{"id":96024,"date":"2023-04-10T11:45:29","date_gmt":"2023-04-10T09:45:29","guid":{"rendered":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=96024"},"modified":"2023-04-10T13:03:51","modified_gmt":"2023-04-10T11:03:51","slug":"ost-suedostasien-us-militaers-in-manoevermanie-die-einkreisung-chinas-gewinnt-an-konturen-teil-i-2","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=96024","title":{"rendered":"Ost- &#038; S\u00fcdostasien: US-Milit\u00e4rs in Man\u00f6vermanie \u2013 die Einkreisung Chinas gewinnt an Konturen (Teil II)"},"content":{"rendered":"<p> &bdquo;Geradewegs hinter den Philippinen liegen Chinas schier unermessliche M&auml;rkte. Wir werden unseren Teil in der Mission unserer von Gott gesch&uuml;tzten Rasse bei der Zivilisierung der Erde beitragen. Wo werden wir die Abnehmer unserer Produkte finden? Die Philippinen geben uns einen St&uuml;tzpunkt am Tor zum Osten.&ldquo; So lautete einer der Kerns&auml;tze aus dem Munde des aus dem US-Bundesstaat Indiana stammenden republikanischen Senators Albert Jeremiah Beveridge, den dieser in seiner Rede am 9. Januar 1900 vor dem US-Kongress sagte. Beveridge verk&ouml;rperte den knallharten Apologeten einer imperialistischen Strategie, die in messianischem Wettstreit mit den europ&auml;ischen Kolonialm&auml;chten nicht zu kurz kommen wollte. Die in dieser seinerzeit hitzig gef&uuml;hrten inneramerikanischen Debatte unterlegenen Isolationisten z&auml;hlten in ihren Reihen u. a. den Erfolgsautor Mark Twain, der mehrfach &ouml;ffentlich davor gewarnt hatte, dass &bdquo;der US-amerikanische Adler seine Krallen auf fremdes Territorium setzt.&ldquo; Nicht nur ist dieser &bdquo;Adler&ldquo; auch reichlich ein Jahrhundert sp&auml;ter in der Region pr&auml;sent. Seine &bdquo;Krallen&ldquo; sind mittlerweile auf ein &bdquo;fremdes Territorium&ldquo; gesetzt, das weitaus gr&ouml;&szlig;er ist, als Beveridge es sich jemals ertr&auml;umt h&auml;tte. Gemeinsam mit seinen Verb&uuml;ndeten und Vasallen versch&auml;rfen Washington und die NATO ihre Konfrontation mit der VR China &ndash; das nicht nur, um westliche B&uuml;ndnisse zu st&auml;rken und Abh&auml;ngigkeiten von Moskau und Beijing zu reduzieren. Ein Hintergrundbericht unseres Ost- und S&uuml;dostasienexperten <strong>Rainer Werning<\/strong>, dessen <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=96018\">ersten Teil<\/a> Sie hier nachlesen k&ouml;nnen.<br>\n<!--more--><br>\n<strong>US-Prokonsuln auf s&uuml;dkoreanischem Hochsitz mit Blick auf Hawaii &ndash; ein Exkurs<\/strong><\/p><p> Die<em> United States Forces Korea (USFK) <\/em>sind f&uuml;r die Unterst&uuml;tzung und Ausbildung der gemeinsamen multinationalen Streitkr&auml;fte der Republik Korea und der USA sowie des <em>Kommandos der Vereinten Nationen (United Nations Command &ndash; UNC) <\/em>zust&auml;ndig. Die am 1. Juli 1957 gegr&uuml;ndeten USFK unterst&uuml;tzen sowohl den <em>ROK (Republik Korea) \/ U.S. Combined Forces Command (CFC)<\/em> als auch das <em>UNC<\/em> und nehmen j&auml;hrlich an gemeinsamen und kombinierten Operationen mit dem <em>CFC<\/em> teil, um Personal und Verst&auml;rkungseinheiten auszubilden und stets in Bereitschaft zu sein.<\/p><p> Nach dem Beginn der offenen Kampfhandlungen auf der Halbinsel, als nach lange w&auml;hrenden bewaffneten innerkoreanischen Auseinandersetzungen entlang des 38. Breitengrads nordkoreanische Panzer gen S&uuml;den auf die Hauptstadt Seoul zurollten, wurde am 24. Juli 1950 das <em>UNC <\/em>aus der Taufe gehoben<em>. <\/em>Die Resolutionen 83 und 84 des Sicherheitsrates der Vereinten Nationen gaben den Mitgliedsstaaten die Befugnis, den Frieden auf der koreanischen Halbinsel wiederherzustellen, und legten gleichzeitig die F&uuml;hrungsrolle der Vereinigten Staaten in diesem vereinigten Kommando fest &ndash; nicht ohne Missmut seitens Trygve Lies, des ersten (norwegischen) UN-Generalsekret&auml;rs, der aber vorzeitig, am 10. November 1952, frustriert seinen Posten aufgab. Heute ist das UNC wesentlich damit befasst, auf die Einhaltung des weltweit l&auml;ngsten Waffenstillstands zu achten und diplomatische Kan&auml;le mit Nordkorea offenzuhalten.