{"id":98347,"date":"2023-05-25T15:00:11","date_gmt":"2023-05-25T13:00:11","guid":{"rendered":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=98347"},"modified":"2023-05-26T15:55:17","modified_gmt":"2023-05-26T13:55:17","slug":"ungarn-aus-den-augen-eines-deutschen-zuwanderers","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=98347","title":{"rendered":"Ungarn aus den Augen eines deutschen Zuwanderers"},"content":{"rendered":"<p>Wenn deutsche Medien einmal &uuml;ber Ungarn berichten, so meist in einem negativen Kontext. Man k&ouml;nnte glatt den Eindruck bekommen, dass es da mitten in Europa in Land gibt, das bitter unter der Regentschaft eines Potentaten leidet. Doch so einfach ist dann doch nicht. <strong>Detlev Sch&ouml;nauer<\/strong> ist &bdquo;Neu-Ungar&ldquo; und hat f&uuml;r die NachDenkSeiten seine Eindr&uuml;cke zu Papier gebracht. Sicher werden einige Leser Sch&ouml;nauer noch als Kabarettisten kennen, der unter anderem mit der Rolle des franz&ouml;sischen Bistrowirts &bdquo;Jaques&ldquo; Bekanntheit erlangte.<br>\n<!--more--><br>\n<em><strong>Anmerkung der Redaktion:<\/strong> Fehler passieren; leider auch uns. Dieser Artikel sollte eine alternative subjektive Sichtweise zum Thema Ungarn liefern. <strong>Die Aussagen und Positionen des Autors zu verschiedenen Themen, insbesondere zur Fl&uuml;chtlingsthematik, teilen wir ausdr&uuml;cklich nicht.<\/strong> Leider haben wir es im Redaktionsstress vers&auml;umt, den Artikel gr&uuml;ndlich genug zu pr&uuml;fen. Er h&auml;tte nicht ohne eine einordnende Vorbemerkung erscheinen d&uuml;rfen. Darauf machten uns einige Leser zu Recht aufmerksam. Wir haben diskutiert, den Artikel wieder aus dem Netz zu nehmen, uns aber letztlich entschieden, ihn mit dieser distanzierenden Anmerkung stehen zu lassen. Danke f&uuml;r Ihr Verst&auml;ndnis.<\/em><\/p><p>Nach meinem Physik-Studium &ndash; abgeschlossen! &ndash; und ein paar Jahren als Diplom-Physiker an der Uni [<a href=\"#foot_1\" name=\"note_1\">1<\/a>] hatte ich mich vor 40 Jahren in meiner Wahlheimat, dem Saarland, als Kabarettist selbstst&auml;ndig gemacht und bis vor Kurzem als solcher sehr erfolgreich auf der B&uuml;hne gestanden. Meine Programme [<a href=\"#foot_2\" name=\"note_2\">2<\/a>] hatten zwar &uuml;berwiegend gesellschaftskritische Inhalte, enthielten aber immer auch kleine politische Bl&ouml;cke &ndash; schlie&szlig;lich stamme ich aus der Zeit, als das politische Kabarett noch nicht so linientreu war und &bdquo;die da oben&ldquo; die Ziele des Spottes waren.<\/p><p><strong>Erste Widerst&auml;nde gegen kritisches Kabarettprogramm<\/strong><\/p><p>Ab 2015 wagte ich, die Klima- und vor allem die Migrationspolitik kritisch zu hinterfragen und stellte mich &ndash; im Gegensatz zu vielen meiner mittlerweile angepassten Kollegen &ndash; quer zum vorherrschenden &bdquo;Mainstream&ldquo;. Dabei kritisierte ich nie die Aufnahme echter Kriegsfl&uuml;chtlinge, doch die immer zahlreicher werdenden Zuwanderer mit all den voraussehbaren sozialen und finanziellen Problemen waren f&uuml;r mich Stein des Ansto&szlig;es.<\/p><p>Kein Wunder, dass ich bald darauf erste Widerst&auml;nde aus dem linken und gr&uuml;nen Lager erfuhr, schlie&szlig;lich erreichte ich viele Fans und war besonders im S&uuml;dwesten Deutschlands durch rege Kabarettistent&auml;tigkeit (mit mehr als 6.000 Auftritten) und viele TV-Sendungen ziemlich bekannt.<\/p><p>F&uuml;r den neu entstandenen links-gr&uuml;nen &bdquo;Mainstream&ldquo; und seine willf&auml;hrigen Anh&auml;nger wurde ich dadurch immer mehr zum &Auml;rgernis, da ich nicht nur mit meinen B&uuml;hnenauftritten, sondern auch durch zahlreiche kritische Kommentare in den sozialen Medien viele Menschen erreichte [<a href=\"#foot_3\" name=\"note_3\">3<\/a>].<\/p><p><strong>Mobbing und Boykottaufrufe nach Teilnahme bei &bdquo;Aufstehen&ldquo;<\/strong><\/p><p>Diese Ablehnung spitzte sich zu, als ich mich 2018 als Gr&uuml;ndungsmitglied der neuen Bewegung &bdquo;Aufstehen&ldquo; von Sahra Wagenknecht und Oskar Lafontaine anschloss, mit denen ich schon l&auml;nger freundschaftlich verbunden war &ndash; im kleinen Saarland kennt halt jeder jeden [<a href=\"#foot_4\" name=\"note_4\">4<\/a>]. Gerade beim Themenkreis &bdquo;Beschr&auml;nkung der Migration und Schutz vor kriminellen Migranten&ldquo; lag ich mit beiden auf einer Wellenl&auml;nge [<a href=\"#foot_5\" name=\"note_5\">5<\/a>].<\/p><p>Nach einigen Interviews in der regionalen Presse wurde ich daraufhin in vielen beleidigenden und diffamierenden Kommentaren &ndash; so wie viele andere Kritiker auch &ndash; schnell zum Rassisten und AfD-nahen Nazi abgestempelt.<\/p><p>Leider wurde die &bdquo;Aufstehen&ldquo;-Bewegung bald durch linksradikale Kr&auml;fte unterwandert, woraufhin auch Sahra und Oskar zur&uuml;ckruderten und still und heimlich vom heiklen Thema &bdquo;Kritik an der Migrationspolitik&ldquo; Abstand nahmen.