{"id":9810,"date":"2011-06-17T08:40:19","date_gmt":"2011-06-17T06:40:19","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=9810"},"modified":"2011-06-17T08:40:19","modified_gmt":"2011-06-17T06:40:19","slug":"hinweise-des-tages-1406","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=9810","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>Heute unter anderem zu folgenden Themen: Wer viel verdient, erbt auch viel; Eurokrise; US-Aufsicht sieht Finanzsystem in Gefahr; US-Verbraucher reduzieren ihre Schulden; Alt und Jung &ndash; Neue demografische Landschaften; Millionen Hausangestellte werden ausgebeutet; Zu wenig Kontrolle bei Mindestl&ouml;hnen; Neues Prekariat; Entlastung der Kommunen teuer erkauft; Irrlichter der Gesundheitspolitik; Stuttgart 21; Bundestag schiebt Transparenz bei Nebeneink&uuml;nften auf die lange Bank; Interview mit Werner R&uuml;gemer &uuml;ber Public Private Partnership; Die Uni ist&rsquo;s gewesen!; Der verh&ouml;hnte W&auml;hler; R&uuml;stungsindustrie in der Forschung: Bremer Uni streitet &uuml;ber Zivilklausel; Die Medien sind krank (MB\/JB)<br>\n<!--more--><\/p><p>Hier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"#h01\">Wer viel verdient, erbt auch viel<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h02\">Rettung der Eurozone!<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h03\">US-Aufsicht sieht Finanzsystem in Gefahr<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h04\">US-Verbraucher reduzieren ihre Schulden<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h05\">Alt und Jung &ndash; Neue demografische Landschaften<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h06\">Millionen Hausangestellte werden ausgebeutet<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h07\">Zu wenig Kontrolle bei Mindestl&ouml;hnen &ndash; Besch&auml;ftigte um 59 Millionen geprellt<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h08\">Neues Prekariat<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h09\">Entlastung der Kommunen teuer erkauft<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h10\">Irrlichter der Gesundheitspolitik<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h11\">Rustikaler Einsatz<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h12\">Bundestag schiebt Transparenz bei Nebeneink&uuml;nften auf die lange Bank<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h13\">Interview mit Werner R&uuml;gemer &uuml;ber Public Private Partnership<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h14\">Die Uni ist&rsquo;s gewesen!<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h15\">Der verh&ouml;hnte W&auml;hler<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h16\">R&uuml;stungsindustrie in der Forschung: Bremer Uni streitet &uuml;ber Zivilklausel<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h17\">Die Medien sind krank<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, <a href=\"\/?p=9810&amp;email=1\">dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin<\/a>.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>Wer viel verdient, erbt auch viel<\/strong><br>\nDie Geldelite reproduziert sich selbst: Gro&szlig;verdiener haben die besten Chancen auf gro&szlig;es Erbe. Bis 2020 erben die zwei Prozent Reichsten 800 Milliarden Euro. | Deutschland ist ein sehr reiches Land, was sich auch in den Erbschaften spiegelt: Bis 2020 werden insgesamt 2,6 Billionen Euro vermacht. Dies sind 27 Prozent des Gesamtverm&ouml;gens der Deutschen, das 9,4 Billionen Euro umfasst. Trotzdem erben die allermeisten Bundesb&uuml;rger aber wenig bis gar nichts.<br>\nDaf&uuml;r erhalten einige wenige Hinterbliebene umso mehr. Diese Ergebnisse finden sich in einer neuen Studie des Deutschen Instituts f&uuml;r Altersvorsorge (DIA), das von der Deutschen Bank finanziert wird. [&hellip;]<br>\nZudem l&auml;sst sich an den Daten ablesen, wie sehr Einkommen und Verm&ouml;gen korreliert sind. Wer bereits viel verdient, hat auch die gr&ouml;&szlig;ten Chancen, viel zu erben. Anders gesagt: Die Eliten rekrutieren sich aus sich selbst und schlie&szlig;en sich nach unten ab.[&hellip;] Das reichste Hundertstel verf&uuml;gt bereits &uuml;ber 23 Prozent des Volksverm&ouml;gens, die obersten 5 Prozent kontrollieren 46 Prozent. F&uuml;r den gro&szlig;en Rest hingegen bleibt nichts: Die unteren 70 Prozent kommen nur auf 9 Prozent des Volksverm&ouml;gens.