<\/p><p> Aus einem operativen Planungsstab, der 1968 als Zusatz zum <em>UNC\/USFK\/Eighth United States Army Headquarters <\/em>und dem US-gef&uuml;hrten I. Korps entstand, entwickelte sich 1971 ein integriertes Feldarmeehauptquartier. Dieses wurde jedoch erst 1978 im Rahmen eines bilateralen amerikanisch-s&uuml;dkoreanischen Abkommens im Zusammenhang mit dem damals geplanten Abzug der US-Bodentruppen aus S&uuml;dkorea (der allerdings 1981 wieder r&uuml;ckg&auml;ngig gemacht wurde) als gemeinsamer Stab eingerichtet. Dieses binationale Verteidigungsteam, das aus dem multinationalen UNC hervorgegangen ist, dient heute der Abwehr von Feindseligkeiten. Das schlie&szlig;lich am 7. November 1978 eingerichtete <em>CFC<\/em> ist das Hauptquartier f&uuml;r Kriegf&uuml;hrung. Seine Aufgabe ist es, Aggressionen von au&szlig;en gegen die Republik Korea abzuschrecken oder, wenn n&ouml;tig, abzuwehren &ndash; was sich im Kern auf Nordkorea bezieht beziehungsweise gegen die Volksrepublik richtet.<\/p><p>Um diesen selbstgesetzten Auftrag zu erf&uuml;llen, obliegt dem CFC die operative Kontrolle &uuml;ber mehr als 600.000 aktive Soldaten aller Streitkr&auml;fte beider L&auml;nder. In Kriegszeiten k&ouml;nnten deren Kontingente durch etwa 3,5 Millionen ROK-Reservisten und zus&auml;tzliche US-Streitkr&auml;fte, die von au&szlig;erhalb S&uuml;dkoreas entsandt w&uuml;rden, verst&auml;rkt werden. Im Falle eines Angriffs durch Nordkorea w&uuml;rde das CFC mit seinen Luft-, Boden-, Marine- und kombinierten Marinestreitkr&auml;ften sowie der <em>Combined Unconventional Warfare Task Force<\/em> f&uuml;r eine koordinierte Verteidigung sorgen.<\/p><p>Das CFC steht unter dem Kommando eines US-Viersternegenerals mit einem Viersternegeneral der koreanischen Armee als stellvertretendem Befehlshaber. In der gesamten Kommandostruktur wird die binationale Besetzung beibehalten: Ist der Leiter einer Stabsabteilung ein Koreaner, so ist sein Stellvertreter ein Amerikaner und umgekehrt. Diese integrierte Struktur gilt sowohl f&uuml;r die einzelnen Kommandos als auch f&uuml;r das Hauptquartier. Alle CFC-Komponenten sind taktisch integriert durch kontinuierliche kombinierte und gemeinsame Planung, Ausbildung und Man&ouml;ver.<\/p><p>Eine der wichtigsten Feld&uuml;bungen war die <em>Team-Spirit-Serie<\/em>, die 1976 begann und sukzessive auf fast 200.000 koreanische und US-amerikanische Mann aufgestockt wurde. Die USA beteiligten sich an solchen &Uuml;bungen mit Verst&auml;rkungstruppen aller Streitkr&auml;fte, die von anderen pazifischen St&uuml;tzpunkten und vom Festland der Vereinigten Staaten aus nach S&uuml;dkorea entsandt wurden. Das letzte Man&ouml;ver dieser Art wurde 1993 abgehalten.<\/p><p>Getrennte Gefechtsstand&uuml;bungen S&uuml;dkoreas und der USA wurden 1976 als<em><strong> <\/strong><\/em><em>Ulchi Focus Lens (UFL)<\/em><em><strong> <\/strong><\/em>zusammengefasst. Im Dezember 2006 ordnete der damalige Oberkommandeur des CFC an, den Namen <em>UFL<\/em> zu &auml;ndern. W&auml;hrend der ROK-Stab seine Man&ouml;ver unter dem Namen <em>Ulchi<\/em> fortsetzte, benannte die amerikanische Seite ihre Man&ouml;ver in <em>Ulchi Freedom Guardian (UFG)<\/em> um. Im Laufe der Zeit entwickelte sich daraus eine j&auml;hrlich durchgef&uuml;hrte gemeinsame und kombinierte simulationsgest&uuml;tzte Gefechtsstand&uuml;bung, bei der das Personal des CFC samt seinen Hauptkomponenten mit Hilfe modernster Computersimulationen geschult wurden, was die nordkoreanische Seite stets als gezielte, gegen die Volksrepublik gerichtete Provokation heftig kritisierte.