{"id":9632,"date":"2011-06-01T13:45:08","date_gmt":"2011-06-01T11:45:08","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=9632"},"modified":"2014-09-01T10:59:22","modified_gmt":"2014-09-01T08:59:22","slug":"wohlstand-fur-alle-eine-besprechung-von-sahra-wagenknechts-buch-freiheit-statt-kapitalismus","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=9632","title":{"rendered":"\u201eWohlstand f\u00fcr alle\u201c &#8211; Eine Besprechung von Sahra Wagenknechts Buch \u201eFreiheit statt Kapitalismus\u201c"},"content":{"rendered":"<p>Sahra Wagenknecht kommt am kommenden Sonntag, am 5. Juni um 11:00 Uhr,  bekanntlich zum <a href=\"\/upload\/pdf\/21_pleisweiler_gespraech_einladung_wagenknecht.pdf\">21. Pleisweiler Gespr&auml;ch. Siehe hier [PDF &ndash; 60.7 KB]<\/a>. Ein passender Ansto&szlig; zur Besprechung ihres neuen Buches.<br>\nAlbrecht M&uuml;ller.<br>\n<!--more--><br>\n<img decoding=\"async\" src=\"\/upload\/bilder\/wagenknecht_cover_9783821865461.jpg\" alt=\"Sahra Wagenknecht\"><\/p><p>Man m&uuml;sse als Autor und Politiker die Menschen da abholen, wo sie sind, sagt man. Manchmal ist es schwer, sich an diese Regel zu halten. Man muss sich oft ordentlich verbiegen. Sahra Wagenknecht hat diese Regel zu Beginn ihres neuen Buches &bdquo;Freiheit statt Kapitalismus&ldquo; meisterhaft angewandt und sie hat sich dabei offensichtlich nicht verbiegen m&uuml;ssen. Sie beschreibt und w&uuml;rdigt die Anspr&uuml;che und Ideen, mit denen &bdquo;die bundesdeutsche Gesellschaft in die Nachkriegszeit gestartet&ldquo; ist. &bdquo;Wohlstand f&uuml;r alle&ldquo; war das gro&szlig;e Versprechen Ludwig Erhards und der sozialen Marktwirtschaft. Gleiche Chancen beim Start, soziale Absicherung, Wettbewerb, der eine &bdquo;am realen Bedarf orientierte Wirtschaft steuert&ldquo;, keine beherrschende Marktmacht. Das waren die Versprechen und nichts davon ist &uuml;brig. Der Kapitalismus versage nicht nur im sozialen Bereich, nicht nur bei der Verteilung von Einkommen und Verm&ouml;gen. Er versage vor allem vor seinen eigenen &ouml;konomischen Anspr&uuml;chen.<br>\n&bdquo;Im realen Wirtschaftsleben sind alle positiven Ideen der Marktwirtschaft tot&ldquo;, das kann auch ein selbst denkender Mittelst&auml;ndler unterschreiben. Denn er erlebt t&auml;glich, dass Wettbewerb allenfalls in seinem Milieu gilt, aber die m&auml;chtigen gro&szlig;en Unternehmen sich die M&auml;rkte und die Politik unterworfen haben und ihren Lieferanten die Konditionen diktieren. Er erlebt, was Sahra Wagenknecht zum Finanzsektor schreibt, dass man sich dort weniger um die Kreditversorgung der Wirtschaft k&uuml;mmert und stattdessen menschliche Kreativit&auml;t und Erfindungsgabe auf unsinnige T&auml;tigkeiten und neue Finanzprodukte im Finanzcasino konzentriert. &bdquo;Der Kapitalismus ist alt, krank und unproduktiv geworden.&ldquo; &bdquo;Wir sollten unsere Intelligenz und Fantasie nicht l&auml;nger mit der Frage verschwenden, wie wir ihn wieder jung gesund und produktiv machen k&ouml;nnen. Viel dringender ist eine gesellschaftliche Debatte dar&uuml;ber, wie wir eine Zukunft jenseits des Kapitalismus gestalten k&ouml;nnen. Das klingt provokativ, ist auch so gemeint, ist aber zugleich eine Einladung zum Dialog zwischen echten, n&auml;mlich auch geistig liberalen Marktwirtschaftlern auf der einen und ebensolchen Sozialisten und Marxisten auf der anderen Seite.