{"id":9668,"date":"2011-06-06T09:20:46","date_gmt":"2011-06-06T07:20:46","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=9668"},"modified":"2011-06-06T09:20:46","modified_gmt":"2011-06-06T07:20:46","slug":"hinweise-des-tages-1398","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=9668","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>Heute unter anderem zu folgenden Themen: EU: Too big to fail; EU-Krise; Basel III ist &ldquo;nichts weiter als Katzengold&rdquo;; Mehr, immer mehr!; Sporadische Arbeit; Weniger Arbeitslose, mehr Sperren; Kinder- und Jugendhilfe: Keine Leute, kein Geld; Fukushima &ndash; Radioaktivit&auml;t steigt auf Rekordh&ouml;he; Vattenfall soll Hamburg um Millionen gebracht haben; Stuttgart 21; Deutsche Soldaten erschossen drei Demonstranten; Lybien: Und t&auml;glich t&ouml;tet die Nato;  A Pulled Scoop Shows U.S. Fought to Keep Haitian Wages Down; Kirchentag: Viel Gl&uuml;ck und viel Segen; Der Papst zu Gast bei Freunden; Oskar Lafontaine &ndash; Sozialisten sind die wahren Liberalen; SPD: Vor dem Sturm; T&ouml;ten als B&uuml;rgerpflicht; Gest&uuml;rzter Pr&auml;sident Zelaya zur&uuml;ck in Honduras; Die katastrophalen Sparma&szlig;nahmen f&uuml;r die HAW Hamburg sch&auml;digen den Wirtschaftsstandort Hamburg!; Erster G8-Jahrgang: Aus &ldquo;nicht bestanden&rdquo; wird &ldquo;bestanden&ldquo;; Per Wiki zur Demokratie von unten. (JB\/WL)<br>\n<!--more--><br>\nHier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"#h01\">EU: Too big to fail<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h02\">EU-Krise<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h03\">Basel III ist &ldquo;nichts weiter als Katzengold&rdquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h04\">Mehr, immer mehr!<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h05\">Robert Skidelsky: Sporadische Arbeit<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h06\">Weniger Arbeitslose, mehr Sperren<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h07\">Kinder- und Jugendhilfe: Keine Leute, kein Geld<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h08\">Fukushima &ndash; Radioaktivit&auml;t steigt auf Rekordh&ouml;he<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h09\">Buchungstrick: Vattenfall soll Hamburg um Millionen gebracht haben<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h10\">Stuttgart 21<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h11\">Deutsche Soldaten erschossen drei Demonstranten<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h12\">Lybien: Und t&auml;glich t&ouml;tet die Nato<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h13\">A Pulled Scoop Shows U.S. Fought to Keep Haitian Wages Down<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h14\">Kirchentag: Viel Gl&uuml;ck und viel Segen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h15\">Der Papst zu Gast bei Freunden<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h16\">Oskar Lafontaine &ndash; Sozialisten sind die wahren Liberalen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h17\">SPD: Vor dem Sturm<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h18\">T&ouml;ten als B&uuml;rgerpflicht<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h19\">Gest&uuml;rzter Pr&auml;sident Zelaya zur&uuml;ck in Honduras<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h20\">Die katastrophalen Sparma&szlig;nahmen f&uuml;r die HAW Hamburg sch&auml;digen den Wirtschaftsstandort Hamburg!<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h21\">Erster G8-Jahrgang: Aus &ldquo;nicht bestanden&rdquo; wird &ldquo;bestanden&rdquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h22\">Per Wiki zur Demokratie von unten<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, <a href=\"?p=9668&amp;email=1\">dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin<\/a>.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>EU: Too big to fail<\/strong><br>\nDie Europ&auml;er stellen den Direktor des IWF, die Amerikaner den Pr&auml;sidenten der Weltbank &ndash; diese &raquo;Tradition&laquo; wird seit langem kritisiert. Doch dieses eine Mal noch soll es wieder ein europ&auml;ischer IWF-Direktor sein, meint auch J&uuml;rgen Trittin. Denn mit dem vorzeitigen R&uuml;cktritt Strauss-Kahns sei eine Situation entstanden, &raquo;wo die Europ&auml;er zu Recht sagen, wir haben zurzeit das Hauptbesch&auml;ftigungsfeld des Internationalen W&auml;hrungsfonds und es ist gut, wenn an dieser Stelle jemand sitzt, der sozusagen aus der direkten Bek&auml;mpfung der Euro-Krise kommt&laquo;. Folgt man der Logik des Fraktionsvorsitzenden der Gr&uuml;nen, h&auml;tte der Direktor des IWF in den vergangenen Jahrzehnten ein Afrikaner sein m&uuml;ssen. Das aber war nicht der Fall, und auch in Zukunft haben die Kandidaten armer Staaten keine Chance. Unter der Leitung des &raquo;Sozialisten&laquo; Strauss-Kahn wurde der IWF nicht zu einer linken Institution, und von einem chinesischen Direktor k&ouml;nnte man sicherlich kein gr&ouml;&szlig;eres Engagement f&uuml;r soziale Rechte und Gewerkschaftsfreiheit erwarten. Legt man Wert auf &ouml;konomische Effizienz, spricht allerdings vieles f&uuml;r einen Kandidaten aus Asien. Denn die meisten asiatischen Staaten, ob autokratisch oder demokratisch regiert, regulieren ihren Finanzmarkt relativ streng und litten deshalb in der Finanzkrise zwar unter dem Ausbleiben westlicher Auftr&auml;ge f&uuml;r ihre Exportindustrie, hatten es aber nicht n&ouml;tig, mit &raquo;Rettungspaketen&laquo; ihre Banken vor der Pleite zu bewahren.<br>\nMittlerweile haben europ&auml;ische Staaten die h&ouml;chsten Schulden beim IWF. Man kann nicht behaupten, dass die Europ&auml;er freundlicher behandelt werden als die Afrikaner. Die Verarmung beginnt in L&auml;ndern wie Griechenland auf einem h&ouml;heren &ouml;konomischen Niveau, doch die Ma&szlig;nahmen &ndash; vor allem die Senkung der Staatsausgaben und die Privatisierung &ndash; entsprechen den g&auml;ngigen Dogmen. Der IWF ist nicht dazu da, den Armen ein besseres Leben zu bescheren, sein wichtigstes Ziel besteht in der Stabilisierung des globalen Finanzsystems.