{"id":96444,"date":"2023-04-17T08:35:48","date_gmt":"2023-04-17T06:35:48","guid":{"rendered":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=96444"},"modified":"2023-04-17T08:22:23","modified_gmt":"2023-04-17T06:22:23","slug":"hinweise-des-tages-4338","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=96444","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (CR\/AT)<br>\n<!--more--><br>\nWir weisen darauf hin, dass die jeweiligen Anbieter f&uuml;r die Barrierefreiheit ihrer Angebote selbst verantwortlich sind und es durchaus sein kann, dass der Zugang von zun&auml;chst freien Inhalten nach einer Zeit beschr&auml;nkt wird.<\/p><p>Hier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=96444#h01\">Fabio De Masi &uuml;ber Cum-Ex-Aff&auml;re: Olaf Scholz l&uuml;gt<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=96444#h02\">Lula f&uuml;r Ende der milit&auml;rischen Unterst&uuml;tzung der Ukraine<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=96444#h03\">Baerbock in China: Es kommt so schlimm wie erwartet<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=96444#h04\">Unser undifferenzierter Blick auf die Ukraine<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=96444#h05\">Der Krieg in der Ukraine begann heute vor neun Jahren<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=96444#h06\">Die USA spionierten ihre wichtigsten Verb&uuml;ndeten aus &mdash; Werden sich diese endlich wehren?<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=96444#h07\">Offener Brief an den deutschen Botschafter in der Schweiz Michael Fl&uuml;gger<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=96444#h08\">Der NATO-Beitritt Finnlands l&auml;sst d&uuml;stere Vorahnungen aufkommen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=96444#h09\">Mehr Rente durch Manipulation? Was dran ist<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=96444#h10\">Macrons n&auml;chtliche Unterschrift sorgt f&uuml;r Unmut<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=96444#h11\">Republikaner machen Kinderarbeit wieder salonf&auml;hig<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=96444#h12\">Krieg und Landraub. Finanzielle Interessen und Dynamik von &lsquo;Land-Grabbing&rsquo; in der Ukraine.<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=96444#h13\">Massaker zur Staatsgr&uuml;ndung<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=96444#h14\">Das Ph&auml;nomen Benjamin Netanjahu<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=96444#h15\">Medienkritik: Macht sie noch Sinn?<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=96444#h16\">Martin Sonneborn &uuml;ber Satire: Tabus brechen? Ist nicht mehr<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Verantwortlich f&uuml;r die Richtigkeit der zitierten Texte sind die jeweiligen Quellen und nicht die NachDenkSeiten. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>Fabio De Masi &uuml;ber Cum-Ex-Aff&auml;re: Olaf Scholz l&uuml;gt<\/strong><br>\nUnser Autor legt minuti&ouml;s die Widerspr&uuml;che des Bundeskanzlers offen. De Masi hat im Hamburger Untersuchungsausschuss selbst als Zeuge ausgesagt. (&hellip;)<br>\nK&uuml;rzlich hat die CDU\/CSU drei Jahre nach Bekanntwerden der Aff&auml;re und den drei Befragungen von Olaf Scholz, die ich im Jahr 2020 im Bundestag hierzu initiierte, angek&uuml;ndigt, einen weiteren Untersuchungsausschuss im Bundestag einzurichten. Dies ist ehrenwert, aber leider nicht ganz frei von Ironie.<br>\nDenn auch dem Partei- und Fraktionsvorsitzenden der CDU\/CSU, Friedrich Merz, d&uuml;rfte das Thema der Cum-Ex-Aktiendeals nicht v&ouml;llig fremd sein. Er war unter anderem als Aufsichtsrat f&uuml;r den Verm&ouml;gensverwalter Blackrock Deutschland t&auml;tig, in dessen M&uuml;nchner B&uuml;ros im Herbst 2021 eine Durchsuchung der K&ouml;lner Staatsanwaltschaft mit Bezug zu Cum-Ex stattfand. [&hellip;]<br>\nDoch auf eines bin ich heute stolz: Durch einen mutigen Richter und sp&auml;ter auch politischen Druck auf die Gesetzgebung wurde es erm&ouml;glicht, dass auch steuerlich verj&auml;hrte Tatbeute noch im Strafprozess eingezogen werden kann. Die Cum-Ex-Tatbeute kann daher noch gerettet werden. Dies war aber zum Zeitpunkt der Causa Warburg in Hamburg noch nicht absehbar. Es bedurfte erheblichen politischen Drucks und einen Kanzlerwahlkampf, um Olaf Scholz als Finanzminister dazu zu bewegen, auch die r&uuml;ckwirkende Einziehung von steuerlich verj&auml;hrter Cum-Ex-Tatbeute durch Verm&ouml;gensabsch&ouml;pfung dauerhaft rechtlich abzusichern. Scholz hatte n&auml;mlich im Windschatten des Corona-Konjunkturpakets in einer Nacht- und Nebelaktion ein Gesetz eingebracht, das die strafrechtliche Einziehung steuerlich verj&auml;hrter Cum-Ex-Tatbeute auf sichere F&uuml;&szlig;e stellen sollte.<br>\nJedoch wurde in das Gesetz ein Passus aufgenommen, der besagte, dass dies nicht r&uuml;ckwirkend erfolgen k&ouml;nne. (&hellip;)<br>\nDie Streichung des R&uuml;ckwirkungsverbotes bei der Absch&ouml;pfung von Cum-Ex-Tatbeute war der gr&ouml;&szlig;te Erfolg meiner parlamentarischen Karriere. Es hat Milliarden gerettet. Viele B&uuml;rgerinnen und B&uuml;rger m&ouml;gen &uuml;ber die Politik zu Recht entt&auml;uscht sein. Heute kann ich guten Gewissens sagen, dass ich die Kosten meiner Bundestagsdi&auml;t mit diesem Engagement wieder hereingespielt haben d&uuml;rfte. Auch wenn die Aufkl&auml;rung &uuml;ber die Warburg-Aff&auml;re von parteipolitischen Spielchen und einer gro&szlig;en Portion Verlogenheit gekennzeichnet ist: Allein f&uuml;r diesen Erfolg hat es sich gelohnt, um die Wahrheit zu k&auml;mpfen!<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.berliner-zeitung.de\/politik-gesellschaft\/dokumentation-skandal-um-warburg-bank-fabio-de-masi-ueber-cum-ex-affaere-olaf-scholz-luegt-li.337303\">Fabio De Masi in Berliner Zeitung<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>Lula f&uuml;r Ende der milit&auml;rischen Unterst&uuml;tzung der Ukraine<\/strong><br>\nBrasiliens Pr&auml;sident Luiz Inacio Lula da Silva hat von den USA ein Ende der milit&auml;rischen Unterst&uuml;tzung f&uuml;r die Ukraine gefordert. Die Vereinigten Staaten m&uuml;ssten &bdquo;aufh&ouml;ren, den Krieg zu f&ouml;rdern, und anfangen, &uuml;ber Frieden zu reden&ldquo;, sagte Lula heute bei seinem Besuch in Peking vor Journalisten und Journalistinnen. Auch die Europ&auml;ische Union m&uuml;sse &bdquo;anfangen, &uuml;ber Frieden zu reden&ldquo;.<br>\nAuf diese Weise werde die internationale Staatengemeinschaft in der Lage sein, den russischen Pr&auml;sidenten Wladimir Putin und den ukrainischen Staatschef Wolodymyr Selenskyj davon zu &uuml;berzeugen, dass &bdquo;Frieden im Interesse der ganzen Welt liegt&ldquo;, sagte der brasilianische Staatschef vor seiner Weiterreise von China aus in die Vereinigten Arabischen Emirate.<br>\nLula war gestern zu einem Staatsbesuch in Peking eingetroffen, Brasiliens wichtigstem Handelspartner. Dabei ging es vor allem darum, die bilateralen Beziehungen zu st&auml;rken und den Eindruck zu vermitteln, dass &bdquo;Brasilien wieder ein wichtiger Akteur auf der Weltb&uuml;hne ist&ldquo;.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/orf.at\/\/stories\/3312691\/\">ORF.at<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>Baerbock in China: Es kommt so schlimm wie erwartet<\/strong><br>\nWie keine andere steht die deutsche Au&szlig;enministerin f&uuml;r das Konzept einer Au&szlig;enpolitik auf Augenh&ouml;he. Zumindest in Form hehrer Bekenntnisse. In der Praxis bleibt davon wenig &uuml;brig, wie Annalena Baerbock (B&uuml;ndnis 90\/Die Gr&uuml;nen) nun auch in China bewies. Augenh&ouml;he ist nicht ihr Ding, Diplomatie auch nicht. Ihr Ding sind Belehrungen und Ma&szlig;regelungen.