{"id":95925,"date":"2023-04-05T15:00:38","date_gmt":"2023-04-05T13:00:38","guid":{"rendered":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=95925"},"modified":"2023-04-05T13:09:46","modified_gmt":"2023-04-05T11:09:46","slug":"leserbriefe-zu-welche-rolle-spielte-die-bundesregierung-bei-der-ermordung-von-hunderttausenden-kommunisten-in-indonesien-ab-1965","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=95925","title":{"rendered":"Leserbriefe zu \u201eWelche Rolle spielte die Bundesregierung bei der Ermordung von Hunderttausenden Kommunisten in Indonesien ab 1965?\u201c"},"content":{"rendered":"<p><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=95827\">In diesem Artikel<\/a> besch&auml;ftigte sich Florian Warweg auf Grundlage einer aktuellen Anfrage an die Bundesregierung mit einem bisher nicht aufgearbeiteten Kapitel der bundesdeutschen Geschichte. Neue Archivfunde sowie Aussagen damaliger Diplomaten, Milit&auml;rs und Geheimdienstler deuten darauf hin, dass die Bundesregierung nicht nur von den Putsch- und Massakerpl&auml;nen wusste, denen ab 1965 mindestens 500.000 linke Indonesier zum Opfer fielen, sondern diese auch aktiv unterst&uuml;tzte. Die Bundesregierung unter Olaf Scholz windet sich, trotz aller Indizien, eine Mitverantwortung an dem Genozid einzur&auml;umen, best&auml;tigt aber erstmals offiziell, dass der damalige Indonesien-Korrespondent der&nbsp;S&uuml;ddeutschen Zeitung,&nbsp;Rudolf Oebsger-R&ouml;der (zuvor SS-Obersturmbannf&uuml;hrer), zugleich als BND-Agent t&auml;tig war. Uns erreichten zu dem Thema zahlreiche und teilweise sehr ausf&uuml;hrliche Leserbriefe. Wir pr&auml;sentieren eine Auswahl.<br>\n<!--more--><\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>1. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Hallo! <\/p><p>In dem Zusammenhang darf gern noch einmal an den inszenierten Skandal um das angeblich &ldquo;antisemitische&rdquo; Gro&szlig;bild indonesischer K&uuml;nstler <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=85790\">auf der &ldquo;Documenta fifteen&rdquo; 2022 erinnert werden<\/a>.<\/p><p>Im Kontext der jetzt ver&ouml;ffentlichten Informationen &uuml;ber den genozidalen Massenmord 1965 in Indonesien und der Beteiligung bundesdeutscher Ministerien und des BND daran, und dieser aktuellen &ldquo;Antworten&rdquo; der Bundesregierung w&auml;re es dringend erforderlich, die Bundesregierung und vor allem die verantwortliche Kulturstaatsministerin Claudia Roth damit &ouml;ffentlich zu konfrontieren. <\/p><p>Eine &ouml;ffentliche Entschuldigung f&uuml;r die Diffamierung und Verleumdung der an diesem Projekt beteiligten indonesischen K&uuml;nstler und &ldquo;K&uuml;nstler des S&uuml;dens&rdquo;, als &ldquo;antisemitisch&rdquo; f&uuml;r ihre lediglich offen antikolonialistische Kritik am Westen im Kontext des Massenmordes 1965 und weiterer, von westlichen Staaten und deren Geheimdiensten gest&uuml;tzten Terrorakte gegen Demokratisierungsbewegungen im globalen S&uuml;den, w&auml;re das Mindeste, was einzufordern w&auml;re. <\/p><p>Gru&szlig;, Ole.<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>2. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Ich m&ouml;chte in diesem Zusammenhang an das Bild der indonesischen K&uuml;nstler auf der Documenta Kassel erinnern, das einen Aufschrei in den Medien und der Politik ausl&ouml;ste. Allerdings nicht wegen der Massaker, sondern wegen Vorw&uuml;rfen des Antisemitismus. Ich weiss nicht, welche Rolle der israelische Geheimdienst oder das Milit&auml;r bei der Ermordung der Kommunisten gespielt hat, unterstelle aber, dass die K&uuml;nstler die verschiedenen westlichen M&auml;chte nicht zuf&auml;llig aufs Bild gebracht haben.