&nbsp; Eine Umschuldung, die mit einem Verzicht der Gl&auml;ubiger auf einen Teil ihrer Forderungen verbunden ist, w&uuml;rde viele europ&auml;ische Banken in Schwierigkeiten bringen und soll daher vermieden werden. Das d&uuml;rfte Lagardes Hauptaufgabe beim IWF sein. Es mutet bizarr an, dass die Unf&auml;higkeit der Europ&auml;er, ihre finanziellen Verh&auml;ltnisse in Ordnung zu bringen, nun einen F&uuml;hrungsanspruch legitimieren soll. Die Bric-Staaten (Brasilien, Russland, Indien und China) haben in einem offenen Brief die &raquo;ungeschriebene Konvention&laquo; kritisiert, der zufolge der IWF-Direktor ein Europ&auml;er sein m&uuml;sse. Dennoch gilt Lagardes Wahl als sicher. Denn asiatische Finanzexperten m&ouml;gen sich &uuml;ber die realit&auml;tsferne EU-Politik wundern, sie wissen jedoch, dass eine weitere Finanzkrise auch die Wirtschaft ihrer Staaten sch&auml;digt. In dieser Hinsicht werden die Europ&auml;er anders behandelt als afrikanische Schuldner. Die EU ist &raquo;too big to fail&laquo;.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/jungle-world.com\/artikel\/2011\/22\/43312.html\">Jungle World<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Orlando Pascheit:<\/strong> Wie auch in diesem Artikel wird in letzter Zeit &ouml;fter darauf hingewiesen, wie &ouml;konomisch effizient, wie klug die aufstrebenden asiatischen Staaten ihre Finanzm&auml;rkte regulierten h&auml;tten. Ich f&uuml;rchte, dass dies eher daran liegt, dass diese nachholenden Volkswirtschaften zum Gl&uuml;ck noch nicht in der durchkapitalisierten Moderne angekommen waren. Wie bei uns vor 50 Jahren &ndash; man nehme z.B. die Kapitalverkehrskontrollen &ndash; sind weite Teile der Wirtschaft, wie eben auch die Finanzm&auml;rkte, viel st&auml;rker reguliert als in den westlichen Volkswirtschaften heute. Zum Gl&uuml;ck hat die Finanzkrise dazu gef&uuml;hrt, dass wenigstens im Bereich der Finanzm&auml;rkte die ansonsten nachholende Deregulierung und Liberalisierung in anderen Bereichen in den Schwellenl&auml;ndern gebremst wurde. Doch sollte man auch hier nicht allzu optimistisch sein, denn selbst die chinesische Regierung hat die bald platzende Immobilienblase seiner spekulationsfreudigen B&uuml;rger nicht verhindern k&ouml;nnen. Dazu bedurfte es keiner hochkomplexen Finanzprodukte.<\/em><\/p>\n<p><strong>Wer ist der IWF?<\/strong><br>\nEr wacht &uuml;ber Wechselkurse, hilft aus der Krise. Derzeit hoffen die Griechen auf ihn. Der Internationale W&auml;hrungsfonds ist f&uuml;r viele ein Segen, f&uuml;r manche ein Fluch<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.tagesspiegel.de\/zeitung\/wer-ist-der-iwf\/v_print,4252608.html?p=\">Tagesspiegel<\/a><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>EU-Krise<\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>Thomas Fricke &ndash; Was uns Griechen wirklich hilft<\/strong><br>\nEs w&auml;re h&ouml;chste Zeit einzur&auml;umen, dass das Rezept gescheitert ist, den Notfallpatienten zu knebeln und zu strafen. Das hat Rezession wie Euro-Schuldendrama nur verl&auml;ngert &ndash; und Einsparungseffekte zunichte gemacht, weil Steuereinnahmen krisenbedingt einbrachen. Umso dringender braucht Griechenland jetzt eine Aufbaustrategie, die neue wirtschaftliche Dynamik schafft, um die Schulden nachhaltig abzubauen. Keine Strafjustiz, die vordergr&uuml;ndig saniert, am Ende aber h&ouml;here Schulden bringt.<br>\nGriechenlands Staatsdefizit h&auml;tte 2010 locker vier Prozentpunkte st&auml;rker sinken k&ouml;nnen, w&auml;re nicht die Wirtschaft &ndash; wegen der K&uuml;rzungen &ndash; so drastisch geschrumpft. Es w&auml;re auch einfacher gewesen, wenn zweifelhafte Geldgeber wie unsere Kanzlerin nicht aus Moraleifer (Straf-)Zinsen verlangten. Da kam die Sanierung einem 1000-Meter-Lauf mit Bleikugel am Bein gleich. Zum Gegencheck: Griechenlands verspottete Exporte, vom Radikalkurs ausgenommen, expandieren mit zweistelliger Rate.<br>\nViel wichtiger w&auml;re, den Teufelskreis zu durchbrechen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.ftd.de\/politik\/konjunktur\/:kolumne-thomas-fricke-was-uns-griechen-wirklich-hilft\/60060379.html\">FTD<\/a><\/li>\n<li><strong>Spanische Jugend: Wohin mit der Wut?<\/strong><br>\nDen Demonstranten auf der Pla&ccedil;a Catalunya in Barcelona ist klar, da&szlig; sich etwas &auml;ndern mu&szlig;. Nur was, wissen sie nicht. Es gibt genug Ansatzpunkte, warum auch diese Protestbewegung, wie zum Beispiel die Studentenproteste 2009 in Deutschland, nur ein vor&uuml;bergehender Aufschrei ist. Auf der anderen Seite ist die grundlegende Emp&ouml;rung in weiten Teilen der Bev&ouml;lkerung tats&auml;chlich zu sp&uuml;ren, und der Protest ist, zumindest in den gr&ouml;&szlig;eren St&auml;dten, so gut organisiert, da&szlig; ein pl&ouml;tzliches Verschwinden nicht vorstellbar ist. Nur woher es kommt &ndash; und wo die Grenzen dieses Protestgedankens liegen &ndash; dar&uuml;ber will sich offenbar &ndash; noch &ndash; niemand Gedanken machen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.jungewelt.de\/2011\/06-04\/004.php?print=1\">junge Welt<\/a><\/li>\n<li><strong>Franz&ouml;sische Studie &ndash; S&uuml;deurop&auml;er arbeiten l&auml;nger als Deutsche<\/strong><br>\nEine Studie einer franz&ouml;sischen Bank &uuml;ber die Arbeitszeiten in Europa widerlegt noch einmal die Kritik von Bundeskanzlerin Merkel an der Arbeitsmoral in den s&uuml;dlichen Euro-L&auml;ndern. Dort werde deutlich l&auml;nger gearbeitet als hier.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.fr-online.de\/wirtschaft\/suedeuropaeer-arbeiten-laenger-als-deutsche\/-\/1472780\/8523702\/-\/index.html\">Frankfurter Rundschau<\/a><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>Basel III ist &ldquo;nichts weiter als Katzengold&rdquo;<\/strong><br>\nKurz sah es so aus, als ob die Politik den offensichtlichen Ausw&uuml;chsen des Finanzsektors nun tats&auml;chlich scharf entgegengetreten w&uuml;rde. Immerhin gaben selbst konservative Politiker zu, dass der Anteil des Finanzsektors am Sozialprodukt oft h&ouml;her sei, als es dessen volkswirtschaftlichen Aufgaben rechtfertige. Kritisiert wurde die h&ouml;here Rentabilit&auml;t von Finanzinvestitionen gegen&uuml;ber realwirtschaftlichen Investitionen, was die Umverteilung von unten nach oben f&ouml;rdere; die hohen Gagen der Banker, die undurchschaubaren Methoden des &ldquo;Financial Engineering&rdquo; und das &ldquo;Schatten&rdquo;-Banksystem. Schlie&szlig;lich wollte man sich auch nicht mehr von den Gro&szlig;banken erpressen lassen, die &ldquo;too big to fail&rdquo; geworden waren, so dass Bank und Management dank &uuml;berm&auml;&szlig;ige Risiken im Erfolgsfall zwar