{"id":97438,"date":"2023-05-10T08:45:00","date_gmt":"2023-05-10T06:45:00","guid":{"rendered":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=97438"},"modified":"2023-05-10T08:49:53","modified_gmt":"2023-05-10T06:49:53","slug":"hinweise-des-tages-4354","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=97438","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (AT)<br>\n<!--more--><br>\nWir weisen darauf hin, dass die jeweiligen Anbieter f&uuml;r die Barrierefreiheit ihrer Angebote selbst verantwortlich sind und es durchaus sein kann, dass der Zugang von zun&auml;chst freien Inhalten nach einer Zeit beschr&auml;nkt wird.<\/p><p>Hier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=97438#h01\">Zinserh&ouml;hung der EZB: Ein datenbasierter Ansatz, der die Daten ignoriert<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=97438#h02\">Rheinmetall steigt offenbar ins W&auml;rmepumpengesch&auml;ft ein<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=97438#h03\">Graichen-Aff&auml;re: Wie gr&uuml;nes US-Kapital das Wirtschaftsministerium &ldquo;penetriert&rdquo; hat<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=97438#h04\">Russland: Der traurige Tag des Sieges<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=97438#h05\">So kann &ndash; mit Hilfe Russlands &ndash; eine neue, friedlichere Weltordnung zustandekommen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=97438#h06\">Ukraine-Krieg: Welzer wirft Leitmedien Aktivismus vor<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=97438#h07\">Naher Osten hat wieder nicht nach dem &bdquo;amerikanischen Drehbuch&ldquo; gespielt<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=97438#h08\">Assad ist wieder da: Fiasko der US-Hegemonialpolitik<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=97438#h09\">Bei den Wahlen in der T&uuml;rkei geht es um die Demokratie an sich<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=97438#h10\">Hochqualifizierte Fachkr&auml;fte: Sie kommen nicht, sondern gehen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=97438#h11\">Nach 40 Jahren bekommen Versicherte im Schnitt 1370 Euro Rente &ndash; im Osten ist es noch weniger<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=97438#h12\">Beijing macht dicht<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=97438#h13\">Neues Rechtsgutachten: Chatkontrolle kommt zunehmend unter Druck<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=97438#h14\">B&ouml;hmermann und der Quellenschutz<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Verantwortlich f&uuml;r die Richtigkeit der zitierten Texte sind die jeweiligen Quellen und nicht die NachDenkSeiten. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>Zinserh&ouml;hung der EZB: Ein datenbasierter Ansatz, der die Daten ignoriert<\/strong><br>\nBasierend auf dem, was sie einen datenbasierten Ansatz nennt, hat die EZB am 4. Mai 2023 noch einmal die Zinsen erh&ouml;ht. Dieses Mal sind es zwar &bdquo;nur&ldquo; 0,25 Prozentpunkte, aber die EZB betont in ihrem Statement, dass es &bdquo;ongoing high inflation pressures&ldquo; (anhaltend hohen Inflationsdruck) gebe, die sie zw&auml;ngen, so zu handeln. Am gleichen Tag ver&ouml;ffentlichte Eurostat die Werte f&uuml;r die Ver&auml;nderung der Erzeugerpreise in der Industrie auf dem Inlandsmarkt. Im M&auml;rz 2023 lagen die Erzeugerpreise zwar noch um 5,6 Prozent &uuml;ber ihrem Wert vom Vorjahr, sind aber zum wiederholten Male im Vergleich zum jeweiligen Vormonatswert gefallen.<br>\nMan fragt sich, was anhaltend hoher Inflationsdruck sein soll, wenn die Preise auf der wichtigsten Vorstufe absolut fallen. Betrachtet man die europ&auml;ischen Erzeugerpreise in der &uuml;blichen Berechnungsweise, n&auml;mlich als Ver&auml;nderungsrate gegen&uuml;ber dem gleichen Monat des Vorjahres, wird unmittelbar klar, dass von einem anhaltenden Inflationsdruck nicht mehr die Rede sein kann (Abbildung 1). Im Gegenteil, viel schneller als der Inflationsdruck aufgebaut wurde (schon vor dem Beginn des Krieges in der Ukraine Ende Februar 2022 war bei den europ&auml;ischen Erzeugerpreisen eine Zuwachsrate von 30 Prozent erreicht worden), wird er wieder abgebaut.<br>\nGleiches gilt f&uuml;r Deutschland (Abbildung 2). Hier sind auch die Gro&szlig;handelspreise eingezeichnet, die ebenfalls eindeutig auf eine stark nachlassende Inflationsdynamik hindeuten.