{"id":96474,"date":"2023-04-18T08:35:53","date_gmt":"2023-04-18T06:35:53","guid":{"rendered":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=96474"},"modified":"2023-04-18T08:17:21","modified_gmt":"2023-04-18T06:17:21","slug":"hinweise-des-tages-4339","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=96474","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (AT)<br>\n<!--more--><br>\nWir weisen darauf hin, dass die jeweiligen Anbieter f&uuml;r die Barrierefreiheit ihrer Angebote selbst verantwortlich sind und es durchaus sein kann, dass der Zugang von zun&auml;chst freien Inhalten nach einer Zeit beschr&auml;nkt wird.<\/p><p>Hier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=96474#h01\">&ldquo;Dollar-D&auml;mmerung&rdquo;: Markiert Lulas China-Besuch das Ende einer &Auml;ra?<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=96474#h02\">Baerbocks Lektionen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=96474#h03\">Die G7 und der &raquo;Rest der Welt&laquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=96474#h04\">Eklat in EU um Billig-Getreide aus Ukraine<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=96474#h05\">Ukraine-Konflikt: Schwarz-Grau statt Schwarz-Wei&szlig; <\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=96474#h06\">&bdquo;The New York Times&ldquo;: Gro&szlig;angelegte Spionage bei Verb&uuml;ndeten l&ouml;st umfassende Unzufriedenheit mit den USA aus<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=96474#h07\">Wie &ldquo;pflegt&rdquo; man eine koloniale Ideologie?<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=96474#h08\">Der gro&szlig;e Kn&uuml;ppel im Mittelmeer<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=96474#h09\">Deutschland und Israel: Solidarit&auml;t mit Rechtsradikalen?<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=96474#h10\">13 Massnahmen, damit die UBS f&uuml;r die Schweiz verdaulich wird<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=96474#h11\">Opt-out ist keine Option<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=96474#h12\">&bdquo;Tierwohl&ldquo; ist ausschlie&szlig;lich ein Marketinginstrument<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=96474#h13\">Die &laquo;Zeit&raquo; wollte Mathias D&ouml;pfner blossstellen und hat sich blamiert<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=96474#h14\">Zu guter Letzt: Journalismus in der Ukraine: Kein Zugang mehr zu &ldquo;roten Zonen&rdquo;<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Verantwortlich f&uuml;r die Richtigkeit der zitierten Texte sind die jeweiligen Quellen und nicht die NachDenkSeiten. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>&ldquo;Dollar-D&auml;mmerung&rdquo;: Markiert Lulas China-Besuch das Ende einer &Auml;ra?<\/strong><br>\n&ldquo;Wer hat entschieden, dass es der Dollar ist?&rdquo;, fragt Brasiliens Pr&auml;sident. Die Chefin der &ldquo;Neuen Entwicklungsbank&rdquo; ist seine Amtsvorg&auml;ngerin. Ist Brasilien nicht mehr &ldquo;neutral&rdquo;?<br>\nDie Kritik des brasilianischen Pr&auml;sidenten an der Dominanz des US-Dollars im internationalen Handel erregt die Gem&uuml;ter der westlichen Welt. &ldquo;Warum k&ouml;nnen wir nicht in unserer eigenen W&auml;hrung handeln?&rdquo;, hatte Luiz In&aacute;cio Lula da Silva am Mittwoch in einer Rede in der chinesischen Metropole Shanghai gefragt. &ldquo;Wer hat entschieden, dass es der Dollar ist? Wir brauchen eine W&auml;hrung, die die L&auml;nder in eine etwas ruhigere Situation bringt, denn heute muss ein Land dem Dollar hinterherlaufen, um zu exportieren.&rdquo;<br>\nDer brasilianische Pr&auml;sident war mit knapp 300 Firmenvertretern nach Beijing gereist. China und Brasilien hatten sich bereits Ende M&auml;rz darauf verst&auml;ndigt, mehr Handel direkt in ihren eigenen Landesw&auml;hrungen zu erm&ouml;glichen, um unabh&auml;ngiger vom US-Dollar zu werden.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.telepolis.de\/features\/Dollar-Daemmerung-Markiert-Lulas-China-Besuch-das-Ende-einer-Aera-8964876.html\">Telepolis<\/a>\n<p>dazu: <strong>Amerikas Finanzfeudalismus im Abstieg<\/strong><br>\nDie Finanzmacht der USA geht global auf ihr Ende zu, China, Saudi-Arabien und die BRICS-L&auml;nder wollen den Dollar nicht mehr als alleinige Leitw&auml;hrung anerkennen.<br>\nDie USA haben zwei S&auml;ulen ihrer Macht: die Finanzwelt und das Milit&auml;r samt R&uuml;stungsindustrie. Das Milit&auml;r der USA untersteht dem Pr&auml;sidenten, die Finanzwirtschaft aber nicht. Die amerikanische Noten- und Zentralbank FED ist in privater Hand; sie geh&ouml;rt einem Konsortium von Gro&szlig;banken und indirekt einer kleinen Zahl von reichen Familien. Wie viele Schulden die Administration in Washington j&auml;hrlich machen darf, bestimmt die Zentralbank. Zum Ausgleich f&uuml;r diese finanzielle Machtlosigkeit besteht die stillschweigende Vereinbarung, dass die Staatsschulden der USA nie zur&uuml;ckgezahlt werden; es gibt nur Zinsen, keine Tilgung.