<br>\nWie gewohnt trat sie auch bei der Pressekonferenz mit ihrem chinesischen Amtskollegen anl&auml;sslich ihres Besuchs in China als Lehrmeisterin auf und sorgte daf&uuml;r, dass Deutschland auf der Beliebtheitsskala in China erneut ein paar Punkte verlor. &ldquo;Aber ich muss offen sagen, dass ich mich frage, warum die chinesische Positionierung bisher nicht die Aufforderung an den Aggressor Russlands beinhaltet, den Krieg zu stoppen&rdquo;, sagte sie beispielsweise.<br>\nBaerbock lieferte sich einen regelrechten Schlagabtausch, belehrte den chinesischen Au&szlig;enminister Qin Gang &uuml;ber Menschenrechte, zog rote Linien hinsichtlich von Waffenlieferungen Chinas an die Ukraine und warnte China vor den Folgen einer milit&auml;rischen Eskalation in der Stra&szlig;e von Taiwan. Die H&auml;lfte des weltweiten Handels passiere diese Wasserstra&szlig;e, daher habe Deutschland ein unmittelbares Interesse.<br>\n&ldquo;Die zunehmenden Spannungen in der Taiwan-Stra&szlig;e beobachten wir mit gro&szlig;er Sorge&rdquo;, nahm sie die &uuml;bliche Schuldzuweisung vor; als k&ouml;nne der Westen dort kein W&auml;sserchen tr&uuml;ben. Es kam also mindestens genauso schlimm, wie erwartet wurde. Qin verbat sich die Belehrungen.<br>\nBaerbock lie&szlig; sich nicht irritieren. Waffen darf nur der Westen liefern, nur der Westen darf &Ouml;l ins Feuer von Konflikten gie&szlig;en. Anderen L&auml;ndern ist das verboten. Vermutlich ist es das, was Baerbock mit &ldquo;regelbasierter Ordnung&rdquo; meint.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/test.rtde.tech\/meinung\/167722-baerbock-in-china-schlagabtausch-auf-pressekonferenz\/%20\">Gert Ewen Ungar in RT DE<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Christian Reimann:<\/strong> Es ist einfach besch&auml;mend oder peinlich, wie die amtierende Bundesau&szlig;enministerin dem eigentlich guten Image, das Deutschland im Ausland bisher immer noch genossen hat, schadet. Die Realit&auml;t in China wird von ihr auf den Kopf gestellt. Wenn sie nicht <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=86554\">Opfer von Gr&ouml;&szlig;enwahn gepaart mit kompletter Verblendung<\/a> sein sollte, so unterst&uuml;tzt <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=72888\">die vom WEF promotete<\/a> Frau Baerbock als Beauftragte der Amis die US-gef&uuml;hrten und von osteurop&auml;ischen Staaten geforderten <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=78713\">Konflikte mit Russland und auch mit China<\/a>. Bitte lesen Sie dazu z.B. auch:<\/em><\/p>\n<ol type=\"a\">\n<li><em><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=86680\">Die Ahnungslosigkeit deutscher Au&szlig;enpolitik in Bezug auf Taiwan <\/a><\/em><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=89999\">Taiwanesischer Pr&auml;sidentenberater Pan Shih-wei widerspricht Baerbock: Taiwanesen wollen lieber Status Quo als &bdquo;Kampf um Souver&auml;nit&auml;t&ldquo;<\/a><\/li>\n<li><em><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=90311\">Die Chinapolitik der Ampel ist schlecht f&uuml;r Deutschland, Europa und den Klimaschutz!<\/a><\/em><\/li>\n<\/ol>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers H.M.:<\/strong> China erf&uuml;llt Positionen, von denen die fr&uuml;here Friedenspartei &ndash; lang ist es her &ndash; abger&uuml;ckt ist! &bdquo;Wir liefern und werden ja auch sp&auml;ter keine Waffen an Konfliktparteien liefern&rdquo;, sagte Au&szlig;enminister Qin Gang nach einem fast zweist&uuml;ndigen Gespr&auml;ch mit Bundesau&szlig;enministerin Annalena Baerbock (Gr&uuml;ne) in Peking. Bei diesem Satz des chinesischen Au&szlig;enministers h&auml;tte Bellizistin Annalena Baerbock rot anlaufen und im Boden versinken m&uuml;ssen vor Scham. China erf&uuml;llt exakt das, was die Gr&uuml;nen ihren W&auml;hlern vor der Bundestagswahl am 26. Sept. 2021 versprochen haben.<\/em><\/p>\n<p>dazu: <strong>Baerbock in Peking: Notfalls m&uuml;ssen die Fakten dran glauben<\/strong><br>\nDie Auftritte der deutschen Au&szlig;enministerin Annalena Baerbock in China beschw&ouml;ren eine EU der Einheit, die au&szlig;er ihr niemand kennt. Der Schatten des gerade abgereisten Emmanuel Macron ist zu gro&szlig;<br>\nDie Ministerin hat offenbar ein Wahrnehmungsproblem, wenn sie zum Auftakt ihrer China-Reise erkl&auml;rt, &bdquo;dass die franz&ouml;sische China-Politik eins zu eins die europ&auml;ische China-Politik widerspiegelt&ldquo;. Wie kommt sie darauf?<br>\nUm der Wahrheit die Ehre zu geben, h&auml;tte Annalena Baerbock besser Wert darauf gelegt, den Eindruck zu korrigieren, dass in der EU Staatschefs von F&uuml;hrungsnationen f&uuml;r politisch unzurechnungsf&auml;hig erkl&auml;rt werden, wenn sie zu einem weltbewegenden Konflikt ansatzweise alternative Vorstellungen entwickeln. Emmanuel Macron hat dies vor Tagen bei der R&uuml;ckkehr von seiner China-Reise getan. Er kleidete seine Auffassung in den Wunsch, die EU m&ouml;ge sich zu einer eigenst&auml;ndigen Taiwan-Position durchringen, statt &bdquo;Vasall&ldquo; der USA zu sein. Sollte das &bdquo;eins zu eins&ldquo; mit Baerbock sein, sollte uns das freuen. Ist es aber ganz und gar nicht.<br>\nWarum behauptet sie es dann? Es ist die bekannte Masche, wie sie Bertolt Brecht in seinem Gedicht Lob des Zweifel den &bdquo;Unbedenklichen, die niemals zweifeln&ldquo; vorwirft: &bdquo;Sie glauben nicht den Fakten, sie glauben nur sich. Im Notfall m&uuml;ssen die Fakten dran glauben.&ldquo;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.freitag.de\/autoren\/lutz-herden\/annalena-baerbock-hofiert-in-peking-eine-eu-die-es-nicht-gibt\">Lutz Herden in der Freitag<\/a><\/p>\n<p>dazu auch: <strong>Au&szlig;enministerin Baerbock in China: &ldquo;Nord-Stream-2-Anschlag hat keine weltweiten Auswirkungen&rdquo;<\/strong><br>\nDie deutschen Medien zeigen sich &ndash; wenig &uuml;berraschend &ndash; durchweg begeistert vom Auftritt der deutschen Au&szlig;enministerin Annalena Baerbock (B&uuml;ndnis 90\/Die Gr&uuml;nen) in China. Ein wesentliches und mehr als aufschlussreiches Detail ihrer gemeinsamen Pressekonferenz mit dem chinesischen Amtskollegen Qin Gang wurde jedoch den Zuschauern und Lesern in Deutschland zun&auml;chst vorenthalten.<br>\nIm Anschluss an die jeweiligen Statements von Baerbock und Qin konfrontierte die chinesische Journalistin Serena Xue Dong vom Sender China Global Television Network (CGTN) die Politikerin mit einer f&uuml;r sie ungewohnt eindeutig formulierten Frage zum Thema Nord Stream 2.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/test.rtde.tech\/asien\/167789-aussenministerin-baerbock-in-china-nord\/%20\">RT DE<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung Christian Reimann:<\/strong> Auch Frau Baerbock m&ouml;chte <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=88560\">den Elefant im Raum<\/a> bez&uuml;glich der Anschl&auml;ge auf Nord Stream nicht sehen und erw&auml;hnen. Das g&uuml;nstige Gas aus Russland war jedoch der Garant f&uuml;r den deutschen Export und den (ungleich verteilten) Wohlstand in Deutschland. Das fehlt nun endg&uuml;ltig &ndash; nach zahlreichen Sanktionen gegen Russland. Teures LNG wird stattdessen gekauft &ndash; zum Nachteil zahlreicher sog. Drittweltl&auml;nder. Ein Beispiel f&uuml;r die &bdquo;weltweiten Turbulenzen&ldquo;, die die amtierende Bundesau&szlig;enministerin nicht wahrnehmen kann oder m&ouml;chte: <a href=\"https:\/\/ch.marketscreener.com\/kurs\/aktie\/SHANGHAI-ELECTRIC-GROUP-C-6500348\/news\/Exklusiv-Pakistan-plant-Vervierfachung-der-heimischen-Kohlekraftwerke-und-Abkehr-von-Gas-42975517\/\">Pakistan plant Vervierfachung der heimischen Kohlekraftwerke und Abkehr von Gas<\/a>.  