<br>\nMan muss sich einmal vor Augen f&uuml;hren, was die herrschende neoliberale Lehre im vergangenen Jahr zur Bedeutung der Erzeugerpreise gesagt hat. Hans-Werner Sinn stellte im September vergangenen Jahres fest, dass im August 2022 &bdquo;die gewerblichen Erzeugerpreise, die das Geschehen auf den Vorstufen der Industrieproduktion messen, um sage und schreibe 46% h&ouml;her als im Vorjahresmonat, nach einem Plus von 37% im Juli&ldquo;. Ziehe man, so Sinn weiter, &bdquo;die langfristige Korrelation zwischen den Preissteigerungsraten der gewerblichen Erzeugerpreise und der Konsumg&uuml;ter zu Rate&ldquo;, stecke in den 46% f&uuml;r Deutschland (im August) eine Konsumg&uuml;terinflation von bis zu 14% f&uuml;r den November (2022) in der Pipeline.<br>\nBekanntlich ist es anders gekommen und man fragt sich, was Herr Sinn wohl dazu sagt, dass der Zuwachs auf der Erzeugerstufe nunmehr auf fast f&uuml;nf Prozent gesunken ist und selbst bei nicht weiter fallenden Preisen in wenigen Monaten eine negative Vorjahresrate erreicht wird? Sagt er dann auch vorher, dass sich das auf der Verbraucherstufe mit einiger Verz&ouml;gerung bemerkbar machen wird?<br>\nIch bezweifle es.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.relevante-oekonomik.com\/2023\/05\/06\/zinserhoehung-der-ezb-ein-datenbasierter-ansatz-der-die-daten-ignoriert\/\">Heiner Flassbeck in Relevante &Ouml;konomik<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>Rheinmetall steigt offenbar ins W&auml;rmepumpengesch&auml;ft ein<\/strong><br>\nDer deutsche R&uuml;stungs- und Autozulieferkonzern Rheinmetall erschlie&szlig;t sich laut einer Meldung des &raquo;Handelsblatts&laquo; ein neues Gesch&auml;ftsfeld: den boomenden Markt f&uuml;r W&auml;rmepumpen. Der Konzern wird einen f&uuml;hrenden deutschen Heizungshersteller mit einer zentralen W&auml;rmepumpen-Komponente beliefern, mit Verdichtern. Das h&auml;tten Konzern-Kreise der Zeitung best&auml;tigt.<br>\nRheinmetall hat einen Gro&szlig;auftrag f&uuml;r die Herstellung von K&auml;ltemittelverdichtern im Volumen von 770 Millionen Euro erhalten. Das hat das Unternehmen selbst Ende Dezember 2022 bekannt gegeben. Offen blieb bislang, wof&uuml;r die Verdichter genau gebaut werden sollten.<br>\nVerdichter, auch Kompressoren genannt, komprimieren in der W&auml;rmepumpe ein K&auml;ltemittel und erzeugen so die W&auml;rme. Sie sind entscheidend f&uuml;r die Qualit&auml;t einer W&auml;rmepumpe, wie ein Motor f&uuml;r ein Auto. So dr&uuml;cken es mehrere Vertreter der Heizungsbranche aus. Sie gelten als Herzst&uuml;ck der Ger&auml;te.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.spiegel.de\/wirtschaft\/rheinmetall-steigt-offenbar-ins-waermepumpengeschaeft-ein-a-02d2e0e9-ad29-49bd-9812-7d16a06146d9\">DER SPIEGEL <\/a>\n<p>dazu: <strong>Industrie meldet Ansturm auf &Ouml;l- und Gasheizungen<\/strong><br>\nDie Heizungshersteller in Deutschland haben im ersten Quartal so viele Heizungen verkauft wie schon lange nicht mehr in einem Fr&uuml;hjahr. Die Verkaufszahlen im W&auml;rmeerzeuger-Markt seien im Vergleich zum Vorjahresquartal um 38 Prozent auf 306.500 verkaufte Anlagen gestiegen, teilte der Bundesverband der Deutschen Heizungsindustrie (BDH) am Dienstag in K&ouml;ln mit. Besonders stark sei der Boom bei den Verk&auml;ufen von W&auml;rmepumpen gewesen, wo die Verkaufszahlen um 111 Prozent auf 96.500 verkaufte Anlagen stiegen.<br>\nNach 980.000 verkauften Heizungen im gesamten Jahr 2022 h&auml;lt der Verband in diesem Jahr mehr als eine Million verkaufte Anlagen f&uuml;r m&ouml;glich. Dies w&auml;ren laut BDH-Abteilungsleiter Ralf Kiryk so viele wie zuletzt Mitte der Neunzigerjahre.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.spiegel.de\/wirtschaft\/service\/heizungstausch-industrie-meldet-ansturm-auf-oel-und-gasheizungen-a-4bc1e45a-2796-4efc-86e1-af84ff28df39\">DER SPIEGEL <\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>Graichen-Aff&auml;re: Wie gr&uuml;nes US-Kapital das Wirtschaftsministerium &ldquo;penetriert&rdquo; hat<\/strong><br>\n2008 gr&uuml;ndete Harvey seine eigene Stiftung, die ClimateWorks Foundation (nicht: Climate Work Foundation). Das n&ouml;tige Kapital stammte wiederum von anderen Stiftungen, darunter Bezos Earth Fund (von Jeff Bezos, Amazon), Chan Zuckerberg Initiative (Mark Zuckerberg, Meta) und Gates Ventures (Bill Gates, Microsoft), also von Gr&uuml;ndern einiger der m&auml;chtigsten und umsatzst&auml;rksten Konzerne auf dem Planeten. [&hellip;]<br>\nZehn Jahre und einige Stiftungsgr&uuml;ndungen sp&auml;ter. Harvey spricht auf der Konferenz der Stiftung Klimaneutralit&auml;t am 21. Mai 2021 in Berlin. Das Motto: &ldquo;Was jetzt zu tun ist. Deutschlands Weg zur Klimaneutralit&auml;t&rdquo;. Ein Blick auf die Rednerliste zeigt: Die Klimaagenda ist l&auml;ngst kein Spleen der gr&uuml;nen Partei mehr. Hohe Tiere aus der Industrie, dem Stiftungssumpf und der Bundespolitik. Rainer Baake, bis 2014 Direktor von Agora Energiewende, seit 2020 Direktor der Stiftung Klimaneutralit&auml;t, Felix Matthes vom &Ouml;ko-Institut, Christian Bruch, Vorstandsvorsitzender der Siemens Energy AG, Bernhard Osburg, Sprecher des Vorstands von Thyssenkrupp Europa, und Werner Baumann, Vorstandsvorsitzender der Bayer AG.