<\/p><p><strong>Cancel-Culture: als Rassist und Nazi abgestempelt<\/strong><\/p><p>Eine regelrechte Hetzkampagne erlebte ich dadurch, dass Multikulti-Fans aus dem links-gr&uuml;nen Milieu, vor allem stramme &bdquo;Antifanten&ldquo;, meine Veranstalter bedr&auml;ngten, Engagements &bdquo;dieses rechten Rassisten&ldquo; zu canceln, was dann tats&auml;chlich auch mehrfach geschah. Da gerade diese &ouml;ffentlichen Kabarett-Auftritte meine Haupteinnahmequelle waren, kamen derlei Absagen einer massiven Einschr&auml;nkung meiner freien Berufsaus&uuml;bung gleich, und das f&uuml;hrte mich letztendlich zum Entschluss, meine B&uuml;hnenpr&auml;senz drastisch zur&uuml;ckzufahren und fr&uuml;her als geplant in Rente zu gehen.<\/p><p>Auch die Medien schlossen sich tatkr&auml;ftig diesen Kampagnen an und verurteilten meine nonkonformistischen Ansichten, die sich mittlerweile &uuml;ber das gesamte &bdquo;Querdenker-Spektrum&ldquo; verteilten: die Klima-Hysterie, das Versagen der Migrationspolitik, den uns&auml;glichen Genderwahn oder das woke Regenbogen-Ged&ouml;ns. Mit einer solchen Haltung war ich auch das klassische Opfer der &bdquo;Cancel Culture&ldquo; und fand mich schnell im erlauchten Kreis von Kollegen wie Dieter Nuhr, Lisa Fitz, Uwe Steimle, Xavier Naidoo und vielen anderen wieder, die ebenso beschimpft, beleidigt und denunziert wurden, nur weil sie es wagen, unbequeme Meinungen &ouml;ffentlich anzusprechen.<\/p><p><strong>Entschluss zum B&uuml;hnenende<\/strong><\/p><p>Da es mir unter diesen Umst&auml;nden immer schwerer fiel, sorglos und unbeschwert meinen Beruf auszu&uuml;ben, zog ich mich langsam von der B&uuml;hne zur&uuml;ck. Die zunehmende Spaltung in Deutschland, die immer aggressivere Stimmung und die Tatsache, dass man abweichende Meinungen nicht mehr unbek&uuml;mmert &auml;u&szlig;ern darf, ohne sozial vernichtet zu werden, f&uuml;hrten meine Frau und mich dar&uuml;ber hinaus zu dem Entschluss, Deutschland alsbald den R&uuml;cken zu kehren, denn &bdquo;das muss ich mir in meinem Alter nicht mehr antun!&ldquo;.<\/p><p>Das vorgezogene Ende meiner Live-Auftritte machte allerdings auch unsere Einkommenssituation prek&auml;rer, daher suchten wir nach einem Land, in dem man kosteng&uuml;nstiger, freier, unbesorgter und friedlicher leben kann. Da r&uuml;ckte Ungarn immer mehr in unseren Focus.<\/p><p><strong>Auswanderungsziel Ungarn<\/strong><\/p><p>Nach einem spontanen Kurzurlaub am Balaton, dem Plattensee, 2019 stand unser Entschluss schnell fest. Wir fanden dort ein Land, das noch echte Aufbruchsstimmung ausstr&ouml;mte, so wie bei uns in den 70er-Jahren: Viele zufriedene junge Menschen mit Kindern bev&ouml;lkerten die Stra&szlig;en, man war &uuml;beraus aufgeschlossen, und das g&auml;nzliche Fehlen lauter Horden junger M&auml;nner &bdquo;westasiatischen&ldquo; Ursprungs gab schlie&szlig;lich den Ausschlag.<\/p><p>Denn wir f&uuml;hlten uns auf Anhieb hier so schnell heimisch, dass wir uns schon drei Wochen sp&auml;ter in der N&auml;he des Balatons ein H&auml;uschen kauften, das zun&auml;chst als Ferienhaus dienen sollte &ndash; schlie&szlig;lich hatte ich noch bis 2021 den Kalender voller Auftrittstermine. Doch auch das &auml;nderte sich abrupt, als im M&auml;rz 2020 die Corona-&bdquo;Pandemie&ldquo; zuschlug. Den ersten Lockdown nutzten wir, um unseren Umzug vorzubereiten, den zweiten erlebten wir dann schon in Ungarn.<\/p><p>Mein Auswanderentschluss entfachte wiederum ein gro&szlig;es Medienecho und schlug wie eine Bombe ein, vor allem, weil ich freiwillig das &bdquo;beste Deutschland, das es je gegeben hat&ldquo; (Steinmeier) verlassen wollte und diesem Paradies tats&auml;chlich so eine r&uuml;ckst&auml;ndige &bdquo;Orb&aacute;n-Diktatur&ldquo; vorzog. Neben vielen &uuml;berwiegend aufmunternden Zuschriften hagelte es auch w&uuml;tende und geh&auml;ssige Kommentare. Eine regelrechte Hetzkampagne von Menschen, die weder Ungarn noch mich kennen, best&auml;tigte mir im Nachhinein, genau den richtigen Schritt zur rechten Zeit vollzogen zu haben [<a href=\"#foot_6\" name=\"note_6\">6<\/a>].<\/p><p>Zwar verlor ich dabei auch viele Bekannte, darunter auch &bdquo;gute Freunde&ldquo; in der alten Heimat, gewann aber neue &ndash; &auml;hnlich Denkende &ndash; hinzu, die mir Mut machten. In unserem neuen Domizil fanden wir weitere spannende Kontakte, die sp&auml;ter zu einigen wirklich guten Freundschaften f&uuml;hrten. Das lie&szlig; uns den Verlust der alten Heimat leichter verkraften. Ich kann heute sogar sagen, dass wir hier bessere und vielfach auch ehrlichere Freunde gefunden haben, als wir in Deutschland hatten.<\/p><p><strong>Weitere kabarettistische T&auml;tigkeit aus der Ferne<\/strong><\/p><p>Doch auch hier im geplanten (Un-)Ruhestand wollte ich meine Klappe nicht halten, sondern wieder mehr B&uuml;cher [<a href=\"#foot_7\" name=\"note_7\">7<\/a>] und Beitr&auml;ge schreiben und einen Videokanal aufbauen, um damit f&uuml;r meine Fans online weiterhin pr&auml;sent zu sein &ndash; als Kabarettist genauso wie als Kritiker der politischen Entwicklung [<a href=\"#foot_8\" name=\"note_8\">8<\/a>].