{"id":97152,"date":"2023-05-03T11:00:38","date_gmt":"2023-05-03T09:00:38","guid":{"rendered":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=97152"},"modified":"2023-05-03T14:21:09","modified_gmt":"2023-05-03T12:21:09","slug":"donbass-filmregisseur-domke-schulz-sie-wollten-nicht-menschen-zweiter-klasse-sein","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=97152","title":{"rendered":"Donbass-Filmregisseur Domke-Schulz: \u201eSie wollten nicht Menschen zweiter Klasse sein\u201c"},"content":{"rendered":"<p>Der Donbass ist ein Kriegsgebiet, &uuml;ber das die ganze Welt spricht. Aber &ouml;ffentlich-rechtliche und private deutsche Fernsehanstalten mit Informationsauftrag meiden dieses Gebiet wie eine hei&szlig;e Kartoffel. Seit 2014 haben ARD und ZDF keine einzige ausf&uuml;hrliche&nbsp;Film-Dokumentation aus den &bdquo;Volksrepubliken&ldquo; Donezk und Lugansk gesendet,&nbsp;wie sie in den letzten Jahren etwa von mehreren freien Journalisten und Video-Filmern vorgelegt wurden. Wie man ohne geb&uuml;hren-finanzierte Budgets Donbass-Filme machen kann, wollte <strong>Ulrich Heyden<\/strong> in Moskau von dem Regisseur <strong>Wilhelm Domke-Schulz<\/strong> wissen. Der Dokumentarist aus der Gegend um Leipzig drehte[<a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=97152#foot_1\" name=\"note_1\">1<\/a>] in den letzten 30 Jahren Filme f&uuml;r MDR und ARD.<br>\n<!--more--><br>\nDer letzte Film von Domke-Schulz &uuml;ber den B&uuml;rgerkrieg in der Ukraine, <a href=\"https:\/\/vimeo.com\/807582851\">&bdquo;Gesichter des Donbass&ldquo;<\/a>, ist seit einem Monat im Netz. Er beginnt mit einer schockierenden Szene. Vera, eine 42 Jahre alte Frau mit drei Kindern, schnallt sich morgens eine Prothese an die Stelle, wo ihr Unterschenkel von einem ukrainischen Geschoss abgerissen wurde. Vera ist eine von vier Hauptpersonen in dem Film von Domke-Schulz. Die Kamera begleitet diese vier Personen durch ihren Alltag in den &bdquo;Volksrepubliken&ldquo; Lugansk und Donezk. <\/p><p>&bdquo;Gesichter des Donbass&ldquo; zeigt das vielschichtige Bild eines Kriegsgebietes, tieffliegende Kampfflugzeuge, Kinder, die Rosen pflanzen, und teilweise zerst&ouml;rte Schulen, in denen wieder unterrichtet wird. Die Filmsequenzen sind oft nur kurz. Orte und Bilder wechseln schnell. Das ist manchmal irritierend. Einzelne Filmabschnitte vermitteln ein nerv&ouml;ses Gef&uuml;hl, typisch f&uuml;r einen Krieg, wo es keine Gewissheiten gibt und sich die Lage von Sekunde zu Sekunde &auml;ndern kann. <\/p><p>Man sieht von ukrainischen Geschossen zerst&ouml;rte Wohnh&auml;user und zwei junge M&auml;dchen, die immer noch fassungslos vor den Tr&uuml;mmern ihres Hauses stehen. Eine hebt die &Uuml;berreste eines Fensterrahmens aus dem Gras und sagt, &bdquo;das war mal unseres&ldquo;. Man sieht russische Panzer zu ihren Stellungen fahren und man sieht, wie im Schummerlicht eines Sch&uuml;tzengrabens das blutige Bein eines Soldaten notd&uuml;rftig verbunden wird. <\/p><p><strong>Vier Hauptpersonen<\/strong><\/p><p>Wie in einer H&ouml;llenfahrt geht es 90 Minuten durch das Kriegsgebiet. Vier Hauptpersonen erz&auml;hlen, wie sie im Krieg leben. Durch sie wird der Film mit seinen immer wechselnden Episoden zusammengehalten. Diese