{"id":9583,"date":"2011-05-27T16:55:37","date_gmt":"2011-05-27T14:55:37","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=9583"},"modified":"2011-05-27T16:56:01","modified_gmt":"2011-05-27T14:56:01","slug":"hinweise-des-tages-ii-13","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=9583","title":{"rendered":"Hinweise des Tages II"},"content":{"rendered":"<p>Heute unter anderem zu folgenden Themen: Eurokrise; Zukunft der Arbeit: Feierabend? Gibt&rsquo;s nicht mehr; &Auml;rztepr&auml;sident will bei Kranken Unterschiede machen; GEW: &bdquo;Geben Sie Tariffreiheit!&ldquo;; Immer gef&auml;hrlicher, immer rentabler; Wahlrechtsreform f&auml;llt wohl aus; Aufbewahrungsfrist f&uuml;r DDR-Lohnunterlagen l&auml;uft ata; Bundesagentur f&uuml;r Arbeit erhob rechtswidrig Mahngeb&uuml;hren; Die Gesetze des Krieges; Georgische Sicherheitskr&auml;fte r&uuml;cken gegen Regierungsgegner vor; Spaniens Protestbewegung ver&auml;ndert das Land; Interview als Kontaktanzeige; Gef&auml;hrlich prek&auml;r: Die neue FDP; Wie sozial sind unsere Schulen?; Die &bdquo;verschwejkte&ldquo; Reform; 15 Jahre Telepolis; Konsequenzen aus den abgeschlossenen Drei-Stufen-Test- Verfahren der &ouml;ffentlich-rechtlichen Rundfunkanstalten; Arm wegen Arbeit; zu guter Letzt: Heckmeck (KR\/WL\/JB)<br>\n<!--more--><\/p><p>Hier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"#h01\">Eurokrise<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h02\">Zukunft der Arbeit: Feierabend? Gibt&rsquo;s nicht mehr<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h03\">&Auml;rztepr&auml;sident will bei Kranken Unterschiede machen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h04\">GEW: &bdquo;Geben Sie Tariffreiheit!&ldquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h05\">Immer gef&auml;hrlicher, immer rentabler<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h07\">Wahlrechtsreform f&auml;llt wohl aus<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h08\">Aufbewahrungsfrist f&uuml;r DDR-Lohnunterlagen l&auml;uft aus &ndash; Kontenkl&auml;rung beantragen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h09\">Bundesagentur f&uuml;r Arbeit erhob rechtswidrig Mahngeb&uuml;hren<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h10\">Die Gesetze des Krieges<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h11\">Georgische Sicherheitskr&auml;fte r&uuml;cken gegen Regierungsgegner vor<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h12\">Spaniens Protestbewegung ver&auml;ndert das Land<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h13\">Interview als Kontaktanzeige<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h14\">Gef&auml;hrlich prek&auml;r: Die neue FDP<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h15\">Wie sozial sind unsere Schulen?<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h16\">Die &bdquo;verschwejkte&ldquo; Reform<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h17\">15 Jahre Telepolis<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h18\">ver.di: Konsequenzen aus den abgeschlossenen Drei-Stufen-Test- Verfahren der &ouml;ffentlich-rechtlichen Rundfunkanstalten<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h19\">Arm wegen Arbeit<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h20\">zu guter Letzt: Heckmeck<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, <a href=\"\/?p=9583&amp;email=1\">dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin<\/a>.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>Eurokrise<\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>Heiner Flassbeck: Finanzkrise geht weiter, Banken zocken wie zuvor, Staaten sind die n&auml;chsten Opfer<\/strong><br>\nW&auml;hrend die Bundesregierung die Eurokrise als ein Problem der &Uuml;berschuldung einzelner EU-Staaten wie Griechenland darstellt, sagt Heiner Flassbeck, Chef&ouml;konom der UNCTAD, dass die Ursachen in der nach wie vor unbew&auml;ltigten Finanzkrise liegen. &Uuml;berh&ouml;hte Zinsen f&uuml;r L&auml;nder wie Griechenland h&auml;tten keine reale Basis in der &Ouml;konomie sondern beruhten auf Spekulation. Dem gef&auml;hrlichen Treiben im globalen Finanzcasino h&auml;tten die Regierungen bisher so gut wie keine Schranken gesetzt.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.kontext-tv.de\/node\/104\">Kontext-TV<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Jens Berger:<\/strong> Auch die anderen Berichte der aktuellen Kontext-TV-Sendung sind interessant:<\/em><\/p>\n<ul>\n<li><em><a href=\"http:\/\/www.kontext-tv.de\/node\/105\">Griechenlandkrise: Deutsches Lohndumping mitverantwortlich; Sparma&szlig;nahmen kontraproduktiv<\/a><\/em><\/li>\n<li><em><a href=\"http:\/\/www.kontext-tv.de\/node\/108\">Der Ausstieg Lafontaines und Flassbecks aus der Schr&ouml;der-Regierung: Dissens &uuml;ber Finanz- und Lohnpolitik<\/a><\/em><\/li>\n<li><em><a href=\"http:\/\/www.kontext-tv.de\/node\/106\">Die Krise in Portugal, Irland, Spanien \/ Gefahr rechtspopulistischer Bewegungen<\/a><\/em><\/li>\n<li><em><a href=\"http:\/\/www.kontext-tv.de\/node\/107\">Europluspakt, &ldquo;Haircut&rdquo;, Ausstieg aus dem Euro: Wo liegt eine L&ouml;sung der Krise?