{"id":97606,"date":"2023-05-12T12:48:55","date_gmt":"2023-05-12T10:48:55","guid":{"rendered":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=97606"},"modified":"2023-05-12T13:24:38","modified_gmt":"2023-05-12T11:24:38","slug":"leserbriefe-zu-karlspreis-kriegswuetiger-namensgeber-und-gegruendet-von-einem-elitaeren-zirkel-ehemaliger-nsdap-und-sa-mitglieder","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=97606","title":{"rendered":"Leserbriefe zu \u201eKarlspreis \u2013 Kriegsw\u00fctiger Namensgeber und gegr\u00fcndet von einem elit\u00e4ren Zirkel ehemaliger NSDAP- und SA-Mitglieder\u201c"},"content":{"rendered":"<p>Florian Warweg thematisiert <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=97458\">hier<\/a> die politischen, ideologischen und auch historischen Hintergr&uuml;nde des &bdquo;Internationalen Karlspreises&ldquo;. Der soll am 14. Mai 2023 an den Pr&auml;sidenten der Ukraine und an das ukrainische Volk f&uuml;r die &bdquo;Verteidigung von Europa und der europ&auml;ischen Werte&ldquo; verliehen werden. &bdquo;Sachsenschl&auml;chter&ldquo; Karl der Gro&szlig;e ist Namensgeber. Der sei historisches Vorbild f&uuml;r Hitler und ebenso Namensgeber einer SS-Division gewesen. Die &bdquo;illustren&ldquo; Gr&uuml;nder des Karlspreises w&uuml;rden aus NSDAP, SA und dem NS-Dozentenbund stammen. Der Karlspreis war &bdquo;von Beginn an als ein gegen den sowjetischen Raum gerichtetes Propagandainstrument im beginnenden Kalten Krieg gedacht&ldquo;. Zu den bisherigen Preistr&auml;gern w&uuml;rden Kriegsverbrecher und Kalte Krieger wie z.B. Henry Kissinger z&auml;hlen. Wir danken f&uuml;r die interessanten E-Mails. <strong>Christian Reimann<\/strong> hat hier f&uuml;r Sie eine Auswahl der Leserbriefe zusammengestellt.<br>\n<!--more--><\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>1. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Lieber Florian Warweg!<br>\n&nbsp;<br>\nGro&szlig;en Dank f&uuml;r diesen umfassenden Artikel zum Aachener Karlspreis, der eindr&uuml;cklich und belegt aufzeigt, dass der Karlspreis von Anfang an ein Mittel im &bdquo;Schicksalskampf&ldquo; gegen die gigantisch b&ouml;se Macht im Osten zur &bdquo;Rettung der abendl&auml;ndischen Kultur&ldquo; war und nach wie vor ist. Die historische &lsquo;W&uuml;rdigung&rsquo; des Namensgebers, des &ldquo;Sachsenschl&auml;chters&rdquo; Karl, passt ausgezeichnet dazu.<\/p><p>Wir veranstalten mit vielen MitstreiterInnen hier in Aachen am 14.5., dem diesj&auml;hrigen Verleihtag, eine Gegenkundgebung zur Verleihung an den Kriegstreiber Selenskyj und haben einen Alternativpreis zum Karlspreis kreiert, die &lsquo;Aachener Auszeichnung f&uuml;r Menschlichkeit&rsquo;, die am 18.5, Himmelfahrtstag, dem traditionellen Verleihtag des Karlspreises, dem Theologen und unerm&uuml;dlichen Prediger f&uuml;r ein friedliches Miteinander Dr. Eugen Drewermann verliehen wird.<br>\n&nbsp;<br>\nFriedliche Gr&uuml;&szlig;e!<br>\nHelene+Ansgar Klein<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>2. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Liebe Nachdenkseiten,<\/p><p>you made my day today.<\/p><p>Pl&ouml;tzlich ist meine Wut wegen des Karlspreises an Selensky&nbsp;verschwunden.