vier Menschen zeigen, dass ein Leben im Krieg m&ouml;glich ist. Es treten auf: Eine junge Dichterin aus Lugansk, die ihre &Uuml;berlebensphilosophie erkl&auml;rt, ein junger Operns&auml;nger aus Frankreich, der gut Russisch spricht und den man begleitet bei seiner Arbeit in einer Musikschule und bei Auftritten in einem Konzertsaal. Au&szlig;erdem treten auf: Andrej, ein Mann mittleren Alters, der humanit&auml;re Hilfe an Bed&uuml;rftige verteilt, und schlie&szlig;lich ein &auml;lterer Autor von Fantasy-Romanen, der erz&auml;hlt, die gr&ouml;&szlig;te Angst seines Lebens sei der Atomkrieg. Und der sei auch Thema in seinen B&uuml;chern. <\/p><p>Der Film bildet die kompletten acht Jahre B&uuml;rgerkrieg im S&uuml;dosten der Ukraine ab. Zwei historische Schl&uuml;sselszenen werden mit eindrucksvollen Bildern dokumentiert, als auf dem Maidan ukrainische Nationalisten Polizisten mit Molotow-Cocktails in Brand steckten und als sich beim Unabh&auml;ngigkeitsreferendum im Mai 2014 in Mariupol hunderte Meter lange Schlangen vor den Abstimmungslokalen bildeten. <\/p><p><strong>Der Regisseur: &bdquo;Sie wollten nicht Menschen zweiter Klasse sein&ldquo;<\/strong><\/p><p>Ich sah den Film von Domke-Schulz im Haus des russischen Schriftstellerverbandes in Moskau. Es war nur eine kleine Runde von Studenten der Moskauer Filmhochschule WGIK und ein paar Aktivisten der patriotischen Kulturszene zusammengekommen. <\/p><p>Regisseur Domke-Schulz trat mit einer Einleitungsrede auf, in der er erkl&auml;rte, er habe gro&szlig;e Achtung vor den Menschen im Donbass, denn sie h&auml;tten verstanden, was nach dem Staatsstreich in Kiew auf sie zukommt und sie h&auml;tten sich rechtzeitig gewehrt. Das k&ouml;nne er von seinem Heimatland, der DDR, leider nicht sagen. Viele B&uuml;rger h&auml;tten sich von der westdeutschen Propaganda &uuml;ber &bdquo;bl&uuml;hende Landschaften&ldquo; t&auml;uschen lassen. Die Menschen im Donbass aber h&auml;tten begriffen, dass sie ihre kulturelle Identit&auml;t verlieren und Menschen zweiter Klasse werden, wenn sie sich nicht wehren. <\/p><p>Solch eine Einsch&auml;tzung &uuml;ber die deutsche Wiedervereinigung h&ouml;rte man in den letzten 30 Jahren in den russischen Medien nicht. Kritik an der Art und den Folgen der Wiedervereinigung war f&uuml;r die russischen Medien bis vor ein paar Jahren ein Tabu. Der Kreml wollte die deutsche Regierung nicht ver&auml;rgern.<\/p><p>Domke-Schulz berichtet im Gespr&auml;ch mit dem Autor dieser Zeilen mit einem Augenzwinkern, dass die Russen bei seiner Einsch&auml;tzung der Wiedervereinigung immer mit den K&ouml;pfen nicken. Er wisse dann immer nicht, ob das Freundlichkeit oder Zustimmung bedeute. <\/p><p><strong>Erzwungene Einseitigkeit <\/strong><\/p><p>Dass in seinen inzwischen drei Donbass-Filmen nicht beide Seiten des B&uuml;rgerkriegs zu Wort kommen, erkl&auml;rt Domke-Schulz damit, dass er nicht in die Ukraine einreisen konnte, um auch dort Interviews zu f&uuml;hren. Seit seinem Film &uuml;ber den Brandangriff auf ein Gewerkschaftshaus in der S&uuml;dukraine <a href=\"https:\/\/vimeo.com\/681279124\">&bdquo;Remember Odessa&ldquo;<\/a> stehe er auf der Myrotvorets-Liste, auf der &bdquo;Feinde&ldquo; Kiews gelistet sind. Eine Einreise in die Ukraine f&uuml;r Film-Aufnahmen sei f&uuml;r ihn deshalb nicht m&ouml;glich. F&uuml;r den Film &bdquo;Remember Odessa&ldquo; interviewte Domke-Schulz nicht nur die Angeh&ouml;rigen der Opfer des Brandes, sondern auch ukrainische Nationalisten.