<br>\nEine weitere stillschweigende Vereinbarung ist die, dass Schulden in H&ouml;he des Milit&auml;r-Etats von der FED immer bewilligt werden. Die Administration in Washington macht j&auml;hrlich ein Defizit fast genau in H&ouml;he des Milit&auml;r-Etats und die FED liefert das Geld dazu. Das bedeutet im Klartext, die Gro&szlig;banken der Wallstreet finanzieren das US-Milit&auml;r.<br>\nWas hier stillschweigende Vereinbarungen genannt wurde, ist nicht als schriftlicher Vertrag, als Gesetz oder Artikel der Verfassung formuliert, ist also nicht juristisch festgelegt, aber es entspricht seit Jahrzehnten der Praxis und bedarf keines Nachweises; denn es funktioniert sichtbar und immer wieder. Der Milit&auml;r-Etat ist bekannt, die Schulden im Haushalt sind bekannt, dass keine Tilgung der Staatsschulden erfolgt, ist ebenso bekannt und woher das fehlende Geld kommt, ist leicht zu erkennen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/overton-magazin.de\/top-story\/amerikas-finanzfeudalismus-im-abstieg\/\">Overton Magazin<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>Baerbocks Lektionen<\/strong><br>\nPrinzipielle Differenzen in der Chinapolitik haben den gestrigen Beginn des G7-Au&szlig;enministertreffens im japanischen Karuizawa &uuml;berschattet. W&auml;hrend die Vereinigten Staaten die Spannungen zwischen dem Westen und der Volksrepublik eskalieren, hat Frankreichs Pr&auml;sident Emmanuel Macron k&uuml;rzlich verlangt, die EU-Staaten sollten einen eigenen Umgang mit Beijing entwickeln. Wenn der Konflikt zwischen den USA und China unkontrolliert eskaliere, &bdquo;werden wir Vasallen werden&ldquo;, warnte Macron. Seine Position ist unter anderem von Washington und Berlin scharf kritisiert worden und rief bereits vor dem gestrigen Treffen der G7-Au&szlig;enminister ernsten Streit hervor. Dies geschieht, w&auml;hrend die Volksrepublik erstmals politisch und &ouml;konomisch zu Gegenma&szlig;nahmen &uuml;bergeht, die globale US-Dominanz &ouml;ffentlich attackiert und Sanktionen gegen einen US-Chiphersteller und ein Embargo auf Maschinen zur Verarbeitung Seltener Erden in Betracht zieht. Au&szlig;enministerin Annalena Baerbock hat in der vergangenen Woche bei einem Besuch in Beijing die chinesische Regierung br&uuml;skiert und sich f&uuml;r eine Versch&auml;rfung des Machtkampfs gegen die Volksrepublik offen gezeigt.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.german-foreign-policy.com\/news\/detail\/9212\">German Foreign Policy <\/a>\n<p>dazu auch: <strong>Klatschende Ohrfeige f&uuml;r Baerbock &ndash; UN verurteilt Sanktionen als v&ouml;lkerrechtswidrig<\/strong><br>\nDer Verweis auf das V&ouml;lkerrecht und die &ldquo;regelbasierte Ordnung&rdquo; geh&ouml;ren zu Baerbocks Standardfloskeln. Das klingt gut und macht einen verbindlichen Eindruck. Es klingt so, als ob sich Deutschland au&szlig;enpolitisch von einem klaren Wertesystem leiten lassen w&uuml;rde. Das ist nat&uuml;rlich nicht der Fall. Deutsche Au&szlig;enpolitik unter Baerbock agiert nach Gutd&uuml;nken und ist nicht von Ethik, sondern von reiner Willk&uuml;r und transatlantischer Unterwerfung geleitet. Diese absolute Dissonanz zwischen Anspruch und Wirklichkeit wird in den politischen Debatten in Deutschland obendrein nicht zum Thema gemacht. Allerdings w&auml;re genau das wichtig. Stattdessen aber pflegt man in deutschen Medien einen Personenkult und die Verherrlichung von Baerbock in einer Form, die man in totalit&auml;ren Staaten erwarten w&uuml;rde. (&hellip;)<br>\nIn der Praxis zeigt sich der Menschenrechtsrat der UN nicht nur tief besorgt angesichts der negativen Auswirkungen der einseitigen Ma&szlig;nahmen auf das Recht zu leben, das Recht auf physische und psychische Unversehrtheit sowie auf andere fundamentale Rechte.  Er zeigt sich auch beunruhigt &uuml;ber die unverh&auml;ltnism&auml;&szlig;igen menschlichen Kosten der einseitigen Sanktionen angesichts ihrer negativen Auswirkungen auf die Zivilbev&ouml;lkerung, insbesondere auf Frauen und Kinder in den betroffenen L&auml;ndern.<br>\nDa fallen im Resolutionstext genau die Schlagworte, die Baerbock immer dann anf&uuml;hrt, wenn sie den Begriff der feministischen Au&szlig;enpolitik zu umrei&szlig;en versucht. Der UN-Menschenrechtsrat fordert die Staaten auf, das Sanktionsregime zu beenden.<br>\nBaerbock bekommt von einem wichtigen Gremium der UN ganz deutlich gesagt, dass sie mit ihrer Politik in Konflikt mit ihren eigenen Grunds&auml;tzen steht. Die einseitige westliche Sanktionspolitik trifft die Zivilbev&ouml;lkerung und dort zun&auml;chst die Schw&auml;chsten.<br>\nDer Menschenrechtsrat verurteilt die Sanktionen zudem als v&ouml;lkerrechtswidrig, denn sie wurden nicht durch die Vereinten Nationen legitimiert. Die EU gab sich vor einigen Jahren selbst das Recht, Sanktionen zu verh&auml;ngen. Eine echte v&ouml;lkerrechtliche Grundlage gibt es daf&uuml;r nat&uuml;rlich nicht. Es ist das Recht des St&auml;rkeren, das die EU aus&uuml;bt.