{"id":97139,"date":"2023-05-03T08:36:05","date_gmt":"2023-05-03T06:36:05","guid":{"rendered":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=97139"},"modified":"2023-05-03T08:36:05","modified_gmt":"2023-05-03T06:36:05","slug":"hinweise-des-tages-4349","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=97139","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (AT)<br>\n<!--more--><br>\nWir weisen darauf hin, dass die jeweiligen Anbieter f&uuml;r die Barrierefreiheit ihrer Angebote selbst verantwortlich sind und es durchaus sein kann, dass der Zugang von zun&auml;chst freien Inhalten nach einer Zeit beschr&auml;nkt wird.<\/p><p>Hier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=97139#h01\">Eine neue Epoche der Konfrontation<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=97139#h02\">Atlantic Council best&auml;tigt Vermutung, dass im Sudan ein Stellvertreterkrieg tobt<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=97139#h03\">So zerst&ouml;rt der US-Botschafter in der Schweiz die Kunst der Diplomatie<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=97139#h04\">Die Gr&uuml;nen und der Krieg<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=97139#h05\">Nord gegen S&uuml;d: Darum droht gro&szlig;er Streit um den Strompreis<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=97139#h06\">Die F-35 kostet 62 Mio. Dollar, warum zahlt Deutschland 237 Mio.?<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=97139#h07\">Jordanien ist Gastgeber eines historischen Gipfeltreffens arabischer Ministerpr&auml;sidenten zur Bew&auml;ltigung der Syrienkrise<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=97139#h08\">&raquo;Lasst uns einfach in Ruhe&laquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=97139#h09\">Flagge gezeigt: Feiern und Proteste in Israel.<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=97139#h10\">Verwirrspiel um Verteilung<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=97139#h11\">Wenn Gewinne die Inflation treiben, ist Zinspolitik der falsche Ansatz<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=97139#h12\">Trotz Renten-Erh&ouml;hung: 650.000 Bezieher gehen leer aus<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=97139#h13\">&raquo;Macron ist schwach und das System am Ende&laquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=97139#h14\">Patrick Graichen: &ldquo;Habeck muss erkl&auml;ren, wie es dazu kommen konnte&rdquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=97139#h15\">Kai Wegners Wahl zum Regierenden B&uuml;rgermeister: Mangelndes Demokratieverst&auml;ndnis<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Verantwortlich f&uuml;r die Richtigkeit der zitierten Texte sind die jeweiligen Quellen und nicht die NachDenkSeiten. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>Eine neue Epoche der Konfrontation<\/strong><br>\nDas deutsch-franz&ouml;sische Landkampfsystem MGCS, ein Nachfolgeprojekt f&uuml;r den Kampfpanzer Leopard 2, ist vom Scheitern bedroht. Wie das Bundesverteidigungsministerium in einem vertraulichen Bericht einr&auml;umt, haben Differenzen zwischen Berlin und Paris schon heute, kaum sechs Jahre nach dem offiziellen Start des Vorhabens, zu &bdquo;mehrj&auml;hrigen Verz&ouml;gerungen im urspr&uuml;nglichen Programmplan&ldquo; gef&uuml;hrt. Die eigentlich f&uuml;r 2035 geplante Fertigstellung sei &bdquo;nicht mehr realisierbar&ldquo;; zu rechnen sei mit einer Indienststellung des MGCS fr&uuml;hestens im Jahr 2040. Deutsche Panzerbauer legen inzwischen Alternativen vor &ndash; Rheinmetall etwa den Kampfpanzer Panther; dar&uuml;ber hinaus ist inzwischen auch eine weitere Modernisierung des bew&auml;hrten Leopard 2 zum Leopard 2A8 geplant. Deutsch-franz&ouml;sische Streitigkeiten pr&auml;gen die europ&auml;ische R&uuml;stungsbranche auch jenseits des MGCS, so etwa beim Kampfjet der n&auml;chsten Generation (FCAS) oder bei Berlins Pl&auml;nen f&uuml;r ein neues europ&auml;isches Flugabwehrsystem. In Paris weisen Experten darauf hin, dass sich die Bundesregierung im Ukraine-Krieg nicht Frankreich, sondern vielmehr den USA angen&auml;hert hat, und warnen vor einer innereurop&auml;ischen &bdquo;Epoche der Konfrontation&ldquo;.