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/test.rtde.tech\/inland\/169550-graichen-affaere-wie-gruenes-us-kapital-das-wirtschaftsministerium-penetriert-hat\/%20\">Bj&ouml;rn Kawecki auf RT DE<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Christian Reimann:<\/strong> Es d&uuml;rfte nicht wirklich &uuml;berraschen, dass sich der fr&uuml;here Bundesfinanzminister und amtierende Bundeskanzler f&uuml;r die Interessen sehr Verm&ouml;gender einsetzt. Schlie&szlig;lich ist Herr Scholz ein <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=42376\">Bilderberger<\/a> und <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=43050\">powered by Goldman Sachs<\/a>. Bitte lesen Sie zum Thema auch <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=97240#h08\">&ldquo;Gr&uuml;ner Filz&rdquo; im Habeck-Ministerium: Firma von Graichen-Mitarbeiter wird mit 700.000 Euro gef&ouml;rdert<\/a> sowie &ldquo;Bananenministerium&rdquo;: Phoenix und ARD streichen scharfe Kritik an Habeck-Haus aus Interview und dazu: <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=97348#h08\">N&auml;chster Aufreger um Habecks Staatssekret&auml;r &ndash; Union fordert Scholz-Reaktion<\/a> mit Anmerkungen.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>Russland: Der traurige Tag des Sieges<\/strong><br>\nAm 9. Mai feiert Russland den Tag des Sieges. Neben einer Milit&auml;rparade auf dem Roten Platz und einer Rede von Wladimir Putin findet normalerweise parallel zu dieser Veranstaltung der Marsch des Unsterblichen Regiments statt. Nicht so in diesem Jahr. (&hellip;)<br>\nIm Jahr 2023 wird es keinen Marsch des Unsterblichen Regiments geben. Die Veranstalter haben Sicherheitsbedenken angef&uuml;hrt und bekanntgegeben, dass es in diesem Jahr alternative Formen der Veranstaltung gibt. Dies soll im Wesentlichen auf digitaler Ebene passieren.<br>\nMeine Gespr&auml;che haben gezeigt, dass die Russen sehr traurig wegen dieser Absage sind. Der Gang durch Moskau ist ein hochemotionaler Moment, der der russischen Seele tief unter die Haut geht. Gleichwohl ist die Absage nachvollziehbar, denn eine so gro&szlig;e Masse an Menschen, die ungesch&uuml;tzt durch Moskau gehen, ist ein attraktives Ziel f&uuml;r m&ouml;gliche Angriffe bzw. Anschl&auml;ge.<br>\nDie Absage des Marsches ist jedoch mehr als nur ein trauriger Moment. Man muss sie in den gr&ouml;&szlig;eren Zusammenhang mit dem allgemeinen Russenhass bringen. Sei es die Anklage gegen Putin vor dem Internationalen Gerichtshof, sei es das russophobe Verhalten gegen&uuml;ber russischen Sportlern, K&uuml;nstlern und andere Leidtragenden, sei es die aktive Unterst&uuml;tzung des Regimes in Kiew, das so offen feindselig agiert, wie es kaum noch deutlicher m&ouml;glich w&auml;re.<br>\nRussland hat sich vom Westen abgewendet. Was jahrzehntelang nicht m&ouml;glich erschien, ist nun bittere Wirklichkeit geworden. Man muss sich bewusst machen, dass beispielsweise das Gas immer zuverl&auml;ssig zu den vereinbarten Konditionen geliefert wurde, und das, obwohl die Hetze gegen Russland schon viele Jahre dauert. Vertragstreue war f&uuml;r Russland immer selbstverst&auml;ndlich, man betrachtete das gewisserma&szlig;en pragmatisch.<br>\nDas ist nun vorbei, und es ist nicht absehbar, ob die zerr&uuml;ttete Beziehung je wieder repariert werden kann.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/test.rtde.tech\/meinung\/169554-russland-der-traurige-tag-des-sieges\/\">Tom J. Wellbrock auf RT DE<\/a>\n<p>dazu auch: <strong>Sirenen gegen russischen Botschafter: Weltkriegsgedenken in Polen<\/strong><br>\nEhrenmal blockiert: Ukraine-Aktivisten und Ex-Geheimdienstler nutzen Gedenktag in Warschau f&uuml;r Anti-Russland-Protest. Nicht alle teilen dort ihr Geschichtsbild.<br>\nDer &ldquo;Tag des Sieges&rdquo;, der Feiertag, den die Russische F&ouml;deration von der Sowjetunion zum Gedenken an den Sieg &uuml;ber Nazi-Deutschland &uuml;bernommen hat, war in Warschau durch antirussische Proteste gekennzeichnet.<br>\nAn diesem Dienstag heulten in Warschau um sechs Uhr morgens die Sirenen, Sch&uuml;sse knallten und Detonationen waren zu h&ouml;ren. Mittels dieser Ger&auml;usch-Collage aus Lautsprechern weckten ukrainische Aktivisten die Angeh&ouml;rigen der russischen Botschaft im Viertel Mokotow &ndash; ein Gru&szlig; zum 9. Mai. .<br>\nHinter der lauten Aktion steckt &ldquo;Euromajdan Warszawa&rdquo; eine Gruppe von Ukrainern, die sich bereits w&auml;hrend der Kiewer Proteste 2014 in Polen gebildet hatte. &ldquo;Schickt diese Diplomaten weg von Polen, sie haben nichts mit der zivilisierten Welt zu tun&rdquo;, so ihre Pressemitteilung.