{"id":98044,"date":"2023-05-21T12:00:40","date_gmt":"2023-05-21T10:00:40","guid":{"rendered":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=98044"},"modified":"2023-05-25T12:52:35","modified_gmt":"2023-05-25T10:52:35","slug":"das-versagen-der-lehrer-und-erzieher-in-der-panik-pandemie-die-schwarze-corona-paedagogik-und-das-beharrliche-schweigen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=98044","title":{"rendered":"Das Versagen vieler Lehrer und Erzieher in der Panik-Pandemie: Die Schwarze Corona-P\u00e4dagogik und das beharrliche Schweigen"},"content":{"rendered":"<p>Lehrer, Erzieher und ihre Verb&auml;nde haben es in der Corona-Krise vers&auml;umt, sich vor die ihnen zum Schutz anvertrauten Kinder und Jugendliche zu stellen. Damit haben sich viele mitschuldig gemacht. Ein Pl&auml;doyer f&uuml;r eine p&auml;dagogische Aufarbeitung der Covid-19-Krise. Von <strong>Bernd Schoepe<\/strong>.<br>\n<!--more--><br>\n<strong>Schule und Lehrer unter Corona fielen &ndash; wieder &ndash; der schwarzen P&auml;dagogik anheim<\/strong><\/p><p>Gem&auml;&szlig; den Schulgesetzen der L&auml;nder, so im Schulgesetz der Freien und Hansestadt Hamburg, in der ich bis Februar 2021 als Lehrer f&uuml;r die gymnasiale Oberstufe unterrichtet habe, haben Schule und Unterricht den Auftrag, &bdquo;das eigene k&ouml;rperliche und seelische Wohlbefinden ebenso wie das der Mitmenschen zu wahren (&hellip;) sowie f&uuml;r die Gleichheit und das Lebensrecht aller Menschen einzutreten&ldquo;. [<a href=\"#foot_1\" name=\"note_1\">1<\/a>]<\/p><p>Artikel 6, Abs. 2 der nordrhein-westf&auml;lischen Landesverfassung besagt:<\/p><blockquote><p>&bdquo;Kinder und Jugendliche haben ein Recht auf Entwicklung und Entfaltung ihrer Pers&ouml;nlichkeit, auf gewaltfreie Erziehung und den Schutz vor Gewalt, Vernachl&auml;ssigung und Ausbeutung. Staat und Gesellschaft sch&uuml;tzen sie vor Gefahren f&uuml;r ihr k&ouml;rperliches, geistiges und seelisches Wohl. Sie achten und sichern ihre Rechte, tragen f&uuml;r altersgerechte Lebensbedingungen Sorge und f&ouml;rdern sie nach ihren Anlagen und F&auml;higkeiten.&ldquo;<\/p><\/blockquote><p>Diese Grunds&auml;tze und Grundrechte sind w&auml;hrend der Corona-Zeit massiv missachtet worden:<\/p><p>Das &bdquo;k&ouml;rperliche und seelische Wohlbefinden&ldquo;, das durch die Schule gesch&uuml;tzt werden soll, litt drastisch unter Lockdowns, Masken- und Testzwang und einer monatelang andauernden sozialen Isolation der Kinder und Jugendlichen. Die &bdquo;Gleichheit und das Lebensrecht aller&ldquo; Kinder wurden durch den Entzug von Bildung, die unterschiedlichen, stark vom sozialen Status der Eltern abh&auml;ngigen Bedingungen beim Homeschooling und das Verbot aller Gleichaltrigen-Peer-Group-Interaktionen verletzt. Die Kinder wurden zu blo&szlig;en Objekten obrigkeitsstaatlich agierender Regierungen degradiert. Sie selbst wurden in der Pandemie nicht gefragt und in keine Entscheidungsprozesse miteingebunden, obwohl diese Entscheidungen massiv in ihr Leben eingriffen und die UN-Kinderrechtskonvention, die in der Bundesrepublik 1992 Gesetzesrang erhielt, das gerade vorschreibt:<\/p><blockquote><p>&bdquo;Bei allen Ma&szlig;nahmen, die Kinder betreffen, gleichviel ob sie von &ouml;ffentlichen oder privaten Einrichtungen, der sozialen F&uuml;rsorge, Gerichten, Verwaltungsbeh&ouml;rden oder Gesetzgebungsorganen getroffen werden, ist das Wohl des Kindes ein Gesichtspunkt, der vorrangig zu ber&uuml;cksichtigen ist.&ldquo; [<a href=\"#foot_2\" name=\"note_2\">2<\/a>]<\/p><\/blockquote><p>Stattdessen wurden Kinder und Jugendliche einem Wust von Ma&szlig;nahmen, die noch dazu st&auml;ndig wechselten, unterworfen, ohne je selbst geh&ouml;rt zu werden. Die rigiden Regeln der schwarzen Corona-P&auml;dagogik waren:<\/p><ul>\n<li>Nicht anfassen! Abstand halten!<\/li>\n<li>Nicht miteinander spielen!<\/li>\n<li>Nicht toben!<\/li>\n<li>Nicht frei bewegen!<\/li>\n<li>Nicht spontan sein!<\/li>\n<li>Nicht sich unb&auml;ndig freuen! (Denn dann verrutscht die Maske!)<\/li>\n<li>Nicht ber&uuml;hren! Keine Z&auml;rtlichkeiten!<\/li>\n<li>Und: nicht frei atmen!<\/li>\n<\/ul><p>Das, was den jungen Menschen angetan worden ist, kann kaum anders als mit dem Ausdruck der &bdquo;Schwarzen P&auml;dagogik&ldquo; belegt werden. Unter diesem Begriff werden negativ konnotierte &ndash; und eigentlich gesellschaftlich auch verurteilte &ndash; Erziehungsmethoden zusammengefasst, deren gemeinsames Merkmal es ist, mit Gewalt, Einsch&uuml;chterung oder Angsterzeugung zu arbeiten. Zur schwarzen P&auml;dagogik<\/p><blockquote><p>&bdquo;geh&ouml;ren alle Handlungen, mit denen ein Kind unter Einsatz k&ouml;rperlicher oder seelischer Mittel zu bestimmten Handlungen bzw. zu einem bestimmten Verhalten gebracht werden soll, wie (&hellip;) Manipulation, &Auml;ngstigung, Liebesentzug, Isolierung, Misstrauen, Dem&uuml;tigung, Verachtung, Spott, Besch&auml;mung, Gewaltanwendung bis hin zur Folter.&ldquo; [<a href=\"#foot_3\" name=\"note_3\">3<\/a>]<\/p><\/blockquote><p>Denn obwohl sp&auml;testens nach dem ersten Lockdown feststand, dass die Ma&szlig;nahmen teils auf &uuml;bertrieben dargestellten, teils sogar auf evidenzlosen Annahmen gr&uuml;ndeten, herrschte ein strenges Regime an den Schulen, was &uuml;ber die gesamte Corona-Zeit hin bestehen blieb. Nie aber ging vom SARS-CoV-2-Virus allgemein eine so gro&szlig;e Gefahr f&uuml;r die Gesundheit oder gar f&uuml;r Leib und Leben der Kinder, Lehrer und Eltern aus, dass dieses Regime dadurch gerechtfertigt gewesen w&auml;re. Daf&uuml;r rief es verharmlosend &bdquo;Kollateralsch&auml;den&ldquo; genannte immense Folgen hervor, die sich tats&auml;chlich zur gr&ouml;&szlig;ten Gesundheitskrise in der neueren Geschichte ausweiten sollten, von der insbesondere junge Menschen betroffen sind.<\/p><p>Die Ma&szlig;nahmen in ihrer Eingriffstiefe hemmten die nat&uuml;rliche Entwicklung der Kinder und Jugendlichen, setzten sie mindestens anderthalb Jahre unter Dauerstress und Angst, stahlen ihnen wichtige Lebensjahre und zwangen sie unter ein lebensfeindliches Hygieneregime. Dieses schreckte auch nicht davor zur&uuml;ck, ihnen &ndash; gleichfalls ohne Evidenz &ndash; ein schlechtes, schuldbeladenes Gewissen einzubl&auml;uen (todbringende &bdquo;Superspreader&ldquo;, &bdquo;Ihr seid schuld, wenn Oma stirbt!&ldquo;), durch das sie von Angstst&ouml;rungen und Traumatisierungen noch viele Jahre, schlimmstenfalls ihr ganzes Leben lang heimgesucht und belastet werden. Als Schwarze P&auml;dagogik der &uuml;belsten Sorte lassen sich auch nur der z.T. stark von Lehrern und Schulleitungen ausge&uuml;bte Impfdruck und die Ausgrenzung und Diskriminierung maskenbefreiter und nicht geimpfter Kinder bezeichnen. Kindern bzw. Eltern, die die h&ouml;chst fragw&uuml;rdigen und medizinisch nicht begleiteten Tests ablehnten, mit denen die Sch&uuml;ler mehrmals pro Woche traktiert wurden, wurde das Recht auf schulische Bildung genommen, denn gegen Sch&uuml;ler, die den Test verweigerten, wurden &bdquo;Betretungsverbote&ldquo; der Schule verh&auml;ngt. Eltern, die sich sch&uuml;tzend vor ihre Kinder stellten, mussten mit ansehen, wie ihnen Jugend&auml;mter unter Einsatz massiven Polizeiaufgebots die Kinder wegnahmen und sie in Pflegefamilien gaben.