&nbsp;<\/p><p>Ja, der Karlspreis ist gut f&uuml;r ihn, er passt &hellip;<\/p><p>Danke f&uuml;r die genau geschichtliche Erforschung, er h&auml;tte auch an Killary und Bambama&nbsp;und sonst noch einigen sehr Bekannten des USA Imperiums&nbsp;verliehen werden sollen.<\/p><p>Gru&szlig; aus Kanada<br>\nHelga Weber<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>3. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Lieber Herr Warweg,<br>\nliebe Herausgeber und Mitarbeiter der Nachdenkseiten,<\/p><p>vielen herzlichen Dank f&uuml;r Ihren ausgezeichneten Artikel und die hervorragende Hintergrund-Analyse zum Karlspreis. Das ist genau DIE Art von sachlichem Journalismus, die ich gerne auch bei den Mainstream-Medien sehen w&uuml;rde, aber die haben sich ja bedauerlicherweise nur noch zu Propaganda-Instituten der Regierung instrumentalisieren lassen. Wobei es dort hier und da wohltuende Ausnahmen gibt.<\/p><p>Ich hatte mich bisher weder f&uuml;r den Karlspreis noch&nbsp;f&uuml;r seinen Hintergrund sonderlich gro&szlig; interessiert. Aber der Artikel hat mir deutlich gezeigt, in welche Richtung es zeigt, die da ausgezeichnet wird. Und wenn man sich mal die Liste der Preistr&auml;ger (auf Wikipedia) anschaut und wer alles darunter war, dann wundert einen gar nichts mehr. Jedenfalls nicht, dass man Willy Brandt mit seiner Entspannungspolitik nicht unter den Preistr&auml;gern sehen wollte. Daf&uuml;r wurden Angela Merkel, Emmanuel Macron und sogar Jean-Claude Juncker ausgezeichnet. Wenn ich jetzt zynisch w&auml;re (was ich nat&uuml;rlich nicht bin *g*), k&ouml;nnte ich sagen, dass Wolodymyr Selinsky mit seinen &bdquo;Friedensbe-m&uuml;hungen&ldquo; wunderbar in diese &bdquo;Ahnenreihe&ldquo; der Ausgezeichneten reinpasst. Jetzt fehlt nur noch, dass irgendjemand auf die Idee kommt und Andreij Melnyk f&uuml;r seine &bdquo;Friedensbestrebungen&ldquo; als Botschafter der Ukraine mit dem Friedensnobelpreis auszeichnet. Aber den hatte ja sogar schon Barak Obama daf&uuml;r erhalten, dass er unbemannte Drohnen einsetzte, was nat&uuml;rlich durchaus auszeichnungsw&uuml;rdig ist! Solche Auszeichnungen haben &uuml;berhaupt keinen richtigen Wert mehr &hellip; weder der dubiose &ldquo;Karlspreis&rdquo; noch der &ldquo;Friedensnobelpreis&rdquo;.&nbsp;<\/p><p>Andererseits wurde Ex-Kanzlerin Angela Merkel erst vor kurzem mit der h&ouml;chsten Auszeichnung der Bundesrepublik Deutschland bedacht und zwar daf&uuml;r, dass sie w&auml;hrend ihrer Amtszeit in erster Linie amerikanische Interessen vertreten hatte. Au&szlig;erdem hat sie ja mal zugeben (m&uuml;ssen), dass das Minsker Abkommen nur abgeschlossen wurde, um der Ukraine Zeit zur Bewaffnung zu verschaffen und nicht etwa, um sich dort wirklich um Frieden zu bem&uuml;hen. Gott bewahre &hellip; wo k&auml;men wir denn da hin? Das w&uuml;rde ja total gegen die Interessen des Westens und der USA versto&szlig;en!<\/p><p>Es tut mir Leid, dass ich einmal mehr den Spruch zitieren muss, der Max Liebermann zugeschrieben muss, aber der passt einfach am besten hierher: &bdquo;Ich kann gar nicht soviel essen, wie ich ko**en m&ouml;chte!<\/p><p>Einmal mehr m&ouml;chte ich an dieser Stelle die Macher und Autoren (die Gastautoren dabei mit eingeschlossen!) daf&uuml;r loben, dass sie mit ihren hervorragenden Beitr&auml;gen und Analysen zur Verbreiterung des Meinungskorridors beitragen. Gerade in diesen Zeiten ist das n&ouml;tiger denn je.