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/1\/zukunft\/wirtschaft\/artikel\/1\/wer-viel-verdient-erbt-auch-viel\/\">taz<\/a>\n<p><strong>dazu: Im Durchschnitt werden 300.000 Euro vererbt<\/strong><br>\nBis 2020 werden in Deutschland voraussichtlich Verm&ouml;gen im Volumen von 2,6 Billionen Euro vererbt. Das geht aus einer Studie des Deutschen Instituts f&uuml;r Altersvorsorge hervor, die am Mittwoch in Berlin ver&ouml;ffentlicht wurde. In voraussichtlich 5,7 Millionen Erbf&auml;llen wechselt demnach mehr als ein Viertel des Verm&ouml;gens der privaten Haushalte von insgesamt rund 9,4 Billionen Euro den Besitzer. [&hellip;] Dabei trieben allerdings vor allem wenige sehr gro&szlig;e Erbschaften den Durchschnittswert nach oben. So sei die Erbschaft nur in 0,2 Prozent der F&auml;lle mehr als 250.000 Euro wert<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.faz.net\/artikel\/C31501\/studie-im-durchschnitt-werden-300-000-euro-vererbt-30440812.html\">FAZ<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung Jens Berger:<\/strong> Der Dorfteich war im Durchschnitt einen Meter tief, und trotzdem ist die Kuh ersoffen. Gut, dass die FAZ ihren Lesern selbst berichtet, dass nur 0,2% aller Erbschaften mehr wert sind als 250.000 Euro. Warum w&auml;hlt man dann aber eine derart irref&uuml;hrende &Uuml;berschrift?<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>Euro-Krise<\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>Rettung der Eurozone!<\/strong><br>\nDen Griechen wird ein Sanierungsprogramm aufgezwungen, dass die wirtschaftliche Entwicklung auf Dauer behindert &ndash; geht es um eine &ouml;konomische Zukunft oder um die Beruhigung deutscher Steuerzahler?<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.fr-online.de\/wirtschaft\/krise\/rettung-der-eurozone-\/-\/1471908\/8561420\/-\/index.html\">Frankfurter Rundschau<\/a><\/li>\n<li><strong>Auf der Agora 2011<\/strong><br>\nOb Universit&auml;tsprofessor oder Arbeitsloser: Auf dem Syntagma-Platz wird jeder angeh&ouml;rt. Soviel Demokratie wie unter den Emp&ouml;rten von Athen herrschte in Europa lange nicht.<br>\nAls St&eacute;phane Hessel in seiner Protestschrift Emp&ouml;rt Euch! schrieb, die Emp&ouml;rung &uuml;ber die Ungerechtigkeit m&uuml;sse zu einem &bdquo;friedlichen Aufstand&ldquo; f&uuml;hren, hat er vielleicht nicht erwartet, dass die Bewegung der indignados in Spanien und der aganaktismenoi (Emp&ouml;rten) in Griechenland diesen Rat so schnell und so spektakul&auml;r beherzigen w&uuml;rden.<br>\nDer Widerstand der Griechen gegen die katastrophalen Wirtschaftsma&szlig;nahmen war zu erwarten gewesen. In ihrer gesamten neuzeitlichen Geschichte haben sie sich fremder Besatzung wie innerer Diktator gleicherma&szlig;en entschlossen und aufopferungsvoll widersetzt. Die von IWF, EU und Europ&auml;ischer Zentralbank mit voller Billigung, wenn nicht sogar auf Einladung der griechischen Regierung verh&auml;ngten Sparma&szlig;nahmen haben elf ganzt&auml;gige General- sowie zahlreiche regionale Streiks und viele weitere erfindungsreiche Akte und Formen des Widerstandes provoziert. Die von linken Parteien und einigen Gewerkschaften angef&uuml;hrten Demonstrationen stellten die Proteste gegen die Sparma&szlig;nahmen im Rest Europas in den Schatten.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.freitag.de\/politik\/1124-auf-der-agora-2011\">Der Freitag<\/a><\/li>\n<li><strong>Griechische Trag&ouml;die<\/strong><br>\nH&ouml;rt auf zu klagen, ihr deutschen Kr&auml;merseelen. Handelt lieber mit Verstand und Herz und helft der Kulturnation Griechenland.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.fr-online.de\/politik\/meinung\/griechische-tragoedie\/-\/1472602\/8560312\/-\/index.html\">Frankfurter Rundschau<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Volker Bahl:<\/strong> F&uuml;r den ehemaligen Chefvolkswirt der Deutschen Bank ist es &ldquo;beherzt&rdquo; gesprochen &ndash; mit einem klaren Seitenhieb auf die deutsche Sozialdemokratie &ndash; wenn es auch unter dem Strich wenig konkret wird.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>FDP-Europaabgeordneter warnt Athen vor Kaputtsparen: Chatzimarkakis schl&auml;gt &bdquo;kleinen Marshall-Plan&ldquo; f&uuml;r Griechenland vor<\/strong><br>\nEs ist zu wenig passiert in der griechischen Sparpolitik, sagt Jorgo Chatzimarkakis. Doch nur Sparen f&uuml;hre ins wirtschaftliche Abseits &ndash; Konjunkturprogramme seien jetzt n&ouml;tig &ndash; und der R&uuml;cktritt der Regierung.