<\/a><\/em><\/li>\n<\/ul>\n<\/li>\n<li><strong>Rechtliche H&uuml;rden stehen Griechenland-L&ouml;sung im Weg<\/strong><br>\nVertrackte Klauseln in den Anleihekonditionen verhindern Zahlungsausf&auml;lle. Der Versuch, sie auszuhebeln, schadet dem Markt. Nur eine freiwillige Umschuldung w&auml;re kein Zahlungsausfall. Doch diese zu erreichen, ist ein illusorisches Unterfangen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.faz.net\/artikel\/C31640\/euro-krise-rechtliche-huerden-stehen-griechenland-loesung-im-weg-30386568.html\">FAZ<\/a><\/li>\n<li><strong>Alles muss raus!<\/strong><br>\nDeutsche Konzerne bereiten sich auf die &Uuml;bernahme gro&szlig;er, auf Berliner Druck zum Verkauf stehender griechischer Staatsunternehmen vor. Athen dient etwa der Deutschen Telekom einen Zehn-Prozent-Anteil an der Telefongesellschaft OTE an. Bei OTE war die Telekom bereits 2008 mit einem 30-Prozent-Anteil eingestiegen, musste sich damals aber noch gegen heftigen Widerstand durchsetzen. Dar&uuml;ber hinaus hat der Flughafenbetreiber Fraport aus Frankfurt am Main Interesse am Einstieg beim Athener Flughafen angemeldet. Fraport baut gegenw&auml;rtig seine Stellung als einer der gr&ouml;&szlig;ten Flughafenbetreiber weltweit aus. W&auml;hrend der Ausverkauf griechischen Staatseigentums begonnen hat, dauert die Debatte um eventuelle EU-St&uuml;tzungsma&szlig;nahmen f&uuml;r Griechenland an. Experten weisen darauf hin, dass Deutschland vom Euro profitiert, und raten zum Beistand f&uuml;r Athen. Eine immer st&auml;rkere Fraktion in der deutschen Industrie ist wegen der sinkenden Bedeutung der Gesch&auml;fte in der Eurozone nicht &uuml;berzeugt und debattiert &uuml;ber eine Aufspaltung des W&auml;hrungsgebiets. Vermittelnd hei&szlig;t es, Griechenland k&ouml;nne mit Hilfe eines &ldquo;Marshall-Plans&rdquo; zu einem Niedrigstlohnstandort f&uuml;r ausl&auml;ndische Unternehmen transformiert werden. In der griechischen Bev&ouml;lkerung zeichnen sich neue Proteste bereits ab.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.german-foreign-policy.com\/de\/fulltext\/58073\">German Foreign Policy<\/a><\/li>\n<li><strong>Thomas Fricke &ndash; Ist der Grieche noch zu retten?<\/strong><br>\nStatt Pleiteger&uuml;chten braucht das Land ein Krisenmanagement, das den Notfallpatienten auff&auml;ngt und aufp&auml;ppelt. Wie bei jedem Herzinfarkt. Erster Teil eines Alternativentwurfs. [&hellip;]<br>\nNoch immer kursiert die Deutung, wonach die Griechen einfach nicht genug tun. Kurios, denn die griechische Regierung hat ziemlich genau das umgesetzt, was verlangt war. Sie hat das strukturelle Staatsdefizit so stark reduziert wie kein anderes Industrieland im letzten Vierteljahrhundert, wie die Experten der OECD diese Woche einr&auml;umten. Warum haben selbst Rettungsschirme da nicht beruhigt, gibt es an den Finanzm&auml;rkten immer neue Pleitespekulationen?<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.ftd.de\/politik\/konjunktur\/:kolumne-thomas-fricke-ist-der-grieche-noch-zu-retten\/60057570.html#utm_source=rss2&amp;utm_medium=rss_feed&amp;utm_campaign=\/politik\">FTD<\/a><\/li>\n<li><strong>Euro-Land im Ausverkauf<\/strong><br>\nDas Kapital nutzt die Eurokrise zur massenhaften &Uuml;bernahme bislang &ouml;ffentlichen Eigentums.<br>\nDie Zahl der &ldquo;Probleml&auml;nder&rdquo;, die &ldquo;Peripherie&rdquo; in der Eurozone w&auml;chst st&auml;ndig. Nach Griechenland, Portugal und Irland werden jetzt Spanien, Italien und Belgien ins Fadenkreuz gestellt. Italien ist von der Ratingagentur Standard &amp; Poor&acute;s heruntergestuft worden, die Agentur Fitch hat den Ausblick f&uuml;r Belgien von bislang &ldquo;stabil&rdquo; auf &ldquo;negativ&rdquo; gesenkt. Spanien bekommt d&uuml;stere Noten, vor und nach den Regionalwahlen am 22.5.2011. In allen drei L&auml;ndern zogen die Zinsen f&uuml;r Staatsschulden weiter an. Wird Italien, das drittgr&ouml;&szlig;te Euro-Land, mit in den Schulden- und Zinsstrudel gerissen, w&uuml;rde das Volumen der bisher beschlossenen Rettungsschirme zur Sanierung nicht ausreichen &ndash; immerhin &uuml;ber 1,5 Billionen Euro.<br>\nImmer mehr r&uuml;ckt ein strategisches Ziel der neoliberalen Krisenstrategen in den Vordergrund: die Schuldenl&auml;nder werden nicht nur zu noch gr&ouml;&szlig;eren Sparleistungen gezwungen, sondern sie haben bislang &ouml;ffentliches Eigentum zu verkaufen&hellip;<br>\nEs gibt noch viel zu verdienen, wenn man nur entschlossen genug die Krise der Euro-Staatsfinanzen ausnutzt. Die neoliberalen Macher in Wirtschaft und Politik zeigen diese Entschlossenheit, die Schuldenkrise so lange auszudehnen, so lange sich die Menschen in den Sparprogrammen immer tiefer b&uuml;cken, und so lange noch &ouml;ffentliches Eigentum f&uuml;r den privaten Zugriff vorhanden ist.