&ldquo;<\/p><p>Leser, die mit dem Wort Kapitalismus nicht viel anfangen k&ouml;nnen, wozu ich mich auch z&auml;hle, f&uuml;hlen sich vielleicht von der Verwendung dieses Begriffes abgesto&szlig;en. Aber jenseits dieses Sprachgebrauchs hat die Autorin die Regel beherzigt. Sie holt die ehrlichen Verfechter einer marktwirtschaftlichen Ordnung bei ihrer Vorstellung ab, die richtige marktwirtschaftliche Ordnung sei produktiv und effizient, mit den knappen Ressourcen werde sorgf&auml;ltig und kreativ umgegangen, jedenfalls sei das der konzeptionelle Hintergrund des Ordoliberalismus in der Pr&auml;gung von Ludwig Erhard, Walter Eucken und Alfred M&uuml;ller-Armack, die Sahra Wagenknecht als Zeugen zitiert. <\/p><p>Die Autorin umgeht mit diesem Ansatz die f&uuml;r linke Politiker und linke Autoren bereitgehaltene Falle, sich zuerst einmal &uuml;ber die schlimme Verteilung von Einkommen und Verm&ouml;gen aufzuregen. Das Etikett, sie sei wie alle Linken der typische Vertreter eines Verteilungsstaates und einer Verteilungsmentalit&auml;t, kann man ihr nach diesem Einstieg und im Buch auch weiter verfolgten Ansatz nicht verpassen. Die &uuml;blicherweise zusammen mit dem Etikett &bdquo;Verteilungsmentalit&auml;t&ldquo; verabreichte Empfehlung, sich erst einmal um die Vergr&ouml;&szlig;erung des &bdquo;Kuchens&ldquo; zu k&uuml;mmern, bevor er verteilt wird, hat sie im Vorwege bedacht. Sie analysiert in vielen Passagen, wie Ressourcen verschwendet werden, und sie zeigt, was zu tun w&auml;re, wollte man, den ordo-liberalen marktwirtschaftlichen Ideen entsprechend, die Produktion in Wirtschaft und Gesellschaft effizient und produktiv und im Interesse der gesellschaftlichen Bed&uuml;rfnisse gestalten.<\/p><p>Keine Sorge, die Verteilungsfrage kommt nicht zu kurz. Die Autorin kommt auf die miserable Entwicklung der Einkommens- und Verm&ouml;gensverteilung in Deutschland immer wieder zur&uuml;ck. Wenn sie vom gebrochenen Versprechen des Ludwig Erhard schreibt, dann meint sie beides &ndash; Produktivit&auml;t und Gerechtigkeit. Ludwig Erhards Buchtitel &bdquo;Wohlstand f&uuml;r alle&ldquo; enth&auml;lt beides. Und gebrochen sind die Versprechen f&uuml;r beides. Zur Realisierung des Versprechens &bdquo;Wohlstand&ldquo; wird das m&ouml;gliche seit langem nicht mehr getan. Der &bdquo;Kuchen&ldquo; ist seit drei Jahrzehnten kaum gr&ouml;&szlig;er geworden. Und das St&uuml;ck vom Kuchen, &uuml;ber das die abh&auml;ngig Besch&auml;ftigten verf&uuml;gen k&ouml;nnen, schrumpft. &bdquo;Wohlstand f&uuml;r alle&ldquo; w&auml;re heute der passende Wahlslogan f&uuml;r die Linke. Und nur f&uuml;r diese. Denn die anderen Parteien haben zum Beispiel allesamt daran mitgewirkt, den Niedriglohnsektor und die Leiharbeit auszubauen, sie sind stolz auf Harz IV und b&uuml;rden der finanziell schw&auml;cheren Mehrheit die Kosten der Casinobesuche der Investmentbanker und Zocker auf. Sie haben es aufgegeben, &bdquo;Wohlstand f&uuml;r alle&ldquo; zu schaffen und huldigen in der Regel der so genannten Pferde&auml;pfeltheorie, wonach es allen gut geht, wenn es einigen besonders gut geht.<\/p><p>In Sahra Wagenknechts Buch findet man eine F&uuml;lle von Material zur Analyse dieser Vorg&auml;nge und auch zur Therapie. Sie beschreibt zum Beispiel die Entwicklung zur Orientierung der Manager am Shareholder Value Prinzip und die katastrophalen Folgen dieser Umorientierung. Sie zeigt, wie die Landesbanken und andere &ouml;ffentliche Banken im privaten Interesse umgepolt wurden; sie zeigt, wie die privaten Banken, wie namentlich die Deutsche Bank und die Commerzbank, den Steuerzahler gemolken haben.