<br>\nAktivisten dieser Organisation blockierten auch am Vormittag das sowjetische Ehrenmal in der polnischen Hauptstadt, um zu verhindern, dass der russische Botschafter einen Kranz niederlegen konnte.<br>\nDabei verwandelten sie den Zugang zum Friedhof in ein improvisiertes ukrainisches Gr&auml;berfeld mit blutverschmierten Kreuzen und den blau-gelben ukrainischen Fahnen und lie&szlig;en wieder die Lautsprecher mit den Sirenen jaulen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.telepolis.de\/features\/Sirenen-gegen-russischen-Botschafter-Weltkriegsgedenken-in-Polen-8991736.html\">Telepolis<\/a><\/p>\n<p>und: <strong>9. Mai: Zu den Siegern des Zweiten Weltkrieges<\/strong><br>\nund wie uns der Ukraine-Konflikt an die Schwelle eines Dritten Weltkrieges f&uuml;hrt<br>\n&bdquo;Es gibt nichts Ganzeres als ein gebrochenes Herz.&ldquo;<br>\n(Rabbi Nachman, 1772-1810)<br>\nLegion, Kanadas milit&auml;rhistorisches Magazin, stellte 2018 die Frage, wer den Zweiten Weltkrieg gewann.<br>\n<a href=\"https:\/\/legionmagazine.com\/en\/who-won-the-war-in-europe-historians-weigh-in\/\">legionmagazine.com\/en\/who-won-the-war-in-europe-historians-weigh-in\/<\/a><br>\nDer Artikel machte zun&auml;chst darauf aufmerksam, dass die Sichtweisen darauf h&ouml;chst unterschiedlich sind und sich im Verlauf der Zeit offenbar auch &auml;nderten.<br>\nYougov befragte dazu 2018 Amerikaner, Briten, Franzosen und Deutsche. 50 Prozent der befragten Briten glaubten, ihr Widerstand w&auml;re entscheidend f&uuml;r den Kriegsausgang gewesen. Damit standen sie allerdings allein auf weiter Flur. 56 Prozent der Franzosen glaubten, die USA h&auml;tten den Schl&uuml;sselbeitrag geleistet und 46 Prozent der Amerikaner dachten ebenso. In Deutschland waren es 34 Prozent.<br>\n22 Prozent der befragten Deutschen billigten der Sowjetunion die entscheidende Rolle beim Sieg &uuml;ber den Hitlerfaschismus zu.<br>\n<a href=\"https:\/\/yougov.co.uk\/topics\/international\/articles-reports\/2018\/05\/08\/half-britons-think-britain-did-more-us-and-russia-\">yougov.co.uk\/topics\/international\/articles-reports\/2018\/05\/08\/half-britons-think-britain-did-more-us-and-russia-<\/a><br>\nDer Artikel notierte ebenfalls, dass Franzosen 1945 mit gro&szlig;er Mehrheit (57 Prozent) der Sowjetunion die Hauptrolle unter den Alliierten bei der Zerschlagung von Nazi-Deutschland zugewiesen hatten.<br>\nOffenbar hatte ein dramatisches Umdenken stattgefunden.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/petraerler.substack.com\/p\/9-mai-zu-den-siegern-des-zweiten\">Petra Erler<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>So kann &ndash; mit Hilfe Russlands &ndash; eine neue, friedlichere Weltordnung zustandekommen<\/strong><br>\nW&auml;hrend in der EU die Diskussion fast nur noch darum geht, welche Waffen und welche Munition und aus welchem Land in die Ukraine geliefert werden sollen, gibt es nicht zuletzt auf russischer Seite auch Politologen und Wirtschaftsexperten, die sich um die Zukunft von Russland im Innern und speziell auch um die k&uuml;nftige russische Au&szlig;enpolitik Gedanken machen. Dmitri Trenin geh&ouml;rt zu ihnen; Globalbridge.ch hat schon mehrmals Analysen von ihm &ndash; im deutschsprachigen Raum exklusiv &ndash; publiziert, siehe unten. Auch seine neueste geopolitische und geo&ouml;konomische Analyse zeigt Russlands m&ouml;gliche Perspektiven in den n&auml;chsten Jahrzehnten &ndash; die so negativ nicht sind. (cm)<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/globalbridge.ch\/so-kann-mit-hilfe-russlands-eine-neue-friedlichere-weltordnung-zustandekommen\/\">Globalbridge<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Ukraine-Krieg: Welzer wirft Leitmedien Aktivismus vor<\/strong><br>\nNeue Inhaltsanalyse des Soziologen best&auml;tigt dessen These von Einseitigkeiten der Berichterstattung. Kritiker sch&auml;umen. Welzer f&uuml;rchtet Herbeischreiben einer Eskalation.<br>\nIn einem Punkt trifft Harald Welzer voll ins Schwarze. Da geben ihm auch seine Kritiker Recht. Wer abweichende Lesarten ver&ouml;ffentlicht oder versucht, &ldquo;den beschr&auml;nkten Diskurs zu erweitern&rdquo;, riskiert, &ldquo;mit einer geradezu sch&auml;umenden Diskreditierung belegt&rdquo; zu werden, schreibt der Soziologe und Autor einem Beitrag &uuml;ber die deutsche Medienberichterstattung zum Ukrainekrieg.<br>\nEnde April wurden Kritiker Welzers auf seine &ldquo;Inhaltsanalyse&rdquo;, erschienen in der Zeitschrift Neue Rundschau des Fischer Verlags, aufmerksam. &ldquo;Wir k&ouml;nnen es kurz machen&rdquo;, kommentierte das Leitmedium FAZ: &ldquo;Es ist nicht mehr als die Karikatur einer Studie.