<br>\nNoch einmal zusammengefasst: Mit ihrer Sanktionspolitik versto&szlig;en die EU und auch Deutschland gegen das V&ouml;lkerrecht. Zudem trifft diese Politik die Zivilbev&ouml;lkerung und besonders hart Frauen und Kinder.<br>\nWas passiert daraufhin in Deutschland? Die Antwort ist ganz einfach: nichts. Die Politik und die gro&szlig;en Medienh&auml;user ignorieren die Resolution. Die klatschende Ohrfeige f&uuml;r die westlichen L&auml;nder und das Entlarven der scheinheiligen Rhetorik der deutschen Au&szlig;enministerin durch ein Gremium der UN bleibt in Deutschland einfach unerw&auml;hnt.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/test.rtde.tech\/meinung\/167894-klatschende-ohrfeige-fuer-baerbock-un\/\">Gert Ewen Ungar in RT DE<\/a><\/p>\n<p>und: <strong>UN-Menschenrechtsrat fordert Ende der Sanktionspolitik westlicher Staaten<\/strong><br>\nGro&szlig;e Mehrheit f&uuml;r Resolution der Bewegung der Blockfreien Staaten. USA, Gro&szlig;britannien, EU-Mitgliedstaaten, Georgien und Ukraine dagegen<br>\nDer Menschenrechtsrat der Vereinten Nationen hat sich mit &uuml;berw&auml;ltigender Mehrheit gegen Sanktionen ausgesprochen. Die einzigen L&auml;nder, die dagegen stimmten, waren die USA, Gro&szlig;britannien, Mitgliedstaaten der Europ&auml;ischen Union, Georgien und die Ukraine1. Mexiko enthielt sich der Stimme.<br>\n33 Mitgliedsl&auml;nder stimmten am 3. April f&uuml;r und 13 gegen die &ldquo;Resolution zu den negativen Auswirkungen einseitiger Zwangsma&szlig;nahmen auf die Wahrnehmung der Menschenrechte&rdquo;, die alle Staaten auffordert, &ldquo;keine einseitigen Zwangsma&szlig;nahmen mehr zu ergreifen, beizubehalten, durchzuf&uuml;hren oder anzuwenden&rdquo;.<br>\nDem Rat geh&ouml;ren 47 nach Regionen gew&auml;hlte Mitglieder an, er ist ein Unterorgan der Generalversammlung der Vereinten Nationen.<br>\nDas Dokument A\/HRC\/52\/L.18 &ldquo;fordert die Abschaffung solcher Ma&szlig;nahmen, da sie gegen die Charta der Vereinten Nationen und die Normen und Grunds&auml;tze f&uuml;r friedliche Beziehungen zwischen den Staaten versto&szlig;en&rdquo;. Eingebracht wurde die Resolution von Aserbaidschan im Namen der Bewegung der Blockfreien Staaten.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/amerika21.de\/2023\/04\/263482\/un-menschenrechtsrat-gegen-sanktionen\">amerika 21<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung Christian Reimann:<\/strong> Die diplomatischen F&auml;higkeiten der amtierenden Bundesau&szlig;enministerin sind sehr verbesserungsw&uuml;rdig. Ihr Bildungsgrad ist bekannterma&szlig;en &ndash; u.a. nach ihren &Auml;u&szlig;erungen &uuml;ber 360&deg;-Drehungen und &ldquo;<a href=\"https:\/\/www.youtube.com\/watch?v=a6RPt7XUwHU\">ein Land das 100.000 km entfernt liegt.<\/a>&rdquo; &ndash; suboptimal. Nun stellt sich heraus, dass sie auch vom V&ouml;lkerrecht offensichtlich keine Ahnung hat, obwohl sie <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=75730\">&ldquo;aus dem V&ouml;lkerrecht&rdquo;<\/a> komme. Das verdeutlicht sehr gut, was inzwischen aus dem (ehemaligen) Land der Dichter und Denker geworden ist.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>Die G7 und der &raquo;Rest der Welt&laquo;<\/strong><br>\nMan wolle &raquo;keine Blockkonfrontation&laquo;, hei&szlig;t es am Montag in den Berichten &uuml;ber das Treffen der Au&szlig;enminister der selbsternannten &raquo;f&uuml;hrenden Industriestaaten&laquo;. Bezeichnend ist, da&szlig; in deutschen Medien dazu &uuml;bergegangen wird, die Gruppierung als &raquo;G7-Runde wirtschaftsstarker Demokratien&laquo; zu betiteln. Man k&ouml;nnte sich fragen, ob nicht hier schon der Widerspruch beginnt. Vertreter von sieben Staaten ma&szlig;en sich an, eine Art F&uuml;hrungsgremium f&uuml;r die Welt zu sein, und haben die K&uuml;hnheit, den anderen L&auml;ndern der Welt Vorschriften zu machen. Die UNO, die Organisation der Vereinten Nationen, hat immerhin 193 Mitgliedstaaten. Das Problem der Ministerinnen und Minister, die sich da am Wochenende in Japan versammelt haben, besteht vor allem darin, da&szlig; die Zahl der Regierungen, die sich von diesen &raquo;glorreichen Sieben&laquo; Vorschriften machen lassen und nach deren Pfeife tanzen, immer kleiner wird. Das wird vor allem deutlich bei der Forderung der G7, ihren Vorstellungen &uuml;ber die L&ouml;sung des Konflikts in der und um die Ukraine zu folgen. Es sind rund 40 Staaten, darunter leider auch Luxemburg, die sich der Sanktions- und Kriegspolitik der USA, der NATO und der EU-F&uuml;hrung unterwerfen, die sich vor allem gegen Ru&szlig;land, aber zunehmend auch gegen China richtet. Der &raquo;Rest der Welt&laquo; &ndash; also rund 150 Staaten &ndash; ist nicht dabei, und immer mehr Regierungen wollen eher eine konstruktive Politik der Verhandlungen, der Zusammenarbeit, der Entspannung und des Friedens unterst&uuml;tzen. Dagegen wollen die G7 eine &raquo;globale Wertepartnerschaft&laquo; setzen. Es liest sich wie Realsatire, wenn die deutsche Au&szlig;enministerin sagt, man wolle &raquo;Angebote machen f&uuml;r Zusammenarbeit auf Augenh&ouml;he, statt auf Rohstoffausbeutung und Knebelvertr&auml;ge zu setzen&laquo;. Wer sich in diesem Kreis versammelt, h&auml;lt nichts von Augenh&ouml;he. Und f&uuml;r Rohstoffausbeutung und Knebelvertr&auml;ge sind allerdings genau diese Staaten seit Jahrzehnten in aller Welt bekannt.