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.german-foreign-policy.com\/news\/detail\/9227\">German Foreign Policy <\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>Atlantic Council best&auml;tigt Vermutung, dass im Sudan ein Stellvertreterkrieg tobt<\/strong><br>\nDer Atlantic Council, eine Vorfeldorganisation der Nato, hat einen Vorschlag ver&ouml;ffentlicht, wie der B&uuml;rgerkrieg im Sudan schnell beendet werden sollte. Da einer der beiden kriegf&uuml;hrenden Gener&auml;le enge Kontakte mit Russland pflegt und ein Abkommen f&uuml;r eine russische Marinebasis am Roten Meer ausgehandelt hat, w&auml;hrend der ander vom US-Alliierten &Auml;gypten gest&uuml;tzt wird, &uuml;berrascht es nicht sehr, dass sich der Vorschlag vor allem gegen Ersteren richtet.<br>\nInteressant ist, was wir, wie schon in den Massenmedien, auch nicht im Beitrag des Atlantic Council erfahren: Dass die sudanesische Armee kurz vor Ausbruch der K&auml;mpfe den Vertrag &uuml;ber eine russische Marinebasis im Gegenzug gegen Waffenlieferungen gutgehei&szlig;en hat. Wir erfahren nur, dass General Dagalo, der Kommandant der paramilit&auml;rischen Einheit RSF, Kontakte zu (US-Feind) Russland pflegt und dass sein Widersacher al-Burhan, Oberbefehlshaber der regul&auml;ren Streitkr&auml;fte SAF, von (US-Sch&uuml;tzling) &Auml;gypten unterst&uuml;tzt wird.<br>\nDas ist aber angeblich nicht der Grund f&uuml;r das Vorgehen, das der Autor des Atlantic Council vorschl&auml;gt. N&auml;mlich, dass die Vereinigten Arabischen Emirate und Saudi-Arabien, wo die meisten sudanesischen Gesch&auml;ftsleute &ndash; wie Dagalo &ndash; ihre Konten haben, alle Verm&ouml;genswerte von Dagalo einfrieren, damit er seine Streitkraft nicht mehr bezahlen kann. Die Verm&ouml;genswerte seien alle bereits identifiziert &ndash; von wem, darf man raten.<br>\nDamit soll Druck auf ihn gemacht werden, damit er seine RSF umgehend in der regul&auml;ren Armee aufgehen l&auml;sst, also seinem Kontrahenten al-Burhan, die alleinige Macht &uuml;berl&auml;sst. Dass es dieses Ansinnen al-Burhans war &ndash; m&ouml;glicherweise inspiriert von einem Vorschlag der US-Regierung (?) &ndash; das zum Ausbruch des Kriegs zwischen den beiden Gener&auml;len gef&uuml;hrt hat, wird versch&auml;mt verschwiegen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/norberthaering.de\/new\/atlantic-council-sudan\/\">Norbert H&auml;ring<\/a>\n<p>dazu auch: <strong>US-Fehleinsch&auml;tzung sch&uuml;rte Sudan-Konflikt<\/strong><br>\nIm Sudan k&auml;mpfen seit Mitte April die Gener&auml;le der sudanesischen Armee und der paramilit&auml;rischen Rapid Support Forces (RSF) um die Kontrolle der Hauptstadt Khartum. Eine Mitverantwortung f&uuml;r den Konflikt sieht das US-Politikmagazin &bdquo;Foreign Policy&ldquo; auch bei den USA. Sie sollen die Situation im Land in der Vergangenheit falsch eingesch&auml;tzt und den Sudan nach einem Milit&auml;rputsch 2019 zum Teil sich selbst &uuml;berlassen haben. Und auch andere L&auml;nder h&auml;tten eigene Interessen im Sudan verfolgt.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/orf.at\/stories\/3313851\/\">ORF<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>So zerst&ouml;rt der US-Botschafter in der Schweiz die Kunst der Diplomatie<\/strong><br>\nPatrick Lawrence, ein prominenter Autor und Kolumnist in den USA, erkl&auml;rt seinen eigenen Landsleuten, wie der US-Botschafter in der Schweiz, Scott Miller, alle diplomatischen Regeln mit F&uuml;&szlig;en tritt und der Schweiz vorzuschreiben versucht, wie sie sich politisch zu verhalten hat. Und er bezeichnet das die Schweizer und Schweizerinnen beleidigende Auftreten dieses Botschafters als typisch f&uuml;r die gegenw&auml;rtige Au&szlig;enpolitik der USA. Sehr lesenswert! (cm)<br>\nBin ich der einzige Amerikaner, der ins Ausland reist und sich peinlich ber&uuml;hrt f&uuml;hlt vom Verhalten der Diplomaten, die Washington ins Ausland schickt, um f&uuml;r unsere Republik zu sprechen? Es ist schon seltsam, wenn man sich als normaler B&uuml;rger f&uuml;r die aufdringlichen, einschmeichelnden, schikan&ouml;sen, beleidigenden und anderweitig groben &Auml;u&szlig;erungen dieses oder jenes Botschafters in diesem oder jenem Land entschuldigen muss. Aber so ist der Stand der Dinge, wenn das Imperium in der Sp&auml;tphase seine Ellbogen ausfahren l&auml;sst &ndash; ein Begriff, den ich mir von den Schweizern entliehen habe, die igegenw&auml;rtig unter uns leiden.