<\/p><p> Das <em>United States Indo-Pacific Command (USINDOPACOM)<\/em> ist das f&uuml;r den indo-pazifischen Raum zust&auml;ndige einheitliche Kampfkommando der US-Streitkr&auml;fte. Es ist das &auml;lteste und gr&ouml;&szlig;te der vereinigten Kommandos der Streitkr&auml;fte. Sein Kommandeur, der rangh&ouml;chste US-Milit&auml;roffizier im Pazifik (seit dem 30. April 2021 Admiral John C. Aquilino), ist f&uuml;r mehr als 375.000 Milit&auml;rangeh&ouml;rige sowie f&uuml;r ein Gebiet verantwortlich, das mehr als 260.000.000 Quadratkilometer oder etwa 52 Prozent der Erdoberfl&auml;che umfasst und sich von den Gew&auml;ssern der Westk&uuml;ste der Vereinigten Staaten bis zu den Gew&auml;ssern an der Ostk&uuml;ste der pakistanischen Seegrenze sowie von der Arktis bis zur Antarktis erstreckt. Das Kommando, seit seiner Gr&uuml;ndung im Jahr 1947 als <em>United States Pacific Command (USPACOM)<\/em> bekannt, wurde 2018 in Anerkennung der zunehmenden Vernetzung zwischen dem Indischen und dem Pazifischen Ozean in <em>U.S. Indo-Pacific Command <\/em>umbenannt.<\/p><p>Das <em>Indo-Pacific Command<\/em> besteht aus den Komponentenkommandos <em>U.S. Army Pacific, U.S. Marine Forces Pacific, U.S. Pacific Fleet, U.S. Pacific Air Forces <\/em>sowie<em> <\/em>den unterstellten Kommandos <em>U.S. Forces Japan<\/em>, <em>USFK<\/em> und dem<em> Special Operations Command Pacific<\/em>. Das <em>Nimitz-MacArthur Pacific Command Center<\/em> dient als Hauptquartier des <em>Indo-Pacific Command<\/em> und befindet sich im<em> Camp H. M. Smith<\/em> auf Hawaii.<\/p><p>Sp&auml;testens hier reibt sich der unbedarfte Leser verdutzt die Augen und fragt sich zu Recht: <em>Wer bedroht da eigentlich wen auf der koreanischen Halbinsel?<\/em> Eine &bdquo;Kim-Despoten-Dynastie&ldquo;, ein &bdquo;wahnsinniger Raketenmann Kim Jong-Un&ldquo;, ein &bdquo;Irrer mit der Bombe&ldquo; im <em>Norden<\/em> etc. pp.? Da kontrollieren die USA seit 1945 die Geschicke <em>S&uuml;dkoreas<\/em> drei Jahre lang mittels einer US-Milit&auml;rregierung, um seitdem ebendort wie &bdquo;ein Pfahl im Fleische&ldquo; die milit&auml;rischen Kommandoh&ouml;hen zu besetzen &ndash; all das mit der gigantischen Wucht einer Supermacht (inklusive ihres weltweit gespannten Netzes von reichlich 800 Milit&auml;rbasen) und dem bedrohlichen Verweis auf die &bdquo;B&uuml;ndnistreue mit ROK&ldquo;, die &bdquo;Sicherheitslage in der Region&ldquo; und um &bdquo;Aggressionen seitens Nordkoreas&ldquo; einen Riegel vorzuschieben! G&auml;be es einen halbwegs um Objektivit&auml;t bem&uuml;hten Journalismus &ndash; von investigativem, gar aufkl&auml;rerischem ganz zu schweigen &ndash;, m&uuml;sste zuv&ouml;rderst die fortgesetzte Pr&auml;senz von US-Truppen und -Waffen und deren gigantisches Bedrohungspotenzial auf der Halbinsel als Hauptbarrikade charakterisiert werden, welche bis dato die Umwandlung eines Waffenstillstandsabkommens in einen Friedensvertrag blockiert und ein vers&ouml;hnliches Miteinander zwischen Nord und S&uuml;d verunm&ouml;glicht!<\/p><p>Der Hauptgrund f&uuml;r das Fortbestehen solch bizarrer Verh&auml;ltnisse liegt in den bleiernen Traumata beider Seiten dies- wie jenseits des 38. Breitengrads begr&uuml;ndet: Im Norden herrschen aufgrund der immensen Verw&uuml;stung w&auml;hrend des Koreakrieges (1950-53) &ndash; US-Bomberpiloten hatten in jener Zeit &bdquo;gewehklagt&ldquo;, es g&auml;be &bdquo;keine Ziele mehr&ldquo; &ndash; noch immer Bunkermentalit&auml;ten, wonach &bdquo;die US-Imperialisten&ldquo; gleichgesetzt werden mit Tod und Vernichtung bringenden &bdquo;Teufeln&ldquo;. Und im S&uuml;den herrschte die l&auml;ngste Zeit ein von Milit&auml;rdiktaturen giftig gen&auml;hrter Antikommunismus als Staatsdoktrin, der weltweit in diesem Rigorismus und in dieser martialischen Zurichtung nur noch seit Herbst 1965 in Indonesien