{"id":96388,"date":"2023-04-16T09:00:36","date_gmt":"2023-04-16T07:00:36","guid":{"rendered":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=96388"},"modified":"2023-04-14T13:12:52","modified_gmt":"2023-04-14T11:12:52","slug":"hinweise-der-woche-303","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=96388","title":{"rendered":"Hinweise der Woche"},"content":{"rendered":"<p>Am Wochenende pr&auml;sentieren wir Ihnen einen &Uuml;berblick &uuml;ber die lesenswertesten Beitr&auml;ge, die wir im Laufe der vergangenen Woche in unseren Hinweisen des Tages f&uuml;r Sie gesammelt haben. Nehmen Sie sich ruhig auch die Zeit, unsere werkt&auml;gliche Auswahl der Hinweise des Tages anzuschauen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (AT)<br>\n<!--more--><br>\nWir weisen darauf hin, dass die jeweiligen Anbieter f&uuml;r die Barrierefreiheit ihrer Angebote selbst verantwortlich sind und es durchaus sein kann, dass der Zugang von zun&auml;chst freien Inhalten nach einer Zeit beschr&auml;nkt wird.<\/p><p>Hier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=96388#h01\">Zweifel am Sieg<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=96388#h02\">Rheinmetall: Wie der Ukraine-Krieg den R&uuml;stungskonzern auf Erfolgskurs bringt<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=96388#h03\">Friedensaufruf von Brandt-Sohn: Bewegung der Alten<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=96388#h04\">Die neue Wehrhaftigkeit<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=96388#h05\">Der Westen gegen den Rest<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=96388#h06\">Pressefl&uuml;sterer und Narrative-Erfinder<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=96388#h07\">Arbeitslosigkeit, Wohnungsnot: Warum die hohen Zinsen die Krise versch&auml;rfen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=96388#h08\">Lithium wird knapp: Europas &Uuml;bergang zu Elektroautos in Gefahr<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=96388#h09\">Corona-Berichterstattung: Das Interesse der Medien an Aufarbeitung ist gering<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=96388#h10\">US-General Edwin Walker und das Fake-Attentat<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Urspr&uuml;nglich hatten wir geplant, in unserer Wochen&uuml;bersicht auch auf die lohnenswertesten redaktionellen Beitr&auml;ge der NachDenkSeiten zu verweisen. Wir haben jedoch schnell festgestellt, dass eine daf&uuml;r n&ouml;tige Vorauswahl immer damit verbunden ist, Ihnen wichtige Beitr&auml;ge vorzuenthalten. Daher m&ouml;chten wir Ihnen raten, am Wochenende doch einfach die Zeit zu nutzen, um sich unsere Beitr&auml;ge der letzten Wochen (noch einmal) anzuschauen. Vielleicht finden Sie dabei ja noch den einen oder anderen Artikel, den es sich zu lesen lohnt. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>Zweifel am Sieg<\/strong><br>\nNeue bekanntgewordene US-Dokumente zeigen: Washington rechnet mit allenfalls teilweisem Erfolg der ukrainischen Fr&uuml;hjahrsoffensive.<br>\nDie US-Milit&auml;rf&uuml;hrung ist offenbar nicht &uuml;berzeugt davon, dass die angek&uuml;ndigte ukrainische Fr&uuml;hjahrsoffensive zu einem vollen Erfolg f&uuml;hren kann. Dies geht aus weiteren Geheimdokumenten aus dem Pentagon hervor, aus denen am Montag abend (europ&auml;ischer Zeit) die Washington Post zitierte. Demnach sei sowohl die Personalst&auml;rke als auch die Versorgung der ukrainischen Truppen mit schweren Waffen nicht so gut, dass ein vollst&auml;ndiger Sieg &ndash; das bedeutet, die R&uuml;ckeroberung der gesamten S&uuml;dk&uuml;ste der Ukraine und ein m&ouml;glicher Vorsto&szlig; auf die Krim &ndash; realistischerweise zu erwarten sei. Bei einer Besprechung ukrainischer und US-amerikanischer Spitzenmilit&auml;rs Mitte M&auml;rz habe die US-Seite daher die ukrainische Milit&auml;rf&uuml;hrung aufgefordert, ihre Operationsziele an die vorhandenen M&ouml;glichkeiten anzupassen. Ukrainische Milit&auml;rvertreter best&auml;tigten die Echtheit des Dokuments, gaben aber den Vorwurf an die Aufr&uuml;ster der Ukraine zur&uuml;ck: Der Westen liege mit seinen Waffen- und Munitionslieferungen hinter den eigenen Zusagen zur&uuml;ck, und dass die Armee an Munitionsmangel leide, werde von ukrainischen Politikern offen zugegeben, zitiert die &shy;Washington Post Offizielle aus Kiew. Was ein aus US-Sicht realistisches Ziel der Fr&uuml;hjahrskampagne sein k&ouml;nne, blieb in dem Dokument offen; angestrebt wird offenbar, die russischen Versorgungslinien durch die 2022 eroberten Teile des Bezirks Saporischschja &raquo;bedrohen&laquo; zu k&ouml;nnen. Schon fr&uuml;her hatten US-Milit&auml;rs die ukrainische Vorstellung, im Laufe der Fr&uuml;hjahrsoffensive die Krim zur&uuml;ckerobern zu k&ouml;nnen, als &raquo;sehr ehrgeizig&laquo; &ndash; im Klartext: deutlich &uuml;berzogen &ndash; kritisiert. F&uuml;r die Plausibilit&auml;t dieser Stimmungen auf seiten der USA sprechen auch &Auml;u&szlig;erungen ukrainischer Politiker, die nicht direkt in diesem Kontext gefallen sind.