{"id":96877,"date":"2023-04-27T08:31:13","date_gmt":"2023-04-27T06:31:13","guid":{"rendered":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=96877"},"modified":"2023-04-27T08:31:13","modified_gmt":"2023-04-27T06:31:13","slug":"hinweise-des-tages-4346","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=96877","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (AT)<br>\n<!--more--><br>\nWir weisen darauf hin, dass die jeweiligen Anbieter f&uuml;r die Barrierefreiheit ihrer Angebote selbst verantwortlich sind und es durchaus sein kann, dass der Zugang von zun&auml;chst freien Inhalten nach einer Zeit beschr&auml;nkt wird.<\/p><p>Hier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=96877#h01\">&ldquo;Pentagon-Leaks&rdquo;: US-Spionage gegen das Verteidigungsministerium?<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=96877#h02\">Amis d&uuml;rfen alles kaufen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=96877#h03\">Gasnetze in Gefahr: Betreiber drohen mit Stilllegung<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=96877#h04\">Vonovia verkauft 21.000 Wohneinheiten<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=96877#h05\">Zum Geschacher um die Kindergrundsicherung: Unw&uuml;rdig<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=96877#h06\">Der tiefere Grund aller Finanzkrisen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=96877#h07\">Streit um Regeln f&uuml;r Staatsschulden<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=96877#h08\">Ver.di und die Lohn-Preis-Spirale?<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=96877#h09\">Selenskyj: Ein europ&auml;ischer Held?<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=96877#h10\">Xi Jinping f&uuml;hrt Telefongespr&auml;ch mit Selenskyj<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=96877#h11\">Visa f&uuml;r falsche P&auml;sse oder: Frau Baerbock und das Recht<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=96877#h12\">Mehr Hilfe f&uuml;r die Ukraine, weniger f&uuml;r Entwicklungsl&auml;nder<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=96877#h13\">Wie westliche Sanktionen zur Verarmung der syrischen Bev&ouml;lkerung beitragen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=96877#h14\">Illegal besetzte Inseln (II)<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=96877#h15\">Ampel plant Vorratsdatenspeicherung durch die Hintert&uuml;r. Amtsrichter sollen &uuml;ber Beitr&auml;ge im Netz urteilen: Schweigen sch&uuml;tzt vor Datenklau<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Verantwortlich f&uuml;r die Richtigkeit der zitierten Texte sind die jeweiligen Quellen und nicht die NachDenkSeiten. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>&ldquo;Pentagon-Leaks&rdquo;: US-Spionage gegen das Verteidigungsministerium?<\/strong><br>\nEin streng geheimes Dokument aus den &ldquo;Pentagon-Leaks&rdquo; legt nahe, dass ein US-Geheimdienst das Bundesverteidigungsministerium ausspionierte.<br>\nEs ist ein unscheinbarer gelber Zettel, der die Spionage der USA gegen das Bundesverteidigungsministerium zu belegen scheint. Das Dokument, das der Wochenzeitung &ldquo;Die Zeit&rdquo; und dem ARD-Politikmagazin Kontraste vorliegt, stammt aus den sogenannten &ldquo;Pentagon-Leaks&rdquo;, einem Konvolut von US-Geheimdienstberichten, die im Internet kursieren und von einem 21-j&auml;hrigen US-Nationalgardisten ver&ouml;ffentlich worden sein sollen.<br>\n&ldquo;Das deutsche Verteidigungsministerium lehnt eine vertiefte Kooperation mit der Volksrepublik China ab, bis China transparenter wird&rdquo;, so die deutsche &Uuml;bersetzung der englischen &Uuml;berschrift eines Kurzberichts, der mit hoher Wahrscheinlichkeit von einem US-Geheimdienst stammt.<br>\nDie Meldung zum deutschen Verteidigungsministerium soll nach kurzer Zeit wieder aus dem Netz verschwunden sein. Kontraste und &ldquo;Die Zeit&rdquo; haben das Dokument ausgewertet und halten es f&uuml;r authentisch, eine abschlie&szlig;ende Best&auml;tigung der Echtheit ist jedoch nur US-Regierungsstellen m&ouml;glich. Eine Anfrage an den US-Geheimdienstkoordinator blieb zun&auml;chst unbeantwortet. Der mutma&szlig;liche Spionage-Fall besch&auml;ftigt nach Kontraste- und &ldquo;Zeit&rdquo;-Informationen inzwischen deutsche Sicherheitsbeh&ouml;rden.<br>\nBrisant an dem Dokument ist weniger der Inhalt als die Tatsache, dass die USA offenbar immer noch deutsche Regierungsstellen ausspionieren. Schon 2013 war im Rahmen der &ldquo;NSA-Aff&auml;re&rdquo; bekannt geworden, dass die USA in gro&szlig;em Stil in Deutschland abgeh&ouml;rt und mitgelesen haben.