{"id":97134,"date":"2023-05-03T09:00:18","date_gmt":"2023-05-03T07:00:18","guid":{"rendered":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=97134"},"modified":"2023-05-03T10:09:04","modified_gmt":"2023-05-03T08:09:04","slug":"bankenkrise-wie-geht-es-weiter","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=97134","title":{"rendered":"Bankenkrise: Wie geht es weiter?"},"content":{"rendered":"<p>Am 1. Mai wurde bekanntgegeben, dass First Republic Bank von der US-Aufsichtsbeh&ouml;rde FDIC (Federal Deposit Insurance Corporation) &uuml;bernommen und sofort an die gr&ouml;&szlig;te US-Bank JPMorgan verkauft wurde.[<a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=97134#foot_1\" name=\"note_1\">1<\/a>] JPMorgan wird alle Aktiva und die 84 Filialen &uuml;bernehmen. Die US-Aufsichtsbeh&ouml;rde FDIC rechnet damit, dass sie Verluste von etwa 13 Milliarden US-Dollar wird &uuml;bernehmen m&uuml;ssen. Die Pleite von First Republic Bank ist die von der Bilanzsumme her gesehen zweitgr&ouml;&szlig;te Bankeninsolvenz der US-Geschichte. Angesichts dieser Entwicklung stellt sich die Frage, wie es nun mit dem Bankensektor weitergeht. Von <strong>Christian Krei&szlig;<\/strong>.<br>\n<!--more--><br>\nDas Wall Street Journal besch&auml;ftigte sich seit den ersten Bankunruhen im M&auml;rz, als Signature Bank und Silicon Valley Bank in Insolvenz gingen, intensiv mit der Bankenfrage und sprach von einer &bdquo;Bankenkrise in Zeitlupe&ldquo;.[<a href=\"#foot_2\" name=\"note_2\">2<\/a>] Am 27.4.23, kurz vor der Schlie&szlig;ung der First Republic Bank, erschien dort ein Artikel mit dem Titel: &bdquo;Die Bank-Unruhen sind nur die Spitze des Schulden-Eisbergs&ldquo;.[<a href=\"#foot_3\" name=\"note_3\">3<\/a>] Die Bankaktien innerhalb des S&amp;P 1.500 wurden Mitte April 2023 so niedrig bewertet wie fast noch nie in diesem Jahrhundert. Das KGV betrug lediglich 8.[<a href=\"#foot_4\" name=\"note_4\">4<\/a>]<\/p><p><strong>Woher kommen die Bankenprobleme?<\/strong><\/p><p>Kern der j&uuml;ngsten Bankprobleme ist, dass die westlichen Notenbanken in den letzten 15 Jahren die Notenbankgeldmenge dramatisch ausgeweitet und die Zinsen lange Zeit nahe Null gehalten haben. Angesichts der Geldschwemme, insbesondere w&auml;hrend der Lockdown-Zeit, haben daraufhin die Banken in den USA, aber auch in Europa viele langfristige Kredite mit sehr niedriger Verzinsung herausgegeben und, da sie nicht alle Einlagegelder in Form von Krediten unterbringen konnten, viele langlaufende Anleihen mit sehr niedriger Verzinsung gekauft. <\/p><p>Weil sowohl die kurz- wie die langfristigen Zinsen seit Anfang 2022, ausgel&ouml;st durch die Inflation und die anschlie&szlig;enden starken Zinserh&ouml;hungen der US-amerikanischen Zentralbank[<a href=\"#foot_5\" name=\"note_5\">5<\/a>], sprunghaft angestiegen sind &ndash; um etwa 3 Prozentpunkte -, haben die Banken nun ein Ertragsproblem: Sie m&uuml;ssen sich jetzt zu stark