<br>\nScott Miller, der seit etwas mehr als einem Jahr Botschafter des Biden-Regimes in Bern ist, ist in der Tat ein Prachtkerl in dieser Branche. Seiner oft ge&auml;u&szlig;erten Ansicht nach ist er in der Schweiz, um den Schweizern zu sagen, was sie tun sollen. Im Moment ist Miller im ganzen Land unterwegs, weil die Schweiz sich nicht an Washingtons Stellvertreterkrieg gegen Russland in der Ukraine beteiligt. Er setzt Minister unter Druck, verunglimpft diejenigen, die die Weisheit des Krieges in Frage stellen, und beleidigt die Schweizer in Reden und Zeitungsinterviews. Es ist ein Ein-Mann-Angriff auf die lange, lange Tradition der Neutralit&auml;t der Schweiz, der im Stil eines kaiserlichen Prokonsuls gef&uuml;hrt wird, der eine abtr&uuml;nnige Provinz diszipliniert. Schweizer Kommentatoren fragen sich, warum das Eidgen&ouml;ssische Departement f&uuml;r ausw&auml;rtige Angelegenheiten (EDA) diesen taktlosen Ignoranten noch nicht des Landes verwiesen hat.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/globalbridge.ch\/so-zerstoert-der-us-botschafter-in-der-schweiz-die-kunst-der-diplomatie\/\">Globalbridge<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>Die Gr&uuml;nen und der Krieg<\/strong><br>\nDie ersten Gr&uuml;nen hatten einen pazifistischen Ursprung. Ihre Friedfertigkeit haben sie nicht erst in der Zeitenwende verloren. Seit mindestens zwanzig Jahren sind sie kriegsbereit.<br>\nStefan Luft und Sandra Kostner haben zusammen das Buch &raquo;Ukrainekrieg. Warum Europa eine neue Entspannungspolitik braucht&laquo; herausgegeben, in dem Texte verschiedener Autoren zum aktuellen Konflikt in der Ukraine zu finden sind. Unter anderem haben sich darin Wolfgang Streek, Sabine Schiffer und Klaus von Dohnanyi ge&auml;u&szlig;ert.<br>\nDie Gr&uuml;nen verstanden sich in den 1980er-Jahren als &raquo;parlamentarischer Arm der Friedensbewegung&laquo;. Die Friedensbewegung geh&ouml;rte zum Substrat der 1979 gegr&uuml;ndeten Partei wie die Anti-Kernkraft- und die Frauenbewegung. Die Proteste gegen die Stationierung von Mittelstreckenraketen in Deutschland zwischen 1979 und 1983 im Rahmen des &raquo;NATO-Doppelbeschlusses&laquo; gaben den Gr&uuml;nen einen wichtigen &raquo;Mobilisierungsschub&laquo; auf dem Weg in die Parlamente. Die strikte Ablehnung von Gewalt innerstaatlich wie international, die Aufl&ouml;sung der Milit&auml;rbl&ouml;cke und weltweite Abr&uuml;stung geh&ouml;rten zu den zentralen Inhalten gr&uuml;ner Programmatik.<br>\nIn diesem Kontext steht auch die Forderung nach einem Austritt Deutschlands aus der NATO sowie nach einer Aufl&ouml;sung von NATO und Warschauer Pakt. F&uuml;r die Gr&uuml;nen war noch 1988 klar, dass &raquo;es der NATO weniger um diese Werte [Freiheit, Demokratie und Menschenrechte, S.L.] als um die Durchsetzung und Aufrechterhaltung der &ouml;konomischen und politischen Ordnung des Kapitalismus geht&laquo;.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/overton-magazin.de\/buchempfehlungen\/die-gruenen-und-der-krieg\/\">Overton Magazin<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>Nord gegen S&uuml;d: Darum droht gro&szlig;er Streit um den Strompreis<\/strong><br>\nStrom ist in Deutschland dort am teuersten, wo am meisten davon produziert wird. Das muss sich &auml;ndern, meint unser Kolumnist.<br>\nIn der deutschen Politik droht gro&szlig;er Streit. Und ausnahmsweise mal nicht zwischen Finanzminister Christian Lindner und einem anderen Ampel-Minister.<br>\nErst waren es ja Robert Habeck und Karl Lauterbach, die mit Lindner um Geld stritten, jetzt ist es Familienministerin Lisa Paus, die Milliarden f&uuml;r die Kindergrundsicherung braucht. Der gro&szlig;e Streit droht zwischen den Bundesl&auml;ndern, genauer: zwischen denen im Norden und denen im S&uuml;den. Niedersachsen, Schleswig-Holstein und Mecklenburg-Vorpommern gegen Bayern und Baden-W&uuml;rttemberg.<br>\nStreitpunkt: der Strompreis. Im Norden ist Strom n&auml;mlich teurer als im S&uuml;den, obwohl im Norden viel mehr g&uuml;nstiger Strom aus Erneuerbaren produziert wird. Das liegt an den Netzentgelten. Die sind laut &bdquo;Verivox&ldquo; in Schleswig-Holstein rund 60 Prozent teurer als in Bayern. F&uuml;r einen Haushalt macht das bei einem durchschnittlichen Jahresverbrauch von 4000 Kilowattstunden rund 186 Euro Unterschied im Jahr. F&uuml;r Betriebe, die deutlich mehr Strom verbrauchen, entsprechend mehr.