{"id":95840,"date":"2023-04-03T11:28:17","date_gmt":"2023-04-03T09:28:17","guid":{"rendered":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=95840"},"modified":"2023-04-05T12:54:14","modified_gmt":"2023-04-05T10:54:14","slug":"nur-mit-russland-wird-es-frieden-in-europa-geben","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=95840","title":{"rendered":"\u201eNur mit Russland wird es Frieden in Europa geben\u201c"},"content":{"rendered":"<p>&Uuml;ber Partei- und Weltanschauungsgrenzen hinweg gemeinsam sich f&uuml;r Frieden einsetzen &ndash; das war der Ansatz einer Konferenz am Montag, 27. M&auml;rz, in Berlin. Ehemalige Milit&auml;rs, Wissenschaftler, Publizisten, Juristen und Friedensaktivisten kamen zusammen. Sie waren sich einig in der Kritik an der westlichen Kriegspolitik und warnten vor den Folgen der Eskalation im Ukraine-Krieg. Doch das Ziel, die Kr&auml;fte f&uuml;r den Frieden zu b&uuml;ndeln, scheint noch weit. Von <strong>Tilo Gr&auml;ser<\/strong>.<br>\n<!--more--><br>\nVor einem Weltkrieg, &bdquo;der keine Sieger kennen wird&ldquo;, warnten am Montag in Berlin die Teilnehmer der Konferenz &bdquo;Dialog statt Waffen &ndash; Frieden mit Russland&ldquo;. Sie forderten das Endes des westlichen Kriegskurses &bdquo;durch einen gerechten Frieden, der die Sicherheit Russlands und eine friedliche antifaschistische Ukraine ohne Nato garantiert&ldquo;.<\/p><p>Das Ostdeutsche Kuratorium der Verb&auml;nde (OKV) hatte dazu eingeladen. Anlass waren die beiden Briefe der ehemaligen hochrangigen DDR-Milit&auml;rs Manfred Gr&auml;tz und Sebald Daum vom Januar dieses Jahres. Darin hatten sie die deutsche Politik im Zusammenhang mit dem Ukraine-Krieg kritisiert und vor den Folgen der Waffenlieferungen gewarnt.<\/p><p>Die Konferenz sollte eine &uuml;berparteiliche Friedensinitiative ins Leben rufen. In der <a href=\"https:\/\/okv-ev.de\/2023\/03\/27\/dialog-statt-waffen-frieden-mit-russland\/\">Abschlusserkl&auml;rung<\/a> hei&szlig;t es dazu: &bdquo;In der gro&szlig;en Gefahr, in der sich aktuell unsere V&ouml;lker befinden, haben wir keine Zeit mehr, uns &uuml;ber parteipolitische Differenzen und unterschiedliche gesellschaftspolitische Orientierungen zu streiten. Stattdessen m&uuml;ssen wir uns auf das konzentrieren, was uns eint!&ldquo;<\/p><p>Entsprechend gemischt war der Kreis der etwa 80 Teilnehmer. Darunter waren unter anderem neben OKV-Pr&auml;sident Matthias Werner sowie den beiden Ex-NVA-Gener&auml;len Gr&auml;tz und Daum der ehemalige Bundeswehr-Offizier und heutige Publizist Wolfgang Effenberger, der Friedensaktivist Heinrich B&uuml;cker, der Berliner Physiker Joachim Wernicke und der einstige Nato-Mitarbeiter und DDR-Kundschafter Rainer Rupp. Letzterer geh&ouml;rte zu den Initiatoren der Veranstaltung. Er hatte auch kein Problem damit, nach der Konferenz dem Chefredakteur des rechtsnationalen Magazins &bdquo;Compact&ldquo;, J&uuml;rgen Els&auml;sser, ein Interview zu geben.<\/p><p><strong>Frieden nur mit Russland<\/strong><\/p><p>Es gehe darum, sich auf das zu konzentrieren, &bdquo;was uns eint, was unsere h&ouml;chste Priorit&auml;t ist, n&auml;mlich Frieden mit Russland&ldquo;, hatte Rupp zu Konferenzbeginn betont. &bdquo;Man muss kein Freund Russlands sein, um in der aktuellen Situation Frieden mit Russland als h&ouml;chste Priorit&auml;t f&uuml;r die deutsche Politik zu fordern. Denn Frieden mit Russland ist nicht nur in unserem ureigenen egoistischen Interesse. Es ist auch ein Gebot der Vernunft. Denn davon h&auml;ngt die Zukunft unserer Wirtschaft und das Wohl unserer Kinder und Enkel ab.