{"id":95937,"date":"2023-04-05T10:38:59","date_gmt":"2023-04-05T08:38:59","guid":{"rendered":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=95937"},"modified":"2023-04-06T07:29:46","modified_gmt":"2023-04-06T05:29:46","slug":"uebersterblichkeit-auf-rekordniveau-ein-rueckblick-auf-drei-jahre-corona-12","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=95937","title":{"rendered":"\u00dcbersterblichkeit auf Rekordniveau \u2013 ein R\u00fcckblick auf drei Jahre Corona (1\/2)"},"content":{"rendered":"<p>Seit drei Jahren lebt die Welt nun mit einer neuartigen Variante des Coronavirus. Nachdem die Menschen zun&auml;chst panische Angst vor einer Infektion hatten, hat sich mittlerweile eine gewisse Gelassenheit eingestellt, und viele beginnen, sich zu fragen, ob die Ma&szlig;nahmen, die von politischer Seite ergriffen wurden, um das Virus zu bek&auml;mpfen, durchweg angemessen und richtig waren. Wenn man den Verlauf der Pandemie &uuml;ber die pers&ouml;nlichen Erfahrungen hinaus beurteilen m&ouml;chte, st&ouml;&szlig;t man allerdings schnell auf die Schwierigkeit, dass es kaum verl&auml;ssliche und aussagekr&auml;ftige Daten oder Studien gibt, die die Coronapandemie angemessen und nachvollziehbar beschreiben. Die vorliegende Studie will dazu beitragen, die Wissensl&uuml;cke f&uuml;r einen kleinen, aber zentralen Teilbereich der Gesamtproblematik, n&auml;mlich f&uuml;r das Sterbegeschehen, etwas zu schlie&szlig;en. Die Studie geht der Frage nach, wie sich die allgemeinen Sterbefallzahlen in den letzten drei Jahren entwickelt haben und wie sich Corona auf das Sterbegeschehen ausgewirkt hat. Die Auswertung basiert auf den offiziellen Sterbefallstatistiken des Statistischen Bundesamtes und ist bei Bedarf um krankheitsbezogene Daten des Robert Koch-Instituts (RKI) erg&auml;nzt worden. Von <strong>G&uuml;nter Eder<\/strong>.<\/p><p><em>Dieser Beitrag ist auch als Audio-Podcast verf&uuml;gbar.<\/em><br>\n<!--more--><br>\n<\/p><div class=\"powerpress_player\" id=\"powerpress_player_4862\"><!--[if lt IE 9]><script>document.createElement('audio');<\/script><![endif]-->\n<audio class=\"wp-audio-shortcode\" id=\"audio-95937-1\" preload=\"none\" style=\"width: 100%;\" controls=\"controls\"><source type=\"audio\/mpeg\" src=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/podcast\/230405_Uebersterblichkeit_auf_Rekordniveau_ein_Rueckblick_auf_drei_Jahre_Corona_1_NDS.mp3?_=1\"><\/source><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/podcast\/230405_Uebersterblichkeit_auf_Rekordniveau_ein_Rueckblick_auf_drei_Jahre_Corona_1_NDS.mp3\">https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/podcast\/230405_Uebersterblichkeit_auf_Rekordniveau_ein_Rueckblick_auf_drei_Jahre_Corona_1_NDS.mp3<\/a><\/audio><\/div><p class=\"powerpress_links powerpress_links_mp3\">Podcast: <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/podcast\/230405_Uebersterblichkeit_auf_Rekordniveau_ein_Rueckblick_auf_drei_Jahre_Corona_1_NDS.mp3\" class=\"powerpress_link_pinw\" target=\"_blank\" title=\"Play in new window\" onclick=\"return powerpress_pinw('https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?powerpress_pinw=95937-podcast');\" rel=\"nofollow\">Play in new