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.tagesschau.de\/investigativ\/kontraste\/pentagon-papiere-leaks-bundesverteidigungsministerium-100.html\">tagesschau<\/a>\n<p>dazu: <strong>US-Geheimdienste &uuml;berwachten wom&ouml;glich Bundesministerium<\/strong><br>\nMitarbeiter des Verteidigungsministeriums empfangen Chinesen zu Gespr&auml;chen &ndash; und die Amerikaner kennen alle Details. Werden deutsche Beh&ouml;rden gezielt ausgesp&auml;ht?<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.zeit.de\/politik\/2023-04\/pentagon-leaks-ueberwachung-bundesverteidigungsministerium\">Zeit Online<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>Amis d&uuml;rfen alles kaufen<\/strong><br>\nGr&ouml;&szlig;ter deutscher W&auml;rmepumpenhersteller wird von US-Konzern &uuml;bernommen &ndash; zur Freude von Robert Habeck.<br>\nMit dem Verbot neuer &Ouml;l- und Gasheizungen forciert die Bundesregierung den Einbau von W&auml;rmepumpen. Auf deren Hersteller warten lukrative Gesch&auml;fte. Die Branche steht vor dem Boom, und da verkauft der gr&ouml;&szlig;te Hersteller des Landes, das hessische Familienunternehmen Viessmann, seine Produktion an den US-amerikanischen Konzern Carrier Global. Die Klimasparte von Viessmann, zu der Heizungen und eben W&auml;rmepumpen geh&ouml;ren, soll laut Handelsblatt vom Mittwoch f&uuml;r mehr als zw&ouml;lf Milliarden US-Dollar den Besitzer wechseln. Das deutsche Unternehmen will damit sein Kerngesch&auml;ft abtreten, das Sch&auml;tzungen zufolge etwa 85 Prozent zum Umsatz beisteuert. Von den knapp 14.500 Besch&auml;ftigten sollen etwa 10.500 in den neuen Konzern wechseln. Wie viele von den &uuml;brigen in anderen Sparten von Viessmann verbleiben beziehungsweise ihren Arbeitsplatz verlieren, ist nicht bekannt. Betriebsbedingte K&uuml;ndigungen seien f&uuml;r drei Jahre ausgeschlossen und alle Standorte f&uuml;r f&uuml;nf Jahre gesichert, hie&szlig; es in einer Unternehmensmitteilung vom Mittwoch. Bundeswirtschaftsminister Robert Habeck (B&uuml;ndnis 90\/Die Gr&uuml;nen) begr&uuml;&szlig;te den geplanten Verkauf. Er zeige, &raquo;dass Klimaschutztechnologien die Technologien der Zukunft sind, deutsche Unternehmen viel Kapital anziehen, weiter leistungsf&auml;hig sind und der Markt f&uuml;r W&auml;rmepumpen so attraktiv ist, dass er Investitionen anzieht&laquo;, erkl&auml;rte Habeck am Mittwoch. Deutsche Unternehmen h&auml;tten die Technologie nach vorn gebracht und w&uuml;rden nun Werte und Wachstum schaffen. Gleichzeitig k&uuml;ndigte er an, das Gesch&auml;ft pr&uuml;fen lassen zu wollen. Wichtig sei, &raquo;dass die Vorteile unserer Energiepolitik und Gewinne, die damit erwirtschaftet werden, auch weiter dem Standort Deutschland zugutekommen&laquo;. Man werde die vorgesehenen Pr&uuml;fschritte machen und sich das alles anschauen. Prinzipielle Skepsis hat die Bundesregierung diesmal allerdings nicht. Schlie&szlig;lich soll das strategisch wichtige Unternehmen nicht an einen chinesischen Investor ver&auml;u&szlig;ert werden.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.jungewelt.de\/artikel\/449744.energiewende-amis-d%C3%BCrfen-alles-kaufen.html\">junge Welt<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>Gasnetze in Gefahr: Betreiber drohen mit Stilllegung<\/strong><br>\nDie neuen Vorgaben f&uuml;r das Heizen im Rahmen des Geb&auml;udeenergiegesetzes werden auch Auswirkungen auf die Erdgasnetze haben. Dann vor allem, wenn immer mehr Wasserstoff vorgeschrieben wird. Ein Energietr&auml;ger, den bislang auch kaum Heizungen vertragen.<br>\nJetzt noch schnell eine neue Gasheizung kaufen, bevor 2024 das Einbauverbot kommt? Experten halten das f&uuml;r keine gute Idee. Zwar d&uuml;rfen Alt-Anlagen theoretisch noch bis 2045 weiterlaufen, aber ihnen droht eine Umr&uuml;stung von Erdgas auf Wasserstoff. Au&szlig;erdem denken viele Kommunen &uuml;ber einen Ausstieg aus dem Gasnetz nach, wenn die Umstellung zu teuer wird und die Zahl der Kunden schrumpft.<br>\nEs ist schwer vorstellbar, dass die Gasnetze, die heute mit einem zweistelligen Milliardenbetrag bewertet werden, bald schon zu Investitionsruinen und gr&ouml;&szlig;tenteils abgestellt werden. Doch genau darauf l&auml;uft es hinaus, wenn das Geb&auml;udeenergiegesetz (GEG) der Ampel-Koalition umgesetzt wird in Bezug auf die geforderte Umstellung von Erdgas auf Wasserstoff. F&uuml;r den Verband Kommunaler Unternehmen (VKU) geht die Umstellung viel zu schnell, n&auml;mlich zehn Jahre fr&uuml;her als zun&auml;chst vorgesehen. Ab 2035 sind jetzt wenigsten 65 Prozent Wasserstoff vorgeschrieben, der heute noch nicht lieferbar ist.