf um die Wahrheit<\/strong><br>\nWenn Sie, lieber Leser, liebe Leserin, eine abschlie&szlig;ende Antwort auf die Frage erwarten, wer f&uuml;r die Zerst&ouml;rung der Gaspipelines in der Ostsee verantwortlich ist, dann lesen Sie nicht weiter. Denn diese Frage kann derzeit noch nicht seri&ouml;s beantwortet werden. Aber schon jetzt l&auml;sst sich am Beispiel der Sprengung von Nord Stream 1 und 2 zeigen, wie die Wahrheitssuche fehlgeleitet wird. Grund&uuml;bel ist die Ein&auml;ugigkeit westlicher Au&szlig;enpolitik. Sie wird beg&uuml;nstigt durch die servile Haltung eines Gro&szlig;teils der deutschen Medien. (Mit eine redaktionellen Erg&auml;nzung durch Globalbridge.ch, siehe unten!)<br>\nIm Zweifel immer der Russe &hellip;<br>\nBekanntlich ist im Krieg die Wahrheit das erste Opfer, so auch im Ukraine-Krieg. Politik und der Mainstream in Presse, Rundfunk, TV betreiben seit Kriegsbeginn in der Ukraine ein beispielloses Verwirrspiel verbunden mit Desinformation und Hetze. Dem Szenario liegt ein schlichtes Weltbild zugrunde. Im Zweifel ist immer Putin der B&ouml;sewicht, zumindest aber ist sein Land schuld an den politischen Krisen der Gegenwart.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/globalbridge.ch\/zwischenruf-eines-richters-nord-stream-1-und-2-der-schwierige-kampf-um-die-wahrheit\/\">Globalbridge<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Heimliche Einflussnahme: Scholz&rsquo; &bdquo;Spin-Doktor&ldquo; schuldet Erkl&auml;rungen<\/strong><br>\nEin Gerichtsbeschluss verlangt Aufkl&auml;rung, ob das Kanzleramt an Medienberichten zur &bdquo;Cum Ex&ldquo;-Aff&auml;re mitwirkt. Gefragt sind vor allem Kenntnisse des Chefs.<br>\nDas Bundeskanzleramt muss nach einem Beschluss des Berliner Verwaltungsgerichts Transparenz dar&uuml;ber herstellen, ob Kanzleramtschef Wolfgang Schmidt (SPD) in der &bdquo;Cum Ex&ldquo;-Aff&auml;re auf die Berichterstattung von Medien eingewirkt hat. Dabei geht es sowohl um Einflussnahme als heimlicher Informant wie um Versuche, den Investigativjournalisten Oliver Schr&ouml;m als unglaubw&uuml;rdig erscheinen zu lassen.<br>\nSchr&ouml;m hat mit seinen Recherchen zur Diskussion um die Steueraff&auml;re und die Rolle des heutigen Bundeskanzlers Olaf Scholz (SPD) in dessen fr&uuml;herer Funktion als Hamburger B&uuml;rgermeister ma&szlig;geblich beigetragen. Er wirft Kanzleramtschef Schmidt vor, ihn deswegen gegen&uuml;ber Medien diffamiert zu haben. Ausk&uuml;nfte oder Stellungnahmen dazu hat das Bundeskanzleramt bisher verweigert.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.tagesspiegel.de\/politik\/heimliche-einflussnahme-scholz-spin-doktor-schuldet-erklarungen-9585998.html\">Tagesspiegel<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Neben, unter oder &uuml;ber dem &bdquo;Gro&szlig;streiktag&ldquo; wird auch noch gestreikt. Aber nicht f&uuml;r mehr Geld<\/strong><br>\nWas wurde da mit Blick auf den gemeinsamen Streiktag der Gewerkschaften Verdi, die sich in Tarifverhandlungen f&uuml;r die Besch&auml;ftigten des &ouml;ffentlichen Dienstes in Bund und Kommunen befindet, und der Eisenbahnergewerkschaft EVG, die mit der Deutschen Bahn AG verhandelt, an die Wand gemalt: Stillstandsszenarien, von einem &bdquo;Generalstreik&ldquo; wurde gefaselt, ein (verbotener) &bdquo;politischer Streik&ldquo; wurde einfach mal so behauptet. Und manche Medienvertreter hyperventilierten im Kontext eines eint&auml;gigen Warnstreiks in zwei normalen Tarifrunden in nicht-normalen Zeiten von der angeblichen Notwendigkeit, das Streikrecht in Bereichen der &bdquo;Daseinsvorsorge&ldquo; m&uuml;sse eingeschr&auml;nkt werden. In vielen Berichten wurde &uuml;ber ebenfalls angeblich v&ouml;llig &uuml;berzogene Lohnforderungen hergezogen und gewerkschaftliche Forderungen wurden behandelt wie bereits vor der T&uuml;r stehende Lohnabschl&uuml;sse.