<\/p><p><strong>Berichte einer Kinder&auml;rztin<\/strong><\/p><p>Die Kinder&auml;rztin Dr. Andrea Knipp-Selke, Mitautorin der interdisziplin&auml;ren Thesenpapiergruppe zum Themenkreis Covid-19 Schrappe et al., berichtete &uuml;ber F&auml;lle von Kindern, die sich aufgrund gro&szlig;er psychischer Belastung durch schulischen Impfdruck hilfesuchend und verzweifelt an ihre Praxis wandten:<\/p><blockquote><p>&bdquo;Der Druck auf die Jugendlichen, sich impfen zu lassen, ist sehr gro&szlig;. Das geht so weit, dass die Lehrer die Tafel aufklappen, und auf der einen Seite stehen die ungeimpften Kinder und auf der anderen Seite die geimpften Kinder, und die ungeimpften Kinder m&uuml;ssen sich dann t&auml;glich testen lassen. Ein anderes Kind erz&auml;hlte uns, dass die Lehrerin jeden Morgen alle Sch&uuml;ler aufruft und sie fragt, ob sie geimpft oder nicht geimpft sind, und die, die geimpft sind, bekommen einen Applaus und die nicht Geimpften einen b&ouml;sen Blick der Lehrerin oder werden aufgefordert, sich daf&uuml;r zu rechtfertigen.<br>\nEin Sch&uuml;ler berichtete, dass, als er &uuml;ber den Schulflur lief, eine Lehrerin ihn anherrschte, ob er sich denn jetzt endlich habe impfen lassen, schlie&szlig;lich wolle man nicht seinetwegen sterben. Zu den Masken erinnere ich mich an ein M&auml;dchen, das wegen der FFP-2-Maske im Sportunterricht zusammengebrochen ist. Dann kam die Lehrerin und riss ihr nicht etwa die Maske vom Gesicht, sondern wies sie an, mal flacher zu atmen. Oder: Der Impfbus f&auml;hrt vor der Schule vor und die Mittelstufensch&uuml;ler gehen zur Impfung, und der Impfpass wird am Eingang zum Impfbus durch die Oberstufensch&uuml;ler kontrolliert &ndash; so etwas wie ein Arztgeheimnis gibt es da nicht mehr. (&hellip;) Das ist sicherlich nicht an allen Schulen so. Aber es sind beileibe auch keine Ausnahmef&auml;lle. (&hellip;)<br>\nWas die Impfung betrifft, so hat keiner der Jugendlichen Angst vor der Infektion, sie wollen einfach nur ihr Leben zur&uuml;ck.&ldquo; [<a href=\"#foot_4\" name=\"note_4\">4<\/a>]<\/p><\/blockquote><p><strong>Folgen der Isolierung und Angsterzeugung<\/strong><\/p><p>Und heute?<\/p><p>Ein befreundeter Kollege erz&auml;hlt mir von der Situation in seinen Klassen. Ein Drittel der Sch&uuml;ler sei in &auml;rztlicher oder therapeutischer Behandlung. Massiv treten auf: Schlafst&ouml;rungen, Depressionen, Lethargie, Antriebslosigkeit, v&ouml;llige Hilf- und Orientierungslosigkeit in praktischen Dingen. Arhythmie bestimme immer noch das Leben eines signifikanten Teils der Sch&uuml;lerschaft. Die Lernr&uuml;ckst&auml;nde seien besonders in den naturwissenschaftlichen F&auml;chern so gro&szlig;, dass sich die L&uuml;cken kaum schlie&szlig;en lassen. Insbesondere Kinder aus armen Haushalten, die von der ganzen Situation besonders heillos &uuml;berfordert waren, h&auml;tten keine Chancen, ihre Lernr&uuml;ckst&auml;nde aufzuholen. Wieder einmal sind es die am meisten sozial Benachteiligten und die Schw&auml;chsten, die zum gr&ouml;&szlig;ten Opfer einer gedanken- und r&uuml;cksichtslosen Politik geworden sind.<\/p><p>Am schlimmsten fand der Kollege, dass den Kindern so viel Angst gemacht wurde und sie mit dem Vorwurf leben mussten, vielleicht ihre Familienmitglieder umzubringen, wenn sie sich nicht an die Regeln hielten. Damit erkl&auml;rt sich der Kollege auch, dass noch immer J&uuml;ngere die Maske tragen w&uuml;rden, obwohl sie meist wenig oder gar keine Angst h&auml;tten, sich selbst mit dem Virus anzustecken. Der Kollege hofft, dass in einem &auml;hnlichen zuk&uuml;nftigen Fall solche Ma&szlig;nahmen auf mehr Widerstand oder Verweigerung bei den Lehrern sto&szlig;en.<\/p><p>Die couragierten Kolleginnen und Kollegen &ndash; auch Schulleiterinnen und Schulleiter &ndash;, die <em><strong>nicht<\/strong><\/em> bereit waren, bei der schwarzen Corona-P&auml;dagogik mitzumachen, mussten ihren Beruf aufgeben oder wurden suspendiert und entlassen. Nachdem selbst Gesundheitsminister Lauterbach die Schulschlie&szlig;ungen als &bdquo;Fehler&ldquo; [<a href=\"#foot_5\" name=\"note_5\">5<\/a>] bezeichnet hat, einige Corona-Regeln f&uuml;r &bdquo;schwachsinnig&ldquo; erkl&auml;rte und sogar von &bdquo;Exzessen&ldquo; sprach [<a href=\"#foot_6\" name=\"note_6\">6<\/a>], au&szlig;erdem sein Ministerium keine Belege mehr f&uuml;r den Nutzen der Maskenpflicht nennen kann [<a href=\"#foot_7\" name=\"note_7\">7<\/a>], m&uuml;ssen sie dringend rehabilitiert werden.<\/p><p>Ein Weg, die schlimme Spaltung der Gesellschaft zu &uuml;berwinden, k&ouml;nnte sein, dass die Lehrerkollegien sich mit den Skeptikern und Kritikern der Ma&szlig;nahmen an einen Tisch setzen und konstruktiv &uuml;berlegen, welche Schritte zur Aufarbeitung gemeinsam unternommen werden k&ouml;nnen. Die P&auml;dagogen k&ouml;nnten damit nicht nur ihr eigenes Gewissen entlasten, sondern hiermit vielleicht sogar ein Vorbild geben, wie es gelingen kann, den geschundenen Gesellschaftsk&ouml;rper und -geist zu heilen.<\/p><p>Doch w&auml;hrend wir erleben, wie das offizielle Corona-Narrativ tagt&auml;glich mehr unter der Last einer immer gr&uuml;ndlicher erfolgenden wissenschaftlichen Aufarbeitung der Covid-19-Hysterie, geleakter Dokumente und anderer skandaltr&auml;chtiger Enth&uuml;llungen (Twitter- und Pfizer-Files, von der Leyens Aff&auml;re um angeblich gel&ouml;schte Impfdeal-SMS, Italogate) zusammenbricht, erkennt die besonders &bdquo;systemrelevante&ldquo; Berufsgruppe der P&auml;dagogen die Zeichen der Zeit immer noch nicht. Viele Erzieherinnen und Erzieher, Lehrerinnen und Lehrer haben allen Vorgaben nicht nur ohne Wenn und Aber gehorcht und unverh&auml;ltnism&auml;&szlig;ige, absolut nicht kindgem&auml;&szlig;e, den Kindern und Jugendlichen gro&szlig;e Sch&auml;den zuf&uuml;gende Ma&szlig;nahmen, die von &bdquo;oben&ldquo; angeordnet worden sind, eins zu eins umgesetzt. Nein, schlimmer noch: Ihren Interessenverb&auml;nden war dieses kinderfeindliche Regime noch nicht streng genug, und es wurde ein ums andere Mal der Ruf nach noch sch&auml;rferen Ma&szlig;nahmen laut!<\/p><p><strong>Jetzt h&uuml;llen sich alle in Schweigen<\/strong><\/p><p>Jetzt h&uuml;llen sich Schulleitungen, -kollegien, -beh&ouml;rden und Lehrerverb&auml;nde in beharrliches Schweigen, und man will nichts mehr von Corona h&ouml;ren&hellip;<\/p><p>Obwohl die P&auml;dagogen, insbesondere die Lehrer &ndash; vergleicht man sie mit anderen &bdquo;systemrelevanten&ldquo; Berufen in der Pandemie &ndash; ohnehin eine mehrfach privilegierte Gruppe darstellten, bleiben sie vor allem als Lobby in Erinnerung, die st&auml;ndig Versch&auml;rfungen der Ma&szlig;nahmen und eine Vorzugsbehandlung als vermeintliche Risikogruppe einforderten: Von Anfang an beanspruchten die Lehrer h&ouml;chste Schutzma&szlig;nahmen f&uuml;r sich, wo doch die T&auml;tigkeiten und Anforderungen anderer Berufe gr&ouml;&szlig;ere Belastungen und Gef&auml;hrdungen mit sich brachten. In den meisten anderen Berufen war es auch nicht m&ouml;glich, sich &uuml;ber Monate &ndash; so wie bei den Lehrern &ndash; in die finanziell gut abgesicherte Komfortzone der eigenen H&auml;uslichkeit zur&uuml;ckziehen und die zahlreichen Sorgen und N&ouml;te ihrer Mitmenschen, insbesondere der nachgeborenen, wortw&ouml;rtlich so gut &bdquo;vom Leib&ldquo; halten zu k&ouml;nnen.<\/p><p>Statt die Gr&ouml;&szlig;e zu haben, wenigstens jetzt Einsicht in ihr falsches und fehlgeleitetes Handeln zu zeigen und mit der Reflexion des eigenen Versagens zu beginnen, tun die P&auml;dagogen entweder so, als sei nichts, zumindest nichts Einschneidendes geschehen (&bdquo;Wir m&uuml;ssen jetzt nach vorne schauen!&ldquo;) oder als h&auml;tte man ja nicht besser wissen k&ouml;nnen, was einer ganzen Generation mit der schwarzen Corona-P&auml;dagogik angetan wurde. Diese wurde und wird immer noch als alternativlos dargestellt, aber &ndash; wie wir nicht erst seit heute oder gestern wissen &ndash; sie war es nicht. Die Fakten, welche negativen Folgen Schul-Lockdowns, separierende Regeln und Sonderbehandlungen auf das Leben und die Entwicklung der Kinder und Jugendlichen haben, lagen schon im Sommer 2020 auf dem Tisch. Doch es hat sich nicht nur die Politik &uuml;ber die Mahnungen und Warnungen hinweggesetzt, sondern leider auch die &uuml;bergro&szlig;e Mehrheit der P&auml;dagogen!