{"id":96073,"date":"2023-04-10T15:00:32","date_gmt":"2023-04-10T13:00:32","guid":{"rendered":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=96073"},"modified":"2023-04-10T16:57:27","modified_gmt":"2023-04-10T14:57:27","slug":"das-imperium-schlaegt-zurueck-bolivien-destabilisieren-und-die-kontrolle-uebernehmen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=96073","title":{"rendered":"Das Imperium schl\u00e4gt zur\u00fcck: Bolivien destabilisieren und die Kontrolle \u00fcbernehmen"},"content":{"rendered":"<p>Der historisch-populare Block in Bolivien unter der Regierung von Luis Arce (&bdquo;Bewegung zum Sozialismus&ldquo;) ist mit internen Bedrohungen und neuen Methoden imperialer Einmischung konfrontiert. Wie kann man sie angehen und die wachsende Kluft zwischen Regierung und sozialen Bewegungen &uuml;berwinden? Von <strong>Isabel Rauber<\/strong>.<br>\n<!--more--><br>\n<strong>Kurzer R&uuml;ckblick auf die Schaffung des plurinationalen Staates<\/strong><\/p><p>Die Beharrlichkeit der V&ouml;lker des plurinationalen Staates Bolivien bei der Eroberung von Rechten und deren Verteidigung hat eine lange Geschichte. Ihr historisches Streben nach Verteidigung ihrer Identit&auml;t, nach Gerechtigkeit, nach Anerkennung ihrer Lebensweisen, Weltsichten, ihres Wissens, ihrer Weisheiten, Sprachen und Geschichte, das hei&szlig;t&nbsp;ihrer Existenz in W&uuml;rde und Respekt st&uuml;tzt sich auf Jahrhunderte des Widerstandes und des Kampfes.<\/p><p>Aufst&auml;nde, Revolutionen, Streiks und Stra&szlig;enblockaden legten Zeugnis ab vom Bewusstsein des Volkes &ndash; vereint in seiner Vielfalt &ndash;, von der Berechtigung seiner K&auml;mpfe, seiner Forderungen sowie von der grundlegenden Bedeutung, &Uuml;bereinstimmungen herbeizuf&uuml;hren. Diese k&ouml;nnen die Grundlage f&uuml;r die Verbindung aller sein, um sich auf eine gemeinsame Plattform zu einigen, die sie als kollektives politisches Subjekt (selbst)etablieren w&uuml;rde. Ein Subjekt, das f&auml;hig ist, in der nationalen politischen Arena zu handeln und bei Wahlen die Gelegenheit zu nutzen, die Gestaltung ihres Schicksals selbst zu &uuml;bernehmen und damit die Anerkennung als Staatsb&uuml;rger mit allen Rechten zu erreichen und diese ohne Einschr&auml;nkungen aus&uuml;ben zu k&ouml;nnen.<\/p><p>Nach einigen historischen Versuchen m&uuml;ndeten die sozialen K&auml;mpfe der gro&szlig;en Bewegungen der Indigenen, der Bauern, Bergleute, Kokabauern und der Frauen vom Land in einen gemeinsamen Strom mit den st&auml;dtischen und intellektuellen Sektoren und verbanden sich politisch in der Entschlossenheit, die Demokratie herauszufordern, um sie zugunsten aller zu erweitern. Nach der Erringung von Sitzen im Parlament und der Vertretung in verschiedenen Instanzen der Institutionen bei den Ende 2005 abgehaltenen allgemeinen Wahlen&nbsp;eroberte das Ensemble von Organisationen, aus denen sich die Bewegung zum Sozialismus (Movimiento al Socialismo, MAS) zusammensetzte, mit Evo Morales als Kandidat die Pr&auml;sidentschaft und Regierung des Landes. Das er&ouml;ffnete die Zeit einer indigenen, b&auml;uerlichen, volksnahen, entkolonialisierten und interkulturellen Demokratie, die zudem den Anspruch erhob, antipatriarchal zu sein.<\/p><p>Das Jahr 2006 brachte dann zusammen mit dem Sieg gro&szlig;e Herausforderungen mit sich: die Verantwortung f&uuml;r Staat und Regierung, die &Uuml;bernahme der Regierungsgesch&auml;fte in den Departamentos und Gemeinden, und das alles bei Fortbestehen einer elit&auml;ren und ausgrenzenden institutionellen Rechtsprechung. Unbeirrt machten sie sich an die Arbeit, um etwa den in den Jahren der sozialen K&auml;mpfe entworfenen Nationalen Entwicklungsplan zu konkretisieren und umzusetzen, wie auch eine verfassunggebende Versammlung einzuberufen und durchzuf&uuml;hren, die die Rechtsgrundlagen f&uuml;r die Gr&uuml;ndung des Plurinationalen Staates Bolivien schuf.