&ldquo;<\/p><p>Generalmajor a.D. Daum erkl&auml;rte, er habe wie Generalleutnant a.D. Gr&auml;tz &bdquo;aus tiefer Sorge um eine m&ouml;gliche Ausbreitung des Krieges auf Europa und Deutschland&ldquo; gegen die deutschen Panzerlieferungen an die Ukraine protestiert. Er sei entr&uuml;stet &uuml;ber die &bdquo;immer offensichtlicher werdende Absicht, Russland zu zerst&ouml;ren, zu ruinieren und damit alle Wege zu einer friedlichen L&ouml;sung des Konfliktes in Europa und der Welt zu verhindern&ldquo;.<\/p><p>Auch Daum bekr&auml;ftigte den notwendigen &uuml;berparteilichen Ansatz. Er und Gr&auml;tz seien sich einig: &bdquo;Nicht gegen Russland, sondern nur mit Russland wird es Frieden in Europa geben. Das ist ein Gebot der Vernunft und die Voraussetzung daf&uuml;r, dass unser Land, unsere Wirtschaft, die Zukunft unserer Kinder und Enkel nicht im Interesse einer Politik westlicher regelbasierter Ordnung zum Opfer f&auml;llt, die Russland zerst&ouml;ren und China ebenfalls in einen Krieg hineinziehen will.&ldquo;<\/p><p>Der Ex-NVA-General machte auf die Ursachen des Konflikts in der Ukraine aufmerksam und widersprach einseitigen Schuldzuweisungen an Russland. Doch die entsprechenden Fakten w&uuml;rden von den Regierenden und den etablierten Medien verschwiegen. &bdquo;Auch das Verschweigen von Fakten und Tatsachen ist L&uuml;ge und f&uuml;hrt zur Unglaubw&uuml;rdigkeit.&ldquo; Daum forderte dazu auf, sich dagegen zu wehren, &bdquo;dass Russland immer mehr zum Feind des deutschen Volkes aufgebaut wird und damit all das zerst&ouml;rt wird, was einmal wichtig war in den freundschaftlichen Beziehungen zu Russland&ldquo;.<\/p><p><strong>Zweifel an westlichem Friedenswillen<\/strong><\/p><p>Deutschland m&uuml;sse die Kriegsspirale verlassen. &bdquo;Protestieren wir gegen die Ma&szlig;nahmen, die zur Verl&auml;ngerung des Krieges in der Ukraine f&uuml;hren. Verhindern wir das Kriegsgeschrei. Verhindern wir aber auch, dass in Deutschland wieder Menschen, die ihre Stimme erheben f&uuml;r den Frieden und gegen jeden Krieg, unterdr&uuml;ckt, bedroht und eingesperrt werden.&ldquo;<\/p><p>Deshalb h&auml;lt Daum es f&uuml;r geboten, &bdquo;dass wir &uuml;ber alle parteipolitischen und gesellschaftspolitischen Differenzen hinweg eine Br&uuml;cke schlagen und gemeinsam aufstehen, gemeinsam auf die Stra&szlig;e gehen und immer wieder Frieden mit Russland und mit China fordern&ldquo;. &Auml;hnlich &auml;u&szlig;erte sich mit Friedemann Munkelt ein fr&uuml;herer Oberst der DDR-Grenztruppen. An dem Friedenswillen der Nato sei zu zweifeln, sagte er mit Blick auf den Haftbefehl gegen den russischen Pr&auml;sidenten Wladimir Putin. Das sei &bdquo;ja eigentlich ein politischer Witz. Wer sowas unternimmt, der will keinen Frieden, der will auch nicht verhandeln&ldquo;.<\/p><p>Trotz der angespannten internationalen Lage und der damit verbundenen extremen Kriegsgefahr sieht Munkelt &bdquo;mit einem gewissen Optimismus in die Zukunft&ldquo;. Das speise sich aus der Erkenntnis, &bdquo;dass sich die Welt in einem Ver&auml;nderungsprozess befindet&ldquo;. Die Staaten des globalen S&uuml;dens und auch Asiens w&uuml;rden sich immer weniger f&uuml;r die auf Waffen und den Dollar gest&uuml;tzte US-Vorherrschaft instrumentalisieren lassen. &bdquo;Aufgabe einer geschlossenen Friedensbewegung muss es sein, die Hasardeure dieser Welt aufzuhalten und einen gro&szlig;en und wahrscheinlich letzten Krieg zu verhindern&ldquo;, so der ehemalige DDR-Grenztruppen-Offizier.