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.jungewelt.de\/artikel\/448640.ukraine-krieg-zweifel-am-sieg.html\">Reinhard Lauterbach in junge Welt<\/a>\n<p>dazu: <strong>Bericht: USA haben Wolodymyr Selenskyj ausspioniert<\/strong><br>\nAm Montag melden verschiedene Medien, dass die geleakten Pentagon-Papiere zeigen, dass Wolodymyr Selenskyj von den USA ausspioniert wurde.<br>\nEines der enth&uuml;llten Dokumente scheint der US-Geheimdienstbericht zu sein, der angeblich die abgefangenen Gespr&auml;che von Selenskyj mit seinen Milit&auml;r- und Verteidigungsbeamten enth&uuml;llt, die ein verschl&uuml;sseltes Signal verwendet haben sollen. Laut der CNN-Ver&ouml;ffentlichung sagte eine Quelle, die Selenskyj nahestehen soll, dass die US-Spionage-Ma&szlig;nahmen f&uuml;r den Pr&auml;sidenten nicht &uuml;berraschend seien. Dennoch seien ukrainische Beamte zutiefst frustriert &uuml;ber das Leak.&ldquo;<br>\nEnde Februar soll der ukrainische Pr&auml;sident dar&uuml;ber nachgedacht haben, mit Drohnen russische St&uuml;tzpunkte in der N&auml;he des Rostov Oblast anzugreifen. Drohnen sollen im Gespr&auml;ch gewesen sein, weil Selenskyj nicht &uuml;ber die notwendigen Langstreckenraten verf&uuml;gt.<br>\nDie Gespr&auml;che zwischen Selenskyj und seinen Beratern sollen auch der Grund sein, warum die USA die Ukraine nicht mit Langstreckenraten ausstatten m&ouml;chten, schreibt die Kyiv Post mit Bezug auf CNN. Die USA h&auml;tten au&szlig;erdem Sorge, dass die Chinesen einen ukrainischen Angriff auf St&uuml;tzpunkte im Rostov Oblast als Provokation der Nato interpretieren k&ouml;nnten. Die Ukraine hat die Authentizit&auml;t der geleakten Dokumente verneint.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.berliner-zeitung.de\/politik-gesellschaft\/bericht-usa-haben-wolodymyr-selenskyj-ausspioniert-li.336753\">Berliner Zeitung<\/a><\/p>\n<p>dazu auch: <strong>Exklusiv: EU-Diplomaten sehen in Ukraine-Krieg &ldquo;keinen Wendepunkt&rdquo;<\/strong><br>\nEU-Dokument bewertet ukrainischen Verteidigungskampf verhalten. Analyse deckt sich mit US-Geheimakten. Br&uuml;ssel beh&auml;lt sich Ende der Milit&auml;rhilfe vor.<br>\nAu&szlig;en- und Sicherheitsexperten der EU sehen die ukrainische Armee im Kampf gegen die russischen Invasoren weiterhin in der Defensive. Das geht aus einem internen Konzeptpapier des Europ&auml;ischen Ausw&auml;rtigen Dienstes hervor, das Telepolis exklusiv vorliegt.<br>\nDas mehrseitige Dokument &ldquo;zur Unterst&uuml;tzung der ukrainischen Streitkr&auml;fte durch die Bereitstellung von Munition&rdquo; geht von einem massiven Munitionsmangel der ukrainischen Artillerie aus. Diese Einsch&auml;tzung deckt sich im Wesentlichen mit US-Geheimdokumenten, die k&uuml;rzlich im Internet aufgetaucht sind.<br>\nDie &ldquo;erfolgreiche Gegenoffensive der ukrainischen Streitkr&auml;fte&rdquo;, die Ende August 2022 an zwei Fronten begonnen worden war, sei &ldquo;zwar ermutigend&rdquo;, aber &ldquo;noch kein Wendepunkt&rdquo;, schreiben die EU-Experten in ihrer internen Analyse.<br>\nAuch angesichts der Mobilisierung in Russland, in deren Verlauf seit Ende September vergangenen Jahres rund 300.000 weitere Reservisten eingezogen worden sein sollen, sei &ldquo;weitere milit&auml;rische Hilfe der EU f&uuml;r die Ukraine dringend erforderlich&rdquo;.<br>\nDamit sch&auml;tzen die Br&uuml;sseler Diplomaten nicht nur die Chancen der ukrainischen Streitkr&auml;fte im Kampf gegen die russischen Aggressoren geringer ein als &ouml;ffentlich dargestellt. Der EU-Rat stellt der Ukraine auch eine Reihe von Bedingungen und kn&uuml;pft k&uuml;nftige Milit&auml;rhilfe an eine Ausstiegsklausel.