{"id":97001,"date":"2023-04-29T15:00:18","date_gmt":"2023-04-29T13:00:18","guid":{"rendered":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=97001"},"modified":"2023-04-30T03:47:53","modified_gmt":"2023-04-30T01:47:53","slug":"leserbriefe-zu-shadow-banning-facebook-laesst-die-nachdenkseiten-verschwinden","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=97001","title":{"rendered":"Leserbriefe zu \u201eShadow Banning \u2013 Facebook l\u00e4sst die NachDenkSeiten verschwinden\u201c"},"content":{"rendered":"<p><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=96765\">Hier<\/a> diskutiert Jens Berger &uuml;ber die &bdquo;Beschwerden von Facebook-Nutzern, die sich dar&uuml;ber wundern, dass Artikel der NachDenkSeiten in ihrem Feed nur noch selten oder gar nicht angezeigt werden&ldquo;. W&auml;hrend &bdquo;unsere Internetseite in den letzten Jahren kontinuierlich Leser&ldquo; gewinne, sinke die erzielte Reichweite auf Facebook ebenso kontinuierlich. Daf&uuml;r gebe &bdquo;es nur eine logische Erkl&auml;rung: Facebooks Algorithmen diskriminieren Inhalte der NachDenkSeiten&ldquo;. Die Gr&uuml;nde daf&uuml;r seien nicht offen einsehbar. Eine derartige systematische Diskriminierung stelle jedoch &bdquo;einen eklatanten Eingriff in die Informations- und Meinungsfreiheit dar&ldquo;. Abschlie&szlig;end erfolgt ein &bdquo;Tipp&ldquo;: &bdquo;Rufen Sie regelm&auml;&szlig;ig unsere Seite auf, um sich &uuml;ber neue interessante Inhalte zu informieren. Nur so verpassen Sie nichts.&ldquo; Wir haben hierzu interessante Leserbriefe erhalten. Danke. Hier ist eine Auswahl, zusammengestellt von <strong>Christian Reimann<\/strong>.<br>\n<!--more--><\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>1. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Lieber Herr Berger, <\/p><p>Es ist schon sehr lang, als es noch kein Facebook gab. Da organisierte ein Kollege einen&nbsp; deutschlandweiten, beruflichen IT-Arbeitskreis &uuml;ber LinkedIn. Nach kurzer Zeit merkte ich, es bringt nichts weiter, es hilft nur dem Organisator, sich wichtig zu machen. Und bin da raus. <\/p><p>Sp&auml;ter war ich zu Besuch bei einer befreundeten Familie auf dem Lande. Ganz weit weg, da wo noch die Ziegen durchs Dorf laufen. Deren Tochter arbeitete in einer Bank in den USA und sie wollten mir Bilder von ihr und ihrer neuen Heimat zeigen. Mit einem Fotoalbum hatte ich gerechnet, stattdessen wurde ein Computer angeworfen. Dieses M&auml;del hatte ihr gesamtes Privatleben bei Facebook eingestellt! Wie kann man nur so bescheuert sein. <\/p><p>Ich mache den Quatsch nicht, aus &Uuml;berzeugung. Und wenn sich einer beschwert, dass die NachDenkSeiten nicht bei Facebook zu sehen sind, kann ich nur sagen: Selber Schuld, dem ist nicht zu helfen. <\/p><p>Wozu gibt es die Webseite <\/p><p>www.nachdenkseiten.de <\/p><p>Damit bin ich bestens bedient, mehr brauche ich nicht. <\/p><p>Herzlichen Gru&szlig;,<br>\nRolf Henze<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>2. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Liebes NDS-Team,<br>\n&nbsp;<br>\ndieser Artikel ist f&uuml;r mich nur eine weitere Best&auml;tigung daf&uuml;r, eine Daten-Krake wie facebook komplett zu ignorieren, und deren Monopolstellung nicht auch noch durch meine freiwillige Bereitstellung meiner Daten zu unterst&uuml;tzen und zu f&ouml;rdern. Man k&ouml;nnte es auch Verweigerung nennen. Ja, ich verweigere facebook. Ich war noch nie bei facebook und werde es auch nie sein. Zudem habe ich WhatsApp seit der &Auml;nderung ihrer Datenschutzrichtlinien &ndash; vor drei Jahren glaube ich &ndash; den R&uuml;cken gekehrt. Ich brauche kein facebook um mit Menschen in Kontakt zu bleiben, und brauche auch kein faceboook, um Artikel der NDS zu finden. Die Nachdenkseiten und andere zahlreiche unabh&auml;ngige Medien geh&ouml;ren sowieso zu meiner t&auml;glichen Lekt&uuml;re. Digitales Leben und Informiertsein funktioniert also auch ohne den Marktf&uuml;hrer.<br>\n&nbsp;<br>\n&Uuml;brigens &ndash; ohne diesen Artikel h&auml;tte ich nie erfahren, dass facebook Euch mobbt; folglich h&auml;tte ich mich heute morgen auch nicht aufregen m&uuml;ssen :-)<br>\n&nbsp;<br>\nBleibt wie Ihr seid &ndash; bleibt systemrelevant!<br>\n&nbsp;<br>\nBeste Gr&uuml;&szlig;e<br>\nGert Greiner<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>3. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Sehr geehrter Herr Berger, liebe Freunde von den Nachdenkseiten, <\/p><p>als regelm&auml;&szlig;iger Verbreiter von kritischen Beitr&auml;gen von Nachdenkseiten, Infosperber etc. erkenne ich das an der Anzahl der &ldquo;Likes&rdquo; unschwer und unmittelbar. <\/p><p>Die kritischen Medien werden per Algorithmus zensiert. Damit es nicht ganz so auff&auml;llt, wird einigen Facebook-Freunden das Posting gezeigt. <\/p><p>Viele Gr&uuml;&szlig;e<br>\nUlrich Engelke<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>4. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Lieber Jens Berger,<\/p><p>sp&auml;testens seit den NSA-Leaks, Edward Snowden und der &Uuml;bernahme von Twitter durch Elon Musk sollte bekannt sein, dass die &ldquo;Big Five&rdquo; der US-Tech-Konzerne (Amazon, Apple, Google, Meta, Microsoft) unter Kontrolle der US-Geheimdienste stehen. Insofern kann es kaum &uuml;berraschen, dass abweichende und unerw&uuml;nschte Meinungen systematisch unterdr&uuml;ckt werden. Vielleicht liegt die gesunkene Reichweite der NDS auf Facebook aber wenigstens zum Teil auch daran, dass wirklich nachdenkende Menschen Facebook richtigerweise nicht mehr nutzen, ohne aber ihren Account und das FB-Abo der NDS zu l&ouml;schen. Was mich aber &uuml;berrascht, ist die Tatsache, dass in dem Beitrag zwar zu Recht kritisiert wird, dass Facebook Beitr&auml;ge unterdr&uuml;ckt, aber kein Wort dar&uuml;ber verloren wird, dass man &ldquo;soziale Medien&rdquo; wie Facebook &uuml;berhaupt nicht nutzen sollte, wenn einem a) die eigenen Daten und b) Freiheit und Demokratie wichtig sind. Wenn ich betrachte, dass die NDS ohne jedweden Warnhinweis auf Facebook, Twitter und YouTube verlinken, muss ich mich schon fragen, ob es Edward Snowden und den NSA-Skandal nicht gegeben hat? Die NDS, die sich f&uuml;r Aufkl&auml;rung und Demokratie engagieren, sollten sich daf&uuml;r einsetzen, dass das Bewusstsein in der Bev&ouml;lkerung f&uuml;r die tiefe Demokratie- und Verfassungsfeindlichkeit dieser Netzwerke gesch&auml;rft wird. Am Ende des Tages brauchen wir eine politische Bewegung, die sich daf&uuml;r einsetzt, dass unsere Daten dem Zugriff von NSA und Konsorten effektiv entzogen werden. Ohne individuelle Sensibilisierung ist das aber kaum vorstellbar.<\/p><p>Mit solidarischen Gr&uuml;&szlig;en<br>\nHans Hochberg<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>5. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Liebe NDS,<\/p><p>&ldquo;Shadow Banning &ndash; Facebook l&auml;sst die NachDenkSeiten verschwinden&rdquo;<\/p><p>Dazu kommen mir spontan 2 Gedanken.<\/p><ol>\n<li>Vielleicht ist es gar nicht so gut, seinen t&auml;glich Lesestoff von so Meinungsfilter-Automaten wie Facebook, Instagram oder Twitter aufbereiten zu lassen?<\/li>\n<li>Vielleicht hat das eine stetig gr&ouml;&szlig;er werdende Zahl von NDS-Lesern ja auch bereits erkannt und die sinkende Facebook-Reichweite ist nur eine Auswirkung dieser positiven Entwicklung?<\/li>\n<\/ol><p>Mein RSS-Feedreader jedenfalls macht solche Sachen wie &ldquo;Shadow Banning&rdquo; nicht.<br>\n&nbsp;<br>\nViele Gr&uuml;&szlig;e!<br>\n&mdash;<br>\nAxel Becker<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>6. Leserbrief<\/strong><\/p><p>S. <a href=\"https:\/\/www.anti-spiegel.ru\/2023\/facebook-markiert-hersh-recherche-ueber-nord-stream-sprengung-als-falschmeldung\/\">Anti-Spiegel.ru vom 24.04.2023: &ldquo;Facebook markiert Hersh-Recherche &uuml;ber Nord-Stream-Sprengung als &lsquo;Falschmeldung'&rdquo;<\/a><\/p><p>Ciao, SK<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>7. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Wertes NDS Team,&nbsp;<\/p><p>dass Facebook ein verl&auml;ngerter Arm der CIA ist, hat Thomas R&ouml;per in seinem Artikel auf anti-spiegel &ldquo;Facebook markiert Hersh-Recherche &uuml;ber Nord-Stream-Sprengung als &bdquo;Falschmeldung&ldquo;&rdquo;&nbsp;<\/p><p>grade wieder aufgezeigt. Ihr scheint mittlerweile bei der CIA als &ldquo;Gefahr&rdquo; eingesch&auml;tzt zu werden, damit ihr diese Sonderbehandlung verdient. Herzlichen Gl&uuml;ckwunsch dazu, das muss man erstmal schaffen.&nbsp;<br>\nIch pers&ouml;nlich wundere mich nur, dass immer noch Menschen dieses Medium aktiv nutzen, aber dass muss jeder selbst entscheiden.