Daraus zitiert:<\/em><\/p>\n<blockquote><p>\n&bdquo;Ein Mangel an Erdgas, das mehr als ein Drittel der Stromerzeugung des Landes ausmacht, hat im vergangenen Jahr gro&szlig;e Gebiete in stundenlange Dunkelheit gest&uuml;rzt. Ein sprunghafter Anstieg der Weltmarktpreise f&uuml;r Fl&uuml;ssigerdgas (LNG) nach Russlands Einmarsch in der Ukraine und eine schwere Wirtschaftskrise hatten LNG f&uuml;r Pakistan unerschwinglich gemacht.&ldquo;\n<\/p><\/blockquote>\n<p><em>Wenn Deutschland und andere europ&auml;ische Staaten &uuml;ber Nord Stream g&uuml;nstiges Gas bekommen k&ouml;nnten, w&auml;ren die Weltmarktpreise g&uuml;nstiger.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>Unser undifferenzierter Blick auf die Ukraine<\/strong><br>\nPl&ouml;tzlich gibt es keine Graut&ouml;ne mehr, nur noch Gut und B&ouml;se: Im Ukrainekrieg k&auml;mpft nach g&auml;ngiger Lesart ein Volk heldenhaft gegen den russischen Aggressor und f&uuml;r europ&auml;ische Werte. Doch so einfach ist es nicht, meint Autor Martin Ahrends.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.deutschlandfunkkultur.de\/krieg-russland-ukraine-wahrheit-100.html%20\">Deutschlandfunk Kultur<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers H.Z.:<\/strong> Gutes, kritisches St&uuml;ck &uuml;ber die Rezeption des Ukraine-Krieges im deutschen Mainstream.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>Der Krieg in der Ukraine begann heute vor neun Jahren<\/strong><br>\nEs ist tats&auml;chlich schon neun Jahre her, dass der &ldquo;&Uuml;bergangspr&auml;sident&rdquo; der Kiewer Putschregierung die &ldquo;Antiterroristische Operation&rdquo; (ATO), also den Einsatz von Milit&auml;r gegen den Aufstand im Donbass und damit den Beginn des ukrainischen B&uuml;rgerkriegs befahl.<br>\nAnfang April 2014 war es in Charkow, in Donezk und Lugansk zu Besetzungen von Verwaltungsgeb&auml;uden gekommen; darin gipfelten die wochenlangen Proteste, die sich als Anti-Maidan gegen die Macht&uuml;bernahme durch ukrainische Nationalisten in Kiew richteten. Im Grunde keine sensationellen Handlungen, denn genau solche Besetzungen, einschlie&szlig;lich der Erst&uuml;rmung des einen oder anderen Waffenlagers, hatten als Teil der Maidan-Proteste in den Wochen davor in der Westukraine zu Dutzenden stattgefunden. Diese Besetzungen wurden allerdings in den westlichen Medien, in denen die Erz&auml;hlung vom &ldquo;friedlichen Protest&rdquo; gepflegt wurde, nie berichtet.<br>\nEine der ersten Handlungen der Putschregierung in Kiew bestand darin, sowohl die Partei der Regionen, der der gew&auml;hlte ukrainische Pr&auml;sident Janukowitsch angeh&ouml;rte, als auch die Kommunistische Partei der Ukraine zu verbieten. Damit wurden genau die zwei Parteien attackiert, die im russischsprachigen Osten der Ukraine die meisten Stimmen bekamen. Und bereits am Tag der Verk&uuml;ndigung der ATO fand der erste Angriff auf die St&auml;dte Slawjansk und Kramatorsk durch Spezialeinheiten der ukrainischen Armee statt. Berichte von damals belegen, dass schon an diesen Angriffen westliche Vertreter beteiligt waren; &ldquo;die ukrainischen Spezialeinheiten w&uuml;rden dabei von Kollegen aus den USA beraten,&rdquo; schrieb damals die Deutsche Welle, die wie alle anderen deutschen Medien kein Problem damit hatte, dass die angeblich so friedlichen Maidan-Vertreter selbst, kaum an die Macht gelangt, politische Auseinandersetzungen mit Waffengewalt f&uuml;hren wollten. (&hellip;)<br>\nW&auml;re es im Fr&uuml;hjahr 2014, beim Maidan-Putsch, tats&auml;chlich um Demokratie gegangen, es h&auml;tte Verhandlungsbereitschaft geben m&uuml;ssen und keine &ldquo;Anti-Terror-Operation.&rdquo; Eine Macht, die selbst eine ausgesprochen schwache Legitimit&auml;t besitzt, kann es sich eigentlich nicht leisten, ihr politisch anders orientiertes Gegenbild zu Terroristen zu erkl&auml;ren. Die Regierung Turtschinow konnte das aus einem einzigen Grund &ndash; weil der gesamte Westen fraglos hinter ihr stand, und die mindestens ebenso legitimen politischen Proteste im S&uuml;dosten der Ukraine sofort mit dem Etikett &ldquo;russischer Einflussnahme&rdquo; versehen wurden.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/test.rtde.tech\/meinung\/167755-krieg-in-ukraine-begann-heute\/%20\">Dagmar Henn in RT DE<\/a>\n<p>dazu: <strong>Auf Kommando des CIA-Chefs: Wie der Ukraine-Krieg am 15. April 2014 begann<\/strong><br>\nHeute ist es exakt neun Jahre her, dass Kiew Panzer in den Donbass geschickt hat, um die Anti-Maidan-Demonstranten zu bek&auml;mpfen. Am 15. April 2014 begann die &ldquo;Anti-Terror-Operation&rdquo;, also der Krieg im Donbass, auf Anweisung des damaligen CIA-Chefs. (&hellip;)<br>\nEs ist wichtig, zu erw&auml;hnen, dass es im Donbass bereits seit Dezember 2013 Proteste gegen den Kiewer Maidan, die sogenannte &bdquo;Anti-Maidan-Bewegung&ldquo;, gegeben hat. Nach dem Putsch Ende Februar 2014 verst&auml;rkten sich die Proteste nicht nur auf der Krim, sondern auch im Donbass und der S&uuml;dukraine. Auch St&auml;dte wie Odessa, Melitopol oder Mariupol verweigerten der neuen Kiewer Maidan-Regierung den Gehorsam. All das verlief jedoch friedlich, es gab kaum Gewalt und vor allem keine Toten.<br>\nDas &auml;nderte sich im April 2014, denn am 15. April 2014 begann die Kiewer Maidan-Regierung die &bdquo;Anti-Terror-Operation&ldquo; in den rebellierenden Gebieten und setzte Panzer gegen die Demonstranten in der damaligen Ost- und S&uuml;dukraine in Marsch. Diese &bdquo;Anti-Terror-Operation&ldquo; war der Beginn des Krieges in der Ukraine, in den Russland im Februar 2022 eingegriffen hat. Der Krieg dauerte zum Zeitpunkt von Russlands Eingreifen &ndash; unbeachtet von den westlichen Medien &ndash; bereits fast acht Jahre lang.<br>\nDass es Kiew war, das diesen Krieg angefangen hat, wird deutlich, wenn man sich die Chronologie der Ereignisse des Fr&uuml;hjahres 2014 anschaut. W&auml;hrend des Maidans wurde vom Westen gefordert, die ukrainische Regierung d&uuml;rfe keine Gewalt gegen die Maidan-Demonstranten anwenden, sondern solle ihre Forderungen ernst nehmen und erf&uuml;llen. Nach dem Maidan war es anders und niemand forderte von der durch den Putsch an die Macht gekommenen Maidan-Regierung, mit den Demonstranten im S&uuml;den und Osten der Ukraine zu verhandeln. Zwei Monate lang verweigerte Kiew jedes Gespr&auml;ch mit den Demonstranten und schickte dann im April &ndash; anstatt einer Verhandlungsdelegation &ndash; Panzer und Kampfflugzeuge gegen die damals noch unbewaffneten Demonstranten.<br>\nDas war &uuml;brigens kaum eine Entscheidung, die Kiew unabh&auml;ngig getroffen hat, denn der damalige CIA-Chef war extra nach Kiew gereist und nahm an der entscheidenden Sitzung des ukrainischen Sicherheitsrates, auf der die &bdquo;Anti-Terror-Operation&ldquo; beschlossen wurde, teil. Er wird auf der Sitzung kaum den Kaffee serviert haben, sondern er d&uuml;rfte den Krieg im Donbass angeordnet haben, der den Interessen der USA entsprach: Die USA wollten (und wollen bis heute) Russland und die Ukraine dauerhaft voneinander trennen, wie Geostrategen in Washington seit den 1990er Jahren offen erkl&auml;ren. Und was k&ouml;nnte zwei eigentlich eng verbundene Bruderv&ouml;lker effektiver gegeneinander aufbringen, als ein blutiger Krieg?