{"id":96768,"date":"2023-04-25T08:43:24","date_gmt":"2023-04-25T06:43:24","guid":{"rendered":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=96768"},"modified":"2023-04-25T08:43:24","modified_gmt":"2023-04-25T06:43:24","slug":"hinweise-des-tages-4344","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=96768","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (AT)<br>\n<!--more--><br>\nWir weisen darauf hin, dass die jeweiligen Anbieter f&uuml;r die Barrierefreiheit ihrer Angebote selbst verantwortlich sind und es durchaus sein kann, dass der Zugang von zun&auml;chst freien Inhalten nach einer Zeit beschr&auml;nkt wird.<\/p><p>Hier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=96768#h01\">Deutsche Medien und die Welt: 85 Prozent kommen kaum vor<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=96768#h02\">Wie geschieht wirtschaftliche Entwicklung mit Direktinvestitionen &ndash; oder: Wie vollzieht sich Wissenschaft?<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=96768#h03\">China &uuml;berholt die Welt bei E-Autos und Erneuerbaren<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=96768#h04\">Ukraine: Das Drehen an der Eskalationsspirale geht weiter<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=96768#h05\">&laquo;Die USA f&uuml;hren Krieg gegen Deutschland&raquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=96768#h06\">&laquo;Die unipolare Weltordnung, von den USA dominiert, k&ouml;nnte durch eine multipolare Welt abgel&ouml;st werden&raquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=96768#h07\">Auf allen Kan&auml;len: Ukraine lebt nur noch von moralischem Druck auf westliche Geld- und Waffengeber.<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=96768#h08\">Donnerschlag in Salzburg: Kommunisten &uuml;berholen die Gr&uuml;nen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=96768#h09\">R&uuml;stungstreiber Europa (II)<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=96768#h10\">Profiteure des Hungers, Gro&szlig;mutterm&ouml;rder und vorgespielte Moral<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=96768#h11\">Brutaler Diktator ist einer der besten Freunde des Westens<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=96768#h12\">Chemie gegen die Presse<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=96768#h13\">Weiterbildung: Nicht einmal die H&auml;lfte der Betriebe tut genug<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=96768#h14\">Kinderarmut: Im Dickicht der B&uuml;rokratie<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=96768#h15\">So unseri&ouml;s machen einige Kinderrechtsorganisationen f&uuml;r die Chatkontrolle mobil<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Verantwortlich f&uuml;r die Richtigkeit der zitierten Texte sind die jeweiligen Quellen und nicht die NachDenkSeiten. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>Deutsche Medien und die Welt: 85 Prozent kommen kaum vor<\/strong><br>\nDie &uuml;bergro&szlig;e Anzahl der Menschen leben im Globalen S&uuml;den. Trotzdem spielt dieser Raum in Medien oft kaum eine Rolle. Eine Studie legt Missst&auml;nde auf und liefert Fakten zu Leitmedien.<br>\nNachrichten aus den L&auml;ndern des Globalen S&uuml;dens fristen eine Randexistenz in der Berichterstattung der meisten sogenannten Leitmedien. Zu diesem Ergebnis gelangt die Langzeitstudie &ldquo;Vergessene Welten und blinde Flecken&rdquo;, die ca. 5.500 Sendungen der Tagesschau aus den Jahren 2007 bis 2021 sowie andere in- und ausl&auml;ndische Medien ausgewertet hat.<br>\nDie Erkenntnisse sind ern&uuml;chternd: Der gr&ouml;&szlig;te Teil des Globalen S&uuml;dens spielt in der Berichterstattung fast gar keine Rolle. Im Jahr 2021 entfielen zum Beispiel lediglich etwa elf Prozent der Gesamtsendezeit der Tagesschau auf Berichte &uuml;ber die L&auml;nder des Globalen S&uuml;dens, obwohl dort rund 85 Prozent der Weltbev&ouml;lkerung lebt.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.telepolis.de\/features\/Deutsche-Medien-und-die-Welt-85-Prozent-kommen-kaum-vor-8976153.html\">Telepolis<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>Wie geschieht wirtschaftliche Entwicklung mit Direktinvestitionen &ndash; oder: Wie vollzieht sich Wissenschaft?<\/strong><br>\nPatrick Kaczmarczyk und ich haben in einem internationalen wissenschaftlichen Journal (Global Policy) einen Artikel zur Bedeutung von Direktinvestitionen ver&ouml;ffentlicht, den man hier finden und nachlesen kann (auf Englisch). Interessant dabei ist einerseits die Tatsache, dass die Ver&ouml;ffentlichung dieses Artikels von mehreren Journals glatt abgelehnt wurde. Noch interessanter aber sind die Begr&uuml;ndungen, mit denen ganz verschiedene Referees (so nennt man die Experten, die f&uuml;r wissenschaftliche Journals neu eingereichte Artikel begutachten) ein solches Papier ablehnen.