<\/p><p><strong>Entt&auml;uschte Hoffnungen nach 1989<\/strong><\/p><p>Mit dem Publizisten Wolfgang Effenberger kam auf der Konferenz ein ehemaliger Bundeswehroffizier zu Wort. Er hatte nach eigener Aussage als Hauptmann in den 1970er Jahren direkten Einblick in die Nato-Vorbereitungen auf einen Atomkrieg. &bdquo;Angesichts der Bereitschaft der Vereinigten Staaten, hier in Europa die atomare Verw&uuml;stung in Kauf zu nehmen, setzte sich in mir bald die Erkenntnis durch, dass Frieden und Freiheit h&ouml;chste Priorit&auml;t haben m&uuml;ssen&ldquo;, berichtete Effenberger. Und f&uuml;gte hinzu: &bdquo;Freiheit und Wahrhaftigkeit sind Grundvoraussetzungen f&uuml;r den Frieden. Im Krieg gibt es weder Freiheit noch Wahrheit noch Demokratie, sondern auf beiden Seiten nur unvorstellbares Leid.&ldquo;<\/p><p>Er habe nach 1989 gehofft, &bdquo;dass nun endlich wirklicher Friede in Europa einkehren w&uuml;rde. Doch die Hoffnungen wurden entt&auml;uscht. Russland wurde ausgepl&uuml;ndert und die NATO wurde entgegen den Zusagen best&auml;ndig nach Osten erweitert, bis hin zum Putsch in der Ukraine&ldquo;. Der Publizist verwies auf die zahlreichen Belege f&uuml;r die konfrontative US-Politik, die er auch in seinen B&uuml;chern beschreibt. Zu den Hintergr&uuml;nden sagte er unter anderem:<\/p><blockquote><p>&bdquo;Es geht seit einem Jahrhundert vor allem darum, den Reichtum einer Gruppe von Finanz-Tycoons in der Londoner City und an der Wall Street zu mehren. Ein Blick auf die aktuellen Finanzstr&ouml;me best&auml;tigt das. So scheinen die Finanzeliten in den USA und in Gro&szlig;britannien wenig Interesse an einer Beilegung des Ukrainekonflikts zu haben. Heute m&ouml;chten uns die gleichen Kreise in einen dritten Weltkrieg f&uuml;hren.&ldquo;<\/p><\/blockquote><p>Der Globus d&uuml;rfe nicht l&auml;nger Spielball einer verantwortungslosen Finanzoligarchie sein, die den Boden f&uuml;r eine r&uuml;cksichtslose Ausbeutung bereite, forderte der Publizist. &bdquo;Werfen wir das unheilvolle Narrativ &ndash; hier das Gute, dort das B&ouml;se &ndash; in den M&uuml;lleimer der Geschichte. &Auml;chten wir den Krieg. Und vor allem: Wagen wir mehr Menschlichkeit.&ldquo; Dieser Anspruch kam auch in den Liedern zum Ausdruck, die der Songpoet Tino Eisbrenner zum Konferenz-Programm beisteuerte.<\/p><p><strong>Gefahren der Eskalation<\/strong><\/p><p>Je l&auml;nger der Krieg in der Ukraine dauere und vom Westen weiter eskaliert werde, desto mehr drohe ein russischer Pr&auml;zisionsangriff auf US-Kommandostellen in Europa, insbesondere Deutschland. Darauf machte der Physiker und Friedensaktivist Joachim Wernicke aus Berlin in seinem Konferenz-Beitrag aufmerksam. Zuvor hatte er seine These begr&uuml;ndet, nach der Deutschland den Krieg in der Ukraine verursacht habe, aber auch stoppen k&ouml;nne. Daf&uuml;r verwies Wernicke auf Entscheidungen im Zusammenhang mit der deutschen Einheit, beginnend mit westlichen und sp&auml;ter gebrochenen Zusagen an Michail Gorbatschow, es gebe keine Nato-Osterweiterung.<\/p><p>Zu einem m&ouml;glichen Atomwaffeneinsatz in der Ukraine sagte er: &bdquo;Europ&auml;er &ndash; einschlie&szlig;lich Russen &ndash; begehen nicht das Kriegsverbrechen von Atomeins&auml;tzen. Obendrein sind taktische Atomwaffen milit&auml;risch unsinnig geworden, n&auml;mlich ersetzt durch konventionelle Pr&auml;zisions-Fernwaffen.&ldquo; Dem widersprach der Milit&auml;rwissenschaftler Wilfried Schreiber. Aus dessen Sicht wurde in Folge des Aufk&uuml;ndigens der Abr&uuml;stungsvertr&auml;ge durch die USA und der nun fehlenden R&uuml;stungskontrolle &bdquo;die Grenze zum Nuklearkrieg aufgeweicht&ldquo;. &bdquo;Wir stehen an der Schwelle zum Point of no return&ldquo;, so Schreiber. &bdquo;Die Eskalation droht endg&uuml;ltig aus dem Ruder zu laufen.