window<\/a> | <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/podcast\/230405_Uebersterblichkeit_auf_Rekordniveau_ein_Rueckblick_auf_drei_Jahre_Corona_1_NDS.mp3\" class=\"powerpress_link_d\" title=\"Download\" rel=\"nofollow\" download=\"230405_Uebersterblichkeit_auf_Rekordniveau_ein_Rueckblick_auf_drei_Jahre_Corona_1_NDS.mp3\">Download<\/a><\/p><p><em>Dieser Artikel liegt auch als <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/flyer\/230405-Guenter-Eder-Corona-Rueckblick-NDS-JB.pdf\">gestaltetes PDF<\/a> vor. Wenn Sie ihn ausdrucken oder weitergeben wollen, nutzen Sie bitte diese M&ouml;glichkeit.<\/em><\/p><p>In den Jahren 2020, 2021 und 2022 sind insgesamt 3.067.186&nbsp;Menschen in Deutschland gestorben. [<a href=\"#foot_1\" name=\"note_1\">1<\/a>] Darunter befanden sich dem RKI zufolge 161.336&nbsp;Coronatote. [<a href=\"#foot_2\" name=\"note_2\">2<\/a>] Das entspricht einem Anteil von 5,3 Prozent. Als Coronatote gelten dem RKI alle Verstorbenen, die positiv auf Corona getestet worden sind, unabh&auml;ngig davon, ob sie an oder mit Corona verstorben sind. Entsprechend wird der Begriff auch in der vorliegenden Studie verwendet.<\/p><p><strong>Auswertung von Jahreswerten<\/strong><\/p><p>Eine entscheidende statistische Gr&ouml;&szlig;e, um Sterbefallzahlen zu beurteilen, ist die &Uuml;bersterblichkeit, d.h. ist die Frage, wie stark die Zahl der Toten von der erwarteten Anzahl abweicht. Dabei steht man vor der Schwierigkeit, die Zahl der zu erwartenden Todesf&auml;lle verl&auml;sslich abzusch&auml;tzen. Es sind verschiedene Vorgehensweisen m&ouml;glich, und je nachdem, f&uuml;r welche man sich entscheidet, wird man h&ouml;here oder niedrigere Werte f&uuml;r die &Uuml;bersterblichkeit erhalten und werden die Ergebnisse f&uuml;r die einzelnen Jahre mehr oder weniger gut miteinander vergleichbar sein.<\/p><p>Die Gesamtzahl der Sterbef&auml;lle in Deutschland ist im vergangenen Jahrzehnt, trotz der Fortschritte in der Medizin, kontinuierlich gestiegen. Der Anstieg r&uuml;hrt von der zunehmenden Zahl alter Menschen im Land her, der wiederum eine Folge hoher Geburtenraten in der Vergangenheit ist. Dieser Zuwachs wirkt sich st&auml;rker auf die Sterbezahlen aus als der den Anstieg d&auml;mpfende medizinische Fortschritt. Wichtig f&uuml;r prognostische &Uuml;berlegungen ist, ob weiterhin mit steigenden Sterbezahlen gerechnet werden muss. Und hier geht das Statistische Bundesamt in den Bev&ouml;lkerungsvorausberechnungen davon aus, dass die Zahl alter Menschen im kommenden Jahrzehnt &auml;hnlich stark zunehmen wird wie in den zur&uuml;ckliegenden Jahren. [<a href=\"#foot_3\" name=\"note_3\">3<\/a>] Damit sind die Voraussetzungen f&uuml;r ein Prognosemodell gegeben, bei dem die j&auml;hrlichen Sterbedaten der Vergangenheit linear in die Zukunft fortgeschrieben werden.<\/p><p>Die allgemeinen Sterbefallzahlen des Statistischen Bundesamtes umfassen alle Personen, die zu einem bestimmten Zeitpunkt gestorben sind, unabh&auml;ngig von der Todesursache. In Jahren mit ausgepr&auml;gtem Infektionsgeschehen (z.B. bei Grippewellen) sind die Werte folglich h&ouml;her als zu &bdquo;normalen&ldquo; Zeiten. Wird dieser Effekt nicht angemessen ber&uuml;cksichtigt, verringert das die Verl&auml;sslichkeit und die Aussagekraft der Prognose. Im vorliegenden Fall ist dem Rechnung getragen worden, indem die Grippejahre um die Zahl der Grippetoten bereinigt worden sind. Hierf&uuml;r ist auf Sch&auml;tzwerte zur&uuml;ckgegriffen worden, die das RKI in seinen epidemiologischen Studien zur Verf&uuml;gung stellt. [<a href=\"#foot_4\" name=\"note_4\">4<\/a>] Betroffen von der Korrektur sind die Grippejahre 2013, 2015, 2017 und 2018. Die so bereinigten Sterbedaten bilden die Grundlage zur Absch&auml;tzung des weiteren Verlaufs der j&auml;hrlichen Sterbezahlen. Die Ergebnisse der Prognoserechnung k&ouml;nnen der Abbildung&nbsp;1 entnommen werden.