<br>\nNachr&uuml;stung von Altger&auml;ten auf hohen Wasserstoff-Verbrauch nicht m&ouml;glich<br>\nAuch Heizger&auml;te, die einen so hohen Anteil an Wasserstoff vertragen, gibt es noch nicht. Die bisherigen Heizungen, die als &ldquo;H2 ready&rdquo; (fit f&uuml;r Wasserstoff) verkauft werden, vertragen je nach Hersteller eine Beimischung von maximal 20 oder 30 Prozent, k&ouml;nnen aber nicht mehrheitlich damit betrieben werden. Der Hersteller Viessmann sieht sich dazu in der Lage, solche Ger&auml;te zu bauen, hat aber bislang auch nur Prototypen am Start.<br>\nAu&szlig;erdem m&uuml;ssten daf&uuml;r rund sieben Milliarden Euro zus&auml;tzlich allein in die Verteilnetze investiert werden und neue Ferngasleitungen f&uuml;r Wasserstoff verlegt werden. Diese Gasnetzkosten w&uuml;rden sich im Zuge der Heizwende und dem Einsatz von W&auml;rmepumpen auf immer weniger Haushalte verteilen. Den &uuml;brigen Gaskunden drohen damit unbezahlbare Netzentgelte.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.br.de\/nachrichten\/wirtschaft\/gasnetze-in-gefahr-betreiber-drohen-mit-stilllegung,TcLs54q\">BR24<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>Vonovia verkauft 21.000 Wohneinheiten<\/strong><br>\nDer Wohnimmobilien-Konzern Vonovia verkauft seine Beteiligung an einem Immobilienportfolio und will in diesem Jahr noch mehr Wohnungen ver&auml;u&szlig;ern. Mit dem Geld will der Konzern seine Schulden tilgen.<br>\nDeutschlands gr&ouml;&szlig;ter Wohnimmobilien-Konzern Vonovia ver&auml;u&szlig;ert seine Beteiligung an dem S&uuml;dewo-Portfolio. F&uuml;r eine Milliarde Euro sollen mehr als 21.000 Wohneinheiten in Baden-W&uuml;rttemberg den Besitzer wechseln. Das teilte der DAX-Konzern mit. Die Transaktion bewerte das gesamte S&uuml;dewo-Portfolio mit 3,3 Milliarden Euro, Vonovia h&auml;lt lediglich einen Minderheitsanteil.<br>\nBis Ende Mai soll der K&auml;ufer, eine von Apollo verwaltete Gesellschaft, den Anteil von Vonovia &uuml;bernommen haben. Bis zur &Uuml;bernahme m&uuml;ssen noch rechtliche Fragen gekl&auml;rt werden &ndash; so m&uuml;sse beispielsweise noch eine kartellrechtliche Freigabe erfolgen. Vonovia habe eine langfristige Option zum R&uuml;ckkauf der Beteiligung, m&uuml;sse diese aber nicht aus&uuml;ben. Trotz des Verkaufs werde Vonovia die Wohneinheiten weiterhin kontrollieren, bewirtschaften und konsolidieren.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.tagesschau.de\/wirtschaft\/unternehmen\/vonovia-128.html\">tagesschau<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>Zum Geschacher um die Kindergrundsicherung: Unw&uuml;rdig<\/strong><br>\nJedes f&uuml;nfte Kind in Deutschland w&auml;chst in Armut auf. F&uuml;r sie und viele weitere Familien w&auml;re eine Kindergrundsicherung nicht nur eine finanzielle Hilfe. Sie g&auml;be ihnen auch etwas W&uuml;rde zur&uuml;ck. Geldleistungen w&uuml;rden ausgeweitet, b&uuml;rokratische H&uuml;rden beseitigt, die heute dazu f&uuml;hren, dass viele Leistungen nicht abgerufen werden, da sie vielen nicht bekannt sind. F&uuml;r 2025 hat Familienministerin Lisa Paus einen Bedarf von zw&ouml;lf Milliarden Euro im Bundeshaushalt angemeldet. Dar&uuml;ber ist ein uns&auml;gliches Geschacher in der Ampel entstanden. Mit diesem Zeitspiel ist die im Koalitionsvertrag vereinbarte Einf&uuml;hrung einer Kindergrundsicherung fast nicht mehr umsetzbar. Die Debatte setzt dabei an der ideologischen Vorbereitung der Hartz-Gesetze an: Arme Menschen sind selbst schuld, faul und versaufen ihr Geld. Ganz perfide macht es die &bdquo;Tagesschau&ldquo;. In einem Beitrag l&auml;sst sie einen Jugendlichen zu Wort kommen, der in der Jungendhilfe aufwuchs. In die Schule m&uuml;sse investiert werden, da dort der Staat kontrollieren kann, was mit seinem Geld passiert: &bdquo;Was in einer Familie, wo den Eltern das Geld einfach nur ausgezahlt wird, nicht der Fall ist.