gestiegenen Einlagezinsen refinanzieren, m&uuml;ssen also an ihre Einleger relativ hohe Zinsen zahlen und haben daher einen stark gestiegenen Zinsaufwand. Sie bekommen aber von ihren Kreditnehmern bzw. ihren Anleihebest&auml;nden aus den langfristigen Geldanlagen weiterhin nur relativ niedrige Zinsertr&auml;ge. <\/p><p>Es wird noch Jahre dauern, bis sich diese Ertragsklemme der Banken langsam abbaut, indem die niedrigverzinslichen langfristigen Kredite allm&auml;hlich auslaufen und die Anleihen f&auml;llig werden. Nach Meinung des Wall Street Journal d&uuml;rfte die Ertragsklemme noch jahrelang anhalten.[<a href=\"#foot_6\" name=\"note_6\">6<\/a>] Daher die derzeit s&auml;kular niedrige Bewertung der US-Bankaktien.<\/p><p>Dazu kommt, dass insbesondere die hohen Kredite an Gewerbeimmobilien in den USA &ndash; etwa 5.400 Milliarden US-Dollar oder ungef&auml;hr ein F&uuml;nftel des US-Sozialprodukts &ndash; momentan f&uuml;r die Banken problematisch sind, da viele Gewerbeimmobilien mit hohen Leerstandsquoten und verfallenden Immobilienpreisen k&auml;mpfen.[<a href=\"#foot_7\" name=\"note_7\">7<\/a>] Angesichts der erwarteten Konjunkturschw&auml;che im Laufe des Jahres 2023 d&uuml;rften einige Kreditausf&auml;lle auf die Banken zukommen[<a href=\"#foot_8\" name=\"note_8\">8<\/a>], sowohl in den USA wie in Europa.<\/p><p><strong>Was sind die Folgen? <\/strong><\/p><p>Kurz: Die Bankenkrise ist nach Meinung des Wall Street Journals alles andere als vorbei. Schwache Banken f&uuml;hren zu schwacher Kreditvergabe. Schwache Kreditvergabe f&uuml;hrt zu schwachem Wirtschaftswachstum.<\/p><p>Aber nicht nur diese allgemeine Entwicklung ist unerfreulich. Besonders interessant ist, dass es gro&szlig;e und kleine Banken in ganz unterschiedlichem Ausma&szlig; trifft und weiter treffen d&uuml;rfte. Die Bankturbulenzen im M&auml;rz 2023 haben dazu gef&uuml;hrt, dass viele Anleger verunsichert sind, ob sie ihre Einlagen von kleineren Banken im Falle von Kreditausf&auml;llen in voller H&ouml;he zur&uuml;ckbekommen. Daher hat in den letzten Wochen in den USA eine starke Kapitalflucht von kleinen zu gro&szlig;en Banken eingesetzt: Regionalbanken verloren im letzten Monat 212 Milliarden US-Dollar Einlagen, w&auml;hrend die 25 gr&ouml;&szlig;ten Banken 18 Milliarden dazugewannen.[<a href=\"#foot_9\" name=\"note_9\">9<\/a>] Nach dem Motto &bdquo;too big to fail&ldquo; gehen viele Anleger davon aus, dass ihre Anlagen bei den Gro&szlig;banken im Gegensatz zu kleineren Kreditinstituten sicher sind. Denn Gro&szlig;banken d&uuml;rften von der Regierung, so die Vermutung, auf jeden Fall gerettet werden. Nicht jedoch unbedingt kleine und mittelgro&szlig;e Banken, die nicht als systemrelevant gelten, das hei&szlig;t, die man insolvent gehen lassen kann, ohne dass sie einen Dominoeffekt ausl&ouml;sen und die Finanzm&auml;rkte abst&uuml;rzen.