H&ouml;chstgewinne einfahren, die Kosten im Misserfolgsfall aber der &Ouml;ffentlichkeit &uuml;berlassen konnten. Gegen all das sollte im internationalen Gleichschritt eingeschritten werden, wof&uuml;r ein Basel Commitee aus Geldpolitikern unter der Leitung von Nout Wellink, dem Chef der ho Notenbank, die Regeln erlassen sollte. Dort wurde die allgemeine Redimensionierung des Finanzsektors rasch begraben und die Regulatoren konzentrierten sich auf das Minimalziel der Krisenresistenz. Diskutiert wurde nun nur noch &uuml;ber die Passivseite der Bankbilanzen, also &uuml;ber die neu vorzuschreibende H&ouml;he der Kapitalpolster und der Liquidit&auml;tsreserven. Die Bankenvertreter beschworen dabei die volkswirtschaftlichen Kosten des h&ouml;heren Eigenkapitals und behaupteten, es w&uuml;rde zu unerw&uuml;nschten Beschr&auml;nkungen der Kreditvergaben an die Realwirtschaft kommen. Regulatoren forderten hingegen &ndash; unterst&uuml;tzt von prominenten &Ouml;konomen wie etwa Anat Admati aus Stanford -, dass das Verm&ouml;gen der Banken ihre Verpflichtungen sicherheitshalber sehr deutlich &uuml;bersteigen m&uuml;sse, und verleugneten allf&auml;llige negative Folgen f&uuml;r die Realwirtschaft.<br>\nLaut dem IWF-&Ouml;konomen Raihan Zamil sei dies jedoch in jedem Fall eine glatte Themenverfehlung, was durchaus plausibel klingt, erinnert man sich an die Gr&uuml;nde der letzten Bankenkrise. So waren die Probleme nirgendwo im traditionellen Kreditgesch&auml;ft aufgetreten, sondern nur dort, wo Banken wie Hedge Fonds agiert bzw. ihre Kunden in solche Gesch&auml;fte gehetzt hatten. Auch wenn das System letztlich an der Finanzierungsseite scheiterte, waren die Probleme doch auf der Veranlagungsseite entstanden. Die Eigenkapitalausstattung spiele hingegen nur eine Nebenrolle, meint Zamil: &ldquo;Die H&ouml;he das Eigenkapital kann niemals einen robuste Auswahl der Verm&ouml;genswerte und der Bewertungsstandards ersetzen.&rdquo; Beides h&auml;nge vom Risikomanagement (der Banken) und von durchsetzungsf&auml;higen Aufsichtsbeh&ouml;rden ab, und es sei irrelevant, ob eine Bank &uuml;ber acht oder 15 Prozent Eigenkapital verf&uuml;ge: &ldquo;Viel wichtiger ist, wie sich die Verm&ouml;gensseite zusammensetzt und wie sie bewertet wird.&rdquo; Sollte eine Bank in diesem Bereich aber Probleme haben, &ldquo;dann helfen ein paar Prozent mehr Eigenkapital auch nicht mehr viel&rdquo;.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.heise.de\/tp\/artikel\/34\/34846\/1.html\">Telepolis<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>Mehr, immer mehr!<\/strong><br>\nKrise war gestern, jetzt gibt&rsquo;s Champagnerduschen. Der Reichtum der Wohlhabenden auf der Welt hat die Grenzen zum Obsz&ouml;nen l&auml;ngst &uuml;berschritten und legt weiter zu. Allein in Deutschland verf&uuml;gten im Vorjahr 839 Privathaushalte &uuml;ber umgerechnet mehr als 100 Millionen US-Dollar &ndash; das sind nach aktuellem Kurs etwa 69 Millionen Euro. Rund um den Erdball sind solche Verm&ouml;genswerte in Bargeld, Aktien, anderen Wertpapieren und Fondsanteilen in H&ouml;he von 122 Billionen Dollar aufgeh&auml;uft, ein Plus von acht Prozent gegen&uuml;ber 2009 und 20 Billionen Dollar mehr als auf der H&ouml;he der Wirtschafts- und Finanzkrise Ende 2008. Nachzulesen sind die Zahlen im aktuellen Weltreichtumsreport (Global Wealth Report), den die US-amerikanische Unternehmensberatung Boston Consulting Group (BCG) allj&auml;hrlich herausgibt. Dabei sind nach der Untersuchung 0,9 Prozent aller Haushalte im Besitz von 39 Prozent des weltweiten privaten Finanzverm&ouml;gens.<br>\nDie Zahlen geben auch Aufschluss dar&uuml;ber, wie die Finanzspekulation wieder zur wichtigsten Geldvermehrungsmaschine geworden ist. In Europa, wo in vergleichsweise geringerem Umfang und mit weniger Risiko an den B&ouml;rsen agiert wird, lag das Plus aus derlei Gesch&auml;ften gegen&uuml;ber 2009 bei unter f&uuml;nf Prozent. Die nordamerikanischen Privatanleger verzeichneten bei der gro&szlig;en Zockerei dagegen einen Zuwachs von zehn Prozent und lie&szlig;en mit einem Gesamtverm&ouml;gen von 38,2 Billionen Dollar die Europ&auml;er (37,1) erstmals nach der Krise knapp hinter sich. Innerkontinental haben die Briten mit dem f&uuml;hrenden europ&auml;ischen Finanzplatz London die Nase vorn, hier belief sich das entsprechende Finanzverm&ouml;gen im Vorjahr auf 7,9 Billionen Dollar &ndash; w&auml;hrend zur selben Zeit der Staat mit einer Neuverschuldung von fast 13 Prozent des BIP die Krisenkosten eifrig sozialisierte. So sehen dann auch die BCG-Forscher in den Kapitalm&auml;rkten die treibende Kraft f&uuml;r einen nach ihrer Meinung weiter anhaltenden Boom. W&auml;hrend der Krise h&auml;tten die Anleger vor allem auf Bargeld gesetzt, doch inzwischen habe wieder eine Umschichtung in risikoreichere Anlagen stattgefunden, konstatieren sie. Nicht in Betracht ziehen die Unternehmensberater dagegen die M&ouml;glichkeit einer neuerlich platzenden Finanzblase, zumindest nicht vor 2015.<br>\nQuelle 1: <a href=\"http:\/\/www.jungewelt.de\/2011\/06-04\/025.php\">junge Welt<\/a><br>\nQuelle 2: <a href=\"http:\/\/www.bcg.com\/media\/PressReleaseDetails.aspx?id=tcm:12-77753\">BCG<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Orlando Pascheit:<\/strong> Noch einmal auf der Zunge zergehen lassen! Nicht einmal 1 Prozent der Weltbev&ouml;lkerung kontrollierten fast 40 Prozent des global verf&uuml;gbaren Verm&ouml;gens.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>Robert Skidelsky: Sporadische Arbeit<\/strong><br>\nHeutzutage ist Kapital im &Uuml;berfluss in der entwickelten Welt vorhanden; die Sparquote geht zur&uuml;ck, w&auml;hrend die Leute mehr konsumieren und die Produktion verlagert sich zunehmend auf Dienstleistungen; ein Bereich mit begrenzten M&ouml;glichkeiten der&nbsp; Produktivit&auml;tssteigerung. Also l&auml;sst das Wirtschaftswachstum &ndash; der Anstieg der Realeinkommen &ndash; nach. Das war schon vor der gro&szlig;en Rezession der Fall, deshalb ist es erst recht schwierig geworden, Vollzeitarbeitspl&auml;tze zu schaffen, die angemessen entlohnt werden. Daraus folgt die Zunahme geringf&uuml;giger, nicht kontinuierlicher Teilzeitbesch&auml;ftigung.