<\/p><p>Diese Prozesse &ouml;ffneten die Schleusen f&uuml;r die Entwicklungen demokratisierender, dekolonisierender, interkultureller und integrativer Ver&auml;nderungen. Die dabei erzielten Errungenschaften und ihre Lehren sind tiefgehend und reichhaltig. Die vielf&auml;ltigen Bedeutungen des Erreichten sind noch nicht vollst&auml;ndig erfasst worden. Gab es Fehler dabei? Offensichtlich, wie bei allem, was zum menschlichen Handeln geh&ouml;rt. Aber damit wurde auch der Weg gebahnt f&uuml;r beeindruckende Ver&auml;nderungen, so gewichtig und tiefgreifend, dass viele von unbedarften Blicken nicht wahrgenommen werden.<\/p><p><strong>Die Steine im Schuh<\/strong><\/p><ol>\n<li>Die Reaktion der Opposition\n<p>In einem von ihnen als nat&uuml;rlich angesehenen Herrschaftsbereich in Frage gestellt, setzten die m&auml;chtigen Kolonialisten, sowohl die historischen wie auch die aktuellen, anf&auml;nglich auf das Scheitern der MAS-Regierung und wandten daf&uuml;r alle Arten von Fallstricken und Tricks an.<\/p>\n<p>Als das nicht die erhofften Ergebnisse brachte, versuchten sie, die Fortsetzung des Prozesses zu verhindern und Morales zu st&uuml;rzen. Die Blockaden seitens der Opposition und die Paralysierung gro&szlig;er Teile des Landes, um die Durchf&uuml;hrung der Volksabstimmung zur Ratifizierung der Beschl&uuml;sse der verfassunggebenden Versammlung zu verhindern, sollten die Regierung und die sozialen Bewegungen der MAS zum Nachgeben bringen. Sie legten aber den antidemokratischen, kolonialistischen und rassistischen Hintergrund dieser Bestrebungen blo&szlig;, und unter breiter Teilnahme des Volkes wurde ihnen schlie&szlig;lich eine Niederlage bereitet. Diese dr&uuml;ckte sich in der Durchf&uuml;hrung des Referendums aus, das die Beschl&uuml;sse der verfassunggebenden Versammlung weitgehend best&auml;tigte.<\/p><\/li>\n<li>Entfremdung zwischen der MAS-Basis und der Regierung\n<p>Ohne Zweifel hatten nicht alle Stolpersteine und Fallen ihre Ursache in der hartn&auml;ckigen Opposition. Es gab auch Spannungen und Probleme, die aus ungeschickten politischen Ma&szlig;nahmen herr&uuml;hrten, wie etwa die ohne Befragung vorgenommene Preiserh&ouml;hung bei Treibstoffen, die den Benzinstreik ausl&ouml;ste (2010), oder der sp&auml;tere Konflikt um den Bau einer Stra&szlig;e durch das Tipnis-Schutzgebiet (2011).<\/p>\n<p>Beide Vorg&auml;nge f&uuml;hrten in erster Linie zu einer unbestreitbaren Ablehnung durch die direkt betroffenen popularen Protagonisten und markierten den Beginn einer Entfremdung zwischen Regierenden und Regierten, die sich langsam auch in anderen Auffassungen von Regierung und Staat zeigte.<\/p><\/li>\n<li>Von Protagonisten zu Zuschauern\n<p>Zus&auml;tzlich zu dem oben Erw&auml;hnten nahm die Beteiligung der Protagonisten bei der Ausarbeitung von Ma&szlig;nahmen und Beschl&uuml;ssen des Staates bzw. der Regierung immer mehr ab, und in der Folge wurde es immer weniger m&ouml;glich, dass sie geh&ouml;rt wurden. Die Zur&uuml;ckweisung von Kritik aus den eigenen Reihen, die Ausgrenzung abweichender Meinungen usw. nahmen immer mehr zu. Das alles hatte eine entsprechende Distanzierung einiger der konstitutiven Sektoren der MAS von der Regierungsf&uuml;hrung und ihren Beh&ouml;rden zur Folge. Die auf die R&uuml;ckkehr an die Macht gierige Opposition nutzte das, die Schw&auml;chen der MAS wurden schnell und zugleich zu St&auml;rken der Opposition.<\/p>\n<p>Vielleicht bauten der B&uuml;rokratismus der Regierungsf&uuml;hrung selbst, die Blendung, die von der Machtaus&uuml;bung ausgeht, die zunehmende Technisierung der T&auml;tigkeit von Staat und Regierung, die aus dem &ouml;ffentlichen Bereich nach und nach einen f&uuml;r die &ldquo;bef&auml;higten Eliten&rdquo; reservierten Bereich machte, allm&auml;hlich systematisch Barrieren zwischen Regierenden und Regierten auf und lie&szlig; die Protagonisten zu Zuschauern der Ver&auml;nderungen werden.