<\/p><p>Vielen herzlichen Dank und herzliche Gr&uuml;&szlig;e<br>\n&nbsp;<br>\nsendet Ihnen Anja Voelkel<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>4. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Sehr gesch&auml;tzter Florian Warweg, <\/p><p>vielen lieben Dank f&uuml;r die umfangreiche Recherche, die daraus hervorgehenden Informationen und die meines Erachtens durch Sie vorgenommene, korrekte (politische) Einordnung des Karlspreises &ndash;&nbsp; seines (kriegsl&uuml;sternen) Namensgebers, den Gr&uuml;ndern und den bisher (nicht) Ausgezeichneten. <\/p><p>Mit Blick auf S.E. Wolodymyr Selenskyj kommt m.E. demnach zusammen was zusammen geh&ouml;rt! <\/p><p>Man beachte auf dem Titelbild zu dem Artikel den Dreizack (manche interpretieren es auch als &ldquo;Falke im Sturzflug&rdquo;) , welcher das Symbol der OUN (Organisation Ukrainischer Nationalisten) darstellt. <\/p><p>Um zu verstehen das u.a. Stepan Bandera (in meinen Augen ein echter Nazi und Massenm&ouml;rder) auch noch heute bzw. heute wieder in der Ukraine ganz offiziell als Volksheld (Freiheitsk&auml;mpfer) gefeiert wird und das nach dem von den USA finanzierten\/initiierten Maidan-Putsch 2014 die russischst&auml;mmige Bev&ouml;lkerung im Donbass milit&auml;risch angegriffen wurde (offizielle Sch&auml;tzungen gehen von ca. 14.000 Toten, &uuml;berwiegend Zivilisten aus) ist das Wissen bzw. sind die nachfolgenden (nicht abschlie&szlig;enden) Informationen zur OUN m.E. sehr hilfreich bzw. unerl&auml;sslich. Denn nach dem Maidan-Putsch 2014 sind m.E. genau diese Menschen mit der nachfolgend beschriebenen\/augenscheinlichen OUN-Gesinnung wieder an der Macht &ndash; mit der Hilfe\/Unterst&uuml;tzung und bis heute geduldet\/unterst&uuml;tzt von insbesondere der\/den deutschen Regierung(en). <\/p><p>Nachfolgende Quellen zur OUN aus Wikipedia (10.05.2023)<\/p><p>Die OUN wurde 1929 in Wien gegr&uuml;ndet, ihr Ziel war und ist die Unabh&auml;ngigkeit der Ukraine. Ab 1940, also fast sofort nach Beginn des 2. Weltkrieges, k&auml;mpfte der von Stepan Bandera gef&uuml;hrte Teil\/Fl&uuml;gel der OUN (OUN-B) aufseiten der deutschen Wehrmacht, insb. in den Bataillonen &bdquo;Nachtigall&ldquo; und &bdquo;Roland&ldquo; aufseiten der deutschen Wehrmacht gegen die Sowjetunion! Nach dem 2.Weltkrieg wurde 1945 in Deutschland eine Zentralvertretung der Ukraine(r) in Deutschland gegr&uuml;ndet, unter Leitung von Vertretern der OUN-B. Zahlreiche ehemalige Mitglieder der Organisation Ukrainischer Nationalisten schlossen sich auch im amerikanischen Exil in der Organisation Ukrainian Congress Committee of America zusammen, welches bis in die Gegenwart politisch aktiv ist. Also sowohl in den USA wie auch in Deutschland waren die OUN sofort nach Ende des 2. Weltkriegs aktiv. Der militante Fl&uuml;gel der OUN war die UPA (Ukrainische Partisanenarmee, gegr&uuml;ndet 1942), die nach dem Ende des 2. Weltkrieges 1945 noch erbittert bis ca. 1956 gegen die damalige Sowjetunion gek&auml;mpft hat.<\/p><p>Etwa 40.000 UPA-Angeh&ouml;rige[26] lie&szlig;en sich im Gebiet der Karpatenukraine von der Roten Armee &uuml;berrollen und begannen nach 1945 in der Westukraine einen blutigen Guerillakrieg, dem nach Einsch&auml;tzung der CIA bis 1951 etwa 35.000 Menschen zum Opfer fielen.