unter Suharto existierte. Ein Relikt dieser Epoche existiert in S&uuml;dkorea noch immer in Gestalt des drakonischen <em>Nationalen Sicherheitsgesetzes (NSL)<\/em>, das erst wieder im vergangenen Monat gegen Gewerkschafter der <em>Korean Confederation of Trade Unions (KCTU)<\/em> in Anschlag gebracht wurde, da man sie verd&auml;chtigte, als &bdquo;Spione f&uuml;r den Norden t&auml;tig zu sein&ldquo;. Die &auml;ltere Generation dies- wie jenseits des 38. Breitengrads hat aufgrund ihrer eigenen Erfahrungen solcherart Feindbilder verinnerlicht, was im S&uuml;den dazu f&uuml;hrte, dass trotz zahlreicher Avancen vis-&agrave;-vis dem Norden die gegenw&auml;rtig nur mit hauchd&uuml;nner Mehrheit regierende Administration unter dem stramm konservativen Pr&auml;sidenten Yoon Suk-Yeol mehr auf Konfrontation denn auf Kooperation mit dem Regime in Pj&ouml;ngjang bedacht ist &ndash; eine markante Kehrtwende im Vergleich zu Yoons Vorg&auml;nger Moon Jae-In.<\/p><p><strong>Milit&auml;rman&ouml;ver <\/strong>&bdquo;<strong>Freedom Shield 23&ldquo; im S&uuml;den, Waffentests im Norden<\/strong><\/p><p> Nach &uuml;ber f&uuml;nf Jahren fand im M&auml;rz wieder ein elft&auml;giges Gro&szlig;man&ouml;ver kombinierter amerikanisch-s&uuml;dkoreanischer Truppenverb&auml;nde statt, das diesmal unter dem wohlklingenden Namen <em>Freiheitsschild <\/em>firmierte und am 23. M&auml;rz endete. Amphibische &Uuml;bungen unter Beteiligung von Seestreitkr&auml;ften waren dabei ebenso Teil der Operation wie auf Computersimulationen basierende Man&ouml;ver. Au&szlig;erdem flogen strategische B-1B-Bomber der US-Luftwaffe in Formation mit s&uuml;dkoreanischen F-35A-Tarnkappen-Kampfjets und US-F-16-Kampfflugzeugen mehrere Eins&auml;tze, was Pj&ouml;ngjang als akute Kriegsdrohung wertete. Kein Wunder, dass Nordkorea w&auml;hrend der Dauer von <em>Freedom Shield 23<\/em> seinerseits St&auml;rke demonstrierte: In kurzen Intervallen von wenigen Tagen z&uuml;ndete es eine ballistische Interkontinentalrakete vom Typ Hwasong-17, die ins Ostmeer st&uuml;rzte, nachdem zuvor bereits zwei ballistische Kurzstreckenraketen und zwei Marschflugk&ouml;rper von einem U-Boot aus abgefeuert wurden. Kim Jong-Un sprach in den vergangenen Wochen wiederholt und &ouml;ffentlich von der Notwendigkeit, die Produktion von waffenf&auml;higem Nuklearmaterial zu &bdquo;steigern&ldquo;, um das Atomwaffenarsenal des Landes &bdquo;exponentiell&ldquo; aufzustocken &ndash; aus der Sicht Pj&ouml;ngjangs eine notwendige Selbstschutzma&szlig;nahme und (&Uuml;ber-)Lebensgarantie gegen einen von au&szlig;en erzwungenen &bdquo;regime change&ldquo; &agrave; la Irak, Afghanistan und Libyen.<\/p><p>Sprecher des s&uuml;dkoreanischen Verteidigungsministeriums gossen &Ouml;l ins Feuer, als man der &Ouml;ffentlichkeit kurz vor Beendigung von <em>Freedom Shield 23<\/em> mitteilte, die USA und S&uuml;dkorea w&uuml;rden im Juni dieses Jahres eingedenk ihrer seit sieben Dekaden w&auml;hrenden engen Kooperation die gr&ouml;&szlig;ten &Uuml;bungen mit scharfer Munition abhalten. Aus dem Ministerium hie&szlig; es dazu lapidar:<\/p><blockquote><p>\n&bdquo;<em>Das Programm soll die F&auml;higkeit der beiden Nationen demonstrieren, Frieden durch St&auml;rke zu verwirklichen, und zwar inmitten der ernsten Sicherheitslage, die durch Nordkoreas nukleare Bedrohung und seine Raketen entstanden ist.&ldquo;<\/em>\n<\/p><\/blockquote><p>Nach Angaben der s&uuml;dkoreanischen Nachrichtenagentur <em>Yonhap <\/em>haben Washington und Seoul bisher knapp zehn Mal massive gemeinsame &Uuml;bungen mit scharfer Munition durchgef&uuml;hrt, zuletzt im Jahr 2017. Die Trump-Administration stellte damals die Durchf&uuml;hrung gr&ouml;&szlig;erer &Uuml;bungen mit S&uuml;dkorea ein, um Spannungen abzubauen und Raum f&uuml;r Diplomatie zu schaffen.