{"id":98359,"date":"2023-05-26T08:22:40","date_gmt":"2023-05-26T06:22:40","guid":{"rendered":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=98359"},"modified":"2023-05-26T08:22:40","modified_gmt":"2023-05-26T06:22:40","slug":"hinweise-des-tages-4365","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=98359","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (AT)<br>\n<!--more--><br>\nWir weisen darauf hin, dass die jeweiligen Anbieter f&uuml;r die Barrierefreiheit ihrer Angebote selbst verantwortlich sind und es durchaus sein kann, dass der Zugang von zun&auml;chst freien Inhalten nach einer Zeit beschr&auml;nkt wird.<\/p><p>Hier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=98359#h01\">Quittung f&uuml;r verfehlte Wirtschaftspolitik: Deutschland rutscht in die Rezession<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=98359#h02\">Der Aufstieg der milit&auml;rischen Austerit&auml;t in Europa<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=98359#h03\">Namenswitz des Tages: Ron Desaster<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=98359#h04\">Ob DeSantis, Trump oder Biden: Warum wir uns von den USA verabschieden sollten<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=98359#h05\">Kiew: Offensive begonnen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=98359#h06\">Fass ohne Boden: Deutschland bindet sich bedingungslos an die Ukraine<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=98359#h07\">Panzer &amp; Haubitzen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=98359#h08\">Zwei Welten: W&auml;hrend Lebensmittelpreise weiter ansteigen, liefern sich Handelsketten Preiskampf um Verdr&auml;ngung. Tarifverhandlungen im Handel angelaufen.<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=98359#h09\">Doppelmoral der G7-Staaten: Die Hungermacher<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=98359#h10\">Immer mehr Staaten befreien sich aus neokolonialer Unterdr&uuml;ckung: Die andere Zeitenwende<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=98359#h11\">Microsoft warnt vor Cyberangriffen auf kritische US-Infrastrukturen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=98359#h12\">Eigenbeschuss im Halbleiterkrieg<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=98359#h13\">&raquo;Ohne Frieden keine erweiterten Rechte&laquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=98359#h14\">Das Virus beendete die Pandemie, die Impfung half nach<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Verantwortlich f&uuml;r die Richtigkeit der zitierten Texte sind die jeweiligen Quellen und nicht die NachDenkSeiten. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>Quittung f&uuml;r verfehlte Wirtschaftspolitik: Deutschland rutscht in die Rezession<\/strong><br>\nIn der Euro-Zone ist Deutschland mittlerweile das Schlusslicht beim Wachstum. Die hohen Energiepreise schaden der Industrie und f&uuml;hren zu steigender Armut. Ein Kommentar.<br>\nDie Ampel hat die Quittung f&uuml;r ihre Wirtschaftspolitik bekommen: Deutschland ist in die Rezession abgerutscht. Im ersten Quartal schrumpfte das Bruttoinlandsprodukt um 0,3 Prozent, nachdem die Wirtschaft zum Jahresende bereits um 0,5 Prozent eingebrochen war. Folgen zwei negative Quartale aufeinander, spricht man von einer technischen Rezession.<br>\nWas Experten schon seit Langem prognostizieren, hat sich nun bewahrheitet. Die Wirtschaftspolitik der Bundesregierung droht schwere Sch&auml;den in Deutschland anzurichten. Der Internationale W&auml;hrungsfonds geht davon aus, dass die deutsche Wirtschaft langfristig, &uuml;ber 2026 hinaus, nur noch ein Miniwachstum nahe der Stagnation erreichen wird, wenn der Staat nicht endlich mehr Geld ausgibt.<br>\nDoch der zust&auml;ndige Finanzminister schaltet auf stur. Christian Lindner will eisern an der Schuldenbremse festhalten. Im ersten Quartal sind die Staatsausgaben drastisch um 5,4 Prozent gesunken. Zwar lag das vor allem daran, dass die Kaufpr&auml;mien f&uuml;r Hybrid-Autos weggefallen und die letzten Corona-Ma&szlig;nahmen ausgelaufen sind. Der n&ouml;tige Impuls zur Stimulierung der Wirtschaft ist aber dennoch ausgeblieben. So verfehlt die Bundesregierung wieder ihre Bauziele deutlich, die Bahn bleibt unp&uuml;nktlich, Kinder lernen sp&auml;ter lesen, weil sie in &uuml;berf&uuml;llten Klassen sitzen, und ein Krankenhausaufenthalt wird wegen des drastischen Personalmangels zum Lebensrisiko.<br>\nWoher sollen ansonsten Konjunkturimpulse kommen? An der Entwicklung eines prosperierenden Binnenmarkts hat die Ampel sichtlich wenig Interesse. Die Menschen haben zu wenig Geld in der Tasche, um den Konsum zu steigern. Die Reall&ouml;hne der Besch&auml;ftigten sind auch zum Jahresbeginn weiter gesunken.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.berliner-zeitung.de\/wirtschaft-verantwortung\/kommentar-konjunktur-quittung-fuer-verfehlte-wirtschaftspolitik-deutschland-rutscht-in-die-rezession-li.352078\">Simon Zeise in der Berliner Zeitung<\/a>\n<p>dazu: <strong>Finanzminister Lindner sieht Politik wegen mauer Wirtschaftslage in der Pflicht<\/strong><br>\nNachdem Deutschland im zweiten Quartal in eine Rezession gerutscht ist, sieht Bundesfinanzminister Christian Lindner nun die Politik in der Pflicht: &raquo;Das ist ein Auftrag an die Politik&laquo;, sagte der FDP-Vorsitzende in Berlin. Deutschland drohe auf Abstiegspl&auml;tze abzurutschen. Deswegen brauche es jetzt auch eine wirtschaftspolitische Zeitenwende, nachdem es diese bereits in der Verteidigungs- und Sicherheitspolitik gegeben habe nach dem russischen Angriff auf die Ukraine.<br>\nLindner sagte, die Regierung werde die Planungs- und Genehmigungsverfahren beschleunigen und mehr Fachkr&auml;fte anlocken. Au&szlig;erdem werde es noch dieses Jahr weitere Ma&szlig;nahmen geben, um Investitionsbedingungen zu verbessern. Konkret nannte Lindner eine st&auml;rkere F&ouml;rderung von Forschung. Steuererh&ouml;hungen werde es dagegen nicht geben, eher w&uuml;rden weitere Entlastungen folgen.