&ldquo; Es braucht Investitionen in die maroden Schulen und mehr Lehrer. Und nat&uuml;rlich gibt es Familien, die mit sich und der Erziehung &uuml;berfordert sind. Die Mehrzahl der drei Millionen armen Kinder w&auml;chst aber bei alleinerziehenden Eltern auf. Gerade alleinerziehende M&uuml;tter sind arm. Sie arbeiten in Teilzeit, damit noch Zeit f&uuml;r die Kinder bleibt &ndash; und kommen dennoch nicht &uuml;ber die Runden. Auch das vorliegende Verhandlungsergebnis f&uuml;r den &ouml;ffentlichen Dienst wird ihre Lage kaum verbessern. (&hellip;) Und die Preise werden weiter erh&ouml;ht. Merke: Wenn &bdquo;W&uuml;rde&ldquo; in diesem Land etwas kostet, dann geh&ouml;rt sie nicht zu &bdquo;unseren Werten&ldquo;. Das Geld wird gebraucht, diese weltweit zu verteidigen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.unsere-zeit.de\/unwuerdig-2-4779487\/%20\">Bj&ouml;rn Blach in unsere zeit<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Der tiefere Grund aller Finanzkrisen<\/strong><br>\nDie chronische Ungleichheit macht, dass wir immer mehr Ressourcen im Kampf um &ndash; letztlich fiktive &ndash; Finanzverm&ouml;gen verschleudern.<br>\nDas ganze Realkapital der Schweiz &ndash; H&auml;user, Fabriken, Stra&szlig;en, Maschinen &ndash; hat einen Wert von rund 1800 Milliarden Franken. Soviel w&uuml;rde es kosten, alles zu Marktpreisen neu herzustellen. W&auml;re dieser Kapitalstock mit Aktien und Obligationen mit Bankkrediten, Anleihen und Aktien finanziert worden, h&auml;tten wir entsprechende Finanzverm&ouml;gen von ebenfalls 1800 Milliarden.<br>\nIn Wirklichkeit sind aber allein die Verm&ouml;gen der Schweizer Haushalte mit 5400 Milliarden etwa dreimal so gro&szlig; oder machen rund das Siebenfache des j&auml;hrlichen Bruttoinlandsprodukts (BIP) aus. Und diese Diskrepanz wird immer gr&ouml;&szlig;er: In den letzten zehn Jahren ist das BIP um j&auml;hrlich rund neun Milliarden gewachsen, die Finanzverm&ouml;gen um 170 Milliarden Franken &ndash; pro Jahr.<br>\nWeltweit bietet sich ein &auml;hnliches Bild: Laut der Firma McKinsey hat sich das globale Finanzverm&ouml;gen seit dem Jahr 2000 verdreifacht und bel&auml;uft sich aktuell auf 1540 Billionen Dollar &ndash; rund das 14-fache des globalen BIP von 112 Billionen.<br>\nAnders als McKinsey sagt, bedeutet das aber nicht, dass die Schweiz oder die Welt immer reicher &ndash; &bdquo;wealthier&ldquo; &ndash; wird. Im Gegenteil: Das hei&szlig;t, dass wir einen immer gr&ouml;&szlig;eren Teil unserer Produktionskraft darauf verschwenden, um diese 1.540.000 Milliarden zu verwalten, damit zu spekulieren und sie umzuschichten. Sinnbild daf&uuml;r sind die riesigen &bdquo;Trading-Floors&ldquo;, in denen Hunderte von H&auml;ndlern damit besch&auml;ftigt sind, Wertschriften weltweit zu verschieben. F&uuml;r sie g&auml;be es n&uuml;tzlichere Besch&auml;ftigungen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/makroskop.eu\/14-2023\/der-tiefere-grund-aller-finanzkrisen\/\">Werner Vontobel auf Makroskop<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Streit um Regeln f&uuml;r Staatsschulden<\/strong><br>\nDie EU-Kommission will kein blo&szlig;es Spardiktat mehr. Sie hat am Mittwoch eine Reform angesto&szlig;en &ndash; mit der viele Regierungen unzufrieden sein d&uuml;rften<br>\nAllerdings f&auml;llt die Reform, die die EU-Beh&ouml;rde nach langem Z&ouml;gern vorgelegt hat, insgesamt bescheiden aus. An den sogenannten Maastricht-Kriterien will Br&uuml;ssel festhalten: Die 3-Prozent-Grenze f&uuml;r das laufende Budgetdefizit soll ebenso bleiben wie das 60-Prozent-Limit f&uuml;r die Gesamtverschuldung.<br>\nSelbst Deutschland rei&szlig;t diese Zielmarken. 2023 d&uuml;rfte das Budgetdefizit nach Sch&auml;tzungen des Instituts der Deutschen Wirtschaft bei 3,4 Prozent des Bruttoinlandsprodukts liegen, der Schuldenstand bei &uuml;ber 67 Prozent. Dabei sind die neuen, milliardenschweren Sonderverm&ouml;gen nicht einmal mitgerechnet.<br>\nDoch eine Streichung der Maastricht-Kriterien, wie sie Frankreich gefordert hatte, ist auf EU-Ebene ebenso wenig durchsetzbar wie eine Lockerung. Stattdessen soll es mehr Spielraum beim Schuldenabbau geben.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/taz.de\/!5930780\/\">Eric Bonse in der taz<\/a>\n<p>dazu: <strong>Lindner lehnt Vorschl&auml;ge f&uuml;r neue EU-Schuldenregeln ab<\/strong><br>\nDie von der EU-Kommission vorgelegten Reformvorschl&auml;ge f&uuml;r die europ&auml;ischen Schuldenregeln sind aus Sicht der Bundesregierung nicht ausreichend. &ldquo;Das, was vorgelegt ist, entspricht noch nicht unseren Erwartungen&rdquo;, sagte Finanzminister Christian Lindner. Es brauche noch deutliche Anpassungen, um zu wirklich verl&auml;sslichen, transparenten und verbindlichen Regeln zu kommen. &ldquo;Aber immerhin sind Ansatzpunkte im Vorschlag der Kommission erkennbar, die eine weitere Debatte lohnenswert erscheinen lassen. Das gilt es nun im Rahmen der Gespr&auml;che auszuloten und darauf aufzubauen&rdquo;, sagte der FDP-Politiker.