<\/p><p>Es ist eine Unversch&auml;mtheit den Opfern gegen&uuml;ber, das wir hier im Land nicht &uuml;ber T&auml;ter und Hintergr&uuml;nde reden, sondern nur &uuml;ber den Vorwurf des Antisemitismus.<br>\nDies ist ein weiteres Beispiel unserer &ldquo;westlichen Werte&rdquo;.<\/p><p>Mit freundlichen Gr&uuml;&szlig;en<br>\nJ-P Kruchen<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>3. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Liebes Nachdenkseiten-Team.<br>\nLieber Florian Warweg.<\/p><p>Da versteht man gleich viel besser, wieso bei der Kassel-Documenta das &ldquo;umstrittene&rdquo; Wandbild von Taring Padi zuerst verh&uuml;llt und dann &ndash; von den Leitmedien begleitet, mittels des Antisemitismus-Vorwands, aber ansonsten auff&auml;llig undiskutiert &ndash; abgeh&auml;ngt wurde.<\/p><p>So wie das ehemalige Nazi-Personal nach &rsquo;45 in kleinen, mittleren und hohen &Auml;mter bspw. als Botschafter weiter ihre Ideologie auslebten, so halten ihre S&ouml;hne und Enkel im Geiste die Aufkl&auml;rung zur&uuml;ck und sind heute insbesondere der Nato bei ihren Expansionunternehmungen in Tat und Schrift behilflich. Sei es Demokratie-Export mittels Killer-Drohnen oder  &ldquo;Niemand muss sich wegen der Nato-Osterweiterung Sorgen machen.&rdquo;<\/p><p>Gru&szlig;<br>\nT. B.<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>4. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Hallo NDS, sehr geehrter Herr Warweg,<\/p><p>die von Herrn Brandes aufgegriffene, im Precht-Gespr&auml;ch erw&auml;hnte &ldquo;vorbildliche deutsche Aufarbeitung&rdquo; der NS-Geschichte war es, die mich davon abgehalten hat, mir die Sendung anzusehen, weil schon klar war, auf welch gro&szlig;artige, tatsachenferne Zeitverschwendung das hinausl&auml;uft.<\/p><p>&bdquo;The Act of Killing&ldquo; ist im Gegensatz dazu ein&hellip; interessanter Film.<\/p><p>Man braucht sich angesichts der Gewaltt&auml;tig- und Sch&auml;bigkeit des Faschistischen ja gar nicht zu wundern, weshalb die Gegenbewegungen seitdem und derzeit so zahnlos sind.<\/p><p>ZDF? Ist und bleibt gef&auml;lliger Schwachsinn.<\/p><p>Mit freundlichen Gr&uuml;&szlig;en<br>\nJohannes Bichler<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>5. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Hallo,<\/p><p>ich habe vor kurzem erst wieder das Buch von Harry Th&uuml;rk &ldquo;Amok&rdquo; gelesen. Darin geht es in Romanform genau um dieses Thema. Sehr lesen- und empfehlenswert, wer an dieses Buch noch ran kommt.<\/p><p>Andreas<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>6. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Lieber Florian Warweg,<\/p><p>Danke f&uuml;r das Aufgreifen meines pers&ouml;nlichen Lebensthemas: Rudolf Oebsger-Roeder als Rudolf O&rsquo;G R&ouml;der (stand f&uuml;r &ldquo;&Ouml;bsger genannt Roeder&rdquo;, wie er mir selber seinerzeit erkl&auml;rt hat.)<\/p><p>Zu meiner Person:<\/p><p>Indonesienwissenschaftler und Indonesist. Seit 2019 im Ruhestand. F&uuml;r dreissig Jahre hinweg Ausbildung der deutschen Milit&auml;rattachees f&uuml;r Jakarta am Bundessprachenamt in H&uuml;rth bei K&ouml;ln. Intensive Vollzeitausbildung in Sprache (24 Wochenstunden f&uuml;r 15 Monate) und &uuml;berhaupt alles was Indonesien betrifft. Pers&ouml;nliche Einarbeitung in das Milit&auml;rwesen Indonesiens und gelte immer noch als Milit&auml;rfachmann abseits jeglicher transatlantischer Netzwerke. Habe sie &uuml;ber Australien kennengelernt und rechtzeitig bemerkt, was mich dort erwartet (Stichwort Marcus Mietzner).