{"id":97169,"date":"2023-05-03T13:00:51","date_gmt":"2023-05-03T11:00:51","guid":{"rendered":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=97169"},"modified":"2023-05-03T13:38:05","modified_gmt":"2023-05-03T11:38:05","slug":"leserbriefe-zu-ami-go-home-wir-sorgen-selbst-fuer-unsere-sicherheit-durch-europas-militaerische-staerke","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=97169","title":{"rendered":"Leserbriefe zu \u201eAmi go home. Wir sorgen selbst f\u00fcr unsere Sicherheit durch Europas milit\u00e4rische St\u00e4rke\u201c"},"content":{"rendered":"<p><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=96937\">Hier<\/a> wird auf zwei Artikel von Hans-Christian Hoffmann hingewiesen, in denen die Botschaft vermittelt werde, &bdquo;Europa werde &acute;absehbar allein niemals in der Lage sein, ein Gegengewicht zu der neuen Allianz aus Russland und China zu bilden. Daraus folge: &acute;Partnerschaft zu den USA aufbauen statt von einer europ&auml;ischen Gro&szlig;macht zu tr&auml;umen&acute;&ldquo;. Im Gegensatz dazu w&uuml;rden etwa Macron und Oskar Lafontaine denken, &bdquo;Europa m&uuml;sse sein eigenes milit&auml;risches Potential b&uuml;ndeln und &ndash; soweit noch nicht geschehen &ndash; aufbauen&ldquo;. Albrecht M&uuml;ller hinterfragt u.a., ob milit&auml;rische St&auml;rke das einzige und sinnvolle Mittel ist, um Sicherheit zu erreichen. Deutschland k&ouml;nne &bdquo;(zusammen mit Frankreich und anderen) auf Distanz zur Aufr&uuml;stungspolitik der NATO gehen&ldquo;. Es sollte wieder auf Zusammenarbeit und Zusammenleben statt auf Konfrontation setzen. Wir danken f&uuml;r die interessanten Leserbriefe. Hier eine Auswahl, die <strong>Christian Reimann<\/strong> f&uuml;r Sie zusammengestellt hat. Und <strong>eine kurze erg&auml;nzende Vorbemerkung von Albrecht M&uuml;ller<\/strong>.<br>\n<!--more--><br>\nDie Lekt&uuml;re der Leserbriefe lohnt sich. Beeindruckend.<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>1. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Sehr geehrter Herr M&uuml;ller,<br>\n&nbsp;<br>\nIhre &Uuml;berlegungen zu einer grunds&auml;tzlichen Ausrichtung deutscher Politik sind aus meiner Sicht im doppelten Sinne phantastisch. Phantastisch im Sinne von gro&szlig;artig und phantastisch im Sinne von utopisch. Aber ich hatte schon immer eine Schw&auml;che f&uuml;r das Zitat von Che Guevara: &bdquo;Seien wir realistisch. Versuchen wir das Unm&ouml;gliche. &ldquo; Und wer sagt eigentlich, dass es nicht noch einmal eine Konstellation wie zu Zeiten von Willy Brandt gibt, mit schw&auml;chelnden USA, kritischer &Ouml;ffentlichkeit &nbsp;und mutigem politischem Personal. Dann k&ouml;nnte mit Ihren Gedanken das geschehen, was&nbsp; Victor Hugo mit den wunderbaren Worten ausgedr&uuml;ckt hat: &bdquo;Nichts ist st&auml;rker, als eine Idee deren Zeit gekommen ist.&ldquo; Bis dahin gilt es unbedingt &nbsp;Ihre Strategie zu konservieren und so weit wie m&ouml;glich Unterst&uuml;tzer zu finden. Vielen, vielen Dank!<br>\n&nbsp;<br>\nMit freundlichem Gru&szlig;<br>\nEberhard Schwarz<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>2. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Lieber Herr Albrecht M&uuml;ller,<br>\n&nbsp;<br>\nSie sprechen mir und meiner Familie aus der Seele. Genau diese Frage, die Sie in Ihrem Artikel ansprechen habe ich mir als Kriegsdienstverweigerer oder auch Zivi genannt sehr oft gestellt. Warum gehen wir den r&uuml;ckst&auml;ndigen Weg der Militarisierung? Warum nicht den der Entmilitarisierung? Vor wem bitte wollen wir uns verteidigen, wenn wir uns doch mit den Menschen verstehen und in einer gewissen Harmonie mit unseren Nachbarn leben? Gerade die 70er Jahre mit der Entspannungspolitik haben doch gezeigt, dass es m&ouml;glich war, u.a. trotz des sog. Kalten Krieges, friedlich miteinander auszukommen und ein gutes Verh&auml;ltnis zu unseren Nachbarn ganz gleich, ob Ost\/West\/Nord und S&uuml;d aufzubauen, das bis in die 80\/90er Jahre positiv gepflegt wurde. Diese Entwicklung gilt es wieder herzustellen und weiter mit Leben zu f&uuml;llen. Ich w&uuml;rde sogar einen Schritt weitergehen und bin der Meinung, dass Deutschland auf Grund seiner Geschichte und Erfahrung weltweit als Vorbild f&uuml;r eine Entmilitarisierung voran schreiten muss. Das &ldquo;kleine&rdquo; Deutschland will das Klima retten und setzt sich daf&uuml;r das Ziel der Klimaneutralit&auml;t, aber gleichzeitig werden Kriege befeuert und die Aufr&uuml;stung vorangetrieben. Man redet v&ouml;llig sorglos von der atomaren Teilhabe und einer Zeitenwende. Welch perfides Spiel! Wir brauchen eine milit&auml;rische Neutralit&auml;t durch Abr&uuml;stung und die Rolle Deutschlands als weltweiter Unterh&auml;ndler f&uuml;r den Frieden. Das w&auml;re die logische Fortsetzung bzw. Weiterentwicklung der Entspannungspolitik der 70er Jahre!&nbsp;<br>\n&nbsp;<br>\nMit friedlichen Gr&uuml;&szlig;en<br>\nChristian Sauer<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>3. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Hallo Nachdenkseiten-Leserbrief-Redaktion,<\/p><p>zur Ver&ouml;ffentlichung sende ich Ihnen diesen Leserbrief zu &ldquo;Ami go home. Wir sorgen selbst f&uuml;r unsere Sicherheit durch Europas milit&auml;rische St&auml;rke&rdquo; v. 28.04.23:<\/p><p>Deutschland mit einer w&uuml;nschenswerten Zukunft ist ausschlie&szlig;lich in kontinentaler guter Nachbarschaft europ&auml;isch vom Westen &uuml;ber Russland bis China begr&uuml;ndbar<\/p><p>Die Zweifel Albrecht M&uuml;llers an dem Aufbau einer milit&auml;rischen Macht Europas als milit&auml;risch-politischem Gewicht im Kr&auml;ftespiel der Gro&szlig;en USA, NATO, China sind unbedingt begr&uuml;ndet und politisch richtig. Eine milit&auml;rische Macht Europa mit den bekannten R&uuml;stungsprojekten wie FCAS usw. begr&uuml;ndet aus sich heraus &uuml;berhaupt keinerlei Eigenst&auml;ndigkeit bevor nicht grunds&auml;tzliche politische Weichenstellungen national erfolgt sind, denn das vorhandene politisch-b&uuml;rokratische Europa-Gef&uuml;ge ist transatlantisch definiert oder von Aufl&ouml;sung bedroht, denn als Ganzes sich eigenst&auml;ndig zu positionieren ist diesem Gebilde schlicht nicht gegeben, erst recht nicht unter den Bedingungen seit Anfang 2022 in Bezug auf Russland und China. Allein die Betrachtung von Gro&szlig;britannien (trotz Brexit), Frankreich und Deutschland zeigt, dass alle drei Nationen im Windschatten von USA und NATO versuchen, sich zum jeweiligen Vorteil zu positionieren und Deutschland wie seit jeher als die &bdquo;Gro&szlig;macht&ldquo; in der Mitte Europas, die in alle Himmelsrichtungen wirkt. In allen drei Staaten ist die politische Notwendigkeit gegeben, sich des eigenen Scheinriesen-Daseins erst einmal bewusst zu werden &ndash; sich politisch auf die Gr&ouml;&szlig;e zu besinnen, die &ouml;konomisch-politisch noch existiert. 