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.berliner-zeitung.de\/wirtschaft-verantwortung\/nord-gegen-sued-darum-droht-grosser-streit-um-den-strompreis-li.342960\">Maurice H&ouml;fgen in der Berliner Zeitung<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Die F-35 kostet 62 Mio. Dollar, warum zahlt Deutschland 237 Mio.?<\/strong><br>\nDie Bundesregierung hat im Dezember den Kauf von 35 US-Kampfflugzeugen vom Typ F-35A f&uuml;r 10 Milliarden Euro verk&uuml;ndet. Das ist ein St&uuml;ckpreis von 237 Millionen pro Flugzeug, dabei kostet der Flieger &ldquo;nur&rdquo; 62 Millionen Dollar.<br>\nIm Dezember hat der Anti-Spiegel berichtet, dass die F-35, die die Bundesregierung Ende 2022 bestellt hat, f&uuml;r Deutschland ein Fass ohne Boden werden. Der Grund ist, dass damals gemeldet wurde:\n<blockquote><p>\n&bdquo;Die in der Vorlage genannten Preise beruhten &raquo;auf konservativen Prognosen und Ableitungen der U.S. Regierung&laquo; und st&uuml;nden &raquo;ausdr&uuml;cklich unter dem Vorbehalt der Anpassung&laquo;, hei&szlig;t es in dem Schreiben, das als vertraulich (&raquo;VS- Nur f&uuml;r den Dienstgebrauch&laquo;) gekennzeichnet ist. Es best&uuml;nden aber wie bei &raquo;allen Vertr&auml;gen Risiken&laquo; &ndash; zum Beispiel, weil Standards von Deutschland oder der EU nicht erf&uuml;llt oder n&ouml;tige Nutzungsgenehmigungen nicht erteilt werden k&ouml;nnten.&ldquo;\n<\/p><\/blockquote>\n<p>Im Klartext: Dass die Preise &bdquo;auf konservativen Prognosen und Ableitungen der US-Regierung&ldquo; beruhen und &bdquo;ausdr&uuml;cklich unter dem Vorbehalt der Anpassung&ldquo; stehen, bedeutet, dass die mit ca. 237 Millionen Dollar pro St&uuml;ck ohnehin &uuml;berteuerten Flugzeuge noch viel teurer werden. Und das wurde auch gleich im Vorvertrag vereinbart. Was diese Flugzeuge am Ende kosten werden, wei&szlig; also niemand.<br>\nIn der Privatwirtschaft w&auml;re es undenkbar, einen Kaufvertrag zu unterschreiben, in dem der Kaufpreis nicht geregelt ist. Aber wenn es um Steuergelder geht, k&ouml;nnen Politiker f&uuml;r Verschwendung nicht zur Verantwortung gezogen werden und daher werden wir in den n&auml;chsten Jahren immer wieder Medienberichte lesen, in denen wir erfahren, um wie viele Milliarden diese Maschinen mit der Zeit teurer werden.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.anti-spiegel.ru\/2023\/die-f-35-kostet-62-mio-dollar-warum-zahlt-deutschland-237-mio\/\">Anti-Spiegel<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Jordanien ist Gastgeber eines historischen Gipfeltreffens arabischer Ministerpr&auml;sidenten zur Bew&auml;ltigung der Syrienkrise<\/strong><br>\nDie Spitzendiplomaten aus Syrien, Saudi-Arabien, Irak und &Auml;gypten werden in Jordanien erwartet, um &uuml;ber eine politische L&ouml;sung des vom Westen unterst&uuml;tzten Krieges zu beraten<br>\nDie Au&szlig;enminister Syriens, Saudi-Arabiens, Iraks und &Auml;gyptens werden am 1. Mai in Jordanien eintreffen, um die Gespr&auml;che &uuml;ber die R&uuml;ckkehr Syriens in die Arabische Liga und eine politische L&ouml;sung des seit 12 Jahren andauernden Krieges fortzusetzen.<br>\nLaut Sinan al-Majali, einem Sprecher des jordanischen Au&szlig;enministeriums, findet das Treffen in Amman &ldquo;in Fortsetzung des Konsultationstreffens vom 14. April in Dschidda, Saudi-Arabien&rdquo; statt.<br>\n&ldquo;Die Gespr&auml;che zielen darauf ab, auf den Ergebnissen der Gespr&auml;che aufzubauen, die diese L&auml;nder mit der syrischen Regierung im Rahmen ihrer Vorschl&auml;ge und der jordanischen Initiative gef&uuml;hrt haben, um eine politische L&ouml;sung der syrischen Krise zu erreichen&rdquo;, f&uuml;gte er hinzu.<br>\nBeamte, die mit Reuters sprachen, sagten, dass die jordanische Initiative einen Schritt-f&uuml;r-Schritt-Fahrplan zur Beendigung des Konflikts aufstelle, einschlie&szlig;lich &ldquo;der L&ouml;sung des Fl&uuml;chtlingsproblems, des Schicksals tausender vermisster H&auml;ftlinge, des Drogenschmuggels zwischen Syrien und dem Golf durch Jordanien und der Pr&auml;senz iranischer Milizen in Syrien&rdquo;.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/seniora.org\/politik-wirtschaft\/jordanien-ist-gastgeber-eines-historischen-gipfeltreffens-arabischer-ministerpraesidenten-zur-bewaeltigung-der-syrienkrise\">Seniora.org<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>&raquo;Lasst uns einfach in Ruhe&laquo;<\/strong><br>\nKrieg, Sanktionen, Krise: Erdbeben hat mit Syrien schwer gesch&auml;digtes Land getroffen.