<\/p><p>1979 lernt ich mit Beginn meines Studiums in K&ouml;ln meine sp&auml;tere Frau kennen. Aus Indonesien und sie Fl&uuml;chtling via Peking (studierte dort 1965 und gelangte &uuml;ber ihre pers&ouml;nlicher politische Wanderschaft &uuml;ber Ungarn, Amsterdam etc. nach K&ouml;ln. Wir lernten rasch dar&uuml;ber nicht offen zu reden. Kurzum: mein erster Schwiegervater war 11 Jahre inhaftiert auf der Gefangeneninsel Buru. Er verstarb 1988 aufgrund multipler Erkrankungen, nachdem er ab 1981 wieder in Jakarta im Stadtarrest leben durfte. F&uuml;r mich eine komplett neue Realit&auml;t, weil Indonesien seinerzeit ein Paradies ewig tanzender Balinesen war, die sich ihres immer besser werdenden Lebensstandards erfreuten. Politik, Zeitgeschichte? Gab es nicht wirklich. Ich begann fr&uuml;h nachzufragen und fand in K&ouml;ln mit seinem relativ hohen Anteil an G30S-Fl&uuml;chtlingen gute Gespr&auml;chspartner. Aber es war uns klar, dass wir uns auf gef&auml;hrlichem Terrain bewegten: wer nachfragte was 1965 in Indonesien geschehen war, galt rasch als &ldquo;komunis&rdquo; und untauglich f&uuml;r den Wissenschaftsbetrieb, weil gef&auml;hrlich. Es herrschte ein allgemeiner Nebel des Unwissens, worin sich einige verbargen, die mehr zu wissen vorgaben, aber sich schweigsam verhielten. Wer mehr sagte als &ouml;ffentlich genehm war, verlor seine Zugangsberechtigung zum Paradies Indonesien, und das wog schwer: bist Du nicht dort. hast du nichts zu sagen!<\/p><p>Meine Frau beschwor mich immer wieder und bis zu ihrem Versterben im April 2010: halt den Mund, wir k&ouml;nnen nichts &auml;ndern, die sind immer st&auml;rker als wir!<\/p><p>Und Die, sie waren physisch pr&auml;sent: der vertraute Geheimagent im malaiologischen Apparat der Uni K&ouml;ln, der kurz vor Beginn &ldquo;sensitiver&rdquo; Veranstaltungen den Raum betrat und als erster wieder verwachwand. Sich sicher, dass er gesehen wurde. Meine Nachfragen an die Dozenten, wer denn das sei, erhielten ein Kopfsch&uuml;tteln: ach, jemand aus &ldquo;Der Botschaft&rdquo; (gemeint die indonesische in Bonn). Er war nicht der einzige seiner Gattung.<\/p><p>Dann Dissertationsvorhaben bei den neu gegr&uuml;ndeten Indonesienwissenschaften der Uni Frankfurt\/Main. Ich folgte meinem Doktorvater aus K&ouml;ln, dem ich vertraute. Welch eine Fehleinsch&auml;tzung!<\/p><p>Mein Thema wollte harmlos sein: die indonesische Staatsphilosophie Pancasila. Da kann ich nichts falsch machen. Weit gefehlt. &Uuml;berall wimmelte es zum Thema in Indonesien vom Milit&auml;r, und mein Doktor&rdquo;vater&rdquo; wollte davon nichts wissen: &ldquo;wenn sie das schreiben, nehme ich ihre Arbeit nicht an!&rdquo;. Mein Zweitpr&uuml;fer und Pancasila-Spezialist von der Uni Passau rettete meine Dissertation, aber an einen Einstieg in die Wissenschaften konnte ich ohne Unterst&uuml;tzung nicht mehr rechnen. So kam ich &uuml;ber meine Frau (!) an das Bundessprachenamt und zur Bundeswehr. Sie hatte sich als Lehrerin f&uuml;r Chinesisch beworben und wurde angenommen. Kurz darauf auch als Lehrerin f&uuml;r Indonesisch. Mit Pr&uuml;fung durch den MAD. Ich folgte ihr sp&auml;ter und wir bauten die kleine Abteilung Indonesisch-Malaysisch auf. Sie verstarb nach langer Erkrankung an Lungenkrebs im April 2010. Sie wollte noch die Lebensgeschichte ihres Vaters aufschreiben, wozu sie nicht mehr kam. In ihren letzten klaren Momenten beschwor sie mich noch, &ldquo;1965&rdquo; nie mehr aufzugreifen. Es sei zu gef&auml;hrlich.