{"id":96339,"date":"2023-04-17T10:00:38","date_gmt":"2023-04-17T08:00:38","guid":{"rendered":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=96339"},"modified":"2023-04-17T15:37:50","modified_gmt":"2023-04-17T13:37:50","slug":"nord-stream-als-kriegsgrund","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=96339","title":{"rendered":"Nord Stream als Kriegsgrund"},"content":{"rendered":"<p>Die blau-gelbe Fahne steht f&uuml;r Freiheit, das omin&ouml;se russische Zeichen &bdquo;Z&ldquo; f&uuml;r Unterdr&uuml;ckung. So einfach ist der Krieg um die Ukraine aber nicht erkl&auml;rbar, obwohl sich unter europ&auml;ischen Staatskanzleien und Leitmedien nur diese eine Erz&auml;hlung festgesetzt hat. Der Anfang April 2023 vom in Wien ans&auml;ssigen ProMedia-Verlag ver&ouml;ffentlichte Sammelband <a href=\"https:\/\/mediashop.at\/buecher\/kriegsfolgen\">&bdquo;Kriegsfolgen &ndash; Wie der Kampf um die Ukraine die Welt ver&auml;ndert&ldquo;<\/a> hat den Anspruch, jenseits von Propaganda-Narrativen in 17 Beitr&auml;gen von ukrainischen, russischen und deutschsprachigen Autoren die Motive und die Folgen dieser seit Generationen gef&auml;hrlichsten Weltkrise zu durchleuchten. Die NachDenkSeiten pr&auml;sentieren den Beitrag unseres Redakteurs Florian Warweg f&uuml;r den &bdquo;Kriegsfolgen&ldquo;-Band, in welchem er sich den wirtschaftlichen Hintergr&uuml;nden der Nord-Stream-Sprengung widmet. Von <strong>Florian Warweg<\/strong>.<\/p><p><em>Dieser Beitrag ist auch als Audio-Podcast verf&uuml;gbar.<\/em><br>\n<!--more--><br>\n<\/p><div class=\"powerpress_player\" id=\"powerpress_player_2439\"><!--[if lt IE 9]><script>document.createElement('audio');<\/script><![endif]-->\n<audio class=\"wp-audio-shortcode\" id=\"audio-96339-1\" preload=\"none\" style=\"width: 100%;\" controls=\"controls\"><source type=\"audio\/mpeg\" src=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/podcast\/230417_Nord_Stream_als_Kriegsgrund_NDS.mp3?_=1\"><\/source><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/podcast\/230417_Nord_Stream_als_Kriegsgrund_NDS.mp3\">https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/podcast\/230417_Nord_Stream_als_Kriegsgrund_NDS.mp3<\/a><\/audio><\/div><p class=\"powerpress_links powerpress_links_mp3\">Podcast: <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/podcast\/230417_Nord_Stream_als_Kriegsgrund_NDS.mp3\" class=\"powerpress_link_pinw\" target=\"_blank\" title=\"Play in new window\" onclick=\"return powerpress_pinw('https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?powerpress_pinw=96339-podcast');\" rel=\"nofollow\">Play in new window<\/a> | <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/podcast\/230417_Nord_Stream_als_Kriegsgrund_NDS.mp3\" class=\"powerpress_link_d\" title=\"Download\" rel=\"nofollow\" download=\"230417_Nord_Stream_als_Kriegsgrund_NDS.mp3\">Download<\/a><\/p><p>In den fr&uuml;hen Morgenstunden des 26.&nbsp;Septembers 2022 um 02:03 Uhr mitteleurop&auml;ischer Zeit erfassten seismologische Institute in D&auml;nemark, Schweden und Norwegen zw&ouml;lf Seemeilen s&uuml;dwestlich der d&auml;nischen Insel Bornholm Ersch&uuml;tterungen, die jenen eines leichten Seebebens mit einer St&auml;rke von 2,2 bis 2,3 auf der Richterskala entsprachen. Kurz danach wurde ein massiver Druckverlust in Strang&nbsp;A&nbsp;der Nord-Stream-2-Pipeline in 70&nbsp;Meter Tiefe festgestellt. Auf deutscher Seite fiel der Druck schlagartig von 105 auf etwa 7 Bar. Fast auf die Minute genau 17&nbsp;Stunden sp&auml;ter, um 19:04 Uhr, wurden erneut schwere Ersch&uuml;tterungen identischer St&auml;rke registriert, diesmal nord&ouml;stlich von Bornholm, gefolgt von Druckverlust in beiden Str&auml;ngen der seit 2011 in Betrieb befindlichen Ostseepipeline Nord Stream&nbsp;1 in 88&nbsp;Meter Tiefe.