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.zlv.lu\/db\/1\/1497572251999\/0\">Zeitung vum L&euml;tzebuerger Vollek<\/a>\n<p>dazu: <strong>&bdquo;Die globale Geopolitik ausbalancieren&rdquo;<\/strong><br>\nDie Au&szlig;enminister der G7-Staaten k&uuml;ndigen eine weitere Versch&auml;rfung ihrer Ma&szlig;nahmen gegen Russland an und geraten in immer st&auml;rkeren Gegensatz zu mehreren Staaten des Globalen S&uuml;dens, die Friedensgespr&auml;che fordern. Auf ihrem gestrigen Treffen im japanischen Karuizawa kamen die G7-Minister &uuml;berein, die Sanktionen gegen Russland zu &bdquo;intensivieren&ldquo;, ihre penible Einhaltung auch durch Drittstaaten durchzusetzen sowie vor allem wirksame Schritte gegen die Lieferung von Waffen &ndash; faktisch vor allem iranische Drohnen &ndash; an die russischen Streitkr&auml;fte zu ergreifen. Der Beschluss erfolgte, w&auml;hrend insbesondere Brasiliens Pr&auml;sident Luiz In&aacute;cio Lula da Silva bei Besuchen in China und in den Vereinigten Arabischen Emiraten &uuml;ber M&ouml;glichkeiten diskutierte, eine Verhandlungsl&ouml;sung zwischen Moskau und Kiew herbeizuf&uuml;hren. Die USA m&uuml;ssten &bdquo;aufh&ouml;ren, zum Krieg zu ermutigen, und anfangen, &uuml;ber Frieden zu reden&ldquo;, verlangte Lula, der auch die EU zu Friedensgespr&auml;chen aufforderte. Der Streit zwischen dem Westen und dem Globalen S&uuml;den um den Umgang mit dem Ukraine-Krieg gewinnt prinzipiellen Charakter; Staaten wie Brasilien dringen auf ein Ende der westlichen Dominanz.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.german-foreign-policy.com\/news\/detail\/9213\">German Foreign Policy <\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>Eklat in EU um Billig-Getreide aus Ukraine<\/strong><br>\nBr&uuml;ssel hatte Agrarimporte aus dem Kriegsland von Steuern befreit. Bedenken aus Polen und Ungarn wurden ignoriert. Nun ist der Eklat da.<br>\nDie Europ&auml;ische Union hat das von Polen und Ungarn eingef&uuml;hrte Importverbot f&uuml;r ukrainisches Getreide kritisiert. Ein Sprecher der EU-Kommission sagte am Sonntag, einseitige Handelsma&szlig;nahmen von EU-Staaten seien nicht erlaubt. Die EU nehme die Entscheidungen Polens und Ungarns &ldquo;zur Kenntnis&rdquo;.<br>\n&ldquo;In diesem Zusammenhang sollte betont werden, dass die Handelspolitik die ausschlie&szlig;liche Zust&auml;ndigkeit der EU ist und daher einseitige Ma&szlig;nahmen inakzeptabel sind&rdquo;, schrieb der Sprecher in einer per E-Mail verbreiteten Erkl&auml;rung, aus der Nachrichtenagenturen zitierten. Gerade in schwierigen Zeiten ist es wichtig, L&ouml;sungen innerhalb der EU miteinander abzustimmen.<br>\nPolen hat am Samstag angek&uuml;ndigt, den Import von Getreide und anderen Nahrungsmitteln aus der Ukraine einzustellen. Die ungarische Regierung schloss sich der Ma&szlig;nahme umgehend an.<br>\nBeide Staatsf&uuml;hrungen begr&uuml;ndeten ihren Schritt damit, Schaden von der einheimischen Landwirtschaft abzuwenden. Vor allem in Polen hatte es zuletzt gr&ouml;&szlig;ere Proteste von Landwirten gegen den Import des ukrainischen Billig-Weizens gegeben.<br>\nUngarns Ministerpr&auml;sident Viktor Orb&aacute;n betonte, die aktuelle Situation belaste die Landwirte im Land stark. In letzter Zeit h&auml;tten umfangreiche Getreidelieferungen aus der Ukraine zu einem R&uuml;ckgang der Preise und Verk&auml;ufe entsprechender Agrarg&uuml;ter des heimischen Marktes gef&uuml;hrt.<br>\nNach Angaben des ungarischen Landwirtschaftsministers Istv&aacute;n Nagy soll das Importverbot bis Ende Juni aufrechterhalten werden. Bis dahin warte man auf die Entscheidung der EU, sagte Nagy auf Facebook.<br>\nIn Polen gilt das Verbot neben Getreide auch f&uuml;r Zucker, Fleisch, Obst und Gem&uuml;se, Milch, Eier und andere Produkte. In Ungarn gilt dies f&uuml;r Getreide, &Ouml;lsaaten und andere landwirtschaftliche Erzeugnisse.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.telepolis.de\/features\/Eklat-in-EU-um-Billig-Getreide-aus-Ukraine-8965651.html\">Telepolis<\/a>\n<p>dazu: <strong>Dumping aus der Ukraine<\/strong><br>\nDie EU will der Ukraine helfen, ihr Getreide an die &auml;rmsten L&auml;nder der Welt zu verkaufen. Daf&uuml;r hat sie den von der UN und der T&uuml;rkei vermittelten Getreidedeal mit Russland um eine europ&auml;ische &ldquo;Solidarity Lane&rdquo; nach Osteuropa erg&auml;nzt. Nun geht der Schu&szlig; nach hinten los.