<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.anti-spiegel.ru\/2023\/auf-kommando-des-cia-chefs-wie-der-ukraine-krieg-am-15-april-2014-begann\/%20\">Anti-Spiegel<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung Christian Reimann:<\/strong> Die damalige schwarz-rote Bundesregierung hatte die Vorg&auml;nge in der Ukraine einseitig unterst&uuml;tzt. Das kann u.a. im Artikel <a href=\"http:\/\/www.nrhz.de\/flyer\/beitrag.php?id=20062\">Vom Stigma befreit<\/a> nachgelesen werden. Daraus zitiert:<\/em><\/p>\n<blockquote><p>\n&bdquo;Die deutsche Au&szlig;enpolitik vollzieht eine Z&auml;sur und &ouml;ffnet sich erstmals f&uuml;r eine demonstrative Kooperation mit Kr&auml;ften der extremen Rechten. Am 20. Februar ist der Berliner Au&szlig;enminister Dr. Frank-Walter Steinmeier (SPD) mit dem ukrainischen Faschistenf&uuml;hrer Oleh Tiahnybok in den R&auml;umen der deutschen Botschaft in Kiew zusammengetroffen. Unmittelbar flankiert von Tiahnybok stellte Steinmeier sich anschlie&szlig;end f&uuml;r die internationale &Ouml;ffentlichkeit zu einem offiziellen Presse-Shooting. Wie das Ausw&auml;rtige Amt auf seiner eigenen Webseite mit einem Bild best&auml;tigt, nahm Tiahnybok, Vorsitzender der rechtsextremen Partei Swoboda, an den mehrst&uuml;ndigen gemeinsamen Verhandlungen &uuml;ber den bewaffneten Umsturz in der Ukraine mit zwei weiteren Oppositionsf&uuml;hrern gleichberechtigt teil.&ldquo;\n<\/p><\/blockquote>\n<p><em>Wohl deshalb m&ouml;chte die hierzulande herrschende Politik auch aktuell nichts von Rechtsextremen in der Ukraine wissen. Die jetzige Ampelkoalition f&uuml;hrt diese Ukraine-Politik fort, folgt US-Interessen und riskiert damit immer mehr die europ&auml;ische Sicherheitslage. Bitte lesen Sie dazu u.a. auch bzw. erneut <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=20889#h01\">Faschisten wollen die Macht und Nato warnt Russland vor Eskalation in der Ukraine<\/a> mit Anmerkungen sowie:<\/em><\/p>\n<ol type=\"a\">\n<li><em><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=94529\">2014: Die Vorhersage des heutigen Ukrainekriegs<\/a><\/em><\/li>\n<li><em><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=47343\">F&uuml;nf Jahre Maidan &ndash; F&uuml;nf Jahre Manipulation<\/a><\/em><\/li>\n<li><em><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=22481\">Der Maidan heute: Ein Platz ohne Zivilgesellschaft<\/a><\/em><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Die USA spionierten ihre wichtigsten Verb&uuml;ndeten aus &mdash; Werden sich diese endlich wehren?<\/strong><br>\nDie Regierung von US-Pr&auml;sident Joe Biden steckt in einer ernsthaften Klemme, nachdem Beamte vergangene Woche darauf aufmerksam gemacht wurden, dass im M&auml;rz ein Stapel mit geheimen Dokumenten durchgesickert ist, die aufzeigen, dass die USA Verb&uuml;ndete ausspioniert haben.<br>\nEines der vernichtendsten Lecks enth&uuml;llte umfangreiche Details der US-Milit&auml;runterst&uuml;tzung in der Ukraine, den genauen Standort von Truppen, Lieferspezifikationen f&uuml;r Waffen und andere Informationen im Zusammenhang mit Kiews bevorstehender Fr&uuml;hjahrsoffensive gegen Russland. Aber auch ein weiteres verheerendes Leck tat sich auf.<br>\nKoreanische Medien berichteten, dass diese Dokumente der CIA enth&uuml;llten, dass die USA offenbar das s&uuml;dkoreanische Nationale Sicherheitsb&uuml;ro (NSO) in Seoul ausspioniert haben. Das NSO wird als &ldquo;Kontrollzentrum der s&uuml;dkoreanischen Sicherheitsentscheidungen&rdquo; beschrieben. Dar&uuml;ber hinaus zeigen die durchgesickerten Dokumente, dass die USA auch Gro&szlig;britannien, Kanada und Israel ausspioniert haben sollen. Aber die koreanischen Details sind die schwerwiegendsten Anschuldigungen, weil sie ein direktes Abh&ouml;ren nahelegen. Die Dokumente zeigen auf, dass s&uuml;dkoreanische Regierungsbeamte in eine &ldquo;schwierige Lage&rdquo; gebracht wurden in Zusammenhang mit Waffenlieferungen in die Ukraine, weil dies von der &Ouml;ffentlichkeit als &ldquo;Gegenleistung f&uuml;r einen Staatsbesuch&rdquo; angesehen werden k&ouml;nnte. Der Staatsbesuch des s&uuml;dkoreanischen Pr&auml;sidenten Yoon Suk-yeol in die USA ist f&uuml;r den 26. April angesetzt. (&hellip;)<br>\nEs ist wahrscheinlich auch kein Zufall, dass wichtige US-Partner jetzt sagen, dass sie vermeiden wollen, blo&szlig;e Lakaien in Washingtons globalem Imperium zu sein. So sagte beispielsweise der franz&ouml;sische Pr&auml;sident Emmanuel Macron gegen&uuml;ber Politico nach seinem j&uuml;ngsten Besuch in China, dass Europa dem Druck widerstehen m&uuml;sse, &ldquo;Amerikas Anh&auml;ngsel&rdquo; zu werden. Bald darauf &auml;u&szlig;erte der Chef des Europ&auml;ischen Rates, Charles Michel, dass sich die europ&auml;ischen Staats- und Regierungschefs f&uuml;r die Position des franz&ouml;sischen Pr&auml;sidenten erw&auml;rmen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/test.rtde.tech\/meinung\/167818-usa-spionierten-ihre-wichtigsten-verbuendeten\/\">Bradley Blankenship in RT DE<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Offener Brief an den deutschen Botschafter in der Schweiz Michael Fl&uuml;gger<\/strong><br>\nIch erfahre &uuml;ber SRF, dass Sie sich erlauben, von der Schweiz zu &ldquo;erwarten&rdquo;, dass sie sich gegen die Verfassung stellt und die immerw&auml;hrende Neutralit&auml;t aufgibt:<br>\n&laquo;Wir erwarten jetzt auch von der Schweiz, dass sie jedenfalls in bestimmten Stellen &uuml;ber ihren neutralistischen Schatten springt&raquo;.<br>\nIst das Ihr Ernst? Als Botschafter? Von Deutschland aus wurde von der Schweiz schon viel erwartet in Bezug auf unsere Neutralit&auml;t: Sowohl im 1. Weltkrieg vom Kaiser Wilhelm als auch im 2. Weltkrieg von Adolf Hitler. Immer wurde verlangt, dass die Schweiz die Neutralit&auml;t aufhebt. Wie kommen Sie dazu, sich in diese Bevormundungshaltung einzuordnen?<br>\nDie Schweiz hat keinen Schatten, sondern Deutschland hat einen schweren Schatten mit seiner kriegerischen Tradition im letzten Jahrhundert und insbesondere der Schatten von 1999, bei dem in Ex-Jugoslawien der erste Krieg in Europa nach 1945 von Deutschland und den USA mit manipulierten Behauptungen erzeugt wurde &ndash; &uuml;brigens auch von einer SPD-Gr&uuml;nen Regierung. Die Nato stand damals nach dem Zusammenbruch der marxistischen Regime im Osten in einer Existenzkrise: Die OSZE war gerade dabei, den langandauernden Konflikt in Ex-Jugoslawien mit Hunderten von Beobachtern friedlich zu l&ouml;sen. Die Nato verhinderte dies mit ihrer 1999er Doktrin, mit der sie ihren Daseins-Zweck der Verteidigung ihrer Aussengrenzen zu einer Vorneverteidigung ausdehnte und dies direkt kriegerisch umsetzte &ndash; ohne UNO-Mandat nota bene. Damals schon schlossen sie ganz neu den Ersteinsatz von Atomwaffen nicht mehr aus. Russland zog sofort nach. Russland berief sich im Ukrainekrieg darauf und konnte sich fatalerweise ausdr&uuml;cklich auf die gleichen Begr&uuml;ndungen wie Deutschland und die USA 1999 beziehen: Verhinderung von Faschismus und Schutz einer Minderheit. China wies 2021 im Ukrainekrieg sofort darauf hin, dass die USA 1999 v&ouml;lkerrechtswidrig die chinesische Botschaft in Belgrad mit einer gezielten Rakete zerst&ouml;rt hatten.