{"id":96683,"date":"2023-04-23T09:00:50","date_gmt":"2023-04-23T07:00:50","guid":{"rendered":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=96683"},"modified":"2023-04-21T13:14:43","modified_gmt":"2023-04-21T11:14:43","slug":"hinweise-der-woche-304","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=96683","title":{"rendered":"Hinweise der Woche"},"content":{"rendered":"<p>Am Wochenende pr&auml;sentieren wir Ihnen einen &Uuml;berblick &uuml;ber die lesenswertesten Beitr&auml;ge, die wir im Laufe der vergangenen Woche in unseren Hinweisen des Tages f&uuml;r Sie gesammelt haben. Nehmen Sie sich ruhig auch die Zeit, unsere werkt&auml;gliche Auswahl der Hinweise des Tages anzuschauen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (AT)<br>\n<!--more--><br>\nWir weisen darauf hin, dass die jeweiligen Anbieter f&uuml;r die Barrierefreiheit ihrer Angebote selbst verantwortlich sind und es durchaus sein kann, dass der Zugang von zun&auml;chst freien Inhalten nach einer Zeit beschr&auml;nkt wird.<\/p><p>Hier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=96683#h01\">Fabio De Masi &uuml;ber Cum-Ex-Aff&auml;re: Olaf Scholz l&uuml;gt<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=96683#h02\">Das Ende des Westens<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=96683#h03\">&ldquo;Dollar-D&auml;mmerung&rdquo;: Markiert Lulas China-Besuch das Ende einer &Auml;ra?<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=96683#h04\">Baerbock in Peking: Notfalls m&uuml;ssen die Fakten dran glauben<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=96683#h05\">Krieg und Landraub. Finanzielle Interessen und Dynamik von &lsquo;Land-Grabbing&rsquo; in der Ukraine.<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=96683#h06\">Deutschland und Israel: Solidarit&auml;t mit Rechtsradikalen?<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=96683#h07\">&bdquo;Tierwohl&ldquo; ist ausschlie&szlig;lich ein Marketinginstrument<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=96683#h08\">Reizwort &bdquo;klimaneutral&ldquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=96683#h09\">Die Inhaftierung von Assange dauert schon zu lange an: Wong<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=96683#h10\">Die &laquo;Zeit&raquo; wollte Mathias D&ouml;pfner blossstellen und hat sich blamiert<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Urspr&uuml;nglich hatten wir geplant, in unserer Wochen&uuml;bersicht auch auf die lohnenswertesten redaktionellen Beitr&auml;ge der NachDenkSeiten zu verweisen. Wir haben jedoch schnell festgestellt, dass eine daf&uuml;r n&ouml;tige Vorauswahl immer damit verbunden ist, Ihnen wichtige Beitr&auml;ge vorzuenthalten. Daher m&ouml;chten wir Ihnen raten, am Wochenende doch einfach die Zeit zu nutzen, um sich unsere Beitr&auml;ge der letzten Wochen (noch einmal) anzuschauen. Vielleicht finden Sie dabei ja noch den einen oder anderen Artikel, den es sich zu lesen lohnt. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>Fabio De Masi &uuml;ber Cum-Ex-Aff&auml;re: Olaf Scholz l&uuml;gt<\/strong><br>\nUnser Autor legt minuti&ouml;s die Widerspr&uuml;che des Bundeskanzlers offen. De Masi hat im Hamburger Untersuchungsausschuss selbst als Zeuge ausgesagt. (&hellip;)<br>\nK&uuml;rzlich hat die CDU\/CSU drei Jahre nach Bekanntwerden der Aff&auml;re und den drei Befragungen von Olaf Scholz, die ich im Jahr 2020 im Bundestag hierzu initiierte, angek&uuml;ndigt, einen weiteren Untersuchungsausschuss im Bundestag einzurichten. Dies ist ehrenwert, aber leider nicht ganz frei von Ironie.<br>\nDenn auch dem Partei- und Fraktionsvorsitzenden der CDU\/CSU, Friedrich Merz, d&uuml;rfte das Thema der Cum-Ex-Aktiendeals nicht v&ouml;llig fremd sein. Er war unter anderem als Aufsichtsrat f&uuml;r den Verm&ouml;gensverwalter Blackrock Deutschland t&auml;tig, in dessen M&uuml;nchner B&uuml;ros im Herbst 2021 eine Durchsuchung der K&ouml;lner Staatsanwaltschaft mit Bezug zu Cum-Ex stattfand. [&hellip;]<br>\nDoch auf eines bin ich heute stolz: Durch einen mutigen Richter und sp&auml;ter auch politischen Druck auf die Gesetzgebung wurde es erm&ouml;glicht, dass auch steuerlich verj&auml;hrte Tatbeute noch im Strafprozess eingezogen werden kann. Die Cum-Ex-Tatbeute kann daher noch gerettet werden. Dies war aber zum Zeitpunkt der Causa Warburg in Hamburg noch nicht absehbar. Es bedurfte erheblichen politischen Drucks und einen Kanzlerwahlkampf, um Olaf Scholz als Finanzminister dazu zu bewegen, auch die r&uuml;ckwirkende Einziehung von steuerlich verj&auml;hrter Cum-Ex-Tatbeute durch Verm&ouml;gensabsch&ouml;pfung dauerhaft rechtlich abzusichern. Scholz hatte n&auml;mlich im Windschatten des Corona-Konjunkturpakets in einer Nacht- und Nebelaktion ein Gesetz eingebracht, das die strafrechtliche Einziehung steuerlich verj&auml;hrter Cum-Ex-Tatbeute auf sichere F&uuml;&szlig;e stellen sollte.