[<a href=\"#foot_1\" name=\"note_1\">1<\/a>]<\/p><p>In Reaktion auf die erste registrierte Explosion (ein nat&uuml;rliches Beben war zu diesem Zeitpunkt bereits als Ursache ausgeschlossen worden) entsandte das d&auml;nische Milit&auml;r nach eigener Darstellung von Bornholm aus F-16-Kampfjets, um das betroffene Gebiet zu fotografieren. Dabei sollen die Kampfflieger um die Mittagszeit erstmals die aus dem Wasser aufsteigenden gro&szlig;fl&auml;chigen Methan-Blasen entdeckt haben. Rund acht Stunden sp&auml;ter, um 20:41 Uhr, sprach die schwedische Seefahrtsbeh&ouml;rde dann eine Warnung vor weiteren Gaslecks aus, nachdem mehrere Schiffe von Blasenteppichen auch nord&ouml;stlich von Bornholm berichtet hatten. In der Folge verh&auml;ngten die d&auml;nische und schwedische Schifffahrtsbeh&ouml;rde sogenannte Befahrensverbote (nautical warnings) im Umkreis von f&uuml;nf Seemeilen um die Lecks. Auch der Flugverkehr unterhalb von 1000 Meter H&ouml;he wurde in diesem Gebiet untersagt.[<a href=\"#foot_2\" name=\"note_2\">2<\/a>]<\/p><p>&bdquo;<strong>Gezielter Anschlag eines staatlichen Akteurs&ldquo;<\/strong><\/p><p>Weitere Untersuchungen ergaben, dass es sich insgesamt um vier Lecks handelte, wobei zwei auf die Nord-Stream-1-Pipeline entfielen, welche auf einer L&auml;nge von 250&nbsp;Metern zerst&ouml;rt worden war, und zwei auf den Strang&nbsp;A&nbsp;der Nord-Stream-2-Pipeline. Ein Unfall gilt als ausgeschlossen, sowohl NATO-Staaten wie auch Russland gehen von einem &bdquo;gezielten Sabotageakt&ldquo; aus. Der russische Regierungschef Wladimir Putin bezeichnete die Ereignisse als &bdquo;internationalen Terrorismus&ldquo;. In einem gemeinsamen Brief vom 29.&nbsp;September 2022 an den Sicherheitsrat der Vereinten Nationen sprachen Schweden und D&auml;nemark vom Einsatz &bdquo;einer Sprengladung von mehreren Hundert Kilogramm TNT-&Auml;quivalent&ldquo; &ndash; wohlgemerkt pro Leck. Die deutsche Bundesregierung erkl&auml;rte am 7.&nbsp;Oktober 2022 in Reaktion auf eine parlamentarische Anfrage, dass sie &bdquo;vor dem Hintergrund der Komplexit&auml;t der Tatausf&uuml;hrung&ldquo; von einem &bdquo;staatlichen Akteur&ldquo; als T&auml;ter ausgeht.[<a href=\"#foot_3\" name=\"note_3\">3<\/a>] Alle vier Lecks befinden sich, auch dies ein interessantes Detail, knapp au&szlig;erhalb der Hoheitsgew&auml;sser in den ausschlie&szlig;lichen Wirtschaftszonen D&auml;nemarks und Schwedens, die v&ouml;lkerrechtlich als internationale Gew&auml;sser gelten. Das hei&szlig;t, wer immer die Anschl&auml;ge ausf&uuml;hrte, achtete penibel darauf, dass diese vier Explosionen im internationalen Gebiet erfolgten. Ein Anschlag innerhalb von nationalen Hoheitsgew&auml;ssern h&auml;tte noch weitreichendere v&ouml;lkerrechtliche Implikationen gehabt.<\/p><p><strong>Eines der teuersten Energie-Infrastrukturprojekte aller Zeiten<\/strong><\/p><p>Der mutma&szlig;liche Anschlag eines staatlichen Akteurs zielte auf eines der teuersten und gr&ouml;&szlig;ten Energie-Infrastrukturprojekte Europas. Allein der Bau von Nord Stream&nbsp;1 schlug mit 7,4&nbsp;Milliarden Euro zu Buche, der j&uuml;ngere Pipelinebruder Nord Stream&nbsp;2 mit 10&nbsp;Milliarden. Beide Pipelines mit ihren je zwei Str&auml;ngen erstrecken sich &uuml;ber je 1224 Kilometer. Im Falle von Nord Stream&nbsp;1 trugen rund die H&auml;lfte der Bauinvestitionen (51&nbsp;Prozent) der russische Erdgaskonzern Gazprom und zu je 24,5&nbsp;Prozent die beiden deutschen Konzerne BASF (Wintershall) sowie E.ON (Ruhrgas). Zumindest Nord Stream&nbsp;1 gilt folglich als ein rein russisch-deutsches Projekt.[<a href=\"#foot_4\" name=\"note_4\">4<\/a>]<\/p><p>Bei Nord Stream&nbsp;2 wurden die Beteiligungen etwas breiter gestreut, hier waren neben den genannten Konzernen noch die niederl&auml;ndisch-britische Shell, die franz&ouml;sische Engie-Gruppe sowie der &ouml;sterreichische Gaskonzern OMV, wenn auch mit weniger Anteilen, involviert. Alle genannten westeurop&auml;ischen Konzerne haben durch das Ende von Nord Stream nach eigenen Angaben mindestens je eine Milliarde Euro verloren.[<a href=\"#foot_5\" name=\"note_5\">5<\/a>]<\/p><p>Mit einer Transportkapazit&auml;t von j&auml;hrlich bis zu 110&nbsp;Milliarden Kubikmetern Erdgas h&auml;tten allein die vier Str&auml;nge von Nord Stream&nbsp;1 und 2 ausgereicht, den gesamten Erdgasverbrauch Deutschlands als Industrienation zu sichern. 2021 betrug der gesamte bundesdeutsche Erdgasverbrauch 90,5&nbsp;Milliarden Kubikmeter.