[27] Die terroristischen Operationen richteten sich nicht nur gegen Polizeikr&auml;fte und kommunistische Parteifunktion&auml;re, sondern auch gegen die Zivilbev&ouml;lkerung, darunter vor allem die &uuml;berlebenden Juden.[28] Der Guerillakrieg wurde ab 1949 von der CIA unterst&uuml;tzt, die bis 1953 etwa 75 Exilukrainer per Fallschirm in der Ukraine absetzte; auch der britische SIS beteiligte sich im Jahre 1951 an diesen Aktionen. Die Sowjetunion legte 1957 vor der UNO gegen diese Operationen formell Protest ein. <\/p><p>Herzliche Gr&uuml;&szlig;e<br>\nAndreas Rommel<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>5. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Sehr geehrter Herr Warweg und NDS Team,<\/p><p>Zu diesem Artikel einige passende Zitate:<\/p><p>Martin Gerhard Reisenberg: Manche Orden rosten so schwer, weil das an ihnen klebende Blut sich einer Oxidation erfolgreich widersetzt.<\/p><p>Markus M Ronner: Orden kann man sich erdienen, erdienern und erdinnern.<\/p><p>Unbekannt: Wer vielen Herren dient, bekommt viele Orden.<\/p><p>Anke Maggauer Kirsch: Die Orden der Helden sind mit dem Blut der Opfer verdient.<\/p><p>Unbekannt: Nicht nur Orden haben eine Kehrseite, auch die Verdienste haben eine.<\/p><p>Winston Churchill: Ein Orden gl&auml;nzt, aber er wirft auch Schatten.<\/p><p>Unbekannt: Die Ehre ist f&uuml;r den der Frieden stiftet, nicht f&uuml;r den der einen Orden bekommt.<\/p><p>Mehmet Muran Ildan: Vor den Toren von Gottes Paradies sind Kriegsorden nichts weiter als Beweise f&uuml;r Mord.<\/p><p>Mit freundlichem Gru&szlig;<br>\nPatrick Janssens<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>6. Leserbrief<\/strong><\/p><p>An die Nachdenkseiten-Redaktion<br>\nAn Herrn Florian Warweg<br>\n&nbsp;<br>\nDer Beitrag von Florian Warweg ist eine hervorragende fundierte und schonungslose Aufkl&auml;rung &uuml;ber die deutsche, westeurop&auml;ische und US-Amerikanische kolonialistische und imperialistische &ldquo;glorreiche Geschichte&ldquo; der letzten Jahrhunderte bis heute !<br>\nZugleich ist es auch ein wichtiger Beitrag zur Aufkl&auml;rung (Aufarbeitung, die in Westdeutschland und gro&szlig;en Teilen Europas nicht einmal ann&auml;hernd stattgefunden hat) &uuml;ber den sich zunehmend wieder offen ausbreitenden Geist des Faschismus der herrschenden politischen, &ouml;konomischen, gesellschaftlichen und geistig-kulturellen Minderheitselite nach 1945 in Deutschland und zum Teil in vielen westeurop&auml;ischen L&auml;ndern, dieses Mal unter der Federf&uuml;hrung des USA-Imperialisten, wobei dies vorher auch nur verdeckt und latent vorhanden war.<br>\nDieser Geist des Faschismus nach 1945 wurde haupts&auml;chlich durch die vielen, dem System unterw&uuml;rfigen, angepassten und profitorientierten Historikern, Autoren und vor allem durch die alles beherrschenden manipulierenden Meinungsmacher der Medienorgane\/Konzerne in Deutschland, in Westeuropa und in den USA mit allen m&ouml;glichen Facetten und Varianten kaschiert, umgedeutet und verkl&auml;rt; denn alles ist ihnen billig und recht, wenn man damit die historische Wahrheiten-Fakten verschleiern kann.