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.telepolis.de\/features\/Exklusiv-EU-Diplomaten-sehen-in-Ukraine-Krieg-keinen-Wendepunkt-8935831.html\">Telepolis<\/a><\/p>\n<p>und: <strong>Das Doppelspiel der USA mit den Waffenlieferungen<\/strong><br>\nMit Jets und Raketen h&auml;tte Ukraine Oberwasser. Doch Putin soll nicht verlieren &ndash; zu riskant w&auml;re sein unkontrolliertes Atomarsenal.<br>\nDer Hauptlieferant der Waffen an die Ukraine sind die USA. Bis jetzt wurden Mehrfachraketenwerfer HIMARS, Artilleriegesch&uuml;tze, Panzerabwehrwaffen, Fliegerabwehrlenkwaffen und Sch&uuml;tzenpanzer geliefert.<br>\nDas durch die USA verfolgte Motto war und ist: Der russische Pr&auml;sident Wladimir Wladimirowitsch Putin darf den Krieg nicht gewinnen.<br>\nDie Lieferung weitreichender Waffen wie Kampfflugzeuge F-16 oder weitreichender Boden-Boden-Lenkwaffen ATACMS (Army TACtical Missile System) 300 km) w&auml;re eine nicht ausgesprochene Eskalationsdrohung, die zur Ver&auml;nderung des Kr&auml;fteverh&auml;ltnisses auf dem Gefechtsfeld f&uuml;hren w&uuml;rde.<br>\nDie USA d&uuml;rften auch ein zweites Motto verfolgen: Putin darf den Krieg nicht verlieren.<br>\nNur schon wegen der Abschreckung mit den nuklear strategischen Waffen (Reichweite &uuml;ber 5&rsquo;500 km) wollen die USA unter keinen Umst&auml;nden einen Sturz des Regimes von Putin und damit den Zerfall Russlands provozieren.<br>\nNach einem Kriegsende muss mit Russland &uuml;ber die Begrenzung der nuklear strategischen Waffen weiterverhandelt werden. Dies d&uuml;rfte auch der wirkliche Grund sein, warum die USA Kampfflugzeuge F-16 und Boden-Bodenflugk&ouml;rper ATACMS nicht liefern.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.infosperber.ch\/politik\/welt\/das-doppelspiel-der-usa-mit-den-waffenlieferungen\/\">Infosperber<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>Rheinmetall: Wie der Ukraine-Krieg den R&uuml;stungskonzern auf Erfolgskurs bringt<\/strong><br>\nDer R&uuml;stungskonzern Rheinmetall hat seinen Sitz in Deutschland. Doch viele Gewinne gehen in die USA.<br>\n&bdquo;Mit dem aktiven Naturschutz verbindet Rheinmetall ein Engagement f&uuml;r die Region, in der die Firma nach der Bundeswehr der gr&ouml;&szlig;te Arbeitgeber ist. Das Ergebnis ist eine ungew&ouml;hnlich reiche Pflanzenwelt, die eine seltene Vielfalt von Insekten und V&ouml;geln anzieht und gro&szlig;en Wildtierbest&auml;nden eine Heimat bietet. Unter dem Schutz des Sperrgebiets &ndash; auf dem Schie&szlig;platz herrschen strengste Sicherheitsma&szlig;nahmen &ndash; siedeln immer neue Arten an. Der Donner der Kanonen schreckt die Tierwelt nicht.&ldquo;<br>\nSo stellt sich der gr&ouml;&szlig;te deutsche R&uuml;stungskonzern vor. Bei seinem gr&ouml;&szlig;ten Standort in Deutschland betreibt er das Erprobungszentrum Unterl&uuml;&szlig; (EZU), mit 54 Hektar das gr&ouml;&szlig;te private milit&auml;rische Test- und &Uuml;bungsgel&auml;nde Europas, beim Dorf Unterl&uuml;&szlig; am Rand des Naturparks S&uuml;dheide in Niedersachsen. Hier steht mit 2500 Besch&auml;ftigten auch der gr&ouml;&szlig;te der 40 Standorte von Deutschlands gr&ouml;&szlig;tem &Ouml;ko-Unternehmen.<br>\nRheinmetall spricht m&ouml;glichst nicht von R&uuml;stung. &bdquo;Der internationale integrierte Technologiekonzern&ldquo; &ndash; so er&ouml;ffnet die Website. &bdquo;Mit unseren Technologien, unseren Produkten und Systemen schaffen wir die unverzichtbare Grundlage f&uuml;r Frieden, Freiheit und f&uuml;r nachhaltige Entwicklung: Sicherheit.&ldquo; Und: &bdquo;Rheinmetall ist ein integrierter Technologiekonzern f&uuml;r umweltschonende Mobilit&auml;t.&ldquo; Und weiter geht es in der neuen Werte-Litanei: &bdquo;Bis 2035 wollen wir CO&#8322;-neutral sein.&ldquo;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.berliner-zeitung.de\/politik-gesellschaft\/rheinmetall-wie-der-ukraine-krieg-den-ruestungskonzern-auf-erfolgskurs-bringt-li.335632\">Werner R&uuml;gemer in der Berliner Zeitung<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>Friedensaufruf von Brandt-Sohn: Bewegung der Alten<\/strong><br>\nDer neue Friedensaufruf von SPD-nahen Prominenten ist ernster zu nehmen als Sahra Wagenknechts Appell. Aber auch er macht es sich zu einfach. [&hellip;]<br>\nJa, auch dieser Aufruf l&auml;sst die naheliegende Frage, ob Putin nicht an den Verhandlungstisch geschossen werden muss, einfach beiseite. Diplomatie und Waffenlieferungen geh&ouml;ren zusammen. Kluge Politik des Westens w&auml;re es, mit Verhandlungsangeboten zu locken und nach Moskau die Botschaft zu senden, dass ein R&uuml;ckzug nicht das Ende Russlands w&auml;re.