<\/p><p><strong>Die Bedeutung der Ostseepipeline f&uuml;r Deutschland<\/strong><\/p><p>Bereits mit der vollen Inbetriebnahme von Nord Stream&nbsp;1 im Oktober 2012 wurde die Bundesrepublik Deutschland zu einem zentralen Transitland des europ&auml;ischen Gashandels. Da Deutschland zu dem Zeitpunkt mit E.ON und der BASF-Tochter Wintershall auch die zwei dominierenden privaten Energieversorger in Europa stellte, versetzte Nord Stream&nbsp;1 das Land in die Lage, Marktmacht-Kontrolle &uuml;ber die Versorgungssicherheit anderer europ&auml;ischer Staaten und insbesondere Gro&szlig;britanniens auszu&uuml;ben. Das f&uuml;hrte, zumal es sich um ein rein deutsch-russisches Projekt handelte, zu starken Verstimmungen insbesondere in US-amerikanischen Politik- und Wirtschaftskreisen. Diese sollten sich mit Planung und Bau von Nord Stream&nbsp;2 nochmals verst&auml;rken. In einem Arbeitspapier der regierungsnahen Denkfabrik Stiftung Wissenschaft und Politik (SWP) von September 2005 wird offen ausgef&uuml;hrt, wie insbesondere unter Mithilfe des damaligen Vorsitzenden des Ostausschusses der Deutschen Wirtschaft, Klaus Mangold, nach und nach die ausl&auml;ndische Konkurrenz f&uuml;r Nord Stream&nbsp;1 ausgebootet wurde.[<a href=\"#foot_6\" name=\"note_6\">6<\/a>]<\/p><p>Zuvor, das sollte man sich in der aktuellen Hysterie noch mal ins Ged&auml;chtnis rufen, hatte Gazprom neben E.ON und Wintershall auch Gespr&auml;che mit BP, Royal Dutch\/Shell, Gasunie, Gaz de France und Norsk Hydro gef&uuml;hrt. Gazprom verhandelte zudem 2002 direkt mit der niederl&auml;ndischen Regierung zur Realisierung des Projekts. Londons Interesse dr&uuml;ckte sich in einem entsprechenden Erdgas-Moratorium zur Zusammenarbeit aus, welches im Juni 2003 vom damaligen britischen Premierminister Tony Blair und dem russischen Pr&auml;sidenten Putin unterzeichnet wurde. Das hei&szlig;t, es waren vor allem deutsche Unternehmen und die damalige Bundesregierung, die ein rein russisch-deutsches Pipeline-Projekt im Auge hatten, nicht die russische Seite.<\/p><p>Das Missfallen mit der Situation auf US-amerikanischer Seite hatte noch umfassendere Gr&uuml;nde. W&auml;hrend die USA im Zuge der sogenannten Jukos-Aff&auml;re (Zerschlagung des Jukos-Konzerns sowie Inhaftierung seines Besitzers, des Oligarchen Michail Chodorkowski) und des Streits um den Irak-Krieg ihren Energiedialog mit Russland praktisch beendet hatten und Investitionen zur&uuml;ckfuhren, erwarben deutsche Konzerne auf dem russischen Markt strategische Vorteile gegen&uuml;ber ihren US-amerikanischen Konkurrenten.[<a href=\"#foot_7\" name=\"note_7\">7<\/a>] Deutsche Unternehmen erlangten folglich sowohl eine privilegierte Position im rasant wachsenden russischen Markt als auch Wettbewerbsvorteile durch den Zugang zu g&uuml;nstigen Energietr&auml;gern via der langfristig angelegten, privilegierten und f&uuml;r beide Seiten lukrativen Zusammenarbeit im Gas- und &Ouml;lgesch&auml;ft. Diese manifestierte sich am 7.&nbsp;September 2005, zehn Tage vor der Bundestagswahl, mit der Unterzeichnung des Vertrags zum Bau der Ostseepipeline, welche erstmals eine Gasverbindung zwischen Russland und Deutschland ohne direkte Interventionsm&ouml;glichkeiten von den stark an die USA angebundenen bisherigen Transitl&auml;ndern wie Polen und Ukraine erm&ouml;glichen sollte.<\/p><p><strong>Die Bedeutung von Nord Stream f&uuml;r Russland<\/strong><\/p><p>Die Vorteile des Ostsee-Pipeline-Projekts f&uuml;r Russland liegen auf der Hand. Der weltweit gr&ouml;&szlig;te und mehrheitlich in Staatsbesitz befindliche Erdgaskonzern Gazprom verf&uuml;gte mit Nord Stream erstmals &uuml;ber eine direkte und ungest&ouml;rte Verbindung zum westeurop&auml;ischen und insbesondere deutschen Absatzmarkt. Durch den Wegfall der bei Landpipelines anfallenden Transitgeb&uuml;hren entledigte sich Russland gleich zweier Probleme: Erstens schm&auml;lern Transitgeb&uuml;hren signifikant die Gewinne, zweitens k&ouml;nnen diese von den Transitl&auml;ndern als politische und wirtschaftliche Waffe, wie regelm&auml;&szlig;ig vor allem von der Ukraine und Polen praktiziert, gegen Russland eingesetzt werden. Ebenso verhindert man die illegale unentgeltliche Entnahme von Gas, ein oft von Gazprom beklagtes Problem beim Transfer durch die Ukraine. Nord Stream erm&ouml;glichte es Russland, sich unabh&auml;ngiger von bestehenden landgest&uuml;tzten Pipelinerouten zu machen und in Folge &uuml;ber eine gr&ouml;&szlig;ere Vielfalt an Transportwegen gen Westeuropa zu verf&uuml;gen, ein klassischer Ansatz von Diversifizierung. Dieser Diversifizierungsmaxime folgte, was heute gerne vergessen wird, zun&auml;chst auch die EU und unterst&uuml;tzte Anfang der 2000er noch vorbehaltlos den Bau der Ostseepipeline.