<br>\nJedoch wurde in das Gesetz ein Passus aufgenommen, der besagte, dass dies nicht r&uuml;ckwirkend erfolgen k&ouml;nne. (&hellip;)<br>\nDie Streichung des R&uuml;ckwirkungsverbotes bei der Absch&ouml;pfung von Cum-Ex-Tatbeute war der gr&ouml;&szlig;te Erfolg meiner parlamentarischen Karriere. Es hat Milliarden gerettet. Viele B&uuml;rgerinnen und B&uuml;rger m&ouml;gen &uuml;ber die Politik zu Recht entt&auml;uscht sein. Heute kann ich guten Gewissens sagen, dass ich die Kosten meiner Bundestagsdi&auml;t mit diesem Engagement wieder hereingespielt haben d&uuml;rfte. Auch wenn die Aufkl&auml;rung &uuml;ber die Warburg-Aff&auml;re von parteipolitischen Spielchen und einer gro&szlig;en Portion Verlogenheit gekennzeichnet ist: Allein f&uuml;r diesen Erfolg hat es sich gelohnt, um die Wahrheit zu k&auml;mpfen!<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.berliner-zeitung.de\/politik-gesellschaft\/dokumentation-skandal-um-warburg-bank-fabio-de-masi-ueber-cum-ex-affaere-olaf-scholz-luegt-li.337303\">Fabio De Masi in Berliner Zeitung<\/a>\n<p>dazu: <strong>Lesetipp &ndash; Fabio De Masis Betrachtungen zu Olaf Scholz und zur Warburg-Aff&auml;re<\/strong><br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=96545\">NachDenkSeiten<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>Das Ende des Westens<\/strong><br>\nDer Krieg gegen die Ukraine zeigt, Europas Politiker und Meinungsmacher haben keine Ahnung von den Sichtweisen und Erwartungen des Globalen S&uuml;dens.<br>\nLula bleibt bei seinem Nein. In der vergangenen Woche betonte Brasiliens Pr&auml;sident Luiz In&aacute;cio da Silva bei seinem Staatsbesuch in China einmal mehr, weitere Waffenlieferungen an die Ukraine w&uuml;rden nur zu einer Eskalation des Krieges f&uuml;hren und jede Aussicht auf Friedensverhandlungen verbauen. Bei vielen Europ&auml;erinnen und Europ&auml;ern, die sich selbst als Freunde Lulas sehen, sorgten seine &Auml;u&szlig;erungen f&uuml;r Entt&auml;uschung und Kritik.<br>\nDer Krieg in der Ukraine l&auml;sst eine Reihe von harten Realit&auml;ten offen zutage treten. Europ&auml;ische Spitzenpolitiker und Meinungsmacher beweisen, dass sie nicht den Hauch einer Vorstellung haben von den Sichtweisen und Erwartungen der nicht-westlichen Welt, die heute als &bdquo;Globaler S&uuml;den&ldquo; bekannt ist. Dass L&auml;nder wie Brasilien, S&uuml;dafrika und Indien den Narrativen und der Politik der NATO-Staaten und ihrer Verb&uuml;ndeten nicht blind folgen, h&auml;tte niemanden &uuml;berraschen d&uuml;rfen. Das hei&szlig;t noch lange nicht, dass sie den russischen Einmarsch in die Ukraine guthei&szlig;en.<br>\nUnmittelbar nach der Invasion verurteilte Lula &ndash; damals noch als Oppositionsf&uuml;hrer &ndash; &bdquo;den Einsatz milit&auml;rischer Gewalt zur Beilegung von territorialen Differenzen, die auf dem Verhandlungsweg geregelt werden sollten&ldquo;. Nach seiner Wahl zum Pr&auml;sidenten stimmte Brasilien am 23. Februar f&uuml;r die UN-Resolution, mit der ein sofortiger R&uuml;ckzug der russischen Truppen gefordert wurde. Trotzdem verweigerte Lula sich der Forderung von Bundeskanzler Olaf Scholz, Munition f&uuml;r die Gepard-Flugabwehrpanzer an die Ukraine zu liefern.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.ipg-journal.de\/regionen\/global\/artikel\/das-ende-des-westens-1-6647\/\">IPG Journal<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers R.W.:<\/strong> aus Tradition verfolge ich IPG (Internationale Politik und Gesellschaft), ein w&ouml;chentlich erscheinendes Magazin, das im Rahmen der Friedrich-Ebert-Stiftung insbesondere die au&szlig;enpolitische Linie der deutschen Sozialdemokratie widerspiegelt. In &ldquo;Das Ende des Westens&rdquo; finde ich nun in der aktuellen Ausgabe m.W. erstmals eine Analyse, die den Jubel-Transatlantikern erheblich gegen den Strich gehen d&uuml;rfte. Ein Versehen oder ein Anzeichen von beginnender Klarsicht, bzw. Rette sich wer kann? Wir werden sehen, u.a. auch, ob die Herausgeber und der Autor weiterhin fest im Sattel sitzen.<\/em><\/p>\n<p>dazu: <strong>Ex-Sberbank-Manager: Gro&szlig;er Fehler des Westens, auch die wirtschaftsliberalen Kr&auml;fte zu sanktionieren<\/strong><br>\nDie russische Wirtschaft steht relativ stabil da, w&auml;hrend Deutschland unter hohen Energiepreisen leidet, meint der Deutsche Oliver Kempkens, der bis zum Kriegsausbruch Topmanager in Russland war.