<br>\nSinkende Konsumausgaben der Verbraucher wegen der hohen Inflation haben die deutsche Wirtschaft nun doch erstmals seit Beginn der Coronapandemie 2020 in eine Rezession gest&uuml;rzt. Das Bruttoinlandsprodukt schrumpfte von Januar bis M&auml;rz um 0,3 Prozent zum Vorquartal und damit das zweite Vierteljahr in Folge, wie das Statistische Bundesamt mitteilte.<br>\nDass die deutsche Wirtschaft in die Rezession rutschte, liegt aber auch an der Politik: Denn die staatlichen Konsumausgaben sanken noch st&auml;rker als die der Privatleute.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.spiegel.de\/wirtschaft\/soziales\/finanzminister-christian-lindner-sieht-politik-wegen-mauer-wirtschaftslage-in-der-pflicht-a-6e84ea30-907f-43f2-a0d4-67b0394dad9d\">DER SPIEGEL <\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung Christian Reimann:<\/strong> Die &Uuml;berschrift k&ouml;nnte den Eindruck eines Sinneswandels beim Bundesfinanzminister erwecken, der bisher durch gro&szlig;z&uuml;gige Geldausgaben in Form z.B. von &ldquo;Sonderverm&ouml;gen&rdquo; f&uuml;r die Bundeswehr sowie Frackinggas- und R&uuml;stungseink&auml;ufen in den USA und Mehrkosten f&uuml;r Energien durch den Verzicht auf g&uuml;nstige russische Energietr&auml;ger aufgefallen ist. Das Geld w&auml;re u.a. in einem gut funktionierenden, am Wohl von Patienten orientierten Gesundheitssystem, einer vor Altersarmut sch&uuml;tzenden gesetzlichen Rente, im Ausbau eines bezahlbaren Nah- und Fernzugsystems und in einem kritischen, pers&ouml;nlichkeitsbildenden Bildungs- und Wissenschaftssystem besser angelegt (Investition in die Zukunft). Anstatt den R&uuml;ckgang des Privatkonsums aufzufangen, sind die staatlichen Konsumausgaben sogar noch st&auml;rker gesunken. Stattdessen sollen u.a. Planungs- und Genehmigungsverfahren beschleunigt und Fachkr&auml;fte angelockt werden. Au&szlig;erdem verzichtet der FDP-Vorsitzende Lindner offensichtlich auch weiterhin auf eine h&ouml;here Steuerbeteiligung von sehr Verm&ouml;genden und Krisengewinnlern aus der merk-w&uuml;rdigen Coronazeit (insbesondere BioNTech).<\/em><\/p>\n<p><em>&Uuml;brigens: Noch im M&auml;rz 2023 <a href=\"https:\/\/www.welt.de\/politik\/deutschland\/article244206273\/Olaf-Scholz-verspricht-sich-Wachstum-wie-zur-Zeit-des-Wirtschaftswunders.html\">sagte Bundeskanzler Scholz<\/a>: &bdquo;Wegen der hohen Investitionen in den Klimaschutz wird Deutschland f&uuml;r einige Zeit Wachstumsraten erzielen k&ouml;nnen, wie zuletzt in den 1950er- und 1960er-Jahren geschehen&ldquo;. Er sollte mit dem Tr&auml;umen aufh&ouml;ren und endlich die (geopolitische und &ouml;konomische) Realit&auml;t zur Kenntnis nehmen.<\/em><\/p>\n<p>dazu auch: <strong>So geht Korruption<\/strong><br>\nHaushaltspolitik des deutschen Finanzministers Lindner f&uuml;r die Stammklientel. Die Besch&auml;ftigten zahlen mit Reallohnverlusten f&uuml;r Krieg und Krise.<br>\nEs geh&ouml;rt zum kleinen Einmaleins der politischen Kommunikation, unangenehme Wahrheiten in kleinen H&auml;ppchen zu vermitteln. Je l&auml;nger der Zeitraum daf&uuml;r gestreckt wird, umso einfacher ist es, Ursache und Wirkung voneinander zu trennen. Die Regierungskoalition in Berlin hat es in dieser Disziplin zu einer gewissen Meisterschaft gebracht. Unterst&uuml;tzt von selbstgef&auml;lligen Troll-Armeen, die sich wahlweise auf Twitter oder in den Redaktionsstuben der sogenannten &raquo;Leitmedien&laquo; tummeln, werden Ereignisse ihrer Geschichte beraubt, selbstverschuldete Prozesse zu Schicksalsschl&auml;gen verkl&auml;rt und Opfer zu Verantwortlichen gemacht. Wie das abl&auml;uft, kann in den aktuellen Diskussionen &uuml;ber den deutschen Bundeshaushalt beobachtet werden. Mit dem neuen Haushaltsplan m&ouml;chte Finanzminister Christian Lindner (FDP) nach eigenen Angaben &raquo;zur&uuml;ckkehren zu einer stabilit&auml;ts- und angebotsorientierten Finanzpolitik&laquo;. Wer kleinlich ist, k&ouml;nnte an dieser Stelle an die gigantischen Schattenhaushalte und &raquo;Sonderverm&ouml;gen&laquo; erinnern: 200 Milliarden Euro f&uuml;r den &raquo;Abwehrschirm&laquo; im Wirtschaftskrieg, 100 Milliarden f&uuml;rs Milit&auml;r. Doch das geh&ouml;rt nicht zu den &raquo;haushaltspolitischen Realit&auml;ten&laquo;, an denen sich der Bundesfinanzminister orientieren will. Kriegswichtige Ausgaben gelten einfach als &raquo;gesetzt&laquo;. Gleiches gilt f&uuml;r die milliardenschweren Steuergeschenke, die die Bundesregierung ab diesem Jahr an Spitzenverdiener verteilt. Bund, L&auml;nder und Kommunen verzichten auf knapp 34 Milliarden Euro im Jahr, um das FDP-Stammklientel bei Laune zu halten. Beschlossen wurde dies mit dem sogenannten &raquo;Inflationsausgleichsgesetz&laquo; im November vergangenen Jahres.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.zlv.lu\/db\/1\/1427425343885\/0\">Zeitung vum L&euml;tzebuerger Vollek<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>Der Aufstieg der milit&auml;rischen Austerit&auml;t in Europa<\/strong><br>\nDer neue Plan der EU sieht drakonische Sparma&szlig;nahmen vor. Zusammen mit einer neuen deutschen Hegemonie und hohen Milit&auml;rausgaben erscheint das Europa der Finanzkrise geradezu harmlos.<br>\nZuerst kam die pandemische Rezession, ausgel&ouml;st durch die Entscheidung, ganze Gesellschaften durch Lockdowns stillzulegen; dann kam der gr&ouml;&szlig;te Energie- und Rohstoffschock seit 50 Jahren, ausgel&ouml;st durch die Entscheidung, Europas gr&ouml;&szlig;ten Gaslieferanten zu sanktionieren. &Auml;hnlich wie nach der Finanzkrise 2008 haben die EU-Regierungen in den letzten Jahren auf massive Defizite zur&uuml;ckgegriffen, um die ruin&ouml;sen Auswirkungen dieser selbst herbeigef&uuml;hrten Krisen zu &uuml;berspielen. Auf diese Weise ist eine der h&ouml;chsten Staatsverschuldungen der Nachkriegsgeschichte entstanden &ndash; und genau wie vor einem Jahrzehnt sollen nun Arbeitnehmer und normale B&uuml;rger die Rechnung bezahlen.