<\/p><p><strong>R&uuml;ckschau: Die eigenen Versuche, auf das Leiden der Kinder und Jugendlichen aufmerksam zu machen<\/strong><\/p><p>Wir, mein Kollege Finn Jagow und ich, gingen im M&auml;rz 2021 mit der Auswertung einer selbst konzipierten und von uns durchgef&uuml;hrten Studie an die &Ouml;ffentlichkeit, die wir &bdquo;<a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=71033\">E-Learning: Zu Risiken und Nebenwirkungen fragen Sie&hellip;?!<\/a>&ldquo; nannten und die u.a. auf den NachDenkSeiten ver&ouml;ffentlicht wurde. Wir taten damals das, was wir tun konnten: unsere &bdquo;abgetauchten&ldquo; Sch&uuml;lerinnen und Sch&uuml;ler zu ihren Lebens- und Lernbedingungen nach drei Monaten im schon zweiten Schul-Lockdown zu befragen, die Ergebnisse m&ouml;glichst genau auszuwerten und p&auml;dagogisch zu interpretieren. Wir schrieben:<\/p><blockquote><p>&bdquo;Aus den Ausk&uuml;nften unserer Sch&uuml;lerinnen und Sch&uuml;ler muss der Eindruck gewonnen werden, dass das Leben dieser jungen Menschen tats&auml;chlich seit &uuml;ber drei Monaten weitgehend nur noch auf das Schlafen (bzw. einen Zustand fast vollst&auml;ndiger Passivit&auml;t, ja Apathie) und das Sitzen oder Liegen vor elektronischen Ger&auml;ten &ndash; teils zu schulischen, teils zu tendenziell entgegengesetzten Zwecken &ndash; zusammengezurrt ist. Was dies f&uuml;r das pers&ouml;nliche Wohl und die Gesundheit unserer Sch&uuml;ler bedeutet, l&auml;sst sich schon anhand der Zahlen der durchschnittlichen Dauer der Mediennutzung erkennen, die in unserer Befragung bei zehn Stunden t&auml;glich liegt (gegen&uuml;ber sieben bis acht Stunden im ersten Lockdown). Angesichts dieses dramatischen Bildes und der psychisch extrem angespannten Lage sowie des Leidens unserer eigenen Sch&uuml;lerinnen und Sch&uuml;ler daran sind wir entt&auml;uscht dar&uuml;ber, dass offenbar noch immer viel zu wenige P&auml;dagoginnen und P&auml;dagogen der Dimension dieser Gef&auml;hrdung unserer Kinder und Jugendlichen gewahr werden, denn sonst h&auml;tten sie und ihre Verb&auml;nde doch schon l&auml;ngst Alarm schlagen m&uuml;ssen.&ldquo;<\/p><\/blockquote><p>Wir stellten damals fest, dass die Sch&uuml;ler zu Hause mit zahlreichen Problemen k&auml;mpfen m&uuml;ssen. Sie sollten sich sp&auml;ter dann auch als die Probleme herausstellen, die verantwortlich daf&uuml;r waren, dass die einzige Triage, die wirklich zur Realit&auml;t wurde, die Triage in Kinder- und Jugend-Psychiatrien war:<\/p><ul>\n<li>Probleme der Rhythmisierung<\/li>\n<li>Probleme der Orts- und Zeitdiffusion<\/li>\n<li>Probleme der Motivation<\/li>\n<li>Probleme der Konzentration<\/li>\n<li>Problem der Monotonie<\/li>\n<li>Problem der Isolation<\/li>\n<li>Problem der nicht nat&uuml;rlichen Kommunikation<\/li>\n<\/ul><p>Aufgrund der besorgniserregenden Ergebnisse, die wir mit unserer Untersuchung zutage gef&ouml;rdert hatten, wandten wir uns an wichtige schulpolitische Institutionen und Akteure (Schulbeh&ouml;rde, schulpolitische Sprecher der B&uuml;rgerschaft, Landessch&uuml;ler- und Landeselternbeirat) sowie die in Hamburg beheimateten Medien, um ins Gespr&auml;ch &uuml;ber M&ouml;glichkeiten zu kommen, wie die Schulen wieder ge&ouml;ffnet werden k&ouml;nnen.<\/p><p>Dieser wie auch unser nachfolgende, noch breiter angelegte Interventionsversuch, der unter dem Titel &bdquo;<a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=72691\">Kinder, Corona und der digitale Distanzunterricht &ndash; Keine Auswege aus der Bildungskatastrophe?<\/a>&ldquo; erschien, blieben ohne Resonanz. Zwar erhielten wir durch die damalige GEW-Vorsitzende Anja Bensinger-Stolze eine Einladung zu einer Online-Konferenz mit Vorstandsmitgliedern, aber dann haben wir, auch auf unsere Nachfrage hin, nichts mehr von der GEW geh&ouml;rt. Die ebenfalls angeschriebenen Parteien wimmelten uns im besten Fall mit Floskeln und Gemeinpl&auml;tzen ab. Die den Schulsenator stellende SPD antwortete gar nicht.<\/p><p><strong>Warum die Aufarbeitung der schwarzen Corona-P&auml;dagogik nottut<\/strong><\/p><p>Kleine Zeitreise zur&uuml;ck in die Gegenwart: Im Fr&uuml;hjahr 2023 besch&auml;ftigt sich die Hamburger Gewerkschaftszeitung <em>hlz<\/em> (Ausgabe M&auml;rz\/April) auf &uuml;ber 30 (!) Seiten mit dem Titelthema Gendern. &Uuml;ber die Bildungs- und Gesundheitskatastrophe, die die Corona-Ma&szlig;nahmen an den Schulen hervorgerufen haben, lesen wir weiterhin <em><strong>kein einziges Wort<\/strong><\/em>.<\/p><p>Angesichts der Verw&uuml;stungen, die die Corona-Ma&szlig;nahmen in den Seelen, den K&ouml;pfen und Leibern der Kinder und Jugendlichen angerichtet haben, finde ich diese Weigerung zu Reflexion und Selbstkritik unertr&auml;glich. Daher kann sie von kollegialer Seite nicht l&auml;nger unwidersprochen bleiben: Was nottut, ist eine wirkliche und wahrhaftige Aufarbeitung der Corona-Zeit &ndash; das gilt auch und gerade f&uuml;r die P&auml;dagogen!<\/p><p>Als langj&auml;hriges Mitglied der GEW treibt mich um, dass trotz der ver&auml;nderten Faktenlage, so wie sie sich nach drei langen Pandemie-Jahren in Deutschland heute darstellt, bei den Funktionstr&auml;gern meiner Gewerkschaft noch immer kein Prozess des Umdenkens in Gang gekommen ist. Vor allem will sich offenbar niemand die Frage stellen, was denn mit den Kindern und Jugendlichen bei der n&auml;chsten Ansteckungswelle oder einem neuen Seuchen-Alarm geschieht. M&uuml;ssten wir nicht <em><strong>jetzt<\/strong><\/em> Lehren aus unseren Fehlern und Irrt&uuml;mern bei Corona ziehen, um uns nicht <em><strong>abermals<\/strong><\/em> an der jungen Generation zu vers&uuml;ndigen?<\/p><p><strong>Fragen an die Kollegen und die Gewerkschaft<\/strong><\/p><p>Ich frage mich: Was muss eigentlich noch geschehen, bis die Kollegen und die GEW-Oberen einsehen, dass vieles im Pandemiemanagement nicht nur, wie es inzwischen teilweise seitens der Politik einger&auml;umt wird, nicht &bdquo;optimal&ldquo; gelaufen ist? L&auml;ngst liegen hinreichend Beweise daf&uuml;r vor, dass das offizielle Corona-Narrativ durch massive T&auml;uschungen der &Ouml;ffentlichkeit, Manipulationen und Betr&uuml;gereien und mittels eines Ineinandergreifens von Strukturen institutionalisierter Korruption aufrechterhalten wurde. Ich nenne hier nur die T&auml;uschung mit den PCR-Tests, welche Aussagewert nur f&uuml;r die Laborforschung, nicht aber als Diagnoseinstrument zum sicheren Nachweis von Infektionen haben, die als &bdquo;Masken-Deals&ldquo; bekannt gewordenen Korruptionsf&auml;lle, in denen politische und wirtschaftliche Interessen miteinander verquickt wurden, die Manipulation mit der Zahl der Krankenhausbetten, die der &Ouml;ffentlichkeit eine Verknappung der Intensivbetten vort&auml;uschte und damit Panik sch&uuml;rte, obwohl in den Krankenh&auml;usern in den Pandemiejahren 2020\/21 historische Leerst&auml;nde herrschten, und  &ndash; auf EU-Ebene &ndash; die v&ouml;llig intransparente, in Geheimvertr&auml;gen geregelte Beschaffungspolitik der sogenannten Impfstoffe, die zu einem Fiasko f&uuml;r den europ&auml;ischen Steuerzahler zu werden droht. Und das, obwohl die sogenannten Impfstoffe sich zwar auf breiter Front als relativ wirkungslos in der Virusbek&auml;mpfung, daf&uuml;r aber als &bdquo;stark&ldquo; bei den Nebenwirkungen erwiesen haben &ndash; versichert wurde uns das Gegenteil!