2021\/22 vor dem Krieg h&auml;tte sich Deutschland &ldquo;politisch gro&szlig;&ldquo; gemacht, wenn es sich dem absehbaren Krieg verweigert h&auml;tte, also der Ukraine die NATO auf immer verweigert und auf Nordstream 2 bestanden h&auml;tte. Nunmehr wird ein BK Scholz, seine Partei und seine Regierung alsbald gerade damit argumentieren, dass man sich sozusagen an die Spitze der europ&auml;ischen Staaten gegen Russland exponieren musste, um Polen und die Balten &bdquo;im Zaum zu halten&ldquo;.<\/p><p>Ein progressiver deutscher Ausweg wird niemals wieder in milit&auml;rischer Gr&ouml;&szlig;e bestehen k&ouml;nnen, die letztlich den Zugang zu Atomwaffen bedeuten w&uuml;rde, seien sie von USA und NATO oder aus Frankreich oder gar eigene. Das Deutschland mit einer w&uuml;nschenswerten Zukunft ist ausschlie&szlig;lich in kontinentaler guter Nachbarschaft europ&auml;isch vom Westen &uuml;ber Russland bis China begr&uuml;ndbar, alle anderen Wege f&uuml;hren in die Zerst&ouml;rung &ndash; erst recht unter den Bedingungen &ouml;kologisch w&uuml;nschenswerter Infrastruktur. Das bedeutet, auch zu den USA und damit auch der NATO friedlich und freundlich die Beziehung mit der n&ouml;tigen Distanz zu versehen, die vom Wesen her faktisch vorliegt, wenn man den Weltatlas betrachtet und die US-amerikanischen Pazifik-Absichten. Deutschland muss im eigenen Auftrag auf die Reise gehen und nicht im &bdquo;Auftrag des Herrn&ldquo;. Eine Landesverteidigung im Sinne einer politisch und milit&auml;risch begr&uuml;ndeten Resilienz, die es abenteuerlich gesinnten Staaten schwer macht, Deutschland zu &bdquo;besetzen&ldquo; ist notwendig, aber umgekehrt w&auml;re sie schon notwendig, um die jetzt gegeben &bdquo;Besetzung&ldquo; aufzuheben &ndash; die Partei, die politische F&uuml;hrung und Avantgarde daf&uuml;r, w&uuml;rde ich gerne noch erleben!<\/p><p>Bernd Jacoby<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>4. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Sehr geehrtes Nachdenseiten &ndash; Team, sehr geehrter Herr M&uuml;ller,<br>\n&nbsp;<br>\nzu&nbsp;&ldquo;Ami go home. Wir sorgen selbst f&uuml;r unsere Sicherheit durch Europas milit&auml;rische St&auml;rke&rdquo;<br>\n&nbsp;<br>\nIch greife nur den Satz auf:<br>\n&nbsp;<br>\n&ldquo;Europa werde &bdquo;absehbar allein niemals in der Lage sein, ein Gegengewicht zu der neuen Allianz aus Russland und China zu bilden&ldquo;.<br>\n&nbsp;<br>\nDie alles beinhaltende Frage ist doch:<br>\n&nbsp;<br>\nW a r u m , warum !!&nbsp;&nbsp; in aller Welt m&uuml;ssen wir ein &ldquo;Gegengewicht&rdquo; bilden ??<br>\nWir sind weder vom einen noch vom anderen bedroht!<\/p><p>Der imperialistische Schwachsinn ist zum K&hellip;, pardon &hellip;<br>\n&nbsp;<br>\nmfG<br>\nM H&auml;usler<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>5. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Sehr geehrter Herr M&uuml;ller,<\/p><p>Ihre Reflexionen zum Macron-Interview nach dessen China-Besuch vor allem aber zum Text von Hans-Christian Hoffmann &ldquo;Europa &ndash; Anh&auml;ngsel oder Partner der USA?&rdquo; sind wirklich sehr interessant.<\/p><p>Sie stellen die richtigen Fragen und geben meiner Meinung nach auch die richtigen Antworten, zumindest aber Antworten, die es verdienen, dass man dar&uuml;ber nachdenkt und &ouml;ffentlich diskutiert.<\/p><p>Da die Vorstellung, die Sie in Ihrem ersten Fragenkomplex aufgreifen (Europa als unabh&auml;ngiger Machtkomplex neben USA und Russland\/ China) sehr schnell als unrealistisch ad acta gelegt werden kann, m&ouml;chte ich mich ausschlie&szlig;lich dem zweiten von Ihnen zur Debatte gestellten Fragenkomplex zuwenden, f&uuml;r den exemplarisch die Frage steht (Zitat):<\/p><p>&ldquo;Was spricht denn notfalls dagegen, Polen und seine potenziellen Partner ihren milit&auml;rischen Konfrontationskurs fahren zu lassen, diesen aber nicht mitzumachen und stattdessen auf Sichvertragen zu setzen?