<br>\nDas Papier sagt in seiner jetzigen Form (und sagte es noch deutlicher in fr&uuml;heren Fassungen, die von den verschiedenen Referees abgelehnt wurden), dass die Theorie der komparativen Kostenvorteile, auf die sich die gesamte Handelstheorie seit 200 Jahren in entscheidender Weise st&uuml;tzt, nicht zu halten ist. Sp&auml;testens mit der massiven Ausweitung westlicher Direktinvestitionen in China h&auml;tte man erkennen m&uuml;ssen, dass es nicht komparative Kostenvorteile sind, auf die sich Entwicklungsl&auml;nder st&uuml;tzen k&ouml;nnen und m&uuml;ssen, sondern absolute Kostenvorteile, also absolut niedrigere Kosten bei der Produktion von weltmarktg&auml;ngigen G&uuml;tern.<br>\nSolche absoluten Vorteile erzielen Produzenten (westliche oder heimische) in Entwicklungsl&auml;ndern immer genau dadurch, dass sie produktivere westliche Technologie direkt (physisch) importieren (in die Niedriglohnl&auml;nder bringen) und diese moderne Technik mit den niedrigen L&ouml;hnen in den Entwicklungsl&auml;ndern kombinieren. Dass das tats&auml;chlich in gro&szlig;em Stil geschieht, kann man nicht bestreiten und wird auch nicht bestritten. Der Rest des Arguments ist reine Logik.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.relevante-oekonomik.com\/2023\/04\/24\/wie-geschieht-wirtschaftliche-entwicklung-mit-direktinvestitionen-oder-wie-vollzieht-sich-wissenschaft\/\">Relevante &Ouml;konomik<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>China &uuml;berholt die Welt bei E-Autos und Erneuerbaren<\/strong><br>\nChina ist zum Weltmarktf&uuml;hrer bei der Energiewende aufgestiegen. Das und Umweltauflagen k&ouml;nnten westliche Gro&szlig;konzerne zum Wanken bringen. Steht VW in China bald vor dem Aus?<br>\nVon der Leyen, Macron und Baerbock in China &ndash; die gro&szlig;en politischen Besuche durch die EU-Kommissionspr&auml;sidentin, den franz&ouml;sischen Pr&auml;sidenten Macron und die deutsche Au&szlig;enministerin sind vor&uuml;ber.<br>\nDie Medien berichteten haupts&auml;chlich &uuml;ber die zentralen geopolitischen Fragen wie den Ukraine-Krieg, die Taiwanfrage, die Menschenrechtsfrage in China oder allgemein &uuml;ber die wirtschaftliche Abh&auml;ngigkeit der EU von China. Ausgelassen wurden spannende Fakten: Etwa, was im Sektor der Klimaschutztechnologien wie z.B. der Fotovoltaik (PV) oder in der E-Mobilit&auml;t passiert &ndash; und das, obwohl die EU zu ca. 80 Prozent von den Solarfabriken chinesischer Unternehmen abh&auml;ngig ist.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.telepolis.de\/features\/China-ueberholt-die-Welt-bei-E-Autos-und-Erneuerbaren-8976486.html\">Telepolis<\/a>\n<p>dazu: <strong>BYD &uuml;berholt VW in China &ldquo;Chinesische Autos sind teils besser als westliche&rdquo;<\/strong><br>\nDie Marke VW ist in China nicht l&auml;nger der Platzhirsch. Der chinesische Konkurrent BYD verkauft inzwischen mehr Neuwagen in der Volksrepublik als die Wolfsburger, und zwar elektrische. Wie die deutschen Autobauer ihre starken Konkurrenten aus China wieder einholen k&ouml;nnten, erkl&auml;rt Branchenexperte Stefan Bratzel im Interview mit ntv.de. Er leitet das Center of Automotive Management an der Fachhochschule der Wirtschaft in Bergisch Gladbach.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.n-tv.de\/wirtschaft\/Chinesische-Autos-sind-teils-besser-als-westliche-article24061618.html\">n-tv<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung JK:<\/strong> Die EU liefert mit dem ideologisch getriebenen Verbot des Verbrennungsmotors bis 2035 eine Steilvorlage f&uuml;r die chinesische Automobilindustrie. Und nur die Gr&uuml;nen k&ouml;nnen erkl&auml;ren, wie hier die Elektromobilit&auml;t durchgesetzt und gleichzeitig die Abh&auml;ngigkeit von China verringert werden soll.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>Ukraine: Das Drehen an der Eskalationsspirale geht weiter<\/strong><br>\nDie Risiken steigen, jetzt auch noch im Umgang mit China<br>\nAm 5. Dezember 2022 berichtete das Wall Street Journal, die USA h&auml;tten die an die Ukraine gelieferten Himars manipuliert, um deren Reichweite zu verringern. Russisches Territorium sollte nicht erreichbar sein. Zur Begr&uuml;ndung hie&szlig; es, das sei eine notwendige Ma&szlig;nahme, um eine Kriegsausweitung zu verhindern.<br>\nDas ganze Jahr 2022 war davon gepr&auml;gt, dass die Unterst&uuml;tzung f&uuml;r die Ukraine auf keinen Fall dazu f&uuml;hren sollte, dass aus dem Stellvertreterkrieg eine direkte milit&auml;rische Konfrontation mit Russland wird.