<br>\nDer Aufruf ist von sehr vielen &bdquo;Ex&ldquo; unterzeichnet. Ex-Minister, Ex-DGB-Chef, Ex-SPD-Chef, Ex-Bundestagspr&auml;sident. Das Durchschnittsalter der Unterzeichner d&uuml;rfte deutlich &uuml;ber 70 Jahren liegen. Die Friedensbewegung ist eine RentnerInnenbewegung geworden, ohne J&uuml;ngere. Das ist f&uuml;r einen vitalen, streitbaren Diskurs keine gute Nachricht.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/taz.de\/Friedensaufruf-von-Brandt-Sohn\/!5923389\/\">taz<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Jens Berger:<\/strong> Zitat taz: &ldquo;Der Aufruf ist von sehr vielen &bdquo;Ex&ldquo; unterzeichnet. Ex-Minister, Ex-DGB-Chef, Ex-SPD-Chef, Ex-Bundestagspr&auml;sident. Das Durchschnittsalter der Unterzeichner d&uuml;rfte deutlich &uuml;ber 70 Jahren liegen. Die Friedensbewegung ist eine RentnerInnenbewegung geworden, ohne J&uuml;ngere. Das ist f&uuml;r einen vitalen, streitbaren Diskurs keine gute Nachricht.&ldquo; <\/em><\/p>\n<p><em>Nein, liebe taz. Das ist vor allem keine gute Nachricht f&uuml;r den geistig-moralischen Zustand der J&uuml;ngeren und derjenigen, die heute in Amt und W&uuml;rden sind.<\/em><\/p>\n<p>dazu auch: <strong>Das ohrenbet&auml;ubende Schweigen der Intellektuellen inmitten globaler Konflikte<\/strong><br>\nProgressive Kommentatoren sind in den gro&szlig;en Medien immer seltener anzutreffen. Konservative Meinungsmacher dominieren die politischen B&uuml;hnen im Westen und rechtfertigen Verbrechen. Was ist da los? (Teil 1)<br>\nDie Intellektuellen haben kein Monopol auf Kultur, Werte oder Wahrheit und schon gar nicht auf die Bedeutung, die einem dieser &ldquo;Dom&auml;nen des Geistes&rdquo;, wie sie fr&uuml;her genannt wurden, zugeschrieben werden.<br>\nAber die Intellektuellen sollten deswegen nicht davor zur&uuml;ckschrecken, das anzuprangern, was sie als zerst&ouml;rerisch f&uuml;r Kultur, Werte und Wahrheit ansehen, vor allem, wenn diese Zerst&ouml;rung im Namen des Geistes betrieben wird. Die Intellektuellen d&uuml;rfen sicherlich auf das Positive verweisen, die Sonne schon vor Tagesanbruch gewisserma&szlig;en begr&uuml;&szlig;en, aber sie m&uuml;ssen zugleich vor den Wolken warnen, die sich vor Einbruch der Dunkelheit bedrohlich am Himmel zusammenziehen und uns daran hindern, das Tageslicht sp&auml;ter zu genie&szlig;en.<br>\nEuropa ist Zeuge einer beunruhigenden (Wieder-)Auferstehung zweier Entwicklungen, die die Dom&auml;nen des Geistes zerst&ouml;ren: die Eliminierung der Demokratie durch das Erstarken extremer rechter Kr&auml;fte und die Unterwanderung des Friedens durch die Erkl&auml;rung des Kriegs zu einer Naturgewalt.<br>\nBeide Zerst&ouml;rungsprozesse werden durch Werte legitimiert, die sie eigentlich unm&ouml;glich machen sollen. Der Faschismus wird im Namen der Demokratie gef&ouml;rdert; der Krieg wird im Namen des Friedens gutgehei&szlig;en. All das ist m&ouml;glich geworden, weil die politische Initiative und die Medienpr&auml;senz den konservativen Kr&auml;ften der Rechten und der extremen Rechten &uuml;berlassen werden.<br>\nSoziale Schutzma&szlig;nahmen, die den Menschen das Gef&uuml;hl geben sollen, dass Demokratie besser ist als Diktatur, werden gerade wegen der Kosten des Kriegs in der Ukraine immer sp&auml;rlicher. Zugleich treffen die Wirtschaftssanktionen gegen den &ldquo;Feind&rdquo;, die mutma&szlig;lich ihn sch&auml;digen sollen, in Wirklichkeit vor allem die europ&auml;ischen V&ouml;lker, deren Regierungen sich mit den USA verb&uuml;ndet haben.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.telepolis.de\/features\/Das-ohrenbetaeubende-Schweigen-der-Intellektuellen-inmitten-globaler-Konflikte-8515366.html\">Telepolis<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>Die neue Wehrhaftigkeit<\/strong><br>\nDer Landwirtschaftsminister &Ouml;zdemir nimmt im Tarnanzug an einer Wehr&uuml;bung teil, inclusive Schie&szlig;training. Beim Milit&auml;r war der Gr&uuml;ne nie &ndash; aus &Uuml;berzeugung. Thomas Gesterkamp, M&auml;nnerforscher und Wehrdienstverweigerer, fragt: Warum schw&auml;rmen gerade die damaligen Pazifisten heute so f&uuml;r den Dienst an der Waffe? Und an wen erinnert noch gleich die neuerdings so forsch vorgetragene Forderung nach &ldquo;mehr M&auml;nnlichkeit&rdquo;? [&hellip;]<br>\nGleich nach der russischen Invasion polemisierte der M&uuml;nchner SZ-Journalist Tobias Haberl im Spiegel gegen angeblich verweichlichte M&auml;nner. Unter der rei&szlig;erischen &Uuml;berschrift &bdquo;Pesto sch&uuml;tzt nicht vor Pistolen&ldquo; forderte er mehr &bdquo;M&auml;nnlichkeit in Zeiten des Krieges&ldquo;. In den Zeitungen h&auml;uften sich die Klagen &uuml;ber die mangelnde &bdquo;Wehrhaftigkeit&ldquo; des deutschen Mannes. Der Tonfall erinnert an AfD-Rechtsau&szlig;en Bj&ouml;rn H&ouml;cke und dessen Forderungen nach mehr &bdquo;Maskulinit&auml;t&ldquo;.