<br>\nEs entbehrt nicht einer gewissen Ironie, dass die Europ&auml;ische Kommission unl&auml;ngst ihren vorl&auml;ufigen Plan f&uuml;r den Abbau der Staatsverschuldung in der gesamten Union vorgestellt hat &ndash; Schulden, die die Kommission zuvor noch gef&ouml;rdert hat. So setzte die EU Anfang 2020 ihre notorisch strengen Haushaltsregeln aus, um &ndash; wie Kommissionspr&auml;sidentin Ursula von der Leyen erkl&auml;rte &ndash; den L&auml;ndern zu erlauben, &ldquo;so viel auszugeben, wie sie brauchen&rdquo;. Auch die EZB griff ein und startete ein Billionen-Euro-Anleihekaufprogramm, um den Regierungen bei der Finanzierung ihrer ausufernden Haushaltsdefizite zu helfen. Im darauffolgenden Jahr einigten sich die Mitgliedstaaten au&szlig;erdem auf ein viel gepriesenes, europaweites Konjunkturprogramm in H&ouml;he von 750 Milliarden Euro.<br>\nDamals begr&uuml;&szlig;ten Beobachter diese beispiellosen Ma&szlig;nahmen als Beweis daf&uuml;r, dass die EU endlich aus den Fehlern der Vergangenheit gelernt und ihre Sparpolitik &uuml;berwunden hatte. Einige bezeichneten diese Entwicklung sogar als den &ldquo;Hamilton Moment&rdquo; der EU, der signalisiere, dass sich der Block endlich zu einer vollwertigen F&ouml;deration entwickelte. Doch das blieb Wunschdenken. Es war nur eine Frage der Zeit, bis die alten Konflikte zwischen den finanzpolitischen Falken Europas &ndash; allen voran Deutschland &ndash; und den hoch verschuldeten L&auml;ndern der Peripherie wieder aufbrechen w&uuml;rden. [&hellip;]<br>\nNoch wichtiger ist, dass solche blau&auml;ugigen Erwartungen ein grundlegendes Missverst&auml;ndnis &uuml;ber das wahre Wesen der EU verraten. Die europ&auml;ische Wirtschafts- und W&auml;hrungsintegration ist ein grunds&auml;tzlich antidemokratisches Projekt &ndash; eines, das darauf abzielt, die Wirtschaftspolitik der Kontrolle der W&auml;hler zu entziehen. Den Nationen die Befugnis zur Ausgabe von W&auml;hrungen zu entziehen, war ein grundlegender Bestandteil dieses Projekts, da dies bedeutete, dass die Regierungen kaum eine andere Wahl hatten, als die vom neuen W&auml;hrungsemittenten &ndash; der EU &ndash; diktierte Politik mitzutragen, ungeachtet ihres demokratischen Mandats.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/makroskop.eu\/17-2023\/der-aufstieg-der-militarischen-austeritat-in-europa\/\">Makroskop<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>Namenswitz des Tages: Ron Desaster<\/strong><br>\nFloridas republikanischer Gouverneur Ronald &raquo;Ron&laquo; DeSantis m&ouml;chte n&auml;chster US-Pr&auml;sident werden. Geeignet ist er: Im Vergleich zum amtierenden &raquo;schl&auml;frigen&laquo; Gro&szlig;krieger hat er eine klare Aussprache &ndash; solange er ablesen kann. Ohne Vorlage kommt kein unfallfreier Satz aus dem fr&uuml;heren Marinejuristen, der in den 2000er Jahren in Guantanamo Bay beim Foltern assistierte und von dort zum regelbasierten Massenmord in den Irak wechselte. Seinen einstigen F&ouml;rderer und jetzigen Feind Donald Trump, der 2024 wiedergew&auml;hlt werden m&ouml;chte, &uuml;berholt DeSantis rechts m&uuml;helos: Er verbietet in Florida Abtreibungen und B&uuml;cher, hetzt gegen Homosexuelle, stellt Universit&auml;ten unter Aufsicht, deportiert Asylsuchende und erleichtert Schwarze ums Wahlrecht. Seine Effizienz trug ihm den Ehrennamen &raquo;Trump mit Gehirn&laquo; ein sowie Anmache von Andreas &raquo;Mich kriegen Sie nie wieder los&laquo; Scheuer (CSU), der ihn k&uuml;rzlich heimsuchte.<br>\nAm Mittwoch wollte DeSantis im Twitter-Gespr&auml;ch mit dem rechts-bekloppten Milliard&auml;r Elon Musk seine Kandidatur ank&uuml;ndigen. Rund 20 Minuten erscholl jedoch lediglich &raquo;Fieeeep&laquo;, was DeSantis-Gegner lustig fanden. Trump taufte ihn &raquo;Ron Desaster&laquo; und bot an, &raquo;meinen gro&szlig;en, sch&ouml;nen 2024-Pr&auml;sidentenhintern&laquo; zu k&uuml;ssen, w&uuml;nschte, dass DeSantis &raquo;von den Marxisten, Kommunisten und linksradikalen Verr&uuml;ckten unseres Landes angegriffen&laquo; wird, damit er wisse, um was es gehe, und zeigte ein Video, in dem neben DeSantis und Musk Adolf Hitler, der Teufel, das FBI und der Spekulant George Soros auftreten.<br>\nDeSantis ignorierte den Zirkus und sagte auf Fox News, er wolle keine Migranten, sondern Frieden und keinen Krieg gegen Russland, vor allem aber nicht wie Deutschland enden: &raquo;Dort haben sie keine vern&uuml;nftige Stromversorgung, und die Energiepreise klettern.&laquo; Scheuer war begeistert und gratulierte mitten in der Nacht.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.jungewelt.de\/artikel\/451516.namenswitz-des-tages-ron-desaster.html\">Arnold Sch&ouml;lzel in junge Welt<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>Ob DeSantis, Trump oder Biden: Warum wir uns von den USA verabschieden sollten<\/strong><br>\nViel wird &uuml;ber Ron DeSantis gewitzelt. Doch er ist nur ein Produkt des Niedergangs. Wie man sich dieser Erkenntnis in Berlin verweigert &ndash; und welche Folgen das hat. [&hellip;]<br>\nEine Nation entflieht den Sorgen in den Rausch. Tragisch und sinnbildlich zugleich. Bei uns aber dominiert nach wie vor das Hollywood-Image einer prosperierenden, innovativen Weltmacht. Auch das tr&auml;gt wohl dazu bei, dass sich die europ&auml;ische, also auch die deutsche Au&szlig;enpolitik der Realit&auml;t verweigern kann: Die USA sind inzwischen weder f&auml;hig noch willens, die Welt zu Frieden und Wohlstand zu f&uuml;hren.