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.n-tv.de\/politik\/Lindner-lehnt-Vorschlaege-fuer-neue-EU-Schuldenregeln-ab-article24081996.html\">n-tv<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>Ver.di und die Lohn-Preis-Spirale?<\/strong><br>\nNach langen Verhandlungen und einer erheblichen Streikanstrengung der Gewerkschaften ist es bei den Bundes- und Kommunalbediensteten zu einer Tarifeinigung gekommen. &bdquo;Das ist eine nachhaltige Steigerung der Einkommen, die beachtlich ist.&ldquo;, hei&szlig;t es von Seiten der Dienstleistungsgewerkschaft, w&auml;hrend von vielen Volkswirten (so im Handelsblatt) vor den inflation&auml;ren Gefahren des Abschlusses, der ber&uuml;hmten Lohn-Preis-Spirale, gewarnt wird. Doch wie hoch ist der Abschluss tats&auml;chlich?<br>\nDie Gewerkschaften hatten im Durchschnitt &uuml;ber 10 Prozent f&uuml;r 12 Monate gefordert. Wieviel es jetzt geworden ist, l&auml;sst sich aufgrund von Einmalzahlungen und Festbetr&auml;gen nicht pauschal sagen. Wir haben die bekannt gewordenen Details des Abschlusses f&uuml;r zwei verschiedene fiktive Gehaltsstufen zusammengestellt und so die jahresdurchschnittlichen Zuwachsraten berechnet (siehe Tabelle). Wichtig ist bei diesem Abschluss, die Netto- und die Bruttoergebnisse separat zu betrachten, weil die Einmalzahlungen von Steuern und Sozialabgaben als Entlastungsangebot des Staates f&uuml;r Arbeitgeber (also auch f&uuml;r ihn selbst in dieser Funktion) befreit werden, wie das schon f&uuml;r &auml;hnlich gelagerte Abschl&uuml;sse in der Privatwirtschaft gilt.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.relevante-oekonomik.com\/2023\/04\/25\/ver-di-und-die-lohn-preis-spirale\/\">Heiner Flassbeck und Friederike Spiecker auf Relevante &Ouml;konomik<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>Selenskyj: Ein europ&auml;ischer Held?<\/strong><br>\nIn einigen Tagen erh&auml;lt ein gro&szlig;er Mann, der sich f&uuml;r ein friedliches Europa verdient gemacht hat, den Karlspreis: Wolodymyr Selenskyj.<br>\nAuf Hollywood ist kein Verlass: Bei der Verleihung des Academy Awards bekam der ukrainische Pr&auml;sident einfach keine Live-Schalte gew&auml;hrt. Man wollte die Oscars unpolitischer &uuml;ber die B&uuml;hne bringen als in den letzten Jahren. Wom&ouml;glich hatte die Akademie erkannt, dass die schlechten Einschaltquoten der letzten Preisverleihungen, urs&auml;chlich in der Politisierung der Zeremonie zu suchen sei. Der Schauspieler Sean Penn drohte gar mit R&uuml;ckgabe seiner Goldjungen, weil der ukrainische Pr&auml;sident nicht sprechen durfte: Einen Oscar hatte er seinem Freund Selenskyj aber schon vor Monaten medienwirksam &uuml;berbracht.<br>\nAnders Deutschland: Da inszeniert man den Kriegsf&uuml;rsten regelm&auml;&szlig;ig. Zuletzt bei der Berlinale. Tr&auml;nen der Ergriffenheit inklusive. Sean Penn war dabei &ndash; und selig. Und nun also das: Selenskyj wird Mitte Mai der Karlspreis zu Aachen verliehen. Und Sean Penn muss gar nicht vorbeischauen, denn es kommen die ganz gro&szlig;en Chargen des zeitgen&ouml;ssischen Niedergangs: Bundeskanzler Olaf Scholz soll Laudator sein. Ihm zur Seite gestellt wird Ursula von der Leyen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/overton-magazin.de\/hintergrund\/kultur\/selenskyj-ein-europaeischer-held\/\">Overton Magazin<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>Xi Jinping f&uuml;hrt Telefongespr&auml;ch mit Selenskyj<\/strong><br>\nDer chinesische Staatspr&auml;sident Xi Jinping hat am Mittwochnachmittag wie vereinbart mit dem ukrainischen Pr&auml;sidenten Wolodymyr Selenskyj ein Telefongespr&auml;ch gef&uuml;hrt. Dabei haben beide Staatsoberh&auml;upter Meinungen &uuml;ber die bilateralen Beziehungen sowie &uuml;ber die Ukraine-Krise ausgetauscht.<br>\nXi Jinping betonte, die gegenseitige Respektierung der Souver&auml;nit&auml;t und territorialen Integrit&auml;t sei die politische Grundlage der chinesisch-ukrainischen Beziehungen. Beide Seiten sollten sich auf die Zukunft konzentrieren, aus langfristiger Perspektive die bilateralen Beziehungen betrachten und behandeln, die Tradition des gegenseitigen Respekts und des aufrichtigen Miteinanders fortsetzen und die Entwicklung der strategischen Partnerschaft zwischen beiden L&auml;ndern vorantreiben.