<br>\nDer Deutsche Oliver Kempkens (40) hatte engen Kontakt zur wirtschaftlichen F&uuml;hrung Russlands. Seit Jahren analysiert er die wirtschaftliche Entwicklung des Landes. Bis zum Kriegsausbruch war er im Vorstand der russischen Sberbank t&auml;tig. Die westlichen Sanktionen k&ouml;nnten ein Eigentor werden, warnt er. Wir erreichen ihn in London. [&hellip;]<br>\nSie sind ein profunder Kenner des russischen Marktes. Wie bewerten Sie die aktuelle Lage: Haben die westlichen Sanktionen zu gro&szlig;en Verwerfungen gef&uuml;hrt?<br>\nIch denke, die Sanktionen haben ihren Zweck nicht erf&uuml;llt. Nat&uuml;rlich ist das Arbeiten f&uuml;r viele Konzerne schwieriger geworden, insbesondere im Bereich der Beschaffung. Eingebrochen ist die Automobil- und Luftfahrtindustrie, die R&uuml;stung. Dort hat es die interne Logistik stark getroffen. Im Bereich der Hochtechnologie ist zwar etwas passiert, dort wurde schon seit Jahren versucht, fehlende Importe aus dem Westen zu substituieren, etwa &uuml;ber Korea, Japan oder China. Auch der Immobilienmarkt hat sich wieder erholt. Sicher befindet sich Russland in einem graduellen Abstieg, aber es wird keinen Paukenschlag geben. Es werden nicht die 1990er wieder anbrechen. Der russische Staat hat zum Teil wohl kalkuliert. Und es sieht so aus, dass Russland einen langen Atem hat. Wir sehen, dass in Deutschland die Energiepreise steigen und gro&szlig;e Konzerne wie BASF ihre Werke in andere L&auml;nder verlagern. Der russische Staat k&ouml;nnte sich widerstandsf&auml;hig erweisen.<br>\nZahlreiche westliche Konzerne haben Russland den R&uuml;cken gekehrt. Wie hat es Russland geschafft, die Wirtschaft umzustellen?<br>\nNoch immer sind 91 Prozent der westlichen Unternehmen in Russland.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.berliner-zeitung.de\/wirtschaft-verantwortung\/wirtschaft-ukraine-krieg-interview-mit-oliver-kempkens-ex-manager-der-russischen-sberbank-westliche-sankionen-haben-das-ziel-verfehlt-li.339774\">Berliner Zeitung<\/a><\/p>\n<p>dazu auch: <strong>Unser undifferenzierter Blick auf die Ukraine<\/strong><br>\nPl&ouml;tzlich gibt es keine Graut&ouml;ne mehr, nur noch Gut und B&ouml;se: Im Ukrainekrieg k&auml;mpft nach g&auml;ngiger Lesart ein Volk heldenhaft gegen den russischen Aggressor und f&uuml;r europ&auml;ische Werte. Doch so einfach ist es nicht, meint Autor Martin Ahrends.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.deutschlandfunkkultur.de\/krieg-russland-ukraine-wahrheit-100.html%20\">Deutschlandfunk Kultur<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers H.Z.:<\/strong> Gutes, kritisches St&uuml;ck &uuml;ber die Rezeption des Ukraine-Krieges im deutschen Mainstream.<\/em><\/p>\n<p>und: <strong>Ukraine-Konflikt: Schwarz-Grau statt Schwarz-Wei&szlig;<\/strong><br>\nRussland hat die Ukraine angegriffen und verfolgt Kritiker an der Heimatfront. Dort aber sind Unterschiede zwischen den Kontrahenten kleiner als oft angenommen.<br>\nWird in Russland eine kriegskritische Sicht oder gar die Sicht des ukrainischen Feindes verbreitet, so drohen harte Strafen. Als &ldquo;wahr&rdquo; darf nur gelten, was der offiziellen Lesart des Moskauer Verteidigungsministeriums entspricht. Das ist aus deutschen Presseberichten hinreichend bekannt. Wie aber geht die ukrainische Seite mit abweichenden Sichtweisen zum Krieg um?<br>\nDas zeigt sich sehr deutlich an einem aktuellen Bericht des franz&ouml;sischen TV-Senders France 24, der zum Inhalt die Vorbereitungen der russischen Truppen auf den im Fr&uuml;hling erwarteten Gegenangriff der Ukrainer hatte. Dabei besuchte das Team der Franzosen das Hinterland im besetzten Gebiet, auch russische Soldaten kommen zu Wort.<br>\nDie ukrainische Reaktion auf diesen Beitrag ersch&ouml;pfte sich nicht in der Bekundung von Missfallen. Dem franz&ouml;sischen Sender wurde wegen des Besuchs von russisch besetztem Territorium ohne Genehmigung der ukrainischen Regierung von offizieller Seite mit rechtlichen Konsequenzen gedroht. Der ukrainische Botschafter in Frankreich sprach von einem &ldquo;schlechten Beispiel f&uuml;r &lsquo;neutralen Journalismus'&rdquo;, der Sender hat die Reportage inzwischen aufgrund des Drucks von seiner Webseite und seinem YouTube-Channel entfernt.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.telepolis.de\/features\/Ukraine-Konflikt-Schwarz-Grau-statt-Schwarz-Weiss-8964670.html\">Telepolis<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>&ldquo;Dollar-D&auml;mmerung&rdquo;: Markiert Lulas China-Besuch das Ende einer &Auml;ra?<\/strong><br>\n&ldquo;Wer hat entschieden, dass es der Dollar ist?&rdquo;, fragt Brasiliens Pr&auml;sident. Die Chefin der &ldquo;Neuen Entwicklungsbank&rdquo; ist seine Amtsvorg&auml;ngerin. Ist Brasilien nicht mehr &ldquo;neutral&rdquo;?<br>\nDie Kritik des brasilianischen Pr&auml;sidenten an der Dominanz des US-Dollars im internationalen Handel erregt die Gem&uuml;ter der westlichen Welt. &ldquo;Warum k&ouml;nnen wir nicht in unserer eigenen W&auml;hrung handeln?