<\/p><p>Auch in Hamburg, einer Hochburg des Coronismus [<a href=\"#foot_8\" name=\"note_8\">8<\/a>], wurde &bdquo;getrickst und geschummelt&ldquo;, um es freundlich auszudr&uuml;cken. Vielleicht st&uuml;nde es auch den Lehrerverb&auml;nden und der GEW, die die alarmistische Politik die ganze Zeit &uuml;ber mitgetragen haben, gut zu Gesicht, mal daran zu erinnern, wie dem B&uuml;rgermeister Tschentscher jedes Mittel recht war, um vor der Impfpflichtentscheidung im Bundestag Stimmung gegen die nicht geimpften Mitb&uuml;rger zu machen [<a href=\"#foot_9\" name=\"note_9\">9<\/a>]. Tschentscher dichtete den nicht Geimpften im November 2021 an, sie w&uuml;rden 90 Prozent der angeblich durch die Inzidenz ausgewiesenen F&auml;lle der Neuinfektionen stellen. Der <em>Welt<\/em>-Journalist Tim R&ouml;hn recherchierte daraufhin die Tschentscher-Zahlen nach. Dabei kam heraus, dass der Anteil der &bdquo;Ungeimpften&ldquo; bei den gemeldeten Neuinfektionen gesichert nur 14,3 Prozent betrug. [<a href=\"#foot_10\" name=\"note_10\">10<\/a>] Tschentscher redete sich, nachdem er zugeben musste, die &Ouml;ffentlichkeit mit Desinformationen versorgt zu haben, mit &bdquo;IT-Fehlern&ldquo; heraus und blieb trotz der Manipulation mit unvollst&auml;ndigen Zahlen zu Lasten der ohnehin schon angefeindeten nicht Geimpften im Amt (&Auml;hnliches geschah bei S&ouml;der).<\/p><p>Ich frage: Hat die GEW gegen die eklatanten, diskriminierenden Verst&ouml;&szlig;e gegen den Gleichheitsgrundsatz des Grundgesetzes (Art. 3) [<a href=\"#foot_11\" name=\"note_11\">11<\/a>], welche in der 2- und 3-G-Zeit wie Pilze aus dem Boden schossen, je das Wort erhoben?<br>\nHat die GEW, die sonst zu Recht jeder Diskriminierung entgegentritt und der die Inklusion fast heilig ist, sich bei den nicht Geimpften f&uuml;r deren Behandlung auch nur einmal entschuldigt?<\/p><p>Leider muss bezweifelt werden, dass sich die Erkenntnis, die sogar einen Linken-Politiker (das Versagen nahezu der gesamten Linken in der Corona-Krise stellt solch ein Trauerspiel dar, dass es h&ouml;chst ungewiss erscheint, ob sich die Linke je davon erholen kann) beschlich, dass n&auml;mlich &bdquo;auch Ungeimpfte&ldquo; Grundrechtstr&auml;ger seien, bis zur GEW Hamburg herumgesprochen hat. Denn dann h&auml;tte die Gewerkschaft dies sp&auml;testens in dem Moment zum Thema machen m&uuml;ssen, als nicht geimpften P&auml;dagoginnen und P&auml;dagogen dort verboten wurde, das Lehrerzimmer zu betreten. Oder hat die GEW solche F&auml;lle bekannt gemacht und sich f&uuml;r diese Kolleginnen und Kollegen eingesetzt?<\/p><p>Die &bdquo;Ungeimpften&ldquo; sind zwar zwischenzeitlich auch &bdquo;dank&ldquo; des Ukraine-Krieges aus dem Schussfeld der &ouml;ffentlichen Meinung geraten. An der Art und Weise seiner &ouml;ffentlichen Behandlung lassen sich aber die gleichen Muster der Abwertung und Ausgrenzung von Meinungen beobachten, die nicht dem Mainstream folgen. Hinsichtlich der allgemeinen Beurteilung der Corona-Pandemie und ihrer Folgen ist von einer Revision der vielen unhaltbar gewordenen Behauptungen, aus denen das &bdquo;amtliche&ldquo; Corona-Narrativ seine Legitimation zog, in der Politik und leider auch bei den Funktion&auml;ren der Lehrerverb&auml;nde und der GEW jedoch weiter nichts zu bemerken.<\/p><p><strong>Die Diffamierung der Kritiker geht gegen alle Vernunft weiter<\/strong><\/p><p>Noch immer bleibt auch meine Gewerkschaft auf Diffamierungskurs gegen Andersdenkende. So macht man es sich in seiner Selbstgerechtigkeitsblase bequem, denn dann braucht man sich mit Kritik nicht mehr zu befassen.<\/p><p>Mir aber will nicht in den Kopf, wie es sein kann, dass es f&uuml;r Personen, die wissenschaftlich sozialisiert wurden und im wissenschaftlichen Denken geschult sind, <em><strong>keine<\/strong><\/em> Selbstverst&auml;ndlichkeit mehr ist, den alten r&ouml;mischen Grundsatz <strong><em>&bdquo;Audiatur et altera pars&ldquo;<\/em><\/strong> (&bdquo;Man h&ouml;re auch die andere Seite!&ldquo;) zu beherzigen. Das gilt nat&uuml;rlich besonders f&uuml;r die Lehrer, die meiner Auffassung nach auch m&uuml;ndige und kritische B&uuml;rger sein sollten, genauso wie f&uuml;r die Politik und alle gesellschaftlichen Debatten. Dieser Grundsatz stellt meiner Ansicht nach eine Art Lackmustest f&uuml;r die rationale, kommunikativ vernunftgeleitete Gesinnung des Menschen und die Offenheit, aber auch die Lernf&auml;higkeit einer Gesellschaft dar. Was also sagt die beharrliche und aggressive Weigerung von Lehrern, Politikern und einer Gewerkschaft, die noch dazu die Wissenschaft in ihrem Namen tr&auml;gt, &bdquo;auch die andere Seite zu h&ouml;ren&ldquo;, &uuml;ber den Zustand unseres Gemeinwesens aus?<\/p><p>Zwar m&uuml;sste man doch <em>eigentlich<\/em> erwarten k&ouml;nnen, dass, nachdem die Fundamente der offiziellen Corona-Erz&auml;hlung derartig ins Wanken gekommen sind, sich nun &Ouml;ffnungen des Debattenraums, Dialogbereitschaft und ein Aufeinander-Zugehen anbahnen. Doch offenbar kann oder will man zumindest beim Hamburger GEW-Vorstand nicht von dem abwertenden und demokratiefeindlichen Wording und Framing lassen, mit dem man drei Jahre lang eine kritische, oppositionelle Minderheit belegt hat &ndash; im Gegenteil! Wilfried Schwetz spricht in diesem Zusammenhang zu Recht davon, dass &bdquo;der gezielt gesch&uuml;rte Hass auf &sbquo;Corona-Leugner&rsquo; und &sbquo;Impfverweigerer&rsquo; zu einem neuen Tiefpunkt des gesellschaftlichen Miteinanders gef&uuml;hrt habe&ldquo; und dies &bdquo;unter t&auml;tiger Mithilfe von Mainstream-Linken und &sbquo;Antifa&rsquo;&ldquo; [<a href=\"#foot_12\" name=\"note_12\">12<\/a>] geschah. Muss die Gewerkschaftsleitung, um von ihrem krachenden Scheitern in der Corona-Krise abzulenken, aus lauter Verzweiflung dar&uuml;ber, historisch derartig versagt zu haben, diese Ausgrenzungspolitik nun auch noch forcieren?<\/p><p><strong>Ein Beispiel f&uuml;r die Aufarbeitungsrenitenz: Cancel Culture gegen innergewerkschaftliche Oppositionsstimmen<\/strong><\/p><p>Konkreten Anlass f&uuml;r meine Frage bietet der folgende, bislang beispiellose Vorgang innergewerkschaftlicher Cancel Culture:<\/p><p>Der Hamburger &bdquo;Jour Fixe Gewerkschaftslinken&ldquo; soll nach Willen des Landesvorstandes die Nutzung der gewerkschaftseigenen R&auml;umlichkeiten im Curio-Haus an der Rothenbaumchaussee nach 18 Jahren untersagt werden. Der Grund ihres Rausschmisses: Einige Teilnehmer vom Jour Fixe nehmen seit Dezember 2021 auch regelm&auml;&szlig;ig an den coronama&szlig;nahmenkritischen, sogenannten Kunsthallendemonstrationen teil, die jetzt als Friedensdemos fortgef&uuml;hrt werden, und die Termine werden in ihrer w&ouml;chentlich erscheinenden Jour-Fixe-Gewerkschaftslinke-Info ver&ouml;ffentlicht.<\/p><p>Zur Erinnerung: Die als &bdquo;Kunsthallendemos&ldquo; bekannt gewordenen Manifestationen im Herbst\/Winter 2021\/22 geh&ouml;rten mit bis zu ca. 30.000 Teilnehmern (Anfang Januar; die Polizei hatte die Teilnehmerzahl mit 16.000 angegeben) &ndash; bevor sie verboten wurden &ndash; zu den gr&ouml;&szlig;ten Protesten gegen die Corona-Politik bundesweit.<\/p><p>Die GEW war und ist sich nicht zu schade, diesen demokratischen Protest zu verunglimpfen und friedliche und freundliche Demonstranten [<a href=\"#foot_12\" name=\"note_12\">12<\/a>] in die N&auml;he von Gewaltt&auml;tern zu r&uuml;cken. Tiefpunkt der gewerkschaftlichen Cancel-Culture gegen die Jour-Fixe-Gruppe ist, dass Twitterbotschaften aus omin&ouml;sen &bdquo;Antifa&ldquo;-Kan&auml;len als einzige &bdquo;Beweismittel&ldquo; f&uuml;r angebliche Querfront-Aktivit&auml;ten der Gruppe herhalten m&uuml;ssen. [<a href=\"#foot_13\" name=\"note_13\">13<\/a>]<\/p><p>Es ist als ein herber R&uuml;ckschlag f&uuml;r eine offene und erwachsene Debattenkultur anzusehen, dass sich die GEW an die Seite der v&ouml;llig diskursunf&auml;higen &bdquo;Antifa&ldquo; und ihrer undifferenzierten Anw&uuml;rfe stellt. W&auml;re es f&uuml;r die GEW nicht an der Zeit anzuerkennen, dass die Andersdenkenden &ndash; sei es in der Corona-, sei es in der Ukraine- und Friedensfrage &ndash; <em>Argumente<\/em> auf ihrer Seite haben? Argumente, die man freilich nicht teilen und nicht gut finden muss, mit denen man sich aber als Gewerkschaft, die gerne die innerorganisatorische Demokratie hochh&auml;lt, auseinandersetzen <em>muss<\/em>, und zwar mittels <em>Gegenargumente<\/em>.