<br>\nVon der Schweiz aus erwarten wir von Deutschland, dass es endlich aufh&ouml;rt, andere Staaten dominieren zu wollen und zudem andere zum Bellizismus zwingen zu wollen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/seniora.org\/wunsch-nach-frieden\/demokratie\/offener-brief-an-den-deutschen-botschafter-in-der-schweiz-michael-fluegger\">Diethelm Raff in Seniora.org<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>Der NATO-Beitritt Finnlands l&auml;sst d&uuml;stere Vorahnungen aufkommen<\/strong><br>\nDiese Woche wurde Finnland das 31. Mitglied der NATO und das 15. neue Mitglied seit 1990 und der Wiedervereinigung Deutschlands. Seit dem vermeintlichen Ende des Kalten Krieges hat es sieben Erweiterungsrunden der NATO gegeben, die allesamt offensive Streitkr&auml;fte immer n&auml;her an das russische Hoheitsgebiet heranf&uuml;hrten. Die finnische (NATO-)Grenze ist nur noch 160 km von St. Petersburg entfernt.<br>\nMit einer nordischen Grenze von 1.300 Kilometern verdoppelt sich durch den Beitritt Finnlands zur NATO das bestehende Territorium, auf dem die NATO milit&auml;rische Kr&auml;fte gegen Russland einsetzen kann. Finnland verschafft der NATO dar&uuml;ber hinaus einen deutlich verbesserten Zugang zu den Ostseewegen in unmittelbarer N&auml;he der russischen K&uuml;ste und zu den Seewegen. Auch der nordische Nachbar Schweden soll in den kommenden Monaten dem Milit&auml;rblock beitreten. Damit wird die Ostsee &ndash; abgesehen von Russland &ndash; von acht NATO-Staaten umgeben sein: Estland, Litauen, Lettland, Polen, Deutschland, D&auml;nemark, Schweden und Finnland. Dies ist Teil eines gr&ouml;&szlig;eren Wettstreits um die nat&uuml;rlichen Ressourcen der Arktis und des Wunsches, Russland auszuschlie&szlig;en. [&hellip;]<br>\nIn wenigen Wochen beginnt die NATO mit den gr&ouml;&szlig;ten Milit&auml;rspielen in der Geschichte der Organisation seit ihrer Gr&uuml;ndung im Jahr 1949. An der &Uuml;bung Air Defender werden mehr als 220 Kampfflugzeuge und 10.000 Soldaten aus 24 L&auml;ndern, darunter auch Finnland, teilnehmen. Es wird die gr&ouml;&szlig;te Verlegung von US-Soldaten nach Europa seit dem Ende des Kalten Krieges sein. Der amerikanische Kommandeur, Generalleutnant Michael Loh, sagte zu den &Uuml;bungen: &ldquo;Damit wird das B&uuml;ndnis jetzt schnell und mit einer glaubw&uuml;rdigen Truppe zusammengef&uuml;hrt, um sicherzustellen, dass wir bereit sind, wenn Russland jemals an der NATO-Grenze auftaucht.&rdquo;<br>\nDie Behauptung, Russland plane einen Angriff auf ein europ&auml;isches Land, ist eine absurde Propaganda. Die Amerikaner und ihre Verb&uuml;ndeten fantasieren hier &uuml;ber ihre eigene Projektion und stellen eine sich selbst erf&uuml;llende Prophezeiung auf. Wenn also Russland an der Grenze zu Finnland aufmarschiert, wird das als &ldquo;russische Aggression&rdquo; gewertet?<br>\nDie von den USA angef&uuml;hrte NATO-Achse hat durch ihre jahrzehntelange aggressive Aufr&uuml;stung an Russlands Grenzen die heutige gef&auml;hrliche Kriegsspirale geschaffen. Der derzeitige Konflikt in der Ukraine ist offenkundig das Ergebnis der Tatsache, dass die Vereinigten Staaten von Amerika und ihre Verb&uuml;ndeten die wiederholt ge&auml;u&szlig;erten Bedenken Russlands gegen die NATO-Expansion und insbesondere gegen die geplante Einbeziehung der Ukraine ignorieren.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/antikrieg.com\/aktuell\/2023_04_15_dernatobeitritt.htm%20\">Antikrieg<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Christian Reimann:<\/strong> Bitte lesen Sie dazu auch <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=96247\">Der NATO-Beitritt Finnlands &ndash; Wirklich mehr Sicherheit f&uuml;r Europa?<\/a><\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>Mehr Rente durch Manipulation? Was dran ist<\/strong><br>\nDie Altersvorsorge stellt uns vor eine schwere Wahl: Dr&uuml;ckt man eine Reform einfach durch oder verl&auml;sst man sich auf die Eigenverantwortung? K&ouml;nnte &ldquo;Nudging&rdquo; die L&ouml;sung sein?<br>\n&ldquo;Zwischen den Umfragen und der Kurzfristigkeit und dem allgemeinen Interesse des Landes entscheide ich mich f&uuml;r das allgemeine Interesse des Landes&rdquo;, sagt Frankreichs Pr&auml;sident Emmanuel Macron. Gegen den Willen vieler B&uuml;rger*innen will seine Regierung die umstrittene Rentenreform durchsetzen, bei der unter anderem das Renteneintrittsalter erh&ouml;ht werden soll. Man k&ouml;nnte sagen, aus seiner Sicht will er die Bev&ouml;lkerung zu ihrem Gl&uuml;ck zwingen, denn von einer stabilen Rente haben schlie&szlig;lich alle etwas. (&hellip;)<br>\nBei uns in Deutschland gab es noch keine Ausschreitungen wegen der Rente, aber es empfiehlt sich eindeutig, selbst f&uuml;rs Alter vorzusorgen. Dass wir diese eigene Vorsorge oft vernachl&auml;ssigen, liegt zum Teil daran, dass wir einfach nicht so viel Kapital daf&uuml;r aufbringen k&ouml;nnen, wie wir es gerne w&uuml;rden. Zum anderen aber auch daran, dass die Rentenzeit oft noch weit entfernt ist und besonders die J&uuml;ngeren von uns nur selten und ungern dar&uuml;ber nachdenken wollen.<br>\n&Auml;hnlich wie bei der Klimakrise gilt hier: Die J&uuml;ngsten haben am wenigsten zur Misere beigetragen, werden aber am meisten darunter leiden. Dabei sieht man das Problem doch schon seit Jahrzehnten auf uns zukommen! Die Politik setzt aber darauf, dass wir uns selbst so gut wie m&ouml;glich um unsere eigene Vorsorge k&uuml;mmern, um die gesetzlichen und betrieblichen Anspr&uuml;che zu entlasten.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.zdf.de\/nachrichten\/panorama\/rente-nudging-terrax-mai-thi-kolumne-100.html%20\">ZDF<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers J.A.:<\/strong> Ein Meisterst&uuml;ck der Manipulation, pr&auml;sentiert von einer scheinobjektiven promovierten Wissenschaftlerin. Nudging hin zu den teuren und nutzlosen Produkten der &ldquo;Finanzindustrie&rdquo; wird f&uuml;r hilfreich erkl&auml;rt, die auf der Hand liegende Variante &ldquo;h&ouml;here Rentenbeitr&auml;ge und h&ouml;here L&ouml;hne&rdquo; dagegen nicht mal in Erw&auml;gung gezogen. Ich m&ouml;chte weiterhin einen &Ouml;RR haben, aber bei solchen Unglaublichkeiten f&auml;llt einem die Argumentation immer schwerer.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>Macrons n&auml;chtliche Unterschrift sorgt f&uuml;r Unmut<\/strong><br>\nIn der Nacht zu Samstag hat Pr&auml;sident Macron das Gesetz zur Rentenreform unterzeichnet &ndash; und damit f&uuml;r neue Kritik gesorgt. Die Gewerkschaften schlugen ein Gespr&auml;chsangebot aus und planen weitere Proteste. (&hellip;)<br>\nSo machen es Diebe, sagt die Opposition. Kommunisten-Chef Fabien Roussel hatte gewarnt, Emmanuel Macrons Wahl bedeute, &ldquo;das Land in Brand zu setzen, was niemand wolle.&rdquo;<br>\nAuch die Bitte des gem&auml;&szlig;igten Gewerkschaftschefs Laurent Berger blieb ungeh&ouml;rt. &ldquo;Man kann aus dieser Krise herauskommen. Die Weisheit gebietet, dieses Gesetz nicht zu unterschreiben. Denn sechs Punkte wurden gestrichen. Es waren die positivsten f&uuml;r die Arbeitnehmer. Und in dem Fall sieht die Verfassung vor, dass man den Text erneut ins Parlament einbringen kann. Ich bitte den Pr&auml;sidenten, unterschreiben Sie nicht dieses Wochenende&rdquo;, sagte Berger, noch bevor es zur Unterzeichnung kam. (&hellip;)<br>\nDoch die Gewerkschaften, die eine Einladung in den Elys&eacute;e f&uuml;r Dienstag ausgeschlagen haben und sich verh&ouml;hnt f&uuml;hlen, wollen den 1. Mai zum Gro&szlig;kampftag machen. Sie halten &uuml;berdimensionale Schecks in die Kameras: 60.000 bis 80.000 Euro. Eine Internet-Sammelplattform best&auml;tigt: Seit Mitte Januar seien fast 150 Sammelkassen eingerichtet und schon mehr als 1,6 Millionen Euro gespendet worden. Dreimal mehr als bei Macrons erstem Rentenreformversuch vor gut drei Jahren. Und die Kasse der Intersyndicale, in der alle F&auml;den des Kampfes zusammenlaufen, n&auml;hert sich der Vier-Millionen-Spendenmarke. &ldquo;Die Streikkassen zeigen, die Menschen vertrauen uns, dass wir f&uuml;r alle etwas erk&auml;mpfen wollen&rdquo;, sagt Eisenbahner Anthony stolz.