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.isw-muenchen.de\/download\/euroland-ausverkauf-cs-20110525.html\">isw<\/a><\/li>\n<li><strong>Nun r&uuml;cken Italien und Belgien ins Visier<\/strong><br>\nSpanien begibt sich, nachdem Portugal erfolgreich abgeschossen wurde, weiter auf den Weg in Richtung Absturz. Die B&ouml;rse in Madrid ging nach dem Debakel f&uuml;r die Regierung bei den Wahlen am Sonntag auf Tiefflug und die Zinsen und Kosten f&uuml;r Kreditausfallversicherungen stiegen gef&auml;hrlich an. Doch auch andere L&auml;nder geraten immer deutlicher in den Strudel. Ratingagenturen haben inzwischen Abstufungen f&uuml;r das gro&szlig;e Italien und Belgien angek&uuml;ndigt, womit sich die Eurokrise ausweitet.<br>\nWie schon fr&uuml;her im Fall von Portugal, erscheint die Einsch&auml;tzung von Fitch merkw&uuml;rdig und willk&uuml;rlich. Schlie&szlig;lich erwartet die OECD f&uuml;r Belgien sogar ein Wachstum 2011 von 2,4%. Zudem schreitet die Haushaltskonsolidierung auch unter der gesch&auml;ftsf&uuml;hrenden Regierung voran. Das Haushaltsdefizit konnte von 5,9% (2009) auf 4,1% (2010) gesenkt werden. Das Land n&auml;hert sich damit dem Stabilit&auml;tsziel von 3% schon an, anders als zum Beispiel Frankreich, das 2010 ein Minus von 7% ausweisen musste. Auch in Belgien dr&auml;ngt sich also wieder der Eindruck auf, dass den Agenturen jedes Argument recht ist, um die Zinslast f&uuml;r Eurol&auml;nder zu erh&ouml;hen und die Eurokrise zu versch&auml;rfen. Soll nun das kleine Belgien zun&auml;chst Portugal folgen?<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.heise.de\/tp\/druck\/mb\/artikel\/34\/34824\/1.html\">Telepolis<\/a><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>Zukunft der Arbeit: Feierabend? Gibt&rsquo;s nicht mehr<\/strong><br>\n&ldquo;Die Grenze zwischen Arbeit und Freizeit verwischt&rdquo;: Sozialwissenschaftler Hilmar Schneider erkl&auml;rt, warum Besch&auml;ftigte in Zukunft deutlich mehr unternehmerische Risiken tragen. Und welche Auswirkungen dieser Trend auf den Alltag hat.<br>\nHilmar Schneider: Es gibt einen Megatrend: Unternehmerische Risiken werden auf Arbeitnehmer verlagert. Wir kommen aus einer Welt, die durch klare Hierarchien und Arbeitsanweisungen geregelt war. Diese Struktur l&ouml;st sich auf. Es wird nicht mehr gesagt, was zu tun ist, es wird nur das Ergebnis vorgegeben. Wie das zu erreichen ist, bleibt dem Arbeitnehmer &uuml;berlassen.\n<p>SZ: Welche Folgen hat das f&uuml;r die Besch&auml;ftigten?<br>\nSchneider: Sie nehmen das Risiko zu scheitern mit nach Hause. Die Grenze zwischen Arbeit und Freizeit verwischt.<\/p>\n<p>SZ: Sch&ouml;n. Aber wenn die Arbeitnehmer h&ouml;her qualifiziert sind und mehr Risiko tragen &ndash; m&uuml;ssten sie dann nicht auch mehr verdienen?<br>\nSchneider: Diese Entwicklung ist keine ausschlie&szlig;liche Angelegenheit der Topleute. Pf&ouml;rtner, Kassiererin, alle &uuml;bernehmen unternehmerische Verantwortung. Es ist notwendig, um den Arbeitsplatz zu behalten. Nur wer sehr erfolgreich ist, kann mit Gehaltssteigerungen rechnen&hellip;<\/p>\n<p>SZ: Jeder ist sich selbst der N&auml;chste?<br>\nSchneider: Ja, der Wettbewerb wird h&auml;rter.<\/p>\n<p>SZ: Wer sind die Gewinner?<br>\nSchneider: All jene, die sich wie ein Unternehmen managen, sich vermarkten und in sich investieren. Diejenigen, die vernetzt sind, hohe Qualifikationen und soziale Kompetenzen haben. Wer das alles nicht hat, wird gro&szlig;e Schwierigkeiten bekommen. Doch das wird sich weder mit staatlicher Regulierung noch mit einer besseren Bildungspolitik vermeiden lassen.<\/p>\n<p>Quelle: <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/karriere\/zukunft-der-arbeit-feierabend-gibts-nicht-mehr-1.1100879-2\">S&uuml;ddeutsche Zeitung<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> So sieht also die sch&ouml;ne neue Arbeitswelt des &bdquo;Forschungsinstituts zur Zukunft der Arbeit&ldquo; (IZA) aus. Die selbst-unternehmerische Ich-AG, die ohne &uuml;ber die unternehmerischen Ziele und Entscheidungen auch nur ein W&ouml;rtchen mitzureden hat, das Risiko des Scheiterns alleine zu tragen hat. Es geht nur noch um Selbstvermarktung und den Wettbewerb eines jeden gegen jeden und jeder ist seines Gl&uuml;ckes Schmied. Man braucht keine solidarische Interessenvertretung der Arbeitnehmer gegen die Zw&auml;nge des kapitalistischen Wettbewerbs mehr. Die Kapitalverwertung gibt die Zw&auml;nge vor deren Erf&uuml;llung sich jeder im Wettbewerb gegen den anderen abfordern muss. Und wer sich dem verweigert, f&uuml;r den gibt es eben Zwangsarbeit.