<\/p><p>Motiviert durch das Abenteuer vom &bdquo;neuen Leben&ldquo; publizierte ich weiter auf sozialen Medien meine kritischen Beitr&auml;ge und arbeitete mich vom anerkannten &bdquo;Schwurbler&ldquo; schlie&szlig;lich zum &bdquo;Corona-Leugner&ldquo; empor, obwohl ich diese Krankheit niemals leugnete, sondern lediglich ein erbitterter Gegner der Zwangsimpfung bin, die ich als Eingriff in unsere Grundrechte empfinde. So erweiterte sich die Liste meiner &bdquo;Ehrungen&ldquo; schnell um den Querdenker, den Aluhuttr&auml;ger und den Verschw&ouml;rungstheoretiker.<\/p><p>Durch Zufall lernte ich im Februar 2021 den Herausgeber und Chefredakteur der deutschsprachigen <em>Budapester Zeitung<\/em> [<a href=\"#foot_9\" name=\"note_9\">9<\/a>] kennen, und nach der Ver&ouml;ffentlichung eines gr&ouml;&szlig;eren Interviews [<a href=\"#foot_10\" name=\"note_10\">10<\/a>] zu meiner Auswanderung schreibe ich dort nun alle zwei Wochen eine humorvolle Glosse, in der ich als &bdquo;Neu-Ungar&ldquo; &uuml;ber meine Erfahrungen berichte.<\/p><p><strong>Mein pers&ouml;nlicher R&uuml;ckschlag: Corona<\/strong><\/p><p>Wir lebten uns ein, ich pendelte trotz Reisebeschr&auml;nkungen auch noch mehrfach wegen Umzugs und Hausverkaufs in die alte Heimat, bis ich im November 2021 sehr schwer an Covid-19 erkrankte. Sieben Wochen lang wurde ich im Koma k&uuml;nstlich beatmet &ndash; dazu kamen noch drei Lungenentz&uuml;ndungen, die ich nur sehr knapp &uuml;berlebte. Als ich dabei 30 Kilo abgenommen hatte (ich konnte nicht mal mehr stehen und musste alles neu erlernen), bewahrheitete sich ein altes Lebensmotto: &bdquo;Frisst Du in der Zeit, so hast Du in der Not!&ldquo; Mehr als drei Monate verbrachte ich im ungarischen Krankenhaus und erholte mich nur sehr langsam.<\/p><p>Dabei sickerte die Kunde von meiner Erkrankung auch nach Deutschland durch, und die Medien st&uuml;rzten sich wie Geier auf die Story, dass ein &bdquo;Coronaleugner&ldquo; nun selbst wegen Corona im Koma liegt und mit dem Tode ringt. Man berichtete mit leicht zynischem Unterton von meiner Krankheit mit Schlagzeilen wie: &bdquo;schwurbelnder Kabarettist und Coronaleugner liegt im Koma!&ldquo; Und das nicht nur in unseren Heimatmedien, nein, selbst die &uuml;berregionale Presse wie <em>RND<\/em>, <em>T-Online<\/em>, <em>Bild<\/em>, <em>Focus<\/em>, <em>S&uuml;ddeutsche Zeitung<\/em>, <em>Welt<\/em>, sogar eine amerikanische Nachrichtenagentur beteiligten sich an der Propaganda. Allerdings erf&uuml;llte ich ein paar b&ouml;swilligen Leserbriefschreibern, die mir gar den Tod w&uuml;nschten, diesen Gefallen nicht, denn: &bdquo;schwurbelndes Unkraut vergeht nicht!&ldquo; [<a href=\"#foot_11\" name=\"note_11\">11<\/a>], [<a href=\"#foot_12\" name=\"note_12\">12<\/a>]<\/p><p><strong>Ungarn wird endlich zur neuen Heimat <\/strong><\/p><p>Halbwegs genesen, produziere ich seither kabarettistische Videos als virtuelle Fortf&uuml;hrung meiner B&uuml;hnent&auml;tigkeit sowie humoristische Betrachtungen &uuml;ber meine neue Heimat [<a href=\"#foot_13\" name=\"note_13\">13<\/a>]. Durch meine Glossen in der <em>Budapester Zeitung<\/em> (bisher etwa 40 an der Zahl) konnte ich zudem schon einigen deutschen Auswanderwilligen die &Uuml;bersiedlung erleichtern [<a href=\"#foot_14\" name=\"note_14\">14<\/a>].<\/p><p>Eine ganz neue, bedenkliche Entwicklung f&uuml;r uns Ungarn-Auswanderer zeigte sich erst k&uuml;rzlich in mehreren Interview-Anfragen deutscher &bdquo;Mainstream&ldquo;-Zeitungen (u.a. <em>RND<\/em>, <em>Spiegel<\/em>, selbst die Schweizer <em>NZZ<\/em>) mit sehr durchschaubarer Zielsetzung. Als typischer Titel sei hier genannt: &bdquo;Ungarn das Paradies der rechten Rentner&ldquo; [<a href=\"#foot_15\" name=\"note_15\">15<\/a>] &ndash; offenbar fallen selbst im deutschen &bdquo;Mainstream&ldquo; endlich die immer zahlreicheren &bdquo;Bananen-Republik-Fl&uuml;chtlinge&ldquo; auf.<\/p><p>Seit fast drei Jahren nun in Ungarn, habe ich viele Kontakte zu Einheimischen sowie zu anderen Auswanderern gewonnen, konsumiere verschiedene ungarische Medien, bereise das Land und beobachte die Menschen und deren Alltag. Dadurch f&uuml;hle ich mich &uuml;ber dieses Land weit besser informiert, als man es den deutschen &bdquo;Mainstream&ldquo;-Medien entnehmen kann.<\/p><p><strong>Orb&aacute;n und die Fl&uuml;chtlinge<\/strong><\/p><p>Im Westen wird der ungarische Ministerpr&auml;sident Viktor Orb&aacute;n seit Jahren ziemlich diskreditiert und seine Aussagen immer wieder verzerrt dargestellt. So bestraft die EU Orb&aacute;n und sein Land auch finanziell, vor allem da seine Partei, der Fidesz, bei der EU-weiten Verteilung kulturfremder Migranten nicht so mitzog wie geplant. Dabei hat man gegen&uuml;ber echten Kriegsfl&uuml;chtlingen in Ungarn keinerlei Vorbehalte: Seit Beginn des Ukraine-Krieges wurden etwa eine halbe Million ukrainischer Fl&uuml;chtlinge aufgenommen, darunter viele Kinder.