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.tagesschau.de\/ausland\/frankreich-rentenreform-113.html%20\">tagesschau<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers J.A.:<\/strong> Mal ein ganz anderer, viel kritischerer Tenor als das &uuml;bliche Gebashe, die Franzosen h&auml;tten keine Lust zu arbeiten und seien mit ihrem (angeblich) zu fr&uuml;hen Renteneintritt bequem usw. In der parlamentarischen Debatte wurde gelogen, und nicht einmal die wenigen ein bisschen sozialen Trotzpflaster sind noch im Gesetz enthalten. L&auml;uft eine solche Politik tats&auml;chlich unter dem Label &ldquo;Demokratie&rdquo;? Allerdings muss sich Deutschland nicht verstecken; auch da wurde bei den wiederholten Rentenk&uuml;rzungen und der Teilprivatisierung der Rente gegen die Mehrheit entschieden und gelogen, dass sich die Balken biegen.<\/em><\/p>\n<p>dazu: <strong>Stoppt Macron das nicht, hat auch Deutschland ein Problem<\/strong><br>\nEgal, wie wichtig eine Reform des franz&ouml;sischen Rentensystems sein mag: Stoppt Macron sie nicht doch noch, hat auch Deutschland ein Problem.<br>\nIst der Widerstand zu gro&szlig;, ist ein Schritt zur&uuml;ck oftmals kl&uuml;ger als Gegendruck. Das gilt etwa dann, wenn ein Tisch in dem Winkel nicht durch den T&uuml;rrahmen passen will, und das gilt auch f&uuml;r die Rentenreform des franz&ouml;sischen Pr&auml;sidenten Emmanuel Macron. Weiter zu dr&uuml;cken geht auch, nur kommt es dann zu erheblichem Schaden.<br>\nSeit Wochen gehen regelm&auml;&szlig;ig Hunderttausende Franz&ouml;sinnen und Franzosen dagegen auf die Stra&szlig;e, dass ihr Pr&auml;sident das Renteneintrittsalter von 62 auf 64 Jahre heraufsetzen will &ndash; und die Wut nimmt zu. Er aber, der im &Eacute;lys&eacute;e-Palast thront, zeigte sich von Beginn an denkbar unbeeindruckt. Auch wenn ihm der Verfassungsrat nun R&uuml;ckendeckung gegeben hat, muss Macron, den man durchaus als politisches Ausnahmetalent bezeichnen kann, erkennen: Es ist nicht clever, diese Reform so fortzuf&uuml;hren.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.t-online.de\/nachrichten\/ausland\/id_100160028\/frankreich-macrons-rentenreform-droht-fuer-deutschland-zum-problem-zu-werden.html%20\">t-online<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers J.A.:<\/strong> Implizit schimmert in dem Artikel die Behauptung durch, die Rentenk&uuml;rzung (&ldquo;Reform&rdquo;) w&auml;re notwendig, eine mehr als fragw&uuml;rdige Behauptung. Aber immerhin wird anerkannt, dass Macron mit dem Durchsetzen dieser &ldquo;Reform&rdquo; zutiefst antidemokratisch und gegen die gro&szlig;e Bev&ouml;lkerungsmehrheit agiert und die Gefahr einer Pr&auml;sidentin Le Pen besteht. Der fromme Wunsch der Autorin ist leider nicht wahr geworden: Macron hat das Gesetz noch am Freitagabend unterzeichnet.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>Republikaner machen Kinderarbeit wieder salonf&auml;hig<\/strong><br>\nIn den vergangenen Monaten decken die US-Beh&ouml;rden illegale Kinderarbeit in mehreren Unternehmen auf. Die US-Regierung will die Kontrollen versch&auml;rfen, hat die Rechnung aber ohne die Republikaner gemacht: Einige Konservative wollen die Regeln lockern &ndash; zum Wohle der Wirtschaft. (&hellip;)<br>\n&ldquo;Es ist verr&uuml;ckt. Wir verhandeln hier Dinge, die schon vor 100 oder 140 Jahren abgeschafft wurden&rdquo;, zitiert die Lokalzeitung &ldquo;The Gazette&rdquo; aus Iowa einen Gewerkschaftsvertreter, der sich nicht vorstellen kann, dass die neuen Regeln nicht missbraucht werden.<br>\nTats&auml;chlich nehmen die Verst&ouml;&szlig;e bei der Kinderarbeit schon seit einigen Jahren zu: Insgesamt wurden vergangenes Jahr 835 US-Unternehmen bestraft, die illegal mehr als 3800 Kinder besch&auml;ftigt hatten. Das waren 69 Prozent mehr Verst&ouml;&szlig;e als noch vor f&uuml;nf Jahren. Neben Hyundai wurden auch bekannte Fast-Food-L&auml;den wie McDonald&rsquo;s oder Dunkin&rsquo; Donuts erwischt.<br>\nKeine Absicht, sagen die Unternehmen anschlie&szlig;end h&auml;ufig. Die zust&auml;ndige Zeitarbeitsfirma habe einen Fehler gemacht, ein Dienstleister sei schuld. Viele orientieren sich inzwischen aber auch an den Republikanern und geben der Bev&ouml;lkerung eine Mitschuld. Denn die werde angeblich immer fauler und habe einfach keine Lust mehr, in bestimmten Branchen zu arbeiten, fasst Philipp Adorf die Unterstellung zusammen: Wenn man Jugendlichen erlaubt, in diesen Bereichen etwas hinzuverdienen, w&auml;re das eine Win-win-Situation f&uuml;r alle Beteiligten. (&hellip;)<br>\nTats&auml;chlich hat der Wunsch nach mehr jugendlichen Arbeitskr&auml;fte also relativ wenig mit der Schule f&uuml;rs Leben und Arbeitsethos zu tun, sondern speziell im Niedriglohnsektor mit vielen offenen Stellen, die nicht besetzt werden k&ouml;nnen. Und gerade f&uuml;r diese Art von Arbeit, bei der nur wenig Vorwissen notwendig ist, sind Kinder und Jugendliche die ideale Besetzung.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.n-tv.de\/politik\/Republikaner-machen-Kinderarbeit-wieder-salonfaehig-article24053102.html%20\">n-tv<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>Krieg und Landraub. Finanzielle Interessen und Dynamik von &lsquo;Land-Grabbing&rsquo; in der Ukraine.<\/strong><br>\nWem geh&ouml;rt das Ackerland? 4,3 Millionen Hektar des fruchtbarsten Ackerlandes werden gro&szlig;fl&auml;chig genutzt, mit drei Millionen Hektar in den H&auml;nden von wenigen Agrarunternehmen. Diese sind eine Mischung aus ukrainischen Oligarchen und ausl&auml;ndischen Interessenten. (&hellip;)<br>\nHinzu kommen nach Angaben der Regierung rund f&uuml;nf Millionen Hektar &ndash; die Gr&ouml;&szlig;e von zwei Krimfl&auml;chen &ndash; die von privaten Interessen aus dem Staat Ukraine &bdquo;entzogen&ldquo; wurde.<br>\nDie Gesamtmenge an Land, das von Oligarchen, korrupten Einzelpersonen und gro&szlig;en Agrarunternehmen kontrolliert wird (Stichwort &ldquo;Land Grabbing&rdquo;), betr&auml;gt somit mehr als neun Millionen Hektar, das sind 28 Prozent der Ackerfl&auml;che des Landes. Der Rest wird von &uuml;ber acht Millionen ukrainischen Landwirten genutzt.<br>\nDie gr&ouml;&szlig;ten Landbesitzer sind eine Mischung aus ukrainischen Oligarchen und ausl&auml;ndischen Interessen &ndash; haupts&auml;chlich europ&auml;ische und nordamerikanische sowie der Staatsfonds von Saudi-Arabien. Namhafte US-Pensionsfonds, Stiftungen und Universit&auml;tsstiftungen werden &uuml;ber NCH Capital, einem in den USA ans&auml;ssigen Private-Equity-Fonds, investiv gesteuert.<br>\nMehrere dieser Agrarunternehmen, die weitgehend von den sogenannten Oligarchen beherrscht werden, haben sich f&uuml;r westliche Banken und Investmentfonds ge&ouml;ffnet &ndash; darunter prominente wie Kopernik, BNP oder Vanguard &ndash; die nun einen Teil der Aktien kontrollieren.<br>\nDie meisten Gro&szlig;grundbesitzer sind in erheblichem Umfang bei westlichen Fonds und Institutionen verschuldet, insbesondere bei der Europ&auml;ischen Bank f&uuml;r Wiederaufbau und Entwicklung (EBRD) und der Weltbank.<br>\nDie westliche Finanzierung der Ukraine in den letzten Jahren war an ein drastisches Strukturanpassungsprogramm gebunden, das Spar- und Privatisierungsma&szlig;nahmen erforderte, einschlie&szlig;lich der Schaffung eines Grundst&uuml;cksmarktes f&uuml;r den Verkauf landwirtschaftlicher Fl&auml;chen.