<\/p><p>Das f&uuml;hrt dazu, dass kleine und mittlere Banken in den USA derzeit &ndash; im Gegensatz zu den Gro&szlig;banken &ndash; unter Druck kommen. Sie m&uuml;ssen deutlich h&ouml;here Einlage-Zinsen bieten als die Gro&szlig;banken, um Kunden zu halten und m&uuml;ssen daher auch ihre Kreditzinsen deutlich erh&ouml;hen. Das bewirkt starke Wettbewerbsnachteile gegen&uuml;ber den Gro&szlig;banken. Was bedeutet das f&uuml;r ein Land?<\/p><p><strong>Die gro&szlig;en Vorteile von kleinen Regionalbanken<\/strong><\/p><p>Die Finanzkrise von 2008 hat gezeigt, dass gro&szlig;e, &uuml;berregionale Banken sehr viel weniger verantwortungsvoll handeln als kleine oder mittelgro&szlig;e, regional verwurzelte Banken. Vor 2008 wurden vor allem in den USA Immobilienkredite eingegangen, von denen die Banker teilweise genau wussten, dass sie kaum zur&uuml;ckzahlbar waren. Diese Problemkredite wurden in Wertpapiere umgewandelt (sogenannte Asset Backed Securities) und &uuml;ber die B&ouml;rsen an weit entfernte Anleger verkauft, insbesondere in Europa, die dann den Schwarzen Peter bzw. die Kreditausf&auml;lle zu tragen hatten. Auf diese Weise ist die US-Immobilienkrise direkt nach Europa exportiert worden. Die jahrelangen Gewinne landeten bis 2008 bei den US-Investmentbanken und Kreditanbahnern, die lukrative Provisionen verdienten. Die Risiken und sp&auml;ter die Verluste wurden zum guten Teil ins Ausland abgeschoben.<\/p><p>Ein solch verantwortungsloses Verhalten k&ouml;nnen sich kleine Regionalbanken, wie zum Beispiel Raiffeisenbanken oder Sparkassen, die vor Ort stark verwurzelt sind und die ihre Kunden sowohl im Einlagen- wie im Kreditgesch&auml;ft pers&ouml;nlich kennen, nicht leisten. Man konnte aus der Finanzkrise lernen: Je weiter die Banker vom Kunden entfernt sind, desto verantwortungsloser ist das Bankverhalten. Umgekehrt gilt: Je st&auml;rker regional verwurzelt eine Bank ist, desto verantwortungsvoller handelt sie in der Regel. Unter Ethikgesichtspunkten sind kleinere Regionalbanken ein wahrer Lichtblick.<\/p><p>Dazu kommt: Regionalbanken sind besonders wichtig f&uuml;r die regionale Wirtschaft. US-Unternehmen mit weniger als 100 Besch&auml;ftigten bekommen 70 Prozent ihrer Kredite von kleinen und mittelgro&szlig;en Banken.[<a href=\"#foot_10\" name=\"note_10\">10<\/a>] In l&auml;ndlichen Regionen sind es gar 90 Prozent. Wenn die kleinen Regionalbanken Probleme bekommen, bekommt auch die regionale Wirtschaft Probleme. Und genau das zeichnet sich momentan in den USA ab.[<a href=\"#foot_11\" name=\"note_11\">11<\/a>]<\/p><p>Die derzeit in Zeitlupe ablaufende Bankenkrise bedeutet eine systematisch und nach Meinung des Wall Street Journal[<a href=\"#foot_12\" name=\"note_12\">12<\/a>] l&auml;ngere Zeit anhaltende Verlagerung von Geldern: Weg von kleinen und mittleren Regionalbanken hin zu den gro&szlig;en Banken, Fonds und Unternehmen. <\/p><p><strong>Zunehmende Konzentration im Bankwesen<\/strong><\/p><p>Die zunehmende Konzentration im US-Bankwesen besteht schon seit mehreren Jahrzehnten[<a href=\"#foot_13\" name=\"note_13\">13<\/a>]: 1983 gab es in den USA mit 14.469 die h&ouml;chste Zahl an selbstst&auml;ndigen Banken. 