<br>\nSolche Appelle werden nun pl&ouml;tzlich in der &bdquo;b&uuml;rgerlichen Mitte&ldquo; salonf&auml;hig, trotz ihrer problematischen Anschlussf&auml;higkeit an nationalmilitaristische und -sozialistische Diskurse. Mit &auml;hnlichen Argumenten hatten die Nazis die Freiz&uuml;gigkeit der Weimarer Republik kritisiert. Sp&auml;ter k&auml;mpften deutsche M&auml;nner &bdquo;hart wie Kruppstahl&ldquo; f&uuml;r Familie, Frauen und Kinder &ndash; und t&ouml;teten Millionen nichtdeutscher Familien, Frauen und Kinder. Die mit Abstand meisten zivilen und milit&auml;rischen Opfer beklagte im Zweiten Weltkrieg die Sowjetunion: Von 27 Millionen Toten geh&ouml;rten sieben Millionen zur Zivilbev&ouml;lkerung.<br>\nAuch der Schriftsteller Ralf B&ouml;nt (&bdquo;Das entehrte Geschlecht&ldquo;) bekannte im Freitag &ouml;ffentlich, dass er den Wehrdienst heute nicht mehr verweigern w&uuml;rde, lieber l&auml;ge er &bdquo;bewaffnet hinter einem Sandsack und tr&uuml;ge zum Kampf um die Zukunft bei&ldquo;. In den Sch&uuml;tzengraben k&ouml;nnten auch Anton Hofreiter (Gr&uuml;ne) und Marie-Agnes Strack-Zimmermann (FDP) liegen. Als die Liberale, die nicht m&uuml;de wird, Waffenlieferungen zu fordern, von der heute-Show gefragt wurde, ob sie &bdquo;gedient&ldquo; habe, konterte die 64-J&auml;hrige mit fragw&uuml;rdiger Ironie, sie sei &bdquo;gut f&uuml;r den Volkssturm&ldquo;. Das war so wenig witzig wie j&uuml;ngst Au&szlig;enministerin Annalena Baerbock (Gr&uuml;ne), die bei der Verleihung des Aachener &bdquo;Ordens wider den tierischen Ernst&ldquo; verk&uuml;ndete, sie sei bewusst nicht als Leopard kost&uuml;miert erschienen. Tusch!<br>\nDie kampflustigen Promis finden derweil im gemeinen Volk nur wenige Nachahmer. Die Zahl der Kriegsdienstverweigerer innerhalb der Bundeswehr hat sich &ndash; trotz ausgesetzter Wehrpflicht &ndash; in j&uuml;ngster Zeit verf&uuml;nffacht. 2022 stieg sie laut Bundesamt f&uuml;r Familie und zivilgesellschaftliche Aufgaben (BAFzA) auf 951 Personen, 2021 gab es nur 201 Antr&auml;ge. Dem standen im selben Jahr 304 Verweigerungs-Widerrufe gegen&uuml;ber &ndash; 2016 waren es ganz ohne &bdquo;Zeitenwende&ldquo; mit 718 erheblich mehr.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.emma.de\/artikel\/die-neue-wehrhaftigkeit-340221\">Emma<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>Der Westen gegen den Rest<\/strong><br>\n(Eigene &Uuml;bersetzung)<br>\nDer Menschenrechtsrat der Vereinten Nationen stimmte mit &uuml;berw&auml;ltigender Mehrheit f&uuml;r eine Verurteilung der Sanktionen. Die einzigen L&auml;nder, die sich f&uuml;r dieses Instrument der wirtschaftlichen Kriegsf&uuml;hrung aussprachen, waren die Vereinigten Staaten, Gro&szlig;britannien, die Mitgliedstaaten der Europ&auml;ischen Union, Georgien und die Ukraine.<br>\nSanktionen sind formell als einseitige Zwangsma&szlig;nahmen bekannt und versto&szlig;en gegen das V&ouml;lkerrecht.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/geopoliticaleconomy.com\/2023\/04\/06\/west-sanctions-un-human-rights-council\/\">Geopolitical Economy<\/a>\n<p>dazu auch: <strong>Afrika ist mit 54:0 Stimmen dagegen, sich Bidens Stellvertreterkrieg gegen Russland anzuschlie&szlig;en<\/strong><br>\n(Eigene &Uuml;bersetzung)<br>\nAls Pr&auml;sident Biden im Februar 2022 Sanktionen gegen Russland wegen des Einmarsches in die Ukraine ank&uuml;ndigte, bezeichnete er dies als Kampf der Demokratie gegen die Tyrannei. Er erwartete, dass Afrika sich der F&uuml;hrung der USA anschlie&szlig;en w&uuml;rde.