<\/p><p>Nun aber den Schwenk zu R&ouml;der:<\/p><p>F&uuml;r meine Diss kontaktierte ich 1986 Rudolf R&ouml;der. Den Kontakt hatte ein Legationsrat vom AA vermittelt. R&ouml;der lebte damals in der Tengstra&szlig;e 8 in M&uuml;nchen und wir hatten lange Telefonate, die damals schweineteuer waren. Ich selber kam mit ihm nicht klar. Irgenetwas stimmte mit dem Kerl nicht. Der un Indonesienfachmann? Ich konnte ich 1989 auf einem Uniseminar in M&uuml;nchen einmal pers&ouml;nlich kennen lernen, und er war unscheinbar, jovial und stellte seine Beziehung zu Suharto offen zur Schau (&ldquo;ich bin dem Pr&auml;sidenten freundschaftlich verbunden&rdquo;). Keinesfalls der Typ Nazi, den damals niemand mit ihm in Verbindung brachte. R&ouml;der besa&szlig; keine Vergangenheit, die vor seiner Jakarta-Zet lag. Aber jeder kannte ihn bis 1980, wenn er mit seinem VW-K&auml;fer durch Jakarta fuhr. Er war DIE Indonesieninstanz, weil nur derjenige Indonesien kannte, der dort gelebt hatte. Das hatte er unzweifelelhaft. R&ouml;der war in M&uuml;nchen umd Hamburg verankert, niemals in K&ouml;ln. Die in K&ouml;ln damals pr&auml;senten jungen Alt-68er (Indonesischer Dienst der Deutschen Welle, Deutsch-Indonesische Gesellschaft K&ouml;ln, Uni K&ouml;ln) mieden ihn, redeten aber auch nie gegen ihn. Denn: an R&ouml;der kam niemand vorbei, und ein falsches Wort von ihm konnte zum Einreiseverbot f&uuml;hren. Entsprechend hatte auch R&ouml;der mit in freundiichen aber bestimmten Worten &ldquo;geimpft&rdquo;, ale er merkte in mir keinesfalls einen Gefolgsmann Suhartos vor sich zu haben. Ich bin mir sicher, dass mein gescheiterter Zugang zum Wissenschaftsapparat meinem Doktor&rdquo;vater&rdquo;, R&ouml;der und anderen geschuldet war. Ich war zu gef&auml;hrlich, weil ich naiverweise Fragen stellte. Dass ich resp. wir dann den Zugang zur Bundeswehr fanden, ist ein Treppenwitz der Geschichte. Ich\/wir haben &uuml;brigens auch einige wenige Residenten der &ldquo;Dreibuchstabengesellschaft&rdquo; aufgebildet, wenn auch nicht viele und jeweils nur f&uuml;r 3 Monate. F&uuml;r einen Einblick in das Gesch&auml;ftsfeld hat es gereicht und zu manchem mehr. Den indonesischen Intel kenne ich ganz gut.<\/p><p>Zu R&ouml;der sind einige Fragen zu stellen, die bislang niemand gestellt hat. Sie ergeben sich aus seiner Biographie. Diese werde ich noch heute stichwortartig zusammenstellen und &uuml;bersenden.<\/p><p>Wichtig und zentral: Wenn R&ouml;der bereits vor 1965 die damals noch nicht existente Residentur des BND f&uuml;hrte (die offizielle wurde 1978 in Jakarta eingerichtet), konnte er das nicht allein bew&auml;ltigen. Zumals nicht als offiziell akkreditierter Journalist, der zudem das Land bereiste. Er brauchte einen rudiment&auml;ren Verwaltungsapparat, der nur auf dem Gel&auml;nde der Siemens AG untergebracht gewesen sein musste. War es doch in meiner Zeit offenes Geheimnis der German Community in Jakarta, dass Dreibuchstabengesellschaft und Siemens ein und dasselbe waren. Mit Fachpersonal unter dem Deckmantel von Siemens-Angestellten. R&ouml;der ohne Siemens ging niemals, und die engen Bindungen der &ldquo;seamen&rdquo; (Aussie speach) mit der 3-B-Gesellschaft sind auch von Schmidt-Eenboom niemals wirklich behandelt worden (Anmerkung: ich bin mir unsicher, ob nach dem Siemens Skandal 2007 die symbiotischen Beziehungen beider aufgel&ouml;st wurden. Heute sind sie nicht mehr das Thema).<\/p><p>Weiterhin: wer hat R&ouml;der in Asien installiert? Bekannt ist sein 1,5 j&auml;hriges warming up in Bangkok (um Stallgeruch zum CIA zu erhalten?), und wie kam er dann dauerhaft nach Jakarta (bis 1980?). Warum wurde er dan abgezogen (klar liegen Altersgr&uuml;nde auf der Hand, aber er war auch danach regelm&auml;&szlig;ig in Indonesien, Osttimor und anderen Landesteilen.