<\/em><br>\n<em>Schneiders IZA ist neben dem arbeitgebernahen Institut der deutschen Wirtschaft (IW) Dauerauftragnehmer der INSM und dessen pseudowissenschaftliches Aush&auml;ngeschild. So z. B., wenn es etwa um Jubelmeldungen &uuml;ber die Arbeitsmarktreformen, die &bdquo;<a href=\"\/wp-print.php?p=2574\">Arbeitspflicht f&uuml;r alle Hilfeempf&auml;nger<\/a>&ldquo; oder die <a href=\"http:\/\/www.netzeitung.de\/arbeitundberuf\/711434.html\">Anhebung des Arbeitslosengeldes<\/a> ging. Auch das Netzwerk zwischen IZA und der arbeitgeberfinanzierten Propagandaagentur INSM ist eng. Im Beirat (den Policy Fellows) des IZA finden wir viele K&ouml;pfe, die sich auch f&uuml;r die INSM hergeben. Unter anderen etwa den als Chef der Bundesagentur wegen dubioser Beraterauftr&auml;ge geschassten Florian Gerster, neuerdings als Pr&auml;sident des Arbeitgeberverbandes Postdienste im Einsatz gegen den Mindestlohn bei den Briefzustellern, Martin Kannegiesser, Pr&auml;sident des Arbeitgeberverbandes Gesamtmetall (Geldgeber der INSM), Prof. Dr. Dieter Lenzen, den ehemaligen &bdquo;unternehmerischen&ldquo; Pr&auml;sidenten der Freien Universit&auml;t Berlin, Friedrich Merz, ehemals CDU-MdB und Multi-Berater, oder einmal mehr Prof. Dr. Thomas Straubhaar, Direktor des gleichfalls von der Wirtschaft ausgehaltenen Hamburgischen Weltwirtschaftsinstituts (HWWI). Das IZA findet es nicht im Geringsten anr&uuml;chig, dass es regelm&auml;&szlig;ig Forschungsauftr&auml;ge von einer Arbeitgeber-PR-Agentur annimmt, die diese dann wieder zum Zwecke ihrer <a href=\"\/wp-print.php?p=2843\">politischen Propaganda nutzt<\/a>. Hilmar Schneider kam 2006 mit dem zynischen Vorschlag, Arbeitslose versteigern zu lassen und mit den Einnahmen die explodierenden Kosten f&uuml;r ALG II zu kompensieren. So viel zur ideologischen Grundhaltung und zur &bdquo;Unabh&auml;ngigkeit&ldquo; des von der SZ als &bdquo;Arbeitsmarktforscher&ldquo; vorgestellten Hilmar Schneider.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>&Auml;rztepr&auml;sident will bei Kranken Unterschiede machen<\/strong><br>\nDie Standesorganisation der &Auml;rzte will aus Geldmangel nicht l&auml;nger alle Patienten gleich versorgen. Das Gesundheitsministerium reagiert emp&ouml;rt.<br>\n&Auml;rztepr&auml;sident J&ouml;rg-Dietrich Hoppe hat angek&uuml;ndigt, dass die &Auml;rzteschaft ein Konzept f&uuml;r eine Patientenversorgung nach Ranglisten erarbeiten wird. &bdquo;Wir &Auml;rzte werden das Thema Priorisierung in die Hand nehmen, weil die Politik sich bisher geweigert hat&ldquo;, sagte Hoppe der &bdquo;Rheinischen Post&ldquo;.<br>\nHoppe beklagte, dass es bereits heute eine &bdquo;heimliche Rationierung&ldquo; in der medizinischen Versorgung gebe. &bdquo;Das System ist unterfinanziert und die finanziellen Engp&auml;sse m&uuml;ssen irgendwie im Arzt-Patienten-Verh&auml;ltnis aufgefangen werden. Aber &Auml;rzte sind nicht legitimiert zu rationieren.&ldquo; Das sei auch ethisch nicht vertretbar. Diese Entscheidungen m&uuml;ssten auf h&ouml;herer Ebene getroffen werden.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.welt.de\/wirtschaft\/article13397861\/Aerztepraesident-will-bei-Kranken-Unterschiede-machen.html\">WELT<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers M.R.:<\/strong>  Es ist nicht wahr, dass das Gesundheitssystem unterfinanziert ist. Es ist genug Geld vorhanden, um alle Patienten gut zu versorgen.  Und wenn tats&auml;chliche Pr&auml;vention stattfinden w&uuml;rde, w&auml;re noch mehr Geld zur Verf&uuml;gung.  Wahr aber ist, dass sich ganz einfach die Anbieterseite der &ldquo;Gesundheitsindustrie&rdquo;  ma&szlig;los und schamlos bereichert.<\/em><\/p>\n<p><strong>dazu: Korrupte &Auml;rzte und Pharma-Vertreter kosten Kassen Milliarden<\/strong><br>\nDurch Korruption, Betrug und Falschabrechnung verlieren die Krankenkassen jedes Jahr Milliarden von Euro. Dabei wird nur ein kleiner Prozentsatz &uuml;berhaupt aufgedeckt.<br>\nDer Schaden ist gespenstisch hoch. Durch Korruption, Betrug und Falschabrechnung gehen Jahr f&uuml;r Jahr drei bis zehn Prozent der Gesundheitsausgaben verloren, sch&auml;tzen die Experten des European Healthcare Fraud and Corruption Network. Auf Deutschland umgerechnet w&auml;ren das allein f&uuml;r die gesetzlichen Krankenkassen f&uuml;nf bis 18 Milliarden Euro. Die SPD will diese &ldquo;Verschwendung von Beitragsmitteln&rdquo; nicht l&auml;nger hinnehmen und fordert gesetzliche &Auml;nderungen. Zumal eine durch Schmiergeldzahlungen beeinflusste Behandlung und Arzneiauswahl auch Gesundheit und Leben der Patienten bedrohe, wie Fraktionsexperte Karl Lauterbach betont.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.zeit.de\/wirtschaft\/2011-05\/krankenkassen-beitragsverschwendung\">ZEIT<\/a><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>GEW: &bdquo;Geben Sie Tariffreiheit!&ldquo;<\/strong><br>\nEine gesetzliche Mindestlaufzeit f&uuml;r Zeitvertr&auml;ge und die Aufhebung der Tarifsperre: Das sind die zentralen Forderungen der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) f&uuml;r die Reform des Wissenschaftszeitvertragsgesetzes. Das erkl&auml;rte das f&uuml;r Hochschulen verantwortliche GEW-Vorstandsmitglied Andreas Keller aus Anlass des zweiten Follow-up-Kongresses zum &bdquo;Templiner Manifest&ldquo; am Donnerstag in Berlin. &bdquo;Wenn 83 Prozent aller wissenschaftlichen Mitarbeiter mit Zeitvertr&auml;gen abgespeist werden und mehr als die H&auml;lfte dieser Vertr&auml;ge eine Laufzeit von weniger als einem Jahr hat, muss der Gesetzgeber dieser Entwicklung einen Riegel vorschieben&ldquo;, erkl&auml;rte Keller. Er bezog sich dabei auf die Ergebnisse der im Auftrag der Bundesregierung gestarteten Evaluation des Gesetzes, die beim GEW-Kongress vorgestellt worden sind.