<br>\nDer andere Aspekt des Problems ist die langfristige Zunahme der Arbeitslosigkeit durch den technologiegetriebenen Umbau der Arbeitswelt, die weitgehend auf Automatisierung zur&uuml;ckzuf&uuml;hren ist. Einerseits ist das ein Zeichen f&uuml;r wirtschaftlichen Fortschritt: Die Leistung jeder Arbeitseinheit steigt stetig. Es bedeutet aber auch, dass weniger Arbeitseinheiten ben&ouml;tigt werden, um die gleiche Warenmenge zu produzieren. Die L&ouml;sung des Marktes besteht darin, freigesetzte Arbeitskr&auml;fte im Dienstleistungssektor zu besch&auml;ftigen, aber viele der Branchen im Bereich der Dienstleistungen sind ein Sammelbecken f&uuml;r aussichtslose T&auml;tigkeiten, die keine M&ouml;glichkeiten der Weiterentwicklung bieten. Immigration versch&auml;rft die beiden Aspekte des Problems. Ein Gro&szlig;teil der Migration ist unbest&auml;ndig, insbesondere innerhalb der Europ&auml;ischen Union &ndash; heute hier, morgen fort &ndash; und nicht mit den Kosten verbunden, die bei Vollzeiteinstellungen anfallen. Das ist zwar f&uuml;r Arbeitgeber attraktiv, aber es handelt sich um T&auml;tigkeiten mit geringer Produktivit&auml;t und der Mehrheit der Erwerbsbev&ouml;lkerung eines Landes wird es zunehmend erschwert, dauerhafte Besch&auml;ftigungsverh&auml;ltnisse zu finden.<br>\nSind wir demzufolge zu einer wirtschaftlichen Erholung ohne Besch&auml;ftigungszuwachs verurteilt? Werden Arbeitspl&auml;tze in Zukunft so rar sein, dass viele Arbeitskr&auml;fte einen Hungerlohn akzeptieren m&uuml;ssen, um &uuml;berhaupt eine Anstellung zu finden, und werden sie zunehmend auf Transferleistungen angewiesen sein, w&auml;hrend marktr&auml;umende L&ouml;hne unter das Existenzniveau sinken?<br>\nDoch lassen wir diese d&uuml;steren Aussichten beiseite und denken dar&uuml;ber nach, wie eine zivilisierte L&ouml;sung f&uuml;r das Problem technologiegetriebener Arbeitsplatzverluste aussehen k&ouml;nnte. Die Antwort ist sicherlich in der Umverteilung von Arbeit zu finden. Dem angloamerikanischen &Ouml;konomen ist ein derartiger Vorschlag ein Gr&auml;uel. In Holland und D&auml;nemark werden ganz unterschiedliche gestaltete Programme zur Arbeitsumverteilung zur Norm und in Frankreich und Deutschland sind sie auf dem Vormarsch. Das Schl&uuml;sselelement bei einem solchen Ansatz ist die Trennung der Arbeit vom Einkommen. Ein d&auml;nisches Gesetz aus dem Jahr 1993 erkennt das Recht an, nicht kontinuierlich zu arbeiten und gew&auml;hrt zugleich das Recht auf ein kontinuierliches Einkommen. Arbeitnehmer haben alle vier oder sieben Jahre die M&ouml;glichkeit, sich f&uuml;r ein &bdquo;Sabbatjahr&ldquo; zu entscheiden, das auch in k&uuml;rzere Abschnitte unterteilt werden kann. Arbeitslose treten an die Stelle derjenigen, die eine Auszeit nehmen und die ihrerseits 70% der Arbeitslosenunterst&uuml;tzung bekommen, die sie erhalten w&uuml;rden, wenn sie ihren Arbeitsplatz verl&ouml;ren (normalerweise 90% des Gehalts). D&auml;nischen Gewerkschaften ist es gelungen solche gesetzlichen Rechte des Einzelnen zu nutzen, um die Arbeitszeiten ganzer Fimenbelegschaften zu verringern und die Anzahl der festen Arbeitspl&auml;tze so zu erh&ouml;hen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.project-syndicate.org\/commentary\/skidelsky41\/German\">Project Syndicate<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Orlando Pascheit:<\/strong> Nicht ganz erkl&auml;rlich ist, wie die Skidelsky darauf kommt, dass in Deutschland Programme zur Arbeitsumverteilung auf dem Vormarsch sind &ndash; er meint wahrscheinlich den Einsatz von Kurzarbeit in Krisenzeiten. Allerdings erscheint mir das Grundproblem nicht in der Verteilung von Arbeit, sondern in der ungleichen Verteilung der Einkommen zu liegen. Es kann nicht angehen, dass Abteilungsleiter von Banken in einem Monat mehr verdienen als ein Arbeitnehmer nicht nur in prek&auml;ren Jobs in einem Jahr. Die Bek&auml;mpfung der ungleichen Verteilung von Einkommen ist allerdings mit weitaus mehr Konflikten beladen, als der Dissenz zwischen angels&auml;chsischen und kontinentaleurop&auml;ischen Wissenschaftlern. Die &Uuml;bermacht des Kapitals gegen&uuml;ber den Arbeitnehmern ist nicht naturgegeben, sondern von einer kapitalh&ouml;rigen Politik so gewollt bzw. stellt den Grundzug einer plutokratischen Gesellschaftsordnung dar, der Herrschaft weniger, die Geld im &Uuml;berfluss haben.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Weniger Arbeitslose, mehr Sperren<\/strong><br>\nSperrzeiten und Sanktionen nehmen zu, obwohl die Anzahl der Leistungsberechtigten abgenommen hat. So musste jeder sechste erwerbsf&auml;hige Hartz-IV-Bezieher Sanktionen hinnehmen. Sanktionen sind Leistungsk&uuml;rzungen. Im Extremfall werden die Betroffenen auf Null-Di&auml;t gesetzt. Dann zahlt das Jobcenter keinen Cent mehr. Oftmals zu Unrecht, wie sich dann in den Gerichtsverfahren erweist. Von den rund 7000 erledigten Klagen gegen diese Strafma&szlig;nahmen waren 60 Prozent erfolgreich. Auf Antrag der Linksfraktion wird das fragw&uuml;rdige Sanktionssystem am kommenden Montag auch Gegenstand einer Bundestagsanh&ouml;rung.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.neues-deutschland.de\/artikel\/199127.weniger-arbeitslose-mehr-sperren.html\">Neues Deutschland<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung U.E.:<\/strong> Am 09.02.2010 hat das <a href=\"?p=4514\">BVerfG Sanktionen<\/a> faktisch als unzul&auml;ssig erkl&auml;rt. Damit der dort bestrittene Regelsatz verfassungswidrig sein konnte, muss jedoch ein Anspruch auf das Existenzminimum grunds&auml;tzlich &uuml;berhaupt erst bestehen. Dieser Logik folgt das BVerfG. Es definiert im Urteil:<\/em><\/p>\n<ol>\n<li><em>Der Anspruch (jedes Grundrechtstr&auml;gers auf das Existenzminimum) muss durch den Staat gesichert werden (Randziffer 134)<\/em><\/li>\n<li><em>Die gesamte physischen Existenz, seine zwischenmenschlichen Beziehungen und eine Teilhabe am gesellschaftlichen, kulturellen und politischen Leben des Menschen ist zu sichern (Randziffer 135)<\/em><\/li>\n<li><em>Es definiert den steten unverf&uuml;gbaren Anspruch auf das Existenzminimum (Randziffer 137)<\/em><\/li>\n<li><em>Das Existenzminimum wird durch den Regelsatz und weitere Leistungen wie Krankenversicherung und Kosten f&uuml;r Unterkunft und Heizung gesichert (Randziffer 148)<\/em><\/li>\n<\/ol>\n<p><em>Nach diesem Urteil sind Sanktionen unter das Existenzminimum (Regelsatz + KdU + sonstige Kosten) nicht mehr m&ouml;glich. Wird trotzdem sanktioniert, handelt es sich um die Unterschlagung von unverf&uuml;gbar zustehenden Leistungen.