<\/p><p>Ich fragte den Regisseur, es sei doch aber im Vietnam-Krieg m&ouml;glich gewesen, Kriegsverbrechen aufzudecken. Warum nicht auch heute? Ja, der Journalist Seymour Hersh habe das Massaker von US-Soldaten an der Zivilbev&ouml;lkerung im Dorf My Lai aufgedeckt. Den USA habe das damals sehr geschadet und sie h&auml;tten &ndash; wie jetzt auch die Regierung in Kiew &ndash; daraus gelernt. Journalisten bekommen in der Ukraine nur noch &bdquo;embedded&ldquo; Zugang zum Kriegsgebiet. <\/p><p><strong>ARD und ZDF berichteten nicht &uuml;ber den Anti-Maidan<\/strong><\/p><p>Der Regisseur erinnert sich an Gespr&auml;che mit Kollegen vom ZDF. &bdquo;Die haben komische Gesichter gemacht, als ich ihnen vom Anti-Maidan in Kiew erz&auml;hlte. Es gab zur selben Zeit, wie der Maidan stattfand, auch eine Gegenveranstaltung im Marinski-Park von Kiew, wo Tausende f&uuml;r die Janukowitsch-Regierung demonstrierten. Diese Szene taucht auch in meinem Film &acute;Leben und Sterben im Donbass&acute; auf.&ldquo;<\/p><p>Domke-Schulz hat drei Jahrzehnte f&uuml;r ARD und MDR mit festen Budgets gearbeitet. Die Umstellung auf spendenfinanzierte Dokumentarfilme fiel ihm nicht leicht. Aber es klappte doch, allerdings nur durch einen vereinfachten Produktionsplan. &bdquo;Ich war in Donezk und habe einige Interviews selbst gemacht. Ich schrieb das Konzept, die Drehpl&auml;ne f&uuml;r die Protagonisten und ich habe die Filme montiert.&ldquo; Der Dokumentarfilmer Maksim Fadejew aus Donezk habe wertvolles Film-Material zur Verf&uuml;gung gestellt. Die Produktionszeit f&uuml;r die beiden Donbass-Filme betrug jeweils f&uuml;nf Monate.<\/p><p><strong>Die Liberalen im russischen Kulturbetrieb<\/strong><\/p><p>Der Regisseur hat seine eigene Meinung, auch zur Situation in Russland. Er ist entt&auml;uscht, dass sein Film nicht in einem gro&szlig;en Kino der russischen Hauptstadt und noch nicht mal im &bdquo;Haus des Kinos&ldquo; &ndash; einer traditionellen Spielst&auml;tte f&uuml;r Dokumentarfilme &ndash; gezeigt wurde. &bdquo;Liberale&ldquo; h&auml;tten in Russland noch weite Bereiche des Fernsehens und der Kinos in der Hand, so die Erkl&auml;rung des Regisseurs. Sie s&auml;&szlig;en noch an Schaltstellen der russischen Kulturpolitik und wollten lieber Unterhaltung zeigen als den Krieg vor der eigenen Haust&uuml;r.<\/p><p>Domke-Schulz hat seit 2014 drei Filme &uuml;ber den B&uuml;rgerkrieg in der Ukraine gemacht. Au&szlig;er dem Film &bdquo;Remember Odessa&ldquo; und &bdquo;Gesichter des Donbass&ldquo; auch noch den Film <a href=\"https:\/\/vimeo.com\/686643086\">&bdquo;Leben und Sterben im Donbass&ldquo;<\/a>. Diesen Film, in dem die gesamte Geschichte des ukrainischen B&uuml;rgerkrieges in allen Einzelheiten erz&auml;hlt wird, habe er speziell f&uuml;r Westdeutsche gemacht. Bei einem gro&szlig;en Teil der Westdeutschen g&auml;be es in Bezug auf die Ukraine praktisch kein Vorwissen und man m&uuml;sse &bdquo;praktisch bei Null anfangen&ldquo;, meint der Regisseur. <\/p><p><strong>Kino-Vorf&uuml;hrung