<br>\n&bdquo;Um die Attraktivit&auml;t des Arbeitsplatzes Hochschule und Forschung zu verbessern, aber auch um die Qualit&auml;t von Forschung und Lehre zu sichern, brauchen wir stabilere Besch&auml;ftigungsverh&auml;ltnisse in der Wissenschaft. Deshalb setzen wir uns f&uuml;r eine gesetzlich garantierte Mindestlaufzeit f&uuml;r Zeitvertr&auml;ge ein. Diese sollte sich an der tats&auml;chlichen Dauer der Projekte orientieren. Kein Zeitvertrag darf die Mindestlaufzeit von einem Jahr unterschreiten&ldquo;, sagte Keller.<br>\n&Uuml;ber die gesetzlichen Mindeststandards hinausgehende Regelungen zur Befristung von Arbeitsvertr&auml;gen in der Wissenschaft sollten nach Auffassung der Bildungsgewerkschaft nicht vom Gesetzgeber vorgegeben, sondern von den Tarifpartnern ausgehandelt werden.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/gew.de\/GEW_Geben_Sie_Tariffreiheit.html\">GEW<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>Immer gef&auml;hrlicher, immer rentabler<\/strong><br>\nDie Debatte ob Atomkraft oder nicht, sie war schon vor Jahren eine rein ideologische, die wirtschaftliche Gesichtspunkte v&ouml;llig ausklammerte. Das lag daran, dass die Atomkraft mausetot war und noch immer ist &ndash; lediglich die dahinterstehende Lobby und deren Lohnschreiber suggerierten, dass in der Atomenergie eine Zukunft liegen k&ouml;nnte. Das taten sie, w&auml;hrend alle messenswerten Indikatoren pr&auml;zisierten, dass dem nicht so ist, dass das Gegenteil wahr ist.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/ad-sinistram.blogspot.com\/2011\/05\/immer-gefahrlicher-immer-rentabler.html\">ad sinistram<\/a>\n<p><strong>dazu: Katastrophe von Fukushima erreicht die Nahrungskette<\/strong><br>\nAuch in Fisch und anderen Meeresfr&uuml;chten von der K&uuml;ste Fukushimas scheint sich die Radioaktivit&auml;t anzureichern. Anfang Mai war Greenpeace mit der Rainbow<br>\nWarrior vor Ort und hat zwei Wochen lang Proben gesammelt. Schon die ersten Geigerz&auml;hler-Tests haben aufschrecken lassen. Teilweise war die radioaktive<br>\nKontamination von Meeresalgen so hoch, dass eine Messung nicht m&ouml;glich war.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.greenpeace.de\/themen\/atomkraft\/nachrichten\/artikel\/katastrophe_von_fukushima_erreicht_die_nahrungskette\/\">Greenpeace<\/a><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Wahlrechtsreform f&auml;llt wohl aus<\/strong><br>\nVor allem wegen Uneinigkeit in den eigenen Reihen haben Union und FDP noch immer keinen L&ouml;sungsvorschlag vorgelegt: Trotz Anordnung des Verfassungsgerichts wird das neue Wahlgesetz nun wohl nicht fristgem&auml;&szlig; ge&auml;ndert. Dies zeichnete sich am Donnerstag bei einer Debatte im Bundestag ab. Die Verfassungsrichter hatten 2008 Teile des bisherigen Wahlrechts f&uuml;r verfassungswidrig erkl&auml;rt und eine Neufassung bis zum 30. Juni 2011 verlangt. [&hellip;] Die Opposition sprach von einer &bdquo;Tu-Nix-Koalition&ldquo; und einer &bdquo;unglaublichen Respektlosigkeit&ldquo; gegen&uuml;ber Karlsruhe. Bei vorgezogenen Neuwahlen stehe Deutschland ohne g&uuml;ltiges Wahlrecht da, warnte Gr&uuml;nen-Parlamentsgesch&auml;ftsf&uuml;hrer Volker Beck. In einem solchen Fall drohe eine Verfassungs- und Demokratiekrise. Sein SPD-Kollege Thomas Oppermann drohte mit einer Klage in Karlsruhe.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.fr-online.de\/politik\/wahlrechtsreform-faellt-wohl-aus\/-\/1472596\/8493242\/-\/index.html\">Frankfurter Rundschau<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>Aufbewahrungsfrist f&uuml;r DDR-Lohnunterlagen l&auml;uft aus &ndash; Kontenkl&auml;rung beantragen<\/strong><br>\nAlle Versicherten, die Besch&auml;ftigungszeiten in der ehemaligen DDR zur&uuml;ckgelegt und noch keine Kl&auml;rung ihres Rentenversicherungskontos durchgef&uuml;hrt haben, sollten diese nun umgehend beantragen. Dies ist notwendig, da die Aufbewahrungsfristen f&uuml;r Lohnunterlagen von ehemaligen DDR-Betrieben am 31. Dezember 2011 ablaufen. Eine alle Versicherungszeiten umfassende Rentenberechnung ist nur m&ouml;glich, wenn das Versicherungskonto vollst&auml;ndig ist. Darauf weist die Deutsche Rentenversicherung Bund in Berlin hin.<br>\nBetroffen sind Versicherte der Geburtsjahrg&auml;nge 1946 bis 1974, die Beitragszeiten in der DDR zur&uuml;ckgelegt haben k&ouml;nnen. In der Regel fehlt der Nachweis der Zeiten bis zur Wiedervereinigung. Bei den 2,3 Millionen bei der Deutschen Rentenversicherung Bund gef&uuml;hrten Versicherungskonten in den neuen Bundesl&auml;ndern sind noch ca. 286.000 Konten nicht vollst&auml;ndig gekl&auml;rt. Dies entspricht einem Anteil von rund 12 Prozent.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.deutsche-rentenversicherung-bund.de\/DRVB\/de\/Inhalt\/Presse\/Pressemitteilung\/2011\/2011_5_26_aufbewahrungsfrist_ddr_laeuft_ab.html?nn=37072\">Deutsche Rentenversicherung<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>Bundesagentur f&uuml;r Arbeit erhob rechtswidrig Mahngeb&uuml;hren<\/strong><br>\nDie Bundesagentur f&uuml;r Arbeit hat &uuml;ber Jahre hinweg unzul&auml;ssig Mahngeb&uuml;hren bei Hartz-IV-Empf&auml;ngern erhoben.