[<a href=\"#foot_8\" name=\"note_8\">8<\/a>]<\/p><p><strong>Nord Stream steht vitalen US-Interessen im Wege<\/strong><\/p><p>Noch vor wenigen Jahren herrschte in der LNG-Branche der USA Katastrophenstimmung. Der Fracking-Boom Ende der 2010er-Jahre hatte f&uuml;r ein massives &Uuml;berangebot von Erdgas gesorgt. Ab Beginn der 2020er-Jahre lag beispielsweise der Spotmarktpreis am US-Knotenpunkt Henry Hub bei nur noch knapp f&uuml;nf Euro pro Megawattstunde. Die mit vielen Milliarden US-Dollar vom Finanzsektor ausgestattete US-Fracking-Branche und in logischer Folge auch signifikante Teile des US-Finanzsystems standen angesichts dieser Preisentwicklung vor dem Bankrott.[<a href=\"#foot_9\" name=\"note_9\">9<\/a>] Denn die Investitionen waren, wie im Big Business der USA &uuml;blich, mit wenig Eigen- und viel Fremdkapital get&auml;tigt worden. Zur Verhinderung des sich anbahnenden Kollapses gab es eigentlich nur eine M&ouml;glichkeit: Expansion auf den EU-Markt und hier insbesondere auf den mit Abstand gr&ouml;&szlig;ten Erdgasimporteur mit einem j&auml;hrlichen Bedarf von ungef&auml;hr 100&nbsp;Milliarden Kubikmeter: die Bundesrepublik Deutschland.[<a href=\"#foot_10\" name=\"note_10\">10<\/a>] Doch welches Interesse sollte Deutschland und sein Industriesektor haben, US-amerikanisches LNG-Gas zu importieren, welches (vor Kriegs- und Sanktionsbeginn) um den Faktor&nbsp;7 teurer war als das via Pipeline ins Land str&ouml;mende russische Erdgas&#8202;? Auf freiwilliger und rationaler Entscheidungsgrundlage erst mal gar keines.<\/p><p>Wie unter anderem der auf Energiefragen spezialisierte Journalist Jens Berger darlegt, hat erst seit der Eskalation des Ukrainekrieges und den damit verbundenen EU-Sanktionen gegen Russland der Preis f&uuml;r Fracking-Gas ein Niveau erreicht, das es den US-Energiekonzernen erm&ouml;glicht, Geld zu verdienen und nicht&nbsp;&ndash; wie die Jahre zuvor&nbsp;&ndash; massiv Geld zu verlieren.<\/p><p>Doch selbst diese Entwicklung stand bis im Sommer 2022 noch auf einer nicht sehr nachhaltigen wirtschaftlichen Grundlage. Erst die Sprengung der Nord-Stream-Pipelines hat letzten Endes den Weg frei gemacht, um die EU und insbesondere Deutschland langfristig zu Abnehmern der US-amerikanischen Erdgas-&Uuml;bersch&uuml;sse zu machen und den Preis auch langfristig auf einem f&uuml;r US-Frackinggas-Produzenten profitablen Niveau zu halten. Die damit verbundene neue Erdgas-Abh&auml;ngigkeit ihres EU-&bdquo;Partners&ldquo; passt den US-Amerikanern fraglos ebenfalls ins globalstrategische Dominanz-Konzept. Nach einer Studie des Energiewirtschaftlichen Instituts an der Universit&auml;t K&ouml;ln (EWI) werden die USA demn&auml;chst nicht nur Russland als wichtigsten Energielieferanten abl&ouml;sen, sondern nehmen dann f&uuml;r den EU-Gasmarkt mit einem antizipierten Importvolumen von rund 40&nbsp;Prozent dieselbe dominante Rolle ein wie Russland vor dem Ukraine-Krieg.[<a href=\"#foot_11\" name=\"note_11\">11<\/a>] So viel zur angeblichen &bdquo;Reduzierung&ldquo; der energiepolitischen Abh&auml;ngigkeit der EU, die Washington angeblich so am Herzen liegt.<\/p><p>Vieles deutet vor diesem Hintergrund auf eine T&auml;terschaft der USA hin. Der renommierte US-amerikanische Investigativjournalist Seymour Hersh, der unter anderem das My-Lai-Massaker der US-Armee in Vietnam aufdeckte, ver&ouml;ffentlichte am 8.&nbsp;Februar 2023 einen aufsehenerregenden Artikel unter dem Titel &bdquo;Wie Amerika die Nord-Stream-Pipeline ausschaltete&ldquo;. Mit Verweis auf einen Whistleblower legt er detailliert dar, wie die USA und Norwegen die Sprengung der Nord-Stream-Pipelines durchf&uuml;hrten.[<a href=\"#foot_12\" name=\"note_12\">12<\/a>] Der US-Auslandsgeheimdienst CIA dementierte erwartungsgem&auml;&szlig; und erkl&auml;rte: &bdquo;Diese Behauptung ist v&ouml;llig und vollkommen falsch.