<\/p><\/li>\n<li>Die Losl&ouml;sung vom kollektiven politischen Subjekt und die R&uuml;ckkehr des Korporativismus\n<p>Unterschiedliche soziale Bewegungen und Organisationen, die zuvor vereint waren bei der Formierung eines programmatischen Fundaments, das die Bedingungen f&uuml;r die Regierung Evo Morales 2006 schuf, wurden mehr und mehr von den Regierungsentscheidungen abgekoppelt. Nach und nach wurde die gemeinsame verbindende Basis des kollektiven politischen Subjekts geschw&auml;cht und seine Organisationen l&ouml;sten sich vom Kollektiven &ndash; obwohl sie nominal Teil davon blieben &ndash;, nahmen wieder Zuflucht in ihren Teilbereichen und machten den Weg frei f&uuml;r bilaterale Verhandlungen mit der Regierung, um Vorteile f&uuml;r Sektoren oder Teilhabe an der Macht einzufordern, je nachdem, was ihnen ihrer Meinung nach zusteht. Das war nicht mehr das vielf&auml;ltige organisierte Ganze, sondern eine Summe von Teilen, nicht selten mit Rivalit&auml;ten untereinander.<\/p><\/li>\n<li>Die Schw&auml;che der politischen F&uuml;hrung\n<p>Die gesellschaftliche, politische und kulturelle Verbindung, die zur Bildung der MAS f&uuml;hrte, war das Ergebnis von &uuml;bergreifenden Definitionen, Beziehungen, sektionalen Eigenheiten, &Uuml;bereinstimmungen, Verbindungen und vom politischen Reifeprozess der Gesamtheit der am Prozess beteiligten gesellschaftlichen und politischen Akteure; das Auseinanderbrechen ihrer Verbindungen war auch das des politischen Instruments und seiner F&auml;higkeit, den Prozess politisch anzuf&uuml;hren. Das schlie&szlig;t eine weitere Dimension der Analyse ein: Wenn das Ganze auseinanderfiel, wenn sich die politischen Akteure abkoppelten, wen repr&auml;sentierte und wie f&uuml;hrte die MAS dann noch?<\/p><\/li>\n<\/ol><p>Formal existierte eine F&uuml;hrungsinstanz, die scheinbar funktionierte; aber in die Dynamiken des &ldquo;von oben nach unten&rdquo; geraten, mehr auf Gehorsam und die Zustimmung der Organisationen aus als auf ihre Basis zu h&ouml;ren, wurden nicht nur die internen Wechselbeziehungen sondern auch das politische und gesellschaftliche Panorama f&uuml;r die MAS immer schwieriger. Es sei daran erinnert, dass diese kollektive politische Organisation niemals eine Entelechie&nbsp;war noch ist; deshalb verringerte das Wegbrechen ihrer Basisbewegungen ihre F&auml;higkeit f&uuml;r eine einheitliche F&uuml;hrung. Beeinflusst hat dies auch die Abwanderung einer gro&szlig;en Anzahl von Anf&uuml;hrern, die in den K&auml;mpfen geschmiedet wurden, und die Funktionen bzw. &Auml;mter in der Regierung und im Staatsapparat &uuml;bernahmen und sich dadurch von der Basis entfernten, was die Organisationen und insgesamt das politische Instrument schw&auml;chte. Es ergaben sich neue Facetten des Korporativismus, und zusammen mit internen Machtk&auml;mpfen untergruben sie die kollektive Subjektivit&auml;t, die sich in den K&auml;mpfen bis 2006 herausgebildet und verdichtet hatte.<\/p><p>Die Beziehung zwischen den Mitgliedern, der Parteif&uuml;hrung und der Regierung und dem Staat haben gezeigt, dass es sich nicht um eine &ldquo;Angelegenheit&rdquo; handelt, sondern um eine politische Dimension, die nicht spontan gel&ouml;st werden kann, die man weder untersch&auml;tzen noch dem Gang der Ereignisse &uuml;berlassen darf. Nicht alles kann vorhergesehen oder im voraus abgewendet werden, aber es gibt wichtige Faktoren, die zur Minimierung der Schwierigkeiten beitragen.<\/p><p>Dazu geh&ouml;rt z.B. die politische und allgemeine Bildung der Mitglieder der Organisationen und die St&auml;rkung der Organisierung der popularen Massen. Dabei sollte die Rotation von &Auml;mtern und Verantwortlichkeiten als verallgemeinerte und st&auml;ndige Praxis als Teil davon bei allen und jeder einzelnen der gesellschaftlichen, popularen, gewerkschaftlichen, b&auml;uerlichen, indigenen usw. Organisationen bedacht werden. Das ist zwar keine L&ouml;sung f&uuml;r alles, aber es ist ein wichtiges Bollwerk, wenn es darum geht, konkret die Herausforderungen des Regierens und der politischen F&uuml;hrung des Transformationsprozesses anzunehmen.