<\/p><p>Vor diesem Hintergrund frage ich: Was soll eigentlich noch passieren, bis die GEW endlich bereit ist, eine sachorientierte Debatte zu beginnen?<br>\nWann fangen die Anh&auml;nger des Coronismus &ndash; allen voran der Hamburger GEW-Vorstand &ndash; an zu erkennen, dass die Bundesrepublik mit ihren strengen Ma&szlig;nahmen keineswegs &bdquo;gut durch die Pandemie&ldquo; &ndash; z.B. besser als das lange in deutschen Medien vielgescholtene Schweden gekommen ist? Schweden hat sehr wenige staatliche Ma&szlig;nahmen angeordnet und auf die Eigenverantwortung der Bev&ouml;lkerung gesetzt, und es hat, obwohl es sich ebenfalls wissenschaftlich beraten lie&szlig;, die Grundrechte seiner B&uuml;rger nicht beschnitten und die Schulen offengehalten.<br>\nWen oder was verteidigt die GEW eigentlich, wenn sie immer noch gegen Ma&szlig;nahmen-Kritiker, Grundrechte-Verteidiger und die Reste einer linken Opposition, die die sozialen Ungerechtigkeiten und die totalit&auml;ren Tendenzen des gro&szlig;kapitalaffinen Pandemieregimes allein noch zum Thema macht, hetzt und zu Felde zieht?<\/p><p><strong>Wo bleibt der Protest gegen die Sozialisierung der Corona-Verluste?<\/strong><\/p><p><em>Kritische<\/em> Gewerkschaften m&uuml;ssten nicht auf ihre eigenen Mitglieder oder Ex-Mitglieder und Gesinnungsgenossen eindreschen, sondern angesichts der nun erstmals bezifferten &ndash; vorl&auml;ufigen! &ndash; Gesamtkosten der Pandemiebek&auml;mpfung in Deutschland in H&ouml;he von mehr als 440 Milliarden Euro Sturm laufen! Der <em>Cicero<\/em> titelte: &bdquo;Selten wurde so viel Geld mit so wenig Ertrag zum Fenster rausgeworfen.&ldquo; Und das f&uuml;r ein Gesundheitssystem, das heute, wie der <em>Cicero<\/em>-Autor Rolf Hanselle unterstreicht, nach drei Corona-Jahren &bdquo;so marode wie nie zuvor sei&ldquo; [<a href=\"#foot_14\" name=\"note_14\">14<\/a>] &ndash; Das gilt, wie zu erg&auml;nzen w&auml;re, ganz &auml;hnlich f&uuml;r das Bildungssystem.<\/p><p>Gegei&szlig;elt werden m&uuml;sste die Regierung, die so ineffizient und kontraproduktiv mit den Steuergeldern ihrer B&uuml;rger umgeht, und nicht jene, die fr&uuml;h davor gewarnt haben.<\/p><p><em>Kritische, k&auml;mpferische<\/em> Gewerkschaften und linke Politik m&uuml;ssten immer die Schw&auml;chsten der Gesellschaft in ihrem Blick behalten und sich besonders f&uuml;r sie einsetzen. Aber sowohl die Kinder, die Jugendlichen als auch die Alten sind in der Corona-Krise entrechtet, entm&uuml;ndigt und in einem Ma&szlig;e vernachl&auml;ssigt worden, dass man das ihnen dadurch zugef&uuml;gte Leid und das an ihnen begangene Unrecht nur als Zivilisationsbruch bezeichnen kann.<\/p><p>Von einer <em>kritischen<\/em> und <em>k&auml;mpferischen<\/em> Gewerkschaft, die die Interessen der lohnabh&auml;ngig Besch&auml;ftigten und damit eine breite Mehrheit der Bev&ouml;lkerung vertritt, erwarte ich, dass sie nicht die Kritik skandalisiert, die von &bdquo;normalen&ldquo; B&uuml;rgern kommt, die den Querschnitt der Mitte unserer Bev&ouml;lkerung repr&auml;sentieren &ndash; auch nicht die kritischen Wortmeldungen, die von Wissenschaftlern, darunter Koryph&auml;en ihres Fachs, ge&auml;u&szlig;ert werden. Ein wahrer Dorn im Auge sollte solchen Gewerkschaften aber sein, dass zur Begleichung der gigantischen Rechnung f&uuml;r die unn&ouml;tigen Kosten dieses katastrophalen Pandemiemanagements wiederum vor allem die arbeitende Bev&ouml;lkerung herangezogen wird. Diese &bdquo;d&uuml;rfen&ldquo; nun also als doppelt Gesch&auml;digte und Betrogene das Pandemie-Theater &ndash; vorerst? &ndash; verlassen, w&auml;hrend der Club der Top-Milliard&auml;re in zwei Corona-Jahren seinen Reichtum verdoppelt hat. Und die Gewerkschaft feiert Lohnabschl&uuml;sse, die einen realen Einkommensverlust von f&uuml;nf und mehr Prozent pro Jahr bedeuten, auch noch als Erfolg?!<\/p><p>Hinzu kommen jetzt auch noch die Belastungen wegen des wahnwitzigen Aufr&uuml;stungsprogramms f&uuml;r die Bundeswehr von derzeit fest veranschlagten 100 Milliarden Euro. Auch dazu vermisse ich eine klare Positionierung der Gewerkschaften im Geist der Friedenspflicht des Grundgesetzes!<\/p><p><strong>Wo und wie die Kinder im Politik-&bdquo;Ranking&ldquo; erscheinen<\/strong><\/p><p>Z&auml;hlen wir&rsquo;s kurz mal nacheinander auf: 440 Milliarden Euro f&uuml;r Corona, 100 Milliarden Euro f&uuml;r die &bdquo;Kriegswirtschaft&ldquo; und zwei Milliarden Euro zur Kompensation der durch die Corona-Ma&szlig;nahmen hervorgerufenen Bildungskatastrophe bei den Kindern und Jugendlichen.<\/p><p>Die Aufz&auml;hlung verdeutlicht eindrucksvoll den Stellenwert, den die Belange und Bed&uuml;rfnisse von Kindern in Deutschland haben. Sieht die absolute Zahl von zwei Milliarden gar nicht nach so wenig Geld aus, relativiert sich leider dieser Eindruck, wenn man die zwei Milliarden Euro durch die Zahl der Sch&uuml;lerinnen und Sch&uuml;ler an allgemeinbildenden Schulen in Deutschland dividiert: 8,7 Millionen. Laut dem Pr&auml;sidenten des Deutschen Kinderhilfswerks, Thomas Kr&uuml;ger, &bdquo;werden (&hellip;) im Endeffekt (&hellip;) damit weniger als 150 Euro pro Kind in die Hand genommen.&ldquo; [<a href=\"#foot_15\" name=\"note_15\">15<\/a>]<\/p><p>W&auml;ren die Kinder in dem Fall Erwachsene und h&auml;tten nicht so viele in den Corona-Wirrnissen ihren moralischen Kompass verloren, w&uuml;rde man eine derartige &bdquo;Wiedergutmachung&ldquo; doch wohl eher als &bdquo;Verh&ouml;hnung der Opfer&ldquo; bezeichnen.<\/p><p>Im &Uuml;brigen ist dem im Mai 2021 verabschiedeten F&ouml;rderprogramm das Schicksal aller anderen Ad-hoc-Ma&szlig;nahmenpakete zur Verbesserung des Lernens und der p&auml;dagogischen Angebote beschieden; das Schicksal n&auml;mlich, weitgehend zu verpuffen. Solcher Polit-Aktionismus entfaltet keine nachhaltige Wirkung, da dadurch die strukturellen M&auml;ngel des Schul-und Bildungssystems nicht beseitigt werden. Bei diesem Programm kommt als Problem hinzu, dass es nur f&uuml;r die Ferienzeit aufgelegt wurde. Daf&uuml;r hat man einerseits Freizeitm&ouml;glichkeiten geschaffen, bei denen Teilnahmekosten in H&ouml;he bis zu 90 Prozent durch den Staat bezuschusst werden, andererseits setzt man darauf, es Sch&uuml;lern mit F&ouml;rderangeboten zu erm&ouml;glichen, ihre Lernr&uuml;ckst&auml;nde aufzuholen.<\/p><p>Abgesehen von den b&uuml;rokratischen H&uuml;rden dieses Programms, die gerade Familien aus &auml;rmeren migrantischen Milieus schon aufgrund des Sprachproblems (Antragstellung, Beibringung von Bescheinigungen etc.) oft nicht &uuml;berwinden k&ouml;nnen, sei sowohl die Freiwilligkeit wie die Terminierung des Programms auf die Ferienzeit, so der Bildungsforscher Marcel Helbig vom Wissenschaftszentrum Berlin, &bdquo;widersinnig&ldquo;. Helbig f&uuml;hrt aus:<\/p><blockquote><p>&bdquo;Es sind sehr demotivierte Sch&uuml;ler, die uns im Homeschooling quasi verloren gegangen sind, und die jetzt dazu zu bringen, an diesen freiwilligen Programmen teilzunehmen, ist totaler Quatsch (&hellip;) Am Ende sind es dann die mittelguten Sch&uuml;ler aus mittleren oder oberen Schichten, die daran teilnehmen, die denken, irgendwelche R&uuml;ckst&auml;nde zu haben, und die vielleicht auch objektiv welche haben.&ldquo; [<a href=\"#foot_16\" name=\"note_16\">16<\/a>]<\/p><\/blockquote><p>Das bedeutet, dass die Sch&uuml;ler, die Hilfe am n&ouml;tigsten haben, am wenigsten Hilfe erhalten.