<br>\nAber bei der ganzen Fixierung auf diesen gro&szlig;en Tarifkonflikt wird wieder einmal &uuml;bersehen, dass auch an anderer Stelle gestreikt wird &ndash; und das in einem Kernbereich der vielbeschworenen Daseinsvorsorge, von den einst systemrelevanten Helden der Pandemie-Jahre. Gemeint ist der Krankenhausbereich.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/aktuelle-sozialpolitik.de\/2023\/03\/29\/streik-neben-dem-streik\/\">Aktuelle Sozialpolitik<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>&raquo;Mehr als jedes f&uuml;nfte Kind ist arm&laquo;<\/strong><br>\nGegen Kindergrundsicherung wird auf Stammtischniveau und mit rassistischen Ressentiments Stimmung gemacht. Armut bleibt. Gespr&auml;ch mit Christoph Butterwegge.<br>\nChristoph Butterwegge ist Armutsforscher und hat bis 2016 Politikwissenschaft an der Universit&auml;t zu K&ouml;ln gelehrt.<br>\nDie Kindergrundsicherung, kurz KGS, gilt als das zentrale sozialpolitische Projekt der Ampelregierung. Im Koalitionsausschuss gab es dazu aber vergangene Woche keine Ergebnisse. Wo liegt das Problem?<br>\nInnerhalb der Ampel existieren unterschiedliche Konzepte, was sich auf die Bereitschaft der Koalitionspartner auswirkt, Haushaltsmittel daf&uuml;r bereitzustellen. Die Gr&uuml;nen-Familienministerin Lisa Paus veranschlagt zw&ouml;lf Milliarden Euro, Finanzminister Christian Lindner h&auml;lt zwei bis drei Milliarden f&uuml;r ausreichend. Paus will Kinderarmut zumindest sp&uuml;rbar verringern, die FDP lediglich ein digitales Verfahren einf&uuml;hren und die kindbezogenen Leistungen mit Ausnahme des steuerlichen Kinderfreibetrages f&uuml;r Besserverdienende zusammenfassen. Auch konkurrieren mit der KGS andere teure Projekte: Lindner m&ouml;chte j&auml;hrlich zehn Milliarden Euro auf den Kapitalm&auml;rkten f&uuml;r die Altersvorsorge anlegen, Verteidigungsminister Pistorius f&uuml;r denselben Betrag noch mehr r&uuml;sten.<br>\nWas ist dem bisherigen Entwurf zu entnehmen?<br>\nDie geplante KGS umfasst einen Garantie- und einen Zusatzbetrag. Ersterer soll ab 2025 mindestens dem dann geltenden Kindergeld entsprechen &ndash; derzeit 250 Euro monatlich. Dies hei&szlig;t im Klartext, dass es nicht mehr wird. Erst &raquo;perspektivisch&laquo; soll der KGS-Garantiebetrag der maximalen Entlastungswirkung des steuerlichen Kinderfreibetrages entsprechen, also 354,16 Euro. Topmanager, Chef&auml;rzte und Investmentbanker mit einem Kind werden um diesen Betrag bei der Steuer entlastet, Verk&auml;uferinnen erhalten nur 250 Euro Kindergeld. Weder die FDP noch CDU und CSU, die im Bundesrat &uuml;ber eine Vetomacht verf&uuml;gen, d&uuml;rften das &auml;ndern wollen. Es gibt noch mehr Unstimmigkeiten: Kinder werden aus dem B&uuml;rgergeld herausgenommen. Wenn es aber um besondere Bedarfe geht, w&uuml;rden die Kosten &uuml;ber die Eltern abgedeckt und wieder das Jobcenter zust&auml;ndig. Mit