<\/p><p><strong>Vorbereitung und Durchf&uuml;hrung des reaktion&auml;ren Putsches 2019<\/strong><\/p><p>Die politischen Ereignisse im Land zwischen 2016 und 2019 waren gekennzeichnet von einer Zunahme der Angriffe seitens der Opposition gegen die Regierung, die in einigen F&auml;llen durch Anzeichen von Unstimmigkeiten zwischen den Regierenden und den Regierten vergr&ouml;&szlig;ert wurden. Das zeigte sich klar &ndash; wenn auch knapp &ndash; im &ldquo;Nein&rdquo; bei der Volksbefragung bez&uuml;glich einer m&ouml;glichen erneuten Wiederwahl von Evo Morales f&uuml;r das Pr&auml;sidentenamt des Landes. Dieses Ergebnis wurde wegen der &ldquo;schmutzigen&rdquo; Kampagne missachtet, die gegen den Amtsinhaber losgetretenen worden war; die Beh&ouml;rden riefen daraufhin das Verfassungsgericht an, damit es die erneute Kandidatur und Wiederwahl des Amtsinhabers und seiner Regierungsmannschaft zul&auml;sst.<\/p><p>Aber die Kandidatur hatte eine inh&auml;rente Schw&auml;che: Durch die Missachtung des Ergebnisses der Volksbefragung &uuml;ber die Wiederwahl wurden die T&uuml;ren ge&ouml;ffnet f&uuml;r neue Provokationen, Verleumdungen, fake news und alle Arten von Manipulationen seitens der lokalen Opposition und ihren internationalen Vertretungen.<\/p><p>Aus den Pr&auml;sidentschaftswahlen Ende 2019 ging Morales als Sieger hervor, aber der &ldquo;Faktor OAS&rdquo; verz&ouml;gerte die Bekanntgabe von Teilen der Ergebnisse und machte sie unsichtbar; dadurch wurde der Verdacht m&ouml;glicher Fehler und nicht g&uuml;ltiger Stimmen mit der klaren Absicht gen&auml;hrt, die Ergebnisse f&uuml;r ung&uuml;ltig zu erkl&auml;ren, Zeit zu gewinnen und die Tore f&uuml;r das zu &ouml;ffnen, was anschlie&szlig;end geschah: der Staatsstreich.<\/p><p>Diese gewaltt&auml;tige und verzweifelte Akt der M&auml;chtigen, die sich die Maske der Verfassungsm&auml;&szlig;igkeit aufsetzten, war der klarste Indikator f&uuml;r die Richtigkeit und Tiefe der demokratischen Revolution der V&ouml;lker Boliviens und &ndash; daraus folgernd &ndash; der Unf&auml;higkeit und Verzweiflung derjenigen, die versuchten, den Prozess zu unterbinden, um sich der &ouml;konomischen und gesellschaftlichen Pfr&uuml;nde zu bem&auml;chtigen und jegliche Opposition auszugrenzen und zu zerschlagen.<\/p><p>Die nicht zu kaschierende und zwielichtige Einmischungspolitik der OAS bei der Gestaltung und Lenkung des Putsches machte zugleich nicht nur die Unterst&uuml;tzung des Nordens f&uuml;r die lokalen Oligarchien, sondern auch das geopolitische Gewicht deutlich, das dieser Transformationsprozess f&uuml;r die Region, den Kontinent und die globale imperialistische Hegemonie hatte und hat. Die Wiedererlangung der Kommandogewalt mit diesen Mitteln &uuml;ber ein Gebiet, das als Teil des &ldquo;Hinterhofs&rdquo; des US-Establishments angesehen wird, zerriss die Maske von &ldquo;Freundschaft und Zusammenleben&rdquo;, die sich ihre Vertreter seit Beginn des Jahrhunderts aufgesetzt hatten. In dieser Zeit transformierten sich Venezuela, Brasilien, Argentinien, Bolivien, Uruguay, Ecuador, Honduras, Paraguay &hellip; zu Territorien mit Autonomie und mit V&ouml;lkern, die immer st&auml;rker bef&auml;higt sind, ihre Schicksale gemeinsam mit ihren Regierenden selbst in die Hand zu nehmen. Und es war genau diese Gemeinschaft, die sie beschlossen hatten zu zerbrechen.<\/p><p>Trotz der fake news, der Verleumdungen, Fallstricke, der Wiederholung von L&uuml;gen durch verschiedene, angeblich informative Kan&auml;le, um Misstrauen zwischen verschiedenen popularen gesellschaftlichen Sektoren und auch innerhalb der MAS zu s&auml;en, gelang es den Putschisten nicht, ihre Ziele zu erreichen. Trotz des Durcheinanders und der Zersplitterung oder Abwesenheit einer einheitlichen F&uuml;hrung des Widerstands und in der Konfrontation mit einer anhaltenden und grausamen Unterdr&uuml;ckung gingen die indigenen V&ouml;lker, die Bauern, die st&auml;dtischen und b&auml;uerlichen Arbeiter auf die Stra&szlig;e, um sich den Putschisten entgegenzustellen und ihre Man&ouml;ver zur&uuml;ckzuweisen.