&rdquo;, hatte Luiz In&aacute;cio Lula da Silva am Mittwoch in einer Rede in der chinesischen Metropole Shanghai gefragt. &ldquo;Wer hat entschieden, dass es der Dollar ist? Wir brauchen eine W&auml;hrung, die die L&auml;nder in eine etwas ruhigere Situation bringt, denn heute muss ein Land dem Dollar hinterherlaufen, um zu exportieren.&rdquo;<br>\nDer brasilianische Pr&auml;sident war mit knapp 300 Firmenvertretern nach Beijing gereist. China und Brasilien hatten sich bereits Ende M&auml;rz darauf verst&auml;ndigt, mehr Handel direkt in ihren eigenen Landesw&auml;hrungen zu erm&ouml;glichen, um unabh&auml;ngiger vom US-Dollar zu werden.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.telepolis.de\/features\/Dollar-Daemmerung-Markiert-Lulas-China-Besuch-das-Ende-einer-Aera-8964876.html\">Telepolis<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>Baerbock in Peking: Notfalls m&uuml;ssen die Fakten dran glauben<\/strong><br>\nDie Auftritte der deutschen Au&szlig;enministerin Annalena Baerbock in China beschw&ouml;ren eine EU der Einheit, die au&szlig;er ihr niemand kennt. Der Schatten des gerade abgereisten Emmanuel Macron ist zu gro&szlig;<br>\nDie Ministerin hat offenbar ein Wahrnehmungsproblem, wenn sie zum Auftakt ihrer China-Reise erkl&auml;rt, &bdquo;dass die franz&ouml;sische China-Politik eins zu eins die europ&auml;ische China-Politik widerspiegelt&ldquo;. Wie kommt sie darauf?<br>\nUm der Wahrheit die Ehre zu geben, h&auml;tte Annalena Baerbock besser Wert darauf gelegt, den Eindruck zu korrigieren, dass in der EU Staatschefs von F&uuml;hrungsnationen f&uuml;r politisch unzurechnungsf&auml;hig erkl&auml;rt werden, wenn sie zu einem weltbewegenden Konflikt ansatzweise alternative Vorstellungen entwickeln. Emmanuel Macron hat dies vor Tagen bei der R&uuml;ckkehr von seiner China-Reise getan. Er kleidete seine Auffassung in den Wunsch, die EU m&ouml;ge sich zu einer eigenst&auml;ndigen Taiwan-Position durchringen, statt &bdquo;Vasall&ldquo; der USA zu sein. Sollte das &bdquo;eins zu eins&ldquo; mit Baerbock sein, sollte uns das freuen. Ist es aber ganz und gar nicht.<br>\nWarum behauptet sie es dann? Es ist die bekannte Masche, wie sie Bertolt Brecht in seinem Gedicht Lob des Zweifel den &bdquo;Unbedenklichen, die niemals zweifeln&ldquo; vorwirft: &bdquo;Sie glauben nicht den Fakten, sie glauben nur sich. Im Notfall m&uuml;ssen die Fakten dran glauben.&ldquo;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.freitag.de\/autoren\/lutz-herden\/annalena-baerbock-hofiert-in-peking-eine-eu-die-es-nicht-gibt\">Lutz Herden in der Freitag<\/a>\n<p>dazu: <strong>Baerbocks Lektionen<\/strong><br>\nPrinzipielle Differenzen in der Chinapolitik haben den gestrigen Beginn des G7-Au&szlig;enministertreffens im japanischen Karuizawa &uuml;berschattet. W&auml;hrend die Vereinigten Staaten die Spannungen zwischen dem Westen und der Volksrepublik eskalieren, hat Frankreichs Pr&auml;sident Emmanuel Macron k&uuml;rzlich verlangt, die EU-Staaten sollten einen eigenen Umgang mit Beijing entwickeln. Wenn der Konflikt zwischen den USA und China unkontrolliert eskaliere, &bdquo;werden wir Vasallen werden&ldquo;, warnte Macron. Seine Position ist unter anderem von Washington und Berlin scharf kritisiert worden und rief bereits vor dem gestrigen Treffen der G7-Au&szlig;enminister ernsten Streit hervor. Dies geschieht, w&auml;hrend die Volksrepublik erstmals politisch und &ouml;konomisch zu Gegenma&szlig;nahmen &uuml;bergeht, die globale US-Dominanz &ouml;ffentlich attackiert und Sanktionen gegen einen US-Chiphersteller und ein Embargo auf Maschinen zur Verarbeitung Seltener Erden in Betracht zieht. Au&szlig;enministerin Annalena Baerbock hat in der vergangenen Woche bei einem Besuch in Beijing die chinesische Regierung br&uuml;skiert und sich f&uuml;r eine Versch&auml;rfung des Machtkampfs gegen die Volksrepublik offen gezeigt.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.german-foreign-policy.com\/news\/detail\/9212\">German Foreign Policy <\/a><\/p>\n<p>dazu auch: <strong>Klatschende Ohrfeige f&uuml;r Baerbock &ndash; UN verurteilt Sanktionen als v&ouml;lkerrechtswidrig<\/strong><br>\nDer Verweis auf das V&ouml;lkerrecht und die &ldquo;regelbasierte Ordnung&rdquo; geh&ouml;ren zu Baerbocks Standardfloskeln. Das klingt gut und macht einen verbindlichen Eindruck. Es klingt so, als ob sich Deutschland au&szlig;enpolitisch von einem klaren Wertesystem leiten lassen w&uuml;rde. Das ist nat&uuml;rlich nicht der Fall. Deutsche Au&szlig;enpolitik unter Baerbock agiert nach Gutd&uuml;nken und ist nicht von Ethik, sondern von reiner Willk&uuml;r und transatlantischer Unterwerfung geleitet. Diese absolute Dissonanz zwischen Anspruch und Wirklichkeit