<br>\nDiejenigen, die dieses Mantra wie eine Standarte hochhielten, erz&auml;hlten allerdings auch, dass die Ukraine den Krieg gewinnt. Sie versicherten, dass die NATO der Ukraine &bdquo;nur&ldquo; mit Aufkl&auml;rung half und wiesen die Idee, mit Soldaten in die Kampfhandlungen einzugreifen, weit von sich. Falls sich westliche Milit&auml;rs in die Ukraine verirrten, dann allenfalls als S&ouml;ldner oder Freiwillige.<br>\nNun aber ist die Katze aus dem Sack: Die Ukraine ist nicht auf dem Siegespfad, sondern auf der Verliererstra&szlig;e, und das Oberkommando der US-Armee wei&szlig; das. Denn das war der Adressat der geheimen Dokumente, die pl&ouml;tzlich in die &Ouml;ffentlichkeit gelangten.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/petraerler.substack.com\/p\/ukraine-das-drehen-an-der-eskalationsspirale\">Petra Erler<\/a>\n<p>dazu auch: <strong>Richard David Precht: &bdquo;Was f&uuml;r ein Unfall, dass Annalena Baerbock Au&szlig;enministerin geworden ist&ldquo;<\/strong><br>\nBeim ZDF-Podcast &bdquo;Lanz &amp; Precht&ldquo; hat sich der Philosoph Richard David Precht abf&auml;llig gegen&uuml;ber der Au&szlig;enministerin ge&auml;u&szlig;ert.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.berliner-zeitung.de\/politik-gesellschaft\/zdf-podcast-richard-david-precht-was-fuer-ein-unfall-dass-annalena-baerbock-aussenministerin-geworden-ist-li.341532\">Berliner Zeitung<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>&laquo;Die USA f&uuml;hren Krieg gegen Deutschland&raquo;<\/strong><br>\n&laquo;Russland hat im Gegensatz zu den USA Deutschland nicht in dieser Art geschadet&raquo;<br>\nInterview mit Florian Pfaff*, Major a.&thinsp;D. der Deutschen Bundeswehr<br>\nZeitgeschehen im Fokus Seit dem Beginn des Krieges in der Ukraine liest man in unseren Medien S&auml;tze wie &laquo;Selenskij k&auml;mpft f&uuml;r unsere Werte&raquo;, &laquo;Selenskij verteidigt unsere Freiheit&raquo; und &Auml;hnliches. Teilen Sie diese Auffassung?<br>\nMajor a.&thinsp;D. Florian Pfaff Wenn ich jetzt geh&auml;ssig sein m&ouml;chte, dann w&uuml;rde ich sagen, er verteidigt exakt unsere Werte und unsere Freiheit. Denn die Werte des Westens bestehen darin, dass man Hegemonie betreibt, andere L&auml;nder bevormundet und heuchelt, das gar nicht zu tun. Selenskij hat die russische Bev&ouml;lkerung in der Ukraine keineswegs befreit, sondern er und die Regierung haben sie unterdr&uuml;ckt und ihre Sprache und Kultur verboten. Das nennt man im Westen &laquo;die grosse Befreiung&raquo; &ndash; wie zum Beispiel im Irak, als die USA Bagdad &laquo;befreit&raquo; haben.<br>\nDie Gesetze, die Selenskij verabschiedet hat, diskriminieren die russischsprachige Bev&ouml;lkerung massiv. Wurde das irgendwo in den Medien thematisiert?<br>\nWas unsere grossen Medien betrifft, ist mir in der letzten Zeit nichts bekannt, dass dort die ukrainischen Massnahmen kritisiert worden w&auml;ren. Vor einigen Jahren hat man das noch getan. Man berichtete dar&uuml;ber im Fernsehen, wo Neo-Nazis in der Ukraine gezeigt wurden, die man als Nazis bezeichnet hat, mit Hakenkreuzen, mit Runen, mit Waffen-SS-Symbolen und &Auml;hnlichem. Das wird heute nicht mehr thematisiert, obwohl das Problem bis heute besteht.<br>\nIch kann mir das nur damit erkl&auml;ren, dass der Druck der USA, die Nato auszudehnen und Deutschland zu schaden, so gross ist, dass sich das nur so durchsetzen l&auml;sst, wie man auch innerhalb der Nato die Bundeswehr zu V&ouml;lkerrechtsbr&uuml;chen veranlasst hat, z.&thinsp;B. 1999 gegen Jugoslawien oder 2003 gegen den Irak. Der Druck der USA scheint so gross, dass die Menschen einknicken. Im Jahr 2003 habe ich den Druck selbst erlebt, als mir befohlen wurde, die Gesetze zu missachten und meinen Diensteid zu brechen. Das war in der Bundeswehr ein offenes Miss&shy;achten des Gesetzes und anschliessend auch noch der Justiz.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/zeitgeschehen-im-fokus.ch\/de\/newspaper-ausgabe\/nr-6-7-vom-25-april-2023.html#article_1510\">Zeitgeschehen im Fokus<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>&laquo;Die unipolare Weltordnung, von den USA dominiert, k&ouml;nnte durch eine multipolare Welt abgel&ouml;st werden&raquo;<\/strong><br>\nZeitgeschehen im Fokus Als ehemaliger Generalinspekteur der Bundeswehr und Vorsitzender des Nato-Milit&auml;rausschusses m&uuml;ssen sich Ihnen doch die Nackenhaare str&auml;uben, wenn Sie Macrons Idee von der &laquo;strategischen Autonomie&raquo; Europas h&ouml;ren.<br>\nGeneral a.