&ldquo;<\/p><p>Ex-NATO-Mitarbeiter Rupp fragte daraufhin, ob es neue Erkenntnisse zu den strategischen US-Atomkriegspl&auml;nen gebe, die seinen Erfahrungen widersprechen. Nach seinen Worten wurde in der NATO w&auml;hrend des Kalten Krieges von US-Seite bei allen Kriegsplanungen &bdquo;der gr&ouml;&szlig;te Wert darauf gelegt, dass keine taktischen Nuklearwaffen auf russisches Gebiet abgeworfen werden&ldquo;. Denn: &bdquo;Den US-Amerikanern war immer ganz klar, in dem Moment, wo russisches Territorium getroffen wird, wird auf US-amerikanisches Territorium zur&uuml;ckgeschlagen.&ldquo;<\/p><p>Rupp bezog sich auf die US-amerikanischen Planungen f&uuml;r den Ersteinsatz von Nuklearwaffen im Kriegsfall. Dieser sei f&uuml;r Truppenansammlungen des &bdquo;Warschauer Vertrages&ldquo;, dem von der Sowjetunion gef&uuml;hrten Milit&auml;rblock, in Osteuropa vorgesehen gewesen &ndash; &bdquo;aber nie auf russisches Gebiet&ldquo;. Er bezweifle, dass sich die Bereitschaft in den Vereinigten Staaten grunds&auml;tzlich ge&auml;ndert habe, &bdquo;von russischen Nuklear-Raketen, die nicht aufzuhalten sind, auch getroffen zu werden&ldquo;. Er sehe auf russischer Seite keine Notwendigkeit, Atomwaffen einzusetzen.<\/p><p><strong>Kriegspolitik bedroht Meinungsfreiheit<\/strong><\/p><p>Zum mehrst&uuml;ndigen Konferenzprogramm geh&ouml;rten weitere Vortr&auml;ge, so von Helga Zepp LaRouche, Vorsitzende der &bdquo;B&uuml;rgerrechtsbewegung Solidarit&auml;t&ldquo; (B&uuml;So). Diese setzt sich seit langem unter anderem f&uuml;r eine neue globale Sicherheitsarchitektur ein. Zepp LaRouche sagte: &bdquo;Wir sind derzeit Kr&auml;ften ausgeliefert, die jegliche Souver&auml;nit&auml;t abgegeben haben und mit ihrer Politik die Existenz Deutschlands riskieren. Und zwar sowohl was die Sicherheitspolitik betrifft als auch die Existenz von Deutschland als Industrienation.&ldquo;<\/p><p>Der Rechtsanwalt und OKV-Vizepr&auml;sident Hans Bauer bedauerte, dass ein beachtlicher Teil der bundesdeutschen Bev&ouml;lkerung &bdquo;Russland als den b&ouml;sen Aggressor sieht und deshalb insbesondere Waffenlieferungen zustimmt&ldquo;. Nur in Ostdeutschland sei das nicht so deutlich ausgepr&auml;gt. Bauer setzte sich mit den Ursachen daf&uuml;r auseinander und ging vor allem auf die Angriffe auf die grundgesetzlich verbriefte Meinungsfreiheit ein. So w&uuml;rden Kulturschaffenden, Journalisten oder Wissenschaftlern Vertr&auml;ge gek&uuml;ndigt, Vortr&auml;ge oder Auftritte verwehrt, &bdquo;weil sie sich nicht ausdr&uuml;cklich gegen Russland bekennen oder der Inhalt ihrer Arbeit nicht deutscher Staatsr&auml;son entspricht.&ldquo;<\/p><p>Der Anwalt geh&ouml;rt zu der Initiative aus acht Personen, die in einem Appell fordert: <a href=\"https:\/\/okv-kuratorium.org\/appell-meinungsfreiheit-verteidigen\/\">&bdquo;Meinungsfreiheit verteidigen!&ldquo;<\/a>. Das wird von vierzig Pers&ouml;nlichkeiten des &ouml;ffentlichen Lebens unterst&uuml;tzt wird. Es sei klar, so Bauer: &bdquo;Nur ein aufgekl&auml;rter B&uuml;rger kann sachkundig entscheiden, was einem gerechten Frieden dient. Und die Politik zur Umkehr zwingen.