<\/p><p><strong>Japan und S&uuml;dkorea &ndash; Ann&auml;herung mit T&uuml;cken, doch R&uuml;ckendeckung seitens Washingtons<\/strong><\/p><p>Ausgerechnet w&auml;hrend der laufenden <em>Freedom-Shield-23<\/em>-Milit&auml;rman&ouml;ver traf sich Mitte M&auml;rz S&uuml;dkoreas Pr&auml;sident Yoon Suk-Yeol mit dem japanischen Premierminister Kishida Fumio in Tokio, das erste Treffen dieser Art seit zw&ouml;lf Jahren. Vorrangig ging es dabei um das Auftauen unterk&uuml;hlter Beziehungen zwischen beiden Nachbarn und auf Dr&auml;ngen Washingtons darum, beide engen Verb&uuml;ndeten gegen China zu mobilisieren. Wie <em>Nikkei Asia<\/em> berichtete, vereinbarten Yoon und Kishida eine verst&auml;rkte Zusammenarbeit gegen Nordkorea und die Wiederaufnahme eines bilateralen Sicherheitsdialogs auf Arbeitsebene, der seit f&uuml;nf Jahren unterbrochen ist.<\/p><p>Yoon k&uuml;ndigte &uuml;berdies die &bdquo;Normalisierung&rdquo; des <em>GSOMIA-Abkommens (General Security of Military Information Agreement)<\/em> an, das den Austausch milit&auml;rischer Informationen zwischen den beiden L&auml;ndern vorsieht. Moon Jae-In, der Vorg&auml;nger von Yoon, hatte 2019 in Seoul erkl&auml;rt, das GSOMIA nicht zu verl&auml;ngern, weil Japan neue Exportkontrollen gegen S&uuml;dkorea verh&auml;ngt habe. Diese Kontrollen, so jedenfalls wurde es Mitte M&auml;rz zwischen beiden L&auml;ndern vereinbart, sollen nunmehr aufgehoben werden. Das GSOMIA regelt den beidseitigen Informationsaustausch &uuml;ber nordkoreanische Raketentests.<\/p><p>Gastgeber Kishida zeigte sich nach dem Treffen mit seinem s&uuml;dkoreanischen Kollegen zufrieden und erkl&auml;rte w&auml;hrend der abschlie&szlig;enden Pressekonferenz:<\/p><blockquote><p>\n&bdquo;<em>Von nun an m&ouml;chte ich ein neues Kapitel in den Beziehungen zwischen Japan und S&uuml;dkorea aufschlagen, und zwar durch h&auml;ufige Besuche beider Seiten, die nicht an Formalit&auml;ten gebunden sind.&ldquo;<\/em>\n<\/p><\/blockquote><p>So wohlgesetzt diese Worte klangen, so schrill bleiben Zwischent&ouml;ne jenseits des diplomatischen Parketts. Die Beziehungen zwischen S&uuml;dkorea und Japan bleiben wegen der japanischen kaiserlichen Herrschaft in Korea von 1910 bis 1945 angespannt. Beide L&auml;nder arbeiten an einem Abkommen zur Beilegung des Streits &uuml;ber die koreanische Sklavenarbeit w&auml;hrend der Besatzung, wenngleich die s&uuml;dkoreanische Opposition und viele andere im Land dagegen Front machen und Yoon bezichtigen, gegen&uuml;ber Tokio zu lasch aufzutreten. Misst&ouml;ne sind noch immer zu vernehmen, was ungekl&auml;rte Fragen von Entschuldigung und Entsch&auml;digung der euphemistisch sogenannten &bdquo;Trostfrauen&ldquo; w&auml;hrend des Zweiten Weltkriegs betrifft sowie erneut hochgesch&auml;umte Querelen &uuml;ber revidierte Geschichtsb&uuml;cher in japanischen Schulen, in denen Japans Rolle w&auml;hrend des Zweiten Weltkriegs wieder einmal deodorisiert wird.<\/p><p>Im Nachbarland China regte sich dar&uuml;ber ebenso Unmut wie &uuml;ber Kishidas Ank&uuml;ndigung, dass Tokio sein Milit&auml;rbudget in den n&auml;chsten f&uuml;nf Jahren verdoppeln werde, um seine Streitkr&auml;fte speziell gegen China aufzur&uuml;sten.<\/p><p>Zu dieser Gemengelage merkt der philippinische Politikwissenschaftler und Kolumnist Richard J. Heydarian an:<\/p><blockquote><p>\n&bdquo;<em>Tokio &uuml;berdenkt seine pazifistische Au&szlig;enpolitik aus der Zeit nach dem Zweiten Weltkrieg, indem es eine proaktivere strategische Rolle in der Region &uuml;bernimmt. Japan erw&auml;gt nun, hochentwickelte Waffensysteme in belagerte L&auml;nder, insbesondere in die Ukraine, zu exportieren. Dieser Schritt hat jedoch auch unmittelbare Auswirkungen auf Taiwan, das sich mit der wachsenden Aussicht auf eine bewaffnete Konfrontation mit China konfrontiert sieht.