<br>\n&nbsp;<br>\nDiese grauenvolle und finstere geistige Haltung der europ&auml;ischen Geschichte bis 1945, wurde nach 1945 mit dem Etikett &bdquo;Demokratie, Freiheit, Menschenrechte&ldquo; wieder salonf&auml;hig gemacht und verkauft und immer wieder zynisch auch als &nbsp;&bdquo;Die europ&auml;ische abendl&auml;ndliche-christliche Kulturzivilisation&ldquo; bezeichnet.<br>\n&nbsp;<br>\nWenn man aber die &uuml;berwiegende Mehrheit der V&ouml;lker der verschiedenen Kontinente heute einfach &ndash; ohne irgendwelche akademischen Seminar-Diskussionen &ndash; zu diesen Begriffen, wie Faschismus und &bdquo;Die europ&auml;ische abendl&auml;ndische-christliche Kultur&ldquo; befragen w&uuml;rde, die f&uuml;r diese V&ouml;lker in ihren vielf&auml;ltigen elementaren Lebensgrundlagen verheerende Folgen hatte und heute noch hat, werden sie alle ohne Z&ouml;gern auf die grausamen und finsteren imperialen-kolonialistischen L&auml;nder in Europa und Nord-Amerika , inklusive der spanischen und portugiesischen Kolonialherrschaft in S&uuml;damerika zeigen.<\/p><blockquote><p>\n&ldquo;Wenn der Faschismus wiederkehrt, wird er nicht sagen: Ich bin der Faschismus. Nein, er wird sagen: Ich bin der Antifaschismus.&rdquo;\n<\/p><\/blockquote><p>Dieses Zitat stammt von Ignazio Silone. Als der &uuml;berzeugte K&auml;mpfer gegen den Faschismus nach langen Jahren im Schweizer Exil Ende 1944 &uuml;ber die Grenze zur&uuml;ck ins befreite Italien kam, war das seine Antwort auf die Frage eines Journalisten, ob er sich vorstellen k&ouml;nne, dass der Faschismus je zur&uuml;ckkommen w&uuml;rde.<br>\n&nbsp;<br>\nMit besten Gr&uuml;&szlig;en<br>\nEin Weltb&uuml;rger<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>7. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Sehr geehrte Damen und Herren:<\/p><p>Ich finde Ihren Artikel und die Polemik gegen den Namensgeber dieses Preises schon reichlich befremdlich. Karl der Gro&szlig;e wird in Frankreich &ldquo;Charlemagne&rdquo; genannt. Also auch unser &ldquo;Erbfeind&rdquo; verehrt ihn. Dazu noch diese historisch falsche Behauptung:<\/p><p>Namen eines Kaisers tr&auml;gt, der gegen seine Nachbarn im Osten, S&uuml;den und Westen &uuml;ber Jahrzehnte Krieg f&uuml;hrte<\/p><p>Welche Nachbarn im Westen denn? Frankreich kann es ja nicht sein. Oder soll das Britannien sein?<\/p><p>Hochachtungsvoll<br>\nR.K.<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>8. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Lieber Florian Warweg, liebe Nachdenkseiten, <\/p><p>ich m&ouml;chte eine Erg&auml;nzung zu ihrem Beitrag <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=97458\">&bdquo;Karlspreis &ndash; Kriegsw&uuml;tiger Namensgeber und gegr&uuml;ndet von einem elit&auml;ren Zirkel ehemaliger NSDAP- und SA-Mitglieder&ldquo;<\/a> beisteuern. <\/p><p>Ich habe mich sehr gefreut, Informationen zu dem Thema aus einer Quelle zu lesen, der ich vertrauen kann. Die NS-Vergangenheit der Gr&uuml;nder ist nat&uuml;rlich wichtig f&uuml;r eine historische Aufarbeitung und Einordnung. Das wird nicht leichter, durch das schwerwiegende Gegenargument, dass sich jeder Fabrikbesitzer im Dritten Reich notgedrungen mit den Nazis arrangieren musste, was nat&uuml;rlich eine Parteimitgliedschaft durchaus einschlie&szlig;t. Ich kann darum wenig zu diesem Themenbereich beitragen. Die Beziehungen zur NSDAP und anderen NS-Organisationen sind ja sehr sch&ouml;n herausgearbeitet, und was das dann bedeutet, muss jeder f&uuml;r sich selbst interpretieren.