&rdquo;<\/p><p>Nein Herr M&uuml;ller, da spricht grunds&auml;tzlich &uuml;berhaupt nichts dagegen. Ich sehe diesen Schritt, den Deutschland idealerweise zusammen mit Frank-reich gehen sollte, sogar als Gebot der Stunde im Sinne der Interessen unserer L&auml;nder, aber auch aus Gr&uuml;nden der v&ouml;lkerrechtlichen Redlichkeit. Denn es ist doch f&uuml;r jeden redlichen Menschen einsehbar, dass es moralisch verwerflich ist, im Windschatten eines Welthegemons auf Kosten anderer, meist bettelarmer L&auml;nder &uuml;ber ungerechten Handel, Ausbeutung von Ressourcen, Farbrevolutionen und andere Schweinereien Vorteile zu erlangen und Wohlstand aufzubauen, wobei dieser Wohlstand dann im wesentlichen bei den wirtschaftlichen Eliten verbleibt und die arbeitende Bev&ouml;lkerung, jedenfalls in gro&szlig;en Teilen, trotzdem noch zusehen muss, wie sie finanziell &uuml;ber die Runden kommt. Au&szlig;erdem w&uuml;rde ich eine weitere sehr attraktive Folge solchen Handelns sehen, n&auml;mlich das&nbsp; schnelle Ende des Krieges in der Ukraine, denn ohne die Unterst&uuml;tzung durch&nbsp; Deutschland und Frankreich w&uuml;rde die Motivation der &ldquo;Willigen&rdquo; in der Ukraine noch lange einen Krieg gegen Russland zu f&uuml;hren, signifikant schwinden und man m&uuml;&szlig;te einem Frieden, der die Sicherheits- und Wirtschaftsinteressen Russlands ausreichend ber&uuml;cksichtigt, zustimmen. Nat&uuml;rlich muss aus deutscher Sicht zumindest mittelfristig auch angestrebt werden, dass die amerikanischen Truppen aus unserem Land abziehen (Stichwort Ramstein) aber selbstredend auch die Atomwaffen der USA verschwinden.<\/p><p>Ich muss nicht besonders betonen, dass dieser Weg aus deutscher Sicht nicht hei&szlig;t, dass die USA f&uuml;r uns dann als Gegner gelten. Es muss immer angestrebt werden, dass wir ein freundschaftliches, friedliches, gerechtes Verh&auml;ltnis (auf Augenh&ouml;he) zu den USA pflegen. Eine andere Frage ist nat&uuml;rlich, wie die ma&szlig;geblichen Kreise in Politik und Wirtschaft der USA auf ein solch souver&auml;nes Verhalten Deutschlands reagieren werden. Wird man uns dann auch sanktionieren? Wird man einen Handelskrieg vom Zaun brechen oder uns gar als systemischen Rivalen einstufen, den es auch milit&auml;risch einzud&auml;mmen gilt? Wird Deutschland bei einem solchen aggressiven Szenario wirtschaftlich bestehen k&ouml;nnen?<\/p><p>Man sieht schon, dass&nbsp; dieser Weg lang und mit vielen Unw&auml;gbarkeiten verbunden ist. Es braucht kluge, vorausschauende Politiker und auch Politikwissenschaftler, die verantwortlich zu handeln wissen. Leute mit einer politischen Schmalspurausbildung an Neoconsschulen wie Frau Baerbock aus Deutschland oder Frau Marin aus Finnland, beide &ldquo;Young Global Leaders&rdquo; aus Klaus Schwabs Klub der Superreichen &ldquo;WEF&rdquo;, sind daf&uuml;r vollkommen ungeeignet. Es f&auml;ngt also schon bei der Ausbildung f&auml;higer F&uuml;hrungskr&auml;fte an, setzt sich fort &uuml;ber die Entwicklung entsprechender Bewegungen aus den V&ouml;lkern und die Bildung von Parteien mit entsprechenden Programmen. Vor allen Dingen aber darf man die Flinte nicht ins Korn schmeissen, niemals! Festzustellen, dass der Gegner zu m&auml;chtig ist und in vielen L&auml;ndern auch noch die Medien beherrscht und