<\/em><\/p>\n<p><em>Das selbstverwaltete Taiwan, das von Beijing als abtr&uuml;nnige Provinz behandelt wird, ist gleichzeitig von zentraler Bedeutung sowohl f&uuml;r die regionale Sicherheitsarchitektur als auch f&uuml;r die wirtschaftliche Integration. Die anspruchsvollsten Prozessorchips der Welt werden gr&ouml;&szlig;tenteils von einem einzigen taiwanesischen Unternehmen, der Taiwan Semiconductor Manufacturing Company Limited (TSMC), hergestellt.<\/em><\/p>\n<p><em>Taiwans Chips sind f&uuml;r die Weltwirtschaft des 21. Jahrhunderts so wichtig wie die Organisation erd&ouml;lexportierender L&auml;nder (OPEC) f&uuml;r das vergangene Jahrhundert. Doch wie der Politikwissenschaftler Chris Miller erkl&auml;rt, ist Taiwan sogar noch wichtiger, denn anders als bei &Ouml;l, das man in vielen L&auml;ndern kaufen kann, h&auml;ngt unsere Produktion von Rechenleistung von einigen wenigen Herstellern ab, insbesondere von denen in Taiwan.&ldquo;<\/em>\n<\/p><\/blockquote><p><strong>Um &bdquo;angemessenen&ldquo; Umgang bem&uuml;ht<\/strong><\/p><p>Trotz aller Differenzen, die auch und gerade zwischen China und Japan bestehen, sollten beide Seiten die Kooperation ausbauen und &bdquo;angemessen&ldquo; mit ihren Meinungsverschiedenheiten umgehen, erkl&auml;rte Chinas Au&szlig;enminister Qin Gang am 2. April bei einem Treffen mit seinem japanischen Kollegen Hayashi Yoshimasa in Beijing, wie das Au&szlig;enministerium mitteilte. Und der Gastgeber f&uuml;gte mit offensichtlichem Hinweis auf das B&uuml;ndnis Japans mit den USA hinzu:<\/p><blockquote><p>\n&bdquo;<em>Angesichts von Widerspr&uuml;chen und Differenzen helfen Blockbildung, Geschrei und Druck nicht, die Probleme zu l&ouml;sen, so wird nur Entfremdung vertieft.&ldquo;<\/em>\n<\/p><\/blockquote><p>Mit Blick auf den Gipfel der Gruppe der sieben gro&szlig;en Industrienationen (G7) im Mai im japanischen Hiroshima und die gegenw&auml;rtige G7-Pr&auml;sidentschaft Japans &auml;u&szlig;erte Qin Gang die Hoffnung, dass Tokio &bdquo;den Ton und die Richtung des Treffens richtig bestimmt&ldquo;. In Beijing wird bef&uuml;rchtet, dass sich das G7-Treffen auch gegen China richten k&ouml;nnte.<\/p><p><strong>B&uuml;ndnisfieber und bef&uuml;rchteter Souver&auml;nit&auml;tsverlust Canberras<\/strong><\/p><p>Zu den j&uuml;ngsten Vorst&ouml;&szlig;en der USA und der NATO im Indo-Pazifik geh&ouml;ren AUKUS, der trilaterale Sicherheitspakt zwischen Australien, dem Vereinigten K&ouml;nigreich und den USA, die &bdquo;F&uuml;nf-Augen-Allianz&ldquo;, die sich aus den USA, Kanada, Australien, Neuseeland und dem Vereinigten K&ouml;nigreich zusammensetzt, sowie QUAD, der strategische Sicherheitsdialog, bestehend aus den vier Staaten Australien, Indien, Japan und den USA.<\/p><p>Am 15. September 2021 hatten die USA angek&uuml;ndigt, sich u. a. daf&uuml;r einzusetzen, der <em>Royal Australian Navy<\/em> bei der Beschaffung von atomgetriebenen U-Booten behilflich zu sein. Mitte M&auml;rz nun ging dieses Engagement mit einem gro&szlig;en AUKUS-Gipfel (im Beisein der drei Staatschefs) und der Ank&uuml;ndigung des US-Plans, Australien mit atomgetriebenen U-Booten auszustatten, in die n&auml;chste Phase &uuml;ber. Einem Informationsblatt des Wei&szlig;en Hauses zufolge wird dies etappenweise erfolgen: Zun&auml;chst wird Washington Anfang der 2030er-Jahre drei U-Boote der Virginia-Klasse an Australien verkaufen, wobei der Verkauf von zwei weiteren U-Booten m&ouml;glich ist. In der n&auml;chsten Phase, die ein Jahrzehnt sp&auml;ter abgeschlossen sein soll, wird Australien atomgetriebene U-Boote des Typs SSN-AUKUS einsetzen, die gemeinsam von Gro&szlig;britannien und Australien gebaut werden und auf hochmoderner US-Technologie basieren. Doch dieser Deal mit einem Gesamtvolumen von 368 Milliarden US-Dollar geschieht inmitten unvorsichtiger Medienprognosen, wonach sich Australien innerhalb von drei Jahren im Krieg mit China befinden k&ouml;nnte.