<br>\nWas mir aber v&ouml;llig fehlt ist irgendein Bezug zur CIA. <\/p><p>Wahrscheinlich hat Florian Warweg keinen gefunden, und wenn er sauber journalistisch arbeiten, und sich (und die Nachdenkseiten) nicht angreifbar machen will, darf er also auch keinen in den Raum stellen. <\/p><p>Als Leser bin ich von diesem Zwang allerdings nicht betroffen und m&ouml;chte darum ein paar Spekulationen anbieten. <\/p><p>Zuerst einmal, stellt sich die Frage, warum das Thema f&uuml;r mich etwas mit der CIA zu tun hat. <\/p><p>Ich besch&auml;ftige mich seit einiger Zeit nebenbei mit Preisen, Auszeichnungen oder Stipendien durch Stiftungen und &auml;hnlichen Programmen. Ein Anlass waren Berichte, nach denen die CIA in den 60er Jahren des vergangenen Jahrhunderts bestimmte Pers&ouml;nlichkeiten des &ouml;ffentlichen Lebens kofinanziert haben sollte. Es gab daf&uuml;r einen eigenen Haushaltsposten, der f&uuml;r &sbquo;kulturelle&lsquo; F&ouml;rderungen vorgesehen war. Bedeutende Personen, die in den Genuss solcher Zuwendungen gekommen sein sollen, waren beispielsweise Heinrich B&ouml;ll oder Hannah Arendt. <\/p><p>Ich habe dazu verschiedene Berichte gelesen, aber meine Quellen nicht archiviert. Ich bin recht sicher, dass die Nachdenkseiten aus dem Stand bessere Quellen daf&uuml;r liefern k&ouml;nnten, als ich. Darum lass ich das gleich und verweise auf eine kurze Suchmaschinenanfrage mit den Schlagw&ouml;rtern &bdquo;Nachdenkseiten CIA Stiftung Kultur&ldquo; die auf Anhieb folgenden Treffer bringt: <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=44098\">nachdenkseiten.de\/?p=44098<\/a> :D <\/p><p>Des weiteren hat die CIA Rekrutierungsprogramme im Angebot, bei denen man auf Leute zugeht, und direkt oder auch indirekt nachfragt, was man denn vielleicht von einer Zusammenarbeit zu beiderseitigem Vorteil halten mag. <\/p><p>Das will ich weder Heinrich B&ouml;ll noch Hannah Arendt unterstellen. <\/p><p>Worum es mir geht, sind Akademiker in der medialen und politischen &Ouml;ffentlichkeit, die aus eigener Anschauung, eigener Befassung auch vielleicht mit den durchaus kritikw&uuml;rdigen Aspekten der Sowjetunion, einen kritischen Standpunkt zur selben eingenommen haben, und *darum*f&uuml;r die CIA ein geeignetes Ziel der F&ouml;rderung darstellen. Das ist perfide und widerw&auml;rtig, vor allem auch, weil die CIA dann eben nicht unbedingt auf diejenigen zukommt, und fragt, wie es mit einer Zusammenarbeit aussieht, sondern eben auf die Mittel von Stiftungen zur&uuml;ck greift, um gegebenenfalls Preise zu verleihen &ndash; die ja auch gew&ouml;hnlich mit Geld dotiert sind, und darum eine gewissen finanzielle Sicherheit verleihen &ndash; oder vielleicht auch ein Institut oder einen Lehrstuhl &uuml;ber eine Stiftung mitfinanziert. Die Zuwendungen flie&szlig;en also verdeckt, und es ist extrem schwer f&uuml;r die Empf&auml;nger, das auch nur zu bemerken, geschweige denn sich davon geistig zu distanzieren. <\/p><p>Ich habe lange Zeit mit mir gerungen, ob Hannah Arendt tats&auml;chlich vom US-Geheimdienst finanziert worden sein k&ouml;nnte. Dann ist