<br>\nQuelle 1: <a href=\"http:\/\/www.dradio.de\/dlf\/sendungen\/interview_dlf\/1482804\/\">Deutschlandradio (Text)<\/a><br>\nQuelle 2: <a href=\"http:\/\/ondemand-mp3.dradio.de\/file\/dradio\/2011\/06\/16\/dlf_20110616_0641_bc946a81.mp3\">Deutschlandradio (Audio) [mp3]<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung MB:<\/strong> Bei der Einleitung k&ouml;nnte man durchaus auf die Idee kommen, auch mal ein FDP-Mann h&auml;tte ausnahmsweise recht. Dann erg&auml;nzt er aber seine Beurteilung mit der Notwendigkeit nach noch h&auml;rteren Einschnitten und Entlassungen im &Ouml;ffentlichen Dienst. Und die Privatisierungen h&auml;tten ja noch viel fr&uuml;her kommen m&uuml;ssen. In der durchaus gar nicht falsch analysierten Situation m&ouml;chte er das Einkommen der Menschen noch weiter schm&auml;lern und ihnen teilweise die Erwerbsm&ouml;glichkeit nehmen. Dem Staat Griechenland sollen durch Privatisierung auf Dauer Einnahmen genommen werden. Da muss niemand ein Wirtschaftswissenschaftler sein, um zu erkennen, dass es so nur schief gehen und noch schlimmer werden kann. Ein FDP-Abgeordneter darf das aber im Radio sagen und der Moderator kommt nicht auf die Idee, nachzufragen &ndash; der m&ouml;gliche R&uuml;cktritt von Papandreou ist im wichtiger. Man kann nur die H&auml;nde &uuml;ber dem Kopf zusammenschlagen.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Irlands Bankengl&auml;ubiger sollen zahlen<\/strong><br>\nW&auml;hrend die Europ&auml;ische Zentralbank (EZB) noch damit besch&auml;ftigt ist, aus vollen Rohren auf die Bef&uuml;rworter einer Umschuldung Griechenlands zu feuern, bahnt sich f&uuml;r die W&auml;hrungsh&uuml;ter in Frankfurt bereits der n&auml;chste Streitfall an. Der irische Finanzminister Michael Noonan hat &uuml;berraschend eine neue Initiative gestartet, um die Gl&auml;ubiger irischer Banken an den Kosten der Krise zu beteiligen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/derstandard.at\/1308186232990\/Neue-Offensive-Irlands-Bankenglaeubiger-sollen-zahlen\">Der Standard<\/a><\/li>\n<li><strong>Joseph E. Stiglitz &ndash; Der IWF braucht mehr als einen neuen Chef<\/strong><br>\nDer Internationale W&auml;hrungsfonds (IWF) wird fr&uuml;her als erwartet einen neuen Gesch&auml;ftsf&uuml;hrenden Direktor bekommen. Seit &uuml;ber zehn Jahren &uuml;be ich Kritik an der F&uuml;hrungsstruktur des IWF, die durch die Wahl seines Chefs symbolisiert wird. Gem&auml;&szlig; einer informellen Verst&auml;ndigung unter den gr&ouml;&szlig;ten Anteilseignern &ndash; der G8 &ndash; soll der Gesch&auml;ftsf&uuml;hrende Direktor von den Europ&auml;ern gestellt und der zweitwichtigste Posten sowie die Spitze der Weltbank von den Amerikanern besetzt werden. [&hellip;]<br>\nHeute droht die Krise in Europa, wo die Europ&auml;ische Zentralbank ihren eigenen Bilanzen und denen europ&auml;ischer Banken &ndash; schwer mit Schulden aus Irland, Griechenland und Portugal belastet &ndash; offenbar Vorrang vor dem Wohlergehen der B&uuml;rger dieser L&auml;nder einr&auml;umt. Eine Umschuldung ist hier h&ouml;chstwahrscheinlich unumg&auml;nglich, doch nachdem die EZB zugelassen hat, dass die Banken &uuml;ber jedes Ma&szlig; der Besonnenheit hinaus Fremdkapital aufnehmen und sich mit giftigen Wertpapieren beladen, warnt sie jetzt vor Umschuldungen oder Abschreibungen aller Art. [&hellip;] Die EZB h&auml;tte sich Gedanken machen sollen, bevor sie derartige Zust&auml;nde hat aufkommen lassen. Tats&auml;chlich h&auml;tte sie nicht nur nachdenken, sondern regulierend eingreifen m&uuml;ssen, um zu verhindern, dass Europas Banken derart verwundbar werden. Jetzt muss die EZB &uuml;berlegen wie sie allen helfen kann, nicht nur den Bankern, die die Anleihen gekauft haben. Der neue Denkansatz sollte Menschen in den Vordergrund stellen und Aktion&auml;re von Banken und Inhaber von Anleihen an zweiter Stelle kommen lassen. Sogar wenn die Aktion&auml;re und Anleiheinhaber alles verlieren, k&ouml;nnen wir mit der richtigen Umstrukturierung immer noch die Banken retten und Steuerzahler und Arbeitnehmer sch&uuml;tzen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.ftd.de\/politik\/international\/:top-oekonomen-joseph-e-stiglitz-der-iwf-braucht-mehr-als-einen-neuen-chef\/60062066.html#utm_source=rss2&amp;utm_medium=rss_feed&amp;utm_campaign=\/meinungshungrige\">FTD<\/a><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>US-Aufsicht sieht Finanzsystem in Gefahr<\/strong><br>\nEuropas Banken k&ouml;nnen nach Einsch&auml;tzung des US-Einlagensicherungsfonds das globale Finanzsystem ins Wanken bringen. Das Risiko sei hoch, dass Banken weitere Probleme bek&auml;men, so die Aufsichtsbeh&ouml;rde: Grund daf&uuml;r seien die europ&auml;ische Schuldenkrise und laxes Risikomanagement der Institute.