<br>\nZugleich sind die globalen Machtbl&ouml;cke in Bewegung geraten &ndash; was historisch gesehen stets die Gefahr schwerer Krisen mit sich gebracht hat. Analysten haben schon vor geraumer Zeit festgestellt: Chinas Wirtschaft wird sich zunehmend auf staatliche Investitionen, Hightech-Entwicklung und Binnenkonsum st&uuml;tzen &ndash; mit weniger Input aus seiner fr&uuml;heren Exportproduktion. Damit werde Beijing die USA in den n&auml;chsten zehn Jahren wirtschaftlich &uuml;berholen, so die franz&ouml;sische Kreditversicherungsgruppe Euler Hermes.<br>\nChinas Bruttoinlandsprodukt werde bis 2025 voraussichtlich um 5,7 Prozent j&auml;hrlich wachsen und danach bis 2030 um 4,7 Prozent pro Jahr, so auch das britische Zentrum f&uuml;r Wirtschaftsforschung (CEBR). Die zweitgr&ouml;&szlig;te Volkswirtschaft der Welt werde so bis 2030 die USA als gr&ouml;&szlig;te Volkswirtschaft &uuml;berholen.<br>\nEs ist h&ouml;chste Zeit, dass sich dieses realistische Bild auch in der europ&auml;ischen und vor allem der deutschen Au&szlig;enpolitik niederschl&auml;gt. Im politischen Berlin ist das ein offenes Geheimnis: Viel Kritik &uuml;bt man dort daher an der Gr&uuml;nen-Politikerin Annalena Baerbock, die mit ihrer ideologischen Au&szlig;enpolitik nachhaltigen Schaden anzurichten droht. [&hellip;]<br>\nOb der 47. Pr&auml;sident der Vereinigten Staaten also Biden, DeSantis oder Trump hei&szlig;t, die Antwort aus Berlin und Br&uuml;ssel wird lauten: &ldquo;Europe behind!&rdquo; Und das ist verheerend.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.telepolis.de\/features\/Ob-DeSantis-Trump-oder-Biden-Warum-wir-uns-von-den-USA-verabschieden-sollten-9065476.html\">Harald Neuber auf Telepolis<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>Kiew: Offensive begonnen<\/strong><br>\nLaut Pr&auml;sidentenberater l&auml;uft Gegenangriff auf Russland seit Tagen. Parallel sollen Westgrenzen f&uuml;r Deserteure dichtgemacht werden.<br>\nDie Ukraine hat nach den Worten von Pr&auml;sidentenberater Michajlo Podoljak ihre angek&uuml;ndigte Gegenoffensive vor einigen Tagen begonnen. Sie finde auf der gesamten Frontbreite von 1.500 Kilometern statt, sagte Podoljak dem italienischen Fernsehsender RAI am Donnerstag. Die ukrainische Regierung werde dabei die vom Westen gelieferten Waffen auf all jenen Territorien einsetzen, auf die sie Anspr&uuml;che erhebe.<br>\nDie Aussage Podoljaks widerspricht dem, was Milit&auml;rspezialisten seit langem sagen &ndash; dass eine solche Offensive nur bei Konzentration auf ausgew&auml;hlte Frontabschnitte erfolgversprechend sei. Interessant ist sie aber unter zwei anderen Aspekten: Erstens bezieht Podoljak damit das k&uuml;rzliche Eindringen &raquo;russischer Partisanen&laquo; ins Gebiet Belgorod in die ukrainischen Offensivhandlungen mit ein &ndash; zuvor hatte Kiew noch bestritten, etwas mit der Aktion zu tun zu haben. Und zweitens droht er damit weitere Angriffe auf Ziele in Russland selbst an. Denn die Ukraine erhebt inoffiziell Anspr&uuml;che etwa auf die Kuban-Region auf dem Festland &ouml;stlich der Krim oder auf Teile der Region Krasnodar.<br>\nOhne unmittelbare Verbindung hierzu entwickelte der fr&uuml;here US-Kommandeur f&uuml;r Europa, General Philip Breedlove, einen Plan f&uuml;r die R&uuml;ckeroberung der Krim durch die Ukraine. Der polnischen Gazeta Wyborcza vom Donnerstag sagte er, es reiche, wenn die ukrainischen Truppen die S&uuml;&szlig;wasserversorgung der Krim wieder unterbr&auml;chen und die neue Br&uuml;cke &uuml;ber die Meerenge von Kertsch zum Einsturz br&auml;chten. Danach w&auml;re die Schwarzmeerhalbinsel f&uuml;r Russland unhaltbar, und die Ukraine k&ouml;nne den Zusammenbruch der russischen Herrschaft dort abwarten. Breedlove erkl&auml;rte auch, die ukrainische Armee brauche gar keine unmittelbare Beratung durch die US-Armee. Ihre Kommandeure h&auml;tten die Lektionen der jahrelangen Schulungen durch NATO-Milit&auml;rs so gut gelernt, dass sie in der operativen Planung nicht schlechter seien als die der USA selbst.<br>\nParallel dazu musste die Regierung in Kiew sich aber eingestehen, dass der Krieg im eigenen Land in wachsendem Ma&szlig;e unbeliebt ist und immer mehr M&auml;nner offenbar versuchen, sich der Einberufung durch die Flucht ins benachbarte Ausland zu entziehen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.jungewelt.de\/artikel\/451507.ukraine-krieg-kiew-offensive-begonnen.html\">junge Welt<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unserer Leserin S.B.:<\/strong> Die &uuml;berwiegend russische Bev&ouml;lkerung auf der Krim wird die &bdquo;Befreier&ldquo; sicherlich mit offenen Armen empfangen, wenn diese Ihnen vorher die Wasserversorgung abschneiden und die Versorgungsbr&uuml;cke &uuml;ber der Meerenge von Kertsch sprengen. Die Wasserversorgung wurde nach dem Referendum von 2014 von der Ukraine bereits sehr eingeschr&auml;nkt. Das trifft und traf vor allem Zivilisten. Glauben die beratenden USA wirklich, die Russen w&uuml;rden dann nicht wirklich mit schlimmerem Ger&auml;t zur&uuml;ckschlagen? Die Eskalationskurve steigt und steigt.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Fass ohne Boden: Deutschland bindet sich bedingungslos an die Ukraine<\/strong><br>\nIn den deutschen Medien blieb die &ldquo;Gemeinsame Erkl&auml;rung der Ukraine und Deutschlands&rdquo; weitgehend unerw&auml;hnt. Das ist erstaunlich, da Deutschland der Ukraine umf&auml;ngliche und weit &uuml;ber die Zeit des Krieges hinausreichende Versprechen macht, was die k&uuml;nftige Unterst&uuml;tzung angeht, w&auml;hrend sich die Ukraine im Gegenzug zu gar nichts verpflichtet. Es w&auml;re geboten, dar&uuml;ber zu informieren, denn die Folgen sind langfristig und vor allem v&ouml;llig einseitig. Deutschland verpflichtet sich ohne jede Gegenleistung.<br>\nSo hei&szlig;t es beispielsweise unter Punkt 10:<br>\n&ldquo;Deutschland bekennt sich gemeinsam mit internationalen Organisationen sowie europ&auml;ischen und internationalen Partnern dazu, sich an der wirtschaftlichen Erholung und dem Wiederaufbau der Ukraine zu beteiligen.