<\/p><p>Abbildung 1<\/p><div class=\"imagewrap\"><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/bilder\/230405_uebersterblichkeit-01.jpg\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/bilder\/230405_uebersterblichkeit-01.jpg\" alt=\"\" title=\"\"><span><\/span><\/a><\/div><p>Die Regressionsgerade ist mit einem Bestimmtheitsma&szlig; von 95 Prozent verbunden, stimmt also sehr gut mit den grippebereinigten Ausgangsdaten &uuml;berein. Als Folge davon, und weil das Statistische Bundesamt davon ausgeht, dass die Zahl alter Menschen zuk&uuml;nftig &auml;hnlich stark zunehmen wird wie in der Vergangenheit, k&ouml;nnen die Prognosewerte als recht verl&auml;sslich eingestuft werden. Die leichten Abweichungen der Regressionsgeraden vom linearen Verlauf r&uuml;hren von den Schaltjahren her.<\/p><p>Auff&auml;llig an der Entwicklung nach 2019 ist die stetig wachsende Kluft zwischen der erwarteten Zahl an Sterbef&auml;llen und der tats&auml;chlichen Anzahl. W&auml;hrend im Jahr 2019 die Werte noch nahezu identisch sind, steigt die &Uuml;bersterblichkeit bis 2022 auf fast 85.000&nbsp;Sterbef&auml;lle an. Das ist eine &uuml;berraschende und &auml;u&szlig;erst irritierende Entwicklung.<\/p><p>In Abbildung&nbsp;2 sind die &Uuml;bersterblichkeitswerte f&uuml;r den gesamten Zeitraum prozentual dargestellt. Man erkennt, dass die &Uuml;bersterblichkeit im ersten Coronajahr (2020), als die Pandemie einsetzte und die Panik der Menschen gro&szlig; war, mit einem Wert von 3,10 Prozent etwa so hoch lag wie man es von Grippejahren in der Vergangenheit gewohnt war. 2013 betrug die &Uuml;bersterblichkeit 3,16 Prozent, 2015 lag sie bei 3,81 Prozent und 2018 bei 2,84 Prozent. 2020 war folglich kein Jahr mit dramatisch hoher &Uuml;bersterblichkeit.<\/p><p>Abbildung 2<\/p><div class=\"imagewrap\"><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/bilder\/230405_uebersterblichkeit-02.jpg\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/bilder\/230405_uebersterblichkeit-02.jpg\" alt=\"\" title=\"\"><span><\/span><\/a><\/div><p>In den Jahren 2021 und 2022 nimmt die &Uuml;bersterblichkeit dann rapide zu. 2021 betr&auml;gt sie 5,77 Prozent und im Jahr 2022 liegt sie bei 8,65 Prozent. Das sind die mit Abstand h&ouml;chsten Werte des gesamten betrachteten Zeitraums. Ob es eine &Uuml;bersterblichkeit von 8,65 Prozent in der Bundesrepublik\/DDR schon einmal gegeben hat, ist ungewiss und eher unwahrscheinlich. Der Wert liegt weit jenseits dessen, was nach den immensen Anstrengungen, die von politischer Seite unternommen worden sind, um die Coronapandemie einzud&auml;mmen, zu erwarten gewesen w&auml;re. Und wie die Entwicklung weitergehen wird, kann niemand sagen, weil niemand wei&szlig;, warum die &Uuml;bersterblichkeit seit 2020 so stark ansteigt.