&rdquo;<br>\nCarlo Masala, Politikwissenschaftler an der Universit&auml;t der Bundeswehr in M&uuml;nchen, bekannt als engagierter Bef&uuml;rworter der Waffenhilfe f&uuml;r die Ukraine, h&auml;lt Welzer Laientum, Unkenntnis, Ignoranz, Abkanzeln vor. Dessen Zeitschriftenbeitrag sei ein &ldquo;weiteres, relativ mieses St&uuml;ck der ad hominem Verleumdung&rdquo;.<br>\nWelzer liefere eine &ldquo;Pseudo-Studie&rdquo; voller Methodenfehler, die geradezu in einer Unversch&auml;mtheit gegen&uuml;ber dem Journalismus gipfele, kommentiert der fr&uuml;here ZDF-heute-Mitarbeiter und Politikberater (u.a. Wahlkampfmanager der Europ&auml;ischen Gr&uuml;nen Partei) Johannes Hillje.<br>\nEin Ausschnitt nur; wer sucht, findet noch mehr solcher Reaktionen. Was f&uuml;hrt dazu?<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.telepolis.de\/features\/Ukraine-Krieg-Welzer-wirft-Leitmedien-Aktivismus-vor-8991498.html\">Telepolis<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Naher Osten hat wieder nicht nach dem &bdquo;amerikanischen Drehbuch&ldquo; gespielt<\/strong><br>\nNach 12 Jahren der Isolation ist Syrien endlich in die Familie der Arabischen Liga zur&uuml;ckgekehrt. Die Au&szlig;enminister der Arabischen Liga hat am Sonntag auf einer Sondersitzung beschlossen, &bdquo;die syrische Regierungsdelegation mit sofortiger Wirkung wieder in die Sitzungen des Rates der Liga und aller ihrer Organisationen und Gremien aufzunehmen&ldquo;. Nach dem Handschlag zwischen Saudi-Arabien und dem Iran in Beijing wird dies als ein weiterer Meilenstein im Vers&ouml;hnungsprozess im Nahen Osten angesehen.<br>\nSyrien wurde 2011, als die Syrienkrise ausbrach, aus der Liga ausgeschlossen. Dadurch geriet Syrien in eine relative diplomatische Isolation und wurde von den USA und dem Westen mit weiteren Sanktionen belegt.<br>\nEs ist keine &Uuml;berraschung, dass Syrien nach 12 Jahren in die Familie der Arabischen Liga zur&uuml;ckkehren konnte. Betrachtet man die Entwicklung der Lage im Nahen Osten aus einer breiteren Perspektive, so haben der saudi-iranische Handschlag die R&uuml;ckkehr Syriens in die Arabische Liga unmittelbar erleichtert. Da die beiden L&auml;nder in der Syrienkrise unterschiedliche politische Kr&auml;fte unterst&uuml;tzen, hat die saudi-iranische Ann&auml;herung zweifelsohne eine Gelegenheit geschaffen, die Beziehungen zwischen Syrien und den L&auml;ndern der Arabischen Liga zu erleichtern.<br>\nDie internationale Gemeinschaft hat die Wiederaufnahme der Liga in Syrien allgemein begr&uuml;&szlig;t. Analysten sind der Meinung, dass dieser kluge Schritt Syrien helfen wird, die regionale Zusammenarbeit zu st&auml;rken, seine Wirtschaft zu verbessern und sich nach dem Krieg wieder aufzubauen; er wird den arabischen L&auml;ndern helfen, eine politische Koalition zu bilden und eine wichtigere Rolle auf der internationalen B&uuml;hne zu spielen; er wird auch dazu beitragen, einen Konsens &uuml;ber eine politische L&ouml;sung der syrischen Krise zu schmieden und die weitere Entspannung der Lage im Nahen Osten zu f&ouml;rdern.<br>\nAm selben Tag, an dem die Arabische Liga die Wiederaufnahme Syriens in die Liga bekannt gab, besuchte der nationale Sicherheitsberater der USA, Jake Sullivan, Saudi-Arabien. Bloomberg ist der Ansicht, dass die Entscheidung der Liga, die die USA ignoriert hat, den schwindenden Einfluss Washingtons in der Erd&ouml;l exportierenden Region widerspiegelt.<br>\nIn der Tat hat Washington schon seit einiger Zeit Schritte unternommen, um einem Nahen Osten zu begegnen, der nicht mehr nach dem &bdquo;amerikanischen Drehbuch&ldquo; spielen will. Diese haben jedoch die Dynamik der Vers&ouml;hnung im Nahen Osten nicht aufgehalten. Mit dem saudi-iranischen Handschlag und der R&uuml;ckkehr Syriens in die Arabische Liga haben die L&auml;nder des Nahen Ostens klare Signale ausgesandt &ndash; sie wollen Frieden, sie wollen Entwicklung und sie wollen ihren eigenen Weg gehen.<br>\nDie aktuelle Welle der &bdquo;Vers&ouml;hnung&ldquo; im Nahen Osten erinnert die USA daran, dass die Zeiten tats&auml;chlich anders sind.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/german.cri.cn\/2023\/05\/08\/ARTI1kxR3OKgC8tlj4P7dL3U230508.shtml\">CRI online<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>Assad ist wieder da: Fiasko der US-Hegemonialpolitik<\/strong><br>\nDie vielzitierte Zeitenwende begann nicht 2022 in der Ukraine. Sondern mit dem Scheitern des Regimewechsels in Syrien.