f&uuml;r Westdeutsche <\/strong><\/p><p>Domke-Schulz wohnt im Umland von Leipzig, wohin nach der Wiedervereinigung viele Westdeutsche &uuml;bergesiedelt sind. Einige dieser Westdeutschen &ndash; Domke-Schulz nennt sie &bdquo;Siedler&ldquo; &ndash; waren auch bei den Filmabenden, die der Regisseur in seinem Haus-Kino vorf&uuml;hrt. Und da stellte der Filmer fest, dass seine G&auml;ste aus Westdeutschland fast nichts &uuml;ber die Ukraine wissen. Nachdem sie den Film &bdquo;Leben und Sterben im Donbass&ldquo; in seinem Haus-Kino gesehen hatten, seien diese G&auml;ste sehr verunsichert gewesen und wollten ihre Meinung zu dem Film nicht sagen. Sie h&auml;tten nur gegrummelt, &bdquo;da muss ich mich jetzt erstmal mit besch&auml;ftigen&ldquo;.<\/p><p>Warum wissen viele Westdeutsche &uuml;ber den Donbass so wenig oder sogar gar nichts? Der erste Grund ist wohl, dass die gro&szlig;en deutschen Medien direkt aus den Volksrepubliken Donezk und Lugansk nicht berichten. Und auch wenn die Korrespondenten des deutschen Mainstreams aus der Zentralukraine berichten, halten sie sich streng an die Vorgaben der ukrainischen Regierung. Kritische Fragen zur Verfolgung von Andersdenkenden (z.B. <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=91091\">Ukrainische Menschenrechtlerin Larissa Schessler: &bdquo;Alle haben Angst&ldquo; (nachdenkseiten.de)<\/a> ) und Oppositionellen (z.B. <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=91832\">Kiewer Rechtsanwalt Walentin Rybin: &bdquo;Ich f&uuml;rchtete um mein Leben&ldquo; (nachdenkseiten.de)<\/a> ) in der Ukraine oder zur Verfolgung der russisch-orthodoxen Kirche werden von den ARD- und ZDF-Korrespondenten nicht gestellt. <\/p><p><strong>Medien verf&auml;lschen Geschichte<\/strong><\/p><p>Der zweite Grund ist, dass die Geschichte des B&uuml;rgerkrieges in der Ukraine verf&auml;lscht wird, indem wichtige Ereignisse des B&uuml;rgerkriegs in den Erz&auml;hlungen der gro&szlig;en deutschen Medien einfach weggelassen werden, wie der Staatsstreich in Kiew 2014, die Streichung von Russisch als offizielle Regionalsprache durch das ukrainische Parlament (23. Februar 2014), die Entsendung von ukrainischen Truppen in den Donbass (14. April 2014) und der Brandanschlag auf das Gewerkschaftshaus von Odessa (2. Mai 2014). Diese Art der Erz&auml;hlung sieht auf <a href=\"https:\/\/www.tagesschau.de\/ausland\/europa\/ostukraine-donbass-donetsk-luhansk-101.html\">tagesschau.de<\/a> dann so aus: <\/p><blockquote><p>\n&bdquo;<em>Bis zum Kriegsausbruch 2014 war die pro-russische &ldquo;Partei der Regionen&rdquo; des damaligen Pr&auml;sidenten Viktor Janukowitsch dort am st&auml;rksten. Generell waren die Einwohner pro-russisch eingestellt, von der Zentralregierung in Kiew forderten sie mehr sprachliche und wirtschaftliche Mitbestimmung. Diese Stimmung verst&auml;rkte sich, als Janukowitsch infolge des Maidan-Aufstands aus Kiew floh und die pro-westliche Bewegung die F&uuml;hrung &uuml;bernahm. Im Donbass schlugen die politischen Unruhen schnell in gewaltt&auml;tige Auseinandersetzungen um, die sich zu schweren milit&auml;rischen K&auml;mpfen steigerten. Sie konnten erst durch internationale Verhandlungen zum Minsker Abkommen und Einsetzung einer internationalen Beobachtermission der OSZE einged&auml;mmt werden<\/em>.