<\/p><p>Tabelle&nbsp;1 gibt einen zusammenfassenden &Uuml;berblick &uuml;ber die j&auml;hrlichen Sterbefallzahlen w&auml;hrend der Coronazeit. Neben den allgemeinen Sterbedaten sind die Coronasterbezahlen des RKI mit ausgewiesen.<\/p><p>Vergleicht man die Coronasterbezahlen mit der H&ouml;he der &Uuml;bersterblichkeit, so zeigt sich, dass Letztere in den Jahren 2020 und 2021 deutlich niedriger ausf&auml;llt, als man nach der Zahl der Coronatoten erwarten w&uuml;rde. Die &Uuml;bersterblichkeit macht lediglich 68 Prozent bzw. 78 Prozent der Coronatoten aus. Im Jahr 2022 kehrt sich die Situation dann um, und das in extremer Weise. Jetzt ist die &Uuml;bersterblichkeit pl&ouml;tzlich fast doppelt so hoch wie die Zahl der Coronatoten: einer &Uuml;bersterblichkeit von 84.580&nbsp;Verstorbenen stehen &bdquo;lediglich&ldquo; 46.426&nbsp;Coronatote gegen&uuml;ber.<\/p><p>Tabelle 1<\/p><div class=\"imagewrap\"><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/bilder\/230405_uebersterblichkeit-04.png\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/bilder\/230405_uebersterblichkeit-04.png\" alt=\"\" title=\"\"><span><\/span><\/a><\/div><p>Warum unterscheidet sich das Sterbegeschehen im Jahr 2022 so sehr von dem der Vorjahre? Und woran sind die vielen Menschen, die 2022 &uuml;ber das erwartete Ma&szlig; hinaus verstorben sind, ohne coronainfiziert zu sein, stattdessen gestorben?<\/p><p>Es ist schon sonderbar, dass die hohe &Uuml;bersterblichkeit im Jahr 2022 von offizieller Seite bisher kaum zur Kenntnis genommen wird und selbst beim RKI kein intensives Bem&uuml;hen erkennbar ist, mehr &uuml;ber die Hintergr&uuml;nde in Erfahrung zu bringen &ndash; zumal, wenn man bedenkt, wie hektisch und alarmistisch zu Beginn der Pandemie, als noch jedes Leben z&auml;hlte, auf steigende Sterbezahlen reagiert worden ist. Wie l&auml;sst sich diese Diskrepanz im Verhalten erkl&auml;ren? R&uuml;hrt sie vielleicht daher, dass, wenn man der Frage nach m&ouml;glichen Ursachen ernsthaft nachgehen wollte, man kaum darum herumk&auml;me, das offizielle, sehr einseitige Narrativ von der lebensrettenden Wirkung der mRNA-Impfstoffe infrage zu stellen? Haben die Impfungen m&ouml;glicherweise zwar das Leben vieler alter und vorerkrankter Menschen verl&auml;ngert, gleichzeitig jedoch die Gesundheit vieler anderer, zum Teil durchaus j&uuml;ngerer Menschen nachhaltig gesch&auml;digt, in vielen F&auml;llen vielleicht sogar deren Tod herbeigef&uuml;hrt? [<a href=\"#foot_5\" name=\"note_5\">5<\/a>] <\/p><p>Letzteres kann angesichts der Neuartigkeit der mRNA-Impfstoffe nicht grunds&auml;tzlich ausgeschlossen werden. Daf&uuml;r, dass dem so sein k&ouml;nnte, spricht die starke Zunahme der gemeldeten Verdachtsf&auml;lle von Nebenwirkungen und Komplikationen nach Coronaimpfungen (vgl. Tab. 2). [<a href=\"#foot_6\" name=\"note_6\">6<\/a>] Besorgniserregend ist besonders die extrem hohe Zahl gemeldeter Todesf&auml;lle. F&uuml;r 2021 sind dem Paul-Ehrlich-Institut sage und schreibe 2.255&nbsp;Todesf&auml;lle gemeldet worden, bei denen der Verdacht besteht, dass die Coronaimpfung den Tod verursacht hat. Und selbst im ersten Halbjahr 2022, als die Bereitschaft, sich impfen zu lassen, nicht mehr besonders gro&szlig; war, gingen noch 768 Verdachtsmeldungen ein. In den f&uuml;nf Jahren davor sind hingegen nie mehr als 30&nbsp;Todesf&auml;lle (2017) gemeldet