<\/p><p>Bitte ebenfalls pr&uuml;fen: R&ouml;ders Beziehungen zum Ostasiatischen Institut Hamburg (dem zentralen Sprachrohr Suharto-Indonesiens jener Zeit).<\/p><p>Letztlich, wurde R&ouml;der im Juni 1992 umgebracht? Mir wurden nach seinem Tod von einer R&ouml;der n&auml;her stehenden Pers&ouml;n vertraulich mitgeteilt, das R&ouml;der von staatsanwaltschaftlichen Bestrebungen zur Aufdeckung seiner Aktivit&auml;ten im Reichssicherheitshauptamt und im SD der SS seit April 1992 wisse und sehr beunruhigt gewesen sein solle. Er f&uuml;rchtete um sein Leben. Auch R&ouml;ders Kurz-Biograph Horst H. Geerken, Bonn, teilt diese Einsch&auml;tzung: Eine Aufdeckung der wahren Identit&auml;t R&ouml;ders h&auml;tte mehr als dessen pers&ouml;nliche Biographie ins Rutschen gebracht.<\/p><p>&Uuml;brigens, R&ouml;der hatte Nachfolger: das AA wollte 1986 eine junge Nachwuchskraft in Jakarta installieren, der aber j&auml;mmerlich scheiterte. Er wurde letztlich belohnt mit einem Botschafterposten in Afrika und einem ausf&uuml;hrlichen Wikipedia-Eintrag.<\/p><p>Als Indonesienspezialist des BND arbeitete bis in die 2000er Jahre ein Indologe (!) der Uni Heidelberg. Er m&uuml;sste mittlerweile pensioniert sein<\/p><p>Mit freundlichen Gr&uuml;&szlig;en<br>\nIngo Wandelt<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>7. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Sehr geehrter Herr Warweg,<\/p><p>Ein hervorragender Beitrag.<\/p><p>Die &ldquo;Jakarta-Methode&rdquo; (also Massenfestnahmen, systematische Folter und organisierte Massenmorde an Kommunisten) wurde nicht nur in Indonesien, sondern auch in vielen L&auml;ndern S&uuml;damerikas von der CIA und dem BND angewandt. Denn man muss wissen, zwischen Altnazis, BND und CIA passte nach dem 2. Weltkrieg kein Blatt &ndash; ihre Zusammenarbeit lief hervorragend, insbesondere: radikalisierende Hetzpropaganda, das Organisieren von Terrormilizen, das Organisieren blutiger Putsche, faschistischer Milit&auml;rdiktaturen, organisierter Grausamkeiten an der Zivilbev&ouml;lkerung durch bewaffnete Organe, Todesschwadronen, Geld- und Waffenlieferungen der BRD\/USA und milit&auml;rische Ausbildung (also das gleiche Programm, das die USA\/BRD\/NATO in der Ukraine seit 2014 veranstalten). Es ist immer das gleiche Programm, es &auml;ndert sich nie.<\/p><p>Viele Altnazis, Gestapo, SS-Offiziere etc. haben nach dem Krieg f&uuml;r CIA und BND gearbeitet und ihre Folter- und Massenmordmethoden an die CIA weitergegeben und diese im globalen S&uuml;den weiterhin angewendet. Dass die westdeutschen Bundesregierungen von den weltweiten Massenmord- und Folteraktivit&auml;ten des BND und der CIA nichts wussten kann mir auch niemand erz&auml;hlen. Die Kohl-Bundesregierung hatte z.B. bis in die 1990er beste Beziehungen zur indonesischen Suharto-Diktatur, die wie gesagt die Massenmorde an Kommunisten organisiert hatte, die BRD lieferte den Putschisten Geld und Waffen. Zudem gab es lange Zeit faschistische Diktaturen in Griechenland, Portugal und Spanien mit denen die BRD bestens zusammenarbeitete. In der BRD waren die Altnazis immer noch (schon wieder) an der Macht: in Regierung, Polizei, Bundeswehr, etc. Die Presse im Westen war daf&uuml;r zust&auml;ndig, sowohl diese braunen Kontinuit&auml;ten als auch die Fortsetzung ihrer Verbrechen, die Verbrechen des BND\/CIA im globalen S&uuml;den, totzuschweigen.