der Geburt eines Kindes soll der KGS-Antrag &uuml;ber die Steuernummer automatisch erfolgen. Sonst geht das nur digital &uuml;ber ein Onlineportal &ndash; f&uuml;r Familien, die weder einen Internetanschluss noch digitale Endger&auml;te haben, eine hohe H&uuml;rde. Eltern erkaufen die Leistungen f&uuml;r ihre Kinder, indem sie all ihre Daten zur Verf&uuml;gung stellen. Die neue Kindergrundsicherungsstelle vernetzt Schulbeh&ouml;rden, Jobcenter und Finanzamt. Das klingt nach &raquo;gl&auml;sernen&laquo; Familien in einem riesigen Register.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.jungewelt.de\/artikel\/448009.fortschrittskoalition-mehr-als-jedes-f%C3%BCnfte-kind-ist-arm.html\">junge Welt<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>Erneuter Umsatzschwund im Februar: Wie tief reicht die Krise im Einzelhandel?<\/strong><br>\nDie Kunden k&ouml;nnen sich f&uuml;r einen Euro immer weniger leisten, auch mit Folgen f&uuml;r den Einzelhandel. Dieser rechnet 2023 mit dem gr&ouml;&szlig;ten Umsatzr&uuml;ckgang seit der Finanzkrise. Die ersten Gesch&auml;fte mussten ihre Tore bereits schlie&szlig;en.<br>\nDie Gesch&auml;fte der deutschen Einzelh&auml;ndler kommen wegen der Kaufkraftverluste ihrer Kunden nicht in Schwung. Sie setzten im Februar 0,5 Prozent weniger um als im Vormonat, wie das Statistische Bundesamt heute mitteilte. Grund sind vor allem die hohen Lebensmittelpreise. Inflationsbereinigt, also real, sank der Umsatz sogar um 1,3 Prozent.<br>\nDer R&uuml;ckgang kommt &uuml;berraschend: Von der Nachrichtenagentur Reuters befragte &Ouml;konomen hatten hier mit einem Wachstum von 0,5 Prozent gerechnet. Im Vergleich zum Vorjahresmonat verzeichnete der Einzelhandel sogar ein reales Umsatzminus von 7,1 Prozent.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.tagesschau.de\/wirtschaft\/einzelhandel-probleme-schuhhaendler-101.html%20\">tagesschau<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>Isolation oder Reintegration?<\/strong><br>\nDie Welt des Sports ist &uuml;ber die Frage der R&uuml;ckkehr russischer und belarussischer Athleten gespalten wie lange nicht mehr.<br>\nSollen russische und belarussische Athleten auf die internationale Sportb&uuml;hne zur&uuml;ckkehren d&uuml;rfen? Das Spektrum der Meinungen von selbsternannten und wirklichen Experten, im Sinne des autonomen Sports befugten und eher nicht befugten Personen reicht angesichts der menschlichen Trag&ouml;dien und des Leids in der Ukraine von &raquo;unm&ouml;glich&laquo;, &raquo;ausgeschlossen&laquo; und &raquo;keinesfalls&laquo; bis hin zur genau entgegengesetzten Position: Athleten h&auml;tten gar nicht erst gesperrt &ndash; soll hei&szlig;en: derart diskriminiert &ndash; werden d&uuml;rfen. Die Welt des Sports ist angesichts dieser komplexen, heiklen und vor allem sehr praktischen Frage zerrissen und uneins wie seit 40 Jahren nicht mehr. Nach den Erfahrungen der &raquo;Boykottspiele&laquo; 1980 in Moskau und 1984 in Los Angeles hatte das Internationale Olympische Komitee (IOC) seine Charta &uuml;berarbeitet und die Regel 27\/28 wie folgt formuliert: &raquo;Die alleinige Zust&auml;ndigkeit, ihre L&auml;nder bei Olympischen Spielen zu vertreten, haben die NOKs.