&nbsp;<\/p><p>Schade, dass es keine Instanz in Deutschland gibt, die diesen Angriff auf Rede &ndash; und Meinungsfreiheit verhindert. Im Prinzip d&uuml;rfte die momentane Regierung sogar gl&uuml;cklich dar&uuml;ber sein, wenn kritische Stimmen mundtot gemacht werden. Kranke Welt.&nbsp;<\/p><p>Beste Gr&uuml;&szlig;e&nbsp;<br>\nH. Dietrich&nbsp;<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>8. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Guten Tag gesch&auml;tztes Nachdenkseiten-Team, <\/p><p>ich beziehe mich mit meinem kurzen Leserbrief auf den Artikel von Jens Berger &ldquo;Shadow Banning &ndash; Facebook l&auml;sst die NachDenkSeiten verschwinden&rdquo;: <\/p><p>Ich nutze, um mich zu informieren, eine recht alte Internet-Technik: RSS-Feeds. Das geht recht einfach und umgeht Dritte. Man ben&ouml;tigt einen &ldquo;Feed-Reader&rdquo;, also ein Programm auf dem Smartphone oder auf dem Computer. Dort habe ich die RSS-Feed-Adressen meiner gesch&auml;tzten Seiten eingetragen (<a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?feed=rss2\">z. B. den Feed<\/a>). <\/p><p>Fortan rufe ich mehrmals t&auml;glich meine &ldquo;Feeds&rdquo; direkt von den Herausgebern ab und nicht von Dritten. Ich erhalte dann eine aktuelle Liste von von mir noch nicht gelesenen, neuen Beitr&auml;gen. Nat&uuml;rlich ist hier nichts gefiltert. Leider scheint diese RSS-Feed-Technik in Vergessenheit geraten zu sein. Aber sie ist &auml;u&szlig;erst datenschutzfreundlich und nicht manipulierbar. <\/p><p>Man muss als H&uuml;rde eben nur die sogenannte RSS-Feed-Adresse der jeweiligen Seite herausfinden, also technisch etwas versiert sein. Die meisten Internetseiten bieten eine solche (h&auml;ufig versteckt im Quelltext der Seite) an. Oft reicht eine Internet-Recherche (RSS+Seitenname). Oder man nutzt einen dritten RSS-Dienst wie &ldquo;Feedly&rdquo;. Aber dann riskiert man eben wieder, in einen Filter zu gelangen. <\/p><p>Viele Gr&uuml;&szlig;e, Ihr t&auml;glicher Leser<br>\nT. Raatz<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>9. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Lieber Herr Berger,<\/p><p>es ist sehr schade, dass Sie in diesem Artikel nicht auf die M&ouml;glichkeit des von den Nachdenkseiten angebotenen RSS-Feeds hinweisen. RSS (oder Atom)-Feeds sind eine dezentrale, von Konzernen unabh&auml;ngige Technologie. Aus diesem Grund wird sie wahrscheinlich von den Browserherstellern gezielt bek&auml;mpft.<\/p><p>Google hat 2013 den popul&auml;ren Dienst Google Reader abgeschaltet. Bis heute wissen auch Google Mitarbeiter nicht, warum. Fr&uuml;her zeigten Browser im Adressfeld das Feed Symbol, wenn eine Webseite einen solchen anbot, heute nicht mehr. Firefox konnte bis vor kurzem Feeds mit seinem Bookmark-Manager abrufen.<\/p><p>Feeds werden auf die gleiche Weise direkt abgerufen wie eine Webseite und k&ouml;nnen daher genauso schwer zentral kontrolliert oder zensiert werden. Alternative Medien sollten solche Technologien bewerben. Dann tuen auch Reichweitenverluste auf Facebook nicht mehr so weh.<\/p><p>Beste Gr&uuml;&szlig;e, Thomas Koch<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>10. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Guten Tag<\/p><p>Ich habe heute Ihren Beitrag &uuml;ber Shaddow-Banning auf Facebook geh&ouml;rt. Bei knapp 4000 Leser auf Facebook k&ouml;nnte man schon auch dar&uuml;ber nachdenken,  Facebook und &auml;hnliches zu verlassen und eine eigene Fediverse-Instanz aufzusetzen. Ich betreibe selbst als Nicht-Informatiker eine Mastodon-Instanz. So schwierig scheint das also nicht zu sein ?.<\/p><p>In meinen Augen ist es eben &ldquo;Hausrecht&rdquo; von Facebook &amp; Co, so zu schalten und zu walten, wie man will. Dazu geh&ouml;rt auch das Shaddow-Banning. Es ist, wie Sie schon sagten, ein kapitalistisch aufgestellter und durchorganisierter Konzern. Ich f&uuml;ge hinzu: Ein Konzern, der (unsere)  Demokratie verkauft (siehe Trump-Wahl und das Referendum des Brexit) und das Geld in die eigenen Taschen steckt.&nbsp;<\/p><p>So sehe ich das heute. Da darf man nicht dr&uuml;ber rumjammern, sondern sollte seine Konsequenzen daraus ziehen und eben solche Plattformen verlassen oder den Account mit einem letzten Hinweis auf eine unabh&auml;ngige Plattform (was das Fediverse eben ist) stilllegen &ndash; dabei ist aber schon klar, da&szlig; eben diese Meldung massivst von der Plattform unterschlagen werden wird. Da mache ich mir nichts vor.