<\/p><p>Genau die gleiche Methode (au&szlig;ergerichtliche\/extrajustizielle Hinrichtungen und (provisorische) Folterlager) haben sie auch in der Ukraine angewandt: organisiert durch die CIA, den SBU und die Neonazi-Milizen. Denn zwischen CIA und SBU passte ab 2014 kein Blatt Papier. Inwieweit war BND und Bundesregierung hier involviert? Das wird auch irgendwann rauskommen. Zumindest d&uuml;rften sie Mitwisser gewesen sein. Die bundesdeutsche Presse ist daf&uuml;r zust&auml;ndig, sowohl die CIA\/SBU-Verbrechen als auch die (ideologischen) braunen Kontinuit&auml;ten des Regimes in Kiew, der ukrainischen Bandera-Nationalisten, totzuschweigen oder abzustreiten.<\/p><p>Nur in der Ukraine lief etwas schief. Die B&uuml;rger dort haben zu den Waffen gegriffen und sich gewehrt. Russland hat ihnen dabei Anfangs kaum geholfen. Nicht nur auf der Krim, im Donbass, sondern auch in Kharkov und in Odessa gab es Unabh&auml;ngigkeitsbestrebungen von dem Neonazi-Regime in Kiew. Nur wurden diese blutig niedergeschlagen &ndash; mit den altbekannten Methoden und von den altbekannten Akteuren.<\/p><p>Sollte nunmehr, wie beabsichtigt, der Donbass und die Krim mit Hilfe von NATO-Waffenlieferungen und mit Hilfe der Unterst&uuml;tzung der CIA\/MI6\/BND von den ukrainischen Neonazi-Milizen &ldquo;befreit&rdquo; werden, werden die Massenmorde an der &ldquo;pro-russischen&rdquo; Zivilbev&ouml;lkerung weitergehen (ignoriert von der westlichen Presse). Und: es w&uuml;rde ein offen faschistisches, absolut grausames Regime mitten in Europa (in Kiew) fest etabliert. Es w&uuml;rde eine feste Basis und ein sicheres R&uuml;ckzugsgebiet f&uuml;r europ&auml;ische Neonazis etabliert. Daher w&auml;re hier der Sturz des Regimes in Kiew zu bevorzugen.<\/p><p>CIA und BND betrieben &uuml;brigens auch schon zur Zeit des Kalten Krieges Agentennetzwerke in der Ukraine. 2014 haben sich diese Bandera-Nationalisten in Kiew an die Macht geputscht. Es ist z.B. auch rausgekommen, dass diese Neonazis sowohl auf Maidan-Demonstrierende als auch auf die Polizei geschossen haben. Der Faschist Stepan Bandera, Staatsheld der Ukraine, war z.B ein Agent der deutschen Geheimdienste, sowohl w&auml;hrend als auch nach dem 2. Weltkrieg &ndash; bis ein hier ungenannter Held ihn liquidierte.<\/p><p>Chruschtschow hatte den (absichtlichen?) Fehler gemacht, die ukrainischen und baltischen Nationalisten und ihre grausamen Untergrund-Terrormilizen zu rehabilitieren und eine allgemeine Amnestie zu erlassen &ndash; bis dahin bek&auml;mpfte der sowjetische Staat diese NS-Kollaborateure. Das Ergebnis der Politik Chruschtschows ist, dass ihre (geistlichen) Nachfahren heute in der Ukraine und in den baltischen Staaten die Regierungsmacht ergriffen haben. Damit haben diese osteurop&auml;ischen Regierungen die M&ouml;glichkeit dazu bekommen, eine (kulturell) genozidiale Politik gegen&uuml;ber der eigenen russisch gesinnten Zivilbev&ouml;lkerung zu betreiben (statt Diversit&auml;t zu zelebrieren) und sie haben die M&ouml;glichkeit dazu erhalten im Rahmen der NATO und der EU Kriegstreiberei gegen Russland zu betreiben &ndash; und das tun sie auch mit aller Macht (damit sie ihren Gro&szlig;machtfantasien fr&ouml;hnen k&ouml;nnen: Intermarium, Wiederherstellung der Polnisch-Litauischen Union: Lublin-Dreieck, die Ukraine erhebt Anspr&uuml;che auf diverse russische Gebiete). Das alles geschieht mit Wissen der deutschen Bundesregierungen (Merkel, Scholz) und mit Wissen der US-Regierungen (Obama, Trump, Biden).