<br>\nPr&auml;sident Selenskyj setzte die Landreform \/ den Boden-Markt 2020 gegen den Willen der gro&szlig;en Mehrheit der Bev&ouml;lkerung (erneut) in Kraft. Diese bef&uuml;rchtete, dass sie die Korruption weiter versch&auml;rfen und die Kontrolle durch m&auml;chtige Interessen im Agrarsektor verst&auml;rken w&uuml;rde.<br>\nDiese Bef&uuml;rchtungen sind Realit&auml;t geworden.<br>\nW&auml;hrend sich Gro&szlig;grundbesitzer massive Finanzierungen durch westliche Finanzinstitute sichern, erhalten ukrainische Landwirte &ndash; die f&uuml;r die Sicherstellung der heimischen Nahrungsmittelversorgung unerl&auml;sslich sind &ndash; praktisch keine Unterst&uuml;tzung.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.freitag.de\/autoren\/manfredstaab\/wem-gehoert-das-ackerland-krieg-und-landraub-finanzielle-interessen-und-dynamik-von-land-grabbing-in-der-ukraine\">der Freitag<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>Massaker zur Staatsgr&uuml;ndung<\/strong><br>\nPal&auml;stina: Vor 75 Jahren ermordeten zionistische Milizen die Einwohner des Dorfes Deir Jassin<br>\nAm 29. November 1947 verabschiedete die Vollversammlung der Vereinten Nationen die Resolution 181 (II), den Teilungsplan f&uuml;r Pal&auml;stina. Unmittelbar darauf begann die systematische Vertreibung von bis zu 800.000 Pal&auml;stinensern. Was die Israelis &raquo;Unabh&auml;ngigkeitskrieg&laquo; nennen, ist f&uuml;r die Pal&auml;stinenser bis heute die Katastrophe (arabisch: Nakba).<br>\nLaut UN-Charta w&auml;re die UN-Vollversammlung nicht befugt gewesen, eine Entscheidung von solcher Tragweite zu treffen. Nach Artikel 1 Absatz 2 der Charta m&uuml;ssen &raquo;Beziehungen zwischen den Nationen&laquo; den Grundsatz von &raquo;Gleichberechtigung und Selbstbestimmung der V&ouml;lker&laquo; respektieren. Pal&auml;stina in einen arabischen und einen j&uuml;dischen Staat zu teilen, h&auml;tte mindestens ein Referendum der dort lebenden Bev&ouml;lkerung erfordert. Doch das von der UNO eingerichtete Sonderkomitee Pal&auml;stina (UNSCOP), das den Teilungsplan bef&uuml;rwortete, setzte sich durch: Ein Referendum gab es nicht, und mit einer knappen Mehrheit von 21 zu 20 Stimmen bei 13 Enthaltungen wurde die Entscheidung &uuml;ber die Teilung Pal&auml;stinas der UN-Vollversammlung &uuml;berlassen. Dort stimmten schlie&szlig;lich 33 Staaten f&uuml;r die Aufteilung, 13 Staaten stimmten dagegen, und zehn Staaten enthielten sich.<br>\nKeines der zustimmenden L&auml;nder lag auch nur ann&auml;hernd in der Nachbarschaft Pal&auml;stinas. Alle damals existierenden Staaten der Region &ndash; T&uuml;rkei, Libanon, Syrien, Irak, Iran, Saudi-Arabien, Jemen und &Auml;gypten &ndash; stimmten gegen den Teilungsplan und wurden von Afghanistan, Griechenland, Indien, Kuba und Pakistan unterst&uuml;tzt.<br>\nDie rund 1,9 Millionen Menschen in Pal&auml;stina wurden nicht gefragt. Zwei Drittel waren muslimische, christliche und drusische Pal&auml;stinenser. Etwa ein Drittel waren Juden, die in den 50 Jahren zuvor dorthin zugewandert waren.<br>\nUnmittelbar nach der Verabschiedung der Teilungsresolution begann der &raquo;Unabh&auml;ngigkeitskrieg&laquo;, wie es in Israel hei&szlig;t. In den &raquo;Kriegstageb&uuml;chern&laquo; des sp&auml;teren Ministerpr&auml;sidenten David Ben-Gurion ist mit Datum 15. Januar 1948 nachzulesen, was das strategische Ziel des Krieges war: &raquo;die Zerst&ouml;rung der st&auml;dtischen Gemeinden, die die organisiertesten und politisch bewusstesten Teile des pal&auml;stinensischen Volkes waren&laquo;. Die l&auml;ndlichen Siedlungen in der Umgebung der St&auml;dte sollten &raquo;erobert und zerst&ouml;rt&laquo; werden, um die st&auml;dtischen pal&auml;stinensischen Gemeinden &raquo;von Transportmitteln, Lebensmitteln und Rohstoffen&laquo; abzuschneiden. Der so ausgel&ouml;ste &raquo;Prozess des Zerfalls, des Chaos und Hungers&laquo; sollte die Pal&auml;stinenser zur Aufgabe zwingen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.jungewelt.de\/artikel\/448855.nahostkonflikt-massaker-zur-staatsgr%C3%BCndung.html\">Karin Leukefeld in junge Welt<\/a>\n<p>dazu: <strong>&Uuml;ber die Nakba sprechen lernen<\/strong><br>\nUm eine stabile j&uuml;dische Mehrheit zu sichern, vertrieb Israel bei seiner Gr&uuml;ndung hunderttausende Pal&auml;stinenser:innen. Das Geschehen von 1948 ist wie ein Brennglas f&uuml;r aktuelle Fragen: nach der Zukunft eines j&uuml;disch definierten Staates und nach der Utopie eines gleichberechtigten Einheimischseins.<br>\nOpfer k&ouml;nnen unter verschiedensten historischen Umst&auml;nden ein Gef&uuml;hl der Scham entwickeln. Die erste Generation jener, die ihre Heimat Pal&auml;stina verloren, empfand die Scham, vertrieben worden zu sein, sich nicht ausreichend gewehrt zu haben. Die Scham erzeugte Schweigen, die Sprachlosigkeit der Eltern gegen&uuml;ber den Kindern in den Fl&uuml;chtlingslagern.<br>\nNicht sprechen k&ouml;nnen, nicht sprechen wollen, nicht sprechen d&uuml;rfen, all dies kreuzt sich im Begriff al-Nakba; die Katastrophe, wie es im Arabischen hei&szlig;t, hat Tiefendimensionen jenseits dessen, was politisch lapidar aufgez&auml;hlt werden kann: Flucht und Vertreibung von 750 000 M&auml;nnern, Frauen und Kindern zwischen Herbst 1947 und Fr&uuml;hling 1949, die folgende Konfiszierung von Eigentum und Land, die Zerst&ouml;rung von mehr als 400 D&ouml;rfern. Und bis heute ein Verbot der R&uuml;ckkehr.<br>\nZu erkennen, welches Unrecht bei der Gr&uuml;ndung eines Staates begangen wurde, dessen j&uuml;dische B&uuml;rger:innen zu einem Drittel &Uuml;berlebende des Holocaust waren, f&auml;llt besonders Deutschen schwer. Massaker an wehrlosen Zivilist:innen, mit dem Ziel, Fluchtbewegungen auszul&ouml;sen, f&uuml;gen sich nicht in das Idealbild eines progressiven, humanistischen j&uuml;dischen Heimstaats. Manche meinen, bereits das Aussprechen des Begriffs Nakba sei antisemitisch, ziele er doch auf die Delegitimierung Israels.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/geschichtedergegenwart.ch\/ueber-die-nakba-sprechen-lernen\/\">Charlotte Wiedemann in geschichte der gegenwart<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>Das Ph&auml;nomen Benjamin Netanjahu<\/strong><br>\nWas ist es, was Netanjahu trotz all seiner Verfehlungen politisch am Leben erh&auml;lt? Warum wird in Israel zugelassen, was jeden politisch vern&uuml;nftigen Menschen fassungslos machen m&uuml;sste?<br>\nIsraelische Publizisten und politische Beobachter sehen sich vor einem Problem gestellt: Wie soll man Benjamin Netanjahu beurteilen? Dass der Mann ein Ph&auml;nomen ist, steht au&szlig;er Frage; aber was f&uuml;r ein Ph&auml;nomen ist es, mit dem man es in seinem konkreten Fall zu tun hat? Es gibt einige, die meinen, man m&uuml;sse zwischen dem &ldquo;fr&uuml;hen Netanjahu&rdquo; und dem heutigen unterscheiden. Andere vertreten die Ansicht, dass er im Wesen immer schon das war, als was er sich in den letzten Jahren entpuppt. Wieder andere glauben, beide Ans&auml;tze miteinander verbinden zu sollen: Der Mann sei voller Diskrepanzen und Widerspr&uuml;che, und eben dies mache sein Wesen aus; man k&ouml;nne ihn schlechterdings keiner eindeutigen Kategorisierung unterordnen. (&hellip;)<br>\nDenn die Frage, wie Netanjahu sich trotz all dieser Widrigkeiten so lange behauptet und aus jeder Bredouille, in die er geraten ist, stets gest&auml;rkt, ja gest&auml;hlt hervorgeht, muss nicht durch die ihm eigenen Eigenschaften und Qualit&auml;ten erkl&auml;rt werden, sondern durch &auml;u&szlig;ere Faktoren, die sein Ph&auml;nomen erst eigentlich erm&ouml;glichen.