<\/p><p>Wie in Ihrem Beitrag &uuml;ber &ldquo;D&eacute;j&agrave;-vu &ndash; Zum Recht gegen digitale Gewalt&rdquo; schon erkannt, liegt es an der Gesellschaft, dagegen vorzugehen. Aber der ist es zu 98% der Menschen herzlich egal. Auch eine bittere Wahrheit, die ich im Lauf der letzten 20 Jahre so erkenne: Hauptsache bequem Leben und sich einlullen lassen, Whatsapp benutzen, sich obendrein von Apple und Google digital durchf*****n lassen. Seit 2013 wissen wir auch, da&szlig; die NSA da kr&auml;ftig mitmischt, was aber latent von den &ldquo;Leitmedien&rdquo; ausgeblendet wurde und wird.<\/p><p>Dem stehe ich mit meinem 2014er MotoG2 Smartphone, das ohne #GAMAM (Googe, Apple, META, Amazon und Micro$oft) mit SailfishOS (finnisches linuxbasiertes Smartphone OS) l&auml;uft, gegen&uuml;ber und l&ouml;se nicht selten Stirnrunzeln aus, wenn ich erkl&auml;re, da&szlig; ich auf meinem Smartphone gar kein Whatsapp installieren *KANN* ?. Ja, es ist anstrengend, weil man mit 3 Kinder ettliche WA-Gruppen &ldquo;verpa&szlig;t&rdquo; (nein, nicht wirklich), bzw. doch ab und an Informationen an mir vorbeiziehen.<\/p><p>Mich nervt es sehr, wenn von mir erwartet wird, da&szlig; ich, wie &ldquo;alle&rdquo;, die AGB von Whatsapp einfach abnicken soll, ohne sie gelesen zu haben. Ich habe sie nur &uuml;berflogen, mich dabei fast &uuml;bergeben und seitdem ist es f&uuml;r mich ein NoGo. &ldquo;Aber alle anderen machen es doch auch so&rdquo;, hei&szlig;t es oft. Meine Antwort darauf: &ldquo;1938 waren auch &lsquo;alle&rsquo; Nazis und fandens geil, 1945 halt nicht mehr. Hei&szlig;t: Die Masse bestimmt nicht, was richtig und falsch ist, daf&uuml;r bin ich schon selbst verantwortlich&rdquo;.<\/p><p>Ich mahne nur mantraartig an, da&szlig; man gef&auml;lligst auf (quell)offene Kommunikation umsteigen soll. Eine Mahnung, die ich genausogut in den Wind schreien k&ouml;nnte, denn Bequemlichkeit siegt an der Stelle bei 98% der Leute.<\/p><p>Mit freundlichen Gr&uuml;&szlig;en<br>\nUlrich Popp<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>11. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Sehr geehrter Herr Berger,<\/p><p>da die Leser der NDS auf Facebook und anderen &auml;hnlichen Plattformen keine Kontrolle &uuml;ber die Inhalte haben, w&uuml;rde ich alle Leser ermutigen, auf die Nachdenkseiten (und auch andere Blogs etc.) &uuml;ber RSS- bzw. Atom-Feeds zuzugreifen. Dazu ben&ouml;tigt man einen RSS-Client als App oder einen solchen Webdienst von denen es zahlreiche gibt (Inoreader, Feedly, Reeder, usw&hellip;). Diese k&ouml;nnen die Feeds der gew&uuml;nschten Webseiten anzapfen und &bdquo;abonnieren&ldquo;.<\/p><p>Dies hat mehrere Vorteile:<\/p><ul>\n<li>Mehrere Blogs oder Webseiten, die man als Leser gerne liest, k&ouml;nnen in der Client-App bzw. dem Webdienst gesammelt werden. Man muss daher nicht auf jede einzelne Webseite gehen und dort nach neuen Inhalten suchen, sondern es reicht, die Client-App zu benutzen. Fast alle Webseiten bieten RSS- oder Atom-Feeds an.<\/li>\n<li>Es werden neue Inhalte automatisch regelm&auml;&szlig;ig abgefragt und als jeweils einzelne Artikel angezeigt.<\/li>\n<li>Meistens besteht die M&ouml;glichkeit, Schriftgr&ouml;sse und -art auf seine Bed&uuml;rfnisse anzupassen, was man auf Webseiten meist nicht kann.  <\/li>\n<li>Bereits gelesene Artikel werden als gelesen markiert und somit nicht im &bdquo;Posteingang&ldquo; angezeigt. Man kann auch seine Liste &uuml;berfliegen und anhand der &Uuml;berschrift schon nicht so interessante Artikel direkt als gelesen markieren<\/li>\n<li>Die meisten Apps oder Dienste f&uuml;r RSS-Feeds bieten M&ouml;glichkeiten zur Kategorisierung mittels Schlagworten oder Markierungen<\/li>\n<li>Meist werden alle gelesenen Artikel auch als Historie gespeichert und es kann sp&auml;ter wieder darauf zur&uuml;ckgegriffen werden.<\/li>\n<li>Es gibt meist auch Suchfunktionen zum Durchsuchen der Artikel nach bestimmten W&ouml;rtern und z.T. auch M&ouml;glichkeiten, Zitate zu markieren.<\/li>\n<li>M&ouml;glichkeiten zum direkten Teilen auf Facebook und co gibt es auch meistens.<\/li>\n<li>Meist k&ouml;nnen die bereits gelesenen Inhalte auch auf andere RSS-Clients portiert werden, wenn man lieber einen anderen Dienst nutzen m&ouml;chte.  <\/li>\n<li>Man wird au&szlig;erdem nicht von Facebook und co ausspioniert und zu Geld gemacht und beh&auml;lt die Kontrolle &uuml;ber die gew&uuml;nschten Inhalte.