2022 waren es noch 4.135. Das ist eine Schrumpfung um 71 Prozent in den letzten 40 Jahren. Die Anzahl an Bankfilialen betrug in den USA 2009, dem H&ouml;chststand, 85.834. 2022 waren es noch 71.190. Das entspricht einem R&uuml;ckgang um 17 Prozent in den letzten 13 Jahren. Nimmt man die Anzahl der selbstst&auml;ndigen Bankinstitute und die Zahl der Filialen zusammen, ergibt sich also ein starker Konzentrationsprozess in den letzten Jahrzehnten. Das f&uuml;hrt laut Wall Street Journal zu einer Schw&auml;chung von kleinen und mittelst&auml;ndischen Unternehmen &ndash; zu Gunsten der Gro&szlig;banken und der gro&szlig;en Kapitalien.[<a href=\"#foot_14\" name=\"note_14\">14<\/a>]<\/p><p>Die gleichen Trends wirken auch in Europa. In der EU ist die Zahl der Banken allein im Zuge der Finanzkrise von 2008 bis 2016 um 23 Prozent auf 6.596 Banken zur&uuml;ckgegangen.[<a href=\"#foot_15\" name=\"note_15\">15<\/a>]<\/p><p>In Deutschland gab es laut dem j&uuml;ngsten Bankstellenbericht der Deutschen Bundesbank[<a href=\"#foot_16\" name=\"note_16\">16<\/a>] 1991 noch &uuml;ber 4.700 selbstst&auml;ndige Kreditinstitute, 2021 waren es nur noch 1.519. Das entspricht einem R&uuml;ckgang um &uuml;ber zwei Drittel, das hei&szlig;t, zwei von drei Banken haben in den letzten 20 Jahren bei uns dichtgemacht. Die Zahl der Zweigstellen betrug 2021 21.712, 1991 waren es noch 54.089 gewesen. Das entspricht laut Bundesbank einem R&uuml;ckgang &bdquo;auf nur noch zwei F&uuml;nftel&ldquo;.[<a href=\"#foot_17\" name=\"note_17\">17<\/a>] Also auch in Deutschland sieht man eine extreme Konzentrationsentwicklung im Bankwesen.<\/p><p><strong>Was steckt dahinter?<\/strong><\/p><p>Dieser Trend im Bankwesen spiegelt gut die Entwicklungen der letzten 40 bis 50 Jahre[<a href=\"#foot_18\" name=\"note_18\">18<\/a>], in denen in Industriel&auml;ndern eine zunehmende Konzentration von Verm&ouml;gen, Kapital und Macht bei immer gr&ouml;&szlig;eren Konzernen und den hinter ihnen stehenden Multimilliard&auml;ren[<a href=\"#foot_19\" name=\"note_19\">19<\/a>] stattfand. In den USA wurde 2021 die h&ouml;chste Verm&ouml;genskonzentration der US-Geschichte ausgewiesen: 0,01 Prozent der Bev&ouml;lkerung geh&ouml;rten 2021 10 Prozent aller US-Verm&ouml;gen. Das ist eine noch h&ouml;here Konzentration als selbst im Jahr 1913, zu Zeiten von Rockefeller und JPMorgan.[<a href=\"#foot_20\" name=\"note_20\">20<\/a>] Die Bankenkrise von M&auml;rz 2023 ist eine Art Verst&auml;rker dieses seit langem zu beobachtenden Trends zu weniger und weniger Wettbewerb[<a href=\"#foot_21\" name=\"note_21\">21<\/a>] und mehr und mehr Machtkonzentration.<\/p><p>Seit Jahrzehnten nimmt die Ungleichverteilung in der westlichen Welt zu.