<\/p><p>Bei der Ank&uuml;ndigung des AUKUS-U-Boot-Gesch&auml;fts in den USA Mitte M&auml;rz betonte der australische Premierminister Anthony Albanese, dass es darauf abziele, den Nationen in der Region die M&ouml;glichkeit zu geben, <em>&bdquo;frei von Zwang in ihren souver&auml;nen Interessen zu handeln und die Sicherheit durch Investitionen in unsere Beziehungen in der gesamten Region zu f&ouml;rdern&ldquo;.<\/em><\/p><p>Die Realit&auml;t des U-Boot-Abkommens ist laut Kritikern des Deals jedoch nicht in diesem Sinne. Stattdessen, so bef&uuml;rchten sie, f&uuml;hrt es Australien in ein halbes Jahrhundert der Aufr&uuml;stung und eingeschr&auml;nkter Souver&auml;nit&auml;t innerhalb einer von den USA gef&uuml;hrten Allianz, die China eind&auml;mmen soll. Diese Bef&uuml;rchtung teilt China, dessen Au&szlig;enministerium denn auch umgehend mit folgender Stellungnahme aufwartete:<\/p><blockquote><p>\n&bdquo;<em>Die j&uuml;ngste gemeinsame Erkl&auml;rung der USA, Gro&szlig;britanniens und Australiens zeigt, dass die drei L&auml;nder um ihrer eigenen geopolitischen Interessen willen die Bedenken der internationalen Gemeinschaft v&ouml;llig au&szlig;er Acht lassen und sich immer weiter auf den Pfad des Irrtums und der Gefahr begeben.&rdquo;<\/em>\n<\/p><\/blockquote><p><strong>(Neo-)Kolonialer Habitus<\/strong><\/p><p>Ungew&ouml;hnlich scharf fiel die Kritik an dem AUKUS-U-Boot-Deal seitens des fr&uuml;heren australischen Premierministers Paul Keating (1991-96) aus. Australien, so Keating in einer engagierten Rede vor dem <em>National Press Club of Australia<\/em> Mitte M&auml;rz, habe in den letzten zehn Jahren wiederholt Fehlschl&auml;ge bei dem Versuch erlitten, ein erfolgreiches U-Boot-Programm auf die Beine zu stellen. Es w&auml;re ein Wunder, wenn dieses Programm reibungslos abliefe, ganz abgesehen von den wechselnden Regierungen in den drei L&auml;ndern und der Entwicklung der internationalen strategischen Lage.<\/p><p>Keating griff nicht nur das AUKUS-Abkommen an (wie schon bei seiner Ank&uuml;ndigung im Jahr 2021), sondern personalisierte seine diesmal &auml;tzende Kritik, indem er namentlich Premierminister Anthony Albanese, Au&szlig;enministerin Penny Wong und Verteidigungsminister Richard Marles ins Visier nahm und ihnen attestierte, <em>&bdquo;kein tiefes oder langfristiges Interesse an ausw&auml;rtigen Angelegenheiten&ldquo;<\/em> zu zeigen. Es sei keine Au&szlig;enpolitik, so Keating, wenn man mit einem <em>lei <\/em>(Kopf-und Halsschmuck) auf den Pazifikinseln herumlaufe und Geld verteile, wie Frau Wong es tue. Mit Blick auf die Rolle des Vereinigten K&ouml;nigreichs und der Vereinigten Staaten erkl&auml;rte Keating bei der Gelegenheit:<\/p><blockquote><p>\n&bdquo;<em>Die Komplizenschaft der Albanese-Regierung mit Gro&szlig;britannien und den Vereinigten Staaten beim Bau eines Atom-U-Boots f&uuml;r Australien im Rahmen der AUKUS-Vereinbarungen stellt die schlechteste internationale Entscheidung einer australischen Labor-Regierung dar, seit der ehemalige Labor-F&uuml;hrer Billy Hughes versuchte, die Wehrpflicht einzuf&uuml;hren, um die australischen Streitkr&auml;fte im Ersten Weltkrieg zu verst&auml;rken. (&hellip;)<\/em><\/p>\n<p><em>Jedes Mitglied der Labor Party wird zusammenzucken, wenn es begreift, dass die Partei, f&uuml;r die wir alle k&auml;mpfen, zu unserem ehemaligen Kolonialherrn, Gro&szlig;britannien, zur&uuml;ckkehrt, um unsere Sicherheit in Asien zu suchen &ndash; 236 Jahre, nachdem die Europ&auml;er den Kontinent zum ersten Mal seinen Ureinwohnern entrissen haben. (&hellip;)<\/em><\/p>\n<p><em>Es ist kein sch&ouml;ner Anblick, das Land den au&szlig;enpolitischen Neigungen eines anderen Landes &ndash; der Vereinigten Staaten &ndash; auszuliefern, w&auml;hrend die dummen Briten auf ihrer verzweifelten Suche nach Relevanz hinterherhinken.