<\/p><p>Hinzu kommt als Kritikpunkt, dass der Fokus zu einseitig auf Lernen und Leistung gelegt wird, da viele Sch&uuml;ler erst einmal psychisch aufgefangen werden m&uuml;ssten. Die Politiker sind aber offensichtlich der Ansicht, dass ein bisschen Ferien-Bullerb&uuml; f&uuml;r die ungetr&ouml;stet-l&auml;diert zur&uuml;ckgelassenen Kinderseelen ausreicht. Es ist aber nur einer der sprichw&ouml;rtlichen Tropfen auf den hei&szlig;en Stein. Ein paar Tage Erlebnisp&auml;dagogik werden es bei Depressionen, Angstst&ouml;rungen und einer oft tiefsitzenden, allgemeinen Verunsicherung nicht richten k&ouml;nnen. Die Mittel f&uuml;r die niederschwellige, ambulante psychosoziale Betreuung, etwa durch mobile Kinder-und Jugendhilfeteams, fehlen in dem &bdquo;Aufholpaket&ldquo; [<a href=\"#foot_17\" name=\"note_17\">17<\/a>] aber.<\/p><p>So kommt man bei genauerer Betrachtung der Probleme, Defizite und Fallstricke des von der Regierung vollmundig beworbenen &bdquo;Aufholpaketes&ldquo; im Hinblick auf die Frage, was f&uuml;r die Kinder und Jugendlichen nach der schrecklichen Corona-Zeit eigentlich getan wird, noch mehr ins Gr&uuml;beln. Bedenkt man, dass die staatlichen Hilfen f&uuml;r Kinder und Jugendliche bez&uuml;glich des &bdquo;durch Corona Vers&auml;umten&ldquo; haupts&auml;chlich auf dieses Programm beschr&auml;nkt blieben, bleibt mehr als nur ein schaler Geschmack zur&uuml;ck, wenn man die Worte aus der Presseerkl&auml;rung des zust&auml;ndigen Ministeriums auf sich wirken l&auml;sst:<\/p><blockquote><p>Kinder und Jugendliche &bdquo;sollen Zeit haben f&uuml;r (&hellip;) das Aufholen und Nachholen des Lernstoffs&ldquo;, aber &bdquo;auch f&uuml;r Freunde, Sport und Freizeit, und die Unterst&uuml;tzung bekommen, die sie und ihre Familien jetzt brauchen.&ldquo; [<a href=\"#foot_18\" name=\"note_18\">18<\/a>] (Hervorhebungen im Text B.S.)<\/p><\/blockquote><p>So lange P&auml;dagogen immer noch keine Verantwortung f&uuml;r ihr Handeln &uuml;bernehmen und es die Regierung bei Placebo-Ma&szlig;nahmen und Alibi-Veranstaltungen zum vermeintlichen Ausgleich ihres schlimmen Versagens gegen&uuml;ber Kindern-und Jugendlichen bel&auml;sst, werden die psychischen Sch&auml;den des Pandemieregimes nicht gemindert werden k&ouml;nnen.<\/p><p>Das w&uuml;rde zuallererst einmal voraussetzen, <strong><em>dass man sich bei den Opfern entschuldigt<\/em><\/strong>.<\/p><p>Zur inneren Bereitschaft zu gelangen, um Entschuldigung zu bitten, ist ein bitterer und harter Weg, denn er erfordert den Mut, &uuml;ber den eigenen Schatten zu springen. Bringen die P&auml;dagogen aber diesen Mut nicht auf, werden die Kinder und Jugendlichen in ihrem Leiden im existenziellen Sinn allein gelassen, dann droht uns wirklich eine verlorene Generation.<\/p><p><em><strong>Fragen<\/strong><\/em>, die unumg&auml;nglich in diesem Prozess der Selbstkritik beantwortet werden m&uuml;ssen, sind:<\/p><ul>\n<li>Warum wurde so wenig vom Wohl der Kinder hergedacht und argumentiert?<\/li>\n<li>Warum hat man der Obrigkeit bedingungslos geglaubt?<\/li>\n<li>Warum war man so leicht bereit, schutzbefohlene Menschen zu entw&uuml;rdigen?<\/li>\n<li>Warum hat man die eigenen Interessen so &uuml;ber die Kinder gestellt?<\/li>\n<li>Warum hat man, obwohl rationales und wissenschaftliches Denken in der Schule vermittelt werden soll, die kritischen Stimmen in der Wissenschaft ignoriert oder sich sogar an deren Herabsetzungen und Diffamierungen beteiligt?<\/li>\n<\/ul><p>Und schlie&szlig;lich:<\/p><ul>\n<li>Warum hat man sich ins Verschweigen fl&uuml;chten wollen, obwohl dieses Schweigen es wahrscheinlicher macht, dass so etwas wieder passieren kann?<\/li>\n<\/ul><p><strong>Coda: Was w&uuml;rde man finden, wenn man die Ursachen des Versagens aufarbeiten w&uuml;rde?<\/strong><\/p><p>Zum Schluss soll in einer kurzen Skizze angedeutet werden, was bei der ganzen Problematik der bislang ausgebliebenen Aufarbeitung und der geballten Widerst&auml;nde dagegen nicht &uuml;bersehen werden sollte, wenn es um <strong><em>die Fokussierung auf die Ursachen des Versagens geht<\/em><\/strong>:<\/p><p>Dass den Lehrern, Erziehern und ihren Verb&auml;nden ihr Fehlverhalten w&auml;hrend der Corona-Zeit nicht einsichtig wird, d&uuml;rfte auf tiefersitzende Probleme ihres professionellen Selbstbildes und Selbstverst&auml;ndnisses verweisen. Es hat seine Ursachen u.a. in der neoliberalen Umformung der Lehrerrolle und der Umgestaltung der Schulen zu kalten und herzlosen Einrichtungen (&bdquo;Lernmaschinen&ldquo;) zur effizienteren (?) Humankapitalverwertung. Sie stehen im engen Zusammenhang mit der trostlosen Bilanz von bald 30 Jahren Bologna-&bdquo;Reformpolitik&ldquo;, die vor der Lehrerausbildung nat&uuml;rlich nicht Halt machte. Wir begegnen bei den j&uuml;ngeren Lehrern heute oft einem Sozialcharakter, der als das Produkt dieser Negativ-Entwicklung des &ouml;ffentlichen Bildungssystems angesehen werden muss. Oder, wie es der bereits einmal zitierte Autor Wilfried Schwetz in einer Replik zur Frage des Versagens der Linken in der Corona-Krise treffend ausgedr&uuml;ckt hat:<\/p><blockquote><p>&bdquo;Ich frage mich schon l&auml;nger, wie bei jungen Leuten, die 30 Jahre Bertelsmann, PISA-, Bologna, Kita, Schule und Universit&auml;t, samt entsprechend konditioniertem Lehrpersonal, hinter sich haben, etwas anderes herauskommen kann als das, was wir heute sehen.&ldquo; [<a href=\"#foot_19\" name=\"note_19\">19<\/a>]<\/p><\/blockquote><p>Sicher scheint mir zu sein, dass der Neoliberalismus viel daf&uuml;r getan hat, dieses Gehorsamsklima an Schulen zu erzeugen.<\/p><p>Denn der Neoliberalismus hat das kollegiale Band zerrissen, indem er jeden zum Unternehmer und Optimierer seiner selbst gemacht hat. Er hat den postmodernistischen Affekt der Differenz, Dekonstruktion und des Solipsismus (unter dem heute unsere Politik, Kultur und unsere Umgangsformen leiden) hochgez&uuml;chtet, um ihn dann umso besser f&uuml;r sich ausbeuten zu k&ouml;nnen. Das gelang ihm, indem er &bdquo;die gro&szlig;en Erz&auml;hlungen&ldquo; und alles, was in ihnen als kollektive und menschheitsverbindende Ideen oder als Emanationen eines gro&szlig;en, das Einzelne und den Einzelnen transzendierenden Geistes zum Ausdruck kam, als etwas Altmodisches, Abgelebtes, Einengendes, Engstirniges, Autorit&auml;res, ja Reaktion&auml;res in Misskredit gebracht hat. Dies mit der Begr&uuml;ndung, dass &bdquo;die gro&szlig;en Erz&auml;hlungen&ldquo;, indem sie die Menschen unter das Gesetz des Allgemeinen, unter Logik, Wort, Schrift, Ethnie, Geschlechteridentit&auml;t etc. &bdquo;zwingen&ldquo;, nicht zur Freiheit gef&uuml;hrt, sondern sie nur umso st&auml;rker unterjocht h&auml;tten.<\/p><p>Daher ist es f&uuml;r das Subjekt besser, wenn die Moderne, in der all das kulminiert ist, mit ihren Versprechen auf dem M&uuml;llhaufen der Geschichte landet, damit sie dort entsorgt werden k&ouml;nnen. So ging es den ganzen &bdquo;Wahrheitsdiskursen&ldquo; an den Kragen &ndash; mit der Folge, dass der Universalismus der Aufkl&auml;rung dem Partikularismus, Kulturrelativismus und einem neotribalistischen Identit&auml;tsdenken weichen musste. Deren Probleme mit dem Universalismus lagen darin, dass die Aufkl&auml;rung als gro&szlig;es menschheitliches Emanzipationsversprechen und -projekt selbst eine &bdquo;gro&szlig;e Erz&auml;hlung&ldquo; ist bzw. als eine solche auch postmodernistisch dekonstruiert wurde, weshalb sie dann auch gleich mit &uuml;ber Bord ging. Den an ihre Stelle tretenden Affekt des <em>&bdquo;nichts ist gr&ouml;&szlig;er und wichtiger als mein Ich, und dar&uuml;ber hinaus gibt es nichts, an dem ich mich aufrichten kann, nichts, was es wert ist, mich daran zu binden&ldquo;<\/em> hat der Neoliberalismus leider auch sehr erfolgreich in die Herzen und Hirne der P&auml;dagogen eingepflanzt.