[<a href=\"#foot_22\" name=\"note_22\">22<\/a>] &Uuml;ber Lobbyarbeit nehmen die gro&szlig;en Konzerne und die Milliard&auml;re immer st&auml;rkeren Einfluss auf die Politik[<a href=\"#foot_23\" name=\"note_23\">23<\/a>], insbesondere &uuml;ber die wenigen gro&szlig;en Medienkonzerne. Die Milliard&auml;re und Konzernlenker sind nie in irgendeiner politischen Wahl von den B&uuml;rgerinnen und B&uuml;rgern demokratisch gew&auml;hlt worden.<\/p><p><strong>Machtkonzentration, Machtmissbrauch und Gegenma&szlig;nahmen<\/strong><\/p><p>Wir sehen seit Jahrzehnten eine zunehmende Machtkonzentration, eine immer st&auml;rkere B&uuml;ndelung von &ouml;konomischer Macht bei relativ wenigen Menschen, die nie demokratisch gew&auml;hlt wurden, eine &ouml;konomische Macht, die sich zunehmend in politische Macht &uuml;bersetzt. Unsere Demokratie wird dadurch meiner Einsch&auml;tzung nach immer mehr ausgeh&ouml;hlt. Wenn wir nicht aufpassen, k&ouml;nnten wir bald in einer Oligarchie oder Aristokratie aufwachen. Wir k&ouml;nnen uns dessen bewusst werden und es &auml;ndern: <\/p><p>Eine erste einfache Gegenma&szlig;nahme w&auml;re eine progressive Bodenabgabe nach einem Freibetrag von vielleicht zwei Millionen Euro pro Kopf, um langfristig privaten Gro&szlig;grundbesitz abzuschaffen, f&uuml;r den es weder eine &ouml;konomische noch eine ethische Legitimation gibt. Das w&uuml;rde unter anderem zu einem Bau-Boom f&uuml;hren und k&ouml;nnte f&uuml;r eine massive Steuersenkung f&uuml;r Geringverdiener genutzt werden. Zweitens k&ouml;nnte man Industrielobbyisten aus dem Bundestag verbannen, Stichwort Bannmeile um den Bundestag. Drittens k&ouml;nnten wir f&uuml;r eine plurale, dezentrale, freie und unabh&auml;ngige Medienlandschaft sorgen, unter anderem durch eine progressive, gr&ouml;&szlig;enabh&auml;ngige Steuer auf Medienkonzerne, um langfristig deren Gr&ouml;&szlig;e und Einflussnahme zu limitieren nach dem Motto, small is beautiful, Meinungsmacht begrenzen. Weitere Ma&szlig;nahmen finden sich in meinem Buch &bdquo;Das Mephisto-Prinzip in unserer Wirtschaft&ldquo;, das man kostenlos komplett hier[<a href=\"#foot_24\" name=\"note_24\">24<\/a>] herunterladen kann.<\/p><p>Titelbild: SNEHIT PHOTO\/shutterstock.com<\/p><p><em><strong>Zum Autor:<\/strong> Prof. Dr. <strong>Christian Krei&szlig;<\/strong>, Jahrgang 1962: Studium und Promotion in Volkswirtschaftslehre und Wirtschaftsgeschichte an der LMU M&uuml;nchen. Neun Jahre Berufst&auml;tigkeit als Bankier, davon sieben Jahre als Investment Banker. Seit 2002 Professor f&uuml;r BWL mit Schwerpunkt Investition, Finanzierung und Volkswirtschaftslehre. Autor von sieben B&uuml;chern: Gekaufte Wissenschaft (2020); Das Mephisto-Prinzip in unserer Wirtschaft (2019); BWL &ndash; Blenden Wuchern Lamentieren (2019, zusammen mit Heinz Siebenbrock); Werbung nein danke (2016); Gekaufte Forschung (2015); Geplanter Verschlei&szlig; (2014); Profitwahn (2013). Drei Einladungen in den Deutschen Bundestag als unabh&auml;ngiger Experte (Gr&uuml;ne, Linke, SPD). Zahlreiche Fernseh-, Rundfunk- und Zeitschriften-Interviews, &ouml;ffentliche Vortr&auml;ge und Ver&ouml;ffentlichungen. Mitglied bei ver.di und Christen f&uuml;r gerechte Wirtschaftsordnung. Homepage <a href=\"http:\/\/www.menschengerechtewirtschaft.de\/\">menschengerechtewirtschaft.de<\/a> <\/em><\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><div class=\"footnote\">\n<p>[<a href=\"#note_1\" name=\"foot_1\">&laquo;1<\/a>] <a href=\"https:\/\/www.nytimes.com\/2023\/05\/01\/business\/first-republic-bank-jpmorgan.html?campaign_id=190&amp;emc=edit_ufn_20230501&amp;instance_id=91475&amp;nl=from-the-times&amp;regi_id=106400176&amp;segment_id=131795&amp;te=1&amp;user_id=2d4af86ab3b9023648e49aa38e005d93\">nytimes.com\/2023\/05\/01\/business\/first-republic-bank-jpmorgan.html?campaign_id=190&amp;emc=edit_ufn_20230501&amp;instance_id=91475&amp;nl=from-the-times&amp;regi_id=106400176&amp;segment_id=131795&amp;te=1&amp;user_id=2d4af86ab3b9023648e49aa38e005d93<\/a><\/p>\n<p>[<a href=\"#note_2\" name=\"foot_2\">&laquo;2<\/a>] Wall Street Journal 30.3.2023: Threat of a Slow-Boil Bank Crisis Endures<\/p>\n<p>[<a href=\"#note_3\" name=\"foot_3\">&laquo;3<\/a>] Wall Street Journal 27.4.2023: Banking Turmoil Is Tip of Debt Iceberg<\/p>\n<p>[<a href=\"#note_4\" name=\"foot_4\">&laquo;4<\/a>] Wall Street Journal 13.4.2023: For Regional Banks, Surviving Won&rsquo;t Be the Same as Thriving<\/p>\n<p>[<a href=\"#note_5\" name=\"foot_5\">&laquo;5<\/a>] Der US-Zinserh&ouml;hungszyklus der FED startete am 16.3.2022 <a href=\"https:\/\/tradingeconomics.com\/united-states\/interest-rate\">tradingeconomics.com\/united-states\/interest-rate<\/a><\/p>\n<p>[<a href=\"#note_6\" name=\"foot_6\">&laquo;6<\/a>] Wall Street Journal 13.4.2023: For Regional Banks, Surviving Won&rsquo;t Be the Same as Thriving<\/p>\n<p>[<a href=\"#note_7\" name=\"foot_7\">&laquo;7<\/a>] Wall Street Journal 7.4.2023: Office Vacancies, High Rates Press Property Bonds<\/p>\n<p>[<a href=\"#note_8\" name=\"foot_8\">&laquo;8<\/a>] Wall Street Journal 14.4.2023: Junk-Rated Companies Struggle With Debt und 27.4.2023: Banking Turmoil Is Tip of Debt Iceberg<\/p>\n<p>[<a href=\"#note_9\" name=\"foot_9\">&laquo;9<\/a>] Wall Street Journal 17.4.2023: Banks Are Pressured To Raise Rates on Deposits<\/p>\n<p>[<a href=\"#note_10\" name=\"foot_10\">&laquo;10<\/a>] Wall Street Journal 24.4.23: Lending Squeeze Is Risk From Bank Fallout<\/p>\n<p>[<a href=\"#note_11\" name=\"foot_11\">&laquo;11<\/a>] Wall Street Journal 31.3.2023: Bank Fears Hit Small Lenders, Clients<\/p>\n<p>[<a href=\"#note_12\" name=\"foot_12\">&laquo;12<\/a>] Wall Street Journal 30.3.2023: Threat of a Slow-Boil Bank Crisis Endures<\/p>\n<p>[<a href=\"#note_13\" name=\"foot_13\">&laquo;13<\/a>] <a