<\/p><p>Was viele nicht wissen: Als 2015 Europa von Fl&uuml;chtlingsstr&ouml;men aus den arabischen, nordafrikanischen und baltischen L&auml;ndern &uuml;berschwemmt wurde, kamen auch Asylbewerber nach Ungarn. Das Problem war nur, die wollten nicht bleiben: &bdquo;&hellip;lieber zu Mama Merkel!&ldquo; [<a href=\"#foot_16\" name=\"note_16\">16<\/a>]. Das hatte auch einen pragmatischen Grund: In Ungarn muss jeder, der Sozialhilfe in Anspruch nimmt, daf&uuml;r auch arbeiten &ndash; wie viele Sinti und Roma ohne feste Anstellung, die eine Woche im Monat f&uuml;r ihre Gemeinde B&auml;ume schneiden, Gras m&auml;hen, Obst ernten oder auch M&uuml;ll sammeln m&uuml;ssen. Daher ist Ungarn auch &uuml;berall sehr sauber&hellip; Solche Ma&szlig;nahmen kommen beim ungarischen Volk sehr gut an, da sie auch sehr gerecht sind.<\/p><p>Als Auswanderer f&uuml;hlt man sich hier tats&auml;chlich um 20 Jahre zur&uuml;ckversetzt, wenn man selbst in den St&auml;dten so gut wie keine verschleierten Frauen oder b&auml;rtige M&auml;nner sieht. In der Hauptstadt Budapest (etwa so gro&szlig; wie Hamburg) kann man sich so viel sicherer f&uuml;hlen als in mancher deutschen Kleinstadt, wo Messerattacken und Gruppenvergewaltigungen als t&auml;gliche &bdquo;Einzelf&auml;lle&ldquo; schon Standard sind, obwohl sie in den deutschen &bdquo;Mainstream&ldquo;-Medien gern unter den Tisch fallen. Solche Gewalttaten gibt es hier nicht, hier gehen unsere Frauen noch angstfrei durch die Stadt &ndash; sogar nachts! Und das ganz allein!<\/p><p>Daf&uuml;r greifen die Polizei und die Justiz bei allen Strafvergehen viel konsequenter durch, unabh&auml;ngig davon, wer und woher die T&auml;ter sind. Das kann man t&auml;glich an der S&uuml;dgrenze zu Serbien beobachten, wenn illegale Migranten mit brutalen Mitteln einzudringen versuchen. Solche &Uuml;bergriffe auf Ungarns Staatsgebiet werden allerdings mit entsprechender H&auml;rte verhindert, schlie&szlig;lich ist es die Pflicht eines Anrainerstaates der EU-Au&szlig;engrenze, diese zu sch&uuml;tzen &ndash; auch wenn dann die bunte Multikulti-Fraktion in Deutschland drohend mit dem Regenbogenf&auml;hnchen wedelt.<\/p><p>Orb&aacute;n wurde schon seit Jahren von der EU massiv kritisiert, weil er eben die massenhafte Aufnahme von Migranten ablehnt, vor allem solcher, die illegal eindringen. Dabei wird er von der Mehrheit seines Volkes auch unterst&uuml;tzt, wie das Ergebnis einer entsprechenden Volksbefragung beweist. Dieses demokratische Instrument wird in Ungarn immer wieder gerne angewendet. In Deutschland gibt es das &ndash; aus augenf&auml;lligen Gr&uuml;nden &ndash; nicht.<\/p><p><strong>Orb&aacute;n und die Vorw&uuml;rfe aus dem Westen<\/strong><\/p><p>In seiner konsequent konservativen Politik wei&szlig; Orb&aacute;n auch den Gro&szlig;teil seines Volkes hinter sich. Nicht von ungef&auml;hr erreichte seine Partei bei der letzten Wahl mit 53 Prozent die absolute Mehrheit und regiert nun zum f&uuml;nften Mal in Folge. Auch wenn man im Westen diese Mehrheit als &bdquo;Diktatur&ldquo; verunglimpft, ist sie doch ganz sch&ouml;n demokratisch zustande gekommen: Da k&ouml;nnte sogar das Berliner Abgeordnetenhaus noch was lernen!<\/p><p>Was nun die Korruptionsvorw&uuml;rfe gegen Orb&aacute;n betrifft, sollten sich gerade Vorzeige-Politiker wie Vetternwirtschaftler Habeck, Cum-Ex-Kanzler Scholz oder Impfstoff-Shopping-Queen von der Leyen sowie diverse Masken-Dealer im Deutschen Bundestag besser etwas zur&uuml;ckhalten, denn&hellip; wer im Glashaus sitzt&hellip;<\/p><p>Immer wieder h&ouml;rt man in der deutschen Presse und den &Ouml;RR auch, dass Orb&aacute;n und seine Partei die ungarischen Medien manipulieren. Aber auch da kann ich nur sagen: falsch! So eine Anklage ausgerechnet aus den gleichgeschalteten deutschen &bdquo;Mainstream&ldquo;-Medien zu vernehmen, entbehrt nicht einer gewissen Komik. In Ungarn unterscheiden sich verschiedene Zeitungen und Fernsehanstalten deutlich voneinander &ndash; so etwas wie &bdquo;Mainstream&ldquo; gibt es hier nicht [<a href=\"#foot_17\" name=\"note_17\">17<\/a>].<\/p><p>&bdquo;<strong>Ungarn first!&ldquo;<\/strong><\/p><p>Trotz H&auml;me und Aggression, die der ungarischen Regierung immer wieder entgegengebracht werden, honorieren die Ungarn besonders, dass ihrer konservativen Regierung zuerst das Wohl des eigenen Volkes am Herzen liegt. Hier werden keine Steuergelder hochm&uuml;tig in aller Welt verteilt und dabei das eigene Volk &bdquo;vergessen&ldquo;. Zust&auml;nde wie nach der Flutkatastrophe im Ahrtal w&auml;ren in Ungarn unvorstellbar, und Politiker, die &ouml;ffentlich bekunden, dass sie &bdquo;Vaterlandsliebe zum Kotzen finden&ldquo; oder denen &bdquo;egal ist, was ihre W&auml;hler denken&ldquo;, w&auml;ren hier nicht denkbar.<\/p><p>Ebenso steht das ungarische Volk hinter der Entscheidung, keine Waffen an die Ukraine zu liefern und die Russland-Sanktionen nicht weiter zu versch&auml;rfen. Man w&uuml;nscht sich Friedensverhandlungen in der Ukraine &ndash; und das m&ouml;glichst bald.