&laquo; Jedes einzelne Nationale Olympische Komitee sei verpflichtet, &raquo;an den Spielen der Olympiade durch die Entsendung von Athleten teilzunehmen&laquo;. NOKs, die dieser Regel aus politischen Gr&uuml;nden zuwiderhandeln, sind zu suspendieren. Vorexerziert wurde das am nordkoreanischen NOK, als es sich weigerte, an den Sommerspielen 2021 in Tokio teilzunehmen. Konsequent zu Ende gedacht und angewandt, m&uuml;ssten dieser Tage Bef&uuml;rchtungen gro&szlig; und gr&ouml;&szlig;er werden, dass sich mit Blick auf die n&auml;chsten Sommerspiele vom 26. Juli bis 11. August 2024 in Paris NOKs prominenter Sportnationen gleich reihenweise derselben Bestrafung aussetzen &ndash; jedenfalls dann, wenn sie der Position ihrer jeweiligen Regierungen folgen und die vom IOC postulierte &raquo;Reintegration&laquo; russischer und belarussischer Athleten ablehnen. Darunter sind so gro&szlig;e Sportnationen wie Australien, Japan, die USA, Kanada, Gro&szlig;britannien und Frankreich.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.jungewelt.de\/artikel\/447989.sport-und-krieg-isolation-oder-reintegration.html\">junge Welt<\/a>\n<p>dazu: <strong>Ausschluss russischer Sportler: Im Olymp der Doppelstandards<\/strong><br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=95554\">NachDenkSeiten<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>Landgrabbing in Brandenburg: Wenn beim Ackerverkauf nur Cash z&auml;hlt<\/strong><br>\nIm Elbe-Elster-Kreis will ein Wohnungsbau-Unternehmen einen landwirtschaftlichen Betrieb &uuml;bernehmen. Ein Landwirt, der auch gern kaufen w&uuml;rde, hat das Nachsehen.<br>\nDie Sache ist so gut wie gelaufen &ndash; nicht f&uuml;r, sondern gegen den Landwirt Tobias Lemm. Der Mann aus der Prignitz wollte eins der gr&ouml;&szlig;ten landwirtschaftlichen Unternehmen Brandenburgs kaufen. Jetzt geht die R&ouml;derland GmbH in S&uuml;dbrandenburg mit hoher Wahrscheinlichkeit an einen Investor, das Leipziger Unternehmen Quarterback. Wenn das Gesch&auml;ft abgewickelt ist, wird es ein Musterbeispiel f&uuml;r das, was man &bdquo;Landgrabbing&ldquo; nennt: Den Verkauf von Ackerboden an jemanden, der Geld gewinnbringend investieren will.<br>\nDas Unternehmen mit Sitz in B&ouml;nitz im Landkreis Elbe-Elster bewirtschaftet 1600 Hektar. 900 Rinder und Mutterk&uuml;he nennt die Internetseite des Betriebs. Auf 730 Hektar baue man Getreide an, auf 350 Hektar Mais, zudem Kartoffeln und Futterpflanzen: ein landwirtschaftlicher Gro&szlig;produzent mit &uuml;ber 30 Besch&auml;ftigten.<br>\nDie &bdquo;landwirtschaftliche Unternehmensgesellschaft R&ouml;derland GmbH B&ouml;nitz&ldquo; geh&ouml;rt in Sachen Milchproduktion zu den effektivsten in Brandenburg. Das geht aus einer Vergleichsliste des Landeskontrollverbands Berlin-Brandenburg hervor, die R&ouml;derland auf dem dritten Rang f&uuml;hrt.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.tagesspiegel.de\/landgrabbing-in-brandenburg-wenn-beim-ackerverkauf-nur-cash-zahlt-9547091.html\">Tagesspiegel<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>Peinlicher Datenfehler &ndash; Lehrkr&auml;fte arbeiten mehr als angenommen<\/strong><br>\nLehrkr&auml;fte sollten weniger in Teilzeit arbeiten, so haben es Berater der Kultusministerkonferenz empfohlen. Der &Auml;rger bei P&auml;dagogen war gro&szlig;. Jetzt r&auml;umen die Experten nach SPIEGEL-Informationen &raquo;Verzerrungen&laquo; ein.