&rdquo;<br>\nEs bleibt unklar, f&uuml;r welchen Zeitraum der Bundeskanzler mit seiner Unterschrift unter das Dokument der Ukraine finanzielle Unterst&uuml;tzung zugesagt hat. Angesichts der umfassenden Zerst&ouml;rung der Ukraine infolge der k&uuml;nstlichen Verl&auml;ngerung des Konflikts durch die Bereitstellung westlicher Waffen handelt sich auf jeden Fall um Jahre, wahrscheinlich sogar um Jahrzehnte.<br>\nF&uuml;r das laufende Jahr hat Deutschland Milit&auml;rhilfe in H&ouml;he von 11 Milliarden Euro zugesagt, die bisher geleistete Unterst&uuml;tzung wird in dem Dokument auf 17 Milliarden Euro beziffert. (&hellip;)<br>\nFerner wurde vereinbart, den konfrontativen Kurs gegen&uuml;ber Russland weiter zu intensivieren. Scholz sagt weitere Sanktionen zu. Gleichzeitig verspricht er die Verh&auml;ngung von Sekund&auml;rsanktionen, um die Umgehung der Sanktionen zu verhindern. Sowohl das bisherige Sanktionsregime als auch die Verh&auml;ngung von Sekund&auml;rsanktionen gegen dritte Parteien versto&szlig;en gegen das V&ouml;lkerrecht.<br>\n&ldquo;Die Ukraine und Deutschland sind sich einig, dass es n&ouml;tig ist, unseren gemeinschaftlichen Druck auf Russland und auf diejenigen, die seine Kriegsanstrengungen unterst&uuml;tzen, durch weitere Sanktionen aufrechtzuerhalten und zu erh&ouml;hen, um Russlands F&auml;higkeit zu schw&auml;chen, seinen illegalen Angriffskrieg fortzuf&uuml;hren. Bem&uuml;hungen um eine wirksame Umsetzung von Sanktionen sowie darum, Umgehung zu verhindern und dagegen vorzugehen, m&uuml;ssen verst&auml;rkt werden.&rdquo;<br>\nAus Solidarit&auml;t mit der Ukraine sucht Deutschland die Konfrontation mit der Welt.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/test.rtde.tech\/inland\/170959-fass-ohne-boden-deutschland-bindet\/\">RT DE<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Christian Reimann:<\/strong> Ein unglaublicher Vorgang seitens der Bundesregierung. Wie sie das mit den Interessen der hiesigen Bev&ouml;lkerung in Einklang bringen m&ouml;chte bleibt r&auml;tselhaft. Im Gegenteil, es verst&ouml;&szlig;t gegen die Sicherheitsinteressen, den konfrontativen Kurs gegen&uuml;ber Russland fortzusetzen oder sogar noch weiter zu intensivieren. Auch dieser Artikel belegt die These: <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=77382\">Ohne RT Deutsch w&auml;ren wir noch schlechter informiert<\/a>.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Panzer &amp; Haubitzen<\/strong><br>\nIn seiner gestrigen Sitzung hat der Haushaltsausschuss die Beschaffung von 18 Kampfpanzer Leopard 2 A8 und von weiteren zehn und dann insgesamt 22 Panzerhaubitzen 2000 genehmigt. Schon vor etwa zwei Wochen berichtete u.a. Spiegel Online, der Vertrag &uuml;ber die Kampfpanzer umfasse erst einmal 525 Mio. Euro, enthalte aber eine Option f&uuml;r die Beschaffung weiterer 105 Exemplare.<br>\nBei den 22 Panzerhaubitzen ist es deutlich komplizierter, berichtet die Europ&auml;ische Sicherheit und Technik. Hierf&uuml;r h&auml;tten Optionen aus einem starren Rahmenvertrag ausgel&ouml;st werden m&uuml;ssen, die h&auml;tten aber nur die Beschaffung von zehn, 16, 22 oder 28 Fahrzeuge erm&ouml;glicht. Um dies mit dem Ersatz der 14 an die Ukraine abgegebenen Panzerhaubitzen in Einklang zu bringen, soll sich die Bundeswehr kurzerhand entschieden haben, acht im Bestand befindliche System einfach als Ersatzteillager auszuschlachten. So l&auml;sst sich er der Gesamtauftrag von 470,2 Millionen Euro zumindest in Teilen auf den Allgemeinen Haushalt abw&auml;lzen. Denn weil es sich dabei um Ger&auml;t handele, das zuvor an die Ukraine abgegeben worden sei, werde das Geld nicht dem Verteidigungshaushalt entnommen, schreibt die Europ&auml;ische Sicherheit und Technik: &bdquo;Die Finanzierung erfolgt aus der Ert&uuml;chtigungsinitiative der Bundesregierung, f&uuml;r im Einzelplan 60 Mittel eingestellt sind.&ldquo;<br>\nZum Preis f&uuml;r die optionalen Leopard 2 A8 schreibt das Portal: &bdquo;Die weiteren 105 Kampfpanzer k&ouml;nnen zur Bestandserh&ouml;hung der Bundeswehr genutzt werden oder f&uuml;r Beschaffungen von anderen Nationen. Daf&uuml;r sind Losgr&ouml;&szlig;en von sieben, acht und 38 Panzern definiert. Es gelten dann f&uuml;r alle Besteller dieselben im Rahmenvertrag festgeschriebenen Konditionen. Der Auftragswert f&uuml;r die weiteren Panzer ist mit 2,4 Milliarden Euro beziffert.&ldquo;<br>\nAuch der Beschaffung von f&uuml;nf P-8A Poseidon Seefernaufkl&auml;rern soll gestern zugestimmt worden sein. Urspr&uuml;nglich war die Anschaffung von zw&ouml;lf Poseidons geplant, die Zahl wurde aber bereits voriges Jahr auf acht reduziert (siehe IMI-Aktuell 2022\/521). Aktuell ist unklar, ob es zu einer weiteren Reduzierung kam oder ob zu einem sp&auml;teren Zeitpunkt weitere Seefernaufkl&auml;rer beschafft werden sollen. UPDATE: Wie Augengeradeaus berichtet, soll die Option f&uuml;r die 105 Leopard A8, sollte sie gezogen werden, aus dem Sonderverm&ouml;gen bezahlt werden.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.imi-online.de\/2023\/05\/25\/panzer-haubitzen\/\">Informationsstelle Militarisierung e.V.<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>Zwei Welten: W&auml;hrend Lebensmittelpreise weiter ansteigen, liefern sich Handelsketten Preiskampf um Verdr&auml;ngung. Tarifverhandlungen im Handel angelaufen.<\/strong><br>\nLebensmittel d&uuml;rften &raquo;kein Luxusprodukt sein&laquo;, wiederholt der Chef von Lidl Deutschland, Christian H&auml;rtnagel, bei jeder Gelegenheit. Diese schlichte Erkenntnis des Managers passt so gar nicht zu der Erfahrung, die Verbraucher an hiesigen Supermarktkassen in den vergangenen Monaten machen mussten. Die zum Schwarz-Konzern geh&ouml;rende Handelskette kann sich trotz Krisenzeiten in sicherem Fahrwasser w&auml;hnen. Auch wenn sich der Konzern mit Gewinnzahlen grunds&auml;tzlich bedeckt h&auml;lt, wuchsen laut Handelsblatt (Donnerstag) alle Sparten des Handelsriesen &raquo;sowohl im Kerngesch&auml;ft Discount wie auch in neu zugekauften Gesch&auml;ftsfeldern&laquo; im vergangenen Jahr &raquo;zweistellig&laquo;. Dabei habe auch die Inflation geholfen, &raquo;die die Verkaufspreise in die H&ouml;he trieb&laquo;, erkl&auml;rte die Wirtschaftszeitung.<br>\nW&auml;hrend das Statistische Bundesamt f&uuml;r April einen Preisanstieg von 17,2 Prozent bei Lebensmitteln ausmachte, ist der Tenor im Handelsblatt indes ein anderer: &raquo;Lidl heizt den Preiskampf an&laquo;, so die Titelank&uuml;ndigung zum Gespr&auml;ch mit H&auml;rtnagel. Unmittelbar nachdem Lidl und Konzernschwester Kaufland vorvergangene Woche angek&uuml;ndigt hatten, Preise f&uuml;r Nudeln ihrer Eigenmarke dauerhaft um 20 Prozent zu senken, habe die Discountkonkurrenz etwa in Form der Ketten Aldi S&uuml;d und Aldi Nord unmittelbar darauf gleichgezogen. Edeka-Chef Markus Moser prognostizierte dem Handelsblatt angesichts dieser Dynamik f&uuml;r das laufende Jahr &raquo;zumindest stabile (&hellip;) wenn nicht sogar sinkende&laquo; Preise.<br>\nDie Preisbildung bei den Discountern sei &raquo;wahnsinnig intransparent&laquo; und lie&szlig;e sich nur schwer nachvollziehen, erkl&auml;rte Andreas Winkler am Donnerstag im Gespr&auml;ch mit junge Welt. Im vergangenen Jahr h&auml;tten sich jedoch &raquo;einige Mitnahmeeffekte&laquo; bei den Handelsketten beobachten lassen, so der Sprecher der Organisation Foodwatch (FW). Eine FW-Studie vom M&auml;rz ergab, dass die gr&ouml;&szlig;ten Preissteigerungen der Superm&auml;rkte bei deren Eigenmarken vollzogen wurden. Demnach erh&ouml;hten sich die Preise der sogenannten Billigprodukte von Aldi, Lidl, Rewe und Edeka um mehr als 30 Prozent. Es d&uuml;rfte keine insgesamt gro&szlig;e Entlastung in der Preisentwicklung bedeuten, wenn die H&auml;ndler solche vorher eingef&uuml;hrten &uuml;berdurchschnittlichen Steigerungen nun im Verdr&auml;ngungswettkampf zur&uuml;cknehmen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.jungewelt.de\/artikel\/451500.steigende-lebenshaltungskosten-zwei-welten.html\">junge Welt<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>Doppelmoral der G7-Staaten: Die Hungermacher<\/strong><br>\nDer Oxfam-Sprecher Max Lawson fand am Rande des G7-Treffens im japanischen Hiroshima deutliche Worte. Die G7-Staaten seien an den Problemen des Globalen S&uuml;dens gescheitert. Sie seien gescheitert, die Schulden zu streichen und sie seien gescheitert, was wirklich wichtig w&auml;re, dem Anstieg des weltweiten Hungers ein Ende zu setzen. Sie k&ouml;nnten unz&auml;hlige Milliarden finden, um Krieg zu f&uuml;hren, aber sie k&ouml;nnten nicht die H&auml;lfte von dem bereitstellen, was f&uuml;r die Vereinten Nationen erforderlich w&auml;re, um nur die kritischsten humanit&auml;ren Krisen zu lindern. Vor allem auf die Probleme der Hunger- und der Schuldenkrise im Globalen S&uuml;den wies die Hilfsorganisation Oxfam hin sowie auf die Erfordernisse des sich beschleunigenden Klimawandels. &bdquo;L&auml;nder des Globalen S&uuml;dens werden geplagt durch Nahrungs- und Schuldenkrisen in gewaltigen Gr&ouml;&szlig;enordnungen.&ldquo; Der Hunger habe schneller zugenommen als in Jahrzehnten, jede Minute st&uuml;rben zwei Menschen an Unterern&auml;hrung. Oxfam beklagt, die sieben reichen Industrienationen &bdquo;schuldeten&ldquo; den armen L&auml;ndern 13 Billionen US-Dollar an nicht geleisteter Entwicklungshilfe und Unterst&uuml;tzung im Kampf gegen den Klimawandel. Statt ihre Verpflichtungen zu erf&uuml;llen, verlangten die G7-Staaten und ihre Banken vom Globalen S&uuml;den pro Tag Schuldenr&uuml;ckzahlungen in H&ouml;he von &uuml;ber 230 Millionen Dollar. Dieses Geld k&ouml;nne genutzt werden, um Menschen zu ern&auml;hren. Die &Auml;u&szlig;erungen von Oxfam sind in Zeiten medialer Verbl&ouml;dung wertvoll. Aber es sind nicht die G7 oder die &bdquo;reichen Industrienationen&ldquo; ganz allgemein, die diese Krisen verursachen. Es ist die Jagd des Finanzkapitals nach dem immer h&ouml;heren Profit, welches &bdquo;alle menschlichen Gesetze unter seinen Fu&szlig;&ldquo; stampft, und f&uuml;r das kein Verbrechen existiert, &bdquo;das es nicht riskiert, selbst auf die Gefahr des Galgens&ldquo;. Und es sind zunehmend auch die arbeitenden Menschen in den &bdquo;reichen Industrienationen&ldquo;, die Opfer dieser brutalen Jagd nach dem Maximalprofit werden. Hier verl&auml;uft die Frontlinie. Die arbeitenden Menschen in den G7 haben den Globalen S&uuml;den nicht jahrhundertelang ausgebeutet und versklavt und sie kassieren auch keine 230 Millionen Dollar pro Tag. Klassenkampf hat eine nationale und eine internationale Dimension. Wir sitzen in einem Boot. Wir haben denselben Gegner.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.unsere-zeit.de\/die-hungermacher-4780424\/\">Klaus Wagener in unsere zeit<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>Immer mehr Staaten befreien sich aus neokolonialer Unterdr&uuml;ckung: Die andere Zeitenwende<\/strong><br>\nSie kam &uuml;berraschend, die j&uuml;ngste internationale Verhandlungsinitiative zur Beendigung des Ukraine-Kriegs. Gemeinsam mit f&uuml;nf weiteren afrikanischen Staatschefs werde er so rasch wie m&ouml;glich nach Moskau und nach Kiew reisen, um dort jeweils auf einen Waffenstillstand zu dringen, teilte S&uuml;dafrikas Pr&auml;sident Cyril Ramaphosa in der vergangenen Woche mit. Er habe gerade mit Wladimir Putin und mit Wladimir Selenski telefoniert; beide seien prinzipiell bereit, ihn und seine Amtskollegen als Vermittler zu empfangen. Nun werde man Vorarbeiten leisten und Gespr&auml;che f&uuml;hren &ndash; und vielleicht schon im Juni w&uuml;rden die sechs