&ldquo;<\/p><p><strong>Anhaltende Spaltung<\/strong><\/p><p>Mit der Vorgeschichte des Krieges in der Ukraine setzte sich der Vorsitzende des Deutschen Friedensrates, Gerhard Fuchs-Kittowski, ausf&uuml;hrlich auseinander. Er verwies auf die Rolle der USA und der EU sowie der ukrainischen F&uuml;hrung bei der Eskalation des Konfliktes in der Ostukraine seit 2014. Mit Blick auf die Friedensbewegung und die Debatten in dieser sagte er, der &bdquo;Knackpunkt der Spaltung der Friedensbewegung&ldquo; sei nicht, &bdquo;ob man f&uuml;r die Ukraine oder f&uuml;r Russland sei. Der Knackpunkt ist, ob man f&uuml;r oder gegen Waffenlieferungen eintritt&ldquo;. Er selbst sei dagegen, weil das Mittel Waffenlieferungen &bdquo;kein logischer Schritt f&uuml;r eine friedliche L&ouml;sung oder zur Beendigung von Konflikten darstellt&ldquo;.<\/p><p>Die Teilnehmer der Konferenz waren sich weitgehend einig und stimmten der vorbereiteten Abschlusserkl&auml;rung zu. In dieser rufen sie &bdquo;alle friedliebenden Menschen auf, sich unserem Protest gegen den Krieg und f&uuml;r einen gerechten Frieden anzuschlie&szlig;en&ldquo;. Die Kriegspolitik werde begleitet &bdquo;von Wirtschafts-, Finanz- und Medienkriegen, v&ouml;lkerrechtswidrigen Sanktionen und Falschinformationen, verbunden mit Abbau von Demokratie und Meinungsfreiheit&ldquo;.<\/p><p>Die Konferenz sollte laut der Erkl&auml;rung eine &bdquo;weitere Stimme f&uuml;r den Frieden&ldquo; sein, damit die Friedensbewegung st&auml;rker wird und Kraft in der Breite gewinnt. Ob wenigstens dieses Ziel erreicht wurde, wird sich zeigen. Erste Reaktionen aus der Friedensbewegung zeigen, dass der notwendige &uuml;berparteiliche Ansatz kaum Unterst&uuml;tzung findet. Zu tief scheinen die beklagten &bdquo;parteipolitischen Differenzen und unterschiedlichen gesellschaftspolitischen Orientierungen&ldquo; zu sein. Sie stehen anscheinend dem gemeinsamen Ziel des Friedens mehr im Weg als erwartet.<\/p><p>Titelbild: Lightspring\/shutterstock.com<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>&Uuml;ber Partei- und Weltanschauungsgrenzen hinweg gemeinsam sich f&uuml;r Frieden einsetzen &ndash; das war der Ansatz einer Konferenz am Montag, 27. M&auml;rz, in Berlin. Ehemalige Milit&auml;rs, Wissenschaftler, Publizisten, Juristen und Friedensaktivisten kamen zusammen. Sie waren sich einig in der Kritik an der westlichen Kriegspolitik und warnten vor den Folgen der Eskalation im Ukraine-Krieg. Doch das Ziel,<\/p>\n<div class=\"readMore\"><a class=\"moretag\" href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=95840\">Weiterlesen<\/a><\/div>\n","protected":false},"author":11,"featured_media":95842,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[170,211],"tags":[1519,3260,1120,1865,466,259,2374,260,1556,2377],"class_list":["post-95840","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-friedenspolitik","category-veranstaltungshinweiseveranstaltungen","tag-atomwaffen","tag-feindbild","tag-friedensbewegung","tag-meinungsfreiheit","tag-nato","tag-russland","tag-staatsraeson","tag-ukraine","tag-usa","tag-waffenlieferungen"],"jetpack_featured_media_url":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/wp-content\/uploads\/2023\/04\/Shutterstock_2122318862-1.jpg","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/95840","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/11"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=95840"}],"version-history":[{"count":7,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/95840\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":95955,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/95840\/revisions\/95955"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/media\/95842"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=95840"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=95840"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=95840"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}