mir ein Buch mit einem Text von ihr <a href=\"https:\/\/www.dtv.de\/buch\/setz-die-segel-mit-hegel-34975\">in die H&auml;nde gefallen<\/a> in dem sie die franz&ouml;sische und die amerikanische Revolution gegen&uuml;berstellt. Damit war die Frage nach dem Motiv mit einem Schlag gekl&auml;rt, und es bleibt nur noch die Frage, ob die CIA solche Finanzprogramme aufgelegt hat. Wenn sie es getan hat, w&auml;re es extrem unplausibel, Hannah Arendt nicht in den Genuss der selben kommen zu lassen &ndash; man m&uuml;sste dann nur einen unauff&auml;lligen Weg finden. Im Gegenteil &ndash; ihr geradezu bahnbrechender Erfolg bis heute, der vielen ebenfalls sehr klugen Analysten des Zeitgeschehens nicht verg&ouml;nnt ist, erscheint damit in einem neuen Licht. <\/p><p>Ungekl&auml;rt bleibt nat&uuml;rlich weiterhin die Frage ob Hannah Arendt davon wusste, eine Frage die ja sowieso einen gewissen spekulativen Gehalt mitbringt. <\/p><p>Und jetzt springen wir zur&uuml;ck in die Zeit von 1945. <\/p><p>Die USA, Gro&szlig;britannien und Frankreich hatten Westdeutschland dem Zugriff der Roten Armee entzogen. In den nun besetzten Gebieten gab es kaum eine Person des &ouml;ffentlichen Lebens, die nicht mit den Nazis zusammengearbeitet hatte oder get&ouml;tet worden war, oder in den folgenden Jahren f&uuml;r die mangelnde Zusammenarbeit mit den Nazis gesellschaftlich ge&auml;chtet werden sollte, wie es zum Beispiel einigen wenigen Juristen gegangen ist. <\/p><p>In dieser Zeit hei&szlig;t eine wichtige formale Doktrin: &sbquo;Aufarbeitung des Naziunrechts.&lsquo; <\/p><p>Eine unangenehme Sache, wenn man &bdquo;direkt nach Machtantritt der Nazis 1933, wenn auch wohl nur aus kaufm&auml;nnischem Opportunismus heraus, der NSDAP beitrat.&ldquo; und &bdquo;Laut dem US-Geheimdienstoffizier Saul Kussiel Padover, der Pfeiffer nach der Befreiung Aachens Ende 1944 verh&ouml;rte, [..] zudem noch Mitglied in f&uuml;nf weiteren NS-Organisationen gewesen sein [soll].&ldquo; <\/p><p>Business must go on. Also was tun? <\/p><p>Wir stellen uns also vor, ein politisch unbedarfter Dr. Kurt Pfeiffer sitzt in einem engen stickigen Verh&ouml;rzimmer, schon seit 2 Stunden. Auf dem Tisch liegt ein dicker Stapel Akten. Da niemand da ist, hat sich Dr. Pfeiffer mal vorsichtig f&uuml;r die Inhalte interessiert, und es handelt sich wohl um Akten &uuml;ber seine gesch&auml;ftlichen und sonstigen Verbindungen zum NS-Regime. <\/p><p>Dann irgendwann kommt der Amerikaner rein, der Dr. Pfeiffer herbestellt hat. Ein Typ von der Armee &ndash; irgend eine Informationseinheit. Der Erl&auml;utert, dass es seine Aufgabe ist, aus den Kadern der NSDAP die echten Nazis herauszufiltern, und von jenen die nur notgedrungen mitgemacht haben zu trennen. Jetzt sei man sich nicht so ganz sicher (bl&auml;ttert durch die Akten) wie sich die Sache bei Dr. Pfeiffer so verhalte. Aber vielleicht k&ouml;nnte man sich ja einigen, wenn der Herr Dr. Pfeiffer einen Teil seines Verm&ouml;gens in der Zukunft f&uuml;r &sbquo;friedliche&lsquo; Zwecke bereitstellen m&ouml;ge, dann k&ouml;nne man das ja als Wiedergutmachung auffassen, und m&uuml;sse nicht ganz so genau pr&uuml;fen. <\/p><p>Eine Stiftung f&uuml;r einen Preis &bdquo;f&uuml;r Dienste der westeurop&auml;ischen Verst&auml;ndigung, der