<br>\nStatt wie geplant nach Afrika oder in den Nahen Osten wurde ein Gro&szlig;teil des ukrainischen Getreides in die EU exportiert. In Spanien wurde es dann an die Schweine verf&uuml;ttert &ndash; mit dem gro&szlig; angek&uuml;ndigten Kampf gegen den Hunger hatte das nichts zu tun.<br>\nDoch das ist nicht das einzige Problem. Gro&szlig;e Mengen des mit EU-Hilfe auf dem Landweg exportierten Getreides blieb in Lagern in Polen h&auml;ngen und verdarb dort die Preise. Nach Bauernprotesten hat Polen nun kurzerhand den Import aus der Ukraine verboten.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/lostineu.eu\/auch-der-getreidedeal-geht-nach-hinten-los\/\">Lost in Europe<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>Ukraine-Konflikt: Schwarz-Grau statt Schwarz-Wei&szlig;<\/strong><br>\nRussland hat die Ukraine angegriffen und verfolgt Kritiker an der Heimatfront. Dort aber sind Unterschiede zwischen den Kontrahenten kleiner als oft angenommen.<br>\nWird in Russland eine kriegskritische Sicht oder gar die Sicht des ukrainischen Feindes verbreitet, so drohen harte Strafen. Als &ldquo;wahr&rdquo; darf nur gelten, was der offiziellen Lesart des Moskauer Verteidigungsministeriums entspricht. Das ist aus deutschen Presseberichten hinreichend bekannt. Wie aber geht die ukrainische Seite mit abweichenden Sichtweisen zum Krieg um?<br>\nDas zeigt sich sehr deutlich an einem aktuellen Bericht des franz&ouml;sischen TV-Senders France 24, der zum Inhalt die Vorbereitungen der russischen Truppen auf den im Fr&uuml;hling erwarteten Gegenangriff der Ukrainer hatte. Dabei besuchte das Team der Franzosen das Hinterland im besetzten Gebiet, auch russische Soldaten kommen zu Wort.<br>\nDie ukrainische Reaktion auf diesen Beitrag ersch&ouml;pfte sich nicht in der Bekundung von Missfallen. Dem franz&ouml;sischen Sender wurde wegen des Besuchs von russisch besetztem Territorium ohne Genehmigung der ukrainischen Regierung von offizieller Seite mit rechtlichen Konsequenzen gedroht. Der ukrainische Botschafter in Frankreich sprach von einem &ldquo;schlechten Beispiel f&uuml;r &lsquo;neutralen Journalismus'&rdquo;, der Sender hat die Reportage inzwischen aufgrund des Drucks von seiner Webseite und seinem YouTube-Channel entfernt.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.telepolis.de\/features\/Ukraine-Konflikt-Schwarz-Grau-statt-Schwarz-Weiss-8964670.html\">Telepolis<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>&bdquo;The New York Times&ldquo;: Gro&szlig;angelegte Spionage bei Verb&uuml;ndeten l&ouml;st umfassende Unzufriedenheit mit den USA aus<\/strong><br>\nDie gro&szlig;angelegten Spionageaktionen der USA bei ihren Verb&uuml;ndeten haben erneut umfassende Unzufriedenheit sowie Emp&ouml;rung ausgel&ouml;st. Dies geht aus einem Beitrag der US-Zeitung &bdquo;The New York Times&ldquo; von Donnerstag hervor.<br>\nDie vor kurzem ver&ouml;ffentlichten geheimen Dokumente des US-Verteidigungsministeriums h&auml;tten die Spionage der Vereinigten Staaten weltweit blo&szlig;gestellt, so der Beitrag weiter. Zahlreiche US-Geheimagenten h&auml;tten in &bdquo;freundlichen L&auml;ndern&ldquo; der USA, darunter Deutschland, &Auml;gypten, S&uuml;dkorea, der Ukraine und den Vereinigten Arabischen Emiraten, Informationen gesammelt.<br>\nDiese Handlungsweise der USA habe eine starke Unzufriedenheit der betroffenen L&auml;nder hervorgerufen. Tausende Menschen in der deutschen Hauptstadt Berlin h&auml;tten auf der Stra&szlig;e protestiert. Frankreich habe dringend den US-Botschafter einbestellt. Der brasilianische Pr&auml;sident Luiz In&aacute;cio Lula da Silva habe seinen geplanten USA-Besuch abgesagt, so &bdquo;The New York Times&ldquo;. Einer Studie des Pew Research Center in 44 Staaten weltweit zufolge lehnten mehr als 73 Prozent der Befragten die geheimen Aussp&auml;hungen der USA ab.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/german.cri.cn\/2023\/04\/17\/ARTIfuBy1Ts7LmQgWK7q5Yu9230417.shtml\">CRI online<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Christian Reimann:<\/strong> Als Bundeskanzlerin sagte Frau Merkel einst: &bdquo;Abh&ouml;ren unter Freunden &ndash; das geht gar nicht&ldquo;. Nun stellt sich mal wieder das Gegenteil heraus. Und was unternimmt die deutsche Bundesregierung dagegen? Wie bei Merkel &ndash; faktisch nichts! Bitte lesen Sie dazu z.B. auch bzw. erneut Josef Foschepoth: &ldquo;Die USA d&uuml;rfen Merkel &uuml;berwachen&rdquo; und Siehe dazu schon: <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=19053#h01\">&ldquo;Die NSA darf in Deutschland alles machen&rdquo;<\/a> mit einer Anmerkung sowie:<\/em><\/p>\n<ol type=\"a\">\n<li><em><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=37558\">Drei Jahre NSA-Untersuchungsausschuss &ndash; Ein vorauseilendes Nachwort<\/a><\/em><\/li>\n<li><em><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=22336\">Vieles spricht daf&uuml;r, dass die Ausweisung des CIA-Chefs ein inszenierter Theaterdonner ist.<\/a><\/em><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Wie &ldquo;pflegt&rdquo; man eine koloniale Ideologie?