&thinsp;D. Harald Kujat Nein, das ist eine &uuml;berzeugende Schlussfolgerung aus der gegenw&auml;rtigen geopolitischen Lage. Ich spreche zwar nicht von &laquo;strategischer Autonomie&raquo;, sondern von der &laquo;Selbstbehauptung Europas&raquo;. Das bedeutet jedoch mit anderen Worten, was Pr&auml;sident Macron meint: Die F&auml;higkeit Europas, sich in der neuen Weltordnung der rivalisierenden grossen M&auml;chte, gegen&uuml;ber China, Russland und den Vereinigten Staaten aus eigener Kraft zu behaupten.<br>\nEuropa ist in der geopolitischen Machtarithmetik der rivalisierenden grossen M&auml;chte immer weiter ins Hintertreffen geraten. Der Ukrainekrieg f&uuml;hrt uns t&auml;glich vor Augen, dass die europ&auml;ische Politik weder bereit noch in der Lage ist, europ&auml;ische Interessen durchzusetzen.  Das zeigen auch die gereizten Reaktionen deutscher Provinzpolitiker, die Macron aus Mangel an geopolitischer Urteilsf&auml;higkeit vorwerfen, Europa zu spalten oder die Bedeutung des B&uuml;ndnisses mit den Vereinigten Staaten f&uuml;r die europ&auml;ische Sicherheit zu untersch&auml;tzen.<br>\nDie Nordatlantische Allianz ist ein B&uuml;ndnis kollektiver, gegenseitiger Sicherheit auf der Grundlage eines gemeinsamen sicherheitspolitischen Konzepts. Die Vereinigten Staaten leisten ihren Beitrag f&uuml;r die Sicherheit Europas allerdings nicht aus humanit&auml;ren Gr&uuml;nden, sondern weil es in ihrem nationalen sicherheitspolitischen Interesse ist.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/zeitgeschehen-im-fokus.ch\/de\/newspaper-ausgabe\/nr-6-7-vom-25-april-2023.html#article_1509\">Zeitgeschehen im Fokus<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Auf allen Kan&auml;len: Ukraine lebt nur noch von moralischem Druck auf westliche Geld- und Waffengeber.<\/strong><br>\nNach au&szlig;en geben ukrainische Politiker derzeit gro&szlig;e Worte von sich. Au&szlig;enminister Dmitro Kuleba hatte am Wochenende einen Namensartikel in der Welt, in dem er den Krieg der Ukraine zur Jahrhundertauseinandersetzung zwischen &raquo;dem kolonialen 19. Jahrhundert&laquo; und dem &raquo;regelbasierten 21. Jahrhundert&laquo; &uuml;berh&ouml;hte. Gleichzeitig trieb er den symbolischen Einsatz hoch: Russland m&uuml;sse &raquo;auf dem Schlachtfeld in der Ukraine&laquo; besiegt werden, um allen &raquo;M&ouml;chtegernaggressoren&laquo; der Zukunft eine pr&auml;ventive Lehre zu erteilen. Ist Russland denn nun ein Aggressor oder doch nur ein M&ouml;chtegern? Kulebas Hang zu Gro&szlig;sprecherei ist kein Einzelfall. Die aus Kiewer Sicht unzureichenden Munitionslieferungen an die Ukraine aus der EU kommentierte er Ende vergangener Woche mit den Worten, wenn die EU die von Kiew verlangte Million Granaten des Kalibers 155 Millimeter (f&uuml;r weitreichende Haubitzen) nicht zusammenbekomme, dann erweise sie sich als &raquo;unf&auml;hig zu strategischer Autonomie&laquo;. Noch ein inhaltlich v&ouml;llig l&auml;cherliches Argument: von au&szlig;en der EU den Inhalt ihrer strategischen Autonomie vorschreiben zu wollen. Genau umgekehrt w&auml;re es ein Armutszeugnis f&uuml;r jene &raquo;Autonomie&laquo;, wenn sich Br&uuml;ssel deren Inhalt aus Kiew vorschreiben lie&szlig;e. Freilich l&auml;sst die EU auch so mit sich umspringen. Ihr Au&szlig;enbeauftragter Josep Borrell wusste auf Kulebas Angriff nicht mehr zu erwidern, als zu bekr&auml;ftigen, die EU werde die Granaten liefern. Kulebas Stellvertreter, der aus seiner Berliner Zeit einschl&auml;gig bekannte Andrij Melnyk, sagte zu den westlichen Waffenlieferungen, die Ukraine brauche von allem das Zehnfache dessen, was sie faktisch erhalte. Melnyk verlangte von den westlichen Unterst&uuml;tzern nicht weniger als ein zus&auml;tzliches Prozent ihres jeweiligen Sozialprodukts zugunsten der Ukraine. Nat&uuml;rlich sind solche T&ouml;ne Antworten auf die vom Westen angefangene &Uuml;berh&ouml;hung des Existenzkampfes der Postmaidan-Ukraine zur Existenzfrage der &raquo;regelbasierten Weltordnung&laquo;.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.jungewelt.de\/artikel\/449602.entwicklung-des-krieges-auf-allen-kan%C3%A4len.html\">junge Welt<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>Donnerschlag in Salzburg: Kommunisten &uuml;berholen die Gr&uuml;nen<\/strong><br>\nBei den Landtagswahlen in Salzburg geht die regierende &Ouml;VP baden und die rechtsextremistische FP&Ouml; kratzt beinahe an Platz eins<br>\nWenn es eine kommunistische Partei im beschaulichen Salzburg von 0,3 Prozent auf &uuml;ber 11 Prozent schafft und zugleich die FP&Ouml; die regierende &Ouml;VP beinahe einholt, dann sieht dies auf den ersten Blick wie ein dramatisches Ergebnis aus. Genauer besehen bleiben allerdings die Lager stabil.