worden, obwohl auch in diesen Jahren gr&ouml;&szlig;enordnungsm&auml;&szlig;ig &auml;hnlich viele Menschen geimpft worden sind. [<a href=\"#foot_7\" name=\"note_7\">7<\/a>]<\/p><p>Tabelle 2<\/p><div class=\"imagewrap\"><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/bilder\/230405_uebersterblichkeit-03.png\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/bilder\/230405_uebersterblichkeit-03.png\" alt=\"\" title=\"\"><span><\/span><\/a><\/div><p>Vermutlich ist die hohe Zahl gemeldeter Todesf&auml;lle der entscheidende Grund, warum alle mRNA-Impfstoffe bis heute keine regul&auml;re Zulassung besitzen, sondern nur bedingt zugelassen sind. Es gibt in Deutschland nur einen regul&auml;r zugelassenen Covid-Impfstoff, und dabei handelt es sich um einen traditionellen Totimpfstoff.<\/p><p>Betrachtet man Tabelle&nbsp;1 genauer, so kommen auch Zweifel hinsichtlich der Wirksamkeit der Impfung auf. Warum sind im zweiten Coronajahr wesentlich mehr Menschen an Corona gestorben als im ersten Jahr? 71.084 Coronatote im Jahr 2021 gegen&uuml;ber 43.826 im Jahr 2020. Hat die Impfung m&ouml;glicherweise nicht so gut gewirkt, wie es Politiker, Mediziner und Impfstoffhersteller erwartet und versprochen hatten? Immerhin waren Ende 2021 72 Prozent der Bev&ouml;lkerung doppelt geimpft, und sehr viele Menschen hatten sich, den offiziellen Empfehlungen folgend, ein drittes und teilweise sogar ein viertes Mal impfen lassen. Demgegen&uuml;ber war 2020 praktisch noch niemand in Deutschland gegen Corona geimpft. [<a href=\"#foot_8\" name=\"note_8\">8<\/a>]<\/p><p>Und wenn man speziell die Personengruppe der &uuml;ber 60-J&auml;hrigen betrachtet, die im Jahr 2020 immerhin <strong>96,5 Prozent aller Coronatoten<\/strong> ausmachte, so ist die Entwicklung noch viel weniger zu verstehen. Denn die alten Menschen konnten sich nicht nur als Erste impfen lassen, sondern sind Ende 2021 sogar zu 87 Prozent doppelt geimpft. Wieso macht sich eine derart hohe Impfquote nicht in einem R&uuml;ckgang der Coronasterbezahlen bemerkbar?<\/p><p>Auch dass im Jahr 2022 mehr Coronatote zu beklagen sind als 2020, wirft Fragen auf. Es ist vor allem deshalb verwunderlich, weil das Infektionsgeschehen im Jahr 2022 von einer Virusvariante (Omikron) dominiert wird, die von Medizinern als wesentlich ungef&auml;hrlicher eingestuft wird als die vorherigen Varianten. Wieso sind im dritten Coronajahr trotz Impfung und des harmloseren Virus mehr Menschen an Corona gestorben als im ersten Jahr? Eine einleuchtende Erkl&auml;rung f&uuml;r diese Entwicklung gibt bisher nicht.<\/p><p>Es liegt auf der Hand, dass allein mit statistischen &Uuml;berlegungen keine urs&auml;chlichen Zusammenh&auml;nge begr&uuml;ndet werden k&ouml;nnen. F&uuml;r derartige Schlussfolgerungen ist man auf das Fachwissen von Experten angewiesen. Aber es gibt nat&uuml;rlich Zusammenh&auml;nge, die so offensichtlich sind, dass man sie auch ohne Fachexpertise als wahrscheinlich oder sogar als gesichert ansehen kann: wenn also beispielsweise die &Uuml;bersterblichkeit hoch korreliert ist mit der Zahl der Coronatoten oder wenn die &Uuml;bersterblichkeit w&auml;hrend einer extremen Hitzeperiode pl&ouml;tzlich stark ansteigt. H&auml;ufig bewegt man sich jedoch in einer Grauzone, die keine eindeutigen Aussagen zul&auml;sst.