<\/strong><br>\nEs ist schon eigenartig &ndash; ob es um Bek&auml;mpfung der Sklaverei geht, um die Verbreitung des wahren Glaubens, um Entwicklungshilfe oder Menschenrechte, das Ergebnis ist immer wieder Kolonialismus. Wie ist es m&ouml;glich, denselben b&ouml;sartigen Inhalt immer wieder neu zu verpacken?<br>\nKaum jemand wird mehr ernsthaft bezweifeln, dass die L&auml;nder des Westens sich in den vergangenen Jahrhunderten beim Rest des Planeten eifrig bedient haben und jetzt gerade alles daran setzen, dass dieser Zustand nicht beendet wird. Die Frage, warum die Bev&ouml;lkerungen der westlichen L&auml;nder diese Pl&uuml;nderung mitgetragen haben und bis heute mittragen, ist allerdings gar nicht so einfach zu beantworten.<br>\nEs gibt die Behauptung, dass nennenswerte Teile der Bev&ouml;lkerung schlicht von diesen Machtverh&auml;ltnissen profitieren. Man erinnere sich an die Bananenfrage zwischen BRD und DDR &ndash; in der BRD gab es immer Bananen, aber sie kamen (und kommen) aus Plantagen mit elenden Arbeitsverh&auml;ltnissen; in der DDR gab es sie h&ouml;chst selten, aber sie waren kein Produkt einer Raub&ouml;konomie. Nat&uuml;rlich, wenn man sich die Liste all der Produkte betrachtet, die fr&uuml;her einmal das Etikett &ldquo;Kolonialwaren&rdquo; trugen, von Obst &uuml;ber Gew&uuml;rze &uuml;ber Kaffee bis zur Schokolade, ist das schon eine beeindruckende Menge.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/test.rtde.tech\/meinung\/167423-wie-pflegt-man-koloniale-ideologie\/\">Dagmar Henn auf RT DE<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>Der gro&szlig;e Kn&uuml;ppel im Mittelmeer<\/strong><br>\nSeit dem Ende des Zweiten Weltkriegs war die beinahe uneingeschr&auml;nkte US-Seeherrschaft die Konstante der politisch-milit&auml;rischen Lage in der Welt. Nicht einmal zu ihren Glanzzeiten konnte die Sowjetmarine die US Navy ernsthaft herausfordern. Diese konnte aus sicheren Gew&auml;ssern unbehelligt zu Land und in der Luft intervenieren und sich anschlie&szlig;end wieder zur&uuml;ckziehen. In den letzten Jahren bauten auch die europ&auml;ischen NATO-Verb&uuml;ndeten ihre Flotten massiv aus. Aber in j&uuml;ngster Zeit ist westlichen Flotten Konkurrenz entstanden.<br>\nOb der Entwicklung der Kriegslage in der Ukraine ging die Lageversch&auml;rfung im Nahen Osten in den letzten Wochen etwas unter. Um die US-Truppen in Syrien, wohin sie nie eingeladen wurden, und im Irak, wo sie bereits nicht mehr erw&uuml;nscht sind, zu sch&uuml;tzen, verl&auml;ngerte die Regierung Biden den Einsatz des Flugzeugtr&auml;gers USS George H.W. Bush von sieben auf neun Monate und beorderte ihn ins &ouml;stliche Mittelmeer. Gleichzeitig erfolgte erstmals seit zehn Jahren wieder einmal ein Besuch eines russischen Kriegsschiffs in Saudi-Arabien. Der Besuch der Fregatte &bdquo;Admiral Gorschkow&ldquo; enth&auml;lt im Zusammenhang mit der von der chinesischen Diplomatie vermittelten Ann&auml;herung zwischen Saudi-Arabien und dem Iran eine besondere Note.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/globalbridge.ch\/der-grosse-knueppel-im-mittelmeer\/\">Globalbridge<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>Deutschland und Israel: Solidarit&auml;t mit Rechtsradikalen?<\/strong><br>\nWas aber bedeutet die Beistandsgarantie der Bundesregierung angesichts der in Teilen rechtsradikalen und ultranationalistischen israelischen Regierung unter Premierminister Benjamin Netanjahu, die seit dem 29. Dezember 2022 im Amt ist?<br>\nDass darauf weder Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) noch Au&szlig;enministerin Annalena Baerbock (Gr&uuml;ne) eine Antwort haben, zeigen ihre Aussagen und Auftritte mit f&uuml;hrenden Mitgliedern der israelischen Regierung. [&hellip;]<br>\nDie Regierung Netanjahu hat sich auf den Weg gemacht, die israelische Demokratie abzuwickeln, so wirken diese Initiativen. Trotzdem spricht Kanzler Scholz von &ldquo;unserem Wertepartner&rdquo; und versicherte auf der Pressekonferenz mit Benjamin Netanjahu wie seinerzeit seine Vorg&auml;ngerin: &ldquo;Die Sicherheit Israels ist f&uuml;r uns Staatsr&auml;son.&rdquo; Dass eine israelische Regierung den Bestand des eigenen demokratischen Staates gef&auml;hrden k&ouml;nnte, haben Merkel und ihr Nachfolger wohl nicht einkalkuliert.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/daserste.ndr.de\/panorama\/archiv\/2023\/Deutschland-und-Israel-Solidaritaet-mit-Rechtsradikalen,israel1364.html\">Panorama<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unserer Leserin G.G.:<\/strong> Die ARD-Sendung Panorama berichtete am 13. April 2023 &uuml;ber die Situation in Israel\/Pal&auml;stina und &uuml;ber das blamable Verhalten von Bundesregierung und besonders Ausw&auml;rtigem Amt. Diese Sendung ist f&uuml;r heutige Gegebenheiten eine Sternstunde des Journalismus, weil sie sich wohltuend von vielen anderen Sendungen zum Thema Israel\/Pal&auml;stina unterscheidet. In der Sendung kommen der israelische Historiker Moshe Zimmermann und der Deutsch-Pal&auml;stinenser Aref Hajjaj zu Wort, der fr&uuml;her im Ausw&auml;rtigen Amt f&uuml;r den arabischen Sprachendienst verantwortlich war.