<\/p><p>Ohne sich an dieser Stelle mit weiteren &Uuml;berlegungen auf das Glacis metaphysischen R&auml;sonnements begeben zu wollen, d&uuml;rfte <em>eines<\/em> doch klar auf der Hand liegen: Der postmodernistische Glaube: &bdquo;Es liegt alles <em>in<\/em> mir&ldquo; und &bdquo;Es liegt alles <em>an<\/em> mir!&ldquo;, der unsere Gegenwart bestimmt, erweist sich als besonders gut geeignet, um die Subjekte in Form von Selbststeuerungstechniken besonders effektiv zu Herrschaftszwecken disziplinieren und ausbeuten zu k&ouml;nnen. Dabei wird die Gewalt der gesellschaftlichen Verh&auml;ltnisse und ihrer Strukturen f&uuml;r sie selbst weitgehend unsichtbar gemacht, <em>indem sie sie in sich hineinnehmen<\/em>. (Fremdsteuerung wird so zur Selbststeuerung). In der Praxis konnten mit diesem &bdquo;neoliberalen Trick&ldquo; der politische Begriff von Kollegialit&auml;t ganz schnell abger&auml;umt, die innerschulische Mitbestimmung der Lehrerschaft erst ausgetrocknet und dann &ndash; ohne noch weiteres Aufheben davon machen zu m&uuml;ssen &ndash; still und leise beerdigt werden. Danach konnten die P&auml;dagogen ohne nennenswerte Gegenwehr in das System digitalen Monitorings gepresst werden, das heute (Stichwort: &bdquo;kybernetische Steuerung der Bildung&ldquo;) die Schulen beherrscht.<\/p><p>Das erkl&auml;rt auch, wie die so entstandene Vereinzelung der Lehrer sie zu derart widerspruchslosen Befehlsempf&auml;ngern machen und dazu f&uuml;hren konnte, dass sie w&auml;hrend der gesamten Corona-Krise ihr eigenes Interesse &uuml;ber das Interesse der Schutzbefohlenen stellten. Doch: Die P&auml;dagogen sind nicht nur als beflissene Helfershelfer und gut angepasste Mitl&auml;ufer <em>T&auml;ter<\/em> im System der neoliberalen Disruptions- und Schockbehandlungen f&uuml;r Schule und Unterricht, sondern werden selbst auch mehr und mehr zu deren <em>Opfern<\/em>. Das zeigt die Kehrseite der Entwicklung zur Entdemokratisierung, Entsolidarisierung und schlie&szlig;lich &bdquo;Entmenschlichung&ldquo; der Schule, die durch den neoliberalen Schulumbau seit drei&szlig;ig Jahren bezweckt und beharrlich verfolgt wird [<a href=\"#foot_20\" name=\"note_20\">20<\/a>]: ein immer h&ouml;herer Krankenstand, eine immer noch weiter ansteigende Burn-out-Kurve und immer mehr dadurch bedingte Fr&uuml;hpensionierungen bei den Lehrern.<\/p><p>Es geh&ouml;rt jedenfalls zu einer gelingenden Aufarbeitung unbedingt dazu, dass gr&uuml;ndliche Untersuchungen &uuml;ber die Frage angestellt werden m&uuml;ssen, wie es <strong><em>wieder<\/em><\/strong> dazu kommen konnte, dass sich die P&auml;dagogik so widerstandslos f&uuml;r Ma&szlig;nahmen empf&auml;nglich zeigte, die im Kern etwas Totalit&auml;res in sich tragen &ndash; etwas Totalit&auml;res, durch das, wie es der Kindheitshistoriker Michael H&uuml;ter genauer beschrieben hat, der gesellschaftliche Zusammenhalt und die Aussicht auf eine menschliche Zukunft akut gef&auml;hrdet scheinen:<\/p><blockquote><p>&bdquo;Die Jugendlichen, die in den Corona-Jahren 2020\/21 traumatisiert wurden, (&hellip;) sind diejenigen, die in rund einer Dekade &uuml;ber die Geschicke der Gesellschaft bestimmen. Was f&uuml;r ein Zusammenleben wird das sein, wenn es von Menschen bestimmt wird, die (&hellip;) es &sbquo;dank&rsquo; der Masken nur rudiment&auml;r erlernt haben, die Mimik der anderen zu interpretieren, somit in ihrer Empathief&auml;higkeit eingeschr&auml;nkt sind (..) und die darauf konditioniert wurden, Angst zu haben?&ldquo; [<a href=\"#foot_21\" name=\"note_21\">21<\/a>]<\/p><\/blockquote><p><em>Leserbriefe zu diesem Beitrag <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=98332\">finden Sie hier<\/a>.<\/em><\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>Anmerkungen<\/strong><\/p><p>[<a href=\"#note_1\" name=\"foot_1\">&laquo;1<\/a>] Hamburgisches Schulgesetz (HMBSG), &sect; 2 Bildungs-und Erziehungsauftrag der Schule.<br>\n[<a href=\"#note_2\" name=\"foot_2\">&laquo;2<\/a>] Kinderrechtskonvention der Vereinten Nationen, Art. 3, Abs.1. <a href=\"https:\/\/www.unicef.de\/informieren\/ueber-uns\/fuer-kinderrechte\/un-kinderrechtskonvention\">https:\/\/www.unicef.de\/informieren\/ueber-uns\/fuer-kinderrechte\/un-kinderrechtskonvention<\/a>.<br>\n[<a href=\"#note_3\" name=\"foot_3\">&laquo;3<\/a>] <a href=\"https:\/\/lexikon.stangl.eu\/16400\/schwarze-paedagogik\">https:\/\/lexikon.stangl.eu\/16400\/schwarze-paedagogik<\/a>.<br>\n[<a href=\"#note_4\" name=\"foot_4\">&laquo;4<\/a>] Knipp-Selkes Berichte sind nachzuh&ouml;ren bzw. nachzulesen auf &bdquo;Kinder und Jugendliche in der Corona-Pandemie&ldquo;, <a href=\"https:\/\/www.allesaufdentisch.tv\/kinder-und-jugendliche-in-der-corona-pandemie.html\">https:\/\/www.allesaufdentisch.tv\/kinder-und-jugendliche-in-der-corona-pandemie.html<\/a> und Andrea Knipp-Selke, Heike Riedmann, Die Spaltung der Gesellschaft ist l&auml;ngst in den Schulen angekommen, Die Welt, 1. Dezember 2021, zuletzt aufgerufen am 3. Mai 2023. <a href=\"https:\/\/www.welt.de\/debatte\/kommentare\/article235387210\/Corona-Die-Spaltung-der-Gesellschaft-ist-in-den-Schulen-angekommen.html\">https:\/\/www.welt.de\/debatte\/kommentare\/article235387210\/Corona-Die-Spaltung-der-Gesellschaft-ist-in-den-Schulen-angekommen.html<\/a>, letzter Zugriff am 3. Mai 2023.<br>\n[<a href=\"#note_5\" name=\"foot_5\">&laquo;5<\/a>] <a href=\"https:\/\/www.tagesschau.de\/inland\/lauterbach-corona-pandemie-101.html\">https:\/\/www.tagesschau.de\/inland\/lauterbach-corona-pandemie-101.html<\/a>, 30. Januar 2023.<br>\n[<a href=\"#note_6\" name=\"foot_6\">&laquo;6<\/a>] <a href=\"https:\/\/www.rnd.de\/medien\/karl-lauterbach-ueber-corona-pandemie-manche-corona-regeln-waren-exzesse-und-schwachsinn-UF2OGPYW4FCKPCG42JKPCIZAMQ.html\">https:\/\/www.rnd.de\/medien\/karl-lauterbach-ueber-corona-pandemie-manche-corona-regeln-waren-exzesse-und-schwachsinn-UF2OGPYW4FCKPCG42JKPCIZAMQ.html<\/a>, 10. Februar 2023.<br>\n[<a href=\"#note_7\" name=\"foot_7\">&laquo;7<\/a>] <a href=\"https:\/\/www.bild.de\/politik\/inland\/politik\/corona-lauterbach-weiss-nicht-ob-maskenpflicht-was-gebracht-hat-83777968.bild.html\">https:\/\/www.bild.de\/politik\/inland\/politik\/corona-lauterbach-weiss-nicht-ob-maskenpflicht-was-gebracht-hat-83777968.bild.html<\/a>, 3. Mai 2023.<br>\n[<a href=\"#note_2\" name=\"foot_2\">&laquo;8<\/a>] <a href=\"https:\/\/www.rubikon.news\/artikel\/der-coronismus\">https:\/\/www.rubikon.news\/artikel\/der-coronismus<\/a>, 18. Januar 2022.<br>\n[<a href=\"#note_9\" name=\"foot_9\">&laquo;9<\/a>] <a href=\"https:\/\/www.merkur.de\/politik\/corona-inzidenz-hamburg-geimpfte-ungeimpfte-senat-tschentscher-kubicki-zr-91187873.html\">https:\/\/www.merkur.de\/politik\/corona-inzidenz-hamburg-geimpfte-ungeimpfte-senat-tschentscher-kubicki-zr-91187873.html<\/a>, 19. Dezember 2021,<br>\n<a href=\"https:\/\/www.welt.de\/politik\/deutschland\/article235803198\/Geimpfte-und-Ungeimpfte-Falsche-Covid-Zahlen-Amtspraesident-in-Bayern-wird-versetzt.html\">https:\/\/www.welt.de\/politik\/deutschland\/article235803198\/Geimpfte-und-Ungeimpfte-Falsche-Covid-Zahlen-Amtspraesident-in-Bayern-wird-versetzt.html<\/a>, zuletzt aufgerufen am 8. Mai 2023.<br>\n[<a href=\"#note_10\" name=\"foot_10\">&laquo;10<\/a>] Denn Geimpfte k&ouml;nnen Gesunde genauso anstecken wie nicht Geimpfte.<br>\n[<a href=\"#note_11\" name=\"foot_11\">&laquo;11<\/a>] Wilfried Schwetz, Linke und Corona: Wie konnte das passieren? Und was ist die Aufgabe einer Freien Linken?, <a href=\"https:\/\/magma-magazin.su\/2022\/04\/wilfried-schwetz\/linke-und-corona-wie-konnte-das-passieren-und-was-ist-die-aufgabe-einer-freien-linken\/\">https:\/\/magma-magazin.su\/2022\/04\/wilfried-schwetz\/linke-und-corona-wie-konnte-das-passieren-und-was-ist-die-aufgabe-einer-freien-linken\/<\/a>, 1. April 2022.