href=\"https:\/\/banks.data.fdic.gov\/explore\/historical?displayFields=STNAME%2CTOTAL%2CBRANCHES%2CNew_Char&amp;selectedEndDate=2022&amp;selectedReport=CBS&amp;selectedStartDate=1934&amp;selectedStates=0&amp;sortField=YEAR&amp;sortOrder=desc\">banks.data.fdic.gov\/explore\/historical?displayFields=STNAME%2CTOTAL%2CBRANCHES%2CNew_Char&amp;selectedEndDate=2022&amp;selectedReport=CBS&amp;selectedStartDate=1934&amp;selectedStates=0&amp;sortField=YEAR&amp;sortOrder=desc<\/a><\/p>\n<p>[<a href=\"#note_14\" name=\"foot_14\">&laquo;14<\/a>] Wall Street Journal 17.4.2023: Banks Are Pressured To Raise Rates on Deposits<\/p>\n<p>[<a href=\"#note_15\" name=\"foot_15\">&laquo;15<\/a>] <a href=\"https:\/\/service.destatis.de\/DE\/WirtschaftJahrtausendwendeEuropa\/bloc-3d.html\">service.destatis.de\/DE\/WirtschaftJahrtausendwendeEuropa\/bloc-3d.html<\/a><\/p>\n<p>[<a href=\"#note_16\" name=\"foot_16\">&laquo;16<\/a>] Bankstellenbericht 2021 der Deutschen Bundesbank vom 8.7.2022: <a href=\"https:\/\/www.bundesbank.de\/resource\/blob\/894918\/e4f32b6ca4130522d8db47352d32cdbf\/mL\/bankstellenbericht-2021-data.pdf\">bundesbank.de\/resource\/blob\/894918\/e4f32b6ca4130522d8db47352d32cdbf\/mL\/bankstellenbericht-2021-data.pdf<\/a><\/p>\n<p>[<a href=\"#note_17\" name=\"foot_17\">&laquo;17<\/a>] Bankstellenbericht 2021 der Deutschen Bundesbank, S.9<\/p>\n<p>[<a href=\"#note_18\" name=\"foot_18\">&laquo;18<\/a>] Forbes Jul 17, 2017, <a href=\"https:\/\/www.forbes.com\/sites\/gradsoflife\/2018\/11\/06\/salute-to-skills-workshops-for-warriors-and-hire-heroes-usa\/\">forbes.com\/sites\/gradsoflife\/2018\/11\/06\/salute-to-skills-workshops-for-warriors-and-hire-heroes-usa\/#343e37385a11<\/a><\/p>\n<p>[<a href=\"#note_19\" name=\"foot_19\">&laquo;19<\/a>] <a href=\"https:\/\/oxfamilibrary.openrepository.com\/bitstream\/handle\/10546\/621341\/bp-inequality-kills-170122-en.pdf\">oxfamilibrary.openrepository.com\/bitstream\/handle\/10546\/621341\/bp-inequality-kills-170122-en.pdf<\/a><\/p>\n<p>[<a href=\"#note_20\" name=\"foot_20\">&laquo;20<\/a>] Inequality.org 9.8.2021<\/p>\n<p>[<a href=\"#note_21\" name=\"foot_21\">&laquo;21<\/a>] Wall Street Journal, Dion Rabouin: Why Big Companies Love Inflation: <a href=\"https:\/\/www.youtube.com\/watch?v=E3i7TqzW42g\">youtube.com\/watch?v=E3i7TqzW42g<\/a><\/p>\n<p>[<a href=\"#note_22\" name=\"foot_22\">&laquo;22<\/a>] <a href=\"https:\/\/menschengerechtewirtschaft.de\/wp-content\/uploads\/2020\/07\/Buch-Mephisto-30.4.20-mit-Bild-1.pdf\">menschengerechtewirtschaft.de\/wp-content\/uploads\/2020\/07\/Buch-Mephisto-30.4.20-mit-Bild-1.pdf<\/a><\/p>\n<p>[<a href=\"#note_23\" name=\"foot_23\">&laquo;23<\/a>] Inequality.org 3.11.2020<\/p>\n<p>[<a href=\"#note_24\" name=\"foot_24\">&laquo;24<\/a>] <a href=\"https:\/\/menschengerechtewirtschaft.de\/wp-content\/uploads\/2020\/07\/Buch-Mephisto-30.4.20-mit-Bild-1.pdf\">menschengerechtewirtschaft.de\/wp-content\/uploads\/2020\/07\/Buch-Mephisto-30.4.20-mit-Bild-1.pdf<\/a><\/p>\n<\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Am 1. 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