wird in den politischen Debatten in Deutschland obendrein nicht zum Thema gemacht. Allerdings w&auml;re genau das wichtig. Stattdessen aber pflegt man in deutschen Medien einen Personenkult und die Verherrlichung von Baerbock in einer Form, die man in totalit&auml;ren Staaten erwarten w&uuml;rde<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/test.rtde.tech\/meinung\/167894-klatschende-ohrfeige-fuer-baerbock-un\/\">Gert Ewen Ungar in RT DE<\/a><\/p>\n<p>und: <strong>UN-Menschenrechtsrat fordert Ende der Sanktionspolitik westlicher Staaten<\/strong><br>\nGro&szlig;e Mehrheit f&uuml;r Resolution der Bewegung der Blockfreien Staaten. USA, Gro&szlig;britannien, EU-Mitgliedstaaten, Georgien und Ukraine dagegen<br>\nDer Menschenrechtsrat der Vereinten Nationen hat sich mit &uuml;berw&auml;ltigender Mehrheit gegen Sanktionen ausgesprochen. Die einzigen L&auml;nder, die dagegen stimmten, waren die USA, Gro&szlig;britannien, Mitgliedstaaten der Europ&auml;ischen Union, Georgien und die Ukraine1. Mexiko enthielt sich der Stimme.<br>\n33 Mitgliedsl&auml;nder stimmten am 3. April f&uuml;r und 13 gegen die &ldquo;Resolution zu den negativen Auswirkungen einseitiger Zwangsma&szlig;nahmen auf die Wahrnehmung der Menschenrechte&rdquo;, die alle Staaten auffordert, &ldquo;keine einseitigen Zwangsma&szlig;nahmen mehr zu ergreifen, beizubehalten, durchzuf&uuml;hren oder anzuwenden&rdquo;.<br>\nDem Rat geh&ouml;ren 47 nach Regionen gew&auml;hlte Mitglieder an, er ist ein Unterorgan der Generalversammlung der Vereinten Nationen.<br>\nDas Dokument A\/HRC\/52\/L.18 &ldquo;fordert die Abschaffung solcher Ma&szlig;nahmen, da sie gegen die Charta der Vereinten Nationen und die Normen und Grunds&auml;tze f&uuml;r friedliche Beziehungen zwischen den Staaten versto&szlig;en&rdquo;. Eingebracht wurde die Resolution von Aserbaidschan im Namen der Bewegung der Blockfreien Staaten.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/amerika21.de\/2023\/04\/263482\/un-menschenrechtsrat-gegen-sanktionen\">amerika 21<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>Krieg und Landraub. Finanzielle Interessen und Dynamik von &lsquo;Land-Grabbing&rsquo; in der Ukraine.<\/strong><br>\nWem geh&ouml;rt das Ackerland? 4,3 Millionen Hektar des fruchtbarsten Ackerlandes werden gro&szlig;fl&auml;chig genutzt, mit drei Millionen Hektar in den H&auml;nden von wenigen Agrarunternehmen. Diese sind eine Mischung aus ukrainischen Oligarchen und ausl&auml;ndischen Interessenten. (&hellip;)<br>\nHinzu kommen nach Angaben der Regierung rund f&uuml;nf Millionen Hektar &ndash; die Gr&ouml;&szlig;e von zwei Krimfl&auml;chen &ndash; die von privaten Interessen aus dem Staat Ukraine &bdquo;entzogen&ldquo; wurde.<br>\nDie Gesamtmenge an Land, das von Oligarchen, korrupten Einzelpersonen und gro&szlig;en Agrarunternehmen kontrolliert wird (Stichwort &ldquo;Land Grabbing&rdquo;), betr&auml;gt somit mehr als neun Millionen Hektar, das sind 28 Prozent der Ackerfl&auml;che des Landes. Der Rest wird von &uuml;ber acht Millionen ukrainischen Landwirten genutzt.<br>\nDie gr&ouml;&szlig;ten Landbesitzer sind eine Mischung aus ukrainischen Oligarchen und ausl&auml;ndischen Interessen &ndash; haupts&auml;chlich europ&auml;ische und nordamerikanische sowie der Staatsfonds von Saudi-Arabien. Namhafte US-Pensionsfonds, Stiftungen und Universit&auml;tsstiftungen werden &uuml;ber NCH Capital, einem in den USA ans&auml;ssigen Private-Equity-Fonds, investiv gesteuert.<br>\nMehrere dieser Agrarunternehmen, die weitgehend von den sogenannten Oligarchen beherrscht werden, haben sich f&uuml;r westliche Banken und Investmentfonds ge&ouml;ffnet &ndash; darunter prominente wie Kopernik, BNP oder Vanguard &ndash; die nun einen Teil der Aktien kontrollieren.<br>\nDie meisten Gro&szlig;grundbesitzer sind in erheblichem Umfang bei westlichen Fonds und Institutionen verschuldet, insbesondere bei der Europ&auml;ischen Bank f&uuml;r Wiederaufbau und Entwicklung (EBRD) und der Weltbank.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.freitag.de\/autoren\/manfredstaab\/wem-gehoert-das-ackerland-krieg-und-landraub-finanzielle-interessen-und-dynamik-von-land-grabbing-in-der-ukraine\">der Freitag<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Deutschland und Israel: Solidarit&auml;t mit Rechtsradikalen?<\/strong><br>\nWas aber bedeutet die Beistandsgarantie der Bundesregierung angesichts der in Teilen rechtsradikalen und ultranationalistischen israelischen Regierung unter Premierminister Benjamin Netanjahu, die seit dem 29. Dezember 2022 im Amt ist?