<br>\nEs &uuml;berrascht nicht, dass sich kein einziges der 54 afrikanischen L&auml;nder den US-Sanktionen gegen Russland angeschlossen hat. Viele sind neutral; einige unterst&uuml;tzen sogar Russlands Krieg, um die Osterweiterung der NATO an Russlands Grenzen zu verhindern und die Unabh&auml;ngigkeit des ukrainischen Donbas von der Kiewer Aggression zu erlangen, die dort Tausende von Ukrainern get&ouml;tet hat. [&hellip;]<br>\nRussland hat k&uuml;rzlich seine Konferenz &ldquo;Russland-Afrika in einer multipolaren Welt&rdquo; einberufen, auf der die meisten afrikanischen Staaten vertreten waren. Kein einziges Land verurteilte die russische Invasion, w&auml;hrend einige den USA und der NATO die Schuld f&uuml;r die Provokation gaben. Der s&uuml;dafrikanische Pr&auml;sident Cyril Ramaphosa sagte nach intensiver Lobbyarbeit des US-Au&szlig;enministers Tony Blinken vor seinem Parlament: &ldquo;Der Krieg h&auml;tte vermieden werden k&ouml;nnen, wenn die NATO im Laufe der Jahre die Warnungen ihrer eigenen f&uuml;hrenden Politiker und Beamten beachtet h&auml;tte, dass ihre Osterweiterung zu mehr und nicht zu weniger Instabilit&auml;t in der Region f&uuml;hren w&uuml;rde.&rdquo;<br>\nWas wir erleben, ist eine weltweite seismische Verschiebung, die die unipolare Dominanz der USA schw&auml;cht. Die Behauptungen der USA &uuml;ber Demokratie und Tyrannei klingen hohl, nicht nur in Afrika, sondern &ndash; abgesehen von der NATO und einigen wenigen anderen &ndash; weltweit. Mehr als zwei Drittel unserer 8 Milliarden Menschen leben in L&auml;ndern, die die US-Proxy-Kriegspropaganda ablehnen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/popularresistance.org\/africa-all-out-54-0-against-joining-bidens-proxy-war-on-russia\/\">Popular Resistance<\/a><\/p>\n<p>und: <strong>Abschaffung von Sanktionen als Mittel des Wirtschaftskrieges: Krachende Abstimmungsniederlage f&uuml;r USA und EU im UN-Menschenrechtsrat<\/strong><br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=96301\">NachDenkSeiten<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Pressefl&uuml;sterer und Narrative-Erfinder<\/strong><br>\nUm den bisherigen medialen Sachstand zusammenzufassen: Hersh ver&ouml;ffentlicht am 8. Februar seine auf einer Quelle beruhende These &uuml;ber den Sabotageakt auf die Pipelines. Nach anf&auml;nglichem ratlosem Schweigen vieler Medien erscheinen zeitgleich am 7. M&auml;rz die Aussagen der Pressefl&uuml;sterer in der New York Times und im deutschen Medienverbund. Zwischendurch blamierte sich noch der Narrative-Erfinder der Tagesschau am 23. Februar. Als sich auch die Geschichte &uuml;ber die Yacht &bdquo;Andromeda&ldquo; als R&auml;uberpistole herausstellte, lassen die Pressefl&uuml;sterer die Kollegen von &bdquo;t-online&ldquo; ihre neuesten Erkenntnisse vermitteln, die sich aber seltsamerweise haargenau wie eine russifizierte Version von Hersh anh&ouml;ren. Nur kam niemand nach dem Sabotageakt am 26. September sechs Monate lang auf die Idee, diese Erkenntnisse &uuml;ber den russischen Flottenverband dem Publikum mitzuteilen. Darauf kam man erst nach dem 8. Februar, und auch erst dann, als sich alle anderen Narrative als wenig &uuml;berzeugend herausstellten.<br>\nMit der Ver&ouml;ffentlichung der Hersh-Story &uuml;ber eine amerikanische T&auml;terschaft kamen die westlichen Regierungen erkennbar unter Zugzwang. Sie konnten sich nicht mehr mit den &uuml;blichen Phrasen einer noch stattfindenden Ermittlung aus der Aff&auml;re ziehen. Sie brauchten jetzt eine Antwort auf Hersh, jenseits der gescheiterten Bem&uuml;hungen der Narrative-Erfinder.<br>\nWobei sich sogar der &bdquo;Spiegel&ldquo; &uuml;ber die recht bescheidenen Bem&uuml;hungen des zust&auml;ndigen Bundeskriminalamtes (BKA) zur Aufkl&auml;rung dieses Sabotageaktes wunderte. Nach seinen Informationen seien &bdquo;nur wenige Beamtinnen und Beamte des Referats ST24 mit dem Fall befasst&ldquo; gewesen, etwa im Vergleich zu der &bdquo;mutma&szlig;lich militanten Reichsb&uuml;rger-Zelle um Heinrich XIII. Prinz Reu&szlig;&ldquo;. Dort h&auml;tten &bdquo;zeitweilig fast 400 Kriminalisten des BKA&ldquo; ermittelt.<br>\nSelbst die Verdachtsmomente einer von Deutschland aus gestarteten Sabotageaktion h&auml;tten daran nichts ge&auml;ndert. Offenbar sei man davon ausgegangen, so der &bdquo;Spiegel&ldquo;, &bdquo;dass der Fall nicht aufgekl&auml;rt werden kann&ldquo; oder es &bdquo;schlichtweg an Personal&ldquo; fehlte. Das zust&auml;ndige Referat sei &bdquo;derzeit unter anderem mit den aufwendigen Ermittlungen gegen den mutma&szlig;lichen Spion im Bundesnachrichtendienst, Carsten L., befasst&ldquo; gewesen. Vielleicht hatten die Beamten auch alle einen positiven Coronatest, der sie an der Dienstaus&uuml;bung hinderte.