es ja doch keinen Zweck hat, w&auml;re das gr&ouml;&szlig;te Versagen, auch moralisch. Hoffnung geben die BRICS-Staaten und der Wunsch nicht weniger L&auml;nder ebenfalls Mitglied dieses B&uuml;ndnisses zu werden. Hoffnung gibt ein immer deutlicher erkennbares Umdenken im globalen S&uuml;den. Wenn wichtige europ&auml;ische L&auml;nder wie Deutschland und Frankreich den Konfrontationskurs verlassen und zu wirklich gerechter Kooperation mit vermeintlichen Rivalen bereit sind, w&uuml;rde das erdrutschartige Verschiebungen im geopolitischen Agieren des politischen Westens nach sich ziehen. Es w&uuml;rde dann f&uuml;r die USA schwieriger,&nbsp; weiterhin Krieg und Sanktionen als Mittel der Politik einzusetzen. Im Geiste Willy Brandts w&uuml;rde ich das mit dem Motto zusammenfassen: Mehr Frieden wagen, sich den Kriegern verweigern!<\/p><p>Es gr&uuml;&szlig;t freundlich<br>\nPeter Werner<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>6. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Welch ein Brustl&ouml;ser, Ihr Artikel zum Thema &bdquo;multipolare Welt&ldquo; und die Rolle Europas darin.<\/p><p>In welcher Welt leben wir? Nach wie vor ist das &bdquo;Imperium USA, die skrupellose Weltmacht&ldquo; (Daniele Ganser, Titel seines Buches).<\/p><p>Nach dem Fall der Sowjetunion scheint es keinerlei Alternativen zur aggressiven Politik des Neoliberalismus zu geben, insbesondere keine zur Unterwerfung Europas unter die USA und deren Narrative.<\/p><p>Und gerade deshalb ist Ihr Beitrag so gut. Er denkt anders.<\/p><p>Wir brauchen keine &bdquo;dritte Supermacht zwischen China und den USA&ldquo;. Wir brauchen endlich eine selbst&auml;ndige Politik gegen&uuml;ber den USA, gegen die &bdquo;US-Bestimmtheit&ldquo;!<\/p><p>&bdquo;Unsere Rolle als Teil Europas k&ouml;nnte aber genau darin bestehen, nicht in Konfrontation mit Russland und auch nicht in Konfrontation mit China oder mit anderen V&ouml;lkern und L&auml;ndern der Welt zu existieren und zu florieren, sondern ganz bewusst statt auf Milit&auml;r auf gute Nachbarschaft zu setzen.&ldquo;<\/p><p>&bdquo;Auf Sichvertragen setzen.&ldquo;<\/p><p>Leider gehen Sie nur auf das Berliner Grundsatzprogramm von 1989 der SPD ein, in welchem die Aufl&ouml;sung der NATO gefordert wird.<\/p><p>Mit dieser Forderung (an die USA) wird auf das Naheliegende verzichtet, n&auml;mlich auf den jederzeit m&ouml;glichen Austritt aus der NATO, welcher in Verbindung mit der K&uuml;ndigung des Truppenstatuts die ideale L&ouml;sung darstellt. Wohlgemerkt: Das ist jederzeit m&ouml;glich, w&auml;hrend das Warten auf die Aufl&ouml;sung der NATO, einem Instrument der Beherrschung Europas durch die USA, in der Tat ohne Perspektive ist.<\/p><p>Ami go home! Raus aus der NATO!<\/p><p>Das nenne ich &bdquo; sehr gravierende und einfache Schritte. Aber sie br&auml;chten uns nicht weniger, sondern mehr Sicherheit. Weil wir nicht mehr das herausragende Ziel von Milit&auml;rschl&auml;gen (Ramstein, B&uuml;chel) w&auml;ren, das aus milit&auml;rischer St&auml;rke und Aufr&uuml;stung folgt&ldquo;.<\/p><p>Mit Ramstein verschw&auml;nde au&szlig;erdem ein Ort, von dem aus die v&ouml;lkerrechtswidrigen Drohnenangriffe und &uuml;berhaupt alle Angriffe auf andere L&auml;nder, Irak, Libyen, Syrien und auch die Milit&auml;roperationen an Russlands Grenze gesteuert werden.<\/p><p>Das w&auml;re eine Befreiung!<\/p><p>Endlich w&auml;re die Souver&auml;nit&auml;t Deutschlands erk&auml;mpft!