<br>\nZum einen w&auml;re da seine Anh&auml;ngerschaft. Man kann sich immer wieder nur wundern, welche eiserne Treue sie ihm seit Jahren wahrt; welche hohe Wertsch&auml;tzung und Bewunderung sie ihm entgegenbringt; wie unerbittlich sie ihm folgt. Verschiedenes spielt da mit herein: Netanjahu ist ein gewiefter Kampagnenstratege, der Wahlsiege einf&auml;hrt; er verschafft seiner Partei (und seinen getreuen Parteigenossen) gute Jobs in der politischen Sph&auml;re; mit seinen politischen (auch manipulativen) Fertigkeiten und instrumentellen Praktiken ragt er &uuml;ber alles, was die israelische Politlandschaft aufzuweisen hat, bei weitem heraus &ndash; in seiner eigenen Partei kann ihm in der Tat niemand das Wasser reichen, weshalb sich alle vor ihm ducken.<br>\nAber Netanjahu hat auch das ideologisch fundierte, arglistige Kunstst&uuml;ck fertiggebracht, sich als genuiner Repr&auml;sentant der W&auml;hlerschaft orientalischer Provenienz zu profilieren; er, der aschkenasische Multimillion&auml;r, hat es immer wieder verstanden, das ethnische Ressentiment seiner Klientel gegen&uuml;ber der &ldquo;aschkenasischen Hegemonie&rdquo; auszuspielen &ndash; aber das hei&szlig;t auch, dass diese Klientel bereit ist, diesen bemerkenswerten Widerspruch hinzunehmen und sich manipulieren zu lassen. Es stellt sich ein ums andere Mal heraus, dass das Ressentiment st&auml;rker ist, als jeder Versuch, es rational bzw. auf der Basis einer objektiven Interessenanalyse zu durchbrechen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/overton-magazin.de\/top-story\/das-phaenomen-benjamin-netanjahu\/\">Moshe Zuckermann in Overton Magazin<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h15\"><\/a><strong>Medienkritik: Macht sie noch Sinn?<\/strong><br>\nNoch vor wenigen Jahren geh&ouml;rte das Lesen einer oder gar mehrerer Tages- und Wochenzeitungen zur Pflichtlekt&uuml;re. Man wollte, als politisch und wirtschaftlich Interessierter, ja schlie&szlig;lich nicht nur von der allabendlichen &ndash; bildorientierten &ndash; TV-Show abh&auml;ngig sein, sondern breiter und tiefer informiert werden.<br>\nTempi passati. Das war einmal. Zumindest was die Berichterstattung &uuml;ber die geopolitische Situation betrifft.<br>\nHeute sind, zumindest im deutschsprachigen Raum, die Zeitungen geopolitisch so ein&auml;ugig wie das Fernsehen. Wichtigster Punkt ist heute auch in den gedruckten Medien, die Ukraine zu verherrlichen, weil sie, wie da immer wieder behauptet wird, die &laquo;Europ&auml;ischen Werte&raquo; verteidige &ndash; die die Ukraine selbst, notabene, nie gelebt hat (Aber das ist eine andere Geschichte). Wichtig ist jetzt vor allem, nicht nur Putin, sondern ganz Russland und alle Russen und Russinnen zu kritisieren, zu verleumden, zu verurteilen, sprich: den Russenhass zu f&ouml;rdern.<br>\nMacht Medienkritik also &uuml;berhaupt noch Sinn? Ja, man muss, um schlaflose N&auml;chte zu verhindern, manchmal trotz allem in die Tasten greifen. Zum Beispiel diese Woche. Christian Berzins ist bei den Schweizer CH-Media-Zeitungen, die sich r&uuml;hmen, mit ihrer Samstagausgabe die meistgelesene Zeitung der Schweiz zu sein, im Kulturbereich f&uuml;r das Thema klassische Musik zust&auml;ndig. Dass an einem Musikfestival in St. Gallen wegen des Ukraine-Krieges die Auff&uuml;hrung einer Oper des russischen Komponisten Peter Tschaikowsky (1840-1893) abgesagt wurde, hat zu beurteilen Berzins anderen Journalisten &uuml;berlassen. Dass an der Scala in Milano im Dezember 2022 Modest Mussorgskys Oper &laquo;Boris Godunov&raquo; aufgef&uuml;hrt wurde und die russische S&auml;ngerin Anna Netrebko dort weiterhin auftreten darf, ist f&uuml;r Berzins &laquo;Ganz nach Putins Geschmack&raquo; und deshalb &laquo;haltungslos&raquo;. Und jetzt empfiehlt er der Hochschule Luzern in den CH-Media-Zeitungen und auf Watson, den Klavierprofessor Konstantin Lifschitz zu entlassen, weil sich dieser &ndash; notabene ein Schweizer B&uuml;rger &ndash; erlaubt hat, in Novosibirsk in Russland zweimal am &laquo;Trans-Siberian Art Festival&raquo; &ndash; bei Berzins &laquo;Transibirian Art Festival&raquo; &ndash; aufzutreten. Nein, nicht Christian Berzins orthographische Fehler sind besonders &auml;rgerlich, selbst wenn er den Musiker im sogenannten Lead und auch auf Twitter &laquo;Valentin Lifschitz&raquo; statt Konstantin Lifschitz nennt. Damit kann man leben. Aber seine Haltung, dass auch die Welt der Musik jetzt Russland ausgrenzen soll, ist schlicht unertr&auml;glich. Wie soll wieder Friede entstehen, wenn ausgerechnet die Musik, die einzige Sprache, die von allen Menschen verstanden wird, politisch als Waffe eingesetzt wird?<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/globalbridge.ch\/medienkritik-macht-sie-noch-sinn\/\">Globalbridge<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h16\"><\/a><strong>Martin Sonneborn &uuml;ber Satire: Tabus brechen? Ist nicht mehr<\/strong><br>\nMartin Sonneborn hat das &bdquo;Manifest f&uuml;r Frieden&ldquo; von Wagenknecht und Schwarzer unterzeichnet und gegen die EU-Ukraine-Politik ge&auml;tzt. Damit steht der Satiriker recht allein da<br>\nder Freitag: Herr Sonneborn, die meisten Ihrer Berufskollegen schie&szlig;en gegen den Aufruf und die Friedensbewegung. Sollten diese Leute besser &bdquo;Spiegel&ldquo;-Redakteure werden oder bei der Pressearbeit der Gr&uuml;nen einsteigen?<br>\nMartin Sonneborn: Guter Vorschlag. Aber ich habe eine echte Marktl&uuml;cke gefunden, ich bin schon zu zwei Veranstaltungen eingeladen worden, weil ich nicht auf die Kriegsschiene setze. Bei Lesungen ist die Stimmung &uuml;brigens auch ganz anders als in der Spiegel-Redaktion oder auf Twitter.<br>\nAllgemein gefragt: Warum versagt die deutsche Satire im Ukraine-Krieg?<br>\nWenn Satire die offensichtlichen Widerspr&uuml;che in den Narrativen der Regierung nicht hinterfragt und angreift, l&auml;uft etwas falsch. Fr&uuml;her hat Satire auf die blinden Flecken hingewiesen und den Debattenraum erweitert, Tabus gesucht. Das passiert heute kaum noch.<br>\nKennen Sie Ausnahmen? Aus dem In- und Ausland?<br>\nEin paar gibt es. Entscheidend ist: In den meisten EU-L&auml;ndern gibt es eine offenere &ouml;ffentliche Diskussion. Im franz&ouml;sischen Fernsehen werden zu Corona-Zeiten Professoren mit einer abweichenden Meinung eingeladen &ndash; und zwar aus einem ernsthaften Erkenntnisinteresse, das ich in deutschen Talkshows vermissen w&uuml;rde. Oder der russische Botschafter zum Ukraine-Krieg. Bei uns undenkbar. Wenn aber wichtige Gegenpositionen &ouml;ffentlich nicht vertreten werden, ist es Aufgabe der Satire, dagegenzuhalten. &bdquo;Klares JA zum NEIN&ldquo; war zu meinen Zeiten unser Motto bei Titanic. Und davon m&ouml;chte ich auch heute nicht lassen.<br>\nAlso hat die Satire schon w&auml;hrend Corona versagt?<br>\nIm Prinzip ja. Was mich auch st&ouml;rt, ist, dass sie sich oft mit den falschen Dingen auseinandersetzt: Schwurbler oder Spazierg&auml;nger sind keine Gegner, die Pharmaindustrie und Frau von der Leyen dagegen schon. Die Aufgabe der PARTEI ist es, Regierungspolitik zu kritisieren.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.freitag.de\/autoren\/michael-angele\/martin-sonneborn-ueber-satire-tabus-brechen-ist-nicht-mehr\">der Freitag<\/a><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. 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