<\/p><p>In einer in der &bdquo;jungen Welt&ldquo; abgedruckten Rezension war zu lesen, das Buch enthalte kaum Neues. Einmal abgesehen davon, dass die Suche nach dem Neuen und Neues nicht unbedingt ein Qualit&auml;tsmerkmal ist &ndash; ich habe bei der Lekt&uuml;re von Wagenknechts Buch viel gelernt. Zum Beispiel: Die Kapitel &uuml;ber &bdquo;&Ouml;ffentliche Banken als Diener der Realwirtschaft&ldquo; wie auch &uuml;ber den Staat als Dienstleister zur Versorgung mit Grundbed&uuml;rfnissen wie &bdquo;Post, Bahn und Luftverkehr, Wasser und Energie, kommunale Dienste, Krankenh&auml;user, Schulen und Universit&auml;ten&ldquo; und &uuml;ber staatliche Industrieunternehmen sind ausgesprochen lehrreich &ndash; sowohl f&uuml;r den Leser, der nach guten und faktenreichen Analysen sucht, als auch f&uuml;r Leser, die wissen wollen, wie es weitergehen soll:<\/p><p> &bdquo;S&auml;mtliche Leistungen der Grundversorgung von Wasser &uuml;ber Energie bis Wohnen, von Gesundheit &uuml;ber Mobilit&auml;t bis Bildung und nat&uuml;rlich auch die kommunalen Dienste geh&ouml;ren in die H&auml;nde von Unternehmen in &ouml;ffentlichem Eigentum&ldquo;. Und &bdquo;die Erf&uuml;llung der Verpflichtung auf das Gemeinwohl muss demokratisch kontrolliert werden, Kommerzialisierung muss ausgeschlossen werden.&ldquo; Das ist eine klare Empfehlung. W&uuml;rde eine politische Partei nach dieser Grundlinie verfahren, dann w&uuml;rde ihr aktuell in vielen Kommunen ein reiches Bet&auml;tigungsfeld er&ouml;ffnet. <\/p><p>Auch die Vorstellungen Sahra Wagenknechts zum Finanzsektor sind klar. Sie spricht sich f&uuml;r die St&auml;rkung der &ouml;ffentlich-rechtlichen S&auml;ule des deutschen Bankensystem aus und zum privaten Bankensystem hei&szlig;t es: &bdquo;Die Stabilit&auml;t des Finanzsektors ist ein &ouml;ffentliches Gut. Werden &ouml;ffentliche G&uuml;ter privaten profitorientierten Unternehmen &uuml;berlassen, m&uuml;ndet das in der Regel in ein System institutionalisierter Haftungsfreiheit mit privatisierten Gewinnen und sozialisierten Verlusten. Auch die bisher private S&auml;ule des Bankensektors und die Versicherungen geh&ouml;ren daher in &ouml;ffentliche Hand. Banken und Versicherungen d&uuml;rfen allerdings nicht nur verstaatlicht, sie m&uuml;ssen zugleich &ndash; &auml;hnlich den Regelungen in vielen Sparkassengesetzen &ndash; auf ein gemeinn&uuml;tziges Gesch&auml;ftsmodell verpflichtet werden. Dazu geh&ouml;rt die Abwicklung bzw. Ver&auml;u&szlig;erung aller Zockerabteilungen und ein grunds&auml;tzliches Verbot von Spekulationsgesch&auml;ften&hellip; Der Finanzsektor muss radikal schrumpfen, um seine eigentliche Aufgabe als Diener der Realwirtschaft wieder wahrnehmen zu k&ouml;nnen.&ldquo;<br>\nIn der erw&auml;hnten Besprechung in der &bdquo;jungen Welt&ldquo; ist davon die Rede, dass sich Sahra Wagenknecht mit diesem Buch dem &bdquo;Reformfl&uuml;gel&ldquo; ihrer Partei angedient habe, das Gedr&auml;nge dort werde gr&ouml;&szlig;er. Naja, beim Abfassen von Rezensionen sollte man normalerweise lesen k&ouml;nnen. Ich kann jedenfalls in den Vorstellungen Sahra Wagenknechts zur &Uuml;bernahme der Banken und der Versorgungsunternehmen in &ouml;ffentlicher Verantwortung eine solche Anbiederung nicht erkennen. Dass der so genannte Reformfl&uuml;gel ihrer Partei sich f&uuml;r R&uuml;ckabwicklung der Privatisierung &ouml;ffentlicher Betriebe und Einrichtungen engagiere, ist mir auch entgangen.