<\/p><p>Die Ukraine, bzw. ihr faschistisches Regime, sieht sich z.B. in der Tradition der Untergrund-Terrormiliz UPA und der Galizischen SS-Division Nr. 1. Genau so sieht es auch in den baltischen Staaten aus, die sich ebenfalls positiv auf diverse Waffen-SS-Verb&auml;nde, NS-Kollaborateure und die &ldquo;Waldbr&uuml;der&rdquo; berufen. Das d&uuml;rfte auch der Grund daf&uuml;r sei, warum es in Russland den Straftatbestand &ldquo;Rehabilitierung des Nazismus&rdquo; gibt. Die &ldquo;Waldbr&uuml;der&rdquo;, die in der estnischen, lettischen und litauischen SSR aktiv waren, wurden nat&uuml;rlich von CIA und MI6 unterst&uuml;tzt. F&uuml;r genau diese Terrormilizen (UPA, Waldbr&uuml;der, NS-Kollaborateure) hatte Chruschtschow fatalerweise eine Amnestie erlassen. Chruschtschow hat sich &uuml;brigens auch selbst blutig an die Macht geputscht (um dann u.a. eine Amnestie f&uuml;r ukrainische und baltische Terrormilizen und NS-Kollaborateure auszurufen). Das wurde im Westen begr&uuml;&szlig;t.<\/p><p>Es ergibt sich also das Gesamtbild, dass seit ca. 80 Jahren deutsche, US-amerikanische und britische Geheimdienste in der Ukraine und in den heutigen baltischen Staaten NS-Kollaborateure, Kriegsverbrecher, Terrormilizen und Neonazis unterst&uuml;tzen. In diesem Kontext muss man die NATO- und EU-Unterst&uuml;tzung f&uuml;r das ukrainische Regime in Kiew und seine Neonazi-Terrormilizen sehen.<\/p><p>Die sog. Jakarta-Methode kommt also aus dem Dritten Reich, wurde &uuml;ber die gesamte Zeit des Kalten Krieges von BRD\/USA im globalen S&uuml;den angewandt und wird bis heute von CIA\/BND angewendet, aktuell in der Ukraine (wo sie erstmals scheitern wird).<\/p><p>Schon 1933 hatten die Nazis (und ihre b&uuml;rgerlichen Helfer) mit Hilfe der Staatsmacht u.a. Kommunisten und Sozialdemokraten massenhaft verhaftet, gefoltert und ermordet. Es ist dieses Modell, das Modell der Entfesselung animalistischer Folter- und Mordgel&uuml;ste, das BND und CIA im Kalten Krieg &uuml;bernommen haben. &Uuml;bernommen haben BND und CIA auch das alte NS-T&auml;ter-Personal, das seine &ldquo;Karriere&rdquo; sp&auml;testens 1933 begann, mit Wissen und Zustimmung der deutschen Bundesregierungen. In der Ukraine gibt es derzeit den SBU und diverse Neonazi-Milizen, die f&uuml;r die Tatausf&uuml;hrung nach dem altbekannten Modell zust&auml;ndig sind. CIA und weitere westliche Geheimdienste stehend dabei zumindest beratend zur Seite.<\/p><p>Den Begriff &ldquo;Jakarta-Methode&rdquo; halte ich daher nicht f&uuml;r hilfreich. Denn diese animalistische, anti-zivilisatorische Methode kommt aus dem Dritten Reich, aus dem Jahre 1933, und wurde an CIA und BND weitergereicht. Von daher k&ouml;nnte man sie allenfalls Berliner Methode nennen.<\/p><p>Denn hier in Berlin lebten die wichtigsten Kommunisten und Sozialdemokraten (ohne den Genossen in Halle, Sachsen, Hamburg, M&uuml;nchen, K&ouml;nigsberg etc auf die F&uuml;&szlig;e treten zu wollen), die die Nazis dann umbrachten oder ins KZ verbrachten. Vergessen werden soll insbesondere nicht der Sozialdemokrat Carl von Ossietzky, der die heutige SPD wahrscheinlich als eine absolute Schande betrachten w&uuml;rde, und Ernst Th&auml;lmann, der die heutige Linke wahrscheinlich als billigen Abklatsch betrachten w&uuml;rde.<\/p><p>Mit freundlichen Gr&uuml;&szlig;en<br>\nErnesto Loll<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>8. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Liebe NDS!<\/p><p>Vor diesem Gebilde, der postfaschistischen imperialistischen CIA-Marionette &bdquo;BRD&ldquo; und allen ihren Kreaturen kann man als Mensch nur noch ausspucken. Vor allem, wenn man sich tagt&auml;glich den Gr&ouml;&szlig;enwahnsinn anh&ouml;ren mu&szlig;, den diese Kinder und Unterst&uuml;tzer einer Brut von abartigen bestialischen Massenm&ouml;rdern (&bdquo;f&uuml;r eine Handvoll D-Mark&ldquo;!) zum Thema &bdquo;Menschenrechte&ldquo; verzapfen, die auch heute von faschistischen Asow-Banditen und banderistischen S&ouml;ldnerbanden etwa im Donbas &bdquo;verteidigt werden&ldquo;. Mich graut!