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.manager-magazin.de\/finanzen\/artikel\/0,2828,768848,00.html\">Manager Zeitung<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>US-Verbraucher reduzieren ihre Schulden<\/strong><br>\nIn rasantem Tempo bauen die Amerikaner ihre Verbindlichkeiten ab. Dabei hilft ihnen die laxe Geldpolitik der Notenbank. Das hilft vor allem dem wichtigen Konsum.<br>\nDie Konsumenten in den USA entschulden sich mit Hochgeschwindigkeit. [&hellip;] Demnach sank die Gesamtverschuldung der privaten Haushalte im ersten Quartal um annualisiert zwei Prozent auf 13.970,4 Mrd. Dollar &ndash; das ist der niedrigste Wert seit vier Jahren.<br>\nTats&auml;chlich zeigen diverse Indikatoren, dass sich die private Haushaltslage mehr und mehr entspannt. Seit der Finanzkrise ist die private Schuldenlast in absoluter Rechnung in f&uuml;nf Quartalen gesunken. Einen solchen R&uuml;ckgang gab es in den USA seit dem Zweiten Weltkrieg noch nie. Besonders die Hypothekenkredite, die mit Abstand das Gros der Verbindlichkeiten ausmachen, sanken kr&auml;ftig.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.ftd.de\/politik\/konjunktur\/:private-verbindlichkeiten-us-verbraucher-reduzieren-ihre-schulden\/60065686.html#utm_source=rss2&amp;utm_medium=rss_feed&amp;utm_campaign=\/politik\">FTD<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Jens Berger:<\/strong> Diese Meldung ist ein echter Lichtblick in turbulenten Zeiten.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>Alt und Jung &ndash; Neue demografische Landschaften<\/strong><br>\nWas alles f&uuml;r Phrasen im Zusammenhang mit der Demografie gedroschen werden. Ein paar Beispiele: &ldquo;Die Menschheit vermehrt sich hemmungslos.&rdquo; Falsch, die Geburtenraten nehmen seit Jahrzehnten &uuml;berall deutlich ab, und zwar im Zuge des sogenannten demografischen &Uuml;bergangs &ndash; der Phase, in der zun&auml;chst sehr hohe Geburten- und Sterberaten wieder r&uuml;ckl&auml;ufig sind.<br>\n&ldquo;Wir stehen vor einer regelrechten Bev&ouml;lkerungsexplosion.&rdquo; Keine Angst, die Bombe wird nicht explodieren. Das Hauptproblem des 21. Jahrhunderts wird nicht das rapide Wachstum der Bev&ouml;lkerung sein, sondern ihre Alterung.<br>\n&ldquo;Wir werden in einer hoffnungslos &uuml;berbev&ouml;lkerten Welt leben.&rdquo; Auch das werden wir nicht, weil die Zusammenballung auf relativ engen R&auml;umen, als Folge der Verst&auml;dterung, in anderen Regionen zu Entv&ouml;lkerung f&uuml;hrt.<br>\n&ldquo;Die Migrationsstr&ouml;me aus dem S&uuml;den werden uns &uuml;berfluten.&rdquo; Dabei wird &uuml;bersehen, dass die neuen Migrationsbewegungen in alle Richtungen gehen &ndash; insbesondere auch von S&uuml;den nach S&uuml;den.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.monde-diplomatique.de\/pm\/2011\/06\/10.mondeText1.artikel,a0011.idx,0\">Le Monde diplomatique<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Millionen Hausangestellte werden ausgebeutet<\/strong><br>\nEine Konvention soll Haushaltshilfen weltweit zu mehr Geld und Rechten verhelfen. Auch in Deutschland wird die &ldquo;Perle&rdquo; h&auml;ufig schlecht bezahlt. [&hellip;]<br>\nDie Rolle der europ&auml;ischen Staaten in dem Prozess sehen Pape und Schenken sehr kritisch. &bdquo;Sie zeigten sich zwar offen f&uuml;r die Konvention, aber es sollten nur so wenig verbindliche Regeln in dem Text stehen wie m&ouml;glich&ldquo;, erl&auml;utert Pape. Schwenken zufolge war auch Deutschland kaum sichtbar. In Europa seien die L&ouml;hne f&uuml;r Hausangestellte extrem niedrig, der Anteil illegaler Migrantinnen unter ihnen &ndash; vor allem in Deutschland &ndash; sei sehr hoch.