<\/p><p>Schon wegen des Grundansatzes, der Auseinandersetzung mit der mangelnden Produktivit&auml;t einer Volkswirtschaft, die nach den herrschenden neoliberalen Regeln gestaltet ist, und wegen der klaren Analysen und Therapien zum Bankensektor lohnt sich die Lekt&uuml;re dieses Buches. Ich kann dann einigerma&szlig;en erleichtert &uuml;ber eine Reihe von Schw&auml;chen und Meinungsverschiedenheiten hinwegsehen: &uuml;ber ihre etwas traditionelle Vorstellung zum Zusammenhang von Geldmenge und Inflation, &uuml;ber ihre Vorstellung, die schlimme Einkommensverteilung habe das makro&ouml;konomische Problem der schwachen Binnennachfrage ausgel&ouml;st, &uuml;ber ihre Vorstellungen zur so genannten Verm&ouml;gensblase, die der Schuldenblase gegen&uuml;berstehe, und zur Streichung der Staatsschulden, &uuml;ber ihre Vorstellung vom Ende des Wachstums in den siebziger Jahren. Ich kann auch nicht folgen, wenn die Autorin meint, es k&ouml;nne keinen &bdquo;gr&uuml;nen Kapitalismus&ldquo; geben. &bdquo;Wer eine umweltvertr&auml;gliche Wirtschaft will, muss den Kapitalismus hinter sich lassen&ldquo;, meint sie; ich nicht.<br>\nBei diesen Aussagen werden manche, vielleicht sogar viele Leser des Buches der Autorin zustimmen &ndash; mehr als ich. Das hat damit zu tun, dass ich die Gestaltungsspielr&auml;ume des Staates auch im jetzigen System f&uuml;r sehr viel gr&ouml;&szlig;er halte: der Niedergang der deutschen &Ouml;konomie vom Ende der siebziger Jahre bis heute ist vor allem die Folge einer falschen Makro&ouml;konomie; die miserable Einkommensverteilung ist auch die Folge einer bewusst angelegten Vermehrung der Reservearmee von Arbeitslosen und der Unf&auml;higkeit und Unwilligkeit, die Steuerpolitik f&uuml;r mehr Gerechtigkeit und nicht gegen mehr Gerechtigkeit einzusetzen. Es w&auml;re ganz gut, die Autorin Sahra Wagenknecht und viele, die &auml;hnlich denken, w&uuml;rden zum Beispiel zur Kenntnis nehmen, was der britische Notenbanker Sir Alan Budd aus Margret Thatchers Zeit &ouml;ffentlich verlautbart hat: <\/p><blockquote><p>&bdquo;Viele &bdquo;haben nie (&hellip;) geglaubt, dass man mit Monetarismus die Inflation bek&auml;mpfen kann. Allerdings erkannten sie, dass [der Monetarismus] sehr hilfreich dabei sein kann, die Arbeitslosigkeit zu erh&ouml;hen. Und die Erh&ouml;hung der Arbeitslosigkeit war mehr als w&uuml;nschenswert, um die Arbeiterklasse insgesamt zu schw&auml;chen. [&hellip;] Hier wurde &ndash; in marxistischer Terminologie ausgedr&uuml;ckt &ndash; eine Krise des Kapitalismus herbeigef&uuml;hrt, die die industrielle Reservearmee wiederherstellte, und die es den Kapitalisten fortan erlaubte, hohe Profite zu realisieren.&ldquo; <\/p><\/blockquote><p>(The New Statesman, 13. Januar 2003, S. 21)<\/p><p>Es w&auml;re m&ouml;glich, die mithilfe der Reservearmee erzeugte schiefe Einkommensverteilung wenigstens teilweise zu korrigieren. Die Autorin Wagenknecht nennt an mehreren Stellen ihres Buches die Instrumente der Steuerpolitik, die eingesetzt worden sind, um die ungerechte Verteilung noch zu versch&auml;rfen. Warum sollte man sie nicht in anderer Richtung einsetzen? Zum Beispiel die von Rot-Gr&uuml;n eingef&uuml;hrte Steuerbefreiung f&uuml;r die Gewinne beim Verkauf von Unternehmen und Unternehmensteilen wieder abschaffen. Zum Beispiel die Verm&ouml;gensteuer wieder einf&uuml;hren. Zum Beispiel den Spitzensteuersatz bei der Einkommensteuer mindestens auf das Kohl&rsquo;sche Niveau von 53 % heben. Zum Beispiel die Gewerbekapitalsteuer wieder einf&uuml;hren. Zum Beispiel die Erbschaftssteuer so gestalten, dass sie wirklich wirkt.