<br>\nWeiter sagte er, China stehe in der Ukraine-Krise immer auf der Seite des Friedens. Chinas Kernposition sei es, Frieden und Verhandlungen zu f&ouml;rdern. Als st&auml;ndiges Mitglied des Weltsicherheitsrats und ein verantwortungsvolles gro&szlig;es Land werde China weder unt&auml;tig zusehen noch &Ouml;l ins Feuer gie&szlig;en, geschweige denn Profitaktivit&auml;ten betreiben.<br>\nDialog und Verhandlungen seien der einzige m&ouml;gliche Ausweg. Im Atomkrieg gebe es keine Gewinner, so Xi Jinping weiter. Beim Umgang mit der Atomfrage sollten alle Beteiligten Ruhe und Zur&uuml;ckhaltung &uuml;ben. Gegenw&auml;rtig n&auml;hmen das rationale Denken und die vern&uuml;nftigen Stimmen aller Parteien zu. Man sollte diese Gelegenheit ergreifen, um g&uuml;nstige Bedingungen f&uuml;r eine politische L&ouml;sung der Krise zu schaffen.<br>\nChina hoffe, dass alle Beteiligten tief &uuml;ber die Krise nachdenken und durch Dialog einen Weg zu langfristigem Frieden und dauerhafter Stabilit&auml;t in Europa suchen. China werde weiterhin Frieden und Gespr&auml;che f&ouml;rdern und seine eigenen Beitr&auml;ge zur m&ouml;glichst baldigen Feuereinstellung und Wiederherstellung des Friedens leisten.<br>\nWeiter teilte Xi Jinping mit, China werde einen Regierungssonderbeauftragten f&uuml;r eurasische Angelegenheiten zu Besuchen in der Ukraine und in anderen L&auml;ndern entsenden, um mit den verschiedenen Parteien eingehend &uuml;ber eine politische L&ouml;sung der Ukraine-Krise zu diskutieren.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/german.cri.cn\/2023\/04\/26\/ARTILAAFNZNEL9lEwdhTmUDM230426.shtml\">CRI online<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Christian Reimann:<\/strong> Warum ergreift die deutsche Bundesregierung nicht &auml;hnliche diplomatische Initiativen f&uuml;r Frieden in der Ukraine?<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>Visa f&uuml;r falsche P&auml;sse oder: Frau Baerbock und das Recht<\/strong><br>\nSchon in der Befragung von Bundesau&szlig;enministerin Annalena Baerbock durch den Bundestag ging es um die Erteilung von Visa f&uuml;r Inhaber gef&auml;lschter P&auml;sse. Baerbock hatte ausweichend geantwortet und verklausuliert best&auml;tigt. Nun sind weitere Details bekannt. (&hellip;)<br>\nDie Antwort Baerbocks beinhaltete zwar auch Bemerkungen wie &ldquo;Wir beteiligen uns an nichts, was nicht legal w&auml;re&rdquo;, eine Berufung auf das Grundgesetz und die Behauptung: &ldquo;Dann haben wir den Hinweis bekommen, (&hellip;) dass es zu F&auml;lschungen kommen k&ouml;nnte. Daraufhin haben wir, das Ausw&auml;rtige Amt zusammen mit dem Innenministerium, das Aufnahmeprogramm unverz&uuml;glich gestoppt.&rdquo; Aber es gab auch andere S&auml;tze, die nahelegen, dass es eben nicht mit rechten Dingen zugeht:<br>\n&ldquo;Und deswegen habe ich mit den Pakistani eine Vereinbarung getroffen, dass Menschen &uuml;ber ihre Grenze kommen k&ouml;nnen, auch wenn sie keine P&auml;sse haben, weil P&auml;sse dort nicht ausgestellt werden. Wir k&ouml;nnen alle froh sein, dass wir Reisep&auml;sse haben k&ouml;nnen, um zu reisen. Das funktioniert da nicht. Und deswegen haben wir daf&uuml;r gesorgt, dass Frauen und Kinder, insbesondere solche, oder Anw&auml;ltinnen, Rechtsanw&auml;ltinnen, schnellstm&ouml;glich aus Pakistan rauskommen k&ouml;nnen.&rdquo;<br>\nBei genauer Betrachtung beinhalten diese S&auml;tze eine Best&auml;tigung, dass gef&auml;lschte P&auml;sse akzeptiert werden. Baerbock, die damit belegt hat, dass sie um die Mail an Islamabad wusste, wirft allerdings mit ihrem Verweis auf humanit&auml;re Grunds&auml;tze eine Nebelgranate &ndash; Mohammed Ali G., um den es in dieser Mail ging, ist weder Frau noch Kind und schon gar nicht Rechtsanw&auml;ltin.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/test.rtde.tech\/meinung\/168505-visa-fuer-falsche-paesse-oder-frau-baerbock-und-das-recht\/\">Dagmar Henn in RT DE<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Christian Reimann:<\/strong> Interessant dazu ist <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=96836\">Prechts Baerbock-Kritik &ndash; durchaus h&ouml;renswert<\/a>.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>Mehr Hilfe f&uuml;r die Ukraine, weniger f&uuml;r Entwicklungsl&auml;nder<\/strong><br>\nDie Entwicklungshilfe des Westens sei h&ouml;her als je, wird behauptet. Doch effektiv nimmt sie ab &ndash; auch jene der Schweiz.