&ldquo;<\/em>\n<\/p><\/blockquote><p>Der Kritik Keatings hat sich mittlerweile auch Ex-Premierminister Malcolm Turnbull (2015-18) von der konservativen Liberal Party angeschlossen, wiewohl in gem&auml;&szlig;igterem Tonfall.<\/p><p>&bdquo;<strong>Der Pazifik ist unser Ozean&ldquo;<\/strong><\/p><p>Wie lauteten die Eingangspassagen der von US-Senator Albert J. Beveridge am 9. Januar 1900 vor dem amerikanischen Kongress gehaltenen Rede, die dem ersten Teil dieses Beitrags vorangestellt sind?<\/p><blockquote><p>\n&bdquo;<em>Geradewegs hinter den Philippinen liegen Chinas schier unermesslichen M&auml;rkte. Wir werden unseren Teil in der Mission unserer von Gott gesch&uuml;tzten Rasse bei der Zivilisierung der Erde beitragen. Wo werden wir die Abnehmer unserer Produkte finden? Die Philippinen geben uns einen St&uuml;tzpunkt am Tor zum Osten.&ldquo;<\/em>\n<\/p><\/blockquote><p>Beveridge endete seine Ausf&uuml;hrungen mit den unvergesslichen Sentenzen:<\/p><blockquote><p>\n&bdquo;<em>Sie (die Philippinen &ndash; RW) zu halten, wird kein Fehler sein. Der gr&ouml;&szlig;te Teil unseres Handels muss in Zukunft mit Asien abgewickelt werden. Der Pazifik ist unser Ozean.&ldquo;<\/em>\n<\/p><\/blockquote><p>Auch in diesem Zusammenhang stellt sich aufs Neue die dringliche Frage: <em>Wer droht dort eigentlich wem? <\/em>Der zu Beginn des vorletzten Jahrhunderts im US-Kongress unverh&uuml;llt reklamierte Besitzanspruch Washingtons auf den Pazifik wird heute in der &Auml;ra einer &bdquo;werte- wie regelbasierten Zeitenwende&ldquo; entsprechend vornehmer und bei expliziter Ausklammerung des V&ouml;lkerrechts artikuliert. Liest man aufmerksam den am 1. Juni 2019 vom Pentagon vorgelegten Bericht <em>Indo-Pacific Strategy Report &ndash; Preparedness, Partnerships, and Promoting a Networked Region<\/em>, lassen sich zahlreiche Passagen markieren, wie schwer es Washington f&auml;llt, den Pazifik nicht l&auml;nger mehr als <em>&bdquo;Mare Nostrum&ldquo;<\/em> zu betrachten. Dort hei&szlig;t es beispielsweise auf Seite 2:<\/p><blockquote><p>\n&bdquo;<em>Die Vereinigten Staaten sind eine pazifische Nation. Unsere Beziehungen zum indo-pazifischen Raum sind historisch gewachsen, und unsere Zukunft ist untrennbar mit ihm verbunden. Wir haben mit unserem Blut und unseren Sch&auml;tzen dazu beigetragen, die Freiheiten, die Offenheit und die Chancen dieser Region zu erhalten. Unsere Pr&auml;senz sichert die lebenswichtigen Seewege des Indo-Pazifiks, die die Grundlage f&uuml;r den globalen Handel und Wohlstand bilden.&ldquo;<\/em>\n<\/p><\/blockquote><p>Da die Bundesrepublik nach den Worten von Wirtschaftsminister und Vizekanzler Robert Habeck heute ausdr&uuml;cklich &bdquo;eine dienende F&uuml;hrungsrolle aus&uuml;bt&ldquo; &ndash; wie er es anl&auml;sslich seines USA-Besuchs Anfang M&auml;rz 2022 w&ouml;rtlich ausdr&uuml;ckte &ndash;, wird man sehen, wie und in welchem Umfang diese Rolle auch im Indo-Pazifik gew&uuml;rdigt wird. Denn es gilt, in Erinnerung zu rufen, dass es um 1900 fast zu einer Seeschlacht zwischen dem teutonischen Michel und Uncle Sam in der Bucht von Manila gekommen w&auml;re. Und immerhin befand sich der &ouml;stlichste Au&szlig;enposten des Deutschen Kaiserreiches im Westen Samoas. Und sp&auml;ter existierte im Rahmen der Achsenm&auml;chte eine enge Partnerschaft zwischen Nazideutschland und dem militaristischen Japan, deren urspr&uuml;nglichen Pl&auml;ne eine Neuaufteilung der Welt nach ihrem Gusto vorsahen.<\/p><p>Links &amp; weiterf&uuml;hrende Literatur finden Sie <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/pdf\/230410-R-Werning-Militaers-links.pdf\">in dem beigef&uuml;gten PDF-Dokument<\/a>.<\/p><p>Titelbild: rawf8\/shutterstock.com<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p> &bdquo;Geradewegs hinter den Philippinen liegen Chinas schier unermessliche M&auml;rkte. 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