<br>\nDass darauf weder Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) noch Au&szlig;enministerin Annalena Baerbock (Gr&uuml;ne) eine Antwort haben, zeigen ihre Aussagen und Auftritte mit f&uuml;hrenden Mitgliedern der israelischen Regierung. [&hellip;]<br>\nDie Regierung Netanjahu hat sich auf den Weg gemacht, die israelische Demokratie abzuwickeln, so wirken diese Initiativen. Trotzdem spricht Kanzler Scholz von &ldquo;unserem Wertepartner&rdquo; und versicherte auf der Pressekonferenz mit Benjamin Netanjahu wie seinerzeit seine Vorg&auml;ngerin: &ldquo;Die Sicherheit Israels ist f&uuml;r uns Staatsr&auml;son.&rdquo; Dass eine israelische Regierung den Bestand des eigenen demokratischen Staates gef&auml;hrden k&ouml;nnte, haben Merkel und ihr Nachfolger wohl nicht einkalkuliert.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/daserste.ndr.de\/panorama\/archiv\/2023\/Deutschland-und-Israel-Solidaritaet-mit-Rechtsradikalen,israel1364.html\">Panorama<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unserer Leserin G.G.:<\/strong> Die ARD-Sendung Panorama berichtete am 13. April 2023 &uuml;ber die Situation in Israel\/Pal&auml;stina und &uuml;ber das blamable Verhalten von Bundesregierung und besonders Ausw&auml;rtigem Amt. Diese Sendung ist f&uuml;r heutige Gegebenheiten eine Sternstunde des Journalismus, weil sie sich wohltuend von vielen anderen Sendungen zum Thema Israel\/Pal&auml;stina unterscheidet. In der Sendung kommen der israelische Historiker Moshe Zimmermann und der Deutsch-Pal&auml;stinenser Aref Hajjaj zu Wort, der fr&uuml;her im Ausw&auml;rtigen Amt f&uuml;r den arabischen Sprachendienst verantwortlich war.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>&bdquo;Tierwohl&ldquo; ist ausschlie&szlig;lich ein Marketinginstrument<\/strong><br>\nProfessor Dr. Albert Sundrum ist Veterin&auml;rmediziner und Agrarwissenschaftler. Sein neues Buch behandelt die &bdquo;Gemeinwohlorientierte Erzeugung von Lebensmitteln&ldquo;. Im foodwatch-Interview erkl&auml;rt er, warum Haltungskennzeichnungen in die Irre f&uuml;hren und welche fatalen Auswirkungen der Unterbietungswettbewerb auf den Weltagrarm&auml;rkten hat &ndash; f&uuml;r Tiere, Umwelt und uns Verbraucher:innen.<br>\nfoodwatch: Viele Verbraucherinnen und Verbraucher w&uuml;rden gern durch den Kauf von entsprechend gekennzeichneten Produkten Tierschutzanliegen unterst&uuml;tzen. Was macht diesen naheliegenden Wunsch so schwierig?<br>\nProf. Dr. Albert Sundrum: Tierschutz ist eine hochkomplexe Angelegenheit, an der sehr viele Faktoren beteiligt sind. Wichtig zu wissen ist: Tierschutzanliegen kann man nicht lediglich auf einen Aspekt wie die Haltungsform reduzieren. Wir m&uuml;ssen das Tier selbst in den Fokus nehmen. Wie gut kommt es mit seinen konkreten Lebensbedingungen zurecht, ohne Schmerzen, Sch&auml;den und Leiden erdulden zu m&uuml;ssen.<br>\nfoodwatch: Hei&szlig;t das, die vom Einzelhandel beworbenen Haltungsformen geben Verbraucher:innen keine hinreichende Orientierung?<br>\nProf. Sundrum: Haltungsformen f&uuml;hren in die Irre und stellen eine Verbrauchert&auml;uschung dar. Die Kennzeichnung der Haltungsform, die sich ja im Wesentlichen auf die verf&uuml;gbare Bewegungsfl&auml;che im Stall und im Auslauf sowie auf Einstreu und Au&szlig;enklima beschr&auml;nkt, erlaubt keine validen R&uuml;ckschl&uuml;sse auf das Wohlergehen der Nutztiere. Dies wird insbesondere in der &ouml;kologischen Nutztierhaltung deutlich, die ja die h&ouml;chste Haltungsformstufe repr&auml;sentiert. Trotz deutlich besserer Haltungsbedingungen sind auch hier die Erkrankungsraten erschreckend hoch und auf dem gleichen Niveau wie bei Betrieben mit deutlich geringerer Fl&auml;chenausstattung.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.foodwatch.org\/de\/aktuelle-nachrichten\/2023\/tierwohl-ist-ausschliesslich-ein-marketinginstrument\/\">foodwatch<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>Reizwort &bdquo;klimaneutral&ldquo;<\/strong><br>\nDas Reizwort &bdquo;klimaneutral&ldquo; ist auf dem besten Weg, nach &sbquo;Green Economy&lsquo;, &sbquo;nachhaltigem Wachstum&lsquo; oder &sbquo;Resilienz&lsquo; zum n&auml;chsten &uuml;berstrapazierten Modebegriff zu werden. Zumindest muss sich das Konzept den Vorwurf des &sbquo;Climatewashing&lsquo; gefallen lassen.<br>\nDie weltweit &uuml;ber vierhundert Standorte der Bosch AG gelten seit 2020 als &sbquo;klimaneutral&lsquo;, DPD liefert Pakete &sbquo;klimaneutral&lsquo; und Stahl von Thyssen soll bis 2030 &sbquo;klimaneutral&lsquo; werden. Diese zuf&auml;llige Auswahl an Fundst&uuml;cken der letzten Wochen l&auml;sst die Vermutung aufkommen, dass das Marketingpotential des schillernden Begriffs l&auml;ngst erkannt ist und intensiv genutzt wird. Und der Verdacht liegt nahe, dass es hier meist nur um eine rechnerische Neutralit&auml;t gehen kann, wird doch der Nachweis der Klimaneutralit&auml;t von vielen Unternehmen &uuml;ber den Erwerb von sogenannten Minderungszertifikaten erlangt.