<\/p><p>Und welche Au&szlig;enpolitik w&uuml;rden wir machen? Eine im Geiste der Neutralit&auml;t, wie etwa die Schweiz es macht, aber eben von deutschem Boden aus. Das ist die logische Folgerung aus dem Austritt aus der NATO.<br>\nMir kommt das ber&uuml;hrende Deutschland-Lied von Bert Brecht in den Sinn:<\/p><blockquote><p>\nAnmut sparet nicht noch M&uuml;he<br>\nLeidenschaft nicht noch Verstand<br>\nDa&szlig; ein gutes Deutschland bl&uuml;he<br>\nWie ein andres gutes Land.<\/p>\n<p>Da&szlig; die V&ouml;lker nicht erbleichen<br>\nWie vor einer R&auml;uberin<br>\nSondern ihre H&auml;nde reichen<br>\nUns wie andern V&ouml;lkern hin.<\/p>\n<p>Und nicht &uuml;ber und nicht unter<br>\nAndern V&ouml;lkern wolln wir sein<br>\nVon der See bis zu den Alpen<br>\nVon der Oder bis zum Rhein.<\/p>\n<p>Und weil wir dies Land verbessern<br>\nLieben und beschirmen wir&rsquo;s<br>\nUnd das liebste mag&rsquo;s uns scheinen<br>\nSo wie andern V&ouml;lkern ihrs.\n<\/p><\/blockquote><p>Vielen Dank Peter Klemm<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>Anmerkung zur Korrespondenz mit den NachDenkSeiten<\/strong><\/p><p>Die NachDenkSeiten freuen sich &uuml;ber Ihre Zuschriften, am besten in einer angemessenen L&auml;nge und mit einem eindeutigen Betreff.<\/p><p>Es gibt die folgenden E-Mail-Adressen:<\/p><ul>\n<li><a href=\"mailto:leserbriefe@nachdenkseiten.de\">leserbriefe(at)nachdenkseiten.de<\/a> f&uuml;r Kommentare zum Inhalt von Beitr&auml;gen.<\/li>\n<li><a href=\"mailto:hinweise@nachdenkseiten.de\">hinweise(at)nachdenkseiten.de<\/a> wenn Sie Links zu Beitr&auml;gen in anderen Medien haben.<\/li>\n<li><a href=\"mailto:videohinweise@nachdenkseiten.de\">videohinweise(at)nachdenkseiten.de<\/a> f&uuml;r die Verlinkung von interessanten Videos.<\/li>\n<li><a href=\"mailto:redaktion@nachdenkseiten.de\">redaktion(at)nachdenkseiten.de<\/a> f&uuml;r Organisatorisches und Fragen an die Redaktion.<\/li>\n<\/ul><p>Weitere Details zu diesem Thema finden Sie in unserer &bdquo;<a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?page_id=47939\">Gebrauchsanleitung<\/a>&ldquo;.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=96937\">Hier<\/a> wird auf zwei Artikel von Hans-Christian Hoffmann hingewiesen, in denen die Botschaft vermittelt werde, &bdquo;Europa werde &acute;absehbar allein niemals in der Lage sein, ein Gegengewicht zu der neuen Allianz aus Russland und China zu bilden. Daraus folge: &acute;Partnerschaft zu den USA aufbauen statt von einer europ&auml;ischen Gro&szlig;macht zu tr&auml;umen&acute;&ldquo;. Im Gegensatz dazu w&uuml;rden<\/p>\n<div class=\"readMore\"><a class=\"moretag\" href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=97169\">Weiterlesen<\/a><\/div>\n","protected":false},"author":11,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[103],"tags":[],"class_list":["post-97169","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-leserbriefe"],"jetpack_featured_media_url":"","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/97169","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/11"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=97169"}],"version-history":[{"count":3,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/97169\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":97173,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/97169\/revisions\/97173"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=97169"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=97169"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=97169"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}