&ldquo;<\/p><p>Ganz unabh&auml;ngig davon, ob die USA sich f&uuml;r die Sprengung von Nord Stream verantwortlich zeichnen oder nicht, sind sie nachweislich die gr&ouml;&szlig;ten wirtschaftlichen Profiteure der Tat. Vor diesem Hintergrund erlangt die Bemerkung von US-Au&szlig;enminister Anthony Blinken wenige Tage nach dem Anschlag noch mal eine ganz andere Relevanz. Blinken hatte am 30.&nbsp;September 2022 auf einer Pressekonferenz anl&auml;sslich des Besuches seiner kanadischen Amtskollegin M&eacute;lanie Joly die Zerst&ouml;rung der Nord-Stream-Pipelines unumwunden zu einer &bdquo;enormen strategischen Chance&ldquo; f&uuml;r die USA erkl&auml;rt.[<a href=\"#foot_13\" name=\"note_13\">13<\/a>] <\/p><blockquote><p>\n&bdquo;Wir sind jetzt der f&uuml;hrende Lieferant von Fl&uuml;ssigerdgas f&uuml;r Europa&nbsp;[&hellip;]. Dies ist auch eine enorme Chance. Es ist eine enorme Chance, die Abh&auml;ngigkeit von russischer Energie ein f&uuml;r alle Mal zu beseitigen und damit Wladimir Putin die M&ouml;glichkeit zu nehmen, Energie als Waffe und Mittel zur Durchsetzung seiner imperialen Pl&auml;ne zu gebrauchen. Das ist sehr bedeutsam und bietet eine enorme strategische Chance f&uuml;r die kommenden Jahre.&ldquo;\n<\/p><\/blockquote><p>Worin die &bdquo;enormen strategischen Chancen&ldquo; f&uuml;r die USA bestehen, wurde ja bereits ausgef&uuml;hrt.<\/p><p><strong>Polen als ewiger Gegner der Pipeline<\/strong><\/p><p>Der Beschluss zum Bau von Nord Stream&nbsp;1 fiel in den beginnenden polnischen Wahlkampf des Jahres 2005 und wurde insbesondere von der rechtskonservativen Partei &bdquo;Recht und Gerechtigkeit&ldquo; (PiS) entsprechend genutzt. Das regierende katholisch-nationale Lager nannte das deutsch-russische Pipelineprojekt wortw&ouml;rtlich eine &bdquo;Existenzbedrohung&ldquo;. Die Kaczy&#324;ski-Br&uuml;der sprachen in diesem Zusammenhang von einem &bdquo;Schr&ouml;der-Putin-Pakt&ldquo;, in direkter Anspielung auf den &bdquo;Ribbentrop-Molotow-Pakt&ldquo; von 1939.[<a href=\"#foot_14\" name=\"note_14\">14<\/a>]<\/p><p>Tats&auml;chlich d&uuml;rfte die polnische Ablehnung des gesamten Nord-Stream-Projektes aber weniger von sicherheitspolitischen &Uuml;berlegungen bestimmt gewesen sein als von handfesten finanziellen Interessen&nbsp;&ndash; getragen von der Sorge, durch die Ostseepipeline perspektivisch die millionenschweren Transitgeb&uuml;hren zu verlieren, die Warschau Jahr f&uuml;r Jahr aus Moskau erhielt. Denn unabh&auml;ngiger will man in Warschau nur von Gas-Importen f&uuml;r den eigenen Verbrauch werden. Beim Transit hat Polen sehr wohl Interesse an m&ouml;glichst hohen Gasmengen, denn diese sorgen f&uuml;r entsprechende Geb&uuml;hreneinnahmen. Damit wird auch klar, weshalb Polen zwar alles in seiner Macht stehende tat, um die Ostseepipeline zu verhindern, sich aber gleichzeitig nachdr&uuml;cklich f&uuml;r den Ausbau der mit russischem Gas gespeisten Jamal-I-Pipeline mit einem zweiten Strang einsetzte, der nat&uuml;rlich &uuml;ber Polen verlaufen sollte.<\/p><p>Zum anderen und wohl noch relevanter sind die seit Jahren in Warschau gehegten und zum Teil schon umgesetzten Pl&auml;ne, wie etwa die <em>taz<\/em> in einem Artikel von Anfang Februar 2022 ausf&uuml;hrt, gemeinsam mit den USA &bdquo;den zentraleurop&auml;ischen Gasmarkt neu aufzurollen und Deutschland das bisherige Transfergesch&auml;ft abzunehmen&ldquo;.[<a href=\"#foot_15\" name=\"note_15\">15<\/a>] Zu diesem Zweck hat Polen schon vor Jahren in Norwegen ausgedehnte Gasf&ouml;rderfelder gekauft, die &bdquo;Baltic Pipe&ldquo; durch die Ostsee bauen lassen sowie an der Ostseek&uuml;ste gigantische Gas-Zisternen f&uuml;r die Umwandlung von US-amerikanischem LNG errichtet, welches dann weiter exportiert werden soll. Diese immensen, von Polen mit expliziter US-Unterst&uuml;tzung seit Jahren get&auml;tigten Investitionen in Gas-Infrastruktur hatten von Beginn an eigentlich nur wirtschaftliche Erfolgsaussichten, wenn Nord Stream&nbsp;2 nicht an den Start geht. Und wirklich Gewinn abwerfen k&ouml;nnte dieses Projekt nur, wenn auch Nord Stream&nbsp;1 nicht mehr in Betrieb w&auml;re.<\/p><p>Bezeichnenderweise er&ouml;ffneten Regierungsvertreter Polens, D&auml;nemarks und Norwegens die explizit als Alternativ-Pipeline zu russischem Gas konzipierte &bdquo;Baltic Pipe&ldquo; just am 27.