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/geschichtedergegenwart.ch\/reizwort-klimaneutral\/\">geschichte der gegenwart<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>Die Inhaftierung von Assange dauert schon zu lange an: Wong<\/strong><br>\n(Eigene &Uuml;bersetzung)<br>\n(Die Australische Anm. MM) Au&szlig;enministerin Penny Wong hat gefordert, das Auslieferungsverfahren gegen Julian Assange zu beenden. Senatorin Wong sagte, das Gerichtsverfahren und die Inhaftierung des WikiLeaks-Mitbegr&uuml;nders dauere schon zu lange an. [&hellip;]<br>\nDer australische Hohe Kommissar im Vereinigten K&ouml;nigreich, Stephen Smith, besuchte Assange Anfang April im Belmarsh-Gef&auml;ngnis. Es war das erste Mal, dass ein australischer Beamter ihn seit seiner Verhaftung in der Einrichtung besuchte. [&hellip;]<br>\n&ldquo;Einige der Bef&uuml;rworter von Herrn Assange haben zu Recht die Frage aufgeworfen, ob die Bedingungen in Belmarsh angemessen sind oder nicht&rdquo;, sagte Senator Wong.<br>\n&ldquo;Das ist etwas, worum ich meinen Hohen Kommissar bitten werde, sich damit zu befassen.&rdquo;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/thenewdaily.com.au\/news\/national\/2023\/04\/17\/assange-imprisonment-wong\/%20\">THENEWDAILY<\/a>\n<p>dazu auch: <strong>Sieben Mitglieder des Kongresses setzen sich f&uuml;r Assange ein<\/strong><br>\n(Eigene &Uuml;bersetzung)<br>\nAngef&uuml;hrt von der Abgeordneten Rashida Tlaib aus Michigan haben sich diese Woche sieben Mitglieder des Kongresses endlich gegen die strafrechtliche Verfolgung von Assange nach dem Espionage Act und dem Computer Fraud and Abuse Act in den USA ausgesprochen.<br>\nDieser Brief hat lange auf sich warten lassen. Sich f&uuml;r Julian Assange einzusetzen, erfordert politischen Mut, der in Washington DC allzu oft nicht vorhanden ist. Defending Rights &amp; Dissent hat die Mitglieder des Kongresses unerm&uuml;dlich dazu gedr&auml;ngt, ein Schreiben zu initiieren. Unter anderem dank unserer Bem&uuml;hungen haben sieben Mitglieder des Kongresses &ndash; Reps. Tlaib, Omar, Bowman, Bush, Casar, Ocasio-Cortez und Pressley &ndash; sich endlich den zahlreichen internationalen Parlamentariern und ausl&auml;ndischen Staatsoberh&auml;uptern angeschlossen, die die Freilassung von Assange fordern. [&hellip;]<br>\nDas Schreiben des Kongresses wurde an Generalstaatsanwalt Merrick Garland gesandt. Der Generalstaatsanwalt verf&uuml;gt &uuml;ber einen gro&szlig;en Ermessensspielraum bei der Entscheidung, welche F&auml;lle er verfolgt. Die Entscheidung, Assange anzuklagen, war eine politische Entscheidung. Nachdem die Obama-Regierung es abgelehnt hatte, Assange strafrechtlich zu verfolgen, schritt die Trump-Regierung damit voran, ungeachtet der damit verbundenen Bedenken hinsichtlich der Pressefreiheit. Hinzu kommt, dass das Spionagegesetz zu weit gefasst ist, und dass der Fall eine au&szlig;ergew&ouml;hnliche &Uuml;berschreitung der staatlichen Macht in Bezug auf die verfassungsm&auml;&szlig;igen Pressefreiheiten darstellt. Der politische Charakter der Strafverfolgung bedeutet, dass es sinnvoll ist, politischen Druck als Taktik zu verfolgen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/popularresistance.org\/breaking-seven-members-of-congress-take-a-stand-for-assange\/%20\">PopularResistance.org <\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung Moritz M&uuml;ller:<\/strong> 7 von 535 US-Parlamentariern sind nicht viele aber trotzdem ein erster Schritt, wenn auch l&auml;ngst &uuml;berf&auml;llig. Genauso wie die Worte von Au&szlig;enministerin Wong oder der Besuch des australischen Hochkommissars bei Julian Assange im Belmarsh Gef&auml;ngnis. Wer auch mithelfen m&ouml;chte, dass dieser wichtige Fall wenigstens etwas &ouml;ffentlich sichtbar bleibt, ist bei <a href=\"https:\/\/www.freeassange.eu\/#veranstaltungen\">FreeAssange.eu<\/a> an der richtigen Adresse.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>Die &laquo;Zeit&raquo; wollte Mathias D&ouml;pfner blossstellen und hat sich blamiert<\/strong><br>\nDer viel zitierte Bericht der Hamburger Wochenzeitung &uuml;ber den CEO von Axel Springer illustriert, wie ein Medium durch einen Mangel an Distanz und Differenziertheit zum Spielball von Informanten werden kann. Das Ergebnis ist schlechter, unfairer Journalismus. [&hellip;]<br>\nDass die Wahrheit bei Springer komplizierter sein k&ouml;nnte, dass der CEO D&ouml;pfner, der mal in die Ukraine einmarschieren und mal kritische Berichte &uuml;ber die Trans-Lobby untersagen will, manche seiner vielen &Uuml;berzeugungen, etwa zur Corona-Politik der fr&uuml;heren Bundesregierung, auch von seinem fr&uuml;heren Chefredaktor &uuml;bernommen haben k&ouml;nnte und nicht umgekehrt, blenden die &laquo;Zeit&raquo;-Journalisten aus. In einer bereits vor eineinhalb Jahren ver&ouml;ffentlichten SMS soll D&ouml;pfner Reichelt einmal als &laquo;letzten und einzigen Journalisten in Deutschland&raquo; gelobt haben, der noch &laquo;gegen den neuen DDR Obrigkeits-Staat&raquo; aufbegehre. Das klang mehr nach Bewunderer als nach Befehlsgeber.