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.dersandwirt.de\/pressefluesterer\/\">Frank L&uuml;bberding auf Der Sandwirt<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Arbeitslosigkeit, Wohnungsnot: Warum die hohen Zinsen die Krise versch&auml;rfen<\/strong><br>\nDie EZB hat den Preisschock bei Energie und Lebensmitteln mit dem Hammer der Zinspolitik bek&auml;mpft. Das ist unverantwortlich.<br>\nStellen Sie sich vor, Sie w&auml;ren Arzt und sollen beim Patienten Krebs bek&auml;mpfen. Stattdessen nehmen sie den Vorschlaghammer und erschlagen ihn. Sie w&uuml;rden wohl als gef&auml;hrlicher Scharlatan und obendrein als M&ouml;rder gelten.<br>\nOder Sie w&auml;ren Mitglied einer durchgedrehten Spezialeinheit, die einen Terroristen in Paris verhaften soll. Ohne lange zu fackeln, werfen Sie so &auml;hnlich wie in der Puppen-Action-Kom&ouml;die &bdquo;Team America&ldquo; Bomben &uuml;ber dem Eiffelturm ab.<br>\nLeider wird nach einem &auml;hnlichen Drehbuch Geldpolitik in Frankfurt gemacht: Denn auf den einmaligen Preisschock hoher Energie- und Lebensmittelpreise, die sich bei den Erzeugerpreisen bereits wieder zur&uuml;ckbilden, wurde mit drastischen Zinserh&ouml;hungen reagiert. Dies, obwohl wir es nicht mit einer &uuml;berhitzten Wirtschaft oder einer klassischen Nachfrageinflation sowie Lohn-Preis-Spiralen zu tun haben.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.berliner-zeitung.de\/wirtschaft-verantwortung\/ezb-arbeitslosigkeit-wohnungsnot-warum-die-hohen-zinsen-die-krise-verschaerfen-li.334681\">Fabio De Masi in der Berliner Zeitung<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>Lithium wird knapp: Europas &Uuml;bergang zu Elektroautos in Gefahr<\/strong><br>\nLithium ist ein wichtiger Bestandteil von Batterien f&uuml;r E-Autos. Doch das Metall wird in Europa in den n&auml;chsten Jahren knapper. Wer k&ouml;nnte davon profitieren?<br>\nDer Plan der EU, schnell Elektroautos zu etablieren, k&ouml;nnte am Lithiummangel scheitern. Wie die Financial Times berichtet, ist der Mangel an der wichtigsten Batteriekomponente eklatant. &bdquo;Der gesamte Weltmarkt wird bis zum Ende des Jahrzehnts immer noch defizit&auml;r sein&ldquo;, sagte Daisy Jennings-Gray, Analystin bei Benchmark Mineral Intelligence.<br>\nDie EU will den Verkauf von neuen Benzin- und Dieselautos bis 2035 verbieten. Dem Bericht zufolge w&uuml;rde bis 2030 aber die Lithium-Nachfrage deutlich auf 550.000 Tonnen pro Jahr ansteigen. Der Bedarf w&uuml;rde sich verf&uuml;nffachen. Das sei mehr als das Doppelte der 200.000 Tonnen, die laut der Preismeldeagentur Benchmark Mineral Intelligence in Europa produziert werden k&ouml;nnen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.berliner-zeitung.de\/news\/lithium-wird-knapp-europas-uebergang-zu-elektroautos-in-gefahr-li.336411\">Berliner Zeitung<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>Corona-Berichterstattung: Das Interesse der Medien an Aufarbeitung ist gering<\/strong><br>\nDer Medienjournalist Timo Rieg hat einen medienwissenschaftlichen Beitrag &uuml;ber Probleme in der Corona-Berichterstattung verfasst. Die Resonanz: gleich null.<br>\nDass Ungeimpfte massiv von den Medien diskriminiert wurden, daran erinnert man sich nur allzu gut. Die schneidenden Headlines blieben im Ged&auml;chtnis haften. Eine kleine Auswahl der Titel: &bdquo;Keine R&uuml;cksicht auf die R&uuml;cksichtlosen&ldquo; (Stern), &bdquo;Eine Diskriminierung von Ungeimpften ist ethisch gerechtfertigt&ldquo; (Die Zeit), &bdquo;Wer sich nicht an eine Impfpflicht h&auml;lt, darf nicht mit einer Geldstrafe davonkommen&ldquo; (Handelsblatt), &bdquo;Ungeimpfte sollen finanzielle Konsequenzen sp&uuml;ren&ldquo; (Wirtschaftswoche).<br>\nDer d&auml;nische Politikwissenschaftler Michael Bang Petersen untersuchte die Diskriminierung von Ungeimpften w&auml;hrend der Pandemie. Und kam zu schockierenden Ergebnissen: In den meisten L&auml;ndern bef&uuml;rwortete ein signifikanter Anteil der Geimpften den Ausschluss von Ungeimpften aus famili&auml;ren Beziehungen. &bdquo;Umgekehrt galt dies aber nicht&ldquo;, so Petersen in einem Interview mit der Neuen Z&uuml;rcher Zeitung, &bdquo;Ungeimpfte zeigten in der Regel keine diskriminierenden Einstellungen gegen&uuml;ber Geimpften.&ldquo;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.berliner-zeitung.de\/open-source\/corona-berichterstattung-das-interesse-der-medien-an-aufarbeitung-ist-gering-li.334923\">Berliner Zeitung<\/a>\n<p>dazu: <strong>Nach Corona hat sich die Debattenkultur in Deutschland nie erholt<\/strong><br>\nW&auml;hrend Corona verunglimpften Teile der Medien und Politik impfskeptische B&uuml;rger, nun ist es mit Friedensaktivisten so. Die Politik ignoriert zahlreiche Stimmen.