<\/li>\n<\/ul><p>Nat&uuml;rlich besteht der Vorteil von Facebook f&uuml;r den Inhalteanbieter darin, dass automatisch eine gewisse Reichweite auch bei neuen potentiellen Lesern generiert werden kann, aber wie man sieht, funktioniert das nur bei &bdquo;gew&uuml;nschten&ldquo; Inhalten.<\/p><p>Die RSS- Apps oder Webdienste kosten manchmal ein paar Euro bzw. es gibt auch Abomodelle, wobei es auch kostenlose Dienste gibt und hier meist nur bei zus&auml;tzlichen Funktionen eine Geb&uuml;hr f&auml;llig wird.<\/p><p>Um sicher zu gehen, keine neuen Artikel zu verpassen, sind die RSS- oder Atom Feeds f&uuml;r den Leser aus meiner Sicht jedenfalls ideal.<\/p><p>Mit freundlichen Gr&uuml;&szlig;en<br>\nPierre Lutomski<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>12. Leserbrief<\/strong><\/p><p>&bdquo;Shadow banning&ldquo; ist ein inzwischen recht weitverbreitetes &Uuml;bel unserer Zeit, das auf der Grundlage unserer zunehmend autorit&auml;r verfassten Gesellschaft in sozialen Netzwerken intensiv genutzt wird, wie auch die Twitter Files deutlich gezeigt haben. Shadow Banning ist eine massive Gefahr f&uuml;r die Demokratie und die Presse- sowie die Meinungsfreiheit, da es in klandestiner Weise &ndash; man k&ouml;nnte mit einiger Berechtigung auch in zersetzender Weise sagen &ndash; den Diskurs beeinflusst, ohne dass es auf den ersten oder gar zweiten Blick ersichtlich ist. Und dabei gibt es zahlreiche Aspekte des Shadow Bannings zu bedenken, die jeweils im Einzelnen intensiv diskutiert werden m&uuml;ssten. Da sind zum einen die Kommunikationsregeln selbst, die das jeweilige soziale Netzwerk aufstellt: Welche Aussagen oder welche Form verbieten sie? Was erlauben sie? Ist die &Auml;u&szlig;erung bestimmter Meinungen verboten, selbst wenn die &Auml;u&szlig;erung solcher Meinungen im Allgemeinen erlaubt ist? Sind die aufgestellten Regeln &uuml;berhaupt legitim? Sind sie legal? Der n&auml;chste Aspekt ist die Anwendung der Regeln: Wer legt diese aus? Wer bestimmt, ob ein Versto&szlig; vorliegt und in welcher Schwere? Ein weiterer Aspekt: Welche Sanktionen sind geregelt? Gibt es Shadow Banning als geregelte Sanktion? Wie ist die Regelung ausgestaltet und wer legt diese aus? Noch ein Aspekt: Gibt es innerhalb des sozialen Mediums M&ouml;glichkeiten, sich gegen Shadow Banning zu wehren oder wenigstens zu ergr&uuml;nden, ob ein solches erfolgt? Wenn nicht &ndash; ist das &uuml;berhaupt legitim oder gar legal?<br>\n&nbsp;<br>\nGravierend wird die demokratiegef&auml;hrdende Rolle des Shadow Bannings allerdings erst durch das staatliche Handeln. Ein verantwortungsbewusster Staat, der im Sinne einer m&ouml;glichst gro&szlig;en Meinungsvielfalt die M&ouml;glichkeiten, seine Meinung umfassend bilden und &auml;u&szlig;ern zu k&ouml;nnen, schaffen oder bewahren m&ouml;chte, w&uuml;rde gesetzliche Regeln aufstellen, die dieses Ziel auch in sozialen Medien gew&auml;hrleisten. Es war allerdings der Staat selbst durch Schaffung des Netzwerkdurchsetzungsgesetzes, der einen erheblichen Ansto&szlig; zur Unterdr&uuml;ckung unliebsamer &Auml;u&szlig;erungen im Netz gegeben hat. Es ist der Staat (hier vor allem in Gestalt der jeweiligen Bundesregierung und die von ihr gef&uuml;hrte Mehrheit im Bundestag), der nicht die geringste Lust zeigt, etwas gegen diese Entwicklungen zu unternehmen, weil er sie klammheimlich (und manchmal auch mehr oder weniger offen) bef&uuml;rwortet, weil sie in sein politisches Konzept passen.<br>\n&nbsp;<br>\nUngeachtet dessen d&uuml;rfte die Einsch&auml;tzung von Jens Berger, dass &bdquo;das Handeln von Facebook wohl ohnehin legitim (sei)&ldquo;, da &bdquo;sich der Konzern in seinen ellenlangen AGBs doch das Recht vor(behalte), Inhalte ohne Nennung der Gr&uuml;nde zu diskriminieren&ldquo;, juristisch &ndash; jedenfalls in dieser Uneingeschr&auml;nktheit &ndash; nicht zutreffend sein. Ich bin zwar kein Verfassungsrechtler (noch nicht einmal Verwaltungsrechtler), aber die Gefahr, die durch meinungsbeschr&auml;nkende Entwicklungen in den sozialen Medien f&uuml;r die Meinungsfreiheit und die Demokratie resultieren, haben doch in den letzten Jahren auch schon in der Rechtsprechung sowie der juristischen Literatur ihren Niederschlag gefunden. Unter dem Stichwort &bdquo;mittelbare Drittwirkung von Grundrechten&ldquo; gibt es inzwischen einige Beispiele f&uuml;r eine verfassungsrechtliche