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>13 Massnahmen, damit die UBS f&uuml;r die Schweiz verdaulich wird<\/strong><br>\nEin UBS-Crash wie im 2008 w&auml;re verheerend. Man muss die Bank aber nicht schonen, sondern sie regulieren, sagt Professor Chesney.<br>\nDie XXL-Bank UBS darf auch in zehn oder zwanzig Jahren in keine Schieflage geraten, denn die Folgen f&uuml;r die Schweizer Wirtschaft w&auml;ren gravierend. Deshalb m&uuml;sse die UBS jetzt m&ouml;glichst frei schalten und walten k&ouml;nnen. Die Politik d&uuml;rfe ihr keine Hindernisse in den Weg legen.<br>\nDas sagen die Banken-Lobby und ihr zugewandte Politiker.<br>\nDoch gerade im Laissez-Faire sehen unabh&auml;ngige Stimmen die gr&ouml;sste Gefahr. Die UBS d&uuml;rfe keine Risiken mehr eingehen k&ouml;nnen im Glauben, dass die Steuerzahlenden die Bank im Notfall retten. Das sei eine Gratisversicherung auf Kosten der Bev&ouml;lkerung statt auf Kosten der Verantwortlichen. Damit m&uuml;sse jetzt definitiv Schluss sein.<br>\nBereits vor zehn Jahren hat der Z&uuml;rcher Finanzprofessor Marc Chesney die wichtigsten der folgenden 13 Massnahmen zur Diskussion gestellt, damit es m&ouml;glichst nie mehr zu einer staatlichen Rettung einer Grossbank wie der CS kommt. Keine einzige dieser Massnahmen hat die Politik realisiert.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.infosperber.ch\/wirtschaft\/kapitalmarkt\/13-massnahmen-damit-die-ubs-fuer-die-schweiz-verdaulich-wird\/\">Infosperber<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>Opt-out ist keine Option<\/strong><br>\nDas Europ&auml;ische Parlament diskutiert derzeit einen Gesetzesvorschlag der EU-Kommission zum sogenannten Europ&auml;ischen Gesundheitsdatenraum. Zahlreiche Organisationen fordern nun in einem Offenen Brief die EU-Abgeordneten dazu auf, die Patient:innenrechte zu sch&uuml;tzen.<br>\nKonkret verlangen sie mehr Mitspracherechte f&uuml;r Patient:innen bei der Weitergabe und Nutzung medizinischer Daten, vor allem bei der Sekund&auml;rnutzung &ndash; also wenn Daten nicht mehr nur der direkten Behandlung dienen, sondern etwa der Forschung oder kommerziellen Zwecken. Im Kommissionsvorschlag war f&uuml;r eine solche Nutzung keinerlei Widerspruchsm&ouml;glichkeit vorgesehen. Das EU-Parlament verhandelt aktuell, ob die Betroffenen dem k&uuml;nftig aktiv widersprechen m&uuml;ssen (Opt-out) oder ob sie explizit einwilligen m&uuml;ssen (Opt-in).<br>\nDie unterzeichnenden Organisation repr&auml;sentieren neben Patient:innen unter anderem das medizinische Fachpersonal, Menschen mit Behinderungen, Verbraucherorganisationen und Gewerkschaften. Unter ihnen sind der Berufsverband Deutscher Psychologinnen und Psychologen, der Verein Innovationsverbund &Ouml;ffentliche Gesundheit, der Verein Freie &Auml;rzteschaft sowie die B&uuml;rgerrechtsorganisation European Digital Rights (EDRi). (&hellip;)<br>\nDer geplante European Health Data Space (EHDS) geht auf eine rechtliche Initiative der EU-Kommission aus dem Mai vergangenen Jahres zur&uuml;ck. Das Gesetzesvorhaben soll Mitte dieses Jahres verabschiedet werden.<br>\nZiel der Kommission ist es, einen gemeinsamen gro&szlig;en Datenraum im Sinne eines europ&auml;ischen digitalen Binnenmarktes zu schaffen. Daf&uuml;r soll der EHDS europaweit Gesundheitsdaten und Leistungen digital harmonisieren und zusammenf&uuml;hren. Das bedeutet etwa, das Rezepte EU-weit funktionieren sollen. Aber auch, dass Daten einfacher &uuml;ber Grenzen hinweg verf&uuml;gbar gemacht werden. Auf diese Weise will die Kommission auch die europ&auml;ische Forschung konkurrenzf&auml;hig machen, vor allem im globalen Wettbewerb mit den Vereinigten Staaten und China.<br>\nGeplant ist, dass Patient:innen, Kliniken, Labore und der &ouml;ffentliche Gesundheitsdienst ihre Daten f&uuml;r eine Prim&auml;r- und Sekund&auml;rnutzung zur Verf&uuml;gung stellen. (&hellip;)<br>\nVor wenigen Tagen kritisierte auch die hiesige Datenschutzkonferenz von Bund und L&auml;ndern (DSK) in einer gemeinsamen Stellungnahme den unzureichenden Schutz der Patient:innenrechte. In Teilen h&auml;lt die DSK die Vorschl&auml;ge der Kommission sogar f&uuml;r unzul&auml;ssig.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/netzpolitik.org\/2023\/europaeischer-gesundheitsdatenraum-opt-out-ist-keine-option\/%20\">netzpolitik.org<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>&bdquo;Tierwohl&ldquo; ist ausschlie&szlig;lich ein Marketinginstrument<\/strong><br>\nProfessor Dr. Albert Sundrum ist Veterin&auml;rmediziner und Agrarwissenschaftler. Sein neues Buch behandelt die &bdquo;Gemeinwohlorientierte Erzeugung von Lebensmitteln&ldquo;. Im foodwatch-Interview erkl&auml;rt er, warum Haltungskennzeichnungen in die Irre f&uuml;hren und welche fatalen Auswirkungen der Unterbietungswettbewerb auf den Weltagrarm&auml;rkten hat &ndash; f&uuml;r Tiere, Umwelt und uns Verbraucher:innen.