<br>\nDie arabischen L&auml;nder haben die R&uuml;ckkehr Syriens in die Arabische Liga beschlossen. Damit endet die Isolation der syrischen Regierung, die 2011 aus der Organisation ausgeschlossen wurde. Es ist nur der letzte formale Schritt eines Comebacks, das sich seit Jahren schrittweise vollzogen hat. Bereits 2018 hatten die Vereinigten Arabischen Emirate wieder Botschafter nach Damaskus entsandt. Im M&auml;rz 2022 wurde Assad bereits der rote Teppich bei seinem Staatsbesuch in Dubai und Abu Dhabi ausgerollt. Gleichzeitig wurde damals auch der syrische Aussenminister im saudischen Riad empfangen.<br>\nDie USA und ihre NATO-Verb&uuml;ndeten schlucken jetzt die bittere Pille der neuen Realit&auml;t. Die Pille heisst: Assad is back. Und im Beipackpackzettel steht zu den toxischen Nebenwirkungen: Die geopolitische Strategie der USA im Nahen und Mittleren Osten ist gescheitert.<br>\nDa ist vor etwa zehn Jahren ein langsamer Erdrutsch in Gang gekommen, der die postsowjetische Weltordnung &uuml;ber den Haufen wirft, die aus der Optik von Washington h&auml;tte Teil einer nat&uuml;rlichen Evolution sein sollen. Auch wenn die Pressestelle des Weissen Hauses es nicht so formuliert, es ist ein Schock: Die Araber machen, was sie wollen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.infosperber.ch\/politik\/welt\/assad-ist-wieder-da-fiasko-der-us-hegemonialpolitik\/\">Infosperber<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>Bei den Wahlen in der T&uuml;rkei geht es um die Demokratie an sich<\/strong><br>\nSchon vor dem Erdbeben im Februar war Pr&auml;sident Recep Tayyip Erdo&#287;an f&uuml;r viele Katastrophen in der T&uuml;rkei verantwortlich. Wenn sich das Land von einer dauerhaften autorit&auml;ren Herrschaft abwenden will, muss er bei den Wahlen am 14. Mai abgew&auml;hlt werden.<br>\nDie Menschen trauern um ihre Hinterbliebenen. Das Erdbeben im Februar forderte 50.000 Menschenleben im ganzen Land.<br>\nMehr als je zuvor in den letzten zwei Jahrzehnten steht die T&uuml;rkei an einem Wendepunkt. Am 14. Mai wird das Land ein neues Parlament und einen neuen Pr&auml;sidenten w&auml;hlen. Der autokratische Amtsinhaber Recep Tayyip Erdo&#287;an, der seine zunehmend autorit&auml;re Regierung in den letzten einundzwanzig Jahren gefestigt hat, f&uuml;hrt den Wahlkampf mit Hilfe aller von ihm kontrollierten staatlichen Institutionen. Es bleibt abzuwarten, ob die Kurdinnen und Kurden und die Opposition trotz Erdo&#287;ans Bem&uuml;hungen, sich an die Macht zu klammern und einen demokratischen &Uuml;bergang zu vereiteln, sich Geh&ouml;r verschaffen k&ouml;nnen.<br>\n&raquo;Bei diesen Wahlen treten nicht nur [t&uuml;rkische] B&uuml;ndnisse und Kandidaten gegeneinander an&laquo;, erkl&auml;rte Erdo&#287;an am 13. April auf einer Kundgebung in Malatya nach dem t&ouml;dlichen Erdbeben, das nach offiziellen Angaben landesweit mehr als f&uuml;nfzigtausend Menschen das Leben kostete: &raquo;Der Westen gibt bei diesen Wahlen Anweisungen. Es konkurrieren zudem zwei verschiedene Mentalit&auml;ten, zwei verschiedene Ziele f&uuml;r die T&uuml;rkei.&laquo; Er fuhr fort: &raquo;Diese Wahlen werden nicht nur &uuml;ber die n&auml;chsten f&uuml;nf Jahre entscheiden, sondern auch das n&auml;chste Vierteljahrhundert, das n&auml;chste halbe Jahrhundert unseres Landes und unserer Nation.&laquo;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/jacobin.de\/artikel\/tuerkei-wahlen-erdogan-bei-den-wahlen-in-der-tuerkei-geht-es-um-die-demokratie-an-sich-1\/\">Jacobin<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>Hochqualifizierte Fachkr&auml;fte: Sie kommen nicht, sondern gehen<\/strong><br>\nPersonalmangel im unattraktiven Deutschland: Was falsch l&auml;uft und was zu &auml;ndern w&auml;re. Ein Gastbeitrag.<br>\nDer Personalmangel in Deutschland versch&auml;rft sich kontinuierlich. Mehr als die H&auml;lfte der deutschen Unternehmen hat Schwierigkeiten, offene Stellen zu besetzen. Die Deutsche Industrie- und Handelskammer geht davon aus, dass in Deutschland rund zwei Millionen Arbeitspl&auml;tze vakant bleiben und das bei &uuml;ber 2,6 Millionen Arbeitslosen.<br>\nBereits 2022 fehlten in Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik &ndash; kurz: MINT &ndash; mehr als 340.000 Arbeitskr&auml;fte. Dem Branchenverband Bitkom zur Folge fehlt f&uuml;r die Digitalisierung der Wirtschaft immer mehr Personal.<br>\nBranchen&uuml;bergreifend fehlen IT-Fachkr&auml;fte. Anfang 2022 berichtete Bitkom von 96.000 offenen Stellen f&uuml;r IT-Fachkr&auml;fte. Ende 2022 waren es Statista zufolge bereits 137.000 IT-Fachkr&auml;fte. Die Boston Consulting Group erwartet unter Bezugnahme auf den Future of Jobs-Report, dass Deutschland bis zum Jahr 2030 rund 1,1 Millionen Fachkr&auml;fte in Informatik und Mathematik fehlen werden.<br>\nOhne Fachkr&auml;fte gibt es keine Energiewende und obendrein droht ein massiver Wirtschaftseinbruch, ein Verlust an Wertsch&ouml;pfung und Wohlstand.