<\/p><p>Die Massaker von Sacaba und Senkata zeigten schnell, dass die Putschisten es nicht schaffen w&uuml;rden, die V&ouml;lker in die Knie zu zwingen, die aufgestanden waren, deren M&auml;nner und Frauen die Erfahrung gemacht hatten, dass sie frei auf denselben Wegen wie die M&auml;chtigen gehen k&ouml;nnen, die die symbolische Macht wertsch&auml;tzten, dem historischen Unterdr&uuml;cker direkt gegen&uuml;ber zu stehen, dass sie nicht nur Zugang zu den staatlichen Institutionen haben, sondern sie auch leiten konnten, dass sie den Wert eines vollwertigen sozialen und politischen Subjekts gewonnen hatten. All das &ndash; zusammengefasst &ndash; hinterlie&szlig; unausl&ouml;schbare Spuren in ihren Spiritualit&auml;ten und Subjektivit&auml;ten und dies st&auml;rkte das emanzipatorische und entkolonialisierende Bewusstsein ihres Handelns.<\/p><p>Die popularen Revolten, die Widerst&auml;nde, das Anprangern des Putsches verbunden mit den andauernden Forderungen nach der Durchf&uuml;hrung von Wahlen bereiteten dem Machtstreben der Putschistenbewegung (wenn auch nicht ihren Absichten, noch den Aktionen ihrer Anstifter) ein Ende. Ende des Jahres 2020 gewann die MAS mit Luis Arce und David Choquehuanca an den Wahlurnen&nbsp;im Verbund mit Indigenen, Bergarbeitern, Bauern, Frauen und popularen Sektoren der St&auml;dte.<\/p><p><strong>Die Regierung Arce ist mit neuen imperialen Interventionsversuchen in der Region konfrontiert<\/strong><\/p><p>Dieser neue Zeitabschnitt f&uuml;r die MAS-Regierung war m&ouml;glich durch die Zusammenf&uuml;hrung der verschiedenen Sektoren zu einer Einheit, die ihre konjunkturellen Betrachtungsweisen beiseite lie&szlig;en, um die Putschisten zu besiegen. Aber die internen Br&uuml;che und Widerspr&uuml;che existierten weiter; sie erforderten und erfordern wie nie zuvor die Aufmerksamkeit und politische Arbeit aller und jedes Einzelnen der indigenen, gewerkschaftlichen Sektoren, der b&auml;uerlichen und st&auml;dtischen Arbeiter, um unter den gegenw&auml;rtigen Bedingungen die kommunizierenden R&ouml;hren oder die allgemeinen (gesellschaftlichen) Gemeinsamkeiten zwischen den unterschiedlichen sektoralen und territorialen Realit&auml;ten und Problemen herauszufinden, um sich aufzumachen zur neuen Organisierung, Herausbildung und St&auml;rkung des kollektiven politischen Subjekts in der jetzigen Zeit.<\/p><p>Aber das kollektive Keimen und Heranreifen einer gemeinsamen neuen politischen Bewusstseinsbildung und Verhaltensweise erfolgt nicht automatisch. In diesem Sinne ist es wichtig &ndash; neben den Errungenschaften dieser Periode &ndash; sich das Fortbestehen der alten Praktiken vor Augen zu halten, dass Entscheidungen von wenigen und von oben getroffen werden, mit geringer und unzureichender Beteiligung, Konsultation und Dialog mit den Protagonisten des revolution&auml;ren politischen Handelns der MAS; was neue Hindernisse bzw. Steine im Schuh der gegenw&auml;rtigen Regierung mit sich bringt, die ihr Vorankommen behindern, das Vertrauen untergraben und das politische Instrument schw&auml;chen.<\/p><p>Die politischen Gegner, von denen viele erkl&auml;rte Feinde der Rechte der origin&auml;ren indigenen V&ouml;lker sind, &ouml;ffnen heute alle ihre medialen Schleusentore f&uuml;r Desinformations- und T&auml;uschungsman&ouml;ver zur politischen Destabilisierung der Regierung. Dieses Ziel wird auf verschiedenen Wegen verbunden mit der Stimulierung von Konkurrenz, Rivalit&auml;t und internem Misstrauen zwischen Sektoren der MAS, deren Einheit und politische Subjektivit&auml;t in erster Linie der Gegner ist, den die Opposition zerst&ouml;ren will. Damit st&uuml;nden ihr die Wege offen.