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.dnews.de\/nachrichten\/wirtschaft\/520538\/bundesagentur-arbeit-erhob-rechtswidrig-mahngebuhren-.html?fb_comment_id=fbc_10150252375142223_17375479_10150252411172223#f3e2c0d224e5334\">Dnews<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>Die Gesetze des Krieges<\/strong><br>\nEin mit der Bundesakademie f&uuml;r Sicherheitspolitik kooperierender Juniorprofessor der Universit&auml;t Trier rechtfertigt &ouml;ffentlich Massaker deutscher Truppen an afghanischen Zivilisten. &ldquo;Kollateralsch&auml;den&rdquo;, erkl&auml;rt der Politologe Martin Wagener, &ldquo;geh&ouml;ren gerade in asymmetrischen Auseinandersetzungen leider dazu&rdquo;. Die &Auml;u&szlig;erungen gewinnen an Brisanz, nachdem erst k&uuml;rzlich Bundeswehrsoldaten im afghanischen Taloqan gemeinsam mit einheimischen Repressionskr&auml;ften regierungskritische Demonstranten erschossen haben. Auch in Wageners Lehrbetrieb kommt es zu bemerkenswerten Einsch&auml;tzungen. In Seminararbeiten, die unter seiner Anleitung entstanden, wird eine tiefgreifende &Auml;nderung der deutschen Verfassung gefordert: Mit dem Grundgesetz h&auml;tten die Siegerm&auml;chte des Zweiten Weltkriegs Deutschland milit&auml;rpolitische &ldquo;Fesseln&rdquo; angelegt, hei&szlig;t es; heute aber brauche die Bundesrepublik &ldquo;Handlungsspielraum&rdquo;, um &ldquo;umfassend auf neue Konfliktsituationen und Bedrohungsszenarien reagieren zu k&ouml;nnen&rdquo;. Eine Kollegin des Trierer Juniorprofessors verlangt die Erforschung von Methoden und Instrumenten, um die &ldquo;Opfersensibilit&auml;t&rdquo; der deutschen Gesellschaft zu verringern. Die Wissenschaftlerin fungierte etliche Jahre als Redakteurin des von der Bundeswehr herausgegebenen &ldquo;Readers Sicherheitspolitik&rdquo;, mit dem eigenen Angaben zufolge ein &ldquo;Medienkrieg um die &ouml;ffentliche Meinung&rdquo; gef&uuml;hrt werden soll.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.german-foreign-policy.com\/de\/fulltext\/58072\">German Foreign Policy<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>Georgische Sicherheitskr&auml;fte r&uuml;cken gegen Regierungsgegner vor<\/strong><br>\nPolizei mit gepanzerten Fahrzeugen gegen maskierte Demonstranten: In Georgien sind die Proteste gegen Pr&auml;sident Saakaschwili eskaliert. Es gab einen Toten und Verletzte.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.zeit.de\/politik\/ausland\/2011-05\/georgien-proteste-polizei\">ZEIT<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>Spaniens Protestbewegung ver&auml;ndert das Land<\/strong><br>\nIhr erstes Ziel, Wahlboykott, haben die Demonstranten in Spanien nicht erreicht. Dennoch: Die Protestbewegung will weiterk&auml;mpfen.<br>\nAn der Puerta del Sol ist noch alles beim Alten. Auch Tage nach den Wahlen campen auf dem ber&uuml;hmten Platz in Madrids Zentrum die Demonstranten der Bewegung &ldquo;Democracia Real Ya&rdquo;. Die Stimmung ist gut, viele vor allem junge Protestler sind hier. Einige debattieren mit Besuchern &uuml;ber die Probleme des spanischen Bankensystems, manche entspannen in der Sonne. Andere arbeiten weiterhin an Plakaten und stellen detaillierte Informationen &uuml;ber sich und ihre Ziele aus. Die Vollversammlung tagt, die Aussch&uuml;sse und Untergruppen formulieren weiter ihre Beschl&uuml;sse. Als sei am vergangenen Sonntag nichts passiert.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.zeit.de\/politik\/ausland\/2011-05\/spanien-protestbewegung\">ZEIT<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>Interview als Kontaktanzeige<\/strong><br>\nSo deutlich hat noch selten ein SPD-Chef die Mitglieder der Linkspartei zur Desertion aufgerufen. &bdquo;Kommt zu uns, Genossen! Herzlich willkommen in der SPD&ldquo;, sagte Sigmar Gabriel in einem Gespr&auml;ch mit dem Linken-Fraktionsvize Dietmar Bartsch, das das Magazin Stern aufzeichnete. Auch soll eine fr&uuml;here SED-Mitgliedschaft kein Hindernis mehr darstellen f&uuml;r einen &Uuml;bertritt von reformorientierten Linken. &bdquo;Ich w&uuml;nsche mir, dass wir nicht jedem Straft&auml;ter mehr Resozialisierungschancen geben, als jemandem, der mal in der SED war&ldquo;, sagte Gabriel. [&hellip;] Klaus Ernst, Linken-Parteichef, sagte scherzhaft, er habe Verst&auml;ndnis f&uuml;r Gabriel, &bdquo;denn so viele Sozialdemokraten gibt es ja in der SPD nicht mehr&ldquo;. Gregor Gysi, Linken-Fraktionschef, verwies darauf, dass es bereits Eintritte fr&uuml;herer SPD-Mitglieder in die Linkspartei gegeben habe. Nur &bdquo;ganz selten&ldquo; sei es jedoch umgekehrt gewesen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.fr-online.de\/politik\/interview-als-kontaktanzeige\/-\/1472596\/8489714\/-\/index.html\">Frankfurter Rundschau<\/a>\n<p><strong>dazu: &bdquo;Vergiftetes Angebot&ldquo;<\/strong><br>\nKlaus Ernst, Vorsitzender der Linken, spricht im Interview mit der Frankfurter Rundschau &uuml;ber die Lockrufe der Sozialdemokraten, die Irrwege der SPD und Drecksl&ouml;hne in Deutschland.