<br>\nEtwa 59.000 Menschen haben Anfang Februar beim gro&szlig;en Erdbeben in Vorderasien ihr Leben verloren. Mehr als 8.000 davon in Syrien &ndash; in Aleppo, Idlib, Hama und entlang der Mittelmeerk&uuml;ste zwischen Latakia und Tartus. 45.000 syrische Familien, gesch&auml;tzte 225.000 Personen, wurden obdachlos. In Aleppo-Stadt st&uuml;rzten nach offiziellen Angaben 54 H&auml;user vollst&auml;ndig ein, viele davon waren bereits durch den Krieg besch&auml;digt. Nach offiziellen Angaben konnten bislang in Aleppo und Latakia jeweils 16 H&auml;user wieder instand gesetzt werden. Die Hilfsbereitschaft war gro&szlig;. Kleider und Hygiene- sowie Lebensmittel wurden gespendet, &ouml;ffentliche K&uuml;chen eingerichtet. Die Industriekammer von Aleppo sammelte Spenden, mit denen 900 Familien &ndash; etwa 4.900 Personen &ndash; mit gen&uuml;gend Geld versorgt wurden, um f&uuml;r 1,5 Jahre eine neue Wohnung mieten zu k&ouml;nnen. Syrische Gesch&auml;ftsleute im Ausland spendeten f&uuml;r Milchpulver, das im Zentrum der Stadt an Hilfsbed&uuml;rftige verteilt wird. Syrische Industrielle in &Auml;gypten schickten Dialyseger&auml;te f&uuml;r Krankenh&auml;user. Noch immer ist die Not gro&szlig;, und nicht alle Betroffenen haben eine Unterkunft.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.jungewelt.de\/artikel\/449519.erdbeben-in-syrien-lasst-uns-einfach-in-ruhe.html\">Karin Leukefeld in junge Welt<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>Flagge gezeigt: Feiern und Proteste in Israel.<\/strong><br>\nIsrael feiert dieses Jahr das 75. Jubil&auml;um seiner Gr&uuml;ndung. Zu fragen gilt es diesmal, mehr als jemals zuvor, was genau gefeiert wird. Eine Antwort darauf versuchte der Leitartikel der linksliberalen Tageszeitung Haaretz zum Unabh&auml;ngigkeitstag zu geben. Nach Jahren melancholischer Mutlosigkeit habe das liberal-demokratische Lager Israels bzw. die aus ihm in den letzten Monaten erwachsene Protestbewegung das Unglaubliche geschafft: &raquo;Sie hat den Versuch des Staatsstreichs vorl&auml;ufig aufgehalten, und nicht nur dies, sondern sie hat es auch fertiggebracht, sich wieder die Staatsfahne anzueignen. Dieses Jahr repr&auml;sentiert die Fahne das freie, friedenswillige und normale Israel, und unz&auml;hlige Menschen, die sich von ihr distanziert und ihr gegen&uuml;ber eine zunehmende Entfremdung empfunden hatten, werden sie jetzt mit gro&szlig;em Stolz schwingen.&laquo; Festt&auml;gliches verlangt stets nach Optimismus. Wo jubiliert wird, bedarf es immer auch der Besch&ouml;nigung. Selbst bei einer renommierten Zeitung wie Haaretz. Und dennoch wundert man sich, was wohl dabei gedacht worden sei, gerade die &raquo;R&uuml;ckeroberung&laquo; der Fahne als Paradigma der erfolgreichen Protestbewegung herauszustellen. Nicht von ungef&auml;hr distanzierten sich &uuml;ber Jahre linke Israelis von der enthusiasmierten Fahnenschwenkerei, weil sie eben als Kennzeichen von nationalistischen Gegnern wahrgenommen wurde, erst recht, wenn es sich um jene handelte, die die Fahne als herrschaftlichen Anspruch in den besetzten Gebieten hochhielten &ndash; das erste, wof&uuml;r die Siedler bei jedem neuen illegal &raquo;eroberten&laquo; H&uuml;gel im Westjordanland sorgten, war die Aufpflanzung der Israel-Fahne. Man kann es drehen und wenden, wie man will: Da Israel seit Jahrzehnten f&uuml;r eine menschen- und v&ouml;lkerrechtsfeindliche Besatzungspraxis steht, sind die israelischen Staatsembleme, allen voran die Nationalflagge, damit zwangsl&auml;ufig assoziert.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.jungewelt.de\/artikel\/449529.flagge-gezeigt.html\">Moshe Zuckermann in junge Welt<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>Verwirrspiel um Verteilung<\/strong><br>\nWarum die Bundesbank zu Unrecht weniger Ungleichheit beim Verm&ouml;gen sieht, w&auml;hrend sich die Kluft zwischen Arm und Reich weiter vertieft.