<\/p><p>Die Verschiebung des Datums f&uuml;r die Volksz&auml;hlung, scheinbar mit dem Einverst&auml;ndnis aller, &ouml;ffnete die B&uuml;chse der Pandora um zu spalten, Fronten zu bilden und das Vertrauen innerhalb der und in die Regierung und ihre haupts&auml;chlichen Vertretern zu untergraben. Welche Ziele wurden damit verfolgt? Das Datum f&uuml;r die Volksz&auml;hlung hat gewisse Bedeutung, da entsprechend ihrer Ergebnisse den verschiedenen Gebieten Anteile bei der Mitbestimmung und der Vertretung im Parlament zugewiesen werden. Aber das letztendliche Ziel der Proteste seitens der Regierenden von Santa Cruz und ihrer Gefolgsleute ist es, die Regierung, die MAS, ihre h&ouml;chsten Vertreter und alle diejenigen zu diskreditieren und zu destabilisieren, die sich am Prozess beteiligen oder ihn unterst&uuml;tzen.<\/p><p>Heutzutage sind die Oppositionellen nicht auf einen Putsch aus, auch wenn sie ihn nicht ausschlie&szlig;en. Der politische, wirtschaftliche und gesellschaftliche Druck, der sich in den Blockaden in Santa Cruz ausdr&uuml;ckt, zeigt die neuen, auf Einmischung zielenden Formen der imperialen Strategie f&uuml;r Lateinamerika auf: der Wirtschaft Schaden zuf&uuml;gen, die Regierung diskreditieren, um das Bewusstsein der Menschen zu verunsichern und zu vernebeln, um sie zu spalten und zu isolieren, und sie so ihren Interessen unterordnen zu k&ouml;nnen. Sie m&uuml;ssen populare Unterst&uuml;tzung erreichen, um die MAS bei den n&auml;chsten Wahlen zu besiegen. Mit ihrer auf L&uuml;gen und Verdrehungen basierenden kolonisierenden Strategie hoffen sie, jede M&ouml;glichkeit der sozialen Rebellion, des Widerstands, der Ver&auml;nderung, der kollektiven Organisation ein f&uuml;r allemal zu begraben<\/p><p>Welches ist die gesellschaftliche, politische und kulturelle St&uuml;tze dieser Strategie? Das unabl&auml;ssige und vereinte Agieren der hegemonialen Medien, konzentriert auf die Manipulierung der Tatsachen und klar auf das Erreichen dieser Ziele ausgerichtet, ist eines der Schl&uuml;sselwerkzeuge der M&auml;chtigen. Aber die vielf&auml;ltigen Dimensionen der politischen und sozialen Aktivit&auml;ten k&ouml;nnen nicht auf das Thema Kommunikation reduziert werden, auf das Ergebnis von fake news, von lawfare oder irgendeiner Art von Manipulation oder der fiktiven Schaffung von Szenarien, die den oligarchisch-imperialistischen Interessen f&ouml;rderlich sind und die die M&auml;chtigen zur Rechtfertigung ihres Handelns durchf&uuml;hren k&ouml;nnten.<\/p><p>Niemals wird man frontal mit dem Medienapparat der M&auml;chtigen konkurrieren k&ouml;nnen: Der &ouml;konomische und juristische Machtapparat w&uuml;rde sich darum k&uuml;mmern, das zu verhindern. Hier, wie bei allem, was mit kollektivem Handeln zu tun hat, handelt es sich um politische Herausforderungen, um organisierte Massen, um erm&auml;chtigte protagonistische V&ouml;lker.<\/p><p><strong>Unumg&auml;ngliche Herausforderungen<\/strong><\/p><ol>\n<li>Die Volksmacht aufbauen, verankert in der Beteiligung der Protagonisten\n<p>Die beste politische Kommunikation der V&ouml;lker und ihrer Organisationen ist verkn&uuml;pft mit der Beteiligung ihrer Protagonisten. In diesem Sinne ist es lebensnotwendig, dass die popularen Regierungen zugleich politische Werkzeuge sind, um den popularen Protagonismus bei den Entscheidungsfindungen zu vergr&ouml;&szlig;ern. Daf&uuml;r ist es unumg&auml;nglich, die T&uuml;ren der Regierung und des Staates f&uuml;r die Beteiligung und wachsende Selbsterm&auml;chtigung der V&ouml;lker und seiner Organisationen zu &ouml;ffnen und sich unisono um Information und Bildung zu k&uuml;mmern.<\/p>\n<p>All das in Verbindung mit den lokalen Prozessen der Selbsterm&auml;chtigung in den l&auml;ndlichen und st&auml;dtischen Gemeinschaften als Samen der Volksmacht, wo die gesellschaftlichen und politischen Befreiungskr&auml;fte aufkeimen und erstarken, die f&auml;hig sind, den Transformationsprozess immer mehr zu beleben und zu vertiefen. Aus dieser Perspektive heraus bedeutet das, die Demokratie zu demokratisieren, sie zu auszuweiten und R&auml;ume f&uuml;r die Prozesse der Selbsterm&auml;chtigung der historisch davon Ausgeschlossenen zu &ouml;ffnen; damit sind die zentralen politischen Herausforderungen im jetzigen Moment zusammengefasst.