<\/p><p>Ein anderer Unterschied zu Deutschland besteht in der Besetzung der Regierung. So besteht das ungarische Kabinett durchweg aus kompetenten Politikern, die alle studiert haben &ndash; sogar bis zum Schluss! &ndash; und\/oder &uuml;ber abgeschlossene Berufe verf&uuml;gen. Ahnungslose Kinderbuchautoren, ideologische K&uuml;chenhilfen oder naiv-plappernde Lebenslauff&auml;lscherinnen d&uuml;rften in Ungarn nicht mal das Parlament putzen.<\/p><p><strong>Konservativ? Na und?<\/strong><\/p><p>Im Westen kritisiert man immer wieder, dass Orb&aacute;n die traditionelle nationale Identit&auml;t Ungarns verteidigt und das Diktat nichtgew&auml;hlter EU-Kommissionen ablehnt. Aber gerade daf&uuml;r wurde er von seinem Volk gew&auml;hlt, dessen Meinung hier noch ernst genommen wird. Und damit steht er in der Welt nicht allein:<\/p><p>So fand k&uuml;rzlich im Mai in Budapest die CPAK-Konferenz statt (Conservative Political Action Conference), mit den Schwerpunkten Migration, Arbeitsmarkt, Familie und dem &bdquo;Kampf gegen die Transgenderpropaganda&ldquo; [<a href=\"#foot_18\" name=\"note_18\">18<\/a>]. Der Eingang zum Konferenzgeb&auml;ude war dekoriert mit dem Slogan &bdquo;No Woke Zone&ldquo;, denn die &uuml;berwiegend traditionell denkenden Ungarn lehnen so etwas wie das Gendern genauso ab wie eine schon penetrant zur Schau gestellte Diversit&auml;t in Deutschland. Das hat &uuml;brigens nichts mit Homophobie zu tun: Hier gibt es genauso eingetragene Lebenspartnerschaften homosexueller Paare wie anderswo, selbst eine Pride-Parade findet j&auml;hrlich zum CSD in Budapest statt. Daf&uuml;r spielen in Ungarn das Kindeswohl und die traditionelle Familie eine besondere Rolle. Das im Westen umstrittene neue Gesetz, welches die Werbung f&uuml;r Transsexualit&auml;t durch Schulen, Medien und Kinderb&uuml;cher im Kindesalter verbietet, kommt beim ungarischen Volk gerade gut an. Hier werden auch keine Drittkl&auml;ssler verunsichert mit &bdquo;woken&ldquo; Fragen, zum Beispiel, ob sie sich ihres Geschlechtes sicher sind und nicht doch lieber etwas anderes w&auml;ren [<a href=\"#foot_19\" name=\"note_19\">19<\/a>].<\/p><p><strong>Die vielen positiven Seiten Ungarns<\/strong><\/p><p>Das alles sind Entwicklungen in Ungarn, die in Deutschland so gut wie nicht kommuniziert werden. Die deutsche Berichterstattung &uuml;ber Ungarn ist erschreckend einseitig und so auf den &bdquo;Kampf&ldquo; gegen Orb&aacute;n gerichtet, dass dar&uuml;ber die vielen Vorz&uuml;ge dieses herrlichen Landes vollkommen untergehen. Daher m&ouml;chte ich doch gerne noch etwas n&auml;her darauf eingehen.<\/p><p>Denn nach meiner Genesung konnten wir wirklich anfangen, dieses tolle Land zu erkunden, seine Vorteile zu genie&szlig;en und entdeckten ein ganz anderes Ungarn, als man es uns in deutschen Medien pr&auml;sentiert: freundlich, aufgeschlossen und verbl&uuml;ffend modern. In vielen Bereichen ist Ungarn deutlich weiter entwickelt als Deutschland.<\/p><p>Daher haben mittlerweile auch j&uuml;ngere Auswanderer, darunter viele Familien mit Kindern, die Vorteile entdeckt, den Weg nach Ungarn gefunden und sich beruflich etabliert: Biobauern, Handwerker oder auch viele Freiberufler aus der IT-Branche. Diese sch&auml;tzen besonders den digitalen Ausbau: Selbst wir in unserem 3000-Seelen-Dorf haben einen 1.000 Mbps-Internetzugang. Das Glasfaserkabel geht direkt bis ins Wohnzimmer! Von so etwas wird man in Deutschland noch in Jahren tr&auml;umen.<\/p><p>Auch die Versorgung mit Energie ist in Ungarn viel sicherer als in Deutschland, denn hier stammen noch 25 Prozent davon aus den bisher stets zuverl&auml;ssigen und g&uuml;nstigen Gaslieferungen aus Russland. Der Hauptanteil aus der ungarischen Steckdose, n&auml;mlich die H&auml;lfte, wird aus Atomenergie gewonnen. Hier baut man sogar ein neues Kernkraftwerk und sieht sich in einer Reihe mit vielen anderen europ&auml;ischen Staaten, w&auml;hrend in Deutschland eine ideologische Sekte die sicheren und umweltschonenden Kraftwerke abschaltet und sich daf&uuml;r an sonnen- und windarmen Tagen lieber etwas mehr CO<sub>2<\/sub> aus alten Kohlekraftwerken um die Nase wehen l&auml;sst. Ungarn hat es daher auch nicht n&ouml;tig, Atomkraft f&uuml;r teures Geld aus Frankreich zu kaufen.<\/p><p>Daher ist auch die sch&ouml;ne ungarische Landschaft nicht kilometerweit mit grauen Solarfl&auml;chen verschandelt, und Windr&auml;der findet man in Ungarn vergebens: Ein Paradies f&uuml;r Insekten &ndash; die nicht geschredderten V&ouml;gel sind dankbar.<\/p><p>Wie es sie zuhauf bei uns im Naturschutzgebiet, dem &bdquo;Kleinen Balaton&ldquo; gibt, wo wir in einem kleinen Zigeunerdorf wohnen. Hups? Das b&ouml;se Z-Wort? Ja, das hei&szlig;t hier noch so. In ungarischen Restaurants gibt es sogar noch den &bdquo;Zigeunerbraten&ldquo;. Der steht furchtlos auf der Speisekarte und pfeift auf jede Diskriminierung. Hier darf man noch &bdquo;Zigeuner&ldquo; sagen. Wir haben unsere Nachbarn gefragt &ndash; mit Ungarisch-App, W&ouml;rterbuch, H&auml;nden und F&uuml;&szlig;en: &bdquo;Wie nennt Ihr Euch? Fahrende, Sinti, Roma?