&ldquo;\n<\/p><\/blockquote><p><strong>Donbass-Filmer werden in Deutschland verfemt und verfolgt<\/strong><\/p><p>Wenn man mit Journalisten der gro&szlig;en deutschen Medien &uuml;ber die Berichterstattung zum Ukraine-Krieg spricht, h&ouml;rt man oft das Argument, &bdquo;die Russen&ldquo; w&uuml;rden ARD und ZDF nicht in die &bdquo;Volksrepubliken&ldquo; lassen. Doch das stimmt nicht. 2018 berichteten ARD und ZDF mit eigenen Korrespondenten mit ein paar zwei Minuten langen&nbsp;Nachrichtenst&uuml;cken&nbsp;&uuml;ber die Wahlen in den &bdquo;Volksrepubliken&ldquo;. Auch haben au&szlig;er Wilhelm Domke-Schulz mehrere freie Journalisten und Blogger Filmdokumentationen von dort ver&ouml;ffentlicht, wie die Franz&ouml;sin Anne Laure Bonnel[<a href=\"#foot_2\" name=\"note_2\">2<\/a>], der Engl&auml;nder <a href=\"https:\/\/www.youtube.com\/watch?v=nglrz4U7ous\">Graham Phillips<\/a>,  sowie die Deutschen Marc Bartalmai[<a href=\"#foot_3\" name=\"note_3\">3<\/a>], Alina Lipp[<a href=\"#foot_4\" name=\"note_4\">4<\/a>] und der Autor[<a href=\"#foot_5\" name=\"note_5\">5<\/a>] dieser Zeilen. <\/p><p>Anstatt die Arbeit dieser Journalisten zu w&uuml;rdigen, wurden sie von den gro&szlig;en deutschen Medien als &bdquo;keine echten Journalisten&ldquo;, &bdquo;Russland-nah&ldquo; oder &bdquo;Putin-Lautsprecher&ldquo; abgeurteilt. Der Bloggerin Alina Lipp wurde sogar ihr Konto in Deutschland gesperrt. Die Staatsanwaltschaft G&ouml;ttingen startete gegen Lipp ein Ermittlungsverfahren[<a href=\"#foot_6\" name=\"note_6\">6<\/a>].<\/p><p>&bdquo;Die Welt&ldquo; ver&ouml;ffentlichte im Oktober letzten Jahres einen gro&szlig;en &bdquo;Enth&uuml;llungsartikel&ldquo; &uuml;ber Domke-Schulz, <a href=\"https:\/\/www.welt.de\/politik\/deutschland\/plus241710195\/Prorussische-Aktivisten-Wie-Deutsche-zu-willigen-Gehilfen-Russlands-im-Propagandakrieg-werden.html%2520im%2520Oktober%25202022\">in dem berichtet wurde<\/a>, der Regisseur habe via Internet mit einem Mann aus dem Umfeld von Putin kommuniziert. Das habe ein &bdquo;ukrainischer Hacker&ldquo; herausgefunden.<\/p><p>Domke-Schulz bekam f&uuml;r seinen Film &bdquo;Remember Odessa&ldquo; Preise auf einem Filmfestival in Kalkutta (Indien) und auf dem Filmfestival &bdquo;Solotoj Vitjas&ldquo; in Sewastopol auf der Krim. Auf dem Eurasia-Dokumentarfilmfestival 2022 in Minsk bekam er sogar den Grand Prix. Im Gespr&auml;ch sagte Domke-Schulz, &bdquo;wenn man im Westen froh sein kann, wenn Filme noch nicht gel&ouml;scht oder verboten sind, ist es doch wesentlich netter, hier in Russland einen Preis zu bekommen.&ldquo;<\/p><p>Titelbild: Ulrich Heyden<img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/vg01.met.vgwort.de\/na\/7af49d2aa4f64f94878a449ebc299fa1\" width=\"1\" height=\"1\" alt=\"\"><\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><div class=\"footnote\">\n<p>[<a href=\"#note_1\" name=\"foot_1\">&laquo;1<\/a>] <a href=\"https:\/\/domke-schulz-film.de\/produktionen\/\">domke-schulz-film.de\/produktionen\/<\/a><\/p>\n<p>[<a href=\"#note_2\" name=\"foot_2\">&laquo;2<\/a>] <a href=\"https:\/\/exxpress.at\/umstrittene-kriegsreporterin-franzoesin-berichtet-von-zerstoerungen-in-donetzk\/\">exxpress.at\/umstrittene-kriegsreporterin-franzoesin-berichtet-von-zerstoerungen-in-donetzk\/<\/a><\/p>\n<p>[<a