<br>\nDie starke Mehrheit im Land von fast 60 Prozent f&uuml;r &Ouml;VP (30,3%) und FP&Ouml; (25,7%) hat sich nur etwas zu Gunsten der FP&Ouml; verschoben. Auf der anderen Seite gab es eine Verschiebung im links-liberalen Lager weg von den Gr&uuml;nen und der SP&Ouml; zur stark auftrumpfenden KP&Ouml;. F&uuml;r die beiden &bdquo;gro&szlig;en&ldquo; Parteien im Land &ndash; &Ouml;VP und SP&Ouml; &ndash; wird dies zu betr&auml;chtlichem Kopfzerbrechen f&uuml;hren.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/overton-magazin.de\/top-story\/donnerschlag-in-salzburg-kommunisten-ueberholen-die-gruenen\/\">Overton Magazin<\/a>\n<p>dazu: <strong>So sehen Sieger aus<\/strong><br>\nHistorischer Erfolg f&uuml;r KP&Ouml; plus in Salzburg: Nach 74 Jahren Wiedereinzug in den Landtag. Kampagne mit kommunaler Sozialpolitik.<br>\nBei den Landtagswahlen im &ouml;sterreichischen Bundesland Salzburg war die KP&Ouml; plus der gro&szlig;e Sieger. Sie zog mit 11,7 Prozent der W&auml;hlerstimmen in den Landtag ein. Es ist das beste Ergebnis der Kommunistischen Partei &Ouml;sterreichs auf Landes- und Bundesebene in ihrer Geschichte. (&hellip;) Sie bekommt mit ihrem Ergebnis vier Sitze im Landtag, in dem sie nach 74 Jahren wieder einzieht. Salzburg ist das zweite Bundesland, in dem die KP&Ouml; im Landesparlament erneut vertreten ist. 2005 zog die KP&Ouml; bereits in der Steiermark ebenfalls mit vier Mandaten in den Landtag ein. Seither ging ihr Wachstum in der steirischen Landeshauptstadt Graz weiter, wo sie seit 2021 mit Elke Kahr die B&uuml;rgermeisterin stellt. Durch das historische Wahlergebnis &uuml;berholte die KP&Ouml; plus sogar die Gr&uuml;nen und zieht als viertst&auml;rkste Fraktion im neuen Landtag ein. Die KP&Ouml; plus ist in Salzburg eine Plattform, zur kommunistischen Partei stie&szlig; nach 2017 die ehemalige Gr&uuml;ne Jugend hinzu. Diese hatte sich von der Mutterpartei getrennt und sich als Junge Linke neuformiert. Die KP&Ouml; &auml;nderte ihren Namen in KP&Ouml; plus. Ihr Spitzenkandidat Kay-Michael Dankl war einst Bundessprecher der Gr&uuml;nen Jugend. Im Wahlkampf setzte er ganz auf das Thema bezahlbares Wohnen, denn Salzburg ist eine der teuersten St&auml;dte. Besonders die Mieten sind durch verfehlte Politik und Immobilienspekulation enorm gestiegen (&hellip;) Neben der Themensetzung war es der Spitzenkandidat, der die W&auml;hler &uuml;berzeugte. Das Ausma&szlig; des Wahlerfolgs wird am Ergebnis der Stadt Salzburg ersichtlich: Dort gewann die Partei 20,6 Prozentpunkte dazu und wurde mit 21,8 Prozent nur knapp Zweite hinter der &Ouml;VP, die gerade einmal 2,6 Prozentpunkte mehr Stimmen erhielt. (&hellip;) Die Stimmenzugewinne der KP&Ouml; plus kamen zu gleichen Teilen von SP&Ouml; und Gr&uuml;nen, etwas weniger von den Nichtw&auml;hlern. (&hellip;) Mit einem rein auf kommunale Sozialpolitik zugeschnittenen Wahlprogramm konnte die KP&Ouml; in beiden Landeshauptst&auml;dten auch aus dem b&uuml;rgerlichen Lager hinzugewinnen: Etwa 30 Prozent der KP&Ouml;-W&auml;hler vom Sonntag machten 2018 ihr Kreuz noch bei &Ouml;VP, FP&Ouml; und liberalen Neos.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.jungewelt.de\/artikel\/449591.wahlergebnis-so-sehen-sieger-aus.html\">junge Welt<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>R&uuml;stungstreiber Europa (II)<\/strong><br>\nDie Staaten Europas haben ihre Milit&auml;rausgaben im vergangenen Jahr st&auml;rker gesteigert als jeder andere Kontinent. Damit waren sie treibende Kraft beim Anstieg der Aufwendungen f&uuml;r die Streitkr&auml;fte weltweit auf rund 2,2 Prozent der globalen Wirtschaftsleistung: 2,24 Billionen US-Dollar. Der Anstieg in Europa erreichte gut 13 Prozent (inflationsbereinigt), w&auml;hrend etwa Afrika, Lateinamerika und S&uuml;dostasien R&uuml;ckg&auml;nge bei ihren Milit&auml;rausgaben verzeichneten. Das geht aus einer gestern publizierten Studie des Stockholmer Forschungsinstituts SIPRI hervor. Das Papier belegt zudem, dass der Anstieg zwar durch den Ukraine-Krieg beschleunigt, aber nicht durch ihn verursacht wurde; vielmehr vollzieht er sich bereits seit geraumer Zeit und l&auml;sst sich mit den eskalierenden Machtk&auml;mpfen des Westens gegen Russland und gegen China in Verbindung bringen. Dabei best&auml;tigt die aktuelle Studie eine fr&uuml;here, die SIPRI schon im M&auml;rz ver&ouml;ffentlicht hat; diese zeigt, dass einem starken R&uuml;ckgang der Gro&szlig;waffenimporte etwa in Afrika oder S&uuml;damerika ein massiver Anstieg in Europa gegen&uuml;berstand. Die Ukraine fordert noch mehr und dringt auf Waffenlieferungen im Wert von einer halben Billion Euro.