<br>\n&raquo;Die Deutschen w&uuml;rden &raquo;immer reicher &ndash; und auch etwas gleicher&laquo; titelte dieser Tage eine gro&szlig;e konservative Tageszeitung. Der Verfasser des Artikels berief sich auf die Resultate einer Befragung der Bundesbank zu den Finanzen privater Haushalte in Deutschland, wonach die Verm&ouml;gensbest&auml;nde, &raquo;insbesondere auch bei Haushalten mit geringem Verm&ouml;gen&laquo;, zwischen 2017 und 2021 &raquo;starke Zuw&auml;chse&laquo; erfahren haben. In diesem Zeitraum sei das Durchschnittsverm&ouml;gen um 36 Prozent auf 316.500 Euro gestiegen. Auch wenn vermutlich kein Durchschnittsb&uuml;rger auch nur ann&auml;hernd so viel Geld besitzt, sondern sich angesichts der Energiepreisexplosion und der Inflation fragt, wie er &uuml;ber die Runden kommt, geht die Bundesbank von einem &raquo;leichten R&uuml;ckgang der Ungleichheit&laquo; aus. Sie begr&uuml;ndet das mit der Covid-19-Pandemie und von dieser beeinflussten Ma&szlig;nahmen wie den Lockdowns, Restaurantschlie&szlig;ungen und Reisebeschr&auml;nkungen, welche die Konsumm&ouml;glichkeiten der Menschen eingeschr&auml;nkt und sie zu verst&auml;rktem Sparen motiviert h&auml;tten. Methodisch fragw&uuml;rdig ist bei solchen Umfragen, dass sich Hochverm&ouml;gende entweder gar nicht an ihnen beteiligen oder falsche Antworten geben und ihren wahren Reichtum verschleiern. Um auch Hyperreiche zu ber&uuml;cksichtigen, griffen Mitarbeiter des Deutschen Instituts f&uuml;r Wirtschaftsforschung (DIW) auf eine Spezialstichprobe von Daten des Sozio-&ouml;konomischen Panels (SOEP) zur&uuml;ck, nahmen eine Sonderbefragung von Verm&ouml;gensmillion&auml;ren vor und bezogen die Reichenliste eines Wirtschaftsmagazins ein. Demnach entfallen heute 67,3 Prozent des Nettogesamtverm&ouml;gens auf das oberste Zehntel der Verteilung, 35,3 Prozent des Nettogesamtverm&ouml;gens konzentrieren sich beim reichsten Prozent der Bev&ouml;lkerung und das reichste Promille kommt immer noch auf 20,4 Prozent des Nettogesamtverm&ouml;gens. Aufgrund der neuen Untersuchungsmethode zeigte das DIW, wie sich die Verteilungsschieflage zugespitzt hat. Von einer leichten Abnahme der Ungleichheit kann also keine Rede sein.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.jungewelt.de\/artikel\/449514.armut-verwirrspiel-um-verteilung.html\">Christoph Butterwegge in junge Welt<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>Wenn Gewinne die Inflation treiben, ist Zinspolitik der falsche Ansatz<\/strong><br>\nDie letzten Jahre waren trotz stark steigender Energiepreise, gest&ouml;rter Lieferketten und Kapazit&auml;tsengp&auml;ssen f&uuml;r viele Konzerne keine Krisenjahre. Nicht nur gro&szlig;e Energiekonzerne meldeten zuletzt Rekordgewinne, sondern auch Unternehmen wie BMW, Bosch, Hapag Lloyd, Porsche, Viessmann und viele mehr. Mercedes-Benz konnte etwa seinen Gewinn 2022 auf gut 20 Milliarden Euro steigern, dank &bdquo;Fokus auf die Spitzenmodelle und disziplinierten Margen- und Kostenmanagements&ldquo;, wie das Unternehmen mitteilte.<br>\nDie Krise spielt sich anderswo ab: bei &bdquo;Otto Normalverdiener&ldquo;. Die Inflationsrate betrug laut Statistischem Bundesamt im Jahr 2022 durchschnittlich 6,4 Prozent. Aktuell liegt sie bei 7,2 Prozent (April vorl&auml;ufig), bei Nahrungsmitteln sogar bei 22,3 Prozent (M&auml;rz). Die Lohnsteigerungen halten bei Weitem nicht mit.<br>\nKrisen, Inflation und Rekordgewinne &ndash; wie passt das zusammen? Die in den USA lehrende deutsche Wirtschaftsprofessorin Isabella Weber ist in einer k&uuml;rzlich ver&ouml;ffentlichten Analyse zusammen mit Co-Autor Evan Wasner der Frage nachgegangen, warum gro&szlig;e Unternehmen ausgerechnet in einer Krise Preiserh&ouml;hungen zur Gewinnsteigerung durchsetzen k&ouml;nnen, die vorher nicht m&ouml;glich waren &ndash; und wie sie dadurch einen Inflationsschub verst&auml;rken.<br>\nIhre &uuml;berraschende Antwort lautet kurz gefasst: nicht trotz, sondern wegen der Energiepreissteigerungen, Nachschubprobleme und Kapazit&auml;tsengp&auml;sse konnten die Konzerne ihre Gewinne kr&auml;ftig steigern. Webers Erkl&auml;rungen haben wirtschaftspolitische Folgen. Werden die Preissteigerungen durch die Gewinne der Unternehmen getrieben, kann das andere Instrumente f&uuml;r die Inflationsbek&auml;mpfung notwendig machen. Die &Ouml;konomin geh&ouml;rte der Gaspreiskommission der Bundesregierung an, der im vergangenen Herbst beschlossene Gaspreisdeckel folgt in wesentlichen Teilen einem Vorschlag Webers.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/norberthaering.de\/reform-der-wirtschaftswissenschaft-dossiers\/inflation-der-gewinne\/\">Norbert H&auml;ring<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>Trotz Renten-Erh&ouml;hung: 650.000 Bezieher gehen leer aus<\/strong><br>\nDie im Juli anstehende Renten-Erh&ouml;hung ist eigentlich eine gute Nachricht. Doch nicht alle Rentnerinnen und Rentner k&ouml;nnen davon profitieren.