<\/p><p>Bei Vortr&auml;gen wie auch anl&auml;sslich von Artikeln in den NachDenkSeiten bekommen wir gelegentlich als Reaktion von Zuh&ouml;rern und Lesern zu h&ouml;ren, ohne eine &Auml;nderung des Systems werde sich die Lage nicht bessern. Ich frage dann in der Regel zur&uuml;ck, was mit &Auml;nderung des Systems gemeint sei, und &auml;u&szlig;ere dann leichte Zweifel, dass es eine &Auml;nderung des Systems geben k&ouml;nne, die mehr bringt, als eine h&auml;rtere Setzung der Rahmendaten f&uuml;r das wirtschaftliche Handeln der Einzelnen. Die Lekt&uuml;re von Sahra Wagenknechts Buch und insbesondere des Kapitels &uuml;ber die &bdquo;Sterbende Demokratie: Wenn Wirtschaft Politik macht&ldquo; hat mich nachdenklich gestimmt und zugleich an eigene Formulierungen erinnert, die im Sinne der Autorin eine gewisse Ausweglosigkeit kennzeichnen und eine System&auml;nderung verlangen:<br>\n&bdquo;<a href=\"\/?p=3528\">Wir sind wirklich in den F&auml;ngen einer verschworenen Gruppe aus Finanzwirtschaft, Wissenschaft und Politik<\/a>&ldquo; schrieb ich am 21. Oktober 2008 und dann noch einmal am 2. Juli 2009: Unser F&uuml;hrungspersonal ist in den F&auml;ngen der Finanzwirtschaft &ndash; ein weiterer Hinweis (<a href=\"\/?p=4039\">Finanzkrise XIX<\/a>)&ldquo; <\/p><p>Wie wollen wir uns, wie wollen wir uns ohne eine grundlegende Ver&auml;nderung unserer politischen Entscheider aus diesen F&auml;ngen befreien?<br>\nSahra Wagenknecht verlangt die &Uuml;bertragung der Finanzwirtschaft in &ouml;ffentliches Eigentum und eine starke Regelung und Kontrolle der Entscheidungstr&auml;ger. Ob uns das dann weiter bringt, wenn die Sch&auml;ubles, Eichels, Merkels und Steinbr&uuml;cks die Kontrolleure sind, wei&szlig; ich nicht. Sahra Wagenknechts Buch st&ouml;&szlig;t dazu an, &uuml;ber die Systemfrage noch einmal nachzudenken. So wie es jetzt ist, geht es jedenfalls nicht weiter.<\/p><p>Sahra Wagenknecht<br>\nFreiheit statt Kapitalismus<br>\nEichborn Verlag<br>\n368 S.,&nbsp;gebunden<br>\nISBN 978-3-8218-6546-1<br>\n19,95 EUR<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Sahra Wagenknecht kommt am kommenden Sonntag, am 5. Juni um 11:00 Uhr, bekanntlich zum <a href=\"\/upload\/pdf\/21_pleisweiler_gespraech_einladung_wagenknecht.pdf\">21. Pleisweiler Gespr&auml;ch. Siehe hier [PDF &ndash; 60.7 KB]<\/a>. Ein passender Ansto&szlig; zur Besprechung ihres neuen Buches.<br \/> Albrecht M&uuml;ller.<\/p>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[160,208,132],"tags":[646,293,520,291,632],"class_list":["post-9632","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-markt-und-staat","category-rezensionen","category-ungleichheit-armut-reichtum","tag-erhard-ludwig","tag-finanzwirtschaft","tag-vermoegensteuer","tag-verteilungsgerechtigkeit","tag-wagenknecht-sahra"],"jetpack_featured_media_url":"","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/9632","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=9632"}],"version-history":[{"count":8,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/9632\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":9643,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/9632\/revisions\/9643"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=9632"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=9632"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=9632"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}