Kontrolle meinungsbeschr&auml;nkender Ma&szlig;nahmen von Privaten in sozialen Medien. Eine umfangreiche Abhandlung zum Thema enth&auml;lt etwa die Dissertation von Eva Skobel, Regulierung nutzergenerierter Inhalte auf sozialen Netzwerken, die als pdf-Datei sogar im Netz abrufbar ist. Ich verweise au&szlig;erdem auf die Fallauflistung auf der Seite <a href=\"https:\/\/meinungsfreiheit.steinhoefel.de\/\">Meinungsfreiheit im Netz von Rechtsanwalt Steinh&ouml;fel<\/a> &ndash; ja ich wei&szlig;, der mag bei einigen Redakteuren, Mitarbeitern und Lesern der Nachdenkseiten aus politischen Gr&uuml;nden nicht eben wohl gelitten sein &ndash; in denen es auch um F&auml;lle von shadow banning ging, so etwa im Fall 48, dem das Nichtauffindbarmachen von #allesdichtmachen in den Suchergebnissen von Youtube zugrunde lag. Es ist inzwischen zumindest im Grundsatz anerkannt, dass Soziale Medien nicht mehr frei nach Belieben entscheiden d&uuml;rfen, welche Meinungen frei ge&auml;u&szlig;ert werden d&uuml;rfen und welche durch L&ouml;schung, Shadow Banning oder andere Ma&szlig;nahmen unterdr&uuml;ckt werden und damit ihre Reichweite verlieren. Der Bundesgerichtshof hat zwar akzeptiert, dass Soziale Medien Kommunikationsregeln aufstellen, die &uuml;ber gesetzliche Vorgaben hinausgehen; zugleich hat er jedoch dem Nutzer Verfahrensrechte zugebilligt, um diesem eine Kontrolle von Sanktionen zu erm&ouml;glichen als Ausfluss der mittelbaren Grundrechtswirkung im Rahmen einer Inhaltskontrolle der allgemeinen Regeln des Netzwerks. Auch das Bundesverfassungsgericht hat bereits Entscheidungen erlassen, die die Gebotenheit einer angemessenen grundrechtlichen Kontrolle im Ergebnis zun&auml;chst im Grundsatz anerkennen.<br>\n&nbsp;<br>\nEine andere Frage ist freilich, ob die Nachdenkseiten den juristischen Kampf gegen Facebook aufnehmen m&ouml;chten. Grunds&auml;tzlich w&uuml;rde ich das sehr begr&uuml;&szlig;en und die Beauftragung einer spezialisierten Kanzlei empfehlen, die sicherlich auch die erforderlichen Kontakte hat, um kl&auml;ren zu lassen, ob &uuml;berhaupt tats&auml;chlich reichweiteneinschr&auml;nkende Ma&szlig;nahmen durch fb betrieben werden.<br>\n&nbsp;<br>\nHerzliche Gr&uuml;&szlig;e<br>\nThomas Fetsch<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>13. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Moin liebes NDS-Team,<br>\nmoin Herr Berger, <\/p><p>Demokratie-feindliches Gebaren von sogenannten &ldquo;sozialen Medien&rdquo; ist seit etlichen Jahren, wenn nicht gar Jahrzehnten, ein offenes Geheimnis. Unternehmen wie Meta, das Facebook &amp; WhatsApp betreibt, aber auch Twitter &amp; Konsorten, haben sich noch nie um Datenschutz geschert, sondern nur um den absolut notwendigen Minimal-Teil, um juristische Streitereien sowie ein schlechtes Ansehen bei den Nutzern zu vermeiden, teils sogar mit nachgewiesenen L&uuml;gen. <\/p><p>Man mu&szlig; sich Facebook wie einen gro&szlig;en Zeitungsverlag im Online-Stil vorstellen. Als ob in der FAZ oder der S&uuml;ddeutschen jemals positive Artikel &uuml;ber Beitr&auml;ge auf den NachDenkSeiten erscheinen k&ouml;nnten&hellip; <\/p><p>Allein schon diese Gutsherrenart, bestimmen zu wollen, wer was wann sieht, verbietet es einem vern&uuml;nftig denkenden &amp; sozial eingestellten Menschen, solcherlei Dienste zu verwenden. Wie hei&szlig;t es so sch&ouml;n: Man darf sich hinterher nicht beschweren, denn man h&auml;tte es bereits im Vorfeld wissen k&ouml;nnen. Facebook\/Meta legt &uuml;ber ihre Nutzungsbedingungen [1] unmi&szlig;verst&auml;ndlich fest, welche Interessen ein Nutzer haben soll: <\/p><blockquote><p>\n&ldquo;Unsere Produkte und Dienste erm&ouml;glichen es dir, mit deinen Freunden und Gemeinschaften zu kommunizieren und personalisierte *Inhalte* und Werbeanzeigen zu erhalten, *die nach unserer Ansicht relevant f&uuml;r dich sein* und deinen Interessen entsprechen *k&ouml;nnten.*&rdquo;\n<\/p><\/blockquote><p>Pikant ist au&szlig;erdem dieser Passus, der in der Vergangenheit schon einmal f&uuml;r Wirbel sorgte, aber ziemlich schnell auch wieder abgeebbt ist: <\/p><blockquote><p>\n&ldquo;Meta kann auf jegliche Informationen, die es &uuml;ber dich erfasst, zugreifen, sie aufbewahren, *verwenden und teilen*, wenn es in gutem Glauben der Ansicht ist, dass dies gesetzlich vorgeschrieben oder zul&auml;ssig ist.