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Kinder- und Jugendhilfe: Keine Leute, kein Geld<\/strong><br>\nIn allen Bereichen der Kinder- und Jugendhilfe droht in den kommenden Jahren sowohl ein dramatischer Fachkr&auml;ftemangel als auch eine chronische Unterfinanzierung durch die meisten Kommunen. Darauf wies der Vorsitzende der Arbeitsgemeinschaft Kinder- und Jugendhilfe (AGJ), Norbert Struck, am Freitag in Berlin auf einer Pressekonferenz hin. Die AGJ ist der Dachverband aller Institutionen und Tr&auml;ger im Bereich der Kinder- und Jugendhilfe.&nbsp; Alleine zum Ausbau der Betreuungsangebote f&uuml;r unter Dreij&auml;hrige m&uuml;ssten laut Struck bis 2025 rund 140000 Stellen geschaffen und mit qualifizierten P&auml;dagogen besetzt werden. Auch der Bedarf an Schulsozialarbeitern sei gro&szlig;, da die Zeit der &raquo;reinen Unterrichtsschule&laquo; vorbei sei und sich die Lehranstalten zu &raquo;sozialen Lebensr&auml;umen&laquo; mit entsprechenden Freizeit-, Beratungs- und Hilfsangeboten entwickeln m&uuml;ssten. Angesichts von alarmierenden Zahlen &uuml;ber Schulabbrecher und -verweigerer, Drogen-, Alkohol- oder Internetsucht und Gewalt f&uuml;hre kein Weg an der Schaffung einer fl&auml;chendeckenden sozialp&auml;dagogischen Infrastruktur vorbei, f&uuml;r die rund 75000 Mitarbeiter gebraucht w&uuml;rden.&nbsp; Insgesamt geht die AGJ von insgesamt 415000 Fachkr&auml;ften aus, die in allen Bereichen der Kinder- und Jugendhilfe bis 2025 neu eingestellt werden m&uuml;ssen, um den steigenden Personalbedarf zu decken und bis dahin ausscheidende Kollegen zu ersetzen. Daf&uuml;r reichten die Ausbildungskapazit&auml;ten vorne und hinten nicht, beklagte die Erziehungswissenschaftlerin Karin B&ouml;llert von der Universit&auml;t M&uuml;nster. Auch seien sozialp&auml;dagogische Berufe weder von der Bezahlung noch von den Arbeitsbedingungen her sonderlich attraktiv. 30 Prozent aller Fach- und Fachhochsch&uuml;ler in diesem Bereich br&auml;chen ihre Ausbildung entweder ab oder suchten sich anschlie&szlig;end T&auml;tigkeiten in anderen Berufsfeldern. F&ouml;deralismusreform zur Finanzierung gefordert<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.jungewelt.de\/2011\/06-04\/049.php\">junge Welt<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>Fukushima &ndash; Radioaktivit&auml;t steigt auf Rekordh&ouml;he<\/strong><br>\nDie Strahlung im Reaktorgeh&auml;use von Block 1 ist mittlerweile so stark, dass die Arbeiter dort innerhalb von nur vier Minuten der h&ouml;chsten zul&auml;ssigen Strahlendosis von 250 Millisievert pro Jahr ausgesetzt w&auml;ren.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.fr-online.de\/panorama\/spezials\/japans-katastrophe\/radioaktivitaet-steigt-auf-rekordhoehe\/-\/8118568\/8523390\/-\/index.html\">Frankfurter Rundschau<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>Buchungstrick: Vattenfall soll Hamburg um Millionen gebracht haben<\/strong><br>\nWirtschaftspr&uuml;fer erheben schwere Vorw&uuml;rfe gegen den Energieriesen Vattenfall: Nach SPIEGEL-Informationen soll das Unternehmen Gewinne im Fernw&auml;rmebereich trickreich heruntergerechnet haben. Der Stadt Hamburg sollen so Einnahmen von bis zu 70 Millionen Euro entgangen sein.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/wirtschaft\/unternehmen\/0,1518,766738,00.html\">SPIEGEL Online<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>Stuttgart 21<\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>Der Widerstand &ndash; im Kern gespalten<\/strong><br>\nStuttgart 21 geht in die entscheidende Phase &ndash; und der Widerstand ist in seinem Kern gespalten.  Das Aktionsb&uuml;ndnis und die Parksch&uuml;tzer driften immer weiter auseinander; keiner traut dem anderen mehr, eine gemeinsame Strategie ist nirgendwo erkennbar. Die Gr&uuml;nen haben Grund zu gro&szlig;er Sorge.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.kontextwochenzeitung.de\/newsartikel\/2011\/06\/der-widerstand-im-kern-gespalten\/#c1531\">Kontext: Wochenzeitung<\/a><\/li>\n<li><strong>Bahn &uuml;berrascht mit Baustopp-Offerte<\/strong><br>\nBahn-Chef R&uuml;diger Grube schl&auml;gt der gr&uuml;n-roten Landesregierung vor, bis Mitte Juli die Bauarbeiten f&uuml;r das umstrittene Bahnhofsprojekt Stuttgart 21 ruhen zu lassen &ndash; ein Angebot, das das Land Baden-W&uuml;rttemberg teuer zu stehen k&auml;me. [&hellip;]<br>\nAn diesem Montag sollte es eigentlich mit den Bauarbeiten weitergehen, wie Grube nach einem Spitzentreffen der Projekttr&auml;ger von Stuttgart 21 zuletzt angek&uuml;ndigt hatte. Jetzt aber sei er dazu bereit, einen &ldquo;letzten Kompromissvorschlag&rdquo; zu unterbreiten. &ldquo;Hier ist sozusagen eine rote Linie: Bis hierher und nicht weiter&rdquo;, sagte Grube. Der 15. Juli sei f&uuml;r die Bahn ein &ldquo;immens wichtiges Datum&rdquo;. Bis dahin m&uuml;ssten Tunnel-Bauarbeiten im Volumen von 750 Millionen Euro vergeben werden. Andernfalls drohten 18 Monate Zeitverzug und erhebliche Mehrkosten, weil dann die europaweite Ausschreibung wiederholt werden m&uuml;sse. Ein Bahn-Sprecher erl&auml;uterte Grubes Moratoriumsangebot aber mit der Gegenforderung, dass sich das Land Baden-W&uuml;rttemberg und die Stadt Stuttgart an den Kosten dieser Verz&ouml;gerung mit 33 Millionen Euro beteiligen m&uuml;ssten. Die Mehrkosten f&uuml;r einen von der gr&uuml;n-roten Landesregierung gew&uuml;nschten Bau- und Vergabestopp bis zu einer m&ouml;glichen Volksabstimmung im Oktober hatte die Bahn stets auf 410 Millionen Euro veranschlagt.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/politik\/stuttgart-vorstoss-von-grube-bahn-ueberrascht-mit-baustopp-offerte-1.1105366\">S&uuml;ddeutsche Zeitung<\/a><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>Deutsche Soldaten erschossen drei Demonstranten<\/strong><br>\nBeim t&ouml;dlichen Zwischenfall im afghanischen Talokan Mitte Mai hat die Bundeswehr offenbar mehr Demonstranten erschossen als bisher bekannt. Nach SPIEGEL-Informationen geht ein Uno-Bericht von drei Toten aus &ndash; und nicht von einem.  Die deutschen Soldaten h&auml;tten aber &ldquo;angemessen&rdquo; reagiert.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/politik\/ausland\/0,1518,766641,00.html\">SPIEGEL Online<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>&hellip; Und t&auml;glich t&ouml;tet die Nato<\/strong><br>\nElf Wochen Bombardement, rund 9000 Lufteins&auml;tze und nun die Entsendung von Kampfhubschraubern. Der Friedensforscher Reinhard Mutz fragt sich, welche Ziele die Nato in Libyen verfolgt.