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.welt.de\/wirtschaft\/article13433169\/Millionen-Hausangestellte-werden-ausgebeutet.html\">WELT<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Zu wenig Kontrolle bei Mindestl&ouml;hnen &ndash; Besch&auml;ftigte um 59 Millionen geprellt<\/strong><br>\nViele Arbeitgeber zahlen ihren Besch&auml;ftigten nicht den Mindestlohn, auf den sie Anspruch h&auml;tten. Der Schaden ist hoch. Kontrollen sollen das verhindern. Eigentlich.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/1\/politik\/deutschland\/artikel\/1\/beschaeftigte-um-59-millionen-geprellt\/\">taz<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>Neues Prekariat<\/strong><br>\nBei vielen freien Tr&auml;gern im Bereich der sozialen Dienste herrscht tariflicher und arbeitsrechtlicher Wildwuchs. GEW fordert h&auml;rte Vergabekriterien [&hellip;]<br>\nSeit Anfang der 90er Jahre verfolgen fast alle Bundesl&auml;nder die Strategie, ganze Bereiche, z. B. die Jugendhilfe, zu &raquo;entstaatlichen&laquo;. Aufgabenfelder wie der Betrieb von Jugendfreizeitheimen, betreuten Wohngemeinschaften und Beratungsstellen werden ausgeschrieben mit dem ausdr&uuml;cklichen Ziel, Kosten zu sparen. Nach Angaben der Bundesarbeitsgemeinschaft der Freien Wohlfahrtspflege befinden sich bundesweit 94000 Sozialeinrichtungen in nichtstaatlicher Tr&auml;gerschaft. Rund 1,2 Millionen Menschen sind dort besch&auml;ftigt. Ein relativ neues Ph&auml;nomen sind Kleinselbst&auml;ndige, die sich als Einzelunternehmer mit Honoraren f&uuml;r Betreuungsleistungen durchschlagen und &uuml;ber keinerlei soziale Absicherung verf&uuml;gen.<br>\nDie Tr&auml;ger operieren angesichts der sich stetig ver&auml;ndernden Auftragslage hochflexibel. Befristete Arbeitsvertr&auml;ge auf Teilzeitbasis sind mittlerweile die Regel. Die Verg&uuml;tungen liegen oftmals deutlich unter dem Niveau des &ouml;ffentlichen Dienstes. Immer wieder werden F&auml;lle bekannt, da&szlig; Mitarbeiter zu &raquo;freiwilliger&laquo; unbezahlter T&auml;tigkeit gedr&auml;ngt werden, oft verbunden mit der Drohung, da&szlig; der Tr&auml;ger andernfalls in die Insolvenz gehen w&uuml;rde. Eine branchen&uuml;bliche Spezialit&auml;t sind die sogenannten Plus-x-Vertr&auml;ge. Garantiert wird dabei lediglich eine Mindestarbeitszeit, die in manchen F&auml;llen nur f&uuml;nf Stunden pro Woche betr&auml;gt. Gleichzeitig willigt der Mitarbeiter ein, bei Bedarf bis zu 40 Stunden zu arbeiten.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.jungewelt.de\/2011\/06-17\/020.php\">Junge Welt<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>Entlastung der Kommunen teuer erkauft<\/strong><br>\nDie Gewerbesteuer bleibt &ndash; Aufatmen bei den Kommunen, &Auml;rger bei schwarz-gelb, Wut beim Bundesverband der deutschen Industrie (BDI): Der FDP gelang es nicht, ihr Klientel von dieser Abgabe zu befreien und Bundesfinanzminister Sch&auml;uble scheiterte mit seinem Vorsto&szlig;, u&#776;ber Zuschl&auml;ge auf die Einkommensteuer auch die Bu&#776;rger etwa &ouml;ffentliche Schwimmb&auml;der mitfinanzieren zu lassen. Und der BDI beklagt, dass Mieten und Zinsen nicht aus der Berechnungsgrundlage fu&#776;r die Gewerbesteuer herausgenommen wurden. In der Gemeindefinanzkommission, die seit u&#776;ber einem Jahr nach L&ouml;sungen rang, setzten sich schlie&szlig;lich die Kommunen durch. [&hellip;]<br>\nZur Gegenfinanzierung wird der Bund im gleichen Umfang ausgerechnet bei der Arbeitsf&ouml;rderung sparen. Ein Verschiebebahnhof zu Gunsten der Steuerzahler und zu Lasten der Beitrag zahlenden Arbeitnehmer und Betriebe. Und natu&#776;rlich zum Nachteil der Arbeitslosen, die dringend Unterstu&#776;tzung brauchen.<br>\n<img decoding=\"async\" src=\"\/upload\/bilder\/110617_grafik1.png\" alt=\"Entlastung der Kommunen teuer erkauft\"><br>\nQuelle: <a href=\"\/upload\/pdf\/23_2011_klartext_entlastung_der_kommunen_teuer_erkauft.pdf\">DGB Klartext [PDF &ndash; 120 KB]<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>Irrlichter der Gesundheitspolitik<\/strong><br>\nAuch unter dem neuen Gesundheitsminister, Daniel Bahr (FDP), werden wir weiterhin damit konfrontiert werden, dass es so nicht mehr weiter geht: Die Kosten des Gesundheitswesens explodieren. Wir m&uuml;ssen dringend nach Wegen suchen, den Kostenanstieg zu bremsen. Tabulos geh&ouml;ren deshalb alle Ausgaben f&uuml;r Gesundheit auf den Pr&uuml;fstein. Denn auf Dauer werden wir uns die herrschende &bdquo;Vollkaskomentalit&auml;t&ldquo; nicht mehr leisten k&ouml;nnen. Seit geraumer Zeit schon beherrschen diese und &auml;hnliche Aussagen die gesundheitspolitische Debatte in der Bundesrepublik. Dass es sich bei den scheinbar objektiven Aussagen in Wirklichkeit um Mythen handelt, erkennen dabei nur Eingeweihte. Das ist kein Zufall, dienen diese Mythen doch bestimmten Interessengruppen dazu, ihre jeweiligen Partikularinteressen als allgemeine Interessen darzustellen &ndash; und gesellschaftlich durchzusetzen. Will man eine ernsthafte Diskussion &uuml;ber ein solidarisches Gesundheitswesen f&uuml;hren, ist es daher notwendig, Mythos und Wahrheit zu trennen. Dazu muss man jedoch auch wissen, dass Mythen nicht per se L&uuml;gen sind. Oftmals sind sie eher popul&auml;re Irrt&uuml;mer, die ihre Plausibilit&auml;t und Wirkungsmacht daraus ziehen, dass sie an Alltagserfahrungen ankn&uuml;pfen und komplexe Sachverhalte in einfache, vermeintlich naturhafte Zust&auml;nde &uuml;bersetzen. Damit aber werden tats&auml;chliche in scheinbare Zusammenh&auml;nge verkehrt.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.blaetter.de\/archiv\/jahrgaenge\/2011\/juni\/irrlichter-der-gesundheitspolitik?print\">Bl&auml;tter f&uuml;r deutsche und internationale Politik<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>Stuttgart 21<\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>Rustikaler Einsatz<\/strong><br>\nStuttgart hat eine offene Wunde. Sie schmerzt nicht jeden. Sie tut denen nicht mehr weh, die ihre Ruhe und Stuttgart 21 wollen. Jener Rentner, der vergangenen September im Schlosspark von einem Wasserwerfer fast blind geschossen wurde, sp&uuml;rt sie noch. Auch jene, die sich am 30. September teils verpr&uuml;gelt f&uuml;hlten, als w&auml;ren sie Gegner eines autorit&auml;ren Regimes. Niemand hat diese Wunde wirklich verarztet. Die Justiz k&ouml;nnte, wenn sie wollte.<br>\nEs gab 158 Strafanzeigen gegen Polizisten und Demonstranten zum Schwarzen Donnerstag und ein einziges Verfahren gegen einen Polizeibeamten, das abgeschlossen ist.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.kontextwochenzeitung.de\/newsartikel\/2011\/06\/rustikaler-einsatz\/\">Kontext: Wochenzeitung<\/a><\/li>\n<li><strong>Heribert Prantl: Grube, dein Name ist Mehdorn<\/strong><br>\nBahnchef Grube benimmt sich, als sei der Mehdorn in ihn gefahren. Im Streit um Stuttgart 21 wirft er den Gr&uuml;nen W&auml;hlert&auml;uschung und Volksverdummung vor &ndash; und erinnert damit fatal an seinen bollerigen Vorg&auml;nger.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/politik\/2.220\/stuttgart-grube-dein-name-ist-mehdorn-1.1109127\">S&uuml;ddeutsche Zeitung<\/a><\/li>\n<li><strong>Hermann greift Bahn wegen Umgang mit S21 scharf an<\/strong><br>\nDer baden-w&uuml;rttembergische Verkehrsminister Winfried Hermann (Gr&uuml;ne) hat die Bahn beschuldigt, bei Stuttgart 21 &ldquo;Spielchen&rdquo; mit der Bev&ouml;lkerung zu treiben. Die Bahn verschleiere nach wie vor Zahlen und nehme gravierende &Auml;nderungen vor, obwohl sie noch nicht genehmigt seien, so Hermann im SWR am Donnerstag.<br>\nQuelle 1: <a href=\"http:\/\/www.swr.de\/nachrichten\/bw\/-\/id=1622\/nid=1622\/did=8194086\/k438mn\/index.html\">SWR (Einleitungstext)<\/a><br>\nQuelle 2: <a href=\"http:\/\/www.swr.de\/swr2\/programm\/sendungen\/tagesgespraech\/-\/id=8007026\/property=download\/nid=660264\/1oc2phg\/swr2-tagesgespraech-20110616.pdf\">SWR (Interview, Text)  [PDF &ndash; 106 KB]<\/a><br>\nQuelle 3: <a href=\"http:\/\/mp3-download.swr.de\/swr2\/tagesgespraech\/2011\/06\/462489.6444m.mp3\">SWR (Interview) [Audio &ndash; mp3]<\/a><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>Bundestag schiebt Transparenz bei Nebeneink&uuml;nften auf die lange Bank<\/strong><br>\nNichtregierungsorganisationen fordern in Offenem Brief Novellierung vor der Sommerpause<br>\nIn einem Offenen Brief an Hermann Otto Solms, Vorsitzender der Rechtsstellungskommission und Vizepr&auml;sident des Deutschen Bundestags, sowie an die parlamentarischen Gesch&auml;ftsf&uuml;hrer der Fraktionen fordern die vier Nichtregierungsorganisationen Campact, LobbyControl, Mehr Demokratie und Transparency Deutschland eine z&uuml;gige Beratung der Novellierung der Verhaltensregeln f&uuml;r Bundestagsabgeordnete. Die vier Nichtregierungsorganisationen dr&auml;ngen darauf, die Untergrenze von 1.000 &euro; bei der Ver&ouml;ffentlichung von Einnahmen aus Nebent&auml;tigkeiten beizubehalten.