<br>\nDie Entwicklungshilfe der reichen L&auml;nder sei auf den h&ouml;chsten je erreichten Stand gestiegen, meldete j&uuml;ngst die Organisation f&uuml;r wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung OECD.  Mit 204 Milliarden US-Dollar sei 2022 erstmals die Marke von 200 Milliarden US-Dollar &uuml;bertroffen worden. Auch gemessen an der Wirtschaftsleistung der Geberl&auml;nder sei mit dem Anteil von 0,36 Prozent ein noch nie erreichtes Niveau erreicht worden. Die Schweiz weist mit 0,56 Prozent gemessen an der Wirtschaftsleistung ebenfalls einen neuen Rekordwert aus.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.infosperber.ch\/politik\/schweiz\/mehr-hilfe-fuer-die-ukraine-weniger-fuer-entwicklungslaender\/\">Infosperber<\/a>\n<p>dazu auch: <strong>Zur Hungerkatastrophe in Afrika: Wenn der Profit regiert<\/strong><br>\nVor einem Jahr verk&uuml;ndete Bundesau&szlig;enministerin Annalena Baerbock, dass Russland Hunger als Instrument im Ukrainekrieg einsetzte. So am 24. Juni, wo sie dem &bdquo;ZDF&ldquo; erkl&auml;rte, dass 345 Millionen Menschen weltweit hungerten, Russland nehme die ganze Welt als Geisel. Die Zahl der Hungernden wird seitdem noch gestiegen sein &ndash; das ist entsetzlich. Und das, obwohl sich Russland und die Ukraine in Verhandlungen auf ein Abkommen geeinigt haben, dass die Ausfuhr ukrainischen Getreides &uuml;ber Schiffskorridore im Schwarzen Meer trotz des Krieges erfolgen kann. Erm&ouml;glicht wird damit auch der Export russischen Getreides und russischer D&uuml;ngemittel, was &uuml;blicherweise im Wertewesten verschwiegen wird mitsamt der Tatsache, dass der Anteil Russlands am Kampf gegen den Hunger in der Welt h&ouml;her ist als der der Ukraine. (&hellip;)<br>\nIn den ersten 150 Tagen des Abkommens haben etwa 700 Getreideschiffe die Ukraine verlassen. Das mit Abstand wichtigste Ausfuhrprodukt &ndash; fast die H&auml;lfte der gesamten Exportmenge &ndash; war K&ouml;rnermais als Tierfutter. Weit weniger als ein Prozent der Gesamtlieferungen gingen an die afrikanischen L&auml;nder, in denen Menschen massenhaft hungern, wie &Auml;thiopien, Kenia, Sudan oder Somalia. Nun haben Ungarn, die Slowakei und Polen den Import von Getreide aus der Ukraine verboten. Nicht nur, weil das Getreide teilweise mit Pestiziden verseucht sei, sondern weil die heimische Landwirtschaft vor der Billigkonkurrenz gesch&uuml;tzt werden soll. Seit Beginn des Krieges wird ukrainisches Getreide zollfrei gehandelt. In vielen L&auml;ndern Afrikas hingegen zerst&ouml;rt die Politik der EU die Nahrungsmittelproduktion mit ihrer Billigkonkurrenz. Sie subventioniert den Export landwirtschaftlicher Produkte, so dass einheimische Erzeuger vom Markt verdr&auml;ngt werden. So wird die Abh&auml;ngigkeit von Lebensmittelimporten aus der EU f&uuml;r diese L&auml;nder bewusst gesteigert. Der Hunger auf der Welt hat also nicht viel mit dem Krieg in der Ukraine zu tun. Der Profit entscheidet dar&uuml;ber, wer wo hungert. Es mangelt weniger an der Produktion von Lebensmitteln als an der Absicht, sie denen zukommen zu lassen, die sie zum &Uuml;berleben brauchen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.unsere-zeit.de\/wenn-der-profit-regiert-4779489\/%20\">Werner Sarbok in unsere zeit<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>Wie westliche Sanktionen zur Verarmung der syrischen Bev&ouml;lkerung beitragen<\/strong><br>\nRegelm&auml;&szlig;ig besucht unser Autor seine Mutter in Syrien. Er kritisiert: Die westlichen Sanktionen gegen das Land treffen vor allem die Zivilbev&ouml;lkerung.<br>\nTrotz der Kriegsumst&auml;nde besuche ich meine Mutter in einem kleinen Dorf bei Latakia in Syrien zwei- bis dreimal im Jahr. Aufgrund der EU- und US-Sanktionen sind keine Fl&uuml;ge von Berlin zu den syrischen Flugh&auml;fen erlaubt. Deshalb fliege ich zun&auml;chst nach Beirut und nehme von dort jedes Mal die Autofahrt bis Latakia in Kauf. Der Weg war in den letzten drei Jahren nicht ungef&auml;hrlich. Proteste sowie schwere wirtschaftliche und politische Krisen halten den Libanon auf Trab.<br>\nIm letzten April des vorigen Jahres bin ich mit meinem Taxifahrer zwischen Beirut und Tripoli unerwartet in einen gewaltsamen Protest junger Libanesen geraten. Wir waren mit anderen Autos &uuml;ber eine Stunde von Reifenfeuern umzingelt. Wir hatten Angst und konnten uns nicht retten, bis eine Einheit der libanesischen Armee eintraf. Wenn ich Syrien besuche, verbringe ich die meiste Zeit mit meiner 86-j&auml;hrigen Mutter und mit der Organisation ihrer Versorgung.