<br>\nDeutschland ben&ouml;tigt dringend Fachkr&auml;fte, doch um eben diese ist ein globaler Wettbewerb entbrannt.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.telepolis.de\/features\/Hochqualifizierte-Fachkraefte-Sie-kommen-nicht-sondern-gehen-8990794.html\">Telepolis<\/a>\n<p>dazu: <strong>&bdquo;Die k&ouml;nnen alle nichts mehr&rdquo;. Bildungspolitische Perspektiven auf den Arbeitskr&auml;ftebedarf<\/strong><br>\nDie Debatte um die steigende Nachfrage nach Arbeitskr&auml;ften hat in diesem Jahr volle Fahrt aufgenommen. Berichte von Branchenvertreter:innen zeigen regelm&auml;&szlig;ig auf, wie schwierig es sei, derzeit offene Stellen &ndash; vor allem mit jungen Arbeitnehmer:innen &ndash;  zu besetzen. Behauptet wird: &bdquo;Der Arbeitsmarkt ist leergefegt&ldquo;. Ein weiteres Argument, das wiederholt von Unternehmen vorgebracht wird, ist, dass das Bildungsniveau &ndash; besonders der Lehrstellenbewerber:innen &ndash; in den letzten Jahren gesunken sei und die Jugendlichen nicht gen&uuml;gend Kompetenzen aus der Schule mitbringen, um in den Lehrberuf einzusteigen.<br>\n&bdquo;Die Hypothese, der immer schlechter qualifizierten Schulabg&auml;nger:innen ist aber ebenso wenig zu halten, wie jene des leergefegten Arbeitsmarkts. Denn, in den letzten Jahren hat sich der Qualifizierungsgrad der Jugendlichen in &Ouml;sterreich durch die sogenannte Bildungsexpansion substanziell erh&ouml;ht und die Zahl der fr&uuml;hen Schul- und Ausbildungsabg&auml;nger verringert. Zudem wird das Potential an qualifizierten Arbeitskr&auml;ften, die bereits in &Ouml;sterreich leben, nicht vollst&auml;ndig ausgesch&ouml;pft. Aus den bildungswissenschaftlichen Erkenntnissen und Statistiken lassen sich Wege ableiten, wie mit der anhaltend hohen Nachfrage nach qualifizierten Arbeitskr&auml;ften umgegangen werden kann.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/awblog.at\/bildungspolitische-perspektiven\/\">A&amp;W blog<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>Nach 40 Jahren bekommen Versicherte im Schnitt 1370 Euro Rente &ndash; im Osten ist es noch weniger<\/strong><br>\nLangj&auml;hrig Versicherte bekommen den aktuellsten Berechnungen zufolge 1370 Euro Rente im Monat. Die Unterschiede zwischen Ost- und Westdeutschland sind dabei weiterhin deutlich: Langj&auml;hrig Versicherte in den alten Bundesl&auml;ndern bekamen zum Jahresende 2021 im Ruhestand durchschnittlich 1423 Euro, in den neuen Bundesl&auml;ndern lediglich 1255 Euro.<br>\n&Uuml;ber eine entsprechende Antwort des Bundesarbeitsministeriums auf eine Anfrage der Linksfraktion berichtet das &bdquo;Redaktionsnetzwerk Deutschland&ldquo;. Als langj&auml;hrig Versicherter gilt, wer mindestens 40 Jahre lang in die Rentenversicherung eingezahlt hat. Stichtag der vom Ministerium mitgeteilten Zahlen war der 31. Dezember 2021, aktuellere Zahlen aus dem Jahr 2022 lagen demnach noch nicht vor.<br>\nDer Linken-Bundestagsabgeordnete und Ostbeauftrage seiner Fraktion, S&ouml;ren Pellmann, kritisierte die Renten als viel zu niedrig. &bdquo;Im Schnitt 1370 Euro Rente f&uuml;r mindestens 40 Jahre Maloche! Das ist ein skandal&ouml;s geringer Betrag&ldquo;, sagte Pellmann. Das Rentensystem sei defekt und brauche eine General&uuml;berholung.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.welt.de\/politik\/deutschland\/article245218990\/Tiefe-Rentenkluft-Nach-40-Jahren-bekommen-Versicherte-im-Schnitt-1370-Euro-Rente-im-Osten-ist-es-noch-weniger.html\">Welt Online<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung JK:<\/strong> Die Folgen von mehr als 30 Jahren neoliberaler Politik und der proftigetriebenen Zerst&ouml;rung des Rentensystems. Aber, was soll&rsquo;s, es gibt wichtigeres, wie die fl&auml;chendeckende Installation von W&auml;rmepumpen in Deutschland. Daf&uuml;r scheint dann Geld in H&uuml;lle und F&uuml;lle vorhanden zu sein.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>Beijing macht dicht<\/strong><br>\nSteil abw&auml;rts: Das ist die Richtung, in die sich die Beziehungen von Deutschland und China schon bald bewegen k&ouml;nnten, sofern Berlin und Br&uuml;ssel jene Ma&szlig;nahmen umsetzen, die sie gegenw&auml;rtig planen. Die EU-Kommission will neue Sanktionen gegen Unternehmen aus der Volksrepublik verh&auml;ngen &ndash; zum ersten Mal wegen angeblicher oder tats&auml;chlicher Lieferungen an russische R&uuml;stungsunternehmen. Man plant dar&uuml;ber hinaus Beschr&auml;nkungen f&uuml;r Konzerne aus dem EU-Gebiet bei Hightechinvestitionen in China. Die Bundeswehr wird im Juli in Australien die Asien-Pazifik-Man&ouml;ver f&uuml;r Marine und Luftwaffe fortsetzen; der EU-Au&szlig;enbeauftragte Josep Borrell hat sich f&uuml;r regelm&auml;&szlig;ige Patrouillen von Kriegsschiffen aus EU-Staaten in der Taiwanstra&szlig;e ausgesprochen. Den Hintergrund f&uuml;r das alles machen US-Versuche, Chinas Hightechindustrie mit umfassenden Halbleitersanktionen zu ruinieren und die Volksrepublik mit einer dramatischen Aufr&uuml;stung der ersten Inselkette vor ihren K&uuml;sten milit&auml;risch zu bedrohen. Die Lage ist ernst.