<br>\nEs war ein Vorschlag mit Sprengkraft: Lehrkr&auml;fte sollten weniger in Teilzeit arbeiten, um den Lehrermangel an deutschen Schulen zu bek&auml;mpfen. Mit dieser Idee hatte sich die St&auml;ndige Wissenschaftliche Kommission (SWK), ein Beratungsgremium der Kultusministerkonferenz, viel Kritik eingehandelt.<br>\n&raquo;Das ist, ehrlich gesagt, eine Zumutung&laquo;, kommentierte Susanne Lin-Klitzing , Vorsitzende des Philologenverbandes. Die M&ouml;glichkeit, Teilzeit zu arbeiten, mache den Beruf erst attraktiv. &raquo;Und sie verhindert, dass Lehrkr&auml;fte wegen ihres hohen Unterrichtsdeputats und der vielen zus&auml;tzlichen Aufgaben so &uuml;berlastet werden, dass sie den Beruf vorzeitig verlassen.&laquo;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.spiegel.de\/panorama\/bildung\/teilzeit-bei-lehrern-peinlicher-datenfehler-lehrkraefte-arbeiten-mehr-als-angenommen-a-a0a9c5e0-9c55-41db-818b-977c4b330112\">DER SPIEGEL<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>Maurice H&ouml;fgen: &bdquo;Die Zentralbanken crashen jetzt die Wirtschaft ohne Not&ldquo;<\/strong><br>\nInflation Der &Ouml;konom Maurice H&ouml;fgen &auml;rgert sich &uuml;ber falsche Rezepte in der Inflationsbek&auml;mpfung. Und schl&auml;gt Alternativen vor<br>\nZumeist stellt man sich in Deutschland &Ouml;konomen noch als Zahlen kauende, biedere Professoren vor. Und nicht als Youtuber, die von ihrem Gaming-Sessel aus Geldkreisl&auml;ufe und Fiskalpolitik kommentieren. Maurice H&ouml;fgen ist mit Letzterem sehr erfolgreich, der Wirtschaftsweise Achim Truger nennt ihn &bdquo;brandaktuell, meinungsstark und kontrovers&ldquo;. In seinem neuen Buch Teuer! Die Wahrheit &uuml;ber Inflation, ihre Profiteure und das Versagen der Politik erinnert H&ouml;fgen an etwas, das andere &Ouml;konomen oft vergessen: Inflation und ihre Bek&auml;mpfung sind im Kern eine verteilungspolitische Frage.<br>\nder Freitag: Herr H&ouml;fgen, freuen Sie sich &uuml;ber die j&uuml;ngste Bankenkrise? Es scheint ja so, als dass diese die Zinswende verlangsamt, und die sehen Sie ja kritisch.<br>\nMaurice H&ouml;fgen: Ich sehe mich im Recht, weil ich vor den Kollateralsch&auml;den dieser Zinspolitik gewarnt habe. Das sind jetzt die ersten Auswirkungen des starken Zinsanstiegs seit Sommer letzten Jahres. Und es droht noch rauer zu werden. Wenn H&auml;uslebauer bald eine Anschlussfinanzierung brauchen, dann kostet der Kredit f&uuml;rs Haus pl&ouml;tzlich f&uuml;nf statt zwei Prozent Zinsen, die wird nicht jeder berappen k&ouml;nnen. Also werden Kredite ausfallen. Das zeigt den Widerspruch der Zentralbanken. Einerseits haben sie die Aufgabe, f&uuml;r stabile Preise zu sorgen, andererseits f&uuml;r ein stabiles Finanzsystem. Ich sage, beides geht nicht.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.freitag.de\/autoren\/pep\/maurice-hoefgen-die-zentralbanken-crashen-jetzt-die-wirtschaft-ohne-not\">der Freitag<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>Ist Cem &Ouml;zdemir vor der FDP eingeknickt? Schweine kennen die Antwort<\/strong><br>\nForst und W&uuml;ste Mehr Platz f&uuml;r Schweine in den St&auml;llen? Das will der gr&uuml;ne Landwirtschaftsminister. Doch sein urspr&uuml;nglicher Entwurf war wenig ambitioniert &ndash; und wurde jetzt auch noch abgeschw&auml;cht<br>\nIn George Orwells Farm der Tiere sagt Old Major: &bdquo;Das Leben eines Tieres ist Jammer und Sklaverei: Das ist die nackte Wahrheit.