<\/p><\/li>\n<li>Aus der Erfahrung lernen\n<p>Diese Selbsterm&auml;chtigung war schon vorher im Gange, w&auml;hrend und nach 2006, aber es ist gut, das erneut zu bekr&auml;ftigen und dabei beispielsweise im Auge zu haben, dass die politischen Irrt&uuml;mer oder Fehler der MAS in der Regierung auch einen Nutzen hatten. Sie unterstrichen &ndash; durch Nichtvorhandensein &ndash; den transzendentalen politischen Schl&uuml;ssel des laufenden revolution&auml;ren Prozesses: die Notwendigkeit der Beteiligung der indigenen, b&auml;uerlichen, gewerkschaftlichen, popularen &hellip; Sektoren als Protagonisten bei Entscheidungen, bei der Bestimmung der &ouml;ffentlichen Politiken und bei allen gesellschaftlichen Themen, von denen sie Teil sind. Es ist dringend notwendig, diese Lehren zu begreifen und sich zu eigen zu machen; sie sind Teil der Fundamente einer neuen und erneuerten Organisierung des kollektiven politischen Subjekts, und das geschieht nicht spontan; die bewusste Arbeit der sozialen, gewerkschaftlichen, indigenen, b&auml;uerlichen, kommunit&auml;ren, st&auml;dtischen usw. Organisationen, insbesondere der Strukturen der MAS ist unerl&auml;sslich.<\/p>\n<p>Die Einheit wird nicht deklamiert, sie ist in konkreten Grundlagen verankert, die sich aus der Identifizierung von Br&uuml;cken und kommunizierenden R&ouml;hren zwischen den verschiedenen Realit&auml;ten, Identit&auml;ten, Weltanschauungen und sektoralen, territorialen und kommunit&auml;ren Problemstellungen auf Seiten der popularen Akteure und ihrer Organisationen ergeben. Und es ist entscheidend, dass sie es sind &ndash; als Protagonisten &ndash;, die sich der Aufgabe annehmen, diese Zusammenh&auml;nge herauszuarbeiten, indem sie im derzeitigen politischen Panorama die Bruchstellen in dem gesellschaftlichen und kulturellen Durcheinander, das in Krisenzeiten entsteht, und zu kl&auml;ren. Dies wird die gemeinsame Herausbildung einer aktualisierten kollektiven Identit&auml;t als materielle Grundlage eines (untereinander) organisierten politischen Subjekts erm&ouml;glichen, das die Aufgaben der Gegenwart erfordern. Eine politische Erneuerungs- und Aktualisisierungsarbeit, die &ndash; andererseits &ndash; st&auml;ndig erfolgen m&uuml;sste, wie es&nbsp;<a href=\"https:\/\/es.wikipedia.org\/wiki\/Ren%C3%A9_Zavaleta_Mercado#Muerte\">Ren&eacute; Zavaleta Mercado<\/a>&nbsp;eindringlich angemahnt hat.<\/p><\/li>\n<li>Die Strategie der Rekolonisierung und der Beherrschung der K&ouml;pfe besiegen\n<p>Die Hegemonie der Macht r&uuml;hrt nicht allein von der Destabilisierung und Diskreditierung von Regierenden und historischen gesellschaftlichen Anf&uuml;hrern her; das &ldquo;teile und herrsche&rdquo; reicht nicht mehr aus. In diesen Jahren politischer K&auml;mpfe haben die M&auml;chtigen gelernt und ihre Strategien perfektioniert; insoweit ist es f&uuml;r sie nicht mehr angebracht &ndash; wie fr&uuml;her &ndash;, den Milit&auml;rs zu befehlen, die schmutzige Arbeit mit den Staatsstreichen zu erledigen, sie setzen jetzt auf &ldquo;demokratische Beherrschung&rdquo;.<\/p>\n<p>Mit dem &Ouml;ffnen der demokratischen Kan&auml;le beabsichtigten sie urspr&uuml;nglich, die popularen Widerst&auml;nde auszuhebeln und dann die Demokratien nach ihren Erfordernissen zu gestalten, indem sie sie kontrollieren und begrenzen. Daf&uuml;r haben sie auf die Aktualisierung ihrer alten, heute verst&auml;rkten Bestrebung zur&uuml;ckgegriffen, dass nur die Kontrolle und Herrschaft &uuml;ber die K&ouml;pfe der V&ouml;lker es erm&ouml;glichen wird, sie zu beugen und niederzuhalten; sie glauben zu machen, dass sie Freiheit genie&szlig;en, w&auml;hrend sie in Unterwerfung leben.<\/p>\n<p>Sich diesem Kreuzzug der kulturellen Beherrschung entgegenzustellen, der sich gegen das Volk richtet, ist eine weitere der gro&szlig;en Herausforderungen der jetzigen Zeit, sowohl f&uuml;r Bolivien wie auch f&uuml;r die ganze Region. Dies, verkn&uuml;pft mit den gleichzeitigen Prozessen der Partizipation und Selbsterm&auml;chtigung der V&ouml;lker, des Aufbaus der Volksmacht in verschiedenen Gemeinschaften und Territorien, mit der Schaffung der Einheit in der Vielfalt der Identit&auml;ten und Zugeh&ouml;rigkeiten der V&ouml;lker, die sich aus ihrer Verbindung zu einem kollektiven sozialen und politischen Subjekt ergibt.