<br>\nQuelle 1: <a href=\"http:\/\/www.transparency.de\/2011-06-16-Offener-Brief-Neben.1912.0.html\">Transparency International<\/a><br>\nQuelle 2: <a href=\"http:\/\/www.transparency.de\/fileadmin\/pdfs\/Themen\/Politik\/Offener_Brief_Nebeneinkuenfte_11-06-15.pdf\">Offener Brief von Campact, LobbyControl, Mehr Demokratie und Transparency Deutschland [PDF &ndash; 300 KB]<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>Interview mit Werner R&uuml;gemer &uuml;ber Public Private Partnership<\/strong><br>\nEinen idealtypischen circulus vitiosus bildet die Privatisierungspolitik in Deutschland. Bei Public Private Partnership (PPP) &uuml;berlassen die verschuldeten Kommunen ihre Infrastruktur privaten Unternehmen und diese vermieten die Infrastruktur wieder an die Kommunen zur&uuml;ck. Dies zeitigt jedoch aufgrund der absurd einseitig formulierten Vertragsbedingungen Zugunsten der Investoren genau den gegenteiligen Effekt, die geplante Entschuldung f&uuml;hrt zu einem Anstieg der Verschuldung, weswegen auf die Kommunen noch mehr Druck ausge&uuml;bt wird, weitere Teile ihrer Infrastruktur zu ver&auml;u&szlig;ern, mit katastrophalen sozialen und politischen Folgen. Ein Interview mit Werner R&uuml;gemer &uuml;ber sein Buch Heuschrecken im &ouml;ffentlichen Raum.<br>\nQuelle 1: Telepolis Teil 1: &ldquo;<a href=\"http:\/\/www.heise.de\/tp\/druck\/mb\/artikel\/34\/34801\/1.html\">Bei PPP werden die &ouml;ffentlichen Kassen mit hoher Professionalit&auml;t langfristig ausgepl&uuml;ndert<\/a>&rdquo;<br>\nQuelle 2: Teil 2: &ldquo;<a href=\"http:\/\/www.heise.de\/tp\/druck\/mb\/artikel\/34\/34802\/1.html\">Unseri&ouml;se, spekulative und kriminelle Methoden<\/a>&ldquo;<\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>Die Uni ist&rsquo;s gewesen!<\/strong><br>\nWas ist &ldquo;Chuzpe&rdquo;? Die klassische Definition: Wenn einer seine Eltern umbringt und vor Gericht auf mildernde Umst&auml;nde pl&auml;diert, weil er Vollwaise sei. Die Wirklichkeit hat den Witz &uuml;berholt. Auf den Entzug ihres Doktortitels wegen Plagiats reagiert die FDP-Politikerin Silvana Koch-Mehrin im Zwei-Sprung. Erst sagt sie, was gewisslich richtig ist. Ihre Dissertation sei &ldquo;kein Meisterst&uuml;ck&rdquo;, sie sei &ldquo;nicht selten ungenau, oberfl&auml;chlich und manchmal geradezu fehlerhaft.&rdquo;<br>\nEin Eingest&auml;ndnis, das sie ehrt und in dieser Deutlichkeit von Guttenberg nie zu h&ouml;ren war. Aber dann kommt die dialektische Volte, die den Vollwaisen-Witz klar deklassiert: &ldquo;Der Promotionsausschuss hat mir im Jahr 2000 in voller Kenntnis aller eklatanten Schw&auml;chen meiner Arbeit den Doktortitel verliehen.&rdquo; Und nun sieht der Ausschuss &ldquo;das anders&rdquo;, was Koch-Mehrin &ldquo;au&szlig;erordentlich bedauert&rdquo;.<br>\nH&auml;rter ausgedr&uuml;ckt: &ldquo;Ihr seid schuld!&rdquo; [&hellip;] Der Polizist hat nicht aufgepasst, also ist der Dieb salviert. Nicht die Tat ist die S&uuml;nde, sondern das Nichts-Tun. Um von Bert Brecht zu borgen: Was ist der Betrug im Vergleich zur Bl&ouml;dheit der Betrogenen?<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.zeit.de\/studium\/hochschule\/2011-06\/koch-mehrin-doktortitel-aberkennung\">ZEIT<\/a>\n<p><strong>dazu: &bdquo;Koch-Mehrins Vorw&uuml;rfe haltlos&ldquo;<\/strong><br>\nIn scharfer Form hat die Uni Heidelberg die Vorw&uuml;rfe von Silvana Koch-Mehrin zur&uuml;ckgewiesen. Sie unterstelle, &bdquo;dass man in Heidelberg mit Plagiaten promoviert werden k&ouml;nne&ldquo;. Das sei eine Beleidigung, sagte der Dekan der Philosophischen Fakult&auml;t.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.faz.net\/artikel\/C30923\/doktortitel-entzogen-koch-mehrins-vorwuerfe-haltlos-30441664.html\">FAZ<\/a><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h15\"><\/a><strong>Der verh&ouml;hnte W&auml;hler<\/strong><br>\nDie Wahl zum Bundestag ist der Grundvorgang des Verfassungslebens, auf dem alle andere Staatsgewalt aufbaut. Doch das Deutsche Bundeswahlgesetz ist verfassungswidrig. In wenigen Tagen, am 30. Juni, droht der deutschen Demokratie der Zusammenbruch. [&hellip;]<br>\nVon diesem Tag an hat Deutschland kein verfassungsgem&auml;&szlig;es Bundeswahlgesetz mehr. Das Bundesverfassungsgericht hat vor drei Jahren wesentliche Teile des Gesetzes f&uuml;r verfassungswidrig erkl&auml;rt und den Bundestag bis sp&auml;testens 30. Juni 2011 zur Neuregelung verpflichtet. Aber was k&uuml;mmert es die Politik, wenn das h&ouml;chste deutsche Gericht ihr befiehlt, das Fundament des Systems zu sanieren? Offensichtlich nicht mehr als die Eiche, wenn ein Schwein sich an ihr kratzt. [&hellip;] Deutschland steht vor einer Staatskrise, einem politischen Fukushima, dessen Folge- und Langzeitsch&auml;den nicht abzusehen sind.