<br>\nIm Juli d&uuml;rfen sich Rentnerinnen und Rentner &uuml;ber eine satte Rentenerh&ouml;hung freuen. Dann gibt es f&uuml;r Ruhest&auml;ndler im Westen 4,39 Prozent mehr. Rentnerinnen und Rentner im Osten erhalten 5,86 Prozent mehr Geld. W&auml;hrend bei einem Gro&szlig;teil der 21 Millionen Rentner die Freude dar&uuml;ber gro&szlig; sein d&uuml;rfte, profitieren rund 650.000 Seniorinnen und Senioren nicht davon. Im Gegenteil &ndash; ihnen fehlt am Ende sogar Geld.<br>\nDenn f&uuml;r Rentnerinnen und Rentner, die die Grundsicherung beziehen, ist die Rentenerh&ouml;hung eine schlechte Nachricht. Wer seinen Lebensunterhalt nicht mit der Rente abdecken kann, kann Grundsicherung erhalten. Die H&ouml;he unterscheidet sich je nach Renten-H&ouml;he. Laut der Deutschen Rentenversicherung (DRV) sollten Rentner mit einem Gesamteinkommen von unter 924 Euro pr&uuml;fen lassen, ob sie Anspruch haben.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.merkur.de\/wirtschaft\/rente-rentner-erhoehung-senioren-ruhestand-grundsicherung-kuerzung-juli-92249403.html\">Merkur<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>&raquo;Macron ist schwach und das System am Ende&laquo;<\/strong><br>\nWarum die &raquo;Rentenreform&laquo; in Frankreich noch lange nicht durch ist und die Gewerkschaften ihren Kampf nicht aufgeben. Ein Gespr&auml;ch mit Andr&eacute; Hemmerle.<br>\nAndr&eacute; Hemmerle arbeitet seit 1977 als Sekret&auml;r der franz&ouml;sischen Gewerkschaft CGT.<br>\nVor zwei Wochen wurde das Gesetz zur Anhebung des Renteneintrittsalters von Frankreichs Pr&auml;sident Emmanuel Macron im Amtsblatt ver&ouml;ffentlicht, damit ist es offiziell verabschiedet. Ist der Kampf gegen die &raquo;Reform&laquo; jetzt vorbei?<br>\nNein, der Kampf ist noch lange nicht vorbei. Im Gegenteil, die Wut ist noch mal gr&ouml;&szlig;er geworden, und am 1. Mai wird es wieder Massendemonstrationen geben &ndash; gut vorstellbar, dass es die gr&ouml;&szlig;ten seit Beginn der Rentenproteste sein werden.<br>\nAber wie geht es nach dem 1. Mai weiter?<br>\nIm Detail kann ich das noch nicht sagen, aber es werden einige Dinge passieren. Wir werden nicht lockerlassen. Wahrscheinlich werden sich Vertreter der in der &raquo;Intersyndicale&laquo; kooperierenden acht gro&szlig;en Gewerkschaften schon am Abend des 1. Mai treffen, um weitere Aktionen zu beschlie&szlig;en. Konkret wird entschieden werden m&uuml;ssen, ob wir die Demonstrationen so fortsetzen, wie wir es heute machen, oder ob wir nicht gezielter und noch st&auml;rker bestimmte Branchen lahmlegen.<br>\nEs gibt auch noch die Option eines Referendums. Wie stehen die Chancen f&uuml;r einen Erfolg?<br>\nWenn es zu einem Referendum k&auml;me, w&uuml;rden die Menschen mehrheitlich gegen die &raquo;Rentenreform&laquo; stimmen. Doch es ist nicht klar, ob der Verfassungsrat eine solche Abstimmung zulassen wird. Denn die Mitglieder des Verfassungsrats sind so drauf wie die der Regierung. Das sind alles Personen, die schon immer das Volk verraten und sich gegen den sozialen Fortschritt gestellt haben. Sie wissen nicht, was es bedeutet, von seiner Arbeit leben zu m&uuml;ssen.<br>\nDie b&uuml;rgerlichen Medien in Deutschland messen den Protesten und Streiks in Frankreich kaum noch Bedeutung bei. Wie ist die aktuelle Situation?<br>\nEs gibt immer noch sehr viele Streiks. Vielleicht ist das in Deutschland nicht bekannt, aber bei den Protesten geht es nicht nur im die &raquo;Rentenreform&laquo;. Wir k&auml;mpfen auch f&uuml;r h&ouml;here L&ouml;hne, weil immer mehr Menschen wegen der explodierenden Preise nicht &uuml;ber die Runden kommen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.jungewelt.de\/artikel\/449559.arbeitskampf-macron-ist-schwach-und-das-system-am-ende.html\">junge Welt<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>Patrick Graichen: &ldquo;Habeck muss erkl&auml;ren, wie es dazu kommen konnte&rdquo;<\/strong><br>\nWird in Robert Habecks Ministerium gekl&uuml;ngelt? Korruptionsbek&auml;mpfer Timo Lange kritisiert die Vorg&auml;nge um den Staatssekret&auml;r Patrick Graichen.