&rdquo;\n<\/p><\/blockquote><p><a href=\"https:\/\/www.zeit.de\/digital\/internet\/2014-06\/facebook-nutzer-manipulation-studie\">Erinnert sich noch jemand an den Facebook-Skandal 2014?<\/a> <\/p><p>Das ist, wohlgemerkt, fast 9 Jahre her. <\/p><p>Unter [2] hei&szlig;t es au&szlig;erdem: <\/p><blockquote><p>\n&ldquo;Wir arbeiten mit unabh&auml;ngigen Forschern zusammen, um bessere Einblicke in die Auswirkungen zu erlangen, die soziale Medien auf Wahlen und demokratische Prozesse haben k&ouml;nnen&rdquo;\n<\/p><\/blockquote><p>Hier wird ganz unverbl&uuml;mt zugegeben, auf soziale, gesellschaftliche &amp; politische Prozesse Einflu&szlig; zu haben, nur Kraft der Existenz solcher Dienste. Wo ein Trog ist, da finden sich auch stets Schweine, sprich: solcherlei Einflu&szlig; *nicht* aus politischen &amp; wirtschaftlichen Motiven zu mi&szlig;brauchen, kann man sp&auml;testens seit 2020 komplett ausschlie&szlig;en. Auf der gleichen Seite wird die Best&auml;tigung meiner Aussage gleich mitgeliefert: <\/p><blockquote><p>\n&ldquo;Wir unterst&uuml;tzen die Forschung in Bereichen wie k&uuml;nstliche Intelligenz und maschinelles Lernen, um beispielsweise COVID-19-Prognosemodelle zu entwickeln&rdquo;\n<\/p><\/blockquote><p>Da erscheint es nur logisch, da&szlig; kritische Beitr&auml;ge, welche die &ldquo;Corona-Schutzma&szlig;nahmen&rdquo; oder der damit verbundenen &amp; hoch-profitablen &ldquo;Impfungen&rdquo; infrage stellen, nicht in das System &ldquo;Facebook&rdquo; passen. Die h&ouml;here Reichweite bei &ldquo;unproblematischen&rdquo; Beitr&auml;gen wie &ldquo;Aprilscherz&rdquo; &amp; &ldquo;Der Schwarm&rdquo; soll bei den Nutzern ein Gef&uuml;hl demokratischer Diversit&auml;t erzeugen, das man so nicht erreicht h&auml;tte, wenn man die NDS komplett gebannt h&auml;tte. Diese Strategie lenkt sehr gut von solchen totalit&auml;ren Ma&szlig;nahmen ab. <\/p><p>Man stellt sich nach au&szlig;en als der &ldquo;K&uuml;mmerer&rdquo; von Belangen der Interessen der Nutzer hin und gibt sich als H&uuml;ter der &ldquo;Demokratie&rdquo;, w&auml;hrend man gleichzeitig die m&auml;chtigsten Manipulationsmethoden, die es in totalit&auml;ren Systemen geben kann, bewu&szlig;t verschweigt. <\/p><p>Meta\/Facebook ist ein einziger &ldquo;social engineering&rdquo;-Verein, welcher pers&ouml;nliche Informationen &amp; Verhaltensweisen ganz im Sinne kapitalistischer Interessen analysiert, manipuliert &amp; steuert. Da ist er nicht der Einzige; man schaue beispielsweise in die Funktionsweise der Algorithmen von Google, um unliebsame, kritische Themen auf die hintersten Trefferseiten zu verbannen, sofern sie &uuml;berhaupt in die Trefferliste aufgenommen werden; siehe vor allem w&auml;hrend der &ldquo;Corona&rdquo;-Zeit, nun aber auch in der Ukrainekrise. Bestes Beispiel aktuell: Man suche nach Artikeln, welche die Existenz von &ldquo;Treibhausgasen&rdquo; infrage stellen. <\/p><p>Wenn Sie &ldquo;Oder liegt hier gar eine politische Zensur vor?&rdquo; fragen, Herr Berger, dann mu&szlig; ich an die oben zitierten &ldquo;demokratische[n] Prozesse&rdquo; denken. Selbstredend bestimmt hier Facebook im Sinne seiner Geldgeber sowie unter Mitbestimmung der US-Administration, was &ldquo;demokratisch&rdquo; ist und was nicht. Die NDS sind es nach deren Meinung offenkundig nicht, sonst w&auml;re die Reichweite viel h&ouml;her (Meta k&ouml;nnte Reichweiten auch erh&ouml;hen anstatt sie zu verringern &mdash; gar kein Problem). <\/p><p>Die &ldquo;Verantwortung&rdquo;, von der Sie da sprechen, gibt es sp&auml;testens seit 2020 nicht mehr, da diese politisch umgesetzt werden m&uuml;&szlig;te. Die Politik ruiniert aber lieber die Wirtschaft &amp; Existenzen von Nicht-W&auml;rmepumpen-Besitzern, als sich &mdash; ganz im Sinne des Grundgesetzes &mdash; f&uuml;r eine ungefilterte Zug&auml;nglichkeit aller Informationen zu k&uuml;mmern (ein weiterer Beweis daf&uuml;r ist die Zensur von RT DE). <\/p><p>Mir war es schon immer ein R&auml;tsel, wie man mit all diesem Wissen Facebook freiwillig nutzen kann. Ich kann das logisch nicht nachvollziehen. Man liefert manipulativen Diensten die eigene Denkweise &amp; Gesinnung frei Haus, damit die mit ihnen verbundene Politik genau wei&szlig;, welche Vorhaben sie wie umsetzen kann, um auf geringstm&ouml;glichen Widerstand zu sto&szlig;en. Das beste Beispiel daf&uuml;r sind die Pr&auml;sidentschaftswahlen in den USA: <\/p><p><a