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.tagesspiegel.de\/meinung\/-und-taeglich-toetet-die-nato\/4252594.html\">Tagesspiegel<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>A Pulled Scoop Shows U.S. Fought to Keep Haitian Wages Down<\/strong><br>\nThis infuriated American corporations like Hanes and Levi Strauss that pay Haitians slave wages to sew their clothes. They said they would only fork over a seven-cent-an-hour increase, and they got the State Department involved. The U.S. ambassador put pressure on Haiti&rsquo;s president, who duly carved out a $3 a day minimum wage for textile companies (the U.S. minimum wage, which itself is very low, works out to $58 a day).<br>\nHaiti has about 25,000 garment workers. If you paid each of them $2 a day more, it would cost their employers $50,000 per working day, or about $12.5 million a year &hellip; As of last year Hanes had 3,200 Haitians making t-shirts for it. Paying each of them two bucks a day more would cost it about $1.6 million a year. Hanesbrands Incorporated made $211 million on $4.3 billion in sales last year.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.cjr.org\/the_audit\/a_pulled_scoop_shows_us_booste.php\">Business Insider<\/a>\n<p><strong><em>Zusammenfassung auf Deutsch:<\/em><\/strong><\/p>\n<p>Vor zwei Jahren wollte die haitianische Regierung den Mindestlohn auf 5 US$ am Tag erh&ouml;hen. Die USA intervenierten, da einige US-Textilunternehmen ihre Produkte in Haiti fertigen lassen. &bdquo;Dank&ldquo; der US-Intervention betr&auml;gt der Mindestlohn auf Haiti immer noch 3 US$ am Tag (das entspricht 31 US-Cent pro Stunde).<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>Kirchentag: Viel Gl&uuml;ck und viel Segen<\/strong><br>\nDer Dresdner Kirchentag feiert den Glauben als Wellness- und Therapieangebot. Am Rande gibt es aber auch nachdenkliche T&ouml;ne. Religion war schon immer auch Lebenshilfe. Menschen haben Gott zu allen Zeiten angefleht in Notsituationen und gehofft, dass er ihnen beisteht, wenn sie &bdquo;wanderten im finsteren Tal&ldquo;. Aber man konnte sich nie sicher sein, Gott war geheimnisvoll und fremd, er konnte richten und strafen, er war gr&ouml;&szlig;er als das menschliche Ich. Von diesem Gottesbild haben sich Christen und besonders die Protestanten schon lange verabschiedet. Aus dem strafenden ist der liebende Gott geworden. Aber auch der liebende Gott ging bisher nicht eins zu eins auf im menschlichen Dasein, Christen glauben, dass Gott seine Liebe und Gnade den Menschen &bdquo;schenkt&ldquo;, sie k&ouml;nnen sie nicht &bdquo;erarbeiten&ldquo;. Bei etlichen Veranstaltungen in Dresden konnte man allerdings den Eindruck haben, der liebe Gott ist so geschrumpft, dass er in jede Handtasche passt. Er ist zu etwas geworden, das man gebrauchen kann, damit es einem besser geht. Gott ist Therapeuten-Gott &ndash; und damit Teil jener allgegenw&auml;rtigen Funktionalisierung des Alltags, aus der man sich mithilfe der Religion befreien will.<br>\nEs geht auch anders. Kirchentagspr&auml;sidentin Katrin G&ouml;ring-Eckardt fragt in ihrem Vortrag, ob Gott gl&uuml;cklich macht. Gott selbst muss wohl gl&uuml;cklich gewesen sein, sagt sie, damals, als er Erde und Menschen erschaffen hat. Aber kann man sich einen gl&uuml;cklichen Gott nach der Schoah vorstellen? Bei G&ouml;ring-Eckardt ist Gott den Menschen nah &ndash; und doch fremd. &bdquo;Es gibt keine Allmacht, die alles so will, was geschieht&ldquo;, sagt sie, Gott sei kein Peter Pan, der uns raushauen k&ouml;nnte. Deshalb k&ouml;nne er auch Gewalt und Hass nicht verhindern. &bdquo;Gott macht gl&uuml;cklich&ldquo;, davon ist G&ouml;ring-Eckardt &uuml;berzeugt, weil sie es f&uuml;hle und erlebe. &bdquo;Gottesn&auml;he kann ich sp&uuml;ren, aber ich kann sie nicht festhalten&ldquo;, sagt sie. &bdquo;Gl&uuml;ck kann ich erleben, aber eben nicht konservieren, nicht einwecken, nicht vakuumverpackt haltbar machen.&ldquo; Gott und das Gl&uuml;ck lassen sich nicht zur Therapie verzwecken, sie entziehen sich. Nikolaus Schneider, der Ratsvorsitzende der Evangelischen Kirche in Deutschland, warnt auf dem Gl&uuml;cks-Podium allerdings, Gott aufs menschliche Ma&szlig; zu reduzieren. Er erz&auml;hlt vom Sterben seiner Tochter und dass sein Gottesbild durch ihren Tod &bdquo;Risse&ldquo; bekommen habe. &bdquo;Ich dachte, die Welt bleibt stehen&ldquo;, sagt er. Bis heute arbeite er sich an der Frage ab, was Gott ihm mit diesem Tod habe sagen wollen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.tagesspiegel.de\/politik\/viel-glueck-und-viel-segen\/v_print,4252568.html?p=\">Tagesspiegel<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Orlando Pascheit:<\/strong> Nicht nur angesichts der Shoah dr&auml;ngt sich die Frage nach dem Wesen Gottes und dem Glauben an Gott auf. Man braucht sich z.B. nur zu fragen, ob der sunnitische Selbstmordattent&auml;ter sich in dem Moment Gott nahe f&uuml;hlt und gl&uuml;cklich ist, wenn er sich und eine schiitische Gruppe von Gl&auml;ubigen in die Luft sprengt &ndash; wobei Schiiten und Sunniten austauschbar sind. Und es ist nicht nur der Tod eines geliebten Menschen, sondern ebenso das leidvolle Sterben von Krebskranken oder hungernden Kindern oder auch die Gleichzeitigkeit von Obdachlosen, sich in prek&auml;ren Jobs sich abm&uuml;henden Menschen und ma&szlig;los Reichen, die die Frage aufwirft, was dieser Gott wert ist, wenn er seine Gl&auml;ubigen nicht auffordert, dieses Elend nicht nur mit Worten zu bek&auml;mpfen.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h15\"><\/a><strong>Der Papst zu Gast bei Freunden<\/strong><br>\nDie Beziehungen zwischen Kroatien und dem Vatikan sind traditionell eng. Rund 90 Prozent der Kroaten bekennen sich zum Katholizismus. Zudem hatte der Vatikan die EU-Ambitionen des Balkan-Staats stets unterst&uuml;tzt. F&uuml;r Benedikt XVI. ist der Besuch deshalb ein Heimspiel.