<br>\n[<a href=\"#note_12\" name=\"foot_12\">&laquo;12<\/a>] Meine Eindr&uuml;cke von einer dieser Demonstrationen im Dezember 2021 habe ich in einem Artikel unter dem Titel &bdquo;Gef&auml;hrliche Proteste?&ldquo; festgehalten. Darin formulierte und begr&uuml;ndete ich die These, dass die Demonstrationen ein besorgter Ruf aus der Mitte der Gesellschaft seien und als Reaktion eines sich zu einer dauerhaften Legitimationskrise versch&auml;rfenden Repr&auml;sentationsproblems innerhalb unseres politischen Systems verstanden werden m&uuml;ssen. <a href=\"https:\/\/www.novo-argumente.com\/artikel\/gefaehrliche_proteste\">https:\/\/www.novo-argumente.com\/artikel\/gefaehrliche_proteste<\/a>, 17. Dezember 2021, zuletzt aufgerufen 5. Mai 2023.<br>\n[<a href=\"#note_13\" name=\"foot_13\">&laquo;13<\/a>] Im von der GEW unterst&uuml;tzten und verbreiteten Aufruf &bdquo;Solidarit&auml;t und Aufkl&auml;rung statt Verschw&ouml;rungsideologien&ldquo;: <a href=\"https:\/\/www.gew-hamburg.de\/themen\/aktionen-und-kampagnen\/solidaritaet-und-aufklaerung-statt-verschwoerungsideologien\">https:\/\/www.gew-hamburg.de\/themen\/aktionen-und-kampagnen\/solidaritaet-und-aufklaerung-statt-verschwoerungsideologien<\/a>, 10. Januar 2022, letzter Aufruf am 9. Mai 2023. Diese Umdeutung von friedlichen und freundlich gesonnenen Demonstranten zu Gewaltt&auml;tern finde ich wirklich emp&ouml;rend. Und es ist besch&auml;mend, dass die GEW als ein demokratisch-humanistischen Werten verpflichteter Verband ein solches Pamphlet mitunterzeichnet hat.<br>\n[<a href=\"#note_14\" name=\"foot_14\">&laquo;14<\/a>] <a href=\"https:\/\/www.cicero.de\/innenpolitik\/kosten-der-corona-bewaltigung-gesundheitssystem-krankenhauser\">https:\/\/www.cicero.de\/innenpolitik\/kosten-der-corona-bewaltigung-gesundheitssystem-krankenhauser<\/a>, 3. Mai 2023, zuletzt zugegriffen am 8. Mai 2023.<br>\n[<a href=\"#note_15\" name=\"foot_15\">&laquo;15<\/a>] <a href=\"https:\/\/www.rnd.de\/politik\/kritik-am-corona-aufholpaket-fur-kinder-und-jugendliche-weniger-als-150-euro-pro-kind-TYYJ6GCDLLHQ2HQQ2IWKBG3INY.html\">https:\/\/www.rnd.de\/politik\/kritik-am-corona-aufholpaket-fur-kinder-und-jugendliche-weniger-als-150-euro-pro-kind-TYYJ6GCDLLHQ2HQQ2IWKBG3INY.html<\/a>, 5. Mai 2021, letzter Zugriff am 8. Mai 2023.<br>\n[<a href=\"#note_16\" name=\"foot_16\">&laquo;16<\/a>] <a href=\"https:\/\/www.deutschlandfunkkultur.de\/bildungsforscher-zum-aufholpaket-fuer-schueler-die-100.html\">https:\/\/www.deutschlandfunkkultur.de\/bildungsforscher-zum-aufholpaket-fuer-schueler-die-100.html<\/a>, 21. Juni 2021, letzter Zugriff am 8. Mai 2023.<br>\n[<a href=\"#note_17\" name=\"foot_17\">&laquo;17<\/a>] <a href=\"https:\/\/www.bundestag.de\/resource\/blob\/902858\/35dcb07f500baf8c62368566a5ecf2ab\/Stellungnahme-von-Prof-Dr-Michael-Klundt-Hochschule-Magdeburg-Stendal-data.pdf\">https:\/\/www.bundestag.de\/resource\/blob\/902858\/&hellip;\/Stellungnahme-von-Prof-Dr-Michael-Klundt-Hochschule-Magdeburg-Stendal-data.pdf<\/a>, 6. Juli 2022.<br>\n[<a href=\"#note_18\" name=\"foot_18\">&laquo;18<\/a>] <a href=\"https:\/\/www.bmfsfj.de\/bmfsfj\/aktuelles\/alle-meldungen\/aktionsprogramm-aufholen-nach-corona-fuer-kinder-und-jugendliche--178422\">https:\/\/www.bmfsfj.de\/bmfsfj\/aktuelles\/alle-meldungen\/aktionsprogramm-aufholen-nach-corona-fuer-kinder-und-jugendliche&ndash;178422<\/a>, 4. Januar 2022, letzter Zugriff am 9. Mai 2023.<br>\n[<a href=\"#note_19\" name=\"foot_19\">&laquo;19<\/a>] Dass man den lose zusammengebastelten, sehr heterogenen Einzelma&szlig;nahmen und F&ouml;rderkonzepten den Namen &bdquo;Aufholpaket&ldquo; gegeben hat, verr&auml;t im &Uuml;brigen einiges &uuml;ber das rein instrumentelle Verst&auml;ndnis und die bedenklich verk&uuml;rzte Betrachtungsweise, die die Politik von Kindheit und Kindern hat.<br>\nVor unseren Augen entsteht beim Wort &bdquo;Aufholpaket&ldquo; das Bild, dass Schule und Bildung als ein Rennen organisiert seien und dass die schw&auml;cheren oder schlechter trainierten Teilnehmer dabei abgeh&auml;ngt werden, verlieren oder sogar aufgeben. Damit das nicht massenweise passiert, m&uuml;ssen sie etwas aufgep&auml;ppelt werden bzw. auch mal ein paar Trainingsstunden &bdquo;umsonst&ldquo; erhalten, f&uuml;r die sie aber ihre Freizeit opfern m&uuml;ssen, damit sie wieder wie die anderen &bdquo;mitrennen&ldquo; k&ouml;nnen (auch wenn sie nie gewinnen werden). Diese Vorstellungen, die durch das Wort &bdquo;Aufholpaket&ldquo; nahegelegt werden, sind von den hehren Worten, die in den Schulgesetzen der L&auml;nder &uuml;ber die Aufgaben und Ziele des Bildungssystems gemacht werden, doch recht weit entfernt. Sie bebildern vielmehr das, was man gemeinhin mit dem &bdquo;struggle for life&ldquo; assoziieren w&uuml;rde.<br>\n[<a href=\"#note_20\" name=\"foot_20\">&laquo;20<\/a>] Wobei der Neoliberalismus von den drei Zielen Entdemokratisierung, Entsolidarisierung und Entmenschlichung nur das letztgenannte Ziel noch nicht ganz erreicht hat.<br>\n[<a href=\"#note_21\" name=\"foot_21\">&laquo;21<\/a>] <a href=\"https:\/\/www.rubikon.news\/artikel\/die-deformierte-generation\">https:\/\/www.rubikon.news\/artikel\/die-deformierte-generation<\/a>, 4. M&auml;rz 2021.<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p>Die <strong><em>Texte von Finn Jagow und Bernd Schoepe<\/em><\/strong> &uuml;ber die Schul-Lockdowns und die Folgen der Corona-Politik f&uuml;r Kinder und Jugendliche sind (u.a.) auf den NachDenkSeiten ver&ouml;ffentlicht worden:<\/p><p>E-Learning: Zu Risiken und Nebenwirkungen fragen Sie&hellip;?!<br>\n<a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=71033\">https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=71033<\/a>, 25. M&auml;rz 2021.<\/p><p>Kinder, Corona und der digitale Distanzunterricht &ndash;<br>\nKeine Auswege aus der Bildungskatastrophe<br>\n<a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=72691\">https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=72691<\/a>, 23. Mai 2021.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Lehrer, Erzieher und ihre Verb&auml;nde haben es in der Corona-Krise vers&auml;umt, sich vor die ihnen zum Schutz anvertrauten Kinder und Jugendliche zu stellen. Damit haben sich viele mitschuldig gemacht. 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Von <strong>Bernd Schoepe<\/strong>.<\/p>\n","protected":false},"author":11,"featured_media":98045,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[149,165],"tags":[3058,441,434,2625,2880,2911,2808],"class_list":["post-98044","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-gesundheitspolitik","category-innen-und-gesellschaftspolitik","tag-diffamierung","tag-freiheit","tag-gew","tag-home-office","tag-impfungen","tag-kinderrechte","tag-paedagogen"],"jetpack_featured_media_url":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/wp-content\/uploads\/2023\/05\/shutterstock_1779820115.jpg","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/98044","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/11"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=98044"}],"version-history":[{"count":17,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/98044\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":98336,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/98044\/revisions\/98336"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/media\/98045"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=98044"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=98044"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=98044"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}