<br>\nProtegieren sich Gr&uuml;ne gegenseitig bei der Stellenbesetzung in hochrangigen Beh&ouml;rdenpositionen? Der Vorwurf steht im Raum, seitdem Staatssekret&auml;r Patrick Graichen einr&auml;umen musste, dass er seinen Trauzeugen f&uuml;r einen Topjob bei der Energieagentur mit ausw&auml;hlte. Sowieso arbeiten im Dunstkreis von Vizekanzler Robert Habeck viele Gr&uuml;ne, die sich schon lange kennen. Wann ist das ein Problem, wann nicht? Timo Lange, Kampagnenleiter der Antikorruptionsagentur Lobbycontrol, gibt Antworten.<br>\nZEIT ONLINE: Der gr&uuml;ne Wirtschaftsstaatssekret&auml;r Patrick Graichen war eines von drei Mitgliedern einer Findungskommission f&uuml;r den neuen Gesch&auml;ftsf&uuml;hrer der Deutschen Energie-Agentur (dena). Am Ende bekam sein Trauzeuge Michael Sch&auml;fer den Job. Sollte Graichen zur&uuml;cktreten, wie die CDU fordert?<br>\nTimo Lange: Das Verhalten von Herrn Graichen war sicherlich nicht korrekt. Er h&auml;tte seinen Interessenkonflikt fr&uuml;hzeitig transparent machen m&uuml;ssen. Jeder Anschein, dass pers&ouml;nliche oder freundschaftliche Beziehungen einen Vorteil bringen, muss nat&uuml;rlich vermieden werden. Graichen hat den hohen Anspr&uuml;chen an Integrit&auml;t und Unabh&auml;ngigkeit der Stellenbesetzung bei einer staatlichen Stelle nicht entsprochen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.zeit.de\/politik\/deutschland\/2023-05\/patrick-graichen-die-gruenen-lobbyismus-robert-habeck-vetternwirtschaft\">Zeit Online<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h15\"><\/a><strong>Kai Wegners Wahl zum Regierenden B&uuml;rgermeister: Mangelndes Demokratieverst&auml;ndnis<\/strong><br>\nEs ist nicht klar, ob Kai Wegner mit Stimmen der AfD zum Regierenden B&uuml;rgermeister Berlins gew&auml;hlt wurde. Die Opposition zeigt sich trotzdem emp&ouml;rt und beweist damit vor allem eins: Ihr Demokratieverst&auml;ndnis ist sanierungsbed&uuml;rftig<br>\nUm mal Wasser in den Wein der Emp&ouml;rung &uuml;ber einen erst im dritten Wahlgang gew&auml;hlten, nach Behauptung der AfD nur durch deren Stimmen m&ouml;glich gemachten CDU-B&uuml;rgermeister der nunmehr schwarz-roten Hauptstadt zu gie&szlig;en: Das Demokratieverst&auml;ndnis sowohl so mancher Genossen als auch mancher Gr&uuml;ner und Linker scheint &auml;hnlich sanierungsbed&uuml;rftig wie die Toiletten der Berliner Schulen.<br>\nAls Erste springt Ricarda Lang artig &uuml;bers AfD-St&ouml;ckchen. &bdquo;Die SPD und die CDU in Berlin haben der Stadt, der Demokratie und der politischen Kultur heute gro&szlig;en Schaden zugef&uuml;gt&ldquo;, t&ouml;nt sie auf Twitter &ndash; nicht etwa durch politische Entscheidungen, sondern &bdquo;indem sie ohne sichere Mehrheit in den dritten Wahlgang gegangen sind&ldquo;. &ndash; Skandal! In einer Demokratie gibt es eine Abstimmung, deren Ergebnis nicht vorher feststeht! Da w&uuml;nscht sich wohl so manche glatt die gute alte DDR zur&uuml;ck. Dort gab es auch nicht dieses l&auml;stige Geheime an den Wahlen. Das erleichterte die Gesinnungspr&uuml;fung ungemein. Im BRD-Berlin dagegen regt sich die Gr&uuml;nen-Bundesvorsitzende dar&uuml;ber auf, dass Schwarz-Rot &bdquo;so zugelassen haben, dass die AfD die Wahl Wegners f&uuml;r sich reklamieren kann&ldquo;. Auch h&uuml;bsch. Erinnert an die Rhetorik eines Donald Trump, der Wahlen als pers&ouml;nliches Eigentum betrachtet, das man &bdquo;stehlen&ldquo; kann. Oder eben, wie bei den Gr&uuml;nen, &bdquo;f&uuml;r sich reklamieren&ldquo;.<br>\nDer Linken-Fraktionsgesch&auml;ftsf&uuml;hrer im Bundestag, Jan Korte, sch&auml;umt &auml;hnlich unreflektiert: &bdquo;Wegner l&auml;sst sich ohne Skrupel vereidigen, trotz des Verdachts, Regierender B&uuml;rgermeister von Gnaden der AfD-Faschos zu sein.&ldquo; Das dreht die demokratieferne Schraube noch etwas weiter, hin zum Gottesgnadentum. Mehr Ehre kann man den &ndash; &uuml;brigens ebenfalls demokratisch gew&auml;hlten &ndash; Rechtspopulisten kaum machen. In deren Parteizentrale knallen sicherlich die Sektkorken ob des gelungenen Coups: So erfolgreich politischen Inhalt zu verdr&auml;ngen, gelingt halt nur den Blauen. Wenn man das mal zu Ende denkt, reicht schon der &bdquo;Verdacht&ldquo; aus, um ein Wahlergebnis zum &bdquo;Fascho&ldquo;-Sieg zu machen. So einfach machen sie es der AfD.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.freitag.de\/autoren\/katharina-koerting\/kai-wegners-wahl-zum-regierenden-buergermeister-mangelndes-demokratieverstaendnis\">der Freitag<\/a><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. 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