<br>\nSie ist der Anlass daf&uuml;r, dass Chinas Au&szlig;enminister Qin Gang nach einem Treffen mit dem US-Botschafter am Montag in Beijing jetzt in Europa Gespr&auml;che f&uuml;hrt &ndash; am Dienstag in Berlin, am Mittwoch in Paris, am Freitag in Oslo. Die entscheidende Frage lautet: Werden die europ&auml;ischen Staaten den US-Eskalationskurs in vollem Umfang mittragen?<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.jungewelt.de\/artikel\/450497.beijing-macht-dicht.html\">junge Welt<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>Neues Rechtsgutachten: Chatkontrolle kommt zunehmend unter Druck<\/strong><br>\nImmer mehr Rechtsexpert:innen bezweifeln, dass die sogenannte Chatkontrolle mit EU-Recht vereinbar ist. Der Kritik schlie&szlig;t sich nun der Juristische Dienst des EU-Ministerrats an. Doch an der Kommission perlt die Kritik bislang ab.<br>\nEin heute bekannt gewordenes Rechtsgutachten des Juristischen Dienstes des EU-Ministerrats &auml;u&szlig;ert Zweifel an der Vereinbarkeit der geplanten Chatkontrolle mit EU-Recht. So lasse etwa der bewusst technologieoffen und breit gestaltete Vorschlag der Kommission zu viel Interpretationsspielraum, um die Bedenken in Hinblick auf Grundrechte ausreichend einzusch&auml;tzen.<br>\nDies stehe im Widerspruch zu den Entscheidungen des Europ&auml;ischen Gerichtshofes (EuGH), dem zufolge etwaige Vorgaben f&uuml;r &Uuml;berwachung klar formuliert und zielgerichtet sein m&uuml;ssten. Dies sei im Gesetzentwurf nicht gegeben, denn der Anwendungsbereich von Anordnungen sei &bdquo;weiter gefasst als die Aufdeckung krimineller Handlungen&ldquo;, hei&szlig;t es unter anderem im Gutachten.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/netzpolitik.org\/2023\/neues-rechtsgutachten-chatkontrolle-kommt-zunehmend-unter-druck\/\">netzpolitik.org<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>B&ouml;hmermann und der Quellenschutz<\/strong><br>\nJan B&ouml;hmermann steht in der Kritik, vor einigen Jahren den Quellenschutz verletzt zu haben. Mehrere Medien, darunter auch CORRECTIV, bekamen nun Post von seinem Anwalt. Er habe dem Macher des Ibiza-Videos keine Vertraulichkeit zugesagt. Warum der Quellenschutz besonders wichtig ist. [&hellip;]<br>\nIm Journalismus ist der Quellenschutz ein hohes Gut, weil die Person, die Hinweise gibt, besonderen Schutz verdient. Im Pressekodex des Presserates ist das so ausdr&uuml;cklich in der Richtlinie 5.1 erw&auml;hnt: &bdquo;Hat der Informant die Verwertung seiner Mitteilung davon abh&auml;ngig gemacht, dass er als Quelle unerkennbar oder ungef&auml;hrdet bleibt, so ist diese Bedingung zu respektieren.&ldquo; F&uuml;r eine solche Vertraulichkeit braucht es keinen Vertrag oder eine besondere Absprache. Informantinnen oder Informanten m&uuml;ssen nur deutlich machen, dass sie Quellenschutz beanspruchen.<br>\nMit der Aussage seines Anwalts zieht sich B&ouml;hmermann auf eine juristische Ebene zur&uuml;ck, was sein gutes Recht ist: Wer keine Vertraulichkeit zusagt, muss sich grunds&auml;tzlich auch nicht daran halten. Er dreht den Schutz damit zu seinen Gunsten um. Der Quellenschutz im Journalismus ist allerdings kein juristischer Vorgang, sondern ein ethischer Ma&szlig;stab, um Vertrauen gegen&uuml;ber Informanten zu gew&auml;hrleisten &ndash; egal wie undurchsichtig ein Mensch sein mag, der Informationen mitteilt.<br>\nDieser Vertrauensraum ist im Journalismus streng gesch&uuml;tzt. Das ist der Grund, warum Journalisten auch ein Zeugnisverweigerungsrecht &ndash; wie Anw&auml;lte zum Beispiel &ndash; haben. Redaktionen m&uuml;ssen den Quellenschutz immer gew&auml;hrleisten k&ouml;nnen, um mit vertraulichen Informationen und mit Informanten arbeiten zu k&ouml;nnen.<br>\nSelbst wenn es Zweifel gibt, wie deutlich die Quelle ihr Schutzbed&uuml;rfnis formuliert hat, kann sie sich darauf verlassen, dass sie nicht gef&auml;hrdet wird. Ist eine Information brisant, ist allen, die den journalistischen Beruf ernst nehmen, klar, dass sie sich um den Schutz der Person zu k&uuml;mmern haben.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/correctiv.org\/in-eigener-sache\/2023\/05\/09\/boehmermann-und-der-quellenschutz\/\">Correctiv<\/a><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. 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