&ldquo; Nein! &bdquo;Cig&aacute;nyok vagyunk! &ndash; Wir sind Zigeuner!&ldquo; Das sei ihre Tradition, und darauf sind sie stolz. Die Idiotie einer &bdquo;political correctness&ldquo; ist an diesem Land gl&uuml;cklicherweise vor&uuml;bergegangen. Gut, es gibt halt auch keine moralbesoffenen Sprachpolizisten hier, die Randgruppen stets vorschreiben wollen, wann die sich diskriminiert zu f&uuml;hlen haben.<\/p><p>Daf&uuml;r fordert uns Auswanderer eine andere H&uuml;rde, die ziemlich hoch ist: die ungarische Sprache. Meine Frau und ich sind seit einiger Zeit in einer Sprachschule sehr intensiv am Lernen und machen deutliche Fortschritte [<a href=\"#foot_20\" name=\"note_20\">20<\/a>]. Dabei hilft auch der t&auml;gliche Konsum des ungarischen Fernsehens.<\/p><p>Auch wenn die Sprache schwer ist, es gibt ein gutes Gef&uuml;hl, dem Gastland seinen Respekt auch dadurch zu zeigen, dass man wenigstens die Grundz&uuml;ge der Sprache beherrscht. Das vor allem dann, wenn man vorher in Deutschland lauthals &uuml;ber Migranten hergezogen hat, die die deutsche Sprache nicht lernen und sich nicht integrieren wollen.<\/p><p><strong>G&uuml;nstiges Ungarn<\/strong><\/p><p>Ein weiterer Grund, weswegen es immer mehr deutsche Auswanderer nach Ungarn zieht, sind die g&uuml;nstigen Preise. Auch wenn die k&uuml;rzlich durch die weltweite Inflation stark gestiegen sind, im Vergleich zu Deutschland sind sie immer noch vergleichsweise moderat. So findet man hier auf dem Land immer noch H&auml;user um die 50.000 Euro. Auch die Versorgung mit Strom und Gas ist wesentlich g&uuml;nstiger als in Deutschland (Ungarn liegt am unteren Ende der Preisskala in Europa), und auch das Benzin ist mit ca. 1,50 Euro nach wie vor billiger als in vielen anderen EU-Staaten.<\/p><p>Um zudem den schon arg gebeutelten Geldbeutel der Bev&ouml;lkerung zu schonen &ndash; denn um so etwas macht sich die ungarische Regierung Gedanken! &ndash; wurden k&uuml;rzlich die Preise vieler Grundnahrungsmittel gedeckelt.<\/p><p>Auch die Fahrpreise im &ouml;ffentlichen Nahverkehr sind immer noch sehr g&uuml;nstig. Was in Deutschland viele nicht wissen, ist, dass man in Ungarn ab 65 Jahren f&uuml;r den gesamten &Ouml;PNV nichts mehr bezahlen muss. Egal ob Bus, Metro, Stra&szlig;enbahn oder auch in der Bahn, landesweit gilt f&uuml;r Einheimische sowie f&uuml;r Touristen: einfach einsteigen und die Fahrt genie&szlig;en.<\/p><p><strong>Ungarn &ndash; das Land der Thermalb&auml;der<\/strong><\/p><p>So fahren wir auch gerne durchs Land und genie&szlig;en die anderen vielen Vorz&uuml;ge: Neben den ganzen touristischen Sehensw&uuml;rdigkeiten lieben wir die herrlichen Thermalb&auml;der. Zwar hat Ungarn keinen Meereszugang mehr, daf&uuml;r mit insgesamt 1.300 weltweit die meisten Thermalquellen. Davon sprudeln allein 123 in Budapest, und mehr als 250 Thermen sind im Land verteilt &ndash; viele davon in herrlich antikem Stil und auch preislich interessant. So gibt es bei uns in der N&auml;he, in H&eacute;viz, mit 4,4 Hektar den gr&ouml;&szlig;ten Thermalsee der Welt, etwa so gro&szlig; wie sechs Fu&szlig;ballfelder, der selbst im kalten Winter nie unter 25 Grad Celsius abk&uuml;hlt und im Sommer bis zu 38 Grad Celsius warm wird [<a href=\"#foot_21\" name=\"note_21\">21<\/a>] &ndash; und das ganz unabh&auml;ngig vom Klimawandel bzw. vom Wetter&hellip;<\/p><p>Apropos Wetter: Auch das &ndash; wie sollte es anders sein &ndash; ist besser als in Deutschland. Es ist zwar nur geringf&uuml;gig w&auml;rmer, aber &ndash; da Kontinentalklima &ndash; viel stetiger und konstanter: Im Sommer kann es wochenlang um die 30 Grad Celsius warm sein. Die warme Jahreszeit ist in der Regel auch l&auml;nger und kann von M&auml;rz bis Oktober dauern. Leider kapitulierte in diesem Jahr sogar in Ungarn die Klimaerw&auml;rmung vor den Klimaklebern &ndash; der Mai war selbst hier viel zu kalt!<\/p><p><strong>Deutsche &Auml;rzte in Ungarn<\/strong><\/p><p>Oft werde ich gefragt, wie die medizinische Versorgung hier ist. Da ich durch meine Covid-Erkrankung selbst stark betroffen war, wei&szlig; ich, dass die &Auml;rzte durchweg sehr gut sind. Allerdings k&ouml;nnten die Krankenh&auml;user baulich moderner sein. Daf&uuml;r gibt es hier durchweg mehr Pflegepersonal als in Deutschland.<\/p><p>Die Kosten f&uuml;r die medizinische Versorgung liegen auch weit unterhalb der deutschen, meine deutsche Krankenkasse war echt verbl&uuml;fft [<a href=\"#foot_22\" name=\"note_22\">22<\/a>], [<a href=\"#foot_11\" name=\"note_11\">11<\/a>]. Das gilt im &Uuml;brigen auch f&uuml;r die sehr moderaten Preise privater Pflegeheime, was gerade f&uuml;r &auml;ltere Auswanderer besonders interessant ist.<\/p><p>Es gibt auch einen Grund, und nicht nur den finanziellen Aspekt, dass so viele Deutsche nach Ungarn kommen, um sich ihre Z&auml;hne sanieren zu lassen [<a href=\"#foot_23\" name=\"note_23\">23<\/a>].