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.fr-online.de\/politik\/meinung\/der-verhoehnte-waehler\/-\/1472602\/8561012\/-\/index.html\">Frankfurter Rundschau<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung MB:<\/strong> In dieser Situation <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/politik\/2.220\/reform-des-wahlrechts-bundestagspraesident-lammert-beklagt-versagen-des-parlaments-1.1109128\">schimpft<\/a> auch Bundestagspr&auml;sident Lammert, immerhin Mitglied der Regierungspartei CDU.<br>\nDer Vergleich mit Fukushima ist voll daneben.<\/em><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung Jens Berger:<\/strong> Liebe Frankfurter Rundschau, geht es auch ein wenig kleiner? Nat&uuml;rlich ist es peinlich, dass die Politik immer noch keine Novelle des Bundeswahlgesetzes vorgelegt hat &ndash; aber momentan stehen auch keine Wahlen an. Deshalb gleich von einem &bdquo;Zusammenbruch der Demokratie&ldquo; zu sprechen, ist l&auml;cherlich. Dieser Zusammenbruch droht der deutschen Demokratie zwar in der Tat &ndash; aber nicht unbedingt durch ein versp&auml;tet ratifiziertes Wahlgesetz.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h16\"><\/a><strong>R&uuml;stungsindustrie in der Forschung: Bremer Uni streitet &uuml;ber Zivilklausel<\/strong><br>\nEin Konzern stiftet eine Professur. Dann verlangt er, dass die Bremer Universit&auml;t ihre 25 Jahre alte Klausel zum Verzicht auf R&uuml;stungsforschung aufgibt.<br>\nQuelle 1: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/1\/zukunft\/bildung\/artikel\/1\/bremer-uni-streitet-ueber-zivilklausel\/\">taz<\/a><br>\nQuelle 2: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/1\/nord\/bremen\/artikel\/1\/das-klang-erpresserisch\/\">taz<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h17\"><\/a><strong>Die Medien sind krank<\/strong><br>\nWie wird aus einer interessanten Information eine Nachricht, die viele Medien und damit viele Menschen erreicht? Die Geschichte der Meldung, dass die Deutschen 2010 wieder h&auml;ufiger krank feierten, die in dieser Woche durch die Medien ging, ist ein gutes Lehrst&uuml;ck.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.bildblog.de\/31216\/die-medien-sind-krank\/?utm_source=feedburner&amp;utm_medium=feed&amp;utm_campaign=Feed%3A+bildblog+%28BILDblog%29\">Bildblog<\/a><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Heute unter anderem zu folgenden Themen: Wer viel verdient, erbt auch viel; Eurokrise; US-Aufsicht sieht Finanzsystem in Gefahr; US-Verbraucher reduzieren ihre Schulden; Alt und Jung &ndash; Neue demografische Landschaften; Millionen Hausangestellte werden ausgebeutet; Zu wenig Kontrolle bei Mindestl&ouml;hnen; Neues Prekariat; Entlastung der Kommunen teuer erkauft; Irrlichter der Gesundheitspolitik; Stuttgart 21; Bundestag schiebt Transparenz bei Nebeneink&uuml;nften<\/p>\n<div class=\"readMore\"><a class=\"moretag\" href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=9810\">Weiterlesen<\/a><\/div>\n","protected":false},"author":8,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[19],"tags":[],"class_list":["post-9810","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-hinweise-des-tages"],"jetpack_featured_media_url":"","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/9810","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/8"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=9810"}],"version-history":[{"count":3,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/9810\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":9813,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/9810\/revisions\/9813"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=9810"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=9810"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=9810"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}