<\/p><p>Btw: Bei der &bdquo;Aktion Kondor&ldquo;, die unter CIA-Anleitung ganz S&uuml;damerika mit faschistischen Massenmorden und Genoziden in Atem hielt, war die Beteiligung der BRD noch offensichtlicher. W&auml;re interessant, bei Ihnen auch dar&uuml;ber mal was zu lesen. Mich w&uuml;rde schonmal interessieren, wie die Verwicklung des BND, des AA, des BMdW und anderer Kr&auml;fte in die au&szlig;enpolitischen Katastrophen zur Brandt-Schmidt-&Auml;ra war (Sie k&ouml;nnen&rsquo;s ja auf die FDP schieben).<\/p><p>Mit traurigen und entsetzten Gr&uuml;&szlig;en,<\/p><p>Ihr<br>\nM.J.<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>Anmerkung zur Korrespondenz mit den NachDenkSeiten<\/strong><\/p><p>Die NachDenkSeiten freuen sich &uuml;ber Ihre Zuschriften, am besten in einer angemessenen L&auml;nge und mit einem eindeutigen Betreff.<\/p><p>Es gibt die folgenden E-Mail-Adressen:<\/p><ul>\n<li><a href=\"mailto:leserbriefe@nachdenkseiten.de\">leserbriefe(at)nachdenkseiten.de<\/a> f&uuml;r Kommentare zum Inhalt von Beitr&auml;gen.<\/li>\n<li><a href=\"mailto:hinweise@nachdenkseiten.de\">hinweise(at)nachdenkseiten.de<\/a> wenn Sie Links zu Beitr&auml;gen in anderen Medien haben.<\/li>\n<li><a href=\"mailto:videohinweise@nachdenkseiten.de\">videohinweise(at)nachdenkseiten.de<\/a> f&uuml;r die Verlinkung von interessanten Videos.<\/li>\n<li><a href=\"mailto:redaktion@nachdenkseiten.de\">redaktion(at)nachdenkseiten.de<\/a> f&uuml;r Organisatorisches und Fragen an die Redaktion.<\/li>\n<\/ul><p>Weitere Details zu diesem Thema finden Sie in unserer &bdquo;<a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?page_id=47939\">Gebrauchsanleitung<\/a>&ldquo;.<br>\n<img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/vg04.met.vgwort.de\/na\/b18e6b8af34e435abc8076aa189e266a\" width=\"1\" height=\"1\" alt=\"\"><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=95827\">In diesem Artikel<\/a> besch&auml;ftigte sich Florian Warweg auf Grundlage einer aktuellen Anfrage an die Bundesregierung mit einem bisher nicht aufgearbeiteten Kapitel der bundesdeutschen Geschichte. Neue Archivfunde sowie Aussagen damaliger Diplomaten, Milit&auml;rs und Geheimdienstler deuten darauf hin, dass die Bundesregierung nicht nur von den Putsch- und Massakerpl&auml;nen wusste, denen ab 1965 mindestens 500.000 linke Indonesier<\/p>\n<div class=\"readMore\"><a class=\"moretag\" href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=95925\">Weiterlesen<\/a><\/div>\n","protected":false},"author":11,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[103],"tags":[],"class_list":["post-95925","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-leserbriefe"],"jetpack_featured_media_url":"","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/95925","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/11"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=95925"}],"version-history":[{"count":3,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/95925\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":95928,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/95925\/revisions\/95928"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=95925"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=95925"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=95925"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}