<\/p><p>Und was viele in Deutschland nicht wissen: In Budapest gibt es eine hervorragende deutschsprachige Medizin-Universit&auml;t, die von vielen deutschen Studenten besucht wird, die dann nach ihrer Ausbildung oft in Ungarn bleiben. Daher sprechen viele &Auml;rzte Deutsch, was die Auswanderer sehr sch&auml;tzen [<a href=\"#foot_24\" name=\"note_24\">24<\/a>].<\/p><p><strong>Da leben, wo andere Urlaub machen<\/strong><\/p><p>Mittlerweile im dritten Jahr hier, haben wir unsere Auswanderung &ndash; wie die meisten anderen Deutschen &ndash; noch keinen einzigen Tag bereut, vor allem, wenn wir die t&auml;glich erschreckender werdenden Nachrichten aus Deutschland verfolgen.<\/p><p>Wir sagen uns: da leben, wo andere Urlaub machen! Denn es liegen auch so viele sch&ouml;ne Urlaubsziele vor der T&uuml;r und k&ouml;nnen an einem Tag besucht werden. Das auch au&szlig;erhalb Ungarns: Wien, Bratislava, Zagreb, Venedig &ndash; an der kroatischen Adriak&uuml;ste sind wir in drei Stunden. Auch Heimfahrten nach Deutschland sind mit dem Auto m&ouml;glich, was f&uuml;r viele Auswanderer schon ein wichtiger Aspekt ist.<\/p><p>Auch kulturell und kulinarisch hat Ungarn so viel zu bieten. So fahren wir ab und zu nach Budapest zum Shoppen, ins Konzert oder ins sch&ouml;nste Opernhaus Europas und genie&szlig;en die kulinarische Vielfalt.<\/p><p>So kann ich &ndash; wie viele andere Deutsche auch &ndash; nur sehr positiv &uuml;ber Ungarn sprechen und habe damit auch schon einigen Ausreisewilligen die Angst nehmen k&ouml;nnen, den Schritt zu wagen. Auch wenn es uns gar nicht so leicht fiel, Familie und Freunde zur&uuml;ckzulassen &ndash; man kann sie immer mal wieder besuchen.<\/p><p>Was tats&auml;chlich viel schwerer wiegt, ist, die eigene Heimat, Deutschland aufzugeben. Doch wenn wir heute sehen, was mittlerweile daraus geworden ist, sind wir letztlich sehr froh und gl&uuml;cklich &uuml;ber diesen Schritt.<\/p><p>Titelbild: Krisztian Tefner\/shutterstock.com<\/p><p><strong>Weitere Infos:<\/strong> schoenauer.de [<a href=\"#foot_25\" name=\"note_25\">25<\/a>], schoenauer.hu [<a href=\"#foot_26\" name=\"note_26\">26<\/a>], ungarnreal.de [<a href=\"#foot_27\" name=\"note_27\">27<\/a>], Conny R&uuml;ckriegel: Willkommen in Ungarn, [<a href=\"#foot_28\" name=\"note_28\">28<\/a>]<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><div class=\"footnote\">\n<p>[<a href=\"#note_1\" name=\"foot_1\">&laquo;1<\/a>] <a href=\"https:\/\/www.schoenauer.de\/9-physik.htm\">schoenauer.de\/9-physik.htm<\/a><\/p>\n<p>[<a href=\"#note_2\" name=\"foot_2\">&laquo;2<\/a>] <a href=\"https:\/\/www.schoenauer.de\/4-kabarett.htm%20\">schoenauer.de\/4-kabarett.htm<\/a><\/p>\n<p>[<a href=\"#note_3\" name=\"foot_3\">&laquo;3<\/a>] <a href=\"https:\/\/www.saarbruecker-zeitung.de\/saarland\/saarbruecken\/detlev-schoenauer-zieht-gegen-blogger-uwe-caspari-vor-gericht_aid-39803515%20\">saarbruecker-zeitung.de\/saarland\/saarbruecken\/detlev-schoenauer-zieht-gegen-blogger-uwe-caspari-vor-gericht_aid-39803515<\/a><\/p>\n<p>[<a href=\"#note_4\" name=\"foot_4\">&laquo;4<\/a>] <a href=\"https:\/\/www.schoenauer.de\/pdf\/DS-Stellungnahme-181028.pdf%20\">schoenauer.de\/pdf\/DS-Stellungnahme-181028.pdf<\/a><\/p>\n<p>[<a href=\"#note_5\" name=\"foot_5\">&laquo;5<\/a>] <a href=\"https:\/\/www.saarbruecker-zeitung.de\/saarland\/kabarettist-detlev-schoenauer-politik-redet-fluechtlingsprobleme-klein_aid-34590929%20\">saarbruecker-zeitung.de\/saarland\/kabarettist-detlev-schoenauer-politik-redet-fluechtlingsprobleme-klein_aid-34590929<\/a><\/p>\n<p>[<a href=\"#note_6\" name=\"foot_6\">&laquo;6<\/a>] <a href=\"https:\/\/www.schoenauer.de\/stellungnahme.htm\">schoenauer.de\/stellungnahme.htm<\/a> und <a href=\"https:\/\/www.schoenauer.de\/reaktionen.htm%20\">schoenauer.de\/reaktionen.htm<\/a><\/p>\n<p>[<a href=\"#note_7\" name=\"foot_7\">&laquo;7<\/a>] <a href=\"https:\/\/www.schoenauer.de\/7-buchcds.htm\">schoenauer.de\/7-buchcds.htm<\/a><\/p>\n<p>[<a href=\"#note_8\" name=\"foot_8\">&laquo;8<\/a>] <a href=\"https:\/\/www.schoenauer.de\/interview.htm%20\">schoenauer.de\/interview.htm<\/a><\/p>\n<p>[<a href=\"#note_9\" name=\"foot_9\">&laquo;9<\/a>] <a href=\"https:\/\/www.budapester.hu\/%20\">budapester.hu\/<\/a><\/p>\n<p>[<a href=\"#note_10\" name=\"foot_10\">&laquo;10<\/a>] <a href=\"https:\/\/www.budapester.hu\/feuilleton\/die-menschen-hier-sind-offen-und-hilfsbereit\/%20\">budapester.hu\/feuilleton\/die-menschen-hier-sind-offen-und-hilfsbereit\/<\/a><\/p>\n<p>[<a href=\"#note_11\" name=\"foot_11\">&laquo;11<\/a>] <a href=\"https:\/\/www.schoenauer.de\/pdf\/Mein_Corona.pdf%20\">schoenauer.de\/pdf\/Mein_Corona.pdf<\/a><\/p>\n<p>[<a href=\"#note_12\" name=\"foot_12\">&laquo;12<\/a>] <a href=\"https:\/\/www.t-online.de\/unterhaltung\/stars\/id_91483352\/kabarettist-detlev-schoenauer-nach-corona-erkrankung-im-koma.html%20\">t-online.de\/unterhaltung\/stars\/id_91483352\/kabarettist-detlev-schoenauer-nach-corona-erkrankung-im-koma.html<\/a><\/p>\n<p>[<a