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.fr-online.de\/politik\/-vergiftetes-angebot-\/-\/1472596\/8493934\/-\/index.html\">Frankfurter Rundschau<\/a><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>Gef&auml;hrlich prek&auml;r: Die neue FDP<\/strong><br>\nDie Wahl von Philipp R&ouml;sler zum neuen FDP-Parteivorsitzenden markiert das Ende der &Auml;ra Westerwelle und eine tiefe Z&auml;sur in der Geschichte des deutschen Parteiliberalismus. [&hellip;]<br>\nDass die FDP derzeit in der k&uuml;nftigen Koalitionsarithmetik keine Rolle spielt, bedeutet f&uuml;r sie eine gro&szlig;e Chance &ndash; n&auml;mlich (noch) st&auml;rker mit populistischen Parolen zu fischen, gerade mit Blick auf den zunehmenden &bdquo;Extremismus der Mitte&ldquo;, wie er etwa in der Sarrazin- und Anti-Euro-Debatte zum Ausdruck kommt. Denn was ist die Folge der j&uuml;ngsten Verschiebungen des Parteienspektrums? Mit den Gr&uuml;nen als neuer, zwar nicht gleich Volks-, aber Mittelpartei wird es in der sozial-&ouml;kologischen Mitte noch enger werden, da sowohl SPD als auch Union der &Ouml;kopartei koalition&auml;re Avancen machen m&uuml;ssen. Schon jetzt wird daher der neue &ouml;kologische CDU-Kurs, f&uuml;r den vor allem Umweltminister Norbert R&ouml;ttgen steht, in typischer Merkeldiktion als alternativlos ausgegeben &ndash; und zwar selbst von Horst Seehofer. Der Grund daf&uuml;r ist banal, n&auml;mlich schlichte Wahlstrategie, sprich: die Angst vor der fehlenden Koalitionsalternative bei einem Ausfall der FDP.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.blaetter.de\/archiv\/jahrgaenge\/2011\/juni\/gefaehrlich-prekaer-die-neue-fdp\">Bl&auml;tter f&uuml;r deutsche und internationale Politik<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h15\"><\/a><strong>Wie sozial sind unsere Schulen?<\/strong><br>\n2,5 Millionen Kinder von Geringverdienern und Hartz-IV-Empf&auml;ngern haben nun aufgrund des Bildungspakets des Bundes einen Rechtsanspruch auf Bildung und Teilhabe. Das hei&szlig;t, Sch&uuml;ler, die den Anschluss an die Klasse nicht schaffen oder versetzungsgef&auml;hrdet sind, k&ouml;nnen mit dem Segen des Jobcenters und des Lehrers einen Bildungsgutschein f&uuml;r Nachhilfe etwa in Deutsch, Mathe oder Englisch durch kommerzielle Nachhilfeinstitute ergattern. Doch das Einl&ouml;sen der Bildungsgutscheine bei den daf&uuml;r zust&auml;ndigen kommunalen Jobcentern geht nur schleppend voran.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.heise.de\/tp\/druck\/mb\/artikel\/34\/34815\/1.html\">Telepolis<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h16\"><\/a><strong>Die &bdquo;verschwejkte&ldquo; Reform<\/strong><br>\nEin Gespr&auml;ch &uuml;ber Bologna, die Universit&auml;t und Europa mit Professor Jan Sokol, Philosoph an der Karlsuniversit&auml;t Prag: &bdquo;Warum haben wir geschwiegen, als sich die Zahlen unserer Studenten vervielfachten und alle sich in zu spezialisierte Studienprogramme einschreiben mussten, die sie dann wiederholt wechselten? Als autonom denkende und verantwortliche Fachleute &ndash; nicht nur in unseren F&auml;chern, sondern auch in der universit&auml;ren Erziehung &uuml;berhaupt &ndash; h&auml;tten wir uns schon viel fr&uuml;her &uuml;ber die neue Lage der Universit&auml;ten den Kopf zerbrechen m&uuml;ssen, so wie es einmal Humboldt getan hat. Dann h&auml;tten diese Reformen wohl auch vern&uuml;nftiger werden k&ouml;nnen &ndash; z.B. flexibler und f&uuml;gsamer in den verschiedenen Bereichen. In guten Zeiten waren wir leider mit dem Zulauf der Studenten ganz einverstanden, ohne &uuml;ber die notwendigen Folgen nachzudenken, und werden kritisch, erst wenn es mit Geld etwas knapper wird. Kein gutes Zeugnis f&uuml;r unser Verantwortungsbewusstsein.&ldquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.forschung-und-lehre.de\/wordpress\/?p=7828\">Blog Forschung und Lehre<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h17\"><\/a><strong>15 Jahre Telepolis<\/strong><br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.heise.de\/tp\/blogs\/6\/149913\">Telepolis<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Jens Berger:<\/strong> Telepolis wird 15 und die NachDenkSeiten gratulieren!<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h18\"><\/a><strong>ver.di: Konsequenzen aus den abgeschlossenen Drei-Stufen-Test- Verfahren der &ouml;ffentlich-rechtlichen Rundfunkanstalten<\/strong><br>\nDie Dienstleistungsgewerkschaft ver.di hat mit einem Positionspapier zu den Drei-Stufen-Tests der Online-Angebote des &ouml;ffentlich-rechtlichen Rundfunks einige Anforderungen an zuk&uuml;nftige Verfahren formuliert.