&ldquo; Old Major ist ein Schwein, also jemand, der es wissen muss. Zahlenm&auml;&szlig;ig am meisten leiden Schweine europaweit in Deutschland: Unser Land ist der gr&ouml;&szlig;te Schweinefleischerzeuger. Im Schnitt lebt ein Schwein in Deutschland auf 0,75 Quadratmetern. Ich glaube, ich muss nicht erkl&auml;ren, wie wenig das ist.<br>\nAber schon eilt der gr&uuml;ne Landwirtschaftsminister Cem &Ouml;zdemir zu Hilfe: &bdquo;Weniger Tieren mehr Platz geben ist mein Programm&ldquo;, sagte er im Januar dem Deutschlandfunk. &bdquo;Meine Beamten arbeiten quasi Tag und Nacht.&ldquo; Und: &bdquo;Ich pack das jetzt an.&ldquo; Hui, da kommt ja frischer Wind in den Schweinestall!<br>\nDas ist sein Plan: &Ouml;zdemir will Schweinefleisch mit einer Kennzeichnung f&uuml;nf verschiedener Haltungsformen versehen: &bdquo;Stall&ldquo; am unteren Ende w&uuml;rde die gesetzlichen Mindestanforderungen erf&uuml;llen, &bdquo;Bio&ldquo; am oberen Ende ist die beste Haltungsform.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.freitag.de\/autoren\/svenja-beller\/ist-cem-oezdemir-beim-tierwohllabelvor-der-fdp-eingeknickt-schweine-wissen-es\">der Freitag<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h15\"><\/a><strong>Staatsbesuch von K&ouml;nig Charles: Deutschland pr&auml;sentiert sich als Entwicklungsland<\/strong><br>\nC-Promis, sackige Uniformen und dr&ouml;ges Essen: Warum die BRD nur noch zu Mittelma&szlig; imstande ist. Ein Ranking der Peinlichkeiten. [&hellip;]<br>\nAuch das totrenovierte klassizistische Schloss Bellevue war am Mittwochabend f&uuml;r die Windsors kein einladender Ort. Die G&auml;steliste bestand aus C-Promis (Campino in Gauklerschuhen und keine Claudia Schiffer, kein Boris Becker) und viel zu vielen provinziellen deutschen Politikern.<br>\nDorothee B&auml;r (schulterfrei!) verwickelte den K&ouml;nig nach dem Essen sogar in ein Gespr&auml;ch. Warum sagt dieser Frau eigentlich keiner, dass sie zu jedem Anlass unpassend gekleidet ist?<br>\nUnangenehm fielen die vielen geliehenen Fr&auml;cke aus zu d&uuml;nnem Anzugstoff auf. Auf Fotos schimmern sie &ndash; im Gegensatz zum schweren Frack des K&ouml;nigs &ndash; in Silbergrau statt tiefschwarz. Waren Walter Scheel, Richard von Weizs&auml;cker oder Roman Herzog noch echte Herren, die man bedenkenlos auf Monarchen loslassen konnte, so ist das Bundespr&auml;sidentenamt inzwischen zu einer Resterampe f&uuml;r gescheiterte Politiker verkommen. Auf Dieter Bohlen als Bundespr&auml;sident k&ouml;nnten sich vermutlich mehr Deutsche einigen als auf Frank-Walter Steinmeier. [&hellip;]<br>\nW&auml;hrend sich die Komische Oper f&uuml;r den Besuch von Camilla und Elke B&uuml;denbender noch nicht einmal die M&uuml;he gemacht hatte, die Fenster zu putzen, zeigte sich bei der Rede des Monarchen am Donnerstag im Bundestag noch Schlimmeres: Alexander Dobrindt in Reihe eins, Abgeordnete im T-Shirt oder Kaki-Hemd und Turnschuhen. Protestierende Linke-Abgeordnete. Und ein souver&auml;ner Monarch im hellblauen Nadelstreifenanzug, der die deutschen Teile seiner Rede mit weniger Akzent sprach als Dorothee B&auml;r oder Julia Kl&ouml;ckner.