<br>\nDie Beziehungen zwischen Kroatien und dem Vatikan sind traditionell eng. Rund 90 Prozent der Kroaten bekennen sich zum Katholizismus. Zudem hatte der Vatikan die EU-Ambitionen des Balkan-Staats stets unterst&uuml;tzt. F&uuml;r Benedikt XVI. ist der Besuch deshalb ein Heimspiel. (&hellip;) &ldquo;Von Anfang an geh&ouml;rt Ihre Nation zu Europa und leistet ihm in besonderer Weise den Beitrag an geistigen und moralischen Werten, die jahrhundertelang das t&auml;gliche Leben und die pers&ouml;nliche wie nationale Identit&auml;t ihrer S&ouml;hne und T&ouml;chter gepr&auml;gt haben&rdquo;, so das Oberhaupt der katholischen Kirche. In Abgrenzung insbesondere zur serbisch-orthodoxen Kirche empfinden viele Kroaten den Katholizismus tats&auml;chlich auch heute noch als einen Teil ihrer nationalen Identit&auml;t. Etwa 90 Prozent der Bewohner des Landes sind Katholiken. Glaube und Kirche sind dabei noch ausgesprochen traditionell und konservativ gepr&auml;gt. Der Theologe &#381;eljko Tanji&#263;, Direktor des gr&ouml;&szlig;ten katholischen Verlages im Land, spricht in diesem Zusammenhang von einer m&ouml;glichen Seelenverwandtschaft zwischen dem Papst und seinen Gastgebern: &ldquo;Ich w&uuml;rde sagen, es gibt einige &Auml;hnlichkeiten zwischen Benedikt XVI. und den Kroaten. Er stammt aus Bayern, und wir wissen &ndash; auch wenn das heutzutage ein bisschen anders sein mag &ndash; dass dort der Katholizismus sehr traditionell gepr&auml;gt ist. Das ist in Kroatien auch so. Die kroatische Kultur, auch die Geschichte, ist durch Katholizismus ziemlich stark gepr&auml;gt.&rdquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.tagesschau.de\/ausland\/papstkroatien102.html\">Tagesschau<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung eines unserer Leser:<\/strong> Wird sich Papst Benedikt in Kroatien selbstkritisch zu der Kumpanei der kroatischen katholischen Kirche und des Vatikan (Pius XII.) mit dem Hitler-freundlichen kroatisch-faschistischen Ustascha-Regime &auml;u&szlig;ern oder wird er im Rahmen der &ldquo;traditionell engen Beziehungen&rdquo; des Vatikan zu Kroatien zu diesen grauenhaften Verbrechen schweigen? Und: Wieso fehlt in dem Tageschau.de-Beitrag jeglicher Hinweis auf diese verbrecherische Allianz von katholischer Kirche und kroatischem Faschismus? Siehe hierzu den 12. Teil von Karlheinz Deschners Youtube-Dokumentation zur Rolle der P&auml;pste im 20. Jahrhundert: <a href=\"http:\/\/www.youtube.com\/watch?v=Ks7Tvfc0shQ&amp;feature=related\">&ldquo;Mit Gott und den Faschisten&rdquo;<\/a>.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h16\"><\/a><strong>Oskar Lafontaine &ndash; Sozialisten sind die wahren Liberalen<\/strong><br>\nF&uuml;r Oskar Lafontaine ist der Sozialismus &ldquo;nichts anderes als ein zu Ende gedachter Liberalismus&rdquo;. Die heutige FDP dagegen h&auml;tte einen &ldquo;pervertierten Begriff von Freiheit und von einem &sbquo;mitf&uuml;hlenden Liberalismus&rsquo; k&ouml;nne schon gar keine Rede sein&rdquo;. Eine Polemik.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.tagesspiegel.de\/politik\/sozialisten-sind-die-wahren-liberalen\/4250886.html\">Tagesspiegel<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Jens Berger:<\/strong> Ein gro&szlig;artiger Text! Oskar Lafontaine beweist wort- und geistreich, dass &bdquo;links&ldquo; und &bdquo;liberal&ldquo; keinesfalls Widerspr&uuml;che sind. Unverst&auml;ndlich ist lediglich, warum der Tagesspiegel ihn als &bdquo;Polemik&ldquo; einordnet.<\/em><\/p>\n<p><em>Siehe dazu auch:<\/em><\/p>\n<p><strong>Dreist, beschr&auml;nkt, verlogen<\/strong><br>\nEx-Linken-Chef Oskar Lafontaine befa&szlig;te sich beim Marx21-Kongre&szlig; mit der &ouml;ffentlichen Diskussion zu drei Reizvokabeln: Kommunismus, Antisemitismus, Trotzkismus.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.jungewelt.de\/2011\/06-04\/054.php\">junge Welt<\/a><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h17\"><\/a><strong>Vor dem Sturm<\/strong><br>\nAngesichts wachsender Unzufriedenheit in der SPD braucht Parteichef Sigmar Gabriel dringend einen Erfolg. Seine Idee, auch Nicht-Mitglieder in parteiinterne Entscheidungen einzubeziehen, hilft ihm dabei nicht gerade weiter. [&hellip;]<br>\nTats&auml;chlich wirkt die Reform, der auch zahlreiche Funktion&auml;rsposten zum Opfer fallen k&ouml;nnten, nur als Katalysator f&uuml;r den wachsenden Frust vieler Genossen: Seit Monaten bietet die schwarz-gelbe Koalition ein Bild des Jammers, aber die SPD kommt bei Umfragen kaum &uuml;ber 26 Prozent heraus. Nach einer relativ ger&auml;uschlosen Bereinigung des Schr&ouml;der-Erbes von Hartz IV &uuml;ber Afghanistan bis zur Rente mit 67 im ersten Halbjahr 2010 tritt die Partei programmatisch auf der Stelle, w&auml;hrend der Vorsitzende t&auml;glich wie ein Feuerwerk neue Ideen ausspuckt.<br>\nSo hat Gabriel die Parteireform im Laufe weniger Tage um zwei Einf&auml;lle bereichert: Erst k&uuml;ndigte er aus heiterem Himmel eine Migrantenquote von 15 Prozent f&uuml;r die SPD-Bundesgremien an. Dann forderte er prominente Vertreter der Linkspartei auf: &bdquo;Kommt zu uns, Genossen!&ldquo; Konkrete Angebote wollte er zwar nicht machen, aber: &bdquo;Solche Leute haben immer in ihrer neuen Partei auch Funktionen bekommen.&ldquo; Gleichzeitig soll der Vorstand von 45 auf 20 K&ouml;pfe schrumpfen. Kein Wunder, dass mancher Funktion&auml;r um seinen Posten f&uuml;rchtet.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.fr-online.de\/politik\/vor-dem-sturm\/-\/1472596\/8520706\/-\/index.html\">Frankfurter Rundschau<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h18\"><\/a><strong>T&ouml;ten als B&uuml;rgerpflicht<\/strong><br>\n&ldquo;Arbeitet! Arbeitet!&rdquo; So feuerte der Hutu-B&uuml;rgermeister seine Milizen vor der Kirche an, erinnert sich die Zeugin. Dann t&ouml;teten sie &uuml;ber eintausend Tutsi. 17 Jahre sp&auml;ter steht ihr Anf&uuml;hrer deswegen in Deutschland vor Gericht.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/1\/archiv\/digitaz\/artikel\/?ressort=sw&amp;dig=2011%2F06%2F03%2Fa0092&amp;cHash=e82aaea456\">taz<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Orlando Pascheit:<\/strong> F&uuml;r uns gilt: Erinnern ist B&uuml;rgerpflicht.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h19\"><\/a><strong>Gest&uuml;rzter Pr&auml;sident Zelaya zur&uuml;ck in Honduras<\/strong><br>\nFast zwei Jahre nach dem Milit&auml;rputsch in Honduras ist der fr&uuml;here Pr&auml;sident des Landes, Manuel Zelaya, aus dem Exil zur&uuml;ckgekehrt. Der 58-J&auml;hrige landete auf dem Flughafen der Hauptstadt Tegucigalpa. Seine R&uuml;ckkehr wurde m&ouml;glich durch die Entscheidung eines Gerichts. Dieses hatte Anfang Mai die gegen ihn laufenden Verfahren wegen Korruption und Verrats gestoppt. Zelayas Nachfolger Porfirio Lobo hatte daraufhin versprochen, Zelaya wieder einreisen zu lassen und seine Partei zu Wahlen zuzulassen. Im Gegenzug wird das Land wieder in die Organisation Amerikanischer Staaten aufgenommen, aus der es nach dem Putsch ausgeschlossen worden war.