href=\"#note_3\" name=\"foot_3\">&laquo;3<\/a>] Marc Bartalmai lebte seit 2014 l&auml;ngere Zeit in Donezk. Er drehte dort f&uuml;r seine Filme &bdquo;Ukrainian Agony&ldquo; (2015) <a href=\"https:\/\/www.youtube.com\/watch?v=sy759dlJWYE\">youtube.com\/watch?v=sy759dlJWYE<\/a> und &bdquo;Frontstadt Donezk&ldquo; (2017) <a href=\"https:\/\/www.youtube.com\/watch?v=w5-JPEcMHfg\">youtube.com\/watch?v=w5-JPEcMHfg<\/a> <\/p>\n<p>[<a href=\"#note_4\" name=\"foot_4\">&laquo;4<\/a>] Alina Lipp, Dokumentarfilm &ldquo;Donbass 2022&rdquo;, <a href=\"https:\/\/vk.com\/video29517891_456253565\">vk.com\/video29517891_456253565<\/a><\/p>\n<p>[<a href=\"#note_5\" name=\"foot_5\">&laquo;5<\/a>] Ulrich Heyden, &bdquo;Sechs Jahre Krieg in Europa &ndash; Reportage Lugansk&ldquo; (2020) <a href=\"https:\/\/www.youtube.com\/watch?v=AvXJtPl-hnQ\">youtube.com\/watch?v=AvXJtPl-hnQ<\/a><\/p>\n<p>[<a href=\"#note_6\" name=\"foot_6\">&laquo;6<\/a>] <a href=\"https:\/\/www.ndr.de\/nachrichten\/niedersachsen\/braunschweig_harz_goettingen\/Staatsanwalt-Goettingen-ermittelt-gegen-YouTuberin-Alina-Lipp,aktuellbraunschweig8804.html\">ndr.de\/nachrichten\/niedersachsen\/braunschweig_harz_goettingen\/Staatsanwalt-Goettingen-ermittelt-gegen-YouTuberin-Alina-Lipp,aktuellbraunschweig8804.html<\/a><\/p>\n<\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Der Donbass ist ein Kriegsgebiet, &uuml;ber das die ganze Welt spricht. 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Seit 2014 haben ARD und ZDF keine einzige ausf&uuml;hrliche&nbsp;Film-Dokumentation aus den &bdquo;Volksrepubliken&ldquo; Donezk und Lugansk gesendet,&nbsp;wie sie in den letzten Jahren etwa von mehreren freien Journalisten und Video-Filmern vorgelegt<\/p>\n<div class=\"readMore\"><a class=\"moretag\" href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=97152\">Weiterlesen<\/a><\/div>\n","protected":false},"author":11,"featured_media":97154,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[917,171],"tags":[912,3379,3004,1919,260],"class_list":["post-97152","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-kultur-und-kulturpolitik","category-militaereinsaetzekriege","tag-buergerkrieg","tag-dokumentarfilme","tag-donbass","tag-lueckenpresse","tag-ukraine"],"jetpack_featured_media_url":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/wp-content\/uploads\/2023\/05\/230503-Wilhelm-Domke-Schulz-Regisseur-von-Donbass-Filmen-Ulrich-Heyden-2023.jpg","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/97152","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/11"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=97152"}],"version-history":[{"count":8,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/97152\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":97178,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/97152\/revisions\/97178"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/media\/97154"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=97152"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=97152"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=97152"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}