<br>\nSie betont abermals, dass sie einzelne Verweildauern f&uuml;r bestimmte Inhaltskategorien f&uuml;r zu eng gefasst h&auml;lt. Ver.di fordert die L&auml;nder auf, im Rundfunkstaatsvertrag klarzustellen, dass Inhalte in den Bereichen Bildung, Information und Kultur k&uuml;nftig ohne eine Beschr&auml;nkung der Verweildauer vorgehalten werden d&uuml;rfen. Die Begrenzung der Verweildauern f&uuml;r Unterhaltungsangebote h&auml;lt ver.di weiterhin f&uuml;r gerechtfertigt.<br>\nKritik &uuml;bt ver.di auch an der langen Dauer der einzelnen Test-Verfahren. Von der Einreichung des Telemedienkonzepts beim zust&auml;ndigen Rundfunkrat &uuml;ber die Frist zur Stellungnahme Dritter und die Einholung externer Marktgutachten oder gar zus&auml;tzlicher Expertise bis zur Entscheidung des Rundfunkgremiums und der abschlie&szlig;enden Pr&uuml;fung der Rechtsaufsicht durch die L&auml;nder k&ouml;nne &uuml;ber ein Jahr vergehen. Eine solche Zeitspanne k&ouml;nne das Vorhaben, neue digitale Angebote einzuf&uuml;hren, erheblich bremsen und damit ad absurdum f&uuml;hren. Ein zu langer Drei-Stufen-Test k&ouml;nne dazu f&uuml;hren, dass ein Telemedienvorhaben zum Zeitpunkt<br>\nseiner Genehmigung l&auml;ngst &uuml;berholt ist. Um die Dauer der Drei-Stufen-Tests zumindest teilweise abzuk&uuml;rzen, m&uuml;sse ein Drei-Stufen-Test mit der Entscheidung des Rundfunkgremiums &bdquo;unter Vorbehalt&ldquo; abgeschlossen sein. Demnach soll ein Telemedienkonzept umgesetzt werden d&uuml;rfen, sobald das zust&auml;ndige Rundfunkgremium seine Zulassung erteilt hat. Die Rechtsaufsicht, die das Procedere des Verfahrens kontrolliert, jedoch keine inhaltliche Pr&uuml;fung vornimmt, bleibe davon unber&uuml;hrt.<br>\nDie Kosten f&uuml;r die Marktgutachten h&auml;tten bei einigen Drei-Stufen-Tests &uuml;ber<br>\nden j&auml;hrlichen Kosten des zu pr&uuml;fenden Angebotes gelegen.<br>\nQuelle: <a href=\"\/upload\/pdf\/110527_verdi_positionspapier_telemedien_110506.pdf\">ver.di [PDF &ndash; 173 KB]<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Siehe dazu auch Online-Angebote der Rundfunksender &ndash; <a href=\"\/wp-print.php?p=9147\">Geb&uuml;hren-Millionen f&uuml;r die Selbstzensur<\/a> und Beschr&auml;nkung der Onlineangebote der Rundfunkanstalten: <a href=\"\/?p=3288\">Zensur durch den Markt<\/a>.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h19\"><\/a><strong>Arm wegen Arbeit<\/strong><br>\nWeniger als zwei Euro pro Stunde f&uuml;r das Regale-Einr&auml;umen im Supermarkt: G&uuml;nter Wallraff prangert als Herausgeber mit dem Buch &ldquo;Leben ohne Mindestlohn&rdquo; die Lohndr&uuml;ckerei im reichen Deutschland an.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.fr-online.de\/wirtschaft\/arm-wegen-arbeit\/-\/1472780\/8489250\/-\/index.html\">Frankfurter Rundschau<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h20\"><\/a><strong>zu guter Letzt: Heckmeck<\/strong><br>\nAlle Jahre wieder erobert ein boshaftes Mikrob das Herz der Medien. Die &bdquo;German Angst&ldquo; will gef&uuml;ttert werden und so richtig gl&uuml;cklich sind wir erst, wenn die Zeitungen und Nachrichten uns von neuen Seuchen berichten. [&hellip;] Heute h&auml;lt ein Horror-Bakterium mit dem gemeinen Namen &bdquo;Enteroh&auml;morrhagische Escherichia coli&ldquo; das Land in Atem &ndash; da &bdquo;Enteroh&auml;morrhagische Escherichia coli&ldquo; und das von ihm hervorgerufene &bdquo;enteropathische h&auml;molytisch-ur&auml;mische Syndrom&ldquo; jedoch zu lang f&uuml;r die Titelzeile der BILD sind, spricht man lieber von Ehec.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegelfechter.com\/wordpress\/6092\/heckmeck\">Spiegelfechter<\/a><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Heute unter anderem zu folgenden Themen: Eurokrise; Zukunft der Arbeit: Feierabend? Gibt&rsquo;s nicht mehr; &Auml;rztepr&auml;sident will bei Kranken Unterschiede machen; GEW: &bdquo;Geben Sie Tariffreiheit!&ldquo;; Immer gef&auml;hrlicher, immer rentabler; Wahlrechtsreform f&auml;llt wohl aus; Aufbewahrungsfrist f&uuml;r DDR-Lohnunterlagen l&auml;uft ata; Bundesagentur f&uuml;r Arbeit erhob rechtswidrig Mahngeb&uuml;hren; Die Gesetze des Krieges; Georgische Sicherheitskr&auml;fte r&uuml;cken gegen Regierungsgegner vor; Spaniens Protestbewegung<\/p>\n<div class=\"readMore\"><a class=\"moretag\" href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=9583\">Weiterlesen<\/a><\/div>\n","protected":false},"author":8,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[19],"tags":[],"class_list":["post-9583","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-hinweise-des-tages"],"jetpack_featured_media_url":"","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/9583","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/8"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=9583"}],"version-history":[{"count":5,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/9583\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":9588,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/9583\/revisions\/9588"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=9583"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=9583"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=9583"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}