&nbsp;September 2022, also nur einen Tag nach dem Sabotageakt gegen Nord Stream. Anl&auml;sslich der Einweihung erkl&auml;rte der polnische Ministerpr&auml;sident Mateusz Morawiecki: &bdquo;Diese Gaspipeline bedeutet das Ende der &Auml;ra der Abh&auml;ngigkeit von russischem Gas. Sie ist auch eine Gaspipeline der Sicherheit, Souver&auml;nit&auml;t und Freiheit nicht nur f&uuml;r Polen, sondern in Zukunft auch f&uuml;r viele andere.&ldquo;&#8202;[<a href=\"#foot_16\" name=\"note_16\">16<\/a>]<\/p><p>Damit ist wohl der Kern des massiven polnischen Widerstands gegen das Nord-Stream-Projekt offengelegt.<\/p><p><strong>Fazit<\/strong><\/p><p>W&auml;hrend die deutsche und russische Wirtschaft sowie Politik ein nachvollziehbares Interesse hatten, ab Anfang der 2000er-Jahre ihre Energiepartnerschaft zu verst&auml;rken und mit Nord Stream &uuml;ber eine Pipeline zu verf&uuml;gen, die sie unabh&auml;ngig macht von unzuverl&auml;ssigen Transferl&auml;ndern mit eigenen Agenden, sieht es insbesondere im Falle der USA und Polen genau spiegelverkehrt aus. Sowohl in Washington wie in Warschau sah und sieht man eine zunehmende Zusammenarbeit von Berlin und Moskau seit Jahrzehnten mit Argusaugen und versucht alles, um diese zu verhindern.<\/p><p>Wenn Drohungen in der Vergangenheit nicht halfen, wurde auch auf Gewalt zur&uuml;ckgegriffen. Erinnert sei nur an die Explosion der sowjetischen Tscheljabinsk-Pipeline im Sommer 1982 aufgrund einer CIA-Operation mit manipulierter Software. Diese brachte die Einstellungen von Pumpen, Turbinen und Ventilen der Gasversorgung so durcheinander, dass die Leitung explodierte. Die Explosion soll eine Sprengkraft von vier Kilotonnen gehabt haben.[<a href=\"#foot_17\" name=\"note_17\">17<\/a>] Zuvor hatten die USA ab Februar 1982 der Bundesrepublik Deutschland massiv mit Konsequenzen gedroht, w&uuml;rde man das im November 1981 mit der Sowjetunion abgeschlossene Industrieabkommen zum Bau von Pipelines und der Lieferung von sibirischem Erdgas im Gesamtvolumen von j&auml;hrlich 16&nbsp;Milliarden Mark nicht aufk&uuml;ndigen. Unterschied zu heute: Der damalige Kanzler Helmut Schmidt lie&szlig; sich nicht einsch&uuml;chtern und erkl&auml;rte an die USA gewandt: &bdquo;Da k&ouml;nnen andere noch so viel quaken, es bleibt bei dem Gesch&auml;ft.&ldquo; Aufschlussreich auch die damalige Begr&uuml;ndung des US-Kongresses f&uuml;r das Missfallen an dem Deal: &bdquo;Unsere Gesch&auml;ftsleute werden aus dem &ouml;stlichen Markt heraus sein.&ldquo;&#8202;[<a href=\"#foot_18\" name=\"note_18\">18<\/a>]<\/p><p>Und damit sind wir auch wieder bei einem der Schl&uuml;sselergebnisse der Zerst&ouml;rung von Nord Stream und des Sanktionsregimes gegen Russland. Es f&auml;llt ins Auge, dass sowohl das gesamte Business-Modell f&uuml;r das US-amerikanische Frackinggas als auch die im Verlauf der letzten Jahre get&auml;tigten umfassenden Investitionen auf polnischer Seite in LNG-Infrastruktur mit dem Ziel des weiteren Exports wirtschaftlich nur Sinn machen, wenn die entsprechenden Akteure bereits bei der Planung davon ausgingen, dass man zeitnah in der Lage w&auml;re, den deutschen sowie den weiteren EU-Gas-Markt f&uuml;r sich zu gewinnen. Dieses Ziel war aber nur erreichbar, wenn es Washington und Warschau gelingen w&uuml;rde, Russland als zentralen und etablierten Exporteur aus diesem Markt herauszudr&auml;ngen. Was vor Kurzem noch in den Augen vieler Experten als US-amerikanischer und polnischer Wunschtraum galt, ist nach den Ereignissen des 24.&nbsp;Februars und 26.&nbsp;Septembers 2022 zu einem Fait accompli geworden.<\/p><p>Auszug aus dem Sammelband <a href=\"https:\/\/mediashop.at\/buecher\/kriegsfolgen\/\">&bdquo;Kriegsfolgen &ndash; Wie der Kampf um die Ukraine die Welt ver&auml;ndert&ldquo;<\/a>, herausgegeben von Hannes Hofbauer und Stefan Kraft, Promedia-Verlag, Wien.