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.tagesschau.sf.tv\/Nachrichten\/Archiv\/2011\/05\/29\/International\/Gestuerzter-Praesident-Zelaya-zurueck-in-Honduras\">Schweizer Fernsehen<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Orlando Pascheit:<\/strong> Nur sehr indirekt erschlie&szlig;t sich aus den Meldungen der internationalen Presse, dass nicht etwa die USA oder die Europ&auml;ische Union daf&uuml;r gesorgt haben, dass Manuel Zelaya nach Honduras zur&uuml;ckkehren konnte und seine Partei auch wieder zu den Wahlen zugelassen ist. Innerhalb der Organisation amerikanischer Staaten (OAS) hat vor allem die Alianza Bolivariana para los Pueblos de Nuestra Am&eacute;rica (Bolivarianische Allianz f&uuml;r die V&ouml;lker unseres Amerika &ndash; Handelsvertrag der V&ouml;lker) daf&uuml;r gesorgt, dass Honduras so lange nicht in die OAS wieder aufgenommen wurde, bis Zelaya wieder zur&uuml;ckkehren konnte. H&auml;tten sich die USA und die Europ&auml;ische Union st&auml;rker in dieser Frage engagiert, statt zu &ldquo;business as usual&rdquo; &uuml;berzugehen, h&auml;tte eine gute Chance bestanden, auch das Regime Porfirio Lobo zu entsorgen. Honduras w&auml;re ein gutes Beispiel daf&uuml;r gewesen, um zu zeigen, dass nicht milit&auml;rische, sondern politische und &ouml;konomische Interventionen m&ouml;glich sind, um Menschenrechte wiederherzustellen.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h20\"><\/a><strong>Die katastrophalen Sparma&szlig;nahmen f&uuml;r die HAW Hamburg sch&auml;digen den Wirtschaftsstandort Hamburg!<\/strong><br>\n&bdquo;Der neue Hamburger Senat h&auml;lt ungeachtet der prinzipiellen Einw&auml;nde der Hochschulen an seinen Sparpl&auml;nen f&uuml;r die Hamburger Hochschulen fest. Er &uuml;bernimmt die K&uuml;rzungsideen der schwarz-gr&uuml;nen Vorg&auml;ngerregierung und erh&ouml;ht sogar die &bdquo;globale Minderausgabe&ldquo; im Wissenschafts-bereich von 7,5 auf 12,8 Mio. Euro. Au&szlig;erdem f&auml;llt der bisher im Pakt f&uuml;r Exzellenz und Wachstum garantierte Ausgleich f&uuml;r Preissteigerungen weg. Allein bei der HAW Hamburg f&uuml;hrt dies insgesamt zu einer Verringerung des Budgets um 4,8 Mio. Euro, also einem Minus von 7,7%.<br>\nDiese massiven K&uuml;rzungen widersprechen zentralen Wahlkampfaussagen der SPD und gef&auml;hrden die Zukunftsf&auml;higkeit unserer Stadt. Der jetzt schon bestehende Mangel an Ingenieuren und Fachkr&auml;ften in den Zukunftsclustern der Hansestadt wird sich weiter verschlimmern: Die Einsparungen im Hochschuletat werden zu einem deutlichen Abbau von Studienpl&auml;tzen, zu einer sp&uuml;rbaren Verschlechterung der Arbeitsbedingungen der Studierenden und der Qualit&auml;t der Lehre f&uuml;hren.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/idw-online.de\/de\/news426532\">idw<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h21\"><\/a><strong>Erster G8-Jahrgang: Aus &ldquo;nicht bestanden&rdquo; wird &ldquo;bestanden&rdquo;<\/strong><br>\nDer erste G-8-Jahrgang war ungen&uuml;gend auf das Abitur vorbereitet. Anders l&auml;sst sich nicht erkl&auml;ren, dass die Ergebnisse der schriftlichen Pr&uuml;fungen so schlecht ausfielen, dass das Kultusministerium sich buchst&auml;blich in letzter Minute zur Korrektur gen&ouml;tigt sah und die Messlatte niedriger&nbsp;h&auml;ngte.<br>\nAm Mittwoch dieser Woche &ndash; am letzten Arbeitstag vor der R&uuml;ckgabe der Arbeiten &ndash; ging bei den Direktoren der Gymnasien im Freistaat ein Schreiben vom Ministerium ein: Die Anforderungen w&uuml;rden korrigiert, die Schulleiter m&ouml;chten ihre Oberstufenbetreuer doch bitten, die Arbeiten erneut zu pr&uuml;fen und neue Mitteilungen an die Sch&uuml;ler zu schreiben. Aus &ldquo;nicht bestanden&rdquo; wurde in vielen F&auml;llen &ldquo;bestanden&rdquo; &ndash; die Betroffenen d&uuml;rften Luftspr&uuml;nge gemacht&nbsp;haben.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/bayern\/abitur-des-ersten-g-jahrgangs-aus-nicht-bestanden-wird-bestanden-1.1104942\">SZ<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h22\"><\/a><strong>Per Wiki zur Demokratie von unten<\/strong><br>\nAlte M&auml;nner ohne Prostata ruinierten das Land, meint der Starkomiker und Polit-Aktivist Beppe Grillo. Das Internet sei die letzte gute Informationsquelle in seinem Land.<br>\nBeppe Grillo, 63, gilt als &ldquo;Italiens Michael Moore&rdquo;. Der Berlusconi-Gegner und Polit-Blogger (<a href=\"http:\/\/www.beppegrillo.it\">www.beppegrillo.it<\/a>) gr&uuml;ndete 2009 die &ldquo;F&uuml;nf-Sterne-Bewegung&rdquo;, die bei den Kommunalwahlen sehr erfolgreich war.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/1\/politik\/europa\/artikel\/1\/per-wiki-zur-demokratie-von-unten\/\">taz<\/a><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Heute unter anderem zu folgenden Themen: EU: Too big to fail; EU-Krise; Basel III ist &ldquo;nichts weiter als Katzengold&rdquo;; Mehr, immer mehr!; Sporadische Arbeit; Weniger Arbeitslose, mehr Sperren; Kinder- und Jugendhilfe: Keine Leute, kein Geld; Fukushima &ndash; Radioaktivit&auml;t steigt auf Rekordh&ouml;he; Vattenfall soll Hamburg um Millionen gebracht haben; Stuttgart 21; Deutsche Soldaten erschossen drei Demonstranten;<\/p>\n<div class=\"readMore\"><a class=\"moretag\" href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=9668\">Weiterlesen<\/a><\/div>\n","protected":false},"author":3,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[19],"tags":[],"class_list":["post-9668","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-hinweise-des-tages"],"jetpack_featured_media_url":"","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/9668","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/3"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=9668"}],"version-history":[{"count":6,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/9668\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":9674,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/9668\/revisions\/9674"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=9668"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=9668"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=9668"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}