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.berliner-zeitung.de\/open-source\/politik-ausland-krieg-wie-westliche-sanktionen-zur-verarmung-der-syrischen-bevoelkerung-beitragen-li.337236\">Berliner Zeitung<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>Illegal besetzte Inseln (II)<\/strong><br>\nEurop&auml;ische Kolonialverbrechen im Indischen Ozean dauern 50 Jahre nach dem Ende der Massendeportation von den Chagos-Inseln heute vor 50 Jahren an. Zu diesem Ergebnis kommt die Menschenrechtsorganisation Human Rights Watch (HRW). Hintergrund der Vorw&uuml;rfe ist der US-Milit&auml;rst&uuml;tzpunkt auf Diego Garcia, einer der Chagos-Inseln mitten im Indischen Ozean, der sich in geostrategisch herausragender Lage befindet; auch die Bundeswehr hat ihn genutzt. Als die Vereinigten Staaten ihn in den 1960er Jahren zu errichten begannen, geh&ouml;rten die Chagos-Inseln noch zur britischen Kolonie Mauritius. Washington insistierte, London m&uuml;sse die Inseln unter seiner Kolonialherrschaft behalten und zudem ihre Bev&ouml;lkerung deportieren; nur so galt Diego Garcia den USA als sicher genug f&uuml;r einen der bedeutendsten Auslandsst&uuml;tzpunkte ihres Milit&auml;rs. Die Deportation der Bev&ouml;lkerung wird von HRW als crime against humanity eingestuft, das fortdauernde R&uuml;ckkehrverbot f&uuml;r sie als fortdauerndes Kolonialverbrechen. Londons bis heute bestehende Kolonialherrschaft &uuml;ber die Chagos-Inseln wird von der UN-Generalversammlung sowie zwei UN-Gerichtsh&ouml;fen als v&ouml;lkerrechtswidrig kritisiert.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.german-foreign-policy.com\/news\/detail\/9224%20\">German Foreign Policy <\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h15\"><\/a><strong>Ampel plant Vorratsdatenspeicherung durch die Hintert&uuml;r. Amtsrichter sollen &uuml;ber Beitr&auml;ge im Netz urteilen: Schweigen sch&uuml;tzt vor Datenklau<\/strong><br>\nEin Blick in die von der Ampel-Koalition am 12. April vorgestellten &bdquo;Eckpunkte zum Gesetz gegen digitale Gewalt&ldquo; macht anschaulich, wohin die Reise zum weiteren Abbau der Pers&ouml;nlichkeitsrechte gehen soll. Als ob es nicht schon genug Gesetze zur Aussp&auml;hung privater Daten durch Polizei und Geheimdienste g&auml;be, beklagt Buschmann das Fehlen eines &bdquo;effektiven Instruments zum Schutz vor notorischen Rechtsverletzern&ldquo; im digitalen Raum. (&hellip;)<br>\nUnter dem Deckmantel des &bdquo;Kampfs gegen Hasskriminalit&auml;t&ldquo; sollen private Nutzer in Zukunft die Befugnis erhalten, bei digitalen Dienstleistern wie Facebook, WhatsApp oder Twitter s&auml;mtliche Nutzerdaten von b&ouml;swilligen &bdquo;Inhalteverfassern&ldquo; zu erlangen und anschlie&szlig;end deren Accounts sperren zu lassen. Das Eckpunktepapier Buschmanns betont, dass es dabei nicht unbedingt um strafrechtliche relevante &Auml;u&szlig;erungen auf Internetplattformen geht, sondern um alles, was zu den &bdquo;allgemeinen Pers&ouml;nlichkeitsrechten&ldquo; geh&ouml;rt. Dazu z&auml;hlt das Justizministerium jeden &bdquo;wahrheitswidrigen Nutzerkommentar&ldquo;, Buschmann nennt als Beispiel die Restaurantkritik. Was konkret &bdquo;wahrheitswidrig&ldquo; ist, darf dann ein Amtsrichter entscheiden. Nach der aktuell g&auml;ngigen Lesart werden auch kritische Posts mit &bdquo;wahrheitswidrigen&ldquo; politischen Inhalten betroffen sein. Mit der Offenlegung ihrer privaten Daten und nachfolgender Accountsperre werden somit auch die Nutzer zu rechnen haben, die in Abrede stellen, dass Waffenlieferungen dem Frieden dienen oder behaupten, dass deutsche R&uuml;stungsfirmen trefflich vom Krieg profitieren. (&hellip;)<br>\nWird das wahr, k&ouml;nnten in Zukunft Organisationen wie die gr&uuml;ne &bdquo;Liberale Moderne&ldquo; (LibMod) auf breiter Front das Halali zur Hatz gegen Andersdenkende und Kriegsgegner vor den Zivilgerichten blasen. Der Deutsche Richterbund (DRB) will allerdings vorerst bei der Treibjagd nicht mitmachen: Der Gesetzentwurf sei reine &bdquo;Symbolpolitik&ldquo;, es fehle an einer dreistelligen Zahl von Richterstellen f&uuml;r solche Verfahren.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.unsere-zeit.de\/schweigen-schuetzt-vor-datenklau-4779548\/\">Ralf Hohmann in unsere zeit<\/a><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. 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