<br>\nWie einseitig die &laquo;Zeit&raquo; &uuml;ber D&ouml;pfner berichtet, f&auml;llt auch auf, wenn man sich anschaut, was ihre Autoren nicht f&uuml;r problematisch halten, etwa eine Nachricht der Gesellschafterin Friede Springer an den fr&uuml;heren &laquo;Bild&raquo;-Chefredaktor. Darin bittet diese den &laquo;lieben Julian&raquo;, der &laquo;erfahrenen Bundeskanzlerin&raquo; Angela Merkel beim Umgang mit der Corona-Pandemie zu &laquo;helfen&raquo;.<br>\nIst das, also die Aufforderung, sich der Regierung als publizistische Sch&uuml;tzenhilfe anzudienen, nicht viel problematischer als ein Verleger, der sich privat kritisch &uuml;ber den Mainstream und die Eliten des Landes &auml;ussert und Merkel f&uuml;r eine Fehlbesetzung hielt? F&uuml;r die &laquo;Zeit&raquo; offenbar nicht.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.nzz.ch\/meinung\/der-andere-blick\/die-zeit-und-mathias-doepfner-eine-journalistische-blamage-ld.1734106\">NZZ<\/a>\n<p>dazu: <strong>Mathias-D&ouml;pfner-Bashing: Wir Ostdeutsche sind noch viel Schlimmeres gewohnt<\/strong><br>\nIst die Aufregung zur Causa D&ouml;pfner heuchlerisch? Unsere Autorin erinnert daran, welches Magazin einst schrieb, dass Ostdeutsche einen &bdquo;permanenten Akt geistiger Vergewaltigung&ldquo; erlebt h&auml;tten.<br>\nEs w&uuml;rde sich nicht lohnen, auf dieses unterirdische SMS-Geschw&auml;tz zu reagieren, wenn die Debatte nicht von gro&szlig;er Scheinheiligkeit w&auml;re.<br>\nDie ganze Emp&ouml;rung erw&auml;chst aus dem Umstand, dass es hier um einen der einflussreichsten Medien-Bosse des Landes geht, Chef und Eigent&uuml;mer nicht nur des Springer-Konzerns, sondern auch langj&auml;hriger Pr&auml;sident des Bundesverbandes Digitalpublisher und Zeitungsverleger.<br>\nDer nun vom Blatt der konkurrierenden Holtzbrinck-Konzerne durch selektive Ver&ouml;ffentlichung mehr oder weniger privater Kommunikation an den Pranger gestellt wird. Nicht, dass man diesem Anprangerer vom Dienst die Pein nicht g&ouml;nnt. Aber wirklich &uuml;berraschen k&ouml;nnen die Enth&uuml;llungen &uuml;ber die Denkweise der F&uuml;hrung in diesem Tendenzmedium nicht.<br>\nLetztlich bestimmen genau diese Inhalte seit Jahrzehnten ohne gr&ouml;&szlig;eren Widerspruch nicht nur die internen Botschaften im Hause Springer, sondern oft auch die ver&ouml;ffentlichten. Und nicht nur dort. Scheinheilig ist die Debatte, weil sowohl die Aufregung &uuml;ber die Vorw&uuml;rfe wie auch die Entschuldigung unglaubw&uuml;rdig sind. Um von den Verleumdungen hier nur die herauszugreifen, mit der ich mich am besten auskenne: Dass die Ostdeutschen allesamt geistig deformiert und deshalb demokratieuntauglich sind, war jahrelang prominent gesetzte Indoktrination.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.berliner-zeitung.de\/open-source\/mathias-doepfner-bashing-wir-ostdeutsche-sind-noch-viel-schlimmeres-gewohnt-li.339814\">Daniela Dahn in der Berliner Zeitung<\/a><\/p><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Am Wochenende pr&auml;sentieren wir Ihnen einen &Uuml;berblick &uuml;ber die lesenswertesten Beitr&auml;ge, die wir im Laufe der vergangenen Woche in unseren Hinweisen des Tages f&uuml;r Sie gesammelt haben. Nehmen Sie sich ruhig auch die Zeit, unsere werkt&auml;gliche Auswahl der Hinweise des Tages anzuschauen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich<\/p>\n<div class=\"readMore\"><a class=\"moretag\" href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=96683\">Weiterlesen<\/a><\/div>\n","protected":false},"author":11,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[19],"tags":[],"class_list":["post-96683","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-hinweise-des-tages"],"jetpack_featured_media_url":"","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/96683","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/11"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=96683"}],"version-history":[{"count":3,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/96683\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":96686,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/96683\/revisions\/96686"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=96683"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=96683"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=96683"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}