<\/p><p><em>Der zweite Teil erscheint morgen auf den NachDenkSeiten<\/em><\/p><p>Titelbild: Cryptographer\/shutterstock.com<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><div class=\"footnote\">\n<p>[<a href=\"#note_1\" name=\"foot_1\">&laquo;1<\/a>] <a href=\"https:\/\/www.destatis.de\/DE\/Themen\/Gesellschaft-Umwelt\/Bevoelkerung\/Sterbefaelle-Lebenserwartung\/Tabellen\/sonderauswertung-sterbefaelle.html\">Statistisches Bundesamt: Sterbef&auml;lle &ndash; Fallzahlen nach Tagen, Wochen, Monaten, Altersgruppen, Geschlecht und Bundesl&auml;ndern f&uuml;r Deutschland 2016 &ndash; 2021. Publikation vom 16. Januar 2023<\/a><\/p>\n<p>[<a href=\"#note_2\" name=\"foot_2\">&laquo;2<\/a>] <a href=\"https:\/\/www.rki.de\/DE\/Content\/InfAZ\/N\/Neuartiges_Coronavirus\/Projekte_RKI\/COVID-19_Todesfaelle\">Robert Koch-Institut: Coronavirus SARS-CoV-2 &ndash; Todesf&auml;lle nach Sterbedatum &ndash; Stand: 19. Januar 2023<\/a><\/p>\n<p>[<a href=\"#note_3\" name=\"foot_3\">&laquo;3<\/a>] <a href=\"https:\/\/www.destatis.de\/DE\/Themen\/Gesellschaft-Umwelt\/Bevoelkerung\/Bevoelkerungsvorausberechnung\/Tabellen\/variante-1-2-3-altersgruppen.html\">Statistisches Bundesamt (Hrsg.): 15. Koordinierte Bev&ouml;lkerungsvorausberechnung, Wiesbaden 2022<\/a><\/p>\n<p>[<a href=\"#note_4\" name=\"foot_4\">&laquo;4<\/a>] <a href=\"https:\/\/edoc.rki.de\/bitstream\/handle\/176904\/6253\/RKI_Influenzabericht_2018-19.pdf?sequence=1&amp;isAllowed=y\">Arbeitsgemeinschaft Influenza &ndash; Bericht zur Epidemiologie der Influenza in Deutschland Saison 2018\/2019. Robert Koch-Institut (Hrsg.) 2019<\/a><\/p>\n<p>[<a href=\"#note_5\" name=\"foot_5\">&laquo;5<\/a>] G&uuml;nter Eder &ndash; <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=82124\">Chancen und Risiken der Coronaimpfung &ndash; ein Blick auf die Sterbezahlen. NachDenkSeiten vom 21. M&auml;rz 2022<\/a><\/p>\n<p>[<a href=\"#note_6\" name=\"foot_6\">&laquo;6<\/a>] <a href=\"https:\/\/www.pei.de\/SharedDocs\/Downloads\/DE\/newsroom\/dossiers\/sicherheitsberichte\/sicherheitsbericht-27-12-20-bis-31-12-21.pdf?__blob=publicationFile&amp;v=5\">Paul-Ehrlich-Institut &ndash; Sicherheitsbericht: Verdachtsf&auml;lle von Nebenwirkungen und Impfkomplikationen nach Impfung zum Schutz vor Covid-19 seit Beginn der Impfkampagne. Stand: 7.2.2022, Langen<\/a><\/p>\n<p>[<a href=\"#note_7\" name=\"foot_7\">&laquo;7<\/a>] <a href=\"https:\/\/www.pei.de\/DE\/arzneimittelsicherheit\/pharmakovigilanz\/uaw-datenbank\/uaw-datenbank-node.html\">Paul-Ehrlich-Institut &ndash; Berichtete Verdachtsf&auml;lle auf Impfreaktionen und Impfkomplikationen von 2016 bis 2020, Langen<\/a><\/p>\n<p>[<a href=\"#note_8\" name=\"foot_8\">&laquo;8<\/a>] <a href=\"https:\/\/www.rki.de\/DE\/Content\/InfAZ\/N\/Neuartiges_Coronavirus\/Daten\/Impfquoten-Tab.html;jsessionid=4A3823529EC983C68CD4D503D8DA06C1.internet111\">Robert Koch-Institut: Digitales Impfquotenmonitoring zur Covid-19-Impfung.<\/a> &ndash; Stand: 20. Januar 2023\n<\/p><\/div><p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"http:\/\/vg05.met.vgwort.de\/na\/d25173ec150a48999f02b0a8fc84e9d5\" width=\"1\" height=\"1\" alt=\"\"><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Seit drei Jahren lebt die Welt nun mit einer neuartigen Variante des Coronavirus. 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