<\/p><p>Titelbild: Coverfoto Promedia-Verlag<\/p><div class=\"moreLikeThis\">\n<strong>Mehr zum Thema:<\/strong>\n<p><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=95004\">Nordstream-Sprengung als Geburtstagsgeschenk f&uuml;r ukrainischen Oligarchen? Die neuste &bdquo;Theorie&ldquo; im Mainstream<\/a><\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=96257\">Kiews &bdquo;Schwarze Listen&ldquo;<\/a><\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=91465\">Wer ver&uuml;bte Nord-Stream-Anschlag? Bundesregierung mauert noch immer und verweist auf &bdquo;Geheimhaltungsinteresse&ldquo;<\/a><\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=88905\">Faktencheck der &bdquo;Faktenchecker&ldquo;: Mit welch manipulativen Methoden das ZDF die USA im Falle der Nord-Stream-Sabotage in Schutz nimmt<\/a>\n<\/p><\/div><p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"http:\/\/vg04.met.vgwort.de\/na\/ff0f445f50224511b5f7d80266dca48d\" width=\"1\" height=\"1\" alt=\"\"><\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><div class=\"footnote\">\n<p>[<a href=\"#note_1\" name=\"foot_1\">&laquo;1<\/a>] SVT Nyheter: Seismolog: Tv&aring; explosioner intill Nord Stream, 28.&nbsp;September 2022, <a href=\"https:\/\/www.svt.se\/nyheter\/inrikes\/svt-avslojar-tva-explosioner-intill-nord-stream\">svt.se\/nyheter\/inrikes\/svt-avslojar-tva-explosioner-intill-nord-stream<\/a><\/p>\n<p>[<a href=\"#note_2\" name=\"foot_2\">&laquo;2<\/a>] <em>Neue Z&uuml;rcher Zeitung<\/em>: Explosionen bei Pipelines: Die Saboteure haben die R&ouml;hren wohl von aussen gesprengt, 2.&thinsp;12.&thinsp;2022, <a href=\"https:\/\/www.nzz.ch\/wirtschaft\/pipeline-projekt-nord-stream-2-die-neusten-entwicklungen-ld.1483495\">nzz.ch\/wirtschaft\/pipeline-projekt-nord-stream-2-die-neusten-entwicklungen-ld.1483495<\/a><\/p>\n<p>[<a href=\"#note_3\" name=\"foot_3\">&laquo;3<\/a>] Deutscher Bundestag, Drucksache&nbsp;20\/3513<\/p>\n<p>[<a href=\"#note_4\" name=\"foot_4\">&laquo;4<\/a>] Detlef Bimboes: Das Erdgas aus dem Osten und der neue Kalte Krieg, in: AG-Friedensforschung, 2.&nbsp;April 2006, <a href=\"http:\/\/www.ag-friedensforschung.de\/themen\/oel\/bimboes.html\">ag-friedensforschung.de\/themen\/oel\/bimboes.html<\/a><\/p>\n<p>[<a href=\"#note_5\" name=\"foot_5\">&laquo;5<\/a>] Eva Brendel: So viel kostete die Energiekonzerne Nord Stream&nbsp;2, in: <em>Finance<\/em>, 14.&nbsp;April 2022, <a href=\"https:\/\/www.finance-magazin.de\/transformation\/ukraine-krieg\/so-viele-kostete-die-energiekonzerne-nord-stream-2-116661\/\">finance-magazin.de\/transformation\/ukraine-krieg\/so-viele-kostete-die-energiekonzerne-nord-stream-2-116661\/<\/a><\/p>\n<p>[<a href=\"#note_6\" name=\"foot_6\">&laquo;6<\/a>] Roland G&ouml;tz: Die Ostseegaspipeline, <em>SWP-Aktuell<\/em>&nbsp;41, S.&nbsp;2, Berlin September 2005.<\/p>\n<p>[<a href=\"#note_7\" name=\"foot_7\">&laquo;7<\/a>] Alexander Rahr: Berlin&nbsp;&ndash; Moskau 2005&minus;2008, in: <em>GUSbarometer<\/em> Nr.&nbsp;39, S.&nbsp;1, Berlin 2005.<\/p>\n<p>[<a href=\"#note_8\" name=\"foot_8\">&laquo;8<\/a>] EU-Kommission: Gr&uuml;nbuch&nbsp;&ndash; Hin zu einer europ&auml;ischen Strategie f&uuml;r Energieversorgungssicherheit, S.&nbsp;42, Europ&auml;ische Gemeinschaften, Luxemburg 2001<\/p>\n<p>[<a href=\"#note_9\" name=\"foot_9\">&laquo;9<\/a>] Michael Mazengarb: Climate friend or carbon bomb? Global gas market faces $1.3trn stranded asset risk, in: <em>Renew Economy<\/em>, 3.&nbsp;Juli 2019, <a href=\"https:\/\/reneweconomy.com.au\/climate-friend-or-carbon-bomb-global-gas-market-faces-1-3trn-stranded-asset-risk-80593\/\">reneweconomy.com.au\/climate-friend-or-carbon-bomb-global-gas-market-faces-1-3trn-stranded-asset-risk-80593\/<\/a><\/p>\n<p>[<a href=\"#note_10\" name=\"foot_10\">&laquo;10<\/a>] Jens Berger 2022: <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=90151\">Die USA haben den Gaskrieg gegen Russland gewonnen<\/a>, 9.&nbsp;November 2022<\/p>\n<p>[<a href=\"#note_11\" name=\"foot_11\">&laquo;11<\/a>] EWI-STUDIE 2022: Entwicklungen der globalen Gasm&auml;rkte bis 2030. Szenarienbetrachtung eines beschr&auml;nkten Handels mit Russland, <a href=\"https:\/\/www.ewi.uni-koeln.de\/cms\/wp-content\/uploads\/2022\/09\/EWI_Endbericht_Zukunft_Gas_Globale_Gasmaerkte_2022-09-21.pdf\">ewi.uni-koeln.de\/cms\/wp-content\/uploads\/2022\/09\/EWI_Endbericht_Zukunft_Gas_Globale_Gasmaerkte_2022-09-21.pdf<\/a><\/p>\n<p>[<a href=\"#note_12\" name=\"foot_12\">&laquo;12<\/a>] Seymour Hersch: How America Took Out The Nord Stream Pipeline, in: <a href=\"https:\/\/seymourhersh.substack.com\/p\/how-america-took-out-the-nord-stream\">seymourhersh.substack.com\/p\/how-america-took-out-the-nord-stream<\/a>, 8.