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.german-foreign-policy.com\/news\/detail\/9221\">German Foreign Policy <\/a>\n<p>dazu: <strong>Weltmeisterlich: SIPRI-R&uuml;stungsbericht<\/strong><br>\nEuropa ist Weltmeister. Nein, nicht beim Wirtschaftswachstum, im Kampf gegen die Armut oder beim Niveau der Schulbildung; da sind jeweils andere l&auml;ngst vorbeigezogen. Eines aber hat der Kontinent im vergangenen Jahr geschafft: Nirgends sind die Aufwendungen f&uuml;r das Milit&auml;r 2022 so sehr in die H&ouml;he geschnellt wie hier. Weltweit nahmen sie nach Angaben des Stockholmer Forschungsinstituts SIPRI inflationsbereinigt um 3,7 Prozent zu. Europa aber brachte es auf einen Anstieg um 13 Prozent. Und h&auml;tte SIPRI nicht auch hier die Inflation herausgerechnet, die Zahlen w&auml;ren f&uuml;r den Kontinent, dessen Hauptmacht sich zu Werbezwecken immer noch gern mit Attributen wie &raquo;Frieden&laquo; und &auml;hnlichem schm&uuml;ckt, noch viel deutlicher ausgefallen. Im Ranking der Kontinente und Gro&szlig;regionen beim Anteil der Milit&auml;rausgaben am Bruttoinlandsprodukt liegt Europa zudem schon auf Platz zwei: 2,5 Prozent ihrer Wirtschaftsleistung wandte die L&auml;nder des Kontinents zuletzt f&uuml;r ihre Streitkr&auml;fte auf; einen h&ouml;heren Anteil gab es mit 3,9 Prozent nur im Nahen Osten. Nun l&auml;sst sich einwenden: Ma&szlig;geblicher R&uuml;stungstreiber war &ndash; klar &ndash; der Ukraine-Krieg, und der findet nun eben in Europa statt. Russland und die Ukraine haben f&uuml;r ihn jeweils ihre Milit&auml;rausgaben erheblich aufgestockt. In West- und Mitteleuropa fallen die Waffenlieferungen an die ukrainischen Streitkr&auml;fte ebenfalls sp&uuml;rbar ins Gewicht; zudem werden dort jeweils die nationalen Milit&auml;rausgaben dramatisch erh&ouml;ht. Nur: Zumindest der Idee nach ginge es auch anders. Als Ende M&auml;rz vergangenen Jahres eine Verhandlungsl&ouml;sung zwischen Kiew und Moskau in greifbarer N&auml;he schien, w&uuml;rgten die westlichen M&auml;chte sie ab. Sie legen jetzt auch Staaten wie Brasilien und China, die das Ende des Krieges vermitteln wollen, Steine in den Weg. Eine Verhandlungsl&ouml;sung k&ouml;nnte die Aufr&uuml;stungsspirale bremsen. Der Westen aber mag das nicht: Ihm geht es darum, Russland niederzuringen. Daf&uuml;r muss der Krieg weitergehen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.jungewelt.de\/artikel\/449626.weltmeisterlich.html\">junge Welt<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>Profiteure des Hungers, Gro&szlig;mutterm&ouml;rder und vorgespielte Moral<\/strong><br>\nHeute ist ein F&uuml;nftel (278 Millionen) der afrikanischen Bev&ouml;lkerung unterern&auml;hrt, und 55 Millionen Kinder unter f&uuml;nf Jahren auf dem Kontinent sind aufgrund von schwerer Unterern&auml;hrung in ihrer Entwicklung beeintr&auml;chtigt.<br>\nIm Jahr 2021 ergab eine Oxfam-&Uuml;berpr&uuml;fung der COVID-19-Kredite des IWF, dass 33 afrikanische L&auml;nder zu einer Sparpolitik ermutigt wurden. Oxfam und Development Finance International deckten au&szlig;erdem auf, dass 43 der 55 Mitgliedsstaaten der Afrikanischen Union in den n&auml;chsten Jahren mit K&uuml;rzungen der &ouml;ffentlichen Ausgaben in H&ouml;he von 183 Milliarden Dollar rechnen m&uuml;ssen.<br>\nInfolgedessen haben fast drei Viertel der afrikanischen Regierungen ihre Agrarhaushalte seit 2019 gek&uuml;rzt, und mehr als 20 Millionen Menschen sind von schwerem Hunger bedroht. Dar&uuml;ber hinaus m&uuml;ssen die &auml;rmsten L&auml;nder der Welt bis 2022 Schulden in H&ouml;he von 43 Milliarden Dollar zur&uuml;ckzahlen, mit denen sie sonst die Kosten f&uuml;r ihre Nahrungsmittelimporte decken k&ouml;nnten.<br>\nLetztes Jahr stellte die Gesch&auml;ftsf&uuml;hrerin von Oxfam International, Gabriela Bucher, fest, es bestehe die erschreckende Aussicht, dass allein im Jahr 2022 mehr als eine Viertelmilliarde Menschen in extreme Armut fallen w&uuml;rden. In diesem Jahr stieg die Lebensmittelinflation in den meisten afrikanischen L&auml;ndern im zweistelligen Bereich.<br>\nIm September 2022 litten weltweit etwa 345 Millionen Menschen unter akutem Hunger, eine Zahl, die sich seit 2019 mehr als verdoppelt hat. Dar&uuml;ber hinaus stirbt alle vier Sekunden ein Mensch an den Folgen des Hungers. Von 2019 bis 2022 ist die Zahl der unterern&auml;hrten Menschen um 150 Millionen gestiegen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/antikrieg.com\/aktuell\/2023_04_22_profiteuredeshungers.htm\">Antikrieg<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>Brutaler Diktator ist einer der besten Freunde des Westens<\/strong><br>\n&laquo;Westliche Werte&raquo; sind schnell vergessen, wenn ein Diktator Konzerne beg&uuml;nstigt und sich pro-westlich verh&auml;lt.