href=\"#note_13\" name=\"foot_13\">&laquo;13<\/a>] <a href=\"https:\/\/www.youtube.com\/@detlevschoenauer\/playlists%20\">youtube.com\/@detlevschoenauer\/playlists<\/a><\/p>\n<p>[<a href=\"#note_14\" name=\"foot_14\">&laquo;14<\/a>] <a href=\"https:\/\/www.schoenauer.de\/3-ungarn-glossen.htm%20\">schoenauer.de\/3-ungarn-glossen.htm<\/a><\/p>\n<p>[<a href=\"#note_15\" name=\"foot_15\">&laquo;15<\/a>] <a href=\"https:\/\/www.schoenauer.de\/pdf\/NZZ-Ungarn_Rechte_Rentner.pdf%20\">schoenauer.de\/pdf\/NZZ-Ungarn_Rechte_Rentner.pdf<\/a><\/p>\n<p>[<a href=\"#note_16\" name=\"foot_16\">&laquo;16<\/a>] <a href=\"https:\/\/www.sueddeutsche.de\/politik\/bahnen-aus-budapest-zug-aus-ungarn-mit-fluechtlingen-in-muenchen-angekommen-1.2628370%20\">sueddeutsche.de\/politik\/bahnen-aus-budapest-zug-aus-ungarn-mit-fluechtlingen-in-muenchen-angekommen-1.2628370<\/a><\/p>\n<p>[<a href=\"#note_17\" name=\"foot_17\">&laquo;17<\/a>] Rede des Pr&auml;sidenten der Deutsch-Ungarischen Gesellschaft Dr. Gerhard Papke: &bdquo;Das gepflegte Zerrbild des modernen Ungarn&ldquo; <a href=\"https:\/\/gloria.tv\/post\/QXwqTWariha9466b3fbfHTSaN#5%20\">gloria.tv\/post\/QXwqTWariha9466b3fbfHTSaN#5<\/a><\/p>\n<p>[<a href=\"#note_18\" name=\"foot_18\">&laquo;18<\/a>] <a href=\"https:\/\/www.budapester.hu\/ausland\/cpac-hungary-orban-wir-haben-das-gegenmittel\/\">budapester.hu\/ausland\/cpac-hungary-orban-wir-haben-das-gegenmittel\/<\/a><\/p>\n<p>[<a href=\"#note_19\" name=\"foot_19\">&laquo;19<\/a>] <a href=\"https:\/\/www.schoenauer.de\/pdf\/BZ-Gastbeitrag-Kinderschutzgesetz.pdf%20\">schoenauer.de\/pdf\/BZ-Gastbeitrag-Kinderschutzgesetz.pdf<\/a><\/p>\n<p>[<a href=\"#note_20\" name=\"foot_20\">&laquo;20<\/a>] <a href=\"https:\/\/www.schoenauer.hu\/pdf\/Glosse-35.pdf%20\">schoenauer.hu\/pdf\/Glosse-35.pdf<\/a><\/p>\n<p>[<a href=\"#note_21\" name=\"foot_21\">&laquo;21<\/a>] <a href=\"https:\/\/www.heviz.hu\/de%20\">heviz.hu\/de<\/a><\/p>\n<p>[<a href=\"#note_22\" name=\"foot_22\">&laquo;22<\/a>] <a href=\"https:\/\/www.schoenauer.de\/pdf\/Glosse-17.pdf%20\">schoenauer.de\/pdf\/Glosse-17.pdf<\/a><\/p>\n<p>[<a href=\"#note_23\" name=\"foot_23\">&laquo;23<\/a>] <a href=\"https:\/\/www.schoenauer.de\/pdf\/BZM23-02-Bericht_Rosenburg.pdf%20\">schoenauer.de\/pdf\/BZM23-02-Bericht_Rosenburg.pdf<\/a><\/p>\n<p>[<a href=\"#note_24\" name=\"foot_24\">&laquo;24<\/a>] <a href=\"https:\/\/semmelweis.hu\/deutsch\/%20\">semmelweis.hu\/deutsch\/<\/a><\/p>\n<p>[<a href=\"#note_25\" name=\"foot_25\">&laquo;25<\/a>] <a href=\"https:\/\/www.schoenauer.de\/3-ungarn.htm%20\">schoenauer.de\/3-ungarn.htm<\/a><\/p>\n<p>[<a href=\"#note_26\" name=\"foot_26\">&laquo;26<\/a>] <a href=\"http:\/\/www.schoenauer.hu%20\">schoenauer.hu<\/a><\/p>\n<p>[<a href=\"#note_27\" name=\"foot_27\">&laquo;27<\/a>] <a href=\"https:\/\/ungarnreal.de\/%20\">ungarnreal.de\/<\/a><\/p>\n<p>[<a href=\"#note_28\" name=\"foot_28\">&laquo;28<\/a>] <a href=\"http:\/\/www.connysflinkefeder.com\/meine-Bucher\/Willkommen-in-Ungarn\/willkommen-in-ungarn.html\">connysflinkefeder.com\/meine-Bucher\/Willkommen-in-Ungarn\/willkommen-in-ungarn.html<\/a>\n<\/p><\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Wenn deutsche Medien einmal &uuml;ber Ungarn berichten, so meist in einem negativen Kontext. Man k&ouml;nnte glatt den Eindruck bekommen, dass es da mitten in Europa in Land gibt, das bitter unter der Regentschaft eines Potentaten leidet. Doch so einfach ist dann doch nicht. <strong>Detlev Sch&ouml;nauer<\/strong> ist &bdquo;Neu-Ungar&ldquo; und hat f&uuml;r die NachDenkSeiten seine Eindr&uuml;cke zu<\/p>\n<div class=\"readMore\"><a class=\"moretag\" href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=98347\">Weiterlesen<\/a><\/div>\n","protected":false},"author":11,"featured_media":98348,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[20],"tags":[2430,3041,1055,369,2669,670,668,1019],"class_list":["post-98347","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-landerberichte","tag-aufstehen","tag-cancel-culture","tag-fluechtlinge","tag-kabarett","tag-leitmedien","tag-orban-viktor","tag-ungarn","tag-wirtschaftssanktionen"],"jetpack_featured_media_url":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/wp-content\/uploads\/2023\/05\/Shutterstock_1506798614-Kopie.jpg","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/98347","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/11"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=98347"}],"version-history":[{"count":4,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/98347\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":98362,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/98347\/revisions\/98362"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/media\/98348"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=98347"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=98347"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=98347"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}