<br>\nDie Verengung des Diskursraums wird immer wieder beklagt. Und es stimmt ja auch: Kritik an der Regierungspolitik oder allgemein an den vorherrschenden Zust&auml;nden wird gerne mal von Politik und Medien als Verschw&ouml;rungstheorie abgetan.<br>\nF&uuml;r Grenzf&auml;lle hat man neue Vokabeln zur Hand: Wem man zwar nicht ernsthaft unterschieben kann, dass er rechtem Gedankengut anh&auml;ngt, den kann man immer noch als &bdquo;rechts-offen&ldquo; bezeichnen. Wessen Argumente einem nicht nachvollziehbar und irgendwie komisch vorkommen, der &bdquo;schwurbelt&ldquo;. Dieses Verdikt kann altehrw&uuml;rdige bundesrepublikanische Institutionen wie die Ostermarsch- oder gar die Frauenbewegung treffen, und erst recht eine Waffe in neuen Auseinandersetzungen, etwa mit Kritikern der Corona-Politik, sein.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.berliner-zeitung.de\/open-source\/pandemie-aufarbeitung-nach-corona-hat-sich-die-debattenkultur-in-deutschland-nie-erholt-open-source-li.337146\">Berliner Zeitung<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>US-General Edwin Walker und das Fake-Attentat<\/strong><br>\nVor 60 Jahren genoss das damalige &ldquo;Gesicht der radikalen Rechten&rdquo; in den USA gro&szlig;e Publicity wegen eines Mordanschlags.<br>\nAm 10. April 1963 meldete der rechtsextreme Ex-Major General Edwin Anderson Walker einen versuchten Anschlag auf sein Leben. Der umstrittene Politiker gab an, jemand habe ihn in seinem Haus durch das Fenster zu erschie&szlig;en versucht, jedoch sei das Projektil vom Fensterkreuz abgef&auml;lscht worden und dann in der Wand eingeschlagen. Splitter h&auml;tten Walker lediglich an seinem Unterarm verletzt. Walker ordnete den Fall sofort ohne jeden Beleg kommunistischer Bedrohung zu.<br>\nNachdem am 22. November 1963 John F. Kennedy erschossen wurde, erschien am 29. November in einer rechten deutschen Zeitung ein Interview mit Walker, in dem dieser den Verd&auml;chtigen Lee Harvey Oswald als Kommunist bezeichnete und auch des Anschlags auf Walker selbst beschuldigte. H&auml;tte Justizminister Robert Kennedy seinerzeit die Ermittlungen nicht gestoppt, h&auml;tte Oswald im Gef&auml;ngnis gesessen. Tats&auml;chlich fand die mit der Untersuchung des Kennedy-Attentats befasste Warren-Kommission im Dezember 1963 Indizien f&uuml;r einen entsprechenden Verdacht.<br>\nDoch zahlreiche Ungereimtheiten wecken erhebliche Zweifel an der Authentizit&auml;t des ohnehin dubiosen Anschlags. Neue Informationen deuten darauf hin, dass der ohnehin schillernde Walker und sein PR-Mann Robert Surrey bei ihren Aussagen vor der Warren-Kommission &uuml;ber den angeblichen Tathergang gelogen haben. Die Umst&auml;nde sprechen vielmehr f&uuml;r einen Publicity-Stunt.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.telepolis.de\/features\/US-General-Edwin-Walker-und-das-Fake-Attentat-8875219.html\">Telepolis<\/a><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Am Wochenende pr&auml;sentieren wir Ihnen einen &Uuml;berblick &uuml;ber die lesenswertesten Beitr&auml;ge, die wir im Laufe der vergangenen Woche in unseren Hinweisen des Tages f&uuml;r Sie gesammelt haben. Nehmen Sie sich ruhig auch die Zeit, unsere werkt&auml;gliche Auswahl der Hinweise des Tages anzuschauen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich<\/p>\n<div class=\"readMore\"><a class=\"moretag\" href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=96388\">Weiterlesen<\/a><\/div>\n","protected":false},"author":11,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[19],"tags":[],"class_list":["post-96388","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-hinweise-des-tages"],"jetpack_featured_media_url":"","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/96388","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/11"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=96388"}],"version-history":[{"count":3,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/96388\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":96391,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/96388\/revisions\/96391"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=96388"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=96388"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=96388"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}