<br>\nSein Machthunger ist unstillbar. Seit er vor &uuml;ber zwei Jahrzehnten Staatspr&auml;sident wurde, hat er die verfassungsm&auml;ssigen Amtszeitbeschr&auml;nkungen gelockert, die freie Presse ausgeschaltet und ist gegen Andersdenkende vorgegangen. Reporter mussten ins Exil oder wurden gar ermordet. Oppositionelle wurden inhaftiert oder gar tot aufgefunden. Sein Land ist zu einer Tyrannei verkommen.<br>\nAber dieser Diktator ist kein Paria wie Wladimir Putin in Russland oder Baschar al-Assad in Syrien. Vielmehr ist er einer der besten und zuverl&auml;ssigsten Freunde des Westens: Paul Kagame, Pr&auml;sident von Ruanda. Seit er 1994 an die Macht kam, steht Kagame in der Gunst des Westens. Er wurde von Universit&auml;ten wie Harvard, Yale und Oxford zu Vortr&auml;gen eingeladen, sogar zum Thema der Menschenrechte. Und er erntete viel Lob von prominenten Politikern wie Bill Clinton oder Tony Blair, sowie vom ehemaligen UNO-Generalsekret&auml;r Ban Ki-moon.<br>\nAber das ist noch nicht alles. Zu Kagames westlichen Freunden geh&ouml;rt die FIFA, die ihren Jahreskongress im M&auml;rz in einem prunkvollen Sportkomplex in Kigali abhielt. Aber auch die NBA (National Basketball Association) der USA, die ihre afrikanischen Ligaspiele in Ruanda abh&auml;lt. Europas gr&ouml;sster Autohersteller Volkswagen betreibt ein Montagewerk in Ruanda. Wichtige internationale Organisationen wie die Gates Foundation und das Weltwirtschaftsforum (WEF) sind enge Partner. Westliche Geber finanzieren satte 70 Prozent des ruandischen Staatshaushalts.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.infosperber.ch\/politik\/welt\/brutaler-diktator-ist-einer-der-besten-freunde-des-westens\/\">Infosperber<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>Chemie gegen die Presse<\/strong><br>\nFranz&ouml;sische Ordnungskr&auml;fte markieren mutma&szlig;liche Gewaltt&auml;ter mit einer chemischen Substanz. Nun ist auch ein Journalist unter den Festgenommenen. (&hellip;)<br>\nWas auf dem Gendarmerieposten geschah, erinnert ihn immer noch an einen schlechten Science-Fiction-Film. Mithilfe einer UV-Lampe machten die Beamten auf seiner rechten Hand einen kleinen Farbstreifen sichtbar. Ein Abstrich davon wurde &ndash; als Beweis oder zur Kontrolle? &ndash; zur weiteren &Uuml;berpr&uuml;fung in das Kriminalistiklabor gebracht. Cl&eacute;ment B. aber galt angeblich schon als &bdquo;&uuml;berf&uuml;hrt&ldquo;.<br>\nDenn die Markierungssubstand enth&auml;lt unter anderem, wie auch die menschliche DNA, Nukleotide und eine Kodierung, die bei jedem Einsatz wechselt. Das macht es, jedenfalls auf dem Papier, m&ouml;glich, Ort und Zeitpunkt zu bestimmen, an dem der betreffende Mensch markiert wurde. Cl&eacute;ment B. bestreitet laut seiner Anw&auml;ltin Chlo&euml; Chalot, bei der fraglichen Demo dabei gewesen zu sein. Wie der verr&auml;terische &bdquo;Tintenfleck&ldquo; auf seine Hand gelangen konnte, wei&szlig; er nicht.<br>\nDie Taktik bei Ordnungseins&auml;tzen gegen Demonstrationen und die Bewaffnung der Polizei und Gendarmerie &ndash; sie sind Teil der franz&ouml;sischen Streitkr&auml;fte &ndash; erregt Besorgnis beim Europarat und auch beim Umwelt-Sonderbeauftragten der UNO, Michel Frost. Er kritisierte nach den Ereignissen in Saint-Soline im Onlinemagazin Mediapart &bdquo;eine von einer immer virulenteren Rhetorik begleitete versch&auml;rfte Repression gegen Umweltbewegungen&ldquo;.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/taz.de\/Versammlungsfreiheit-in-Frankreich\/!5927789\/\">taz<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>Weiterbildung: Nicht einmal die H&auml;lfte der Betriebe tut genug<\/strong><br>\nMehr und bessere Weiterbildung zur Fachkr&auml;ftesicherung: Das steht in dieser Woche auf der Tagesordnung des Bundestags, wo am Freitag der Entwurf der Bundesregierung f&uuml;r ein Gesetz zur St&auml;rkung der Aus- und Weiterbildungsf&ouml;rderung beraten wird. F&uuml;r Betriebsr&auml;te ist Fort- und Weiterbildung ein Dauerthema. Schlie&szlig;lich sind Qualifikationen auf der H&ouml;he der Zeit entscheidend f&uuml;r die Besch&auml;ftigungschancen von Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern. Mitbestimmte Betriebe tun insgesamt mehr f&uuml;r die Qualifizierung ihrer Besch&auml;ftigten als solche ohne Mitbestimmung. Trotzdem halten zahlreiche Betriebsr&auml;te die Weiterbildungsanstrengungen ihrer Unternehmen nicht f&uuml;r ausreichend. Das ergibt eine neue Studie des Wirtschafts- und Sozialwissenschaftlichen Instituts (WSI) der Hans-B&ouml;ckler-Stiftung. In jedem zweiten Betrieb bem&uuml;ht sich der Arbeitgeber, die Besch&auml;ftigten f&uuml;r aktuelle Anforderungen zu qualifizieren, zeigt die Untersuchung, die auf einer Umfrage unter mehr als 2700 repr&auml;sentativ ausgew&auml;hlten Betriebsr&auml;ten basiert. Nur knapp 43 Prozent der Unternehmen betreiben laut Besch&auml;ftigtenvertreter*innen eine langfristige Planung der Qualifizierung, die strategisch darauf abzielt, die Besch&auml;ftigten auch fit zu machen f&uuml;r zuk&uuml;nftige Anforderungen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.boeckler.de\/de\/pressemitteilungen-2675-weiterbildung-nicht-einmal-die-halfte-der-betriebe-tut-genug-48904.htm\">Hans B&ouml;ckler Stiftung <\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>Kinderarmut: Im Dickicht der B&uuml;rokratie<\/strong><br>\nViele Familien mit geringem Einkommen h&auml;tten eigentlich Anspruch auf finanzielle Hilfe. Doch h&auml;ufig scheitern sie an b&uuml;rokratischen H&uuml;rden. Was l&auml;uft da falsch?<br>\nVon Wolfgang Wirtz-Nentwig, SR<br>\nJaqueline lebt in Saarbr&uuml;cken und hat drei S&ouml;hne: Der &auml;lteste ist 17, der j&uuml;ngste gerade eineinhalb Jahre alt. Sie hat lange im Pflegebereich gearbeitet, auch im K&uuml;chendienst. Finanziell war es immer eng, aber irgendwie ist sie &uuml;ber die Runden gekommen.<br>\nIm Corona-Lockdown verlor sie ihren Job, und da ihr j&uuml;ngster Sohn schon unterwegs war, hat sie auch keine neue Besch&auml;ftigung gefunden. Deshalb lebt sie mit ihren drei S&ouml;hnen vor&uuml;bergehend vom B&uuml;rgergeld. Und das ist trotz sparsamster Lebensf&uuml;hrung extrem knapp.<br>\nIn den letzten eineinhalb Wochen des Monats hat sie oft nur noch 60 Euro f&uuml;r die ganze Familie zur Verf&uuml;gung, sagt sie gegen&uuml;ber der ARD-Sendung Plusminus. &ldquo;Dann gibt es eben nur Milchreis oder Nudeln mit Tomatenso&szlig;e.&rdquo;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.tagesschau.de\/inland\/innenpolitik\/kindergrundsicherung-119.html\">tagesschau<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h15\"><\/a><strong>So unseri&ouml;s machen einige Kinderrechtsorganisationen f&uuml;r die Chatkontrolle mobil<\/strong><br>\nIn einer Anh&ouml;rung des Deutschen Bundestages fiel die Chatkontrolle vor wenigen Wochen bei allen Sachverst&auml;ndigen durch. Das passte einigen Kinderschutzorganisationen gar nicht. Sie schoben eine eigene Stellungnahme hinterher. Allerdings ist diese mit falschen und unbelegten Behauptungen gespickt. Eine Analyse. (&hellip;)<br>\nSo hei&szlig;t es in der Stellungnahme:<br>\nDie Ausleitung von entsprechendem Material oder Informationen erfolgt insofern immer in Kenntnis der Nutzenden, von einer verdeckten und\/oder anlasslosen Kontrolle kann daher keine Rede sein.<br>\nDiese Aussage ist falsch und irref&uuml;hrend. Sie vermischt die Informierung von &Uuml;berwachten und die Frage, ob die &Uuml;berwachung verdachtsunabh&auml;ngig, also anlasslos geschieht. Sollte die Chatkontrolle eingef&uuml;hrt werden, wissen die Nutzer:innen bei Nutzung eines Dienstes nur, dass Inhalte ausgeleitet werden k&ouml;nnten. Sind sie aber im Einzelfall betroffen, werden sie nicht dar&uuml;ber informiert. Gleichzeitig handelt es sich dabei um eine anlasslose Kontrolle, da die Inhalte aller Nutzer:innen gleicherma&szlig;en und ohne Anfangsverdacht kontrolliert werden. Ebendas versteht man klassischerweise unter anlassloser &Uuml;berwachung.<br>\nDie Stellungnahme versucht hier, die W&ouml;rter zu verdrehen, indem sie &bdquo;anlasslos&ldquo; auf den jeweiligen Kommunikationsdienst und dessen Risikobewertung m&uuml;nzt, nicht aber auf die ohne jeden Anfangsverdacht &uuml;berwachten Nutzer:innen. Au&szlig;erdem will die Stellungnahme an dieser Stelle suggerieren, dass nur bestimmte gef&auml;hrliche Dienste &uuml;berwacht werden w&uuml;rden. Tats&auml;chlich aber werden beliebte Messenger wie WhatsApp sowie Cloud-Speicher von Google &uuml;berwacht &ndash; und damit Millionen von Nutzer:innen. (&hellip;)<br>\nDass Teile der Kinderrechtsverb&auml;nde mit falschen Argumentationen und irref&uuml;hrenden Aussagen f&uuml;r die Chatkontrolle mobil machen, ist nicht neu. W&auml;hrend sich Organisationen wie der Deutsche Kinderschutzbund oder das Internationale Netzwerk f&uuml;r Kinderrechte f&uuml;r eine sachliche Debatte einsetzen, bleiben andere Verb&auml;nde in ihrer Blase gefangen. Das spiegelt sich auch bei Veranstaltungen wieder, bei denen bar jeder grundrechtlichen Bewertung Stimmung gemacht wird: f&uuml;r anlasslose &Uuml;berwachung und technische L&ouml;sungen als Allheilmittel.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/netzpolitik.org\/2023\/falsche-behauptungen-so-unserioes-machen-einige-kinderrechtsorganisationen-fuer-die-chatkontrolle-mobil\/\">netzpolitik.org<\/a><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. 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