<\/p>\n<p>Diese politischen Herausforderungen bringen die &Uuml;berlegungen&nbsp;<a href=\"https:\/\/www.ecured.cu\/Rodolfo_Puiggr%C3%B3s\">Rodolfo Puiggr&oacute;s<\/a>&nbsp;in die Gegenwart, als er erkl&auml;rte, dass die &ouml;konomische Beherrschung nur m&ouml;glich sei, wenn ihr die kulturelle Beherrschung vorausgeht. Und auch die Warnung von&nbsp;<a href=\"https:\/\/es.wikipedia.org\/wiki\/John_William_Cooke\">J.W. Cooke<\/a>, dass es im Bewusstsein keine Leerstellen gibt; dass das, was von der Ideologie der V&ouml;lker aufgegeben oder vernachl&auml;ssigt wird, von der Ideologie der M&auml;chtigen besetzt wird. Bleibende Wahrheiten&hellip;<\/p>\n<p>Und das erinnert auch &ndash; in sehr abgek&uuml;rzter Form &ndash; an ein Schl&uuml;sselkriterium der politischen Aktion: vox populi, vox Dei. Und es ist gut, heute wie nie zuvor, sich das vor Augen zu halten. Die antidemokratischen Sektoren wissen das und versuchen deshalb, die Hirne mit ihren L&uuml;gen zu kolonisieren, sie zu vernebeln, das Zugeh&ouml;rigkeitsgef&uuml;hl zur Klasse und zu den V&ouml;lkern zu beseitigen.<\/p><\/li>\n<\/ol><p>Die Frage ist: Verstehen wir das alle?<\/p><p>&Uuml;bersetzung: Gerhard Mertschenk, <a href=\"https:\/\/amerika21.de\/analyse\/263340\/bolivien-destabilisieren-kontrolle\">Amerika21<\/a><\/p><p>Titelbild: shutterstock \/ Lex0077<\/p><div class=\"moreLikeThis\">\n<p><strong>Mehr zum Thema:<\/strong><\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=72006\">Bolivien &ndash; Die Fortsetzung der Lithium-Intrige oder: Die britischen Fingerabdr&uuml;cke im Putsch gegen Evo Morales<\/a><\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=67105\">Bolivien nach der Amts&uuml;bernahme Luis Arces &ndash; Die Szenerie und die Akteure des Lithium-Krimis<\/a><\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=92739\">Stimmen aus Lateinamerika: Die Einmischung der USA geht unvermindert weiter<\/a><\/p>\n<\/div><p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/vg05.met.vgwort.de\/na\/40ff621a34f740daae9ea51e8eda3480\" width=\"1\" height=\"1\" alt=\"\"><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Der historisch-populare Block in Bolivien unter der Regierung von Luis Arce (&bdquo;Bewegung zum Sozialismus&ldquo;) ist mit internen Bedrohungen und neuen Methoden imperialer Einmischung konfrontiert. 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Von <strong>Isabel Rauber<\/strong>.<\/p>\n","protected":false},"author":11,"featured_media":96075,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[126,20],"tags":[2971,2186,1904,1507,3151,663],"class_list":["post-96073","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-erosion-der-demokratie","category-landerberichte","tag-arce-luis","tag-bolivien","tag-direkte-demokratie","tag-morales-evo","tag-nationale-minderheiten","tag-putsch"],"jetpack_featured_media_url":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/wp-content\/uploads\/2023\/04\/USA_Bolivien.jpg","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/96073","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/11"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=96073"}],"version-history":[{"count":4,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/96073\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":96166,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/96073\/revisions\/96166"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/media\/96075"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=96073"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=96073"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=96073"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}