Pr&auml;sidenten sich auf den Weg machen, wohl zuerst in die Ukraine, dann nach Russland. Bis zum Russland-Afrika-Gipfel Ende Juli in Sankt Petersburg sollten die Gespr&auml;che in beiden Hauptst&auml;dten get&auml;tigt und weitere Verhandlungen angesto&szlig;en sein. In der internationalen Politik hat es seit dem Beginn des Ukraine-Kriegs so manches gegeben, womit zuvor kaum jemand gerechnet h&auml;tte. Wer h&auml;tte zum Beispiel erwartet, dass der Westen mit seinem Wirtschaftskrieg gegen Russland weitgehend isoliert bleiben w&uuml;rde? Wer h&auml;tte gedacht, dass sich Staaten wie die T&uuml;rkei und Saudi-Arabien, vor allem aber Brasilien und China zu Vermittlern zwischen Moskau und Kiew und damit faktisch zwischen Russland und dem Westen aufschwingen w&uuml;rden? Und dass nun sogar noch der afrikanische Kontinent als Initiator von Friedensverhandlungen auftritt? Die h&ouml;chst &uuml;berraschenden Positionierungen zeigen: Im globalen Staatensystem hat sich in den vergangenen Jahren manches grundlegend verschoben. Die afrikanische Verhandlungsinitiative ist daf&uuml;r der j&uuml;ngste Beleg. Dabei legt die Interessenlage der meisten afrikanischen Staaten eine Friedensinitiative nahe. Der Ukraine-Krieg und der westliche Wirtschaftskrieg haben Getreide- und D&uuml;ngereinfuhren nach Afrika reduziert, die Inflation in die H&ouml;he getrieben und das Wachstum gebremst: alles Anl&auml;sse, sich f&uuml;r ein schnellstm&ouml;gliches Kriegsende stark zu machen. Der Versuch des Westens, den Kontinent politisch auf seine Seite zu ziehen, verf&auml;ngt aus guten Gr&uuml;nden nicht:<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.unsere-zeit.de\/die-andere-zeitenwende-4780484\/\">unsere zeit<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>Microsoft warnt vor Cyberangriffen auf kritische US-Infrastrukturen<\/strong><br>\nMutma&szlig;lich staatlich unterst&uuml;tzte chinesische Hacker haben einem Blogbeitrag von Microsofts Abteilung f&uuml;r Cybersicherheit<br>\nzufolge kritische Infrastrukturen in den USA ins Visier genommen. Neben Zielen im Kernland der Vereinigten Staaten haben die Angreifer demnach auch Standorte auf der Pazifikinsel Guam attackiert, auf der die USA gro&szlig;e Milit&auml;rbasen betreibt. Die Aktionen gehen dem Unternehmen zufolge auf eine Hackergruppe zur&uuml;ck, die als &raquo;Volt Typhoon&laquo; bezeichnet wird und seit dem Jahr 2021 aktiv ist.<br>\nZu den Zielen der Hackerangriffe geh&ouml;ren Microsoft zufolge Unternehmen und Organisationen in den Bereichen Kommunikation, Produktion, Versorgung, Transport, Bau, Schifffahrt, Informationstechnologie und Bildung. Die von Microsofts Experten beobachteten Vorgehensweisen legen es nahe, dass diese in erster Linie Spionage zum Ziel haben und versuchen, m&ouml;glichst lange unerkannt zu bleiben, nachdem sie sich Zugang zu den Systemen ihrer Opfer verschafft haben.<br>\nStatt sich auf automatisch arbeitende Tools zu verlassen, w&uuml;rden die Hacker bei ihren Aktionen auf Handarbeit setzen, etwa, indem sie sogenannte &raquo;living off the land&laquo;-Techniken nutzen. Diese basieren grob gesagt darauf, dass die Angreifer bereits auf den Zielsystemen vorhandene Software f&uuml;r ihre Ziele zweckentfremden, statt eigene Software einzuschleusen. So sind ihre Aktivit&auml;ten schwerer zu entdecken und hinterlassen weniger Spuren. (&hellip;)<br>\nParallel zu Microsofts Blogbeitrag ver&ouml;ffentliche die US-Cybersicherheitsbeh&ouml;rde CISA gemeinsam mit dem FBI, der NSA sowie den &uuml;brigen Mitgliedern der sogenannten Five Eyes-Koalition, bestehend aus britischen, kanadischen, australischen und neuseel&auml;ndischen Beh&ouml;rden, eine Warnung vor den von Microsoft geschilderten Hackeraktivit&auml;ten . Darin hei&szlig;t es unter anderem, die Angreifer k&ouml;nnten ihre Methoden weltweit anwenden. In ihrer Mitteilung gibt die Beh&ouml;rde Ratschl&auml;ge, wie Systembetreiber die verborgenen Aktivit&auml;ten der Angreifer erkennen und sich besser vor ihnen sch&uuml;tzen k&ouml;nnen.<br>\nUnd sie l&auml;sst keinen Zweifel an ihrer Einsch&auml;tzung, dass die Aktionen von China aus gesteuert werden. Seit Jahren f&uuml;hre China &raquo;aggressive Cyberoperationen durch, um geistiges Eigentum und sensible Daten von Organisationen auf der ganzen Welt zu stehlen&laquo;, sagt CISA-Direktorin Jen Easterly.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.spiegel.de\/netzwelt\/web\/microsoft-warnt-vor-cyberangriffen-auf-kritische-us-infrastrukturen-a-10fe6583-3947-4431-855f-8d4fd827ed01\">DER SPIEGEL <\/a>\n<p>dazu auch: <strong>China: Die US National Security Agency ist die weltweit gr&ouml;&szlig;te Hackerorganisation<\/strong><br>\nBekanntlich ist die &bdquo;Five Eyes Alliance&ldquo; die weltweit gr&ouml;&szlig;te Geheimdienstorganisation und die US National Security Agency die weltweit gr&ouml;&szlig;te Hackerorganisation. Dies sagte die Sprecherin des chinesischen Au&szlig;enministeriums, Mao Ning, am Donnerstag, und f&uuml;gte hinzu, dass sie k&uuml;rzlich gemeinsam falsche Informationen ver&ouml;ffentlicht haben, in denen behauptet wird, dass chinesische Hackerorganisationen Cyberangriffe gegen die USA gestartet h&auml;tten. Es sei offensichtlich, dass es eine Aktion der kollektiven Falschinformation von L&auml;ndern der &bdquo;Five Eyes Alliance&ldquo; sei, die f&uuml;r geopolitische Zwecke von den USA unternommen worden sei.<br>\nMao Ning erinnerte daran, dass relevante chinesische Institutionen im September vergangenen Jahres in einem Bericht die Situation des Cyberangriffs der US National Security Agency auf die Nordwestliche Polytechnische Universit&auml;t Chinas detailliert beschrieben haben. Die USA sollten unverz&uuml;glich eine Erkl&auml;rung zur Durchf&uuml;hrung von Cyberangriffen abgeben, forderte Mao Ning.