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.berliner-zeitung.de\/politik-gesellschaft\/armes-deutschland-der-staatsbesuch-von-koenig-charles-zeigt-wir-sind-abgehaengt-li.333712\">Berliner Zeitung<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h16\"><\/a><strong>Das Letzte: Kiews Plan f&uuml;r eine &ldquo;Befreiung&rdquo; der Krim<\/strong><br>\nSeit 2014 steht die Halbinsel Krim im Schwarzen Meer unter russischer Kontrolle. Nun hat Kiew einen Zw&ouml;lf-Punkte-Plan f&uuml;r ihre &ldquo;Befreiung&rdquo; vorgelegt. Von &ldquo;S&auml;uberung&rdquo; und &ldquo;Entnazifizierung&rdquo; ist die Rede.<br>\nDer Sekret&auml;r des ukrainischen Sicherheits- und Verteidigungsrats hat einen Plan vorgelegt, wie die Krim nach dem Ende der Besetzung aussehen soll. Den Zw&ouml;lf-Punkte-Plan ver&ouml;ffentlichte er auf Facebook.<br>\nOleksij Danilow schl&auml;gt darin vor, als Teil der &ldquo;De-Okkupation&rdquo; die Krim-Br&uuml;cke mit der Auto- und Eisenbahnverbindung zum russischen Kernland, die Russland nach der Annexion 2014 gebaut hatte, abzurei&szlig;en. [&hellip;]<br>\nAu&szlig;erdem sollten alle politischen Gefangenen, darunter viele Krim-Tataren umgehend freigelassen werden. &ldquo;Es wird ein umfassendes Programm der &ldquo;Entgiftung&rdquo; umgesetzt, das die Folgen des langj&auml;hrigen Einflusses der russischen Propaganda auf das &ouml;ffentliche Bewusstsein eines Teils der Bev&ouml;lkerung der Halbinsel neutralisiert&rdquo;, schreibt Danilow in Punkt 9.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.tagesschau.de\/ausland\/europa\/plan-befreiung-krim-101.html\">tagesschau<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers W.B.:<\/strong> Mir ist absolut nicht mehr nachvollziehbar, warum sich der angeblich so wertebasierte Westen immer tiefer in das kriegerische Abenteuer hineinziehen l&auml;sst. Aus meiner Sicht stellt die angek&uuml;ndigte R&uuml;ckeroberung der Krim eine de facto Kriegserkl&auml;rung gegen&uuml;ber der Russischen F&ouml;deration dar. Es bedarf an dieser Stelle an sich keiner Erw&auml;hnung, dass der v&ouml;lkerrechtswidrige Einmarsch der Russischen F&ouml;deration in die Ukraine nach wie vor auf das Sch&auml;rfste zu verurteilen und in keinster Weise zu rechtfertigen ist! Ohne den vorgenannten Sachverhalt nunmehr relativieren zu wollen, bin ich der Auffassung, dass das Begehren der Ukraine in Bezug auf die R&uuml;ckeroberung der Halbinsel Krim unweigerlich zu einer Konfrontation des Westens mit der Russischen F&ouml;deration f&uuml;hren wird und damit die sichtbar heraufziehende drohende Gefahr einer milit&auml;rischen Konfrontation bis hin zum Einsatz taktischer Atomwaffen in sich birgt!<\/em><\/p><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (AT)<\/p>\n","protected":false},"author":11,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[19],"tags":[],"class_list":["post-95814","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-hinweise-des-tages"],"jetpack_featured_media_url":"","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/95814","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/11"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=95814"}],"version-history":[{"count":3,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/95814\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":95817,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/95814\/revisions\/95817"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=95814"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=95814"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=95814"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}