&nbsp;Februar 2023<\/p>\n<p>[<a href=\"#note_13\" name=\"foot_13\">&laquo;13<\/a>] U.&thinsp;S. Department of State, 30.&nbsp;September 2022, <a href=\"https:\/\/www.state.gov\/secretary-antony-j-blinken-and-canadian-foreign-minister-melanie-joly-at-a-joint-press-availability\/\">state.gov\/secretary-antony-j-blinken-and-canadian-foreign-minister-melanie-joly-at-a-joint-press-availability\/<\/a><\/p>\n<p>[<a href=\"#note_14\" name=\"foot_14\">&laquo;14<\/a>] Helmut Fehr: Der Missbrauch der Vergangenheit&nbsp;&ndash; politische Kampagnen und Machtstrategien der nationalen Populisten in Polen, in: <em>Frankfurter Rundschau<\/em>, S.&nbsp;5, 22.&nbsp;November 2005.<\/p>\n<p>[<a href=\"#note_15\" name=\"foot_15\">&laquo;15<\/a>] Gabrielle Lesser: Polen hofft auf Gesch&auml;ft mit Gas, in: <em>taz<\/em>, 2.&nbsp;Februar 2022.<\/p>\n<p>[<a href=\"#note_16\" name=\"foot_16\">&laquo;16<\/a>] Wprost: Morawiecki o&nbsp;wybuchach w&nbsp;Nord Stream w&nbsp;dniu otwarcia Baltic Pipe: Bardzo dziwny zbieg okoliczno&#347;ci, 27.&nbsp;September 2022: <a href=\"https:\/\/biznes.wprost.pl\/gospodarka\/infrastruktura\/10878148\/morawiecki-o-wybuchach-w-nord-stream-w-dniu-otwarcia-baltic-pipe-bardzo-dziwny-zbieg-okolicznosci.html\">biznes.wprost.pl\/gospodarka\/infrastruktura\/10878148\/morawiecki-o-wybuchach-w-nord-stream-w-dniu-otwarcia-baltic-pipe-bardzo-dziwny-zbieg-okolicznosci.html<\/a><\/p>\n<p>[<a href=\"#note_17\" name=\"foot_17\">&laquo;17<\/a>] Peter Welchering: Hacken im Kalten Krieg&nbsp;&ndash; Von den Anf&auml;ngen des Cyberwars, in: <em>DLF<\/em>, 13.&nbsp;Februar 2019, <a href=\"https:\/\/www.deutschlandfunkkultur.de\/hacken-im-kalten-krieg-von-den-anfaengen-des-cyberwars-100.html\">deutschlandfunkkultur.de\/hacken-im-kalten-krieg-von-den-anfaengen-des-cyberwars-100.html<\/a><\/p>\n<p>[<a href=\"#note_18\" name=\"foot_18\">&laquo;18<\/a>] Werner Meyer-Larsen: Der unverziehene Strang nach Osten, in: <em>Spiegel<\/em>, 21.&nbsp;M&auml;rz 1982, <a href=\"https:\/\/www.spiegel.de\/wirtschaft\/der-unverziehene-strang-nach-osten-a-7e646f14-0002-0001-0000-000014337181\">spiegel.de\/wirtschaft\/der-unverziehene-strang-nach-osten-a-7e646f14-0002-0001-0000-000014337181<\/a>\n<\/p><\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die blau-gelbe Fahne steht f&uuml;r Freiheit, das omin&ouml;se russische Zeichen &bdquo;Z&ldquo; f&uuml;r Unterdr&uuml;ckung. So einfach ist der Krieg um die Ukraine aber nicht erkl&auml;rbar, obwohl sich unter europ&auml;ischen Staatskanzleien und Leitmedien nur diese eine Erz&auml;hlung festgesetzt hat. Der Anfang April 2023 vom in Wien ans&auml;ssigen ProMedia-Verlag ver&ouml;ffentlichte Sammelband <a href=\"https:\/\/mediashop.at\/buecher\/kriegsfolgen\">&bdquo;Kriegsfolgen &ndash; Wie der Kampf um<\/a><\/p>\n<div class=\"readMore\"><a class=\"moretag\" href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=96339\">Weiterlesen<\/a><\/div>\n","protected":false},"author":15,"featured_media":96341,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[107,162,166],"tags":[3291,877,878,879,3227,2608,799,259,1556],"class_list":["post-96339","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-audio-podcast","category-energiepolitik","category-terrorismus","tag-anschlag","tag-erdgas","tag-fracking","tag-gazprom","tag-lng","tag-nord-stream","tag-polen","tag-russland","tag-usa"],"jetpack_featured_media_url":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/wp-content\/uploads\/2023\/04\/230412_krieg_titel-1.jpg","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/96339","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/15"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=96339"}],"version-history":[{"count":5,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/96339\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":96462,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/96339\/revisions\/96462"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/media\/96341"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=96339"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=96339"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=96339"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}