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/german.cri.cn\/2023\/05\/25\/ARTICJwRkpOhRiQfYJn0IsX6230525.shtml\">CRI online<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>Eigenbeschuss im Halbleiterkrieg<\/strong><br>\nDer US-Wirtschaftskrieg gegen China droht zu ernsten Sch&auml;den f&uuml;r die westliche Halbleiterbranche zu f&uuml;hren, darunter auch die neu im Entstehen befindlichen Chipfabriken in den USA und in Deutschland. Darauf weist Jen-Hsun Huang hin, der Chef des zur Zeit wertvollsten Halbleiterkonzerns der Welt, Nvidia. Laut Huang w&auml;re ein sanktionsbedingter Verlust des gewaltigen chinesischen Markts f&uuml;r Nvidia kaum zu stemmen. Die Gefahr w&auml;chst, seit Beijing sich am Sonntag erstmals mit Sanktionen zur Wehr gesetzt hat &ndash; gegen den US-Chiphersteller Micron. Micron hofft, die Verluste auf einen einstelligen Umsatzanteil begrenzen zu k&ouml;nnen. Andere US-Firmen mit gr&ouml;&szlig;erem Chinagesch&auml;ft tr&auml;fen Sanktionen heftiger; Huang sch&auml;tzt den Anteil des Chinagesch&auml;fts am Umsatz der US-Chipbranche auf ein Drittel. Br&auml;che der westliche Absatz in China im gro&szlig;en Stil ein, entst&uuml;nden zudem auf beiden Seiten des Atlantiks &Uuml;berkapazit&auml;ten, die durch den Aufbau neuer Chipfabriken im Westen noch massiv vergr&ouml;&szlig;ert w&uuml;rden. Ob der Aufbau neuer Chipfabriken in Deutschland gelingt, ist dabei weiterhin ungewiss &ndash; unter anderem wegen Mangels an hinl&auml;nglich ausgebildetem Personal.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.german-foreign-policy.com\/news\/detail\/9251\">German Foreign Policy <\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>&raquo;Ohne Frieden keine erweiterten Rechte&laquo;<\/strong><br>\nDas linke B&uuml;ndnis Unidas Podemos regiert in Spanien mit Sozialdemokraten &ndash; nicht konfliktfrei. Ein Gespr&auml;ch mit Rafael Mayoral.<br>\nRafael Mayoral ist Rechtsanwalt und Abgeordneter im spanischen Parlament. Als Sekret&auml;r von Podemos ist er zust&auml;ndig f&uuml;r das programmatische Ziel der Errichtung einer spanischen Republik und einer Ausweitung der Demokratie. (&hellip;)<br>\nIn Deutschland fragen sich viele Linke, warum Unidas Podemos (UP) weiterhin in der Koalitionsregierung bleibt, obwohl das Wahlb&uuml;ndnis sein Programm kaum umsetzen kann. In Melilla sind viele Fl&uuml;chtlinge gestorben. Spaniens Premier Pedro S&aacute;nchez besucht seine italienische Amtskollegin, die Postfaschistin Giorgia Meloni, und sagt, es gebe zwischen beiden L&auml;ndern viele &Auml;hnlichkeiten in der Migrationspolitik. Warum ist es f&uuml;r UP wichtig, Teil der Regierung zu bleiben?<br>\nWeil wir nicht nur im Parlament, sondern auch im Ministerrat um Verbesserungen ringen. Es ist f&uuml;r uns wichtig, auf allen Ebenen zu k&auml;mpfen, und in der Sozialpolitik haben wir bereits vieles erreicht, auch wenn da mindestens ebenso viel noch aussteht. Eine Demokratisierung des Staates ist notwendig, die Strukturen des Innenministeriums m&uuml;ssen ge&auml;ndert werden. Wir selbst sind ins Visier des Ministeriums geraten. Unsere Beziehung zum Innenminister Fernando Grande-Marlaska war von Anfang an schlecht, schon bevor wir in die Regierung eintraten, als er bereits Minister des sozialdemokratischen PSOE war. Es gibt gro&szlig;e Unterschiede zwischen uns und dem PSOE, insbesondere mit Blick auf die Frage von Krieg und Frieden. Ein Waffenstillstand und eine Verhandlungsl&ouml;sung sind notwendig im laufenden Ukraine-Krieg. Unsere Positionen zu diesem Thema sind klar.<br>\nGibt es Unstimmigkeiten in der Haltung zum Krieg zwischen Podemos und der Vereinigten Linken, die ja zusammen das Wahlb&uuml;ndnis Unidas Podemos bilden?<br>\nBisher haben sich alle f&uuml;r eine friedliche L&ouml;sung ausgesprochen. Bei Podemos haben wir eine sehr klare Position vertreten, mit der sich die Ministerin f&uuml;r Soziale Rechte und Podemos-Generalsekret&auml;rin, Ione Belarra, einige Schm&auml;hungen eingehandelt hat. So wurde sie in den Medien als &raquo;Ghandi-&auml;hnliche Ministerin&laquo; bezeichnet. Das sollte eine Beleidigung sein, ist aber in Wahrheit keine. Wir werden weiterhin f&uuml;r eine Verhandlungsl&ouml;sung eintreten, f&uuml;r einen Waffenstillstand. Je schneller die Kriegshandlungen gestoppt werden, um so besser f&uuml;r alle. Ohne Frieden gibt es keine erweiterten Rechte.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.jungewelt.de\/artikel\/451492.spaniens-linke-ohne-frieden-keine-erweiterten-rechte.html\">junge Welt<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>Das Virus beendete die Pandemie, die Impfung half nach<\/strong><br>\nDer wichtigste Faktor zum Eintritt in das endemische Geschehen war nicht die Impfung, sondern die Ausbildung einer breiten Immunit&auml;t gegen Covid. Unverh&auml;ltnism&auml;&szlig;ige Ma&szlig;nahmen des Staates und die Diffamierung von Ungeimpften erzeugten massive soziale Kollateralsch&auml;den.<br>\nDie Covid-19-Pandemie &ndash; einschlie&szlig;lich der Ma&szlig;nahmen mit dem Ziel ihrer Kontrolle &ndash; hat in den letzten drei Jahren gravierend in unser Leben eingegriffen. Wer aus den Erfahrungen dieser drei Jahre nicht lernen m&ouml;chte, wird bei m&ouml;glichen n&auml;chsten Epidemien oder Pandemien durch neue Krankheitserreger die gleichen Fehler begehen; zumal dann sehr wahrscheinlich eine neue Generation von Akteuren verantwortlich sein wird. Deshalb muss jetzt ehrlich festgestellt werden, welche Ma&szlig;nahmen sinnvoll und welche unn&ouml;tig oder sch&auml;dlich waren. Und wodurch kam es zur Beendigung der Pandemie?<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.cicero.de\/innenpolitik\/corona-virus-impfung-immunitat-klaus-stohr-kruger\">Detlev Kr&uuml;ger und Klaus St&ouml;hr auf Cicero<\/a><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. 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