href=\"https:\/\/www.spiegel.de\/netzwelt\/netzpolitik\/donald-trump-und-der-facebook-skandal-um-cambridge-analytica-a-1199047.html\">spiegel.de\/netzwelt\/netzpolitik\/donald-trump-und-der-facebook-skandal-um-cambridge-analytica-a-1199047.html<\/a><\/p><p>&Auml;hnliche Muster sind mir seit den mittleren 1990ern bei einem (mittlerweile gro&szlig; gewachsenem) Chat-Dienst wie spin.de aufgefallen. Am Anfang war man locker drauf, es gab nur sehr einfache Profile ohne Schnickschnack &amp; irgendwelchen Punkten. Man unterhielt &amp; traf sich sogar in lockerer Atmosph&auml;re pers&ouml;nlich (die legend&auml;ren &ldquo;Chatter-Treffen&rdquo;), auch mit Admins. Dann m&uuml;ssen Investoren eingestiegen sein, als die Plattform immer beliebter wurde. Danach gab es jede Menge Klicki-Bunti, f&uuml;r echtes Geld kaufbare Punkte, Chatforen, in denen willk&uuml;rlich zensiert wurde. Wer unliebsame Meinungen &auml;u&szlig;erte, wurde schnell ge&auml;chtet und sogar ausgeschlossen. Diskussionen &uuml;ber bestimmte Themen wurden gezielt unterbunden. Ein &auml;hnliches Schicksal ereilte auch das heise-Forum. <\/p><p>Nach diesem Muster verfahren meiner Meinung nach alle gro&szlig;en sozialen Medien, die zentral gesteuert werden. An dieser Stelle sollte man sich fragen, was man zu nutzen bereit ist und ob dieser Nutzen nicht am Ende kontraproduktiv ausfallen kann. <\/p><p>Mit besten Gr&uuml;&szlig;en von<br>\nMichael Schauberger <\/p><p>[1] <a href=\"https:\/\/de-de.facebook.com\/legal\/terms?_fb_noscript=1\">de-de.facebook.com\/legal\/terms?_fb_noscript=1<\/a><\/p><p>[2] <a href=\"https:\/\/www.facebook.com\/privacy\/policy\/?subpage=2.subpage.14-ResearchingAndInnovatingFor\">facebook.com\/privacy\/policy\/?subpage=2.subpage.14-ResearchingAndInnovatingFor<\/a><\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>Anmerkung zur Korrespondenz mit den NachDenkSeiten<\/strong><\/p><p>Die NachDenkSeiten freuen sich &uuml;ber Ihre Zuschriften, am besten in einer angemessenen L&auml;nge und mit einem eindeutigen Betreff.<\/p><p>Es gibt die folgenden E-Mail-Adressen:<\/p><ul>\n<li><a href=\"mailto:leserbriefe@nachdenkseiten.de\">leserbriefe(at)nachdenkseiten.de<\/a> f&uuml;r Kommentare zum Inhalt von Beitr&auml;gen.<\/li>\n<li><a href=\"mailto:hinweise@nachdenkseiten.de\">hinweise(at)nachdenkseiten.de<\/a> wenn Sie Links zu Beitr&auml;gen in anderen Medien haben.<\/li>\n<li><a href=\"mailto:videohinweise@nachdenkseiten.de\">videohinweise(at)nachdenkseiten.de<\/a> f&uuml;r die Verlinkung von interessanten Videos.<\/li>\n<li><a href=\"mailto:redaktion@nachdenkseiten.de\">redaktion(at)nachdenkseiten.de<\/a> f&uuml;r Organisatorisches und Fragen an die Redaktion.<\/li>\n<\/ul><p>Weitere Details zu diesem Thema finden Sie in unserer &bdquo;<a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?page_id=47939\">Gebrauchsanleitung<\/a>&ldquo;.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=96765\">Hier<\/a> diskutiert Jens Berger &uuml;ber die &bdquo;Beschwerden von Facebook-Nutzern, die sich dar&uuml;ber wundern, dass Artikel der NachDenkSeiten in ihrem Feed nur noch selten oder gar nicht angezeigt werden&ldquo;. W&auml;hrend &bdquo;unsere Internetseite in den letzten Jahren kontinuierlich Leser&ldquo; gewinne, sinke die erzielte Reichweite auf Facebook ebenso kontinuierlich. Daf&uuml;r gebe &bdquo;es nur eine logische Erkl&auml;rung: Facebooks<\/p>\n<div class=\"readMore\"><a class=\"moretag\" href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=97001\">Weiterlesen<\/a><\/div>\n","protected":false},"author":11,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[103],"tags":[],"class_list":["post-97001","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-leserbriefe"],"jetpack_featured_media_url":"","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/97001","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/11"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=97001"}],"version-history":[{"count":5,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/97001\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":97039,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/97001\/revisions\/97039"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=97001"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=97001"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=97001"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}