<br>\nfoodwatch: Viele Verbraucherinnen und Verbraucher w&uuml;rden gern durch den Kauf von entsprechend gekennzeichneten Produkten Tierschutzanliegen unterst&uuml;tzen. Was macht diesen naheliegenden Wunsch so schwierig?<br>\nProf. Dr. Albert Sundrum: Tierschutz ist eine hochkomplexe Angelegenheit, an der sehr viele Faktoren beteiligt sind. Wichtig zu wissen ist: Tierschutzanliegen kann man nicht lediglich auf einen Aspekt wie die Haltungsform reduzieren. Wir m&uuml;ssen das Tier selbst in den Fokus nehmen. Wie gut kommt es mit seinen konkreten Lebensbedingungen zurecht, ohne Schmerzen, Sch&auml;den und Leiden erdulden zu m&uuml;ssen.<br>\nfoodwatch: Hei&szlig;t das, die vom Einzelhandel beworbenen Haltungsformen geben Verbraucher:innen keine hinreichende Orientierung?<br>\nProf. Sundrum: Haltungsformen f&uuml;hren in die Irre und stellen eine Verbrauchert&auml;uschung dar. Die Kennzeichnung der Haltungsform, die sich ja im Wesentlichen auf die verf&uuml;gbare Bewegungsfl&auml;che im Stall und im Auslauf sowie auf Einstreu und Au&szlig;enklima beschr&auml;nkt, erlaubt keine validen R&uuml;ckschl&uuml;sse auf das Wohlergehen der Nutztiere. Dies wird insbesondere in der &ouml;kologischen Nutztierhaltung deutlich, die ja die h&ouml;chste Haltungsformstufe repr&auml;sentiert. Trotz deutlich besserer Haltungsbedingungen sind auch hier die Erkrankungsraten erschreckend hoch und auf dem gleichen Niveau wie bei Betrieben mit deutlich geringerer Fl&auml;chenausstattung.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.foodwatch.org\/de\/aktuelle-nachrichten\/2023\/tierwohl-ist-ausschliesslich-ein-marketinginstrument\/\">foodwatch<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>Die &laquo;Zeit&raquo; wollte Mathias D&ouml;pfner blossstellen und hat sich blamiert<\/strong><br>\nDer viel zitierte Bericht der Hamburger Wochenzeitung &uuml;ber den CEO von Axel Springer illustriert, wie ein Medium durch einen Mangel an Distanz und Differenziertheit zum Spielball von Informanten werden kann. Das Ergebnis ist schlechter, unfairer Journalismus. [&hellip;]<br>\nDass die Wahrheit bei Springer komplizierter sein k&ouml;nnte, dass der CEO D&ouml;pfner, der mal in die Ukraine einmarschieren und mal kritische Berichte &uuml;ber die Trans-Lobby untersagen will, manche seiner vielen &Uuml;berzeugungen, etwa zur Corona-Politik der fr&uuml;heren Bundesregierung, auch von seinem fr&uuml;heren Chefredaktor &uuml;bernommen haben k&ouml;nnte und nicht umgekehrt, blenden die &laquo;Zeit&raquo;-Journalisten aus. In einer bereits vor eineinhalb Jahren ver&ouml;ffentlichten SMS soll D&ouml;pfner Reichelt einmal als &laquo;letzten und einzigen Journalisten in Deutschland&raquo; gelobt haben, der noch &laquo;gegen den neuen DDR Obrigkeits-Staat&raquo; aufbegehre. Das klang mehr nach Bewunderer als nach Befehlsgeber.<br>\nWie einseitig die &laquo;Zeit&raquo; &uuml;ber D&ouml;pfner berichtet, f&auml;llt auch auf, wenn man sich anschaut, was ihre Autoren nicht f&uuml;r problematisch halten, etwa eine Nachricht der Gesellschafterin Friede Springer an den fr&uuml;heren &laquo;Bild&raquo;-Chefredaktor. Darin bittet diese den &laquo;lieben Julian&raquo;, der &laquo;erfahrenen Bundeskanzlerin&raquo; Angela Merkel beim Umgang mit der Corona-Pandemie zu &laquo;helfen&raquo;.<br>\nIst das, also die Aufforderung, sich der Regierung als publizistische Sch&uuml;tzenhilfe anzudienen, nicht viel problematischer als ein Verleger, der sich privat kritisch &uuml;ber den Mainstream und die Eliten des Landes &auml;ussert und Merkel f&uuml;r eine Fehlbesetzung hielt? F&uuml;r die &laquo;Zeit&raquo; offenbar nicht.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.nzz.ch\/meinung\/der-andere-blick\/die-zeit-und-mathias-doepfner-eine-journalistische-blamage-ld.1734106\">NZZ<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>Zu guter Letzt: Journalismus in der Ukraine: Kein Zugang mehr zu &ldquo;roten Zonen&rdquo;<\/strong><br>\nNeue Vorgaben der ukrainischen Milit&auml;rf&uuml;hrung erschweren Journalisten den Zugang zu bestimmten Frontgebieten. Die Armee f&uuml;hrt Sicherheitsgr&uuml;nde an. Ist die unabh&auml;ngige Berichterstattung gef&auml;hrdet?<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.tagesschau.de\/ausland\/europa\/ukraine-medien-berichterstattung-krieg-101.html\">tagesschau<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Andr&eacute; Tautenhahn:<\/strong> Die Humorabteilung der Tagesschau ist wirklich witzig, hat aber wohl &uuml;bersehen, dass es seit Ende 2022 bereits ein neues Mediengesetz in der Ukraine gibt. Die NachDenkSeiten <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=92303\">berichteten hier<\/a>.<\/em><\/p><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. 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