Humanit&auml;t und des Weltfriedens&ldquo; b&ouml;te sich doch da an, oder nicht? <\/p><p>Reine Spekulation, ich wei&szlig;. Aber der Vorteil f&uuml;r die CIA ist hier gigantisch. Man kann Finanzmittel akquirieren, die formal absolut gar nichts mit der CIA zu tun haben. Die CIA muss noch nicht einmal eigene Mittel einbringen. Wirklich Nichts. Und man schafft eine Stiftung, die sich f&uuml;r &bdquo; west[sic!]europ&auml;ischen Verst&auml;ndigung&ldquo; einsetzt, und hat mutma&szlig;lich auch noch Einfluss auf den Stiftungsrat und dergleichen. Die Vorstellung, dass man so etwas nicht gemacht hat ist geradezu naiv. <\/p><p>Dazu kommt, das viele Nazis die Osteurop&auml;er geradezu gehasst haben &ndash; Polen, Russen, Slawen, Sowjets, die Roten, v&ouml;llig einerlei. Man kann also an der politischen Unbedarftheit von Dr. Pfeiffer durchaus zweifeln, wogegen es wohl an ideologischen &Uuml;berschneidungen mit den Amerikanern nicht gemangelt haben d&uuml;rfte. Dann w&auml;re die Begegnung viel freundlicher abgelaufen, aber im Ergebnis st&uuml;nde die selbe Stiftung. <\/p><p>Es bleibt im konkreten Einzelfall, wie hier dem Karls-Preis, ohne verf&uuml;gbare Prim&auml;rquellen (was wohl nur CIA-Akten oder Tagebucheintr&auml;ge sein k&ouml;nnten) freilich v&ouml;llig spekulativ. Weshalb die Nachdenkseiten sich dazu schlecht &auml;u&szlig;ern k&ouml;nnen. Ich aber schon. <\/p><p>In diesem Sinn, besten Dank f&uuml;r die Recherche &uuml;ber die Hintergr&uuml;nde des Karlspreises. Das hilft meinem Verst&auml;ndnis der Geschehnisse dieser Zeit sehr weiter. <\/p><p>Sebastian Domschke<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>Anmerkung zur Korrespondenz mit den NachDenkSeiten<\/strong><\/p><p>Die NachDenkSeiten freuen sich &uuml;ber Ihre Zuschriften, am besten in einer angemessenen L&auml;nge und mit einem eindeutigen Betreff.<\/p><p>Es gibt die folgenden E-Mail-Adressen:<\/p><ul>\n<li><a href=\"mailto:leserbriefe@nachdenkseiten.de\">leserbriefe(at)nachdenkseiten.de<\/a> f&uuml;r Kommentare zum Inhalt von Beitr&auml;gen.<\/li>\n<li><a href=\"mailto:hinweise@nachdenkseiten.de\">hinweise(at)nachdenkseiten.de<\/a> wenn Sie Links zu Beitr&auml;gen in anderen Medien haben.<\/li>\n<li><a href=\"mailto:videohinweise@nachdenkseiten.de\">videohinweise(at)nachdenkseiten.de<\/a> f&uuml;r die Verlinkung von interessanten Videos.<\/li>\n<li><a href=\"mailto:redaktion@nachdenkseiten.de\">redaktion(at)nachdenkseiten.de<\/a> f&uuml;r Organisatorisches und Fragen an die Redaktion.<\/li>\n<\/ul><p>Weitere Details zu diesem Thema finden Sie in unserer &bdquo;<a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?page_id=47939\">Gebrauchsanleitung<\/a>&ldquo;.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Florian Warweg thematisiert <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=97458\">hier<\/a> die politischen, ideologischen und auch historischen Hintergr&uuml;nde des &bdquo;Internationalen Karlspreises&ldquo;. Der soll am 14. Mai 2023 an den Pr&auml;sidenten der Ukraine und an das ukrainische Volk f&uuml;r die &bdquo;Verteidigung von Europa und der europ&auml;ischen Werte&ldquo; verliehen werden. &bdquo;Sachsenschl&auml;chter&ldquo; Karl der Gro&szlig;e ist Namensgeber. 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